Boris Aleksandrovič Aleksandrov (Борис Александрович Александров)

Sowjetisch-russischer Komponist, Dirigent, Chorleiter, Pädagoge und Leiter des Alexandrov-Ensembles; geboren am 4. August 1905 nach neuer, am 22. Juli 1905 nach alter Zählung in Bologoje; gestorben am 17. Juni 1994 in Moskau.

Überblick

Boris Aleksandrovič Aleksandrov war ein sowjetisch-russischer Komponist, Dirigent, Chorleiter und Pädagoge. Er wurde am 4. August 1905 nach neuer Zählung, am 22. Juli 1905 nach alter Zählung, in Bologoje geboren und starb am 17. Juni 1994 in Moskau. Er war der älteste Sohn von Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov, dem Gründer des Rotbanner-Ensembles der Roten Armee und Komponisten der Melodie des sowjetischen Staatshymnus. Boris Aleksandrov trat damit in eine musikalische Dynastie ein, deren Name unmittelbar mit sowjetischer Chor-, Militär- und Staatsmusik verbunden ist.

Seine Laufbahn verbindet mehrere Bereiche der sowjetischen Kultur: die professionelle Kompositionsausbildung am Moskauer Konservatorium, die Theaterpraxis des Zentraltheaters der Roten Armee, die Entwicklung der sowjetischen Operette, die Leitung großer Chor- und Tanzensembles, die Organisation von Radiomusik und die internationale Repräsentation der Sowjetunion durch das Alexandrov-Ensemble. Ab 1946, nach dem Tod seines Vaters, übernahm er die Leitung des Ensembles und blieb bis 1987 mit diesem Klangkörper verbunden.

Besonders bekannt ist Boris Aleksandrov als Komponist der Operette Svad’ba v Malinovke, deutsch meist Hochzeit in Malinowka. Das Werk wurde zu einem der erfolgreichsten Beispiele sowjetischer Operette. Es verbindet Bürgerkriegssujet, ukrainisch-volkstümliche Intonation, komische Typen, Tanz, Liedhaftigkeit und ein starkes Bühnentempo. Die spätere Verfilmung machte den Stoff noch bekannter und trug dazu bei, dass Aleksandrovs Name auch außerhalb enger musikhistorischer Kreise präsent blieb.

Als Ensembleleiter stand Boris Aleksandrov im Schatten und zugleich in der Nachfolge seines Vaters. Er erbte nicht nur einen Klangkörper, sondern eine kulturelle Institution. Unter seiner Leitung wurde das Alexandrov-Ensemble weiter professionalisiert, international verbreitet und als repräsentatives Symbol sowjetischer Kultur befestigt. Die Verbindung von Männerchor, Solisten, Orchester, Tanzgruppe und militärisch-theatralischer Inszenierung blieb dabei zentral.

Sein eigenes Werk ist breiter, als die Bekanntheit der Operette vermuten lässt. Es umfasst Operetten, Ballettmusik, Oratorien, Kantaten, Chöre, Lieder, Märsche, Bearbeitungen, Filmmusik, Bühnenmusik, kammermusikalische und vokal-symphonische Werke. Die Quellenlage ist jedoch ungleich. Manche Werke sind gut durch Bühne, Film, Schallplatte und Notendruck bekannt; andere bleiben nur in Katalogen, sowjetischen Werklisten, Rundfunk- und Ensemblekontexten greifbar.

Kurzdaten

Name Boris Aleksandrovič Aleksandrov.
Russische Namensform Борис Александрович Александров.
Weitere Namensformen Boris Alexandrovich Alexandrov, Boris Alexandrov, Boris A. Alexandrov, Boris Aleksandrovich Aleksandrov und Б. А. Александров.
Geburt 4. August 1905 nach neuer Zählung, 22. Juli 1905 nach alter Zählung, in Bologoje, damals im Gouvernement Nowgorod, heute in der Oblast Tver.
Tod 17. Juni 1994 in Moskau.
Grab Moskau, Nowodewitschi-Friedhof, im Umfeld der Grabstätte seines Vaters Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov.
Beruf Komponist, Dirigent, Chorleiter, Chormeister, Pädagoge, Leiter des Alexandrov-Ensembles, Oberst und in mehreren späteren biographischen Quellen Generalmajor.
Familie Sohn von Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov und Ksenija Pavlovna Morozova; Bruder von Vladimir Aleksandrovič Aleksandrov und Aleksandr Aleksandrovič Aleksandrov.
Ausbildung Tverer Musikschule, Moskauer Musiktechnikum beziehungsweise Scriabin-Musikschule, Moskauer Konservatorium; Kompositionsklasse bei Reinhold Glière, Abschluss 1929.
Frühe Tätigkeiten Musikalischer Leiter verschiedener Moskauer Klubs, Lehrer theoretischer Fächer, Dirigent und Leiter der Musikabteilung des Zentraltheaters der Roten Armee.
Konservatorium 1933 bis 1941 Lehrtätigkeit am Moskauer Konservatorium, unter anderem Partiturspiel und Instrumentation; ab 1939 Dozent.
Ensemble Seit 1937, mit Unterbrechungen, Dirigent und stellvertretender künstlerischer Leiter des Rotbanner-Ensembles; von 1946 bis 1987 Leiter, künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Alexandrov-Ensembles.
Bekanntestes Werk Svad’ba v Malinovke, Operette, 1936 beziehungsweise Bühnenfassung 1937, später verfilmt.
Weitere Bühnenwerke Sotyj tigr, God spustja, Devuška iz Barselony, Moja Gjuzel’, 101-ja žena, Komu ulybajutsja zvëzdy und das Ballett Levša.
Auszeichnungen Verdienter Künstler der RSFSR, Volkskünstler der RSFSR, Volkskünstler der UdSSR, Stalinpreis erster Klasse, Leninpreis, Staatspreis der RSFSR im Namen M. I. Glinkas, Held der sozialistischen Arbeit, mehrere Leninorden und weitere Orden.
Kulturgeschichtliche Bedeutung Boris Aleksandrov verband sowjetische Operette, militärischen Chorklang, Ensembletheater, Massenlied, Rundfunkmusik, internationale Kulturrepräsentation und die Fortführung der von seinem Vater geprägten Alexandrov-Tradition.

