Aasbande
Grammatik
Lemma
Aasbande.
Wortart
Substantiv.
Genus
Femininum.
Bestimmter Artikel
die Aasbande.
Unbestimmter Artikel
eine Aasbande.
Genitiv Singular
der Aasbande.
Dativ Singular
der Aasbande.
Akkusativ Singular
die Aasbande.
Plural
die Aasbanden.
Genitiv Plural
der Aasbanden.
Dativ Plural
den Aasbanden.
Akkusativ Plural
die Aasbanden.
Deklinationsart
starkes Femininum mit der Pluralendung -n.
Worttrennung
Aas·ban·de.
Silbenzahl
dreisilbig.
Aussprache
ungefähr [ˈaːsˌbandə], mit langem a im Erstglied.
Hauptbetonung
auf dem Erstglied Aas-.
Nebenbetonung
auf dem Grundwort Bande.
Kompositionsart
Determinativkompositum aus Aas und Bande.
Bestimmungswort
Aas liefert die Vorstellung von Verwesung, Abscheu, Aasfressen oder moralischer Verderbtheit.
Grundwort
Bande bezeichnet eine als zusammengehörig wahrgenommene Gruppe.
Wörtliche Bedeutung
Gruppe von Tieren, die sich an Aas sammelt oder von Aas ernährt; heute selten und meist historisch oder scherzhaft.
Übertragene Hauptbedeutung
derbe, stark abwertende Bezeichnung für eine Gruppe gemeiner, rücksichtsloser, feindlicher oder ausbeuterischer Personen.
Singulargebrauch
Der Singular bezeichnet eine einzelne verachtete Gruppe als Kollektiv.
Pluralgebrauch
Der Plural bezeichnet mehrere derart abgewertete Gruppen.
Kollektivcharakter
Das Wort fasst einzelne Personen zu einer moralisch einheitlich bewerteten Gruppe zusammen.
Attributive Verbindungen
gemeine, verdammte, räuberische, gierige, feige, korrupte, marodierende, sensationslüsterne oder skrupellose Aasbande.
Typische Verben
Eine Aasbande plündert, lauert, hetzt, betrügt, fällt über jemanden her, nutzt etwas aus, zerstreitet sich oder wird entlarvt.
Typische Präpositionen
gegen die Aasbande, unter der Aasbande, von der Aasbande, bei dieser Aasbande.
Typische Genitivverbindungen
Anführer der Aasbande, Mitglieder der Aasbande, Vorgehen der Aasbande, Gier der Aasbande.
Prädikativer Gebrauch
Die sind eine Aasbande ist eine pauschal verurteilende Aussage über eine Gruppe.
Ausruf
Aasbande! kann als selbstständiger Beschimpfungsruf verwendet werden.
Register
derb, beleidigend, emotional, polemisch und häufig aggressiv.
Pragmatik
Der Ausdruck dient weniger der sachlichen Beschreibung als der moralischen Verurteilung und Gruppenabwertung.
Rechtlicher Hinweis
Je nach Kontext kann die Äußerung gegenüber identifizierbaren Personen beleidigenden Charakter besitzen.
Historischer Stilwert
In älteren Reise-, Jagd- und Tierdarstellungen kann Aasbande wörtlich eine Ansammlung von Hyänen, Schakalen, Geiern oder anderen Aasfressern bezeichnen.
Militärischer Gebrauch
In Kriegs- und Feinddarstellungen wurde das Wort zur entmenschlichenden Beschimpfung gegnerischer Gruppen verwendet.
Politischer Gebrauch
Polemisch kann eine politische, wirtschaftliche oder administrative Gruppe als Aasbande bezeichnet werden.
Ironischer Gebrauch
In vertrauter Rede kann das Wort scherzhaft für eine unordentliche oder verschworene Gruppe stehen, bleibt jedoch grob.
Abgrenzung zu Bande
Bande kann neutral scherzhaft oder kriminalisierend sein; Aasbande fügt eine starke Ekel- und Verderbniswertung hinzu.
Abgrenzung zu Aasfressergruppe
Aasfressergruppe ist zoologisch neutral; Aasbande personifiziert und wertet.
Abgrenzung zu Meute
Meute betont gemeinsames Jagen, Hetzen oder Auftreten, Aasbande stärker das Ausnutzen von Verfall und Schwäche.
Abgrenzung zu Gesindel
Gesindel wertet eine unbestimmte Menschenmenge ab; Aasbande hebt zusätzlich Gruppenzusammenhalt und räuberische Gelegenheit hervor.
Abgrenzung zu Verbrecherbande
Verbrecherbande bezeichnet eine Gruppe mit krimineller Ausrichtung; Aasbande ist kein präziser Rechtsbegriff.
Übertragener Gebrauch
Bildlich kann Aasbande für jeden Zusammenschluss stehen, der vom Unglück, Zerfall oder der Wehrlosigkeit anderer profitiert.
Lexikon
Grundbedeutung
Aasbande ist eine derbe Kollektivbeschimpfung für eine als gemein, gewissenlos, räuberisch oder widerwärtig bewertete Gruppe.
Wörtlicher Ursprung
Wörtlich kann das Wort eine Gruppe von Tieren bezeichnen, die sich an Aas versammelt.
Historischer Tiergebrauch
Ältere Texte verwenden Aasbande für Hyänen, Schakale, Krokodile, Geier oder andere Tiere an Kadavern.
Heutige Hauptverwendung
Im heutigen Sprachgebrauch überwiegt die übertragene Bezeichnung von Menschen.
Kein Fachwort
Aasbande ist weder ein zoologischer noch ein juristischer Fachbegriff.
Emotionaler Ausdruck
Das Wort vermittelt Ärger, Abscheu, Feindseligkeit oder Empörung.
Pauschalurteil
Es bewertet alle Mitglieder einer Gruppe gemeinsam und lässt individuelle Unterschiede unberücksichtigt.
Entmenschlichung
Die Verbindung mit Aasfressern kann Menschen sprachlich auf gierige Verwerter von Tod und Verfall reduzieren.
Tiermetapher
Die Benennung überträgt vermeintlich tierische Gier und Abscheulichkeit auf menschliches Verhalten.
Ekelmetapher
Das Erstglied Aas aktiviert Vorstellungen von Fäulnis, Gestank und moralischer Verkommenheit.
Gruppenmetapher
Das Grundwort Bande stellt Zusammenhalt, gemeinsames Vorgehen oder gegenseitige Deckung heraus.
Feindbild
Aasbande kann ein homogenes Feindbild erzeugen, das die Gegner als moralisch minderwertige Einheit darstellt.
Kriegsrhetorik
In Kriegsdarstellungen dient der Ausdruck zur Beschimpfung und Entmenschlichung gegnerischer Soldaten oder Offiziere.
Propagandawirkung
Die pauschale Tier- und Ekelmetapher kann Gewalt gegen die bezeichnete Gruppe sprachlich erleichtern.
Konfliktsprache
Das Wort verschärft Auseinandersetzungen und verringert die Möglichkeit nüchterner Verständigung.
Politische Polemik
Politische Gegner, Funktionäre oder vermeintliche Nutznießer können polemisch so bezeichnet werden.
Wirtschaftliche Polemik
Spekulanten, Insolvenzgewinner, betrügerische Händler oder ausbeuterische Akteure werden gelegentlich als Aasbande beschimpft.
Medienkritik
Eine sensationshungrige Gruppe von Reportern oder Schaulustigen kann abwertend mit einer Aasbande verglichen werden.
Plünderung
Bei Krieg, Katastrophe oder Zusammenbruch kann das Wort Gruppen bezeichnen, die fremdes Eigentum rauben.
Leichenfledderei
Wer Tote, Wehrlose oder Zusammengebrochene ausnutzt, wird in drastischer Rede als Teil einer Aasbande bezeichnet.
Korruption
Ein Netzwerk, das öffentliche Mittel zum eigenen Vorteil missbraucht, kann polemisch so benannt werden.
Machtmissbrauch
Die Bezeichnung richtet sich häufig gegen Gruppen, die ihre Stellung zur Schädigung Schwächerer nutzen.
Mobbing
Eine gemeinsam hetzende Gruppe kann als Aasbande beschimpft werden.
Schaulust
Menschen, die sich am Unglück anderer ergötzen, werden bildlich mit Aasfressern verglichen.
