Aalwels

Lexikon

Aalwels ist eine deutsche zoologische Bezeichnung für verschiedene Welse, deren Körper beziehungsweise insbesondere deren hintere Körperregion auffällig aalförmig verlängert ist. Das Wort bezeichnet deshalb nicht in sämtlichen zoologischen Quellen dasselbe Taxon. Historisch wurde Aalwels besonders für den afrikanischen Kiemensackwels Clarias anguillaris verwendet; im heutigen zoologischen und aquaristischen Wortschatz bezeichnet der Plural Aalwelse häufig die gesamte Familie der Korallenwelse (Plotosidae), während der Singular Aalwels außerdem als deutscher Artname für den zentralafrikanischen Kiemensackwels Channallabes apus vorkommt. Der gemeinsame semantische Kern aller dieser Verwendungen ist nicht eine besonders enge Verwandtschaft der betreffenden Fische untereinander, sondern die Verbindung der typischen Welsmerkmale mit einer ausgeprägten Aalform.

Die Bezeichnung muss daher grundsätzlich zusammen mit dem jeweiligen wissenschaftlichen Namen gelesen werden. In einem historischen zoologischen Werk kann Aalwels Clarias anguillaris meinen; in einer modernen systematischen Darstellung können Aalwelse die Familie Plotosidae bezeichnen; in der heutigen Aquaristik beziehungsweise in zoologischen Tierlisten kann ein einzelner Aalwels wiederum Channallabes apus sein. Eine Definition, die das Wort ohne diesen Hinweis ausschließlich mit nur einer dieser drei Verwendungen gleichsetzt, wäre deshalb zu eng.

Allen Bedeutungen gemeinsam ist die Zugehörigkeit zur Ordnung der Welsartigen (Siluriformes). Der zweite Bestandteil des deutschen Namens ist somit zoologisch nicht bloß ein äußerlicher Vergleich: Die als Aalwelse bezeichneten Fische sind tatsächlich Welse. Das Vorderglied Aal ist dagegen vergleichend. Die Tiere sind keine echten Aale und gehören nicht zur Ordnung der Aalartigen (Anguilliformes).

Der Unterschied ist biologisch grundlegend. Echte Aale besitzen unter anderem einen charakteristischen langgestreckten Körper mit fehlenden Bauchflossen, während Welse durch einen völlig anderen stammesgeschichtlichen Bauplan gekennzeichnet sind. Bei zahlreichen Welsen gehören auffällige Barteln um das Maul zu den typischen Sinnesorganen. Die Aalform verschiedener Welse stellt deshalb eine äußerliche beziehungsweise funktionelle Ähnlichkeit dar, nicht eine Zwischenstellung zwischen Aal und Wels.

Der historisch älteste hier sicher nachgewiesene Gebrauch des deutschen Wortes stammt aus 1774. In der deutschen Bearbeitung von Carl von Linnés Natursystem durch Philipp Ludwig Statius Müller erscheint ausdrücklich „Der Aalwels. Silurus Anguillaris“. Die Quelle erklärt die Benennung unmittelbar aus der langen und schlanken Gestalt des Fisches und nennt als arabische Bezeichnung Charmuth. Damit ist die ursprüngliche deutsche Wortmotivation eindeutig dokumentiert: Ein langgestreckter Wels wurde aufgrund seiner Körperform mit einem Aal verglichen.

Dieser historische Aalwels ist die Art, die heute Clarias anguillaris heißt. Carl von Linné hatte sie 1758 ursprünglich als Silurus anguillaris beschrieben. Die Art wurde später in die Gattung Clarias überführt; Silurus anguillaris ist damit der historische Ausgangsname, Clarias anguillaris die heute gültige Kombination.

Der Artname anguillaris bestätigt dasselbe Benennungsmotiv auch innerhalb der wissenschaftlichen Nomenklatur. Er ist aus dem lateinischen Wortfeld von anguilla „Aal“ gebildet und bedeutet sinngemäß „aalartig, einem Aal ähnlich“. Deutsches Aalwels und lateinisches anguillaris beziehen sich somit beide auf die auffällige Längsstreckung des Fisches.

Clarias anguillaris gehört zur Familie der Kiemensackwelse (Clariidae). Die Art lebt ausschließlich im Süßwasser Afrikas und ist keineswegs auf den Nil beschränkt. Ihr heutiges bekanntes Verbreitungsgebiet umfasst den unteren und mittleren Nil, das Tschadbecken, die Systeme von Niger und Benue, den Volta, Gambia und den unteren Senegal sowie verschiedene westafrikanische Küstenflüsse; Reliktpopulationen kommen außerdem in Teilen Mauretaniens und des südlichen Algeriens vor.

