Irinel Anghel

* 14. Mai 1969 in Bukarest. Rumänische Komponistin, Pianistin, Musikwissenschaftlerin, Improvisatorin, Vokalperformerin und interdisziplinäre Künstlerin der zeitgenössischen Musik.

Überblick

Irinel Anghel ist eine zentrale Gestalt der rumänischen Gegenwartsmusik seit den 1990er Jahren. Ihr Werk bewegt sich zwischen Kammermusik, Orchestermusik, elektronischer Musik, Improvisation, Vokalperformance, Musiktheater, Klanginstallation, experimenteller Bühnenform und konzeptueller Performance Art. Sie gehört zu jener Generation rumänischer Künstlerinnen, die nach 1989 nicht nur neue kompositorische Mittel erprobte, sondern auch die institutionellen, szenischen und performativen Formen von Musik veränderte. Ihr Name ist eng mit dem Ensemble Pro Contemporania, mit der Zeitschrift Muzica, mit der Internationalen Woche für Neue Musik in Bukarest und mit dem Crossover-Festival MultiSonicFest verbunden.

Anghels künstlerische Arbeit lässt sich nur unzureichend unter einem einzigen Gattungsbegriff fassen. In ihren früheren Partituren erscheinen surrealistische, archetypische, gestische und klangexperimentelle Verfahren; in ihren späteren Projekten werden Stimme, Körper, Kostüm, Szene, Video, Ironie, Ritual, Alltagsobjekt, digitale Klangbearbeitung und performative Situation zu einer offenen Ereignisform verbunden. Der Übergang von der komponierten Partitur zur performativen Konstellation ist dabei nicht als Bruch, sondern als Ausweitung des musikalischen Denkens zu verstehen. Musik wird bei Anghel zum Erfahrungsraum, in dem Klang, Handlung, Bild, Körper, Sprache und Situation ineinandergreifen.

Als Musikwissenschaftlerin schrieb Anghel über Tendenzen der rumänischen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, über Metamusik, Konzeptmusik, repetitive Minimalmusik, archetypische Kompositionsverfahren und surrealistische Musik. Damit verbindet sie die analytische Beobachtung der rumänischen Avantgarde mit einer eigenen künstlerischen Praxis, die diese Traditionen nicht bloß fortsetzt, sondern in hybride, theatralische und postdisziplinäre Formen überführt.

Kurzdaten

Name Irinel Anghel.
Geburt 14. Mai 1969 in Bukarest.
Beruf Komponistin, Pianistin, Musikwissenschaftlerin, Improvisatorin, Vokalperformerin, Performance-Künstlerin, Soundactor, Regisseurin, Kuratorin und Kulturorganisatorin.
Herkunft Rumänien; künstlerisches Zentrum: Bukarest.
Ausbildung Klavierstudium am Musiklyzeum George Enescu in Bukarest bis 1988; anschließend Musikwissenschaft und Komposition an der Nationalen Musikuniversität Bukarest.
Lehrende Unter anderem Octavian Nemescu in Komposition, Octavian Lazăr Cosma in Musikwissenschaft, Adrian Iorgulescu in Analyse, Adrian Rațiu in Harmonielehre und Nicolae Beloiu in Orchestration.
Abschlüsse Musikwissenschaft 1994, Komposition 1996, Master in Musikwissenschaft 1995, Master in Komposition 1997, Promotion in musikalischen Studien beziehungsweise Komposition 2003.
Institutionen Pro Contemporania, Uniunea Compozitorilor și Muzicologilor din România, Revista Muzica, International Week of New Music, MultiSonicFest, George-Oprescu-Institut für Kunstgeschichte.
Forschungsschwerpunkte Rumänische Musik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Metamusik, Konzeptmusik, repetitive Minimalmusik, archetypische Komposition, surrealistische Musik und gegenwärtige Klangkunst.
Künstlerische Schwerpunkte Instrumentalmusik, Kammermusik, Orchestermusik, elektronische Musik, fixed media, Theatermusik, Vokalperformance, Improvisation, Crossover, Soundance, Performance Art und posthumanistische Bühnenformen.
Auszeichnungen Mehrfacher Preis der rumänischen Komponisten- und Musikwissenschaftlerunion, George-Enescu-Preis der Rumänischen Akademie, Thomas-Bloch-Preis für Glasharmonika, Uchimura-Preis des International Theatre Institute / UNESCO und International New Music Consortium Award.

Leben und Ausbildung

Irinel Anghel wurde am 14. Mai 1969 in Bukarest geboren. Ihre musikalische Ausbildung begann früh am Musiklyzeum George Enescu, wo sie sich bis 1988 auf Klavier spezialisierte. Diese pianistische Grundlage blieb für ihre spätere Arbeit wichtig, auch wenn ihr künstlerisches Profil sich bald weit über das traditionelle Instrumentalspiel hinaus ausdehnte. Bereits die frühe Verbindung von instrumentaler Ausbildung, theoretischer Reflexion und experimenteller Offenheit weist auf die spätere Doppelrolle als Komponistin und Musikwissenschaftlerin voraus.

An der Nationalen Musikuniversität Bukarest studierte Anghel zunächst Musikwissenschaft und anschließend Komposition. Die Namen ihrer Lehrer verweisen auf ein dichtes rumänisches Umfeld der späten Avantgarde und der nachsozialistischen musikalischen Neuorientierung. Besonders wichtig ist Octavian Nemescu, dessen archetypisches und spektral erweitertes Denken für die rumänische Neue Musik prägend wurde. Auch Octavian Lazăr Cosma, Adrian Iorgulescu, Adrian Rațiu und Nicolae Beloiu stehen für eine Ausbildung, in der historische, analytische, kompositorische und orchestrale Kompetenzen zusammengeführt wurden.