Gerüchteverbreitung
Eine Gruppe, die Rufschädigung und Skandal ausschlachtet, kann metaphorisch als Aasbande erscheinen.
Online-Mob
Digitale Gruppen, die koordiniert beleidigen oder auf Skandale aufspringen, lassen sich polemisch mit dem Wort bezeichnen.
Trollgruppe
Mehrere provokativ handelnde Nutzer werden gelegentlich als eine Bande wahrgenommen; Aasbande steigert die Abwertung.
Bandenstruktur
Der Ausdruck unterstellt Zusammenhalt, gemeinsame Interessen und häufig einen Anführer.
Lose Gruppe
Tatsächliche Organisation ist nicht erforderlich; schon ähnlich handelnde Personen können rhetorisch zusammengefasst werden.
Organisierte Gruppe
Bei real koordiniertem Vorgehen erhält das Grundwort Bande eine stärkere sachliche Grundlage.
Gelegenheitsgemeinschaft
Aasbande kann eine Gruppe meinen, die sich erst durch eine Krise oder Beute zusammenfindet.
Nutznießer
Zentral ist oft die Vorstellung, dass die Gruppe von Not, Schwäche, Tod oder Zerfall anderer lebt.
Beuteorientierung
Die metaphorische Gruppe sucht nicht notwendigerweise Nahrung, sondern Geld, Macht, Aufmerksamkeit oder Besitz.
Abwarten
Wie kreisende Geier wartet die Aasbande im Bild auf den günstigen Moment.
Herfallen
Das gemeinsame schnelle Zugreifen wird als Herfallen über einen Kadaver vorgestellt.
Zerreißen
Bildlich zerreißt die Gruppe Ruf, Vermögen, Organisation oder Nachlass eines Geschädigten.
Resteverwertung
Die Gruppe nimmt, was nach einem Zusammenbruch übrig bleibt.
Konkurrenz
Mitglieder einer Aasbande können gemeinsam auftreten und sich zugleich um die Beute streiten.
Hierarchie
Anführer, Mitläufer, Späher und Profiteure lassen sich als Rollen einer metaphorischen Bande beschreiben.
Loyalität
Die Bande kann nach außen geschlossen wirken und intern nur durch gemeinsamen Vorteil verbunden sein.
Verrat
Fällt die Beute weg, kann der Zusammenhalt zerbrechen.
Gier
Gier ist eines der häufigsten Merkmale, die der Aasbande zugeschrieben werden.
Skrupellosigkeit
Die Gruppe berücksichtigt in der polemischen Darstellung weder Würde noch Notlage der Betroffenen.
Feigheit
Aasbande kann unterstellen, dass erst nach Niederlage oder Schwächung eines Gegners zugegriffen wird.
Grausamkeit
Die Bezeichnung kann gemeinschaftlich ausgeübte Härte und Schadenfreude ausdrücken.
Gemeinheit
Gemeines Verhalten bildet den allgemeinen moralischen Kern der Beschimpfung.
Rücksichtslosigkeit
Eigene Vorteile werden über Rechte und Wohlergehen anderer gestellt.
Heuchelei
Eine Aasbande kann sich nach außen moralisch geben und im Verborgenen profitieren.
Zynismus
Leid wird nicht bedauert, sondern als Gelegenheit bewertet.
Schadenfreude
Die Gruppe freut sich über den Niedergang anderer.
Empathiemangel
Die Metapher unterstellt fehlendes Mitgefühl.
Unersättlichkeit
Die Bande gibt sich mit einem Anteil nicht zufrieden und sucht weitere Beute.
Aggression
Der Ausdruck kann selbst aggressiv wirken und Gegenaggression hervorrufen.
Beleidigung
Als direkte Anrede greift Aasbande die persönliche Ehre mehrerer Menschen an.
Kollektivbeleidigung
Ob eine rechtlich relevante Kollektivbeleidigung vorliegt, hängt unter anderem von Abgrenzbarkeit und Kontext ab.
Satire
In satirischen Texten kann die Übertreibung Machtgruppen lächerlich oder verächtlich machen.
Karikatur
Bildlich werden Mitglieder oft als Geier, Hyänen, Schakale oder Fliegen dargestellt.
Groteske
Die Vermischung menschlicher Gruppe und Aaswelt erzeugt drastische Groteske.
Schwarzer Humor
Der Ausdruck kann in düsteren, makabren Situationen humoristisch übersteigert werden.
Scherzname
Freundesgruppen können sich selbstironisch Aasbande nennen, wenn ein eindeutig spielerischer Kontext besteht.
Vereinsname
Als bewusst provokanter Gruppenname kann das Wort rebellische oder makabre Selbstdarstellung ausdrücken.
Jugendsprache
In einzelnen Gruppen kann Bande freundschaftlich und Aas als derbe Verstärkung gebraucht werden.
Kontextabhängigkeit
Tonfall, Beziehung und Situation entscheiden, ob das Wort als Scherz oder schwere Beleidigung verstanden wird.
Selbstbezeichnung
Eine Gruppe kann den Ausdruck aneignen und dadurch seine Fremdabwertung abschwächen.
Ironische Umkehr
Die Beschimpfung wird zum Zeichen von Zusammenhalt, wenn die Bezeichneten sie selbst übernehmen.
Sprachliche Gewalt
Das Wort kann Menschen ihre Individualität und moralische Gleichwertigkeit absprechen.
Deeskalation
In sachlichen Konflikten sind konkrete Verhaltensbeschreibungen hilfreicher als Aasbande.
Präzise Kritik
Statt pauschaler Beschimpfung lassen sich Betrug, Korruption, Ausbeutung oder Hetze konkret benennen.
Beweisfrage
Das Wort behauptet moralische Verkommenheit, ohne sie zu belegen.
Rhetorische Verdichtung
Zwei kurze Bestandteile bündeln Gruppe, Ekel, Gier, Verfall und Feindseligkeit.
Klangwirkung
Das lange a und die harten Konsonanten verleihen dem Wort einen schneidenden, ausrufstauglichen Klang.
Rhythmus
Die dreisilbige Form lässt sich in Rede und Dialog stark akzentuieren.
Ausrufswert
Als einzelner Ruf wirkt das Wort wie ein verbaler Angriff.
Erzählperspektive
Die Verwendung kennzeichnet oft stärker die Wut des Sprechers als die objektive Natur der Gruppe.
Unzuverlässiger Sprecher
In Literatur kann Aasbande zeigen, dass eine Figur voreingenommen, radikalisiert oder verängstigt ist.
Milieusprache
Der Ausdruck passt zu Soldaten-, Gauner-, Kneipen-, Abenteuer- oder drastischer Alltagssprache.
Historische Orthografie
Ältere Texte können Schreibweisen und Zeichensetzung zeigen, die vom heutigen Standard abweichen.
Wörtliche Tiergruppe
Hyänen und Schakale an großen Kadavern bilden ein typisches historisches Bild der wörtlichen Aasbande.
Geiergruppe
Kreisende oder gemeinsam fressende Geier können dichterisch Aasbande genannt werden.
Rabenvögel
Krähen und Raben an Fallwild lassen sich in drastischer Naturbeschreibung so zusammenfassen.
Insektenversammlung
Fliegen und Käfer am Kadaver können scherzhaft als winzige Aasbande personifiziert werden.
Krokodile
Historische Reiseberichte konnten auch krokodilartige Aasnutzer in eine solche Sammelbezeichnung einbeziehen.
Keine biologische Einheit
Die Tiere einer wörtlichen Aasbande können verschiedenen Arten und Tiergruppen angehören.
Aasgemeinschaft
Ökologisch neutraler ist Aasgemeinschaft oder Kadavergemeinschaft.
Aasfressergilde
In der Ökologie bezeichnet Gilde Arten mit ähnlicher Ressourcennutzung.
Nahrungssukzession
Verschiedene Aasnutzer erscheinen in einer zeitlichen Reihenfolge.
Konkurrenz am Aas
Große und kleine Aasfresser konkurrieren um zugängliche Gewebe.
Kooperation am Aas
Ein Tier kann den Kadaver öffnen und damit anderen Arten Zugang verschaffen.
Informationsnetz
Aasfresser beobachten einander und nutzen das Verhalten anderer als Hinweis.
Feindselige Vermenschlichung
Wird die Tiergemeinschaft als Bande bezeichnet, erhält sie menschliche Absicht und moralische Wertung.
