Aasgestank
Aasgestank bezeichnet einen starken, als äußerst unangenehm, ekelerregend oder widerwärtig wahrgenommenen Geruch, der von Aas, also einem toten und insbesondere sich zersetzenden Tierkörper beziehungsweise dessen Gewebe, ausgeht. Das Wort steht inhaltlich sehr nahe bei Aasgeruch, besitzt jedoch eine deutlich stärkere wertende Komponente: Während Aasgeruch die Herkunft und Art des Geruchs vergleichsweise neutral benennen kann, bezeichnet Gestank ausdrücklich einen als übel empfundenen Geruch. Naturwissenschaftlich handelt es sich beim Aasgestank nicht um den Geruch eines einzigen chemischen Stoffes, sondern um ein komplexes und während der Verwesung fortlaufend wechselndes Gemisch flüchtiger Verbindungen, das durch körpereigene Abbauprozesse, Mikroorganismen, Umweltbedingungen und aasbesiedelnde Tiere beeinflusst wird. Grammatisch ist Aasgestank ein maskulines Substantiv: der Aasgestank, Genitiv des Aasgestanks oder des Aasgestankes. Als Stoff- und Geruchsbezeichnung wird das Wort normalerweise ohne Plural gebraucht.
Lexikon
Aasgestank gehört zum Wortfeld von Aas, Aasgeruch, Verwesungsgeruch, Fäulnisgeruch und Kadavergeruch. Im Unterschied zu diesen teilweise neutraleren oder fachsprachlich verwendbaren Ausdrücken enthält das Grundwort Gestank bereits eine eindeutige negative Bewertung. Wer von Aasgestank spricht, beschreibt den Geruch nicht lediglich als wahrnehmbar, sondern charakterisiert ihn zugleich als besonders unangenehm. Das Wort verbindet daher eine sachliche Herkunftsangabe – der Geruch stammt von Aas oder erinnert daran – mit einer starken subjektiven Geruchsbewertung.
Die lexikalische Grundbedeutung ist entsprechend einfach: Aasgestank ist der üble Geruch von Aas. Hinter dieser knappen Definition steht biologisch jedoch ein äußerst komplexer Vorgang. Ein Tierkörper beginnt nach dem Tod nicht augenblicklich in einem einzigen, gleichförmigen Prozess zu „verwesen“. Vielmehr greifen verschiedene physikalische, chemische und biologische Vorgänge ineinander. Zunächst verändern sich Zellen und Gewebe durch den Ausfall von Kreislauf, Sauerstoffversorgung und Stoffwechsel. Körpereigene Enzyme beginnen Zellstrukturen abzubauen; dieser Prozess wird als Autolyse bezeichnet. Gleichzeitig verändern sich die im Körper vorhandenen mikrobiellen Gemeinschaften, und weitere Mikroorganismen aus der Umgebung können den Kadaver besiedeln.
Besonders Bakterien spielen bei der Entstehung des typischen Verwesungsgeruchs eine wesentliche Rolle. Sie zerlegen Proteine, Aminosäuren, Fette, Kohlenhydrate und andere organische Verbindungen in eine Vielzahl kleinerer Stoffe. Ein Teil dieser Stoffe ist ausreichend flüchtig, um aus dem Gewebe in die Umgebungsluft überzugehen. Solche Substanzen werden als flüchtige organische Verbindungen beziehungsweise international als volatile organic compounds, kurz VOCs, bezeichnet.
Der wahrnehmbare Aasgestank ist deshalb kein chemisch einheitliches Phänomen. Er entsteht aus einer Mischung vieler Verbindungen, deren Zusammensetzung sich mit fortschreitender Zersetzung verändert. Ein frisch verendetes Tier riecht anders als ein Kadaver während einer intensiven Fäulnisphase und wiederum anders als stark ausgetrocknete oder weitgehend skelettierte Überreste.
Zu den geruchsaktiven Stoffgruppen können Schwefelverbindungen, Amine, organische Säuren, Alkohole, Aldehyde, Ketone, aromatische Verbindungen und zahlreiche weitere Stoffe gehören. Nicht jeder Stoff tritt in jedem Kadaver auf, und die Konzentrationen können sich innerhalb kurzer Zeit erheblich verändern.
Besonders auffällig sind verschiedene schwefelhaltige Verbindungen. Dazu zählen unter anderem Dimethyldisulfid (DMDS) und Dimethyltrisulfid (DMTS). Solche Stoffe besitzen bereits in geringer Konzentration intensive Geruchseigenschaften und sind zugleich für die chemische Ökologie zahlreicher aasbesuchender Insekten von Bedeutung.
Auch Schwefelwasserstoff, verschiedene Thiole beziehungsweise Mercaptane und weitere schwefelhaltige Abbauprodukte können unter entsprechenden Bedingungen zum Geruchsbild beitragen. Pauschale Aussagen, der Aasgestank bestehe „aus Schwefelwasserstoff“ oder einem bestimmten einzelnen Schwefelstoff, sind jedoch falsch. Der charakteristische Geruch ergibt sich aus einem komplexen Gemisch.
