Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov (Владимир Александрович Александров)

Sowjetischer Komponist, Dirigent und Orchesterleiter; geboren am 26. Juli 1910 nach neuer, am 13. Juli 1910 nach alter Zählung in Tver; gestorben laut Auftrag am 18. November 1978 in Moskau, in russischen Nachschlagequellen abweichend meist am 8. November 1978 geführt.

Überblick

Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov war ein sowjetischer Komponist und Dirigent. Er wurde am 26. Juli 1910 nach neuer Zählung, am 13. Juli 1910 nach alter Zählung, in Tver geboren. Der Auftrag nennt als Todesdatum den 18. November 1978 in Moskau; mehrere russische Nachschlagequellen führen abweichend den 8. November 1978, einzelne westliche Werkverzeichnisse den 28. November 1978. Der vorliegende Artikel folgt für Seitenkopf und maschinenlesbare Datierung der Auftragangabe und vermerkt die Abweichungen quellenkritisch.

Vladimir Aleksandrov war der mittlere Sohn des Komponisten, Chorleiters und Gründers des Alexandrov-Ensembles Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov. Seine Brüder waren Boris Aleksandrovič Aleksandrov, der nach dem Tod des Vaters die Leitung des Ensembles übernahm, und Aleksandr Aleksandrovič Aleksandrov, der ebenfalls als Komponist und Dirigent im Ensembleumfeld wirkte und früh starb. Vladimir Aleksandrov steht damit in einer der markantesten Musikerfamilien der sowjetischen Chor-, Militär- und Liedkultur.

Seine öffentliche Bedeutung liegt weniger in einzelnen, heute allgemein bekannten Kompositionen als in seiner Funktion als Dirigent, Orchesterleiter und Repertoirekomponist im Umfeld des Rotbanner-Ensembles der Sowjetarmee. Er sang schon als Kind in kirchlichen Chören, erhielt musikalischen Unterricht, sang nach dem Umzug nach Moskau im Kinderchor des Bolschoi-Theaters, absolvierte eine musikalische Ausbildung im Fach Klavier und schloss 1938 am Moskauer Konservatorium die Kompositionsklasse Reinhold Glières ab.

Von 1938 bis 1942 arbeitete er im Ensemble des Moskauer Militärbezirks als stellvertretender künstlerischer Leiter und Dirigent. 1942 wechselte er in das Rotbanner-Ensemble der Sowjetarmee, das von seinem Vater geprägt worden war. Dort wirkte er bis 1968 als Leiter und Dirigent des Orchesters. Diese Funktion war für das Ensemble erheblich, weil dessen Klang nicht allein durch den Männerchor, sondern durch die Verbindung von Chor, Solisten, Orchester, Bajan, Bläserfarben, Tanzrhythmus und militärischer Repräsentation bestimmt wurde.

Als Komponist schrieb Vladimir Aleksandrov vor allem Lieder für das Ensemble. Mehrere seiner Stücke stehen in der Kultur des sowjetischen Armeeliedes und spiegeln militärische Erinnerung, Bürgerkrieg, Marine, Partisanenkrieg, Front, Veteranen, Soldatenalltag, Marsch, patriotischen Pathos und Nachkriegsfriedensrhetorik. Unter den häufig genannten Titeln befinden sich Poходная песня, Песня о Чапаеве, Знамя красное взвилось, Боевая сестра, Комбат Угрюмов, Краснофлотская, Клятва, Солдатский вальс, Марш Советской Армии, Мамаев курган und Вальс подводников.

Daneben versuchte er sich auch in anderen Gattungen. Genannt werden das Ballett Zolotaja rybka von 1948, Orchester- und Kammermusik, Klaviermusik und Romanzen auf Gedichte russischer Dichter, darunter Aleksandr Puškin und Nikolaj Nekrasov. Die frei greifbare Quellenlage ist allerdings vor allem bei den Liedern und beim Ensemblezusammenhang dichter als bei den größeren oder kammermusikalischen Werkgruppen.

Kurzdaten

Name Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov.
Russische Namensform Владимир Александрович Александров.
Weitere Namensformen Vladimir Alexandrovich Alexandrov, Wladimir Alexandrowitsch Alexandrow, Vladimir Aleksandrovich Aleksandrov, Vladimir Alexandrov, Vladimir A. Alexandrov und В. А. Александров.
Geburt 26. Juli 1910 nach neuer Zählung, 13. Juli 1910 nach alter Zählung, in Tver.
Tod Laut Auftrag 18. November 1978 in Moskau; mehrere russische Quellen nennen abweichend den 8. November 1978, einzelne westliche Werkverzeichnisse den 28. November 1978.
Grab Moskau, Nowodewitschi-Friedhof, im Umfeld der Gräber seines Vaters Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov und seines Bruders Boris Aleksandrovič Aleksandrov.
Beruf Komponist, Dirigent, Orchesterleiter, Musiker des Alexandrov-Ensembles und musikalischer Funktionsträger der sowjetischen Armeekultur.
Familie Sohn von Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov und Ksenija Pavlovna Aleksandrova; Bruder von Boris Aleksandrovič Aleksandrov und Aleksandr Aleksandrovič Aleksandrov.
Ausbildung Musikschule in Tver, Kinderchor des Bolschoi-Theaters, Musikschule beziehungsweise Musikfachausbildung im Fach Klavier und Moskauer Konservatorium; Abschluss 1938 in der Kompositionsklasse Reinhold Glières.
Frühe Tätigkeit 1938 bis 1942 im Ensemble des Moskauer Militärbezirks als stellvertretender künstlerischer Leiter und Dirigent.
Haupttätigkeit 1942 bis 1968 Leiter und Dirigent des Orchesters im Rotbanner-Ensemble des Liedes und Tanzes der Sowjetarmee im Namen A. V. Aleksandrov.
Öffentliche Funktion Deputierter des Obersten Sowjets der RSFSR der ersten Einberufung für den Wahlkreis Istra im Gebiet Moskau, 1938 bis 1947.
Ehrentitel Verdienter Künstler der RSFSR 1949 und Verdienter Kunstschaffender der RSFSR 1960.
Auszeichnungen Orden des Roten Banners der Arbeit, Orden „Zeichen der Ehre“, Orden des Roten Sterns und Medaillen.
Wichtige Werke Poходная песня, Песня о Чапаеве, Знамя красное взвилось, Боевая сестра, Комбат Угрюмов, Краснофлотская, Клятва, Солдатский вальс, Марш Советской Армии, Мамаев курган, Вальс подводников und das Ballett Zolotaja rybka.
Kulturgeschichtliche Bedeutung Vladimir Aleksandrov verkörpert die zweite Generation der Alexandrov-Familie im Rotbanner-Ensemble: weniger als institutioneller Gründer oder berühmter Operettenkomponist, sondern als Orchesterleiter, Dirigent und Komponist von Armeeliedern im Repertoire der sowjetischen Militär- und Chorkultur.

