Giuseppe Apolloni
Überblick
Giuseppe Apolloni gehört zu jenen italienischen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts, deren Name heute fast vollständig von der übermächtigen Wirkung Giuseppe Verdis überschattet wird, die aber für das tatsächliche Theaterleben ihrer Zeit keineswegs bedeutungslos waren. Apolloni war kein bloßer Randkomponist ohne Aufführungsgeschichte. Sein L’ebreo, 1855 am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt, wurde rasch in mehreren italienischen Städten und auch außerhalb Italiens gespielt. Die Oper machte Apolloni für einige Jahre zu einem Namen, von dem man eine Fortsetzung im großen romantischen Opernbetrieb erwarten konnte.
Seine übrigen Bühnenwerke konnten diesen Erfolg jedoch nicht dauerhaft erneuern. Adelchi von 1852 war ein achtbarer Beginn im heimatlichen Vicenza; Pietro d’Abano von 1856 blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück; Il conte di Königsmark, in den Quellen auch als Filippo di Könismarch oder Il conte di Chenismarch überliefert, markierte 1866/1867 einen späten neuen Versuch; Gustavo Wasa von 1872 beschloss seine Opernproduktion. Daneben stehen die sinfonische Rhapsodie I canti dell’Appennino, die patriotische Kantate La Bandiera vicentina und das unvollendet gebliebene Stabat Mater.
Kulturgeschichtlich ist Apolloni vor allem als vicentinischer Opernkomponist im Schatten der großen nationalen Opernkanons interessant. Er zeigt, wie stark die italienische Oper des 19. Jahrhunderts von lokalen Theatern, reisenden Sängerinnen und Sängern, regionalen Festanlässen, Zensur, Verlagswesen, patriotischer Politik und dem Wunsch nach dramatischer Wirkung geprägt war. Seine Musik steht in der Nähe des mittleren Verdi-Stils, ohne dessen dramatische Konzentration, melodische Unverwechselbarkeit und langfristige Repertoirekraft zu erreichen. Gerade diese Differenz macht ihn zu einem aufschlussreichen Vertreter der breiteren italienischen Opernkultur zwischen 1850 und 1870.
Kurzdaten
| Name | Giuseppe Apolloni. |
|---|---|
| Namensformen | Giuseppe Apolloni, G. Apolloni, Maestro Giuseppe Apolloni; gelegentlich in älteren Nachweisen mit abweichender oder vereinfachter Schreibweise. |
| Geboren | 8. April 1822 in Vicenza. |
| Gestorben | 30. Dezember 1889 in Vicenza; mehrere Quellen nennen den 31. Dezember oder die Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 1889. |
| Beruf | Komponist, Opernkomponist, Verfasser sinfonischer, patriotischer und geistlicher Musik sowie Vertreter der italienischen romantischen Theatermusik. |
| Ausbildung | Musikalische Ausbildung in Vicenza, besonders Klavierunterricht bei Francesco Canneti beziehungsweise Cannetti und spätere Studien in Kontrapunkt; zugleich juristische Ausbildung mit Promotion in Padua. |
| Politischer Hintergrund | Beteiligung an den politischen Bewegungen von 1848; danach zeitweiliger Aufenthalt in Florenz, bevor er 1852 nach Vicenza zurückkehrte. |
| Wirkungsorte | Vicenza, Padua, Florenz, Venedig, Triest und weitere italienische Opernorte, an denen seine Bühnenwerke aufgeführt oder wiederaufgenommen wurden. |
| Hauptgattung | Italienisches Melodramma des 19. Jahrhunderts. |
| Hauptwerk | L’ebreo, melodramma tragico in einem Prolog und drei Akten, Libretto von Antonio Boni, Venedig, Teatro La Fenice, 1855. |
| Opern | Adelchi, L’ebreo, Pietro d’Abano, Il conte di Königsmark beziehungsweise Filippo di Könismarch / Il conte di Chenismarch, Gustavo Wasa. |
| Weitere Werke | I canti dell’Appennino, La Bandiera vicentina, Stabat Mater und weitere geistliche beziehungsweise heute nur summarisch greifbare Kompositionen. |
| Musikgeschichtliche Stellung | Italienischer Opernkomponist der Verdi-Zeit, dessen kurzer Ruhm wesentlich auf L’ebreo beruhte und dessen spätere Werke nur begrenzte Resonanz fanden. |
Name, Datierung und Quellenlage
Der Name Giuseppe Apolloni ist in modernen Nachweisen stabil. Schwieriger ist die genaue Todesdatierung. Die vom Lemma übernommene Angabe lautet 30. Dezember 1889 in Vicenza. Andere Nachweise geben den 31. Dezember an oder präzisieren, Apolloni sei in der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember gestorben. Für die kulturlexikalische Darstellung ist daher die vorsichtige Formulierung sinnvoll, dass er am 30. Dezember beziehungsweise in der folgenden Nacht in Vicenza starb. Im maschinenlesbaren Schema wird die vom Lemma vorgegebene Datierung verwendet; im Text wird die Quellenvariante transparent gemacht.
