aasig

aasig, Adjektiv; wörtlich nach Aas riechend, schmeckend, aussehend oder wie verwesendes tierisches Gewebe wirkend; übertragen widerwärtig, gemein, niederträchtig oder moralisch verdorben.

Grammatik

Lemma
aasig.

Wortart
Adjektiv.

Grundform
aasig.

Bedeutungskern
wie Aas riechend, schmeckend, aussehend oder wirkend; übertragen widerwärtig, gemein oder moralisch verdorben.

Bildungsart
Ableitung aus dem Substantiv Aas mit dem Adjektivsuffix -ig.

Worttrennung
aa·sig.

Silbenzahl
zweisilbig.

Aussprache
ungefähr [ˈaːzɪç] im Standarddeutschen.

Hauptbetonung
auf der ersten Silbe.

Schreibung
kleingeschrieben, sofern das Wort nicht am Satzanfang steht oder substantiviert wird.

Positiv
aasig.

Komparativ
aasiger.

Superlativ
am aasigsten.

Attributiver Superlativ
der aasigste Geruch, die aasigste Brühe, das aasigste Verhalten.

Steigerbarkeit
grammatisch regelmäßig steigerbar; in sachlich-zoologischen Verwendungen wird die Steigerung selten benötigt.

Starke Flexion, Maskulinum
aasiger, aasigen, aasigem, aasigen.

Starke Flexion, Femininum
aasige, aasiger, aasiger, aasige.

Starke Flexion, Neutrum
aasiges, aasigen, aasigem, aasiges.

Starke Flexion, Plural
aasige, aasiger, aasigen, aasige.

Schwache Flexion, Maskulinum
der aasige, des aasigen, dem aasigen, den aasigen.

Schwache Flexion, Femininum
die aasige, der aasigen, der aasigen, die aasige.

Schwache Flexion, Neutrum
das aasige, des aasigen, dem aasigen, das aasige.

Schwache Flexion, Plural
die aasigen, der aasigen, den aasigen, die aasigen.

Gemischte Flexion, Maskulinum
ein aasiger, eines aasigen, einem aasigen, einen aasigen.

Gemischte Flexion, Femininum
eine aasige, einer aasigen, einer aasigen, eine aasige.

Gemischte Flexion, Neutrum
ein aasiges, eines aasigen, einem aasigen, ein aasiges.

Gemischte Flexion, Plural
keine aasigen, keiner aasigen, keinen aasigen, keine aasigen.

Prädikativer Gebrauch
Der Geruch ist aasig.

Attributiver Gebrauch
ein aasiger Geruch, eine aasige Pfütze, aasige Reste.

Adverbialer Gebrauch
Die Brühe riecht aasig; er grinste aasig.

Substantivierung, Neutrum
das Aasige.

Substantivierung, Person
der Aasige, die Aasige; stark wertend und selten.

Substantivierter Plural
die Aasigen.

Abstraktbildung
Aasigkeit; seltene Bildung für die Eigenschaft des Aasigen.

Typische Kollokationen
aasig riechen, aasig schmecken, aasig aussehen, aasig grinsen, aasig handeln.

Typische Substantive
Geruch, Gestank, Geschmack, Brühe, Fleisch, Wasser, Wunde, Dunst, Lache, Verhalten.

Wörtliche Bedeutung eins
nach Aas oder verwesendem Fleisch riechend.

Wörtliche Bedeutung zwei
im Geschmack an verdorbenes tierisches Gewebe erinnernd.

Wörtliche Bedeutung drei
wie Aas aussehend, faulig, verwest oder unappetitlich.

Ökologische Bedeutung
mit Aas, Kadaverresten oder Verwesungsstoffen verbunden.

Übertragene Bedeutung eins
widerwärtig, ekelhaft, abscheulich.

Übertragene Bedeutung zwei
gemein, niederträchtig, boshaft oder schäbig.

Übertragene Bedeutung drei
von moralischem, sozialem oder institutionellem Verfall geprägt.

Übertragene Bedeutung vier
aufdringlich, schmutzig oder geschmacklos wirkend.

Stilwert
umgangssprachlich, drastisch, wertend, gelegentlich landschaftlich oder literarisch.

Registerhinweis
In wissenschaftlichen Texten sind faulig, kadaverartig, verwesungsbedingt oder nekrotisch präziser.

Abgrenzung zu aasartig
aasartig bezeichnet Ähnlichkeit sachlicher; aasig enthält meist stärkere sinnliche oder wertende Wirkung.

Abgrenzung zu faulig
faulig ist weiter und kann pflanzliche, tierische oder mikrobielle Zersetzung bezeichnen.

Abgrenzung zu ranzig
ranzig betrifft vor allem oxidierte oder hydrolytisch veränderte Fette.

Abgrenzung zu moderig
moderig bezeichnet eher feucht-erdige, schimmelige Zersetzung.

Abgrenzung zu stinkend
stinkend benennt starken üblen Geruch ohne spezifischen Aasbezug.

Abgrenzung zu gemein
gemein kann moralisch oder sozial abwerten, besitzt aber keinen Geruchs- oder Verwesungsanteil.

Abgrenzung zu ekelhaft
ekelhaft bezeichnet die Reaktion allgemein; aasig liefert ein konkretes Bild.

Wertungswarnung
Auf Menschen bezogen ist aasig stark beleidigend und kann entmenschlichend wirken.

Lexikon

Grundbedeutung
Aasig bezeichnet etwas, das nach Aas riecht, wie verwesendes tierisches Gewebe wirkt oder daran erinnert.

Sinnesadjektiv
Das Wort kann Geruch, Geschmack, Aussehen, Tastempfinden und Gesamteindruck verbinden.

Geruchsbezogener Gebrauch
Aasig riechende Luft deutet auf verwesendes tierisches Material oder eine ähnliche Geruchsmischung.

Geschmacksbezogener Gebrauch
Ein aasiger Geschmack weist auf starken Verderb oder eine drastische subjektive Beschreibung hin.

Aussehensbezogener Gebrauch
Aasig aussehendes Fleisch erscheint verfärbt, schleimig, zerfallen oder unappetitlich.

Atmosphärischer Gebrauch
Ein Raum kann aasig wirken, wenn Geruch, Feuchte, Fliegen und Verfall zusammenkommen.

Wertender Gebrauch
Aasig kann ohne wörtlichen Geruch etwas moralisch oder ästhetisch Abstoßendes bezeichnen.

Drastische Bildlichkeit
Das Wort ruft unmittelbar Vorstellungen von Kadaver, Fäulnis, Fliegen und Verwesung hervor.

Keine Fachdiagnose
Aasig ist keine standardisierte chemische, medizinische oder hygienische Kategorie.

Subjektive Komponente
Ob etwas als aasig empfunden wird, hängt von Erfahrung, Empfindlichkeit und Kontext ab.

Geruchsgemisch
Aasige Eindrücke entstehen aus wechselnden Gemischen flüchtiger Zersetzungsverbindungen.

Kein Einzelstoff
Es gibt keinen einzigen Stoff, der jede aasige Geruchsqualität vollständig erklärt.

Cadaverin
Cadaverin kann zu fauligen, tierisch-verwesungsartigen Noten beitragen.

Putrescin
Putrescin entsteht beim Abbau von Aminosäuren und gehört zum chemischen Umfeld der Verwesung.

Trimethylamin
Trimethylamin erzeugt eine stark fischige Note.

Ammoniak
Ammoniak wirkt stechend und alkalisch.

Indol
Indol kann je nach Konzentration blumig oder fäkal riechen.

Skatol
Skatol besitzt eine fäkal-tierische Geruchsqualität.

Schwefelwasserstoff
Schwefelwasserstoff riecht nach faulen Eiern und kann in hoher Konzentration gefährlich sein.

Methanthiol
Methanthiol riecht intensiv faulig, schweflig oder kohlartig.

