Kulturlexikon
Arthur Adell
Arthur Gotthard Adell war eine zentrale Gestalt der schwedischen liturgischen und kirchenmusikalischen Erneuerung im 20. Jahrhundert. Er verband Pfarramt, historische Liturgieforschung, Gregorianik, Hymnologie, Herausgebertätigkeit und praktische Gottesdienstreform. Besonders wichtig wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Knut Peters an der Wiedergewinnung einer evangelischen Tidegebetstradition, durch Den svenska tidegärden, Det svenska antifonalet, die Gründung und Redaktion der Zeitschrift Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv beziehungsweise Svenskt Gudstjänstliv sowie durch das Laurentius Petri Sällskapet för svenskt gudstjänstliv. Kulturgeschichtlich steht Arthur Adell für eine schwedisch-lutherische Form liturgischer Rückbesinnung: nicht als bloße Antiquariatsfrömmigkeit, sondern als Versuch, Reformationsliturgie, Psalmengesang, gregorianische Melodik und tägliches Gebet in evangelischer Gestalt neu zu ordnen.
Überblick
Arthur Adell gehört zu denjenigen Theologen, deren Wirkung weniger durch ein geschlossenes systematisch-theologisches Hauptwerk als durch eine dauerhafte kirchliche Praxis, eine publizistische Infrastruktur und eine liturgische Bewegung bestimmt wird. Sein Arbeitsfeld war das schwedische Gottesdienstleben. Dort interessierte ihn besonders die Frage, wie eine evangelisch-lutherische Kirche ihre ältere liturgische, musikalische und tägliche Gebetstradition wiedergewinnen könne, ohne in bloße römisch-katholische Nachahmung oder in historisierende Rekonstruktion zu geraten.
Adell war Pfarrer der Svenska kyrkan, aber zugleich Forscher, Herausgeber und Organisator. Er arbeitete mit Knut Peters an einer evangelischen Form der Tidegärd, also des täglichen kirchlichen Stundengebets, und richtete seine Aufmerksamkeit auf Psalmen, Antiphonen, Cantica, Responsorien, gregorianischen Gesang und die liturgische Ordnung der schwedischen Reformationszeit. Er sah in der schwedischen Reformation nicht nur eine dogmatische Neuordnung, sondern auch einen Bestand an evangelischer Gottesdienstform, der neu erschlossen werden konnte.
Seine kulturgeschichtliche Bedeutung liegt besonders in drei Bereichen. Erstens trug er zur Wiederbelebung des täglichen Gebets in evangelischer Gestalt bei. Zweitens half er, Gregorianik und Psalmodie für die schwedische Sprache und die lutherische Kirche neu fruchtbar zu machen. Drittens schuf er mit Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, später Svenskt Gudstjänstliv, und mit dem Laurentius Petri Sällskap einen organisatorischen Zusammenhang, in dem liturgische Forschung, kirchenmusikalische Praxis und historische Quellenarbeit zusammenfinden konnten.
Kurzdaten
- Hauptname
- Arthur Adell.
- Vollständiger Name
- Arthur Gotthard Adell.
- Registerform
- Adell, Arthur Gotthard.
- Geburt
- 25. März 1894 in Örtomta, Provinz Östergötland, Schweden.
- Tod
- 24. November 1962 in Uppsala, Schweden.
- Bestattung
- In schwedischen Grab- und Personennachweisen ist Arthur Gotthard Adell im Zusammenhang mit Söderköping beziehungsweise St. Laurentii greifbar.
- Berufe und Rollen
- Theologe, Pfarrer, Liturgiewissenschaftler, Kirchenmusikschriftsteller, Hymnologe, Gregorianik-Forscher, Herausgeber und liturgischer Organisator.
- Kirchliche Zugehörigkeit
- Svenska kyrkan, die evangelisch-lutherische Kirche Schwedens.
- Ordinierung
- 1919 zum Pfarrer ordiniert.
- Wichtige Wirkungsorte
- Örtomta, Uppsala, Kloster Vreta, Stjärnorp, Lund und Söderköping.
- Wichtige Arbeitsfelder
- Schwedische Reformationsliturgie, Tidegebet, Gregorianik, Psalmodie, Antiphonarien, Hymnologie, Kirchenmusik, Gottesdienstgeschichte und liturgische Erneuerung.
- Wichtige Mitarbeiter
- Knut Peters, besonders bei der Wiedergewinnung der evangelischen Tidegärd und bei den Ausgaben Den svenska tidegärden und Det svenska antifonalet.
- Wichtige Institutionen
- Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, später Svenskt Gudstjänstliv; Laurentius Petri Sällskapet för svenskt gudstjänstliv.
- Herausgeberische Leistung
- Gründung der Zeitschrift Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv im Jahr 1926 und redaktionelle Prägung bis zu seinem Tod; die Zeitschrift erscheint in veränderter Form als Svenskt Gudstjänstliv weiter.
- Akademische Ehrung
- 1952 theologische Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala.
- Zentrale Werke und Ausgaben
- Evangelisk tidegärd, Den svenska tidegärden, Det svenska antifonalet, zahlreiche Aufsätze in Svenskt Gudstjänstliv und das postum erschienene Lehrbuch Gregorianik I.
- Kulturgeschichtliche Bedeutung
- Arthur Adell gehört zu den wichtigsten schwedischen Vermittlern zwischen historischer Liturgieforschung, evangelischer Gottesdienstpraxis, Gregorianik, schwedischer Kirchenmusik und liturgischer Erneuerung im 20. Jahrhundert.
- Dateiname
adell-arthur.shtml.
Namen, Schreibweisen und Dateiansetzung
Die Hauptform dieses Eintrags lautet Arthur Adell. Der vollständige Name lautet Arthur Gotthard Adell. In schwedischen Katalogen, Aufsatznachweisen und kirchenmusikalischen Bibliographien begegnet gewöhnlich die Form Adell, Arthur oder Adell, Arthur, 1894–1962. Der Mittelname Gotthard ist für Normdaten und biographische Eindeutigkeit hilfreich, muss im Fließtext aber nicht regelmäßig wiederholt werden.
Der Dateiname folgt der Personenregel Nachname–Vorname und lautet adell-arthur.shtml. Diese Form vermeidet zugleich eine Verwechslung mit anderen Trägern des Familiennamens Adell und mit ähnlich geschriebenen Namen. Sichtbarer Linktext und H1 bleiben natürlich in der Reihenfolge Arthur Adell.
- Arthur Adell
- Hauptform im deutschsprachigen Fließtext, als H1 und als sichtbarer Linktext.
- Arthur Gotthard Adell
- Vollständige biographische Namensform, besonders für Kurzdaten, JSON-LD und Normdatenbezug geeignet.
- Adell, Arthur
- Bibliographische Registerform für alphabetische Ordnung, Werklisten und Quellenverzeichnisse.
- Arthur G. Adell
- Mögliche abgekürzte Form, nur verwenden, wenn sie in einem konkreten Katalog, Druck oder Aufsatznachweis erscheint.
adell-arthur.shtml- Dateiname nach Nachname–Vorname-Regel; als Canonical und Hauptdatei geeignet.
Quellenlage und Einordnung
Die Quellenlage zu Arthur Adell ist für einen schwedischen Theologen und liturgischen Praktiker des 20. Jahrhunderts relativ gut, aber ungleich verteilt. Biographische Kerndaten sind in schwedischen Nachschlagewerken, Normdaten und kirchlichen Personennachweisen greifbar. Der eigentliche Umfang seines Wirkens erschließt sich jedoch erst über Periodika, besonders über Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv beziehungsweise Svenskt Gudstjänstliv, über Bibliotheksnachweise zu Den svenska tidegärden und Det svenska antifonalet sowie über spätere Aufsätze zur evangelischen Tidegärd und zur schwedischen Gregorianik.
