Magnus Andersson

Vollständig Per Otto Magnus Andersson; * 29. Juni 1956 in Stockholm. Schwedischer Gitarrist, Interpret Neuer Musik, Hochschullehrer, Kammermusiker und Vermittler des zeitgenössischen Gitarrenrepertoires.

Überblick

Magnus Andersson, vollständig Per Otto Magnus Andersson, ist ein schwedischer Gitarrist, Interpret Neuer Musik, Hochschullehrer, Kammermusiker und wichtiger Vermittler des zeitgenössischen Gitarrenrepertoires. Geboren wurde er am 29. Juni 1956 in Stockholm. Sein Name ist besonders mit der Erweiterung der klassischen Gitarre nach 1970 verbunden: mit komplexer Notation, erweiterten Spieltechniken, Uraufführungen, internationalen Ferienkursen, elektroakustischen Kontexten, Ensemblearbeit und einem Repertoire, das die Gitarre aus der traditionellen romantisch-spanischen und neoklassischen Umgebung in die avancierte Gegenwartsmusik überführte.

Andersson gehört zu jener kleinen Gruppe von Interpreten, für die zahlreiche Komponisten neue Gitarrenwerke schrieben. In diesem Sinn steht er in einer Reihe mit Künstlern wie Andrés Segovia, Julian Bream, John Williams, David Starobin und Eliot Fisk, unterscheidet sich von ihnen jedoch durch eine besonders konsequente Ausrichtung auf die radikale Neue Musik der späten Moderne. Sein Repertoire ist eng mit Komponisten wie Brian Ferneyhough, James Dillon, Franco Donatoni, Sven-David Sandström, Stefano Scodanibbio, Aldo Clementi, Claudio Ambrosini, Mark Applebaum und Luciano Berio verbunden.

Besonders bekannt ist Andersson durch seine Beziehung zu Ferneyhoughs Kurze Schatten II für Gitarre solo. Dieses Werk gehört zu den technisch und interpretatorisch anspruchsvollsten Stücken des modernen Gitarrenrepertoires und ist eng mit Anderssons interpretatorischer Arbeit verbunden. Sein Beitrag besteht nicht nur im Spielen schwieriger Partituren, sondern in der praktischen Öffnung des Instruments für Komponisten, die die Gitarre nicht als folkloristisch oder salonhaft vorgeprägtes Instrument, sondern als komplexen Klangkörper der Gegenwartsmusik verstanden.

Andersson studierte zunächst bei Roland Bengtsson und setzte seine Ausbildung am Trinity College of Music in London sowie in Italien fort. 1984 gründete er die Gitarrenklasse der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt und lehrte dort bis 1996. Er unterrichtete beziehungsweise unterrichtet an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm und war Mitbegründer des Ensemble SON. Als künstlerischer Leiter des Stockholm New Music Festival 2006 und 2008 wirkte er auch kulturorganisatorisch. Seine Laufbahn zeigt damit den modernen Interpreten nicht als bloßen Ausführenden, sondern als Auftraggeber, Lehrer, Festivalmacher, Ensemblegründer, Repertoirebildner und ästhetischen Partner von Komponisten.

Kurzdaten

Name Magnus Andersson; vollständig Per Otto Magnus Andersson.
Geburtsdatum 29. Juni 1956.
Geburtsort Stockholm, Schweden.
Beruf Gitarrist, Interpret Neuer Musik, Hochschullehrer, Kammermusiker, Ensemble-Musiker, Festivalleiter, Repertoirebildner und Spezialist für zeitgenössische Gitarrenmusik.
Instrument Klassische Gitarre; im erweiterten Repertoire auch verstärkte Gitarre, elektrische Gitarre, präparierte beziehungsweise technisch erweiterte Spielweisen und andere Zupfinstrumente.
Nationalität Schwedisch.
Ausbildung Erster Gitarrenunterricht bei Roland Bengtsson; Studien am Trinity College of Music in London und an der Viotti Music Academy in Vercelli.
Zentrale Institutionen Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Königliche Musikhochschule Stockholm, Ensemble SON und Stockholm New Music Festival.
Darmstadt 1984 Gründung der Gitarrenklasse der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik; Lehrtätigkeit bis 1996; mehrfach als Interpret, Dozent und Jurymitglied dokumentiert.
Ensemble Mitbegründer des Ensemble SON, eines schwedischen Ensembles für Neue Musik, Improvisation und experimentelle Kammermusik.
Festivalarbeit Künstlerischer Leiter des Stockholm New Music Festival 2006 und 2008.
Auszeichnungen Interpreter Prize des schwedischen Komponistenverbands 1983, Kranichsteiner Musikpreis in Darmstadt 1984, schwedischer Grammophonpreis 1985 und 1986, schwedische Grammy-Nominierung 1992.
Repertoireprofil Neue Musik für Gitarre solo, Gitarrenkonzerte, Kammermusik mit Gitarre, Ensemblewerke, Werke mit Elektronik, improvisatorische Projekte und avancierte Spieltechniken.
Bekannte Repertoirebezüge Brian Ferneyhoughs Kurze Schatten II, Luciano Berios Sequenza XI, Franco Donatonis Ase beziehungsweise Algo II, James Dillons Shrouded Mirrors, Sven-David Sandströms Away From und Lonesome, Stefano Scodanibbios Dos Abismos und zahlreiche weitere Werke.
Kulturgeschichtlicher Rang Schlüsselfigur der zeitgenössischen Gitarrenmusik seit den 1980er Jahren; wichtiger Interpret, für den ein wesentlicher Teil des modernen Gitarrenrepertoires geschrieben, erprobt oder international vermittelt wurde.