Ausführlicher Kulturüberblick

Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov ist eine Gestalt, deren Bedeutung stark aus dem institutionellen Zusammenhang hervorgeht. Er steht nicht im Vordergrund der internationalen Musikgeschichtsschreibung wie sein Vater Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov, der Gründer des Ensembles und Komponist der Hymnenmelodie, und auch nicht wie sein Bruder Boris Aleksandrov, der durch Svad’ba v Malinovke und die jahrzehntelange Leitung des Ensembles bekannt wurde. Vladimir Aleksandrov verkörpert vielmehr die praktische, orchestrale, dirigentische und repertoirebildende Arbeit innerhalb derselben musikalischen Tradition.

Diese Tradition beginnt in Tver. Dort wirkte sein Vater als Musiker, Regens und Chorleiter, und dort wurde Vladimir geboren. Die frühe musikalische Prägung durch kirchlichen Knabenchor, Musikschule und Familienmilieu verbindet ihn mit dem älteren russischen Chorklang, der später im sowjetischen Armeechor eine säkulare, staatliche und militärische Gestalt annahm. Schon diese biographische Linie zeigt den Übergang von Kirchenchor zu Armeekultur, von liturgischer Disziplin zu sowjetischer Repräsentation.

Nach dem Umzug der Familie nach Moskau trat Vladimir Aleksandrov in ein anderes Klangmilieu ein. Er sang im Kinderchor des Bolschoi-Theaters, erhielt eine Klavierausbildung und studierte später am Moskauer Konservatorium. Der Abschluss in der Kompositionsklasse Reinhold Glières im Jahr 1938 ordnet ihn in die sowjetische akademische Kompositionsschule ein. Glière stand für solides Handwerk, melodische Fasslichkeit, orchestrale Sicherheit und eine spätromantisch-russische Kontinuität, die in der sowjetischen Musikpädagogik anschlussfähig blieb.

Die Jahre ab 1938 führten Aleksandrov in den militärischen Ensemblebereich. Das Ensemble des Moskauer Militärbezirks und später das Rotbanner-Ensemble waren keine gewöhnlichen Chöre. Sie waren Kulturinstitutionen der Armee. Ihre Aufgabe war Repräsentation, Unterhaltung, Mobilisierung, Traditionspflege, Front- und Truppenbetreuung, internationale Präsentation und Produktion eines kollektiven Klangbildes. Dirigenten in diesem Umfeld waren zugleich Musiker, Organisatoren, Pädagogen und Repertoiregestalter.

Vladimir Aleksandrovs Hauptfunktion war die Leitung und Dirigentenarbeit im Orchester des Alexandrov-Ensembles. Der berühmte Klang des Ensembles wird oft mit dem Männerchor identifiziert, doch seine Wirkung entsteht durch das Zusammenwirken von Chor und Orchester. Das Orchester gab harmonisches Fundament, rhythmische Schärfe, Marschprofil, Tanzenergie, dramatische Steigerung und klangliche Farbe. Gerade in einem Ensemble, das Volkslied, Armeelied, Opernnummer, Tanz, Rezitation und internationale Konzertstücke verbinden konnte, war die Orchesterleitung eine Schlüsselposition.

Seine eigenen Kompositionen gehören überwiegend in den Bereich des sowjetischen Armeeliedes. Diese Gattung ist nicht bloß ein militärischer Gebrauchsgesang. Sie ist eine zentrale Form sowjetischer Erinnerungskultur. In ihr werden Bürgerkrieg, Rote Armee, Marine, Partisanen, Frontsoldaten, Mütter, Veteranen, Waffenbrüder, Sieg, Frieden und staatliche Loyalität musikalisch verdichtet. Vladimir Aleksandrov schrieb Lieder, die im Repertoire des Ensembles einen solchen Erinnerungs- und Repräsentationsraum ausfüllten.

Die in den Quellen genannten Liedtitel zeigen eine auffällige Bandbreite innerhalb dieses Rahmens. Frühe Titel wie Boevaja sestra, Kombat Ugrjumov, Krasnoflotskaja, Pesnja o Čapaeve, Znamja krasnoe vzvilos’ und Pochodnaja pesnja stehen in der Nähe von Soldaten-, Bürgerkriegs- und Marineerinnerung. Titel wie Kljatva, Pesnja morskoj pechoty, Soldatskij val’s und Soldaty mira zeigen den Übergang zur Kriegs- und Nachkriegskultur. Spätere Titel wie Na straže mira, Mamaev kurgan, Pesnja veterana, Val’s podvodnikov und Geroj Otčizny gehören stärker zur Erinnerung, zum Veteranenkult und zur Friedensrhetorik der späteren Sowjetzeit.

