Jerónimo de Aliseda (2)
Überblick
Jerónimo de Aliseda war ein spanischer Komponist und Kapellmeister der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er gehört zur Granadiner Linie der spanischen Renaissance-Polyphonie und steht in unmittelbarer familiärer und institutioneller Nachfolge seines Vaters Santos de Aliseda, der von 1557 bis 1580 maestro de capilla der Kathedrale von Granada war.
Jerónimo wurde um 1548 geboren, der Geburtsort ist nicht sicher überliefert. Seit September 1557 ist er als Chorknabe beziehungsweise infante de coro der Granadiner Kapelle unter der Leitung seines Vaters nachweisbar. Damit wurde er in einer jener Institutionen ausgebildet, in denen Gesang, Kontrapunkt, Liturgie, lateinische Textdeklamation, Chordisziplin und musikalische Praxis unmittelbar miteinander verbunden waren.
1577 wurde Jerónimo de Aliseda geweiht und dürfte danach ein Amt an der Kathedrale versehen haben. Am 8. Juni 1580 wurde er wegen der schweren Erkrankung seines Vaters und noch vor dessen Tod zum Nachfolger als maestro de capilla der Kathedrale von Granada ernannt. Eine sonst übliche öffentliche Prüfung beziehungsweise Opposition scheint in diesem Fall nicht stattgefunden zu haben, was sowohl mit der familiären Kontinuität als auch mit der bewährten lokalen Ausbildung erklärt werden kann.
Seine Amtszeit dauerte bis 1589. In diesem Jahr erkrankte er und wurde von seinen Verpflichtungen entlastet. Er starb am 28. Juni 1591 in Granada, nach den überlieferten Nachrichten in Armut. Damit wiederholte sich auf tragische Weise ein Motiv, das bereits beim Vater begegnet: hohe institutionelle Verantwortung, aber prekäre materielle Stellung.
Als Komponist ist Jerónimo de Aliseda in einem kleineren, aber klar erkennbaren Werkbestand fassbar. Erhalten sind Motetten und eine Lamentation; zwei Messen gelten als verloren. Besonders wichtig sind Ave Maria, Popule meus quid feci tibi, Ad te levavi animam meam, Beatus Franciscus dum morti appropinquaret, Domine ne in ira tua mit der zweiten Pars Timor et tremor sowie die Lamentation Quomodo sedet sola. Diese Werke zeigen eine expressive, kontrapunktisch geordnete und liturgisch gebundene Kirchenmusik im Umfeld der spanischen Gegenreformation.
Kurzdaten
| Name | Jerónimo de Aliseda. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Jerónimo Sánchez de Aliseda, Jeronimo de Aliseda, Jeronimo Sanchez de Aliseda, Aliseda, Jerónimo de, Aliseda, Jerónimo Sánchez de. |
| Nummerierung | Jerónimo de Aliseda (2), zur Unterscheidung von seinem Vater Santos de Aliseda (1). |
| Alphabetischer Ansatz | Aliseda, Jerónimo de. |
| Dateiname | aliseda-jeronimo.shtml. |
| Geburt | Um 1548; Ort unbekannt. |
| Tod | 28. Juni 1591 in Granada. |
| Beruf | Komponist, maestro de capilla, Kapellmeister, Chorknabenlehrer, Kleriker, Leiter liturgischer Musik und Komponist lateinischer Kirchenmusik. |
| Vater | Santos de Aliseda, Komponist, Tenor und maestro de capilla der Kathedrale von Granada. |
| Ausbildung | Seit September 1557 als Chorknabe der Kathedrale von Granada unter der Leitung seines Vaters nachweisbar; musikalische Ausbildung wahrscheinlich wesentlich durch Santos de Aliseda. |
| Weihe | 1577 geweiht; danach wahrscheinlich mit einem Amt an der Kathedrale verbunden. |
| Hauptamt | Maestro de capilla der Kathedrale von Granada, ernannt am 8. Juni 1580, tätig bis zu seiner Erkrankung 1589. |
| Amtszeit | 1580 bis 1589 als Kapellmeister; 1591 Tod in Granada. |
| Vorgänger | Santos de Aliseda, sein Vater. |
| Nachfolge | Nach Jerónimos Tod wurden 1592 öffentliche Prüfungen für die Neubesetzung des Granadiner Kapellmeisteramtes abgehalten; in diesem Zusammenhang erscheint unter anderem Pedro Bermúdez. |
| Institutionen | Kathedrale von Granada, Capilla Real de Granada, Granadiner Kathedralmusik, Handschriftenüberlieferung in Granada und Toledo. |
| Hauptgattungen | Motette, Lamentation, verlorene Messe, lateinische liturgische Polyphonie, Passions- und Karwochenmusik, Marienmotette und Psalm- beziehungsweise Bußmotette. |
| Erhaltene Hauptwerke | Ad te levavi animam meam, Ave Maria, Beatus Franciscus dum morti appropinquaret, Domine ne in ira tua, Timor et tremor, Quomodo sedet sola und Popule meus quid feci tibi. |
| Verlustbestand | Zwei Messen werden in der älteren und modernen Überlieferung als verloren genannt; erhalten ist nach heutigem Befund keine gesicherte Messe Jerónimo de Alisedas. |
| Kulturelle Bedeutung | Vertreter der Granadiner Kathedralpolyphonie nach Santos de Aliseda; wichtig für die Kontinuität von Vater-Sohn-Nachfolge, Chorknabenbildung, Motettenüberlieferung und spanischer Renaissance-Polyphonie im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts. |
Name, Nummerierung und Quellenlage
Der Eintrag wird unter der natürlichen Namensform Jerónimo de Aliseda geführt. In wissenschaftlichen Katalogen erscheint auch die vollständigere Form Jerónimo Sánchez de Aliseda. Die nicht akzentuierte Schreibweise Jeronimo de Aliseda ist für internationale Kataloge und technische Suchvorgänge mitzuberücksichtigen. Für die alphabetische Ordnung gilt Aliseda, Jerónimo de; der Dateiname lautet aliseda-jeronimo.shtml.