Die Quellenlage ist für einen Komponisten seiner Bedeutungsschicht typisch. Zu L’ebreo existieren Libretto-, Partitur-, Klavierauszugs- und Aufführungsnachweise; für die übrigen Opern sind vor allem Librettodrucke, Aufführungsdaten, Theaterkataloge und lexikalische Angaben wichtig. Die nichtdramatischen Werke sind knapper dokumentiert. I canti dell’Appennino, La Bandiera vicentina und das Stabat Mater werden in Fachartikeln und lokalen Darstellungen genannt, sind aber nicht in gleicher Weise im Repertoire präsent wie L’ebreo.
Biographische Grundlinien
Giuseppe Apolloni wurde am 8. April 1822 in Vicenza geboren. Er erhielt dort zunächst musikalische Ausbildung, besonders im Klavierspiel bei Francesco Canneti, dessen Name in älteren und modernen Nachweisen auch als Cannetti begegnet. Später studierte Apolloni Kontrapunkt. Zugleich schlug er zunächst nicht unmittelbar eine reine Musikerlaufbahn ein, sondern studierte Rechtswissenschaften und promovierte in Padua. Diese Doppelstellung zwischen bürgerlicher Bildung, juristischem Berufshorizont und musikalischer Berufung ist für viele italienische Musiker und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich.
Die politischen Ereignisse von 1848 griffen in Apollonis Lebensweg ein. Wegen seiner Beteiligung an den Bewegungen dieser Zeit musste er Vicenza verlassen und hielt sich in Florenz auf. Die Verbindung von Musik und Risorgimento ist für ihn nicht nur biographischer Hintergrund, sondern auch kulturgeschichtlicher Schlüssel. Das italienische Theater, besonders die Oper, war in den Jahrzehnten vor und nach der Einigung Italiens ein Ort, an dem nationale, regionale und politische Gefühle indirekt oder offen artikuliert wurden. Apollonis spätere patriotische Kantate La Bandiera vicentina gehört ausdrücklich in diesen Zusammenhang.
1852 kehrte Apolloni nach Vicenza zurück und widmete sich der Komposition. Im selben Jahr wurde am Teatro Eretenio seine erste Oper Adelchi aufgeführt. Der Stoff verweist auf Alessandro Manzonis Tragödie und damit auf ein historisch-nationales Themenfeld, das im Risorgimento eine besondere Resonanz besaß. Langobarden, Franken, Herrschaft, Untergang und nationale Erinnerung boten der romantischen Oper einen Stoff, in dem historische Größe und politische Gegenwartsbedeutung ineinander übergehen konnten.
Der eigentliche Durchbruch gelang 1855 mit L’ebreo am Teatro La Fenice in Venedig. Die Oper nach einem Libretto von Antonio Boni, das auf Edward Bulwer-Lyttons Leila; or, The Siege of Granada zurückgeht, verband historisches Kolorit, religiösen Konflikt, Liebesdrama, Inquisition, Vater-Tochter-Konstellation und effektvolle Theatersituation. L’ebreo wurde Apollonis erfolgreichstes Werk und verbreitete sich in den folgenden Jahren unter verschiedenen Titeln und in mehreren Städten. In Rom und Bologna begegnet die zensurbedingte oder aufführungsgeschichtlich bedingte Titelvariante Lida di Granata; in Neapel erscheint auch Leila di Granata.
Nach L’ebreo konnte Apolloni den erwarteten dauerhaften Aufstieg nicht festigen. Pietro d’Abano, 1856 an La Fenice aufgeführt, blieb ohne vergleichbaren Erfolg. Erst 1866 versuchte er mit Filippo di Könismarch, später auch Il conte di Chenismarch beziehungsweise Il conte di Königsmark, erneut den großen Opernweg. 1872 folgte Gustavo Wasa in Triest. Danach endete seine Opernproduktion. Apolloni blieb in Vicenza ansässig und starb dort Ende Dezember 1889.
Ausführlicher Kulturüberblick
Apollonis Lebenszeit fällt in eine besonders dichte Phase der italienischen Musik- und Politikgeschichte. Die Oper war im Italien des 19. Jahrhunderts nicht nur ein Kunstgenre, sondern eine gesellschaftliche Institution. Theaterhäuser waren Orte des städtischen Prestiges, der saisonalen Öffentlichkeit, der gesellschaftlichen Repräsentation und, in vorsichtiger oder verschlüsselter Form, auch politischer Selbstverständigung. Komponisten, Librettisten, Impresari, Sänger, Verleger, Zensoren und städtische Honoratioren bildeten ein komplexes System, in dem ein Werk entstehen, aufgeführt, wiederaufgenommen, bearbeitet, umbenannt und verbreitet werden konnte.
