Aba

Lexikon

Aba, in wissenschaftlicher Umschrift auch Abba, war ein antiker Bildhauer beziehungsweise Steinschneider, der durch eine aramäische Inschrift aus Hatra in Nordmesopotamien bekannt ist. Über sein Leben, seine Ausbildung und seine persönliche Stellung sind keine literarischen Nachrichten überliefert. Seine historische Existenz erschließt sich vielmehr aus der Inschrift H5 auf dem Sockel einer Frauenstatue. Dort wird er ausdrücklich mit dem hatrenisch-aramäischen Berufsbegriff glp als Bildhauer beziehungsweise Steinbildner bezeichnet und genealogisch als Sohn des Ogga Zaroqa beziehungsweise Zaraqa bestimmt. Die Inschrift wiederholt am Ende nochmals die Angabe „Aba, der Bildhauer“, was wahrscheinlich als eine Art Künstlersignatur oder besonders hervorgehobene Herstellerangabe zu verstehen ist. Aba gehört damit zu den vergleichsweise seltenen antiken Handwerkern Hatras, deren Name unmittelbar mit einem erhaltenen beziehungsweise archäologisch dokumentierten Bildwerk verbunden werden kann.

Das mit Aba verbundene Werk ist die Statue einer Frau namens Samya, deren Name in der aramäischen Inschrift als smy erscheint und in älterer Literatur auch als Simai, Semmay oder in ähnlichen Umschriften wiedergegeben wird. Die Inschrift nennt Samya als Tochter des Ogga, Sohnes des Ashattai, Sohnes des Seleukos. Aufgestellt wurde die Statue von ihrem Ehemann Ogga, der als Sohn eines Abba bezeichnet wird und im Zusammenhang der Inschrift als Priester der Göttin Atargatis erscheint. Gerade hier ist eine sorgfältige prosopographische Unterscheidung notwendig: Der Abba in der Abstammungsangabe des Ehemanns ist nicht ohne Weiteres mit dem unmittelbar anschließend genannten Bildhauer Aba gleichzusetzen. Der Künstler wird eigens als „Aba, der Bildhauer, Sohn des Ogga Zaroqa“ identifiziert. Die ältere Kurzbiographik hat diese Namenswiederholungen teilweise stark vereinfacht; die vollständige Inschrift zeigt dagegen ein soziales Geflecht aus Auftraggeberfamilie, Priestertum und ausführendem Handwerker.

Die Statue der Samya ist etwa 62 Zentimeter hoch und aus grauem Marmor gearbeitet. Sie zeigt eine junge Frau in strenger Frontalstellung auf einem beschrifteten Sockel. Samya trägt das für die weibliche Plastik Hatras charakteristische lange Gewand, das bis auf den Boden reicht, sowie einen über Kopf und Rücken gelegten Mantel beziehungsweise ein Himation. Ihre mehrlagige Kopfbedeckung und die sorgfältig gearbeiteten Gewandfalten gehören zu den auffälligen Elementen der Darstellung. Das rechte Bein ist leicht angewinkelt, wodurch die ansonsten stark frontale Figur eine begrenzte innere Bewegung erhält. Auch der Kopf beziehungsweise Hals ist leicht zur Seite geneigt. Diese kleinen Abweichungen von der streng axialen Haltung sind kunsthistorisch bemerkenswert, weil sie zeigen, dass die Frontalität der hatrenischen Skulptur nicht notwendig völlige Bewegungslosigkeit bedeutete.

Besonders charakteristisch ist das in der rechten Hand beziehungsweise unmittelbar an ihr dargestellte Tamburin. Die Figur ist so gestaltet, als wolle sie das Instrument schlagen. An der Skulptur waren noch Spuren der ursprünglichen Polychromie erkennbar: Das Tamburin und Teile des Gewandes waren rot gefasst, das Haar schwarz. Damit gehört Abas Werk zu den wichtigen Zeugnissen dafür, dass antike Skulpturen aus Hatra nicht als ausschließlich steinfarbene Objekte gedacht waren, sondern zumindest teilweise farbig gestaltet wurden. Die Verbindung aus plastischer Form und Bemalung erhöhte die Differenzierung von Haar, Kleidung, Instrument und Inschrift und muss den ursprünglichen visuellen Eindruck erheblich stärker bestimmt haben, als es der heutige Zustand vieler antiker Skulpturen vermuten lässt.

