A

  1. A - Substantiv, Neutrum; erster Buchstabe des lateinischen Alphabets, schriftliches Zeichen für unterschiedliche a-Laute, Name eines Tons und kulturgeschichtliche Chiffre für Anfang, Ursprung, Vorrang, erste Wahl, Ausgangspunkt und den ersten Schritt einer Folge
  2. Aal - Substantiv, Maskulinum; langgestreckter, schlangenförmiger Fisch, Bezeichnung seines Fleisches als Speise sowie bildliche Chiffre für Glätte, Beweglichkeit, Unfassbarkeit, Anpassung, Wanderung und Rückkehr
  3. aalen - Verb, in der heutigen Hauptbedeutung reflexiv; sich behaglich ausstrecken, räkeln, sonnen oder in einem angenehmen körperlichen beziehungsweise übertragenen Zustand genüsslich verweilen
  4. Aalfang - Substantiv, Maskulinum; gezieltes Fangen von Aalen sowie Gesamtheit der dafür eingesetzten Kenntnisse, Fangweisen, Geräte, Arbeitsabläufe und kulturellen Überlieferungen
  5. Aalfischer - Substantiv, Maskulinum; Person, die Aale beruflich, nebenberuflich, traditionell oder gelegentlich fängt und hierfür besondere Kenntnisse über Gewässer, Fangzeiten, Geräte, Verarbeitung und Bestandsschutz besitzt
  6. aalglatt - Adjektiv; wörtlich außerordentlich glatt, glitschig oder schlüpfrig, übertragen schwer fassbar, ausweichend, wendig, rhetorisch geschickt, unverbindlich oder opportunistisch
  7. Aalhamen - Substantiv, Maskulinum; stationäres, sack- oder beutelförmiges Fangnetz für Aale, das Strömung und Wanderbewegung nutzt und je nach Bauform an Rahmen, Pfählen, Wehren, Ufern oder Fangschiffen befestigt wird
  8. aalig - Adjektiv; einem Aal in Form, Oberfläche, Bewegung, Geruch, Geschmack oder Wirkung ähnlich; übertragen windend, schwer fassbar, schlüpfrig, anpassungsfähig oder ausweichend
  9. Aalkasten - Substantiv, Maskulinum; historische oder regional verwendete, kastenartige Vorrichtung zum Aalfang, bei der Lattenroste, Rinnen und Wasserströmung die Aale in einen kontrollierbaren Fangraum führen
  10. Aalkorb - Substantiv, Maskulinum; einfache korb- oder röhrenförmige Aalreuse, traditionell häufig aus Weidenruten oder Spaltholz gefertigt und mit einer oder mehreren trichterartigen Kehlen versehen
  11. Aalleiter - Substantiv, Femininum; speziell auf die schlängelnde Aufwärtsbewegung von Aalen abgestimmte Fischaufstiegshilfe mit befeuchteter, rauer, genoppter oder bürstenartig strukturierter Kletterbahn
  12. Aalmutter - Substantiv, Femininum; deutscher Name der lebendgebärenden, aalähnlichen Küstenfischart Zoarces viviparus, die zur Familie der Aalmuttern gehört, aber kein echter Aal ist
  13. Aalnetz - Substantiv, Neutrum; kontextabhängige Bezeichnung für ein Netz oder eine Gruppe von Netzfanggeräten, die gezielt oder überwiegend dem Fang von Aalen dienen
  14. Aalquappe - Substantiv, Femininum; regionale oder volkstümliche Bezeichnung der Quappe Lota lota, eines langgestreckten, bodenlebenden, nachtaktiven und winterlaichenden Süß- und Brackwasserfisches aus der Ordnung der Dorschartigen; selten auch Bezeichnung der Aalmutter
  15. Aalräucherei - Substantiv, Femininum; Betrieb oder Werkstatt, in der Aale vorbereitet, gesalzen, getrocknet, heiß geräuchert, gekühlt, gelagert und verkauft werden
  16. Aalreuse - Substantiv, Femininum; passive, meist ring- oder bügelgestützte Netzfalle mit trichterförmigen Kehlen, Leitnetzen und hinterem Fangraum zum Fang von Aalen
  17. Aalspeer - Substantiv, Maskulinum; historisches, lang geschäftetes und meist mehrzinkiges Stechgerät zum Fang von Aalen in flachem Wasser, Schlamm oder Bodenverstecken
  18. Aalstechen - Substantiv, Neutrum; historisches aktives Fangverfahren, bei dem Aale mit einem lang geschäfteten, meist mehrzinkigen Aalstecher oder Aalspeer in flachem Wasser, Schlamm oder Bodenverstecken erfasst wurden