1990 gründete Anghel das Ensemble Pro Contemporania, das für ihre künstlerische Biographie von zentraler Bedeutung blieb. 1991 trat sie als Komponistin im Rahmen der ersten Ausgabe der Internationalen Woche für Neue Musik in Bukarest mit dem Werk Morfogeneză hervor. Zwischen 1994 und 2003 war sie als Forschungsassistentin am George-Oprescu-Institut für Kunstgeschichte tätig. Seit 1996 ist sie mit der Zeitschrift Muzica der rumänischen Komponisten- und Musikwissenschaftlerunion verbunden. Damit entwickelte sich ihre Arbeit in einem doppelten Feld: einerseits als produzierende Künstlerin, andererseits als reflektierende Autorin, Redakteurin und Organisatorin der rumänischen Gegenwartsmusik.

Seit den frühen 2000er Jahren verstärkte Anghel ihre Arbeit als Improvisatorin und Performerin. Sie nahm an internationalen Projekten, Konzerten und Festivals teil, arbeitete mit Künstlern aus unterschiedlichen Genres zusammen und entwickelte zunehmend hybride Formate, in denen Komposition, Live-Aktion, Stimme, Körper, Video, Objekt und theatralisches Konzept miteinander verschränkt werden. Seit 2004 ist sie mit dem von ihr gegründeten MultiSonicFest verbunden, das Crossover, neue Musik, Performance und intermediale Praxis zusammenführt.

Künstlerisches Profil

Anghels künstlerisches Profil ist durch Grenzüberschreitung bestimmt. Sie arbeitet nicht nur als Komponistin im engeren Sinn, sondern auch als Vokalperformerin, Soundactor, Regisseurin, Konzeptkünstlerin und Erfinderin performativer Versuchsanordnungen. Dabei ist der Begriff Crossover bei ihr nicht bloß als Mischung von Stilen zu verstehen, sondern als grundsätzliche Infragestellung stabiler Kunstgattungen. Ein Werk kann Partitur, Bühnensituation, Installation, improvisatorischer Prozess, Klangaktion, Bildhandlung und ironische Selbstinszenierung zugleich sein.

Eine auffällige Rolle spielt der Surrealismus. Anghel spricht in ihrer musikwissenschaftlichen Arbeit und in ihrer künstlerischen Praxis wiederholt von surrealistischen, traumlogischen oder real-fiktionalen Verfahren. Diese Begriffe bezeichnen keine bloße Stilmode. Sie markieren eine Haltung, in der Wirklichkeit destabilisiert, Identität vervielfacht, Körper und Stimme verfremdet und die Bühne in einen Raum des Unwahrscheinlichen verwandelt werden. Die Komponistin arbeitet mit Brüchen, paradoxen Situationen, absurden Titeln, Hybridfiguren, Spielobjekten und grotesken Umcodierungen des Alltags.

Zugleich bleibt Anghels Kunst eng mit der Geschichte der experimentellen Musik verbunden. Ihre Verwendung von live electronics, fixed media, ungewöhnlichen Instrumenten, Spielzeugklängen, nichtwestlichen Instrumenten, vokalen Aktionen und freien Improvisationssituationen verbindet sich mit einer rumänischen Tradition, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts starke Impulse aus Archetypik, Spektralismus, Sonorismus, Ritualisierung und Konzeptkunst aufnahm. Anghel erweitert diese Tradition um performative und posthumanistische Perspektiven.

Komposition, Klangsprache und Ästhetik

Anghels kompositorische Klangsprache ist von einer besonderen Aufmerksamkeit für Klangfarbe, Materialheterogenität und symbolische Konstellation geprägt. In den frühen Werken treten Ensemblebesetzungen, ungewöhnliche kammermusikalische Kombinationen und programmatisch aufgeladene Titel hervor. Werke wie Morfogeneză, Mitul lui Sisif, Turnul Babel, Mondes Impossibles I, Entre le Ciel et l’Enfer oder La Persistance de la Mémoire zeigen ein Denken, das musikalische Form mit Mythos, Bildkunst, Raumvorstellung und philosophischer Metapher verbindet.

Die Titelbezüge auf Vasarely, Miró, Magritte, Bosch, Escher oder Dalí sind ästhetisch aufschlussreich. Anghel begreift Komposition nicht als rein akustische Konstruktion, sondern als Übersetzungsprozess zwischen Bild, Vorstellung, Traum, Klang und Körper. Eine solche Haltung steht der Intermedialität nahe. Musik wird zum Ort, an dem bildkünstlerische Verfahren wie Spiegelung, Verzerrung, optische Täuschung, Labyrinth, Metamorphose oder unmögliche Perspektive in klangliche und performative Prozesse übertragen werden.

Auch die Instrumentation zeigt eine Vorliebe für Reibung. Neben klassischen Instrumenten erscheinen elektrische Gitarre, Sampler, live electronics, fixed media, Spielzeuginstrumente, Glasharmonika, Kalimba, Berimbau, Zheng, Khene, Shō, Shofar, Dungkar, Cimbalom, Singing Bowls, Akkordeon und bearbeitete Stimme. Diese Besetzungen erzeugen eine Klangwelt, in der europäische Kunstmusik, außereuropäische Klangquellen, Theater, Ritual, Pop-Fragment, Geräusch und digitale Klangbearbeitung einander überlagern.

