Giuseppe Matteo Alberti
Überblick
Giuseppe Matteo Alberti war ein Bologneser Komponist und Geiger des Barock. Er gehört zu jener Generation italienischer Instrumentalkomponisten, die nach Corelli, Torelli und der älteren Bologneser Schule die Form des Konzerts, der Sonate und der Sinfonia weiterentwickelten und zugleich auf den rasch wachsenden europäischen Markt für gedruckte Instrumentalmusik reagierten. Sein Name ist heute weniger bekannt als derjenige Vivaldis, Albinonis oder Corellis, doch seine Werke wurden im frühen 18. Jahrhundert in Bologna, London und Amsterdam verbreitet und besonders in England viel gespielt.
Alberti wurde am 20. September 1685 in Bologna geboren und starb dort am 18. Februar 1751. Er studierte Violine bei Carlo Manzolini und erhielt kontrapunktische beziehungsweise kompositorische Ausbildung im Umfeld von Pietro Maria Minelli, Floriano Maria Arresti und Giacomo Antonio Perti. 1705 wurde er Mitglied der Accademia Filarmonica in Bologna. Ab 1709 spielte er als Violinist in der berühmten musikalischen Kapelle von San Petronio. Später wurde er mehrfach zum principe, also zum Vorsitzenden der Accademia Filarmonica, gewählt. 1726 übernahm er das Kapellmeisteramt an San Giovanni in Monte, und ab 1734 war er im Umfeld von San Domenico tätig, nach manchen Darstellungen als Stellvertreter Giacomo Antonio Pertis.
Der Schwerpunkt seines erhaltenen Werkes liegt auf Instrumentalmusik: Concerti, Sinfonien, Violinsonaten, einzelne Sonaten, Kammerwerke und verstreut überlieferte Orchesterstücke. Daneben sind geistliche Vokalwerke, eine Kantate, das Oratorium La Vergine Annunziata und geistliche Canzonetten bezeugt. Musikgeschichtlich ist Alberti besonders interessant, weil er in Bologna einen konzertanten, von der Vivaldi-Rezeption berührten Stil vertritt, während die Stadt zugleich noch stark von Corelli-Nachfolge, San-Petronio-Tradition und gelehrter Bologneser Institutionenkultur geprägt war.
Kurzdaten
| Name | Giuseppe Matteo Alberti. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Giuseppi Matteo Alberti, Giuseppe Alberti und bibliographisch Alberti, Giuseppe Matteo. |
| Geburt | 20. September 1685 in Bologna. |
| Tod | 18. Februar 1751 in Bologna. |
| Beruf | Komponist, Geiger, Kapellmeister, Kirchenmusiker, Instrumentalkomponist und Mitglied der Accademia Filarmonica in Bologna. |
| Ausbildung | Violine bei Carlo Manzolini; Kontrapunkt und Komposition im Bologneser Umfeld von Pietro Maria Minelli, Floriano Maria Arresti und Giacomo Antonio Perti. |
| Institutionen | Accademia Filarmonica Bologna, Basilika San Petronio, San Giovanni in Monte und San Domenico in Bologna. |
| Ämter | 1705 Mitglied der Accademia Filarmonica; ab 1709 Violinist an San Petronio; ab 1721 mehrfach principe der Accademia Filarmonica; ab 1726 maestro di cappella an San Giovanni in Monte; ab 1734 Tätigkeit im Umfeld von San Domenico. |
| Zentrale Gattungen | Concerto, Sinfonia, Violinsonate, Sonate, Kantate, Motette, Oratorium und geistliche Canzonette. |
| Stilistische Einordnung | Italienischer Barock, Bologneser Schule, Corelli-Nachfolge, frühe Vivaldi-Rezeption, Konzertstil und vorklassische Sinfonia. |
| Musikgeschichtliche Bedeutung | Wichtiger Bologneser Vermittler zwischen lokalem San-Petronio-Milieu, italienischem Solokonzert, leichterer Sinfonia und dem internationalen Musikdruckmarkt in London und Amsterdam. |
Ausführlicher Kulturüberblick
Giuseppe Matteo Alberti steht im Zentrum einer spezifisch bolognesischen Musikkultur des frühen 18. Jahrhunderts. Bologna war nicht nur eine Universitätsstadt, sondern auch ein starkes Zentrum kirchlicher und instrumentaler Musik. Die Basilika San Petronio verfügte über eine berühmte Kapelle, deren Bläser-, Streicher- und Kirchenmusikpraxis im 17. und frühen 18. Jahrhundert weit über die Stadt hinaus wahrgenommen wurde. Die Accademia Filarmonica war zugleich eine gelehrte und repräsentative Institution, in der musikalische Kompetenz, kompositorische Anerkennung und städtisches Prestige miteinander verbunden waren. Wer dort Mitglied wurde und mehrfach zum principe gewählt wurde, gehörte zur anerkannten musikalischen Elite der Stadt.