Apolloni steht innerhalb dieses Systems auf der Ebene des regional erfolgreichen, zeitweise überregional sichtbaren Opernkomponisten. Seine Karriere zeigt, dass die italienische Oper nicht allein aus den kanonischen Namen Rossini, Bellini, Donizetti und Verdi besteht. Neben ihnen existierte eine breite Schicht von Komponisten wie Errico Petrella, Antonio Buzzi, Lauro Rossi, Giovanni Pacini, Saverio Mercadante, Federico Ricci, Filippo Marchetti und vielen anderen, die in bestimmten Spielzeiten, Städten und Repertoires gegenwärtig waren, heute aber nur noch punktuell erinnert werden. Apolloni gehört in diese Welt.
Der Vergleich mit Verdi ist unvermeidlich, aber methodisch heikel. Apolloni komponierte in einer Zeit, in der Verdi bereits den musikalischen Maßstab der italienischen Oper bestimmte. Seine Stoffe, Klanggesten, dramatischen Zuspitzungen, Chöre und Finaldramaturgien stehen erkennbar im Umfeld der mittleren romantischen Oper. Doch Apolloni gelang nicht die gleiche Verdichtung von Szene, Melodie, psychologischer Spannung und dramatischer Form. Deshalb wurde L’ebreo zwar bewundert und zeitweise mit Verdi-Nähe verbunden, konnte aber langfristig nicht in den stabilen Repertoirekanon eingehen.
Kulturgeschichtlich aufschlussreich ist gerade der Erfolg und das spätere Verschwinden von L’ebreo. Die Oper verband ein brisantes Thema — religiöse Differenz, Judenverfolgung, Inquisition, Machtpolitik und Liebestragödie — mit den theatralischen Mitteln der Zeit. In der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte ein solches Werk zugleich historisches Spektakel, religiös-politische Allegorie und melodramatische Familienkatastrophe sein. Dass die Oper später nicht dauerhaft gespielt wurde, zeigt die Selektionsmechanismen des Repertoires: Nicht jeder zeitgenössische Erfolg überlebt die Veränderungen des Geschmacks, der Sängertraditionen, der Theaterökonomie und der Kanonbildung.
Apollonis nichtdramatische Werke ergänzen dieses Bild. I canti dell’Appennino steht für das Interesse an Volksmelodien, Landschaft, regionaler Klangidentität und sinfonischer Nationalromantik. La Bandiera vicentina bindet Musik unmittelbar an die patriotische Erinnerung Vicenzas und an die Auszeichnung der Stadt beziehungsweise ihres Gonfalone. Das Stabat Mater zeigt, dass Apolloni auch im geistlichen Bereich tätig war, wobei gerade seine Unvollendetheit und die postume Ergänzung durch andere Musiker die lokale Erinnerungskultur nach seinem Tod sichtbar machen.
Vicenza, Theaterleben und Risorgimento
Vicenza ist für Apolloni nicht bloß Geburts- und Sterbeort, sondern das eigentliche Zentrum seines kulturellen Profils. Das Teatro Eretenio war für ihn der Ort der ersten öffentlichen Opernbewährung. Adelchi wurde dort 1852 uraufgeführt, L’ebreo wurde nach seinem venezianischen Erfolg auch in Vicenza gespielt, und Il conte di Chenismarch erschien 1867 ebenfalls im vicentinischen Theaterzusammenhang. Die Stadt bildete damit zugleich Ausgangspunkt, Rückzugsraum und Erinnerungsort seiner Laufbahn.
Die Verbindung von Vicenza und Risorgimento war für Apolloni besonders wichtig. Die Stadt erhielt für ihre Rolle in den Ereignissen von 1848 eine herausgehobene patriotische Bedeutung. Die Kantate La Bandiera vicentina, auf einen Text von Emilio Boschetti, wurde 1866 in Anwesenheit Vittorio Emanuele II. aufgeführt, als Vicenza beziehungsweise ihr Gonfalone mit der Goldmedaille geehrt wurde. In einer solchen Situation ist Musik keine autonome Kunst im engen Sinn. Sie wird zu öffentlicher Feier, politischer Erinnerung und städtischer Selbstinszenierung.
Auch Apollonis Opernstoffe sind vor diesem Hintergrund zu betrachten. Adelchi knüpft an ein historisches Sujet an, das im italienischen 19. Jahrhundert mit Fragen von Herrschaft, Untergang und nationaler Erinnerung verbunden werden konnte. Gustavo Wasa behandelt die Befreiung Schwedens von fremder Herrschaft und ist damit ebenfalls geeignet, patriotische Analogien hervorzurufen. Derartige historische Stoffe dienten der Oper als Mittel, Gegenwartsgefühle unter dem Schutz der Vergangenheit zu verhandeln.