Ausführlicher Kulturüberblick

Boris Aleksandrovič Aleksandrov gehört zu einer Generation sowjetischer Musiker, die nach der Revolution ausgebildet wurde, aber noch unmittelbar mit vorrevolutionären Familien- und Chorkulturen verbunden war. Sein Vater Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov kam aus der Kirchenchortradition und formte später den Klang des Rotbanner-Ensembles der Roten Armee. Boris wuchs daher in einem Haus auf, in dem Chorgesang, Disziplin, institutionelles Musizieren und staatlich aufgeladene Kulturformen eng miteinander verbunden waren.

Die sowjetische Musikkultur der 1920er und 1930er Jahre suchte nach neuen Formen, die professionell und zugleich massenwirksam sein sollten. Operette, Massenlied, Militärensemble, Radiokonzert, Agitbrigade, Tanznummer und Chorkonzert standen nicht getrennt nebeneinander, sondern bildeten ein durchlässiges Feld. Boris Aleksandrov bewegte sich genau in diesem Feld. Er war kein avantgardistischer Modernist, sondern ein Musiker der organisierten sowjetischen Öffentlichkeit.

Seine Ausbildung am Moskauer Konservatorium bei Reinhold Glière gab ihm eine solide kompositorische Grundlage. Glière stand für eine spätromantisch-russische, handwerklich sichere, orchestrale und melodisch geprägte Kompositionsschule. Diese Schule passte gut zu Aleksandrovs späterem Werk: Seine Musik sucht Verständlichkeit, melodische Kontur, klangliche Fülle und theaterwirksame Form. Sie vermeidet extreme Modernismen und bevorzugt klare Gesten, rhythmische Profilierung und unmittelbare Aufführbarkeit.

Die Arbeit am Zentraltheater der Roten Armee von 1930 bis 1937 war für seine Bühnen- und Ensemblepraxis entscheidend. Das Theater war kein gewöhnliches Unterhaltungshaus, sondern ein kulturelles Organ der militärischen und ideologischen Selbstdarstellung. Dort musste Musik erzählerisch, politisch verständlich, bühnentauglich und kollektiv wirksam sein. Diese Bedingungen prägten die spätere Operette Svad’ba v Malinovke ebenso wie Aleksandrovs Chor- und Ensemblewerke.

Svad’ba v Malinovke nimmt in der sowjetischen Operettengeschichte eine Sonderstellung ein. Das Werk verknüpft Bürgerkriegserinnerung, Dorfkomödie, Verwechslung, Banditenfarce, Liebeshandlung, ukrainische Liedintonation und sowjetische Geschichtserzählung. Es zeigt, wie die Operette in der Sowjetunion nicht nur Unterhaltung, sondern auch politisch erzähltes Musiktheater sein konnte. Gerade die Mischung aus Komik, Tanz, eingängigen Nummern und heroisch-volkstümlicher Rahmung erklärt die nachhaltige Popularität.

Nach dem Tod seines Vaters 1946 übernahm Boris Aleksandrov das Alexandrov-Ensemble. Damit trat er in eine nahezu dynastische Nachfolge ein. Das Ensemble war bereits ein Markenzeichen sowjetischer Kultur. Unter Boris Aleksandrov wurde es über Jahrzehnte weitergeführt, auf Tourneen geschickt, international präsentiert und klanglich stabilisiert. Er verband die vom Vater geerbte Chortradition mit einem stärker ausgebauten, bühnentheatralischen Repertoire.

Die Leitung eines solchen Ensembles erforderte mehr als Dirigiertechnik. Der Leiter musste Repertoire auswählen, neue Werke schreiben oder einrichten, Solisten führen, Chöre formen, Orchesterklang und Tanz koordinieren, Tourneen organisieren und die Erwartungen staatlicher Kulturpolitik erfüllen. Boris Aleksandrov war daher Komponist, Dirigent, Administrator und Repräsentationsfigur zugleich.