Ältere deutsche Lexika charakterisierten den Fisch wesentlich enger als Nilfisch. Dies erklärt sich aus der europäischen Naturkunde des 18. und 19. Jahrhunderts, in der die Art besonders durch Beschreibungen des Nils bekannt war. Der Brockhaus bezeichnete den Aalwels noch 1911 als Scharmut und als bis etwa einen Meter langen Wels im Nil.

Auch Alfred Edmund Brehm behandelt im Thierleben des späten 19. Jahrhunderts den Aalwels unter den Welsen des Nils. Er beschreibt ihn als häufig und als regelmäßig gefangenen Fisch. Solche historischen Darstellungen sind für die Wortgeschichte wichtig, spiegeln aber nicht das gesamte heute bekannte afrikanische Verbreitungsgebiet wider.

Clarias anguillaris kann tatsächlich ungefähr einen Meter Gesamtlänge erreichen. Der Körper ist deutlich verlängert, der Kopf breit und abgeflacht. Rücken- und Afterflosse sind sehr lang, bleiben jedoch von der Schwanzflosse getrennt. Das Maul wird von den für Kiemensackwelse charakteristischen Barteln umgeben.

Die Art besitzt außerdem ein zusätzliches Luftatmungsorgan. Kiemensackwelse können atmosphärischen Sauerstoff aufnehmen und dadurch auch in sauerstoffarmen Gewässern überleben. Die Fähigkeit zur Luftatmung ist für die Familie Clariidae wesentlich, gehört aber nicht zur eigentlichen lexikalischen Bedeutung des Wortes Aalwels.

Die ältere deutsche Bezeichnung Scharmut beziehungsweise Varianten davon geht auf einen nordostafrikanisch-arabischen Fischnamen zurück. In der europäischen Literatur erscheinen Schreibungen wie Charmuth und Scharmut. Historische Identifizierungen arabischer Fischbezeichnungen müssen allerdings vorsichtig behandelt werden, weil die Benennung verschiedener afrikanischer Welse regional schwanken kann.

Der historische Sinn lässt sich deshalb knapp festhalten:

Aalwels im älteren deutschsprachigen zoologischen Gebrauch = besonders Clarias anguillaris, der früher als Silurus anguillaris bezeichnete afrikanische Kiemensackwels.

Im heutigen deutschen zoologischen Sprachgebrauch besitzt Aalwelse daneben eine zweite, taxonomisch klar definierte Bedeutung. Das Wort wird als alternativer deutscher Familienname der Korallenwelse (Plotosidae) verwendet. International heißen diese Fische entsprechend eeltail catfishes, also ungefähr „Aalschwanzwelse“.

Die Familie Plotosidae gehört ebenfalls zu den Siluriformes, ist aber von den Clariidae und damit von Clarias anguillaris und Channallabes apus taxonomisch getrennt. Der gleiche deutsche Name Aalwels bezeichnet somit Welse aus verschiedenen Familien.

Nach gegenwärtiger systematischer Erfassung umfasst die Familie Plotosidae ungefähr zehn Gattungen und etwas mehr als vierzig Arten. Die genaue Artenzahl kann sich durch taxonomische Neubeschreibungen und Revisionen verändern; aktuelle Datenbanken führen rund 42 bis 43 anerkannte Arten. Für die lexikalische Definition ist die exakte Zahl nicht konstitutiv.

Zu den Gattungen gehören unter anderem Anodontiglanis, Cnidoglanis, Euristhmus, Neosiluroides, Neosilurus, Oloplotosus, Paraplotosus, Plotosus, Porochilus und Tandanus. Gerade diese Vielfalt zeigt, dass Aalwelse in diesem Sinn nicht bloß einen einzelnen besonders bekannten Korallenwels meinen.

Die Familie ist vor allem im Indo-Westpazifik verbreitet. Vertreter kommen vom Indischen Ozean über Südostasien bis nach Japan, Australien, Neuguinea und in pazifische Inselgebiete vor. Anders als der deutsche Name Korallenwelse vermuten lassen könnte, lebt die Mehrzahl der Arten nicht ausschließlich in Korallenriffen.

Ein erheblicher Teil der Familie lebt im Süßwasser Australiens und Neuguineas. Andere Arten besiedeln Brackwasser, Flussmündungen und Küstengebiete, während einige Gattungen beziehungsweise Arten echte Meeresbewohner sind. Die Familie zeichnet sich somit durch eine ungewöhnlich große ökologische Bandbreite innerhalb der Welsartigen aus.

Die Bezeichnung Aalwelse ist für die Plotosidae morphologisch besonders treffend. Der Körper ist verlängert, und der hintere Abschnitt läuft spitz oder abgerundet aus. Besonders charakteristisch ist, dass die langgestreckte zweite Rückenflosse, die Schwanzflosse und die Afterflosse einen kontinuierlich wirkenden Flossensaum bilden können.