Dass Aleksandrov sich auch in anderen Gattungen versuchte, ist wichtig. Das Ballett Zolotaja rybka von 1948 verweist auf die Möglichkeit, Märchenstoff, Tanz, Orchesterklang und sowjetische Bühnenästhetik miteinander zu verbinden. Orchester- und Kammerwerke, Klaviermusik und Romanzen auf Puškin und Nekrasov zeigen eine akademische Seite, die in der öffentlichen Erinnerung vom Ensemblekontext überlagert wurde. Er war also nicht nur Funktionär eines Repertoires, sondern ein ausgebildeter Komponist mit breiterem Anspruch.

Kulturgeschichtlich steht Vladimir Aleksandrov für die handwerkliche Mitte der sowjetischen Musikpraxis. Seine Rolle ist weniger spektakulär als die seines Vaters oder Bruders, aber gerade deshalb aufschlussreich. Er zeigt, wie eine große staatliche Klanginstitution auf vielen Schultern ruhte: auf Komponisten, Arrangeuren, Orchesterleitern, Dirigenten, Chormeistern, Solisten, Tänzern und Organisatoren. Ohne solche Figuren wäre die öffentlich sichtbare Monumentalität des Ensembles nicht möglich gewesen.

Familie, Herkunft und Alexandrov-Dynastie

Vladimir Aleksandrov war der mittlere Sohn von Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov und Ksenija Pavlovna Aleksandrova. Diese Familie war im sowjetischen Musikleben ungewöhnlich stark präsent. Der Vater prägte das Rotbanner-Ensemble, schrieb die Musik der sowjetischen Staatshymne und wurde zu einer Symbolfigur der sowjetischen Chorkultur. Boris Aleksandrov, Vladimirs älterer Bruder, wurde Komponist, Operettenautor und nach dem Tod des Vaters Leiter des Ensembles. Aleksandr Aleksandrovič Aleksandrov, der jüngere Bruder, war ebenfalls Komponist und Dirigent und wirkte im Ensembleumfeld, starb jedoch 1942.

Die Familiengeschichte ist deshalb nicht nur privat, sondern institutionell. Der Name Aleksandrov wurde zum Namen eines Ensembles, eines Klangideals und einer kulturellen Kontinuität. Vladimir Aleksandrov gehört in diese Kontinuität, ohne dass er dieselbe öffentliche Sichtbarkeit erreichte wie Vater und Bruder. Seine Funktion war stärker die eines Dirigenten, Orchesterleiters und Repertoirekomponisten.

Die frühe Herkunft aus Tver verbindet die Familie mit einer vorrevolutionären russischen Chorkultur. Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov leitete dort Chöre; die Kinder wuchsen mit Gesang, Kirchenklang und musikalischer Ausbildung auf. Dieser Hintergrund erklärt, warum die spätere sowjetische Musik der Familie trotz aller ideologischen Neurahmung eine tiefe Affinität zur Chordisziplin, zur getragenen Melodik und zum repräsentativen Klang behielt.

Ausbildung in Tver, Moskau und am Moskauer Konservatorium

Vladimir Aleksandrov begann seine musikalische Laufbahn in einem kirchlichen Knabenchor unter Leitung seines Vaters und erhielt parallel Unterricht an einer Musikschule. Diese doppelte frühe Prägung aus praktischer Chorarbeit und systematischem Unterricht war typisch für die Ausbildung vieler russischer Musiker, die später im sowjetischen System Karriere machten.

Nach dem Umzug nach Moskau sang er im Kinderchor des Bolschoi-Theaters. Damit kam er früh mit professioneller Theater- und Opernpraxis in Berührung. Außerdem schloss er eine musikalische Ausbildung im Fach Klavier ab. Diese pianistische Grundlage war für die spätere Kompositionsausbildung wichtig, besonders für Partiturarbeit, Begleitung, Harmonie und praktische Probenarbeit.

1931 trat er in das Moskauer Konservatorium ein. 1938 schloss er die Kompositionsklasse Reinhold Glières ab. Glière war eine der zentralen pädagogischen Figuren der sowjetischen Musik, ein Komponist mit starkem Sinn für Melodie, Orchesterfarbe und traditionelle Form. Diese Ausbildung prägte Aleksandrovs Fähigkeit, für Chor, Orchester und Ensemble in einer verständlichen, publikumsnahen Sprache zu schreiben.

Ensemble des Moskauer Militärbezirks

Nach Abschluss des Konservatoriums trat Vladimir Aleksandrov 1938 in das Ensemble des Moskauer Militärbezirks ein. Dort arbeitete er als stellvertretender künstlerischer Leiter und Dirigent. Diese Station war für seine spätere Haupttätigkeit grundlegend. Sie führte ihn in jene Form sowjetischer Musikpraxis, in der Ensemble, Armee, Bühne, Lied, Chor, Orchester und Repräsentation untrennbar verbunden waren.

Das Ensemble des Moskauer Militärbezirks war zugleich Ausbildungsfeld und praktischer Klangkörper. Es verlangte von seinen Musikern eine andere Flexibilität als ein klassisches Symphonieorchester. Repertoire musste schnell einstudiert werden, es musste für Soldaten, Staatsakte, Feiern und öffentliche Aufführungen funktionieren, und es musste häufig einen klaren ideologischen oder patriotischen Bezug tragen.

Für Aleksandrov bedeutete diese Arbeit die Verbindung von kompositorischem Handwerk und unmittelbarer Aufführungspraxis. Er lernte, wie ein Lied im Ensemble klingt, wie ein Orchester einen Chor trägt, wie Marsch und Walzer in militärisch-konzertanter Form wirken und wie man Klang für große Räume und repräsentative Anlässe disponiert.