Seine Karriere spiegelt auch die Verschiebung sowjetischer Musik nach 1945. Der Krieg hatte das patriotische Lied und den militärischen Chorklang enorm aufgewertet. In der Nachkriegszeit wurde daraus ein international präsentierbares Symbol. Das Alexandrov-Ensemble trat nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch im Ausland auf. Es wurde zu einem Klangbild des Staates: tiefe Männerstimmen, präziser Chor, große Dynamik, nationale und militärische Emblematik, folkloristische Farbe und bühnentheatralische Disziplin.

Gleichzeitig blieb Boris Aleksandrov ein Komponist des musikalischen Theaters. Neben Operetten schrieb er das Ballett Levša nach Nikolaj Leskov und weitere Bühnenwerke. Damit gehört er in die Geschichte des sowjetischen Unterhaltungstheaters, das zwischen Volkstheater, Operette, Ballett, politischer Komödie und musikalischer Komödie stand. Sein Werk zeigt, dass die sowjetische Musik nicht nur aus Symphonik, Oper, Avantgarde und Massenlied bestand, sondern auch aus einem hochentwickelten Musiktheater der populären und halbpopulären Formen.

Kulturgeschichtlich ist Boris Aleksandrov deshalb als Vermittler zu verstehen. Er vermittelte zwischen der väterlichen Chortradition und der Nachkriegskultur, zwischen Militärensemble und Operette, zwischen professionellem Konservatoriumshandwerk und massenwirksamer Unterhaltung, zwischen nationaler Folklore und staatlicher Repräsentation. Sein Name steht nicht für eine radikale Stilwende, sondern für die Stabilisierung, Fortführung und Popularisierung einer sowjetischen Klangwelt.

Familie, Herkunft und frühe musikalische Prägung

Boris Aleksandrov wurde in eine ausgesprochen musikalische Familie hineingeboren. Sein Vater Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov war Komponist, Dirigent, Pädagoge, Chorleiter, Gründer des Rotbanner-Ensembles und Autor der Melodie des sowjetischen Staatshymnus. Seine Mutter Ksenija Pavlovna Morozova war Chorsängerin. Auch seine Brüder Vladimir und Aleksandr wurden Musiker und standen dem Ensemble beziehungsweise der sowjetischen Musikpraxis nahe.

Der Geburtsort Bologoje ist biographisch wichtig, weil Aleksandrovs Vater dort zeitweise als Chorleiter wirkte. Boris erhielt seine ersten musikalischen Eindrücke daher nicht in einem abstrakten Konservatoriumsmilieu, sondern im praktischen Chor- und Theaterumfeld. Schon als Kind sang er im Chor seines Vaters. Später sang er im Kinderchor des Bolschoi-Theaters und im Chor der Christ-Erlöser-Kathedrale.

Diese frühe chorische Erfahrung prägte seine musikalische Wahrnehmung dauerhaft. Seine späteren Operetten und Lieder sind zwar nicht kirchlich, doch sie beruhen auf einem sicheren Gefühl für stimmliche Wirkung, Ensemblestabilität und kollektive Klangorganisation. Der Chor ist bei Boris Aleksandrov nicht nur Besetzung, sondern kulturelles Modell.

Ausbildung, Glière und Moskauer Konservatorium

Die erste musikalische Ausbildung erhielt Boris Aleksandrov an der Musikschule in Tver. Danach folgten Moskauer Ausbildungsstationen, darunter das Musiktechnikum und schließlich das Moskauer Konservatorium. 1929 schloss er dort die Kompositionsklasse Reinhold Glières ab. Glière war eine zentrale Gestalt der sowjetischen Musikpädagogik, zugleich tief in spätromantischer russischer Satztechnik, Orchesterbehandlung und melodischer Arbeit verwurzelt.

Diese Ausbildung erklärt die handwerkliche Sicherheit von Aleksandrovs Musik. Er verfügte über solide Instrumentationskenntnisse, konnte für Bühne, Orchester, Chor und Ensemble schreiben und verstand, wie musikalische Nummern dramaturgisch funktionieren. Das war für Operette, Ballett, Militärensemble und Rundfunkmusik gleichermaßen wichtig.

Zwischen 1933 und 1941 lehrte Aleksandrov am Moskauer Konservatorium. Genannt werden Partiturlesen, Instrumentation und verwandte Fächer. Damit war er nicht nur praktischer Dirigent und Bühnenkomponist, sondern auch pädagogisch in die Ausbildung sowjetischer Musiker eingebunden.

Zentraltheater der Roten Armee und frühe Bühnenarbeit

Von 1930 bis 1937 war Aleksandrov Dirigent und Leiter der Musikabteilung des Zentraltheaters der Roten Armee. Diese Tätigkeit hatte entscheidende Bedeutung für seine künstlerische Entwicklung. Das Theater verband Schauspiel, Musik, militärische Symbolik, Agitation, Unterhaltung und Repräsentation. Musik musste dort unmittelbar verständlich, wirkungsvoll und szenisch präzise sein.