Bekannt sind außerdem die biogenen Amine Putrescin und Cadaverin. Bereits ihre Namen sind eng mit Fäulnis und Kadavern verbunden. Putrescin entsteht unter anderem durch den mikrobiellen Abbau der Aminosäure Ornithin, Cadaverin durch den Abbau von Lysin. Beide können in sich zersetzendem Gewebe vorkommen.
In populären Darstellungen werden Putrescin und Cadaverin gelegentlich als die eigentlichen oder sogar einzigen „Leichengeruchsstoffe“ beschrieben. Diese Darstellung ist stark vereinfachend. Der wahrgenommene Verwesungs- beziehungsweise Aasgestank entsteht aus einem erheblich größeren Spektrum chemischer Verbindungen, und die Bedeutung einzelner Komponenten verändert sich mit Umweltbedingungen und Zersetzungsstadium.
Auch Ammoniak, verschiedene kurzkettige Fettsäuren, Indol, Skatol, Phenole und andere Stoffwechselprodukte können unter bestimmten Bedingungen Teil des Geruchsprofils sein. Manche dieser Verbindungen werden bereits in außerordentlich geringen Konzentrationen vom menschlichen Geruchssinn wahrgenommen.
Das menschliche Wort Gestank fasst diese chemische Vielfalt zu einer sensorischen Gesamtwahrnehmung zusammen. Die Nase analysiert nicht bewusst einzelne VOCs. Das Geruchssystem verarbeitet ein komplexes Aktivitätsmuster zahlreicher Geruchsrezeptoren, aus dem das Gehirn einen Gesamteindruck bildet.
Deshalb kann auch eine Substanzmischung als typischer „Aasgeruch“ wiedererkannt werden, obwohl sich ihr exaktes chemisches Profil von einem Kadaver zum anderen unterscheidet. Die Geruchswahrnehmung beruht nicht darauf, dass in jedem Fall exakt dieselben Moleküle in derselben Konzentration vorhanden wären.
Der Geruch verändert sich vielmehr mit dem Zersetzungsstadium. Während früher postmortaler Veränderungen können andere flüchtige Stoffe dominieren als während einer ausgeprägten Fäulnisphase. Später nehmen bestimmte emissionsstarke Prozesse wieder ab, wenn ein erheblicher Teil des weichen Gewebes verbraucht, vertrocknet oder mikrobiell umgesetzt wurde.
Eine einfache lineare Reihenfolge einzelner „Geruchsstoffe“ existiert dabei nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen erhebliche Überschneidungen zwischen den verschiedenen Stadien. Das chemische Profil ist dynamisch und wird zusätzlich durch zahlreiche Umweltfaktoren verändert.
Zu den wichtigsten Einflussgrößen gehört die Temperatur. Wärme beschleunigt viele enzymatische, mikrobielle und chemische Prozesse. Gleichzeitig erhöht sie bei zahlreichen Verbindungen die Verdampfung. Ein Kadaver kann deshalb bei sommerlicher Wärme erheblich schneller einen intensiven Aasgestank entwickeln als bei niedrigen Temperaturen.
Kälte kann Zersetzungsprozesse dagegen stark verlangsamen. Bei Frost können mikrobielle Aktivität und Insektenentwicklung zeitweise weitgehend zum Stillstand kommen. Nach erneutem Auftauen können die Prozesse wieder einsetzen.
Auch Feuchtigkeit beeinflusst die Zersetzung. Starkes Austrocknen kann zur Mumifikation führen und mikrobielle Prozesse begrenzen. In einem feuchten Milieu können andere Mikroorganismen und Abbauwege dominieren.
Die Verfügbarkeit von Sauerstoff ist ebenfalls wichtig. In gut belüfteten Gewebebereichen herrschen andere Bedingungen als in sauerstoffarmen Körperhöhlen oder unter Wasser. Aerobe und anaerobe Mikroorganismen erzeugen teilweise unterschiedliche Stoffwechselprodukte.
Auch der Ort eines Kadavers verändert den Geruch. Ein Tierkörper im offenen Grasland ist Sonneneinstrahlung, Wind und wechselnden Temperaturen ausgesetzt. Ein Kadaver im Wald liegt möglicherweise im Schatten und in höherer Luftfeuchtigkeit. Ein Tierkörper in einem geschlossenen Gebäude erzeugt wiederum eine völlig andere räumliche Konzentration flüchtiger Verbindungen.
Unter Wasser werden flüchtige Stoffe teilweise im Wasser gelöst oder anders transportiert. Bei einer Bestattung beziehungsweise Bedeckung mit Erde gelangen Geruchsstoffe durch Porenräume und Bodenprozesse an die Oberfläche. Deshalb unterscheiden sich auch die Methoden zur chemischen Untersuchung verschiedener Zersetzungsumgebungen.
Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Tierart. Körpergröße, Fettanteil, Fell beziehungsweise Gefieder, Darmflora, Gewebestruktur und chemische Zusammensetzung können den Ablauf der Zersetzung beeinflussen. Ein kleiner Vogel, ein Fisch und ein großes Säugetier erzeugen nicht notwendigerweise dasselbe Geruchsprofil.
Auch die Todesursache kann eine Rolle spielen. Offene Verletzungen ermöglichen Mikroorganismen und Insekten anderen Zugang zum Körper als eine unversehrte Hautoberfläche. Medikamente, Giftstoffe, Krankheiten und der Ernährungszustand des Tieres können ebenfalls bestimmte Abläufe verändern.
Die Besiedlung durch Insekten gehört zu den biologisch besonders bedeutenden Einflussgrößen. Aasfliegen, Schmeißfliegen, Aaskäfer und zahlreiche weitere Tiere nutzen den Kadaver als Nahrungs-, Brut- oder Entwicklungsraum.
Ihre Tätigkeit kann wiederum den Aasgestank verändern. Große Ansammlungen von Fliegenlarven verflüssigen und konsumieren Gewebe, verändern Mikroorganismengemeinschaften und erzeugen durch ihren Stoffwechsel Wärme. Dadurch entwickeln sich andere chemische Bedingungen als an einem vergleichbaren Kadaver ohne starke Insektenbesiedlung.
Bestimmte flüchtige Kadaverstoffe dienen zugleich als chemische Signale für Aasinsekten. Dimethyldisulfid und Dimethyltrisulfid gehören zu den besonders gut untersuchten Beispielen. Versuche zeigen, dass Mischungen dieser Stoffe nekrophage Insekten anziehen können.
Der Aasgestank besitzt für einen Menschen deshalb eine andere biologische Bedeutung als für ein aasabhängiges Insekt. Was der Mensch als widerwärtig empfindet, kann für eine Aasfliege ein wertvoller Hinweis auf einen geeigneten Ort zur Eiablage sein.
Ebenso können Aaskäfer bestimmte Komponenten eines Kadavergeruchs mit ihren Antennen wahrnehmen. Ihre Reaktion richtet sich nicht notwendigerweise nach derselben Geruchsqualität, die ein Mensch subjektiv als besonders stark wahrnimmt.
Die ökologische Bedeutung solcher Gerüche erklärt die Evolution der Aasblumen. Diese Pflanzen produzieren flüchtige Stoffe, deren Geruchsbild verwesendem Fleisch, Kot oder anderen Zersetzungssubstraten ähnelt. Dadurch locken sie Fliegen oder Käfer an, die normalerweise nach Aas suchen.
Beim Menschen wird der Geruch von Verwesung gewöhnlich stark negativ bewertet. Diese Reaktion besitzt sowohl biologische als auch kulturelle Komponenten. Gerüche zersetzter organischer Materie können auf mikrobiell belastete Nahrung beziehungsweise potenziell gesundheitlich problematische Umgebungen hinweisen, weshalb eine ausgeprägte Aversion funktional verständlich ist.
Gleichzeitig ist Geruchswahrnehmung individuell verschieden. Menschen unterscheiden sich in ihrer Empfindlichkeit gegenüber einzelnen Molekülen, und Erfahrung, Erwartung und Kontext beeinflussen die Bewertung eines Geruches.
Auch olfaktorische Adaptation spielt eine Rolle. Wer längere Zeit einem Geruch ausgesetzt ist, kann ihn subjektiv zunehmend schwächer wahrnehmen, obwohl die chemische Konzentration in der Luft nicht entsprechend abgenommen hat.
Das bedeutet, dass die subjektive Stärke eines Aasgestanks keine zuverlässige Messgröße für die Konzentration einzelner Chemikalien darstellt. Ebenso lässt sich aus der Intensität des Geruches nicht unmittelbar auf ein bestimmtes gesundheitliches Risiko schließen.
Gestank ist kein Toxizitätsmessgerät. Manche geruchsaktive Substanzen werden bereits in Konzentrationen wahrgenommen, die weit unter gesundheitlich kritischen Werten liegen. Umgekehrt besitzen manche gefährlichen Gase nur schwache oder unter bestimmten Bedingungen gar keine zuverlässig wahrnehmbare Warnwirkung.
Deshalb sollte ein intensiver Verwesungsgeruch zwar als Hinweis auf zersetzendes organisches Material ernst genommen werden, aber eine gesundheitliche oder arbeitsmedizinische Bewertung muss sich auf konkrete Stoffe, Konzentrationen und Umgebungsbedingungen stützen.
Im Freien bildet sich um einen Kadaver eine Geruchsfahne. Wind transportiert die flüchtigen Stoffe in eine bestimmte Richtung, während Turbulenzen das Signal räumlich aufbrechen. Für geruchsorientierte Tiere entsteht dadurch kein gleichmäßiger Duftkorridor, sondern eine zeitlich schwankende chemische Landschaft.