Performance, Crossover und interdisziplinäre Kunst

Seit etwa 2008 verlagerte Anghel einen erheblichen Teil ihrer Arbeit auf interdisziplinäre, hybride und performative Projekte. Diese Arbeiten sind nicht als bloße Erweiterung der Komposition auf die Bühne zu verstehen, sondern als eigenständige Kunstform. Anghel entwickelt Situationen, in denen Stimme, Körper, Kostüm, Requisite, Video, Raum, Licht, Bewegung, Text, Improvisation und Klangdesign eine gemeinsame Struktur bilden. Die Performerin ist dabei nicht nur Ausführende, sondern Produzentin einer temporären Wirklichkeit.

Bezeichnungen wie temporary disturbing art, experience art, real-fiction, soundance oder posthumanism machen deutlich, dass Anghel die herkömmliche Grenze zwischen Konzert, Theater, Installation, Happening und Musiktheater bewusst unterläuft. Die Werke schaffen oft eine absurde, ironische oder traumartige Atmosphäre, in der die Wahrnehmung des Publikums irritiert wird. Diese Irritation ist nicht bloß Provokation, sondern Erkenntnismittel: Der musikalische Vorgang wird als kulturelle, soziale und körperliche Erfahrung erfahrbar.

Anghels Performance-Arbeiten berühren damit größere kulturgeschichtliche Fragen der Gegenwartskunst. Sie reagieren auf Mediengesellschaft, Konsum, Identitätsinszenierung, posthumanistische Körperbilder, digitale Verfügbarkeit, ökologische und soziale Ängste sowie auf das Verhältnis von Kunst und Alltag. Ihre Arbeiten zeigen, dass Neue Musik im 21. Jahrhundert nicht nur im Konzertsaal stattfindet, sondern auch im Museum, im Club, auf der Straße, in der Galerie, im Theaterfoyer, im virtuellen Raum und in experimentellen Mischformen.

Musikwissenschaftliche Arbeit

Anghels musikwissenschaftliches Werk ist eng mit der rumänischen Musik des 20. Jahrhunderts verbunden. Ihre Monographie Orientări, direcții, curente ale muzicii românești din a doua jumătate a secolului XX erschien 1997 bei Editura Muzicală und wurde 2018 bei Editura Eikon neu publiziert. Der Titel lässt sich sinngemäß als Orientierungen, Richtungen, Strömungen der rumänischen Musik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiedergeben. Das Buch gehört zu den wichtigen selbstreflexiven Beiträgen zur rumänischen Gegenwartsmusik, weil es nicht nur einzelne Komponisten behandelt, sondern ästhetische Tendenzen, Strömungen und kompositorische Denkmuster beschreibt.

Zu ihren Aufsätzen gehören Texte über den geometrischen Geist in der Musik Anton Weberns, über Metamusik, über musikalische Komposition als Biosystem, über Konzeptmusik, repetitive Minimalmusik, nicht-evolutive Musik, archetypische Schöpfung, die Funktion der Anomalie in musikalischer Kreation und onirische Ästhetik. Diese Themen zeigen, dass Anghel die rumänische Avantgarde nicht isoliert national betrachtet, sondern in größere Diskurse der europäischen und internationalen Moderne einordnet.

Ihre musikwissenschaftliche Arbeit ist zugleich ein Schlüssel zu ihrer eigenen Kunst. Begriffe wie archetypische Musik, Konzeptmusik, Metamusik, Anomalie und onirische Ästhetik sind nicht nur Gegenstände historischer Beschreibung, sondern auch Denkfiguren ihrer Kompositionen und Performances. Anghel steht damit in einer Tradition der komponierenden Theoretikerinnen und Theoretiker, bei denen Analyse, Programmatik und künstlerische Praxis wechselseitig aufeinander verweisen.

Kulturgeschichtlicher Überblick

Irinel Anghels Werk ist ohne die besondere Situation der rumänischen Musik nach 1989 kaum zu verstehen. Der politische Umbruch eröffnete neue internationale Kontakte, veränderte institutionelle Bedingungen und machte zugleich sichtbar, wie stark die rumänische Neue Musik bereits zuvor eigene ästhetische Wege entwickelt hatte. Komponisten wie Octavian Nemescu, Doina Rotaru, Mihaela Vosganian, Iancu Dumitrescu, Ana-Maria Avram oder Myriam Marbe bildeten ein Umfeld, in dem Sonorität, Spektralität, Archetypik, Ritual, Improvisation und konzeptuelle Verfahren eine besondere Rolle spielten.

Anghel gehört zur nächsten Generation, die diese Impulse aufnimmt und zugleich in die Bedingungen einer postsozialistischen, medial offenen und interdisziplinären Kunstwelt übersetzt. Ihre Arbeit zeigt, wie sich Avantgarde nach dem Ende der starren Ost-West-Ordnungen neu positioniert: nicht mehr ausschließlich als Fortschrittsprogramm der musikalischen Technik, sondern als bewegliche Praxis zwischen Klang, Körper, Bild, Szene, Alltag, Ironie und gesellschaftlicher Wahrnehmung.

Besonders bedeutend ist die Rolle von Institutionen und selbstorganisierten Szenen. Pro Contemporania, die Internationale Woche für Neue Musik, Meridian, MultiSonicFest, die Zeitschrift Muzica und die rumänische Komponistenunion bilden ein Netz, in dem Werke entstehen, diskutiert, aufgeführt, dokumentiert und international vermittelt werden. Anghel ist in diesem Netz nicht nur Autorin von Werken, sondern auch Organisatorin, Redakteurin, Kuratorin und Vermittlerin. Damit steht sie für ein erweitertes Künstlerinnenbild, in dem Produktion, Reflexion, Institution und Öffentlichkeit untrennbar verbunden sind.