Die Arbeit am Zentraltheater schulte Aleksandrovs Fähigkeit, musikalische Nummern für Handlung, Chor, Tanz und kollektive Szenen zu bauen. Er lernte, wie komische Situationen musikalisch pointiert werden, wie Marsch und Lied auf der Bühne funktionieren und wie ein politisches Sujet nicht nur verkündet, sondern unterhaltsam erzählt werden kann.

Diese Erfahrungen führten unmittelbar zur Operette. Svad’ba v Malinovke ist ohne die Theaterpraxis des Zentraltheaters kaum denkbar. Das Werk benötigt eine genaue Balance zwischen Komik, Handlung, Volksliedton, Chorbild und politisch-historischer Rahmung. Diese Balance war Aleksandrovs eigentliche Stärke.

Sowjetische Operette und Svad’ba v Malinovke

Die sowjetische Operette war ein eigenständiger Bereich des Musiktheaters. Sie übernahm Elemente aus der älteren europäischen Operette, aus russischer musikalischer Komödie, Volkslied, Tanz, satirischer Szene und politischem Theater. Sie musste unterhalten und zugleich in den Rahmen der sowjetischen Kultur passen. Boris Aleksandrov wurde mit Svad’ba v Malinovke zu einem ihrer wichtigsten Vertreter.

Svad’ba v Malinovke entstand 1936 und wurde 1937 am Moskauer Theater der Operette aufgeführt. Das Libretto stammt von Leonid Juchvid, mit Bearbeitungs- beziehungsweise Übersetzungszusammenhängen im sowjetischen Theaterbetrieb. Das Werk spielt im Bürgerkriegsmilieu und verbindet Dorfhandlung, Banditenkomik, Liebesintrige, rote Kämpfer, ukrainische Volksintonation und tänzerische Nummern.

Die Popularität der Operette beruht auf einer sehr wirksamen musikalischen Mischung. Aleksandrov nutzt eingängige Liednummern, Ensembles, Duette, Chöre, Tänze und komische Szenen. Die Musik ist volkstümlich gefärbt, aber nicht bloß Zitat. Sie stilisiert ukrainische und russische Intonationen für die Bühne. Dadurch entsteht ein Klang, der zugleich regional, komisch, sentimental und politisch anschlussfähig ist.

Die Verfilmung von Svad’ba v Malinovke im Jahr 1967 verstärkte die Rezeption erheblich. Viele Nummern wurden über das Kino und spätere Fernsehausstrahlungen populär. Dadurch wurde die Operette zu einem Bestandteil sowjetischer Erinnerungskultur, nicht nur zu einem Theaterstück.

Leitung des Alexandrov-Ensembles

Das Alexandrov-Ensemble war ursprünglich von Boris Aleksandrovs Vater aufgebaut worden. Es verband Männerchor, Solisten, Orchester, Tanzgruppe und teils szenische Elemente. Es war ein militärischer, künstlerischer und staatlicher Klangkörper. Nach dem Tod des Vaters 1946 übernahm Boris Aleksandrov die Leitung. Damit wurde er nicht nur Nachfolger, sondern Bewahrer und Weiterentwickler einer bereits symbolträchtigen Institution.

Unter seiner Leitung tourte das Ensemble durch die Sowjetunion und trat vielfach im Ausland auf. Russische Quellen nennen eine sehr große Zahl ausländischer Gastspielreisen. Die internationale Wirkung beruhte auf einem sofort erkennbaren Klang: tiefe Männerstimmen, große chorische Geschlossenheit, klare Solistenprofile, Orchesterfarben, Volkstanz und militärische Repräsentation.

Boris Aleksandrov erweiterte das Repertoire, führte neue Lieder ein, bearbeitete vorhandene Stoffe und setzte das Ensemble als flexible Bühne ein. Es konnte patriotische Lieder, Volkslieder, Opernnummern, Tänze, Chöre, Solonummern und internationale Stücke darstellen. Dadurch wurde es nicht nur zu einem Armeechor, sondern zu einem musikalischen Exportmedium.

Bis 1987 blieb Aleksandrov mit dem Ensemble verbunden. Seine lange Leitung prägte dessen Nachkriegsgeschichte so stark, dass die Alexandrov-Tradition immer als Doppelgestalt erscheint: der Vater als Gründer und Hymnenkomponist, der Sohn als Langzeitdirektor, Operettenkomponist und internationaler Repräsentant.

Allunionsradio, sowjetisches Lied und Ensemblekultur

Von 1942 bis 1946 organisierte und leitete Boris Aleksandrov das Ensemble des sowjetischen Liedes des Allunionsradios. Diese Tätigkeit zeigt, wie eng Rundfunk, Lied und staatliche Kulturpolitik verbunden waren. Der Rundfunk war ein zentrales Medium der sowjetischen Musikverbreitung. Ein Lied konnte durch Radio, Chor, Schallplatte und Frontkonzert in kurzer Zeit große Reichweite erhalten.

