Abadan

Lexikon

Abadan, persisch Ābādān (آبادان), ist eine Stadt im äußersten Südwesten des Iran in der Provinz Chuzestan. Im Deutschen ist der Ortsname ein sächliches Toponym; normalerweise wird er ohne Artikel gebraucht, in attributiv oder zeitlich näher bestimmten Verwendungen ist auch das Abadan möglich. Die Stadt liegt auf der gleichnamigen Schwemmlandinsel nahe dem Nordende des Persischen Golfs und unmittelbar an der Grenze zum Irak. Ihre moderne Geschichte ist so eng mit der Erdölindustrie verbunden, dass Abadan im 20. Jahrhundert zu einem international bekannten Symbol industrieller Modernisierung, kolonial beziehungsweise ausländisch beherrschter Ölwirtschaft, iranischer Erdölverstaatlichung sowie schließlich der Zerstörungen des Iran-Irak-Krieges wurde.

Die Abadan-Insel gehört zum großen Schwemmland- und Deltasystem von Karun, Tigris und Euphrat. Im Westen wird sie vom Arvand Rud, arabisch Schatt al-Arab, begrenzt, im Osten vom Bahmanschir, im Norden vom Karun und im Süden vom Persischen Golf. Die historische geographische Literatur gibt ihre Länge mit ungefähr 64 Kilometern und ihre Breite mit etwa drei bis zwanzig Kilometern an. Die Landschaft ist außerordentlich flach und liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Durch Flussablagerungen, Gezeiten, Kanäle und Veränderungen der Mündungsarme ist die Gestalt des Gebietes geschichtlich nicht unverändert geblieben. Auch die genaue Entstehung der Insel ist in der Forschung nicht vollständig geklärt.

Das Klima ist heiß und arid bis semiarid, zugleich aber wegen der unmittelbaren Nähe großer Flussläufe und des Persischen Golfs häufig sehr feucht. Die Sommer gehören zu den heißesten der Region. Der Gegensatz zwischen großer Hitze und zeitweise außerordentlich hoher Luftfeuchtigkeit prägt die Lebensbedingungen ebenso wie die industrielle Infrastruktur. Traditionell bestanden außerhalb der städtischen Bebauung ausgedehnte Dattelpalmenhaine und kleinere landwirtschaftliche Siedlungen. Wasserführung und Bodenversalzung begrenzen jedoch die landwirtschaftliche Nutzung vieler Flächen. Die Flüsse waren deshalb nicht nur Grundlage von Bewässerung und Landwirtschaft, sondern vor allem Verkehrswege und später entscheidende Standortfaktoren für Hafen und Raffinerie.

Abadan besitzt eine weit ältere Geschichte als die moderne Ölstadt. Der Ort wird in islamischen geographischen Quellen spätestens im 9. Jahrhundert unter der Form ʿAbbādān ausdrücklich genannt. Ibn Chordadhbeh erwähnt ihn um die Mitte des 9. Jahrhunderts als einen wichtigen geographischen Grenzpunkt zwischen Land- und Seeverkehr am Persischen Golf. Spätere arabische und persische Geographen schildern eine kleine, aber für Schifffahrt, Pilger- und Handelsverkehr bedeutsame Siedlung. Aufgrund seiner Lage nahe der damaligen Küstenlinie stellte Abadan einen letzten bewohnten Platz vor der offenen See dar.

Die mittelalterliche Bedeutung beruhte stärker auf Schifffahrt und Handel als auf Landwirtschaft. Arabische Geographen erwähnen hölzerne Seezeichen beziehungsweise Leuchttürme in den Fahrwassern, die den Schiffen die Navigation durch das schwierige Mündungsgebiet erleichtern sollten. Außerdem bestand zeitweise eine Küstenwache zum Schutz gegen Piraterie. Bekannt waren in Abadan gefertigte geflochtene Matten, die unter der Bezeichnung ʿabbādānī über die Region hinaus gehandelt wurden. Auch Salz gehörte zu den ausgeführten Produkten. Die mittelalterlichen Beschreibungen zeichnen somit kein Bild einer großen Stadt, wohl aber eines strategisch günstig gelegenen Handels- und Schifffahrtspunkts.