In kulturgeschichtlicher Perspektive ist auch die Bedeutung des Körpers hervorzuheben. Die europäische Neue Musik des 20. Jahrhunderts hatte lange dazu geneigt, das Werk als Partitur, Struktur oder Klangorganisation zu begreifen. Anghel verschiebt diese Perspektive. Ihre Stimme, ihre Körperaktionen, ihre Kostüme, ihre absurden oder grotesken Figuren und ihre real-fiktionalen Spielsituationen machen deutlich, dass Musik auch als Verkörperung, Szene, Geste und soziale Kommunikation existiert. In diesem Sinn gehört ihr Werk zu den markanten Beispielen einer postdisziplinären Musikpraxis des 21. Jahrhunderts.

Werkverzeichnis

Das folgende Werkverzeichnis folgt den öffentlich zugänglichen Werklisten und gliedert Anghels Arbeiten nach Gattungs- und Praxisfeldern. Bei mehreren Werken sind in den Quellen keine gesicherten Entstehungsdaten angegeben; sie werden daher ohne Jahreszahl genannt. Die Performance-Arbeiten sind nach den verfügbaren Angaben in annähernd chronologischer Folge aufgeführt.

Bühne, Theatermusik und Oper

  • The Bloodied Lovers, Bühnenmusik nach Chikamatsu Monzaemon.
  • Elizaveta Bam, Oper nach Daniil Charms.
  • La Dissolution de la Persistance de la Mémoire, Schauspielmusik beziehungsweise Musik zu einer Poesie- und Theateraufführung für Shamisen, Cello, Klavier, Orgel und Singing Bowls mit Tam-tam.
  • A View from the Bridge, Bühnenmusik nach Arthur Miller.

Orchestermusik

  • Chimères – perspective magrittienne, für Violoncello, Schlagzeug und Streichorchester.
  • Distances, für zwei Trompeten, Cembalo, Schlagzeug und Streichorchester.
  • Labyrinthe beziehungsweise Labyrinthe II, für einen Spieler mit Shofar, Khene, Dungkar, Tromba lontana, Zheng, Violoncello mit Scordatura, Akkordeon und Singing Bowls sowie kleines Orchester.
  • Mondes Impossibles I, Orchesterwerk.
  • Music for Vasarely, Orchesterwerk.
  • The Myth of Sisyphus beziehungsweise Mitul lui Sisif, Orchesterwerk.
  • Rhinoceros beziehungsweise Rinocerii, Orchesterwerk.
  • La Tour de Babel beziehungsweise Turnul Babel, Orchesterwerk.

Kammermusik und Ensemblewerke

  • 54th Autumn, für Ensemble.
  • Arrêts, für Violine, Violoncello, Akkordeon und fixed media.
  • La Caverne de l’Âme beziehungsweise Peștera inimii, für Violoncello und Schlagzeug.
  • Divers(ion), für Kontrabasssaxophon.
  • Divers(ion) II, für Kontrabasssaxophon, Violine, Viola, Violoncello und Klavier.
  • Electro-Transe, für elektrische Gitarre, Violoncello mit Sampler und live electronics.
  • ElEnigmes beziehungsweise ElEnigmes I, für elektrische Gitarre, fixed media und live electronics.
  • ElEnigmes II: Zoom, für elektrische Gitarre, Bassgitarre, Violoncello, fixed media und live electronics.
  • Entre le Ciel et l’Enfer, für Oboe, Klarinette, Fagott, Violine, Violoncello, Klavier und Schlagzeug.
  • Ephemeral Equilibrium, für Fagott.
  • Ethereal Beauty, für Zheng, Akkordeon und live electronics.
  • Everything and Nothing, für Viola mit Harmonika.
  • Fascination I, für Zheng mit Khene, Violoncello mit Khene und fixed media.
  • Fascination II, für Bassflöte, Zheng mit Khene, Violoncello mit Udu und fixed media.
  • Frontiers, für Bassflöte, Zheng, Violine, Klavier mit Toy Piano, Akkordeon, Schlagzeug, fixed media und live electronics.
  • Für Elise String Quartet, für Streichquartett.
  • Glassrope, für Glasharmonika und fixed media.
  • Images flottantes, für Flöte mit Shofar, Khene und Daf sowie Akkordeon.
  • Irresistible, für Kalimba mit Schlagzeug, Berimbau mit Schlagzeug, fixed media und live electronics.
  • Irresistible II, für Kalimba und Ensemble mit Flöte, Klarinette, Posaune, Violine, zwei Schlagzeugern und live electronics.
  • Miró en Miroir, für Flöte.
  • La Persistance de la Mémoire, für Violine, Viola, Violoncello, Orgel, Akkordeon und vier Schlagzeuger.
  • Le Quasi-Infini I, für zwei Flöten, Violine, Viola und Akkordeon.
  • Le Quasi-Infini II, für Shō, zwei Flöten, Violine, Viola und Akkordeon.
  • Rotations bizarres, für sechs Fagotte und Cimbalom.
  • Silhouettes fantomatiques beziehungsweise Silhouettes fantomatiques I, für zwei Violoncelli und Schlagzeug.
  • Silhouettes fantomatiques II, für Viola, Violoncello und Schlagzeug.
  • Silhouettes fantomatiques III, für Violoncello, Kontrabass, Schlagzeug und fixed media.
  • Sonata, für Violoncello.
  • Sous-conversations beziehungsweise Subconversații, für Klarinette, Posaune, Violine und Klavier beziehungsweise in älterer Fassung mit Violine, Klarinette, Posaune und Schlagzeug.
  • Story of the three who dreamed I beziehungsweise Povestea celor trei care au visat, für Klarinette mit Bassklarinette, Violine mit Viola und Klavier.
  • Story of the three who dreamed II, für Klarinette mit Bassklarinette, Violoncello und Klavier.
  • Toys R Us, für Toy Piano mit Harmonika, Toy Marimba und Spielzeugschlagzeug, Kalimba mit Sampler und live electronics.
  • Visions provoquées par un mystère, für Violoncello, Klavier mit Khene und Schlagzeug sowie fixed media.
  • Where to go when, für Flöte und Klavier.