Rotbanner-Ensemble und Orchesterleitung

1942 wechselte Vladimir Aleksandrov in das Rotbanner-Ensemble des Liedes und Tanzes der Sowjetarmee im Namen A. V. Aleksandrov. Dort wirkte er bis 1968 als Leiter und Dirigent des Orchesters. Diese langjährige Tätigkeit ist der Kern seiner Biographie. Das Ensemble war der wichtigste sowjetische Klangkörper seiner Art und verband Chor, Solisten, Orchester und Tanz zu einem staatlich repräsentativen Bühnenformat.

Das Orchester hatte in diesem Ensemble mehrere Funktionen. Es begleitete den Chor, formte Marsch- und Tanzrhythmen, lieferte dramatische Übergänge, unterstützte Solisten, färbte Volksliedbearbeitungen und gab dem Konzert eine symphonisch-theatralische Ausdehnung. Die Orchesterleitung war daher keine bloß technische Begleitfunktion, sondern ein Teil der künstlerischen Gesamtform.

Vladimir Aleksandrov trat in ein Ensemble ein, das vom Vater geprägt war und später vom Bruder Boris geleitet wurde. Seine Position lag zwischen beiden: Er war Mitglied der Familie, ausgebildeter Komponist und praktischer Dirigent, aber nicht die öffentlichste Leitfigur. Seine Arbeit stabilisierte und prägte dennoch die klangliche Realität des Ensembles über mehr als zwei Jahrzehnte.

Im Repertoire des Ensembles wurden auch seine eigenen Lieder aufgeführt. Dadurch hatte er unmittelbare Rückkopplung zwischen Komposition und Aufführung. Ein Lied musste nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern mit den spezifischen Stimmen, dem Orchester und der Bühnenpraxis des Ensembles funktionieren.

Lied, Armeekultur und sowjetisches Repertoire

Vladimir Aleksandrovs wichtigste Werkgruppe ist das Lied. Seine Lieder stehen in der Tradition des sowjetischen Armeeliedes, des Massenliedes und des Chorrepertoires des Alexandrov-Ensembles. Diese Gattung setzt auf klare Melodik, Textverständlichkeit, rhythmische Prägnanz und unmittelbare Wirkung. Sie soll singbar, aufführbar, erinnerbar und kollektiv verwendbar sein.

Viele seiner Lieder sind auf Texte von Armeedichtern geschrieben. Genannt werden unter anderem Rykalin, Krivinskij, Cezar’ Solodar’, Aleksandr Tvardovskij, Aleksej Surkov, Sergej Alymov, Stepan Ščipačev, Danilevič, G. Rublev, Sergej Ostrovoj, Andronov, A. Godov, Glotov, Jarkin, Brodovskij, Maškov, Voron’ko und I. Morozov. Die Vielfalt dieser Textpartner zeigt die enge Verbindung zwischen Komposition und sowjetischem literarisch-militärischem Repertoire.

Die Inhalte decken fast die ganze militärische Erinnerungskultur der Roten beziehungsweise Sowjetarmee ab. Bürgerkrieg, Čapaev-Mythos, Marine, Kampfbataillon, Schwur, Front, Marineinfanterie, Soldatenwalzer, Sowjetarmee, Kommunisten, Friedenswache, Karpathen, Mutter, Sohn, Veteranen, Mamajew-Hügel, U-Boot-Fahrer und Vaterlandshelden erscheinen als Themen. Musik dient hier als Gedächtnisform.

Formal bewegen sich die Lieder zwischen Marsch, hymnischem Lied, Walzer, erzählendem Lied und chorischer Szene. Der Chor des Alexandrov-Ensembles verlangte starke melodische Linien, klare Periodik und eine wirkungsvolle Verteilung zwischen Solostimme und Gesamtchor. Aleksandrov schrieb aus der Praxis dieses Klangkörpers heraus.

Öffentliche Funktionen, Ehrentitel und politische Repräsentation

Vladimir Aleksandrov war nicht nur Musiker, sondern auch öffentliche Figur des sowjetischen Kulturbetriebs. Er wurde als Deputierter des Obersten Sowjets der RSFSR der ersten Einberufung für den Wahlkreis Istra im Gebiet Moskau gewählt und wirkte damit zwischen 1938 und 1947 auch in einem politischen Repräsentationsrahmen.

Die Ehrentitel Verdienter Künstler der RSFSR von 1949 und Verdienter Kunstschaffender der RSFSR von 1960 markieren seine Anerkennung im sowjetischen Kultursystem. Hinzu kamen Orden und Medaillen, darunter der Orden des Roten Banners der Arbeit, der Orden „Zeichen der Ehre“ und der Orden des Roten Sterns.

Diese Auszeichnungen sind nicht nur biographische Dekoration. Sie zeigen, welche Art von Musikpraxis im sowjetischen Staat hoch bewertet wurde: kontinuierliche Arbeit in einer repräsentativen Institution, künstlerische Disziplin, Repertoirebildung, militärische Kulturarbeit und gesellschaftliche Loyalität.

Stil, Satztechnik und musikalische Sprache

Vladimir Aleksandrovs Stil ist aus der Praxis des sowjetischen Chor- und Armeeliedes zu verstehen. Die Musik ist in der Regel tonal, melodisch klar, rhythmisch deutlich und auf starke Textartikulation ausgerichtet. Sie sucht keine avantgardistische Erneuerung, sondern öffentliche Wirkung. Der Maßstab ist weniger die Autonomie des Werkes als seine Funktion im Ensemble, im Konzert, im militärischen Ritual und in der kollektiven Erinnerung.