Die Bedeutung des älteren Ortes nahm später ab. Noch um 1900 bestand die Insel im Wesentlichen aus Dörfern, Palmenhainen und verstreuten landwirtschaftlichen Siedlungen. Der entscheidende Bruch erfolgte nach der Entdeckung großer Erdölvorkommen in Chuzestan. Nachdem 1908 bei Masdsched-e Soleiman wirtschaftlich bedeutende Ölvorkommen erschlossen worden waren und 1909 die Anglo-Persian Oil Company gegründet worden war, wurde Abadan als Standort einer großen Raffinerie ausgewählt. Ausschlaggebend waren die Nähe zu den Ölfeldern, die Möglichkeit einer Pipelineverbindung, die Schiffbarkeit des Arvand Rud und genügend ebenes Gelände für Industrieanlagen und Arbeitersiedlungen.

Die Raffinerie nahm 1912 den Betrieb auf. Ihre anfängliche Kapazität lag bei ungefähr 2.400 bis 2.500 Barrel Rohöl täglich beziehungsweise rund 120.000 Tonnen jährlich. Schon im Ersten Weltkrieg wurde sie erheblich erweitert, nicht zuletzt wegen des steigenden Bedarfs an flüssigem Treibstoff für die britische Marine. Die Raffineriekapazität stieg danach weiter stark an: um 1930 auf etwa fünf Millionen Tonnen, 1939 auf etwa zehn Millionen Tonnen und nach dem Zweiten Weltkrieg noch weit darüber hinaus. Abadan entwickelte sich zeitweise zur größten Erdölraffinerie der Welt und zu einem der bedeutendsten Zentren der internationalen Erdölwirtschaft.

Die Industrialisierung verwandelte Abadan innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig. Aus einer locker besiedelten Inselregion entstand eine planmäßig erweiterte Industriestadt. Die Anglo-Persian Oil Company und ihre Nachfolgerin, die Anglo-Iranian Oil Company, errichteten Raffinerieanlagen, Hafenanlagen, Verwaltungsgebäude, Werkstätten, Krankenhäuser, Schulen, Freizeitstätten und umfangreiche Wohnviertel. Der Stadtgrundriss folgte teilweise Vorstellungen britischer Werkssiedlungen und Gartenstadtplanung. Begrünte Wohnquartiere, breite Straßen und freistehende Häuser kontrastierten mit dichter bebauten Arbeitervierteln.

Diese Stadtentwicklung war zugleich von ausgeprägter sozialer Hierarchie geprägt. Wohnstandard, Versorgung und Zugang zu Einrichtungen richteten sich stark nach beruflicher Stellung und Herkunft innerhalb des Unternehmens. Europäische Führungskräfte und höhere Angestellte lebten in besser ausgestatteten Quartieren, während iranische Arbeiter und Zugewanderte vielfach deutlich schlechtere Wohnbedingungen hatten. Abadan war deshalb nicht nur ein Beispiel industrieller Modernisierung, sondern auch für die räumliche Organisation einer von einem großen ausländischen Erdölunternehmen beherrschten Company Town. Die Raffinerie zog Menschen aus zahlreichen Regionen Irans sowie aus dem benachbarten arabischen Raum und aus Südasien an und machte die Stadt zugleich ungewöhnlich kosmopolitisch.

Im Zweiten Weltkrieg besaß die Raffinerie wegen ihrer Treibstoffproduktion erhebliche strategische Bedeutung. Nach 1945 wurde Abadan jedoch vor allem zum Schauplatz des Konflikts um die Kontrolle der iranischen Erdölindustrie. Die Bedingungen der Konzessionen, die Verteilung der Einnahmen und die starke Stellung der Anglo-Iranian Oil Company waren innerhalb Irans seit langem Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. 1951 beschloss das iranische Parlament die Verstaatlichung der Erdölindustrie. Unter Ministerpräsident Mohammad Mossadegh wurde die National Iranian Oil Company mit der Übernahme der Anlagen beauftragt.

Abadan stand im Mittelpunkt der daraus entstandenen internationalen Auseinandersetzung, die als Abadan-Krise bekannt wurde. Die britische Seite bestritt die Rechtmäßigkeit beziehungsweise die konkrete Durchführung der Nationalisierung und versuchte, die iranischen Ölexporte wirtschaftlich und rechtlich zu blockieren; Iran bestand auf seiner staatlichen Verfügungsgewalt über die Erdölindustrie. Die britischen Mitarbeiter der Raffinerie verließen 1951 schließlich das Land, und die Produktion beziehungsweise der Export brachen weitgehend zusammen. Großbritannien brachte den Konflikt vor den Internationalen Gerichtshof, der 1952 entschied, für den Streit keine Zuständigkeit zu besitzen. Die Erdölfrage blieb bis nach dem politischen Umbruch von 1953 ungelöst und gehört zu den zentralen Konflikten der iranischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

In den folgenden Jahrzehnten blieb Abadan ein bedeutendes Raffinerie- und Petrochemiezentrum, verlor jedoch einen Teil seiner früheren Sonderstellung. Der Export von Rohöl wurde zunehmend auf andere Terminals, insbesondere die Insel Chark, verlagert, während andere iranische Raffineriestandorte ausgebaut wurden. Parallel entstand in Abadan eine petrochemische Industrie. Die Stadt selbst entwickelte in den 1950er bis 1970er Jahren eine charakteristische urbane Kultur mit Kinos, Vereinen, Sportanlagen, Restaurants und kulturellen Kontakten, die durch die Mischung von Erdölarbeitern, Technikern und ausländischen Beschäftigten geprägt war.

