abartig

abartig, Adjektiv; historisch von einer Art abweichend, heute meist stark abwertend oder umgangssprachlich als emotionaler Gradverstärker verwendet.

Grammatik

Lemma
abartig.

Wortart
Adjektiv.

Grundform
abartig.

Komparativ
abartiger.

Superlativ
am abartigsten.

Attributiver Superlativ
der abartigste, die abartigste, das abartigste.

Steigerbarkeit
Grammatisch steigerbar; in der älteren Klassifikationsbedeutung semantisch oft unpassend, in wertender und umgangssprachlich verstärkender Verwendung dagegen üblich.

Worttrennung
ab·ar·tig.

Aussprache
ungefähr [ˈapˌʔaːɐ̯tɪç].

Betonung
auf der ersten Silbe.

Silbenzahl
drei Sprechsilben.

Schreibung
abartig wird kleingeschrieben, sofern keine Substantivierung vorliegt.

Substantivierung
das Abartige.

Substantivierter Plural
die Abartigen; bei Personenbezug stark abwertend und zu vermeiden.

Genitiv der Substantivierung
des Abartigen.

Dativ der Substantivierung
dem Abartigen.

Adjektivische Deklination
Das Adjektiv wird stark, schwach oder gemischt flektiert.

Starke Deklination, Maskulinum
abartiger Gebrauch, abartigen Gebrauchs, abartigem Gebrauch, abartigen Gebrauch.

Starke Deklination, Femininum
abartige Form, abartiger Form, abartiger Form, abartige Form.

Starke Deklination, Neutrum
abartiges Verhalten, abartigen Verhaltens, abartigem Verhalten, abartiges Verhalten.

Starke Deklination, Plural
abartige Ausprägungen, abartiger Ausprägungen, abartigen Ausprägungen, abartige Ausprägungen.

Schwache Deklination, Maskulinum
der abartige Gebrauch, des abartigen Gebrauchs, dem abartigen Gebrauch, den abartigen Gebrauch.

Schwache Deklination, Femininum
die abartige Form, der abartigen Form, der abartigen Form, die abartige Form.

Schwache Deklination, Neutrum
das abartige Verhalten, des abartigen Verhaltens, dem abartigen Verhalten, das abartige Verhalten.

Schwache Deklination, Plural
die abartigen Ausprägungen, der abartigen Ausprägungen, den abartigen Ausprägungen, die abartigen Ausprägungen.

Gemischte Deklination, Maskulinum
ein abartiger Gebrauch, eines abartigen Gebrauchs, einem abartigen Gebrauch, einen abartigen Gebrauch.

Gemischte Deklination, Femininum
eine abartige Form, einer abartigen Form, einer abartigen Form, eine abartige Form.

Gemischte Deklination, Neutrum
ein abartiges Verhalten, eines abartigen Verhaltens, einem abartigen Verhalten, ein abartiges Verhalten.

Gemischte Deklination, Plural
keine abartigen Ausprägungen, keiner abartigen Ausprägungen, keinen abartigen Ausprägungen, keine abartigen Ausprägungen.

Prädikativer Gebrauch
Das Verhalten wirkt abartig.

Adverbialer Gebrauch
Er reagierte abartig heftig.

Attributiver Gebrauch
eine abartige Übertreibung.

Nominalisierter Gebrauch
Das Abartige wurde zum Gegenstand der Satire.

Prädikative Unveränderlichkeit
Nach sein, werden und bleiben erhält das Adjektiv keine Endung.

Adverbiale Unveränderlichkeit
Als nähere Bestimmung eines Verbs bleibt es unflektiert.

Bedeutung 1
Von einer vorausgesetzten Art, Norm oder als normal bewerteten Form abweichend.

Bedeutung 2
Stark anstößig, widerwärtig, grausam oder moralisch verwerflich; sehr stark wertend.

Bedeutung 3
Umgangssprachlich: absurd, unangemessen oder außergewöhnlich stark.

Bedeutung 4
Umgangssprachlich verstärkend: außerordentlich, extrem oder überraschend, auch positiv wie in abartig gut.

Historische Bedeutung
Von der Art abweichend oder als Abart aufgefasst.

Naturkundlicher Altgebrauch
Eine abartige Form konnte eine ungewöhnliche Variante bezeichnen.

Moderner diskriminierender Gebrauch
Bei Personen, sexuellen Praktiken, Identitäten oder Gruppen kann das Wort stark diskriminierend und entmenschlichend wirken.

Moderner Intensivgebrauch
In Wendungen wie abartig teuer oder abartig schnell verliert das Wort einen Teil seines ursprünglichen Klassifikationssinns und fungiert als Gradverstärker.

Register
Je nach Bedeutung fachhistorisch, stark abwertend, umgangssprachlich oder salopp.

Stilwert
Emotional, drastisch und häufig polemisch.

Semantische Polarität
Meist negativ, im umgangssprachlichen Intensivgebrauch gelegentlich positiv.

Typische Menschenbezeichnung
ein abartiger Mensch; entwürdigend und zu vermeiden.

Typischer Verhaltensbezug
abartiges Verhalten; genauer sollte die konkrete Handlung benannt werden.

Typischer Mengenbezug
eine abartig große Menge.

Typischer Preisbezug
ein abartig hoher Preis.

Typischer Geschwindigkeitsbezug
abartig schnell.

Typischer Qualitätsbezug
abartig gut; salopp und emotional verstärkend.

Typischer Geschmacksbezug
abartig lecker; salopp.

Typischer Intensitätsbezug
abartig laut, kalt, heiß, schwer oder teuer.

Typische Kollokation
abartige Neigungen; häufig diskriminierend.

Typische Kollokation
abartige Vorlieben; häufig diskriminierend.

Typische Kollokation
abartige Grausamkeit.

Typische Kollokation
abartige Gewalt.

Typische Kollokation
abartige Folter.

Typische Kollokation
abartige Übertreibung.

Typische Kollokation
abartig hohe Kosten.

Typische Kollokation
abartig viel Arbeit.

Typische Kollokation
abartig gutes Essen.

Typische Kollokation
abartig schönes Wetter.

Typische Kollokation
abartig reagieren.

Typische Kollokation
sich abartig verhalten.

Typische Kollokation
etwas abartig finden.

Typische Kollokation
als abartig bezeichnen.

Typische Kollokation
abartig wirken.

Typische Kollokation
abartig erscheinen.

Satzbeispiel, historische Formbedeutung
Die ältere Naturkunde bezeichnete ungewöhnliche Formen gelegentlich als abartig.

Satzbeispiel, moralische Wertung
Die gezielte Quälerei war grausam und menschenverachtend; das pauschale Wort abartig erklärt den Tatmechanismus jedoch kaum.

Satzbeispiel, Verstärkung
Die Eintrittspreise waren abartig hoch.

Satzbeispiel, positive Verstärkung
Das Konzert war abartig gut.

Satzbeispiel, diskriminierende Wirkung
Die Bezeichnung einer Identität als abartig spricht ihr Gleichwertigkeit ab.

Negation
nicht abartig.

Gradpartikel
sehr abartig; möglich, aber häufig stilistisch schwerfällig.

Abschwächung
etwas abartig; meist ironisch oder umgangssprachlich.

Verstärkung
völlig, vollkommen, extrem oder geradezu abartig.

Komparativbeispiel
Die zweite Darstellung wirkte noch abartiger.

Superlativbeispiel
Das war die abartigste Übertreibung der ganzen Kampagne.

Kopulaverb sein
Die Handlung ist abartig.

Kopulaverb wirken
Die Szene wirkt abartig.

Kopulaverb erscheinen
Die Forderung erscheint abartig.

Kopulaverb werden
Die Darstellung wird zunehmend abartig.

Rektionshinweis
Das Adjektiv besitzt keine feste Präpositionalrektion.

Wortbildungsbasis
Abart.

Suffix
-ig bildet ein Eigenschaftsadjektiv.

Wortfamilie
Abart, abarten, Abartung, Abartigkeit.

Gegenwortfeld
normal, gewöhnlich, artgemäß, angemessen, menschlich, respektvoll.

Abgrenzung zu abnormal
Abnormal bezeichnet eine Abweichung von einer Norm und kann medizinisch oder statistisch gemeint sein; auch dieses Wort kann stigmatisieren.

Abgrenzung zu abnorm
Abnorm bedeutet von der Norm abweichend und wirkt häufig fachsprachlicher oder älter.

Abgrenzung zu anormal
Anormal ist eine seltenere Variante von abnormal.

Abgrenzung zu anomal
Anomal bezeichnet einen ungewöhnlichen Befund und ist fachlich präziser, wenn die Abweichung tatsächlich definiert ist.

Abgrenzung zu ungewöhnlich
Ungewöhnlich beschreibt Seltenheit oder Auffälligkeit ohne notwendige Verurteilung.

Abgrenzung zu eigenartig
Eigenartig bezeichnet Besonderheit oder Merkwürdigkeit und ist schwächer.

Abgrenzung zu sonderbar
Sonderbar bedeutet merkwürdig und ist weniger aggressiv.

Abgrenzung zu seltsam
Seltsam bezeichnet eine irritierende Besonderheit.

Abgrenzung zu bizarr
Bizarr bezeichnet eine auffällig fremdartige oder groteske Form.

Abgrenzung zu grotesk
Grotesk verbindet Verzerrung, Komik und Unheimlichkeit.

Abgrenzung zu pervers
Pervers ist historisch medizinisch und moralisch belastet und kann stark diskriminierend wirken.

Abgrenzung zu krank
Krank ist eine medizinische oder alltagssprachliche Bezeichnung; als Schimpfwort pathologisiert es.

Abgrenzung zu widerwärtig
Widerwärtig bezeichnet starken Ekel oder Abscheu.

Abgrenzung zu grausam
Grausam benennt Zufügung oder Gleichgültigkeit gegenüber Leid.

Abgrenzung zu menschenverachtend
Menschenverachtend beschreibt die Missachtung menschlicher Würde präziser.

Abgrenzung zu unmenschlich
Unmenschlich bezeichnet extreme Härte, kann aber selbst eine problematische Grenzmetapher enthalten.

Abgrenzung zu verwerflich
Verwerflich ist ein moralisches Urteil über Handlung oder Haltung.

Abgrenzung zu extrem
Extrem bezeichnet einen sehr hohen Grad ohne die spezielle Abartungswertung.

Abgrenzung zu absurd
Absurd bezeichnet Widersinnigkeit oder Unangemessenheit.

Abgrenzung zu unglaublich
Unglaublich fungiert häufig als wertungsflexibler Verstärker.

Abgrenzung zu wahnsinnig
Wahnsinnig wird umgangssprachlich verstärkend gebraucht, kann aber psychische Erkrankungen stigmatisieren.

Abgrenzung zu irre
Irre ist umgangssprachlich verstärkend und kann ebenfalls stigmatisieren.

Abgrenzung zu krass
Krass ist ein salopper Intensivierer ohne Herkunftsbezug auf Art oder Norm.

Abgrenzung zu brutal
Brutal kann Grausamkeit oder umgangssprachlich sehr hohe Intensität bezeichnen.

Sprachkritische Empfehlung
Bei konkreter Kritik sind Wörter wie grausam, gewalttätig, diskriminierend, manipulativ oder unverhältnismäßig genauer.

Personenbezogene Empfehlung
Nicht den Menschen als abartig bezeichnen, sondern eine konkrete Handlung und ihre Folgen benennen.

Sexualitätsbezogene Empfehlung
Einvernehmliche sexuelle Vielfalt darf nicht mit dem Wort abartig pathologisiert werden.

Gewaltbezogene Empfehlung
Bei nicht einvernehmlicher, ausbeuterischer oder gewaltsamer Handlung sind die Rechts- und Schadensbegriffe direkt zu nennen.

Dateibezeichnung
abartig.shtml.

Lexikon

Kurzdefinition
Abartig bedeutet historisch von einer Art oder Norm abweichend, heute meist stark anstößig oder umgangssprachlich außerordentlich stark.

Bedeutungsspannweite
Das Wort reicht von alter Klassifikationssprache über moralische Verurteilung bis zum saloppen Intensivierer.

Historischer Kern
Eine Form wird als Abart einer vorausgesetzten Grundform verstanden.

Normativer Kern
Ein Maßstab entscheidet, was als angemessen oder normal gelten soll.

Abwertender Kern
Abweichung wird nicht nur festgestellt, sondern als minderwertig, ekelhaft oder verwerflich markiert.

Intensivierender Kern
Das Wort steigert einen Grad, ohne den ursprünglichen Artbegriff noch deutlich mitzumeinen.

Positive Umwertung
In abartig gut oder abartig schön wird ein ursprünglich negatives Wort als positiver Verstärker verwendet.

Semantische Bleiche
Im Intensivgebrauch verblasst die ursprüngliche Bedeutung und die Gradfunktion tritt hervor.

Diskriminierungsrisiko
Bei Menschen und Identitäten kann das Wort Zugehörigkeit, Normalität und Gleichwertigkeit bestreiten.

Präzisionsproblem
Das pauschale Urteil verdeckt häufig, ob Ekel, Gewalt, Rechtsbruch, Ungewöhnlichkeit oder bloße Intensität gemeint ist.

Historische Naturkunde und Klassifikation
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

abweichende Form
Eine ungewöhnliche Erscheinungsform innerhalb einer vorausgesetzten Art.

abweichende Form: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abweichende Form den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Abart
Eine der Grundform ähnliche Variante.

Abart: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Abart den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Varietät
Eine besondere Form, in der Botanik teilweise taxonomisch geregelt.

Varietät: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Varietät den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Morphe
Eine unterscheidbare Erscheinungsform.

Morphe: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Morphe den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Unterart
Eine taxonomische Einheit unterhalb der Art.

Unterart: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Unterart den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Mutation
Eine Veränderung des genetischen Materials.

Mutation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Mutation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Aberration
Ein historischer oder spezieller Ausdruck für Abweichung.

Aberration: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Aberration den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Monstrosität
Ein historischer, stark wertender naturkundlicher Ausdruck.

Monstrosität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Monstrosität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Degeneration
Ein historischer Verfallsbegriff.

Degeneration: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Degeneration den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Atavismus
Das Wiederauftreten eines Merkmals früherer Vorfahren.

Atavismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Atavismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Normvariante
Eine harmlose Abweichung im üblichen Spektrum.

Normvariante: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Normvariante den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Phänotyp
Die beobachtbare Merkmalsausprägung.

Phänotyp: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Phänotyp den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Polymorphismus
Das Auftreten mehrerer stabiler Formen.

Polymorphismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Polymorphismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Ökotyp
Eine lokal angepasste Form.

Ökotyp: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Ökotyp den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Kline
Eine kontinuierliche räumliche Merkmalsänderung.

Kline: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Kline den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Zuchtform
Eine durch menschliche Auswahl entstandene Form.