Aus dem Tamburin wurde geschlossen, Samya könne eine Musikerin, Sängerin, Kultmusikerin oder möglicherweise eine im religiösen Bereich tätige Frau gewesen sein. Diese Interpretation ist plausibel, muss jedoch von dem unterschieden werden, was die Inschrift tatsächlich mitteilt. Die Inschrift bezeichnet Samya nicht ausdrücklich als Musikerin oder Priesterin; ihre musikalische beziehungsweise kultische Funktion wird aus der Ikonographie erschlossen. Für einen religiösen Zusammenhang spricht, dass weibliche Tamburinspielerinnen in der Bildwelt Hatras mehrfach auftreten und Instrumentalmusik mit den Kulten von Göttinnen wie Atargatis und Allat verbunden war. Zugleich war Samyas Ehemann in das Priestertum der Atargatis eingebunden. Die Statue kann daher im weiteren sozialen und religiösen Milieu eines Heiligtums verstanden werden, ohne dass Samyas genaue kultische Funktion sicher benannt werden könnte.

Stilistisch gehört die Statue zur lokalen Skulptur Hatras, deren Menschenbilder besonders durch ausgeprägte Frontalität, hieratische Ruhe, sorgfältig wiedergegebene Kleidung und Schmuckelemente sowie eine Verbindung verschiedener mesopotamischer, iranisch-parthischer und hellenistisch-römischer Formtraditionen gekennzeichnet sind. Diese Kunst lässt sich nicht angemessen als bloße provinziell-römische oder als rein iranische Plastik erfassen. Hatra war ein bedeutendes religiöses Zentrum im parthisch-römischen Grenzraum, und seine Bildkunst entwickelte eine ausgeprägt lokale Formensprache. Die Samya-Statue ist in diesem Zusammenhang besonders aufschlussreich, weil sie die für Hatra charakteristische Frontalität mit kleinen Bewegungsmotiven, präziser Gewandbehandlung, Farbfassung und einem konkret identifizierbaren gesellschaftlichen Zusammenhang verbindet.

Für eine individuelle Stilgeschichte Abas reicht das erhaltene beziehungsweise sicher zuweisbare Material allerdings nicht aus. Aus einem signierten Werk können weder eine umfassende künstlerische Entwicklung noch eine persönliche „Handschrift“ im neuzeitlichen Sinn rekonstruiert werden. Die Qualität einzelner Details der Samya-Statue erlaubt zwar Aussagen über die Fähigkeiten ihres Herstellers, doch wäre es methodisch problematisch, nicht signierte Skulpturen allein aufgrund stilistischer Ähnlichkeiten Aba zuzuschreiben. Die hatrenische Bildhauerei arbeitete mit stark verbreiteten Typen, wiederkehrenden Gewandformen, frontalen Figurenschemata und Werkstattkonventionen. Ähnlichkeit kann deshalb ebenso auf eine gemeinsame Werkstatt, dieselbe handwerkliche Tradition oder zeitgenössische Konventionen zurückgehen wie auf denselben individuellen Künstler.

Die neuere Untersuchung der hatrenischen Handwerkerinschriften rückt Aba darüber hinaus in ein soziales Umfeld von Bildhauern, Steinmetzen, Baumeistern und Tempelwerkstätten. Sein Vater Ogga Zaroqa erscheint auch in der Inschrift H232, die in einen Zusammenhang mit König Sanatruq I. gehört. Dort wird Ogga Zaroqa als Sohn des Ogeilia genannt; Ogeilia wiederum trägt Bezeichnungen, die auf einen führenden Baumeister und eine besondere handwerkliche Spezialisierung hinweisen. Weitere Mitglieder dieses Umfeldes erscheinen ebenfalls als Bauhandwerker. Diese Zeugnisse legen nahe, dass handwerkliche Kenntnisse innerhalb von Familien und organisierten Arbeitszusammenhängen weitergegeben worden sein können. Für Aba ist eine Zugehörigkeit zu einer solchen Handwerkerfamilie daher gut vorstellbar. Die Quellen erlauben jedoch nicht, aus diesem Zusammenhang eine modern verstandene „Bildhauerdynastie“ mit sicher rekonstruierter Werkstattfolge zu konstruieren.