In den Märschen und Kampfliedern arbeitet Aleksandrov mit prägnanten Rhythmen, klaren Auftaktgesten und breiten Schlusswirkungen. In Walzerliedern wie Soldatskij val’s oder Val’s podvodnikov wird der militärische Kontext durch eine weichere, gesanglichere Bewegungsform erweitert. Solche Lieder zeigen, dass sowjetische Armeemusik nicht nur Marsch und Hymne kannte, sondern auch sentimentale, kameradschaftliche und erinnernde Töne.

Die Chorbehandlung ist auf Männerchor und Ensembleklang zugeschnitten. Tiefe Stimmen geben Fundament und Autorität; Tenorlinien tragen Pathos und melodische Höhe; Orchester und Chor stehen in enger Wechselwirkung. Da Aleksandrov selbst Orchesterleiter war, ist davon auszugehen, dass er musikalische Nummern stark vom praktischen Klang des Ensembles her dachte.

Seine Romanzen und kammermusikalischen Arbeiten, soweit sie in der Literatur genannt werden, verweisen auf eine andere, intimere Seite. Romanzen auf Puškin oder Nekrasov verlangen andere Mittel als Armeelieder: Textnuance, lyrische Linie, kleinere Form und persönliche Färbung. Dass diese Seite weniger bekannt ist, liegt eher an der Überlieferungs- und Rezeptionslage als notwendig an ihrer Unbedeutendheit.

Werkverzeichnis

Das Werkverzeichnis Vladimir Aleksandrovič Aleksandrovs ist nach den frei zugänglichen Quellen nicht vollständig kritisch erschlossen. Der Schwerpunkt liegt auf Liedern für das Repertoire des Alexandrov-Ensembles, besonders auf militärischen, patriotischen und erinnerungskulturellen Liedern. Daneben werden ein Ballett, Orchester- und Kammermusik, Klaviermusik und Romanzen genannt. Die folgende Übersicht fasst die online und lexikalisch greifbaren Titel zusammen und unterscheidet zwischen gesicherten häufig genannten Liedern, Werkgruppen und quellenkritisch weiter zu prüfenden Bereichen.

Lieder und Chöre für Armee-, Ensemble- und Massenliedpraxis

  • Poходная песня, deutsch Marsch- beziehungsweise Feldzugslied, Text von Rykalin, 1940; eines der häufig genannten frühen Lieder.
  • Песня о Чапаеве, deutsch Lied über Čapaev, Text von Rykalin, 1940; Bürgerkriegs- und Heldenlied im sowjetischen Repertoirekontext.
  • Знамя красное взвилось, deutsch Die rote Fahne erhob sich, Text von Rykalin, 1940; patriotisches beziehungsweise revolutionäres Lied.
  • Боевая сестра, deutsch Kampfgefährtin oder Schwester im Kampf, Text von Krivinskij, 1939.
  • Комбат Угрюмов, deutsch Bataillonskommandeur Ugrjumov, Text von Cezar’ Solodar’, 1939.
  • Идут они не славы ради, deutsch Sie gehen nicht des Ruhmes wegen, Text von Aleksandr Tvardovskij, 1940.
  • Краснофлотская, deutsch Lied der Roten Flotte, Text von Aleksej Surkov, 1939.
  • Колька, Matrosenlied, 1942.
  • Песня морской пехоты, deutsch Lied der Marineinfanterie, Text von Sergej Alymov, 1943.
  • Клятва, deutsch Der Schwur, Text von Stepan Ščipačev, 1944.
  • Присяга над гробом, deutsch Schwur am Grab; in Werklisten als Titel Prisjaga nad grobom beziehungsweise The Oath geführt.
  • Солдатский вальс, deutsch Soldatenwalzer, Text von Danilevič, 1946.
  • Солдаты мира, deutsch Soldaten des Friedens, Text von G. Rublev, 1946.
  • Марш Советской Армии, deutsch Marsch der Sowjetarmee, Text von Sergej Ostrovoj, 1948.
  • Коммунисты, deutsch Die Kommunisten, Text von Andronov, 1950.
  • На страже мира, deutsch Auf der Wacht des Friedens, Text von A. Godov, 1966.
  • На Карпаты шли полки, deutsch Zu den Karpaten zogen die Regimenter, Text von Glotov, 1966.
  • Сердце матери, deutsch Das Herz der Mutter, Text von Jarkin, 1967.
  • Сыну, deutsch An den Sohn, Text von Brodovskij, 1967.
  • Солдатские усы, deutsch Soldatenschnurrbärte, Text von Maškov, 1967.
  • Песня ветерана, deutsch Lied des Veteranen, Text von Voron’ko, 1968.
  • Славься, моя страна, deutsch Rühme dich, mein Land, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972.
  • Вперед, вперед!, deutsch Vorwärts, vorwärts!, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972.
  • Солдат Ваня, deutsch Soldat Vanja, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972.
  • Песня о воинской славе, deutsch Lied vom militärischen Ruhm, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972.
  • Вальс подводников, deutsch Walzer der U-Boot-Fahrer, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972.
  • Мамаев курган, deutsch Mamajew-Hügel, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972; erinnerungskulturelles Lied mit Bezug auf Stalingrad.
  • Герой Отчизны, deutsch Held des Vaterlandes, Text von I. Morozov, 1968 bis 1972.

Weitere in Werklisten genannte Titel

  • Клятва, in einzelnen Werklisten gesondert von Присяга над гробом geführt; genaue Fassungs- und Textlage quellenkritisch zu prüfen.
  • Идут они не ради славы, Variante beziehungsweise verkürzte Titelform von Идут они не славы ради.
  • Вперед, Вперед!, in der Schreibweise mit wiederholtem Aufruf als eigenständiger Titel in Werklisten geführt.
  • Песня о воинской славе, als Repertoiretitel des späteren Ensembles besonders im Zusammenhang mit Veteranen- und Armeegeschichte wichtig.
  • Славься, моя страна, patriotisches Lied im späten Schaffenskontext.
  • Солдат Ваня, Lied mit soldatisch-volkstümlicher Figurenbildung.
  • На страже мира, spätes Friedens- und Wachlied.
  • Песня морской пехоты, Beispiel für die Marine- und Marineinfanterie-Liedtradition im Repertoire Aleksandrovs.