Opernästhetik und Verhältnis zu Verdi
Apollonis Opernästhetik gehört zur italienischen romantischen Oper nach Donizetti und während der mittleren Verdi-Zeit. Sie setzt auf große Affekte, kontrastreiche Szenen, klare vokale Nummern, Chöre, Finalwirkungen, dramatische Vater- und Tochterkonflikte, religiöse beziehungsweise politische Gegensätze und historische Schauplätze. Die Form des melodramma tragico ermöglicht eine Verbindung von musikalischem Glanz und moralischer Katastrophe.
Der Erfolg von L’ebreo erklärt sich teilweise aus dieser Nähe zu den Erwartungen des Publikums. Das Werk bietet starke Szenen, eine auffällige Zentralfigur, exotisch-historisches Kolorit, weibliche Opferdramaturgie, religiösen Druck und eine Schlusskatastrophe. Solche Elemente passten zur Theaterökonomie der 1850er Jahre. Zugleich zeigen die späteren Misserfolge, dass Apollonis Begabung offenbar stärker im instinktiven theatralischen Effekt als in dauerhaft tragfähiger musikalischer Individualität lag. Diese Einschätzung findet sich bereits in älterer Kritik und wurde in moderneren Darstellungen wiederholt.
Der Abstand zu Verdi liegt daher nicht nur in der Größe des Namens, sondern in der kompositorischen Organisation. Verdi verdichtet Konflikte mit äußerster Genauigkeit, gestaltet Szenen als musikalisch-dramatische Kräftefelder und findet melodische Formeln, die Figur, Situation und Theaterwirkung untrennbar verbinden. Apolloni kann wirkungsvoll, energisch und publikumsnah schreiben, bleibt aber stärker an zeittypischen Formeln haften. Für die Kulturgeschichte ist er gerade deshalb interessant: Er zeigt den Klanghorizont, aus dem Verdis Sonderstellung hervorragt.
L’ebreo als Hauptwerk
L’ebreo ist Apollonis Hauptwerk und der eigentliche Grund seines Nachruhms. Die Oper wurde 1855 am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt und erschien im Libretto als melodramma tragico in un prologo e tre atti. Das Libretto stammt von Antonio Boni und greift auf Edward Bulwer-Lyttons Erzählung Leila; or, The Siege of Granada zurück. Die Handlung führt in das Granada des Jahres 1492, also in eine Situation, in der Reconquista, Islam, Judentum, Christentum, Inquisition, Politik und Liebestragödie ineinander verflochten werden.
Die zentrale Figur Issàchar ist dramatisch besonders wirksam. Er ist Jude, Magier, politischer Vermittler, Vater und Verräter zugleich. Seine Tochter Leila liebt Adèl-Muza, während die politischen und religiösen Mächte um sie herum die private Liebe unmöglich machen. Diese Konstellation erlaubt Apolloni eine Operndramaturgie, in der Vaterliebe, Fanatismus, religiöse Gewalt, politische Opportunität und weibliche Opferrolle in scharfem Gegensatz stehen. Gerade solche Kontraste waren für die romantische Oper des 19. Jahrhunderts außerordentlich attraktiv.
Die Aufführungsgeschichte des Werks ist bemerkenswert. Nach der venezianischen Uraufführung wurde es rasch in weiteren Städten gespielt. In Corago erscheinen zahlreiche Nachweise für Aufführungen in Mantua, Vicenza, Triest, Treviso, Rovigo, Barcelona, Verona, Genua, Mailand, Lissabon, Bergamo, Cremona, Padua, Malta, Brescia, Parma, Pavia, Modena, Palermo, Livorno, Reggio Emilia und weiteren Orten. Unter dem Titel Lida di Granata oder Leila di Granata zirkulierte das Werk in zensur- oder aufführungsbedingt veränderter Form. Diese Titelgeschichte zeigt, wie beweglich Opern des 19. Jahrhunderts im Repertoire behandelt wurden.
Auch aufführungspraktisch ist L’ebreo interessant. Die Oper enthält große Soloszenen, Chöre, Ensemble- und Finalnummern und wurde in moderner Zeit 1989 zum hundertsten Todestag Apollonis wieder aufgeführt und aufgenommen. Diese Wiederbelebung hat nicht dazu geführt, dass das Werk ins Standardrepertoire zurückkehrte, doch sie macht es als Dokument einer vergessenen italienischen Opernkultur zugänglich.