Tierethische Korrektur
Aasfressende Tiere handeln weder niederträchtig noch zynisch, sondern erfüllen ihre ökologische Lebensweise.
Geierrehabilitierung
Geier sind keine moralischen Aasgeier, sondern spezialisierte und häufig gefährdete Aasverwerter.
Hyänenbild
Hyänen werden kulturell oft als feige Aasfresser verzeichnet, obwohl viele Arten erfolgreiche Jäger sind.
Schakalbild
Schakale nutzen Aas opportunistisch, jagen aber ebenfalls und besitzen komplexes Sozialverhalten.
Natur und Moral
Biologische Nahrungswahl darf nicht unmittelbar in menschliche Moral übersetzt werden.
Vanitasmotiv
Die Bande um das Aas kann als Bild der Vergänglichkeit und der Profiteure des Todes erscheinen.
Totentanz
Im Totentanz verliert gesellschaftlicher Rang seine Bedeutung; die Aasbande steht dagegen für jene, die selbst den Tod noch ausnutzen.
Memento mori
Das Aas erinnert an den körperlichen Verfall, die Bande an die soziale Gefährdung durch Gier.
Kriminalroman
In Kriminalgeschichten eignet sich das Wort für eine gewalttätige oder leichenfleddernde Gruppe.
Kriegsroman
Der Ausdruck kann Feindhass und Verrohung der Kriegssprache sichtbar machen.
Abenteuerliteratur
Reise- und Jagdtexte verwenden drastische Tiergruppenbilder zur Steigerung des Exotischen.
Sozialkritik
Aasbande bezeichnet eine Klasse oder Clique, die vom Elend anderer lebt.
Kapitalismuskritik
Polemisch werden Krisengewinner als Aasbande dargestellt.
Antikorruptionsrhetorik
Eine Clique in Verwaltung oder Wirtschaft kann mit dem Wort moralisch delegitimiert werden.
Revolutionssprache
In radikaler Rede bündelt die Beschimpfung Hass auf eine herrschende Gruppe.
Populismus
Pauschale Gruppenbeleidigungen vereinfachen komplexe Verhältnisse und mobilisieren Empörung.
Verschwörungsdenken
Das Wort kann eine angeblich geschlossen handelnde Gruppe behaupten, obwohl Belege fehlen.
Sündenbock
Eine heterogene Gruppe wird für zahlreiche Missstände verantwortlich gemacht.
Wir-und-sie-Schema
Der Sprecher stellt die eigene Gruppe moralisch über die beschimpfte Bande.
Moralische Gewissheit
Der Ausdruck signalisiert, dass der Sprecher keine Ambivalenz mehr zulässt.
Entlarvung
In Erzählungen wird die Aasbande häufig durch Beweise, Verrat oder Gegenwehr aufgedeckt.
Zerfall
Wie eine nur durch Beute verbundene Gruppe kann sie nach Verlust des Vorteils auseinanderbrechen.
Strafe
Volksnahe Geschichten lassen eine Aasbande oft an der eigenen Gier scheitern.
Reue
Ein einzelnes Mitglied kann sich von der Gruppe lösen und moralische Eigenständigkeit zurückgewinnen.
Mitläufertum
Nicht jedes Mitglied handelt aus gleicher Bosheit; Gruppendruck kann Verhalten verstärken.
Verantwortung
Kollektives Handeln entbindet einzelne Mitglieder nicht von persönlicher Verantwortung.
Kulturelle Bedeutung
Aasbande verbindet Ekel, Tiermetapher, Gruppenhass und Kritik an gemeinschaftlicher Ausbeutung.
Bildliche Bedeutung
Übertragen steht die Aasbande für eine Gruppe, die sich an Schwäche, Tod, Krise oder Zerfall anderer bereichert.
Symbol der Gier
Die Bande wartet auf verwertbare Reste und greift gemeinsam zu.
Symbol der Entmenschlichung
Der Ausdruck zeigt, wie Konfliktsprache Gegner zu verachteten Tieren erklärt.
Symbol des Gruppenverfalls
Gemeinsamer Vorteil ersetzt Vertrauen, Recht und moralische Bindung.
Symbol der Krise
Wo eine Ordnung zusammenbricht, erscheinen im Bild die Aasbanden der Verwertung.
Etymologie
Aasbande ist ein Determinativkompositum aus Aas und Bande. Das Erstglied prägt die Vorstellung von Kadaver, Verwesung, Aasfressen, Ekel und opportunistischer Verwertung; das Grundwort bezeichnet eine zusammengehörige Gruppe.
Aas setzt mittelhochdeutsch âs und althochdeutsch ās fort. Die ältere Bedeutung war weiter und konnte Nahrung oder Fraß bezeichnen. Später verengte sie sich auf den toten Tierkörper als Nahrung anderer Tiere.
Bande in der Bedeutung Schar, Trupp oder organisierte Gruppe gelangte über romanische Vermittlung, besonders französisch bande und italienisch banda, ins Deutsche. Der Wortkreis ist historisch mit Vorstellungen von Band, Zeichen, Fahne und zusammengehörigem Trupp verbunden.
Die wörtliche Zusammensetzung bedeutet zunächst eine Gruppe am Aas beziehungsweise eine Gruppe aasfressender Tiere. Historische Reise- und Tiertexte konnten Hyänen, Schakale, Krokodile, Geier oder andere Kadaverbesucher so personifizierend zusammenfassen.
Aus der wörtlichen Tierbezeichnung entwickelte sich die heute vorherrschende Beschimpfung von Menschen. Dabei werden Eigenschaften, die Aasfressern kulturell zugeschrieben wurden, auf eine menschliche Gruppe übertragen: Gier, Feigheit, Warten auf den Zusammenbruch und Nutzung fremden Unglücks.
Die Übertragung ist biologisch nicht sachgerecht. Aasfresser erfüllen notwendige ökologische Funktionen und handeln nicht moralisch. Das Schimpfwort verrät deshalb mehr über menschliche Ekel- und Feindbilder als über Tiere.
Bedeutungsnahe Ausdrücke sind Gesindel, Pack, Meute, Verbrecherbande, Räuberbande, Aasgeier, Leichenfledderer und Krisengewinner. Sie unterscheiden sich in Register, Genauigkeit und Bildgehalt.
Die besondere Ausdruckskraft entsteht aus der Verbindung zweier negativer Felder: dem körperlichen Ekel vor Verwesung und der sozialen Angst vor einer geschlossen handelnden feindlichen Gruppe.
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
Nahe Schimpfwörter
Pack, Gesindel, Lumpenpack, Drecksbande, Schurkenbande, Halunkenbande.
Kriminalitätsbegriffe
Verbrecherbande, Räuberbande, Diebesbande, Plünderergruppe, kriminelle Vereinigung.
Hetzbegriffe
Meute, Mob, Pöbel, Rotte, Horde; jeweils mit eigener Bedeutungsnuance.
Ausbeutungsbegriffe
Aasgeier, Leichenfledderer, Krisengewinner, Profiteure des Elends.
Wörtliche Tierbegriffe
Aasfressergruppe, Aasgemeinschaft, Kadavergemeinschaft, Aasfressergilde.
Typische Aasfresser
Geier, Raben, Krähen, Hyänen, Schakale, Füchse, Käfer, Fliegen.
Verhaltensbegriffe
lauern, kreisen, herfallen, plündern, zerreißen, ausnutzen, ausschlachten.
Moralische Begriffe
Gier, Skrupellosigkeit, Niedertracht, Zynismus, Schadenfreude, Rücksichtslosigkeit.
Gruppenbegriffe
Clique, Netzwerk, Trupp, Schar, Bande, Gruppe, Gefolgschaft.
Konfliktbegriffe
Feindbild, Entmenschlichung, Beschimpfung, Hetze, Kollektivabwertung.
Medienbegriffe
Sensationsgier, Skandalisierung, Aasjournalismus, Klickjagd.
Politische Begriffe
Machtclique, Korruptionsnetz, Patronage, Seilschaft, Profiteurengruppe.
Kriegsbegriffe
Feindbeschimpfung, Propaganda, Plünderer, Marodeure, Verrohung.
Rechtsbegriffe
Beleidigung, Kollektivbeleidigung, Verleumdung, üble Nachrede; keine Gleichsetzung mit dem Wort selbst.