Dimethyldisulfid
Dimethyldisulfid gehört zu häufig untersuchten Zersetzungsstoffen.

Dimethyltrisulfid
Dimethyltrisulfid besitzt eine starke faulfleischartige Note.

Buttersäure
Buttersäure wirkt ranzig, käsig und säuerlich.

Isovaleriansäure
Isovaleriansäure wird als schweißig, käsig oder fußartig beschrieben.

Fettsäuren
Kurzkettige Fettsäuren tragen zu sauren, ranzigen und käsigen Eindrücken bei.

Aldehyde
Aldehyde können grüne, fettige, stechende oder süßliche Noten erzeugen.

Ketone
Ketone erweitern das Profil um süßliche oder lösungsmittelartige Eindrücke.

Ester
Ester können eine irritierende Süße in aasigen Geruchsmischungen erzeugen.

Phenole
Phenolische Stoffe wirken teerig, medizinisch, rauchig oder tierisch.

Autolyse
Körpereigene Enzyme beginnen nach dem Tod Zellen und Gewebe abzubauen.

Putrefaktion
Mikroorganismen zerlegen vor allem Proteine und erzeugen intensive Geruchsstoffe.

Proteolyse
Beim Proteinabbau entstehen Aminosäuren und weitere Folgeprodukte.

Lipolyse
Fettabbau kann ranzige und seifige Noten erzeugen.

Mikrobiom
Art und Aktivität der Mikroorganismen bestimmen den aasigen Eindruck wesentlich.

Darmflora
Mikroorganismen aus dem Verdauungstrakt breiten sich nach dem Tod aus.

Umweltmikroben
Boden, Wasser, Insekten und Kontaktflächen verändern das Geruchsprofil.

Sauerstoff
Belüftete und sauerstoffarme Bedingungen erzeugen unterschiedliche Abbauprodukte.

Anaerobe Fäulnis
Sauerstoffarme Prozesse fördern intensive schwefel- und stickstoffhaltige Noten.

Temperatur
Wärme beschleunigt Zersetzung und Verdunstung.

Kälte
Kälte hemmt mikrobielle Aktivität und Geruchsfreisetzung.

Frost
Gefrieren kann aasige Gerüche vorübergehend stark vermindern.

Auftauen
Beim Auftauen setzen Zersetzung und Geruchsbildung erneut ein.

Feuchte
Feuchtigkeit begünstigt mikrobiellen Abbau und Flüssigkeitstransport.

Trockenheit
Austrocknung kann feuchte Fäulnis hemmen und den Eindruck verändern.

Regen
Regen wäscht Geruchsstoffe aus der Luft und verlagert sie in Boden oder Wasser.

Wind
Wind verdünnt Geruch, trägt ihn aber weiter.

Windstille
Bei geringer Luftbewegung kann aasige Luft lokal stehen.

Sonne
Sonnenwärme beschleunigt Freisetzung, kann aber auch austrocknen.

Schatten
Schatten hält einen Kadaver oft länger kühl und feucht.

Boden
Bodenart, pH-Wert und Feuchte beeinflussen das aasige Profil.

Wasser
Untergetauchte Zersetzung riecht anders als Verwesung an Luft.

Meerwasser
Salz, Strömung und marine Mikroorganismen verändern den Eindruck.

Vergrabung
Erde hält Gerüche teilweise zurück und verändert den Sauerstoffzugang.

Verpackung
Folie und Behälter können Geruch verzögern und an Leckstellen konzentrieren.

Innenraum
Aasige Luft sammelt sich in schlecht belüfteten Räumen.

Wandhohlraum
Ein kleines verendetes Tier kann durch Ritzen einen ganzen Raum aasig riechen lassen.

Dachboden
Tote Vögel, Mäuse oder Marder erzeugen aasige Luft und Fliegenbefall.

Keller
Kühle Feuchte und geringe Lüftung halten Geruch lange.

Kamin
Verendete Tiere in Schächten sind schwer zu lokalisieren.

Fahrzeug
Polster und Hitze verstärken und speichern aasige Ausdünstungen.

Textilien
Fasern nehmen fettlösliche und wasserlösliche Geruchsstoffe auf.

Holz
Poröses Holz kann aasige Moleküle adsorbieren.

Beton
Risse und Poren speichern Flüssigkeit und Geruch.

Kunststoff
Einige Kunststoffe nehmen organische Geruchsstoffe an.

Tiergröße
Große Kadaver erzeugen mehr Material und längere Geruchsphasen.

Kleine Kadaver
Auch eine Maus kann in engem Raum stark aasig riechen.

Fettgehalt
Fettreiches Gewebe erzeugt lang anhaltende ranzige Noten.

Fell
Fell beeinflusst Feuchte, Austrocknung und Zugang von Insekten.

Federn
Federn können Austrocknung und Geruchsfreisetzung verändern.

Verletzungen
Offene Wunden beschleunigen Zugang von Mikroorganismen und Insekten.

Fisch
Verdorbener Fisch kann stark fischig, ammoniakalisch und aasig wirken.

Säugetierkadaver
Fell, Fett und Muskelmasse begünstigen lang anhaltende aasige Gerüche.

Vogelkadaver
Kleine Körper können rasch austrocknen und dennoch kurzfristig intensiv riechen.

Reptilienkadaver
Haut und Temperaturbedingungen prägen den Verlauf.

Lebensmittel
Verdorbenes Fleisch und Fisch können aasig riechen oder schmecken.

Kühlkette
Unterbrochene Kühlung fördert mikrobiellen Verderb.

Keine Kostprobe
Aasig riechende tierische Lebensmittel sollen nicht probiert werden.

Fermentation
Kontrollierte Reifung kann kräftig riechen, ist aber nicht mit unkontrolliertem Verderb gleichzusetzen.

Vakuumverpackung
Ein kurzzeitiger reduktiver Geruch nach dem Öffnen ist möglich; anhaltend aasiger Geruch ist ein Warnzeichen.

Wunde
Nekrotisches Gewebe und Infektionen können aasig oder faulig riechen.

Medizinischer Hinweis
Stark fauliger Wundgeruch erfordert fachliche Abklärung.

Nekrose
Abgestorbenes Gewebe kann Geruchsstoffe und Infektionsrisiken erzeugen.

Gangrän
Gangrän bezeichnet Gewebsuntergang und kann mit starkem Geruch verbunden sein.

Mundgeruch
Bestimmte Erkrankungen oder Infektionen können als aasig oder faulig beschrieben werden.

Tiermedizin
Wunden, Madenbefall und abgestorbenes Gewebe können bei Tieren aasig riechen.

Myiasis
Fliegenlarvenbefall an lebendem Gewebe kann mit starkem Wundgeruch einhergehen.

Hygiene
Direkter Kontakt mit Kadavern, Flüssigkeiten und Maden ist zu vermeiden.

Quellentfernung
Aasige Gerüche verschwinden dauerhaft erst nach Beseitigung der Quelle.

Reinigung
Organische Rückstände müssen mechanisch entfernt werden.

Desinfektion
Desinfektion folgt der Reinigung und muss zum Material passen.

Lüftung
Lüftung verdünnt aasige Luft, beseitigt aber keine Rückstände.

Aktivkohle
Aktivkohle bindet viele organische Geruchsstoffe.

Ozon
Ozon ist reizend und gehört nur in fachgerechte Anwendungen.

Enzymreiniger
Enzymatische Reiniger können organische Rückstände abbauen.

Versiegelung
Stark belastete poröse Flächen müssen unter Umständen versiegelt oder entfernt werden.

Duftspray
Parfüm mischt sich mit dem aasigen Geruch, ohne die Ursache zu beseitigen.

Enge Räume
Schächte und Gruben können gefährliche Gase und Sauerstoffmangel enthalten.

Schwefelwasserstoff
In hoher Konzentration kann Schwefelwasserstoff rasch bewusstlos machen.