Spätere Werke, patriotische Musik und geistliche Komposition
Nach dem Erfolg von L’ebreo folgte bereits 1856 Pietro d’Abano, wieder in Venedig und wieder auf ein Libretto von Antonio Boni. Das Werk blieb jedoch ohne den erhofften Erfolg. Danach entstand eine längere Pause im Opernschaffen. Erst 1866 brachte Apolloni mit Filippo di Könismarch in Florenz wieder ein neues Bühnenwerk heraus, das 1867 in Vicenza als Il conte di Chenismarch beziehungsweise in der normalisierten Form Il conte di Königsmark erscheint. Die Quellenvarianten zeigen, dass Titel, Namensformen und Aufführungskontexte bei dieser Oper besonders schwanken.
Gustavo Wasa, 1872 in Triest uraufgeführt, ist die letzte Oper Apollonis. Der Stoff um Gustav Wasa und die Befreiung Schwedens von dänischer Herrschaft war für das 19. Jahrhundert attraktiv, weil er nationale Befreiung, tyrannische Gewalt und heroische Legitimation verbinden konnte. Auch hier bleibt Apolloni im Umfeld historisch-patriotischer Operndramatik. Nach Gustavo Wasa endet seine Theaterproduktion; er widmet sich nicht mehr dauerhaft der Opernbühne.
I canti dell’Appennino steht für eine andere Seite seines Schaffens. Als sinfonische Rhapsodie auf volkstümliche Themen gehört das Werk in den Bereich national-romantischer Landschafts- und Volksmelodik. Solche Kompositionen knüpfen an die Vorstellung an, dass regionale Melodien, Gebirge, Landschaft und Volkstum musikalisch symbolisiert werden können. Die Kantate La Bandiera vicentina besitzt dagegen einen konkreten politischen Anlass und gehört zur öffentlichen Festmusik des Risorgimento.
Das Stabat Mater blieb unvollendet und wurde nach Apollonis Tod von anderen Musikern vollendet beziehungsweise aufführbar gemacht. Es wurde 1890 im Teatro Eretenio in Vicenza in memoriam Apolloni aufgeführt. Damit wird die geistliche Komposition zugleich zu einem Erinnerungsritual der Stadt. Der Komponist, der seine Laufbahn im Theater Vicenzas begonnen hatte, wurde am gleichen Ort durch ein geistliches Werk kommemoriert.
Rezeption und heutige Einordnung
Apollonis Rezeption ist von einem deutlichen Gefälle geprägt. Zu Lebzeiten war L’ebreo ein ernstzunehmender Erfolg, der dem Komponisten Anerkennung verschaffte und ihn zeitweise in die Nähe der großen italienischen Opernproduktion rückte. Die späteren Opern konnten diesen Erfolg jedoch nicht wiederholen. Schon ältere Darstellungen betonen die Kraft und Eingängigkeit von L’ebreo, weisen aber auch auf eine begrenzte kompositorische Substanz und auf eine zu äußerliche Theaterwirkung hin.
Heute ist Apolloni vor allem für Spezialisten der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts, der Vicentiner Musikgeschichte und der verschollenen Verdi-Zeitgenossen relevant. Er eignet sich besonders zur Erforschung der Frage, warum manche Opern vorübergehend erfolgreich waren, aber nicht dauerhaft kanonisch wurden. Sein Fall zeigt, dass Repertoirebildung nicht nur von Qualität im abstrakten Sinn abhängt. Sie hängt auch von Sängertraditionen, Verlagsinteressen, politischem Kontext, Theaterökonomie, Wiederaufführungspraxis, Kritikerurteilen und späterer Musikwissenschaft ab.
Die moderne Wiederaufführung von L’ebreo zum hundertsten Todestag des Komponisten und die damit verbundene Aufnahme haben Apolloni wieder hörbar gemacht. Dennoch bleibt sein Werk ein Randrepertoire. Gerade in einem Kulturlexikon ist diese Randstellung kein Nachteil. Sie macht sichtbar, wie breit die italienische Opernkultur des 19. Jahrhunderts war und wie viele Komponisten zeitweise im Theaterbetrieb präsent waren, ohne dauerhaft in den Kanon einzugehen.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis führt die nach der öffentlich greifbaren Quellenlage gesicherten Hauptwerke Giuseppe Apollonis auf. Bei den Opern werden Uraufführungen, Librettisten, Titelvarianten und wichtige Aufführungshinweise genannt. Bei den nichtdramatischen Werken ist die Überlieferung knapper; sie werden daher mit quellenkritischer Vorsicht beschrieben. Der Schwerpunkt des erhaltenen Werkprofils liegt eindeutig auf der Oper.