Für die Einordnung ist besonders wichtig, Arthur Adell nicht nur als Autor einzelner Bücher zu lesen. Sein Werk besteht zu einem erheblichen Teil aus Herausgabe, liturgischer Einrichtung, musikalischer Bearbeitung, Zeitschriftenarbeit, kirchlicher Organisationsarbeit und langfristiger Reformpraxis. Der Begriff Werkverzeichnis muss daher weiter gefasst werden: Er umfasst selbständige Schriften, Aufsätze, Ausgaben, Antiphonarien, redaktionelle Leistungen und institutionelle Beiträge.
Bei einzelnen Jahreszahlen und Ausgaben ist quellenkritische Vorsicht angebracht. Den svenska tidegärden und Det svenska antifonalet existieren in verschiedenen Fassungen, Auflagen, Nachdrucken und späteren Neubearbeitungen. In der Seite werden deshalb gesicherte Kernangaben und sinnvoll abgegrenzte Werkgruppen genannt; eine philologisch vollständige Druckgeschichte müsste alle Exemplare in LIBRIS, WorldCat, Spezialbibliotheken, Zeitschriftenregistern und Laurentius-Petri-Beständen abgleichen.
- Biographischer Kern: Geburt 1894 in Örtomta, Ordination 1919, kirchliche Stationen in Stjärnorp, Lund und Söderköping, Ehrendoktorwürde 1952, Tod 1962 in Uppsala.
- Liturgischer Kern: Zusammenarbeit mit Knut Peters an der evangelischen Tidegärd und an schwedischen Antiphonarien.
- Publizistischer Kern: Gründung und Redaktion von Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, später Svenskt Gudstjänstliv.
- Kirchenmusikalischer Kern: Arbeit an Gregorianik, schwedischer Psalmodie, Antiphonen, Kirchenlied und liturgischem Gesang.
- Forschungsdesiderat: Eine vollständige, geprüfte Bibliographie müsste Adells zahlreiche Zeitschriftenbeiträge, Mitteilungen, Rezensionen und Herausgeberanteile systematisch verzeichnen.
Leben, Ausbildung und kirchliche Stationen
Arthur Gotthard Adell wurde am 25. März 1894 in Örtomta in Östergötland geboren. Sein späteres Wirken bleibt stark mit der kirchlichen Kultur Schwedens verbunden. Die ostschwedische Herkunft ist nicht nur ein biographischer Punkt, sondern verweist auf einen kirchlichen Raum, in dem Gemeindegottesdienst, Pfarramt, Kirchenmusik und historische Kirchlichkeit eng miteinander verbunden waren.
Nach Studien in Uppsala wurde Arthur Adell 1919 ordiniert. Danach wirkte er zunächst in kirchlichen Kontexten wie Kloster Vreta und Stjärnorp. Diese frühen Pfarrstationen sind wichtig, weil Adell seine liturgischen Interessen nicht aus einer akademischen Distanz entwickelte, sondern aus dem pfarramtlichen Alltag. Seine späteren Arbeiten zur Tidegärd, zur Kirchenmusik und zur Gregorianik zielen auf praktischen Vollzug: Gebet soll gesprochen, Psalmen sollen gesungen, liturgische Ordnung soll in Gemeinden und kirchlichen Gemeinschaften tatsächlich getragen werden.
Von 1930 bis 1938 war Arthur Adell in Lund tätig, einem der wichtigsten schwedischen Orte für Theologie, Universität, Domkirche, Kirchenmusik und liturgische Diskussion. Danach wurde er Pfarrer an St. Laurentii in Söderköping. Dort verbrachte er mehr als zwei Jahrzehnte und konnte seine liturgische und kirchenmusikalische Arbeit mit einer konkreten Pfarrstelle verbinden. 1959 trat er in den Ruhestand und zog nach Uppsala, wo er am 24. November 1962 starb.
1952 verlieh ihm die Universität Uppsala die theologische Ehrendoktorwürde. Diese Ehrung zeigt, dass seine Tätigkeit nicht nur als fromme Privatinitiative, sondern als wissenschaftlich und kirchlich gewichtige Leistung anerkannt wurde. Sein Lebenswerk wurde nach seinem Tod besonders durch das Laurentius Petri Sällskap, durch Svenskt Gudstjänstliv und durch spätere Neubearbeitungen der schwedischen Tidegärd fortgeführt.
- 1894: Geburt am 25. März in Örtomta, Östergötland.
- 1919: Ordinierung zum Pfarrer der Svenska kyrkan.
- 1920er Jahre: Pfarramtliche und liturgische Arbeit in ostschwedischen Gemeinden; Beginn der intensiven Beschäftigung mit Tidegebet, Gregorianik und schwedischer Reformationsliturgie.
- 1924: Veröffentlichung von Evangelisk tidegärd zusammen mit Knut Peters; frühes Projekt zur Wiedergewinnung evangelischer Tagesgebete.
- 1926: Gründung von Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, die später unter dem Namen Svenskt Gudstjänstliv weitergeführt wurde.
- 1928: Früher Entwicklungsschritt von Den svenska tidegärden, dem schwedischen evangelischen Stunden- und Tagesgebet.
- 1930–1938: Tätigkeit in Lund im Umfeld von Domkirche, Theologie und kirchlicher Liturgiekultur.
- 1938: Beginn der langjährigen Tätigkeit als Pfarrer an St. Laurentii in Söderköping.
- 1941: Gründung beziehungsweise Mitgründung des Laurentius Petri Sällskapet för svenskt gudstjänstliv.
- 1940er und 1950er Jahre: Arbeit an schwedischer Psalmodie, Gregorianik, Antiphonarien und liturgischen Quellen der Reformationszeit.
- 1952: Theologische Ehrendoktorwürde der Universität Uppsala.
- 1959: Ruhestand und Übersiedlung nach Uppsala; Veröffentlichung beziehungsweise Abschluss wichtiger Arbeiten im Umfeld von Det svenska antifonalet.
- 1962: Tod am 24. November in Uppsala.
- 1963: Postume Veröffentlichung von Gregorianik I. De bundna formerna sowie weiterer nachgelassener Beiträge im Umfeld von Svenskt Gudstjänstliv.
Liturgiewissenschaft und schwedische Reformationszeit
Arthur Adells Forschung galt in besonderem Maß der schwedischen Reformationszeit. Für ihn war die Reformation nicht nur ein dogmatischer Bruch mit Rom, sondern auch eine liturgische Epoche, in der alte kirchliche Formen verändert, übersetzt, gekürzt, neu geordnet und teilweise bewahrt wurden. Gerade diese Zwischenlage interessierte ihn: Was blieb von Messe, Psalmodie, Tagzeiten, Hymnen, Antiphonen und gregorianischer Melodik in evangelischer Form erhalten? Was wurde vergessen? Was konnte neu erschlossen werden?
Seine Arbeit zur schwedischen Messe von 1531, zu Laurentius Petri, zum liturgischen Gesang und zu älteren Quellen zeigt, dass Adell eine quellenbezogene Liturgiewissenschaft betrieb. Er suchte nicht nur moderne Reformideen, sondern ging in die älteren Ordnungen, Handschriften, Drucke und musikalischen Überlieferungen zurück. In dieser Hinsicht war er zugleich Historiker, Theologe und Praktiker.
Entscheidend ist, dass Adell die alte Liturgie nicht als musealen Bestand verstand. Seine Quellenarbeit zielte auf kirchlichen Gebrauch. Die schwedische Reformationsliturgie wurde für ihn zu einem Argument: Eine evangelische Kirche könne liturgisch reich sein, Psalmen und Antiphonen singen, täglich beten und Gregorianik verwenden, ohne deshalb ihre lutherische Identität aufzugeben. Damit vertrat er eine Form liturgischer Erneuerung, die sich bewusst auf die evangelische Überlieferung Schwedens stützte.
- Reformationszeit als Quellenraum: Adell suchte in der schwedischen Reformation nicht nur dogmatische, sondern vor allem liturgische und musikalische Kontinuitäten.
