Giuseppina Angiolini
Überblick
Giuseppina Angiolini, in italienischen Nachweisen auch Giuseppa Angiolini genannt, war eine italienische Ballerina und Primaballerina der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie gehört zur Angiolini-Familie, einer italienischen Tänzer-, Choreographen- und Ballettmeisterfamilie, deren Mitglieder die europäische Ballettgeschichte zwischen dem 18. und frühen 19. Jahrhundert mitprägten. Als Tochter Pietro Angiolinis steht Giuseppina an einer genealogischen und ästhetischen Schwelle: Sie übernimmt den Namen einer älteren Reform- und Theaterfamilie, tritt aber bereits in eine neue, stärker institutionalisierte und frühromantische italienische Ballettkultur ein.
Ihre Laufbahn ist besonders mit dem Teatro alla Scala in Mailand verbunden. Das Österreichische Musiklexikon nennt sie als Primaballerina an der Scala von 1815 bis 1824. Treccani führt sie als Ehefrau des Choreographen Antonio Cortesi, als Angehörige einer bekannten Familie von Tänzern und Choreographen, als Schülerin der Scala-Tanzschule und als Tänzerin, die zwischen 1820 und 1823 in zahlreichen Balletten dieses Hauses auftrat und sich mit anderen Kolleginnen in der Rolle der Prima ballerina abwechselte. Damit gehört sie zu einer Generation von Tänzerinnen, deren Stellung in der Geschichte des italienischen Balletts nicht nur durch einzelne Rollen, sondern auch durch institutionelle Ausbildung, Theaterfamilie, Eheverbindungen, Tourneen und Unterrichtspraxis bestimmt wurde.
Ihre Bedeutung liegt zudem in der Verbindung mit Antonio Cortesi. Durch die Ehe mit diesem Tänzer, Choreographen und Ballettkomponisten wurde Giuseppina Angiolini Teil einer zweiten großen Theaterfamilie. Sie arbeitete mit Cortesi in Mailand, Turin und anderen italienischen Städten, unterrichtete mit ihm an der Schule des Teatro Regio in Turin und blieb auch nach ihrer Scala-Zeit in der italienischen Ballettlandschaft präsent. In ihrer Person verbinden sich daher die Angiolini-Tradition, die Scala-Schule, die Cortesi-Choreographien und die italienische Ballettpraxis der Zeit zwischen klassizistischem Handlungsballett und romantischem Theaterballett.
Kurzdaten
| Name | Giuseppina Angiolini. |
|---|---|
| Namensformen | Giuseppa Angiolini, Giuseppa Cortesi-Angiolini, Giuseppina Cortesi, Giuseppa Angiolini Cortesi, Giuseppina Angiolini Cortesi. |
| Geburt | Geburtsdatum und Geburtsort sind in den konsultierten Fachquellen nicht einheitlich gesichert; in der Forschung wird sie im Umfeld der Zeit um 1800 angesetzt. |
| Tod | 1852. |
| Beruf | Primaballerina, Tänzerin, Ballerina, Scala-Schülerin, Bühnenkünstlerin, Tanzpädagogin und Angehörige einer italienischen Theaterfamilie. |
| Familie | Tochter des Tänzers, Choreographen und Ballettmeisters Pietro Angiolini; Angehörige der Angiolini-Familie. |
| Ehe | Verheiratet mit Antonio Cortesi, Tänzer, Choreograph, Ballettmeister und Komponist; die Ehe wird um 1825 angesetzt. |
| Kinder | Zu den Kindern der Verbindung mit Antonio Cortesi gehören Adelaide Cortesi und Francesco Cortesi; Adelaide wurde später als Sängerin bekannt. |
| Ausbildung | Ausbildung an der Tanzschule des Teatro alla Scala in Mailand; später als allieva emerita in Balletten der Scala genannt. |
| Scala | Als Primaballerina an der Mailänder Scala 1815–1824 nachweisbar; zwischen 1820 und 1823 in zahlreichen Scala-Balletten beteiligt. |
| Wichtige Rolle | 1820 gemeinsam mit Jean Coralli Protagonistin des erfolgreichen Balletts Narciso e le Grazie. |
| Weitere Stationen | Turin, Cremona, Senigallia, Mailand, Teatro alla Canobbiana sowie weitere italienische Städte; mit Antonio Cortesi auch in London, Lissabon und Wien verbunden. |
| Bedeutung | Giuseppina Angiolini steht für die weibliche Balletttradition der Angiolini-Familie, für die Scala-Schule, für die italienische Prima-ballerina-Praxis um 1820 und für den Übergang zur romantischen Ballettkultur im Cortesi-Umfeld. |
Namen, Varianten und Quellenlage
Giuseppina Angiolini erscheint in den Quellen unter mehreren Namensformen. Die italienische Kurzform Giuseppa Angiolini ist besonders wichtig, weil Treccani die Ehefrau Antonio Cortesis so bezeichnet. Daneben begegnen die verheirateten oder zusammengesetzten Formen Giuseppa Cortesi-Angiolini, Giuseppina Cortesi, Giuseppa Angiolini Cortesi und Giuseppina Angiolini Cortesi. Solche Varianten sind für die Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts typisch. Tänzerinnen wurden nach Geburtsnamen, Ehenamen, Bühnennamen, italienischen Kurzformen oder nach wechselnden Librettoansetzungen geführt.
