Georg Friedrich Daumer – historisches Porträt
Georg Friedrich Daumer, Dichter und Religionskritiker des 19. Jahrhunderts.

Georg Friedrich Daumer (1800–1875) ist eine vielschichtige Gestalt der deutschen Literatur- und Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts. Als Lyriker und Übersetzer, zugleich als scharfer Kritiker traditioneller Religion und Metaphysik, bewegt er sich zwischen poetischer Weltdeutung und philosophischer Infragestellung verbindlicher Glaubenssysteme.

Besondere Aufmerksamkeit fand er im Zusammenhang mit dem Fall Kaspar Hauser, dessen Mentor und Biograph er zeitweise war. Zugleich prägten seine Gedichte und seine Rezeption orientalischer Lyrik die deutschsprachige Literatur nachhaltig.

  1. 1. Biographische und kulturelle Ausgangslage
  2. 2. Literarisch-historische Einordnung
  3. 3. Themen und Motive
  4. 4. Sprachliche und formale Eigenart
  5. 5. Bedeutung und Nachwirkung
  6. 6. Georg Friedrich Daumer im Lyrik Atlas

1. Biographische und kulturelle Ausgangslage

Daumer wird 1800 in Nürnberg geboren und steht zunächst der Romantik und religiösen Innerlichkeit nahe. Später entwickelt er eine zunehmend kritische Haltung gegenüber Dogma und kirchlicher Tradition, die auch seine literarischen Texte prägt.

2. Literarisch-historische Einordnung

Literarisch bewegt er sich zwischen Romantik, Biedermeier und Vormärz. Seine Lyrik ist von Reflexion, Emotionalität und oftmals religiös-philosophischen Fragestellungen geprägt. Über seine Übersetzungen und Nachdichtungen orientalischer Dichtung vermittelt er weitere kulturelle Horizonte in den deutschsprachigen Raum.

3. Themen und Motive

  • Religiöse und metaphysische Skepsis
  • Spannung zwischen Glaube und Zweifel
  • Liebes- und Naturmotivik
  • Orientrezeption in poetischer Form

4. Sprachliche und formale Eigenart

Daumers Sprache verbindet lyrische Innigkeit mit reflexiver Schärfe. Seine Gedichte sind oft formal klar gebaut, arbeiten mit musikalischem Rhythmus und zugleich mit gedanklicher Zuspitzung, die philosophische Tiefenschichten berührt.

5. Bedeutung und Nachwirkung

Daumer war eine einflussreiche Figur in literarischen und intellektuellen Kreisen des 19. Jahrhunderts. Seine Religionskritik polarisierte, seine Lyrik und Übersetzungen wurden breit rezipiert und beeinflussten auch spätere Generationen. Der Kaspar-Hauser-Komplex trug wesentlich zu seiner öffentlichen Bekanntheit bei.

6. Georg Friedrich Daumer im Lyrik Atlas

Im Lyrik Atlas wird Daumer als Dichter vorgestellt, der die lyrische Tradition des 19. Jahrhunderts um religiös-philosophische Tiefenspannungen erweitert und zugleich kulturelle Horizonte jenseits Europas poetisch fruchtbar macht.

Analysen auf wilgoe.de:

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Ausgewählte Werkfelder (orientierend):

  • Lyrik des 19. Jahrhunderts
  • Religionskritische Schriften
  • Übersetzungen und Nachdichtungen orientalischer Lyrik