Chor-, Vokal- und Klaviermusik

  • Assemblages, für 24-stimmigen gemischten Chor, Text aus Wörtern einer erfundenen Sprache.
  • Electric Muse, Vokalise für Stimme, Klavier mit MIDI-Keyboard, Laptop und live electronics.
  • Timeless, Vokalise für zwei Stimmen und live electronics.
  • Metablues, für Klavier.

Fixed media und elektronische Musik

  • Hypnotic Visions, fixed media und Film von Irinel Anghel.
  • RMNe Ne Ne Ne Ne, fixed media und Film von Irinel Anghel.
  • Crossing the Styx, fixed media und Film von Alexandru Claudiu Maxim.
  • Black Swan in Cyberland, elektronische Musik.
  • Irinel FM, elektronische Musik.
  • Mirror Maze, elektronische Musik.
  • Entering the Metaverse on High Heels. In Search of Marilyn Monroe, elektronische Musik.
  • Ask Annie, elektronische Musik.
  • 50 Shades of Pink. What Eating Too Much Sugar Does to Your Brain, elektronische Musik.
  • Phantom Power, elektronische Musik.
  • Take Your Time, elektronische Musik.
  • ………… pentru alarme soliste si ansamblu de ceasuri, elektronische Musik beziehungsweise Klangarbeit für Alarm- und Uhrklänge.
  • I Doll, elektronische Musik.
  • Everything Is Fine, elektronische Musik.
  • Society and the 13th Element, elektronische Musik.
  • O Cina Cu Demonii Mei, elektronische Musik.
  • Observator, elektronische Musik.
  • Spalatorul De Creiere / Brain Washer, elektronische Musik.
  • Being Gregory Samsa, elektronische Musik.