Die Quellenlage ist in zwei Schichten gegliedert. Die erste Schicht betrifft die Angiolini-Familie. Das Österreichische Musiklexikon nennt Giuseppina als Tochter Pietro Angiolinis und als verheiratete Cortesi; außerdem wird sie als Primaballerina an der Scala von 1815 bis 1824 beschrieben. Die zweite Schicht betrifft Antonio Cortesi. Treccani behandelt Giuseppa Angiolini im Artikel zu Antonio Cortesi ausführlicher: Sie gehörte demnach zu einer bekannten Familie von Tänzern und Choreographen, studierte an der Schule des Teatro alla Scala, nahm als allieva emerita an zahlreichen Scala-Balletten zwischen 1820 und 1823 teil, wirkte im Wechsel mit anderen Kolleginnen als Prima ballerina, war 1820 zusammen mit Jean Coralli Protagonistin von Narciso e le Grazie, heiratete Cortesi um 1825, folgte ihm nach Turin, arbeitete dort an der Schule des Teatro Regio mit und starb 1852.
Bei Giuseppina Angiolini ist daher eine präzise Quellenkritik notwendig. Nicht jede Nennung einer Giuseppa, Giuseppina oder Angiolini bezeichnet automatisch dieselbe Person. Auch die Verbindung mit späteren Namen wie Dossi oder mit einzelnen Gesangsrollen ist nur mit Vorbehalt zu behandeln. Der vorliegende Artikel konzentriert sich auf die verlässlich zusammenhängende Figur: die Tochter Pietro Angiolinis, die als Primaballerina an der Scala wirkte, Antonio Cortesi heiratete und als Tänzerin beziehungsweise Tanzpädagogin im italienischen Ballett um 1820 und danach greifbar ist.
Familie und genealogische Einordnung
Giuseppina Angiolini war die Tochter Pietro Angiolinis. Pietro wurde um 1760 in Florenz geboren, war Tänzer, Choreograph und Ballettmeister und ist in Italien, London, Wien und Cremona nachweisbar. Er trat ab 1789 mit eigenen Choreographien hervor und verfasste ungefähr sechzig eigene Ballette. Durch ihn gehörte Giuseppina zu einer Familie, in der Tanz, Choreographie und Theaterberuf über mehrere Generationen weitergegeben wurden.
Die Angiolini-Familie war nicht nur eine genealogische Einheit, sondern eine professionelle Theaterstruktur. Gaspero Angiolini, meist Gasparo Angiolini genannt, steht für die ältere Reformgeneration des Handlungsballetts. Pietro Angiolini und weitere Familienmitglieder wie Nicola Angiolini und Pasquale Angiolini verkörpern die praktische Theater- und Ballettarbeit um 1800. Giuseppina gehört zur folgenden Generation, in der die Tradition weiblich sichtbar wird: nicht als Choreographin im engeren Sinn, sondern als Primaballerina, Scala-Schülerin, Bühnenkünstlerin und spätere Lehrkraft im Umfeld eines großen Choreographen.
Ihre Ehe mit Antonio Cortesi verband die Angiolini mit einer weiteren bedeutenden italienischen Ballettfamilie. Antonio Cortesi war Tänzer, Choreograph und Komponist und schuf zahlreiche Ballette für italienische und internationale Bühnen. Die Verbindung von Angiolini und Cortesi steht exemplarisch für die Heirats- und Berufsnetze der Theaterwelt. Familiennamen wirkten hier als künstlerisches Kapital: Sie bündelten Ausbildung, Stil, Reputation, Engagementmöglichkeiten und öffentliche Wahrnehmung.
Ausbildung an der Scala
Giuseppina Angiolini wurde an der Schule des Teatro alla Scala in Mailand ausgebildet. Diese Angabe ist für ihre Stellung wesentlich. Die Scala war seit ihrer Eröffnung 1778 nicht nur ein Opernhaus, sondern auch ein bedeutender Ort der Ballettpraxis. Die dortige Tanzschule bildete Tänzerinnen und Tänzer aus, die den Anforderungen eines großen Theaters genügen mussten: körperliche Technik, musikalische Präzision, szenische Disziplin, Ensemblefähigkeit, Rollenbewusstsein und stilistische Anpassungsfähigkeit.