Alberti wirkte in einer Epoche, in der sich die italienische Instrumentalmusik stark veränderte. Die Sonate und das Concerto hatten im späten 17. Jahrhundert durch Corelli, Torelli und die Bologneser beziehungsweise römische Schule eine klare Gestalt gewonnen. Um 1700 trat Vivaldi mit einer energischeren, ritornellgeprägten Konzertdramaturgie hervor, die das Soloinstrument stärker profilierte und die schnellen Sätze formaler zuspitzte. Alberti gehört zu den Komponisten, die diese neue Konzertlogik in einem Bologneser Umfeld aufnahmen, ohne den eigenen lokalen Stil vollständig aufzugeben. Seine Musik vermeidet häufig extreme Virtuosität und theatralische Überzeichnung, sucht aber klare Solopartien, elegante Melodik und übersichtliche Form.
Der Kulturraum, in dem Alberti wirkte, war zugleich lokal verwurzelt und international geöffnet. Die ersten Concerti erschienen 1713 in Bologna, wurden aber in London und Amsterdam nachgedruckt. Das zeigt, dass ein Werk eines Bologneser Komponisten sehr rasch Teil eines europäischen Marktes werden konnte. Londoner Verleger wie Walsh und Amsterdamer Verleger wie Roger beziehungsweise Le Cène machten italienische Instrumentalmusik in Nordeuropa verfügbar. Dadurch wurde Alberti in England mit Albinoni, Vivaldi und Tessarini als einer jener italienischen Komponisten wahrgenommen, deren Musik leicht zugänglich, spielbar und publikumstauglich war.
Die englische Rezeption ist ambivalent. Einerseits belegt sie eine bemerkenswerte Verbreitung: Alberts Concerti und Sinfonien wurden gespielt, gedruckt und gesammelt. Andererseits wurde seine Musik später von manchen englischen Kritikern als leicht, gefällig oder für weniger fortgeschrittene Spieler geeignet abgewertet. Diese Ambivalenz ist kulturgeschichtlich aufschlussreich. Sie zeigt, dass gerade die Eigenschaften, die seine Musik verbreitbar machten, später gegen sie gewendet werden konnten: klare Melodik, überschaubare technische Anforderungen, regelmäßige Anlage und relativ geringe harmonische Kühnheit.
Alberti darf deshalb nicht nur nach dem Maßstab späterer Kanonbildung beurteilt werden. Seine Bedeutung liegt in der musikalischen Praxis des frühen 18. Jahrhunderts: Er schrieb Werke, die in akademischen, kirchlichen, höfischen, privaten und kommerziellen Kontexten funktionieren konnten. Sie waren spielbar, elegant, formklar und druckgeeignet. In ihnen wird sichtbar, wie Instrumentalmusik vom lokalen Bologneser Milieu in die internationale Musikkultur des 18. Jahrhunderts eintrat.
Leben und institutioneller Zusammenhang
Giuseppe Matteo Alberti wurde am 20. September 1685 in Bologna geboren. Sein musikalischer Werdegang ist eng mit den führenden Institutionen seiner Heimatstadt verbunden. Er studierte Violine bei Carlo Manzolini. Für Kontrapunkt und Komposition werden in der Literatur Pietro Maria Minelli, Floriano Maria Arresti und Giacomo Antonio Perti genannt. Damit gehört Alberti in ein Milieu, in dem praktische Instrumentalausbildung, kirchliche Satzkunst und akademische Anerkennung ineinandergreifen.
1705 wurde Alberti Mitglied der Accademia Filarmonica. Diese Aufnahme war ein wichtiger Schritt, denn die Accademia war eine zentrale Institution des Bologneser Musiklebens. 1709 wurde Alberti Violinist in der Kapelle von San Petronio. Die Verbindung zu San Petronio bedeutete nicht nur regelmäßige Aufführungspraxis, sondern auch Teilhabe an einer der angesehensten kirchenmusikalischen Traditionen Italiens. In einer Stadt, deren Musikleben stark institutionell geprägt war, bildeten Accademia und Basilika gemeinsam einen hohen Rangnachweis.
1721 wurde Alberti erstmals zum principe der Accademia Filarmonica gewählt. Dieses Amt bekleidete er nach späteren Angaben mehrfach, unter anderem in den Jahren 1724, 1728, 1733, 1740 und 1746. Die wiederholte Wahl zeigt sein dauerhaftes Ansehen innerhalb der Bologneser Musikgesellschaft. 1726 wurde er maestro di cappella an San Giovanni in Monte. Ab 1734 war er außerdem an San Domenico tätig, im Zusammenhang mit Giacomo Antonio Perti. Damit verband Alberti die Rolle des Instrumentalkomponisten mit kirchenmusikalischer Verantwortung.