Name und Quellenlage

Die vollständige Namensform lautet Per Otto Magnus Andersson. In Konzertprogrammen, Tonträgern, Datenbanken und Fachartikeln erscheint er fast durchgehend unter der kürzeren öffentlichen Form Magnus Andersson. Da der Name in Schweden häufig vorkommt und es mehrere Musiker ähnlichen Namens gibt, ist die Präzisierung über Geburtsjahr, Instrument und vollständige Namensform wichtig. Dieser Eintrag behandelt den 1956 in Stockholm geborenen klassischen Gitarristen und Interpreten Neuer Musik, nicht den 1981 geborenen schwedischen Lautenisten gleichen Namens.

Für die Dateibezeichnung wird nach der Personenregel die Form andersson-magnus.shtml verwendet. Der sichtbare Lemmaname bleibt Magnus Andersson, während die vollständige Form Per Otto Magnus Andersson in Metadaten, Kurzdaten und JSON-LD mitgeführt wird. Dadurch bleibt die Seite sowohl für lexikalische Sortierung als auch für eindeutige Personenidentifikation geeignet.

Die Quellenlage ist für einen Interpreten Neuer Musik relativ gut, aber über verschiedene Bereiche verteilt. MGG Online bietet den fachlexikalischen Basisartikel. Programme und Chroniken der Darmstädter Ferienkurse dokumentieren Anderssons Rolle im internationalen Neue-Musik-Betrieb. Tonträgerseiten von Nosag, Phono Suecia, Caprice, Stradivarius, Naïve beziehungsweise Montaigne, Digital Guitar Archive und Discogs erschließen die Diskographie. Ergänzend liefern Festival-, Ensemble- und Forschungsseiten Hinweise zu Stockholm New Music Festival, Ensemble SON und zur Interpretationsgeschichte von Ferneyhoughs Gitarrenmusik.

Leben

Magnus Andersson wurde am 29. Juni 1956 in Stockholm geboren. Sein erster Gitarrenunterricht ist mit Roland Bengtsson verbunden, einer wichtigen schwedischen Gitarrenpersönlichkeit, die für die Institutionalisierung des Instruments in Schweden und für die Verbindung von klassischer Gitarre, Pädagogik und Repertoireaufbau wichtig war. Anderssons frühe Ausbildung fiel in eine Zeit, in der die Gitarre international einen starken Aufschwung erlebte, zugleich aber noch um ihren Platz in der avancierten Konzertmusik rang.

Von 1974 bis 1976 studierte Andersson am Trinity College of Music in London. Diese Londoner Ausbildungsphase brachte ihn in einen internationalen Kontext, in dem die klassische Gitarre nicht nur als Soloinstrument des traditionellen Repertoires, sondern zunehmend auch als Medium neuer Komposition betrachtet wurde. Weitere Studien führten ihn an die Viotti Music Academy in Vercelli. Die Verbindung aus schwedischer Grundausbildung, englischem Musikhochschulmilieu und italienischem Repertoirekontakt prägte seine spätere Offenheit für verschiedene nationale Strömungen der Neuen Musik.

Andersson etablierte sich früh als Spezialist für zeitgenössische Gitarrenmusik. Bereits in den 1980er Jahren wurde er als Interpret wahrgenommen, der nicht nur schwierige Partituren bewältigte, sondern Komponisten aktiv zur Auseinandersetzung mit dem Instrument anregte. Seine Arbeit fiel in eine Phase, in der die Gitarre in der Neuen Musik neue technische und ästhetische Möglichkeiten gewann: Mehrklänge, extreme Lagenwechsel, komplexe Rhythmik, Mikrogesten, differenzierte Anschlagsarten, Verstärkung, geräuschhafte Klänge, präparierte Effekte und neue Notationsformen wurden zunehmend Teil des Repertoires.

1984 gründete Andersson die Gitarrenklasse der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Diese Gründung war kulturgeschichtlich bedeutsam, weil Darmstadt seit der Nachkriegszeit ein zentraler Ort der europäischen Avantgarde war, die Gitarre dort jedoch nicht selbstverständlich als gleichrangiges Instrument vertreten war. Anderssons Arbeit machte das Instrument für junge Komponisten und Interpreten sichtbar und trug dazu bei, dass die Gitarre stärker in die Diskurse der avancierten Komposition eintrat.