Literarische Begriffe
Groteske, Satire, Feindfigur, Schurkenkollektiv, Milieusprache.
Gegenbegriffe
Hilfsgemeinschaft, Schutzbund, solidarische Gruppe, Rettungsmannschaft.
Positive Gruppengegenbilder
Gemeinschaft, Bündnis, Kollegium, Nachbarschaftshilfe, Solidarverband.
Bildlich verwandte Begriffe
Geierkreis, Kadaver, Resteverwertung, Verfall, Beute, Zusammenbruch.
Registerbegriffe
derb, polemisch, beleidigend, drastisch, makaber, ironisch.
Erzählmotive
Bande am Kadaver, kreisende Geier, Plünderung nach der Schlacht, Streit um die Beute.
Antithesen
Die Aasbande erscheint geschlossen und wird oft nur durch gemeinsamen Vorteil zusammengehalten.
Äußere Einheit und innere Fragilität stehen gegeneinander.
Sie greift Schwache an und meidet häufig gleich starke Gegner.
Aggressivität und Feigheit können im Bild zusammenfallen.
Die Bande nennt sich Gemeinschaft und behandelt ihre Mitglieder als Mittel.
Selbstdarstellung und tatsächliche Zweckbindung unterscheiden sich.
Aasfresser erfüllen eine ökologische Aufgabe, die menschliche Aasbande verletzt moralische Regeln.
Biologische Funktion und moralische Metapher dürfen nicht verwechselt werden.
Das Wort beschreibt eine Gruppe und löscht individuelle Unterschiede.
Kollektivbezeichnung und persönliche Verantwortung stehen in Spannung.
Die Beschimpfung wirkt eindeutig und sagt wenig Genaues.
Starke Wertung ersetzt sachliche Differenzierung.
Die Aasbande profitiert vom Zerfall und kann selbst am Streit um die Beute zerfallen.
Gewinnquelle und Untergangsursache sind dieselbe Gier.
Sie wartet geduldig und handelt plötzlich.
Lauernde Passivität und gemeinsamer Zugriff folgen aufeinander.
Die Gruppe gibt sich mächtig und lebt von der Schwäche anderer.
Überlegenheit beruht auf fremder Verletzlichkeit.
Sie nennt ihr Vorgehen Geschäft und die Betroffenen nennen es Ausbeutung.
Selbstbeschreibung und Außenbewertung widersprechen sich.
Die Aasbande kann laut auftreten und im Verborgenen organisiert sein.
Öffentliche Aggression und geheime Abstimmung ergänzen sich.
Sie verlangt Loyalität und belohnt Verrat, wenn er nützt.
Gruppentreue und Opportunismus stehen gegeneinander.
Die Mitglieder teilen Beute und misstrauen einander.
Kooperation und Konkurrenz bestehen zugleich.
Der Ausdruck will entlarven und kann selbst verschleiern.
Beschimpfung kann konkrete Vorwürfe ersetzen.
Die Aasbande wird als unmenschlich bezeichnet und durch diese Bezeichnung werden Menschen entmenschlicht.
Kritik und sprachliche Gewalt spiegeln sich.
Das wörtliche Tierbild ist ökologisch notwendig, das menschliche Bild moralisch abstoßend.
Naturvorgang und Werturteil sind verschieden.
Geier reinigen Landschaften, Aasgeier der Metapher beschmutzen Beziehungen.
Tierische Leistung und menschliche Beschimpfung kontrastieren.
Die Bande lebt von Resten und beansprucht ganze Macht.
Abhängigkeit von Verfall und Herrschaftsanspruch widersprechen sich.
Sie wirkt mutig in der Menge und unsicher als Einzelne.
Gruppenstärke kann persönliche Feigheit verdecken.
Die Gruppe schützt ihre Mitglieder und gefährdet Außenstehende.
Innere Solidarität und äußere Rücksichtslosigkeit stehen gegenüber.
Die Aasbande verkündet Ordnung und nutzt Unordnung.
Öffentliche Rechtfertigung und tatsächlicher Vorteil unterscheiden sich.
Sie verurteilt Korruption und verteilt intern Gefälligkeiten.
Moralische Rede und eigenes Verhalten widersprechen sich.
Die Beschimpfung kann berechtigte Empörung ausdrücken und ungerechte Pauschalisierung fördern.
Moralischer Anlass und sprachliches Mittel sind getrennt zu prüfen.
Das Wort ist kurz und trägt eine lange Geschichte von Ekel und Feindbildern.
Formale Kürze und kulturelle Last kontrastieren.
Eine selbsternannte Aasbande kann den Ausdruck spielerisch tragen, eine fremd bezeichnete Gruppe ihn als Angriff erleben.
Selbstbezeichnung und Fremdbezeichnung wirken verschieden.
Die Gruppe wartet auf den Tod anderer und zerstört durch Gier den eigenen Zusammenhalt.
Fremder Niedergang und eigener Zerfall werden verbunden.
Die Aasbande sieht überall Beute und nirgendwo Verantwortung.
Wahrnehmung des Vorteils und Ausblendung der Pflicht kontrastieren.
Sie greift das Wehrlose an und fürchtet genaue Untersuchung.
Offensive Härte und defensive Geheimhaltung stehen gegeneinander.
Die Metapher macht das Verhalten anschaulich und die Menschen unkenntlich.
Bildkraft und Differenzierungsverlust liegen nahe beieinander.
Wo eine Aasbande vermutet wird, braucht es Beweise statt bloßen Geruch.
Verdacht und nachweisbare Tatsache sind auseinanderzuhalten.
Metaphorik
Die Aasbande ist ein Geierkreis über einem fallenden Haus.
Die Gruppe wartet auf den Zusammenbruch, um sich zu bereichern.
Sie ist der Fliegenschwarm der Krise.
Viele kleine Nutznießer sammeln sich rasch um einen Skandal.
Die Aasbande ist ein schwarzer Markt am Kadaver der Ordnung.
Zerfall wird in handelbare Vorteile verwandelt.
Ihre Gier ist ein Schnabel ohne Sättigung.
Der Zugriff endet nicht mit einem angemessenen Anteil.
Die Bande ist ein Rudel aus offenen Händen und geschlossenen Herzen.
Bereitschaft zum Nehmen trifft auf Empathiemangel.
Sie ist die Nachtschicht des Verfalls.
Die Gruppe arbeitet dort, wo eine Ordnung bereits zerbricht.
Die Aasbande ist ein Messerbesteck am Tisch des Unglücks.
Leid wird planmäßig aufgeteilt und verwertet.
Ihr Zusammenhalt ist ein Knoten aus Beute.
Gemeinschaft beruht nicht auf Vertrauen, sondern Vorteil.
Die Bande ist ein Chor aus hungrigen Schnäbeln.
Viele Stimmen verlangen zugleich ihren Anteil.
Sie ist der Schatten, den der Zusammenbruch vorauswirft.
Profiteure erscheinen oft schon vor dem endgültigen Ende.
Die Aasbande ist ein Maklerbüro des Elends.
Notlagen werden in Gewinnmöglichkeiten übersetzt.
Ihre Moral ist eine Fahne über einem Plündererlager.
Öffentliche Rechtfertigung verdeckt eigennütziges Handeln.
Die Gruppe ist ein Mühlwerk für fremde Schwäche.
Verletzlichkeit wird systematisch in Vorteil verwandelt.
Die Aasbande ist ein Schwarm um die offene Wunde.
Aufmerksamkeit sammelt sich an einem beschädigten Menschen oder System.
Sie ist ein Konto, das von fremden Verlusten wächst.
Gewinn entsteht aus dem Schaden anderer.
Die Bande ist der Geruch, bevor der Skandal sichtbar wird.
Frühe Anzeichen weisen auf verborgenen Verfall.
Ihre Freundschaft ist ein Vertrag bis zur letzten Beute.
Zusammenhalt endet mit dem gemeinsamen Vorteil.
Die Aasbande ist ein Parlament der Geier.
Nutznießer beraten über die Aufteilung des Zusammenbruchs.
Sie ist eine Kette aus Mitläufern.
Einzelne tragen gemeinsam ein schädliches System.
Die Bande ist ein Netz, das nur nach unten hält.
Schwächere werden gefangen, Mächtige entziehen sich.
Die Aasbande ist ein Echo der Schlacht.
Nach Gewalt folgen Plünderung und Verwertung.