Diese Gestaltung des Hinterkörpers erinnert ausgesprochen stark an echte Aale. Gerade der „Aalschwanz“ liefert auch das Benennungsmotiv des englischen Familiennamens eeltail catfishes. Die Ähnlichkeit ist dabei stärker auf die hintere Körperregion und den Flossensaum bezogen als bei manchen anderen aalartig verlängerten Welsen.

Typische Aalwelse der Plotosidae besitzen mehrere Bartelpaare am Maul, häufig vier Paare. Mit diesen hochsensiblen Tast- und Chemorezeptoren suchen sie besonders am Gewässer- beziehungsweise Meeresboden nach Nahrung. Die Barteln machen trotz der Aalform unmittelbar sichtbar, dass es sich um Welse handelt.

Eine Fettflosse fehlt den Plotosidae. Die verlängerten unpaarigen Flossen und der stark umgestaltete Schwanzbereich unterscheiden die Familie von zahlreichen anderen Welsgruppen und bilden den morphologischen Kern des deutschen Namens.

Ein besonders bekannter Vertreter ist der Gestreifte Aalwels beziehungsweise Gestreifte Korallenwels Plotosus lineatus. Die Art besitzt einen dunkelbraunen bis nahezu schwarzen Körper mit auffälligen hellen Längsstreifen. Jungtiere bilden häufig extrem dichte, kugel- beziehungsweise ballförmige Schwärme aus vielen Individuen.

Ein solcher Schwarm wirkt wie ein einziges sich bewegendes Gebilde. Die Einzeltiere schwimmen eng aneinander und wechseln ständig ihre Position. Dieses Verhalten kann den Schutz gegen Räuber erhöhen, weil einzelne Fische in der dichten Gruppe schwer gezielt zu erfassen sind.

Erwachsene Plotosus lineatus leben dagegen eher einzeln oder in kleineren Gruppen. Sie suchen den Boden nach Krebstieren, Weichtieren, Würmern und gelegentlich kleineren Fischen ab. Die Barteln helfen ihnen dabei, Beute auch bei eingeschränkter Sicht aufzuspüren.

Der Gestreifte Aalwels ist außerdem ein Beispiel dafür, dass die Plotosidae bei Berührung nicht grundsätzlich als harmlose Aquarien- oder Rifffische behandelt werden dürfen. Plotosus lineatus besitzt an der ersten Rückenflosse und an den Brustflossen kräftige, gesägte Flossenstacheln, die mit Giftdrüsen verbunden sind.

Verletzungen können sehr starke Schmerzen verursachen und medizinisch relevant sein. Schwere Vergiftungen sind möglich; selten sind auch lebensbedrohliche Verläufe beschrieben worden. Diese Eigenschaft darf jedoch nicht ungeprüft auf jede einzelne Art übertragen werden, die unter dem deutschen Familiennamen Aalwelse zusammengefasst wird.

Plotosus lineatus ist ursprünglich im Indopazifik und im Roten Meer verbreitet. Die Art hat jedoch über den Suezkanal das östliche Mittelmeer erreicht und gehört dort zu den lessepsischen Einwanderern. Der erste etablierte Nachweis im Mittelmeer erfolgte zu Beginn des 21. Jahrhunderts an der levantinischen Küste; seither hat sich die Art weiter ausgebreitet.

Damit ist wenigstens ein Vertreter der im Deutschen als Aalwelse bezeichneten Plotosidae inzwischen auch im Mittelmeer anzutreffen, obwohl die Familie ursprünglich aus dem indo-westpazifischen Raum stammt.

Die Fortpflanzungsbiologie der Familie ist nicht einheitlich. Bei verschiedenen Süßwasserarten ist ausgeprägte Brutpflege bekannt. Männchen können Nester beziehungsweise Laichplätze vorbereiten und Eier bewachen. Bei marinen Arten werden Eier geschützt beziehungsweise an versteckten Orten abgelegt. Die Fortpflanzung unterscheidet sich damit fundamental vom Lebenszyklus echter Anguilla-Aale.

Die dritte wichtige Bedeutung des deutschen Singulars Aalwels betrifft Channallabes apus. Dieser Fisch gehört nicht zu den Plotosidae, sondern wie der historische Clarias anguillaris zur Familie Clariidae. Er wird im heutigen deutschen Tierlisten-, Aquaristik- und Datenbankgebrauch als Aalwels oder Afrikanischer Aalwels, teilweise auch als Schlangenwels bezeichnet.

Channallabes apus wurde 1873 von Albert Günther wissenschaftlich beschrieben. Die ursprüngliche Artkombination lautete Gymnallabes apus. Günther führte zugleich Channallabes als Untergattung ein; heute wird Channallabes als eigenständige Gattung behandelt, sodass der gültige Name Channallabes apus lautet.

Die Art kommt in West- und Zentralafrika vor, besonders vom Kouilou-System über das Kongobecken und das Kasai-System bis in Teile Angolas. Sie besiedelt Waldbäche, Sümpfe, Wurzelbereiche und teilweise auch rasch strömende Gewässer.