Ein einschneidendes Ereignis der jüngeren Stadtgeschichte war der Brand des Cinema Rex am 19. August 1978. Bei der Brandstiftung starben mehrere hundert Menschen; die genaue Opferzahl wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich angegeben. Das Ereignis löste landesweit Empörung aus und wurde zu einem bedeutenden Faktor der politischen Mobilisierung unmittelbar vor der Iranischen Revolution von 1979. Die Schuldfrage war bereits damals Gegenstand widersprüchlicher politischer Beschuldigungen und wurde auch später intensiv diskutiert. Für die Stadt selbst blieb das Cinema-Rex-Unglück ein prägendes kollektives Trauma.

Noch tiefgreifender waren die Folgen des Iran-Irak-Krieges von 1980 bis 1988. Nach dem irakischen Angriff vom 22. September 1980 gehörten Abadan und das benachbarte Chorramschahr zu den wichtigsten Angriffszielen. Die Raffinerie, Industrieanlagen und Wohngebiete wurden durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss schwer beschädigt. Während Chorramschahr im Oktober 1980 von irakischen Truppen eingenommen wurde, gelang die vollständige Einnahme Abadans nicht. Die Stadt wurde jedoch weitgehend eingeschlossen und über Monate belagert.

Im September 1981 durchbrachen iranische Streitkräfte bei einer größeren Gegenoffensive die Belagerung. Die Schäden waren zu diesem Zeitpunkt bereits enorm. Ein großer Teil der Bevölkerung war geflohen oder evakuiert worden, die Raffinerie war weitgehend außer Betrieb und zahlreiche Stadtviertel waren zerstört. Der Bevölkerungseinbruch war außergewöhnlich: Während der nationalen Volkszählung von 1986 wurde für Abadan infolge der kriegsbedingten Entvölkerung keine normale Stadtbevölkerung ausgewiesen. 1991 lebten wieder 84.774 Menschen in der Stadt; bis 1996 war ihre Zahl durch die Rückkehr vieler Vertriebener auf 206.073 gestiegen.

Der Wiederaufbau nach 1988 umfasste Wohngebiete, Verkehrswege, Versorgungssysteme und insbesondere die Raffinerie. Abadan erreichte jedoch weder städtebaulich noch wirtschaftlich einfach den Zustand vor dem Krieg. Teile der historischen Company-Town-Struktur gingen verloren, andere wurden verändert oder neu bebaut. Die Raffinerie wurde schrittweise wieder in Betrieb genommen und mehrfach modernisiert. Sie bleibt bis heute eine der wichtigsten Raffinerien des Iran und ist weiterhin der größte Einzelkomplex, der die wirtschaftliche Identität der Stadt bestimmt. Hinzu kommen Petrochemie, Handel, Verkehr, Dienstleistungen sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Grenz- und Freihandelszone am Arvand Rud.

Die demographische Entwicklung spiegelt diese politischen und wirtschaftlichen Brüche besonders deutlich. Vor dem Krieg war Abadan über Jahrzehnte mit der Ölindustrie gewachsen. Der Krieg führte zur nahezu vollständigen Evakuierung, danach folgte eine starke Rückwanderung. Die Volkszählung von 2006 ermittelte 219.772 Einwohner, 2011 waren es 212.744 und 2016 231.476. Diese Zahlen beziehen sich jeweils auf die amtlich abgegrenzte Stadt und dürfen nicht ohne Weiteres mit Einwohnerangaben für den gesamten Verwaltungsbezirk oder die umliegenden Siedlungen gleichgesetzt werden.

Abadan ist heute zugleich historische Ölstadt, Grenzstadt und Erinnerungsort. Seine Identität wird durch sehr unterschiedliche Schichten geprägt: den mittelalterlichen Handelsplatz am Golf, die Palmenlandschaft des Flussdeltas, die britisch geprägte Industriestadt, die iranische Erdölverstaatlichung, die kosmopolitische Kultur der Vorkriegsjahrzehnte, das Trauma des Cinema Rex und die fast vollständige Zerstörung im Iran-Irak-Krieg. Gerade diese Überlagerung macht Abadan zu einem außergewöhnlichen Beispiel dafür, wie ein Rohstoff die räumliche, soziale und politische Entwicklung einer Stadt innerhalb weniger Jahrzehnte grundlegend verändern kann.