Geruchssinnlähmung
Bei Schwefelwasserstoff kann der Geruch plötzlich scheinbar verschwinden, obwohl Gefahr besteht.

Sicherheitsregel
Ein gefährlicher Raum darf nicht aufgrund des Geruchseindrucks als sicher gelten.

Aasfliege
Aasige Ausdünstungen locken zahlreiche Fliegenarten an.

Schmeißfliege
Schmeißfliegen finden Kadaver oft sehr früh.

Fleischfliege
Fleischfliegen reagieren auf spezifische Verwesungsprofile.

Aaskäfer
Aaskäfer orientieren sich ebenfalls an Kadavergerüchen.

Madenmasse
Maden erwärmen und verändern den Kadaver.

Geier
Viele Geier finden Kadaver vor allem optisch.

Truthahngeier
Truthahngeier besitzen einen besonders ausgeprägten Geruchssinn.

Fuchs
Füchse finden Kadaver über Geruch und können sie verlagern.

Hund
Hunde nehmen aasige Geruchsspuren sehr empfindlich wahr.

Leichenspürhund
Ausgebildete Hunde suchen komplexe Zersetzungsgerüche menschlicher Überreste.

Keine Einzelmarke
Spürhunde reagieren auf Geruchsmuster, nicht auf einen einzigen universellen Stoff.

Forensischer Hinweis
Aasige Luft kann auf einen Tierkadaver, Lebensmittelabfall oder menschliche Überreste hinweisen.

Keine sichere Quellenbestimmung
Der Geruch allein unterscheidet nicht zuverlässig zwischen Tier, Mensch und verdorbenem Lebensmittel.

Keine exakte Zeitbestimmung
Aasig riechende Luft erlaubt keine genaue Datierung.

Quellensuche
Luftströmung, Fliegen, Flüssigkeit und bauliche Hohlräume helfen bei der Lokalisierung.

Beweissicherung
Verdächtige Quellen sollen nicht eigenmächtig bewegt oder gereinigt werden.

Polizei
Bei möglichem Leichenfund ist die Polizei zuständig.

Tierkörperbeseitigung
Für tote Haus-, Nutz- und Wildtiere gelten örtliche Vorschriften.

Seuchenverdacht
Mehrere tote Tiere oder ungewöhnliche Symptome erfordern behördliche Meldung.

Giftverdacht
Mögliche Giftköder dürfen nicht mit bloßen Händen berührt werden.

Aasblume
Aasblumen imitieren aasige Gerüche, um Bestäuber anzulocken.

Titanenwurz
Die Titanenwurz erzeugt einen intensiven aasigen Duft und Wärme.

Rafflesia
Rafflesia ahmt Aussehen und Geruch verwesenden Fleisches nach.

Stapelia
Stapelia-Blüten wirken fleischfarben, behaart und aasig riechend.

Aronstabgewächse
Einige Arten erwärmen ihre Blütenstände und verbreiten aasige Stoffe.

Sapromyophilie
Bestäubung durch von Fäulnis angezogene Fliegen heißt Sapromyophilie.

Täuschbestäubung
Die Fliege erwartet Nahrung oder Eiablageplatz und transportiert stattdessen Pollen.

Dimethyldisulfid
Dieser Stoff trägt in manchen Blüten zu aasiger Mimikry bei.

Dimethyltrisulfid
Die intensive Schwefelnote kann Aasinsekten stark anlocken.

Stinkmorchel
Stinkmorcheln riechen aasig und lassen Fliegen ihre Sporen verbreiten.

Gleba
Die schleimige Sporenmasse wird von Insekten aufgenommen.

Künstlicher Köder
Aasige Geruchsmischungen werden im Insektenmonitoring eingesetzt.

Naturschutzmonitoring
Geruchsköder können seltene Aaskäfer und Fliegen nachweisen.

Jagd
Künstliche Kadaverreize unterliegen rechtlichen und ethischen Grenzen.

Ekel
Aasig ist ein starkes Ekelwort.

Warnreiz
Die Abneigung kann vor verdorbenem oder infektiösem Material schützen.

Habituation
Bei längerer Exposition nimmt die bewusste Wahrnehmung ab.

Erinnerung
Aasige Gerüche können belastende Erinnerungen abrupt hervorrufen.

Kulturgeschichte
Aasig verbindet Geruch, Tod, Unreinheit und moralische Abwertung.

Vanitas
Das Aasige erinnert an körperliche Vergänglichkeit.

Memento mori
Aasige Bilder machen das Ende des Körpers sinnlich.

Schlachtfeld
Aasige Luft steht in Literatur für unbestattete Tote.

Seuchenbild
Aasige Straßen und Felder symbolisieren Zusammenbruch öffentlicher Ordnung.

Horror
Aasige Luft kündigt eine Quelle an, bevor sie sichtbar wird.

Kriminalroman
Ein aasiger Geruch führt Figuren zu einem verborgenen Körper.

Gothic
Aasige Räume verbinden Verfall, Geheimnis und verschlossene Geschichte.

Realismus
Aasige Details verleihen Armut, Krieg oder Schlachthof körperliche Präsenz.

Übertragener Menschentyp
Aasig kann einen widerwärtigen, boshaften oder schäbigen Menschen bezeichnen.

Aasiges Verhalten
Gemeinheit, Schadenfreude und rücksichtslose Ausbeutung können aasig heißen.

Aasiger Ton
Spott oder Häme kann als aasig empfunden werden.

Aasiges Grinsen
Ein Grinsen wirkt aasig, wenn es Schadenfreude oder Niedertracht ausdrückt.

Aasige Bemerkung
Eine Bemerkung ist aasig, wenn sie bewusst verletzt und sich am Leid anderer nährt.

Aasige Politik
Der Ausdruck bezeichnet zynische, korrupte oder verfallene Politik.

Aasige Geschäfte
Geschäfte erscheinen aasig, wenn sie Not, Tod oder Zusammenbruch ausnutzen.

Aasige Presse
Sensationsgier und Ausschlachtung fremden Leidens können so bewertet werden.

Aasige Atmosphäre
Eine Umgebung wirkt moralisch oder sinnlich verdorben.

Aasiger Ruf
Ein Name kann durch Skandal und Schuld aasig wirken.

Aasige Sprache
Drastische Beschimpfung, Häme oder Verrohung werden mit dem Wort verdichtet.

Polemik
Das Adjektiv kann Kritik verschärfen, aber sachliche Differenzierung verdrängen.

Beleidigungscharakter
Auf Menschen bezogen ist aasig deutlich herabsetzend.

Entmenschlichung
Die Bezeichnung überträgt Kadaver- und Ekelbilder auf eine Person.

Metaphernkritik
Präzisere Wörter wie korrupt, boshaft, zynisch oder ausbeuterisch sind oft sachlicher.

Moralische Fäulnis
Aasig steht bildlich für fortgeschrittenen Werteverlust.

Institutioneller Verfall
Ein System kann aasig heißen, wenn Vertuschung und Korruption deutlich werden.

Ästhetischer Verfall
Kitsch, Schmutz und kalkulierte Provokation können als aasig bewertet werden.

Groteske
Aasig verbindet Abstoßung, Übertreibung und morbide Komik.

Schwarzer Humor
Aasige Pointen arbeiten mit Tod, Ekel und Grenzüberschreitung.

Ambivalenz
Was für Menschen aasig ist, kann für Fliegen und Käfer hoch attraktiv sein.

Kulturelle Bedeutung
Aasig verbindet Geruch, Verderb, Ekel, Niedertracht, Zynismus, Tod und Enthüllung.

Bildliche Bedeutung
Übertragen bezeichnet aasig etwas, das moralisch stinkt, am Verfall anderer haftet oder bewusst widerwärtig wirkt.

Symbol der Verwesung
Aasig markiert den Übergang von Tod zu sicht- oder riechbarer Zersetzung.