Bis 1996 war Andersson in Darmstadt als Lehrer und Interpret präsent. In den Chroniken der Ferienkurse erscheint er als Gitarrist in Resident Interpretation Studios und später auch als Jurymitglied. Diese Position zeigt den Rang, den er in der Szene erreichte: Er war nicht nur Spezialist eines Instruments, sondern Teil eines internationalen Netzwerks aus Komponisten, Dirigenten, Solisten, Ensembles und Theoretikern, das die Neue Musik der 1980er und 1990er Jahre prägte.

Parallel dazu entwickelte Andersson seine schwedische und internationale Ensemblearbeit. Als Mitbegründer des Ensemble SON wirkte er an einer Besetzung mit, die Gitarre, Schlagzeug, Posaune und Saxophon in eine ungewöhnliche Kammermusikformation brachte. Ensemble SON stand für Neue Musik, Improvisation, experimentelle Klangformen und internationale Kooperationen. Die Gitarre erschien hier nicht als Begleit- oder Saloninstrument, sondern als gleichberechtigter Partner in einer experimentellen Klanggruppe.

Als Lehrer an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm und als Festivalmacher prägte Andersson auch die nächste Generation. Seine künstlerische Leitung des Stockholm New Music Festival in den Jahren 2006 und 2008 zeigt eine Erweiterung seines Wirkungsfeldes: Aus dem Gitarristen wurde ein Kurator, der Programme, Räume, ästhetische Zusammenhänge und intermediale Bezüge organisierte. Besonders das Festivalprofil der 2000er Jahre verband Neue Musik mit Klangkunst, Raum, Installation und audiovisuellen Praktiken.

Kulturüberblick

Magnus Anderssons Bedeutung liegt in einer Umbruchphase der Gitarrengeschichte. Die klassische Gitarre hatte im 20. Jahrhundert durch Andrés Segovia, Julian Bream, John Williams und zahlreiche Komponisten einen festen Platz im Konzertleben gewonnen. Dennoch blieb das Instrument lange von bestimmten Bildern geprägt: spanische Klangfarbe, romantische Miniatur, Lautenbearbeitung, lateinamerikanisches Repertoire, Virtuosenstück, Hausmusik und neoklassische Klarheit. Die radikale Neue Musik verlangte jedoch andere Möglichkeiten.

Andersson half, die Gitarre in ein neues ästhetisches Feld zu verschieben. Die moderne Gitarre wurde bei ihm zu einem Instrument der extremen Präzision, der Mehrdeutigkeit, der klanglichen Zerlegung und der körperlichen Grenzerfahrung. In der avancierten Gitarrenmusik geht es nicht mehr nur um singende Melodie und elegante Begleitfigur, sondern um Anschlagsort, Resonanz, Dämpfung, Geräuschanteil, Fingernagel, Saitenwiderstand, Lage, mikrozeitliche Verschiebung und das Verhältnis von Klang und körperlicher Aktion.

Der Bezug zu Darmstadt ist dabei entscheidend. Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik stehen seit 1946 für die europäische Nachkriegsavantgarde, für Serialismus, Postserialismus, experimentelle Notation, elektronische Musik, Komplexität und internationale Debatten. Dass Andersson dort eine Gitarrenklasse aufbaute, bedeutete, dass die Gitarre in einen Diskurs eintrat, der lange von Klavier, Streichquartett, Schlagzeug, Flöte, Stimme und Ensemble bestimmt war.

Auch der Bezug zu Ferneyhough ist kulturgeschichtlich zentral. Ferneyhoughs Kurze Schatten II ist eines der bekanntesten Beispiele der sogenannten New Complexity im Gitarrenbereich. Es fordert vom Interpreten nicht nur technische Virtuosität, sondern eine radikale Durcharbeitung von Notation, Gestik, Klangproduktion und Form. Andersson steht hier für einen Interpretentypus, der nicht nur „ausführt“, sondern das Werk praktisch mit hervorbringt, indem er das technisch, körperlich und klanglich Mögliche auslotet.

Die schwedische Dimension von Anderssons Arbeit ist ebenfalls wichtig. Schweden entwickelte im späten 20. Jahrhundert eine lebendige Szene für Neue Musik mit Ensembles, Festivals, Rundfunk, Musikhochschulen und Komponisten wie Sven-David Sandström, Daniel Börtz, Mikael Edlund, Ivo Nilsson, Hans-Ola Ericsson, Lars Sandberg und anderen. Anderssons Aufnahmen und Projekte zeigen, dass das internationale Repertoire nicht von der nationalen Szene getrennt war, sondern in Stockholm, Darmstadt, London, Italien und weiteren Orten vernetzt entstand.

Interpretationsprofil

Anderssons Interpretationsprofil beruht auf drei Merkmalen: technischer Radikalität, klanglicher Differenzierung und partnerschaftlicher Arbeit mit Komponisten. Die technische Radikalität ist nicht als äußerliche Virtuosität zu verstehen. Sie zeigt sich vielmehr in der Bereitschaft, Partituren zu realisieren, die die herkömmliche Spielpraxis der Gitarre bis an ihre Grenzen führen. In diesem Repertoire muss der Gitarrist gleichzeitig lesen, zählen, greifen, dämpfen, verstärken, entscheiden, körperliche Bewegungsabläufe planen und Klangfarben mikroskopisch kontrollieren.