Etymologie

Die Herkunft des Namens Abadan ist umstritten. Die mittelalterlichen arabischen und persischen Quellen verwenden regelmäßig die Form ʿAbbādān (عبادان). Diese blieb bis ins frühe 20. Jahrhundert verbreitet. Die heutige Form Ābādān wurde bereits vor ihrer amtlichen Festlegung zunehmend verwendet und 1935 im Zuge der staatlichen Standardisierung iranischer Ortsnamen offiziell angenommen.

Eine traditionelle Erklärung verbindet ʿAbbādān mit arabisch ʿabbād „frommer Verehrer, Gottesdiener“. In diesem Zusammenhang ist auch eine von al-Baladhuri überlieferte Gründungserzählung bedeutsam: Danach habe ein Mann namens ʿAbbād ibn Husain während der Amtszeit des Statthalters al-Haddschadsch ibn Yusuf um die Wende vom 7. zum 8. Jahrhundert an dieser Stelle einen militärischen Stützpunkt eingerichtet. Ob diese Nachricht die tatsächliche Entstehung des Namens erklärt oder eine spätere Deutung eines bereits bestehenden Toponyms darstellt, ist nicht gesichert.

Für eine ältere iranische Herkunft wurden dagegen antike geographische Namensformen herangezogen. Ptolemaios nennt im 2. Jahrhundert n. Chr. nahe der Tigrismündung eine Insel Apphana; der spätantike Geograph Markian von Herakleia überliefert die Form Apphadana. Da diese Formen älter sind als die islamische arabische Überlieferung, wurde vermutet, dass hinter ʿAbbādān ein vorislamischer iranischer Name stehen könnte, der später arabisiert wurde.

Eine iranische Deutung leitete den Namen aus Elementen mit der Bedeutung „Wasser“ und „bewachen, schützen“ ab und verstand ihn sinngemäß als „Wasserwache“ oder „Küstenwachstation“. Diese Erklärung wurde unter anderem durch die strategische Lage und die historisch belegte Küstenwache gestützt. Sie ist jedoch nicht allgemein gesichert. Insbesondere darf sie nicht einfach mit der bekannten persischen Wortfamilie ābād „bewohnt, kultiviert, blühend“ gleichgesetzt werden. Das mittelpersische āpāt, aus dem persisch ābād hervorgegangen ist, wird sprachgeschichtlich anders analysiert und nicht schlicht aus āb „Wasser“ gebildet.

Die heutige persische Form آبادان ist zugleich formal identisch mit beziehungsweise sehr nahe bei dem persischen Adjektiv ābādān „blühend, wohlbestellt, bewohnt, wohlhabend“. Diese lautliche Übereinstimmung erleichterte zweifellos die moderne iranische Form des Namens. Für die historische Herkunft des Toponyms reicht sie jedoch nicht als Beweis aus. Die ältere Form ʿAbbādān, die antiken Namen Apphana/Apphadana und die verschiedenen mittelalterlichen Gründungstraditionen zeigen vielmehr, dass der Ortsname wahrscheinlich eine komplexe Überlieferungsgeschichte besitzt.

Die im Deutschen übliche Form Abadan ist eine vereinfachte Umschrift des persischen Ābādān. Wissenschaftliche Iranistik verwendet häufig Ābādān mit Längenzeichen; ältere europäische Literatur kennt daneben Formen wie Abbadan oder Abadan. Die historische arabische Form ʿAbbādān sollte bei der Interpretation mittelalterlicher Quellen beibehalten werden, weil sie eine andere Lautstruktur wiedergibt als die moderne amtliche persische Namensform.

Synonyme

Ein geographischer Eigenname besitzt im strengen Sinn keine eigentlichen Synonyme. Bei Abadan sind jedoch mehrere Schreib-, Umschrift- und historische Namensformen zu unterscheiden.

Ābādān – wissenschaftlich genauere lateinische Umschrift der heutigen persischen Namensform آبادان; sachlich identisch mit deutschem Abadan.

Abbadan – ältere europäische Umschrift, die vor allem die historische arabische Namensform stärker wiedergibt; heute selten.

ʿAbbādān – mittelalterliche arabische Namensform, unter der der Ort in zahlreichen islamischen geographischen Quellen erscheint. Historisch wichtig, aber nicht die heutige amtliche persische Form.