| Adelchi | Melodramma tragico in fünf Akten; Libretto von Giovanni Battista Nicolini nach beziehungsweise im Umfeld von Alessandro Manzonis Tragödie; Uraufführung am 14. August 1852 im Teatro Eretenio in Vicenza. Das Werk ist Apollonis erste Oper und verbindet historisches Sujet, romantisches Pathos und Risorgimento-nahes Geschichtsinteresse. |
|---|---|
| L’ebreo | Melodramma tragico in einem Prolog und drei Akten; Libretto von Antonio Boni nach Edward Bulwer-Lyttons Leila; or, The Siege of Granada; Uraufführung am 27. Januar 1855 am Teatro La Fenice in Venedig. Apollonis erfolgreichstes Werk, in mehreren italienischen und ausländischen Städten gespielt und später unter Titelvarianten wie Lida di Granata und Leila di Granata verbreitet. |
| Lida di Granata | Titelvariante beziehungsweise revidierte Aufführungsfassung von L’ebreo; 1855 in Rom am Teatro Argentina und 1855 in Bologna am Teatro Comunale nachweisbar. Der Titel zeigt die Zensur- und Aufführungsgeschichte eines Werkes, dessen ursprünglicher religiöser Titel nicht überall unverändert übernommen wurde. |
| Leila di Granata | Weitere Titelvariante von L’ebreo; 1856 am Teatro San Carlo in Neapel nachweisbar. Die Benennung verschiebt den Akzent vom jüdischen Vater Issàchar auf die weibliche Hauptfigur Leila. |
| Pietro d’Abano | Oper beziehungsweise melodramma; Libretto von Antonio Boni; Uraufführung am 8. März 1856 am Teatro La Fenice in Venedig. Das Werk folgte unmittelbar auf den Erfolg von L’ebreo, konnte diesen aber nicht erneuern und blieb aufführungsgeschichtlich deutlich schwächer. |
| Filippo di Könismarch | Operntitel der Florentiner Uraufführung von 1866; Uraufführung am 17. März 1866 im Teatro della Pergola in Florenz. Das Werk erscheint in den Quellen mit wechselnden Namensformen und wird später in Vicenza als Il conte di Chenismarch beziehungsweise normalisiert als Il conte di Königsmark greifbar. |
| Il conte di Chenismarch | Melodramma serio in einem Prolog und drei Akten; Librettist in Corago als anonym geführt; Ricordi-Druck zur Aufführung im Teatro Eretenio in Vicenza im Sommer 1867. Titelvariante beziehungsweise Aufführungsfassung des Stoffes Filippo di Könismarch / Il conte di Königsmark. |
| Il conte di Königsmark | Normalisierte beziehungsweise in der Sekundärliteratur gebräuchliche Titelform der 1866/1867 greifbaren Oper. Das Werk markiert Apollonis späten Versuch, nach längerer Opernpause wieder auf die Bühne zurückzukehren. |
| Gustavo Wasa | Melodramma in vier Akten; Libretto von Ulisse Poggi; Uraufführung am 16. November 1872 im Teatro Grande beziehungsweise Teatro Comunale in Triest. Historisch-patriotischer Stoff über Gustav Wasa und den schwedischen Befreiungskampf; letzte Oper Apollonis. |
| I canti dell’Appennino | Sinfonische Rhapsodie auf volkstümliche Themen. Das Werk gehört zu Apollonis nichtdramatischem Schaffen und zeigt die Verbindung von romantischer Landschaftsvorstellung, Volksmelodik und national-regionaler Klangsymbolik. |
| La Bandiera vicentina | Patriotische Kantate auf einen Text von Emilio Boschetti; 1866 in Anwesenheit Vittorio Emanuele II. im Zusammenhang mit der Auszeichnung der vicentinischen Fahne beziehungsweise des Gonfalone aufgeführt. Das Werk verbindet lokale Erinnerung, Risorgimento-Politik und musikalische Festrepräsentation. |
| Stabat Mater | Geistliches Werk; von Apolloni unvollendet hinterlassen und nach seinem Tod von G. Orefice und R. Lesine beziehungsweise Lesina vollendet. Die Aufführung am 14. Februar 1890 im Teatro Eretenio in Vicenza diente dem Gedenken an den Komponisten. |
| Geistliche Kompositionen | Neben dem Stabat Mater werden in Quellen weitere geistliche Kompositionen summarisch erwähnt. Eine vollständige moderne Einzelaufstellung dieser Werke ist in der allgemein zugänglichen Onlinequellenlage nicht gesichert. |
| Klavierauszüge, Partitur- und Librettodrucke zu L’ebreo | Mehrere Druck- und Bibliotheksnachweise dokumentieren die Verbreitung von L’ebreo. Dazu gehören Librettodrucke, Klavierauszüge und später zugängliche digitale Reproduktionen, die das Werk als wichtigstes überliefertes Repertoirestück Apollonis sichern. |
| Aufführungsfassungen und Titelvarianten von L’ebreo | Die Fassungen und Nachweise unter L’ebreo, Lida di Granata und Leila di Granata sind nicht als drei voneinander unabhängige Opern zu zählen, sondern als Aufführungs-, Titel- und Zirkulationsgeschichte desselben Werkkomplexes. |
Sekundärliteratur
- Ashbrook, William: Apolloni, Giuseppe. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians beziehungsweise Grove Music Online. Zentraler englischsprachiger Fachartikel zu Biographie, Opern und musikgeschichtlicher Einordnung.