Zuchtform: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Zuchtform den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Farbenschlag
Eine züchterische Farbvariante.

Farbenschlag: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Farbenschlag den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Kultivar
Eine kultivierte Pflanzensorte.

Kultivar: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Kultivar den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Taxonomie
Die wissenschaftliche Klassifikation.

Taxonomie: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Taxonomie den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Artkonzept
Ein Modell zur Bestimmung von Artgrenzen.

Artkonzept: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Artkonzept den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Biologie und Evolution
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

Variation
Unterschiede innerhalb und zwischen Populationen.

Variation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Variation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Evolution
Veränderung vererbbarer Merkmale über Generationen.

Evolution: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Evolution den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Selektion
Unterschiedlicher Fortpflanzungserfolg.

Selektion: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Selektion den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Gendrift
Zufällige Veränderung genetischer Häufigkeiten.

Gendrift: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Gendrift den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Genfluss
Austausch genetischer Varianten.

Genfluss: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Genfluss den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Isolation
Verringerung genetischen Austauschs.

Isolation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Isolation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Divergenz
Auseinanderentwicklung verwandter Linien.

Divergenz: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Divergenz den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Konvergenz
Unabhängige Ausbildung ähnlicher Merkmale.

Konvergenz: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Konvergenz den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Anpassung
Relativer Vorteil unter bestimmten Umweltbedingungen.

Anpassung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Anpassung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Fitness
Fortpflanzungserfolg und kein moralischer Wert.

Fitness: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Fitness den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Speziation
Entstehung neuer Arten.

Speziation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Speziation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Domestikation
Veränderung unter menschlicher Auswahl.

Domestikation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Domestikation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Plastizität
Unterschiedliche Ausprägung eines Genotyps je nach Umwelt.

Plastizität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Plastizität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Rekombination
Neue Zusammenstellung genetischer Varianten.

Rekombination: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Rekombination den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Hybridisierung
Kreuzung unterschiedlicher Linien.

Hybridisierung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Hybridisierung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

genetische Vielfalt
Variation als Grundlage von Anpassungsfähigkeit.

genetische Vielfalt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann genetische Vielfalt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

evolutionäres Kontinuum
Stufenlose Übergänge statt harter Wertgrenzen.

evolutionäres Kontinuum: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann evolutionäres Kontinuum den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Stammbaum
Darstellung gemeinsamer Abstammung.

Stammbaum: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Stammbaum den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

phylogenetische Linie
Evolutionäre Entwicklungslinie.

phylogenetische Linie: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann phylogenetische Linie den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

moralische Neutralität
Biologische Veränderung besitzt keine Tugendrichtung.

moralische Neutralität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann moralische Neutralität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Medizin, Psychiatrie und Behinderung
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

Diagnose
Eine fachlich begründete Zuordnung.

Diagnose: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Diagnose den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Symptom
Ein erlebtes oder beobachtetes Krankheitszeichen.

Symptom: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Symptom den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Syndrom
Eine wiederkehrende Merkmalskombination.

Syndrom: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Syndrom den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Befund
Ein Untersuchungsergebnis.

Befund: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Befund den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Krankheitswert
Leid oder erhebliche Funktionsbeeinträchtigung.

Krankheitswert: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Krankheitswert den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Normvariante
Eine harmlose biologische Besonderheit.

Normvariante: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Normvariante den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Fehlbildung
Eine strukturelle Entwicklungsabweichung.

Fehlbildung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Fehlbildung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Anomalie
Ein ungewöhnlicher Befund.

Anomalie: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Anomalie den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Neurodiversität
Vielfalt neurologischer Entwicklung.

Neurodiversität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Neurodiversität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Neurodivergenz
Abweichung von häufigen neurologischen Mustern.

Neurodivergenz: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Neurodivergenz den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Behinderung
Beeinträchtigung im Zusammenwirken mit Barrieren.

Behinderung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Behinderung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Stigma
Eine negative soziale Zuschreibung.

Stigma: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Stigma den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Pathologisierung
Die vorschnelle Deutung von Differenz als Krankheit.

Pathologisierung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Pathologisierung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Ableismus
Die Abwertung behinderter Menschen.

Ableismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Ableismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

eugenische Sprache
Die Bewertung menschlichen Lebens nach vermeintlichem Erbwert.

eugenische Sprache: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann eugenische Sprache den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Rassenhygiene
Ein historischer eugenischer Gewaltbegriff.

Rassenhygiene: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Rassenhygiene den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Zwangssterilisation
Eine gewaltsame Verletzung körperlicher Selbstbestimmung.

Zwangssterilisation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Zwangssterilisation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Krankenmord
Die Ermordung als lebensunwert klassifizierter Menschen.

Krankenmord: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Krankenmord den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

personenzentrierte Sprache
Eine Sprache, die Menschen nicht auf Befunde reduziert.

personenzentrierte Sprache: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann personenzentrierte Sprache den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Selbstbezeichnung
Eine von Betroffenen gewählte Benennung.

Selbstbezeichnung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Selbstbezeichnung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Sexualität, Beziehungen und Einvernehmen
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

sexuelle Orientierung
Eine Richtung romantischer oder sexueller Anziehung.

sexuelle Orientierung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sexuelle Orientierung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

geschlechtliche Identität
Das eigene Erleben von Geschlecht.

geschlechtliche Identität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann geschlechtliche Identität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

sexuelle Vielfalt
Unterschiedliche einvernehmliche Ausdrucksformen.

sexuelle Vielfalt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sexuelle Vielfalt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Einvernehmen
Freiwillige und informierte Zustimmung.

Einvernehmen: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Einvernehmen den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Grenzverletzung
Missachtung eines geäußerten oder erkennbaren Neins.

Grenzverletzung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Grenzverletzung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

sexuelle Gewalt
Sexuelle Handlung ohne Einvernehmen.

sexuelle Gewalt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sexuelle Gewalt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Ausbeutung
Nutzung eines Macht- oder Abhängigkeitsverhältnisses.

Ausbeutung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Ausbeutung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Zwang
Einschränkung freiwilliger Entscheidung.

Zwang: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Zwang den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Manipulation
Verdeckte Steuerung eines Entschlusses.

Manipulation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Manipulation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Missbrauch
Schädigende Nutzung von Macht oder Vertrauen.

Missbrauch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Missbrauch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Pädokriminalität
Sexuelle Gewalt gegen Kinder; ein Rechts- und Gewaltbegriff.

Pädokriminalität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Pädokriminalität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Belästigung
Unerwünschtes sexualisiertes Verhalten.

Belästigung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Belästigung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Fetisch
Sexuelle Fokussierung, nicht automatisch krankhaft.

Fetisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Fetisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Kink
Einvernehmliche nichtkonventionelle sexuelle Praxis.

Kink: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Kink den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

BDSM
Einvernehmliche Praktiken mit verhandelten Rollen und Grenzen.

BDSM: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann BDSM den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Stigmatisierung
Soziale Abwertung von Sexualität oder Identität.

Stigmatisierung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Stigmatisierung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Queerfeindlichkeit
Abwertung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

Queerfeindlichkeit: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Queerfeindlichkeit den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Moralpanik
Übersteigerte öffentliche Bedrohungserzählung.

Moralpanik: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Moralpanik den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Scham
Soziales und persönliches Gefühl von Bloßstellung.

Scham: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Scham den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Respekt
Anerkennung von Würde, Grenze und Selbstbestimmung.

Respekt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Respekt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Gewalt, Grausamkeit und Straftaten
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

grausam
Leid zufügend oder gegenüber Leid gleichgültig.

grausam: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann grausam den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

brutal
Rücksichtslos gewaltsam.

brutal: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann brutal den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

menschenverachtend
Menschliche Würde missachtend.

menschenverachtend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann menschenverachtend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

sadistisch
Befriedigung aus fremdem Leid; fachlich nur begründet verwenden.

sadistisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sadistisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

folternd
Gezielt schwere Schmerzen oder Leiden zufügend.

folternd: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann folternd den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

mörderisch
Auf Tötung gerichtet oder tödlich.

mörderisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann mörderisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

terroristisch
Gewalt zur politischen Einschüchterung einsetzend.

terroristisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann terroristisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

kriminell
Gegen Strafrecht verstoßend.

kriminell: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann kriminell den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

rechtswidrig
Gegen geltendes Recht verstoßend.

rechtswidrig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann rechtswidrig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unverhältnismäßig
Über das erforderliche und angemessene Maß hinausgehend.

unverhältnismäßig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unverhältnismäßig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

entwürdigend
Die Würde einer Person verletzend.

entwürdigend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann entwürdigend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

erniedrigend
Eine Person herabsetzend.

erniedrigend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann erniedrigend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

misshandelnd
Körperlich oder psychisch schwer schädigend.

misshandelnd: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann misshandelnd den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

ausbeuterisch
Abhängigkeit zum eigenen Vorteil nutzend.

ausbeuterisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann ausbeuterisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

manipulativ
Entscheidungen verdeckt steuernd.

manipulativ: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann manipulativ den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

rassistisch
Rassifizierende Hierarchie oder Benachteiligung erzeugend.

rassistisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann rassistisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

antisemitisch
Gegen Jüdinnen und Juden gerichtete Feindseligkeit ausdrückend.

antisemitisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann antisemitisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

sexistisch
Menschen aufgrund des Geschlechts abwertend.

sexistisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sexistisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

ableistisch
Behinderte Menschen abwertend.

ableistisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann ableistisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

queerfeindlich
Sexuelle oder geschlechtliche Vielfalt angreifend.

queerfeindlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann queerfeindlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Alltagssprachliche Verstärkung
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

abartig teuer
Extrem teuer.

abartig teuer: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig teuer den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig billig
Ungewöhnlich billig.

abartig billig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig billig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig schnell
Außerordentlich schnell.

abartig schnell: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig schnell den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig langsam
Extrem langsam.

abartig langsam: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig langsam den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig laut
Sehr laut.

abartig laut: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig laut den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig leise
Ungewöhnlich leise.

abartig leise: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig leise den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig heiß
Extrem heiß.

abartig heiß: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig heiß den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig kalt
Extrem kalt.

abartig kalt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig kalt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig schwer
Außerordentlich schwer.

abartig schwer: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig schwer den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig leicht
Überraschend leicht.

abartig leicht: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig leicht den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig groß
Extrem groß.

abartig groß: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig groß den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig klein
Extrem klein.

abartig klein: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig klein den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig viel
Außerordentlich viel.

abartig viel: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig viel den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig wenig
Ungewöhnlich wenig.

abartig wenig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig wenig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig gut
Außerordentlich gut.

abartig gut: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig gut den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig lecker
Sehr wohlschmeckend.

abartig lecker: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig lecker den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig schön
Außerordentlich schön.

abartig schön: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig schön den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig hässlich
Extrem hässlich.

abartig hässlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig hässlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig anstrengend
Sehr belastend.

abartig anstrengend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig anstrengend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abartig lustig
Außerordentlich komisch.

abartig lustig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abartig lustig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Kunst, Kultur und Geschmack
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

bizarr
Auffällig fremdartig oder ungewöhnlich.

bizarr: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann bizarr den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

grotesk
Verzerrt, komisch und unheimlich.

grotesk: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann grotesk den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

surreal
Traumartig und wirklichkeitsfern.

surreal: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann surreal den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

provokativ
Bewusst herausfordernd.

provokativ: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann provokativ den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

transgressiv
Grenzen absichtlich überschreitend.

transgressiv: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann transgressiv den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

dekadent
Luxuriös oder als kulturell verfallend bewertet.

dekadent: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann dekadent den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

kitschig
Schematisch gefühlvoll oder geschmacklich überladen.

kitschig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann kitschig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

camp
Bewusst übertrieben und ironisch.

camp: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann camp den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

verstörend
Psychisch irritierend.

verstörend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann verstörend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

obszön
Scham- oder Anstandsgrenzen grob verletzend.

obszön: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann obszön den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

vulgär
Derb und geschmacklich niedrig bewertet.

vulgär: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann vulgär den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

geschmacklos
Ästhetisch oder moralisch unangemessen.

geschmacklos: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann geschmacklos den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

überzeichnet
Merkmale stark verstärkend.

überzeichnet: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann überzeichnet den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

karikaturesk
Einer Karikatur ähnlich.

karikaturesk: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann karikaturesk den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

düster
Von Dunkelheit oder Bedrohung geprägt.

düster: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann düster den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

makaber
Tod und Schrecken mit schwarzem Humor verbindend.

makaber: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann makaber den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

avantgardistisch
Bewusst neu und konventionsbrechend.

avantgardistisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann avantgardistisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

experimentell
Neue Verfahren erprobend.

experimentell: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann experimentell den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

subversiv
Bestehende Ordnung unterlaufend.

subversiv: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann subversiv den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

entartete Kunst
Nationalsozialistischer Propagandabegriff, kein ästhetischer Fachbefund.

entartete Kunst: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann entartete Kunst den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Sprache, Debatte und Öffentlichkeit
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

beleidigend
Die Ehre oder Würde verletzend.

beleidigend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann beleidigend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

diffamierend
Den Ruf gezielt beschädigend.

diffamierend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann diffamierend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

diskriminierend
Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale benachteiligend.

diskriminierend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann diskriminierend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

stigmatisierend
Ein negatives soziales Etikett erzeugend.

stigmatisierend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann stigmatisierend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

entmenschlichend
Menschen als minderwertige oder nichtmenschliche Wesen darstellend.

entmenschlichend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann entmenschlichend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

polemisch
Scharf angreifend.

polemisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann polemisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

hetzerisch
Feindseligkeit mobilisierend.

hetzerisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann hetzerisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

hasserfüllt
Starke Feindseligkeit ausdrückend.

hasserfüllt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann hasserfüllt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

vulgär
Derb und anstößig.

vulgär: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann vulgär den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

obszön
Grob schamverletzend.

obszön: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann obszön den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

übertrieben
Ein Maß deutlich überschreitend.

übertrieben: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann übertrieben den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unangemessen
Nicht zur Situation passend.

unangemessen: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unangemessen den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

absurd
Widersinnig oder grotesk unangemessen.

absurd: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann absurd den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

krass
Salopp: sehr stark oder auffällig.

krass: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann krass den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

toxisch
Übertragen: Beziehungen oder Diskurse schädigend; häufig unscharf.

toxisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann toxisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Hassrede
Gruppenbezogene Feindseligkeit.

Hassrede: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Hassrede den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Dog Whistle
Codierte Botschaft an ein bestimmtes Publikum.

Dog Whistle: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Dog Whistle den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Framing
Sprachlicher Deutungsrahmen.