- Laurentius Petri: Der schwedische Reformator wurde für Adell zu einer Schlüsselfigur evangelischer Gottesdienstordnung.
- Liturgie und Musik: Für Adell waren Textordnung, Psalmen, Antiphonen und Melodik nicht trennbar.
- Historische Forschung und kirchliche Praxis: Seine Studien sollten nicht nur erklären, sondern den Gottesdienst erneuern.
- Evangelische Identität: Adell wollte zeigen, dass liturgische Fülle und lutherischer Glaube sich nicht ausschließen.
Evangelische Tidegärd und tägliches Stundengebet
Das wichtigste praktische Feld Arthur Adells war die Wiedergewinnung der evangelischen Tidegärd. Mit Tidegärd ist das tägliche kirchliche Stundengebet gemeint, also eine Ordnung von Gebetszeiten mit Psalmen, Lesungen, Cantica, Antiphonen, Hymnen und Gebeten. In der westlichen Kirche war diese Tradition über Jahrhunderte stark monastisch und klerikal geprägt. Nach der Reformation war sie in vielen evangelischen Zusammenhängen geschwächt oder aus der Alltagsfrömmigkeit verschwunden.
Arthur Adell und Knut Peters setzten hier an. Schon Evangelisk tidegärd von 1924 war ein programmatisches Signal. Das Projekt war keineswegs selbstverständlich. In einem lutherischen Milieu, das liturgische Rückgriffe leicht als „katholisierend“ verdächtigen konnte, musste eine evangelische Tidegärd begründet werden. Adell und Peters taten dies, indem sie sich auf die schwedische Reformationszeit, auf evangelische Grundlagen und auf eine kirchliche Gebetstradition beriefen, die nicht einfach als fremdrömisch abgetan werden sollte.
Den svenska tidegärden wurde zum zentralen Arbeitsfeld. Es ging um Psalmen, Lobgesänge, Gebete und biblisch-liturgische Ordnungen für tägliche Gebetszeiten. Adells Leistung lag dabei nicht allein im Sammeln von Material, sondern in der Übersetzung einer alten kirchlichen Struktur in eine schwedische, evangelische und praktisch brauchbare Form. Spätere Neubearbeitungen und Fortführungen zeigen, dass dieses Projekt über Adells Lebenszeit hinaus wirkte.
- Evangelischer Anspruch: Das Stundengebet sollte nicht als klösterlich-fremde Sonderform erscheinen, sondern als mögliche Form lutherischer Frömmigkeit.
- Psalmenzentrum: Die Psalmen bildeten das Rückgrat der täglichen Gebetszeiten.
- Schwedische Sprache: Die liturgische Tradition wurde in schwedischer Sprache und mit schwedischer kirchlicher Klangform bearbeitet.
- Historische Legitimation: Die schwedische Reformationszeit diente als Bezugspunkt, um liturgische Kontinuität evangelisch zu begründen.
- Praktische Ordnung: Die Ausgaben sollten nicht nur studiert, sondern tatsächlich gebetet und gesungen werden.
- Langzeitwirkung: Nach Adells Tod wurde die Arbeit durch das Laurentius Petri Sällskap und spätere Herausgebergenerationen fortgesetzt.
Gregorianik, Psalmodie und schwedische Kirchenmusik
Arthur Adell war einer der wichtigsten schwedischen Vermittler gregorianischer und psalmodischer Tradition in evangelischem Kontext. Für ihn war Gregorianik nicht bloß ein katholisches Stilrelikt, sondern ein Grundbestand westlicher Kirchenmusik, der historisch auch in der schwedischen Kirche verwurzelt war. Die Frage lautete daher nicht, ob Gregorianik „fremd“ sei, sondern wie sie in schwedischer Sprache, evangelischer Liturgie und lutherischer Theologie sachgerecht verwendet werden könne.
Besonders wichtig ist Adells Arbeit an Antiphonen und Psalmodie. Das Singen von Psalmen verlangt eine eigene musikalische Logik: Es geht nicht um liedhafte Strophenmelodie, sondern um Tonformeln, Rezitation, Sprachrhythmus, Kadenz und liturgische Wiederkehr. Adell untersuchte und gestaltete diese Verbindung von Wort und Ton. Seine Beiträge zu Det svenska antifonalet und seine später postum veröffentlichte Gregorianik machen diese Arbeit sichtbar.
Die schwedische Sprache stellt für gregorianische Praxis eigene Anforderungen. Lateinische Melodik kann nicht mechanisch auf schwedische Prosodie übertragen werden. Adell musste daher zwischen historischer Melodie, sprachlichem Akzent, liturgischer Funktion und singbarer Gemeinde- beziehungsweise Chorpraxis vermitteln. Genau darin liegt seine kirchenmusikalische Bedeutung: Er übersetzte Tradition nicht nur sprachlich, sondern auch musikalisch und funktional.
- Gregorianik als evangelisches Erbe: Adell verstand den gregorianischen Gesang als Teil einer gemeinsamen westkirchlichen Tradition, die auch für lutherische Liturgie fruchtbar sein könne.
- Psalmodie: Die schwedische Psalmodie war für ihn ein zentrales Problemfeld, weil biblischer Text, Sprachrhythmus und liturgischer Ton zusammengebracht werden mussten.
- Antiphonarische Ordnung: Antiphonen strukturieren das Psalmensingen und verbinden Kirchenjahr, Bibeltext und musikalische Wiederkehr.
- Schwedische Prosodie: Die Anpassung an die schwedische Sprache war eine eigenständige theologisch-musikalische Aufgabe.
- Kirchenmusikalische Bildung: Adells Schriften richten sich an Pfarrer, Kirchenmusiker, Chöre und liturgisch interessierte Gemeinden.
- Postume Wirkung: Die Veröffentlichung von Gregorianik I nach seinem Tod zeigt, dass seine Arbeit auch als Lehrmaterial weiterwirken sollte.
Tidskrift för kyrkomusik, Svenskt Gudstjänstliv und publizistische Arbeit
1926 gründete Arthur Adell die Zeitschrift Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv. Diese Gründung ist für seine kulturgeschichtliche Bedeutung zentral. Liturgische Erneuerung braucht nicht nur Ideen und Ausgaben, sondern auch ein Forum: einen Ort für Aufsätze, Quellen, Rezensionen, kirchenmusikalische Debatten, liturgische Nachrichten und institutionelle Selbstverständigung. Genau ein solches Forum schuf Adell.
Die Zeitschrift wurde später unter dem Namen Svenskt Gudstjänstliv weitergeführt und entwickelte sich zu einem wichtigen Jahrbuch für Liturgie, Kirchenkunst, Kirchenmusik und Homiletik. Adell redigierte das Organ bis zu seinem Tod. Dadurch prägte er nicht nur einzelne Inhalte, sondern auch die diskursive Infrastruktur der schwedischen Liturgiewissenschaft. Viele seiner eigenen Aufsätze erschienen dort.
Der publizistische Charakter seines Wirkens darf nicht unterschätzt werden. Wer eine Zeitschrift gründet und jahrzehntelang prägt, schafft einen Zusammenhang zwischen Personen, Themen, Institutionen und Generationen. Adells Wirkung bestand daher auch darin, ein Feld zu stabilisieren: schwedisches Gottesdienstleben wurde als Forschungs-, Reform- und Diskussionsgegenstand sichtbar.
- Gründung 1926: Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv entstand als liturgisch-kirchenmusikalisches Forum.
- Umbenennung und Fortführung: Die Zeitschrift wurde später als Svenskt Gudstjänstliv weitergeführt.
- Redaktion bis 1962: Adell blieb bis zu seinem Tod eine prägende redaktionelle Kraft.
- Thematische Breite: Liturgie, Kirchenmusik, Kirchenkunst, Homiletik, Reformation, Gregorianik und praktische Gottesdienstfragen wurden miteinander verbunden.
- Langzeitwirkung: Svenskt Gudstjänstliv ist bis heute ein wichtiger Zugriffspunkt für Forschung zu schwedischer Liturgie und Kirchenmusik.