Ihr Körper ist extrem langgestreckt und besonders niedrig. Bei ausgewachsenen Tieren macht die Körperhöhe nur einen sehr kleinen Anteil der Gesamtlänge aus. Dadurch gehört Channallabes apus zu denjenigen Welsen, bei denen die Bezeichnung Aalwels morphologisch besonders unmittelbar verständlich ist.

Die sehr lange Rückenflosse und die ebenso lange Afterflosse können mit der Schwanzflosse zu einem durchgehenden beziehungsweise nahezu durchgehenden Flossensaum verbunden sein. Die paarigen Flossen sind stark reduziert und können bei einzelnen Individuen sogar fehlen.

Die Form ähnelt damit einem Aal noch stärker als die vieler gewöhnlicher Kiemensackwelse. Gleichzeitig verraten die vier Bartelpaare um das Maul eindeutig den Welsbauplan.

Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit dieser Art, atmosphärische Luft zu atmen. Wie andere Clariidae besitzt Channallabes apus zusätzliche Atemstrukturen oberhalb der Kiemen. Dadurch kann der Fisch zeitweilig auch außerhalb des Wassers Sauerstoff aufnehmen.

Die Fähigkeit wird mit einem außergewöhnlichen Verhalten kombiniert. Channallabes apus kann sich aus flachen Gewässern beziehungsweise zwischen feuchten Wurzeln und schlammigem Untergrund teilweise an Land bewegen und dort wirbellose Beute ergreifen. Untersuchungen seiner Kopf- und Wirbelsäulenmechanik haben gezeigt, dass der lange, flexible Körper und die besondere Beweglichkeit des vorderen Körperabschnitts eine solche Nahrungsaufnahme außerhalb des Wassers unterstützen.

Dies macht den Aalwels zu einem interessanten Beispiel für die funktionelle Evolution von amphibischer Fortbewegung bei Fischen. Er ist dennoch kein Amphibium und kein dauerhaftes Landtier. Wasser bleibt sein primärer Lebensraum.

Die Ähnlichkeit von Channallabes apus mit einem Aal betrifft damit Körperform und schlängelnde Fortbewegung, während die Fähigkeit zur Luftatmung zusätzlich an manche Eigenschaften echter Aale erinnern kann. Die anatomischen Grundlagen unterscheiden sich jedoch.

Ein echter Aal kann aufgrund seiner feuchten, gut durchbluteten Haut und seiner besonderen Kiemenphysiologie zeitweise außerhalb des Wassers überleben. Kiemensackwelse besitzen dagegen spezielle zusätzliche Luftatmungsorgane. Ähnliche ökologische Leistungen können somit durch verschiedene anatomische Lösungen erreicht werden.

Der deutsche Name Aalwels ist deshalb ein anschauliches Beispiel für konvergente Evolution und für die Funktionsweise zoologischer Trivialnamen. Mehrere nicht unmittelbar eng miteinander verwandte Welsgruppen können unabhängig einen langen, aalartigen Körper entwickeln und anschließend sprachlich denselben Vergleichsnamen erhalten.

Die drei wichtigsten Bedeutungen dürfen taxonomisch nicht miteinander verschmolzen werden:

historischer Aalwels: Clarias anguillaris, Familie Clariidae;

Aalwelse als moderner Familienname: Plotosidae, auch Korallenwelse;

Aalwels als moderner Artname: Channallabes apus, ebenfalls Familie Clariidae.

Diese Polysemie ist kein Widerspruch, sondern Folge der beschreibenden Natur des deutschen Kompositums. Ein Aalwels ist sprachlich zunächst ein Wels, der so stark an einen Aal erinnert, dass dieser Vergleich in seinen Namen eingeht. Mehrere zoologische Autoren beziehungsweise Namenssysteme konnten denselben transparenten Namen daher unabhängig auf unterschiedliche Welse anwenden.

Das Wort ist somit ähnlich strukturiert wie Aalbarsch und Aaldorsch. Bei allen drei Tiernamen dient Aal als morphologisches Vergleichsmodell:

Aalbarsch – aalartig langgestreckter Barschverwandter;

Aaldorsch – aalartig langgestreckter Dorschverwandter;

Aalwels – aalartig langgestreckter Wels.

Beim Aalwels ist das Grundwort jedoch taxonomisch besonders weit. Wels kann im Deutschen einerseits den Europäischen Wels Silurus glanis, andererseits allgemein einen Vertreter der Ordnung Siluriformes bezeichnen. Bei Aalwels ist die zweite, weitere Bedeutung maßgeblich.

Ein Aalwels ist deshalb nicht notwendig näher mit dem Europäischen Wels verwandt als andere Welse und gehört nicht zwingend zur Familie Siluridae. Sowohl Clarias anguillaris und Channallabes apus als auch die Plotosidae gehören anderen Welsfamilien an.