Als allieva emerita nahm Giuseppina an zahlreichen Balletten der Scala teil. Diese Bezeichnung zeigt, dass sie nicht nur als einfache Schülerin, sondern als besonders hervorgehobene ehemalige Schülerin beziehungsweise fortgeschrittene Tänzerin wahrgenommen wurde. Der Übergang von der Schule auf die Bühne war im historischen Ballett fließend. Eine begabte Tänzerin konnte bereits früh in Aufführungen auftreten, Erfahrungen sammeln, Rollen übernehmen und sich innerhalb der Hierarchie vom Ensemble zur Solistin und Prima ballerina entwickeln.
Die Ausbildung an der Scala bildet die institutionelle Grundlage ihrer Karriere. Während der Familienname Angiolini die genealogische Herkunft markiert, liefert die Scala-Schule die professionelle Disziplin. Giuseppina verbindet daher zwei Formen der Ausbildung: die familial vermittelte Theatertradition und die formalisierte Ausbildung eines großen Opernhauses.
Scala, Primaballerina und frühe Karriere
Die Mailänder Scala ist der wichtigste Ort in Giuseppina Angiolinis früher Laufbahn. Sie wirkte dort als Primaballerina zwischen 1815 und 1824. In den Jahren 1820 bis 1823 trat sie in zahlreichen Scala-Balletten auf und wechselte sich mit anderen Kolleginnen in der Rolle der Prima ballerina ab. Diese Formulierung ist kulturgeschichtlich bedeutsam, weil sie die Scala nicht als Bühne einzelner unverrückbarer Stars zeigt, sondern als Institution mit mehreren herausgehobenen Tänzerinnen, die in wechselnden Konstellationen eingesetzt wurden.
1820 war Giuseppina Angiolini gemeinsam mit Jean Coralli Protagonistin des erfolgreichen Balletts Narciso e le Grazie. Jean Coralli wurde später als Choreograph von Giselle berühmt; seine frühe Verbindung mit Giuseppina Angiolini zeigt, dass sie in einem Kreis von Tänzern und Choreographen arbeitete, der für die Entwicklung des europäischen romantischen Balletts wichtig werden sollte. Narciso e le Grazie steht zugleich für eine italienische Ballettkultur, die mythologische, allegorische und dekorative Stoffe mit virtuoser Bühnentechnik verband.
Die Rolle einer Primaballerina an der Scala verlangte mehr als technische Beweglichkeit. Sie musste Bühnenpräsenz, Rollenverkörperung, musikalische Sicherheit und eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Choreographien besitzen. Italienische Theaterabende kombinierten Oper, Ballett, Pantomime, Dekoration, Maschinerie und gesellschaftliche Repräsentation. Die Primaballerina stand in diesem System an einer sichtbaren, aber auch stark beanspruchten Position.
Antonio Cortesi und die Cortesi-Verbindung
Um 1825 heiratete Giuseppina Angiolini den Choreographen Antonio Cortesi. Cortesi war ein produktiver Tänzer, Choreograph und Komponist, der für große italienische Bühnen arbeitete und später auch mit dem romantischen Repertoire in Verbindung trat. Durch diese Ehe verschob sich Giuseppinas öffentliche Namensform: In den Quellen erscheint sie nun als Giuseppa beziehungsweise Giuseppina Cortesi-Angiolini oder Angiolini Cortesi. Die Ehe war zugleich eine künstlerische Arbeitsgemeinschaft.
Nach der Eheschließung folgte Giuseppina ihrem Mann nach Turin. Dort nahm sie als Prima ballerina an zahlreichen Choreographien Cortesis teil und arbeitete mit ihm auch im Unterricht an der Schule des Teatro Regio bis 1829. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, weil er sie nicht nur als Tänzerin, sondern auch als Vermittlerin von Tanztechnik und Bühnenwissen zeigt. Die historische Ballerina war nicht ausschließlich Bühnenkörper; sie konnte auch Lehrkraft, Partnerin eines Choreographen und Trägerin einer Schule sein.
Die Verbindung mit Cortesi brachte Giuseppina in ein weiteres internationales Wirkungsfeld. Larousse nennt Cortesi und seine Frau Giuseppa Angiolini in Mailand, in anderen italienischen Städten sowie in London, Lissabon und Wien. Die Ehe verknüpft daher die Angiolini-Tradition mit der Cortesi-Mobilität. Gemeinsam stehen beide für eine italienische Ballettpraxis, die zwischen lokaler Theaterinstitution und europäischer Wanderbewegung vermittelt.
Turin, Cremona, Senigallia, Canobbiana und spätere Stationen
Nach ihrer Scala-Zeit blieb Giuseppina Angiolini nicht auf Mailand beschränkt. Sie trat in Turin, Cremona, Senigallia, erneut an der Scala und an der Mailänder Canobbiana auf. Diese Stationen zeigen die Beweglichkeit italienischer Ballettkünstlerinnen im frühen 19. Jahrhundert. Eine Karriere verlief nicht einfach linear von Schule zu Hauptbühne und Ruhestand, sondern über wechselnde Engagements, Tourneen, Eheverbindungen, Gastspiele, Unterrichtsverhältnisse und Kooperationen.