Symbol der Gemeinheit
Das Wort überträgt den Ekel vor Kadavern auf menschliches Verhalten.

Symbol der Vertuschung
Aasiges dringt trotz Fassade nach außen.

Symbol der Anziehung
Dasselbe aasige Signal vertreibt Menschen und ruft spezialisierte Tiere.

Etymologie

Aasgestank ist ein Determinativkompositum aus Aas und Gestank. Das Erstglied nennt die Quelle, das Grundwort bewertet die Ausdünstung als besonders übel und abstoßend.

Aas setzt mittelhochdeutsch âs und althochdeutsch ās fort. Das ältere Wort konnte Nahrung oder Fraß bezeichnen und verengte sich auf den toten Tierkörper als Nahrung anderer Tiere.

Gestank setzt mittelhochdeutsch gestanc fort und gehört zur Wortfamilie von stinken. Das Wort bezeichnet einen üblen, belästigenden Geruch und enthält bereits eine deutliche Sprecherwertung.

Die Zusammensetzung ist semantisch stärker als Aasgeruch. Während Aasgeruch eine Quelle vergleichsweise neutral benennt, macht Aasgestank die empfundene Widerwärtigkeit zum Teil der Wortbedeutung.

Das Grundwort Gestank wird im heutigen Standarddeutsch überwiegend ohne Plural verwendet. Entsprechend bezeichnet man unterschiedliche Erscheinungen besser als Formen, Nuancen oder Profile des Aasgestanks.

Fachsprachlich sind Kadavergeruch, Verwesungsgeruch, Zersetzungsgeruch oder Profil flüchtiger organischer Zersetzungsverbindungen genauer und weniger wertend.

Der reale Aasgestank ist kein einzelner Stoff. Er entsteht aus einem zeitlich wechselnden Gemisch unter anderem von Schwefelverbindungen, Aminen, Fettsäuren, Aldehyden, Ketonen, Alkoholen, Estern und weiteren flüchtigen Molekülen.

Die übertragene Bedeutung beruht auf der kulturellen Gleichsetzung körperlicher Fäulnis mit moralischem oder institutionellem Verfall. Aasgestank steht dann für einen Missstand, der durch eine gepflegte Oberfläche nicht mehr verborgen werden kann.

Bedeutungsverwandte Ausdrücke

Neutrale Synonyme
aasartig, kadaverartig, verwesungsartig, faulig.

Geruchsbezogene Synonyme
stinkend, übelriechend, faulig, schweflig, ranzig.

Geschmacksbezogene Synonyme
verdorben, faulig, ranzig, widerlich.

Aussehensbezogene Synonyme
verwest, zerfallen, schleimig, faulig, leichenhaft.

Moralische Synonyme
gemein, niederträchtig, schäbig, boshaft, zynisch.

Ästhetische Synonyme
widerwärtig, geschmacklos, ekelhaft, abstoßend.

Intensivere Wörter
abscheulich, widerlich, infernalisch, ekelerregend.

Mildere Wörter
unangenehm, muffig, faulig, bedenklich.

Fachsprachliche Entsprechungen
kadaverartig, putrid, nekrotisch, verwesungsbedingt.

Geruchswörter
Aasgeruch, Aasgestank, Kadavergeruch, Fäulnisgeruch.

Zersetzungswörter
verwest, faulend, gärend, nekrotisch, zersetzt.

Gegenbegriffe
frisch, rein, sauber, wohlriechend, anständig.

Moralische Gegenbegriffe
fair, redlich, mitfühlend, ehrenhaft, solidarisch.

Wahrnehmungsbegriffe
Ekel, Abscheu, Übelkeit, Warnreiz, Widerwille.

Chemische Begriffe
Amine, Schwefelverbindungen, Fettsäuren, Indol, Skatol.

Ökologische Begriffe
Aasfliege, Aaskäfer, Aasfresser, Kadaver, Zersetzer.

Pflanzenbegriffe
Aasblume, Titanenwurz, Rafflesia, Stapelia.

Medizinische Begriffe
Nekrose, Gangrän, Wundgeruch, Myiasis.

Metaphorische Begriffe
moralisch faul, korrupt, verrottet, vergiftet, verkommen.

Redensartliche Nähe
zum Himmel stinken, faul an der Sache sein, in schlechtem Geruch stehen.

Antithesen

Aasig für den Menschen, verlockend für die Fliege.
Dasselbe Signal wird artspezifisch gegensätzlich bewertet.

Aasig bedeutet Verfall und ermöglicht zugleich neuen Stoffkreislauf.
Tod und ökologische Verwertung gehören zusammen.

Das Wort ist kurz und sein Bild äußerst stark.
Geringe Form trägt hohe sinnliche Intensität.

Aasige Luft ist unsichtbar und macht Verborgenes wahrnehmbar.
Geruch ersetzt Sicht.

Etwas kann aasig riechen und chemisch ungefährlich verdünnt sein.
Ekel und Toxizität sind nicht identisch.

Etwas kann gefährlich sein und überhaupt nicht aasig riechen.
Geruchsfreiheit beweist keine Sicherheit.

Aasig ist sachlich beschreibbar und sprachlich wertend.
Naturphänomen und Sprecherurteil fallen zusammen.

Der Kadaver ist tot und chemisch aktiv.
Tod bedeutet keinen Stillstand.

Kälte macht das Aasige leiser und bewahrt seine Quelle.
Hemmung ist keine Beseitigung.

Wärme verstärkt den Geruch und kann den Körper austrocknen.
Beschleunigung und Begrenzung wirken nacheinander.

Wind verdünnt aasige Luft und trägt sie weiter.
Abschwächung und Reichweite steigen zugleich.

Regen reinigt die Luft und verlagert Stoffe in den Boden.
Entfernung und Transport geschehen zusammen.

Parfüm macht die Luft duftender und die Vertuschung sichtbarer.
Überdeckung kann Verdacht verstärken.

Die Aasblume riecht aasig und ist lebendig.
Todessignal dient Fortpflanzung.

Die Stinkmorchel wirkt faulig und verbreitet frische Sporen.
Verwesungsbild fördert Vermehrung.

Aasig ist in der Natur wertfrei und auf Menschen bezogen beleidigend.
Biologische und moralische Ebene unterscheiden sich.

Ein aasiger Geruch kann eine kleine Maus und einen großen Verdacht bedeuten.
Quellengröße und Wirkung sind nicht gleich.

Der Raum sieht sauber aus und riecht aasig.
Optische Ordnung und olfaktorischer Befund widersprechen sich.

Die Quelle ist entfernt und das Holz riecht weiter.
Materialgedächtnis überdauert den Ursprung.

Der Hund riecht ein Muster, das der Mensch nur als aasig bezeichnet.
Tierische Differenzierung und menschliche Grobkategorie kontrastieren.

Aasig schmeckend bedeutet nicht notwendig sichtbar verdorben.
Sinnesebenen können auseinanderfallen.

Eine aasige Bemerkung ist geruchlos und dennoch widerwärtig.
Sinneswort wird moralisch übertragen.

Ein aasiges Grinsen kann sauber aussehen und schmutzig wirken.
Äußere Form und moralischer Eindruck unterscheiden sich.

Aasige Politik trägt Anzug und Verwesungsmetapher zugleich.
Gepflegte Oberfläche verdeckt moralischen Verfall.

Aasig kann prägnant kritisieren und zugleich pauschal beleidigen.
Ausdruckskraft und Ungenauigkeit stehen in Spannung.

Das Aasige vertreibt manche und sammelt andere.
Abstoßung und Anziehung liegen im selben Signal.

Aasige Kunst kann Ekel erzeugen und Erkenntnis ermöglichen.
Abwehr und Reflexion sind keine Gegensätze.

Aasig ist ästhetisch niedrig und symbolisch hoch wirksam.
Abstoßendes Material besitzt starke Bedeutung.