Aleksandrov arbeitete in einer Kultur, in der das Lied als politisch und emotional wirksame Form galt. Lieder sollten Mut geben, Gemeinschaft bilden, Arbeit, Armee, Heimat und politische Werte symbolisieren. Zugleich mussten sie musikalisch fasslich sein. Die Grenze zwischen Kunstlied, Massenlied, Volksliedbearbeitung und Bühnenlied war dabei durchlässig.

Als Dirigent und Ensembleleiter war Aleksandrov für diese Durchlässigkeit besonders geeignet. Er konnte ein Lied so setzen, dass es solistisch, chorisch, orchestral, bühnenhaft oder radiotauglich wirkte. Darin liegt ein großer Teil seiner praktischen Bedeutung.

Krieg, Frontkonzerte und Nachkriegsrepräsentation

Während des Zweiten Weltkriegs und des Großen Vaterländischen Krieges war Musik ein wichtiger Bestandteil der sowjetischen Mobilisierung. Boris Aleksandrov war mit Ensemblearbeit, Rundfunk und militärischer Kultur eng verbunden. Das Alexandrov-Ensemble trat an verschiedenen Frontabschnitten auf und wurde zum Bestandteil der moralischen und kulturellen Kriegsführung.

Die Kriegserfahrung veränderte den Status des militärischen Chors. Nach 1945 war dieser Klang nicht nur militärische Begleitung, sondern Erinnerung, Siegessymbol und staatliche Repräsentation. Unter Boris Aleksandrovs Leitung wurde das Ensemble zu einem Träger dieser Erinnerungskultur.

In der Nachkriegszeit verschob sich der Akzent von der unmittelbaren Frontfunktion zur internationalen Präsentation. Das Ensemble zeigte im Ausland ein Bild sowjetischer Disziplin, Volksverbundenheit und kultureller Macht. Musik wurde Diplomatie, Erinnerung und Staatskunst zugleich.

Ballett, musikalisches Theater und spätere Bühnenwerke

Neben der Operette schrieb Boris Aleksandrov auch Ballettmusik. Besonders wichtig ist Levša, ein Ballett nach Nikolaj Leskovs Erzählung vom Linkshänder. Das Werk wurde Mitte der 1950er Jahre erstmals aufgeführt und später wieder aufgegriffen. Es verbindet russisches Sujet, handwerklich-volkstümliche Komik, technisches Wunder, nationale Erzählung und tänzerische Charakteristik.

Das Ballett zeigt eine andere Seite von Aleksandrovs Bühnenbegabung. Während die Operette vom gesungenen Wort und von Nummernstruktur lebt, muss das Ballett Handlung, Charakter und Witz durch Bewegung und orchestrale Musik vermitteln. Aleksandrovs Musik wurde in der Kritik teilweise wegen ihres russischen Kolorits und ihrer Tanzbarkeit geschätzt.

Auch spätere Operetten wie Moja Gjuzel’, Devuška iz Barselony, 101-ja žena und Komu ulybajutsja zvëzdy zeigen, dass Aleksandrov nicht nur der Komponist eines einzigen Erfolgs war. Gleichwohl blieb Svad’ba v Malinovke sein dauerhaft populärstes Bühnenwerk.

Stil, Satztechnik und musikalische Sprache

Boris Aleksandrovs Stil ist durch Melodiefreundlichkeit, klare Form, orchestrale Praktikabilität, Bühnenwirksamkeit und chorische Direktheit geprägt. Er steht nicht im Zeichen der Avantgarde, sondern in einer sowjetischen Tradition, die Verständlichkeit und öffentliche Wirkung bevorzugt. Seine Musik soll gesungen, erinnert, aufgeführt und kollektiv wahrgenommen werden.

In der Operette nutzt er Tanzrhythmen, Couplets, Duette, Ensembles, Chorszenen und volkstümliche Intonationen. Die Form ist oft nummernhaft, aber dramaturgisch straff. Komische Figuren erhalten markante rhythmische Profile; lyrische Figuren werden durch breitere Melodien charakterisiert; Kollektivszenen gewinnen durch Chor und Tanz.

Im Ensemblekontext arbeitet Aleksandrov mit dem vollen Klang des Männerchors. Bassfundament, klare Tenorlinien, Solistenprofile und orchestrale Stützung erzeugen einen Klang, der zugleich populär und repräsentativ wirkt. Diese Klangsprache ist eng mit dem Red-Army-Chor-Ideal verbunden.

Seine größere Kunst besteht nicht im Experiment, sondern in der musikalischen Organisation kollektiver Formen. Operette, Chor, Radiolied, Militärkonzert und Ballett verlangen unterschiedliche Mittel, aber alle verlangen eine deutliche, schnell erfassbare musikalische Wirkung. Aleksandrov beherrschte diese Wirkung.