Das Teatro Regio in Turin war für Giuseppina besonders wichtig, weil sie dort mit Antonio Cortesi sowohl künstlerisch als auch pädagogisch verbunden war. Turin gehörte zu den großen norditalienischen Theaterorten, an denen Ballett, Oper und höfisch-städtische Repräsentation eng ineinandergriffen. Die Tätigkeit an der dortigen Schule zeigt, dass Giuseppina nicht nur ihr eigenes Können einsetzte, sondern auch an der Ausbildung einer folgenden Tänzergeneration beteiligt war.
Cremona und Senigallia verweisen auf die mittleren und regionalen Theaternetze Italiens. Solche Orte waren für die Zirkulation des Balletts wichtig. Hier wurden erfolgreiche Choreographien wiederaufgenommen, angepasst oder neu eingerichtet; Tänzerinnen sammelten Erfahrung, Ensembles wurden zusammengestellt, und Werke großer Häuser gelangten in andere Kontexte. Die Canobbiana in Mailand wiederum war neben der Scala ein wichtiger Aufführungsort, an dem Oper, Ballett und populärere Theaterformen zusammentrafen.
Bühnenprofil und künstlerische Stellung
Giuseppina Angiolinis Bühnenprofil ist das einer Primaballerina der Übergangszeit. Sie gehört nicht mehr zur Generation des rein klassizistischen Handlungsballetts, aber auch noch nicht ausschließlich zur späteren romantischen Ballerinenkultur, die mit Namen wie Marie Taglioni oder Fanny Elssler verbunden wird. Ihre Laufbahn liegt zwischen diesen Phasen. Sie tritt in mythologischen, heroischen, allegorischen und choreographisch aufwendigen Balletten auf und arbeitet zugleich im Umfeld eines Choreographen, Antonio Cortesi, der das italienische Ballett des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts weiterentwickelte.
Als Tochter Pietro Angiolinis brachte sie eine familiäre Legitimation mit. Als Scala-Schülerin und allieva emerita besaß sie eine institutionelle Legitimation. Als Ehefrau Cortesis und Partnerin seiner Arbeit erhielt sie eine weitere künstlerische Einbindung. Diese dreifache Stellung ist charakteristisch: Herkunft, Ausbildung und Ehe bildeten zusammen ein Karrieremodell, das für viele Frauen im Theater des 19. Jahrhunderts bestimmend war.
Ihre Kunst ist nicht in einer eigenen theoretischen Schrift überliefert, sondern in Aufführungsnachweisen, Rollen, Theaterstationen und biographischen Beziehungen. Das bedeutet nicht, dass sie kulturgeschichtlich gering wäre. Im Gegenteil: Die historische Ballettkunst wurde wesentlich durch Körper, Präsenz, Wiederholung, Unterricht und Aufführung weitergegeben. Gerade weil die Choreographien oft nicht vollständig notiert sind, gewinnen die Spuren der Tänzerinnen besondere Bedeutung.
Kulturgeschichtlicher Überblick
Giuseppina Angiolini gehört in die italienische Ballettkultur des frühen 19. Jahrhunderts, eine Epoche, in der sich das Ballett zwischen klassizistischer Pantomime, heroischem ballo eroico, mythologischer Allegorie, Opernhauspraxis und frühromantischer Bühnensprache bewegte. Die großen italienischen Theater, besonders die Scala, bildeten Zentren, in denen Tanz, Musik, Dekoration, Maschinerie, Kostüm und dramatische Handlung auf hohem professionellem Niveau verbunden wurden.
Ihre Karriere zeigt die besondere Rolle der Frau im historischen Ballett. Während Choreographen wie Gaspero Angiolini, Pietro Angiolini oder Antonio Cortesi häufig als Autoren und Leiter erscheinen, wurde die öffentliche Wirkung des Balletts auf der Bühne wesentlich durch Tänzerinnen getragen. Eine Primaballerina verkörperte nicht nur Bewegungsvirtuosität, sondern auch Anmut, Charakter, Affekt, Stil, Rollenpräsenz und gesellschaftliche Sichtbarkeit. Giuseppina Angiolini steht für diese performative Autorität des Körpers.
Die Verbindung zur Scala-Schule macht außerdem die institutionelle Professionalisierung sichtbar. Ballett war nicht mehr nur eine Familienkunst oder höfische Praxis, sondern wurde in Schulen, Ensembles und Theaterhierarchien organisiert. Zugleich blieb die Theaterfamilie wichtig. Giuseppinas Herkunft aus der Angiolini-Familie und ihre Ehe mit Antonio Cortesi zeigen, dass institutionelle Ausbildung und familiäre Netzwerke einander nicht ersetzten, sondern ergänzten.