Das Aasige erinnert an das Ende und zeigt einen Übergang.
Tod und Umwandlung fallen zusammen.

Was moralisch aasig genannt wird, sollte sachlich genauer benannt werden.
Metapher und Analyse erfüllen verschiedene Aufgaben.

Metaphorik

Aasig ist ein Geruchswort mit Zähnen.
Das Adjektiv greift die Wahrnehmung unmittelbar an.

Aasige Luft ist die Fahne des Verfalls.
Sie zeigt eine verborgene Quelle an.

Das Aasige ist der Atem des Zerfalls.
Zersetzung wird als Ausatmen personifiziert.

Ein aasiger Hauch ist ein Brief ohne Schrift.
Moleküle übermitteln Information.

Aasig ist Rost an der Luft.
Unsichtbarer Verfall wird räumlich erfahrbar.

Die aasige Wand ist ein Schwamm der Vergangenheit.
Poröse Materialien speichern Gerüche.

Aasige Politik ist ein Kadaver im Anzug.
Äußere Ordnung verdeckt inneren Verfall.

Ein aasiges Grinsen ist die Fliege auf der Gemeinheit.
Schadenfreude wird sinnlich verdichtet.

Eine aasige Bemerkung ist ein Spritzer Fäulnis im Gespräch.
Worte verschmutzen die soziale Atmosphäre.

Aasige Geschäfte sind Handel am Kadavertisch.
Profit entsteht aus fremdem Niedergang.

Die aasige Schlagzeile saugt Aufmerksamkeit aus Leid.
Sensationsgier wird als Kadavernutzung dargestellt.

Aasig ist ein Memento mori für die Nase.
Vergänglichkeit wird sinnlich.

Die Geruchsfahne ist eine unsichtbare Straße.
Tiere folgen ihr zur Quelle.

Die Aasblume trägt die Maske des Todes.
Pflanzen imitieren Kadaver.

Die Titanenwurz entfacht ein Duftfeuer der Verwesung.
Wärme verbreitet aasige Stoffe.

Die Stinkmorchel hisst eine stinkende Flagge.
Geruch macht die Sporenmasse auffindbar.

Der Hund liest das Aasige wie eine Landkarte.
Geruch führt räumlich.

Das Labor buchstabiert das Aasige in Molekülen.
Analytik zerlegt den Gesamteindruck.

Aasig ist eine Uhr ohne Zifferblatt.
Der Eindruck zeigt Wandel, aber keine genaue Zeit.

Ein aasiges Zimmer ist ein verschlossener Tatort der Nase.
Geruch erzeugt Verdacht vor Sichtbefund.

Aasig ist der Verräter hinter der Fassade.
Verborgenes dringt nach außen.

Der aasige Ruf klebt wie Verwesungsflüssigkeit.
Moralische Beschädigung haftet.

Aasige Erinnerung steigt aus dem Keller der Sinne.
Geruch aktiviert Verdrängtes.

Aasige Sprache macht aus Worten Kadaverstücke.
Verrohung wird körperlich dargestellt.

Aasige Ironie pickt an offenen Wunden.
Spott nutzt fremdes Leid.

Das Aasige ist ein Magnet für Profiteure.
Verfall zieht Nutznießer an.

Aasig ist die dunkle Farbe ohne Farbe.
Geruch erzeugt eine visuelle Stimmung.

Ein aasiger Wind trägt die Nachricht des Todes.
Luft wird zum Boten.

Die aasige Süße ist ein falsches Lächeln der Fäulnis.
Süßliche Noten wirken trügerisch.

Aasig ist die Schwelle, an der Ekel zu Erkenntnis werden kann.
Sachliche Analyse beginnt trotz Abwehr.

Allegorien

Der saubere Raum.
Ein Zimmer glänzte frisch gestrichen, doch die Luft blieb aasig. Hinter der Wand lag eine tote Maus.
Optische Sauberkeit ersetzt keine Quellentfernung.

Die Fliege und der Mensch.
Der Mensch floh vor der aasigen Luft, die Fliege folgte ihr. Beide reagierten sinnvoll für ihre Lebensweise.
Geruchsbewertung ist artspezifisch.

Die Aasblume.
Eine Fliege roch Aas, fand aber eine lebende Blüte. Sie ging leer aus und trug Pollen davon.
Täuschbestäubung nutzt aasige Signale.

Der Frost.
Im Winter verstummte der aasige Geruch. Im Frühling sprach der Kadaver weiter.
Kälte verzögert Zersetzung.

Das Parfüm.
Ein Händler überdeckte verdorbenes Fleisch mit Duft. Die Mischung roch nicht frisch, sondern nur verdächtiger.
Überdeckung beseitigt keine Ursache.

Die Wand.
Der Kadaver war entfernt, doch das Holz gab aasige Moleküle langsam zurück.
Poröse Materialien speichern Geruch.

Der Hund.
Menschen sagten nur aasig. Der Hund unterschied Richtung, Alterung und Spurverlauf.
Tierische Geruchswahrnehmung ist differenzierter.

Das Labor.
Die Nase nannte alles ekelhaft. Das Labor trennte Schwefelstoffe, Amine, Säuren und Ester.
Analytik zerlegt den Gesamteindruck.

Die Politik.
Eine Regierung polierte ihre Fassade, während Bestechung und Lüge gärten. Bald hieß es, die Luft sei aasig.
Moralischer Verfall wird als Geruch übertragen.

Das Grinsen.
Ein Mann lächelte über das Unglück seines Nachbarn. Niemand roch etwas, doch alle nannten sein Grinsen aasig.
Sinneswort wird moralisch gebraucht.

Die Bemerkung.
Ein Satz fiel in ein stilles Zimmer und hinterließ mehr Ekel als jeder Geruch.
Aasig kann sprachliche Niedertracht bezeichnen.

Die Stinkmorchel.
Die Fliege glaubte, Aas gefunden zu haben, und trug stattdessen Sporen fort.
Aasige Mimikry dient Pilzvermehrung.

Der Keller.
Niemand wollte hinab, weil die Luft aasig war. Die Fachkraft ging geschützt hinein und fand eine sachliche Ursache.
Ekel warnt, Wissen ermöglicht sichere Klärung.

Der Name.
Ein Unternehmen kaufte neue Werbung, doch sein Ruf blieb aasig. Die Menschen erinnerten sich an seine Taten.
Reputation lässt sich nicht kosmetisch reinigen.

Der Wind.
Der Wind machte die aasige Luft dünner und trug sie bis zum Waldrand.
Verdünnung kann Reichweite erhöhen.

Die Wunde.
Eine Wunde roch aasig, und der Kranke schämte sich. Die Ärztin sah keine Schande, sondern einen Behandlungsbedarf.
Medizinischer Befund darf nicht moralisiert werden.

Die Kunst.
Ein Künstler zeigte aasige Bilder, um den Krieg nicht schönzureden. Ekel wurde zur Erkenntnis.
Abstoßung kann aufklären.

Die Gerüchteküche.
Jede Person fügte dem Skandal eine aasige Note hinzu, bis niemand mehr die ursprüngliche Wahrheit roch.
Übertragung und Häme verfälschen Information.

Der Richter.
Er nannte den Täter aasig und vergaß, die konkrete Tat zu benennen. Das Urteil klang stark und erklärte wenig.
Metaphorik ersetzt keine präzise Analyse.

Der Kreislauf.
Der Kadaver roch aasig, Fliegen kamen, Larven wuchsen, Vögel fraßen sie, und der Boden erhielt Nährstoffe.
Ekel und ökologische Umwandlung gehören zusammen.

Tropen im übertragenen, bildlichen Sinne

Aasige Politik
Moralisch verrottete, zynische oder korrupte Politik.

Aasiges Geschäft
Profit aus Not, Tod oder Zusammenbruch.

Aasige Presse
Sensationsgier am Leid anderer.

