Alban-Berg-Quartett

Österreichisches Streichquartett, gegründet 1970 in Wien und aktiv bis 2008; auch Alban Berg Quartett, Alban Berg Quartet oder ABQ; benannt nach dem österreichischen Komponisten Alban Berg.

Überblick

Das Alban-Berg-Quartett war eines der international einflussreichsten Streichquartette der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der frühen 2000er Jahre. Es wurde 1970 in Wien gegründet und bestand bis 2008. Der Name verweist auf Alban Berg, den österreichischen Komponisten der Zweiten Wiener Schule, und ist programmatisch zu verstehen: Das Ensemble wollte die Wiener Kammermusiktradition nicht museal bewahren, sondern mit der Moderne, mit analytischer Präzision, mit expressiver Intensität und mit internationaler Konzertpraxis verbinden.

Die Gründungsbesetzung bestand aus Günter Pichler, Klaus Maetzl, Hatto Beyerle und Valentin Erben. Pichler und Erben bildeten über die gesamte Lebenszeit des Quartetts die äußeren Konstanten an erster Violine und Violoncello. Die zweite Violine wechselte 1978 von Klaus Maetzl zu Gerhard Schulz. Die Bratsche wurde zunächst von Hatto Beyerle gespielt, später von Thomas Kakuska und in der letzten Phase von Isabel Charisius. Diese Mitgliederfolge prägte die klangliche und interpretatorische Geschichte des Ensembles, ohne dessen Grundprofil aufzulösen.

Das Alban-Berg-Quartett war eng mit Wien verbunden. Es stand in der Fortsetzung der Quartetttradition der Wiener Philharmoniker, trat regelmäßig im Wiener Konzerthaus auf und machte Wien zugleich zu einem internationalen Zentrum moderner Quartettkultur. Seine Konzerttätigkeit führte es in die großen Musikmetropolen und auf bedeutende Festivals. Dabei verband es die klassische Kernliteratur mit der Musik der Zweiten Wiener Schule und mit Werken des 20. Jahrhunderts.

Besonders prägend wurde seine Diskographie. Die Einspielungen für Teldec, später EMI und heute Warner Classics, umfassen Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Dvořák, Smetana, Debussy, Ravel, Bartók, Janáček, Berg, Webern, Schönberg, Lutosławski, Berio, Schnittke, Rihm und weitere Komponisten. Die 2020 erschienene Gesamtedition der Warner-Aufnahmen bündelt die historische Wirkung des Quartetts: Sie macht sichtbar, dass das Alban-Berg-Quartett nicht nur ein Konzertensemble, sondern auch ein mediales Leitensemble des CD-Zeitalters war.

Kurzdaten

Name Alban-Berg-Quartett.
Weitere Namensformen Alban Berg Quartett, Alban Berg Quartet, ABQ, Das Alban Berg Quartett.
Gründung 1970 in Wien.
Auflösung 2008 nach einer internationalen Abschiedsphase.
Ensembletyp Streichquartett mit zwei Violinen, Viola und Violoncello.
Namensgeber Alban Berg, österreichischer Komponist der Zweiten Wiener Schule.
Namensgenehmigung Die Namensführung wurde durch Helene Berg, die Witwe Alban Bergs, autorisiert, nachdem sie das junge Ensemble gehört hatte.
Gründungsmitglieder Günter Pichler, Klaus Maetzl, Hatto Beyerle und Valentin Erben.
Langjährige Besetzung Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska und Valentin Erben; in der letzten Phase Günter Pichler, Gerhard Schulz, Isabel Charisius und Valentin Erben.
Konstante Mitglieder Günter Pichler als erster Geiger und Valentin Erben als Cellist gehörten dem Ensemble durchgehend an.
Wirkungszentrum Wien, besonders das Wiener Konzerthaus, daneben internationale Konzertmetropolen und Festivals.
Repertoire Quartettliteratur von der Wiener Klassik über Romantik und Spätromantik bis zur Zweiten Wiener Schule, zur klassischen Moderne und zur zeitgenössischen Musik.
Aufnahmelabels Vor allem Teldec und EMI Classics; spätere Rechte- und Wiederveröffentlichungszusammenhänge bei Warner Classics.
Gesamtedition Alban Berg Quartett: The Complete Recordings, Warner Classics, 2020, als umfangreiche CD- und DVD-Edition der Teldec- und EMI-Aufnahmen.
Kulturelle Bedeutung Das Alban-Berg-Quartett steht für eine neue Professionalität des Streichquartetts nach 1970: klangliche Präzision, internationale Medienpräsenz, Wiener Tradition, moderne Werkdeutung und ein Repertoirebogen von Haydn bis Rihm.

Ausführlicher Kulturüberblick

Das Alban-Berg-Quartett entstand in einer Zeit, in der sich die Streichquartettkultur grundlegend veränderte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Streichquartett nicht mehr nur eine Gattung bürgerlicher Kammermusikpflege, sondern ein internationales Hochleistungsformat. Ensembles wie das Amadeus Quartet, das Juilliard String Quartet, das LaSalle Quartet, das Quartetto Italiano und später das Emerson String Quartet prägten eine neue globale Quartettöffentlichkeit. In diese Situation trat das Alban-Berg-Quartett mit einem spezifisch Wiener Anspruch ein.