- Battaglia, Fernando: Begleittext zur Bongiovanni-Aufnahme von L’ebreo. Bologna 1989. Wichtig für die moderne Wiederaufführung und Aufnahmegeschichte von Apollonis Hauptwerk.
- Filippi, Filippo: L’Ebreo. Melodramma tragico. In: La Gazzetta musicale di Milano, 1855. Zeitgenössische Kritik zum Hauptwerk Apollonis und wichtiger Rezeptionsbeleg der 1850er Jahre.
- Fétis, François-Joseph: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique, Supplément et complément. Paris 1878–1880. Ältere musikhistorische Einschätzung, die Apollonis Erfolg und zugleich die Begrenzung seiner späteren Wirkung benennt.
- Franceschini, G.: Nel primo centenario dell’autore dell’Ebreo. In: La Lettura, 1922. Jubiläumsbezogene Darstellung zu Apolloni und seinem vicentinischen Nachruhm.
- Gelli, Piero: Dizionario dell’opera. Mailand. Opernlexikalischer Kontext zu L’ebreo, Aufführungsgeschichte, Figuren und musikalischem Aufbau.
- Manferrari, Ugo: Dizionario universale delle opere melodrammatiche. Florenz 1954. Älteres opernbibliographisches Nachschlagewerk mit Angaben zu Apollonis Bühnenwerken.
- Mantese, Giovanni: Storia musicale vicentina. Vicenza 1956. Wichtiger lokaler Kontext für Apolloni als vicentinischen Komponisten und für die Theater- und Musikgeschichte seiner Heimatstadt.
- Masutto, Giovanni: I maestri di musica italiani del XIX secolo. Venedig 1884. Zeitnahes Nachschlagewerk zur italienischen Musik des 19. Jahrhunderts mit Apolloni-Bezug.
- Palmiero, Oreste: Giuseppe Apolloni compositore vicentino (1822–1889). Vicenza, Accademia Olimpica, 2000. Moderne Monographie und zentrale Spezialstudie zu Leben, Werk und lokaler Bedeutung Apollonis.
- Schmidl, Carlo: Dizionario universale dei musicisti. Mailand. Älteres biographisch-musikalisches Nachschlagewerk mit Angaben zu Apolloni im Kontext italienischer Musiker des 19. Jahrhunderts.
- Scuderi, Cristina: The Management of Opera (1861–1918). Wien und Köln 2024. Breiter Kontext zur Opernorganisation nach der italienischen Einigung; hilfreich für Apollonis späte Aufführungswelt und die Theaterökonomie seiner Zeit.
Ausgewählte Onlinequellen
- Accademia Olimpica: Giuseppe Apolloni compositore vicentino (1822–1889) Verlags- und Buchseite zur Monographie Oreste Palmieros, die Apolloni als wichtigen Vertreter des musikalischen Vicenza im 19. Jahrhundert erschließt.
- Corago / Università di Bologna: Aufführungsnachweise zu Giuseppe Apolloni Zentrale Datenbankseite mit Aufführungen von Adelchi, L’ebreo, Lida di Granata, Pietro d’Abano, Il conte di Chenismarch, Filippo di Könismarch und Gustavo Wasa.
- Corago / Università di Bologna: Adelchi Operndatensatz zu Apollonis Erstlingsoper mit Librettist Giovanni Battista Nicolini und Uraufführung am Teatro Eretenio in Vicenza.
- Corago / Università di Bologna: L’ebreo Librettodatensatz zur venezianischen Erstausgabe von L’ebreo, Teatro La Fenice 1855, mit Antonio Boni als Librettist.
- Corago / Università di Bologna: Il conte di Chenismarch Librettodatensatz zur Vicentiner Aufführung von 1867 und zur Titelvariante des Königsmark-Stoffs.
- Google Books: Gustavo Wasa Digitalisierter Librettodruck zu Gustavo Wasa von Giuseppe Apolloni und Ulisse Poggi, erschienen bei Lucca 1873.
- IMSLP: Giuseppe Apolloni Komponistenseite mit Lebensdaten und Verweis auf digital zugängliche Materialien zu L’ebreo.
- IMSLP: L’Ebreo Werkseite zu Apollonis Oper L’ebreo mit Gattungs-, Besetzungs- und Digitalisatnachweisen.
- MGG Online: Apolloni, Giuseppe Fachlexikalischer Artikel beziehungsweise Vorschauseite mit Lebensdaten und kurzer biographischer Einordnung.