Schließlich gehört Giuseppina Angiolini in die Vorgeschichte des romantischen Balletts. Die italienischen Theater entwickelten in den 1820er und 1830er Jahren eine reiche Praxis von heroischen, historischen, fantastischen und literarisch inspirierten Balletten. Antonio Cortesi spielte dabei eine wichtige Rolle. Giuseppina wirkte an seiner Seite als Tänzerin, Partnerin und Lehrkraft. Damit steht sie an einem Punkt, an dem die ältere Angiolini-Tradition in die neue italienische Ballettwelt des 19. Jahrhunderts übergeht.
Rollen-, Aufführungs- und Tätigkeitsverzeichnis
Ein Werkverzeichnis im engeren Sinn ist bei Giuseppina Angiolini nicht möglich, weil sie nicht als Komponistin oder Choreographin, sondern als Tänzerin, Primaballerina und Lehrkraft überliefert ist. Das folgende Verzeichnis ist daher als Rollen-, Aufführungs- und Tätigkeitsverzeichnis angelegt. Es fasst die gesicherten und besonders relevanten Nachweise zusammen und trennt diese von unsicheren oder nur namensähnlichen Spuren.
Gesicherte biographische und institutionelle Tätigkeiten
- Ausbildung an der Scala: Giuseppina Angiolini studierte Tanz an der Schule des Teatro alla Scala in Mailand.
- 1815–1824: Tätigkeit als Primaballerina an der Mailänder Scala nach der Familienüberlieferung des Österreichischen Musiklexikons.
- 1820–1823: Teilnahme als allieva emerita an zahlreichen Balletten der Scala, im Wechsel mit anderen Kolleginnen in der Stellung einer Prima ballerina.
- um 1825: Ehe mit dem Tänzer, Choreographen und Komponisten Antonio Cortesi; danach auch unter Cortesi-Namensformen nachweisbar.
- bis 1829: Mitarbeit mit Antonio Cortesi im Unterricht an der Schule des Teatro Regio in Turin.
- 1852: Tod Giuseppa beziehungsweise Giuseppina Angiolinis.
Nachweisbare Rollen, Aufführungen und Bühnenzusammenhänge
- Narciso e le Grazie, 1820, Teatro alla Scala, Mailand; Giuseppina Angiolini war gemeinsam mit Jean Coralli Protagonistin dieses erfolgreichen Balletts.
- Scala-Ballette 1820–1823; Giuseppina Angiolini nahm als allieva emerita an zahlreichen Balletten des Hauses teil und wechselte sich mit anderen Tänzerinnen als Prima ballerina ab.
- Torino / Teatro Regio; Giuseppina Angiolini folgte Antonio Cortesi nach Turin, nahm als Prima ballerina an mehreren seiner Choreographien teil und arbeitete im Unterricht der Ballettschule mit.
- Cremona; Giuseppina Angiolini ist im Umfeld späterer italienischer Theater- und Ballettnachweise mit Cremona verbunden.
- Senigallia; die Stadt gehört zu den späteren italienischen Stationen ihres Wirkens.
- Teatro alla Canobbiana, Mailand; Giuseppina Angiolini trat auch an der Canobbiana auf, einem wichtigen zweiten Mailänder Theater neben der Scala.
- Mailand und weitere italienische Städte; ihre Tätigkeit mit Antonio Cortesi führte sie in mehrere Theaterzusammenhänge der nord- und mittelitalienischen Bühnenlandschaft.
- London, Lissabon und Wien; in zusammenfassenden Tanzlexikonangaben wird die gemeinsame Arbeit Antonio Cortesis und seiner Frau Giuseppa Angiolini auch mit diesen Städten verbunden.
Spätere und vorsichtig zu behandelnde Namensspuren
- Giuseppa Cortesi-Angiolini; Namensform nach der Ehe mit Antonio Cortesi, besonders für Recherchen zu Aufführungen der mittleren 1820er Jahre wichtig.
- Giuseppina Angiolini Dossi; einzelne spätere Theaterchronologien nennen eine Trägerin dieses Namens. Ob und wie diese Namensform mit der hier behandelten Giuseppina Angiolini identisch ist, muss für jeden Einzelfall gesondert geprüft werden.
- Giuseppa Angioli; Varianten ohne vollständiges -ni erscheinen in späteren biographischen Zusammenhängen der Cortesi-Familie, besonders bei Angaben zu Adelaide Cortesi. Auch hier ist eine quellenkritische Prüfung der Namensform nötig.
Nicht gesicherte oder nicht überlieferte Werkbereiche
- Choreographien: Eigenständige Choreographien Giuseppina Angiolinis sind im konsultierten Quellenstand nicht sicher nachweisbar.