Seine Todesnachricht wurde im Tagebuch des Bologneser Apothekers Ubaldo Zanetti notiert. Dort erscheint Alberti nüchtern als zweiter Geiger und beachtlicher Komponist von Musik. Diese Formulierung ist bemerkenswert, weil sie einerseits keine außergewöhnliche Genieverklärung bietet, andererseits seine lokale Anerkennung bestätigt. Alberti starb am 18. Februar 1751 in Bologna, der Stadt, in der er geboren wurde und in der er nahezu seine gesamte Laufbahn verbrachte.
Bologna, San Petronio und Accademia Filarmonica
Für das Verständnis Albertis ist Bologna entscheidend. Die Stadt verfügte im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert über ein dichtes musikalisches Gefüge. San Petronio war ein Zentrum festlicher Kirchenmusik, dessen Kapelle seit dem 17. Jahrhundert bedeutende Instrumental- und Vokalkomponisten anzog. Die Accademia Filarmonica wiederum war ein Ort musikalischer Selbstverständigung, Prüfung, Anerkennung und Repräsentation. Alberti bewegte sich in beiden Sphären.
Die Bologneser Schule war stark durch Instrumentalmusik geprägt. Komponisten wie Maurizio Cazzati, Giovanni Battista Vitali, Domenico Gabrielli, Giuseppe Torelli, Giacomo Antonio Perti und weitere Musiker hatten eine Tradition geschaffen, in der Sonate, Concertino, Concerto, Streicherklang und kirchliche Aufführungspraxis eng verbunden waren. Alberti gehört in diese Linie, aber er steht bereits an einem späteren Punkt. Seine Concerti und Sinfonien zeigen einen stärkeren Drang zur Eleganz, Kürze und leichten Durchhörbarkeit.
Die Rolle der Accademia Filarmonica darf nicht unterschätzt werden. Alberti war nicht nur Mitglied, sondern wiederholt Präsident. Das bedeutet, dass er nicht bloß als praktischer Geiger tätig war, sondern innerhalb einer städtischen Musikelite Autorität besaß. Die Accademia verlieh musikalischem Können eine soziale Form. Sie verband Kunst, Bildung, Stand, Prüfung und Öffentlichkeit. Alberti ist daher als institutioneller Musiker ebenso zu verstehen wie als Komponist einzelner Werke.
Stil, Konzertform und Sinfonia
Albertis Stil steht zwischen der strengen, corellianisch geprägten Ordnung des älteren italienischen Instrumentalstils und der beweglicheren, solistisch geschärften Konzertform nach Vivaldi. Seine Concerti Opus 1 zeigen häufig eine dreisätzige Anlage mit schnellen Außensätzen und einem langsameren, stärker lyrischen Mittelsatz. In den schnellen Sätzen spielt die Ritornellform eine wichtige Rolle: Ein wiederkehrender Tutti-Gedanke bildet das Gerüst, in dem Solopassagen eingesetzt werden. Diese Form erlaubt klare Gliederung, Wiedererkennung und solistische Profilierung.
Alberti vermeidet vielfach die extremen technischen und harmonischen Zuspitzungen, die bei Vivaldi auftreten können. Sein Stil wirkt aristokratischer, eleganter und kontrollierter. Die Solostimmen sind ausgearbeitet, aber nicht auf spektakuläre Überbietung angelegt. Die Musik sucht Ausgewogenheit, sangliche Linienführung und eine klare instrumentale Rhetorik. Gerade deshalb eignete sie sich gut für den Druckmarkt und für Aufführungen durch gute, aber nicht notwendigerweise höchstvirtuose Spieler.
Die Sinfonie a quattro zeigen eine andere Seite Albertis. Obwohl sie in manchen Druckzusammenhängen als Concerti bezeichnet werden, sind sie leichter, kürzer und stärker kammermusikalisch gedacht. Hier zeigt sich der Übergang von der älteren Kirchensonate und dem Concerto zu einer Sinfonia, die bereits in Richtung einer allgemeineren instrumentalen Unterhaltungsmusik weist. Sie ist nicht die klassische Symphonie im späteren Sinn, aber sie gehört zu deren Vorgeschichte.
Die Opusnummern sind quellenkritisch problematisch. Die Violinsonaten erschienen in Bologna als Opus 2, wurden aber in London später als Opus 3 verbreitet. Die Sinfonie a quattro wurden in Amsterdam als Opus 2 gedruckt, obwohl diese Nummer bereits anderweitig belegt war. Diese Verwirrung ist für das 18. Jahrhundert nicht ungewöhnlich, da Nachdrucke, unautorisierte Ausgaben und lokale Verlagspraxen häufig zu doppelten oder verschobenen Opusnummern führten.