Aasinsekten können solche Geruchsfahnen nutzen, indem sie wiederholt gegen den Wind fliegen und auf chemische Reize reagieren. Auch Säugetiere mit leistungsfähigem Geruchssinn können Kadaver über größere Entfernungen lokalisieren.
Bei Vögeln ist die Bedeutung des Geruchssinns artspezifisch sehr unterschiedlich. Besonders bekannt ist der ausgeprägte Geruchssinn bestimmter Neuweltgeier, darunter des Truthahngeiers. Andere Aasvögel suchen stärker visuell oder nutzen das Verhalten von Artgenossen und anderen Aasfressern als Information.
Der Begriff Aasgestank beschreibt also aus menschlicher Perspektive einen negativen Geruchseindruck, während derselbe chemische Informationsstrom in einem ökologischen System als Orientierungssignal fungieren kann.
Diese unterschiedliche Bewertung erklärt auch, weshalb der Begriff in der Botanik bildhaft verwendet wird. Wenn eine Aasblume „Aasgestank“ verbreitet, stammt der Geruch gerade nicht von einem Tierkadaver. Die Blume ahmt charakteristische chemische Komponenten nach und erzeugt beim Menschen einen aasartigen Geruchseindruck.
In einem solchen Kontext bezeichnet Aasgestank daher nicht immer eine reale Geruchsquelle, sondern kann auch eine Geruchsqualität ausdrücken: Etwas riecht so, wie Aas typischerweise wahrgenommen wird.
Diese Unterscheidung ist lexikographisch wichtig. In dem Satz „Von dem Kadaver ging Aasgestank aus“ bezeichnet das Wort sowohl Herkunft als auch Qualität des Geruchs. In „Die Blüte verbreitet Aasgestank“ beschreibt es dagegen primär eine aasähnliche Geruchsqualität.
Auch industrielle, chemische oder biologische Quellen können umgangssprachlich als nach Aas stinkend bezeichnet werden, ohne dass tatsächlich tierisches Aas vorhanden ist. Das Wort wird dann vergleichend gebraucht.
Im Unterschied dazu ist Kadavergeruch stilistisch meist sachlicher. Kadaver ist ein zoologisch und anatomisch gebräuchliches Wort für einen Tierkörper nach dem Tod, während Aas stärker mit dessen Nutzung als Nahrung beziehungsweise mit Verwesung assoziiert ist.
Verwesungsgeruch ist noch weiter. Er beschreibt einen Geruch, der beim Abbau organischen Gewebes entsteht, ohne die Quelle zwingend auf einen Tierkadaver einzugrenzen.
Fäulnisgeruch ist ebenfalls weiter gefasst. Fäulnis kann bei tierischem ebenso wie bei pflanzlichem oder anderem organischen Material auftreten. Ein faulender Pflanzenrest erzeugt Fäulnisgeruch, aber normalerweise keinen Aasgestank im eigentlichen Sinn.
Leichengeruch wird dagegen besonders auf menschliche Verstorbene bezogen. Leiche ist im neutralen Sprachgebrauch die übliche Bezeichnung für einen menschlichen Körper nach dem Tod; Aas auf einen Menschen anzuwenden wäre außerhalb spezieller historischer oder literarischer Kontexte stark entwürdigend beziehungsweise beleidigend.
Entsprechend sollte auch Aasgestank für menschliche Verstorbene in sachlichen medizinischen, forensischen oder pietätvollen Texten vermieden werden. Dort sind Verwesungsgeruch, Zersetzungsgeruch oder gegebenenfalls Leichengeruch angemessener.
In der Forensik wird die chemische Untersuchung von Zersetzungsgerüchen zunehmend differenziert betrieben. Mithilfe von Verfahren wie Gaschromatographie und Massenspektrometrie lassen sich einzelne flüchtige Verbindungen aus komplexen Geruchsproben trennen und identifizieren.
Eine verbreitete Kombination ist GC-MS, also Gaschromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie. Für besonders komplexe Gemische werden auch weiterentwickelte chromatographische Verfahren verwendet.
Solche Untersuchungen dienen unter anderem dazu, Zersetzungsstadien besser zu verstehen, den Geruch von menschlichen und tierischen Überresten chemisch zu charakterisieren und die Ausbildung von Leichenspürhunden wissenschaftlich zu verbessern.
Ein trainedierter Hund reagiert dabei nicht notwendigerweise auf einen einzelnen „Leichengeruchsstoff“. Wie beim Menschen dürfte ein komplexes Muster verschiedener flüchtiger Verbindungen entscheidend sein. Welche Komponenten unter realen Bedingungen besonders bedeutsam sind, ist weiterhin Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.
Auch Boden, Kleidung, Baumaterialien und andere Oberflächen können flüchtige Zersetzungsstoffe aufnehmen. Dadurch können chemische Spuren teilweise noch nachweisbar sein, nachdem der ursprüngliche Kadaver entfernt wurde.