  19. Aalstrich - Substantiv, Maskulinum; längs der Rückenmitte verlaufender, meist dunklerer und schmaler Farb- oder Pigmentstreifen im Fell, Federkleid oder in der Hautzeichnung eines Tieres
  20. Aalsuppe - Substantiv, Femininum; Suppe mit Aal oder eine zur hamburgischen süßsauren Suppentradition gehörende Zubereitung mit Brühe, Gemüse, Kräutern, Backobst und je nach Rezept Aal
  21. Aaltierchen - Substantiv, Neutrum; ältere zoologische Bezeichnung für winzige, langgestreckte und aalartig schlängelnde Fadenwürmer, besonders Essig-, Kleister- und Pflanzenälchen
  22. Aaltreppe - Substantiv, Femininum; meist geneigte, benetzte und mit rauem Klettersubstrat versehene Aufstiegshilfe, über die junge Aale wasserbauliche Wanderhindernisse überwinden können
  23. Aalwanderung - Substantiv, Femininum; lebensgeschichtlich gesteuerte Wanderbewegungen von Aalen zwischen ozeanischem Laichgebiet, Küsten- und Aufwuchsgewässern sowie die spätere Rückwanderung der Blankaale zum Meer
  24. Aar - Substantiv, Maskulinum; alte, heute vor allem dichterische, gehobene und heraldische Bezeichnung für den Adler
  25. Aargau - Substantiv, Maskulinum und Eigenname; Name eines Schweizer Kantons und einer historischen Landschaft an der Aare
  26. Aaron - Substantiv, Maskulinum; männlicher Vorname und Name der biblischen Gestalt, die als Bruder und Sprecher des Mose, erster Hohepriester Israels, Empfänger des Priestersegens und ambivalenter Amtsträger überliefert wird
  27. Aas - Substantiv, Neutrum; toter, häufig verwesender Tierkörper, besonders als Nahrung für Aasfresser; übertragen grobes Schimpfwort und Bild für moralischen Verfall
  28. Aasbande - Substantiv, Femininum; derbe, stark abwertende Kollektivbezeichnung für eine als gemein, rücksichtslos oder ausbeuterisch bewertete Gruppe; historisch auch für eine Ansammlung aasfressender Tiere
  29. Aasblume - Substantiv, Femininum; Trivial- und Funktionsname für Pflanzen, deren Blüten durch aasähnlichen Geruch und häufig fleischähnliches Aussehen Fliegen oder Käfer zur Bestäubung anlocken
  30. aasen - Verb; regelmäßig und schwach konjugiert, heute vor allem: mit Geld, Zeit, Kraft, Material oder anderen Ressourcen unnötig verschwenderisch umgehen
  31. Aaser - Substantiv, Maskulinum; seltene, landschaftlich-tadelnde Bezeichnung für einen Menschen, der verschwenderisch mit etwas umgeht; außerdem Nebenform des jägersprachlichen Wortes Aser
  32. Aasfliege - Substantiv, Femininum; meist ökologische Sammelbezeichnung für Fliegen, deren erwachsene Tiere oder Larven Aas, Kadaver oder verwesendes tierisches Material nutzen
  33. aasfressend - Adjektiv; von Tieren: tote Tierkörper ganz oder teilweise als Nahrung nutzend; übertragen: vom Niedergang, Unglück oder Restbestand anderer profitierend
  34. Aasfresser - Substantiv, Maskulinum; ökologische Funktionsbezeichnung für ein Tier, das tote Tierkörper ganz oder teilweise als Nahrung nutzt; übertragen stark abwertend für einen Profiteur fremden Niedergangs
  35. Aasgeier - Substantiv, Maskulinum; beschreibende, ältere oder allgemeinsprachliche Bezeichnung für einen überwiegend aasfressenden Geier; übertragen stark abwertend für einen Profiteur fremden Todes, Unglücks oder Niedergangs
  36. Aasgeruch - Substantiv, Maskulinum; der aus einem wechselnden Gemisch geruchsaktiver Zersetzungsverbindungen entstehende Geruch eines Tierkadavers; übertragen ein wahrnehmbares Zeichen verborgenen Verfalls
  37. Aasgestank - Substantiv, Maskulinum; stark wertende und drastische Bezeichnung für den ekelerregenden Geruch verwesenden tierischen Gewebes; übertragen ein kaum zu überdeckendes Zeichen verborgener Fäulnis oder moralischen Verfalls