آبادان – heutige persische Originalschreibung des Stadtnamens.

Ölstadt Abadan beziehungsweise Erdölstadt Abadan – beschreibende Bezeichnungen nach der zentralen wirtschafts- und stadtgeschichtlichen Bedeutung der Raffinerie; keine amtlichen Alternativnamen.

externe links

Encyclopaedia Iranica – ĀBĀDĀN – wissenschaftlicher Haupteintrag zur Stadt und Insel mit Unterartikeln zu Geschichte, moderner Stadtentwicklung und Bevölkerung.

Encyclopaedia Iranica – ĀBĀDĀN I. History – grundlegende Darstellung der mittelalterlichen Geschichte, Geographie und problematischen Etymologie des Namens einschließlich der Formen ʿAbbādān, Apphana und Apphadana.

Encyclopaedia Iranica – ĀBĀDĀN II. The Modern City – ausführliche wissenschaftliche Untersuchung der Entstehung der modernen Ölstadt, der Raffinerie, Stadtplanung, Bevölkerung und Wirtschaftsstruktur.

Encyclopaedia Iranica – ĀBĀDĀN III. Basic Population Data, 1956–2011 – Analyse der Bevölkerungsentwicklung vor, während und nach dem Iran-Irak-Krieg auf Grundlage iranischer Volkszählungsdaten.

Encyclopaedia Iranica – ĀBĀDĪ – etymologische Darstellung der persischen Wortfamilie ābād und Korrektur der verbreiteten, aber sprachgeschichtlich problematischen Ableitung aus āb „Wasser“.

Encyclopaedia Iranica – Oil Industry II. Iran’s Oil and Gas Resources – wissenschaftliche Geschichte der iranischen Erdölindustrie mit Angaben zur Errichtung und frühen Kapazität der Raffinerie von Abadan.

Encyclopaedia Iranica – Anglo-Persian Oil Company – ausführliche Darstellung der Unternehmensgeschichte, der Raffinerie von Abadan und des Konflikts um die Verstaatlichung von 1951.

Encyclopaedia Iranica – Economy IX. In the Pahlavi Period – wirtschaftshistorischer Überblick zur Erdölverstaatlichung, zur Abadan-Krise und zu ihren Folgen für die iranische Wirtschaft.

Internationaler Gerichtshof – Anglo-Iranian Oil Co. (United Kingdom v. Iran) – amtliche Verfahrensdokumentation des internationalen Rechtsstreits infolge der iranischen Erdölverstaatlichung von 1951.

Internationaler Gerichtshof – Urteil vom 22. Juli 1952 – amtlicher Zugang zum Urteil, mit dem der Gerichtshof seine Zuständigkeit für den britisch-iranischen Ölstreit verneinte.

Office of the Historian, U.S. Department of State – Iran 1951 – zeitgenössische diplomatische Quelle zu Streiks in Abadan und zur politischen Lage während der Erdölverstaatlichung.

Encyclopaedia Iranica – Iraq VII. Iran-Iraq War – wissenschaftliche Darstellung des Krieges von 1980 bis 1988 mit Angaben zur Belagerung Abadans und zur iranischen Gegenoffensive von 1981.

Cinema Iranica – Cinema Rex Fire – wissenschaftlich redigierter Überblick zum Brand des Cinema Rex von 1978 und seiner Bedeutung in der Geschichte des iranischen Kinos und der Revolution.

City Population – Ābādān – Zusammenstellung der iranischen Volkszählungsergebnisse von 1991 bis 2016 auf Grundlage des Statistical Centre of Iran.

Brockhaus Enzyklopädie – Abadan – deutschsprachiger Überblick zu Lage, Erdölraffinerie, Petrochemie und wirtschaftlicher Bedeutung der Stadt.

wissen.de – Abadan – deutschsprachiger Lexikoneintrag zur Insel, Erdölindustrie und zu den Zerstörungen des Iran-Irak-Krieges.

Wiktionary – Abadan – deutschsprachiger Wörterbucheintrag zum sächlichen Toponym mit Flexion, Artikelgebrauch und Übersetzungen.

Abadan Oil Refining Company – About Us – Unternehmensdarstellung zur Geschichte der Raffinerie von ihrer Errichtung ab 1910 und Betriebsaufnahme 1912 bis zu Wiederaufbau und Modernisierung.

SHANA – Abadan Refinery – Nachrichten- und Fachdienst des iranischen Erdölministeriums mit Informationen zu den modernen Prozessanlagen der Raffinerie.