- Kompositionen: Musikalische Kompositionen sind ihr nicht zuzuschreiben.
- Theoretische Schriften: Tanztheoretische Schriften Giuseppina Angiolinis sind nicht bekannt.
- Vollständige Rollenlisten: Eine vollständige Liste aller Scala-, Turin-, Cremona-, Senigallia- und Canobbiana-Auftritte lässt sich aus den verfügbaren Onlinequellen nicht abschließend erstellen.
- Verwechslungsgefahr: Nennungen von Giuseppa, Giuseppina, Angiolini, Angioli, Cortesi-Angiolini oder Angiolini Dossi müssen im Einzelfall überprüft werden, weil mehrere Namens- und Familienkonstellationen berührt sein können.
Familiennahe Personen
Pietro Angiolini war Giuseppinas Vater. Er war Tänzer, Choreograph und Ballettmeister und wirkte zwischen Italien, London, Wien und Cremona. Seine eigene Karriere erklärt Giuseppinas frühe Einbindung in eine professionelle Ballettfamilie.
Carolina Pitrot war die Ehefrau Pietro Angiolinis und eine berühmte Tänzerin. Sie ist für Giuseppinas familiären Hintergrund wichtig, weil die Angiolini-Pitrot-Verbindung zwei Theaterfamilien miteinander verband.
Gaspero Angiolini, meist Gasparo Angiolini genannt, war der berühmteste Vertreter der weiteren Familie. Als Reformchoreograph des Handlungsballetts bildet er den älteren ästhetischen Hintergrund des Namens Angiolini.
Antonio Cortesi war Giuseppinas Ehemann. Er war Tänzer, Choreograph und Komponist und schuf zahlreiche Ballette für italienische Bühnen. Durch ihn wurde Giuseppina Teil des Cortesi-Netzwerks.
Adelaide Cortesi war eine Tochter aus der Cortesi-Familie und wurde später als Sängerin bekannt. Ihre Biographie zeigt die Fortsetzung der Bühnenberufe in der nächsten Generation.
Francesco Cortesi gehört ebenfalls zur nächsten Generation der Cortesi-Familie und ist in musik- und theatergeschichtlichen Nachweisen als Künstler der Familie greifbar.
Wirkung und Rezeption
Giuseppina Angiolini besitzt keine so ausgeprägte Einzelrezeption wie große Choreographen ihrer Zeit. Ihre Bedeutung erscheint vielmehr in Familienartikeln, Theaterlexika, Angaben zu Antonio Cortesi, Scala- und Theaterchronologien sowie in verstreuten Libretto- und Aufführungsnachweisen. Gerade diese Form der Überlieferung ist typisch für Tänzerinnen des frühen 19. Jahrhunderts. Ihre Kunst war wesentlich performativ und körperlich; sie hinterließ keine Partituren und meist keine theoretischen Schriften.
Ihre Wirkung ist dennoch erheblich. Als Primaballerina der Scala gehörte sie zu den sichtbaren Trägerinnen des italienischen Balletts. Als Schülerin und allieva emerita der Scala verkörperte sie die institutionelle Ausbildung eines großen Hauses. Als Ehefrau und Mitarbeiterin Antonio Cortesis wirkte sie in einer produktiven Choreographenfamilie. Als Lehrkraft am Teatro Regio in Turin gab sie Bühnenwissen weiter. Damit steht sie für die Verbindung von Aufführung, Ausbildung, Familie und Weitergabe.
In einer erweiterten Ballettgeschichte ist Giuseppina Angiolini besonders wichtig, weil sie die weibliche Linie einer berühmten Tänzer- und Choreographenfamilie sichtbar macht. Die Angiolini werden häufig über Gaspero, Pietro, Nicola und Pasquale erzählt. Giuseppina zeigt, dass die Familie auch durch Primaballerinen, Tänzerinnen und Pädagoginnen weiterwirkte. Ihr Artikel ergänzt daher die Geschichte des Handlungsballetts um die Geschichte der Bühne als weiblicher Aufführungs- und Ausbildungsraum.
Sekundärliteratur
- Ascarelli, Alessandra: Cortesi, Antonio. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 29. Rom: Istituto della Enciclopedia Italiana, 1983. Grundlegender Fachartikel zu Antonio Cortesi mit wichtigen Angaben zu Giuseppa Angiolini als Ehefrau, Scala-Schülerin, Primaballerina und Mitarbeiterin an der Turiner Ballettschule.
- Brown, Bruce Alan: Gluck and the French Theatre in Vienna. Oxford: Clarendon Press, 1991. Wichtig für den älteren Angiolini-Kontext und die Reformtradition, aus der die Familie hervorging.