Framing: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Framing den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Othering
Konstruktion einer wesensfremden Gruppe.

Othering: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Othering den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Moderation
Regeln zur Begrenzung von Angriff und Eskalation.

Moderation: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Moderation den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Politik, Ideologie und Geschichte
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

Eugenik
Politische Bewertung menschlichen Lebens nach vermeintlichem Erbwert.

Eugenik: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Eugenik den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Sozialdarwinismus
Übertragung biologischer Konkurrenzbilder auf Gesellschaft.

Sozialdarwinismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Sozialdarwinismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Rassismus
Hierarchisierung anhand rassifizierter Zuschreibungen.

Rassismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Rassismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Antisemitismus
Feindseligkeit gegen Jüdinnen und Juden.

Antisemitismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Antisemitismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Faschismus
Autoritäre, ultranationalistische und gewaltorientierte Ideologie.

Faschismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Faschismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Nationalsozialismus
Rassistische und antisemitische Diktatur- und Vernichtungsideologie.

Nationalsozialismus: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Nationalsozialismus den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Entartungsbegriff
Verfallswort zur Ausgrenzung von Menschen und Kunst.

Entartungsbegriff: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Entartungsbegriff den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Volkskörper
Biologistische Gesellschaftsmetapher.

Volkskörper: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Volkskörper den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Reinheitsdenken
Abwertung von Mischung und Vielfalt.

Reinheitsdenken: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Reinheitsdenken den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Erbwert
Eugenische Rangordnung menschlichen Lebens.

Erbwert: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Erbwert den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Minderwertigkeit
Hierarchisierende Zuschreibung.

Minderwertigkeit: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Minderwertigkeit den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

lebensunwert
Nationalsozialistischer Mordbegriff.

lebensunwert: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann lebensunwert den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Schädling
Entmenschlichende Tiermetapher.

Schädling: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Schädling den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Parasit
Entmenschlichende Organismusmetapher.

Parasit: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Parasit den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Degeneration
Historischer Verfallsmythos.

Degeneration: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Degeneration den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Kulturverfall
Polemische Niedergangserzählung.

Kulturverfall: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Kulturverfall den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Moralpanik
Übersteigerte öffentliche Bedrohungswahrnehmung.

Moralpanik: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Moralpanik den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Propaganda
Systematische politische Beeinflussung.

Propaganda: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Propaganda den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Menschenrechte
Gleiche Würde und Rechte aller Menschen.

Menschenrechte: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Menschenrechte den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

historische Kontextualisierung
Einordnung belasteter Begriffe und Quellen.

historische Kontextualisierung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann historische Kontextualisierung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Technik, Preise und Leistung
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

extrem
Einen sehr hohen oder niedrigen Grad bezeichnend.

extrem: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann extrem den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

außergewöhnlich
Deutlich vom Gewohnten abweichend.

außergewöhnlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann außergewöhnlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

enorm
Sehr groß.

enorm: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann enorm den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

immens
Außerordentlich groß.

immens: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann immens den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

gigantisch
Riesig.

gigantisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann gigantisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

astronomisch
Übertragen: sehr hoch.

astronomisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann astronomisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unverhältnismäßig
Nicht angemessen zum Zweck oder Wert.

unverhältnismäßig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unverhältnismäßig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

überzogen
Über das angemessene Maß hinausgehend.

überzogen: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann überzogen den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

exorbitant
Außergewöhnlich hoch.

exorbitant: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann exorbitant den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unbezahlbar
Finanziell kaum oder nicht tragbar.

unbezahlbar: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unbezahlbar den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

leistungsstark
Hohe technische Leistung erbringend.

leistungsstark: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann leistungsstark den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

rasant
Sehr schnell.

rasant: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann rasant den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

ineffizient
Ressourcen schlecht nutzend.

ineffizient: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann ineffizient den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

fehleranfällig
Häufig zu Störungen neigend.

fehleranfällig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann fehleranfällig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

instabil
Nicht zuverlässig beständig.

instabil: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann instabil den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

überdimensioniert
Größer als erforderlich.

überdimensioniert: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann überdimensioniert den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unterdimensioniert
Kleiner als erforderlich.

unterdimensioniert: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unterdimensioniert den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

komplex
Aus vielen verbundenen Teilen bestehend.

komplex: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann komplex den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

absurd teuer
Klar wertende Alternative zu abartig teuer.

absurd teuer: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann absurd teuer den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

außerordentlich gut
Neutralere Alternative zu abartig gut.

außerordentlich gut: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann außerordentlich gut den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Ethik und moralische Bewertung
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

verwerflich
Moralisch scharf zu missbilligen.

verwerflich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann verwerflich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unethisch
Gegen begründete ethische Normen verstoßend.

unethisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unethisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

gewissenlos
Moralische Rücksicht missachtend.

gewissenlos: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann gewissenlos den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

skrupellos
Ohne moralische Hemmung handelnd.

skrupellos: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann skrupellos den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

niederträchtig
Moralisch besonders verachtenswert.

niederträchtig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann niederträchtig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

gemein
Absichtlich verletzend oder unfair.

gemein: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann gemein den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

bösartig
Schädigende Absicht oder aggressive Eigenschaft zeigend.

bösartig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann bösartig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

zynisch
Leid oder Werte demonstrativ missachtend.

zynisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann zynisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

heuchlerisch
Anspruch und eigenes Verhalten widersprechend.

heuchlerisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann heuchlerisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

korrupt
Macht oder Vertrauen für privaten Vorteil missbrauchend.

korrupt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann korrupt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

willkürlich
Ohne verlässliche Regel entscheidend.

willkürlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann willkürlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

diskriminierend
Menschen ungleich behandelnd.

diskriminierend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann diskriminierend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

menschenfeindlich
Würde oder Rechte von Gruppen angreifend.

menschenfeindlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann menschenfeindlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

verantwortungslos
Folgen und Pflichten missachtend.

verantwortungslos: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann verantwortungslos den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

rücksichtslos
Interessen anderer missachtend.

rücksichtslos: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann rücksichtslos den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unfair
Regeln oder Gleichbehandlung verletzend.

unfair: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unfair den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

betrügerisch
Durch Täuschung Vorteil suchend.

betrügerisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann betrügerisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

ausbeuterisch
Abhängigkeit unfair nutzend.

ausbeuterisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann ausbeuterisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

grausam
Leid zufügend.

grausam: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann grausam den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

sadistisch
Lust am fremden Leid; fachlich vorsichtig verwenden.

sadistisch: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sadistisch den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Emotion, Ekel und Wahrnehmung
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

ekelhaft
Starken Ekel hervorrufend.

ekelhaft: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann ekelhaft den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

widerlich
Starke Abscheu hervorrufend.

widerlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann widerlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

widerwärtig
Abstoßend und unangenehm.

widerwärtig: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann widerwärtig den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

abstoßend
Distanz oder Abwehr auslösend.

abstoßend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann abstoßend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

verstörend
Psychisch irritierend.

verstörend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann verstörend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

beängstigend
Furcht auslösend.

beängstigend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann beängstigend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

unheimlich
Diffuse Bedrohung vermittelnd.

unheimlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann unheimlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

erschreckend
Schreck auslösend.

erschreckend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann erschreckend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

schockierend
Starke Überraschung und Empörung auslösend.

schockierend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann schockierend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

empörend
Moralischen Widerspruch auslösend.

empörend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann empörend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

irritierend
Wahrnehmung oder Erwartung störend.

irritierend: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann irritierend den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

befremdlich
Fremdheit und Distanz erzeugend.

befremdlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann befremdlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

sonderbar
Merkwürdig.

sonderbar: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann sonderbar den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

seltsam
Ungewohnt und schwer einzuordnen.

seltsam: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann seltsam den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

bizarr
Auffällig fremdartig.

bizarr: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann bizarr den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

grotesk
Verzerrt und widersprüchlich.

grotesk: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann grotesk den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

obszön
Grob anstößig.

obszön: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann obszön den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

makaber
Tod und schwarzen Humor verbindend.

makaber: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann makaber den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

grauenhaft
Starkes Grauen auslösend.

grauenhaft: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann grauenhaft den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

entsetzlich
Heftiges Entsetzen hervorrufend.

entsetzlich: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann entsetzlich den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Norm, Vielfalt und Menschenwürde
Die folgenden Einträge entfalten dieses Bedeutungs- und Anwendungsfeld.

normal
Statistisch häufig, funktional erwartet oder sozial gesetzt.

normal: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann normal den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Norm
Mess- oder Verhaltensmaßstab.

Norm: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Norm den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Durchschnitt
Statistische Mitte oder Mittelwert.

Durchschnitt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Durchschnitt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Seltenheit
Geringe Häufigkeit ohne Werturteil.

Seltenheit: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Seltenheit den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Vielfalt
Nebeneinander unterschiedlicher Formen.

Vielfalt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Vielfalt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Pluralität
Legitimes Bestehen mehrerer Lebensformen.

Pluralität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Pluralität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Diversität
Unterschiedlichkeit von Merkmalen und Erfahrungen.

Diversität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Diversität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Individualität
Einzigartige Kombination persönlicher Merkmale.

Individualität: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Individualität den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Andersartigkeit
Differenz ohne notwendige Hierarchie.

Andersartigkeit: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Andersartigkeit den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Eigenart
Charakteristische Besonderheit.

Eigenart: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Eigenart den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Selbstbestimmung
Entscheidung über das eigene Leben.

Selbstbestimmung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Selbstbestimmung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Autonomie
Fähigkeit und Recht zur Selbstregelung.

Autonomie: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Autonomie den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Einvernehmen
Freiwillige Zustimmung.

Einvernehmen: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Einvernehmen den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Menschenwürde
Unbedingter gleicher Wert jedes Menschen.

Menschenwürde: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Menschenwürde den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Gleichberechtigung
Gleiche Rechte und Chancen.

Gleichberechtigung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Gleichberechtigung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Inklusion
Gleichberechtigte Teilhabe.

Inklusion: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Inklusion den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Antidiskriminierung
Schutz vor ungerechtfertigter Benachteiligung.

Antidiskriminierung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Antidiskriminierung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Respekt
Anerkennung von Würde und Grenze.

Respekt: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Respekt den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Toleranz
Duldung und Anerkennung unterschiedlicher Überzeugungen.

Toleranz: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Toleranz den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Anerkennung
Positive Bestätigung von Zugehörigkeit und Rechten.

Anerkennung: Verhältnis zu „abartig“
Statt pauschal abartig zu sagen, kann Anerkennung den gemeinten Aspekt genauer, sachlicher oder weniger diskriminierend bezeichnen.

Menschenbezogener Kernsatz
Kein Mensch und keine einvernehmliche Identität ist eine abartige Form des Menschlichen.

Handlungsbezogener Kernsatz
Grausame, gewaltsame oder diskriminierende Handlungen dürfen scharf verurteilt werden, sollten aber konkret benannt werden.

Intensivierender Kernsatz
In der Umgangssprache kann abartig bloß extrem bedeuten und dadurch positiv oder negativ funktionieren.

Lexikalischer Kernsatz
Abartig ist ein Adjektiv, das Unterschied, Ekel, Moralurteil und Gradverstärkung in einem historisch belasteten Wort bündelt.

Etymologie und Herkunft

Wortbildung
abartig ist aus dem Substantiv Abart und dem Adjektivsuffix -ig gebildet.

Bedeutung des Suffixes
-ig bezeichnet das Vorhandensein oder die Eigenschaft dessen, was die Wortbasis nennt.

Wörtlicher Sinn
Abartig bedeutet dem Wortbau nach einer Abart zugehörig oder die Merkmale einer Abart tragend.

Basiswort Abart
Abart bezeichnet eine ähnliche, aber in Merkmalen abweichende Form.

Bestandteil ab-
Ab- bezeichnet Entfernung, Trennung oder Abweichung von einem Ausgangspunkt.

Bestandteil Art
Art bezeichnet Weise, Beschaffenheit, Herkunft, Sorte, Gattung oder biologische Einheit.

Althochdeutscher Hintergrund
Art gehört zu einem alten Wortfeld von Herkunft und Beschaffenheit.

Mittelhochdeutscher Hintergrund
Art konnte Herkunft, Wesen, Natur und Weise bezeichnen.

Räumliche Metapher
Die Abart wird sprachlich von einer Grundart abgerückt.

Hierarchische Metapher
Die Grundart erscheint als Mitte, die Abart als Neben- oder Fehlform.

Früher neutralerer Gebrauch
In naturkundlichen Texten konnte abartig eine ungewöhnliche Form bezeichnen.

Wertungsverschiebung
Aus der bloßen Abweichung entwickelte sich eine starke negative Bewertung.

Moralische Erweiterung
Das Wort wurde auf Verhalten, Neigungen und Charakterurteile übertragen.

Sexualmedizinische Belastung
Nichtnormative Sexualität wurde historisch als abartig pathologisiert und moralisch verurteilt.

Eugenische Belastung
Menschen wurden nach vermeintlicher Erbqualität hierarchisiert.

Rassistische Belastung
Abweichung von einer konstruierten Norm wurde als biologische Minderwertigkeit ausgegeben.

Nationalsozialistische Nachbarschaft
Abartig steht semantisch nahe bei der nationalsozialistisch missbrauchten Entartungs- und Rassenhygienesprache.

Nachkriegsgebrauch
Der abwertende Alltagsgebrauch blieb erhalten, wurde aber zunehmend sprachkritisch reflektiert.

Jugend- und Umgangssprache
Das Wort entwickelte sich zusätzlich zum starken Gradadverb.

Positive Intensivierung
Abartig gut zeigt eine pragmatische Umkehr der negativen Grundwertung.

Semantische Bleiche
Die konkrete Vorstellung einer Abart tritt im Verstärkergebrauch zurück.

Pragmatische Verstärkung
Sprecher drücken Überraschung, Staunen, Empörung oder Begeisterung aus.

Abart
Substantivische Basis.

abarten
Verb für ein wertend beschriebenes Abweichen oder Verfallen.

Abartung
Vorgang oder Ergebnis des Abartens.