Ballett

  • Золотая рыбка, deutsch Der goldene Fisch, Ballett, 1948. Das Werk verweist auf Aleksandrovs Tätigkeit außerhalb des Armeeliedes und steht vermutlich in einem märchenhaften beziehungsweise russisch-literarischen Bühnenkontext. Die frei zugänglichen Quellen nennen das Ballett, bieten jedoch keine vollständige kritische Werkbeschreibung.

Orchesterwerke

  • Orchesterwerke, in den Quellen als Werkgruppe genannt. Einzelne Titel, Besetzungen, Entstehungsjahre und Aufführungsnachweise sind in den frei zugänglichen Überblicksquellen nicht vollständig erschlossen.
  • Orchestrale Einrichtungen für das Alexandrov-Ensemble, besonders als praktische Konzert-, Lied- und Repertoirefassungen.
  • Orchesterfassungen von Liedern und Märschen für Chor und Ensemble.

Kammermusik

  • Kammermusik, in den Quellen als Werkgruppe genannt. Die genaue Titellage ist anhand von sowjetischen Notenkatalogen, Bibliotheksbeständen und Archivquellen weiter zu prüfen.
  • Kammermusikalische Arbeiten aus dem akademischen Umfeld der Konservatoriumsausbildung, soweit nicht gesondert publiziert oder erschlossen.

Klaviermusik

  • Klavierstücke, in den Quellen als Werkgruppe genannt. Die Einzelwerke sind in frei zugänglichen Quellen nur unvollständig nachweisbar.
  • Pianistisch geprägte Arbeiten aus der Ausbildungs- und frühen Kompositionsphase, soweit sie in sowjetischen Katalogen oder Nachlässen überliefert sind.

Romanzen und Vokalmusik auf Gedichte russischer Dichter

  • Romanzen auf Texte von Aleksandr Puškin, in den Quellen als Bestandteil seines vokalen Schaffens genannt.
  • Romanzen auf Texte von Nikolaj Nekrasov, in den Quellen als Bestandteil seines vokalen Schaffens genannt.
  • Weitere Romanzen und vokale Miniaturen auf russische Dichter, soweit in Werklisten, Notenkatalogen oder Bibliotheksbeständen nachweisbar.

Bearbeitungen, Einrichtungen und Ensemblefassungen

  • Einrichtungen für Chor und Orchester des Alexandrov-Ensembles.
  • Bearbeitungen von Armeeliedern und sowjetischen Repertoirestücken für Männerchor, Solisten und Orchester.
  • Orchestrierungen für Bühnen- und Konzertgebrauch innerhalb des Rotbanner-Ensembles.
  • Repertoirefassungen für Auslandsgastspiele, Staatskonzerte und thematische Programme der Sowjetarmee.
  • Bearbeitungen beziehungsweise praktische Fassungen von Liedern, bei denen Vladimir Aleksandrov als Dirigent, Orchesterleiter oder Komponist im Umfeld des Ensembles beteiligt war.

Dirigate, Tonträger und Aufführungsrepertoire

  • Dirigate des Rotbanner-Ensembles der Sowjetarmee, besonders aus der Zeit von 1942 bis 1968.
  • Aufnahmen des Alexandrov-Ensembles, bei denen Vladimir Aleksandrov als Orchesterleiter oder Dirigent beteiligt war.
  • Programme mit sowjetischen Armeeliedern, Revolutionsliedern, Marine- und Soldatenliedern, Volksliedbearbeitungen und konzertanten Nummern.
  • Internationale Konzertprogramme, in denen das Ensemble als kultureller Repräsentant der Sowjetunion auftrat.

Quellenkritisch zu prüfende Bereiche

  • Die genaue Todesdatierung ist uneinheitlich überliefert: Der Auftrag nennt den 18. November 1978, mehrere russische Quellen den 8. November 1978, einzelne westliche Werkverzeichnisangaben den 28. November 1978.
  • Bei vielen Liedern ist zu prüfen, ob die überlieferte Titelform den Textanfang, den offiziellen Werkstitel oder eine spätere Repertoirebezeichnung wiedergibt.
  • Bei Ensembleaufnahmen ist zu unterscheiden, ob Aleksandrov als Komponist, Dirigent, Orchesterleiter, Arrangeur oder nur als Namensbestandteil der Ensembletradition erscheint.
  • Das Ballett Zolotaja rybka sowie die Orchester-, Kammer-, Klavier- und Romanzenwerke benötigen für ein streng kritisches Werkverzeichnis zusätzliche Archiv- und Bibliotheksrecherche.

Überlieferung, Editionen und Quellenlage

Die Überlieferung Vladimir Aleksandrovs ist deutlich stärker auf die Praxis des Alexandrov-Ensembles als auf ein eigenständiges kompositorisches Œuvre konzentriert. Seine Lieder sind vor allem in Repertoirelisten, sowjetischen Liedsammlungen, Aufnahmen, Ensemblekontexten und russischen Musikportalen greifbar. Eine internationale kritische Werkerschließung ist bislang weniger sichtbar als bei bekannteren sowjetischen Komponisten.