Aasige Schlagzeile
Aufmerksamkeit durch Ekel, Tod und Skandal.

Aasige Bemerkung
Bewusst verletzende, schadenfrohe oder niederträchtige Äußerung.

Aasiges Grinsen
Mimik von Häme oder Bosheit.

Aasiger Humor
Witz, der sich an Tod, Leid oder Ekel nährt.

Aasige Ironie
Spott, der offene Wunden ausnutzt.

Aasige Atmosphäre
Sinnlich oder moralisch vergiftete Umgebung.

Aasiger Ruf
Dauerhaft beschädigtes Ansehen.

Aasige Vergangenheit
Verdrängte Schuld mit fortwirkenden Folgen.

Aasige Erinnerung
Belastende, körperlich wiederkehrende Erinnerung.

Aasige Stadt
Ort des Verfalls, der Müllberge oder zerbrochenen Ordnung.

Aasiger Krieg
Konflikt, der Tod, Profit und moralische Verwüstung verbindet.

Aasige Macht
Herrschaft, die von Schwäche und Angst lebt.

Aasige Gier
Habgier mit dem Bild des Kadavertisches.

Aasiges Lächeln
Freundliche Oberfläche mit niederträchtigem Unterton.

Aasiger Charme
Anziehung, die zugleich abstößt.

Aasige Schönheit
Ästhetik des Verfalls oder der morbiden Faszination.

Aasige Süße
Trügerisch angenehme Note innerhalb von Verwesung.

Die aasige Fahne
Geruch oder Zeichen des Verfalls.

Der aasige Atem
Ausströmung eines sterbenden Systems.

Die aasige Spur
Hinweis auf verborgenen Tod oder Betrug.

Der aasige Keller
Ort verdrängter Geheimnisse.

Die aasige Fassade
Äußere Ordnung über innerem Zerfall.

Das aasige Parfüm
Kosmetische Vertuschung eines Missstands.

Der aasige Wind
Übertragung von Tod, Gerücht oder Verfall.

Das aasige Alphabet
Chemische oder moralische Zeichen des Zerfalls.

Aasig als Vanitaswort
Hinweis auf die Endlichkeit des Körpers.

Aasig als Chiffre
Zeichen für Verwesung, Ekel, Niedertracht, Anziehung und Enthüllung.

Sprichwörter

Was aasig riecht, braucht eine Quelle.
Geruch entsteht nicht ohne Ursache.

Parfüm macht das Aasige nicht frisch.
Überdeckung beseitigt keinen Verderb.

Die Nase warnt, bevor das Auge findet.
Geruch kann eine verborgene Quelle anzeigen.

Ein aasiger Hauch ist ein Hinweis, kein Urteil.
Wahrnehmung braucht Prüfung.

Was fault, kommt durch die Ritzen.
Verborgener Verfall zeigt Folgen.

Der Wind trägt, was die Wand verbergen will.
Gerüche überwinden bauliche Grenzen.

Kälte macht das Aasige still, nicht ungeschehen.
Frost verzögert Zersetzung.

Regen wäscht die Luft und schreibt in den Boden.
Wasser verlagert Geruchsstoffe.

Poröse Wände haben ein langes Gedächtnis.
Materialien speichern Gerüche.

Die Quelle zuerst, der Duft zuletzt.
Ursachenbehebung geht vor Überdeckung.

Für den Menschen aasig, für die Fliege ein Wegweiser.
Arten bewerten Gerüche verschieden.

Die Blume kann aasig riechen und lebendig blühen.
Aasblumen nutzen Täuschsignale.

Der Pilz stinkt und seine Sporen reisen.
Stinkmorcheln locken Fliegen.

Nicht jeder Schwefelgeruch ist Aas.
Ähnliche Geruchsnoten haben verschiedene Quellen.

Nicht jedes Aas riecht gleich.
Umwelt und Gewebe verändern das Profil.

Ein kleiner Kadaver macht einen großen Raum aasig.
Quellengröße und Wirkung sind nicht proportional.

Ein sauberer Boden kann aasige Luft tragen.
Sichtbefund und Geruch unterscheiden sich.

Wer sich an den Geruch gewöhnt, hat die Quelle nicht entfernt.
Habituation ist keine Reinigung.

Aasig ist kein Maß für Giftigkeit.
Ekel und Gefahr sind verschieden.

Was nicht riecht, kann dennoch gefährlich sein.
Geruchsfreiheit beweist keine Sicherheit.

Aasige Worte haben keinen Geruch und hinterlassen doch Ekel.
Moralische Übertragung des Adjektivs.

Ein aasiges Grinsen verrät die Freude am Schaden.
Mimik zeigt Niedertracht.

Wo die Sache fault, wird der Ton aasig.
Verfall prägt Sprache und Umgang.

Eine Fassade wäscht keinen Ruf.
Kosmetik behebt keine Schuld.

Was moralisch aasig ist, braucht genaue Namen.
Metapher soll Analyse nicht ersetzen.

Der Tod ist still, das Aasige nicht.
Zersetzung bleibt sinnlich aktiv.

Wo Fliegen sammeln, lohnt die Suche.
Insekten können die Quelle anzeigen.

Aasige Luft zieht die einen an und vertreibt die anderen.
Anziehung und Abwehr wirken gleichzeitig.

Der Kreislauf kennt keinen Wohlgeruch.
Ökologische Prozesse folgen keiner Ästhetik.

Aasig ist oft die Wahrheit hinter der schönen Oberfläche.
Geruch symbolisiert Enthüllung.

Redensarten

Es stinkt zum Himmel
Etwas ist empörend, verdorben oder offensichtlich faul.

Etwas stinkt
Eine Sache wirkt verdächtig oder moralisch anstößig.

Den Braten riechen
Eine Absicht, Gefahr oder Gelegenheit früh erkennen.

Lunte riechen
Eine verborgene Bedrohung bemerken.

Morgenluft wittern
Eine günstige Entwicklung erkennen.

In schlechtem Geruch stehen
Einen zweifelhaften Ruf besitzen.

Einen guten Riecher haben
Etwas früh und treffsicher erkennen.

Jemanden nicht riechen können
Eine Person stark unsympathisch finden.

Die Nase voll haben
Etwas nicht länger ertragen wollen.

Die Nase rümpfen
Ekel oder Geringschätzung zeigen.

Die Nase in etwas stecken
Sich neugierig einmischen.

Jemandem etwas unter die Nase reiben
Etwas demonstrativ vorhalten.

Etwas liegt in der Luft
Eine Entwicklung ist noch unsichtbar, aber spürbar.

Dicke Luft
Eine gespannte oder belastete Atmosphäre.

Faul an der Sache sein
Einen verborgenen Fehler vermuten.

Etwas ist faul im Staate
Ein politisches System wirkt verdorben.

Leichen im Keller haben
Belastende Geheimnisse verbergen.

Etwas unter den Teppich kehren
Ein Problem verdecken statt lösen.

Die Fassade wahren
Äußeren Schein trotz innerer Probleme erhalten.

Kosmetik betreiben
Nur die Oberfläche verbessern.

Die Quelle des Übels
Den eigentlichen Ursprung benennen.

Der Sache auf den Grund gehen
Die Ursache vollständig untersuchen.

Licht ins Dunkel bringen
Eine verborgene Sache aufklären.

Etwas kommt ans Licht
Ein verborgenes Geschehen wird bekannt.

Etwas haftet jemandem an
Ein Ruf oder Verdacht bleibt bestehen.

Einen üblen Nachgeschmack hinterlassen
Moralisches Unbehagen bleibt.

Ein aasiges Grinsen aufsetzen
Schadenfreude oder Bosheit zeigen.

Sich am Leid anderer weiden
Genuss aus fremdem Unglück ziehen.

Über jemanden herfallen
Gierig oder aggressiv angreifen.

Wie die Fliegen kommen
Sehr zahlreich und rasch erscheinen.

Deutsche gemeinfreie Zitate

„Herr, er stinkt schon; denn er ist vier Tage gelegen.“
Urheber: Evangelium nach Johannes, Kapitel 11, Vers 39; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Der Geruch wird zum Zeichen fortgeschrittener körperlicher Veränderung.

„Wo aber das Aas ist, da sammeln sich die Adler.“
Urheber: Evangelium nach Matthäus, Kapitel 24, Vers 28; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Aas und seine Signale ziehen spezialisierte Nutzer an.

„Denn alles Fleisch, es ist wie Gras.“
Urheber: Erster Brief des Petrus, Kapitel 1, Vers 24; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Körperliche Existenz wird als vergänglich bezeichnet.

„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.“
Urheber: Martin Luther, deutsche Antiphonfassung.
Leben und Tod erscheinen materiell eng benachbart.

„Alles ist eitel.“
Urheber: Prediger Salomo, Kapitel 1, Vers 2; deutsche Fassung nach Martin Luther.
Ruhm und Körperlichkeit werden als vergänglich gefasst.

„Etwas ist faul im Staate Dänemark.“
Urheber: William Shakespeare, Hamlet; deutsche Übersetzung von August Wilhelm Schlegel.
Körperliche Fäulnis wird zur politischen Metapher.

„Denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil.
Entstehen und Vergehen werden als Zusammenhang dargestellt.

„Name ist Schall und Rauch.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil.
Flüchtige Wahrnehmung steht für die Unbeständigkeit von Benennungen.

„Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Torquato Tasso.
Künstliche Überdeckung kann ihre Absicht verraten.

„Die Natur hat weder Kern noch Schale, alles ist sie mit einem Male.“
Urheber: Johann Wolfgang von Goethe, Allerdings.
Kadaver, Geruch, Fliegen und Kreislauf gehören zusammen.

„Rasch tritt der Tod den Menschen an.“
Urheber: Friedrich Schiller, Wilhelm Tell.
Der plötzliche Tod eröffnet schrittweise Zersetzung.

„Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.“
Urheber: Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke.
Vorschnelle Deutung kann lange Folgen haben.

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.“
Urheber: Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse.
Die Kritik des Aasigen darf nicht selbst verrohen.

„Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang.“
Urheber: Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien.
Aasblumen und morbide Kunst verbinden Schönheit und Schrecken.

Mundartliche oder fremdsprachige Zitate

„Memento mori.“
Urheber: unbekannt; lateinischer Traditionsspruch.
Übersetzung: „Bedenke, dass du sterben musst.“
Das Aasige erinnert an körperliche Endlichkeit.

„Sic transit gloria mundi.“
Urheber: unbekannt; lateinischer Traditionsspruch.
Übersetzung: „So vergeht der Ruhm der Welt.“
Glanz endet in materieller Vergänglichkeit.

„Pulvis es et in pulverem reverteris.“
Urheber: lateinische Bibeltradition.
Übersetzung: „Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“
Der Körper kehrt in Stoffkreisläufe zurück.

„Omnia mutantur, nihil interit.“
Ovid, Metamorphosen.
Übersetzung: „Alles verwandelt sich, nichts geht zugrunde.“
Verwesung ist Stoffumwandlung.

„Pallida Mors aequo pulsat pede pauperum tabernas regumque turres.“
Horaz, Oden.
Übersetzung: „Der bleiche Tod klopft mit gleichem Fuß an die Hütten der Armen und die Türme der Könige.“
Körperlicher Verfall kennt keinen Rang.

„Natura nihil agit frustra.“
Aristoteles zugeschriebener lateinischer Lehrsatz.
Übersetzung: „Die Natur tut nichts vergeblich.“
Auch aasige Signale erfüllen ökologische Funktionen.

„Something is rotten in the state of Denmark.“
William Shakespeare, Hamlet.
Übersetzung: „Etwas ist faul im Staate Dänemark.“
Fäulnis wird zum politischen Verdacht.

„All that lives must die.“
William Shakespeare, Hamlet.
Übersetzung: „Alles, was lebt, muss sterben.“
Tod bildet die Grundlage der Zersetzung.

„The rest is silence.“
William Shakespeare, Hamlet.
Übersetzung: „Der Rest ist Schweigen.“
Der Körper schweigt, während seine Chemie wirkt.

„Golden lads and girls all must, as chimney-sweepers, come to dust.“
William Shakespeare, Cymbeline.
Übersetzung: „Goldene Knaben und Mädchen müssen wie Schornsteinfeger zu Staub werden.“
Körperlicher Zerfall kennt keinen Rang.

„Death, be not proud.“
John Donne.
Übersetzung: „Tod, sei nicht stolz.“
Der Tod wird als Übergang angesprochen.

„Tout passe, tout casse, tout lasse.“
Urheber: französischer Volksmund.
Übersetzung: „Alles vergeht, alles zerbricht, alles ermüdet.“
Verfall erscheint als allgemeiner Prozess.

„Il y a quelque chose de pourri.“
Urheber: französische Redetradition nach Shakespeare.
Übersetzung: „Da ist etwas faul.“
Das Aasige wird zur Verdachtsmetapher.

„L’apparenza inganna.“
Urheber: italienischer Volksmund.
Übersetzung: „Der Schein trügt.“
Eine saubere Oberfläche kann Verfall verdecken.

„Ogni cosa ha la sua fine.“
Urheber: italienischer Volksmund.
Übersetzung: „Jedes Ding hat sein Ende.“
Endlichkeit führt in Zersetzung.

„Las apariencias engañan.“
Urheber: spanischer Volksmund.
Übersetzung: „Der äußere Schein täuscht.“
Geruch kann der Fassade widersprechen.

„Donde hay carroña, llegan las moscas.“
Urheber: spanischer Volksmund.
Übersetzung: „Wo Aas liegt, kommen die Fliegen.“
Aasige Signale locken Insekten.

„Wo wat fuul is, dor kummt de Rüük rut.“
Urheber: niederdeutscher Volksmund.
Übersetzung: „Wo etwas faul ist, dort kommt der Geruch heraus.“
Verborgenes verrät sich durch seine Folgen.

„Всё тайное становится явным.“
Urheber: russischer Traditionsspruch.
Übersetzung: „Alles Verborgene wird offenbar.“
Das Aasige steht für das Hervortreten einer Ursache.

„Где падаль, там и мухи.“
Urheber: russischer Volksmund.
Übersetzung: „Wo Aas ist, dort sind auch Fliegen.“
Kadavergeruch zieht seine Nutzer an.

Redaktionelle Sentenzen

Aasig ist eine Sinnesbeschreibung mit eingebautem Urteil.
Das Wort benennt Quelle und Abscheu.

Nicht alles, was aasig riecht, ist gleich gefährlich.
Geruchsstärke ist keine Toxizitätsmessung.

Nicht alles Gefährliche riecht aasig.
Geruchsfreiheit beweist keine Sicherheit.

Aasig ist kein einzelner Stoff.
Viele Moleküle bilden das Profil.

Die Nase fasst zusammen, was das Labor trennt.
Wahrnehmung und Analytik arbeiten verschieden.

Ein aasiger Hauch ist ein Hinweis, keine Todesuhr.
Zeitbestimmung braucht weitere Daten.

Kälte macht das Aasige leiser, nicht ungeschehen.
Zersetzung wird verzögert.

Wind verdünnt und verbreitet zugleich.
Geruchsfahnen werden schwächer und länger.

Poröse Materialien speichern aasige Vergangenheit.
Rückstände bleiben nach Quellentfernung.

Parfüm ist keine Sanierung.
Überdeckung beseitigt keine Ursache.

Habituation reinigt keine Luft.
Wahrnehmungsabnahme ist kein hygienischer Erfolg.

Aasig ist für die Fliege präzise Information.
Menschen und Insekten bewerten das Signal verschieden.

Die Aasblume täuscht mit echten Molekülen.
Mimikry erzeugt reale Bestäuberreaktionen.

Die Stinkmorchel macht aus Ekel Mobilität.
Fliegen verbreiten ihre Sporen.

Ein Hund erkennt im Aasigen mehr Struktur als ein Mensch.
Geruchssinn und Training differenzieren Muster.

Ein medizinisch aasiger Wundgeruch ist keine moralische Schande.
Krankheit darf nicht abgewertet werden.

Aasig auf Menschen bezogen ist eine Beleidigung.
Das Wort entmenschlicht durch Kadaverbilder.

Eine aasige Bemerkung riecht nicht und hinterlässt dennoch Ekel.
Das Sinneswort wird moralisch übertragen.

Ein aasiges Grinsen ist die Mimik der Schadenfreude.
Bosheit wird visuell verdichtet.

Aasige Politik ist eine Metapher, keine chemische Diagnose.
Politische Kritik braucht konkrete Tatsachen.

Ein aasiger Ruf haftet länger als ein Geruch in frischer Luft.
Reputation besitzt eigenes Gedächtnis.

Wer alles aasig nennt, verliert sprachliche Genauigkeit.
Drastik kann Differenzierung verdrängen.

Wer das Aasige nur schönredet, verlängert den Verfall.
Kosmetik ersetzt Ursachenbehebung nicht.

Sachkunde beginnt, wenn Ekel nicht mehr allein entscheidet.
Sicherheit und Analyse verlangen Kontrolle.

Das Aasige ist biologisch wertfrei und kulturell schwer belastet.
Natur und Moral sind zu trennen.

Aasig kann im Labor beschrieben und in der Literatur verdichtet werden.
Fachsprache und Bildsprache besitzen verschiedene Aufgaben.

Der tote Körper ist still und seine Moleküle sind unterwegs.
Zersetzung bleibt dynamisch.

Ein kleiner Kadaver kann einen großen Raum beherrschen.
Wirkung und Quellengröße sind nicht proportional.

Ein aasiges Zimmer braucht Quellensuche statt Duftkerzen.
Praktische Lösung geht vor Überdeckung.

Fliegen sind keine Ursache des Aasigen, sondern häufig seine Nutzer.
Signal und Besucher sind zu unterscheiden.

Aasige Süße ist kein Widerspruch.
Ester und andere Stoffe können süßliche Noten erzeugen.

Moralisch aasig ist, wer fremdes Leid bewusst ausnutzt.
Die Metapher zielt auf Niedertracht.

Ästhetisch aasig kann ein Werk sein, das Ekel bewusst einsetzt.
Abstoßung kann Gestaltungsmittel sein.

Aasig ist ein starkes Wort und ein grober Maßstab.
Es wirkt prägnant, aber ungenau.

Die Fassade kann sauber sein, der Verfall nicht.
Oberfläche und Ursache unterscheiden sich.

Das Aasige kehrt zurück, wenn nur die Luft und nicht das Material gereinigt wurde.
Rückstände geben Moleküle wieder ab.

Aasig verbindet Warnung, Lockruf und Beschimpfung.
Ein Wort deckt mehrere Funktionsbereiche ab.

Die Natur kennt aasige Gerüche, aber keine aasigen Charaktere.
Moralische Bewertung ist menschlich.

Das Aasige erinnert an das Ende und arbeitet am Neubeginn.
Zersetzung führt Stoffe weiter.

Im Wort aasig wird Verfall sinnlich und moralisch zugleich.
Die doppelte Ebene erklärt seine Bildkraft.

Weitere Sprüche

Aasig ist, wenn die Luft von einer verborgenen Wahrheit erzählt.
Geruch macht Unsichtbares wahrnehmbar.

Ein aasiger Hauch kann durch eine ganze Fassade schneiden.
Geruch überwindet optische Ordnung.

Was aasig riecht, will gefunden werden.
Der Geruch weist auf eine Quelle.

Die Nase entdeckt, was die Farbe verschweigt.
Sinnesebenen ergänzen sich.

Parfüm über Aas ist nur eine zweite Lüge.
Überdeckung beseitigt keinen Verfall.

Der Wind trägt das Aasige weiter als das Auge reicht.
Geruch verbreitet sich über Distanz.

Frost bewahrt die Quelle und vertagt den Geruch.
Kälte verzögert.

Regen macht aus aasiger Luft eine Spur im Boden.
Wasser verlagert Stoffe.

Holz vergisst das Aasige langsamer als die Luft.
Poröse Materialien speichern Moleküle.

Für die Fliege ist aasig eine Adresse.
Geruch führt zur Ressource.

Für den Menschen ist aasig ein Rückzugsbefehl.
Ekel löst Abwehr aus.

Die Aasblume borgt das Aasige für ihre Zukunft.
Mimikry unterstützt Bestäubung.

Die Stinkmorchel lässt Sporen auf dem Rücken des Ekels reisen.
Fliegen werden zu Transporteuren.

Das Labor macht aus aasig ein Chromatogramm.
Analytik verwandelt Eindruck in Daten.

Der Hund macht aus aasig eine Richtung.
Geruchssuche lokalisiert.

Ein aasiges Grinsen hat keine Moleküle und doch Wirkung.
Moralische Übertragung bleibt stark.

Aasige Worte faulen im Gedächtnis weiter.
Verletzende Sprache wirkt nach.

Aasige Ironie lebt von offenen Wunden.
Spott nutzt Leid.

Aasige Politik riecht nach Folgen, nicht nach Chemie.
Metapher bezeichnet moralischen Verfall.

Ein aasiger Ruf braucht Aufklärung statt Duftwasser.
Reputation wird durch Taten verändert.

Aasig ist das Adjektiv der ungepflegten Wahrheit.
Drastik enthüllt Verdrängtes.

Wer aasig sagt, urteilt mit der Nase.
Sinneswahrnehmung wird Wertung.

Das Aasige ist oft genauer als schön und gröber als wahr.
Bildkraft und Ungenauigkeit stehen zusammen.

Ein aasiges Zimmer ist eine Frage mit Geruch.
Die Quelle muss gesucht werden.

Eine aasige Wunde verlangt Hilfe, keine Scham.
Medizinischer Befund ist nicht moralisch.

Aasig ist ein Ekelwort, kein Erregernachweis.
Geruch ersetzt Diagnostik nicht.

Aasige Süße ist das falsche Lächeln der Zersetzung.
Angenehme Noten mischen sich in Verderb.

Was aasig wird, verändert seine Umgebung.
Zersetzung bleibt nicht lokal wirkungslos.

Die Quelle schweigt, das Aasige spricht.
Geruch übermittelt Information.

Aasig ist der Schatten eines Körpers in der Luft.
Der Kadaver wirkt über Moleküle weiter.

Ein kleiner Kadaver kann eine große Geschichte erzählen.
Geruch führt zu verborgenen Ereignissen.

Das Aasige zieht Profiteure wie Fliegen an.
Verfall wird sozial metaphorisiert.

Wo alles aasig genannt wird, verliert die Kritik ihre Nase.
Übergebrauch schwächt Präzision.

Das Aasige der Kunst kann Wahrheit gegen Schönheit setzen.
Ekel wird Erkenntnismittel.

Das Aasige der Häme ist schlimmer als jeder Geruch.
Moralische Niedertracht wird zugespitzt.

Die Natur verwertet das Aasige, der Mensch bewertet es.
Ökologie und Kultur unterscheiden sich.

Aasig ist nicht das Ende des Stoffes, sondern sein Übergang.
Zersetzung führt in neue Kreisläufe.

Was Menschen abstößt, kann Insekten ernähren.
Artspezifische Perspektiven.

Aasig ist ein Wort zwischen Kadaver und Charakter.
Wörtliche und übertragene Bedeutung treffen zusammen.

Im Aasigen wird das Verborgene sinnlich.
Geruch und Metapher enthüllen.