Klanglich interessiert Andersson an der Gitarre nicht nur ihr schöner Ton. Er nutzt das Instrument als Resonanzkörper, Geräuschquelle, gestisches Instrument und mediale Schnittstelle. In zeitgenössischen Werken kann die Gitarre trocken, metallisch, perkussiv, brüchig, flirrend, verzerrt, intim oder aggressiv erscheinen. Diese Erweiterung verändert die Rolle des Instruments im Ensemble. Es ist nicht mehr nur harmonisches oder melodisches Zentrum, sondern kann Klangpartikel, rhythmische Energie, geräuschhafte Textur oder räumliche Projektion erzeugen.

Die Zusammenarbeit mit Komponisten ist bei Andersson besonders wichtig. Zahlreiche Werke wurden für ihn geschrieben oder von ihm uraufgeführt. Dadurch konnte er auf die Entwicklung des Repertoires direkt einwirken. Andersson stellte Komponisten nicht nur eine vorhandene Technik zur Verfügung, sondern konfrontierte sie mit der realen Körperlichkeit und den Grenzen des Instruments. Gerade in der Neuen Musik entsteht Repertoire oft aus solchen Arbeitsbeziehungen: Komponisten schreiben, Interpreten erproben, Grenzen werden verschoben, Notationen werden verändert, und das Instrument gewinnt neue Identität.

Seine Tonträger dokumentieren diese Haltung. Chitarra con forza stellt schwedische Gitarrenmusik in den Vordergrund. Short Sounds konzentriert sich auf italienische Gegenwartsmusik für Gitarre. The Plucked North öffnet die Perspektive auf neue Musik aus Schweden, Dänemark und Finnland. Aufnahmen mit Ferneyhough, Scodanibbio, Henze, Benguerel, Sandström und Holewa zeigen Andersson in sehr unterschiedlichen ästhetischen Feldern. Die Diskographie ist deshalb nicht nur eine Liste von Tonträgern, sondern ein klingendes Archiv moderner Gitarrenästhetik.

Darmstadt, Ensemble SON und Festivalarbeit

Die Darmstädter Ferienkurse bildeten für Andersson einen internationalen Resonanzraum. Dort begegneten sich Komponisten, Interpreten, Dirigenten und Theoretiker der avancierten Gegenwartsmusik. Die Gründung der Gitarrenklasse 1984 ist als institutioneller Schritt zu verstehen: Die Gitarre erhielt einen eigenen Ort innerhalb eines Systems, das die ästhetischen Standards der Neuen Musik maßgeblich mitprägte. Andersson lehrte dort bis 1996 und trat als Interpret und später auch als Jurymitglied hervor.

In Darmstadt war die Gitarre nicht nur Unterrichtsgegenstand, sondern ein Prüfstein neuer Notations- und Klangvorstellungen. Komponisten konnten dort erleben, wie weit die Spieltechnik des Instruments erweitert werden konnte. Für jüngere Gitarristen wiederum wurde Andersson zum Modell eines Interpreten, der sich nicht auf das klassische Standardrepertoire beschränkt, sondern aktiv an der Entstehung des Repertoires beteiligt ist.

Mit Ensemble SON entwickelte Andersson eine andere, stärker gruppenbezogene Form experimenteller Musikpraxis. Die Besetzung mit Gitarre, Schlagzeug, Posaune und Saxophon löst sich von der traditionellen Kammermusikbesetzung und erzeugt eine Klangwelt zwischen komponierter Neuer Musik, improvisatorischem Handeln, geräuschhaften Texturen und interdisziplinären Projekten. Die Gitarre steht hier in einem raueren, flexibleren und stärker gestischen Klangfeld.

Als künstlerischer Leiter des Stockholm New Music Festival 2006 und 2008 trat Andersson schließlich als Kurator hervor. Die Festivalarbeit zeigt, dass seine Bedeutung nicht allein im eigenen Spiel liegt. Er gestaltete Kontexte, in denen Neue Musik, Klangkunst, Raum, Bild und Performance miteinander verbunden wurden. Gerade diese kuratorische Ebene ist für die Kulturgeschichte der Gegenwartsmusik wichtig, weil Repertoire nicht nur durch Kompositionen entsteht, sondern durch Programme, Orte, Vermittlung und Aufführungssituationen.

Repertoire-, Uraufführungs- und Diskographieverzeichnis

Magnus Andersson ist vor allem Interpret und Repertoirebildner, nicht Komponist im engeren Sinn. Deshalb wird sein „Werkverzeichnis“ hier nicht als Opusliste eigener Kompositionen geführt, sondern als Verzeichnis der mit ihm verbundenen Werke, Uraufführungen, Aufnahmen, Schriften und Wirkungsfelder. Für Interpreten der Neuen Musik ist eine solche Form sachlich angemessen, weil ihr künstlerisches Werk in Aufführung, Auftrag, Widmung, Einspielung, Unterricht und Repertoirebildung besteht.