Sein Name war kein dekoratives Etikett. Alban Berg steht für die Zweite Wiener Schule, für die Verbindung von spätromantischer Expressivität und konstruktiver Moderne, für die Opern Wozzeck und Lulu, für das Violinkonzert und für das Streichquartett op. 3 sowie die Lyrische Suite. Ein Quartett, das sich nach Berg benannte, stellte sich programmatisch zwischen Tradition und Avantgarde. Es erklärte die Moderne nicht zur Gegenwelt der Klassik, sondern zur Fortsetzung einer Wiener Linie von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert über Brahms und Mahler bis Schönberg, Berg und Webern.

Die Wiener Herkunft des Ensembles war dabei entscheidend. Wien war der historische Ort der klassischen Quartettliteratur und zugleich der Ort der musikalischen Moderne um 1900. Das Alban-Berg-Quartett nutzte diese Doppeltradition. Es konnte Haydn und Mozart nicht nur als stilistische Urtexte, sondern als lebendige Wiener Musiktradition interpretieren. Zugleich konnte es Berg, Webern und Schönberg nicht als akademische Sonderliteratur, sondern als Teil derselben kulturellen Topographie auffassen.

Das Quartett war aber kein lokal begrenztes Wiener Ensemble. Seine Karriere war international. Es trat in den großen Musikzentren Europas, Amerikas und Asiens auf, war auf bedeutenden Festivals präsent und wurde über Schallplatten, Rundfunk, Fernsehen, CD und DVD weltweit rezipiert. Gerade diese Verbindung von lokaler Traditionsbindung und globaler Medienpräsenz machte seinen Rang aus. Es war ein Wiener Quartett, aber seine Wirkung war international.

Für die Kulturgeschichte der Kammermusik ist das Alban-Berg-Quartett auch deshalb wichtig, weil es das Streichquartett als dauerhaft professionelles Ensemblemodell verkörperte. Die Mitglieder lebten nicht von gelegentlichen Auftritten, sondern von einer kontinuierlichen Quartettarbeit, die Proben, Konzertzyklen, Einspielungen, Reisen, Repertoirepflege und pädagogische Weitergabe umfasste. Das Quartett wurde dadurch zu einer Institution, nicht nur zu einer Besetzung.

Seine Aufnahmen veränderten die Rezeptionsweise der Quartettliteratur. Beethoven-Zyklen, Schubert-Aufnahmen, Mozart-, Haydn- und Brahms-Einspielungen, Bartók, Berg, Webern, Debussy, Ravel, Janáček und Werke der Gegenwart machten das Ensemble zu einem klanglichen Referenzpunkt. Viele Hörer lernten bestimmte Quartette nicht im Konzertsaal, sondern durch die Aufnahmen des Alban-Berg-Quartetts kennen. Damit wurde das Ensemble Teil des kulturellen Gedächtnisses der Kammermusik.

Gründung, Name und Wiener Herkunft

Das Alban-Berg-Quartett wurde 1970 in Wien gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Günter Pichler, Klaus Maetzl, Hatto Beyerle und Valentin Erben. Alle vier standen in einem professionellen Wiener Musikmilieu, das von Hochschulausbildung, Orchestertradition, Kammermusikpflege und internationaler Orientierung geprägt war. Die Gründung war deshalb nicht nur die Bildung eines Ensembles, sondern die Bündelung eines bestimmten Wiener Musikerhabitus.

Die Wahl des Namens Alban Berg war programmatisch. Helene Berg, die Witwe des Komponisten, hörte das junge Ensemble und stimmte der Namensführung zu. Diese Zustimmung hatte symbolisches Gewicht. Sie verband das Quartett mit einer direkten Erinnerung an Alban Berg und gab dem Namen eine kulturelle Legitimation. Das Ensemble wurde nicht zufällig nach Berg benannt, sondern verstand sich als Träger einer Wiener Moderne, die aus der Tradition hervorging.

Nach einer frühen Ausbildungs- und Orientierungsphase, zu der auch der Kontakt mit dem LaSalle Quartet und damit mit einer wichtigen amerikanisch-europäischen Moderne-Tradition gehörte, entwickelte das Ensemble rasch internationale Präsenz. Das Debüt 1971 und die regelmäßigen Auftritte im Wiener Konzerthaus wurden zu einem stabilen institutionellen Fundament. Von dort aus entfaltete sich die internationale Karriere.

Die Gründung des Alban-Berg-Quartetts fällt in eine Zeit, in der die Kammermusik nicht mehr selbstverständlich in lokalen Zirkeln verankert war. Professionelle Quartette mussten international reisen, sich durch unverwechselbaren Klang profilieren und zugleich ein Repertoire anbieten, das Klassik, Romantik und Moderne glaubwürdig verband. Das Alban-Berg-Quartett erfüllte diese Anforderungen in besonderer Dichte.

