Frances Allitsen

Eigentlich Mary Frances Bumpus, auch Mary Frances Allitsen, Mary Bumpus und Françoise Allitsen; * 30. Dezember 1848 in London, † 1. Oktober 1912 in London; englische Komponistin, Sängerin und Gesangspädagogin.

Überblick

Frances Allitsen, eigentlich Mary Frances Bumpus, war eine englische Komponistin, Sängerin und Gesangspädagogin des späten viktorianischen und frühen edwardianischen Musiklebens. Sie wurde vor allem durch Lieder und geistliche Solostücke bekannt, darunter The Lord is My Light, The Lute Player, A Song of Thanksgiving, Mary Hamilton, False or True, Spring Contrasts, King Duncan’s Daughters und King and Slave. Ihr Werk gehört zum Bereich des englischen Liedes, der viktorianischen Ballade, des Sacred Song, der Salonmusik und der Konzertballade.

Allitsen ist kulturgeschichtlich deshalb wichtig, weil sie exemplarisch zeigt, unter welchen Bedingungen Frauen im britischen Musikleben des 19. Jahrhunderts professionell komponieren konnten. Ihre Laufbahn führte nicht über eine institutionell gesicherte Komponistenkarriere, sondern über Gesang, Unterricht, Verlagskontakte, private Studien, Konzertaufführungen und den Markt für gedruckte Lieder. Gerade diese Verbindung von künstlerischem Ehrgeiz, ökonomischer Selbstbehauptung und gesellschaftlicher Begrenzung macht sie zu einer charakteristischen Gestalt der British Musical Renaissance aus weiblicher Perspektive.

Ihre erfolgreichsten Lieder wurden von prominenten Sängerinnen und Sängern verbreitet, darunter Clara Butt, Ada Crossley, Esther Palliser und C. Hayden Coffin. Die Popularität ihrer Musik beruhte nicht nur auf melodischer Eingängigkeit, sondern auf einer für die Zeit wirkungsvollen Verbindung von Deklamation, breitem kantablem Bogen, dramatischer Zuspitzung und einer Textwahl, die Bibel, Tennyson, Heine, Longfellow, Byron, Henley, Victor Hugo, Marie Corelli und andere literarische Stimmen umfasst.

Allitsen schrieb nicht ausschließlich Lieder. Überliefert sind auch Klavierstücke, darunter ein Nocturne, eine Sonate und kleinere Charakterstücke, sowie Orchesterwerke wie die Ouvertüren Undine und Slavonique, eine Suite de Ballet, ein Funeral March und eine Tarantella. Dennoch ist ihr bleibender Rang vor allem liedgeschichtlich zu bestimmen. Sie gehört zu jener Gruppe englischer Komponistinnen, die um 1880 bis 1910 den Lied- und Balladenmarkt wesentlich mitprägten, später aber durch die kanonische Konzentration auf große symphonische, opernhafte und männlich besetzte Werkformen in den Hintergrund traten.

Kurzdaten

Name Frances Allitsen.
Geburtsname Mary Frances Bumpus.
Weitere Namensformen Mary Frances Allitsen, Mary Bumpus, Mary Frances Bumpus, Françoise Allitsen.
Geburt 30. Dezember 1848 in London, nach biographischer Überlieferung auf Oxford Street.
Tod 1. Oktober 1912 in London; einzelne digitale Partitur- und Datenbankquellen führen abweichend den 30. September 1912.
Beruf Komponistin, Sängerin, Mezzosopranistin beziehungsweise Contralto-Solistin, Gesangspädagogin, Liedkomponistin, Autorin von Klavier- und Orchesterwerken sowie Vertreterin des viktorianisch-edwardianischen Musikmarkts.
Eltern John Bumpus, Buchhändler; Emma Louisa Bumpus, geborene Barton.
Ausbildung Privatstudien; Förderung und Beratung durch Thomas Henry Weist Hill, den Direktor der Guildhall School of Music.
Stimmfach Contralto beziehungsweise Mezzosopran; sie begann als Sängerin, verlor jedoch ihre Stimme und wandte sich danach stärker Komposition und Gesangsunterricht zu.
Hauptgattungen Englisches Lied, Konzertballade, Sacred Song, patriotisches Lied, Liedzyklus, Klavierstück, Ouvertüre, Suite und kleinere Orchesterstücke.
Bekannte Werke The Lord is My Light, The Lute Player, A Song of Thanksgiving, An Old English Love Song, There’s a Land, When the Boys Come Home, Mary Hamilton, False or True, Spring Contrasts, King Duncan’s Daughters, King and Slave und Album of Eight Songs.
Wichtige Verlage Boosey & Co., Chappell, Augener, Willcocks, Cocks, G. Schirmer und weitere englische beziehungsweise internationale Musikverlage.
Kulturelle Bedeutung Allitsen steht für die professionelle Liedkomposition von Frauen im späten viktorianischen und edwardianischen Großbritannien und für einen Repertoirebereich zwischen Salon, Konzertpodium, religiösem Solo, patriotischem Lied und literarischer Ballade.