Claudio Ambrosini: Rap Werk für Gitarre beziehungsweise Gitarrenbesetzung, mit Anderssons Repertoire und Uraufführungskontext verbunden. Ambrosinis Musik steht für den italienischen Gegenwartsbereich, den Andersson regelmäßig erschloss.
Mark Applebaum: DNA Werk für Gitarre solo, für Magnus Andersson geschrieben beziehungsweise mit ihm verbunden; Beispiel für amerikanische experimentelle Gitarrenmusik im Umfeld neuer Notation und konzeptueller Präzision.
Xavier Benguerel: Versus Gitarrenwerk beziehungsweise kammermusikalischer Beitrag im spanisch-katalanischen Repertoireumfeld, das Andersson international vermittelte.
Xavier Benguerel: Cantus Werk aus Anderssons Repertoirebereich; Benguerels Musik zeigt den Anschluss der zeitgenössischen Gitarre an mediterrane und europäische Moderne.
Daniel Börtz: Etchings Werk für Gitarre solo, mit Andersson verbunden; Teil des schwedischen Gegenwartsrepertoires, in dem die Gitarre als zeichnerisches, gestisches und farblich präzises Instrument erscheint.
Aldo Clementi: Serenata Italienisches Gitarrenwerk aus dem Bereich strukturell verdichteter Neuer Musik; im Kontext von Anderssons Auseinandersetzung mit italienischer Moderne wichtig.
James Dillon: Shrouded Mirrors Werk von 1987 für Gitarre beziehungsweise Gitarrenkontext; Teil der hochkomplexen britischen und europäischen Gitarrenmoderne, die Andersson prägte.
Franco Donatoni: Ase / Algo II Gitarrenwerk beziehungsweise Werkkomplex aus Donatonis später Moderne; für Anderssons Repertoire besonders wichtig, weil Donatonis Musik Virtuosität, Fragment, Gestik und Konstruktion verbindet.
Franco Donatoni: Algo III Konzertantes Werk für Gitarre und Kammerorchester; Teil der mit Andersson verbundenen Konzertliteratur für Gitarre und Ensemble.
Franco Donatoni: Algo IV Werk für Gitarre und Ensemble; erweitert Donatonis Gitarrenzyklus in eine größere Besetzung und gehört zum avancierten Konzertrepertoire.
Mikael Edlund: Små Fötter Schwedisches Gitarrenwerk, auf Anderssons Aufnahme Chitarra con forza dokumentiert; wichtiger Beitrag zur skandinavischen Gegenwartsmusik für Gitarre.
Brian Ferneyhough: Kurze Schatten II Werk für Gitarre solo, 1983–1989, eng mit Andersson verbunden und eines der kanonischen Stücke der komplexen modernen Gitarrenliteratur. Andersson veröffentlichte dazu auch einen interpretatorischen Text in Contrechamps.
Christopher Fox: Chile Werk für Gitarre solo beziehungsweise Gitarre mit Orgelbegleitung; im Umfeld der britischen experimentellen Gitarrenmusik und der für Andersson geschriebenen Werke relevant.
Luca Francesconi: A Fuoco Werk aus dem italienischen Gegenwartsrepertoire; zeigt Anderssons Interesse an einer Gitarrensprache zwischen Gestik, Energie und Klangschärfe.
Hans Holewa: Duettino II Kammermusik für Flöte und Gitarre; Teil der schwedisch-österreichischen beziehungsweise mitteleuropäischen Gitarren-Kammermusiküberlieferung.
Hans Holewa: Duettino Kammermusik für Violine und Gitarre, 1983; mit Anderssons Repertoire und Aufnahmekontexten verbunden.
Hans Holewa: Concertino VIII Konzertantes Werk von 1985 für Gitarre und Ensemble beziehungsweise Orchesterkontext; Teil des für Andersson relevanten Konzertrepertoires.
Hans Holewa: Concertino IX Konzertantes Werk von 1987, das die mit Andersson verbundene Gitarrenkonzert-Linie fortsetzt.
Kerstin Jeppsson: Vocazione Schwedisches Gegenwartswerk für Gitarre beziehungsweise Gitarrenkontext, mit Anderssons Repertoirearbeit verbunden.
Josh Levine: Downstream Werk von 1992 für Gitarre und computerbearbeitete Gitarrenklänge; Beispiel für Anderssons Arbeit an der Schnittstelle von Instrument, Elektronik und computergestützter Klangverarbeitung.
Maurizio Pisati: Samblana Italienisches Werk für Gitarre beziehungsweise Gitarrenkontext; Teil der italienischen Gegenwartsmusik, die Andersson in Short Sounds und verwandten Programmen erschloss.
Maurizio Pisati: Senti! Konzertantes Werk für Gitarre und Streicher; mit Anderssons Repertoire als Solist verbunden.
Stellan Sagvik: Gitarrenwerk Mit Andersson verbundenes Werk aus dem schwedischen Neue-Musik-Umfeld; steht für die enge Verbindung von Interpret und lokaler Komponistenszene.
Sven-David Sandström: Away From Werk für Gitarre beziehungsweise Gitarrenkontext, mit Andersson verbunden; Sandströms Musik gehört zu den zentralen schwedischen Repertoirebezügen Anderssons.
Sven-David Sandström: Lonesome Gitarrenkonzert beziehungsweise Werk für Gitarre und Orchester; in der Diskographie mit Caprice und Aufführungskontexten verbunden. Es gehört zu den wichtigen schwedischen Konzertwerken für Gitarre.