Abartigkeit
Eigenschaft oder Erscheinung des als abartig Bewerteten.

artartig
Seltene oder fachliche Bildung für einer Art ähnlich.

artgemäß
Der Art oder den Bedürfnissen einer Art entsprechend.

artgerecht
Besonders bei Tierhaltung: den artspezifischen Bedürfnissen entsprechend.

andersartig
Von anderer Beschaffenheit ohne notwendige Minderwertung.

eigenartig
Besonders, charakteristisch oder merkwürdig.

gleichartig
Von ähnlicher Beschaffenheit.

fremdartig
Ungewohnt oder einer anderen Art ähnlich.

einzigartig
Ohne gleiches Gegenstück.

abnormal
Aus lateinisch ab- und normal gebildete Abweichungsbezeichnung.

anomal
Aus griechisch anōmalos für ungleich oder unregelmäßig.

pervers
Aus lateinisch perversus für verkehrt; historisch stark moralisch und medizinisch belastet.

degeneriert
Aus lateinisch degenerare für aus der Art schlagen; stark belastete Verfallssemantik.

deviant
Aus lateinisch deviare für vom Weg abweichen.

bizarr
Über französische Vermittlung für wunderlich oder fremdartig.

grotesk
Nach den Grottenmalereien der Renaissance für fantastische Mischformen.

obszön
Aus lateinischer Herkunft; bezeichnet grob anstößige Darstellung.

Englische Entsprechung
aberrant, abnormal, deviant, perverse, grotesque, disgusting oder insanely je nach Kontext.

Französische Entsprechung
anormal, aberrant, pervers, monstrueux, dégoûtant oder incroyablement.

Italienische Entsprechung
anormale, aberrante, perverso, mostruoso oder incredibilmente.

Spanische Entsprechung
anormal, aberrante, perverso, monstruoso oder increíblemente.

Niederländische Entsprechung
abnormaal, afwijkend, pervers, afschuwelijk oder abnorm als Verstärker.

Übersetzungsgrenze
Kein einzelnes Fremdwort deckt historische Abweichung, moralische Verurteilung und positive Gradverstärkung zugleich ab.

Etymologischer Kernsatz
Abartig begann als Eigenschaft einer Abart und wurde zum drastischen Urteil und schließlich zum umgangssprachlichen Gradmesser.

Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Kernsynonyme, historische Abweichung
abnorm, abnormal, anomal, abweichend und andersartig.

Kernsynonyme, starke Abwertung
widerlich, grausam, verwerflich, menschenverachtend und grotesk; je nach gemeintem Sachverhalt.

Kernsynonyme, Intensivierung
extrem, enorm, unglaublich, krass und außerordentlich.

Gegenbegriffe
normal, artgemäß, angemessen, respektvoll, menschlich und einvernehmlich.

abnorm
Von einer Norm abweichend.

Abgrenzung zu abnorm
Abnorm deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

abnormal
Nicht normal.

Abgrenzung zu abnormal
Abnormal deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

anormal
Von der Norm abweichend.

Abgrenzung zu anormal
Anormal deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

anomal
Unregelmäßig oder ungewöhnlich.

Abgrenzung zu anomal
Anomal deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

abweichend
Von einem Maßstab verschieden.

Abgrenzung zu abweichend
Abweichend deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

andersartig
Von anderer Beschaffenheit.

Abgrenzung zu andersartig
Andersartig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

eigenartig
Besonders oder merkwürdig.

Abgrenzung zu eigenartig
Eigenartig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

fremdartig
Ungewohnt oder fremd wirkend.

Abgrenzung zu fremdartig
Fremdartig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

ungewöhnlich
Nicht häufig oder nicht erwartet.

Abgrenzung zu ungewöhnlich
Ungewöhnlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

seltsam
Schwer einzuordnen.

Abgrenzung zu seltsam
Seltsam deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

sonderbar
Merkwürdig.

Abgrenzung zu sonderbar
Sonderbar deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

bizarr
Auffällig fremdartig.

Abgrenzung zu bizarr
Bizarr deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

grotesk
Verzerrt, komisch und unheimlich.

Abgrenzung zu grotesk
Grotesk deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

absurd
Widersinnig oder unangemessen.

Abgrenzung zu absurd
Absurd deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

skurril
Eigenwillig und komisch.

Abgrenzung zu skurril
Skurril deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

exzentrisch
Stark von Konventionen abweichend.

Abgrenzung zu exzentrisch
Exzentrisch deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

pervers
Als verkehrt oder sexuell normabweichend bewertet; belastet.

Abgrenzung zu pervers
Pervers deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

deviant
Von sozialen Normen abweichend.

Abgrenzung zu deviant
Deviant deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

pathologisch
Krankheitsbezogen; nur fachlich begründet verwenden.

Abgrenzung zu pathologisch
Pathologisch deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

krankhaft
Einen Krankheitscharakter annehmend; nicht als bloßes Schimpfwort.

Abgrenzung zu krankhaft
Krankhaft deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

monströs
Ungeheuerlich oder übermäßig.

Abgrenzung zu monströs
Monströs deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

widerlich
Starken Ekel hervorrufend.

Abgrenzung zu widerlich
Widerlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

ekelhaft
Ekel auslösend.

Abgrenzung zu ekelhaft
Ekelhaft deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

widerwärtig
Abstoßend.

Abgrenzung zu widerwärtig
Widerwärtig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

abstoßend
Starke Distanz auslösend.

Abgrenzung zu abstoßend
Abstoßend deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

grauenhaft
Grauen auslösend.

Abgrenzung zu grauenhaft
Grauenhaft deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

entsetzlich
Entsetzen hervorrufend.

Abgrenzung zu entsetzlich
Entsetzlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

schrecklich
Stark negativ oder als Verstärker verwendet.

Abgrenzung zu schrecklich
Schrecklich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

grausam
Leid zufügend.

Abgrenzung zu grausam
Grausam deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

brutal
Rücksichtslos gewaltsam.

Abgrenzung zu brutal
Brutal deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

menschenverachtend
Menschliche Würde missachtend.

Abgrenzung zu menschenverachtend
Menschenverachtend deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

unmenschlich
Extrem hart; metaphorisch problematisch.

Abgrenzung zu unmenschlich
Unmenschlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

verwerflich
Moralisch zu missbilligen.

Abgrenzung zu verwerflich
Verwerflich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

unethisch
Ethischen Normen widersprechend.

Abgrenzung zu unethisch
Unethisch deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

niederträchtig
Moralisch besonders verachtenswert.

Abgrenzung zu niederträchtig
Niederträchtig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

skrupellos
Ohne moralische Hemmung.

Abgrenzung zu skrupellos
Skrupellos deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

obszön
Grob anstößig.

Abgrenzung zu obszön
Obszön deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

vulgär
Derb oder geschmacklich niedrig bewertet.

Abgrenzung zu vulgär
Vulgär deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

geschmacklos
Ästhetisch oder moralisch unangemessen.

Abgrenzung zu geschmacklos
Geschmacklos deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

makaber
Tod und schwarzen Humor verbindend.

Abgrenzung zu makaber
Makaber deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

verstörend
Psychisch irritierend.

Abgrenzung zu verstörend
Verstörend deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

schockierend
Heftige Bestürzung auslösend.

Abgrenzung zu schockierend
Schockierend deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

krass
Salopp: sehr stark.

Abgrenzung zu krass
Krass deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

extrem
Am äußersten Grad.

Abgrenzung zu extrem
Extrem deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

enorm
Sehr groß.

Abgrenzung zu enorm
Enorm deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

immens
Außerordentlich groß.

Abgrenzung zu immens
Immens deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

unglaublich
Kaum glaubhaft oder verstärkend.

Abgrenzung zu unglaublich
Unglaublich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

wahnsinnig
Salopp verstärkend; potenziell stigmatisierend.

Abgrenzung zu wahnsinnig
Wahnsinnig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

irre
Salopp verstärkend; potenziell stigmatisierend.

Abgrenzung zu irre
Irre deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

brutal
Salopp auch sehr stark.

Abgrenzung zu brutal
Brutal deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

astronomisch
Übertragen sehr hoch.

Abgrenzung zu astronomisch
Astronomisch deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

exorbitant
Außergewöhnlich hoch.

Abgrenzung zu exorbitant
Exorbitant deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

unverhältnismäßig
Nicht angemessen.

Abgrenzung zu unverhältnismäßig
Unverhältnismäßig deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

außergewöhnlich
Deutlich vom Gewohnten abweichend.

Abgrenzung zu außergewöhnlich
Außergewöhnlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

außerordentlich
In sehr hohem Grad.

Abgrenzung zu außerordentlich
Außerordentlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

bemerkenswert
Besondere Aufmerksamkeit verdienend.

Abgrenzung zu bemerkenswert
Bemerkenswert deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

sensationell
Außergewöhnlich beeindruckend.

Abgrenzung zu sensationell
Sensationell deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

hervorragend
Sehr gut.

Abgrenzung zu hervorragend
Hervorragend deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

fantastisch
Außerordentlich gut oder unwirklich.

Abgrenzung zu fantastisch
Fantastisch deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

grandios
Sehr eindrucksvoll.

Abgrenzung zu grandios
Grandios deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

normal
Einer Norm entsprechend.

Abgrenzung zu normal
Normal deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

gewöhnlich
Häufig und erwartet.

Abgrenzung zu gewöhnlich
Gewöhnlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

artgemäß
Der Art entsprechend.

Abgrenzung zu artgemäß
Artgemäß deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

angemessen
Zur Situation und zum Maß passend.

Abgrenzung zu angemessen
Angemessen deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

respektvoll
Würde und Grenze achtend.

Abgrenzung zu respektvoll
Respektvoll deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

menschlich
Mit Mitgefühl und Würde vereinbar.

Abgrenzung zu menschlich
Menschlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

einvernehmlich
Auf freiwilliger Zustimmung beruhend.

Abgrenzung zu einvernehmlich
Einvernehmlich deckt nur einen Teil des Bedeutungsfeldes ab. Es kann genauer, schwächer, neutraler oder auf einen bestimmten Schaden bezogen sein.

Sprachkritischer Kernsatz
Wer abartig ersetzen will, muss zuerst klären, ob Abweichung, Ekel, Unrecht, Gewalt, Merkwürdigkeit oder bloße Intensität gemeint ist.

Antithesen

abartig und normal
Abweichung und gesetzte norm werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig und artgemäß
Vermeintliche fehlform und artentsprechung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig und gewöhnlich
Auffälligkeit und erwartbarkeit werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig und angemessen
Übermaß und verhältnis werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig und respektvoll
Entwürdigung und anerkennung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig und menschlich
Entmenschlichung und mitgefühl werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig und einvernehmlich
Moralische verurteilung und freiwillige zustimmung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Abweichung und Minderwertigkeit
Differenz und rangurteil werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Seltenheit und Krankheit
Häufigkeit und krankheitswert werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Statistik und Moral
Messung und wert werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Norm und Vielfalt
Maßstab und spektrum werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Grundform und Variante
Zentrum und gleichwertige ausprägung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Natur und Ideologie
Biologische beschreibung und politische wertung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Evolution und Degeneration
Wertungsfreier wandel und verfallsmythos werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Diagnose und Beschimpfung
Fachlicher befund und angriff werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Kritik und Stigma
Handlungsurteil und personenetikett werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Verhalten und Identität
Konkrete handlung und ganze person werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Grausamkeit und Andersartigkeit
Schädigung und bloße differenz werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Gewalt und Ungewöhnlichkeit
Rechtsverletzung und seltenheit werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Einvernehmen und Zwang
Freiwillige zustimmung und unterwerfung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Kink und Missbrauch
Einvernehmliche praxis und machtausnutzung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Sexualität und Sexualgewalt
Identität oder praxis und fehlendes einvernehmen werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Ekel und Ethik
Subjektives gefühl und begründetes urteil werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Abscheu und Argument
Reaktion und begründung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Schock und Analyse
Erste wirkung und sachliche prüfung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Polemik und Präzision
Grobes urteil und genaue benennung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Verstärkung und Beschreibung
Emotionale intensität und sachangabe werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abartig gut und moralisch abartig
Positive gradfunktion und negative verurteilung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Jugendsprache und Fachsprache
Pragmatischer verstärker und terminologische genauigkeit werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Ironie und wörtlicher Gebrauch
Spielerische umkehr und ernstes urteil werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Menschenwürde und Erbwert
Unbedingter wert und eugenische rangordnung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Inklusion und Aussonderung
Zugehörigkeit und ausschluss werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Selbstbezeichnung und Fremdetikett
Autonomie und zuschreibung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Diversität und Reinheitsdenken
Vielfalt und ausschluss werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Kunstfreiheit und Entartungsvorwurf
Ästhetischer wandel und verfolgung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Dialekt und Sprachverfall
Varietät und niedergangsurteil werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Originalität und Fehlform
Neues und negative normabweichung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Groteske und Realismus
Verzerrung und wirklichkeitsnähe werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Ekelkunst und Propaganda
Ästhetische strategie und politische manipulation werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Grausamkeit und Fürsorge
Leidzufügung und unterstützung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Brutalität und Verhältnismäßigkeit
Gewalt und begrenztes mittel werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Willkür und Rechtsstaat
Ungebundene und gebundene macht werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Hassrede und Debatte
Entmenschlichung und argument werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Stigmatisierung und Anerkennung
Abwertung und zugehörigkeit werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Übertreibung und Maß
Steigerung und begrenzung werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

absurd teuer und preislich angemessen
Exzess und verhältnis werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

extrem laut und zumutbar
Intensität und soziale grenze werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

unheimlich und vertraut
Fremdheit und bekanntheit werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

bizarr und konventionell
Ungewöhnliche und erwartete form werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

abweichend und gleichartig
Differenz und ähnlichkeit werden gegenübergestellt. Die Antithese zeigt, welcher Maßstab im Urteil „abartig“ verborgen sein kann.

Metaphorik

„abartig“ als Seitenzweig
Das Bild steht für eine Form, die vom Stamm abweicht. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als krummer Ast
Das Bild steht für Abweichung als vermeintliche Fehlform. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als schiefe Bahn
Das Bild steht für moralisch nach unten gerichtete Entwicklung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als verzerrter Spiegel
Das Bild steht für Ähnlichkeit und Entstellung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als rotes Etikett
Das Bild steht für Stigma und Warnmarkierung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Stempel
Das Bild steht für dauerhafte Zuschreibung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Käfig
Das Bild steht für eine Kategorie, die eine Person einschließt. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Schublade
Das Bild steht für vereinfachende Einordnung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Makel
Das Bild steht für Abweichung als beschädigender Fleck. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Fleck auf der Art
Das Bild steht für Reinheitsdenken. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Unkraut
Das Bild steht für Ausgrenzung unerwünschter Formen. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Mutation des Moralischen
Das Bild steht für Biologisierung von Verhalten. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Krankheit der Gesellschaft
Das Bild steht für Pathologisierung politischer Gegner. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Volkskörper
Das Bild steht für biologistische Gesellschaftsmetapher. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Gift
Das Bild steht für moralische Schädigung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Fäulnis
Das Bild steht für organischer Verfall. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Rost
Das Bild steht für schleichender Qualitätsverlust. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Krebs
Das Bild steht für entmenschlichende Krankheitsmetapher. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Parasit
Das Bild steht für Entmenschlichung einer Gruppe. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Monster
Das Bild steht für Auslagerung des Bösen aus dem Menschlichen. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Bestie
Das Bild steht für Animalisierung grausamer Täter. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Abgrund
Das Bild steht für extreme moralische Distanz. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Grenzüberschreitung
Das Bild steht für Verlassen eines erlaubten Bereichs. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Dammbruch
Das Bild steht für Verlust normativer Begrenzung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Explosion
Das Bild steht für extreme Intensität. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Turboregler
Das Bild steht für umgangssprachliche Gradverstärkung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Lautstärkeknopf
Das Bild steht für Steigerung eines Adjektivs. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Ausrufezeichen
Das Bild steht für emotionale Verstärkung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Scheinwerfer
Das Bild steht für starke Hervorhebung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Brennglas
Das Bild steht für Überhöhung eines Merkmals. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Lupe des Ekels
Das Bild steht für subjektive Vergrößerung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Nebelwort
Das Bild steht für pauschales Urteil ohne genaue Beschreibung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Moralhammer
Das Bild steht für drastische Verurteilung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Sprachkeule
Das Bild steht für verletzende und grobe Bezeichnung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Grenzpfosten der Normalität
Das Bild steht für soziale Einteilung in innen und außen. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Ausweis zweiter Klasse
Das Bild steht für hierarchische Abwertung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Pranger
Das Bild steht für öffentliche Beschämung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Brandzeichen
Das Bild steht für dauerhafte Stigmatisierung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Maske des Arguments
Das Bild steht für Ekel tritt als Begründung auf. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Kurzschluss
Das Bild steht für Gefühl wird direkt zu Moralurteil. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Kompass ohne Karte
Das Bild steht für Normurteil ohne Kontext. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Lineal der Mehrheit
Das Bild steht für Häufigkeit wird zum Wertmaßstab. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Mikroskop der Ideologie
Das Bild steht für politische Wertung erscheint wissenschaftlich. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Echo der Entartungssprache
Das Bild steht für historische Belastung wirkt nach. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Chamäleon
Das Bild steht für das Wort wechselt zwischen Abwertung und Begeisterung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Booster
Das Bild steht für salopper Verstärker. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Rakete
Das Bild steht für positive extreme Steigerung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Schockfarbe
Das Bild steht für emotionale Aufmerksamkeit. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Sirene
Das Bild steht für Warn- und Empörungssignal. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als offene Hand
Das Bild steht für Alternative der Anerkennung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als präzises Skalpell
Das Bild steht für konkrete Kritik statt Sprachkeule. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Mosaik
Das Bild steht für Vielfalt ohne Rangordnung. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Spektrum
Das Bild steht für stufenlose Unterschiede. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

„abartig“ als Chor
Das Bild steht für gemeinsame Menschlichkeit verschiedener Stimmen. Es zeigt, wie das Adjektiv unterscheiden, verurteilen, stigmatisieren oder bloß verstärken kann.

Allegorien

Die Norm und das Abartige
Die Norm setzte sich auf einen Thron und erklärte alles Seltene zum Fehler. Die Vielfalt zeigte ihr, dass Häufigkeit keine Krone ist.
Die Allegorie behandelt Statistik und Wert.

Der rote Stempel
Er traf zuerst eine Handlung und bald den ganzen Menschen. Eine genaue Beschreibung nahm ihm die Tinte.
Die Allegorie behandelt Stigmatisierung.

Die Schublade
Sie war nützlich für Dinge und zu klein für Personen. Trotzdem versuchte die Verwaltung, Menschen passend zu falten.
Die Allegorie behandelt Klassifikationsgewalt.

Der Spiegel
Er verzerrte ein fremdes Gesicht und nannte die Verzerrung abartig. Erst ein zweiter Spiegel zeigte den Fehler der Linse.
Die Allegorie behandelt Projektion.

Die seltene Blüte
Der Gärtner nannte sie abartig, weil sie nur einmal blühte. Die Bienen nannten sie Nahrung.
Die Allegorie behandelt Seltenheit und Perspektive.

Das Monster
Die Stadt erklärte einen Täter zum Unmenschen. So musste sie nicht fragen, welche menschlichen Entscheidungen seine Gewalt ermöglicht hatten.
Die Allegorie behandelt Animalisierung des Bösen.

Der Ekel
Er trat als Richter auf, obwohl er nur Zeuge eines Gefühls war. Die Ethik verlangte Beweise.
Die Allegorie behandelt Gefühl und Moral.

Die Moralkeule
Sie schlug auf alles Ungewohnte und nannte jeden Schlag Schutz der Ordnung.
Die Allegorie behandelt Polemische Normierung.

Der Intensivierer
Er nahm das Wort abartig, entfernte die Abart und ließ nur ein Ausrufezeichen zurück.
Die Allegorie behandelt Semantische Bleiche.

Das gute Konzert
Es war so eindrucksvoll, dass das Publikum es abartig gut nannte. Das alte Schimpfwort wunderte sich über den Applaus.
Die Allegorie behandelt Positive Umwertung.

Die sexuelle Vielfalt
Sie kam mit Einvernehmen und Respekt. Der alte Diagnostiker suchte dennoch nach Krankheit, bis die Menschenrechte seine Akte schlossen.
Die Allegorie behandelt Entpathologisierung.

Die Grenze
Sie fragte nicht, ob eine Praxis ungewöhnlich, sondern ob sie freiwillig, sicher und respektvoll sei.
Die Allegorie behandelt Einvernehmen als Maßstab.

Die Gewalttat
Man nannte sie abartig und ging weiter. Die Juristin nannte Tatbestand, Opfer, Machtmittel und Verantwortung.
Die Allegorie behandelt Präzision der Kritik.

Das historische Wörterbuch
Es bewahrte die alte Bedeutung und stellte daneben eine Warnlampe für die Gegenwart.
Die Allegorie behandelt Sprachgeschichte.

Die Entartungsausstellung
Sie wollte Kunst beschämen und machte später die Verfolger sichtbar.
Die Allegorie behandelt Historische Umkehr.

Der Volkskörper
Er erklärte einzelne Menschen zu Krankheiten. Die Demokratie löste ihn in Bürgerinnen und Bürger mit gleichen Rechten auf.
Die Allegorie behandelt Entmenschlichende Metapher.

Die Diagnose
Sie beschrieb einen Befund. Das Schimpfwort wollte daraus eine Person machen, doch die Ärztin widersprach.
Die Allegorie behandelt Personenzentrierte Sprache.

Der Dialekt
Man nannte ihn abartige Sprache. Er antwortete mit Grammatik, Geschichte und Gedichten.
Die Allegorie behandelt Sprachvielfalt.

Die Avantgarde
Sie wurde abartig genannt, bis ihre Formen im Museum hingen. Das Urteil merkte, dass es gealtert war.
Die Allegorie behandelt Normwandel.

Die Kommentarspalte
Jeder nannte das Andere abartig, bis niemand mehr sagen konnte, was tatsächlich geschehen war.
Die Allegorie behandelt Verlust der Sachlichkeit.

Der Preis
Er war abartig hoch. Die Ökonomin übersetzte das Ausrufezeichen in Kosten, Marktstellung und Kaufkraft.
Die Allegorie behandelt Verstärkung und Analyse.

Die Schokolade
Sie schmeckte abartig gut. Das Wort hatte für einen Moment seine Verachtung verloren und nur Staunen behalten.
Die Allegorie behandelt Positive Intensivierung.

Die Selbstbezeichnung
Sie bat darum, nicht mit einem alten Fremdurteil angesprochen zu werden. Der Respekt lernte ihren Namen.
Die Allegorie behandelt Sprachliche Autonomie.

Das Adjektiv
Es trug drei Mäntel: den naturkundlichen, den verurteilenden und den begeisterten. Der Kontext entschied, welcher sichtbar wurde.
Die Allegorie behandelt Polysemie.

Das präzise Wort
Es fragte zuerst: ungewöhnlich, grausam, rechtswidrig, teuer oder groß? Danach ersetzte es das pauschale Urteil.
Die Allegorie behandelt Genauigkeit.

Die Menschenwürde
Sie prüfte keine Normalität und keine Häufigkeit. Sie galt, bevor irgendein Adjektiv gesprochen wurde.
Die Allegorie behandelt Unbedingte Gleichheit.

Tropen im übertragenen Sinn

Metonymie: die Norm
Gesellschaftliche Erwartungen.

Metonymie: das Labor
Medizinische oder biologische Autorität.

Metonymie: der Pranger
Öffentliche Beschämung.

Metonymie: die Straße
Umgangssprachlicher Gebrauch.

Metonymie: das Museum
Kulturelle Anerkennung.

Metonymie: das Gericht
Rechtliche Bewertung.

Synekdoche: eine Neigung
Die ganze Person.

Synekdoche: eine Handlung
Den ganzen Charakter.

Synekdoche: ein Merkmal
Die vollständige Identität.

Synekdoche: ein Gen
Den ganzen Menschen.

Synekdoche: ein Satz
Eine komplette Weltanschauung.

Synekdoche: ein Preis
Das gesamte Wirtschaftssystem.

Personifikation: die Norm verurteilt
Ein Maßstab erhält Richtergewalt.

Personifikation: das Wort verletzt
Sprache erhält körperliche Handlung.

Personifikation: der Ekel entscheidet
Ein Gefühl übernimmt moralische Autorität.

Personifikation: die Vielfalt widerspricht
Unterschiedlichkeit erhält eine Stimme.

Personifikation: die Geschichte warnt
Vergangenheit wird zur Mahnerin.

Personifikation: der Kontext kleidet das Wort
Bedeutungsumgebung wird zur Schneiderin.

Symbol: roter Stempel
Stigmatisierung.

Symbol: schwarzes Schaf
Abweichendes Gruppenmitglied.

Symbol: krummer Ast
Vermeintliche Fehlform.

Symbol: gebrochene Waage
Unzulässige Wertmessung.

Symbol: offene Tür
Inklusion.

Symbol: Ausrufezeichen
Gradverstärkung.

Paradox: abartig gut
Negatives Wort verstärkt positive Bewertung.

Paradox: normale Abweichung
Variation gehört zum Normalen.

Paradox: einvernehmliche Perversion
Alte Pathologisierung trifft auf freiwillige Praxis.

Paradox: menschlicher Unmensch
Grausamkeit wird aus dem Menschlichen ausgelagert.

Paradox: wissenschaftliches Schimpfwort
Autorität und Diffamierung verbinden sich.

Paradox: wertfreie Verurteilung
Angeblich neutrale Normsprache trägt Moral.

Ironie: Die Natur hat die Normalitätsprüfung nicht bestanden
Menschliche Maßstäbe werden verspottet.

Ironie: Ein seltenes Merkmal ist offensichtlich moralisch verdächtig
Häufigkeit und Wert werden ironisch vermischt.

Ironie: Abartig ist ein sehr präzises Fachwort
Die tatsächliche Unschärfe wird bloßgestellt.

Ironie: Wer lauter Abartigkeit ruft, hat das bessere Argument
Polemik wird ironisiert.

Ironie: Das Essen ist moralisch verwerflich gut
Positive Intensivierung wird wörtlich genommen.

Ironie: Die Kunst wurde krank, weil sie neu war
Pathologisierung von Innovation wird entlarvt.

Euphemismus: abweichende Erbqualität
Eugenische Abwertung klingt technisch.

Euphemismus: hygienische Aussonderung
Gewalt wird als Gesundheitsschutz getarnt.

Euphemismus: besondere Neigung
Problematische oder harmlose Praxis bleibt unklar.

Euphemismus: unkonventionelles Vorgehen
Möglicher Rechtsbruch wird abgeschwächt.

Euphemismus: außergewöhnliche Härte
Grausamkeit klingt neutral.

Euphemismus: intensive Preisgestaltung
Überhöhte Preise werden beschönigt.

Dysphemismus: abartiger Mensch
Person wird vollständig entwertet.

Dysphemismus: Missgeburt
Körperliche Abweichung wird zur Beleidigung.

Dysphemismus: Perverser
Sexualität oder Verhalten wird zur Identitätsschmähung.

Dysphemismus: Monster
Täter wird aus dem Menschlichen ausgelagert.

Dysphemismus: Schädling
Menschen werden als schädliche Tiere markiert.

Dysphemismus: Parasit
Gruppen werden entmenschlicht.

Hyperbel: abartig teuer
Preis wird maximal überhöht dargestellt.

Hyperbel: abartig gut
Qualität wird extrem gesteigert.

Hyperbel: völlig abartig
Verurteilung wird totalisiert.

Hyperbel: die abartigste Tat aller Zeiten
Historische Einordnung wird durch Superlativ ersetzt.

Hyperbel: unfassbar abartige Menge
Quantität wird emotional maximiert.

Hyperbel: jenseits jeder Menschlichkeit
Moralische Distanz wird absolut gesetzt.

Litotes: nicht ganz normal
Abweichung wird indirekt benannt.

Litotes: nicht gerade angenehm
Starker Ekel wird abgeschwächt.

Litotes: keine kleine Übertreibung
Extremität wird indirekt verstärkt.

Litotes: nicht ohne moralische Probleme
Verwerflichkeit wird zurückhaltend formuliert.

Litotes: nicht besonders einvernehmlich
Zwang wird gefährlich verharmlost.

Litotes: kein gewöhnlicher Preis
Überhöhung wird indirekt benannt.

Metalepsis: von Seltenheit zu Minderwertigkeit
Häufigkeit wird zum Wert.

Metalepsis: von Ekel zu Verbot
Gefühl wird unmittelbar zur Rechtsnorm.

Metalepsis: von Diagnose zu Identität
Befund ersetzt Person.

Metalepsis: von Abweichung zu Gefahr
Unterschied wird ohne Beleg bedrohlich.

Metalepsis: von Gewalt zu Unmenschlichkeit
Menschliche Verantwortung wird ausgelagert.

Metalepsis: von Verstärkung zu Wahrheit
Starke Sprache wird als Beweis genommen.

Katachrese: kranke Kunst
Ästhetik wird medizinisiert.

Katachrese: mutierte Moral
Ethik wird genetisch beschrieben.

Katachrese: vergiftete Identität
Personsein wird chemisch pathologisiert.

Katachrese: soziale Fehlbildung
Gesellschaft wird anatomisch beschrieben.

Katachrese: moralischer Parasit
Werturteil wird biologisiert.

Katachrese: abartiger Preis
Ein moralisches Arturteil wird auf eine Zahl übertragen.

Oxymoron: abartig schön
Verurteilung und Bewunderung treffen zusammen.

Oxymoron: abartig menschlich
Abweichungsurteil und Menschlichkeit kollidieren.

Oxymoron: normal abartig
Norm und Abweichung werden verbunden.

Oxymoron: harmlose Monstrosität
Gefahr und Harmlosigkeit widersprechen sich.

Oxymoron: respektvolle Diffamierung
Anerkennung und Abwertung kollidieren.

Oxymoron: wissenschaftliche Hetze
Prüfungsanspruch und Feindbild treffen zusammen.

Antonomasie: der Abartige
Eine Person wird auf ein Werturteil reduziert.

Antonomasie: das Monster
Grausamkeit wird als Wesen benannt.

Antonomasie: der Sonderling
Ungewöhnlichkeit ersetzt den Namen.

Antonomasie: das schwarze Schaf
Gruppenabweichung wird zur Identität.

Antonomasie: die Norm
Mehrheit oder Macht erscheint als natürlicher Maßstab.

Antonomasie: die Perversion
Eine Handlung oder Person wird vollständig moralisiert.

Chiffre: roter Stempel
Dauerhafte Abwertung.

Chiffre: weißer Kittel
Medizinische Autorität.

Chiffre: schwarze Liste
Aussonderung.

Chiffre: offene Hand
Anerkennung.

Chiffre: Regenbogen
Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

Chiffre: Ausrufezeichen
Saloppe Intensivierung.

Sprichwörter

Andere Länder, andere Sitten.
Unterschiedliche Normen machen deutlich, dass Ungewohntes nicht automatisch abartig ist.

Andere Zeiten, andere Sitten.
Was als normal gilt, verändert sich historisch.

Jeder Jeck ist anders.
Individuelle Verschiedenheit gehört zum Zusammenleben.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Unterschiedliche Vorlieben werden grundsätzlich zugelassen.

Jeder nach seiner Fasson.
Lebensformen sollen nicht vorschnell hierarchisiert werden.

Viele Wege führen nach Rom.
Mehrere Formen können zum Ziel führen.

Keine Regel ohne Ausnahme.
Abweichung gehört zu jeder Normordnung.

Ausnahmen bestätigen die Regel.
Die Formel darf nicht zur Abwertung von Ausnahmen missbraucht werden.

Man soll ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen.
Äußere Merkmale erlauben kein Gesamturteil.

Der Schein trügt.
Befremdliche Erscheinung beweist keine moralische Verwerflichkeit.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Normkonformität garantiert keinen Wert.

Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
Unbekanntes wird leicht abgelehnt.

Unbekannt macht unbeliebt.
Fremdheit kann vorschnelle Abwertung erzeugen.

Der Ton macht die Musik.
Die Wahl zwischen abartig und einem präziseren Wort verändert die Wirkung.

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Diffamierende Sprache erzeugt Gegenwehr und Eskalation.

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
Niemand soll durch ein Totalurteil entwürdigt werden.

Irren ist menschlich.
Ein Fehler macht keinen Menschen zu einer Fehlform.

Aus Fehlern wird man klug.
Abweichung kann Lernen ermöglichen.

Jeder kehre vor seiner eigenen Tür.
Der eigene Normalitätsmaßstab soll geprüft werden.

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.
Niemand erfüllt jede Norm.

Hochmut kommt vor dem Fall.
Moralische Überlegenheit kann selbst verwerflich werden.

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ein auffälliges Merkmal verdeckt leicht die ganze Person.

Aus einer Mücke wird ein Elefant.
Kleine Abweichungen werden dramatisiert.

Die Kirche im Dorf lassen.
Ungewöhnlichkeit soll nicht moralisch überhöht werden.

Der Zweck heiligt nicht die Mittel.
Auch der Kampf gegen Grausamkeit rechtfertigt keine Entmenschlichung.

Die Dosis macht das Gift.
Intensität und Kontext bestimmen Wirkung.

Zu viel des Guten ist auch zu viel.
Gradverstärkung bezeichnet häufig Übermaß.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
Normschutz kann in Zwang und Ausgrenzung umschlagen.

Wehret den Anfängen.
Entmenschlichende Sprache soll früh zurückgewiesen werden.

Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
Ein Verdacht verlangt Prüfung, nicht sofortige Stigmatisierung.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne.
Die Redensart darf nicht zur Rechtfertigung von Opfern und Gewalt dienen.

Ein gebranntes Kind scheut das Feuer.
Frühere Erfahrungen prägen Ekel und Abwehr.

Gegensätze ziehen sich an.
Andersartigkeit kann Beziehung ermöglichen.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.
Ähnlichkeit ist eine mögliche, nicht die einzige Grundlage von Gemeinschaft.

Die Mischung macht’s.
Vielfalt kann produktiv sein.

Kleine Ursache, große Wirkung.
Ein einziges stigmatisierendes Wort kann erhebliche Folgen haben.

Steter Tropfen höhlt den Stein.
Wiederholte Diffamierung normalisiert Ausgrenzung.

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Hetzerische Sprache kann Gewalt mobilisieren.

Eine Hand wäscht die andere.
Gegenseitigkeit steht gegen hierarchische Menschenbewertung.

Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Anerkennung und Unterstützung vermindern Stigma.

Lachen ist die beste Medizin.
Humor kann entlasten, darf aber niemanden entwürdigen.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Selbstbestimmter Humor unterscheidet sich vom Lachen über Ausgegrenzte.

Was lange währt, wird endlich gut.
Normwandel und Entstigmatisierung brauchen Zeit.

Nach Regen folgt Sonnenschein.
Ein negatives Urteil muss nicht dauerhaft bleiben.

Alles fließt.
Bedeutungen und Normen verändern sich.

Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Das Wort abartig hat selbst einen Bedeutungswandel durchlaufen.

Anders ist nicht schlechter.
Redaktionelle Spruchform: Differenz begründet keine Rangordnung.

Selten ist nicht krank.
Redaktionelle Spruchform: Häufigkeit und Krankheitswert sind verschieden.

Ekel ist ein Gefühl und kein Gesetz.
Redaktionelle Spruchform: subjektive Abwehr ersetzt keine ethische Begründung.

Menschenwürde kennt keinen Superlativ.
Redaktionelle Spruchform: Kein Mensch besitzt mehr oder weniger grundlegende Würde.

Redensarten

Aus der Art schlagen
Sich deutlich von Familie, Gruppe oder Erwartung unterscheiden.

Nicht normal sein
Umgangssprachlich starke Abweichung oder Empörung ausdrücken; kann stigmatisieren.

Aus der Reihe tanzen
Sich von einer Gruppe unterscheiden.

Aus dem Rahmen fallen
Deutlich von Erwartungen abweichen.

Nicht ins Schema passen
Von vorhandenen Kategorien nicht erfasst werden.

In keine Schublade passen
Sich einfacher Klassifikation entziehen.

In eine Schublade stecken
Eine Person vereinfachend kategorisieren.

Jemanden abstempeln
Eine negative Zuschreibung dauerhaft machen.

Jemanden brandmarken
Öffentlich und dauerhaft stigmatisieren.

Jemanden an den Pranger stellen
Öffentlich beschämen.

Das schwarze Schaf sein
Als abweichendes Gruppenmitglied gelten.

Ein bunter Hund sein
Sehr auffällig und bekannt sein.

Ein Paradiesvogel sein
Ungewöhnlich und sichtbar auftreten.

Ein Sonderling sein
Als ungewöhnliche Person gelten; kann abwertend wirken.

Ein Unikat sein
Einzigartig sein.

Aus anderem Holz geschnitzt sein
Anders geartet sein.

Eine andere Hausnummer sein
Einer deutlich anderen Größenordnung angehören.

Ein anderes Kaliber sein
Sich stark in Bedeutung oder Wirkung unterscheiden.

Von einem anderen Stern sein
Sehr fremd oder außergewöhnlich wirken.

Jenseits von Gut und Böse sein
Extrem, unangemessen oder moralisch entrückt sein.

Unter aller Sau sein
Sehr schlecht oder empörend sein; derb.

Zum Himmel stinken
Offensichtlich schlecht, korrupt oder verdächtig sein.

Nicht alle Tassen im Schrank haben
Eine Person als irrational bezeichnen; stigmatisierend.

Einen Sprung in der Schüssel haben
Psychische oder geistige Abweichung verspotten; abwertend.

Von Sinnen sein
Nicht vernünftig handeln.

Den Verstand verlieren
Extrem irrational reagieren.

Wider jede Vernunft sein
Sachlich unbegründet oder widersinnig sein.

Aus der Haut fahren
Sehr wütend werden.

Rot sehen
Von Wut beherrscht sein.

Jemandem dreht sich der Magen um
Starken Ekel empfinden.

Zum Kotzen sein
Derb starken Ekel oder moralische Abscheu ausdrücken.

Einem graut vor etwas
Furcht oder Abscheu empfinden.

Die Haare stehen zu Berge
Entsetzen oder Erschrecken empfinden.

Den Atem verschlagen
Stark überraschen oder schockieren.

Aus allen Wolken fallen
Völlig überrascht sein.

Seinen Augen nicht trauen
Etwas kaum glauben können.

Nicht zu fassen sein
Extrem überraschend oder empörend sein.

Jenseits des Vorstellbaren liegen
Eine extreme Grenze überschreiten.

Das Maß sprengen
Eine angemessene Grenze überschreiten.

Den Bogen überspannen
Zu weit gehen.

Über die Stränge schlagen
Ein angemessenes Maß überschreiten.

Es auf die Spitze treiben
Eine Entwicklung extrem steigern.

Ein Fass zum Überlaufen bringen
Eine letzte Überschreitung löst Reaktion aus.

Eine rote Linie überschreiten
Eine grundlegende Grenze verletzen.

Unter die Gürtellinie gehen
Unfair oder persönlich verletzend angreifen.

Öl ins Feuer gießen
Einen Konflikt verschärfen.

Salz in die Wunde streuen
Eine Verletzung zusätzlich reizen.

Mit Kanonen auf Spatzen schießen
Unverhältnismäßig reagieren.

Aus einer Mücke einen Elefanten machen
Eine kleine Abweichung überdramatisieren.

Die Kirche im Dorf lassen
Maß halten.

Fünfe gerade sein lassen
Kleine Abweichungen tolerieren.

Ein Auge zudrücken
Eine geringe Regelverletzung dulden.

Über den Dingen stehen
Gelassen Abstand halten.

Über den Tellerrand schauen
Andere Normen und Perspektiven wahrnehmen.

Die Perspektive wechseln
Einen anderen Deutungsrahmen prüfen.

Das Kind beim Namen nennen
Eine Handlung präzise benennen.

Ross und Reiter nennen
Verantwortliche konkret benennen.

Klartext reden
Direkt und verständlich formulieren.

Nicht um den heißen Brei reden
Den Sachverhalt ohne Ausweichen benennen.

Mit zweierlei Maß messen
Gleiche Handlungen unterschiedlich bewerten.

Über einen Kamm scheren
Unterschiede unangemessen ignorieren.

Äpfel mit Birnen vergleichen
Unterschiedliche Kategorien gleichsetzen.

Den Stab über jemanden brechen
Eine Person endgültig verurteilen.

Jemanden zum Monster machen
Eine Person aus der moralischen Gemeinschaft ausschließen.

Jemanden entmenschlichen
Einer Person menschliche Gleichwertigkeit absprechen.

Jemanden aussondern
Aus einer Gemeinschaft entfernen; historisch belastet.

Die Spreu vom Weizen trennen
Wertend auswählen; auf Menschen problematisch.

Reinen Tisch machen
Eine Angelegenheit vollständig klären.

Rein Schiff machen
Ordnung schaffen; Reinheitsmetaphorik kritisch prüfen.

Mit eisernem Besen kehren
Rücksichtslos Ordnung herstellen.

Das Kind mit dem Bade ausschütten
Bei einer Korrektur auch Wertvolles zerstören.

Die Büchse der Pandora öffnen
Unkontrollierbare Folgen auslösen.

Die Geister, die ich rief
Freigesetzte Kräfte nicht mehr beherrschen.

Auf die schiefe Bahn geraten
Moralisch oder sozial negativ abweichen.

Vom rechten Weg abkommen
Eine moralische oder sachliche Norm verlassen.

Neue Wege gehen
Von Normen abweichen, ohne dies negativ zu bewerten.

Gegen den Strom schwimmen
Eine Minderheitsposition vertreten.

Seinen eigenen Weg gehen
Selbstbestimmt anders handeln.

Aus der Masse herausstechen
Durch Besonderheit auffallen.

Einzigartig sein
Ohne gleiches Gegenstück sein.

Krass gut sein
Saloppe neutralere Alternative zu abartig gut.

Unfassbar teuer sein
Umgangssprachliche Alternative zu abartig teuer.

Astronomische Preise verlangen
Sehr hohe Preise verlangen.

Ein Vermögen kosten
Sehr teuer sein.

Der Hammer sein
Umgangssprachlich außergewöhnlich gut oder schlecht sein.

Der Wahnsinn sein
Umgangssprachlich extrem beeindruckend sein; potenziell stigmatisierend.

Nicht von dieser Welt sein
Außerordentlich gut oder ungewöhnlich sein.

Deutsche gemeinfreie Zitate

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust I.
Ein Irrtum macht keinen Menschen zu einer Fehlform.

„Name ist Schall und Rauch.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust I.
Ein Etikett erfasst weder Person noch Handlung vollständig.

„Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe.
Abweichung kann Erkenntnis ermöglichen.

„In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Natur und Kunst.
Maß ist präziser als pauschale Verurteilung.

„Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust II.
Formen und Bewertungen sind nicht endgültig.

„Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit.“
Urheber: Friedrich Schiller, Wilhelm Tell.
Normen verändern sich.

„Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei.“
Urheber: Friedrich Schiller, Die Worte des Glaubens.
Menschen dürfen nicht durch Normalitätsurteile entrechtet werden.

„Die Würde des Menschen ist in eure Hand gegeben.“
Urheber: Friedrich Schiller, Die Künstler.
Auch Sprache trägt Verantwortung.

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Urheber: Immanuel Kant.
Ekel und Tradition ersetzen keine Prüfung.

„Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.“
Urheber: Immanuel Kant.
Menschliche Unvollkommenheit ist kein Mangel an Menschlichkeit.

„Kein Mensch muss müssen.“
Urheber: Gotthold Ephraim Lessing, Nathan der Weise.
Selbstbestimmung ist ein zentraler Maßstab.

„Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.“
Urheber: Gotthold Ephraim Lessing.
Verinnerlichte Normen können trotz äußerer Freiheit binden.

„Prüfet aber alles, und das Gute behaltet.“
Urheber: Erster Thessalonicherbrief 5,21; deutsche Bibeltradition.
Starke Urteile verlangen Prüfung.

„Der Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“
Urheber: Erstes Buch Samuel 16,7; deutsche Bibeltradition.
Äußere Abweichung erlaubt kein Gesamturteil.

„Eine linde Antwort stillt den Zorn.“
Urheber: Sprüche Salomos 15,1; deutsche Bibeltradition.
Diffamierung ist kein notwendiger Teil scharfer Kritik.