- Dahms, Sibylle: Choreographische Aspekte im Werk J. G. Noverres und G. Angiolinis. In: Tanzforschung 2, Wilhelmshaven 1991, S. 93–110. Beitrag zur älteren Reformtradition der Angiolini-Familie.
- Dahms, Sibylle: Das Repertoire des „Ballet en action“. Noverre – Angiolini – Lauchery. In: Wolfgang Gratzer und Andrea Lindmayr: De editione musices. Festschrift Gerhard Croll zum 65. Geburtstag. Laaber 1992, S. 125–142. Repertoiregeschichtliche Untersuchung des Handlungsballetts.
- Fabbricatore, Arianna Béatrice: La Querelle des Pantomimes. Danse, culture et société dans l’Europe des Lumières. Rennes: Presses universitaires de Rennes, 2017. Kulturgeschichtliche Studie zur europäischen Ballettdebatte des 18. Jahrhunderts.
- Gatti, Carlo: Il teatro alla Scala nella storia e nell’arte. Mailand 1964. Wichtig für die Scala-Chronologie und die Einordnung der Ballettgeschichte des Hauses.
- Guest, Ivor: The Romantic Ballet in England. London 1954. Einschlägig für den internationalen Kontext der Cortesi- und Angiolini-Verbindungen im frühen 19. Jahrhundert.
- Hilscher, Elisabeth Th. / Fastl, Christian: Angiolini, Familie. In: Österreichisches Musiklexikon online. Grundlegender deutschsprachiger Familienartikel mit Angaben zu Giuseppina als Tochter Pietro Angiolinis und Primaballerina an der Scala.
- Larousse: Dictionnaire de la danse, Artikel Antonio Cortesi. Bietet eine knappe internationale Einordnung Cortesis und nennt die gemeinsame Tätigkeit mit seiner Frau Giuseppa Angiolini.
- Monaldi, Gino: Le regine della danza nel secolo XIX. Turin 1910. Ältere tanzgeschichtliche Darstellung, die für das Umfeld der Prima-ballerina-Kultur des 19. Jahrhunderts wichtig ist.
- Rossi, Luigi: Il ballo alla Scala 1778–1970. Mailand 1972. Standardwerk zur Ballettgeschichte der Scala und zu den institutionellen Zusammenhängen von Giuseppina Angiolinis Laufbahn.
- Treccani: Cortesi, Antonio. Fachlexikalischer Artikel mit zentralen Angaben zu Giuseppa Angiolini, ihrer Ausbildung, Scala-Tätigkeit, Ehe mit Cortesi, Turiner Unterrichtsarbeit und späteren Stationen.
Ausgewählte Onlinequellen
- Byers Music: In search of Angiolini Recherchebeitrag zur Namens- und Familienüberlieferung der Angiolini, mit Hinweisen auf Giuseppina Angiolini und spätere Cortesi-Namensformen.
- Deutsches Historisches Institut in Rom: Chronologie des Teatro Valle, Teil III Theaterchronologische PDF-Publikation mit späteren Namensspuren zu Giuseppina Angiolini in römischen Aufführungskontexten; wegen möglicher Namensgleichheiten quellenkritisch zu verwenden.
- Larousse: Antonio Cortesi Französischer Tanzlexikonartikel zu Antonio Cortesi mit Hinweis auf seine gemeinsame Arbeit mit Giuseppa Angiolini in Mailand, weiteren italienischen Städten, London, Lissabon und Wien.
- MGG Online: Angiolini Fachlexikalischer Artikel zur Familie Angiolini und zum theatergeschichtlichen Zusammenhang ihrer Mitglieder.
- Österreichisches Musiklexikon: Angiolini, Familie Grundlegender deutschsprachiger Onlineartikel zur Angiolini-Familie; nennt Giuseppina Angiolini als Tochter Pietro Angiolinis, verheiratete Cortesi und Primaballerina an der Scala 1815–1824.
- Teatro Comunale di Bologna: Archivio storico 1834–1843 Theaterchronologische Onlinequelle mit späteren Namensformen wie Giuseppina Angiolini Dossi; für die Identifikation nur mit Vorsicht zu verwenden.
- Treccani: Cortesi, Antonio Zentraler biographischer Fachartikel zu Antonio Cortesi mit ausführlichen Angaben zu seiner Ehefrau Giuseppa Angiolini, ihrer Scala-Ausbildung, Prima-ballerina-Tätigkeit, Turiner Unterrichtsarbeit und Tod 1852.
- Internet Archive: O Real Theatro de S. Carlos de Lisboa Volltextquelle zur Theatergeschichte des Teatro São Carlos in Lissabon mit Namensnennungen zu Giuseppina Angiolini im frühen 19. Jahrhundert.
Weiterführende Einträge
- Angiolini Italienische Tänzer-, Choreographen- und Ballettmeisterfamilie des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
- Gaspero Angiolini Reformchoreograph, Tänzer, Komponist und Theoretiker des Handlungsballetts.