Laurentius Petri Sällskapet
Das Laurentius Petri Sällskapet för svenskt gudstjänstliv wurde 1941 im Umfeld Arthur Adells gegründet und blieb eng mit seinem Programm verbunden. Der Name verweist auf Laurentius Petri, den schwedischen Reformator und ersten evangelischen Erzbischof von Uppsala. Schon diese Namenswahl zeigt das Profil der Gesellschaft: liturgische Erneuerung sollte nicht als Bruch mit der lutherischen Tradition verstanden werden, sondern als Rückgriff auf eine schwedische evangelische Quellenlage.
Die Gesellschaft widmete sich besonders der Tidegärd, der Gregorianik, der Erforschung des schwedischen Gottesdienstlebens und der Herausgabe liturgischer Materialien. Nach Adells Tod wurde seine Arbeit dort weitergeführt. Spätere Bearbeitungen der schwedischen Tidegärd und des schwedischen Antiphonale stehen in dieser Traditionslinie.
Kulturgeschichtlich ist das Laurentius Petri Sällskap ein Beispiel für eine halb wissenschaftliche, halb kirchlich-praktische Institution. Es ist kein bloßer akademischer Verein, aber auch keine reine Frömmigkeitsgruppe. Es verbindet Quellenarbeit, gottesdienstliche Praxis, musikalische Schulung und liturgische Identitätsbildung.
- Gründungsimpuls: Wiederaufbau beziehungsweise Wiedergewinnung einer evangelischen schwedischen Gebetstradition auf reformatorischer Grundlage.
- Namenspatron: Laurentius Petri als Symbol einer schwedisch-lutherischen Liturgiegeschichte.
- Arbeitsfelder: Tidegärd, Gregorianik, Antiphonarien, schwedisches Gottesdienstleben, Quellenedition und liturgische Praxis.
- Adells Rolle: Mitgründer, Leitfigur und programmatischer Impulsgeber.
- Fortführung: Nach Adells Tod wurde das Werk von Schülern, Herausgebern und späteren Generationen fortgesetzt.
Theologische Grundlinien
Arthur Adells Theologie ist vor allem liturgisch und kirchlich zu verstehen. Sie fragt nicht zuerst nach abstrakten Systembegriffen, sondern nach dem Vollzug des Glaubens in Gebet, Gesang, Gemeinde, Kirchenjahr und überlieferter Form. Dabei ist die Liturgie für ihn nicht bloß äußerer Schmuck, sondern verdichtete Theologie: Was die Kirche betet und singt, zeigt, wie sie glaubt.
Ein Grundzug ist die evangelische Rückbindung. Adell wollte die liturgische Tradition nicht durch römische Nachahmung, sondern durch schwedisch-lutherische Quellenarbeit erneuern. Die Reformationszeit wurde für ihn zu einem theologischen Argument: Die lutherische Kirche könne älteres kirchliches Gebet, Psalmengesang und geordnete Liturgie bewahren, sofern diese auf evangelischer Grundlage verstanden werden.
Ein zweiter Grundzug ist die Einheit von Wort und Ton. Adell denkt liturgische Texte und Kirchenmusik nicht getrennt. Psalmen, Antiphonen, Hymnen und Gebete besitzen eine musikalische Form, die ihr theologisches Gewicht mitträgt. Deshalb ist Kirchenmusik bei ihm keine bloße Ausschmückung, sondern ein theologischer Ort.
- Liturgie als gelebte Theologie: Gottesdienst, Gebet und Gesang sind Ausdrucksformen kirchlicher Lehre.
- Evangelische Katholizität: Adell sucht eine lutherische Weite, die ältere kirchliche Formen nicht verwirft, sondern evangelisch prüft und verwendet.
- Schwedische Reformationsbindung: Die nationale Reformationsgeschichte dient als Quelle liturgischer Legitimation.
- Wort-Ton-Zusammenhang: Psalmodie und Gregorianik sind für Adell theologisch relevante Sprachformen der Kirche.
- Gemeindliche und tägliche Praxis: Liturgie soll nicht nur besondere Feier sein, sondern den Rhythmus des kirchlichen Lebens prägen.
- Kontinuität und Erneuerung: Adell verbindet historische Rückbesinnung mit praktischer Reform.
Komplettes Werkverzeichnis nach öffentlichem Nachweisstand
Ein endgültiges kritisches Werkverzeichnis Arthur Adells müsste die Jahrgänge von Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, Svenskt Gudstjänstliv, die LIBRIS-Bestände, WorldCat, kirchliche Spezialbibliotheken, das Laurentius Petri Sällskap und spätere Register vollständig abgleichen. Das folgende Verzeichnis bietet eine sachlich gegliederte Übersicht der öffentlich gut greifbaren Werke, Ausgaben und Aufsätze. Bei einzelnen Datierungen ist zu beachten, dass Nachdrucke, Neuausgaben und spätere Bearbeitungen nebeneinander überliefert sind.
Tidegebet, Antiphonarien und liturgische Ausgaben
- Evangelisk tidegärd: zusammen mit Knut Peters, 1924. Frühes Heft zur Wiedergewinnung einer evangelischen Tagesgebetstradition. In der späteren Forschung gilt diese Veröffentlichung als ein vorsichtiger, aber entscheidender Anfangspunkt der modernen schwedischen Tidegärd-Bewegung.
- Den svenska tidegärden: von Arthur Adell und Knut Peters erarbeitet; frühe Fassungen seit den späten 1920er Jahren, spätere Auflagen und Neubearbeitungen im 20. Jahrhundert. Die Ausgabe ordnet Stücke aus dem Psalter, Lobgesänge und Gebete für tägliche Gebetszeiten.
- Den svenska tidegärden: stycken ur Psaltaren jämte lovsånger och böner ordnade för dagliga bönetimmar: in Bibliotheksnachweisen als von Arthur Adell, Knut Peters und späteren Herausgebern geprägte Ausgabe greifbar; spätere Ausgaben und Bearbeitungen belegen die anhaltende Wirkung des Projekts.
- Det svenska antifonalet. 1, Antifonale till veckans tideböner: herausgegeben beziehungsweise bearbeitet im Umfeld von Arthur Adell und Knut Peters; wichtig für die Antiphonen der Wochentagzeiten.
- Det svenska antifonalet. 2, Antifonale till kyrkoårets tideböner: herausgegeben beziehungsweise mitverantwortet von Arthur Adell und Knut Peters; der Band führt die Antiphonenordnung auf das Kirchenjahr hin aus.
- Tidebönernas musik: im Zusammenhang mit Det svenska antifonalet genannt; wichtiger Beitrag zur Musik der Gebetszeiten.
- Kleinere Antiphonale- und Tidegebetshefte: mehrere Vor- und Begleitformen zu Den svenska tidegärden und Det svenska antifonalet, deren vollständige bibliographische Erfassung über LIBRIS, Spezialbibliotheken und Laurentius-Petri-Bestände zu leisten ist.
Gregorianik, Psalmodie und kirchenmusikalische Lehrschriften
- Gregorianik I. De bundna formerna: en handledning med musikbilaga: Laurentius Petri Sällskapet, Lund, 1963. Postum erschienenes Lehr- und Arbeitsbuch zur Gregorianik, herausgegeben im Umfeld des Laurentius Petri Sällskapet.
- Musikbilaga till Gregorianik I. De bundna formerna: musikalische Beilage zur Gregorianik-Schrift; in antiquarischen und bibliographischen Nachweisen greifbar.
- „Det gregorianska arvet i Tidegärden“: Aufsatz in Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, Jahrgang 1, 1926. Früher programmatischer Beitrag zur Frage des gregorianischen Erbes in der evangelischen Tidegärd.
- „Den ’gregorianska’ sången. Några drag ur dess historia“: Aufsatz in Svenskt Gudstjänstliv, 1942. Historische Einführung und programmatische Beschäftigung mit gregorianischem Gesang.
- „Psaltarsång eller Psalmodiering på svenska“: Aufsatz in Svenskt Gudstjänstliv, 1946. Zentral für die Frage schwedischer Psalmodie und Sprachgestalt.
- „Svenskt Antifonale“: Aufsatz in Svenskt Gudstjänstliv, 1948. Programmatischer Beitrag zur Arbeit am schwedischen Antiphonale.
- „Den gregorianska sången“: Aufsatz in Svenskt Gudstjänstliv, 1950. Fortführung der gregorianischen Grundfragen im kirchenmusikalischen Kontext.
- „Svenskt och gregorianskt“: Aufsatz in Svenskt Gudstjänstliv, 1952. Besonders wichtig für die Verhältnisbestimmung von schwedischer Sprache, nationaler liturgischer Überlieferung und gregorianischer Tradition.
- „Den gregorianska sångens utförande“: postum 1963 in Svenskt Gudstjänstliv nachgewiesen; Beitrag zur Aufführungspraxis gregorianischen Gesangs.
Liturgiegeschichte, Reformation und schwedisches Gottesdienstleben
- „1531 års svenska mässa och den gamla kultsången“: Aufsatz in Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, 1934. Wichtiger Beitrag zur schwedischen Messe von 1531 und zur älteren liturgischen Gesangstradition.
- Musikhandskrifter från Högs och Bjuråkers kyrkor: 1941. Studie zu musikalischen Handschriften aus schwedischen Kirchen, wichtig für die Verbindung von Quellenarbeit und kirchenmusikalischer Geschichtsforschung.
- „Två kyrkomusikhandskrifter i Hälsingland“: 1954 in Hälsingerunor nachgewiesen; Beitrag zur regionalen kirchenmusikalischen Quellenkunde.
- „Mässa och tidegärd hos Laurentius Petri“: postum 1963 in Svenskt Gudstjänstliv nachgewiesen. Der Beitrag fasst Adells Grundinteresse an Laurentius Petri, Messe und Tidegebet zusammen.
- Beiträge zur schwedischen Reformationsliturgie: zahlreiche kleinere und größere Aufsätze in Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv beziehungsweise Svenskt Gudstjänstliv, die Quellen, Ordnungen, Gesänge und gottesdienstliche Praxis der schwedischen Reformationszeit behandeln.
Publizistische, kirchliche und institutionelle Beiträge
- Gründung und Redaktion von Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv: ab 1926; Adell war für die liturgisch-kirchenmusikalische Profilbildung dieses Organs prägend.
- Redaktion von Svenskt Gudstjänstliv: Fortführung der Zeitschrift beziehungsweise des Jahrbuchs; Adell redigierte das Organ bis zu seinem Tod.
- „Bön om fred“: Beitrag in Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, 1940, im Kontext kirchlicher Reaktion auf Krieg und Zeitlage.
- „Finlands kyrka i nöd“: Beitrag in Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv, 1940, im Zusammenhang mit der Lage der finnischen Kirche und nordeuropäischen Kriegszeit.
- „Laurentius Petri Sällskapet meddelande“: Beitrag beziehungsweise Mitteilung in Svenskt Gudstjänstliv, Jahrgang 20, 1945, Heft 4.
- „Laurentius Petri sällskapet“: Beitrag zusammen mit Inge Löfström in Svenskt Gudstjänstliv, Jahrgang 27, 1952, Heft 2; betrifft Gesellschaftsarbeit und Mitteilungen.
- Weitere Rezensionen, Mitteilungen und liturgische Notizen: in zahlreichen Jahrgängen der Zeitschrift greifbar; vollständige Erfassung über das Register zu Jahrgang 1–50 von Svenskt Gudstjänstliv möglich.
Spätere Fortführungen und Bearbeitungen im Adell-Peters-Kontext
- Den svenska tidegärden. Completorium: spätere Neubearbeitung beziehungsweise Fortführung der Adell-Peters-Arbeit, unter anderem mit Ragnar Holte verbunden.
- Den svenska tidegärden. Middagsbön: spätere Fortführung der schwedischen Tidegärd-Tradition im Laurentius-Petri-Zusammenhang.
- Den svenska tidegärden. Morgon- och aftonsång – laudes och vesper: spätere Neubearbeitung der Morgen- und Abendgebete mit Melodien.
- Den svenska tidegärden. Antifonale: spätere Arbeit am Antiphonarienbestand, die auf Adell und Peters aufbaut.
- Digitale und gegenwärtige Antiphonale-Kontexte: heutige Onlineprojekte und liturgische Hilfsmittel, die die von Adell angestoßene Tradition in veränderter Form weiterführen.
Überlieferung, Bibliotheken und digitale Nachweise
Die Überlieferung Arthur Adells verteilt sich auf schwedische Bibliothekskataloge, Zeitschriftenarchive, kirchliche Spezialbibliotheken, Nachweise des Laurentius Petri Sällskapet, digitale Artikelarchive der Universität Lund, internationale Kataloge und moderne Forschungsbibliographien. Für die Arbeit an Adell ist wichtig, nicht nur nach selbständigen Büchern zu suchen. Ein großer Teil seiner Wirkung liegt in Aufsätzen, Mitteilungen, Rezensionen, Herausgeberschaft, liturgischen Ausgaben und musikalischen Beigaben.
LIBRIS ist für schwedische Buch- und Musikdrucke besonders wichtig. Dort sind unter anderem Det svenska antifonalet, Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv und weitere Nachweise mit Adell verbunden. Das digitale Archiv von Svenskt Gudstjänstliv macht viele Jahrgänge und Einzelbeiträge sichtbar. WorldCat ergänzt internationale Bibliotheksstandorte und spätere Ausgaben von Den svenska tidegärden.
- LIBRIS: zentraler schwedischer Verbundkatalog für Drucke, Musikdrucke und Periodika mit Adell-Bezug.
- Svenskt Gudstjänstliv: digitales Zeitschriftenarchiv mit zahlreichen Aufsätzen, Jahrgängen und Registern.
- WorldCat: internationale Bibliotheksnachweise, besonders für Den svenska tidegärden und spätere Ausgaben.
- SweLiMuS: bibliographisches Forschungsinstrument zur schwedischen liturgischen Musik und ihren Quellen.
- Nationalencyklopedin: kompakter, verlässlicher biographischer Artikel zu Adell als Pfarrer, Ehrendoktor und liturgischer Erneuerer.
- MGG Online: musikwissenschaftlicher Kurzartikel zu Adell mit Schwerpunkt auf Kirchenmusik und liturgischer Bewegung.
- Signum: moderner Artikel zur gregorianischen Tradition in evangelischer Tidegärd mit ausführlichem Adell-Peters-Kontext.
- Gravar.se: genealogischer und grabbezogener Nachweis der Lebensdaten und des kirchlichen Status.
- Laurentius Petri Sällskapet: institutioneller Nachfolgekontext von Adells liturgischer Arbeit.
Ausführlicher Kulturüberblick
Arthur Adell ist kulturgeschichtlich vor allem als Gestalt einer liturgischen Wiedergewinnung zu verstehen. Das frühe 20. Jahrhundert war in vielen europäischen Kirchen eine Zeit der liturgischen Suchbewegungen. In römisch-katholischen, anglikanischen, lutherischen und anderen kirchlichen Kontexten wurde nach älteren Formen des Gebets, nach dem Verhältnis von Gemeinde und Liturgie, nach dem Kirchenjahr, nach Psalmen, gregorianischem Gesang und historischer Quellenarbeit gefragt. Adell gehört in diesen größeren europäischen Zusammenhang, allerdings mit deutlich schwedischem und lutherischem Profil.
Seine Arbeit war nicht bloß restaurativ. Zwar griff er auf Mittelalter und Reformationszeit zurück, doch sein Ziel war Gegenwartspraxis. Er wollte, dass tägliches Gebet, Psalmengesang und geordnete Liturgie in evangelischer Form wieder lebendig werden. Diese Verbindung von Vergangenheit und Praxis ist entscheidend. Adell suchte nicht das alte Formular als Denkmal, sondern die alte Form als Möglichkeit gegenwärtigen kirchlichen Lebens.
Für die schwedische Kirche war dies besonders sensibel. Liturgische Fülle, Gregorianik, Antiphonen und Tageszeiten konnten als „katholisierend“ erscheinen. Adells Programm antwortete darauf mit der schwedischen Reformationsgeschichte. Wenn schon Laurentius Petri und die ältere schwedische Reformationskirche bestimmte liturgische und musikalische Formen bewahrt oder evangelisch umgearbeitet hatten, dann konnte ihre Wiedergewinnung nicht einfach als fremde Übernahme gelten. Die Reformationszeit wurde so zu einer Ressource evangelischer Liturgik.
Die Zusammenarbeit mit Knut Peters ist dabei zentral. Adell war nicht der einsame Autor einer Idee, sondern Teil einer liturgischen Arbeitsgemeinschaft. Die schwedische Tidegärd entstand aus jahrelanger praktischer, editorischer und musikalischer Arbeit. Psalmen mussten ausgewählt, Gebetszeiten geordnet, Melodien eingerichtet, Antiphonen übersetzt oder gestaltet, schwedische Sprachrhythmen berücksichtigt und kirchliche Akzeptanz gewonnen werden. Diese Arbeit war kleinteilig, aber kulturell folgenreich.
Adells Gründung der Zeitschrift Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv zeigt, dass er liturgische Erneuerung als ein öffentliches, wissenschaftlich-kirchliches Gespräch verstand. Eine Reformbewegung braucht Sprache, Argumente, Quellen, Rezensionen und Debatten. Durch die Zeitschrift wurde schwedisches Gottesdienstleben als eigenes Forschungsfeld sichtbar. Die spätere Fortführung als Svenskt Gudstjänstliv belegt die Tragfähigkeit dieses Ansatzes.
Auch kirchenmusikalisch ist Adell bedeutsam. Gregorianik, Psalmodie und Antiphonarien wurden nicht als Spezialinteressen einiger Musikgelehrter behandelt, sondern als Teil des Gottesdienstes. Die Musik der Liturgie ist bei Adell keine ästhetische Verzierung, sondern Trägerin von Text, Zeit und Gebet. In der Tidegärd wird das besonders deutlich: Der Psalm wird nicht nur gelesen, sondern durch Tonformeln und Antiphonen in eine wiederkehrende geistliche Ordnung eingebunden.
Adells Wirkung reicht daher über Schweden hinaus. Er steht exemplarisch für eine lutherische Form der liturgischen Bewegung, die historische Forschung, musikalische Praxis und kirchliche Erneuerung miteinander verbindet. Seine Arbeit zeigt, dass evangelische Tradition nicht notwendig liturgische Reduktion bedeuten muss. Sie kann vielmehr eine eigene Weise entwickeln, alte Formen zu prüfen, zu übersetzen und in neuer Gestalt lebendig werden zu lassen.
- Schwedische Reformationsliturgie: Adell las die Reformationszeit als Quelle evangelischer liturgischer Identität und nicht als bloße Liturgiezerstörung.
- Tidegebet: Die Wiedergewinnung täglicher Gebetszeiten war sein praktisch wichtigstes Reformfeld.
- Gregorianik: Gregorianischer Gesang wurde von ihm als westkirchliches Erbe verstanden, das evangelisch und schwedisch gestaltet werden kann.
- Psalmodie: Psalmengesang bildet bei Adell die Mitte zwischen biblischem Wort, Musik und täglicher Frömmigkeit.
- Zeitschriftengründung: Mit Svenskt Gudstjänstliv schuf Adell eine dauerhafte Infrastruktur liturgischer Forschung und Debatte.
- Laurentius Petri Sällskapet: Die Gesellschaft organisierte und verstetigte die praktische und wissenschaftliche Arbeit am schwedischen Gottesdienstleben.
- Ökumenische Resonanz: Obwohl Adell lutherisch dachte, berührt seine Arbeit breitere ökumenische Fragen nach Tradition, Gebet, Liturgie und Kirchenmusik.
- Kulturelle Vermittlung: Adell übersetzte historische Quellen in kirchliche Gebrauchspraxis und machte dadurch Vergangenheit gegenwärtig nutzbar.
Rezeption, Forschung und heutige Bedeutung
Arthur Adell wird in schwedischen Nachschlagewerken und musikwissenschaftlichen Kontexten vor allem als Pfarrer, theologischer Ehrendoktor, Liturgiewissenschaftler und Kirchenmusikschriftsteller erinnert. Besonders hervorgehoben werden seine Leistungen auf dem liturgischen Gebiet, seine Forschung zur schwedischen Reformationszeit und seine Arbeit an der evangelischen Tidegärd. In der Forschungsgeschichte erscheint er häufig zusammen mit Knut Peters.
Die spätere Rezeption zeigt sich besonders in der Fortführung von Den svenska tidegärden, in Arbeiten Ragnar Holtes, in den Jahrgängen von Svenskt Gudstjänstliv, im Laurentius Petri Sällskap und in modernen Studien zur schwedischen liturgischen Musik. Adell ist dabei nicht nur eine historische Figur, sondern ein Ausgangspunkt fortdauernder Praxis. Wer heute nach evangelischer Tidegärd, schwedischer Antiphonaltradition oder Gregorianik in der Svenska kyrkan fragt, stößt weiterhin auf sein Werk.
Seine heutige Bedeutung liegt auch in der Frage, wie Kirchen mit Tradition umgehen. Adell bietet ein Modell, das weder radikale Traditionsverwerfung noch bloße Traditionalisierung ist. Er prüft alte Formen historisch, theologisch und musikalisch, bevor er sie für neue Praxis erschließt. Gerade deshalb bleibt sein Werk für Liturgiewissenschaft, Hymnologie, Kirchenmusik und Kulturgeschichte relevant.
- Lexikalische Rezeption: Schwedische und musikwissenschaftliche Nachschlagewerke würdigen Adell als Pfarrer, Theologen und liturgisch-kirchenmusikalischen Erneuerer.
- Kirchliche Rezeption: Das Laurentius Petri Sällskap führt zentrale Anliegen Adells weiter.
- Zeitschriftenrezeption: Svenskt Gudstjänstliv bewahrt Adells Aufsätze und dokumentiert seine Wirkungsgeschichte.
- Musikwissenschaftliche Rezeption: Forschung zur schwedischen liturgischen Musik nennt Adell regelmäßig im Zusammenhang mit Gregorianik, Psalmodie und Antiphonarien.
- Praktische Rezeption: Spätere Ausgaben der schwedischen Tidegärd und Antiphonale bauen auf Adells und Peters’ Pionierarbeit auf.
- Ökumenische Rezeption: Adells Arbeit ist für katholische, anglikanische und lutherische Debatten über Stundengebet und liturgische Tradition anschlussfähig.
Forschungsfragen
Die Forschung zu Arthur Adell ist besonders ergiebig, weil sein Werk an mehreren Schnittstellen liegt: Liturgiewissenschaft, Kirchenmusik, schwedische Reformationsgeschichte, Gregorianik, Periodikaforschung, Institutionengeschichte und praktische Theologie. Eine moderne Untersuchung müsste nicht nur seine selbständigen Publikationen, sondern vor allem seine Zeitschriftenarbeit und seine Herausgeberpraxis systematisch erschließen.
- Wie vollständig lässt sich Adells Aufsatzwerk rekonstruieren? Dafür müssten alle Jahrgänge von Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv und Svenskt Gudstjänstliv, das Register zu Jahrgang 1–50 und bibliographische Nachweise in LIBRIS ausgewertet werden.
- Wie genau verlief die Zusammenarbeit zwischen Arthur Adell und Knut Peters? Eine vergleichende Analyse der Ausgaben von Evangelisk tidegärd, Den svenska tidegärden und Det svenska antifonalet könnte die jeweilige Rolle beider Mitarbeiter klären.
- Welche Quellen der schwedischen Reformationszeit waren für Adell entscheidend? Hier wären seine Aufsätze zu Laurentius Petri, zur Messe von 1531 und zur älteren Kult- beziehungsweise Kirchengesangstradition systematisch zu vergleichen.
- Wie übersetzte Adell Gregorianik in schwedische Sprachgestalt? Eine musikalisch-philologische Untersuchung könnte Melodieformeln, Akzentsetzung, Psalmodie und Antiphonenbehandlung analysieren.
- Welche Rolle spielte Adell in der liturgischen Bewegung des 20. Jahrhunderts? Dazu wäre ein Vergleich mit anglikanischen, katholischen, deutschen lutherischen und skandinavischen Reformbewegungen sinnvoll.
- Wie wurde Adells Arbeit im schwedischen Kirchenmilieu aufgenommen? Rezensionen, kirchliche Debatten und Hinweise auf „katholisierende“ Vorwürfe wären für die Rezeptionsgeschichte wichtig.
- Wie entwickelte sich das Laurentius Petri Sällskap nach Adells Tod? Die Rolle Ragnar Holtes und späterer Bearbeiter der schwedischen Tidegärd wäre hier zentral.
- Welche Bedeutung hat Adell für heutige liturgische Praxis? Aktuelle Formen evangelischen Stundengebets, digitale Antiphonale und Gemeindegebrauch könnten als Fortsetzung seiner Arbeit untersucht werden.
Sekundärliteratur
Die Sekundärliteratur zu Arthur Adell besteht aus Lexikonartikeln, Aufsätzen in Svenskt Gudstjänstliv, Arbeiten zur schwedischen Gregorianik, Studien zur schwedischen Liturgiegeschichte und Beiträgen zur Geschichte des Laurentius Petri Sällskapet. Besonders wichtig ist Ragnar Holtes Aufsatz Arthur Adell och gudstjänstlivets förnyelse von 1991. Daneben sind Forschungsbibliographien zur schwedischen liturgischen Musik und neuere Aufsätze zur evangelischen Tidegärd zu berücksichtigen.
- Ragnar Holte: „Arthur Adell och gudstjänstlivets förnyelse“, in: Svenskt Gudstjänstliv 66, 1991, S. 23–31. Zentrale Würdigung von Adells Rolle in der Erneuerung des schwedischen Gottesdienstlebens.
- Ragnar Holte: „Den svenska tidegärden“, in: Svenskt Gudstjänstliv 66, 1991. Wichtig für die Geschichte der schwedischen Tidegärd.
- Pehr Edwall: „Knut Peters och den svenska tidegärden“, in: Svenskt Gudstjänstliv 66, 1991. Ergänzt den Adell-Kontext durch die Perspektive auf den wichtigsten Mitarbeiter.
- Ragnar Holte: „Musiken i tidegärden“, in: Svenskt Gudstjänstliv 70, 1995, S. 77–107. Wichtig für die musikalische Dimension der Tidegärd.
- Anders Ekenberg: „Den gregorianska sången“, in: Svenskt Gudstjänstliv 70, 1995, S. 9–32. Grundlegend für den breiteren Gregorianik-Kontext.
- Anders Ekenberg: Den gregorianska sången: Teori – historia – praxis, Stockholm 1998. Allgemeiner Gregorianik-Kontext, in dem Adells schwedische Arbeit verortet werden kann.
- Sverker Jullander: „På väg mot en perfekt symbios? Om gregoriansk sång och orgelkoralen“, in: Svenskt Gudstjänstliv 2021. Enthält bibliographische Hinweise auf zentrale Adell-Aufsätze und Ausgaben.
- Tore Nyberg: Rezension von Arthur Adell, Gregorianik I: De bundna formerna, in: Svensk Tidskrift för Musikforskning 48, 1966, S. 211–215. Wichtiger früher Rezensionsbeitrag zur postumen Gregorianik-Schrift.
- Karin Peters: „Glimtar från begynnelsen till våra dagars tidegärdsarbete“, in: Svenskt Gudstjänstliv 46, 1971, S. 3–5. Rückblick auf Anfänge und Fortgang der Tidegärd-Arbeit.
- Nationalencyklopedin: Artikel „Arthur Adell“. Verlässlicher lexikalischer Kurzüberblick zu Leben, Ehrendoktorwürde, liturgischer Arbeit und Zeitschriftengründung.
- MGG Online: Artikel „Adell, Arthur“. Musikwissenschaftlicher Zugang mit Schwerpunkt auf Kirchenmusik, Zeitschrift und liturgischer Gesellschaftsarbeit.
- Signum: „Gregoriansk sång i evangelisk tidegärd under 100 år“. Moderner Überblick zur evangelischen Tidegärd, zu Adell, Peters und der Fortführung des Projekts.
- SweLiMuS: Bibliographie zu Swedish Liturgical Music Sources, besonders für Adell, Holte, Ekenberg und Forschungen zur liturgischen Musik Schwedens.
- Register till årgång 1–50: Svenskt Gudstjänstliv. Unverzichtbar für die vollständige Erschließung von Adells Zeitschriftenarbeit.
Onlinequellen und digitale Recherchewege
Die folgenden Onlinequellen eignen sich zur Kontrolle von Lebensdaten, Werkangaben, Zeitschriftennachweisen, Bibliotheksdaten, liturgischer Rezeptionsgeschichte und Forschungsliteratur. Für die Recherche sollten die Suchformen Arthur Adell, Arthur Gotthard Adell, Adell Arthur Den svenska tidegärden, Adell Peters Det svenska antifonalet, Arthur Adell Gregorianik, Arthur Adell Svenskt Gudstjänstliv und Laurentius Petri Sällskapet Arthur Adell parallel verwendet werden.
- Nationalencyklopedin: Arthur Adell https://www.ne.se/uppslagsverk/encyklopedi/l%C3%A5ng/arthur-adell Kompakter schwedischer Fachlexikonartikel zu Adell als Pfarrer, Ehrendoktor und liturgischem Erneuerer.
- MGG Online: Adell, Arthur https://www.mgg-online.com/articles/mgg00099/1.0 Musikwissenschaftlicher Lexikonartikel mit Schwerpunkt auf Kirchenmusik, Zeitschrift und liturgischer Gesellschaftsarbeit.
- Svenskt Gudstjänstliv: Arthur Adell och gudstjänstlivets förnyelse https://journals.lub.lu.se/sgl/article/view/12195 Ragnar Holtes biographisch-liturgische Würdigung Arthur Adells.
- Svenskt Gudstjänstliv: Register till årgång 1–50 https://journals.lub.lu.se/sgl/article/view/12364 Register und Überblick zur von Adell gegründeten Zeitschrift beziehungsweise zum Jahrbuch.
- Svenskt Gudstjänstliv: Tidegärdens tillskyndare https://journals.lub.lu.se/sgl/article/view/12189 Themenheft mit Beiträgen zu Den svenska tidegärden, Knut Peters und Arthur Adell.
- Svenskt Gudstjänstliv: Det gregorianska arvet i Tidegärden https://journals.lub.lu.se/sgl/article/view/14622 Früher Aufsatz Arthur Adells aus dem Jahr 1926 zur gregorianischen Tradition in der Tidegärd.
- Svenskt Gudstjänstliv: Laurentius Petri Sällskapet meddelande https://journals.lub.lu.se/sgl/article/view/13353 Nachweis eines Beitrags beziehungsweise einer Mitteilung Arthur Adells im Laurentius-Petri-Kontext.
- Svenskt Gudstjänstliv: Laurentius Petri sällskapet https://journals.lub.lu.se/sgl/article/view/13103 Mitteilung von Arthur Adell und Inge Löfström aus dem Jahrgang 1952.
- LIBRIS: Det svenska antifonalet, Teil 1 https://libris.kb.se/bib/795507 Bibliotheksnachweis zu Det svenska antifonalet. 1, Antifonale till veckans tideböner mit Adell und Peters.
- LIBRIS: Det svenska antifonalet, Teil 2 https://libris.kb.se/bib/795506 Bibliotheksnachweis zu Det svenska antifonalet. 2, Antifonale till kyrkoårets tideböner.
- LIBRIS: Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv https://libris.kb.se/4mf10p4g42lglzw Nachweis der Zeitschrift mit Arthur Adell als verantwortlichem Herausgeber.
- LIBRIS: Den svenska tidegärden https://libris.kb.se/bib/795819 Bibliotheksnachweis zu Den svenska tidegärden im Adell-Peters-Laurentius-Petri-Kontext.
- WorldCat: Den svenska tidegärden https://search.worldcat.org/title/Den-svenska-tidegarden-%3A-stycken-ur-Psaltaren-jamte-lovsanger-och-boner-ordnade-for-dagliga-bonetimmar/oclc/185417045 Internationaler Bibliotheksnachweis zu späteren Ausgaben von Den svenska tidegärden.
- Uppsala University DiVA: Den svenska tidegärden. Completorium https://uu.diva-portal.org/smash/record.jsf?pid=diva2%3A61107 Nachweis einer späteren Neubearbeitung, die ausdrücklich an Adell und Peters anschließt.
- SweLiMuS Bibliography https://www2.musik.uu.se/forskning/databaser/swelimus/bibliography.html Forschungsbibliographie zur schwedischen liturgischen Musik mit zahlreichen Adell-Nachweisen.
- Signum: Gregoriansk sång i evangelisk tidegärd under 100 år https://signum.se/artikelarkiv/gregoriansk-sang-i-evangelisk-tidegard-under-100-ar/ Moderner Überblick zur evangelischen Tidegärd, Adell, Peters und dem Laurentius Petri Sällskapet.
- Project Runeberg: Tidskrift för Kyrkomusik och Svenskt Gudstjänstliv, 1926 https://runeberg.org/tksg/1926/0166.html Digitalisat früher Jahrgänge und Beiträge im Umfeld von Adells Zeitschrift.
- Laurentius Petri Sällskapet för svenskt gudstjänstliv https://sjungikyrkan.nu/delforbund/laurentius-petri-sllskapet-fr-svenskt-gudstjnstliv/ Institutioneller Nachfolgekontext von Adells liturgischer Arbeit.
- Gravar.se: Arthur Gotthard Adell https://gravar.se/forsamling/soderkoping-st-anna-forsamling/st-laurentii/a/amalia-maria-adell-f0937 Grab- und Lebensdatennachweis im Söderköping-Kontext.
- Wikipedia schwedisch: Arthur Adell https://sv.wikipedia.org/wiki/Arthur_Adell Nützlicher Einstieg mit Lebensdaten, Stationen, Ehrendoktorwürde und Schriftenliste; für Details mit Fachquellen abgleichen.
- Wikipedia deutsch: Arthur Adell https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Adell Deutschsprachiger Überblick, jedoch bei Geburtsjahr und Einzeldaten mit schwedischen Fachquellen kontrollieren.
Weiterführende Einträge
Die folgenden Einträge vertiefen den kulturellen Zusammenhang von Arthur Adell. Sie führen zu Personen, Institutionen, Orten, liturgischen Formen und kirchenmusikalischen Begriffen, die für schwedisches Gottesdienstleben, evangelische Tidegärd, Gregorianik, Reformationsliturgie und liturgische Erneuerung wichtig sind.
- Arthur Adell Hauptlemma zu schwedischem Theologen, Pfarrer, Liturgiewissenschaftler und Kirchenmusikschriftsteller.
- Antiphon Liturgischer Wechsel- und Rahmenvers, zentral für die Arbeit an Antiphonarien und Tidegebet.
- Antiphonale Buch- und Musikform für Antiphonen und Stundengebet, bei Adell besonders durch Det svenska antifonalet wichtig.
- Det svenska antifonalet Schwedisches Antiphonale, an dessen Herausgabe Arthur Adell und Knut Peters beteiligt waren.
- Den svenska tidegärden Schwedische evangelische Ordnung des täglichen Stundengebets im Adell-Peters-Kontext.
- Evangelische Liturgik Theologisches Feld, in dem Adells Arbeit an Gottesdienst, Gebet und Tradition zu verorten ist.
- Evangelische Tidegärd Lutherische Form des Stundengebets, die Adell und Peters im schwedischen Kontext neu erschlossen.
- Gregorianik Westkirchlicher einstimmiger liturgischer Gesang, den Adell für schwedisch-evangelische Praxis bearbeitete.
- Hymnologie Forschungsfeld zu Kirchenlied, Hymnus und liturgischem Gesang, wichtig für Adells Werk.
- Kirchenjahr Liturgische Zeitordnung, die für Antiphonen, Psalmen und tägliche Gebetszeiten maßgeblich ist.
- Kirchenmusik Musik im gottesdienstlichen und kirchlichen Zusammenhang, bei Adell eng mit Liturgie verbunden.
- Knut Peters Schwedischer Pfarrer und wichtigster Mitarbeiter Adells bei der Erneuerung der schwedischen Tidegärd.
- Laudes Morgengebet der Tagzeitenliturgie, wichtig für spätere Ausgaben der schwedischen Tidegärd.
- Laurentius Petri Schwedischer Reformator und Namenspatron des Laurentius Petri Sällskapet.
- Laurentius Petri Sällskapet Gesellschaft für schwedisches Gottesdienstleben, gegründet im Umfeld Adells und seiner liturgischen Arbeit.
- Liturgische Bewegung Europäische Reform- und Erneuerungsbewegung, in deren schwedisch-lutherische Ausprägung Adell gehört.
- Liturgiewissenschaft Fachgebiet zur Erforschung von Gottesdienst, Gebetsordnung, Kirchenjahr und liturgischer Überlieferung.
- Lund Schwedischer Universitäts- und Kirchenort, an dem Adell im Domumfeld wirkte.
- Psalmodie Gesangsweise für Psalmen, ein Kernproblem von Adells liturgisch-musikalischer Arbeit.
- Psalter Biblisches Grundbuch des Stundengebets und Zentrum der Tidegärd.
- Reformationsliturgie Liturgische Ordnungen und Gesangsformen der Reformationszeit, bei Adell besonders schwedisch geprägt.
- Schwedische Kirchenmusik Kulturelles Feld, das Adell durch Gregorianik, Psalmodie und liturgische Forschung mitprägte.
- Schwedische Reformation Historischer Bezugsrahmen für Adells Arbeit an Laurentius Petri, Messe und Tidegebet.
- Söderköping Schwedischer Kirchenort, an dem Adell als Pfarrer von St. Laurentii wirkte.
- St. Laurentii, Söderköping Kirchlicher Wirkungsort Arthur Adells in Söderköping.
- Stundengebet Tägliche kirchliche Gebetsordnung, deren evangelische Erneuerung Adell wesentlich vorantrieb.
- Svenska kyrkan Evangelisch-lutherische Kirche Schwedens und institutioneller Rahmen von Adells Wirken.
- Svenskt Gudstjänstliv Zeitschrift beziehungsweise Jahrbuch für Liturgie, Kirchenkunst, Kirchenmusik und Homiletik, von Adell geprägt.
- Tidegärd Schwedischer Begriff für das kirchliche Stundengebet, zentral für Adells Lebenswerk.
- Tidskrift för kyrkomusik och svenskt gudstjänstliv Von Arthur Adell 1926 gegründete Zeitschrift für Kirchenmusik und Gottesdienstleben.
- Uppsala Schwedischer Universitäts- und Kirchenort, wichtig für Adells Studien, Ehrendoktorwürde und Tod.
- Vesper Abendgebet der Tagzeitenliturgie, wichtig für die schwedische Tidegärd und spätere Ausgaben.
- Örtomta Geburtsort Arthur Gotthard Adells in Östergötland.