Die Nummerierung (2) dient der Unterscheidung vom Vater Santos de Aliseda. Diese Unterscheidung ist notwendig, weil beide am selben Ort, in derselben Institution und in aufeinanderfolgenden Amtszeiten tätig waren. Der Vater war bis 1580 maestro de capilla der Kathedrale von Granada; der Sohn wurde am 8. Juni 1580 zum Nachfolger ernannt und leitete die Kapelle bis zu seiner Erkrankung 1589.
Die Quellenlage ist schmal, aber in ihren Grundzügen belastbar. Der Geburtsort ist unbekannt, die Geburt wird ungefähr auf 1548 angesetzt. Als Chorknabe ist Jerónimo ab 1557 in der Kapelle seines Vaters greifbar. Der Tod am 28. Juni 1591 in Granada wird übereinstimmend genannt. Für das Werkverzeichnis sind DIAMM, Granadiner Handschriftenkontexte, Toledaner Quellen und moderne Repertoirelisten besonders wichtig.
Bei den Werken ist Quellenkritik erforderlich. Die erhaltenen Stücke sind liturgische lateinische Vokalwerke; profane Werke sind nicht sicher erhalten. Die in der Literatur genannten zwei Messen gelten als verloren. Die Missa Ecce vir prudens gehört dagegen nach der heutigen Quellenlage zu Santos de Aliseda, nicht zu Jerónimo. Diese Trennung wird im vorliegenden Artikel konsequent eingehalten.
Leben, Ausbildung und Kapellmeisteramt
Jerónimo de Aliseda wurde um 1548 geboren. Zu diesem Zeitpunkt war sein Vater Santos de Aliseda noch nicht Kapellmeister der Kathedrale von Granada. Als Santos 1557 das Amt des maestro de capilla übernahm, trat der junge Jerónimo in den musikalischen Wirkungskreis der Kathedrale ein. Seit September 1557 ist er als Chorknabe der Kapelle unter der Leitung seines Vaters nachweisbar.
Diese Ausbildung war umfassend. Ein Chorknabe einer spanischen Kathedrale lernte nicht nur Gesang, sondern auch liturgische Ordnung, lateinische Aussprache, modale Melodie, einfache und mehrstimmige Musik, Chordisziplin und praktische Aufführung. Wenn Jerónimo später selbst Kapellmeister wurde, beruhte seine Kompetenz also auf einer langen, institutionell eingebetteten Schulung.
1577 wurde Jerónimo de Aliseda geweiht. Die Weihe deutet darauf hin, dass seine musikalische Laufbahn nicht nur künstlerisch, sondern auch kirchlich-institutionell verankert war. Nach der Weihe dürfte er ein Amt an der Kathedrale bekleidet haben. Die Quellen sind hier knapp, doch die spätere Ernennung zum Kapellmeister zeigt, dass er dem Domkapitel als geeigneter Musiker und Kleriker vertraut war.
Am 8. Juni 1580 wurde Jerónimo wegen der Erkrankung seines Vaters zum Nachfolger als maestro de capilla der Kathedrale von Granada ernannt. Santos de Aliseda starb wenige Wochen später, am 4. Juli 1580. Die Ernennung des Sohnes vor dem Tod des Vaters zeigt den Wunsch nach Kontinuität. Sie zeigt aber auch, dass das Domkapitel in einer akuten Krisensituation rasch eine Lösung für die Leitung der Kapelle benötigte.
Als Kapellmeister übernahm Jerónimo dieselben Kernaufgaben, die bereits sein Vater getragen hatte. Er war für die Erziehung und Versorgung der Sängerknaben, für tägliche Musikunterweisung, für die Leitung der Kapelle, für die liturgische Aufführung und für neue Kompositionen zu Festtagen zuständig. Die Funktion war zugleich musikalisch, pädagogisch, administrativ und seelsorglich eingebunden.