- Pietro Angiolini Tänzer, Choreograph und Ballettmeister, Vater Giuseppina Angiolinis.
- Antonio Cortesi Italienischer Tänzer, Choreograph und Komponist, Ehemann Giuseppina Angiolinis.
- Ballerina Italienisch geprägte Bezeichnung für eine Tänzerin des Balletts, besonders im Opernhaus- und Theaterkontext.
- Ballo eroico Heroische Ballettform des italienischen Theaters, wichtig für die Ballettpraxis um 1800.
- Ballett Bühnentanzform zwischen Körpertechnik, Szene, Musik, Pantomime und dramatischer Handlung.
- Ballettgeschichte Historische Erforschung von Tanzformen, Bühnenpraxis, Choreographie, Ausbildung und Aufführungskultur.
- Ballettschule Institution der tänzerischen Ausbildung, für Giuseppinas Scala-Karriere besonders wichtig.
- Teatro alla Canobbiana Mailänder Theater, an dem Giuseppina Angiolini nach ihrer Scala-Zeit ebenfalls auftrat.
- Choreographie Künstlerische Ordnung von Bewegung, Körper, Raum, Szene und dramatischer Handlung.
- Adelaide Cortesi Sängerin der Cortesi-Familie und Tochter Antonio Cortesis und Giuseppa Angiolinis.
- Francesco Cortesi Künstler aus der Cortesi-Familie und Sohn Antonio Cortesis und Giuseppa Angiolinis.
- Cortesi Italienische Theater- und Ballettfamilie, mit der Giuseppina Angiolini durch ihre Ehe verbunden war.
- Cremona Italienischer Theaterort, der zu den späteren Stationen Giuseppina Angiolinis gehört.
- Giuseppina Angiolini Primaballerina aus der Angiolini-Familie, Tochter Pietro Angiolinis und Ehefrau Antonio Cortesis.
- Jean Coralli Tänzer und Choreograph, 1820 gemeinsam mit Giuseppina Angiolini in Narciso e le Grazie beteiligt.
- Scuola di ballo del Teatro alla Scala Mailänder Ballettschule, an der Giuseppina Angiolini ausgebildet wurde.
- Libretto Text- und Szenarienform, die für die Rekonstruktion historischer Opern- und Ballettaufführungen wichtig ist.
- Lissabon Europäischer Theaterort, der im Cortesi-Angiolini-Zusammenhang genannt wird.
- London Internationaler Theaterort der italienischen Ballett- und Cortesi-Angiolini-Mobilität.
- Mailand Zentraler Wirkungsort Giuseppina Angiolinis und Standort von Scala und Canobbiana.
- Narciso e le Grazie Erfolgreiches Scala-Ballett von 1820, in dem Giuseppina Angiolini mit Jean Coralli als Protagonistin auftrat.
- Oper Musiktheaterform, in deren Aufführungskontext Ballett im 19. Jahrhundert regelmäßig eingebunden war.
- Pantomime Gebärden- und Körperkunst ohne gesprochenen Text, zentral für viele Ballettformen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
- Primaballerina Hervorgehobene erste Tänzerin eines Ballettensembles, zentrale Bühnenrolle in Giuseppina Angiolinis Karriere.
- Romantisches Ballett Ballettströmung des 19. Jahrhunderts, deren italienische Vorgeschichte Giuseppina Angiolinis Umfeld berührt.
- Teatro alla Scala Mailänder Opern- und Balletttheater, an dem Giuseppina Angiolini als Primaballerina wirkte.
- Senigallia Italienischer Theaterort, der zu Giuseppina Angiolinis späteren Stationen gehört.
- Tänzerin Bühnenberuf zwischen Körpertechnik, Rollenverkörperung, musikalischer Präzision und szenischem Ausdruck.
- Tanz Künstlerische Bewegungspraxis zwischen sozialer Form, Bühne, Virtuosität und dramatischem Ausdruck.
- Tanzpädagogik Vermittlung tänzerischer Technik, Bühnenpraxis und stilistischer Bildung.
- Teatro Regio Turin Turiner Theater und Schule, an der Giuseppina Angiolini mit Antonio Cortesi verbunden war.
- Theaterfamilie Familiale Berufsform, in der Bühnenwissen, Ausbildung, Engagement und künstlerische Praxis weitergegeben wurden.
- Theatergeschichte Historische Erforschung von Bühnenformen, Institutionen, Aufführungspraktiken und Theaterberufen.
- Theaterzettel Aufführungsdokument, das für die Rekonstruktion historischer Theater- und Ballettabende wichtig ist.
- Turin Wichtiger italienischer Theaterort, an dem Giuseppina Angiolini mit Antonio Cortesi tätig war.
- Wien Europäischer Theaterort, der im Cortesi-Angiolini-Kontext genannt wird.