Asbjørn Schaathun: Eclogue Werk von 2002 für Gitarre beziehungsweise Gitarrenkontext; zeigt den nordischen Repertoirehorizont Anderssons über Schweden hinaus.
Stefano Scodanibbio: Dos Abismos Werk für Gitarre beziehungsweise Gitarrenkontext, mit Anderssons Aufführungspraxis verbunden. Scodanibbios Musik steht für eine hochdifferenzierte Saiten- und Resonanzästhetik.
Alexander Shchetynsky: Five Miniatures Gitarrenwerk beziehungsweise Miniaturenfolge, mit Anderssons Repertoire verbunden.
Alex Sigman: Gitarrenwerk Mit Andersson verbundener Beitrag zur neueren internationalen Gitarrenliteratur.
Bent Sørensen: Shadow Siciliano Werk für Gitarre solo; Beispiel für nordische Gegenwartsmusik, in der Erinnerung, Schattenklang und historische Tanzform auf die moderne Gitarre übertragen werden.
Erik Ulman: Gitarrenwerk Mit Andersson verbundener Beitrag zur zeitgenössischen Gitarrenliteratur.
Fabio Vacchi: Notturno Concertante Konzertantes Werk aus dem italienischen Repertoirebereich; mit Anderssons internationalem Profil als Interpret neuer Gitarrenkonzerte verbunden.
Luciano Berio: Sequenza XI Zentrales Gitarrenwerk der späten Moderne, von Andersson aufgenommen beziehungsweise in seinem italienischen Repertoirekontext vertreten. Das Werk verbindet virtuose Geste, Flamenco-Reflex, moderne Form und solistische Klangtheatralik.
Sylvano Bussotti: Brin Werk aus Anderssons italienischem Repertoireumfeld, in verschiedenen Bearbeitungs- beziehungsweise Aufführungszusammenhängen dokumentiert.
Hans Werner Henze: El Cimarrón Aufnahme- und Aufführungskontext mit Andersson als Gitarrist; Henzes Werk verbindet Stimme, Instrumentaltheater, politisches Musiktheater und lateinamerikanisch-karibische Erinnerung.
Fausto Romitelli: Trash TV Trance Repertoirebezug für elektrische Gitarre und kreative Klangverzerrung; in späteren Meisterkurs- und Konzertkontexten Anderssons als Beispiel für die Erweiterung des Gitarrenbegriffs relevant.
Chitarra con forza Tonträger, Phono Suecia, ursprünglich 1980er Jahre, mit schwedischer Gitarrenmusik von Mikael Edlund, Hans-Ola Ericsson, Erik Förare, Miklós Maros, Lars Sandberg und Sven-David Sandström. Die Aufnahme dokumentiert Anderssons Rolle als Vermittler schwedischer Gegenwartsmusik.
Short Sounds Tonträger bei Nosag Records, 2001 beziehungsweise spätere digitale Ausgabe; italienische Musik für Gitarre mit Werken unter anderem von Franco Donatoni, Aldo Clementi, Sylvano Bussotti und Luciano Berio.
The Plucked North Tonträger bei Nosag Records, 2010; neue Musik aus Schweden, Dänemark und Finnland, mit Magnus Andersson, Ensemble SON und Vremena Goda. Die Aufnahme erweitert den Blick auf ein nordisches Zupfinstrumenten- und Ensemble-Repertoire.
Brian Ferneyhough: Fourth String Quartet / Kurze Schatten II / Trittico per G. S. / Terrain Tonträger im Umfeld von Montaigne beziehungsweise Naïve; Anderssons Einspielung von Kurze Schatten II ist ein zentraler Dokumentationspunkt für Ferneyhoughs Gitarrenmusik.
Ensemble SON: To Hear with the Mouth Caprice-Records-Aufnahme mit Ensemble SON; dokumentiert Anderssons Arbeit in einer experimentellen Ensembleformation, in der Gitarre, Schlagzeug, Posaune und Saxophon neue Kammermusikformen bilden.
Stefano Scodanibbio Stradivarius-Aufnahmekontext mit Werken Scodanibbios; relevant für Anderssons Auseinandersetzung mit erweiterter Saiten- und Resonanztechnik.
Hans Werner Henze: El Cimarrón Stradivarius-Aufnahme beziehungsweise Aufführungskontext, in dem Andersson als Gitarrist an einem politischen Musiktheaterwerk des 20. Jahrhunderts beteiligt ist.
Xavier Benguerel: Music for Guitar Tonträger- und Werkzusammenhang mit Benguerels Gitarrenmusik; belegt Anderssons Beziehung zu spanisch-katalanischer Gegenwartsmusik.
Sven-David Sandström: Lonesome / Guitar Concerto Caprice-Aufnahme beziehungsweise Konzertkontext mit Leif Segerstam und Rundfunkorchesterbezug; zentral für Anderssons schwedische Konzertrepertoirelinie.
Hans Holewa: Chamber Music with Guitar Phono-Suecia-Kontext mit Kammermusik für Gitarre; dokumentiert Anderssons Rolle in einem Repertoire, das Gitarre mit Flöte, Violine und anderen Instrumenten verbindet.
Magnus Andersson: Brian Ferneyhough: Kurze Schatten II – considérations d’un interprète Aufsatz in Contrechamps 8, 1988, S. 128–138. Der Text ist wichtig, weil er Andersson nicht nur als ausführenden Musiker, sondern als reflektierenden Interpreten komplexer Gitarrenmusik zeigt.