Sie ist der Resteverkauf einer untergegangenen Idee.
Verbliebene Teile werden ohne Rücksicht ausgeschlachtet.
Die Bande ist ein Rudel vor verschlossener Verantwortung.
Gemeinsames Handeln schützt einzelne vor Rechenschaft.
Die Aasbande ist ein warmer Mantel für kalte Gier.
Gruppenzugehörigkeit macht Eigennutz sozial erträglich.
Sie ist die dunkle Kundschaft des Unglücks.
Krise erzeugt einen Markt für skrupellose Interessen.
Die Bande ist ein schmutziger Spiegel der Gesellschaft.
In ihr werden verbreitete Gier und Gleichgültigkeit verdichtet sichtbar.
Die Aasbande ist ein Sturm aus kleinen Niederträchtigkeiten.
Viele Einzelhandlungen summieren sich zu großem Schaden.
Sie ist ein Verein ohne Satzung und mit festem Beuteplan.
Formlose Gruppe kann dennoch koordiniert handeln.
Die Bande ist der Hunger, der einen Namen angenommen hat.
Gier wird als handelndes Kollektiv personifiziert.
Die Aasbande ist die moralische Fäulnis in Gruppenform.
Verderbnis erscheint nicht individuell, sondern organisiert.
Allegorien
Die Geier und der Richter.
Die Geier fraßen einen Kadaver und wurden von einem Richter Aasbande genannt. Sie fragten, welches Gesetz sie gebrochen hätten. Der Richter schwieg und erkannte, dass Naturverwertung keine menschliche Niedertracht ist.
Die Tiermetapher soll nicht mit moralischer Schuld verwechselt werden.
Die Bande und die Beute.
Eine Bande teilte jahrelang fremde Beute. Als nichts mehr übrig war, erklärte jedes Mitglied das andere zum Aas.
Nur durch Vorteil gebundene Gemeinschaft zerfällt leicht.
Der Anführer.
Der Anführer versprach Schutz, nahm aber den größten Anteil. Seine Gefolgsleute bemerkten zu spät, dass sie nicht Brüder, sondern Werkzeuge gewesen waren.
Hierarchie und Ausbeutung können auch innerhalb der Gruppe wirken.
Der Mitläufer.
Ein Mitläufer sagte, er habe nur getan, was alle taten. Der Schaden antwortete, viele kleine Hände hätten ihn gemeinsam angerichtet.
Gruppendruck hebt persönliche Verantwortung nicht auf.
Der Geruch.
Ein Dorf roch Verfall und beschimpfte eine ganze Familie als Aasbande. Später fand man die Ursache in einem verschlossenen Lagerhaus.
Verdacht und Beweis sind zu unterscheiden.
Die Journalisten.
Reporter drängten sich um ein Unglück. Einer legte die Kamera weg und half. Die Menge nannte ihn unprofessionell, die Verletzten nannten ihn menschlich.
Aufmerksamkeit und Mitgefühl können in Konflikt geraten.
Die Krisengewinner.
Als eine Firma zusammenbrach, kamen Käufer und zerlegten sie. Einer rettete Arbeitsplätze, ein anderer nur Maschinen. Das Wort Aasbande passte nicht auf alle gleich.
Pauschale Urteile verdecken unterschiedliche Motive.
Die Hyäne.
Eine Hyäne hörte, Menschen gebrauchten ihren Namen für Feigheit. Sie zeigte ihnen ihre Jagd, ihre Familie und ihre Ausdauer.
Kulturelle Tierbilder können biologisch falsch sein.
Der Schakal.
Der Schakal nahm, was der Löwe übrig ließ. Ein Mensch nannte ihn schamlos, obwohl derselbe Mensch fremde Not zum Geschäft machte.
Moralische Kritik soll zuerst das eigene Verhalten prüfen.
Der Online-Mob.
Eine Nachricht ging durch das Netz, und tausend Stimmen griffen einen Unbekannten an. Als die Meldung falsch war, konnte niemand den einzelnen Schlag zurücknehmen.
Kollektive Hetze verteilt und vernebelt Verantwortung.
Die Plünderer.
Nach der Flut kamen Helfer und Diebe zugleich. Wer alle Ankommenden Aasbande nannte, übersah die Rettenden.
Krise bringt verschiedene Rollen hervor.
Die Selbstbezeichnung.
Eine Freundesgruppe nannte sich scherzhaft Aasbande. Als ein Außenstehender dasselbe sagte, klang es plötzlich wie Hass.
Selbst- und Fremdbezeichnung besitzen unterschiedliche Macht.
Der König und die Höflinge.
Der König fiel, und seine Höflinge teilten noch vor der Beerdigung Ämter und Besitz. Das Volk sah, dass Loyalität nur bis zum Ende der Vorteile gereicht hatte.
Der Begriff bündelt opportunistische Machtverwertung.
Der Kadaver der Institution.
Eine alte Institution war funktionslos geworden. Manche erneuerten sie, andere verkauften ihre Reste. Erst die Absicht unterschied Wiederaufbau von Aasverwertung.
Nicht jede Nutzung eines Endes ist moralisch gleich.
Die Moralprediger.
Eine Gruppe verurteilte öffentlich Gier und verteilte heimlich Vorteile. Ihr Banner war sauber, ihr Tisch nicht.
Heuchelei ist ein häufiges Motiv der Aasbandenmetapher.
Die Fliegen.
Fliegen kamen zum Aas, weil ihre Art so lebt. Menschen kamen zum Skandal, weil Aufmerksamkeit Gewinn versprach. Nur eine Gruppe konnte anders entscheiden.
Moralische Verantwortung setzt Wahlmöglichkeit voraus.
Der Verräter.
Ein Mitglied verriet die Bande aus Gewissensgründen. Die Bande nannte ihn Verräter, die Geschädigten nannten ihn Zeugen.
Gruppenloyalität und moralische Verantwortung können auseinanderfallen.
Die letzte Münze.
Die Aasbande stritt um die letzte Münze des Opfers und verlor dabei den ganzen erbeuteten Schatz.
Unersättliche Gier kann den eigenen Vorteil zerstören.
Der Name.
Eine empörte Frau rief Aasbande. Später ersetzte sie das Wort durch genaue Vorwürfe und gewann vor Gericht.
Präzise Kritik ist wirksamer als Beschimpfung.
Der leere Kreis.
Geier kreisten über einer Stelle, an der kein Kadaver lag. Menschen folgten ihnen und fanden nur den Schatten ihrer Erwartung.
Ein starkes Bild kann auch falsche Gewissheit erzeugen.
Tropen im übertragenen, bildlichen Sinne
Aasbande der Krise
Eine Gruppe, die aus wirtschaftlichem oder gesellschaftlichem Zusammenbruch Nutzen zieht.
Aasbande der Schlagzeilen
Sensationshungrige Akteure, die Leid in Aufmerksamkeit verwandeln.
Aasbande des Marktes
Spekulative Profiteure fremder Insolvenz oder Not.
Aasbande der Macht
Eine Clique, die Ämter und Ressourcen unter sich aufteilt.
Aasbande des Krieges
Plünderer und Nutznießer militärischer Zerstörung.
Aasbande des Netzes
Ein digitaler Mob, der sich auf eine angegriffene Person stürzt.
Aasbande der Gerüchte
Eine Gruppe, die Rufschädigung verbreitet und ausschlachtet.
Aasbande der Erbschaft
Personen, die noch vor dem Tod um Besitz streiten.
Aasbande der Insolvenz
Käufer oder Berater, die eine Notlage rücksichtslos ausnutzen.
Aasbande der Korruption
Ein Netzwerk gegenseitiger Begünstigung.
Der Geierkreis der Berater
Viele Interessenten um eine schwache Institution.
Das Kadavermahl der Politik
Die Verteilung von Restmacht nach dem Zusammenbruch.
Die Schnäbel des Profits
Mehrere Zugriffe auf dieselbe Notlage.
Der Geruch der Bande
Frühe Anzeichen organisierter Ausbeutung.
Das Rudel der Mitläufer
Personen, die sich aus Gruppendruck beteiligen.
Die Fliegen des Skandals
Kleine Nutznießer, die rasch auf öffentliche Empörung reagieren.
Der Anführer am Aas
Eine Person, die die Aufteilung des Vorteils kontrolliert.
Die Beutegemeinschaft
Zusammenhalt, der nur durch gemeinsamen Gewinn besteht.