Der Begriff Aasgestank ist für solche analytischen Zusammenhänge allerdings zu unspezifisch. Die Wissenschaft spricht präziser von Zersetzungs-VOCs, Geruchsprofilen, flüchtigen Metaboliten oder decomposition odour.
Im allgemeinen Sprachgebrauch erfüllt Aasgestank dagegen gerade eine andere Funktion: Es verdichtet eine komplexe sinnliche Erfahrung zu einem kurzen, stark wertenden Wort.
Stilistisch ist das Substantiv deutlich expressiver als Aasgeruch. Die Wahl zwischen beiden Wörtern verändert deshalb den Ton eines Textes. Eine wissenschaftliche Beschreibung kann schreiben, dass ein Kadaver einen charakteristischen Aas- oder Verwesungsgeruch entwickelt. Eine literarische oder emotionale Darstellung kann dagegen vom „unerträglichen Aasgestank“ sprechen.
Die negative Bedeutung liegt dabei bereits im Grundwort Gestank. Zusätzliche Adjektive wie widerlich, beißend, penetrant, bestialisch oder unerträglich verstärken lediglich eine Wertung, die im Wort selbst schon angelegt ist.
Das neutrale Gegenstück wäre Geruch. Geruch kann angenehm, unangenehm oder neutral sein; Gestank ist definitionsgemäß negativ.
Deshalb besteht zwischen Aasgestank und Aasgeruch keine vollkommen symmetrische Synonymie. Jeder Aasgestank ist ein Aasgeruch, sofern der Geruch tatsächlich von Aas stammt; ein schwacher oder sachlich beschriebener Aasgeruch muss sprachlich jedoch nicht als Gestank bezeichnet werden.
Auch die Wortverwendung „nach Aas stinken“ steht dem Substantiv nahe. Sie kann sowohl eine reale Aasquelle bezeichnen als auch einen geruchlichen Vergleich: Die Substanz stinkt nach Aas.
Das Verb stinken bedeutet heute in seiner Grundbedeutung „einen üblen Geruch von sich geben“. Historisch war das Bedeutungsfeld weniger eng und stärker mit Ausdünsten beziehungsweise Dampfen verbunden.
In übertragenen Verwendungen kann stinken außerdem starke Ablehnung ausdrücken: Die Sache stinkt bedeutet, dass etwas verdächtig erscheint; Das stinkt mir bedeutet, dass etwas missfällt. Solche übertragenen Bedeutungen gehören jedoch nicht unmittelbar zur lexikalischen Bedeutung von Aasgestank.
Auch Stank ist sprachgeschichtlich verwandt. In älteren Sprachstufen konnte stanc noch einen Geruch allgemein bezeichnen. Neuhochdeutsch ist Stank in der Geruchsbedeutung selten; umgangssprachlich entwickelte sich daneben die Bedeutung „Ärger, Streit“.
Beim modernen Gestank hat sich dagegen die Geruchsbedeutung erhalten, zugleich aber eindeutig negativ spezialisiert.
Grammatisch folgt Aasgestank dem Grundwort Gestank. Das Wort ist maskulin: der Aasgestank. Die Genitivformen des Aasgestanks und des Aasgestankes sind möglich.
Ein regulärer Plural wird normalerweise nicht verwendet, weil Aasgestank einen Geruch als nicht zählbare Erscheinung bezeichnet. Möchte man verschiedene Gerüche vergleichen, formuliert man eher verschiedene Arten von Aasgestank, verschiedene Aasgerüche oder unterschiedliche Geruchsprofile.
Die Aussprache lautet [ˈaːsɡəˌʃtaŋk]. Die Worttrennung ist Aas|ge|stank.
Orthographisch handelt es sich um ein vollständig zusammengeschriebenes Kompositum. Das s am Ende des ersten Bestandteils gehört zum selbständigen Wort Aas; es handelt sich nicht um ein zusätzlich eingeschobenes Fugenelement.
Die morphologische Struktur lautet daher eindeutig Aas + Gestank → Aasgestank.
Von Wörtern wie Aasee ist die Bildung grundlegend zu unterscheiden. Aasee besteht aus dem Gewässernamen Aa und See; die Buchstabenfolge Aas entsteht dort lediglich an der Wortgrenze. Beim Aasgestank liegt dagegen tatsächlich das Substantiv Aas zugrunde.
Innerhalb der Aas--Wortfamilie steht Aasgestank besonders nahe bei Aasgeruch. Die übrigen Bildungen beschreiben andere Beziehungen: Aasfresser und Aasvogel bezeichnen Tiere, die Aas nutzen; Aasfliege und Aaskäfer beziehen sich auf Insekten mit entsprechenden ökologischen Beziehungen; Aasblume bezeichnet eine Pflanze, die Aasgeruch nachahmt.
Aasgestank bezeichnet dagegen ausschließlich die olfaktorische Erscheinung beziehungsweise deren menschliche Bewertung.