Rezeption und Bedeutung

Magnus Anderssons Bedeutung ist vor allem repertoiregeschichtlich. Viele Gitarristen werden durch die Interpretation eines bestehenden Kanons berühmt; Andersson wurde durch die Mitgestaltung eines Kanons wichtig, der in den 1980er und 1990er Jahren erst im Entstehen war. Werke wie Ferneyhoughs Kurze Schatten II wären ohne spezialisierte Interpreten nicht nur schwer aufführbar, sondern in ihrer praktischen musikalischen Realität kaum denkbar. Andersson steht für diesen Interpretentypus der späten Moderne.

Seine Rezeption ist deshalb nicht nur an Konzertkritiken oder Tonträgerverkäufen zu messen. Sie zeigt sich daran, dass Komponisten für ihn schrieben, dass Darmstadt eine Gitarrenklasse erhielt, dass junge Gitarristen bei ihm studierten, dass seine Einspielungen Referenzcharakter gewannen und dass die Gitarre in avancierten Kompositionsmilieus ernster genommen wurde. Die Wirkung ist institutionell, pädagogisch und ästhetisch zugleich.

Anderssons Stellung innerhalb der schwedischen Musik ist ebenfalls bedeutsam. Er verbindet lokale Repertoirepflege mit internationalem Netzwerk. Schwedische Komponisten wie Sven-David Sandström, Daniel Börtz, Mikael Edlund oder Hans-Ola Ericsson erscheinen in seinen Programmen neben italienischen, britischen, französischen, spanischen, dänischen, norwegischen und amerikanischen Komponisten. Dadurch wird die schwedische Gitarrenszene nicht als national abgeschlossener Bereich sichtbar, sondern als Teil einer europäischen und globalen Neue-Musik-Landschaft.

Für die Gitarrenpädagogik ist Andersson wichtig, weil er einen anderen Kanon vermittelt als die traditionelle Linie von Renaissance-Laute, Barocktranskription, Sor, Giuliani, Tárrega, Albéniz, Granados, Villa-Lobos und Rodrigo. Diese ältere Tradition bleibt selbstverständlich wichtig, doch Andersson zeigt, dass die Gitarre auch ein Instrument der Gegenwart sein kann: ein Instrument für Komplexität, Geräusch, Elektronik, Improvisation, Ensembleklang und analytische Präzision.

Kulturgeschichtlich steht Magnus Andersson damit für eine Verschiebung des Gitarrenbildes. Die Gitarre ist bei ihm nicht nur intimes Soloinstrument, sondern ein Labor der Neuen Musik. Sie fordert Komponisten heraus, weil sie körperlich, klanglich und notatorisch widerspenstig ist. Gerade diese Widerspenstigkeit wurde bei Andersson produktiv. Aus ihr entstand ein Repertoire, das die Möglichkeiten des Instruments erweitert und zugleich die Rolle des Interpreten neu definiert.