„Ein jegliches hat seine Zeit.“
Urheber: Prediger Salomo 3,1; deutsche Bibeltradition.
Normalitätsordnungen sind historisch.

„Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.“
Urheber: Heinrich Heine.
Jeder Mensch ist größer als ein Etikett.

„Das Gute – dieser Satz steht fest – ist stets das Böse, was man lässt.“
Urheber: Wilhelm Busch, Die fromme Helene.
Grausamkeit und Diskriminierung sollen klar benannt werden.

„Werde, der du bist.“
Urheber: Friedrich Nietzsche, nach Pindar.
Identität ist Entwicklung und nicht Normgehorsam.

„Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.“
Urheber: Rainer Maria Rilke.
Wert hängt nicht von Anpassung an Mehrheitsnormen ab.

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.“
Urheber: Joachim Ringelnatz zugeschrieben.
Humor kann dem drastischen Urteil Abstand geben.

„Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“
Urheber: Joachim Ringelnatz.
Auch Normalitätsgewissheiten verdienen Skepsis.

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Urheber: Ludwig Wittgenstein.
Das Wort abartig kann Wahrnehmung und Zugehörigkeit begrenzen.

„Die Welt ist alles, was der Fall ist.“
Urheber: Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus.
Empörung soll Tatsachen nicht ersetzen.

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“
Urheber: Ludwig Wittgenstein.
Unsichere Diagnosen und Wesensurteile dürfen nicht als Wissen auftreten.

Mundartliche oder fremdsprachige Zitate

„Natura non facit saltus.“
Urheber: lateinische naturphilosophische Traditionsformel, besonders mit Gottfried Wilhelm Leibniz verbunden.
Übersetzung: „Die Natur macht keine Sprünge.“

„Panta rhei.“
Urheber: Heraklit zugeschriebene griechische Traditionsformel.
Übersetzung: „Alles fließt.“

„Quot homines, tot sententiae.“
Urheber: Terenz.
Übersetzung: „So viele Menschen, so viele Meinungen.“

„Homo sum, humani nihil a me alienum puto.“
Urheber: Terenz.
Übersetzung: „Ich bin ein Mensch; nichts Menschliches halte ich mir für fremd.“

„Ira furor brevis est.“
Urheber: Horaz.
Übersetzung: „Zorn ist ein kurzer Wahnsinn.“
Die historische Metapher ist keine medizinische Diagnose.

„Aequam memento rebus in arduis servare mentem.“
Urheber: Horaz.
Übersetzung: „Denke daran, in schwierigen Lagen einen ausgeglichenen Geist zu bewahren.“

„Non res ipsae homines perturbant, sed opiniones de rebus.“
Urheber: Epiktet; lateinische Traditionsfassung.
Übersetzung: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Vorstellungen von den Dingen.“

„There is grandeur in this view of life.“
Urheber: Charles Darwin, On the Origin of Species.
Übersetzung: „Es liegt Größe in dieser Auffassung vom Leben.“

„Endless forms most beautiful and most wonderful have been, and are being, evolved.“
Urheber: Charles Darwin, On the Origin of Species.
Übersetzung: „Endlos viele höchst schöne und wunderbare Formen haben sich entwickelt und entwickeln sich weiter.“

„There is nothing either good or bad, but thinking makes it so.“
Urheber: William Shakespeare, Hamlet.
Übersetzung: „Nichts ist an sich gut oder schlecht; das Denken macht es dazu.“

„What’s in a name? That which we call a rose by any other word would smell as sweet.“
Urheber: William Shakespeare, Romeo and Juliet.
Übersetzung: „Was liegt an einem Namen? Was wir Rose nennen, würde unter anderem Namen ebenso duften.“

„All that glisters is not gold.“
Urheber: William Shakespeare, The Merchant of Venice.
Übersetzung: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“

„To err is human, to forgive, divine.“
Urheber: Alexander Pope.
Übersetzung: „Irren ist menschlich, vergeben göttlich.“

„A little learning is a dangerous thing.“
Urheber: Alexander Pope.
Übersetzung: „Ein wenig Wissen ist eine gefährliche Sache.“

„Il faut cultiver notre jardin.“
Urheber: Voltaire, Candide.
Übersetzung: „Wir müssen unseren Garten bestellen.“

„Tout comprendre, c’est tout pardonner.“
Urheber: französische Traditionsformel, wechselnd zugeschrieben.
Übersetzung: „Alles verstehen heißt alles verzeihen.“
Verstehen verpflichtet nicht zur Vergebung.

„De gustibus non est disputandum.“
Urheber: lateinische Traditionsformel.
Übersetzung: „Über Geschmack lässt sich nicht streiten.“

„Unitas in varietate.“
Urheber: lateinische Traditionsformel.
Übersetzung: „Einheit in Vielfalt.“

„Variety is the spice of life.“
Urheber: englische Sprichworttradition, häufig William Cowper zugeschrieben.
Übersetzung: „Abwechslung ist die Würze des Lebens.“

„I am large, I contain multitudes.“
Urheber: Walt Whitman, Song of Myself.
Übersetzung: „Ich bin weit, ich enthalte Vielheiten.“

„E quindi uscimmo a riveder le stelle.“
Urheber: Dante Alighieri, Inferno.
Übersetzung: „Und dann traten wir hinaus, die Sterne wiederzusehen.“

„Fatti non foste a viver come bruti, ma per seguir virtute e canoscenza.“
Urheber: Dante Alighieri, Inferno.
Übersetzung: „Ihr wurdet nicht geschaffen, um wie Tiere zu leben, sondern um Tugend und Erkenntnis zu folgen.“

„Yo soy yo y mi circunstancia.“
Urheber: José Ortega y Gasset.
Übersetzung: „Ich bin ich und meine Umstände.“

„Cada persona es un mundo.“
Urheber: spanische Sprichworttradition.
Übersetzung: „Jeder Mensch ist eine Welt.“

„El hábito no hace al monje.“
Urheber: spanische Sprichworttradition.
Übersetzung: „Das Gewand macht nicht den Mönch.“

„Ieder vogeltje zingt zoals het gebekt is.“
Urheber: niederländische Sprichworttradition.
Übersetzung: „Jedes Vögelchen singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.“

„Elkeen is anners, aver keen is weniger.“
Urheber: Redaktion, niederdeutsche Mundartfassung.
Übersetzung: „Jeder ist anders, aber keiner ist weniger.“

„Wat selten is, is nich dorüm krank.“
Urheber: Redaktion, niederdeutsche Mundartfassung.
Übersetzung: „Was selten ist, ist deshalb nicht krank.“

„En Schimpwoort is keen Bewies.“
Urheber: Redaktion, niederdeutsche Mundartfassung.
Übersetzung: „Ein Schimpfwort ist kein Beweis.“

„Segg wat gräsig is, man maak den Minschen nich to en Undeert.“
Urheber: Redaktion, niederdeutsche Mundartfassung.
Übersetzung: „Sag, was grausam ist, aber mach den Menschen nicht zu einem Unmenschen.“

Redaktionelle Sentenzen

Abartig ist ein Adjektiv.
Es kann attributiv, prädikativ und adverbial verwendet werden.

Das Adjektiv wird flektiert.
Die Endung richtet sich nach Artikel, Genus, Kasus und Numerus.

Prädikativ bleibt abartig unflektiert.
Es heißt die Handlung ist abartig.

Adverbial bleibt abartig unflektiert.
Es heißt er reagierte abartig heftig.

Der Komparativ lautet abartiger.
Er ist vor allem in wertender Sprache möglich.

Der Superlativ lautet am abartigsten.
Er verstärkt ein bereits starkes Urteil.

Das substantivierte Neutrum lautet das Abartige.
Es bezeichnet eine abstrakte Eigenschaft oder Erscheinung.

Der substantivierte Personenplural ist problematisch.
Die Abartigen reduziert Menschen auf ein abwertendes Etikett.

Abartig stammt von Abart.
Das Suffix -ig bildet ein Eigenschaftsadjektiv.

Der historische Sinn lautet von der Art abweichend.
Er begegnet besonders in älterer Klassifikationssprache.

Der moderne Hauptsinn ist stark abwertend.
Das Wort kann Ekel, Abscheu oder moralische Verurteilung ausdrücken.

Der saloppe Sinn ist verstärkend.
Abartig kann extrem oder außerordentlich bedeuten.

Abartig gut ist semantisch umgewertet.
Ein negatives Wort verstärkt eine positive Eigenschaft.

Abartig teuer ist ein Gradurteil.
Die Artbedeutung ist weitgehend verblasst.

Ein seltenes Merkmal ist nicht abartig.
Häufigkeit ist kein moralischer Maßstab.

Eine biologische Variante ist nicht minderwertig.
Evolution erzeugt Unterschiede ohne Tugendordnung.

Eine Mutation ist kein moralisches Ereignis.
Gene besitzen keine Schuld.

Eine Normvariante ist keine Krankheit.
Abweichung kann harmlos sein.

Eine Diagnose ist kein Schimpfwort.
Medizinische Begriffe brauchen fachliche Begründung.

Eine Behinderung ist keine abartige Form.
Menschenwürde ist ungeteilt.

Neurodivergenz ist keine Abartigkeit.
Neurologische Vielfalt darf nicht pathologisiert werden.

Sexuelle Orientierung ist keine Abartigkeit.
Identität ist kein Verfallsbefund.

Geschlechtliche Vielfalt ist keine Abartigkeit.
Selbstbestimmung gilt unabhängig von Häufigkeit.

Einvernehmliche Sexualität ist nicht durch Ungewöhnlichkeit verwerflich.
Einvernehmen und Schaden sind die entscheidenden Maßstäbe.

Sexuelle Gewalt ist präzise zu benennen.
Das pauschale Wort abartig darf den fehlenden Konsens nicht verdecken.

Pädokriminalität ist sexuelle Gewalt gegen Kinder.
Sie soll nicht als bloß ungewöhnliche Neigung verharmlost werden.

Grausamkeit ist ein Verhalten.
Sie kann benannt werden, ohne den Täter aus der Menschheit auszulagern.

Ein Täter bleibt ein Mensch und verantwortlich.
Monsterbilder können Verantwortung mystifizieren.

Menschenverachtend ist präziser als abartig.
Das Wort nennt die verletzte Würde.

Rassistisch ist präziser als abartig.
Das Wort nennt die Ideologie und Wirkung.

Antisemitisch ist präziser als abartig.
Das Wort benennt den Gegenstand der Feindseligkeit.

Ableistisch ist präziser als abartig.
Das Wort benennt die Abwertung behinderter Menschen.

Queerfeindlich ist präziser als abartig.
Das Wort benennt die angegriffene Vielfalt.

Gewalttätig ist präziser als abartig.
Das Wort beschreibt das Mittel.

Rechtswidrig ist präziser als abartig.
Das Wort beschreibt das Verhältnis zum Recht.

Unverhältnismäßig ist präziser als abartig.
Das Wort beschreibt das Missverhältnis.

Ausbeuterisch ist präziser als abartig.
Das Wort beschreibt Macht- und Vorteilsnutzung.

Manipulativ ist präziser als abartig.
Das Wort beschreibt verdeckte Steuerung.

Ekel ist kein Beweis.
Ein Gefühl begründet weder Wahrheit noch Verbot.

Abscheu ist kein Tatbestand.
Recht braucht definierte Voraussetzungen.

Moral braucht Gründe.
Ein starkes Adjektiv ersetzt keine Begründung.

Kritik braucht einen Gegenstand.
Handlung, Folge und Verantwortung sollen benannt werden.

Ein Personenetikett verhindert Differenzierung.
Es macht Veränderung und Kontext unsichtbar.

Ein Verhaltensurteil lässt Korrektur zu.
Die Person bleibt mehr als die Handlung.

Historische Sexualmedizin war normierend.
Nichtkonforme Sexualität wurde pathologisiert.

Eugenik machte Abweichung zum Erbfehler.
Menschen wurden politisch hierarchisiert.

Rassenhygiene machte Verfolgung zur Therapie.
Gewalt erhielt medizinischen Klang.

Entartete Kunst war Propagandasprache.
Moderne Kunst wurde verfolgt.

Abartig kann ein Echo dieser Verfallssemantik tragen.
Historische Nachbarschaften beeinflussen die Gegenwart.

Umgangssprache kann Wörter umwerten.
Abartig gut ist dafür ein Beispiel.

Positive Umwertung löscht historische Belastung nicht.
Kontexte bestehen nebeneinander.

Jugendsprache ist kreativ.
Sie kann zugleich stigmatisierende Wörter weitertragen.

Ein Intensivierer kann ersetzt werden.
Extrem, außerordentlich oder unglaublich sind mögliche Alternativen.

Abartig schön bedeutet nicht moralisch verwerflich.
Der Kontext aktiviert die Gradfunktion.

Abartig brutal kann doppeldeutig sein.
Brutal kann Gewalt oder bloße Intensität bezeichnen.

Abartig krank kann stigmatisieren.
Krankheit wird zum Schimpfwort.

Abartig irre kann Stigma verdoppeln.
Mehrere psychisch konnotierte Wörter verstärken sich.

Abartig normal ist paradox.
Das Wort spielt mit Norm und Abweichung.

Der Ton entscheidet über Wirkung.
Ironie, Empörung und Hass sind verschieden.

Intention ist nicht die einzige Wirkung.
Ein scherzhaft gemeintes Wort kann verletzen.

Wirkung ist nicht die einzige Bedeutung.
Kontext, Beziehung und Geschichte müssen geprüft werden.

Selbstbezeichnung und Fremdbezeichnung sind verschieden.
Gruppen können Wörter anders verwenden als Außenstehende.

Ein Zitat ist keine Empfehlung.
Historische Sprache kann dokumentiert und kritisiert werden.

Kontextualisierung schützt vor Normalisierung.
Belastete Begriffe werden erklärt.

Zensur ist nicht die einzige Antwort auf verletzende Sprache.
Einordnung, Widerspruch und präzise Alternative sind möglich.

Sprachkritik ist keine Sprechpolizei.
Sie untersucht Wirkung, Macht und Wahlmöglichkeiten.

Normal ist mehrdeutig.
Es kann statistisch, funktional, medizinisch oder sozial gemeint sein.

Abweichung von einer sozialen Norm kann emanzipatorisch sein.
Nicht jede Regel ist gerecht.

Mehrheitsgeschmack ist kein Kunstgesetz.
Ungewohnte Kunst ist nicht abartig.

Ein Dialekt ist keine abartige Sprache.
Er besitzt eigene Regeln und Geschichte.

Ein Akzent ist kein Kompetenzmangel.
Aussprache ist kein Intelligenztest.

Ein Körper ist keine Fehlform.
Menschen dürfen nicht nach Schönheitsnormen entwürdigt werden.

Ein atypisches Aussehen ist keine moralische Abweichung.
Ästhetik und Ethik sind getrennt.