Etymologie
Aasgestank ist ein transparentes deutsches Determinativkompositum aus den Substantiven Aas und Gestank. Die unmittelbare Gesamtbedeutung lautet „Gestank von Aas“ beziehungsweise „als widerlich empfundener Geruch eines verwesenden Tierkörpers“.
Das Grundwort Gestank bestimmt Wortart und grammatisches Geschlecht. Da es der Gestank heißt, ist auch der Aasgestank maskulin. Das Bestimmungswort Aas- gibt die Quelle beziehungsweise Geruchsart an.
Der erste Bestandteil Aas besitzt eine alte und semantisch komplexe Wortgeschichte. Im heutigen Standarddeutschen bezeichnet Aas insbesondere eine verendete Tierleiche beziehungsweise Fleisch eines verendeten Tieres.
Im Neuhochdeutschen sind ältere Wörter zusammengefallen. Althochdeutsch und mittelhochdeutsch âz bedeutete unter anderem „Speise, Nahrung, Gericht“ sowie in bestimmten Kontexten „Aas, Fraß“. Daneben bestand mittelhochdeutsch âs für Fleisch, das Hunden und Beizvögeln verfüttert wurde, und für Aas im engeren Sinn.
Die Wortfamilie steht historisch mit essen in Zusammenhang. Die ursprüngliche semantische Umgebung war damit erheblich weiter als die heutige Bedeutung „Kadaver“.
Im Laufe der neuhochdeutschen Sprachentwicklung erfolgte eine Bedeutungsverengung. Das selbständige Wort Aas wurde vor allem zur Bezeichnung toter Tierkörper beziehungsweise deren Fleisches verwendet.
In verschiedenen historischen Ableitungen blieb dagegen die ältere Bedeutung „Speise, Nahrung, Futter“ erhalten. Dazu gehören beispielsweise Aaser/Aser „Proviant- beziehungsweise Jagdtasche“ und Aasgeld „Futtergeld“.
Beim Aasgestank liegt jedoch eindeutig die jüngere konkrete Bedeutung „toter Tierkörper“ zugrunde. Das Wort bezeichnet nicht den Geruch von Futter, sondern den Geruch eines Kadavers beziehungsweise verwesenden tierischen Gewebes.
Das zweite Glied Gestank besitzt eine besonders aufschlussreiche Bedeutungsgeschichte. Mittelhochdeutsch ist gestanc belegt. Das Wort ist historisch eine Kollektivbildung zu mittelhochdeutsch beziehungsweise althochdeutsch stanc.
Althochdeutsch stanc hatte einen erheblich weiteren Bedeutungsumfang als das heutige Gestank. Das Etymologische Wörterbuch des Althochdeutschen nennt unter anderem „Geruch, Duft, Gestank, Ausdünstung, Dunst“.
Das Wort konnte also sowohl angenehme als auch unangenehme Gerüche und allgemein eine wahrnehmbare Ausdünstung bezeichnen. Die spätere ausschließlich negative Bedeutung war noch nicht vollständig ausgebildet.
Neuhochdeutsch Gestank zeigt demgegenüber eine deutliche Pejoration beziehungsweise Bedeutungsverengung: Das Wort bezeichnet heute ausdrücklich einen üblen Geruch.
Diese Entwicklung ist für Aasgestank wichtig, weil die Gesamtbildung dadurch eine doppelte semantische Markierung besitzt. Aas- benennt bereits eine kulturell häufig negativ wahrgenommene Geruchsquelle; -gestank bewertet den Geruch zusätzlich ausdrücklich als schlecht.
Im Vergleich dazu ist Aasgeruch neutraler aufgebaut. Geruch kann positiv, negativ oder neutral sein. Gestank kann diese Neutralität nicht besitzen.
Der ältere stanc gehört zur Wortfamilie des Verbs stinken. Althochdeutsch lautet dieses stincan, mittelhochdeutsch stinken.
Die ältere Bedeutung des Verbs war ebenfalls weiter. Als ursprüngliche beziehungsweise frühere Bedeutungen werden „stoßen, puffen“ und anschließend „dampfen, ausdünsten“ angegeben. Die tiefere Herkunft gilt als nicht abschließend geklärt.
Der Übergang von „ausdünsten“ zu „übel riechen“ ist semantisch gut nachvollziehbar. Eine zunächst neutrale Bezeichnung für austretenden Dunst beziehungsweise Geruch konnte sich auf besonders auffällige, unangenehme Ausdünstungen spezialisieren.
Damit verlief in der Wortfamilie stinken – Stank – Gestank eine langfristige Verschiebung vom allgemeinen Ausströmen beziehungsweise Riechen hin zur negativen Geruchsbewertung.
Spuren des älteren neutraleren Bedeutungsfeldes finden sich noch in historischen Wörterbuchbelegen, in denen stanc sowohl durch lateinisch odor und fragrantia als auch durch foetor wiedergegeben werden konnte. Das Wort konnte also sowohl Duft als auch Gestank bezeichnen.