Crossing-borders performances und interdisziplinäre Arbeiten

  • Magic, für eine Pianistin im Inneren des Klaviers, einen Gitarristen, eine nichtprofessionelle Sängerin in einem Fitnessgerät und Live-Video, „Ion Dacian“ National Music Theatre, 2008.
  • LoveBubbleStory, für Bubble-Installation, zwei Soundancers, Elektronik und elektrische Gitarre, International Week of New Music Festival, Cantacuzino-Palast, 2010.
  • What’s Real?, experimentelle Improvisationsperformance auf einem Dach, Fabrica Venue, 2010.
  • Out of my mind, nonverbales Theater, Centrul Cultural pentru UNESCO Nicolae Bălcescu, Bukarest, 2010.
  • Questioning Reality, experimentelle Soundance-Performance, Meridian Festival, Cantacuzino-Palast, 2011.
  • Sound Cuisine, experimentelles Sound-Cooking für zwei Soundactors, International Week of New Music, Mogoșoaia-Palast, 2011.
  • Mr & Mrs Nobody, experimentelles Soundtheater für zwei Soundactors in einem Schaufenster, International Week of New Music, Galeria Căminul Artei, 2012.
  • E.T Royal Court, Science-Fiction-Electro-Oper mit Sorin Romanescu, International Week of New Music Festival, Alter Fürstenhof Bukarest, 2012.
  • Kaoss Birds in NowHere’sVille, Electro-Concert-Show mit Menschen und Vögeln, International Week of New Music Festival, Bukarester Opernhaus, 2012.
  • Show for yourself, Soundacting und Poesie als private Performance für eine Person, ArtYourself Gallery, 2012.
  • It’s all about me sau Ziua de la Miezul Noptii. Summer Carols on the Beach, Movie-Concert-Show, Meridian Festival, Nationale Musikuniversität Bukarest, 2012.
  • There is Life on Venus, Renaisciencefiction-Vokalperformance, Diesel Club Cluj-Napoca, Toamna Muzicală Clujeană, 2012.
  • Final Intervention, für Schauspielerin, Tänzerin, Vokalperformerin und Ambient-Gruppe, Nationale Musikuniversität Bukarest, 2013.
  • Fairies & Fishes, Videoperformance im Herăstrău-Aquarium, International Week of New Music Festival, Bukarest, 2013.
  • Around and About Arachneea, Videoperformance, InnerSound New Arts Festival, 2013.
  • Muzele de la Muzeu, Performance-Art-Ausstellung, Nationalmuseum George Enescu.
  • Forest Nymph in the City, Performance, Galateea Gallery, Bukarest, 2014.
  • BA TU – BA TU, Performance, În Pod la Historia, Bukarest, 2014.
  • Contamination, Performance Art, Galeria Danaart im Teatrul Odeon, Bukarest, 2014.
  • Intermediary cold, devised theatre, Apropo Theatre, Bukarest, 2014.
  • Sunetul Ceramicii, Performance, Noaptea Albă a Galeriilor, Galeria Galateea, 2014.
  • Your Highness, Performance, Foyer der Sala Radio, International Week of New Music Festival, Bukarest, 2014.
  • Salata cu Cosmos, Performance, ZonaD, Bukarest, 2014.
  • Futuropolis, interaktive Performance, InnerSound New Arts Festival, 2014.
  • LUNA, Tanzshow, Centrul Naţional al Dansului, Bukarest, 2014.
  • Backtothefuture, interaktive Performance, George-Enescu-Museum, Bukarest, 2014.
  • Butterfly Effect, Performance, Inspayer Batistei, Bukarest, 2014.
  • All Inclusive, Experience Art, George-Enescu-Museum, Bukarest, 2014.
  • Aeroportul Oniria, Durational Performance, George-Enescu-Museum, Noaptea Muzeelor, 2015.
  • What about your freedom? Scarecrows Parade, Performance, Foyer der Sala Radio, International Week of New Music Festival, Bukarest, 2015.
  • Caged Birds – Freedom in Progress, Unteatru, Maratonul Teatrului Independent, Bukarest, 2015.
  • Rondo Zero, Konzert-Installation und Experience, Muzexpo, 2015.
  • Oh, my Godot!, Performance, Craiova Festivalul internaţional de Performance Poetry, 2015.
  • Un bilet pentru Ţara de Dincolo de Copy/Paste, Dada Live Expo und Performance, Radio România Craiova, Centenar Dada, 2016.
  • Posthumanism, Temporary Disturbing Performance, Palatul Cantacuzino, SIMN, 2016.
  • Flomizile Realităţii Imperceptibile din Muzeul Somnului, Performance, Meridian Festival, 2016.
  • PHL4U24GET, Geburt einer fiktiven Sprache, Konzert-Performance, Craiova, Festivalul Internaţional de Performance Poetry, 2016.
  • Insula din Ziua de Mâine, real-fiktionale Experience, Craiova Muzicală International Festival, 2016.
  • Apartamentul lui Barbă Albastră, Performance, The Room, Bukarest, 2016.
  • Shades of Black, Performance, Materia Repositorium, Bukarest, 2017.
  • Zoopera, experimentelles ALTwork, International Week of New Music Festival, Bukarest, 2017.
  • Ziua cu trei ceasuri altfel / ArtSpa, Performance-Art-Ausstellung, Enescu Museum, Creative Bucharest Programme, 2017.
  • AAAAAAAAAAA, posthuman homeless art project, Clubul Țăranului, Bukarest, 2017.
  • MMMuzMobil, Performance, Hype Pub, 2017.
  • GHostphony, Metal Medieval Regression und Ghostperformance, International Week of New Music Festival, Green Hours Club, Bukarest, 2018.
  • Dark Room, Performance-Experience, Cazul 101, Bukarest, 2018.
  • 50, Performance-Projekt, 2018.
  • Dollcore Doll-Hall in Doll Moll, SIMN, Apollo Theatre, Bukarest, 2019.
  • Natural Born Rebels, Meridian International Festival, 2019.
  • C’Irinella, SIMN, Arthub, Bukarest, 2023.
  • Bal mascat, Meridian International Festival, 2023.
  • Mein Name ist K, Odeon Theatre, SIMN, Bukarest, 2024.
  • MirrororriM, Teatrelli Hall, Meridian International Festival, 2024.
  • Black Swan, Apollo 111 Theatre, Bukarest, SIMN, 2025.

Musikwissenschaftliche Schriften

  • De la sonor la grafic: spiritul geometric al creaţiei lui Anton Webern, in: Muzica, Bukarest, Nr. 3, 1991.
  • Consideraţii asupra conceptului de metamusica, in: Muzica, Bukarest, Nr. 3, 1992.
  • Compoziţia muzicală ca biosistem. Legea formalizării naturale automate, in: Muzica, Bukarest, Nr. 1, 1993.
  • Muzica conceptuală, in: Muzica, Bukarest, Nr. 3 und Nr. 4, 1993.
  • Muzica minimală repetitivă, in: Muzica, Bukarest, Nr. 4, 1994.
  • Muzica non-evolutivă, in: Muzica, Bukarest, Nr. 2, 1995.
  • O posibilă teorie a creaţiei arhetipale, in: Muzica, Bukarest, Nr. 4, 1996 und Nr. 1, 1997.
  • Orientări, direcții, curente ale muzicii românești din a doua jumătate a secolului XX, Bukarest: Editura Muzicală, 1997; Neuausgabe: Bukarest: Editura Eikon, 2018.
  • Funcţia anomaliei în creaţia muzicală, in: Muzica, Bukarest, Nr. 2, 1999.
  • Estetica onirică, in: Muzica, Bukarest, Nr. 1, 2002.

Diskographie und Tonträger

  • Mondes Impossibles, Editura Muzicală und Casa Radio, Oa 10360, Position 008.
  • Fascination II, Star Media Music, 03 LO 24510, Position 007.
  • Labyrinthe II, Casa Radio, 4 AF 29100345, Position 118.
  • Le Quasi-Infini, Sonoton Intersound GmbH, ISOV 193 CD.
  • Frontiers, Edition Zeitton / Radio Österreich 1, ORF MP03 0D01.
  • Weitere Ton- und Onlineveröffentlichungen sind mit Anghels elektronischen und performativen Projekten verbunden, darunter Arbeiten auf SoundCloud, YouTube-Dokumentationen und Festivalmitschnitte.