Die für den Namen ausschlaggebende Aalform kann innerhalb der Siluriformes auf unterschiedlichen anatomischen Wegen entstehen. Bei Channallabes apus betrifft sie den gesamten extrem verlängerten Körper und die Reduktion paariger Flossen. Bei den Plotosidae ist zusätzlich der lang ausgezogene, von einem kontinuierlichen Flossensaum umgebene Schwanz besonders auffällig. Clarias anguillaris besitzt dagegen noch deutlicher getrennte Schwanz-, Rücken- und Afterflossen, ist aber gegenüber kompakter gebauten Welsen ebenfalls lang und schlank.

Das bedeutet, dass Aalwels keinen streng messbaren morphologischen Typus definiert. Es gibt keine bestimmte Mindestzahl von Wirbeln, kein festes Verhältnis von Körperlänge zu Körperhöhe und keine obligatorische Flossenform, die ein Wels erfüllen muss, um so genannt werden zu können.

Der Name arbeitet vielmehr prototypisch: Der Aal dient als bekanntes Bild eines langen, schlanken, biegsamen Fisches. Ein Wels, der diesem Bild auffällig nahekommt, kann als Aalwels bezeichnet werden.

Aus diesem Grund sollte Aalwels auch nicht als wissenschaftlich einheitliche systematische Kategorie oberhalb der Art aufgefasst werden. Nur in der speziellen pluralischen Verwendung Aalwelse = Plotosidae ist der deutsche Name direkt einem einzelnen natürlichen Taxon zugeordnet.

In allen anderen Fällen ist die jeweilige Referenz durch den Kontext beziehungsweise den wissenschaftlichen Namen zu bestimmen.

Auch zwischen Aalwels und Korallenwels besteht daher keine vollständige Synonymie. Jeder Vertreter der Plotosidae kann im deutschen Familiengebrauch als Aalwels bezeichnet werden; doch nicht jeder Fisch, der auf Deutsch Aalwels heißt, gehört zu den Plotosidae. Clarias anguillaris und Channallabes apus liefern die Gegenbeispiele.

Die Beziehung lautet:

Aalwelse im Sinn von Plotosidae = Korallenwelse;

Aalwels im gesamten deutschen Wortgebrauch ≠ ausschließlich Plotosidae.

Dasselbe gilt für den englischen Ausdruck eel catfish. Er wird sowohl für die Plotosidae als Familienbezeichnung beziehungsweise in der Form eeltail catfish als auch für einzelne andere aalartige Welse verwendet. Eine Übersetzung ausschließlich nach dem englischen Trivialnamen kann deshalb dieselbe Mehrdeutigkeit erzeugen.

Besonders Channallabes apus wird international ausdrücklich als eel catfish bezeichnet. Die moderne deutsche Verwendung Aalwels für diese Art dürfte durch die unmittelbar passende Morphologie und die parallele englische Bezeichnung zusätzlich gestützt worden sein. Ein historischer Zusammenhang mit dem bereits seit 1774 belegten deutschen Namen für Clarias anguillaris lässt sich daraus jedoch nicht automatisch beweisen.

Der deutsche Name besitzt damit eine ungewöhnlich lange und zugleich wechselnde Referenzgeschichte. Bereits im 18. Jahrhundert bezeichnet er einen afrikanischen Kiemensackwels; im modernen zoologischen Wortschatz steht er zusätzlich für eine indo-westpazifische Welsfamilie und einen anderen zentralafrikanischen Kiemensackwels.

Die Wortbedeutung selbst ist dabei bemerkenswert stabil geblieben. Geändert hat sich weniger die sprachliche Bedeutung als das Tier, auf das der Name angewandt wird:

„aalartig geformter Wels“ → unterschiedliche zoologische Referenten mit demselben Benennungsmotiv.

Dies ist ein klassischer Fall dafür, dass Wortbedeutung und zoologische Referenz auseinandergehalten werden müssen. Die Bedeutung des Kompositums bleibt transparent, obwohl seine taxonomische Anwendung schwankt.

Auch die Aquaristik trägt zur Mehrdeutigkeit bei. Unter Aalwels können im Handel oder in Haltungsliteratur sowohl Channallabes apus als auch verschiedene Plotosidae erscheinen. Zusätze wie Afrikanischer Aalwels, Gestreifter Aalwels, Grauer Aalwels oder andere Artattribute dienen deshalb der Präzisierung.

Solche zusammengesetzten Artnamen besitzen unterschiedliche taxonomische Reichweiten. Gestreifter Aalwels bezeichnet gewöhnlich Plotosus lineatus; Afrikanischer Aalwels kann auf Channallabes apus bezogen sein. Ohne wissenschaftlichen Namen bleibt bei seltenen Arten dennoch Vorsicht sinnvoll.