Ein abartiger Preis ist meist ein überhöhter Preis.
Die sachliche Alternative macht den Maßstab sichtbar.

Abartig viel bedeutet sehr viel.
Der Gradgebrauch ist semantisch verblasst.

Abartig wenig bedeutet ungewöhnlich wenig.
Das Wort markiert Überraschung.

Abartig gut bedeutet hervorragend.
Die positive Lesart beruht auf Verstärkung.

Abartig schlecht bedeutet extrem schlecht.
Negative Grundwertung und Gradfunktion fallen zusammen.

Abartig schnell bedeutet außergewöhnlich schnell.
Der Vergleichsmaßstab bleibt meist unausgesprochen.

Abartig laut kann eine Zumutung benennen.
Schallpegel und Kontext wären präziser.

Abartig heiß kann subjektiv sein.
Temperaturangabe ist genauer.

Abartig schwer kann Gewicht oder Schwierigkeit meinen.
Das Bezugsfeld entscheidet.

Abartig kompliziert ist emotional.
Komplexität und Bedienbarkeit können genauer beschrieben werden.

Superlative nutzen sich ab.
Häufige Übertreibung vermindert Ausdruckskraft.

Drastische Wörter erzeugen Aufmerksamkeit.
Sie können zugleich Analyse verdrängen.

Pauschale Verurteilung stärkt Gruppenidentität.
Sie markiert innen und außen.

Entmenschlichung beginnt oft metaphorisch.
Tier-, Krankheits- und Fehlformbilder sind Warnsignale.

Menschenwürde hängt nicht von Normalität ab.
Sie gilt vor jeder Klassifikation.

Einvernehmen hängt nicht von Gewöhnlichkeit ab.
Eine ungewöhnliche Praxis kann respektvoll sein.

Schaden hängt nicht von Schockwirkung ab.
Unauffällige Praktiken können schädlich und auffällige harmlos sein.

Recht und Ekel sind verschiedene Systeme.
Nicht alles Ekelhafte ist verboten und nicht alles Schädliche ekelhaft.

Ethik und Geschmack sind verschiedene Urteile.
Geschmacklosigkeit ist nicht automatisch Unrecht.

Kunst darf verstören.
Verstörung allein macht sie nicht verwerflich.

Satire darf übertreiben.
Sie bleibt an Würde und Machtverhältnissen zu prüfen.

Humor nach unten kann entwürdigen.
Wer über Verletzliche lacht, verstärkt Hierarchie.

Selbstironie hat eine andere Machtstruktur.
Sprecher verfügen über die eigene Darstellung.

Präzise Sprache ist nicht schwache Sprache.
Grausam, rechtswidrig und menschenverachtend sind scharfe Begriffe.

Das Wort abartig soll nicht gedankenlos auf Menschen zielen.
Handlungen und Systeme sind genauer zu kritisieren.

Die stärkste Kritik kann auf Entmenschlichung verzichten.
Verantwortung bleibt gerade dann sichtbar.

Das Abartige ist kein eigener Menschentyp.
Es ist eine historisch wandelbare Wertkategorie.

Weitere Sprüche

Anders ist keine Vorstufe von schlechter.
Differenz begründet keine Hierarchie.

Selten ist keine Diagnose.
Häufigkeit und Krankheit sind getrennt.

Ekel ist keine Ethik.
Gefühl ersetzt keine Begründung.

Schock ist keine Analyse.
Erste Reaktion erklärt keinen Sachverhalt.

Lautstärke ist kein Beweis.
Drastische Sprache macht eine Behauptung nicht wahr.

Ein Schimpfwort ist keine Definition.
Es verdichtet Wertung und verliert Merkmale.

Ein Etikett ist keine Biografie.
Menschen überschreiten jede Zuschreibung.

Ein Merkmal ist keine Person.
Reduktion verletzt Individualität.

Eine Handlung ist nicht die ganze Identität.
Verantwortung und Menschenwürde bestehen zugleich.

Ein Täter bleibt verantwortlich, gerade weil er Mensch bleibt.
Monsterbilder können Erklärung und Verantwortung verschieben.

Grausamkeit braucht keinen Mythos vom Unmenschen.
Konkrete Leidzufügung reicht zur Verurteilung.

Menschenverachtung wird nicht menschlicher, wenn sie gegen Menschenverächter gerichtet ist.
Kritik darf ihre eigenen Maßstäbe nicht zerstören.

Wer den Gegner zur Abart erklärt, macht die eigene Norm zur Art.
Polemik erzeugt Hierarchie.

Die Norm spricht selten ohne Macht.
Mehrheit und Institution prägen Normalität.

Der Durchschnitt besitzt keine Krone.
Statistik ist kein Ideal.

Das Häufige ist nicht automatisch gut.
Mehrheit und Moral sind verschieden.

Das Seltene ist nicht automatisch wertvoll.
Auch positive Romantisierung kann ungenau sein.

Wert entsteht nicht aus Häufigkeit.
Ethik braucht andere Gründe.

Biologie beschreibt Unterschiede und keine Würdeklassen.
Naturwissenschaft begründet keine Menschenhierarchie.

Evolution kennt Varianten und keine moralischen Fehlformen.
Anpassung ist umweltabhängig.

Mutation ist Veränderung ohne Absicht.
Gene wollen weder gut noch böse.

Ein Körper ist kein misslungenes Modell.
Schönheitsnormen bestimmen keine Würde.

Behinderung ist keine abartige Abweichung.
Barrieren und Rechte sind entscheidend.

Neurodivergenz ist keine verfehlte Normalität.
Vielfalt kann andere Bedürfnisse erzeugen.

Ein Akzent ist kein Defekt.
Sprachgeschichte klingt in Aussprache.

Ein Dialekt ist kein beschädigter Standard.
Varietäten besitzen eigene Systeme.

Eine Kultur ist kein biologischer Körper.
Kultureller Wandel darf nicht pathologisiert werden.

Kunst ist nicht krank, weil sie verstört.
Ästhetische Wirkung ist kein Befund.

Entartete Kunst war ein Verfolgungsetikett.
Das Wort diente Macht und Ausschluss.

Eugenik begann mit Kategorien und endete in Gewalt.
Wertende Klassifikation hatte politische Folgen.

Rassenhygiene machte Mord zu einer Gesundheitsfrage.
Euphemismus verschleierte Verbrechen.

Menschenwürde kennt keine Erbqualität.
Rechte hängen nicht von Genen ab.

Menschenrechte kennen keine Abartigen.
Alle Menschen bleiben Träger gleicher Rechte.

Einvernehmliche Sexualität braucht keinen Normalitätstest.
Zustimmung, Sicherheit und Respekt sind zentral.

Nicht jede ungewöhnliche Vorliebe ist eine Störung.
Krankheitswert verlangt Leid oder erhebliche Beeinträchtigung.

Nicht jede verbreitete Praxis ist harmlos.
Häufigkeit schützt nicht vor Gewalt.

Pädokriminalität ist keine sexuelle Spielart.
Sie ist Gewalt gegen Kinder.

Zwang ist nicht Kink.
Einvernehmen trennt Praxis und Übergriff.

Missbrauch ist kein Geschmack.
Macht und Schaden sind objektivierbare Aspekte.

Scham ist kein Beweis für Schuld.
Normen können Scham erzeugen.

Ekel kann gelernt sein.
Kulturelle Prägung beeinflusst Abwehr.

Ekel kann schützen und diskriminieren.
Seine Funktion ist nicht automatisch moralisch richtig.

Moral beginnt dort, wo das Gefühl geprüft wird.
Begründung ordnet Reaktion.

Recht fragt nach Tatbestand und Beweis.
Abscheu allein genügt nicht.

Ethik fragt nach Würde, Freiheit, Schaden und Gerechtigkeit.
Ein einziges Wertadjektiv bleibt zu grob.

Kritik soll scharf und gegenständlich sein.
Präzision schwächt das Urteil nicht.

Grausam ist schärfer als abartig, weil es das Leid nennt.
Der Schaden wird sichtbar.

Menschenverachtend ist schärfer als abartig, weil es die verletzte Würde nennt.
Der moralische Grund wird sichtbar.

Rechtswidrig ist schärfer als abartig, wenn Recht verletzt wurde.
Der Maßstab wird überprüfbar.

Diskriminierend ist schärfer als abartig, wenn Ungleichbehandlung gemeint ist.
Wirkung und Gruppe werden benannt.

Manipulativ ist schärfer als abartig, wenn Entscheidung verdeckt gesteuert wird.
Der Mechanismus wird sichtbar.

Ausbeuterisch ist schärfer als abartig, wenn Macht zum Vorteil genutzt wird.
Das Verhältnis wird sichtbar.

Unverhältnismäßig ist schärfer als abartig, wenn Mittel und Zweck nicht passen.
Das Urteil wird begründbar.

Abartig kann alle diese Unterschiede verdecken.
Ein Wort ersetzt zu viele Analysen.

Abartig gut ist ein sprachlicher Widerspruch mit klarer Alltagsfunktion.
Negative Herkunft verstärkt positive Begeisterung.

Abartig teuer ist ein Ausruf über ein Verhältnis.
Die tatsächliche Preisangemessenheit bleibt zu begründen.

Abartig schnell ist eine Messung ohne Zahl.
Emotion ersetzt den Wert.

Abartig laut ist eine Beschwerde ohne Dezibel.
Subjektive Wirkung steht im Vordergrund.

Abartig viel ist Menge plus Staunen.
Die Gradfunktion dominiert.

Abartig schön ist Bewunderung mit Schockvokabular.
Umgangssprache liebt starke Kontraste.

Ein Verstärker verliert Kraft, wenn er alles verstärkt.
Sprachliche Inflation schwächt Wirkung.

Wer alles abartig nennt, unterscheidet nichts mehr.
Pauschalisierung verarmt Sprache.

Wer nichts abartig nennen will, muss Grausamkeit dennoch benennen.
Sprachkritik darf Moral nicht abschaffen.

Der Ersatz eines Wortes ersetzt nicht die Analyse.
Neue Etiketten können alte Muster tragen.

Respektvolle Sprache ist notwendig und nicht hinreichend.
Institutionen und Handlungen müssen sich ändern.

Sprachwandel ist kein Verbot, sondern eine Verschiebung von Möglichkeiten.
Neue Wörter und Maßstäbe entstehen.

Historische Wörter dürfen in Quellen sichtbar bleiben.
Kontext verhindert unkritische Übernahme.

Zitieren ist nicht zustimmen.
Kennzeichnung macht Distanz möglich.

Selbstbezeichnung ist nicht beliebig.
Sie entsteht aus Erfahrung und politischer Aushandlung.

Fremdbezeichnung trägt mehr Macht.
Außenstehende bestimmen sonst Zugehörigkeit.

Ein Wort kann in einer Gruppe solidarisch und von außen verletzend sein.
Sprecherposition verändert Wirkung.

Ironie ist kein sicherer Schutz.
Ton kann missverstanden werden.

Absicht und Wirkung sind zwei verschiedene Tatsachen.
Beide gehören zur Verantwortung.

Kontext ist mehr als ein Freibrief.
Geschichte und Macht bleiben relevant.

Humor prüft, wer lacht und wer den Preis zahlt.
Machtverhältnisse entscheiden über Verletzung.

Satire nach oben und Spott nach unten sind nicht gleich.
Richtung der Macht verändert die Wirkung.

Kunst darf Grenzen überschreiten.
Grenzüberschreitung enthebt nicht jeder Kritik.

Verstörung kann Erkenntnis erzeugen.
Unbehagen ist nicht automatisch Schaden.

Obszönität kann ästhetische Strategie sein.
Anstoß und Bedeutung sind zu unterscheiden.

Geschmacklosigkeit ist kein Verbrechen.
Ästhetik und Recht sind getrennt.

Grausamkeit ist mehr als schlechter Geschmack.
Leid und Macht machen den Unterschied.

Ein ungewöhnlicher Körper ist kein ästhetischer Fehler.
Personen sind keine Designobjekte.

Ein atypisches Leben ist kein misslungener Entwurf.
Selbstbestimmung erweitert Möglichkeiten.

Normalität kann Schutz und Zwang zugleich sein.
Standards erleichtern und begrenzen.

Normen brauchen Ausnahmen und Revision.
Starre Regeln werden ungerecht.

Eine gerechte Norm erklärt ihren Zweck.
Maßstäbe sollen überprüfbar sein.

Eine ungerechte Norm erklärt Abweichung zum Wesen.
Menschen werden fixiert.

Das Wort abartig zieht eine Grenze.
Es entscheidet sprachlich über innen und außen.

Eine Grenze kann schützen oder ausstoßen.
Zweck und Wirkung sind zu prüfen.

Die Grenze des Einvernehmens schützt.
Sie bewertet Handlung statt Identität.

Die Grenze der Menschenwürde schützt.
Sie gilt auch gegenüber Tätern.

Die Grenze des Rechts schützt.
Sie macht staatliche Gewalt überprüfbar.

Die Grenze des Geschmacks ist persönlich.
Sie darf nicht ohne Weiteres zur Zwangsnorm werden.

Ekel zieht schnell eine Grenze und erklärt sie selten.
Reflexion ist notwendig.

Abscheu kann moralisch berechtigt sein.
Sie bleibt begründungsbedürftig.

Empörung kann Handlung mobilisieren.
Sie darf Fakten nicht verdrängen.

Polemik kann Klarheit schaffen und Menschen verletzen.
Form und Ziel sind zu prüfen.

Ein präzises Wort ist ein scharfes Werkzeug.
Genauigkeit bedeutet nicht Milde.

Eine Sprachkeule trifft mehr als den gemeinten Punkt.
Pauschale Abwertung erzeugt Kollateralschaden.

Wer eine Tat verurteilt, soll die Tat beschreiben.
Verantwortung wird konkret.

Wer eine Ideologie kritisiert, soll ihre Lehren und Folgen benennen.
Feindbilder werden vermieden.

Wer einen Preis kritisiert, soll Vergleich und Verhältnis nennen.
Empörung wird messbar.

Wer eine Leistung lobt, kann hervorragend statt abartig gut sagen.
Begeisterung bleibt ohne Abwertungsrest möglich.

Wer salopp spricht, trägt dennoch Geschichte mit.
Bedeutungsebenen verschwinden nicht vollständig.

Abartig ist ein Chamäleon mit schwerem Gepäck.
Das Wort wechselt Farbe und behält Spuren.

Die beste Alternative hängt vom gemeinten Schaden ab.
Es gibt keinen universellen Ersatz.

Das Abartige ist oft weniger eine Sache als ein Urteil über eine Sache.
Die Kategorie entsteht im Blick.

Menschen sind keine Abarten; Handlungen können grausam, Systeme diskriminierend und Preise absurd sein.
Schlussgedanke.