  38. aasig - Adjektiv; wörtlich nach Aas riechend, schmeckend, aussehend oder wie verwesendes tierisches Gewebe wirkend; übertragen widerwärtig, gemein, niederträchtig oder moralisch verdorben
  39. Aasinsekt - Substantiv, Neutrum; ökologische Sammelbezeichnung für ein Insekt, das Aas als Nahrung, Entwicklungsort, Jagdraum, Fortpflanzungsplatz oder Aufenthaltsort nutzt; nicht jedes Aasinsekt frisst selbst Aas
  40. Aasjäger - Substantiv, Maskulinum; älterer, stark abwertender Ausdruck der Jägersprache für einen Menschen, der unweidmännisch jagt und dadurch Wild unnötig verenden, verludern oder verloren gehen lässt
  41. Aasjägerei - Substantiv, Femininum; älterer, stark abwertender Ausdruck der Jägersprache für unweidmännische, schießgierige, nachlässige oder verlustreiche Jagdausübung, durch die Wild unnötig leidet, verendet, verloren geht oder ungenutzt zu Aas wird
  42. Aaskäfer - Substantiv, Maskulinum; deutscher Gruppenname für die traditionell als Silphidae geführten Käfer, von denen viele an Tierkadavern leben, Aas oder andere Kadaverbewohner fressen und teilweise eine außergewöhnlich ausgeprägte Brutpflege zeigen
  43. Aaskrähe - Substantiv, Femininum; deutscher Name für die Rabenkrähe Corvus corone und in älterer oder weiter gefasster Verwendung für den eng verwandten Formenkreis aus Rabenkrähe und Nebelkrähe
  44. Aasseite - Substantiv, Femininum; fachsprachliche Bezeichnung für die dem Tierkörper zugewandte, meist rauere und faserigere Fleischseite einer Rohhaut, Blöße oder eines Leders
  45. Aasvogel - Substantiv, Maskulinum; ökologischer Sammelname für einen Vogel, der tote Tiere regelmäßig, überwiegend oder gelegentlich als Nahrung nutzt
  46. ab - Präposition und Adverb; bezeichnet einen räumlichen, zeitlichen, mengenmäßigen oder gedanklichen Ausgangspunkt sowie Entfernung, Trennung, Beginn, Untergrenze und Fortbewegung von einem Bezugspunkt weg
  47. Aba - Substantiv, Femininum; Bezeichnung für ein weites Überkleid beziehungsweise einen mantelartigen Umhang aus arabischen und benachbarten Kleidungstraditionen sowie für einen traditionell groben Wollstoff
  48. abackern - Verb; historisch: durch Pflügen absondern oder entziehen; reflexiv selten beziehungsweise nichtstandardnah: sich durch schwere Arbeit erschöpfen, standardsprachlich gewöhnlich sich abrackern
  49. Abade - Substantiv, Maskulinum; persischer Knüpfteppich, häufig mit elfenbein- oder cremefarbenem Grund, benannt nach der iranischen Stadt Abadeh
  50. abaissiert - partizipiales Adjektiv; heraldisch: gegenüber der Normalstellung nach unten gerückt beziehungsweise erniedrigt, bei Flügeln auch mit nach unten gerichteten Spitzen oder gesenktem Flug dargestellt
  51. Abakus - Substantiv, Maskulinum; mechanisches Rechenhilfsmittel mit beweglichen Marken beziehungsweise obere Deckplatte eines Säulenkapitells
  52. abalienieren, Abalienation - Verb; veraltet für entfremden oder rechtssprachlich veräußern. Beinhaltet Abalienation, Substantiv, Femininum
  53. abänderbar, abänderlich - Adjektiv; so beschaffen, dass etwas abgeändert werden kann. Beinhaltet abänderlich, veraltetes Adjektiv mit derselben Grundbedeutung
  54. Abandon - Substantiv, Maskulinum; rechtssprachliche Preisgabe eines Rechts oder einer Sache, häufig zur Befreiung von einer verbundenen Verpflichtung oder gegen eine Gegenleistung
  55. abangeln - Verb; zum letzten Mal gemeinschaftlich in einer Saison oder in einem Vereinsjahr angeln
  56. abängst(ig)en - reflexives Verb, veraltet; sich über längere Zeit übermäßig um jemanden oder etwas ängstigen. Beinhaltet die reflexive Nebenform abängstigen
  57. abarbeiten - Verb; Aufgaben, Punkte, Rückstände oder Verpflichtungen durch Arbeit geordnet erledigen oder tilgen. Beinhaltet Abarbeitung, Substantiv, Femininum