Wirkung und Rezeption

Irinel Anghel wird in der internationalen Komponistinnen- und Gegenwartsmusiklandschaft vor allem als Künstlerin wahrgenommen, die die Grenzen zwischen Komposition, Improvisation und Performance konsequent auflöst. Ihre Auszeichnungen durch die rumänische Komponisten- und Musikwissenschaftlerunion, den George-Enescu-Preis der Rumänischen Akademie, den Thomas-Bloch-Wettbewerb, den Uchimura-Preis und den International New Music Consortium Award zeigen, dass ihre Arbeit sowohl im kompositorischen als auch im interdisziplinären Feld Anerkennung fand.

In der rumänischen Kultur besitzt sie eine besondere Stellung, weil sie nicht nur Werke geschaffen, sondern auch Strukturen der Gegenwartsmusik mitgeprägt hat. Die Gründung und Leitung von Pro Contemporania, die Arbeit an Muzica, die Festivalarbeit bei SIMN und MultiSonicFest sowie ihre zahlreichen Performances machen sie zu einer Akteurin, die Produktion, Reflexion und kulturelle Organisation miteinander verbindet. Damit unterscheidet sie sich von einem engeren Komponistinnenbild und verkörpert einen Typus der postdisziplinären Künstlerpersönlichkeit.

Ihre Rezeption ist eng mit Begriffen wie New Surrealism, Erfahrungs-Kunst, posthumanistische Performance, temporäre Irritation und Crossover verbunden. Diese Etiketten sind nicht als starre Stilbezeichnungen zu verstehen, sondern als Versuche, ein Werk zu beschreiben, das sich der disziplinären Festlegung immer wieder entzieht. Anghels Arbeiten sind gerade dort besonders charakteristisch, wo sie zwischen Konzert, Szene, Ritual, Absurdität, medienkritischer Ironie und klanglicher Forschung oszillieren.

Sekundärliteratur

  • Alexandrian, Sarane: Le triomphe du surréalisme en 2001. In: Supérieur Inconnu, Paris, Nr. 21, Sommer/Herbst 2000. Der Text gehört zu den frühen internationalen Rezeptionszeugnissen zu Anghels surrealistisch geprägter Ästhetik.
  • Anghel, Irinel: Orientări, direcții, curente ale muzicii românești din a doua jumătate a secolului XX. Bukarest: Editura Muzicală, 1997; Neuausgabe: Bukarest: Editura Eikon, 2018. Grundlegende musikwissenschaftliche Selbstverortung der rumänischen Gegenwartsmusik.
  • Avakian, Dumitru: Premiile de compoziţie ale Radiodifuziunii Române. In: Curentul, Bukarest, 9. Dezember 1998. Zeitgenössischer Hinweis auf Kompositionspreise und die rumänische Neue-Musik-Szene.
  • Chitic, Paul Cornel: Patru compoziţii cardinale. In: Top Business, Bukarest, Nr. 6, 2002. Kritischer Beitrag im Umfeld der rumänischen Gegenwartsmusik.
  • Laiu, Maria: Struţocămila de la Operă. In: Luceafărul, Bukarest, Nr. 18, 2000. Rezension beziehungsweise kulturkritische Einordnung im Umfeld experimenteller rumänischer Musik- und Theaterpraxis.
  • Schulz, Reinhard: Auferstehung. In: Süddeutsche Zeitung, München, 1. Oktober 2002. Deutschsprachige Rezeption im Kontext internationaler Aufführungs- und Festivalwahrnehmung.
  • The Living Composers Project: Irinel Anghel. Internationaler biographischer und werkbezogener Überblick zu Anghels Kompositionen, Auszeichnungen, Aufführungsorten und Tätigkeiten.
  • MGG Online: Anghel, Irinel. Fachlexikalischer Artikel zur Biographie, Ausbildung, kompositorischen Arbeit und musikwissenschaftlichen Bedeutung.
  • Uniunea Compozitorilor și Muzicologilor din România: Irinel Anghel. Rumänischer Fachverbandseintrag mit Ausbildung, Funktionen, Preisen, Werken, musikwissenschaftlichen Schriften, Diskographie und Bibliographie.

Ausgewählte Onlinequellen

  • CIMRO: Irinel Anghel Kurzprofil zur rumänischen Komponistin, Vokalistin, Pianistin und Improvisatorin mit Schwerpunkt auf experimenteller Musik.
  • Composers21 / The Living Composers Project: Irinel Anghel Internationaler biographischer Überblick mit Ausbildung, Auszeichnungen, Tätigkeiten und umfangreicher Werkübersicht.
  • COOLsound 100: Irinel Anghel Kurzbiographie mit Angaben zu Ausbildung, Werkgruppen, Auszeichnungen, musikwissenschaftlicher Publikation und Tätigkeit bei der Zeitschrift Muzica.
  • Discogs: Irinel Anghel Diskographischer Nachweis zu Tonträgern, Gruppenbezügen und Veröffentlichungen.
  • Editura Eikon: Orientări, direcții, curente ale muzicii românești din a doua jumătate a secolului XX Verlagsseite zur Neuausgabe von Anghels musikwissenschaftlicher Monographie von 2018.
  • Irinel Anghel: About Offizielle biographische Seite mit Selbstdarstellung als interdisziplinäre Künstlerin, Angaben zu Ausbildung, Werkgruppen und ästhetischer Ausrichtung.
  • Irinel Anghel: CDs Offizielle Seite mit Hinweisen auf Tonträger, Klangprojekte und Kooperationen.
  • Irinel Anghel: Works Offizielle Werkseite mit Gattungsgruppen, Kammermusik, Orchesterwerken, elektronischen Arbeiten und Performance-Projekten bis 2025.
  • MGG Online: Anghel, Irinel Fachlexikalischer Artikel zu Leben, Ausbildung, Werk und Bedeutung der rumänischen Komponistin.
  • Pro Contemporania Website der von Anghel gegründeten beziehungsweise geleiteten kulturellen Plattform für Gegenwartskunst, Veranstaltungen, Aufführungen und internationale Projekte.
  • UCMR: Muzica Journal Seite der rumänischen Komponisten- und Musikwissenschaftlerunion zur Zeitschrift Muzica, deren Chefredaktion mit Irinel Anghel verbunden ist.
  • UCMR: Irinel Anghel Fachverbandseintrag mit biographischen Daten, Ausbildung, institutionellen Funktionen, Preisen, Werkverzeichnis, musikwissenschaftlichen Schriften und Diskographie.