Das moralische Fallwild
Ein geschwächter Mensch oder eine beschädigte Institution als Ziel.
Die letzte Rippe der Ordnung
Der noch verwertbare Rest eines zusammengebrochenen Systems.
Das Fressen am Ruf
Gemeinschaftliche Zerstörung der Reputation.
Die Aasruhe vor dem Zugriff
Kurzes Abwarten, bevor die Gruppe handelt.
Der Beuteplan im Hinterzimmer
Verdeckte Koordination einer Ausnutzung.
Die Bande als Geruch
Eine noch unsichtbare, aber bereits wahrnehmbare Verderbnis.
Die Kadaverbörse
Ein Markt für Reste und Notlagen.
Das Schakalparlament
Eine polemische Bezeichnung für opportunistische Beratungen.
Der Geiervertrag
Eine Vereinbarung zur Aufteilung fremder Verluste.
Das Aasbanner
Moralische Rechtfertigung über eigennützigem Handeln.
Die Bande der letzten Stunde
Profiteure erscheinen kurz vor oder nach dem Zusammenbruch.
Aasbande als Entmenschlichungsformel
Ein Wort, das eine Gruppe vollständig moralisch ausgrenzt.
Sprichwörter
Wo Aas liegt, sind die Geier nicht weit.
Eine verwertbare Notlage zieht Nutznießer an.
Wo einer fällt, stehen zehn zum Erben bereit.
Schwäche und Verlust rufen opportunistische Ansprüche hervor.
Viele Schnäbel, ein Kadaver.
Begrenzte Beute erzeugt Konkurrenz.
Die Bande hält, solange die Beute reicht.
Vorteilsgemeinschaften sind oft instabil.
Gier macht aus Gefährten Rivalen.
Gemeinsamer Eigennutz schützt nicht vor innerem Streit.
Wer mit den Wölfen heult, wird für einen Wolf gehalten.
Mitläufertum prägt die Wahrnehmung.
Böse Gesellschaft verdirbt gute Sitten.
Gruppeneinfluss kann individuelles Verhalten verschlechtern.
Ein fauler Apfel steckt die anderen an.
Schädliches Verhalten kann sich in Gruppen ausbreiten.
Kleine Ursache, große Wirkung.
Ein einzelner Hetzruf kann einen Mob mobilisieren.
Der Schein trügt.
Eine geschlossene Gruppe kann innerlich zerstritten sein.
Gemeinsam sind sie stark, beim Teilen werden sie schwach.
Beuteverteilung offenbart Konflikte.
Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Schädliche Pläne können auf ihre Urheber zurückfallen.
Hochmut kommt vor dem Fall.
Überlegene Gruppen können an Selbstüberschätzung scheitern.
Lügen haben kurze Beine.
Verschwörungen und Rufschädigung bleiben nicht notwendig verborgen.
Unrecht Gut gedeihet nicht.
Ausbeuterischer Gewinn besitzt keine verlässliche Dauer.
Wie gewonnen, so zerronnen.
Leicht erbeutete Vorteile gehen schnell verloren.
Geteilte Beute ist doppelter Streit.
Die Verteilung des Gewinns kann den Zusammenhalt zerstören.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
Not zieht zusätzlich Häme und Schaulust an.
Wo Rauch ist, ist nicht immer Feuer.
Ein Verdacht auf eine Aasbande verlangt dennoch Beweise.
Ein Gerücht läuft schneller als die Wahrheit.
Kollektive Hetze verbreitet sich rasch.
Viele Hände machen dem Opfer das Leben schwer.
Gemeinsame Schädigung summiert sich.
Die Meute ist mutig, solange keiner alleinsteht.
Gruppenstärke kann persönliche Unsicherheit verdecken.
Der Ton macht die Musik.
Dasselbe Wort kann Scherz oder schwere Beleidigung sein.
Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
Moralische Gegenseitigkeit widerspricht ausbeuterischem Gruppenverhalten.
Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht des andern Unglücks Händler.
Eigener Erfolg soll nicht aus fremdem Leid entstehen.
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
Opportunisten geben eine verlorene Ordnung auf.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.
Dritte können aus fremdem Konflikt profitieren.
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Gemeinsame Hetze kann außer Kontrolle geraten.
Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Ein Zeuge oder Verräter kann eine Bande entlarven.
Am Ende frisst die Gier ihre eigenen Kinder.
Unersättlichkeit zerstört die eigene Gruppe.
Redensarten
Eine Aasbande sein
Als besonders gemeine oder ausbeuterische Gruppe gelten.
Diese Aasbande!
Empörter, stark beleidigender Ausruf gegen mehrere Personen.
Sich wie die Geier auf etwas stürzen
Gierig und gleichzeitig zugreifen.
Wie die Hyänen herfallen
Gemeinschaftlich aggressiv oder schadenfroh angreifen.
Mit den Wölfen heulen
Sich aus Anpassung einer Gruppe anschließen.
In schlechter Gesellschaft sein
Von Menschen mit schädlichem Einfluss umgeben sein.
Unter einer Decke stecken
Heimlich gemeinsam handeln.
Gemeinsame Sache machen
Sich für ein gemeinsames Ziel verbinden.
Die Fäden ziehen
Verdeckt ein Geschehen steuern.
Die Beute teilen
Den gemeinsam erlangten Vorteil aufteilen.
Sich um die Beute streiten
Nach gemeinsamem Erfolg in Konkurrenz geraten.
Auf den Trümmern tanzen
Sich am Zusammenbruch anderer erfreuen.
Aus der Not Kapital schlagen
Eine Krise zum eigenen Vorteil nutzen.
Leichenfledderei betreiben
Tod oder Zusammenbruch schamlos ausnutzen.
Jemanden ausnehmen wie eine Weihnachtsgans
Eine Person vollständig finanziell oder materiell ausbeuten.
Über jemanden herfallen
Gemeinschaftlich oder heftig angreifen.
Jemanden in der Luft zerreißen
Eine Person äußerst scharf kritisieren.
Jemanden fertigmachen
Eine Person systematisch schädigen oder demütigen.
Jemanden zum Fraß vorwerfen
Eine Person ungeschützt einer feindlichen Gruppe ausliefern.
Den Braten riechen
Eine Gelegenheit oder Gefahr früh erkennen.
Lunte riechen
Eine verborgene Absicht bemerken.
Morgenluft wittern
Eine günstige Gelegenheit erkennen.
Sich gesundstoßen
Aus einer Lage erheblichen eigenen Vorteil gewinnen.
Kasse machen
Eine Gelegenheit finanziell nutzen.
Abstauben
Einen leichten oder unerwarteten Vorteil mitnehmen.
Die Reste einsammeln
Nach einem Ereignis verbliebene Vorteile übernehmen.
Den Hals nicht vollkriegen
Unersättlich sein.
Keinen Funken Anstand besitzen
Als vollkommen skrupellos gelten.
Das Fähnchen nach dem Wind hängen
Sich opportunistisch anpassen.
Einer nach dem andern abspringen
Eine zerfallende Gruppe verlassen.
Deutsche gemeinfreie Zitate
„Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn; jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“
Urheber: Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke.
Kollektiver menschlicher Wahn wird gefährlicher als das Raubtierbild.
„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“
Urheber: Friedrich Schiller, Wilhelm Tell.
Friedfertigkeit schützt nicht vor gemeinschaftlicher Feindseligkeit.
„Der Starke ist am mächtigsten allein.“
Urheber: Friedrich Schiller, Wilhelm Tell.
Der Satz bildet einen Gegensatz zur Stärke der Bande.
„Das also war des Pudels Kern!“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil.
Die Wendung bezeichnet die Entlarvung eines verborgenen Wesens.
„Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil.
Böses Handeln kann unbeabsichtigte Gegenwirkungen auslösen.
„Das ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“
Urheber: Friedrich Schiller, Die Piccolomini.
Schädliches Gruppenhandeln erzeugt weitere Schäden.
„Die Weltgeschichte ist das Weltgericht.“
Urheber: Friedrich Schiller, Resignation.
Langfristige Erinnerung beurteilt Macht und Missbrauch neu.
„Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.“
Urheber: Friedrich Schiller, Die Jungfrau von Orleans.
Kollektive Verblendung kann gegen Einsicht widerstandsfähig sein.