Europäische Verbreitung und Rezeption
Albertis Musik wurde besonders in England verbreitet. Charles Burney nennt ihn zusammen mit Albinoni, Vivaldi und Tessarini als einen der italienischen Komponisten, deren Instrumentalmusik in England häufig gespielt wurde. Diese Nennung ist wichtig, weil sie zeigt, dass Alberti im 18. Jahrhundert keineswegs nur ein lokaler Bologneser Musiker war. Seine Werke zirkulierten über Verleger, Sammler, Amateurmusiker, Konzertveranstalter und private Musizierpraxis.
Londoner und Amsterdamer Drucke trugen wesentlich zu dieser Verbreitung bei. John Walsh in London und die Verleger Roger beziehungsweise Le Cène in Amsterdam waren für die internationale Verbreitung italienischer Musik zentral. Albertis Opus 1 wurde nach dem Bologneser Druck in London und Amsterdam wieder aufgelegt. Die Sinfonien erschienen in Amsterdam und London. Damit wurde Alberti Teil eines europäischen Marktes, der italienische Instrumentalmusik als modisches, spielbares und gesellschaftlich verwertbares Repertoire behandelte.
Die spätere kritische Einschätzung war nicht immer günstig. Einige englische Autoren sahen in Alberts Musik eher leichte, gefällige Stücke als tief originelle Kompositionen. Doch diese Kritik spiegelt auch einen Wandel der ästhetischen Erwartungen. Für die praktische Musikkultur des frühen 18. Jahrhunderts war gerade eine gewisse Leichtigkeit kein Mangel, sondern ein Vorzug. Alberti schrieb Musik, die melodisch einprägsam, formal überschaubar und für unterschiedliche Aufführungssituationen verwendbar war.
Vokalmusik und geistlicher Kontext
Obwohl Alberti vor allem als Instrumentalkomponist wahrgenommen wird, gehört seine Vokalmusik zu seinem Gesamtprofil. Als Kapellmeister an San Giovanni in Monte und im Umfeld von San Domenico musste er geistliche Musik bereitstellen. Bezeugt sind unter anderem ein Regina coeli für acht Stimmen, eine Kantate, das Oratorium La Vergine Annunziata und geistliche Canzonetten im Sammelzusammenhang La ricreazione spirituale nella musica delle sagre canzoni.
La Vergine Annunziata wurde am 25. März 1720 in Bologna in der Kirche der Oratorianer von San Filippo Neri, genannt Madonna di Galliera, aufgeführt. Das Libretto stammt von Antonio Zaniboni. Der Stoff der Verkündigung passt in einen geistlich-theatralen Kontext, in dem religiöse Erbauung, affektive Rhetorik und musikalische Repräsentation zusammentreten. Das Oratorium zeigt, dass Alberti nicht nur für den instrumentalen Konzertmarkt schrieb, sondern auch in der lokalen geistlichen Aufführungspraxis präsent war.
Die Vokalmusik ist allerdings weniger umfangreich und weniger gut präsent als die Instrumentalwerke. Ein Teil ist nur bibliographisch oder in einzelnen Handschriften beziehungsweise Librettodrucken greifbar. Daher muss das Werkverzeichnis zwischen sicher belegten, gedruckten, handschriftlich überlieferten und nur indirekt nachweisbaren Werken unterscheiden.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis verbindet gedruckte Sammlungen, handschriftliche Überlieferung, bibliographische Nachweise und moderne Katalogangaben. Die Werkzählung bei Alberti ist wegen Nachdrucken, falscher oder doppelter Opusnummern und verstreuter Quellen nicht vollständig stabil. Für die Orchesterwerke ist Michael Talbots thematischer Katalog grundlegend; für frei zugängliche Noten- und Werkseiten sind IMSLP, Bibliothekskataloge und einzelne moderne Editionsseiten heranzuziehen.
Gedruckte Instrumentalwerke
- Sonate für zwei Violinen und Basso continuo, in der Sammlung Corona di dodici fiori armonici, Bologna, 1706; frühes gedrucktes Kammermusikstück Albertis.
- Concerti per Chiesa e per Camera a Violino di Concertino, due Violini, Alto Viola e Basso Continuo, Op. 1, Bologna, Fratelli Silvani, 1713; zehn Concerti für solistische Violine, Streicher und Basso continuo.
- Concerti per chiesa e per camera, Op. 1, Londoner Nachdruck beziehungsweise Ausgabe durch Walsh und Hare, um 1718; Zeichen der englischen Verbreitung.
- Concerti per chiesa e per camera, Op. 1, Amsterdamer Nachdruck im Umfeld Roger/Le Cène, 1716 beziehungsweise frühes 18. Jahrhundert; wichtig für die nordeuropäische Zirkulation.
- Sonate a violino e basso, Op. 2, Bologna, 1721; Violinsonaten mit Generalbass, in späteren Londoner Ausgaben als Op. 3 verbreitet.
- XII Sinfonie a quattro. Due violini, alto, organo e violoncello, als Op. 2 gedruckt, Amsterdam, Le Cène, um 1725; zwölf Sinfonien beziehungsweise Concerti für zwei Violinen, Viola und Basso continuo.
- XII Sinfonie a quattro, Londoner Ausgabe bei Walsh, um 1725/1727; in den Stimmen teils als Concerti bezeichnet.
- 12 Violin Sonatas, Op. 3, Londoner Ausgabe der ursprünglich als Op. 2 erschienenen Violinsonaten; Beispiel für die quellenkritisch problematische Opuszählung.
- Concerto für drei Violinen, Viola und Basso continuo, in VI Concerti a 5 stromenti, Amsterdam, um 1717; Sammeldruckzusammenhang.
- Concerto für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo, in Harmonia mundi. The Second Collection, London, um 1728; Sammeldruckzusammenhang.
Zehn Concerti Opus 1
- Concerto Nr. 1, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 2, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 3, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 4, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 5, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 6, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 7, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 8, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
- Concerto Nr. 9 in g-Moll, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1; in modernen Hinweisen häufig einzeln genannt.
- Concerto Nr. 10, aus Concerti per Chiesa e per Camera, Op. 1, Bologna, 1713.
Zwölf Sinfonien Opus 2 beziehungsweise Sinfonie a quattro
- Sinfonia Nr. 1, aus XII Sinfonie a quattro, Amsterdam, um 1725.
- Sinfonia Nr. 2, aus XII Sinfonie a quattro, Amsterdam, um 1725.
- Sinfonia Nr. 3, aus XII Sinfonie a quattro, Amsterdam, um 1725.
- Sinfonia Nr. 4 in G-Dur, TalA 35, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 5, aus XII Sinfonie a quattro; in modernen Bearbeitungen und Aufführungsausgaben einzeln verbreitet.
- Sinfonia Nr. 6, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 7, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 8 in D-Dur, TalA 26, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 9, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 10 in B-Dur, TalA 38, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 11, aus XII Sinfonie a quattro.
- Sinfonia Nr. 12, aus XII Sinfonie a quattro.
Violinsonaten und Kammermusik
- Sonate a violino e basso, Op. 2, Bologna, 1721; Sammlung von Violinsonaten mit Basso continuo.
- 12 Violin Sonatas, Op. 3, Londoner Ausgabe beziehungsweise Neuzählung der Sonaten, die ursprünglich als Op. 2 erschienen waren.
- Violin Sonata in D major, einzeln in modernen Katalogen und Notenportalen nachgewiesen.
- Recorder Sonata in G major, in modernen Notenportalen unter Alberti geführt; Zuschreibung und Überlieferung quellenkritisch zu prüfen.
- Sonata a quattro, in modernen Aufführungs- und Aufnahmezusammenhängen nachgewiesen; genaue Quellenzuordnung abhängig von Katalog und Edition.
Einzelne Concerti, Sinfonien und Orchesterwerke nach modernen Katalogen
- Violin Concerto in E minor, TalA 6.
- Violin Concerto in B-flat major, TalA 20.
- Violin Concerto in B-flat major, TalA 21.
- Violin Concerto in C major, TalA 22.
- Sinfonia in D major, TalA 26.
- Violin Concerto in D major, TalA 28.
- Violin Concerto in D major, Schrank II/1/32.
- Sinfonia in G major, TalA 35.
- Violin Concerto in A major, TalA 36.
- Sinfonia in B-flat major, TalA 38.
- Sonata con trombe in D major, TalA 42.
- Sinfonia a 3 in D major, in modernen Notenportalen unter Alberti geführt.
- Concerto con sordini für Flöte, Streicher und Basso continuo in F-Dur, in Katalog- und Aufführungshinweisen mit Karlsruhe verbunden.
- Weitere handschriftlich überlieferte Concerti und Sinfonien, die im thematischen Katalog Michael Talbots als Teil des erhaltenen Orchesterbestandes behandelt werden.
Vokalmusik und geistliche Werke
- Regina coeli, für acht Stimmen, Bologna, 1714 beziehungsweise in Bologneser Quellen nachgewiesen.
- Questo cuor ch’è duro ancora, Kantate für Alt, Streicher und Basso continuo, Bologna, 1719.
- La Vergine Annunziata, Oratorium auf ein Libretto von Antonio Zaniboni, Bologna, 1720; Aufführung am 25. März 1720 in der Kirche der Oratorianer von San Filippo Neri, genannt Madonna di Galliera.
- Longe mala, umbrae, terrores, Motette für Sopran und Streicher; genaue Datierung ungesichert.
- La ricreazione spirituale nella musica delle sagre canzoni, Bologna, 1730; enthält geistliche Canzonetten beziehungsweise geistliche Lieder mit Alberti-Bezug.
- Weitere Kantaten, Motetten und geistliche Stücke für die Bologneser Kircheninstitutionen, deren Überlieferung in einzelnen Handschriften, Katalogen oder Librettodrucken zu prüfen ist.
Problematische oder quellenkritisch zu prüfende Bereiche
- Die Opuszählung von Op. 2 und Op. 3 ist uneinheitlich, weil die Violinsonaten und die Sinfonie a quattro in verschiedenen Druckorten unterschiedlich nummeriert wurden.
- Einzelne in Sammeldrucken erschienene Concerti müssen quellenkritisch nach Druck, Herausgeber, Verleger und möglicher Bearbeitung geprüft werden.
- Mehrere moderne Einzelwerkseiten führen Werke nach TalA-Nummern; diese Nummern beziehen sich auf Talbots thematischen Katalog und sollten bei wissenschaftlicher Arbeit mit dem Katalog abgeglichen werden.
- Ein Teil der Vokalwerke ist eher bibliographisch als vollständig aufführungspraktisch präsent; bei Kantaten, Motetten und geistlichen Canzonetten ist die jeweilige Handschriften- oder Druckquelle gesondert zu prüfen.
Überlieferung, Drucke und Katalogisierung
Die Überlieferung Giuseppe Matteo Albertis ist durch den frühen Musikdruck und durch verstreute Handschriften geprägt. Seine Concerti Opus 1 erschienen 1713 in Bologna bei den Fratelli Silvani. Die schnelle Verbreitung in London und Amsterdam zeigt, dass der Druckmarkt für italienische Instrumentalmusik stark internationalisiert war. Werke konnten in Bologna entstehen, in London nachgedruckt, in Amsterdam weiterverbreitet und in englischen Provinzkonzerten gespielt werden.
Die XII Sinfonie a quattro gehören zu den wichtigsten Beispielen für diese internationale Druckgeschichte. Die Titelblätter nennen sie als Sinfonien, während die Stimmen sie teilweise als Concerti bezeichnen. Diese Doppelbezeichnung ist kein bloßer Fehler, sondern verweist auf eine noch flexible Gattungssituation. Die Sinfonia war noch nicht die spätere klassische Symphonie, und das Concerto war nicht immer eindeutig vom kammermusikalisch besetzten Mehrsatzstück getrennt.
Michael Talbots thematischer Katalog der Orchesterwerke ist für die moderne Forschung grundlegend, weil er den verstreuten Bestand ordnet, die Druck- und Handschriftenlage berücksichtigt und die Werke mit TalA-Nummern erschließt. IMSLP und andere digitale Kataloge machen heute einzelne Drucke, Stimmen und Werkseiten leichter zugänglich. Dennoch bleibt eine sorgfältige Unterscheidung zwischen Erstpublikation, Nachdruck, Sammeldruck, moderner Bearbeitung und einzelner Handschrift notwendig.
Sekundärliteratur
- Fausto Torrefranca: ALBERTI, Giuseppe Matteo. In: Enciclopedia Italiana. Rom, Istituto dell’Enciclopedia Italiana, 1929.
- Luigi Ferdinando Tagliavini: Alberti, Giuseppe Matteo. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Band 1. Rom, Istituto dell’Enciclopedia Italiana, 1960.
- Michael Talbot: A Thematic Catalogue of the Orchestral Works of Giuseppe Matteo Alberti (1685–1751). In: R.M.A. Research Chronicle, Band 13, 1976, S. 1–26.
- William S. Newman: The Sonata in the Baroque Era. Chapel Hill, 1959.
- Arnold Schering: Geschichte des Instrumentalkonzerts. Leipzig, 1905 beziehungsweise spätere Ausgaben.
- Marc Pincherle: Antonio Vivaldi et la musique instrumentale. 2 Bände. Paris, 1948.
- Peter Ryom: Verzeichnis der Werke Antonio Vivaldis. Leipzig, 1974; relevant für die Einordnung des vivaldischen Konzertstils.
- William C. Smith: A Bibliography of the Musical Works Published by John Walsh during the Years 1695–1720. Oxford, 1948.
- William C. Smith und Charles Humphries: A Bibliography of the Musical Works Published by the Firm of John Walsh during the Years 1721–1766. London, 1968.
- François Lesure: Bibliographie des éditions musicales publiées par Estienne Roger et Michel-Charles Le Cène. Paris, 1969.
- Charles Burney: A General History of Music. 4 Bände. London, 1776–1789.
- Charles Avison: An Essay on Musical Expression. London, 1752.
- William Hayes: Remarks on Mr. Avison’s Essay on Musical Expression. London, 1753.
- Ubaldo Zanetti: Diario di ciò che va succedendo giornalmente in Bologna dal dì 7 Agosto 1750 al 10 febbraio 1754. Bologna, Biblioteca Universitaria, Manuskript 3832.
- Robert Haas: Die Estensischen Musikalien. Regensburg, 1927.
- Harvard Biographical Dictionary of Music. Cambridge, Massachusetts, 1996.
- Michael Talbot: Studien zur italienischen Instrumentalmusik des frühen 18. Jahrhunderts, insbesondere zu Vivaldi, Albinoni, Tessarini und Alberti.
Ausgewählte Onlinequellen
- Treccani: ALBERTI, Giuseppe Matteo Lexikalischer Fachartikel von Fausto Torrefranca mit Angaben zu Bologna, San Petronio, Accademia Filarmonica, Op. 1, London- und Amsterdam-Rezeption sowie stilistischer Einordnung.
- Cambridge Core: Michael Talbot, A Thematic Catalogue of the Orchestral Works of Giuseppe Matteo Alberti Grundlegender thematischer Katalog der Orchesterwerke mit Angaben zur zeitgenössischen Rezeption, zur englischen Verbreitung und zur Quellenlage.
- IMSLP: Category Alberti, Giuseppe Matteo Werk- und Notenübersicht mit Lebensdaten, Normdaten und verlinkten Seiten zu Concerti, Sinfonien, Sonaten und Einzelwerken.
- IMSLP: 10 Violin Concertos, Op. 1 Notenseite zu den zehn Concerti per Chiesa e per Camera von 1713 mit Angabe des Bologneser Erstdrucks und der Besetzung.
- IMSLP: 12 Sinfonie a 4, Op. 2 Notenseite zu den zwölf Sinfonien beziehungsweise Concerti mit Angaben zu Druck, Besetzung, Opusproblem und einzelnen TalA-Nummern.
- IMSLP: 12 Violin Sonatas, Op. 3 Notenseite zu den Violinsonaten in der Londoner Opus-3-Zählung, relevant für die Überlieferungs- und Opuszählungsproblematik.
- IMSLP: Violin Sonata in D major Einzelne Werkseite zu einer D-Dur-Violinsonate Albertis.
- IMSLP: Recorder Sonata in G major Einzelne Werkseite zu einer in modernen Katalogen Alberti zugeschriebenen G-Dur-Sonate.
- IMSLP: Sonata con trombe in D major, TalA 42 Werkseite zu einem D-Dur-Stück mit Trompetenbezug und Talbot-Katalognummer.
- IMSLP: Violin Concerto in E minor, TalA 6 Werkseite zu einem e-Moll-Violinkonzert aus dem nach Talbot erschlossenen Orchesterbestand.
- IMSLP: Sinfonia in D major, TalA 26 Einzelne Werkseite zu einer D-Dur-Sinfonia Albertis.
- IMSLP: Sinfonia in G major, TalA 35 Einzelne Werkseite zu einer G-Dur-Sinfonia Albertis.
- IMSLP: Sinfonia in B-flat major, TalA 38 Einzelne Werkseite zu einer B-Dur-Sinfonia aus dem nach Talbot geordneten Bestand.
- Corago, Università di Bologna: La Vergine Annunziata Libretto- und Aufführungsdatenbankeintrag zum Oratorium La Vergine Annunziata, Bologna 1720, mit Komponisten-, Librettisten- und Aufführungsangaben.
- Museo internazionale e biblioteca della musica di Bologna: La Vergine annunziata Bibliographischer Nachweis des Librettodrucks zum Oratorium von 1720 im Bologneser Musikbibliothekskontext.
- Museo internazionale e biblioteca della musica di Bologna: Concerti per Chiesa e per Camera Bibliographischer Nachweis zu Albertis Opus 1, den Concerti per Chiesa e per Camera.
- Da Vinci Edition: Concerti per chiesa e per camera, opera prima Moderne Editionsseite mit biographischem Abriss, Angaben zur Ausbildung, Accademia Filarmonica, San Petronio, Opus 1 und späteren Druckverhältnissen.
- Pian & Forte Edizioni: Concerti per chiesa e per camera Editionsseite zu Opus 1 mit Überblick über Albertis Stellung in der Bologneser Schule und über die internationale Rezeption.
- New York Public Library: Concerti per chiesa, e per camera Bibliotheksnachweis zu einem Druck der Concerti mit Titel-, Besetzungs- und Provenienzangaben.
- SBN: Normeintrag Giuseppe Matteo Alberti Italienischer bibliothekarischer Normdateneintrag zu Giuseppe Matteo Alberti.
- Wikidata: Giuseppe Matteo Alberti Strukturierter Normdatenknoten mit Lebensdaten, Identifikatoren und Verknüpfungen zu weiteren Datenbanken.
- MusicBrainz: Giuseppe Matteo Alberti Musikdatenbankeintrag mit Identifikatoren und Verknüpfungen im digitalen Musikdatenumfeld.
- Wikipedia: Giuseppe Matteo Alberti Deutschsprachiger Überblicksartikel mit Biographie, Werkgruppen und Hinweisen auf Talbots Werkverzeichnis; als Einstieg nutzbar, mit Fachquellen abzugleichen.
Weiterführende Einträge
- Bologna in der Musikgeschichte Städtischer Kulturraum von San Petronio, Accademia Filarmonica, Instrumentalmusik und barocker Kirchenmusik.
- Accademia Filarmonica Bologna Zentrale musikalische Institution Bolognas, deren Mitglied und mehrfacher principe Alberti war.
- San Petronio in Bologna Basilika mit bedeutender musikalischer Kapelle, in der Alberti ab 1709 als Violinist wirkte.
- San Giovanni in Monte Bolognesische Kirche, an der Alberti ab 1726 als maestro di cappella tätig war.
- San Domenico in Bologna Kirchenmusikalischer Wirkungsort, an dem Alberti ab 1734 im Umfeld Giacomo Antonio Pertis tätig war.
- Bologneser Schule Instrumental- und Kirchenmusiktradition, in der Alberti zwischen Corelli-Nachfolge und Vivaldi-Rezeption steht.
- Concerto Zentrale barocke Instrumentalgattung, in der Albertis Opus 1 eine wichtige Rolle spielt.
- Concerto grosso Konzertform mit Gruppen- und Tutti-Kontrast, für die Entwicklung der italienischen Instrumentalmusik um Alberti bedeutsam.
- Solokonzert Konzerttypus mit hervorgehobenem Soloinstrument, bei Alberti besonders durch die Violine vertreten.
- Sinfonia Vorklassische Instrumentalform, bei Alberti in den XII Sinfonie a quattro greifbar.
- Violinsonate Kammermusikalische Gattung für Violine und Basso continuo, die Alberti in Op. 2 beziehungsweise Op. 3 vertrat.
- Basso continuo Generalbasspraxis, die Albertis Concerti, Sonaten, Sinfonien und Vokalwerke grundiert.
- Arcangelo Corelli Prägende Gestalt der italienischen Sonaten- und Konzerttradition, deren Nachwirkung in Alberts Umfeld spürbar bleibt.
- Giuseppe Torelli Bologneser Komponist und wichtiger Wegbereiter des Solokonzerts, unmittelbar relevant für Albertis Konzertstil.
- Antonio Vivaldi Komponist, dessen ritornellgeprägter Konzertstil auf Alberti und andere Bologneser Instrumentalkomponisten wirkte.
- Tomaso Albinoni Italienischer Instrumental- und Opernkomponist, mit dem Alberti in der englischen Rezeption gemeinsam genannt wurde.
- Carlo Tessarini Italienischer Violinist und Komponist, der zusammen mit Alberti, Albinoni und Vivaldi in der englischen Instrumentalmusikrezeption erscheint.
- Giacomo Antonio Perti Bologneser Komponist und Kirchenmusiker, mit dessen Umfeld Albertis Ausbildung und San-Domenico-Tätigkeit verbunden sind.
- Carlo Manzolini Violinlehrer Albertis und Teil des Bologneser Instrumentalmilieus.
- Floriano Maria Arresti Bologneser Komponist und Kontrapunktlehrer im Ausbildungsumfeld Albertis.
- Pietro Maria Minelli Kontrapunktischer Ausbildungsbezug Albertis im Bologneser Musikleben.
- Charles Burney Englischer Musikhistoriker, dessen Darstellung Albertis englische Rezeption dokumentiert.
- John Walsh Londoner Musikverleger, dessen Drucke italienische Instrumentalmusik in England verbreiteten.
- Michel-Charles Le Cène Amsterdamer Musikverleger, wichtig für die internationale Drucküberlieferung von Albertis Instrumentalwerken.
- Estienne Roger Amsterdamer Musikverleger, dessen Verlagstradition für italienische Instrumentalmusik des frühen 18. Jahrhunderts zentral war.
- Oratorium Geistlich-dramatische Gattung, zu der Albertis La Vergine Annunziata gehört.
- Antonio Zaniboni Bologneser Librettist, der den Text zu Albertis Oratorium La Vergine Annunziata schrieb.
- Italienische Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts Übergreifender Rahmen für Albertis Concerti, Sinfonien, Sonaten und internationale Rezeption.
- Barockmusik Epochenrahmen für Albertis Konzert-, Sonaten- und Kirchenmusik.
- Musikdruck im 18. Jahrhundert Überlieferungsgeschichtlicher Zusammenhang von Bologna, London und Amsterdam bei Albertis Werken.