Neuhochdeutsch ist diese semantische Offenheit verloren. Ein Gestank ist definitionsgemäß unangenehm. Ein „wohlriechender Gestank“ wäre deshalb im normalen Sprachgebrauch ein absichtliches Oxymoron oder ironisch.
Das Präfix beziehungsweise historische Bildungselement ge- in Gestank ist nicht mit einer heutigen produktiven Bedeutung wie einem räumlichen oder grammatischen Präfix zu interpretieren. Die Gesamtform ist lexikalisch erstarrt und wird von heutigen Sprechern nicht regulär aus ge- + Stank neu gebildet.
Gestank steht damit ähnlich wie zahlreiche alte Substantivbildungen mit ge-, deren historische Wortbildungsstruktur synchron kaum noch wahrgenommen wird.
Die Zusammensetzung Aasgestank selbst ist dagegen synchron vollkommen transparent. Ein heutiger Sprecher kann beide Bestandteile unmittelbar identifizieren und die Gesamtbedeutung ohne etymologisches Spezialwissen erschließen.
Das Wort folgt einem produktiven deutschen Muster Geruchsquelle + Gestank. Vergleichbare Bildungen können Rauchgestank, Abgasgestank, Fäulnisgestank oder ähnliche Zusammensetzungen sein. Das Erstglied gibt jeweils an, wodurch beziehungsweise wonach es stinkt.
Im Aasgestank besitzt die Zusammensetzung sowohl eine Herkunfts- als auch eine Vergleichsbedeutung. Sie kann „Gestank, der von tatsächlichem Aas ausgeht“ bedeuten, aber auch „Gestank, der wie Aas riecht“.
Diese zweite Verwendung erklärt Ausdrücke über Aasblumen. Eine Pflanze kann Aasgestank verbreiten, obwohl sich keinerlei Kadaver in ihrer Blüte befindet. Der Ausdruck bezeichnet dann die imitierte Geruchsqualität.
Mit dem historischen Aaser und Aasgeld besteht deshalb nur die entfernte gemeinsame Wortfamilie. Dort lebt die ältere Bedeutung von âz „Speise, Nahrung, Futter“ fort; bei Aasgestank liegt eindeutig das moderne Aas „Kadaver“ zugrunde.
Auch von geographischen Bildungen wie Aasee ist das Wort zu unterscheiden. Dort lautet die Gliederung Aa + See; bei Aasgestank lautet sie eindeutig Aas + Gestank.
Die etymologische Kurzformel lautet somit: Aasgestank = Aas „toter Tierkörper, Kadaver“ + Gestank „übler Geruch“ → „starker unangenehmer Geruch von Aas beziehungsweise aasartiger Verwesungsgeruch“.
Synonyme
Aasgeruch ist die engste und lexikographisch unmittelbarste Bedeutungsentsprechung. Der Unterschied liegt vor allem in der Wertung: Aasgeruch kann neutral beschreibend verwendet werden, während Aasgestank den Geruch ausdrücklich als stark unangenehm bewertet.
Kadavergeruch ist eine sachlichere Entsprechung. Das Wort bezeichnet den Geruch eines toten Tierkörpers und eignet sich besser für zoologische, veterinärmedizinische oder wissenschaftliche Texte.
Kadavergestank ist nahezu deckungsgleich, wenn die expressive negative Bewertung erhalten bleiben soll. Kadaver wirkt sachsprachlicher als Aas, während Gestank weiterhin stark wertend bleibt.
Verwesungsgeruch ist ein wichtiger neutralerer Bedeutungsnachbar. Er bezeichnet den Geruch, der bei der Zersetzung organischen Gewebes entsteht, und ist nicht ausschließlich auf Tierkadaver begrenzt.
Verwesungsgestank ist die entsprechend stärker wertende Variante. Sie hebt den Zersetzungsprozess hervor, während Aasgestank stärker die Geruchsquelle bezeichnet.
Fäulnisgeruch ist weiter gefasst. Fäulnis kann tierisches, pflanzliches und anderes organisches Material betreffen; deshalb ist nicht jeder Fäulnisgeruch Aasgestank.
Fäulnisgestank bezeichnet einen stark unangenehmen Geruch faulender organischer Materie und kann je nach Kontext nahezu synonym verwendet werden, bleibt aber semantisch weiter.
Leichengeruch ist besonders auf einen menschlichen Körper nach dem Tod bezogen. Für Menschen ist es gegenüber Aasgestank die erheblich angemessenere Bezeichnung.
Leichengestank ist zwar sprachlich möglich, aber stark expressiv und in pietätvollen oder fachlichen Zusammenhängen gewöhnlich zu vermeiden.
Zersetzungsgeruch ist eine sehr neutrale fachsprachliche Umschreibung. Sie konzentriert sich auf den biologisch-chemischen Vorgang und vermeidet die menschliche Geruchswertung.