„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“
Urheber: Evangelium nach Matthäus, Kapitel 7, Vers 16; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Gruppen sollen an ihren Handlungen statt an Behauptungen beurteilt werden.
„Böse Geschwätze verderben gute Sitten.“
Urheber: Erster Brief an die Korinther, Kapitel 15, Vers 33; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Schädliche Kommunikation verändert das Verhalten einer Gemeinschaft.
„Ein wenig Sauerteig versäuert den ganzen Teig.“
Urheber: Brief an die Galater, Kapitel 5, Vers 9; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Kleiner schädlicher Einfluss kann eine ganze Gruppe prägen.
„Wer andern eine Grube gräbt, der fällt selbst hinein.“
Urheber: Sprüche Salomos, Kapitel 26, Vers 27; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Schädliche Pläne können ihre Urheber treffen.
„Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen.“
Urheber: Buch Jesaja, Kapitel 5, Vers 20; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Moralische Verdrehung wird ausdrücklich verurteilt.
„Wo aber das Aas ist, da sammeln sich die Adler.“
Urheber: Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24, Vers 28; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Der Satz liefert das Grundbild einer Gruppe um eine verwertbare Lage.
Mundartliche oder fremdsprachige Zitate
„Homo homini lupus.“
Urheber: Plautus, Asinaria.
Übersetzung: „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.“
Menschliche Rücksichtslosigkeit wird durch Tiervergleich ausgedrückt.
„Corruptio optimi pessima.“
Urheber: Lateinischer Lehrspruch.
Übersetzung: „Die Verderbnis des Besten ist die schlimmste.“
Eine moralisch auftretende Gruppe kann besonders tief fallen.
„Qui cum canibus concumbit, cum pulicibus surgit.“
Urheber: Lateinischer Sprichwortschatz.
Übersetzung: „Wer sich mit Hunden niederlegt, steht mit Flöhen auf.“
Schlechte Gesellschaft hat Folgen.
„Concordia res parvae crescunt, discordia maximae dilabuntur.“
Urheber: Sallust, Bellum Iugurthinum.
Übersetzung: „Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten.“
Zusammenhalt schafft Macht, innerer Streit zerstört sie.
„Hell is empty and all the devils are here.“
Urheber: William Shakespeare, The Tempest.
Übersetzung: „Die Hölle ist leer, und alle Teufel sind hier.“
Eine feindliche Gruppe wird drastisch dämonisiert.
„One may smile, and smile, and be a villain.“
Urheber: William Shakespeare, Hamlet.
Übersetzung: „Man kann lächeln und lächeln und doch ein Schurke sein.“
Freundliche Fassade schließt Niedertracht nicht aus.
„The devil can cite Scripture for his purpose.“
Urheber: William Shakespeare, The Merchant of Venice.
Übersetzung: „Der Teufel kann die Schrift für seinen Zweck anführen.“
Moralische Sprache kann eigennützige Absichten tarnen.
„The fault, dear Brutus, is not in our stars, but in ourselves.“
Urheber: William Shakespeare, Julius Caesar.
Übersetzung: „Die Schuld liegt nicht in unseren Sternen, sondern in uns selbst.“
Verantwortung darf nicht an Schicksal oder Gruppe abgegeben werden.
„Les loups ne se mangent pas entre eux.“
Urheber: Französischer Volksmund.
Übersetzung: „Wölfe fressen einander nicht.“
Mitglieder einer Interessengruppe schonen sich nach außen hin.
„Qui se ressemble s’assemble.“
Urheber: Französischer Volksmund.
Übersetzung: „Gleich und Gleich gesellt sich gern.“
Ähnliche Interessen führen Gruppen zusammen.
„Les mauvaises compagnies corrompent les bonnes mœurs.“
Urheber: Französische Spruchtradition.
Übersetzung: „Schlechte Gesellschaft verdirbt gute Sitten.“
Gruppeneinfluss kann moralisches Verhalten verändern.
„Chi va con lo zoppo impara a zoppicare.“
Urheber: Italienischer Volksmund.
Übersetzung: „Wer mit dem Lahmen geht, lernt hinken.“
Umgebung prägt Gewohnheiten.
„L’unione fa la forza.“
Urheber: Italienischer Volksmund.
Übersetzung: „Einigkeit macht stark.“
Auch eine schädliche Gruppe gewinnt durch Koordination.
„Chi semina vento raccoglie tempesta.“
Urheber: Italienischer Volksmund.
Übersetzung: „Wer Wind sät, erntet Sturm.“
Hetze kann eskalierende Folgen haben.
„Dime con quién andas y te diré quién eres.“
Urheber: Spanischer Volksmund.
Übersetzung: „Sag mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist.“
Gesellschaft beeinflusst Ruf und Verhalten.
„Cría cuervos y te sacarán los ojos.“
Urheber: Spanischer Volksmund.
Übersetzung: „Zieh Raben auf, und sie werden dir die Augen aushacken.“
Undank und gefährliche Gefolgschaft werden bildlich gefasst.
„Waar aas is, komen de gieren.“
Urheber: Niederländischer Sinnspruch.
Übersetzung: „Wo Aas ist, kommen die Geier.“
Notlagen ziehen Profiteure an.
„Met de wolven in het bos moet men huilen.“
Urheber: Niederländischer Volksmund.
Übersetzung: „Mit den Wölfen im Wald muss man heulen.“
Anpassung an die Gruppe kann notwendig oder gefährlich sein.
„Mit de Wulven mutt man hulen.“
Urheber: Niederdeutscher Volksmund.
Übersetzung: „Mit den Wölfen muss man heulen.“
Gruppendruck verändert Sprache und Verhalten.
„Где падаль, там и вороны.“
Urheber: Russischer Volksmund.
Übersetzung: „Wo Aas ist, dort sind auch die Krähen.“
Eine Gelegenheit zieht rasch Verwerter an.
Redaktionelle Sentenzen
Aasbande ist ein Urteil, keine Personenbeschreibung.
Das Wort pauschalisiert und verurteilt.
Die Bande entsteht im Wort schneller als in der Wirklichkeit.
Rhetorik kann lose Personen zu einer angeblich geschlossenen Gruppe machen.
Wer Aasbande ruft, beschreibt oft zuerst seine eigene Empörung.
Die Sprecherhaltung ist zentral.
Ein starker Vorwurf wird durch Genauigkeit stärker, nicht durch Ekel.
Konkrete Kritik ist überzeugender als Beschimpfung.
Die Metapher entlarvt Gier und kann zugleich Menschen entmenschlichen.
Bildkraft besitzt moralische Risiken.
Aasfresser sind ökologisch notwendig; menschliche Ausbeutung ist eine Entscheidung.
Biologie und Moral werden getrennt.
Geier kreisen aus Hunger, Menschen können aus Gewissen handeln.
Moralische Wahl unterscheidet menschliches Verhalten.
Eine Aasbande lebt von fremdem Fall und fällt oft über die eigene Beute auseinander.
Gier untergräbt Zusammenhalt.
Der gemeinsame Vorteil ist kein zuverlässiges Band.
Zweckgemeinschaften zerbrechen leicht.
Eine Bande kann schweigen und dennoch koordiniert handeln.
Organisation muss nicht laut sichtbar sein.
Viele Mitläufer machen aus kleiner Gemeinheit großen Schaden.
Kollektive Wirkung summiert Einzelhandlungen.
Gruppendruck erklärt Verhalten und entschuldigt es nicht vollständig.
Ursache und Verantwortung sind verschieden.
Die Aasbande sieht den Menschen als Gelegenheit.
Ausbeutung reduziert Personen auf Nutzen.
Wer jedes Gegenüber zur Bande erklärt, verliert die Fähigkeit zu unterscheiden.
Feindbilder vereinfachen.
Ein Geruch ist ein Hinweis und kein Beweis.
Verdacht verlangt Prüfung.
Polemik bündelt Gefühle, Analyse ordnet Tatsachen.
Beide erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Das Wort kann im Krieg tödlicher wirken als im Scherz.
Kontext verändert die gesellschaftliche Gefahr.
Entmenschlichung beginnt oft mit einem Tiernamen.
Sprachliche Abwertung bereitet Ausschluss vor.
Die Aasbande im Roman kann die Verrohung des Erzählers zeigen.
Der Ausdruck charakterisiert auch den Sprecher.
Ein selbstgewählter Scherzname verliert nicht jede Schärfe.
Aneignung verändert, aber löscht die Bedeutung nicht.
Die Bande schützt ihre Mitglieder, solange Schweigen nützt.
Loyalität kann zweckgebunden sein.
Wer den ersten Vorteil teilt, teilt nicht notwendig die letzte Verantwortung.
Gewinn und Haftung werden ungleich verteilt.
Die Gier verbindet schneller als Vertrauen und trennt schneller als Verrat.
Eigennutz erzeugt instabile Gruppen.
Eine Aasbande braucht ein Opferbild, um sich selbst als Sieger zu sehen.
Gruppenidentität entsteht durch Abwertung anderer.
Ausbeutung nennt sich gern Verwertung.
Beschönigende Sprache kann Schaden verdecken.
Leichenfledderei beginnt, wenn Würde dem Vorteil weicht.
Moralische Grenze liegt in der Behandlung Wehrloser.
Ein Skandal ist für manche Nachricht und für andere Nahrung.
Aufmerksamkeit kann wirtschaftlich verwertet werden.
Der Online-Mob besitzt viele Finger und kein gemeinsames Gewissen.
Verteilte Handlung erschwert Verantwortung.
Eine Clique wird nicht durch Wiederholung zur bewiesenen Bande.
Behauptung ersetzt keine Tatsachen.
Wer die Aasbande entlarven will, muss Namen, Handlungen und Belege nennen.
Präzision stärkt Kritik.
Das Wort ist ein Hammer und selten ein Messinstrument.
Es verurteilt stärker, als es unterscheidet.
Die wirkliche Bande fürchtet Dokumente mehr als Beschimpfungen.
Nachweise sind wirksamer als Zorn.
Aasbande ist die Gruppenform des Schimpfworts Aas.
Das Kompositum überträgt individuelle Abwertung auf ein Kollektiv.
Wo jeder nur nimmt, bleibt am Ende keine Gemeinschaft.
Unbegrenzter Eigennutz zerstört Bindung.
Die Bande wird am Opfer sichtbar und an der Beute zerstritten.
Außenwirkung und Innenkonflikt folgen aufeinander.
Ein Verräter kann aus Eigennutz handeln oder zum Zeugen werden.
Der Bruch mit der Gruppe ist moralisch mehrdeutig.
Nicht jede harte Gruppe ist eine Aasbande und nicht jede freundliche Clique harmlos.
Äußere Form und tatsächliches Verhalten sind zu trennen.
Das Tierbild erklärt den Ekel, nicht die Schuld.
Moralische Verantwortung braucht konkrete Handlungen.
Die beste Antwort auf eine Aasbande ist Recht, Beweis und Solidarität.
Gegen Ausbeutung helfen institutionelle und gemeinschaftliche Mittel.
Wer Menschen Würde nimmt, sollte nicht behaupten, Würde zu verteidigen.
Kritik darf ihre eigenen Maßstäbe nicht verletzen.
Weitere Sprüche
Wo der Schaden dampft, kreist die Aasbande.
Krise zieht opportunistische Gruppen an.
Die Bande kommt selten zur Rettung und oft zur Teilung.
Ihr Interesse gilt dem Vorteil statt der Hilfe.
Ein Kadaver ernährt Geier, ein Skandal ernährt Gerüchte.
Biologische und mediale Verwertung werden verglichen.
Die Aasbande zählt Verluste als Gewinnmöglichkeiten.
Fremder Schaden wird wirtschaftlich oder politisch umgedeutet.
Wer nur Reste sucht, baut keine Zukunft.
Ausbeutung ersetzt Gestaltung nicht.
Die gemeinsame Beute ist der schwächste Klebstoff.
Vorteilsgemeinschaften bleiben instabil.
Ein Geier ist ehrlicher als ein Heuchler: Er nennt Hunger nicht Hilfe.
Tierverhalten besitzt keine moralische Täuschung.
Die Bande trägt Masken, die Beute erkennt die Hände.
Handlungen entlarven öffentliche Fassaden.
Wo Empörung zur Meute wird, verliert Gerechtigkeit ihre Stimme.
Kollektiver Zorn kann Maß und Prüfung verdrängen.
Aasbande ist schnell gerufen und schwer zurückgenommen.
Beleidigungen wirken über den Moment hinaus.
Wer alle Gegner Aasbande nennt, hört bald nur noch das eigene Echo.
Dauernde Feindbildsprache verengt Wahrnehmung.
Die Bande ist stark im Chor und schwach im Geständnis.
Gemeinsames Auftreten endet bei individueller Verantwortung.
Jede Beute hat ein Ende, jede Verantwortung einen Namen.
Vorteil vergeht, Rechenschaft bleibt.
Die Aasbande lebt vom Fall und fürchtet den Wiederaufbau.
Erholung entzieht Krisengewinnern ihre Grundlage.
Ein sauberer Anzug macht aus Gier keine Tugend.
Äußere Seriosität ändert das Verhalten nicht.
Die Reste eines Systems sind noch kein herrenloses Gut.
Zusammenbruch hebt Rechte nicht automatisch auf.
Wer am Unglück verdient, muss nicht schuldig sein; wer es verursacht und nutzt, schon eher.
Gewinn und Verantwortung sind differenziert zu prüfen.
Der Geruch der Korruption kommt oft vor dem Aktenfund.
Verdacht kann früher entstehen als Beweis.
Die Akte schlägt das Schimpfwort.
Dokumentation ist wirksamer als Beschimpfung.
Eine Bande zerbricht, wenn das Schweigen teurer wird als die Wahrheit.
Anreize können Loyalität umkehren.
Die Aasbande nimmt den letzten Rest und hinterlässt die erste Rechnung.
Ausbeutung erzeugt Folgekosten.
Wer mit den Geiern fliegt, muss noch kein Geier sein, aber er wird so gesehen.
Gruppenzugehörigkeit prägt den Ruf.
Ein Mitläufer trägt weniger Plan und nicht notwendig weniger Schaden.
Geringere Initiative bedeutet nicht Wirkungslosigkeit.
Die Bande verteilt die Beute und vervielfacht die Schuld.
Gemeinsames Handeln erweitert Verantwortung.
Aasfresser räumen auf, Aasbanden richten oft mehr Verwüstung an.
Tierische Ökologie und menschliche Metapher werden getrennt.
Die Hyäne lacht nicht aus Bosheit, der Mensch kann es.
Tierlaute dürfen nicht moralisch missverstanden werden.
Eine Krise zeigt Helfer, Zuschauer und Aasbanden.
Notlagen machen unterschiedliche Haltungen sichtbar.
Die Aasbande liebt offene Wunden und geschlossene Akten.
Sie profitiert von Schaden und scheut Transparenz.
Wo niemand widerspricht, wird die Bande zur Normalität.
Schweigen kann schädliche Gruppen stabilisieren.
Solidarität ist das Gegenbild der Aasbande.
Hilfe richtet sich auf Wiederherstellung statt Verwertung.
Eine Hilfsgemeinschaft fragt, was gebraucht wird; eine Aasbande, was übrig bleibt.
Motiv und Blickrichtung unterscheiden sich.
Die Bande erkennt den Preis und übersieht den Wert.
Marktinteresse verdrängt Würde und Bedeutung.
Wer am Kadaver der Wahrheit frisst, wird von Lügen nicht satt.
Manipulation erzeugt keinen dauerhaften Erkenntnisgewinn.
Die Aasbande ist eine Abkürzung für Zorn und ein Umweg zur Gerechtigkeit.
Beschimpfung entlastet emotional, löst aber wenig.
Ein Feindbild hat viele Mitglieder und selten genaue Namen.
Pauschalisierung schafft unklare Kollektive.
Wer die Bande bekämpft, darf nicht ihre Sprache übernehmen.
Mittel sollen dem moralischen Ziel entsprechen.
Die letzte Beute der Aasbande ist oft ihr eigener Zusammenhalt.
Gier zerstört die Gruppe von innen.
Der Kreis der Geier schließt sich über dem Fall; der Kreis des Rechts erst über dem Beweis.
Natursignal und rechtliche Feststellung folgen verschiedenen Regeln.
Aasbande ist ein Wort aus Fäulnis und Zusammenrottung.
Die Wortbestandteile bündeln Ekel und Gruppenbedrohung.
Die schärfste Anklage bleibt die genau belegte.
Fakten tragen weiter als grobe Beschimpfungen.