Werkverzeichnis

Das Werkverzeichnis Boris Aleksandrovs ist in den frei zugänglichen Quellen ungleich überliefert. Am besten greifbar sind die Operetten, das Ballett Levša, einzelne Oratorien, Kantaten, Lieder, Chöre, Filmmusiken und Aufnahmen des Alexandrov-Ensembles. Bei vielen Liedern und Bearbeitungen ist zwischen eigener Komposition, Einrichtung, Ensemblefassung, Rundfunkfassung und späterer Repertoiretradition zu unterscheiden. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten bekannten Werkgruppen und Titel zusammen.

Operetten und musikalische Komödien

  • Svad’ba v Malinovke, deutsch Hochzeit in Malinowka, Operette in drei Akten beziehungsweise mehreren Bildern, 1936/1937, Libretto von Leonid Juchvid und Viktor Tipot beziehungsweise nach sowjetischer Librettoüberlieferung mit weiteren Bearbeitungskontexten; Aleksandrovs bekanntestes Bühnenwerk.
  • Sotyj tigr, deutsch etwa Der hundertste Tiger, Operette beziehungsweise musikalische Komödie, 1939, im Kontext des Leningrader Theaters der musikalischen Komödie genannt.
  • God spustja, deutsch Ein Jahr später, Operette beziehungsweise musikalische Komödie, 1940, Moskau.
  • Devuška iz Barselony, deutsch Das Mädchen aus Barcelona, Operette, 1942, Moskauer Theater der Operette.
  • Moja Gjuzel’, deutsch Meine Gjuzel, Operette, 1946, Moskauer Theater der Operette.
  • 101-ja žena, deutsch Die 101. Frau, Operette beziehungsweise musikalische Komödie, 1954.
  • Komu ulybajutsja zvëzdy, deutsch etwa Wem die Sterne zulächeln, Operette beziehungsweise musikalische Komödie, 1972, Odessaer Theater der musikalischen Komödie.
  • Weitere Bühnen- und Operettennummern in sowjetischen Theater-, Rundfunk- und Ensemblekontexten, soweit nicht eigenständig gedruckt oder quellenmäßig eindeutig getrennt.

Svad’ba v Malinovke: zentrale Nummern nach der verbreiteten Klavierauszugs- und Aufführungstradition

  • Ouvertüre.
  • Pesnja Jarinki, „Ach, cveti, rascvetaj cvetom pyšnym“, Lied der Jarinka.
  • Duett Jarinkas und Andrejkas, „V put’ divčina provožaet kazaka-kotovca“.
  • Duett Sofijas und Jarinkas, „Ty kogda byla rebënkom, ne ljubila zasypat’“.
  • Pesnja Sofii s ženskim chorom, Lied Sofijas mit Frauenchor.
  • Častuški, komische Coupletnummer.
  • Tanznummern des ersten Bildes.
  • Szene mit den Banditen.
  • Weitere Soli, Chöre, Ensembles, Tänze und Finalnummern der Operette, in den Klavierauszügen und Theaterfassungen mit wechselnden Nummerierungen greifbar.
  • Filmadaption Svad’ba v Malinovke, 1967, sowjetische Musikkomödie nach der Operette, mit Musik von Boris Aleksandrov.

Ballette

  • Družba junych, deutsch etwa Freundschaft der Jungen, Ballett, 1954, in russischen Werklisten genannt.
  • Levša, deutsch Der Linkshänder, Ballett in drei Akten und neun Bildern nach Nikolaj Leskov, 1954/1955; Uraufführung am 29. Dezember 1954 am Opern- und Balletttheater in Swerdlowsk, spätere Neufassung beziehungsweise Wiederaufnahme 1976 am Kirow-Theater beziehungsweise heutigen Mariinski-Theater.

Oratorien, Kantaten und vokal-symphonische Werke

  • Soldat Oktjabrja zaščiščaet mir, deutsch Der Soldat des Oktober verteidigt den Frieden, Oratorium, 1967.
  • Delo Lenina bessmertno, deutsch Lenins Sache ist unsterblich, Oratorium-Poem, 1970.
  • Mehrere Kantaten, in sowjetischen Werklisten mit drei Kantaten beziehungsweise weiteren vokal-symphonischen Kompositionen genannt.
  • Vokal-symphonische Werke für Solisten, Chor und Orchester, im Kontext staatlicher Feiern, Jubiläen und sowjetischer Erinnerungskultur.
  • Chorische Festwerke für sowjetische Gedenktage, Armee- und Staatsanlässe, soweit in Archiv-, Rundfunk- und Ensemblelisten nachweisbar.