Mitglieder und Besetzungsphasen

Gründungsbesetzung Günter Pichler, 1. Violine; Klaus Maetzl, 2. Violine; Hatto Beyerle, Viola; Valentin Erben, Violoncello.
1. Violine Günter Pichler war von der Gründung bis zur Auflösung die führende erste Geige des Quartetts und prägte dessen interpretatorische Autorität, Kontur und klangliche Disziplin.
2. Violine, erste Phase Klaus Maetzl war Gründungsmitglied und spielte die zweite Violine bis 1978. Er gehörte damit zur Aufbauphase und zu den frühen internationalen Erfolgen des Ensembles.
2. Violine, zweite Phase Gerhard Schulz übernahm 1978 die zweite Violine und blieb bis 2008. Seine lange Mitwirkung prägte die klassische Hauptphase und die späten Aufnahmen des Quartetts.
Viola, erste Phase Hatto Beyerle war Gründungsbratschist und spielte bis 1981. Seine Erfahrung und sein klangliches Profil waren für den frühen Ensemblecharakter wesentlich.
Viola, Hauptphase Thomas Kakuska spielte von 1981 bis 2005 Bratsche. Seine lange Zugehörigkeit fällt in die wichtigste internationale Aufnahme- und Konzertphase des Quartetts.
Viola, Schlussphase Isabel Charisius trat 2005 ein und spielte die Bratsche bis zur Auflösung 2008. Sie gehörte damit zur letzten Konzert- und Abschiedsphase.
Violoncello Valentin Erben war Gründungsmitglied und Cellist bis 2008. Zusammen mit Günter Pichler bildete er die durchgehende Achse des Quartetts.
Besetzungscharakter Das Ensemble verband personelle Kontinuität mit kontrollierten Wechseln. Die Veränderungen an zweiter Violine und Viola veränderten die Klangbalance, lösten aber das ästhetische Grundprofil nicht auf.

Die Mitgliederstruktur des Alban-Berg-Quartetts ist für seine Geschichte zentral. Streichquartette sind keine anonymen Institutionen; sie leben von individuellen Klangcharakteren, Reaktionsgeschwindigkeit, gemeinsamer Phrasierung, Atem, Bogenkultur und langfristig eingeübter Verständigung. Beim Alban-Berg-Quartett war die dauerhafte Kontinuität von Pichler und Erben ein stabilisierendes Moment. Die Wechsel bei zweiter Violine und Viola wurden in eine starke Ensembleidentität integriert.

Stil, Klang und Quartettästhetik

Das Alban-Berg-Quartett wurde häufig mit Präzision, analytischer Klarheit, kontrollierter Expressivität und einer besonderen Verbindung von Klangkultur und strukturellem Bewusstsein beschrieben. Sein Spiel war nicht primär auf sentimentale Wärme oder historisierende Zurücknahme ausgerichtet, sondern auf eine moderne Balance: schlanker, klar konturierter Klang, deutliche Binnenstimmen, strenge rhythmische Organisation und zugleich expressive Steigerungsfähigkeit.

Diese Ästhetik passte besonders gut zur Musik Beethovens, Bergs, Weberns, Bartóks und der klassischen Moderne. Sie konnte aber auch Haydn, Mozart, Schubert und Brahms neu beleuchten. Gerade in der Wiener Klassik verband das Quartett Eleganz nicht mit Harmlosigkeit, sondern mit Spannung, rhetorischer Schärfe und architektonischem Denken. Bei Beethoven wurde die strukturelle Dramaturgie stark hervorgehoben; bei Schubert trat die lyrische, oft abgründige Langstrecke hervor; bei Berg und Webern verband sich klangliche Genauigkeit mit intensiver Expressivität.

Das Ensemble war Teil einer Entwicklung, in der Quartette zunehmend als analytische Interpreten verstanden wurden. Die Partitur wurde nicht nur gespielt, sondern lesbar gemacht. Dennoch blieb die Aufführung nicht trocken. Gerade die Verbindung von analytischer Kontrolle und emotionaler Energie gab dem Alban-Berg-Quartett seinen Rang. Es konnte die Moderne mit Ausdruck versehen und die Klassik mit intellektueller Schärfe.

Repertoire und künstlerisches Profil

Das Repertoire des Alban-Berg-Quartetts reichte von der Wiener Klassik bis zur Gegenwart. Im Zentrum standen Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert, also die historische Hauptlinie des Streichquartetts als Gattung. Dazu kamen Brahms, Dvořák, Smetana, Debussy, Ravel und Janáček, die das romantische und spätromantisch-moderne Feld erweiterten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zweiten Wiener Schule mit Schönberg, Berg und Webern.

Das Quartett nahm außerdem Werke des 20. Jahrhunderts in sein Profil auf, darunter Bartók, Stravinsky, Lutosławski, Berio, Schnittke, Rihm und Urbanner. Damit stellte es die klassische Quartetttradition nicht gegen die Moderne, sondern zeigte die Moderne als Fortsetzung und Transformation der Quartettgattung. Besonders wichtig war die Verbindung von Bergs Lyrischer Suite und dem klassischen Kanon. Der Name des Quartetts verpflichtete zu dieser modernen Linie.

