Daniel Czepko von Reigersfeld – historisches Porträt
Daniel Czepko von Reigersfeld, religiös geprägter Dichter der Barockzeit.

Daniel Czepko von Reigersfeld (1605–1660) ist einer der markanten Vertreter der schlesischen Barockdichtung mit stark religiös-mystischer Ausrichtung. Seine Lyrik und Reflexionsdichtung sind durchzogen von metaphysischen Fragestellungen, von der Suche nach göttlicher Ordnung und von der geistlichen Durchdringung der Erfahrungswelt.

In der Spannung zwischen barocker Sinnbildlichkeit, christlicher Mystik und persönlicher Frömmigkeit gewinnt Czepkos Dichtung eine eigentümliche Tiefe, die ihn innerhalb der Barocklyrik deutlich profiliert.

  1. 1. Biographische und kulturelle Ausgangslage
  2. 2. Literarisch-historische Einordnung
  3. 3. Themen und Motive
  4. 4. Sprachliche und formale Eigenart
  5. 5. Bedeutung und Nachwirkung
  6. 6. Daniel Czepko im Lyrik Atlas

1. Biographische und kulturelle Ausgangslage

Czepko wächst im frühneuzeitlichen Schlesien auf, geprägt von Religionskonflikten, Kriegsereignissen und geistigen Strömungen, die zwischen Orthodoxie, Pietät und mystischer Frömmigkeit changieren. Diese Spannungen bilden den geistigen Resonanzraum seines Werks.

2. Literarisch-historische Einordnung

Er zählt zur schlesischen Barockdichtung und steht in der Nähe zu Dichtern wie Gryphius oder Logau, unterscheidet sich jedoch durch seine stark theologisch und mystisch gefilterte Weltsicht. Seine Texte oszillieren zwischen Emblematik, Meditation und theologischer Reflexion.

3. Themen und Motive

  • Göttliche Ordnung und metaphysische Wahrheitssuche
  • Vergänglichkeit und barocke Vanitas-Erfahrung
  • Innerlichkeit und mystische Gottesbeziehung

4. Sprachliche und formale Eigenart

Die Sprache ist stark bildhaft, verdichtet und symbolisch aufgeladen. Embleme, Allegorien und kompakte Sinnformeln spielen eine zentrale Rolle. Form und Inhalt sind auf spirituelle Erkenntnis ausgerichtet.

5. Bedeutung und Nachwirkung

Czepko bleibt eine besondere Stimme innerhalb der schlesischen Literatur des 17. Jahrhunderts. Seine mystische Perspektive hebt ihn von stärker weltlich oder politisch orientierten Barockdichtern ab und macht ihn für die Geschichte religiöser Dichtung bedeutsam.

6. Daniel Czepko im Lyrik Atlas

Im Lyrik Atlas erscheint Czepko als exemplarische Figur einer auf Transzendenz und Interiorität hin ausgerichteten Barocklyrik, deren religiöse Symbolsprache bis in die Moderne hinein wirksam bleibt.

Analysen auf wilgoe.de:

  • Analysen sind in Vorbereitung.

Ausgewählte Werkfelder (orientierend):

  • Religiös-mystische Lyrik
  • Meditative und emblematische Dichtung