Lieder, Chöre und Massenlieder

  • Krasnaja Armija – Sovetskaja Armija, Lied beziehungsweise Chorsatz im Repertoire des Ensembles.
  • Da zdravstvuet naša deržava, deutsch Es lebe unser Staat, patriotisches Lied.
  • Pesnja o Rossii, deutsch Lied von Russland.
  • Šli soldaty, deutsch Soldaten marschierten, Lied beziehungsweise Ensemble-Repertoirestück.
  • Pesnja Pobedy, deutsch Lied des Sieges, ein zentraler Titel der späteren Ensemble- und Erinnerungstradition.
  • Lieder für Männerchor und Orchester im Repertoire des Alexandrov-Ensembles.
  • Lieder für Solostimme, Chor und Orchester im Rundfunk- und Konzertkontext.
  • Patriotische Lieder, Soldatenlieder, Arbeitslieder, Festlieder und Bühnenlieder, die teils als Originalkompositionen, teils als Bearbeitungen oder Einrichtungen überliefert sind.
  • Chorstücke für gemischten Chor, Männerchor, Kinderchor und Ensemble, soweit in sowjetischen Notendrucken und Katalogen nachweisbar.

Bearbeitungen und Einrichtungen

  • Bearbeitungen russischer, ukrainischer und sowjetischer Volks- und Massenlieder für das Alexandrov-Ensemble.
  • Einrichtungen für Männerchor, Solisten, Orchester und Tanzgruppe.
  • Bearbeitungen aus dem Repertoire seines Vaters Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov, soweit im Ensemblekontext weitergeführt oder neu eingerichtet.
  • Orchestrierungen und Bühnenfassungen für Operette, Rundfunk, Konzert und Film.
  • Internationale Repertoireeinrichtungen für Auslandsgastspiele des Alexandrov-Ensembles.

Filmmusik und mediale Bearbeitungen

  • Svad’ba v Malinovke, Filmfassung 1967, sowjetische Musikkomödie auf Grundlage der Operette, Regie Andrei Tutyškin beziehungsweise Andrei Tutyshkin; Musik von Boris Aleksandrov.
  • Filmmusikalische Beiträge und musikalische Bearbeitungen im sowjetischen Film- und Theaterkontext, soweit in Kino- und Theaterdatenbanken nachweisbar.
  • Tonträgerprogramme des Alexandrov-Ensembles unter Boris Aleksandrov, darunter Programme mit sowjetischen Liedern, Armeeliedern, Volksliedern und internationalen Nummern.

Kammer- und Instrumentalmusik

  • Zwei Symphonien, in einzelnen Werklisten und Audioquellen genannt; quellenkritisch anhand von sowjetischen Katalogen und Archivbeständen zu prüfen.
  • Kammerinstrumentale Werke, darunter in Einzelverzeichnissen genannte Stücke für Cello und Klavier beziehungsweise Streicher- und Bläserbesetzungen.
  • String Quartet No. 2, um 1931, in kammermusikalischen Datenbanken genannt.
  • Woodwind Quartet, um 1932, in kammermusikalischen Datenbanken genannt.
  • Nocturne-Allegro für Violoncello und Klavier, publiziert beziehungsweise katalogisch um 1947 greifbar.
  • Weitere Instrumentalstücke und kleinere Konzertwerke, soweit in sowjetischen Notendrucken, Bibliothekskatalogen und Spezialverzeichnissen nachweisbar.

Schriften und Erinnerungen

  • Pesnja zovët, deutsch etwa Das Lied ruft, Erinnerungsbuch, Moskau, Verlag Molodaja gvardija, 1982.
  • Aufsätze über Musik, Chorleitung, Ensemblearbeit, sowjetisches Lied und die Geschichte des Alexandrov-Ensembles.
  • Interviews, Rundfunkauftritte und Erinnerungen zur Geschichte seines Vaters und zur Entwicklung des Rotbanner-Ensembles.

Werke mit quellenkritischer Vorsicht

  • Einige Werklisten nennen weitere Operetten, Kantaten, Lieder und Instrumentalstücke, ohne dass in frei zugänglichen Quellen stets eine sichere Datierung, Erstaufführung oder Druckquelle angegeben ist.
  • Bei den Liedern ist häufig unklar, ob Boris Aleksandrov als Komponist, Bearbeiter, Orchestrator, Ensembleleiter oder Herausgeber beteiligt war.
  • Tonträgerangaben können den Namen Boris Aleksandrov als Dirigent oder Ensembleleiter führen, ohne dass er zugleich Komponist aller aufgenommenen Stücke ist.
  • Die Ränge „Oberst“ und „Generalmajor“ erscheinen in der Überlieferung unterschiedlich; der Auftrag nennt Oberst, mehrere russische biographische Nachweise nennen später Generalmajor.

Überlieferung, Editionen und Quellenlage

Die Überlieferung von Boris Aleksandrovs Werk ist stark praxisgebunden. Operetten und Bühnenwerke sind über Klavierauszüge, Theaterprogramme, Aufführungslisten, Filmfassungen und spätere Bearbeitungen greifbar. Svad’ba v Malinovke ist wegen seiner Popularität besonders gut dokumentiert, allerdings in verschiedenen Theater-, Druck-, Film- und Repertoirefassungen.

Die Ensemblewerke und Lieder sind vor allem über Tonträger, Rundfunkaufnahmen, Notendrucke, Repertoirelisten und Archivbestände des Alexandrov-Ensembles zu erschließen. Dabei muss sorgfältig unterschieden werden, ob Aleksandrov als Komponist, Dirigent, Bearbeiter oder Leiter genannt wird. Viele Tonträger tragen seinen Namen, weil er das Ensemble dirigierte, nicht notwendig, weil alle Stücke von ihm stammen.