Auch die Datierung des Bildhauers muss entsprechend vorsichtig behandelt werden. Die Inschrift H5 selbst enthält keine Jahreszahl. Ältere Darstellungen setzen Aba allgemein in das 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. Neuere prosopographische Untersuchungen gewinnen einen engeren Anhaltspunkt aus der möglichen Identifizierung seines Vaters Ogga Zaroqa mit dem gleichnamigen Handwerker der Inschrift H232, die aufgrund der Nennung Sanatruqs I. in das 2. Jahrhundert gehört. Unter dieser Voraussetzung dürfte Aba wahrscheinlich im 2. Jahrhundert beziehungsweise eher in dessen mittlerem oder späterem Abschnitt tätig gewesen sein. Dabei handelt es sich jedoch um eine erschlossene Datierung, nicht um eine unmittelbar auf der Samya-Statue verzeichnete Jahresangabe.

Zusätzliche Vorsicht verlangt eine zweite hatrenische Inschrift, H413a. Auch dort erscheint ein Mann namens ʾbʾ mit der Berufsangabe „Bildhauer“. Der betreffende Zusammenhang gehört zum Heiligtum des Gad von Ramgu und ist auf Juni 234/235 n. Chr. datiert; dem Bildhauer wird ein Relief mit einer Heraklesgestalt beziehungsweise dem lokalen Gad zugeschrieben. Die Gleichheit von Name und Beruf macht eine Verbindung auffällig, beweist aber keine Personenidentität. ʾbʾ war als Personenname in Hatra mehrfach verbreitet, und eine Gleichsetzung des Bildhauers von H413a mit dem Sohn des Ogga Zaroqa aus H5 würde ohne weitere Belege eine ungewöhnlich lange Tätigkeit voraussetzen, sofern H5 tatsächlich in das 2. Jahrhundert gehört. Methodisch sauber ist deshalb, von mindestens zwei epigraphischen Belegen für Bildhauer namens Aba/Abba zu sprechen und die Identität der betreffenden Personen offen zu lassen.

Diese Unterscheidung verändert auch die Bewertung der älteren Behauptung, Aba sei „nur von einer Inschrift“ bekannt. Für den konkret als Sohn des Ogga Zaroqa identifizierten Künstler bleibt H5 der sichere persönliche Beleg. Der Name Aba beziehungsweise Abba begegnet jedoch noch bei einem anderen Bildhauer und bei zahlreichen weiteren Personen in Hatra. Ohne Patronym oder andere eindeutige Identifikatoren darf aus der bloßen Namensgleichheit keine gemeinsame Biographie hergestellt werden. Gerade bei der antiken Prosopographie ist diese Trennung wesentlich.

Die besondere kulturgeschichtliche Bedeutung Abas liegt weniger in einem umfangreichen Œuvre als in der ungewöhnlich deutlichen Verbindung zwischen Werk, Hersteller, dargestellter Person und Auftraggeber. Die Inschrift macht einen Angehörigen des sonst häufig anonym bleibenden antiken Kunsthandwerks namentlich sichtbar. Sie zeigt zugleich, dass Bildhauer in Hatra ihre Tätigkeit ausdrücklich bezeichnen und ihren Namen auf einem öffentlichen beziehungsweise sakral eingebundenen Monument verewigen konnten. Aba ist deshalb ein wichtiges Zeugnis für die soziale Stellung des Kunsthandwerks im parthischen Hatra: Nicht allein Könige, Priester und Stifter erscheinen in der epigraphischen Überlieferung, sondern in einzelnen Fällen auch diejenigen, die die sichtbare Form der Monumente geschaffen hatten.

Etymologie

Der Name Aba ist die konventionelle Wiedergabe des in den hatrenisch-aramäischen Inschriften geschriebenen Namens ʾbʾ. Da die aramäische Schrift die Vokale nicht vollständig bezeichnet, lässt sich die historische Aussprache nicht allein aus der Schreibung mit letzter Sicherheit rekonstruieren. In der Forschung begegnen deshalb Wiedergaben wie Aba und Abba. Enrico Marcato klassifiziert ʾbʾ als aramäischen beziehungsweise arabischen männlichen Personennamen und stellt ihn zur semitischen Wortfamilie ʾb „Vater“. Die erweiterte Namensform kann als hypokoristische beziehungsweise durch ein entsprechendes Namenssuffix gebildete Form verstanden werden.

Parallelen des Namens sind in verschiedenen nordwestsemitischen und arabischen Namenskorpora belegt. Entsprechende Formen finden sich im Altaramäischen und Reichsaramäischen, in palmyrenischen, altsyrischen, nabatäischen und safaitischen Inschriften; aus Dura Europos ist außerdem eine griechisch geschriebene Form Abbas überliefert. Der Name war somit keineswegs eine individuelle Schöpfung oder ein ausschließlich hatrenischer Künstlername, sondern gehörte zu einem weit verbreiteten semitischen Namenschatz. Gerade diese Verbreitung erklärt, warum mehrere Männer namens Aba beziehungsweise Abba innerhalb der hatrenischen Inschriften voneinander unterschieden werden müssen.