Name, Pseudonym und editorische Einordnung

Frances Allitsen wurde als Mary Frances Bumpus geboren. Der Künstlername Frances Allitsen ist nicht bloß eine nebensächliche Variante, sondern Teil ihrer öffentlichen Positionierung. Während der bürgerliche Name Bumpus in biographischen Quellen wichtig bleibt, wurde ihre Musik unter dem Namen Allitsen verbreitet. In Katalogen, Partituren, Verlagsanzeigen, Schallplattendatenbanken und heutigen digitalen Musikportalen erscheint daher überwiegend Frances Allitsen.

Ob die Wahl des Namens auch eine strategische geschlechtliche Neutralisierung enthielt, lässt sich nicht sicher beweisen. Aus kulturgeschichtlicher Sicht ist diese Frage aber plausibel. Komponistinnen des späten 19. Jahrhunderts bewegten sich in einem Markt, der ihnen Lied, Salonmusik, Unterricht und häusliche Musizierformen eher zugestand als großformatige öffentliche Gattungen. Ein nicht unmittelbar als weiblich markierter Name konnte unter Umständen helfen, Vorurteile zu umgehen. Zugleich war Allitsen in Presse und Konzertleben als Frau präsent, so dass der Name nicht einfach als vollständige Tarnung zu verstehen ist.

Für die Kulturlexikon-Datei ist Frances Allitsen die sichtbare Lemmaform. Der Dateiname folgt der Regel Nachname–Vorname und lautet allitsen-frances.shtml. In den Metadaten und JSON-LD-Angaben wird Mary Frances Bumpus als Geburtsname geführt, damit Suchmaschinen, Bibliotheksdaten und biographische Register beide Identitäten sauber verbinden können.

Herkunft, Familie und literarische Frühprägung

Mary Frances Bumpus wurde am 30. Dezember 1848 in London geboren. Ihr Vater John Bumpus war Buchhändler; diese Herkunft aus einem literarisch geprägten Milieu ist für ihre spätere Textsensibilität bedeutsam. Allitsen war nach biographischer Überlieferung als Kind zunächst stärker der Literatur als der Musik zugeneigt. Sie schrieb einen Roman und Erzählungen, bevor sie sich schließlich zugunsten der Musik entschied. Gerade diese frühe literarische Orientierung erklärt, warum ihre Liedproduktion eine auffallend breite Textauswahl zeigt.

Ihre Eltern standen einer professionellen musikalischen Laufbahn ihrer Tochter offenbar ablehnend gegenüber. Diese Haltung war im viktorianischen Bürgertum nicht ungewöhnlich. Musikalische Bildung galt für Frauen als gesellschaftlich erwünschte Fertigkeit, professionelle Öffentlichkeit aber blieb problematisch. Das Dilemma prägte viele Komponistinnen der Zeit: Sie sollten musisch gebildet sein, aber nicht mit derselben Selbstverständlichkeit wie Männer öffentliche künstlerische Autorschaft beanspruchen.

Die Familie zog zeitweise aus London in ein kleineres Dorf. Allitsen empfand diese Umgebung als einschränkend und isolierend. Die Spannung zwischen literarischem Selbstbewusstsein, musikalischer Begabung, gesellschaftlicher Kontrolle und dem Wunsch nach professioneller Arbeit gehört zu den Grundbedingungen ihrer Biographie. Sie erklärt auch, warum ihr späteres Werk häufig auf Texte zurückgreift, in denen Sehnsucht, Abschied, Treue, religiöse Erhebung, patriotische Bindung und dramatische Selbstbehauptung eine Rolle spielen.

Ausbildung, Stimme und Übergang zur Komposition

Allitsen begann ihre musikalische Laufbahn nicht unmittelbar als Komponistin, sondern als Sängerin. Sie trat als Contralto-Solistin in Spohrs The Last Judgement auf und bewegte sich zunächst im vokalen Konzertmilieu. Der Verlust oder das Versagen ihrer Stimme beendete jedoch diese mögliche Sängerinnenkarriere. Danach wandte sie sich verstärkt der Komposition und der Gesangspädagogik zu. Dieser Übergang ist für ihr Werk entscheidend: Sie komponierte nicht abstrakt vom Klavier her, sondern aus einer praktischen Kenntnis der Stimme.

Sie brachte Kompositionen zu Thomas Henry Weist Hill, dem Direktor der Guildhall School of Music. Hill soll ihr Talent erkannt, aber zugleich bedauert haben, dass sie ernsthafte Studien so spät begonnen habe. Allitsen arbeitete daraufhin mit großer Energie an ihrer musikalischen Ausbildung. Da sie ihren Lebensunterhalt durch Unterricht verdienen musste, blieb ihre Studienzeit fragmentiert und durch Arbeit belastet. Diese Konstellation ist typisch für professionelle Musikerinnen, die keinen gesicherten institutionellen Weg offen hatten.