Uraufführungen und zeitgenössische Werke gehörten ebenfalls zum Selbstverständnis des Ensembles, auch wenn es zugleich große vollständige Zyklen des Kernrepertoires aufnahm. Das Alban-Berg-Quartett wurde dadurch zu einem Modell für das moderne Repertoirequartett: Es spielte nicht entweder Tradition oder Gegenwart, sondern beide Felder in einem gemeinsamen ästhetischen Horizont.

Werk- und Diskographieverzeichnis

Bei einem Streichquartett ist das „Werkverzeichnis“ nicht als Liste eigener Kompositionen zu verstehen, sondern als Repertoire-, Aufnahme- und Wirkungskorpus. Das Alban-Berg-Quartett hinterließ eine der umfangreichsten Diskographien eines Streichquartetts. Die folgende Übersicht ordnet die zentralen Werkgruppen, vollständigen Zyklen, Kammermusikkooperationen und mediengeschichtlich wichtigen Editionen.

Gesamteditionen und Sammlungen

Alban Berg Quartett: The Complete Recordings Warner Classics, 2020; umfangreiche Gesamtausgabe der Teldec- und EMI-Aufnahmen mit 62 CDs und 8 DVDs beziehungsweise 70 Discs. Die Edition umfasst Studio- und Liveaufnahmen, Filme, Konzertmitschnitte und zentrale Kooperationen mit Gastkünstlern.
The Teldec Recordings Edition der frühen Teldec-Aufnahmen, besonders wichtig für die erste Schallplatten- und CD-Rezeption des Ensembles. Sie dokumentiert die Phase, in der das Quartett als modernes Wiener Ensemble international sichtbar wurde.
EMI Classics-Reihen Zahlreiche Einzel- und Mehrfachveröffentlichungen der 1990er und 2000er Jahre, darunter Beethoven-, Mozart-, Haydn-, Schubert-, Brahms-, Dvořák-, Debussy-, Ravel-, Bartók- und Janáček-Aufnahmen.
Warner Classics-Wiederveröffentlichungen Spätere Rechte- und Katalogbündelung der Teldec- und EMI-Aufnahmen, wichtig für die heutige Verfügbarkeit des diskographischen Erbes.

Beethoven

Beethoven: Complete String Quartets Vollständige Einspielung der Beethoven-Streichquartette, eine der zentralen Referenzleistungen des Ensembles. Sie umfasst die frühen Quartette op. 18, die mittleren Quartette, die späten Quartette, die Große Fuge und die späte Beethoven-Welt als Kern moderner Quartettinterpretation.
Beethoven: frühe Quartette op. 18 Aufnahmen der sechs frühen Quartette, in denen das Ensemble die klassisch-rhetorische Seite Beethovens mit scharfer Kontur, motivischer Klarheit und Wiener Klangtradition verband.
Beethoven: mittlere Quartette Aufnahmen der Quartette op. 59, op. 74 und op. 95; wichtig für das dramatische und symphonisch verdichtete Beethoven-Bild des Quartetts.
Beethoven: späte Quartette Aufnahmen der Quartette op. 127, op. 130, op. 131, op. 132, op. 135 und der Großen Fuge op. 133; besonders prägend für die internationale Rezeption des Alban-Berg-Quartetts.
Beethoven: Live-Zyklen Neben Studioaufnahmen existieren Live-Dokumente, insbesondere aus dem Wiener Konzerthaus-Kontext. Sie zeigen die Spannung zwischen perfektionierter Studiokultur und konzertanter Risikoenergie.

Haydn und Mozart

Haydn: Streichquartette op. 33 Einspielungen ausgewählter Haydn-Quartette, die den rhetorischen Witz, die motivische Ökonomie und die klassische Architektur Haydns hervorheben.
Haydn: Streichquartette op. 74, op. 76 und op. 77 Aufnahmen wichtiger später Haydn-Quartette, darunter die sogenannten Kaiser- und Reiter-Quartette. Sie zeigen den klassisch-reifen Teil des ABQ-Repertoires.
Mozart: Streichquartette Einspielungen zentraler Mozart-Quartette, darunter späte und sogenannte Haydn-Quartette. Das Ensemble betonte Transparenz, kammermusikalische Sprachlichkeit und strukturelle Eleganz.
Mozart: Kammermusik mit Klavier Aufnahmen mit Alfred Brendel, darunter Bearbeitungs- und Kammermusikzusammenhänge. Sie zeigen die Fähigkeit des Quartetts, sich in erweiterten kammermusikalischen Besetzungen einzufügen.
Mozart: Klarinettenquintett Aufnahmen im erweiterten Kammermusikzusammenhang, besonders mit Sabine Meyer. Das Werk gehört zu den bedeutenden Kooperationen der ABQ-Diskographie.

Schubert

Schubert: Quartettsatz D 703 Aufnahme des unvollendeten Quartettsatzes, der Schuberts dramatische Verdichtung und harmonische Kühnheit zeigt.
Schubert: Rosamunde-Quartett Einspielung des Streichquartetts a-Moll D 804, wichtig für die lyrisch-melancholische Seite des Ensembles.
Schubert: Der Tod und das Mädchen Einspielung des d-Moll-Quartetts D 810, einer der zentralen Schubert-Referenzpunkte des Quartetts.
Schubert: Streichquartett G-Dur D 887 Aufnahme des späten G-Dur-Quartetts, eines der großen Form- und Zeitwerke des 19. Jahrhunderts.
Schubert: Streichquintett C-Dur D 956 Aufnahme mit zusätzlichem Cello, besonders mit Heinrich Schiff verbunden. Das Werk steht im Zentrum der erweiterten Schubert-Kammermusikdiskographie.
Schubert: Forellenquintett Aufnahme in erweiterter Besetzung mit Klavier und Kontrabass, im Kontext der Warner-Gesamtdokumentation wichtig für die Vielseitigkeit des Ensembles.

Brahms, Dvořák und romantische Kammermusik

Brahms: Streichquartette op. 51 Einspielung der beiden Quartette op. 51, in denen das Ensemble Brahms’ motivische Dichte und expressive Kontrolle betonte.
Brahms: Streichquartett op. 67 Einspielung des B-Dur-Quartetts op. 67 als Ergänzung des Brahms-Quartettbildes.
Brahms: Klarinettenquintett op. 115 Aufnahme mit Sabine Meyer. Sie gehört zu den wichtigen Kooperationsaufnahmen des Ensembles und verbindet Brahms’ Spätstil mit kammermusikalischer Farblichkeit.
Brahms: Streichquintett op. 111 Aufnahme in erweiterter Streicherbesetzung, wichtig für die Darstellung von Brahms’ später Kammermusik.
Dvořák: Streichquartette Aufnahmen ausgewählter Quartette, besonders op. 51 und op. 105, sowie kammermusikalischer Erweiterungen mit Elisabeth Leonskaja.
Dvořák: Klavierquintett Aufnahme mit Elisabeth Leonskaja, in der sich das ABQ als Partnerin einer pianistisch erweiterten Kammermusik zeigt.
Smetana: Streichquartett Aufnahme im romantisch-nationalen Repertoirefeld, als Ergänzung zur böhmischen und mitteleuropäischen Quartetttradition.

Französische und slawische Moderne

Debussy: Streichquartett Einspielung des g-Moll-Quartetts, wichtig für die französische Klangmoderne und für die Fähigkeit des Ensembles zur farblichen Differenzierung.
Ravel: Streichquartett Einspielung des F-Dur-Quartetts, als Gegenstück und Ergänzung zu Debussy in der französischen Quartettliteratur.
Stravinsky: Werke für Streichquartett Aufnahmen kleinerer Quartettwerke und Stücke, die neoklassizistische Schärfe und moderne Reduktion ins Repertoire einbringen.
Janáček: Streichquartette Nr. 1 und Nr. 2 Einspielungen der beiden Janáček-Quartette, besonders wichtig für das expressionistische, sprachrhythmische und dramatische Profil des Ensembles.
Bartók: Streichquartette Nr. 1 bis 6 Vollständige Aufnahme der sechs Bartók-Quartette. Sie gehört zu den wichtigsten modernen Werkgruppen des Alban-Berg-Quartetts und zeigt die Verbindung von rhythmischer Energie, formaler Strenge und klanglicher Härte.

Zweite Wiener Schule und Moderne

Alban Berg: Streichquartett op. 3 Zentraler Namens- und Programmpunkt des Ensembles. Das Werk verbindet spätromantische Intensität mit kompositorischer Verdichtung.
Alban Berg: Lyrische Suite Eine der emblematischen Aufnahmen des Ensembles. Die Lyrische Suite verkörpert den programmatischen Kern zwischen Wiener Moderne, Expressivität und analytischer Konstruktion.
Anton Webern: Werke für Streichquartett Aufnahmen von Weberns Quartettwerken und Sätzen, wichtig für die Darstellung der extrem verdichteten Wiener Moderne.
Arnold Schönberg: Streichquartette und Kammermusik Aufnahmen beziehungsweise Aufführungen im Umfeld der Zweiten Wiener Schule. Schönberg bildet den historischen Horizont, in dem Berg und Webern stehen.
Lutosławski: Streichquartett Aufnahme beziehungsweise Repertoirestück der Nachkriegsmoderne, wichtig für die internationale Erweiterung des modernen Quartettrepertoires.
Luciano Berio: Quartettmusik Teil des modernen Repertoires, das die klassische Quartettbesetzung als Experimentierfeld des 20. Jahrhunderts zeigt.
Alfred Schnittke: Quartett- und Kammermusik Repertoirefeld der späten Moderne, in dem Collage, Stilbruch und historische Reflexion relevant werden.
Wolfgang Rihm: Quartettmusik Zeitgenössischer deutscher Komponist, dessen Musik im Wirkungsfeld des Alban-Berg-Quartetts eine wichtige Rolle spielte.
Erich Urbanner: Quartettmusik Österreichischer Komponist und Vertreter der zeitgenössischen Wiener Musik, im Repertoirekontext des Ensembles bedeutsam.

Besondere Kooperationen

Sabine Meyer Klarinettistische Kooperationen, besonders in Mozart- und Brahms-Zusammenhängen. Sie erweitern das Quartett zum Quintett und zeigen die Flexibilität der Ensemblebalance.
Elisabeth Leonskaja Pianistische Zusammenarbeit, besonders bei Dvořák und Janáček beziehungsweise in erweiterten Kammermusikprogrammen.
Alfred Brendel Kooperation in Mozart- und Klavierkammermusikzusammenhängen; wichtig für die Verbindung von Wiener Klassik, Klavierkunst und Quartettkultur.
Rudolf Buchbinder Pianistische Zusammenarbeit in erweiterten Kammermusikprojekten.
Philippe Entremont Kooperation im internationalen Kammermusikkontext.
Heinrich Schiff Besonders wichtig für Schuberts Streichquintett C-Dur D 956, bei dem ein zweites Cello zur Quartettbesetzung hinzutritt.
Per Arne Glorvigen Kooperation im Piazzolla- und Tango-Kontext, wodurch sich das Repertoire in Richtung stilistischer Grenzbereiche erweitert.

Institutionen, Konzertreihen und internationale Tätigkeit

Das Wiener Konzerthaus war einer der wichtigsten institutionellen Orte des Alban-Berg-Quartetts. Dort debütierte das Ensemble früh und entwickelte eine dauerhafte Präsenz. Die regelmäßigen Zyklen im Wiener Konzerthaus gaben dem Quartett eine Heimat, die zugleich international sichtbar war. Ein Streichquartett braucht solche Orte: Räume, in denen Werke über Jahre hinweg wiederkehren, Zyklen aufgebaut werden und Publikumserwartungen wachsen.

Daneben trat das Ensemble in internationalen Musikmetropolen und auf großen Festivals auf. Die internationale Tätigkeit machte es zu einem global wahrgenommenen Ensemble. Sein Rang beruhte nicht allein auf Studioaufnahmen, sondern auf einer kontinuierlichen Konzertpraxis, die die Aufnahmen begleitete und legitimierte. Die besondere Autorität des Alban-Berg-Quartetts entstand aus dem Zusammenspiel von Live-Erfahrung, Tonträgerkultur und institutioneller Dauerpräsenz.

Zum internationalen Profil gehörte auch die pädagogische Ausstrahlung. Mitglieder des Quartetts wirkten als Lehrer, Mentoren und Kammermusikerzieher. Das Ensemble wurde dadurch Teil einer Traditionsweitergabe. Jüngere Quartette konnten sich an Klangideal, Probenkultur, Repertoireprogramm und professioneller Disziplin orientieren, auch wenn sie ästhetisch andere Wege gingen.

Rezeption und Nachwirkung

Die Rezeption des Alban-Berg-Quartetts war außergewöhnlich. Kritiker beschrieben es als eines der führenden Quartette seiner Zeit, als Wiener Referenzensemble und als Maßstab für Beethoven, Schubert, Berg und Bartók. Solche Superlative sind im Konzertbetrieb häufig, doch beim Alban-Berg-Quartett wurden sie durch eine ungewöhnlich lange, international dokumentierte Tätigkeit gestützt.

Die Diskographie ist ein wesentlicher Teil dieser Nachwirkung. Viele Hörer begegneten dem Ensemble zuerst auf Tonträgern. Die Beethoven-Zyklen, die Schubert-Aufnahmen, die französischen Quartette, Bartók und die Zweite Wiener Schule wurden zu Referenzpunkten in Sammlungen, Rundfunkprogrammen, Unterricht und Kritik. Die spätere Warner-Gesamtedition machte diese Wirkung nochmals sichtbar, indem sie die verstreuten Aufnahmen als geschlossenes Archiv präsentierte.

Nach der Auflösung 2008 blieb das Alban-Berg-Quartett als Klang- und Interpretationsmodell präsent. Seine Mitglieder setzten teilweise pädagogische, kammermusikalische und solistische Tätigkeiten fort. Das Quartett selbst wurde historisch: nicht als vergangenes Ereignis, sondern als Referenz für eine bestimmte Phase des professionellen Streichquartetts zwischen analoger Schallplatte, digitaler CD und globaler Konzertkultur.

Analytische Bedeutung

Analytisch ist das Alban-Berg-Quartett besonders für die Frage wichtig, wie ein Ensemble eine Gattungsgeschichte verkörpert. Es spielte nicht nur einzelne Werke, sondern stellte eine Linie her: Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, die Zweite Wiener Schule, Bartók und die Gegenwart erschienen als zusammenhängende Geschichte des Streichquartetts. Diese Programmidee machte das Ensemble zu einem kulturgeschichtlichen Akteur.

Außerdem zeigt das Alban-Berg-Quartett die Modernisierung der Wiener Tradition. Wien wurde nicht als nostalgisches Klangmuseum behandelt, sondern als Ort einer spannungsvollen Musikgeschichte. Die klassische Form, die romantische Expression und die moderne Konstruktion wurden miteinander verbunden. Gerade dadurch konnte das Ensemble Bergs Namen glaubwürdig tragen.

Schließlich ist das Quartett ein Beispiel für die Medialisierung klassischer Musik. Seine Bedeutung liegt nicht nur im Konzertsaal, sondern auch in der Aufnahmegeschichte. Die Schallplatte, die CD und spätere digitale Verfügbarkeit machten das Ensemble international präsent. Die Interpretationen wurden wiederholbar, vergleichbar und sammelbar. Das Alban-Berg-Quartett gehört damit zur Geschichte des Streichquartetts ebenso wie zur Geschichte des klassischen Tonträgers.

Sekundärliteratur

  • Oesterreichisches Musiklexikon online: Artikel Alban-Berg-Quartett. Grundlegend für die österreichische fachlexikalische Einordnung, die Gründung durch Günter Pichler, die Wiener Konzerthausbindung, die internationale Tätigkeit, die Besetzungsangaben und das Repertoireprofil.
  • Warner Classics: Begleittexte und Kataloginformationen zu Alban Berg Quartett: The Complete Recordings. Wichtig für die diskographische Gesamtschau der Teldec- und EMI-Aufnahmen.
  • Warner Classics: Künstlerprofil Alban Berg Quartett. Nützlich für die internationale Rezeption, die Konzerthausbindung und die Bewertung als eines der berühmtesten Quartette seiner Zeit.
  • MusicBrainz: Artist- und Release-Daten zum Alban Berg Quartett. Wichtig als diskographischer Kontrollzugang zu Veröffentlichungen, Wiederveröffentlichungen, Labels und Erscheinungsjahren.
  • Discogs: Diskographische Datenbank zum Alban Berg Quartett. Nützlich für Tonträgerfassungen, LP-, CD- und Box-Editionen, aber quellenkritisch mit Fach- und Labelangaben abzugleichen.
  • Deutschlandfunk: 50 Jahre Alban Berg Quartett. Sie konnten auch „Nein“ sagen. Kulturjournalistische Einordnung zum fünfzigjährigen Gründungsjubiläum, zur Repertoirepolitik und zur Stellung des Quartetts.
  • Rezensions- und Kritiksammlungen zu Beethoven-, Schubert-, Bartók- und Berg-Einspielungen des Alban-Berg-Quartetts in deutsch- und englischsprachiger Musikpresse.
  • Literatur zur Wiener Quartetttradition, zur Zweiten Wiener Schule, zur Geschichte des Wiener Konzerthauses und zur internationalen Kammermusikpraxis nach 1945.
  • Studien zu Streichquartettkultur im 20. Jahrhundert, insbesondere zu LaSalle Quartet, Juilliard String Quartet, Amadeus Quartet, Quartetto Italiano und Emerson String Quartet als Vergleichsensembles.
  • Forschung zu Alban Berg, Arnold Schönberg, Anton Webern, Beethoven-Rezeption, Schubert-Interpretation und Bartók-Quartetten als zentralen Bezugspunkten des ABQ-Repertoires.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Alban Berg Österreichischer Komponist der Zweiten Wiener Schule und Namensgeber des Alban-Berg-Quartetts.
  • Helene Berg Witwe Alban Bergs, deren Zustimmung zur Namensführung des Quartetts symbolisch wichtig war.
  • Streichquartett Gattung und Ensembletyp, in dem das Alban-Berg-Quartett international Maßstäbe setzte.
  • Wiener Klassik Historischer Repertoirekern von Haydn, Mozart und Beethoven, den das Quartett intensiv pflegte.
  • Zweite Wiener Schule Moderner Traditionshorizont von Schönberg, Berg und Webern, programmatisch zentral für das Ensemble.
  • Wiener Kammermusiktradition Kultureller Kontext, aus dem das Alban-Berg-Quartett hervorging.
  • Wiener Konzerthaus Zentrale Institution der Konzert- und Zyklusgeschichte des Alban-Berg-Quartetts.
  • Wiener Philharmoniker Traditionsmilieu der Wiener Quartettkultur, auf das das Ensemble bezogen wurde.
  • Günter Pichler Gründer, erster Geiger und prägende Führungsfigur des Alban-Berg-Quartetts.
  • Valentin Erben Gründungscellist und durchgehendes Mitglied des Quartetts bis 2008.
  • Klaus Maetzl Gründungsmitglied und zweiter Geiger der frühen Phase des Alban-Berg-Quartetts.
  • Gerhard Schulz Zweiter Geiger des Quartetts von 1978 bis 2008.
  • Hatto Beyerle Gründungsbratschist des Alban-Berg-Quartetts und wichtiger Kammermusikpädagoge.
  • Thomas Kakuska Bratschist der Hauptphase des Quartetts von 1981 bis 2005.
  • Isabel Charisius Bratschistin der Schlussphase des Alban-Berg-Quartetts von 2005 bis 2008.
  • LaSalle Quartet Wichtiges Vergleichs- und Ausbildungsensemble der Moderne, verbunden mit Walter Levin und dem frühen ABQ-Horizont.
  • Walter Levin Geiger und Mentor des LaSalle Quartet, wichtig für die moderne Quartettprägung des Alban-Berg-Quartetts.
  • Amadeus Quartet Vergleichsensemble der Nachkriegskammermusik, wichtig für das internationale Quartettmodell vor dem ABQ.
  • Juilliard String Quartet Amerikanisches Referenzquartett der Moderne und Vergleichspunkt zur internationalen ABQ-Rezeption.
  • Quartetto Italiano Italienisches Referenzensemble des 20. Jahrhunderts und wichtiger Vergleich in Mozart-, Beethoven- und Schubert-Rezeption.
  • Emerson String Quartet Späteres internationales Vergleichsensemble mit großer Diskographie und modernem Quartettprofil.
  • Joseph Haydn Begründer der klassischen Quartetttradition und zentraler Komponist im Repertoire des ABQ.
  • Wolfgang Amadeus Mozart Klassischer Repertoirekern des Quartetts, besonders mit Streichquartetten und Kammermusik.
  • Ludwig van Beethoven Zentraler Komponist der ABQ-Diskographie, besonders durch vollständige Quartettzyklen.
  • Franz Schubert Wiener Hauptkomponist der Quartett- und Quintetttradition, von ABQ intensiv eingespielt.
  • Johannes Brahms Romantischer Kammermusikkomponist im Kernrepertoire des Alban-Berg-Quartetts.
  • Antonín Dvořák Böhmischer Komponist, dessen Quartette und Klavierquintett im ABQ-Repertoire wichtig waren.
  • Bedřich Smetana Komponist eines zentralen romantisch-böhmischen Streichquartetts im weiteren ABQ-Repertoire.
  • Claude Debussy Französischer Modernist, dessen Streichquartett vom ABQ aufgenommen wurde.
  • Maurice Ravel Komponist des F-Dur-Streichquartetts und wichtiger Vertreter französischer Klangmoderne.
  • Béla Bartók Komponist der sechs Streichquartette, deren vollständige Aufnahme ein moderner Schwerpunkt des ABQ war.
  • Leoš Janáček Komponist zweier expressiver Streichquartette und wichtiger Bestandteil der späten ABQ-Diskographie.
  • Arnold Schönberg Begründer der Zweiten Wiener Schule und historischer Kontext des Namensgebers Alban Berg.
  • Anton Webern Komponist der Zweiten Wiener Schule und wichtiger Bezugspunkt des modernen ABQ-Repertoires.
  • Witold Lutosławski Komponist eines modernen Streichquartetts im ABQ-Repertoire.
  • Luciano Berio Italienischer Komponist der Nachkriegsmoderne, dessen Quartettmusik im ABQ-Kontext steht.
  • Alfred Schnittke Komponist der Spätmoderne, wichtig für das erweiterte Repertoirefeld des Ensembles.
  • Wolfgang Rihm Zeitgenössischer Komponist und Bezugspunkt moderner Quartettliteratur im Umfeld des ABQ.
  • Erich Urbanner Österreichischer Komponist, dessen Musik im modernen ABQ-Repertoire begegnet.
  • Sabine Meyer Klarinettistin und wichtige Kammermusikpartnerin des Alban-Berg-Quartetts.
  • Elisabeth Leonskaja Pianistin und bedeutende Partnerin in erweiterten Kammermusikaufnahmen des Ensembles.
  • Alfred Brendel Pianist und Kammermusikpartner des Quartetts in Mozart- und Klavierkammermusikzusammenhängen.
  • Rudolf Buchbinder Pianist und Kooperationspartner des Alban-Berg-Quartetts.
  • Heinrich Schiff Cellist und Partner in Schuberts Streichquintett C-Dur D 956.
  • Teldec Label der frühen und zentralen Aufnahmegeschichte des Alban-Berg-Quartetts.
  • EMI Classics Label der späteren ABQ-Aufnahmen und vieler international verbreiteter Editionen.
  • Warner Classics Heutiger Rechte- und Editionskontext der ABQ-Gesamtaufnahmen.
  • Klassische Tonträger Mediengeschichtlicher Kontext von LP, CD, DVD und digitaler Wiederveröffentlichung der ABQ-Aufnahmen.
  • Beethoven-Quartette Zentraler Prüfstein und Kern der ABQ-Rezeption.
  • Bartók-Quartette Modernes Kernrepertoire des 20. Jahrhunderts, vollständig vom Alban-Berg-Quartett eingespielt.
  • Berg: Lyrische Suite Programmatiches Schlüsselwerk für das nach Alban Berg benannte Ensemble.
  • Kammermusik nach 1945 Historischer Rahmen, in dem das Alban-Berg-Quartett als professionelles internationales Quartettmodell entstand.
  • Quartettzyklus Konzert- und Aufnahmeform, die durch Beethoven-, Bartók- und andere Gesamtaufführungen besonders wichtig wurde.
  • Interpretenkultur Kulturgeschichtliches Feld, das beim Alban-Berg-Quartett durch Klangideal, Aufnahmepraxis und Ensembleautorität sichtbar wird.