  58. abärgern - reflexives Verb; sich durch ständigen oder wiederholten Ärger über jemanden oder etwas innerlich aufreiben
  59. Abart - Substantiv, Femininum; eine einer bekannten Art oder Form ähnliche, aber in einzelnen Merkmalen abweichende Ausprägung. Der Ausdruck kann neutral, unscharf oder stark wertend wirken
  60. abarten - seltenes und veraltendes intransitives Verb; von einer vorausgesetzten Art oder Norm abweichen, meist mit negativer Verfallswertung
  61. abartig - Adjektiv; historisch von einer Art abweichend, heute meist stark abwertend oder umgangssprachlich als emotionaler Gradverstärker verwendet
  62. Abartigkeit - Substantiv, Femininum; Eigenschaft oder konkrete Erscheinung dessen, was historisch als von einer Art oder Norm abweichend und heute meist stark abwertend als widerwärtig oder verwerflich bezeichnet wird
  63. abäschern - >, reflexives, trennbares und schwaches Verb; regional und veraltend für sich stark abmühen, sich übermäßig anstrengen, sich abhetzen oder sich durch Arbeit erschöpfen
  64. abäsen - trennbares, regelmäßiges Verb der Jägersprache; Pflanzen oder Pflanzenteile durch äsendes Wild abfressen, stellenweise oder vollständig kahl fressen
  65. abasten - >, reflexives, trennbares und schwaches Verb; salopp, selten und veraltend für sich längere Zeit mit etwas Schwerem oder Schwierigem abplagen. Besonders gebräuchlich in der Wendung sich einen abasten
  66. abästen - transitives, trennbares und schwaches Verb; Äste von einem Baum, Stamm, Gehölz oder gefällten Holz entfernen. Die Stammformen lauten ästet ab – ästete ab – hat abgeästet
  67. Abate maskulines Substantiv; historischer Titel oder Bezeichnung eines Weltgeistlichen, besonders in Italien und Spanien. Der deutsche Plural lautet Abaten, der italienische Plural Abati
  68. abatmen - überwiegend transitives, trennbares und schwaches Verb; einen gasförmigen, dampfförmigen oder flüchtigen Stoff durch die Ausatmung über die Lunge abgeben. Die Stammformen lauten atmet ab – atmete ab – hat abgeatmet
  69. Abaton neutrales Substantiv; ein unbetretbarer oder nur bestimmten Personen zugänglicher heiliger Ort, Raum oder Bezirk. Der Genitiv lautet des Abatons, der Plural die Abata
  70. Abaya - Substantiv, Femininum; langes, weites Obergewand, das vor allem von Frauen in arabisch geprägten Regionen über anderer Kleidung getragen wird und je nach Kontext Alltag, Mode, religiöse Bedeckung, regionale Zugehörigkeit oder persönliche Selbstbestimmung ausdrücken kann
  71. Abba - Anrede; aramäisch für „Vater“, im Neuen Testament als Gebetsanrede an Gott und in christlichen monastischen Traditionen als Ehrentitel geistlicher Väter überliefert
  72. abbacken - Verb; durch Backen fertigstellen, insbesondere vorbereitete oder gefrostete Teiglinge bis zur vorgesehenen Garung und Verkaufsfrische backen; regional beim Völkerball auch: einen Gegenspieler abwerfen
  73. abbaden - Verb; jemanden oder sich selbst durch Baden gründlich reinigen, eine anhaftende Substanz wegbaden oder das Baden beziehungsweise mit einem letzten Bad die Badesaison beenden
  74. abbaggern - Verb; Erdreich, Sediment, Schutt oder andere Massen mit einem Bagger abtragen, entfernen oder beseitigen; nicht zu verwechseln mit anbaggern im Sinne von offensivem Ansprechen oder Flirten
  75. abbaken - Verb; ein Fahrwasser, einen Ankerplatz, einen Verkehrsweg oder einen Gefahrenbereich durch Baken beziehungsweise entsprechende Markierungszeichen sichtbar kennzeichnen
  76. abätzen

B

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C

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D

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E

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