Aus der Verbindung von Gesangserfahrung, Unterrichtspraxis und kompositorischer Arbeit entwickelte Allitsen ein ausgesprochen vokales Idiom. Ihre Lieder sind auf deutliche Textverständlichkeit, wirkungsvolle Phrasierung und publikumswirksame Höhepunkte hin angelegt. Sie verlangen keine radikal moderne Harmonik, aber sie zeigen ein sicheres Gespür für dramatischen Aufbau, Singbarkeit und die expressive Funktion des Klaviers.

Liedkultur, Salon, Konzertsaal und Verlagsmarkt

Allitsens wichtigste Gattung war das englische Lied. Dabei ist der Begriff Lied hier nicht nur im deutschen Kunstliedsinn zu verstehen. Ihr Repertoire bewegt sich zwischen Kunstlied, Ballade, Salonlied, Sacred Song, patriotischem Song, Konzertnummer und häuslichem Musizierstück. Gerade diese Mischung machte ihren Erfolg möglich. Die Stücke konnten im Konzertsaal, im bürgerlichen Salon, im Musikunterricht, in religiösen Zusammenhängen und im häuslichen Rahmen verwendet werden.

Der englische Verlagsmarkt des späten 19. Jahrhunderts war für solche Musik besonders wichtig. Gedruckte Lieder wurden in großen Auflagen verkauft, von bekannten Sängerinnen und Sängern popularisiert und über Verlagsanzeigen verbreitet. Allitsen arbeitete mit Verlagen wie Boosey, Chappell, Augener, Willcocks, Cocks und G. Schirmer. Dadurch erreichte ihre Musik nicht nur das britische Publikum, sondern auch amerikanische und australische Aufführungskontexte.

Ihre Lieder stehen in einem Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Verwendbarkeit. Einige Titel, etwa The Lord is My Light oder The Lute Player, wurden zu Repertoirestücken, die über die unmittelbare Zeitmode hinaus in Aufnahmen, Partiturportalen und Lieddatenbanken sichtbar geblieben sind. Andere Werke sind heute eher durch Kataloge und Anzeigen als durch lebendige Aufführungstradition bekannt.

Stil, Textwahl und musikalisches Profil

Allitsens Stil ist vokal gedacht, textnah und wirkungsbewusst. Ihre Musik vermeidet extreme harmonische Experimente, besitzt aber eine klare dramatische Gestik. Sie arbeitet mit kantablen Linien, deutlicher Deklamation, Steigerungsbögen, modulierenden Übergängen und oft mit einem Klaviersatz, der die affektive Situation stützt. In den geistlichen Liedern steht Würde und Erhebung im Vordergrund; in den Balladen tritt der erzählerische und dramatische Charakter stärker hervor.

Die Textwahl ist ungewöhnlich breit. Allitsen vertonte Bibeltexte, Tennyson, Heine, Longfellow, Byron, William Ernest Henley, Victor Hugo, Frances Ridley Havergal, Marie Corelli, Robert Bridges, Edward Bulwer-Lytton, Alfred Austin, James Thomson und weitere Autorinnen und Autoren. Diese Vielfalt zeigt, dass sie sich nicht auf ein enges Salonrepertoire beschränkte. Sie suchte nach Texten, die sängerisch wirksam, literarisch anerkannt oder emotional unmittelbar waren.

Besonders auffällig sind die Heine-Vertonungen. Das Album of Eight Songs, später auch als Eight Songs from Poems by Heine geführt, verbindet deutsche und englische Texttradition. Die Heine-Rezeption war im englischsprachigen Lied des 19. Jahrhunderts weit verbreitet; Allitsen fügt sich hier in eine internationale Liedkultur ein, die Übersetzung, Nachdichtung und musikalische Aneignung miteinander verbindet.

In patriotischen und öffentlichen Liedern wie There’s a Land, When the Boys Come Home, England, My England! oder England, Queen of the Seas! wird eine andere Seite sichtbar. Diese Werke gehören in den Kontext von Empire, Boer War, nationalem Liedmarkt und öffentlichem Chorgesang beziehungsweise Solovortrag. Sie müssen heute historisch eingeordnet werden, weil sie kulturelle Haltungen ihrer Zeit spiegeln.

Interpretinnen, Interpreten und Verbreitung

Allitsens Erfolg beruhte wesentlich auf Sängerinnen und Sängern, die ihre Werke in Konzerten und auf Tourneen verbreiteten. Clara Butt, Ada Crossley, Esther Palliser und C. Hayden Coffin gehören zu den Namen, die in der zeitgenössischen und späteren Überlieferung mit ihrer Musik verbunden werden. Gerade bei Liedkomponistinnen war diese Form der Vermittlung entscheidend. Ein Lied konnte sich nur dann durchsetzen, wenn es gesungen, gedruckt, empfohlen und wiederholt aufgeführt wurde.