Für seine Biographie sind vor allem russische Quellen maßgeblich: Culture.ru bietet die ausführlichste online greifbare Werk- und Laufbahnübersicht, Ruspanteon liefert knappe biographische und nekrologische Angaben, der Katalog der Royal Albert Hall bestätigt die internationale Aufführungskontextualisierung und die Familienbeziehungen, und der Yakovlev-Archivzugang nennt ihn als Komponisten, Dirigenten und Träger der beiden RSFSR-Ehrentitel.

Die Werküberlieferung erfordert besondere Vorsicht. Viele Titel sind Lieder mit Textautoren und Entstehungsjahren, doch nicht immer ist online eindeutig zugänglich, in welcher Fassung sie zuerst erschienen, ob sie für Solostimme und Chor, Männerchor, Chor und Orchester oder Ensemble geschrieben wurden, ob spätere Bearbeitungen existieren und ob einzelne Titel in mehreren Fassungen umliefen.

Die Tonträgerüberlieferung ist ebenfalls komplex. Der Name Alexandrov kann sich auf das Ensemble, auf Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov, auf Boris Aleksandrov oder auf Vladimir Aleksandrov beziehen. Bei Aufnahmen muss deshalb zwischen Komponist, Dirigent, Leiter, Arrangeur und Ensemblebezeichnung unterschieden werden. Genau diese Mehrdeutigkeit macht die Aleksandrov-Familie quellenkundlich anspruchsvoll.

Rezeption und kulturgeschichtliche Bedeutung

Vladimir Aleksandrov wurde in der Rezeption häufig von seinem Vater und seinem Bruder überstrahlt. Das ist verständlich, weil Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov mit der Hymnenmelodie und der Gründung des Ensembles verbunden ist, während Boris Aleksandrov als Leiter und Komponist von Svad’ba v Malinovke besonders sichtbar wurde. Vladimir Aleksandrovs Bedeutung liegt jedoch in einer anderen Schicht: in der langjährigen praktischen Orchesterleitung und in der Repertoirearbeit des Ensembles.

Als Leiter und Dirigent des Orchesters trug er zur klanglichen Stabilität des Alexandrov-Ensembles bei. Diese Klangform wurde in der sowjetischen und internationalen Wahrnehmung zu einem Symbol: tiefer Männerchor, orchestrale Fülle, Marsch, Walzer, Volksliedton, patriotischer Pathos und theatralische Präsenz. Vladimir Aleksandrov war an dieser Klangform nicht nur als Mitglied einer berühmten Familie beteiligt, sondern als praktischer musikalischer Funktionsträger.

Seine Lieder wurden vor allem im Rahmen der sowjetischen Armeekultur rezipiert. Sie gehören zur musikalischen Erinnerung an Bürgerkrieg, Marine, Front, Veteranen, Friedenswacht und militärischen Ruhm. Diese Themen waren im sowjetischen Kulturhaushalt zentral. Ein Lied war hier nicht nur Kunstwerk, sondern Medium kollektiver Identifikation.

Die kulturgeschichtliche Bedeutung Vladimir Aleksandrovs liegt daher in der Verbindung von Komposition, Dirigat, Orchesterleitung und institutioneller Kontinuität. Er verkörpert die mittlere, weniger spektakuläre, aber unverzichtbare Arbeit in einem staatlich repräsentativen Klangkörper. Seine Musikgeschichte ist nicht nur die Geschichte einzelner Werke, sondern die Geschichte eines Ensembles, eines Repertoires und eines öffentlichen Klangs.

Sekundärliteratur

  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil: Eintrag beziehungsweise Kontextartikel zu Aleksandr, Boris und Vladimir Aleksandrov sowie zum sowjetischen Massenlied und zur Chorkultur. Für Vladimir Aleksandrov ist besonders der Familien- und Ensemblezusammenhang relevant.
  • Grove Music Online und The Concise Oxford Dictionary of Music: Kontextartikel zur Alexandrov-Familie, zum Alexandrov-Ensemble, zur sowjetischen Musik und zur militärischen Chorkultur.
  • Russische Nachschlageartikel zu Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov in Culture.ru und verwandten Musikportalen, besonders für Werklisten und Daten zum Repertoire des Alexandrov-Ensembles.
  • Biographische Materialien zum Rotbanner-Ensemble des Liedes und Tanzes der Sowjetarmee im Namen A. V. Aleksandrov.
  • Literatur zur Familie Aleksandrov, besonders zu Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov, Boris Aleksandrovič Aleksandrov und zur institutionellen Geschichte des Ensembles.
  • Forschung zum sowjetischen Massenlied, zum Armeelied, zum Marine- und Soldatenlied sowie zur musikalischen Kultur des Großen Vaterländischen Krieges und der Nachkriegszeit.
  • Forschung zur sowjetischen Musikpolitik, zur Rolle militärischer Ensembles, zur Konzertdiplomatie und zur internationalen Rezeption des Red Army Choir.
  • Diskographische Materialien zu Aufnahmen des Alexandrov-Ensembles, besonders zu Aufnahmen, bei denen Vladimir Aleksandrov als Dirigent, Orchesterleiter oder Komponist genannt wird.
  • Bibliotheks- und Archivkataloge sowjetischer Musikverlage, Liedsammlungen, Militärmusikbestände und Nachlässe im Umfeld des Alexandrov-Ensembles.
  • Studien zu Reinhold Glière und der sowjetischen Kompositionsausbildung am Moskauer Konservatorium, um Aleksandrovs akademische Grundlage einzuordnen.
  • Literatur zur russischen Romanze und zu Puškin- beziehungsweise Nekrasov-Vertonungen, soweit Aleksandrovs kleinere Vokalwerke einbezogen werden.