1589 erkrankte Jerónimo de Aliseda und wurde von seinen Aufgaben entlastet. Zwei Jahre später, am 28. Juni 1591, starb er in Granada. Nach seinem Tod wurde das Kapellmeisteramt neu ausgeschrieben; 1592 fanden Prüfungen statt, bei denen unter anderem Pedro Bermúdez erscheint. Damit endete die unmittelbare Aliseda-Linie im Granadiner Kapellmeisteramt.
Ausführlicher Kulturüberblick
Jerónimo de Aliseda wirkte in einer Epoche, in der die spanische Kirchenmusik zu den bedeutenden europäischen Vokaltraditionen gehörte. Das 16. Jahrhundert brachte eine außerordentliche Dichte von Komponisten hervor: Cristóbal de Morales, Francisco Guerrero, Tomás Luis de Victoria, Rodrigo de Ceballos, Juan Navarro, Luis de Aranda, Pedro Bermúdez und viele andere prägten eine Kultur, in der Kathedralen, Kollegiatkirchen und königliche Kapellen zu Zentren musikalischer Produktion wurden.
Granada besaß innerhalb dieser Kultur eine besondere Stellung. Seit 1492 war die Stadt ein Symbol der christlichen Neuordnung der Iberischen Halbinsel. Die Kathedrale, die Capilla Real de Granada, Stiftskirchen, Klöster und Bruderschaften bildeten ein enges Netz liturgischer Institutionen. Musik diente hier nicht nur dem Gottesdienst, sondern auch der Verankerung einer neuen sakralen und politischen Ordnung.
Jerónimo de Aliseda steht in einer Vater-Sohn-Kontinuität. Sein Vater Santos hatte die Kapelle über zwei Jahrzehnte geleitet und wurde besonders für seine Sorge um die Chorknaben geschätzt. Jerónimo wuchs in dieser Institution auf, wurde dort ausgebildet und übernahm sie schließlich. Diese biographische Linie macht deutlich, wie stark die Kathedralmusik von familiären, pädagogischen und institutionellen Kontinuitäten getragen wurde.
Die Musik Jerónimos gehört zur lateinischen liturgischen Polyphonie. Seine Motetten und Lamentationen sind nicht als autonome Konzertstücke entstanden, sondern für konkrete kirchliche Funktionen. Texte wie Ave Maria, Popule meus quid feci tibi, Domine ne in ira tua oder Quomodo sedet sola gehören in Marienfrömmigkeit, Karwoche, Bußliturgie, Passionsgedächtnis und klagende Psalm- beziehungsweise Klageliedertradition.
Die erhaltenen Werke zeigen ein Repertoire, das stark auf Ausdruck, Textbezug und liturgische Würde ausgerichtet ist. Spätere Beschreibungen betonen die expressive Wirkung seiner Motetten und verweisen auf den Einfluss Cristóbal de Morales’. Dieser Hinweis ist plausibel, denn Morales’ polyphone Sprache verband strenge kontrapunktische Ordnung mit einer stark affektiven, textnahen Ausdruckskraft. Jerónimo de Aliseda gehört in diesen Wirkungskreis, ohne dass er zu einem bloßen Nachahmer reduziert werden sollte.
Der Handschriftenbefund ist für die Kulturgeschichte besonders wichtig. Werke Jerónimos erscheinen im Granadiner und Toledaner Umfeld. Diese Überlieferung zeigt, dass lokale Kathedralmusik nicht völlig lokal blieb, sondern durch Abschriften, Sänger, Kopisten und institutionelle Kontakte zirkulierte. Zugleich macht sie deutlich, dass ein großer Teil der Musik des 16. Jahrhunderts handschriftlich, ungedruckt und verletzlich blieb.
Jerónimo de Alisedas kulturelle Bedeutung liegt daher nicht in einer breiten Druckrezeption oder in einer europäischen Berühmtheit, sondern in der konkreten Klanggeschichte der Kathedrale von Granada. Er zeigt, wie eine lokale Kapelle im Zeitalter der spanischen Gegenreformation funktionierte, wie Musiker ausgebildet wurden, wie Repertoire entstand und wie fragile handschriftliche Überlieferung die Erinnerung an solche Musiker bewahrte.
Chorknaben, Unterricht und liturgische Pflichten
Das Amt des maestro de capilla war eine der anspruchsvollsten musikalischen Positionen einer spanischen Kathedrale. Der Kapellmeister musste den Gottesdienst musikalisch ordnen, Sänger führen, Chorknaben unterrichten, Kompositionen liefern, Proben ansetzen und die Qualität der Aufführungen sichern. Bei Jerónimo de Aliseda kommt hinzu, dass er diese Aufgaben aus eigener Erfahrung kannte: Er war selbst als Chorknabe unter seinem Vater ausgebildet worden.
Die Chorknaben waren für die mehrstimmige Kirchenmusik unverzichtbar. Ihre hohen Stimmen bildeten den oberen Teil der polyphonen Sätze, und ihre Ausbildung entschied über die klangliche Stabilität einer Kapelle. Der Kapellmeister musste daher nicht nur komponieren, sondern täglich pädagogisch arbeiten. Er unterrichtete Gesang, Solmisation, Psalmton, Kontrapunktgrundlagen und das konkrete Repertoire.
In der Granadiner Kathedrale war diese Aufgabe besonders sensibel, weil die Institution nach außen sakralen Glanz darstellen sollte, aber im Inneren mit begrenzten Mitteln arbeiten musste. Schon bei Santos de Aliseda wird sichtbar, dass niedrige Sängerbesoldung die Verbesserung der Kapelle erschwerte. Jerónimo übernahm also eine Aufgabe, die musikalisch anspruchsvoll und materiell keineswegs komfortabel war.
Zu den Pflichten gehörte auch die Komposition von Chanzonetas und Entremeses für Festtage. Solche Stücke sind bei Jerónimo nicht sicher erhalten, doch ihre Erwähnung in der Amtsbeschreibung zeigt die Breite der Aufgaben. Der Kapellmeister war nicht nur für strenge lateinische Polyphonie zuständig, sondern auch für festliche, volkssprachlich oder paraliturgisch geprägte Repertoireformen, die in der kirchlichen Festkultur eine Rolle spielten.
Die Erkrankung von 1589 beendete Jerónimos aktive Amtsführung. Dass er erst 1591 starb, aber bereits 1589 entlastet wurde, zeigt, wie stark die Funktionsfähigkeit des Kapellmeisters für die Kathedrale war. Eine Kapelle konnte nicht über längere Zeit ohne arbeitsfähige musikalische Leitung bestehen.
Stil, Gattungen und musikalische Sprache
Jerónimo de Alisedas Musik gehört zur spanischen Renaissance-Polyphonie der nachtridentinischen Zeit. Seine erhaltenen Werke sind mehrstimmige lateinische Vokalstücke, überwiegend fünfstimmig und für den kirchlichen Gebrauch bestimmt. Kennzeichnend sind Textbezogenheit, modale Ordnung, klare Stimmführung und eine ernste, rhetorisch verdichtete Ausdruckshaltung.
Die Motette Ave Maria steht im Bereich der Marienfrömmigkeit. Sie ist für fünf Stimmen überliefert und gehört zu jenen Stücken, in denen die polyphone Textbehandlung mit einer konzentrierten Andachtshaltung verbunden wird. Die Präsenz dieses Werkes in Granadiner Überlieferung zeigt, dass Jerónimos Musik nicht nur dienstliche Pflicht, sondern auch liturgisch nutzbares Repertoire von bleibender Qualität war.
Popule meus quid feci tibi gehört zur Passions- und Karwochenmusik. Der Text der Improperien stellt die klagende Stimme Christi an sein Volk in den Mittelpunkt. Eine solche Motette verlangt starke rhetorische Kontrolle: Klage, Vorwurf, Schmerz und liturgische Würde dürfen nicht auseinanderfallen. Gerade in dieser Gattung wird die Expressivität sichtbar, die der Überlieferung zufolge Jerónimos Motetten auszeichnet.
Domine ne in ira tua mit der zweiten Pars Timor et tremor gehört in den Bereich der Buß- und Angstsemantik. Der Text bittet um Verschonung vor göttlichem Zorn und entfaltet eine affektive Spannung zwischen Furcht, Reue und Hoffnung. In der spanischen Polyphonie des 16. Jahrhunderts konnten solche Texte mit großer innerer Dramatik behandelt werden, ohne die Strenge des Satzes aufzugeben.
Die Lamentation Quomodo sedet sola bindet Jerónimo an eine besonders wichtige Gattung der iberischen Kirchenmusik. Lamentationen für die Karwoche verbinden Klageliedtext, hebräische Buchstaben, modale Feierlichkeit und rhetorische Ausdruckskraft. Sie gehören zu den anspruchsvollsten Bereichen liturgischer Komposition. Jerónimos Beitrag zeigt, dass er nicht nur einfache Motetten schrieb, sondern zentrale Texte des Kirchenjahres polyphon gestalten konnte.
Die Zuschreibung verlorener Messen verweist darauf, dass sein Werkbestand ursprünglich breiter gewesen sein muss. Dass diese Messen nicht erhalten sind, ist kein Sonderfall, sondern typisch für die fragile Überlieferung lokaler Kirchenmusik. Handschriften konnten beschädigt, ausgesondert, umgebunden oder durch spätere Repertoirewechsel verdrängt werden.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis unterscheidet zwischen erhaltenen Werken, mehrteiligen Werken, Verlustbestand und nicht zu verwechselnden Werken. Da Jerónimo de Aliseda im gleichen institutionellen Umfeld wie sein Vater Santos de Aliseda wirkte, ist die Trennung der Zuschreibungen besonders wichtig. Titel des Vaters werden hier nicht dem Sohn zugerechnet.
Erhaltene Motetten und liturgische Vokalwerke
| Ad te levavi animam meam | Fünfstimmige Motette beziehungsweise liturgisches Vokalwerk, in DIAMM für Jerónimo de Aliseda nachgewiesen und in der Granadiner Quelle E-GRcr MS s.s. mit Tiple-Stimme überliefert. Der Text ist psalmisch geprägt und gehört in den Bereich der Erhebung der Seele zu Gott. |
|---|---|
| Ave Maria | Fünfstimmige Marienmotette, in der Granadiner Überlieferung Jerónimo de Aliseda zugeschrieben. Das Werk gehört zu den am klarsten greifbaren Stücken des Komponisten und ist in modernen Repertoire- und Editionszusammenhängen präsent. |
| Beatus Franciscus dum morti appropinquaret | Fünfstimmige Motette beziehungsweise Heiligenmotette zu Franziskus. Der Text verweist auf die Sterbestunde des heiligen Franziskus und gehört in den Bereich franziskanischer Heiligenverehrung und liturgischer Festmusik. |
| Domine ne in ira tua | Erste Pars einer zweiteiligen fünfstimmigen Motette: Domine ne in ira tua arguas me. Der Text ist bußpsalmisch geprägt und verbindet Furcht vor göttlichem Zorn mit der Bitte um Erbarmen. |
| Timor et tremor | Zweite Pars der Motette Domine ne in ira tua. Der Text steigert die Affektsprache in Richtung Furcht, Zittern, Reue und Bittgestus. Als zweite Pars ist das Stück nicht isoliert vom Gesamtzusammenhang der Motette zu behandeln. |
| Popule meus quid feci tibi | Fünfstimmige Motette beziehungsweise Improperienvertonung, in E-Tc Ms. 7 in Toledo überliefert. Der Text gehört in den Passions- und Karwochenkontext und spricht mit der klagenden Stimme Christi an sein Volk. |
Lamentation und Karwochenmusik
| Lamentations: Quomodo sedet sola | Lamentation über den Anfang der Klagelieder Jeremias, in DIAMM als Werk Jerónimo de Alisedas nachgewiesen. Die Gattung gehört zur Karwochenliturgie und verlangt eine besondere Verbindung von klagender Textdeklamation, modaler Strenge und expressiver Polyphonie. |
|---|---|
| Quomodo sedet sola | Incipit der Lamentation. Bei der Katalogisierung kann der Titel entweder unter der Gattung Lamentations oder unter dem Incipit Quomodo sedet sola erscheinen. Beide Bezeichnungen beziehen sich auf denselben Lamentationskomplex. |
Verlorene oder nur literarisch bezeugte Werke
| Zwei verlorene Messen | Die Literatur nennt zwei Messen Jerónimo de Alisedas als verloren. Da keine gesicherten vollständigen Messtexte erhalten sind, werden sie nicht mit erfundenen Titeln versehen. Ihre Erwähnung zeigt jedoch, dass Jerónimos ursprünglicher Werkbestand breiter war als die heute erhaltenen Motetten und die Lamentation. |
|---|---|
| Chanzonetas für Festtage | Als maestro de capilla hatte Jerónimo de Aliseda nach Amtsbrauch Chanzonetas für hohe Festtage zu liefern. Konkrete Stücke sind nicht sicher erhalten oder nicht eindeutig identifiziert. Die Gattung wird daher als Amts- und Praxisbestand genannt, nicht als gesicherte Titelliste. |
| Entremeses für liturgische Festpraxis | Entremeses werden in der allgemeinen Aufgabenbeschreibung der Kapellmeister genannt. Für Jerónimo de Aliseda sind konkrete Titel nicht sicher greifbar. Der Hinweis ist für die Breite seiner Aufgaben wichtig, aber nicht als erhaltenes Werkverzeichnis zu lesen. |
| Profane Werke | Profane Werke sind nicht sicher erhalten. Wenn ältere oder sekundäre Formulierungen von nichtliturgischen oder weltlichen Kompositionen sprechen, müssen sie quellenkritisch geprüft werden; der gesicherte erhaltene Bestand ist geistlich-liturgisch. |
Nicht zu verwechselnde Werke des Vaters Santos de Aliseda
| Missa Ecce vir prudens | Diese Messe gehört nach heutiger Quellenlage zu Santos de Aliseda, nicht zu Jerónimo de Aliseda. Sie ist im Umfeld der Capilla Real de Granada überliefert und darf nicht dem Sohn zugeschrieben werden. |
|---|---|
| Motetten Santos de Alisedas in E-Tc Ms. 7 | Mehrere Motetten im Toledaner Manuskript E-Tc Ms. 7 gehören dem Vater Santos de Aliseda. Da Jerónimo im selben Manuskript mit Popule meus quid feci tibi erscheint, ist eine genaue Trennung der Einträge erforderlich. |
| Lamentationes Jeremiae Santos de Alisedas | Auch Santos de Aliseda ist mit Lamentationen verbunden. Jerónimos Quomodo sedet sola ist daher nicht pauschal mit allen Aliseda-Lamentationen gleichzusetzen. |
| Laudate Dominum und Quoniam confirmata est | Diese psalmodischen Stücke werden in modernen Nachweisen mit Santos de Aliseda verbunden und sind nicht ohne weitere Quellenprüfung Jerónimo zuzuschreiben. |
Quellenkritischer Befund
| Gesichert erhalten | Motetten wie Ad te levavi animam meam, Ave Maria, Beatus Franciscus dum morti appropinquaret, Domine ne in ira tua, Timor et tremor, Popule meus quid feci tibi sowie die Lamentation Quomodo sedet sola. |
|---|---|
| Literarisch bezeugt oder verloren | Zwei Messen, außerdem praxisbedingt mögliche Chanzonetas und Entremeses für Festtage, ohne sichere erhaltene Einzeltitel. |
| Besonders zu prüfen | Alle Werke mit bloßer Aliseda-Zuschreibung, da Vater und Sohn im selben Granadiner Umfeld tätig waren. Eine sichere Zuordnung verlangt Handschrift, Incipit, Quellenort, Stimmenzahl und Katalogvergleich. |
Rezeption und kulturgeschichtliche Bedeutung
Jerónimo de Aliseda ist kein Komponist mit breiter moderner Bekanntheit. Seine Bedeutung liegt in der regionalen Kirchenmusikgeschichte Granadas und in der Überlieferung spanischer Renaissance-Polyphonie. Er gehört zu jenen Kapellmeistern, deren Werk nicht durch große Drucke, sondern durch Handschriften, lokale Archive und neuere Quellenkataloge sichtbar bleibt.
Seine biographische Stellung ist besonders aussagekräftig. Als Sohn und Nachfolger Santos de Alisedas verkörpert er die Weitergabe musikalischer Kompetenz innerhalb einer Kathedralinstitution. Er wurde als Chorknabe in derselben Kapelle erzogen, die er später leitete. Damit zeigt seine Laufbahn, wie eine Kathedrale ihren eigenen musikalischen Nachwuchs hervorbringen konnte.
Die erhaltenen Motetten und die Lamentation zeigen, dass Jerónimo de Aliseda ein ernstzunehmender Komponist liturgischer Vokalmusik war. Besonders Popule meus quid feci tibi und Quomodo sedet sola verbinden ihn mit der ausdrucksstarken Passions- und Karwochenmusik des 16. Jahrhunderts. Ave Maria zeigt seine Stellung in der marianischen Motettentradition.
Die später hervorgehobene Nähe zu Cristóbal de Morales ist stilgeschichtlich wichtig. Sie weist auf eine expressive, zugleich kontrollierte Polyphonie hin, die in Spanien nach der Mitte des 16. Jahrhunderts weiterwirkte. Jerónimo steht also nicht außerhalb des großen spanischen Stils, sondern an dessen regionaler Fortsetzung in Granada.
Seine materielle Lage und sein Tod in Armut erinnern daran, dass das Amt des Kapellmeisters zwar angesehen, aber nicht notwendig wohlhabend war. Die Geschichte der Kathedralmusik ist daher auch eine Sozialgeschichte der Musiker: hohe Verantwortung, liturgische Unentbehrlichkeit, pädagogische Arbeit und unsichere Versorgung standen häufig nebeneinander.
Sekundärliteratur
- Casares Rodicio, Emilio, Ismael Fernández de la Cuesta und José López-Calo, Hrsg.: Diccionario de la música española e hispanoamericana. Madrid: Sociedad General de Autores y Editores, 1999–2002. Grundlegendes spanisches Fachlexikon zur Musik Spaniens und Hispanoamerikas, mit einschlägigen Artikeln zu Jerónimo de Aliseda, Santos de Aliseda, Granada und spanischer Kathedralmusik.
- Honegger, Marc: Diccionario biográfico de los grandes compositores de la música. Madrid: Espasa-Calpe, 1994. Allgemeines biographisches Nachschlagewerk, das Aliseda in der spanischen Komponistenüberlieferung berücksichtigt.
- López-Calo, José: Studien zur spanischen Kathedralmusik und zur Musik in Granada. Wichtiger Forschungsrahmen zur Institutionengeschichte der Kathedrale von Granada, zu Kapellmeisterämtern und zum liturgischen Repertoire.
- Ruiz Jiménez, Juan: Arbeiten zur polyphonen Musikbibliothek der Kathedrale von Granada. Besonders relevant für die Handschriftenüberlieferung, die Granadiner Musikbibliothek und die Unterscheidung von Santos und Jerónimo de Aliseda.
- Stevenson, Robert: Studien zur iberischen und lateinamerikanischen Kirchenmusik der Renaissance. Übergreifender Kontext zur spanischen Renaissance-Polyphonie und zu den regionalen Kathedraltraditionen.
- Snow, Robert J.: Studien zu spanischer Totenliturgie, Lamentationen und Kathedralhandschriften. Hilfreich für die Einordnung von Lamentationen, Karwochenmusik und Granadiner liturgischer Praxis.
- Blumenberg, Heike: De lamentatione Jeremiae Prophetae. Forschungskontext zu Lamentationen des 16. Jahrhunderts, einschließlich Jerónimo de Aliseda und Luis de Aranda.
- Die Musik in Geschichte und Gegenwart, MGG Online: Artikel Aliseda. Deutschsprachiger fachlexikalischer Hauptnachweis mit Trennung von Santos de Aliseda und Jerónimo de Aliseda.
- The New Grove Dictionary of Music and Musicians: Beiträge zu spanischer Renaissance-Polyphonie, Granada, Motette, Lamentation und Kathedralmusik. Englischsprachiger musikhistorischer Kontext für die internationale Einordnung.
- Forschungsbeiträge zu DIAMM, RISM, Toledaner Handschriften, Capilla Real de Granada und spanischer Gegenreformationsmusik. Für eine weitere Werkprüfung sind insbesondere digitale Quellenkataloge, Handschriftenbeschreibungen und lokale Archivbestände heranzuziehen.
Ausgewählte Onlinequellen
- Ave Maria Songs: Jerónimo de Aliseda – Ave Maria Werkbezogener Online-Nachweis zum Ave Maria Jerónimo de Alisedas mit Namensvarianten, Lebensdaten und Werkhinweis.
- DIAMM: Aliseda, Jeronimo (Sanchez) de Zentraler digitaler Quellenkatalog mit Werknachweisen zu Ad te levavi animam meam, Ave Maria, Beatus Franciscus dum morti appropinquaret, Domine ne in ira tua, Quomodo sedet sola und Popule meus quid feci tibi.
- DIAMM: Ave Maria Einzelwerkseite zur Marienmotette Ave Maria mit Jerónimo de Aliseda als Komponist und Granadiner Quellenbezug.
- DIAMM: E-Tc Ms. 7 Quellenbeschreibung des Toledaner Manuskripts E-Tc Ms. 7, in dem Popule meus quid feci tibi von Jerónimo de Aliseda sowie Motetten seines Vaters Santos erscheinen.
- Hispanopedia: Jerónimo de Aliseda Spanischsprachiger Überblick zu Biographie, Vater-Sohn-Verhältnis, Amtszeit, Tod und Werküberlieferung.
- Historical Soundscapes: The polyphonic music library of the cathedral of Granada in 1667 Forschungsnaher Beitrag zur Granadiner Musikbibliothek mit Hinweisen auf Aliseda-Überlieferung, Ave Maria und die Trennung von Santos und Jerónimo de Aliseda.
- Historical Soundscapes: Works by Francisco Guerrero at the Library of Catalonia Beitrag mit Hinweis auf ein Ave Maria „a 5 de Aliseda“, das Jerónimo de Aliseda zugewiesen wird.
- IMSLP: Ave Maria von Jerónimo de Aliseda Freier Notenzugang zur fünfstimmigen Marienmotette in moderner Edition; nützlich für Aufführungspraxis und Repertoirearbeit.
- MGG Online: Aliseda Fachlexikalischer Artikel mit Unterscheidung von Santos de Aliseda und Jerónimo de Aliseda, Lebensdaten, Amtsgeschichte und Werkangaben.
- RISM Catalog: Suche nach Jerónimo de Aliseda Internationales Quellenverzeichnis musikalischer Handschriften und Drucke, geeignet zur weiteren Prüfung von Incipits, Quellen und Zuschreibungen.
- Spotify: Ave Maria – Jerónimo Aliseda Streaming-Nachweis einer modernen Aufnahme mit Vox Stellae; nur als Rezeptions- und Aufführungszugang zu verwenden, nicht als Primärquelle.
- WorldCat: Jerónimo de Aliseda Internationaler Bibliothekskatalog zur Recherche nach Noten, Tonträgern, Sekundärliteratur und Katalogeinträgen.
- WorldCat: Jeronimo de Aliseda Suchvariante ohne Akzent, wichtig für internationale Kataloge und ältere Datenbanken.
- WorldCat: Ave Maria und Jerónimo de Aliseda Gezielte Suche zur Marienmotette und zu modernen Ausgaben, Aufnahmen und Repertoirehinweisen.
Weiterführende Einträge
- Aliseda, Jerónimo de Alphabetische Ansatzform für den spanischen Komponisten und Granadiner Kapellmeister.
- Aliseda, Santos de Vater Jerónimo de Alisedas und sein Vorgänger als maestro de capilla der Kathedrale von Granada.
- Aranda, Luis de Granadiner Kirchenmusiker im Umfeld der nachfolgenden Kapellmeistergeneration.
- Ave Maria Marientext und Motettengattung, in der Jerónimo de Aliseda mit einer fünfstimmigen Vertonung vertreten ist.
- Bermúdez, Pedro Granadiner Komponist, der nach Jerónimos Tod im Zusammenhang der Kapellmeisteropposition von 1592 erscheint.
- Capilla Real de Granada Königliche Kapelle in Granada und wichtiger Überlieferungsraum der Aliseda-Musik.
- Ceballos, Rodrigo de Bedeutender Komponist und Kapellmeister der Capilla Real de Granada, wichtiger Vergleichspunkt zu den Alisedas.
- Chanzoneta Festliche vokale Gattung, die zum Aufgabenbereich spanischer Kapellmeister gehörte.
- Chorknabe Ausbildungs- und Sängerrolle, in der Jerónimo de Aliseda seit 1557 unter seinem Vater nachweisbar ist.
- DIAMM Digital Image Archive of Medieval Music, wichtige Datenbank für Jerónimo de Alisedas Werk- und Quellenüberlieferung.
- Domine ne in ira tua Bußpsalmischer Text und Motette Jerónimo de Alisedas mit der zweiten Pars Timor et tremor.
- Entremés Kurze dramatisch-musikalische Form, die im Umfeld kirchlicher Festpraxis und Kapellmeisterpflichten erscheinen konnte.
- Granada Hauptwirkungs- und Sterbeort Jerónimo de Alisedas.
- Guerrero, Francisco Spanischer Renaissancekomponist und zentraler Vergleichspunkt der iberischen Kirchenmusik.
- Infante de coro Spanische Bezeichnung für Chorknaben, wie Jerónimo de Aliseda in der Granadiner Kapelle einer war.
- Jerónimo de Aliseda Natürliche Namensform des spanischen Komponisten und Kapellmeisters.
- Karwochenmusik Liturgischer Kontext von Popule meus quid feci tibi und Quomodo sedet sola.
- Kathedrale von Granada Hauptinstitution Jerónimo de Alisedas und Ort seines Kapellmeisteramtes.
- Kathedralmusik Institutioneller Rahmen von Jerónimo de Alisedas liturgischer Polyphonie.
- Kapellmeister Amt, das bei Jerónimo de Aliseda Komposition, Leitung, Unterricht und Chorknabenaufsicht verband.
- Lamentation Karwochen-Gattung, in der Jerónimo de Aliseda mit Quomodo sedet sola vertreten ist.
- Lateinische Kirchenmusik Sprachlicher und liturgischer Hauptbereich von Jerónimo de Alisedas erhaltenem Werk.
- Liturgische Polyphonie Mehrstimmige Kirchenmusik für Messe, Offizium und Festtage.
- Maestro de capilla Spanischer Kapellmeistertitel, der Jerónimos Amt in Granada präzise bezeichnet.
- Morales, Cristóbal de Spanischer Hauptmeister der Renaissance-Polyphonie, dessen Stilwirkung bei Jerónimo de Aliseda genannt wird.
- Motette Zentrale Gattung der erhaltenen Werke Jerónimo de Alisedas.
- Navarro, Juan Spanischer Renaissancekomponist und Vergleichsfigur der iberischen Kathedralmusik.
- Popule meus quid feci tibi Passionsmotette Jerónimo de Alisedas und wichtiger Toledaner Quellenbeleg.
- Quomodo sedet sola Lamentationsincipit und Werk Jerónimo de Alisedas für die Karwochenliturgie.
- Renaissance-Polyphonie Stil- und Epochengrundlage der Musik Jerónimo de Alisedas.
- RISM Internationales Quellenverzeichnis für musikalische Handschriften und Drucke.
- Sängerknaben Zentrale Ausbildungs- und Aufführungsgruppe der Granadiner Kathedralmusik.
- Santos de Aliseda Natürliche Namensform des Vaters und Vorgängers Jerónimo de Alisedas.
- Spanische Gegenreformation Religiös-kultureller Rahmen der nachtridentinischen Kirchenmusik Jerónimo de Alisedas.
- Spanische Kirchenmusik Übergreifender Kontext der liturgischen Werke Jerónimo de Alisedas.
- Spanische Renaissance Kultureller Rahmen von Jerónimo de Alisedas Polyphonie und Kapellmeisteramt.
- Timor et tremor Zweite Pars von Jerónimo de Alisedas Motette Domine ne in ira tua.
- Toledo Wichtiger Überlieferungsort von Popule meus quid feci tibi.
- Victoria, Tomás Luis de Hauptfigur der spanischen Renaissance-Polyphonie und Vergleichspunkt für Jerónimos geistliche Klangwelt.