Auch historische Tonaufnahmen spielten für die spätere Überlieferung eine Rolle. Die Discography of American Historical Recordings verzeichnet Frances Allitsen als Komponistin im frühen Schallplattenkontext. Damit ist sie Teil einer Übergangsphase, in der Lieder vom gedruckten Notenmarkt in die Welt der Tonaufzeichnung übergingen. Für die heutige Forschung sind solche Aufnahmen wichtig, weil sie zeigen, welche Titel tatsächlich kursierten und wie sie in Aufführungstraditionen eingebunden waren.

Die Rezeption Allitsens ist dennoch fragmentarisch. Einzelne Lieder blieben bekannt, während größere Teile ihres Werks verschwanden oder nur noch in Bibliotheken greifbar sind. Das ist für Komponistinnen ihrer Generation typisch. Ihre Musik wurde in der Gegenwart gehört, verkauft und gesungen, später aber von Kanonbildung, Modernismus und einer auf größere Gattungen fixierten Musikgeschichtsschreibung verdrängt.

Werkverzeichnis

Das folgende Werkverzeichnis ist als kulturlexikalisch vollständiges Arbeitsverzeichnis nach erreichbarer Druck-, Datenbank- und Forschungslage angelegt. Es unterscheidet Liedzyklen, Einzelgesänge, geistliche Lieder, patriotische und öffentliche Songs, Klavierwerke, Orchesterwerke und zweifelhaft beziehungsweise nur summarisch überlieferte Werkgruppen. Bei Allitsen ist Vorsicht geboten: Viele Lieder erschienen einzeln, manche wurden in Alben erneut herausgegeben, einzelne Titel liegen nur in Katalogen oder Lieddatenbanken vor, und nicht alle Druckdaten sind öffentlich einheitlich nachweisbar.

Liedsammlungen, Zyklen und größere vokale Gruppen

  • Six Songs. Sammlung mit Not Quite Alone, Come Not, When I Am Dead, Margaret, Thy Presence, Prince Ivan’s Song und Thy Voice Is Heard Thro’ Rolling Drums. Die Texte stammen unter anderem von John Hay, Alfred Tennyson, William Hurrell Mallock, Frances Anne Kemble, Marie Corelli und Tennyson.
  • Album of Eight Songs, später auch Eight Songs from Poems by Heine. Sammlung von Heine-Vertonungen beziehungsweise Nachdichtungen mit Der Fichtenbaum beziehungsweise A Pine-tree Standeth Lonely, Saphire sind die Augen dein beziehungsweise Two Sapphires Those Dear Eyes of Thine, Du hast Diamanten und Perlen beziehungsweise Diamonds Hast Thou and Pearls, Die Botschaft beziehungsweise King Duncan’s Daughters, Seit die Liebste war entfernt beziehungsweise Since My Love Now Loves Me Not, Mag da draußen Schnee sich türmen beziehungsweise Fathoms Deep May Drift the Snow, Der Tod, das ist die kühle Nacht beziehungsweise Oh Death, It Is the Cold, Cold Night und Katharine beziehungsweise Katherine.
  • Moods and Tenses (Phases in a Love Drama). Zyklus von acht Liedern mit Rebellion, Love’s Mandate, As the Buds Look Up, Regret, Doubts, Resolve, Rapture und Love’s Victory. Die Texte stammen unter anderem von Amelia Blandford Edwards, William Charles Scully, Frank Hyde, Robert Bulwer-Lytton und Robert Seymour Bridges.
  • Spring Contrasts. Zweiteilige Gruppe mit The Spring, My Dear und The Nightingale Has a Lyre of Gold, beide nach William Ernest Henley.
  • Three Love Letters. Gruppe mit A Letter, Sweet Sorrow und As Cooling Dew, nach William Theodore Peters und Georgeanne Hubi-Newcombe.
  • Three Songs. Gruppe mit Whether We Die or Live, A Song of Dawn und einem weiteren gruppierten Lied nach George Meredith beziehungsweise Mrs. F. Percy Cotton.
  • Two Christmas Songs. Gruppe mit The Star in the East und From Heart to Heart beziehungsweise Glory to God on High, nach William Theodore Peters und Robert Fuller Murray.
  • Two Short Songs. Gruppe mit Love and Grief — Nature and Art und The Mountain and the Star, nach William Theodore Peters.
  • Two Songs. Gruppe mit Think on Me, Dear und Always Together beziehungsweise mit Since We Parted, Nocturne und The Sou-wester, je nach Ausgabe und Katalogzusammenhang.
  • Four Songs from A Lute of Jade. Gruppe nach Nachdichtungen von Launcelot Alfred Cranmer-Byng mit The Waning Moon, The Nightless Tryst, High o’er the Hills und A King of Liang.

Geistliche Lieder, Psalmen und devotionales Repertoire

  • The Lord Is My Light. Sacred Song nach Psalm 27, veröffentlicht bei Boosey & Co.; Allitsens bekanntestes geistliches Lied und eines ihrer dauerhaft rezipierten Werke.
  • Like as the Hart Desireth. Geistliches Lied nach biblischem beziehungsweise psalmischem Text.
  • Psalm 41 (42). Psalmvertonung nach Martin Luther beziehungsweise biblischer Vorlage.
  • Praise Thou the Lord, O My Soul. Geistliches Lied nach biblischem Text.
  • Break, Diviner Light!. Geistliches beziehungsweise hymnisches Lied nach Alfred Tennyson.
  • Hymn of Trust. Lied nach Oliver Wendell Holmes.
  • Lift Thy Heart. Lied nach Frederick G. Bowles.
  • Oh! for a Burst of Song. Geistlich gefärbtes Lied nach Frances Ridley Havergal.
  • Sacred Song. Lied nach Robert Fuller Murray.
  • The Sovereignty of God. Geistliches Lied nach Frances Ridley Havergal.
  • Sunset and Dawn. Lied nach Frances Ridley Havergal, heute durch frei zugängliche Partiturüberlieferung greifbar.
  • A Song of Faithfulness. Lied nach Florence Hoare.
  • A Song of Thanksgiving. Erfolgreiches Lied beziehungsweise Sacred Song; in mehreren Nachweisen als eines ihrer populären Stücke geführt.
  • Thanksgiving for Victory. Öffentlich-patriotisch und religiös gefärbtes Danklied.

Bekannte Einzelgesänge und Balladen

  • Adieu! Love. Lied, 1895 veröffentlicht.
  • Afterward. Lied, um 1901 nachweisbar.
  • A Letter. Lied aus Three Love Letters.
  • A Lover’s Song. Lied nach W. J. Lancaster.
  • A Moorish Serenade. Lied beziehungsweise Serenade nach anonymem Text.
  • An Old English Love Song. Früher Erfolg Allitsens und ein Schlüsselwerk ihrer Balladenrezeption.
  • Answered. Lied nach Mrs. F. Percy Cotton unter dem Pseudonym Ellis Walton.
  • Apart for Evermore. Lied nach Saretta Green unter dem Namen Caris Brooke.
  • As Cooling Dew. Lied aus Three Love Letters.
  • Before We Part. Lied nach Mrs. F. Percy Cotton.
  • Be My Star. Lied nach Frederick Langbridge.
  • Bygones. Lied nach Mrs. F. Percy Cotton.
  • Cavalry Song. Lied nach Edmund Clarence Stedman.
  • Come Not, When I Am Dead. Lied nach Alfred Tennyson aus Six Songs.
  • Dainty Clare beziehungsweise Dainty Clare Ballad. Lied nach Florence Hoare.
  • Doubts. Lied aus Moods and Tenses nach Robert Bulwer-Lytton.
  • Eastern Serenade. Lied nach Dorothy Johnson.
  • False or True. Erfolgreiches Lied nach Clifton Bingham.
  • Forgetfulness. Lied nach Fred J. Vigay.
  • Forget Thee!. Lied nach John Moultrie.
  • Give a Man a Horse He Can Ride. Lied nach James Thomson.
  • Heini of Steir, the Meistersinger. Lied nach Joseph Viktor von Scheffel beziehungsweise anonymer Nachdichtung.
  • I Know a Little Rose beziehungsweise Ich weiss ein Röslein roth. Lied nach Bayard Taylor beziehungsweise Kate Freiligrath Kroeker.
  • In Our Boat. Lied nach Dinah Maria Craik.
  • In the Sunshine. Lied nach Augusta Webster.
  • In Times of Old. Lied nach Thomas Love Peacock.
  • King and Slave. Erfolgreiche Ballade nach Adelaide Anne Procter.
  • King Duncan’s Daughters. Lied aus dem Heine-Album beziehungsweise nach Kate Freiligrath Kroeker.
  • Lady! In This Night of June. Lied nach Alfred Austin.
  • Like a Garden After Rain. Lied nach Alfred Austin.
  • Like Violets Pale. Lied nach James Thomson, 1898 veröffentlicht.
  • L’intérieur. Lied nach Maurice Maeterlinck.
  • Love in Spring Time. Lied nach Lewis Morris.
  • Love’s Despair. Lied nach George Sigerson beziehungsweise irischer Vorlage.
  • Love, We Must Part!. Lied mit eigenem Text Frances Allitsens.
  • Mabel’s Song. Lied nach Algernon Charles Swinburne.
  • Magnificat. Vokales Werk nach Arthur Leslie Salmon.
  • Margaret. Lied aus Six Songs nach William Hurrell Mallock.
  • Marjorie. Lied nach W. Eltringham Kendall.
  • Mary Hamilton. Erfolgreiche Ballade nach George John Whyte-Melville.
  • My Bonny Curl. Lied nach Amélie Rives.
  • My Laddie. Lied nach Amélie Rives.
  • My Lady Sleeps. Lied nach Henry Wadsworth Longfellow.
  • My Lady’s Pleasure. Lied nach Edward Teschemacher.
  • My Life and Thine. Lied nach Constance Sutcliffe.
  • Not Quite Alone. Lied aus Six Songs nach John Hay.
  • O Give Me All Thy Heart. Lied nach Mrs. F. Percy Cotton.
  • O Hemlock Tree. Lied nach Henry Wadsworth Longfellow und anonymer Vorlage.
  • Old Clock on the Stairs. Lied nach Henry Wadsworth Longfellow.
  • One or Two. Lied nach Will Carleton.
  • On the River. Lied nach James Thomson.
  • Over the Bridge. Lied nach James Thomson.
  • Prince Ivan’s Song. Lied aus Six Songs nach Marie Corelli.
  • Rapture. Lied aus Moods and Tenses nach Frank Hyde.
  • Rebellion. Lied aus Moods and Tenses nach Amelia Blandford Edwards.
  • Regret. Lied aus Moods and Tenses nach Frank Hyde.
  • Resolve. Lied aus Moods and Tenses nach Frank Hyde.
  • Severed Song. Lied nach Hal.
  • Since We Parted. Lied nach Robert Bulwer-Lytton.
  • Sing Me to Rest. Lied nach Harold Whitaker.
  • Sweet Sorrow. Lied aus Three Love Letters nach William Theodore Peters.
  • Tell Her, Sweet Thrush!. Lied nach Charles William Cayzer unter dem Pseudonym C. Whitworth Wynne.
  • The Colleen Rue beziehungsweise The Red-haired Girl. Lied nach Katharine Tynan.
  • The Hidden Grief. Lied nach Richard Harris Barham unter dem Namen Thomas Ingoldsby.
  • The Lover’s Wish. Lied nach Victor Hugo.
  • The Loyalty of Love. Lied nach Edward Bulwer-Lytton.
  • The Lute Player. Lied nach William Watson und eines der bekanntesten Werke Allitsens.
  • The Norseman’s Song. Lied nach M. Ingle Ball.
  • The Stars Are with the Voyager. Lied nach Thomas Hood.
  • The Stars of June. Lied nach Frederick E. Weatherly.
  • The Wayfarer. Lied nach John Masefield.
  • The Wayside Seat. Lied nach Mrs. F. Percy Cotton unter dem Pseudonym Ellis Walton.
  • Think on Me, Dear. Lied nach Edwin Arnold.
  • Thy Presence. Lied aus Six Songs nach Frances Anne Kemble.
  • Thy Voice Is Heard Thro’ Rolling Drums. Lied aus Six Songs nach Alfred Tennyson.
  • True Love. Lied mit Text von Frances Allitsen.
  • Unto Thy Heart. Lied nach Ernest Oswald Coe beziehungsweise Victor Hugo.
  • Warning. Lied nach Hermann von Lingg beziehungsweise anonymer Nachdichtung.
  • When We Two Parted. Lied nach Lord Byron.
  • Who Would Not Captive Be?. Lied nach MacKenzie MacBride.
  • Wilt Thou Take Me for Thy Slave. Lied nach William Scawen Blunt.
  • Youth. Lied nach Edward Teschemacher beziehungsweise anonymer Vorlage.

Patriotische, öffentliche und kriegsbezogene Lieder

  • Britain’s Heroes. Patriotisches Lied nach James Arthur Edgerton.
  • England, My England!. Lied nach William Ernest Henley.
  • England, Queen of the Seas!. Lied nach Charles William Cayzer.
  • Forward. Lied nach Edna Dean Proctor.
  • Song of the Gun. Lied nach J. E. MacManus.
  • Sons of the City. Lied nach Bernard Malcolm Ramsay.
  • The Boys Who Will Not Return. Lied nach James Arthur Edgerton.
  • The Scottish Pipers. Lied nach Bernard Malcolm Ramsay.
  • There’s a Land. Patriotisches Lied nach Charles Mackay beziehungsweise Agnes M. Sibly; besonders im Kontext des Boer War stark verbreitet.
  • When the Boys Come Home. Lied nach John Hay, 1898 veröffentlicht.

Klavierwerke

  • Piano Sonata, 1881 beziehungsweise frühe 1880er Jahre. In der älteren Werküberlieferung als größere Klavierform genannt.
  • Nocturne. Klavierstück in b-Moll, bei IMSLP mit frei zugänglicher Partitur geführt.
  • Caprice. Klavierstück, von Vladimir de Pachmann gespielt beziehungsweise gelobt.
  • Weitere Klavierstücke. In älteren biographischen und kritischen Texten werden zusätzliche piano pieces erwähnt, deren vollständige Titelliste quellenkritisch nach Druckkatalogen zu ergänzen ist.

Orchesterwerke und größere Instrumentalstücke

  • Undine. Ouvertüre, um 1884 genannt; in älterer Kritik als ambitioniertes Orchesterwerk Allitsens geführt.
  • Slavonique. Ouvertüre, um 1884 genannt und in der zeitgenössischen Rezeption als erfolgreich aufgeführt beschrieben.
  • Suite de Ballet. Orchesterwerk aus den 1880er Jahren, in Überblicken zur britischen Musik erwähnt.
  • Funeral March. Orchester- beziehungsweise Blasorchesterstück, aufgeführt unter anderem im Zusammenhang der Royal Artillery Band.
  • Tarantella. Orchester- beziehungsweise Konzertstück, ebenfalls im Zusammenhang mit Aufführungen durch Militär- oder Konzertorchester genannt.

Nur summarisch oder quellenkritisch zu behandelnde Werkgruppen

  • Weitere Lieder und Duette. In der Forschung und älteren Presse ist von mehr als fünfzig, in einzelnen neueren Überblicken sogar von deutlich über hundert Liedern und Duetten die Rede. Die genaue Zahl hängt davon ab, ob Einzelausgaben, Neuauflagen, Übersetzungen, Duette, Sammlungsbestandteile und Nachdrucke getrennt gezählt werden.
  • Frühe literarische Arbeiten. Allitsen schrieb vor ihrer musikalischen Professionalisierung einen Roman und Erzählungen. Diese Texte sind für die biographische Prägung wichtig, werden aber nicht als musikalische Werke geführt.
  • Gesangsunterricht und pädagogische Tätigkeit. Ihre Tätigkeit als Gesangspädagogin war für ihren Lebensunterhalt und ihre praktische Vokalästhetik wichtig, ist aber nicht in einem eigenen publizierten Methodikwerk gesichert.

Rezeption und editorische Hinweise

Frances Allitsen war zu Lebzeiten keine Randfigur. Ihre Lieder wurden gedruckt, verkauft, gesungen, besprochen und durch prominente Interpretinnen und Interpreten verbreitet. Dass sie heute weit weniger bekannt ist als manche männlichen Zeitgenossen, liegt nicht an fehlender damaliger Präsenz, sondern an späterer Kanonbildung. Das 20. Jahrhundert bevorzugte in der Musikgeschichtsschreibung lange größere Formen, Fortschrittsnarrative und institutionell männlich geprägte Komponistenbiographien. Liedkomponistinnen, die im viktorianischen Verlagsmarkt erfolgreich waren, gerieten dadurch leicht in Vergessenheit.

Ein editorisches Problem betrifft das Todesdatum. Die Mehrzahl moderner biographischer Nachweise nennt den 1. Oktober 1912; einzelne Partiturportale führen den 30. September 1912. Für diese Seite wird der 1. Oktober 1912 verwendet, zugleich wird die Abweichung in den Kurzdaten ausdrücklich festgehalten. Die Grab- und Sterbeüberlieferung weist auf London, St John’s Wood beziehungsweise Hampstead Cemetery als biographisch wichtige Orte.

Ein zweiter Punkt betrifft die Werkzählung. Allitsens Lieder erschienen häufig einzeln und wurden später in Alben oder Sammlungen wieder zusammengefasst. Deshalb kann ein Werk zugleich Einzelnummer, Teil einer Sammlung und späterer Nachdruck sein. Ein sauberes Werkverzeichnis muss daher Gruppierungen, Einzeltitel und Wiederveröffentlichungen voneinander unterscheiden. Besonders beim Album of Eight Songs und den Heine-Vertonungen ist die doppelte deutsch-englische Titelführung zu beachten.

Für das Kulturlexikon ist Allitsen ein wichtiges Verbindungslemma. Sie gehört zu Frauen in der Musik, britischer Musikgeschichte, British Musical Renaissance, Victorian Ballad, Salonmusik, Sacred Song, Gesangspädagogik und Musikverlagsgeschichte. Ihre Seite sollte deshalb nicht nur biographisch, sondern gattungs- und kulturgeschichtlich vernetzt werden.

Sekundärliteratur

  • Armstrong, William: „Three English Women Composers“. In: The Etude, April 1902. Vergleichender Artikel zu Frances Allitsen, Liza Lehmann und Guy d’Hardelot.
  • Brown, James Duff und Stephen Samuel Stratton: British Musical Biography. Birmingham 1897. Früher lexikalischer Eintrag zu Frances Allitsen als Sängerin und Komponistin.
  • Fuller, Sophie: The Pandora Guide to Women Composers. Britain and the United States, 1629–Present. London: Pandora, 1994.
  • Fuller, Sophie: Women Composers during the British Musical Renaissance, 1880–1918. Dissertation, King’s College London, 1998. Mit ausführlichem Kapitel zu Liza Lehmann und Frances Allitsen sowie Werkverzeichnis.
  • Fuller, Sophie: „Allitsen [real name Bumpus], Frances“. In: Oxford Dictionary of National Biography. Oxford University Press.
  • Gillett, Paula: Musical Women in England, 1870–1914. Encroaching on All Man’s Privileges. London: Macmillan, 2000.
  • Green, Lucy: Music, Gender, Education. Cambridge: Cambridge University Press, 1997. Als Kontext zu musikalischer Ausbildung und Geschlechterordnung im britischen Musikleben nützlich.
  • Hurd, Michael: The Ordeal of Ivor Gurney und weitere Arbeiten zur englischen Lied- und Vokalkultur des frühen 20. Jahrhunderts, als Vergleichshorizont für Allitsens spätere Rezeption.
  • Kennedy, Michael: The Oxford Dictionary of Music. Oxford. Für Begriffe wie Victorian ballad, parlour song und englische Liedtradition ergänzend brauchbar.
  • McVeagh, Diana: Concert Life in London from Mozart to Haydn beziehungsweise Arbeiten zur britischen Musikkultur; als breiter Kontext zur Londoner Konzertkultur heranzuziehen.
  • Scowcroft, Philip L.: „Some British Women Composers“. In: MusicWeb International, 2002. Überblick zu britischen Komponistinnen, darunter Frances Allitsen.
  • Strand Musical Magazine: „Popular Lady Composers“. London 1895. Zeitgenössischer Pressekontext zu Allitsens öffentlicher Wahrnehmung.
  • Wiley, Christopher: Studien zu Ethel Smyth, Virginia Woolf und der Wahrnehmung von Komponistinnen in der britischen Musikgeschichtsschreibung.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Emma Allitsen Contralto-Sängerin und Schwester Frances Allitsens, wichtig für den familiären Musikzusammenhang.
  • Augener Londoner Musikverlag, der für die Drucküberlieferung britischer Klavier- und Liedmusik des 19. Jahrhunderts wichtig ist.
  • Ballade Erzählende vokale Form, in der viele populäre Lieder Allitsens zu verorten sind.
  • Boosey & Co. Musikverlag, der mehrere bekannte Lieder Allitsens veröffentlichte, darunter The Lord is My Light.
  • British Musical Renaissance Kontext der britischen Musik um 1880 bis 1918, in dem Allitsen als Komponistin von Liedern und Balladen zu verorten ist.
  • Clara Butt Englische Sängerin, die zur Popularisierung von Liedern Allitsens beitrug.
  • Chappell Londoner Musikverlag, wichtig für den englischen Lied- und Balladenmarkt.
  • C. Hayden Coffin Sänger und Interpret des britischen Musiktheaters und Liedrepertoires, mit Allitsens Popularisierung verbunden.
  • Contralto Tiefes weibliches Stimmfach, in dem Allitsen zunächst als Sängerin hervortrat.
  • Marie Corelli Schriftstellerin, deren Prince Ivan’s Song Allitsen vertonte.
  • Ada Crossley Australische Contralto-Sängerin, die Allitsens Lieder verbreitete.
  • Vladimir de Pachmann Pianist, der Allitsens Klavierstück Caprice spielte und ihre kompositorische Begabung lobte.
  • Englisches Lied Hauptgattung von Allitsens kompositorischer Tätigkeit.
  • Frauen in der Musik Übergreifender kulturgeschichtlicher Bereich, in dem Allitsens Laufbahn exemplarisch ist.
  • Gesangspädagogik Berufsfeld, in dem Allitsen nach dem Ende ihrer Sängerinnenkarriere wirkte.
  • Guildhall School of Music Londoner Musikschule, deren Direktor Thomas Henry Weist Hill Allitsens Entwicklung unterstützte.
  • Frances Ridley Havergal Autorin religiöser Texte, die Allitsen in mehreren Liedern vertonte.
  • Heinrich Heine Dichter, dessen Texte und Nachdichtungen eine zentrale Gruppe in Allitsens Liedwerk bilden.
  • William Ernest Henley Dichter von Texten, die Allitsen in Spring Contrasts und patriotischen Liedern verwendete.
  • Kammerballade Konzertante Liedform zwischen Salon, Erzählung und dramatischem Vortrag.
  • Komponistin Berufs- und Rollenbezeichnung, deren gesellschaftliche Bedingungen im 19. Jahrhundert für Allitsen besonders wichtig sind.
  • Kunstlied Gattungshorizont, in dem Allitsens literarisch ambitionierte Lieder zu verorten sind.
  • Liza Lehmann Englische Komponistin und Sängerin, in der Forschung häufig zusammen mit Frances Allitsen behandelt.
  • Lied Zentrale Gattung von Allitsens Werk zwischen Kunstlied, Ballade und Salonrepertoire.
  • Henry Wadsworth Longfellow Dichter, dessen Texte Allitsen mehrfach vertonte.
  • Musikverlag Publikationssystem, durch das Allitsens Lieder verbreitet und kommerziell erfolgreich wurden.
  • Parlour Song Englischer Salonsong, dessen Markt und Aufführungspraxis für Allitsens Lieder wichtig sind.
  • Sacred Song Geistliches Sololied, zu dem Allitsens The Lord is My Light gehört.
  • Salonmusik Bürgerliche Aufführungskultur, in der Allitsens Lieder und Klavierstücke zirkulierten.
  • Louis Spohr Komponist von The Last Judgement, in dem Allitsen als Contralto-Solistin auftrat.
  • Alfred Tennyson Dichter, dessen Texte Allitsen in mehreren Liedern vertonte.
  • Victorian Ballad Populäre britische Liedform des 19. Jahrhunderts, für Allitsens Erfolg zentral.
  • Thomas Henry Weist Hill Direktor der Guildhall School of Music und wichtiger Förderer beziehungsweise Berater Allitsens.