Ausgewählte Onlinequellen

  • Culture.ru: Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov Ausführlichster online greifbarer russischer Artikel mit Lebensdaten, Ausbildung, Familienbezug, Tätigkeit im Ensemble des Moskauer Militärbezirks, Arbeit im Alexandrov-Ensemble, Liedtiteln und Werkgruppen.
  • Ruspanteon: Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov Biographischer und nekrologischer Eintrag mit Lebensdaten, Ehrentiteln, Ensemblefunktion, Auszeichnungen und Beisetzung auf dem Nowodewitschi-Friedhof.
  • Royal Albert Hall Archive: Vladimir Alexandrov Englischsprachiger Katalogdatensatz mit Daten, Geburtsort, Familienbeziehungen sowie Hinweis auf seine Funktion als Komponist, Orchesterleiter und Dirigent des Alexandrov-Ensembles.
  • Archiv Aleksandr N. Yakovlev: Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov Biographischer Wörterbucheintrag mit Kurzangabe zu Komponist, Dirigent und RSFSR-Ehrentiteln.
  • Composers Classical Music: Vladimir Aleksandrovich Aleksandrov Knappes Werkverzeichnis mit Namensform, Datenangabe, Familienbezug und dem Titel Prisaha beziehungsweise The Oath.
  • Red Army Choir: Biography Populärer Zugang zur Geschichte des Alexandrov-Ensembles und zur Rolle der Aleksandrov-Familie.
  • Museum Collection: Alexandrov Ensemble Kurzer Überblick zur Geschichte des Alexandrov-Ensembles, zur Gründung durch Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov und zur späteren Leitung durch Boris Aleksandrov.
  • Belcanto.ru: Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov Kontextartikel zum Vater, zur Entstehung des Ensembles, zur sowjetischen Liedkultur und zur Familien- beziehungsweise Ensembletradition.
  • Belcanto.ru: Boris Aleksandrovič Aleksandrov Kontextartikel zum Bruder Boris Aleksandrov und zur Fortführung der Ensembletradition nach 1946.
  • Moskauer Staatliches Tschaikowsky-Konservatorium Institutioneller Kontext von Aleksandrovs Ausbildung und der Kompositionsklasse Reinhold Glières.
  • Moskauer Konservatorium: Boris Aleksandrovič Aleksandrov Kontextquelle zur Familie Aleksandrov, zur Konservatoriums- und Ensembletradition.
  • Moskauer Konservatorium: Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov Institutioneller Kontext zum Vater, zur Lehrtätigkeit und zum chorisch-pädagogischen Umfeld.
  • Discogs Diskographisches Rechercheportal für Aufnahmen des Alexandrov-Ensembles, bei denen Vladimir Aleksandrov als Dirigent, Orchesterleiter oder Komponist erscheinen kann.
  • WorldCat Internationaler Bibliothekskatalog zur Recherche nach Notendrucken, Tonträgern, sowjetischen Liedsammlungen und Literatur zu Vladimir Aleksandrov und dem Alexandrov-Ensemble.
  • RISM Online Internationales Musikquellenportal, ergänzend für Musikdrucke, Personenansätze und Repertoirequellen verwendbar.
  • RILM Musikwissenschaftliche Bibliographie zur Recherche nach Literatur über sowjetisches Armeelied, Massenlied, Militärchor und Alexandrov-Ensemble.
  • MGG Online Deutschsprachiges musikwissenschaftliches Standardlexikon für Alexandrov-Familie, sowjetisches Lied, Chorkultur und Militärmusik.
  • Oxford Music Online Internationales Musiklexikon-Portal für russisch-sowjetische Musik, Komponistenbiographik und Ensemblegeschichte.
  • Deutsche Nationalbibliothek Deutschsprachiger Katalogzugang zu Normdaten, Notendrucken, Tonträgern und Forschungsliteratur.
  • VIAF Internationaler Normdatenverbund zur Prüfung von Namensformen und bibliothekarischen Identifikatoren.
  • Nowodewitschi-Friedhof Moskau Recherchekontext zur Grablege der Familie Aleksandrov und weiterer sowjetischer Kulturfiguren.
  • SovMusic.ru Spezialarchiv sowjetischer Lieder, ergänzend nutzbar für Repertoire, Texte und Aufnahmen der sowjetischen Armeeliedtradition.
  • SovMusic.ru English Englischsprachiger Zugang zu sowjetischen Liedern, Audiodokumenten und Repertoirekontexten.
  • Library of Congress Rechercheort für Tonträger, Notendrucke, Schallplatten und historische Medien zum Alexandrov-Ensemble und zur sowjetischen Musikrezeption.
  • Encyclopaedia Britannica: Soviet Union Historischer Hintergrund zur Sowjetunion als politischem und kulturellem Rahmen von Aleksandrovs Tätigkeit.
  • Encyclopaedia Britannica: World War II Historischer Rahmen der Kriegs- und Nachkriegslieder im Repertoire des Alexandrov-Ensembles.
  • TASS: Boris Aleksandrovič Aleksandrov Kontextquelle zum Bruder Boris Aleksandrov, zur Familie und zur Fortführung des Ensembles.
  • Kino-Teatr.ru: Boris Aleksandrov Theater- und Filmkontext der Aleksandrov-Familie, besonders für Boris Aleksandrov und das sowjetische Musiktheater.
  • Earsense: Boris Alexandrov Kammermusikalischer Kontext zum Bruder Boris Aleksandrov und zur erweiterten Kompositionspraxis der Familie.
  • Operabase Aufführungsdatenbank, ergänzend für Operetten- und Bühnenkontexte der Aleksandrov-Familie.
  • JSTOR Wissenschaftliches Rechercheportal für Studien zu sowjetischem Massenlied, Chorkultur und Musikpolitik.
  • Cambridge Core Wissenschaftliches Portal für Forschung zu sowjetischer Kultur, Musikpolitik, Kriegserinnerung und musikalischer Repräsentation.

Weiterführende Einträge