Weiterführende Einträge

  • Irinel Anghel Rumänische Komponistin, Pianistin, Musikwissenschaftlerin und interdisziplinäre Künstlerin der Gegenwartsmusik.
  • Archetypische Musik Ästhetischer Begriff, der für die rumänische Avantgarde und für Anghels theoretisches Umfeld wichtig ist.
  • Ana-Maria Avram Rumänische Komponistin und bedeutende Vertreterin spektraler und experimenteller Musik.
  • Avantgarde Künstlerische Bewegung und Haltung, die Innovation, Grenzüberschreitung und ästhetische Provokation betont.
  • Bukarest Kulturelles Zentrum Rumäniens und zentraler Ort von Anghels Ausbildung, Aufführungen und institutioneller Tätigkeit.
  • Crossover Verbindung unterschiedlicher musikalischer, medialer und szenischer Formen, bei Anghel besonders stark ausgeprägt.
  • Iancu Dumitrescu Rumänischer Komponist und Vertreter radikal experimenteller Klangforschung.
  • Elektronische Musik Musik mit elektronisch erzeugten, gespeicherten oder live bearbeiteten Klängen.
  • Experimentelle Musik Musikalische Praxis, die Klang, Form, Aufführung, Material und Wahrnehmung forschend erweitert.
  • George-Enescu-Musiklyzeum Bukarester Ausbildungsinstitution, an der Anghel ihre pianistische Grundausbildung erhielt.
  • Improvisation Musikalische und performative Praxis spontaner Gestaltung, die in Anghels späterem Werk eine zentrale Rolle spielt.
  • Intermedialität Zusammenspiel verschiedener Medien wie Klang, Bild, Körper, Szene, Film, Text und Raum.
  • Internationale Woche für Neue Musik Bukarest Zentrales Festival der rumänischen Gegenwartsmusik, bei dem Anghel als Komponistin, Performerin und Leiterin tätig war.
  • Komponistin Berufs- und Rollenbezeichnung für schöpferisch arbeitende Musikerinnen im Bereich der Komposition.
  • Konzeptmusik Musikform, bei der Idee, Verfahren, Regel oder konzeptuelle Anlage den Werkcharakter entscheidend prägen.
  • Myriam Marbe Rumänische Komponistin und wichtige Figur der rumänischen Musik des 20. Jahrhunderts.
  • Metamusik Musik, die ihre eigenen Bedingungen, Zeichensysteme oder kulturellen Bedeutungen reflektiert.
  • Minimal Music Repetitive und prozesshafte Musikform, die Anghel in ihren musikwissenschaftlichen Schriften behandelte.
  • MultiSonicFest Von Anghel gegründetes Crossover-Festival in Bukarest für neue, experimentelle und interdisziplinäre Kunstformen.
  • Musikwissenschaft Disziplin der historischen, systematischen, analytischen und kulturwissenschaftlichen Erforschung von Musik.
  • Muzica Zeitschrift der rumänischen Komponisten- und Musikwissenschaftlerunion, mit der Anghel seit 1996 verbunden ist.
  • Octavian Nemescu Rumänischer Komponist und wichtiger Lehrer Anghels im Bereich Komposition.
  • Neue Musik Sammelbegriff für avancierte Kunstmusik des 20. und 21. Jahrhunderts.
  • Performance Art Kunstform, in der Körper, Handlung, Raum, Zeit und Publikum als Werkbestandteile erscheinen.
  • Posthumanismus Kultur- und Kunstbegriff, der menschliche Identität, Körper, Technik und Umwelt neu befragt.
  • Pro Contemporania Von Anghel gegründetes Ensemble beziehungsweise Kulturprojekt für zeitgenössische und interdisziplinäre Musik.
  • Doina Rotaru Rumänische Komponistin, deren Werk für die neuere rumänische Musiklandschaft einschlägig ist.
  • Rumänische Musik Musikkulturelles Feld, in dem Volksmusik, Kunstmusik, Avantgarde, Spektralismus und Gegenwartskunst zusammentreffen.
  • Sound Art Kunstform, die Klang als räumliches, mediales, installatives und performatives Material behandelt.
  • Surrealismus Künstlerische Bewegung und Denkform, die Traum, Unbewusstes, Absurdität und Wirklichkeitsverschiebung betont.
  • Vokalperformance Erweiterte stimmliche Aufführungspraxis zwischen Gesang, Sprechen, Geräusch, Körperaktion und Szene.
  • Mihaela Vosganian Rumänische Komponistin im Umfeld zeitgenössischer, performativer und interdisziplinärer Musikpraxis.
  • Zeitgenössische Musik Musik der Gegenwart, die neue kompositorische, mediale, performative und institutionelle Formen entwickelt.