Auch der historische Clarias anguillaris wird heute nicht in sämtlichen deutschsprachigen zoologischen Verzeichnissen primär als Aalwels geführt. Der alte Name bleibt jedoch lexikographisch bedeutsam, weil er den frühesten klar dokumentierten deutschen Gebrauch des Wortes darstellt.

Der Eintrag sollte deshalb weder ausschließlich historisch noch ausschließlich nach der heutigen Familie Plotosidae definiert werden. Eine erschöpfende moderne Lexikographie muss die Mehrdeutigkeit ausdrücklich abbilden.

Grammatisch ist Aalwels ein Maskulinum:

der Aalwels;

des Aalwelses;

die Aalwelse;

den Aalwelsen.

Das Wort übernimmt damit die Flexion des Grundwortes Wels.

Der Plural Aalwelse besitzt dabei eine zusätzliche terminologische Funktion: Er kann als deutscher Name der gesamten Familie Plotosidae gebraucht werden. Die grammatische Pluralform und der taxonomische Gruppenname sind formal identisch.

Eine Form wie Aalwelsart kann eine bestimmte Art unter den so bezeichneten Welsen meinen; Aalwelsfamilie würde dagegen ohne Kontext wegen der mehrfachen Referenz des Grundwortes leicht mehrdeutig.

Die Wortfamilie kann weiter erweitert werden, etwa zu Aalwelsarten, Aalwelsjungfischen, Aalwelsstacheln oder Aalwelsschwarm. Solche Bildungen sind allerdings gewöhnlich kontextgebunden und setzen voraus, dass vorher klar ist, welche zoologische Aalwelsgruppe gemeint ist.

Lexikographisch lässt sich Aalwels daher am präzisesten definieren als Bezeichnung für aalartig langgestreckte Welse; historisch besonders für Clarias anguillaris, heute außerdem für Channallabes apus sowie im Plural für die Familie der Korallen- beziehungsweise Aalwelse (Plotosidae).

Etymologie

Lemma Aalwels
Wortbildung Aal + Wels
Wortart Substantiv
Genus Maskulinum
Singular der Aalwels
Genitiv des Aalwelses
Plural die Aalwelse
Bestimmungswort Aal
Grundwort Wels
Fugenelement kein Fugenelement
Bildungstyp substantivisches Determinativkompositum mit Tierbezeichnung als Hinterglied
Semantische Relation Gestalt- beziehungsweise Vergleichsrelation
Grundbedeutung aalartig langgestreckter Wels
Historische Hauptreferenz Clarias anguillaris, früher Silurus anguillaris
Weitere moderne Referenzen Plotosidae; Channallabes apus
Frühester hier sicher nachgewiesener Wortbeleg 1774

Die Wortbildungsstruktur lautet:

Aal + Wels → Aalwels.

Aalwels ist ein substantivisches Determinativkompositum. Das Grundwort Wels bestimmt Wortart, Genus, Flexion und den grundlegenden zoologischen Bedeutungsbereich. Das Bestimmungswort Aal gibt an, in welcher auffälligen Eigenschaft sich der betreffende Wels von einem prototypischen Wels unterscheidet: Er besitzt eine stark verlängerte, an einen Aal erinnernde Gestalt.

Die semantische Paraphrase lautet:

Aalwels = Wels von aalähnlicher beziehungsweise aalförmiger Gestalt.

Das Erstglied enthält damit eine Vergleichsrelation. Es lässt sich durch die Adjektive aalförmig oder aalähnlich auflösen:

Aal + Wels → aalförmiger Wels.

Es bezeichnet nicht die taxonomische Abstammung des Fisches. Der Aalwels ist kein Aal, sondern ein Wels.

Die Struktur entspricht anderen zoologischen Zusammensetzungen dieser Wortreihe:

Aal + Barsch → Aalbarsch;

Aal + Dorsch → Aaldorsch;

Aal + Wels → Aalwels.

In allen drei Fällen spezifiziert Aal- das Grundwort durch eine äußerliche Formähnlichkeit.

Zwischen beiden Bestandteilen steht kein Fugenelement:

Aal + Wels → Aalwels.

Formen wie *Aalswels, *Aalenwels oder *Aaleswels gehören nicht zur etablierten Wortbildung.

Das grammatische Geschlecht richtet sich nach dem Grundwort:

der Wels → der Aalwels.

Ebenso wird die Flexion übernommen:

der Wels – des Welses – die Welse;

der Aalwels – des Aalwelses – die Aalwelse.

Das Erstglied Aal gehört zum alten germanischen Fischwortschatz. Althochdeutsch und mittelhochdeutsch ist āl belegt. Verwandte Formen erscheinen unter anderem in niederländisch aal, englisch eel sowie dänisch und schwedisch ål. Die weiter zurückreichende Herkunft des Fischnamens gilt als nicht abschließend geklärt.

Im Kompositum Aalwels ist der Aal nicht Stoff, Nahrung, Fangobjekt oder Herkunftsangabe, sondern Vergleichsobjekt. Das Tier erhält seinen Namen aufgrund sichtbarer Aalähnlichkeit.

Die ursprüngliche Motivation ist außergewöhnlich gut belegt, weil die Quelle von 1774 sie ausdrücklich erklärt. Bei der Beschreibung von Silurus anguillaris wird festgestellt, dass die lange und schlanke Gestalt die entsprechende Benennung veranlasst habe. Für zahlreiche historische Tiernamen muss das Benennungsmotiv nur erschlossen werden; beim Aalwels wird es in der frühen naturkundlichen Literatur ausdrücklich genannt.

Das Grundwort Wels ist selbst ein altes germanisches Fischwort. Spätmittelhochdeutsch beziehungsweise frühneuhochdeutsch ist wels als Bezeichnung des großen europäischen Süßwasserfisches belegt. Ältere und regionale Formen umfassen Varianten wie welsch beziehungsweise verwandte Lautformen.

Das Wort steht etymologisch mit Wal in Zusammenhang. Beide gehören zu einer alten germanischen Wortfamilie für große Wasser- beziehungsweise Meerestiere. Die weitere Tiefenetymologie wird unterschiedlich beurteilt; Verbindungen zu baltischen und lateinischen Fischbezeichnungen sind vorgeschlagen worden.

Für eine vorsichtige Etymologie genügt deshalb:

spätmittelhochdeutsch/frühneuhochdeutsch wels → neuhochdeutsch Wels, mit Wal verwandt.

Eine völlig sichere weiter zurückreichende Einzelableitung sollte nicht ohne Einschränkung behauptet werden.

Ursprünglich bezeichnet Wels im Deutschen besonders den Europäischen Wels Silurus glanis. Mit der Entwicklung der wissenschaftlichen Zoologie wurde das Wort jedoch als Bestandteil zahlreicher Namen für andere Mitglieder der Ordnung Siluriformes produktiv.

Dazu gehören beispielsweise:

Harnischwels;

Panzerwels;

Kiemensackwels;

Glaswels;

Zitterwels;

Aalwels.

Das Grundwort Wels bezeichnet in solchen Bildungen also nicht notwendig einen Verwandten aus der Familie Siluridae, sondern einen Vertreter der gesamten Welsartigen.

Der früheste hier sicher nachgewiesene Beleg des Gesamtwortes Aalwels stammt aus 1774. Philipp Ludwig Statius Müllers deutschsprachige Ausgabe beziehungsweise Bearbeitung des linnéischen Natursystems nennt:

„Der Aalwels. Silurus Anguillaris.“

Der historische wissenschaftliche Name Silurus anguillaris war 1758 von Carl von Linné eingeführt worden.

Der Artname anguillaris gehört zum lateinischen Wortfeld:

anguilla = Aal;

anguillaris = aalartig, aalähnlich.

Die deutsche und wissenschaftliche Benennung waren deshalb semantisch parallel:

Aal + Wels → Aalwels;

Silurus anguillaris → „aalartiger Silurus/Wels“.

Die Art wurde später aus der Gattung Silurus in Clarias überführt und heißt heute Clarias anguillaris.

Der Gattungsname Clarias wurde 1777 von Giovanni Antonio Scopoli eingeführt. Für seine Etymologie wird eine griechische Bildung aus dem Bedeutungsbereich „lebhaft“ beziehungsweise der bemerkenswerten Fähigkeit dieser Welse genannt, längere Zeit außerhalb des Wassers zu überleben.

Ein historisches Synonym von Clarias anguillaris lautet Macropteronotus charmuth. Das Artepitheton bewahrt die nordostafrikanische beziehungsweise arabische Bezeichnung Charmuth/Scharmut, unter der der Fisch auch in älteren deutschen Lexika erscheint.

Damit besitzt der historische Aalwels mindestens drei übereinanderliegende Namenssysteme:

Aalwels – deutscher morphologischer Vergleichsname;

anguillaris – lateinischer morphologischer Vergleichsname;

Charmuth/Scharmut – regionaler afrikanischer beziehungsweise arabischer Fischname.

Alle beziehen sich auf denselben historischen Referenten Clarias anguillaris, haben aber unterschiedliche sprachliche Herkunft.

Das 19. Jahrhundert bewahrte diese Bedeutung. Alfred Edmund Brehm verwendet Aalwels für einen der häufigeren Welse des Nils. Im frühen 20. Jahrhundert setzt Brockhaus den Aalwels ebenfalls mit Clarias anguillaris beziehungsweise Scharmut gleich.

Die ältere Wortgeschichte lässt sich daher sicher darstellen als:

1758: wissenschaftlicher Name Silurus anguillaris;

1774: deutscher Name Aalwels sicher belegt;

19. Jahrhundert: Aalwels als etablierte deutsche Bezeichnung des Nil- beziehungsweise afrikanischen Clarias anguillaris;

1911: weiterhin lexikographisch als Aalwels/Scharmut dokumentiert.

Später wurde der deutsche Name auf weitere zoologische Referenten ausgeweitet beziehungsweise unabhängig neu verwendet.

Besonders wichtig ist der Familienname Aalwelse für Plotosidae. Die Familie wurde 1858 von Pieter Bleeker wissenschaftlich als Plotosidae benannt.

Der Familienname ist von der Gattung Plotosus abgeleitet, die bereits 1803 aufgestellt worden war. Das zugrunde liegende griechische Wort plōtós beziehungsweise das entsprechende Wortfeld bedeutet ungefähr „schwimmend, treibend“.

Die Bildung lautet:

Plotosus → Plotosidae – Familie der Korallen- beziehungsweise Aalwelse.

Der deutsche Gruppenname Aalwelse ist dagegen nicht aus Plotosidae etymologisch übersetzt. Er beruht unmittelbar auf der auffälligen Aalform beziehungsweise dem aalartigen Schwanz dieser Welse.

International findet sich dieselbe Benennungsmotivation im englischen eeltail catfish:

eel = Aal;

tail = Schwanz;

catfish = Wels.

Englisch hebt damit den aalartigen Schwanz sogar ausdrücklicher hervor als das deutsche Aalwels.

Die Verwendung für Channallabes apus besitzt wiederum eine eigene wissenschaftliche Namensgeschichte. Albert Günther beschrieb die Art 1873 als Gymnallabes apus und führte Channallabes zunächst als Untergattung ein.

Heute lautet der gültige Name Channallabes apus. Die Gattung gehört zu den Clariidae. Der deutsche Name Aalwels beziehungsweise Afrikanischer Aalwels bezieht sich wiederum unmittelbar auf die extreme Körperverlängerung.

Das Artepitheton apus ist aus griechischen Elementen für „fußlos, ohne Füße“ gebildet und verweist auf die starke Reduktion beziehungsweise das teilweise Fehlen paariger Flossen. Auch der wissenschaftliche Name hebt somit eine Eigenschaft hervor, die zum aalartigen Gesamteindruck beiträgt.

Die moderne Mehrdeutigkeit ist deshalb etymologisch gut erklärbar. Das deutsche Kompositum ist so transparent und so leicht neu bildbar, dass verschiedene Zoologen beziehungsweise Namenssysteme dasselbe Wort unabhängig für mehrere langgestreckte Welse verwenden konnten.

Es liegt somit keine Bedeutungsentwicklung nach dem Schema

Art A → Art B → Familie C

vor, bei der eine ältere Bedeutung vollständig durch die nächste ersetzt wurde. Treffender ist eine Mehrfachbenennung aufgrund desselben morphologischen Vergleichs.

Die Entwicklung lässt sich darstellen als:

Aal + Wels → „aalförmiger Wels“

und daraus unterschiedliche zoologische Anwendungen:

1774 und älterer naturkundlicher Gebrauch → Clarias anguillaris;

moderner Gruppenname → Plotosidae;

moderner Artname → Channallabes apus.

Diese Mehrfachreferenz erklärt zugleich, warum Wörterbuchangaben scheinbar widersprüchlich sein können. Ein historisches Lexikon kann völlig korrekt Clarias anguillaris meinen, während ein modernes biologisches Lexikon Plotosidae nennt und eine zoologische Tierdatenbank Channallabes apus als Aalwels führt.

Die Angaben widersprechen einander nur dann, wenn man fälschlich voraussetzt, jeder deutsche Tiername müsse dauerhaft exakt einem einzigen wissenschaftlichen Taxon entsprechen.

Trivialnamen funktionieren anders. Sie entstehen aus Aussehen, Verhalten, Lebensraum, Nutzung oder Ähnlichkeiten und können deshalb homonym beziehungsweise polysem auf verschiedene Organismen angewandt werden.

Für Aalwels ist das gemeinsame Benennungsmotiv besonders klar:

Wels + stark verlängerte beziehungsweise aalartige Gestalt.

Die einzelnen zoologischen Referenten sind dagegen nur durch den Kontext sicher zu bestimmen.

Die etymologische Gesamtentwicklung lässt sich daher zusammenfassen:

Aal, althochdeutsch und mittelhochdeutsch āl, als morphologisches Vergleichsmodell + Wels, spätmittelhochdeutsch beziehungsweise frühneuhochdeutsch wels, altes germanisches Fischwort und mit Wal verwandt → Aalwels „aalartig langgestreckter Wels“. Die genaue Wortform ist hier spätestens 1774 sicher für Silurus anguillaris, heute Clarias anguillaris, belegt; später beziehungsweise zusätzlich wird sie für Channallabes apus und im Plural als deutscher Familienname der Plotosidae verwendet.