Für die wissenschaftliche Arbeit sind russische Quellen besonders wichtig: TASS, das Moskauer Konservatorium, Belcanto, Mus-Col, Spezialseiten zum sowjetischen Lied, Theaterdatenbanken, Operetten- und Filmdatenbanken sowie Bibliothekskataloge. Internationale Nachweise wie Operabase, Discogs, WorldCat, VIAF und nationale Bibliotheken ergänzen die Recherche, ersetzen aber keine russische Werk- und Archivarbeit.

Die Karriere Boris Aleksandrovs ist zudem eng mit institutioneller Überlieferung verbunden. Das Alexandrov-Ensemble, das Zentraltheater der Roten Armee, das Allunionsradio und das Moskauer Konservatorium sind nicht bloß biographische Orte, sondern Quellenräume. Seine Musik wurde durch Institutionen verbreitet, archiviert und erinnert.

Rezeption und kulturgeschichtliche Bedeutung

Boris Aleksandrovs Rezeption ruht auf zwei Säulen: der Operette Svad’ba v Malinovke und seiner jahrzehntelangen Leitung des Alexandrov-Ensembles. Die Operette wurde zu einem Klassiker des sowjetischen Unterhaltungstheaters. Das Ensemble wurde unter seiner Leitung zu einem international sichtbaren Symbol sowjetischer Chor- und Militärmusik.

Anders als sein Vater ist Boris Aleksandrov nicht vor allem mit einem staatlichen Hymnus verbunden. Seine Bedeutung liegt stärker in der Fortführung und Ausgestaltung einer Institution und in der Popularisierung sowjetischer Musiktheaterformen. Gerade diese institutionelle Kontinuität machte ihn jedoch kulturgeschichtlich wichtig.

Seine Musik wird heute ambivalent wahrgenommen. Einerseits ist sie mit sowjetischer Kulturpolitik, Militärrepräsentation und staatlicher Öffentlichkeit verbunden. Andererseits besitzt sie eine deutliche melodische und theaterpraktische Qualität, die ihre Langlebigkeit erklärt. Svad’ba v Malinovke wird nicht nur als politisches Produkt erinnert, sondern als populäres Bühnen- und Filmwerk.

Boris Aleksandrov steht damit für eine Musik, die nicht aus individueller Innerlichkeit, sondern aus öffentlicher Wirksamkeit gedacht ist. Seine Gattungen sind Operette, Chor, Massenlied, Ensemblekonzert, Ballett und Rundfunkmusik. In ihnen zeigt sich eine sowjetische Kultur, die Musik als Bühne der Gemeinschaft verstand.

Sekundärliteratur

  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil: Artikel zu Boris Aleksandrovič Aleksandrov. Deutschsprachiger fachlexikalischer Grundzugang zu Biographie, Werk und sowjetischem Musiktheater.
  • Grove Music Online und The Concise Oxford Dictionary of Music: Artikel zu Boris Alexandrov beziehungsweise Boris Alexandrovich Alexandrov. Internationaler Lexikonkontext zu Komponist, Dirigent und Leiter des Alexandrov-Ensembles.
  • Evgenij Barankin: Boris Aleksandrov. Moskau, 1978. Monographischer beziehungsweise essayistischer sowjetischer Zugang zu Leben, Operette, Ensemblearbeit und Liedschaffen.
  • Boris Aleksandrovič Aleksandrov: stat’i, materialy. Moskau, 1985. Sammelband mit Artikeln, Materialien und Würdigungen zu Leben und Werk.
  • Boris Aleksandrov: Pesnja zovët. Moskau, Molodaja gvardija, 1982. Erinnerungsbuch des Komponisten und Dirigenten.
  • Literatur zur Geschichte des Alexandrov-Ensembles und des Rotbanner-Ensembles der Roten Armee, besonders zur Nachfolge von Aleksandr Vasil’evič Aleksandrov durch Boris Aleksandrov.
  • Forschung zur sowjetischen Operette, insbesondere zu Svad’ba v Malinovke, zum Moskauer Theater der Operette und zur Musikkomödie der 1930er Jahre.
  • Forschung zum sowjetischen Massenlied, zur Militärmusik, zur Kulturpolitik des Zentraltheaters der Roten Armee und zur Rolle des Rundfunks in der Verbreitung von Liedern.
  • Studien zum sowjetischen Ballett der 1950er Jahre, darunter Arbeiten zu Levša und zur Leskov-Rezeption im Musiktheater.
  • Diskographische Materialien zu Schallplatten und Aufnahmen des Alexandrov-Ensembles unter Boris Aleksandrov, besonders auf sowjetischen und internationalen Labels.
  • Bibliotheks- und Archivkataloge russischer Musiktheater, des Moskauer Konservatoriums, des Allunionsradios, des Zentraltheaters der Roten Armee und sowjetischer Notenverlage.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge