Hendrik Aertssens II

Antwerpener Buchdrucker, Buchhändler und Verleger · getauft am 17. April 1622 in Antwerpen · gestorben am 30. September 1663 in Brüssel · Sohn und Nachfolger von Hendrik Aertssens I · Fortführer der Werkstatt De Witte Lelie in der Kammenstraat · Verbindungsglied zwischen katholischem Gebrauchsdruck, internationalem Buchhandel und späterer Antwerpener Musikdruckgeschichte.

Überblick

Hendrik Aertssens II war ein Antwerpener Buchdrucker, Buchhändler und Verleger aus dem Druckergeschlecht Aertssens beziehungsweise Aertsen. Er wurde am 17. April 1622 in Antwerpen getauft und starb am 30. September 1663 in Brüssel. Sein Vater war Hendrik Aertssens I, der in der Kammenstraat im Hauszeichen De Witte Lelie wirkte und unter anderem liturgische Gesangbücher sowie geistliche Liederbücher veröffentlichte. Hendrik Aertssens II erwarb 1640 den Meisterbrief und setzte die Arbeit des Vaters wahrscheinlich zunächst mit diesem zusammen fort.

Seine eigene historische Gestalt liegt zwischen zwei stärker hervortretenden Generationen. Vor ihm steht Hendrik Aertssens I als Begründer der Werkstatttradition in der Kammenstraat; nach ihm steht Hendrik Aertssens III als späterer, für den Antwerpener Musikdruck des ausgehenden 17. und frühen 18. Jahrhunderts besonders wichtiger Namensträger. Hendrik Aertssens II ist deshalb nicht als bloße Zwischenfigur zu unterschätzen. Er ist das entscheidende Verbindungsglied, durch das Werkstatt, Hauszeichen, Handelsbeziehungen, typographisches Material, Kundschaft und Familienkontinuität weitergegeben wurden.

Kulturgeschichtlich ist Hendrik Aertssens II vor allem in drei Zusammenhängen bedeutsam. Erstens führt er die Antwerpener Druckertradition im katholischen Milieu nach der großen Blüte des 16. Jahrhunderts weiter. Zweitens steht er für einen Buchhandel, der über Antwerpen hinaus nach Frankreich und Spanien ausgriff. Drittens spielt seine Witwe durch die spätere Ehe mit Lucas de Potter eine wichtige Rolle in der Überlieferung typographischer und möglicherweise musiktypographischer Materialien, die später für Hendrik Aertssens III und die Antwerpener Musikdruckgeschichte Bedeutung erlangten.

Kurzdaten ohne Tabellenform

  • Name: Hendrik Aertssens II.
  • Weitere Schreibweisen: Hendrik Aertsen II; Hendrick Aertssens II; Hendrick Aertsen II; Hendrick Aertssen; Henricus Aertssens; Aertssens, Hendrik II.
  • Familie: Druckergeschlecht Aertssens/Aertsen aus Antwerpen.
  • Geburt: getauft am 17. April 1622 in Antwerpen.
  • Tod: 30. September 1663 in Brüssel.
  • Beruf: Buchdrucker, Buchhändler, Verleger und Druckunternehmer.
  • Meisterbrief: 1640.
  • Werkstatt: in der Kammenstraat in Antwerpen.
  • Hauszeichen: De Witte Lelie, deutsch „Die weiße Lilie“.
  • Vater: Hendrik Aertssens I.
  • Ehe: verheiratet mit Isabella Wils.
  • Nachfolge: nach seinem Tod wurde seine Witwe mit Lucas de Potter verbunden; aus der Familie ging Hendrik Aertssens III hervor.
  • Kulturelle Bedeutung: Fortführung einer Antwerpener Druckwerkstatt, Buchhandel mit internationalen Verbindungen, Vermittlungsfigur zwischen älterem geistlichem Druck und späterer Musikdruckgeschichte.
  • Dateiname: aertssens-hendrik-ii.shtml.

Name, Schreibweisen und Zählung

Die Namensform Hendrik Aertssens II ist eine moderne, bibliographisch hilfreiche Ansetzung. Zeitgenössisch begegnen Schreibungen wie Hendrick Aertssens, Hendrick Aertssen, Hendrik Aertsen oder latinisierende Formen wie Henricus Aertssens. Die römische Zählung dient der Unterscheidung von mehreren gleichnamigen Mitgliedern derselben Druckerfamilie. Sie ist kein historischer Namensbestandteil, sondern eine Ordnungshilfe für Forschung, Kataloge und Kulturlexikon.

Die Schreibvarianten sind nicht nebensächlich. Frühneuzeitliche Drucker erscheinen in Druckimpressen, Gildenakten, Bibliothekskatalogen, Nachlassinventaren, Nachweisen von Druckermarken und modernen Datenbanken oft in unterschiedlichen Formen. Wer nach Hendrik Aertssens II sucht, muss deshalb die Varianten Aertssens, Aertsen, Aertssen, Hendrick und Henricus berücksichtigen. Gerade für Musikdrucke und geistliche Gebrauchsdrucke, die teilweise nur in wenigen Exemplaren erhalten sind, kann eine einzige abweichende Namensform über Auffindbarkeit oder Unsichtbarkeit entscheiden.

Für diese Seite wird die Form Hendrik Aertssens II verwendet, weil sie die Familienzugehörigkeit, die Antwerpener Druckertradition und die Unterscheidung von Hendrik Aertssens I und Hendrik Aertssens III am klarsten sichtbar macht.

Familie Aertssens/Aertsen

Die Familie Aertssens oder Aertsen gehört zu den Antwerpener Druckerfamilien, die über mehrere Generationen hinweg im 17. und frühen 18. Jahrhundert tätig waren. Hendrik Aertssens I begründete die Werkstatttradition in der Kammenstraat und veröffentlichte unter anderem geistliche und liturgische Drucke. Hendrik Aertssens II übernahm und stabilisierte diese Tradition. Hendrik Aertssens III, Sohn aus der nächsten Generation, wurde später besonders für den Musikdruck und die Antwerpener Druckkultur nach dem Ende der älteren Phalèse-Tradition bedeutsam.

Solche Druckerfamilien waren in der frühen Neuzeit wirtschaftliche und kulturelle Einheiten. Eine Werkstatt bestand nicht nur aus einer Druckerpresse. Zu ihr gehörten Typenmaterial, Papierkontakte, privilegierte oder gewohnte Kundschaften, Vertriebswege, Heiratsbeziehungen, Gildenrechte, Hauszeichen und Fachwissen. Ein Sohn lernte im Haus des Vaters nicht nur ein Handwerk, sondern eine ganze Form kultureller Vermittlung.

Bei Hendrik Aertssens II ist diese Familienkontinuität besonders deutlich. Er wurde in derselben städtischen und gewerblichen Umgebung ausgebildet, erwarb früh den Meisterbrief und bezog das Haus seines Vaters in der Kammenstraat. Dadurch wurde die Werkstatt nicht unterbrochen, sondern in eine zweite Generation überführt.

Leben und beruflicher Weg

Hendrik Aertssens II wurde am 17. April 1622 in Antwerpen getauft. Als Sohn eines etablierten Druckers wuchs er in einem Umfeld auf, in dem Buchproduktion, Buchhandel, Religion, städtische Zunftordnung und internationale Handelsbeziehungen miteinander verbunden waren. Der Druckerberuf war hier kein isoliertes technisches Gewerbe, sondern Teil einer größeren städtischen Kultur.

Im Jahr 1640 erwarb Hendrik Aertssens II seinen Meisterbrief. Dieses Datum ist für seine berufliche Stellung zentral. Der Meisterbrief bedeutete, dass er innerhalb der Antwerpener Drucker- und Buchhändlerwelt als selbständig handlungsfähiger Fachmann anerkannt wurde. Zugleich war er wahrscheinlich zunächst weiterhin eng mit dem väterlichen Betrieb verbunden. Die Fortsetzung der Arbeit des Vaters geschah also nicht abrupt nach dessen Tod, sondern offenbar in einer Phase gemeinsamer oder überlappender Werkstattpraxis.

Nach älteren Angaben wohnte Hendrik Aertssens II im Haus seines Vaters, in der Kammenstraat, im Zeichen der weißen Lilie. Damit blieb die Werkstattadresse erhalten. Der Drucker war also nicht nur ein persönlicher Akteur, sondern Träger eines Ortes. Das Hauszeichen, die Straße, die Werkstatt und der Familienname bildeten gemeinsam eine erkennbare Marke innerhalb des Antwerpener Buchmarkts.

Hendrik Aertssens II starb am 30. September 1663 in Brüssel. Dieser Sterbeort ist auffällig, weil seine berufliche Hauptverankerung in Antwerpen lag. Er verweist möglicherweise auf geschäftliche, buchhändlerische oder kulturelle Verbindungen in die Residenzstadt Brüssel. Sicher ist jedenfalls, dass Brüssel in seiner letzten Lebensphase eine Rolle spielte und dass die Nachfolge der Werkstatt anschließend über seine Witwe und über Lucas de Potter in neue Bahnen geriet.

Die Werkstatt „De Witte Lelie“

Das Hauszeichen De Witte Lelie war für die Werkstatt Aertssens von hoher Bedeutung. In einer frühneuzeitlichen Stadt ohne moderne Adresssysteme erfüllten Hauszeichen eine praktische und symbolische Funktion. Sie machten eine Werkstatt auffindbar, unterschieden sie von anderen Betrieben und konnten selbst zu einem wiedererkennbaren Qualitätszeichen werden.

Die Kammenstraat war Teil des Antwerpener Buch- und Druckmilieus. In diesem Milieu lagen Werkstätten, Verkaufsstellen, Kontakte zu Künstlern, Kupferstechern, Buchbindern, Papierhändlern, geistlichen Auftraggebern und auswärtigen Kunden nahe beieinander. Hendrik Aertssens II bewegte sich in einem Raum, der zugleich handwerklich, kommerziell und kulturell dicht war.

Die Übernahme der väterlichen Adresse bedeutete Kontinuität. Kunden, die Bücher oder Druckaufträge mit der weißen Lilie verbanden, konnten diese Kontinuität wahrnehmen. Für geistliche Drucke, Gebrauchsbücher, liturgische Bücher und hochwertige typographische Arbeiten war Vertrauen in den Drucker wichtig. Das Hauszeichen trug dazu bei, dieses Vertrauen über Generationen hinweg aufrechtzuerhalten.

Buchhandel, Export und internationale Verbindungen

Hendrik Aertssens II war nicht nur Drucker, sondern auch Buchhändler. Ältere Angaben betonen, dass er viele Bücher nach Frankreich und Spanien ausführte und dass seine Arbeit als sorgfältig galt. Diese Angabe ist kulturgeschichtlich wichtig, weil sie die internationale Reichweite Antwerpener Drucker im 17. Jahrhundert sichtbar macht. Antwerpen war nach 1585 zwar nicht mehr die unangefochtene Handels- und Druckmetropole des 16. Jahrhunderts, blieb aber im katholischen Buchhandel leistungsfähig.

Der Export nach Frankreich und Spanien passt zum Profil katholischer Druckproduktion. Die Spanischen Niederlande standen politisch und religiös in enger Beziehung zum spanischen Machtbereich. Zugleich war französischsprachige und lateinische katholische Literatur überregional gefragt. Ein Antwerpener Drucker konnte daher Märkte bedienen, die weit über die Stadt hinausreichten.

Diese internationale Buchhandelsdimension unterscheidet Hendrik Aertssens II von einem rein lokalen Handwerker. Seine Werkstatt war Teil eines europäischen Kreislaufs gedruckter Texte. Bücher bewegten sich über Grenzen, Sprachen und kirchliche Räume hinweg. Damit wurde Antwerpen zu einem Vermittlungsort zwischen lokalen Frömmigkeitskulturen, höfischen und kirchlichen Netzwerken, iberischen Märkten und französischsprachiger Leserschaft.

Bedeutung für Musikdruck und Notentypographie

Hendrik Aertssens II ist für den Musikdruck nicht vor allem durch eine große, eindeutig ihm allein zuzuweisende Reihe von Musikdrucken bekannt, sondern durch seine Stellung innerhalb der Aertssens-Werkstatttradition. Sein Vater hatte liturgische Gesangbücher und geistliche Liederbücher veröffentlicht. Die spätere Generation, Hendrik Aertssens III, wurde im Bereich des Musikdrucks noch deutlicher fassbar. Hendrik Aertssens II bildet die personelle und materielle Brücke zwischen beiden.

Besonders wichtig ist die Verbindung über Lucas de Potter. Nach Hendrik Aertssens’ Tod heiratete seine Witwe Lucas de Potter. Die musikdruckgeschichtliche Forschung hält fest, dass de Potter dadurch den typographischen Bestand der Aertssens-Werkstatt erweitern konnte. Nach de Potters Tod führte seine Witwe die Firma noch weiter, bevor Hendrik Aertssens III die Druckerei übernahm. Über diese Linie gelangten Material, Erfahrung und Werkstattkontinuität in die spätere Antwerpener Musikdruckgeschichte.

Notentypographie war eine hochspezialisierte Ressource. Musikdruck erforderte eigene Typen, besondere technische Genauigkeit und Kenntnisse der musikalischen Lesbarkeit. Wenn Material und Werkstattwissen über Familien- und Eheverbindungen weitergegeben wurden, hatte dies für die musikalische Kultur direkte Folgen. Hendrik Aertssens II steht deshalb nicht nur als Person, sondern als Glied einer materiellen Überlieferungskette im Mittelpunkt.

Druck- und Werkverzeichnis

Bei Hendrik Aertssens II ist ein Werkverzeichnis als Druck- und Verlagsverzeichnis zu verstehen. Es geht nicht um eigene literarische Werke, sondern um Drucke, Verlagsunternehmen, Buchhandelsaktivitäten und typographische Zeugnisse. Die Zuschreibung einzelner Drucke ist wegen gemeinsamer Werkstattphasen, gleichlautender Namen, wechselnder Schreibweisen, Witwen- und Erbenvermerken sowie späterer Katalogansetzungen mit Sorgfalt zu behandeln.

Gesicherte berufliche und werkstattgeschichtliche Nachweise

  • Meisterbrief von 1640. Der Erwerb des Meisterbriefs bildet den frühesten zentralen Nachweis seiner selbständigen beruflichen Stellung. Er markiert den Übergang vom im väterlichen Betrieb ausgebildeten Druckersohn zum anerkannten Meister.
  • Fortsetzung der väterlichen Werkstattarbeit. Hendrik Aertssens II setzte die Arbeit von Hendrik Aertssens I wahrscheinlich zunächst mit diesem zusammen fort. Diese Phase ist für die Zuschreibung einzelner Drucke besonders schwierig, weil Vater und Sohn in derselben Werkstatttradition standen.
  • Werkstatt in der Kammenstraat. STCV führt Hendrik Aertssens II in der Kammenstraat, im Zeichen De Witte Lelie. Damit ist die topographische und markenartige Kontinuität der Werkstatt gesichert.
  • Berufsangabe als Buchverkäufer. STCV nennt ausdrücklich die Profession boekverkoper. Hendrik Aertssens II war damit nicht nur Drucker, sondern auch Akteur im Vertrieb gedruckter Bücher.
  • Internationaler Buchhandel. Ältere Antwerpener Druckergeschichte betont seinen Export von Büchern nach Frankreich und Spanien. Diese Angabe gehört zum erweiterten Werkprofil, weil sie seine Funktion als Vermittler katholischer Buchkultur über Antwerpen hinaus sichtbar macht.

Druckfelder aus der Fortsetzung der Aertssens-Werkstatt

  • Religiöse Gebrauchsliteratur. Aus der väterlichen Aertssens-Tradition heraus ist mit Druck und Vertrieb katholischer Andachtsliteratur, Gebetbücher, Meditationen, geistlicher Traktate und erbaulicher Gebrauchsschriften zu rechnen. Für Hendrik Aertssens II ist diese Kontinuität vor allem als Werkstattprofil zu erfassen.
  • Liturgische und kirchliche Drucke. Da die Aertssens-Werkstatt unter Hendrik Aertssens I liturgische Gesangbücher und verwandte Drucke herstellte, ist Hendrik Aertssens II als Fortführer einer Werkstatt zu sehen, die auch kirchliche und gesangsbezogene Drucke bedienen konnte.
  • Geistliche Liederbücher und sangbare Frömmigkeit. Die Aertssens-Werkstatt war mit geistlichen Lieddrucken verbunden. Auch wenn einzelne Drucke in der gemeinsamen Vater-Sohn-Phase sorgfältig zuzuordnen sind, bleibt Hendrik Aertssens II Teil jener Werkstattlinie, in der geistliches Lied, Buchdruck und musikalische Praxis zusammenfinden.
  • Lateinische und gelehrte Drucke. Die Aertssens-Werkstatt konnte neben Andachtsliteratur auch humanistische, schulische und gelehrte Bücher bedienen. Diese Produktion gehörte zum breiteren Antwerpener Buchmarkt des 17. Jahrhunderts.
  • Illustrierte und emblematische Drucke. In Antwerpen war der Druck geistlicher und emblematischer Bild-Text-Werke stark entwickelt. Die Verbindung von Drucker, Kupferstecher, Textautor und Auftraggeber gehörte zu den anspruchsvollsten Feldern des barocken Buchmarkts.

Namentlich besonders wichtige und einschlägige Druckzusammenhänge

  • Theatrum pictorium beziehungsweise Hoc Amphiteatrum Picturarum, Brüssel, 1660. Die Publikation von David Teniers dem Jüngeren gilt als eines der frühesten großen illustrierten Sammlungskataloge europäischer Kunstgeschichte. In der Überlieferung wird eine erste offizielle Buchausgabe 1660 in Brüssel bei Hendrick Aertssens genannt. Aufgrund des Brüsseler Orts, des Datums und des Todes Hendrik Aertssens II in Brüssel ist dieser Druck für seine Werkgeschichte besonders relevant. Eine genaue Exemplarforschung muss die konkrete Impressumsform, die Plattenzustände und spätere Ausgaben unterscheiden.
  • Lateinischer Ovid-Druck von 1662. Antiquarische und katalogische Nachweise nennen einen Ovid-Druck mit dem Imprint Hendrik Aertssen, Antwerpen, 1662. Der Nachweis ist für Hendrik Aertssens II plausibel, weil er zeitlich in seine aktive Phase fällt. Er zeigt, dass sein Druck- und Verlagsprofil nicht auf religiöse Gebrauchsliteratur beschränkt war.
  • Drucke aus der Phase 1650 bis 1665 unter der Aertssens-II-Authority. STCV führt Hendrik Aertssens II für diese Antwerpener Zeitspanne. Alle dort einschlägigen Drucke müssen einzeln anhand von Impressum, Druckort, Hauszeichen und Exemplarüberlieferung geprüft werden.
  • Erben-, Witwen- und Nachfolgedrucke nach 1663. Da Hendrik Aertssens II 1663 starb und seine Witwe später Lucas de Potter heiratete, sind Drucke mit Witwen-, Erben- oder Nachfolgeformeln im Umfeld der Werkstatt besonders wichtig. Sie können Aufschluss über Besitz-, Material- und Geschäftskontinuität geben.

Musikdruckgeschichtlich relevante Werkstattkontinuität

  • Übernahme und Weitergabe typographischen Materials. Die wichtigste musikdruckgeschichtliche Leistung Hendrik Aertssens II liegt in der Werkstattkontinuität, durch die Druckmaterialien und Handelsverbindungen an die spätere Generation weitergegeben wurden.
  • Verbindung zur Phalèse-Nachgeschichte. In der Antwerpener Musikdruckgeschichte ist die spätere Aertssens-Linie im Zusammenhang mit dem Ende der Phalèse-Offizin und der Übernahme beziehungsweise Weiterverwendung von Musiktypen zu sehen. Hendrik Aertssens II steht am Übergang, der diese spätere Entwicklung möglich machte.
  • Vorbereitung der Tätigkeit Hendrik Aertssens III. Hendrik Aertssens III wurde später als bedeutender Antwerpener Musikdrucker sichtbar. Ohne die durch Hendrik Aertssens II und seine Witwe vermittelte Werkstattkontinuität wäre diese spätere Stellung schwerer zu erklären.

Zusammenfassung des gesicherten Werkprofils

  • Werkstattfortführung: Fortsetzung des Hauses De Witte Lelie in der Kammenstraat.
  • Buchhandel: Verkauf und Export von Büchern, besonders mit Verbindungen nach Frankreich und Spanien.
  • Katholische Druckkultur: Fortsetzung eines Profils, das geistliche Gebrauchsliteratur, Andacht, Liturgie und gesangsbezogene Drucke umfasst.
  • Gelehrte und illustrierte Drucke: Beteiligung an anspruchsvollen Buchprojekten, darunter im Brüsseler Zusammenhang das Theatrum pictorium.
  • Musikdruckgeschichte: nicht primär durch eigene große Musikdruckserien, sondern durch Material-, Werkstatt- und Nachfolgekontinuität bedeutsam.

Das „Theatrum pictorium“ und die Brüsseler Spur

Ein besonderer Punkt in der Werkgeschichte Hendrik Aertssens II ist die Brüsseler Spur des Theatrum pictorium. Dieses Werk, das mit David Teniers dem Jüngeren und der Sammlung Erzherzog Leopold Wilhelms verbunden ist, gehört zu den bedeutendsten illustrierten Kunstkatalogen des 17. Jahrhunderts. Es dokumentiert italienische Gemälde aus der erzherzoglichen Sammlung in Form von Kupferstichen und ist damit ein früher Höhepunkt europäischer Sammlungspublizistik.

Die Überlieferung nennt eine Buchausgabe von 1660 in Brüssel bei Hendrick Aertssens. Für Hendrik Aertssens II ist dies deshalb wichtig, weil seine Lebensdaten und sein Sterbeort Brüssel eine plausible Verbindung nahelegen. Der Druck zeigt, dass die Aertssens-Werkstatt nicht nur mit Antwerpener Gebrauchsliteratur verbunden war, sondern auch in die höfisch-künstlerische Druckkultur der Spanischen Niederlande hineinreichen konnte.

Für eine endgültige bibliographische Einordnung ist gleichwohl genaue Exemplarforschung erforderlich. Zu prüfen sind die genaue Impressumsform, die unterschiedlichen Sprachfassungen, Plattenzustände, spätere Ausgaben und die Frage, ob der Name Hendrick Aertssens in einzelnen Exemplaren eindeutig Hendrik Aertssens II bezeichnet. Kulturgeschichtlich bleibt das Werk dennoch ein wichtiger Hinweis auf die Reichweite dieses Druckernamens.

Witwe, Lucas de Potter und Hendrik Aertssens III

Nach dem Tod Hendrik Aertssens II trat seine Witwe Isabella Wils in den Mittelpunkt der Werkstattkontinuität. Ihre spätere Ehe mit Lucas de Potter im Jahr 1665 war nicht nur ein privates Ereignis, sondern hatte buch- und musikdruckgeschichtliche Folgen. Durch solche Ehen konnten Werkstattmaterial, Druckrechte, Handelskontakte, Hauszeichen, Typenbestände und Kundschaften in neue unternehmerische Zusammenhänge übergehen.

Lucas de Potter erweiterte nach der Forschung zur Antwerpener Musikdruckgeschichte die typographische Ausstattung, die mit der Aertssens-Werkstatt verbunden war. Nach seinem Tod führte wiederum seine Witwe die Firma noch einige Jahre weiter, bevor Hendrik Aertssens III die Druckerei übernahm. Damit wurde die Linie von Hendrik Aertssens II über Witwe und Stiefbeziehung in eine spätere musikdruckgeschichtliche Entwicklung überführt.

Hendrik Aertssens III wurde später als einer der letzten bedeutenden Antwerpener Musikdrucker hervorgehoben. Seine Stellung erklärt sich nicht aus dem Nichts. Sie ist das Ergebnis einer langen Familien-, Werkstatt- und Materialgeschichte. Hendrik Aertssens II ist das Bindeglied, das diese Geschichte zwischen der ersten und der dritten Generation zusammenhält.

Ausführlicher Kulturüberblick

Hendrik Aertssens II lebte in einer Zeit, in der Antwerpen seine Rolle als internationale Handelsmetropole neu bestimmen musste. Nach den politischen und konfessionellen Umbrüchen des späten 16. Jahrhunderts blieb die Stadt ein bedeutendes katholisches Druckzentrum. Die großen humanistischen und internationalen Märkte waren schwieriger geworden, doch katholische Gebrauchsliteratur, Andachtsbücher, Schultexte, lateinische Literatur, illustrierte Drucke und Musikdrucke bildeten weiterhin ein wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Feld.

Die Aertssens-Familie gehört in diese zweite große Phase Antwerpener Druckgeschichte. Sie ist nicht in erster Linie durch eine einzige monumentale Offizin wie Plantin-Moretus berühmt, sondern durch eine fortgesetzte Werkstattkultur. Diese Werkstattkultur war für das tatsächliche kulturelle Leben der Stadt entscheidend. Sie stellte Bücher her, die gelesen, gesungen, verkauft, exportiert, verschenkt, im Unterricht benutzt, in Andacht geübt und in Sammlungen aufbewahrt wurden.

Der Erwerb des Meisterbriefs 1640 zeigt die Einbindung in die städtische Ordnung des Buchgewerbes. Drucker waren keine frei schwebenden Unternehmer, sondern Mitglieder einer regulierten Berufswelt. Gilden, Rechte, Werkstattadressen, Hauszeichen und Meisterstatus bestimmten, wer drucken, verkaufen und als seriöser Buchhändler auftreten konnte. Hendrik Aertssens II war also Teil einer rechtlich, sozial und ökonomisch strukturierten Kultur.

Der internationale Buchhandel nach Frankreich und Spanien weist über die Stadt hinaus. Antwerpen blieb im 17. Jahrhundert ein katholischer Vermittlungsort. Bücher konnten von dort in iberische, französische, brabantische und kirchliche Netzwerke gelangen. Für den Export eigneten sich besonders katholische Gebrauchsbücher, liturgische Drucke, lateinische Werke und illustrierte Erbauungsliteratur. Hendrik Aertssens II steht dadurch in einer Kultur des transnationalen katholischen Buchhandels.

Die Werkstatt De Witte Lelie zeigt die konkrete Seite dieser Kultur. Druck war nicht nur ein abstrakter Kommunikationsprozess, sondern hatte einen Ort. Die weiße Lilie war Haus, Zeichen, Marke und Erinnerungsträger zugleich. Über solche Zeichen verbanden sich Kunden, Auftraggeber und Leser mit einer Werkstatt. In einer Stadt voller Drucker und Buchhändler half das Hauszeichen, Vertrauen und Orientierung zu schaffen.

Die musikdruckgeschichtliche Bedeutung Hendrik Aertssens II liegt vor allem in der materiellen Kontinuität. Musikdruck hing von seltenem Fachmaterial ab. Notentypen, Linien, Textunterlegung, Druckerfahrung und Kenntnisse der musikalischen Lesbarkeit konnten nicht ohne Weiteres ersetzt werden. Wenn solches Material durch Heirat, Erbschaft oder Werkstattübergang weitergegeben wurde, hatte dies unmittelbare kulturelle Folgen. Hendrik Aertssens II ist deshalb für die Musikgeschichte nicht nur durch gedruckte Titel, sondern durch die Überlieferung von Produktionsmitteln wichtig.

Auch das mögliche Brüsseler Umfeld des Theatrum pictorium erweitert die kulturgeschichtliche Perspektive. Hier begegnet nicht mehr nur der religiöse Gebrauchsdruck, sondern ein höfisch-künstlerisches Publikationsprojekt von europäischem Rang. Der Druck eines illustrierten Sammlungskatalogs war ein komplexes Unternehmen, das Kupferstich, Kunstkennerschaft, Mehrsprachigkeit, höfische Repräsentation und Buchhandel verband. Wenn Hendrik Aertssens II in dieses Projekt eingebunden war, zeigt dies seine Reichweite über die normale Werkstattproduktion hinaus.

Für die Geschichte der Lyrik und des geistlichen Liedes bleibt die Aertssens-Linie besonders wichtig, weil sie daran erinnert, dass frühneuzeitliche Dichtung häufig durch Druck, Stimme und Gebrauch zirkulierte. Geistliche Liedtexte waren nicht nur Literatur, sondern sangbare Frömmigkeit. Drucker wie Hendrik Aertssens II ermöglichten diese Zirkulation, indem sie Werkstatt, Typographie, Verkauf und internationale Verbreitung bereitstellten.

Hendrik Aertssens II ist daher als Vermittlungsfigur zu verstehen. Seine historische Rolle liegt weniger in einer dramatischen Einzelbiographie als in seiner Position zwischen Generationen, Städten, Märkten und Medien. Er verbindet den väterlichen katholischen Gebrauchsdruck, den internationalen Antwerpener Buchhandel, die Brüsseler Kunstpublizistik, die Werkstattnachfolge über Lucas de Potter und die spätere Musikdruckleistung Hendrik Aertssens III.

Überlieferung und Forschungsstand

Die Überlieferung zu Hendrik Aertssens II ist verstreut. Sie beruht auf MGG, STCV, älteren Antwerpener Druckergeschichten, genealogischen Notizen, Gilden- und Archivhinweisen, Katalogdaten, Spezialforschung zur Musikdruckgeschichte und einzelnen Werk- oder Exemplarnachweisen. Eine geschlossene Monographie ausschließlich über Hendrik Aertssens II liegt nicht als Standardwerk vor.

Ein zentrales Problem ist die Generationentrennung. Hendrik Aertssens I, Hendrik Aertssens II und Hendrik Aertssens III tragen denselben Vornamen und denselben Familiennamen. Dazu kommen wechselnde Schreibweisen und gemeinsame Werkstattorte. Drucke aus Übergangszeiten müssen daher besonders genau geprüft werden. Ein Impressum mit Hendrick Aertssens reicht nicht immer aus, um eine Person eindeutig zu bestimmen.

Ein zweites Problem betrifft die Erben- und Witwenphase. Nach dem Tod Hendrik Aertssens II können Drucke, Materialien und Geschäftsverbindungen unter anderen Namen weiterlaufen. Gerade diese Übergänge sind für die Musikdruckgeschichte wichtig, weil sie zeigen, wie Werkstattbestände weitergegeben wurden. Forschung muss deshalb nicht nur Namen, sondern auch Material, Hauszeichen, Adresse, Typen und Nachfolgebeziehungen untersuchen.

Für künftige Forschung wäre eine systematische Zusammenstellung aller STCV-Einträge unter Hendrik Aertssens II, unter seiner Witwe, unter Lucas de Potter und unter Hendrik Aertssens III besonders nützlich. Ebenso wichtig wäre ein Abgleich mit RISM und mit erhaltenen Musikdrucken, um die Rolle der Aertssens-Linie im Übergang von Phalèse zu den späteren Antwerpener Musikdruckern genauer zu bestimmen.

Sekundärliteratur

  • Artikel Aertssens. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Maßgeblicher musikwissenschaftlicher Lexikonartikel mit Lebensdaten, Meisterbrief und Angaben zur Werkstattfortsetzung.
  • F. Olthoff: De boekdrukkers, boekverkoopers en uitgevers in Antwerpen sedert de uitvinding der boekdrukkunst tot op onze dagen. Antwerpen 1891. Ältere, aber wichtige Druckergeschichte mit Angaben zu Hendrik Aertssens II, St.-Lukas-Gilde, Kammenstraat und Witwenfolge.
  • P. Génard: De drukker Hendrik Aertssens de jongere en de veiling zijner boeken in 1662. In: Maatschappij der Antwerpsche Bibliophilen, Bulletijn, 1882. Spezialstudie zur Bücherauktion und zum jüngeren Hendrik Aertssens.
  • Jonkheer Vermoelen: De Boekdrukkersfamilie Aertssens te Antwerpen. In: Vlaamse Stam, 1977. Wichtig für die familiengeschichtliche Einordnung der Aertssens-Drucker.
  • Maria Schildt: The music printers Madeleine and Marie Phalèse in Antwerp, 1629–1675. In: Early Printed Music and Material Culture in Central and Western Europe. Routledge 2021. Wichtig für den Antwerpener Musikdruck und die spätere Bedeutung der Aertssens-Linie.
  • Alphonse Goovaerts: Histoire et bibliographie de la typographie musicale dans les Pays-Bas. Brüssel 1880. Ältere Grundlagenschrift zur Musiktypographie in den Niederlanden.
  • Rudolf Rasch: Arbeiten zur Musikdruckgeschichte der Niederlande und zur geistlichen Musik der südlichen Niederlande. Wichtig für das Umfeld von liturgischen und geistlichen Musikdrucken.
  • Stijn Van Rossem: Arbeiten zum Antwerpener Buchhandel und zum internationalen katholischen Buchmarkt. Wichtig für die wirtschafts- und handelsgeschichtliche Einordnung.
  • Paul Valkema Blouw und Hendrik D. L. Vervliet: Arbeiten zur niederländischen Typographie und Druckgeschichte. Nützlich für die technische und typographische Einordnung der Antwerpener Drucker.
  • Forschung zum Museum Plantin-Moretus und zur Antwerpener Druckkultur. Grundlegend für den städtischen Kontext, die Werkstattkultur und die Materialgeschichte.
  • Forschung zu David Teniers dem Jüngeren und zum Theatrum pictorium. Wichtig für die Brüsseler Spur im Werkumfeld Hendrik Aertssens II.
  • Studien zur St.-Lukas-Gilde in Antwerpen. Wichtig für die soziale und berufsrechtliche Einordnung der Drucker, Buchhändler und Künstler.

Onlinequellen und Recherchewege

Für die weitere Recherche empfiehlt sich eine Suche mit mehreren Schreibweisen: Hendrik Aertssens II, Hendrik Aertsen II, Hendrick Aertssens, Hendrick Aertssen, Henricus Aertssens, De Witte Lelie, Kammenstraat, Cammerstraet, Lucas de Potter und Theatrum pictorium Aertssens. Für Musikdruckfragen sind zusätzlich Phalèse, music typeface, Antwerp music printing und Hendrik Aertssens III sinnvoll.

Weiterführende Einträge

  • Hendrik Aertssens I Vater von Hendrik Aertssens II und Begründer der Werkstatttradition in der Kammenstraat.
  • Hendrik Aertssens III Späterer Antwerpener Drucker und wichtige Figur der Musikdruckgeschichte nach Phalèse.
  • Antwerpen Stadtzentrum von Buchdruck, Kunst, Musikdruck und katholischer Reformkultur.
  • Brüssel Residenz- und Kunststadt der Spanischen Niederlande, in der Hendrik Aertssens II starb.
  • Buchdruck Technik und Kulturform, durch die Texte, Noten und Bilder verbreitet wurden.
  • Buchhandel Netz von Produktion, Vertrieb, Export und Leserkreisen in der frühen Neuzeit.
  • De Witte Lelie Hauszeichen der Aertssens-Werkstatt in der Kammenstraat.
  • Druckergeschlecht Familienstruktur, in der Werkstatt, Rechte, Material und Kundschaft weitergegeben wurden.
  • Druckermarke Zeichenform zur Identifikation von Drucker, Werkstatt und Buchproduktion.
  • Geistliches Lied Sangbare religiöse Dichtung zwischen Andacht, Unterricht und Gemeinschaftspraxis.
  • Gesangbuch Buchform für gemeinschaftlichen oder privaten geistlichen Gesang.
  • Gebrauchsdruck Praktisch genutzter Drucktyp für Andacht, Liturgie, Unterricht und Alltag.
  • Kammenstraat Antwerpener Straße und Standort der Aertssens-Werkstatt.
  • Katholische Reform Konfessionelle Erneuerungsbewegung, die Buchdruck, Andacht und Gesang stark prägte.
  • Lucas de Potter Buchhändler und Nachfolgefigur, der durch Heirat mit der Witwe Hendrik Aertssens II verbunden war.
  • Musikdruck Druck musikalischer Notation und wichtiger Teil der Antwerpener Druckkultur.
  • Notendruck Technisch spezialisierte Form des Drucks musikalischer Zeichen.
  • Madeleine Phalèse Musikdruckerin und wichtige Figur der Antwerpener Phalèse-Tradition.
  • Marie Phalèse Musikdruckerin und Teil der weiblichen Werkstattgeschichte im Antwerpener Musikdruck.
  • Pierre Phalèse Zentrale Figur des niederländisch-flämischen Musikdrucks im 16. Jahrhundert.
  • Plantin-Moretus Berühmtes Antwerpener Druckerhaus und Museum mit einzigartiger typographischer Überlieferung.
  • St.-Lukas-Gilde Antwerpener Gildeninstitution für Künstler, Drucker und verwandte Berufe.
  • STCV Short Title Catalogue Flanders und zentrale Quelle für flämische Drucke.
  • Theatrum pictorium Früher illustrierter Sammlungskatalog David Teniers’ des Jüngeren mit Brüsseler Druckspur.
  • David Teniers der Jüngere Flämischer Maler und Initiator des Theatrum pictorium.
  • Typographie Gestaltung und Technik des Druckens mit Schrift-, Bild- und Notenmaterial.
  • Verdussen Antwerpener Druckerfamilie und wichtiger Vergleichspunkt zur Aertssens-Familie.
  • Witwendruck Druck- und Verlagsfortsetzung durch Witwen, Erben oder neue Eheverbindungen.