Gestank ist der Oberbegriff. Jeder Aasgestank ist ein Gestank, aber Gestank kann aus zahllosen anderen Quellen stammen.
Stank kann in seiner seltenen Geruchsbedeutung ebenfalls „Gestank“ bedeuten. Es ist jedoch stilistisch und historisch anders verteilt und kein spezifisches Synonym für den Geruch von Aas.
übler Geruch ist die allgemeinste neutrale Umschreibung der Wertungskomponente. Um Aasgestank vollständig wiederzugeben, muss die Quelle ergänzt werden: „übler Geruch von Aas“.
Als präziseste Synonyme beziehungsweise Bedeutungsentsprechungen eignen sich daher Aasgeruch, Kadavergeruch und – bei ausdrücklich starker negativer Wertung – Kadavergestank.
externe links
Duden – Aasgestank – Wörterbucheintrag mit Wortart, abwertender Gebrauchsklassifikation, Worttrennung und der Bedeutung „Aasgeruch“.
Duden – Aas – Bedeutungen, Flexion und Wortgeschichte des Bestimmungswortes; erläutert den Zusammenfall älterer Wörter für Speise, Futter und Aas.
Duden – Gestank – Bedeutung „übler Geruch“, Grammatik und Herkunft aus mittelhochdeutsch gestanc als Kollektivbildung zu älterem stanc.
Duden – stinken – Wortgeschichte des zugrunde liegenden Verbs von althochdeutsch stincan und mittelhochdeutsch stinken sowie Bedeutungsentwicklung von „dampfen, ausdünsten“ zu „übel riechen“.
Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen – âz – wissenschaftliche Etymologie des Wortes mit den historischen Bedeutungen „Speise, Nahrung, Gericht“, „Aas, Fraß“ und „Essen“.
Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen – stanc – wissenschaftliche Darstellung von althochdeutsch stanc „Geruch, Duft, Gestank, Ausdünstung, Dunst“ und seiner Beziehung zu stinken.
Frontiers in Microbiology – The smell of death – aktuelle wissenschaftliche Übersicht über flüchtige Verbindungen während der Zersetzung, mikrobielle Einflüsse, Umweltfaktoren und forensische Anwendungen.
PubMed – The smell of death. State-of-the-art and future research directions – bibliographischer Datensatz und Zusammenfassung der umfassenden Übersicht über Geruchsprofile verwesender Körper.
PubMed Central – The smell of death – frei zugänglicher Volltext zur chemischen Zusammensetzung von Zersetzungsgerüchen und deren Veränderung durch Temperatur, Mikroorganismen, Insekten und Umweltbedingungen.
Trends in Analytical Chemistry – Forensic decomposition odour profiling – wissenschaftliche Übersicht über Methoden zur Untersuchung flüchtiger organischer Verbindungen bei der Verwesung und deren forensische Bedeutung.
PubMed – Post-mortem volatiles of vertebrate tissue – Review über die Entstehung flüchtiger Verbindungen beim Abbau von Wirbeltiergewebe und die zentrale Rolle mikrobieller Stoffwechselprozesse.
PubMed Central – Decomposition Odour Profiling in the Air and Soil Surrounding Vertebrate Carrion – Untersuchung zu VOC-Profilen von Kadavern in Luft und Boden und zu den starken Einflüssen verschiedener Umweltbedingungen.
PubMed – GC × GC-TOFMS and human cadaveric decomposition olfactive signatures – analytisch-chemische Untersuchung komplexer Geruchsprofile menschlicher Zersetzung mithilfe hochauflösender Gaschromatographie.
PubMed Central – Recent advances in forensic anthropology: decomposition research – Überblick über neuere Zersetzungsforschung, Geruchs-VOCs, Leichenspürhunde und weitere forensische Anwendungen.
PubMed – Effect of carrion beetles on volatile organic compounds – Studie zum Einfluss aasbesiedelnder Käfer auf die Freisetzung von Dimethyldisulfid und Dimethyltrisulfid und deren Attraktivität für weitere Aasinsekten.
PubMed – Responses of Thanatophilus sinuatus to cadaveric volatile compounds – experimentelle Untersuchung der Reaktion eines Aaskäfers auf verschiedene Kadavergeruchsstoffe wie Dimethyldisulfid, Indol, Putrescin und Cadaverin.
Frontiers in Ecology and Evolution – Microbial management in carrion feeding insects – Übersicht zu mikrobiellen Prozessen an Kadavern, flüchtigen Abbauprodukten und deren Bedeutung für aasfressende und aasbrütende Insekten.
PubMed Central – Advances in the use of odour as forensic evidence – Überblick über geruchsbasierte forensische Analytik, Zersetzungs-VOCs, Messinstrumente und den Einsatz von Spürhunden.
Wiktionary – Aasgestank – Übersicht zu Aussprache, Flexion, Zusammensetzung und den Synonymen Aasgeruch und Kadavergeruch.