Sekundärliteratur

  • Andersson, Magnus: Brian Ferneyhough: Kurze Schatten II – considérations d’un interprète, in: Contrechamps 8, 1988, S. 128–138.
  • Bork, Detlev und Jewanski, Jörg: Andersson, Magnus, in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Supplementband, Kassel und Stuttgart 2008, S. 11–12.
  • Castro-Magas, Diego: Studien zu Brian Ferneyhoughs Gitarrenmusik, insbesondere zu Kurze Schatten II, Aufführungspraxis, Geste und Notation.
  • Ferneyhough, Brian: Texte zur eigenen Kompositionsästhetik und zu Kurze Schatten II, besonders im Zusammenhang komplexer Notation und instrumentaler Verdichtung.
  • Lavista, Mario: Brian Ferneyhough, Magnus Andersson y Pablo Gómez: la guitarra contemporánea, Vortrag beziehungsweise Essay zur zeitgenössischen Gitarre.
  • Wallrup, Erik: Etyder: om musik, Stockholm 2002, als schwedischer Kontext zu Musik, Interpretation und moderner Repertoirebildung.
  • Programm- und Archivmaterialien der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt zu Gitarrenklassen, Interpretation Studios, Jurys und Kranichsteiner Musikpreis.
  • Begleittexte zu den Tonträgern Chitarra con forza, Short Sounds, The Plucked North, To Hear with the Mouth und den Ferneyhough-Aufnahmen mit Kurze Schatten II.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Aldo Clementi Italienischer Komponist, dessen Gitarrenmusik zu Anderssons Repertoire der italienischen Moderne gehört.
  • Andrés Segovia Gitarrist, dessen Repertoirepolitik die klassische Gitarre im 20. Jahrhundert etablierte und den historischen Vergleich zu Anderssons Neue-Musik-Profil ermöglicht.
  • Bent Sørensen Dänischer Komponist, dessen Shadow Siciliano mit Anderssons zeitgenössischem Gitarrenrepertoire verbunden ist.
  • Luciano Berio Komponist der Sequenza XI für Gitarre, einem Schlüsselwerk moderner solistischer Gitarrenliteratur.
  • Brian Ferneyhough Komponist von Kurze Schatten II, dem zentralen Werkkomplex in Anderssons Rezeptionsgeschichte.
  • Chitarra con forza Aufnahme Magnus Anderssons mit schwedischer Gegenwartsmusik für Gitarre.
  • Darmstädter Ferienkurse Internationale Neue-Musik-Institution, an der Andersson 1984 die Gitarrenklasse gründete.
  • David Starobin Gitarrist und Repertoirebildner, wichtiger Vergleichspunkt zu Anderssons Arbeit an der modernen Gitarrenliteratur.
  • Franco Donatoni Italienischer Komponist, dessen Gitarrenwerke Ase, Algo III und Algo IV im Umfeld von Anderssons Repertoire stehen.
  • Ensemble SON Schwedisches Ensemble für Neue Musik und Improvisation, das Andersson mitbegründete.
  • Erweiterte Spieltechniken Zentraler Begriff für Anderssons Gitarrenpraxis zwischen Geräusch, Anschlag, Präparation, Verstärkung und komplexer Notation.
  • Kurze Schatten II Gitarrenwerk Brian Ferneyhoughs, eng verbunden mit Magnus Anderssons Interpretation und Reflexion.
  • Gitarre Instrument, dessen moderne Konzert- und Neue-Musik-Geschichte Andersson wesentlich mitprägte.
  • Gitarrenmusik Repertoirefeld zwischen klassischer Tradition, moderner Komposition, Kammermusik, Elektronik und Improvisation.
  • Hans Holewa Komponist mehrerer mit Andersson verbundener Gitarren- und Kammermusikwerke.
  • Interpretation Neuer Musik Aufführungspraxis, in der Anderssons Arbeit als technischer, analytischer und ästhetischer Partner von Komponisten einzuordnen ist.
  • James Dillon Komponist komplexer Gegenwartsmusik, dessen Shrouded Mirrors zum modernen Gitarrenrepertoire im Umfeld Anderssons gehört.
  • Julian Bream Gitarrist und Lautenist, dessen Repertoirepolitik historisch mit Anderssons Neue-Musik-Profil vergleichbar ist.
  • Kranichsteiner Musikpreis Darmstädter Auszeichnung, die Andersson 1984 im Bereich Interpretation erhielt.
  • Königliche Musikhochschule Stockholm Institutioneller Lehr- und Wirkungsort Anderssons in der schwedischen Gitarrenpädagogik.
  • Sequenza XI Berios Solowerk für Gitarre und ein Referenzstück moderner Gitarrenvirtuosität.
  • Mark Applebaum US-amerikanischer Komponist, dessen DNA für Gitarre mit Anderssons Repertoire verbunden ist.
  • Neue Musik Ästhetischer Hauptkontext von Anderssons Arbeit als Interpret, Lehrer, Ensemble-Musiker und Festivalleiter.
  • New Complexity Kompositionsästhetischer Kontext, in dem Ferneyhoughs Gitarrenmusik und Anderssons Interpretationsarbeit besonders wichtig sind.
  • Nosag Records Label der Aufnahmen Short Sounds und The Plucked North mit Magnus Andersson.
  • Roland Bengtsson Schwedischer Gitarrist und Lehrer Anderssons, wichtig für dessen frühe Ausbildung.
  • Stefano Scodanibbio Komponist und Kontrabassist, dessen Saiten- und Resonanzästhetik Anderssons Gitarrenrepertoire berührt.
  • Short Sounds Nosag-Aufnahme Anderssons mit italienischer Gegenwartsmusik für Gitarre.
  • Stockholm New Music Festival Festival, das Andersson 2006 und 2008 künstlerisch leitete.
  • Sven-David Sandström Schwedischer Komponist, dessen Gitarrenwerke und Konzertmusik mit Anderssons Repertoire verbunden sind.
  • The Plucked North Aufnahmeprojekt mit Magnus Andersson, Ensemble SON und Vremena Goda zur nordischen Gegenwartsmusik für Zupfinstrumente und Ensemble.
  • Trinity College of Music Londoner Ausbildungsstation Anderssons in den 1970er Jahren.
  • Zupfinstrumente Instrumentenfamilie, deren moderne Konzert- und Klangkunstperspektiven Andersson wesentlich erweitert.