- OperaLibretto: L’ebreo Libretto- und Werkseite mit Angaben zu Gattung, Librettist, Musik, Uraufführung, Ort und Figuren.
- OperaLibera: Giuseppe Apolloni, l’emulo di Verdi Moderner Essay zur Stellung Apollonis im Schatten Verdis, zu L’ebreo, Pietro d’Abano, Gustavo Wasa und den nichtdramatischen Werken.
- The Operatic Saxophone: L’ebreo and the saxophone Spezialbeitrag zur aufführungspraktischen Besonderheit von L’ebreo und zum frühen Einsatz des Saxophons außerhalb Frankreichs.
- Treccani / Dizionario Biografico degli Italiani: Apolloni, Giuseppe Fachbiographischer Artikel zu Ausbildung, Politik, Opern, späteren Werken, Tod und kritischer Einordnung.
Weiterführende Einträge
- Adelchi Apollonis erste Oper und ein historischer Stoff im Umfeld von Manzoni, Risorgimento und romantischer Geschichtsoper.
- Giovanni Apolloni Aretiner Madrigalist um 1600, vom vicentinischen Komponisten Giuseppe Apolloni deutlich zu unterscheiden.
- Giovanni Filippo Apolloni Aretiner Librettist des 17. Jahrhunderts, dessen Namensähnlichkeit leicht zu Verwechslungen mit späteren Apolloni-Personen führen kann.
- Antonio Boni Librettist von L’ebreo und Pietro d’Abano, zentral für Apollonis wichtigste Opernphase.
- Edward Bulwer-Lytton Englischer Schriftsteller, dessen Leila; or, The Siege of Granada die literarische Grundlage von L’ebreo bildete.
- Gaetano Donizetti Vorgänger der italienischen romantischen Oper, dessen Erbe im Opernbetrieb der Apolloni-Zeit fortwirkte.
- Gustavo Wasa Letzte Oper Giuseppe Apollonis, 1872 in Triest uraufgeführt, mit historisch-patriotischem Befreiungsstoff.
- Il conte di Königsmark Späte Oper Apollonis, auch unter den Titelvarianten Filippo di Könismarch und Il conte di Chenismarch überliefert.
- Italienische Oper Übergreifender Gattungskontext für Apollonis Melodramen zwischen Theaterpraxis, Verlagswesen und Sängertradition.
- La Bandiera vicentina Patriotische Kantate Apollonis, die 1866 im Zusammenhang der Ehrung Vicenzas aufgeführt wurde.
- L’ebreo Hauptwerk Giuseppe Apollonis und eines der erfolgreicheren italienischen Melodramen der 1850er Jahre außerhalb des Verdi-Kanons.
- Lida di Granata Titelvariante und Aufführungsfassung von L’ebreo in bestimmten Theater- und Zensurkontexten.
- Alessandro Manzoni Autor der Tragödie Adelchi, deren historisches Stofffeld Apollonis Erstlingsoper prägte.
- Melodramma Italienische Opernform des 19. Jahrhunderts, in der Apollonis Bühnenwerke ausdrücklich verortet sind.
- Giovanni Battista Nicolini Librettist von Apollonis Adelchi und Vermittler des historischen Stoffes in die Opernform.
- Opernzensur Institutioneller Faktor, der Titel, Stoffe und Aufführungsgeschichte von Werken wie L’ebreo beeinflussen konnte.
- Padua Universitätsstadt, in der Apolloni juristisch ausgebildet wurde und promovierte.
- Pietro d’Abano Apollonis 1856 in Venedig uraufgeführte Oper, deren Erfolg deutlich hinter L’ebreo zurückblieb.
- Ulisse Poggi Librettist von Gustavo Wasa, Apollonis letzter Oper.
- Risorgimento Politisch-kultureller Hintergrund von Apollonis Leben, 1848-Erfahrung und patriotischer Festmusik.
- Teatro Eretenio Zentraler vicentinischer Aufführungsort von Adelchi und späterer Erinnerungsort Apollonis.
- Teatro La Fenice Venezianisches Opernhaus, an dem L’ebreo und Pietro d’Abano uraufgeführt wurden.
- Teatro Regio Parma Wichtiger italienischer Aufführungsort, an dem L’ebreo 1861 nachweisbar gespielt wurde.
- Triest Aufführungsort von Gustavo Wasa und wichtiger Opernstandort im nordadriatischen Raum.
- Venedig Opernstadt, in der Apolloni mit L’ebreo seinen größten Erfolg erzielte.
- Giuseppe Verdi Maßstabsfigur der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts, in deren Schatten Apollonis Rezeption steht.
- Vicenza Geburts-, Wirkungs- und Sterbeort Apollonis sowie Zentrum seiner lokalen Erinnerung.
- Vittorio Emanuele II. König von Italien, in dessen Anwesenheit Apollonis patriotische Kantate La Bandiera vicentina erklang.