Das Patronym des Bildhauers erscheint in H5 als Ogga Zaroqa beziehungsweise Ogga Zaraqa. Bei der Umschrift des zweiten Namensbestandteils bestehen aufgrund der Form einzelner Buchstaben im hatrenischen Aramäisch philologische Unsicherheiten; unterschiedliche Editionen können daher voneinander abweichende Umschriften bieten. Für die Identifikation des Künstlers ist vor allem entscheidend, dass die Inschrift ihn eindeutig als Sohn dieses Ogga bezeichnet. Die traditionelle deutsche Form „Aba, Sohn des Oge Zorqa“ ist eine ältere Umschrift desselben epigraphischen Zusammenhangs und sollte nicht als abweichende Person verstanden werden.

Mit dem deutschen Substantiv Aba für einen orientalischen Umhang beziehungsweise Stoff besteht trotz gleicher lateinischer Schreibform kein etymologischer Zusammenhang. Das Kleidungswort ist ein arabisches beziehungsweise über orientalische Sprachen vermitteltes Sachwort anderer Herkunft; beim Bildhauer handelt es sich um die moderne Umschrift eines antiken semitischen Personennamens. Für ein Lexikon müssen beide Lemmata deshalb getrennt behandelt werden.

Synonyme

Eigentliche Synonyme besitzt ein Personenname nicht. Abba ist keine andere Person und kein bedeutungsgleiches Wort, sondern eine alternative Umschrift beziehungsweise Vokalisierung des hatrenischen Namens ʾbʾ. In wissenschaftlicher Literatur können deshalb Aba und Abba für denselben in H5 genannten Bildhauer verwendet werden.

Aba, Sohn des Ogga Zaroqa, Aba, Sohn des Ogga Zaraqa und die ältere Form Aba, Sohn des Oge Zorqa sind disambiguierende Namensformen. Sie geben das Patronym wieder und sind besonders wichtig, um den Bildhauer von anderen hatrenischen Personen namens Aba/Abba zu unterscheiden.

Aba der Bildhauer beziehungsweise Abba der Bildhauer ist eine sachliche Übersetzung der in H5 wiederholten Verbindung aus Personenname und Berufsbezeichnung. Sie eignet sich als erläuternde Benennung, ist jedoch kein antiker Beiname im engeren Sinne.

externe links

Aleksandra Kubiak-Schneider – Building for the Gods: Builders, Sculptors and Decorators in the Selected Partho-Roman Eastern Temples – aktuelle wissenschaftliche Untersuchung der Baumeister und Bildhauer von Hatra; enthält die Inschrift H5 mit Aba, seinem Vater Ogga Zaroqa und der Statue der Samya sowie eine Analyse der handwerklichen Netzwerke.

Harrassowitz Verlag – Serving the Gods: Artists, Craftsmen, Ritual Specialists in the Ancient World – Verlagsseite des 2026 erschienenen wissenschaftlichen Sammelbandes, in dem die neuere Untersuchung zu den hatrenischen Bildhauern und Baumeistern enthalten ist.

Enrico Marcato – Personal Names in the Aramaic Inscriptions of Hatra – frei zugängliche, begutachtete wissenschaftliche Monographie zur Onomastik Hatras; dokumentiert den Namen ʾbʾ, seine Etymologie und seine Belege in H5 und H413a.

Edizioni Ca’ Foscari – DOI-Ausgabe von Personal Names in the Aramaic Inscriptions of Hatra – dauerhafter wissenschaftlicher Zugang zur Monographie Enrico Marcatos über die hatrenischen Personennamen.

Wathiq Ismail Al-Salihi – The Archaeology of Hatra, the Sacred City – archäologische Monographie zu Hatra mit ausführlicher Beschreibung der Samya-Statue, ihrer Bemalung, Kleidung und des Tamburins sowie weiterer Skulpturen und Inschriften.

André Caquot – Nouvelles inscriptions araméennes de Hatra – grundlegende epigraphische Veröffentlichung in der Zeitschrift Syria zu frühen aramäischen Inschriftenfunden aus Hatra.

Encyclopaedia Iranica – Hatra – wissenschaftlicher Überblick über Geschichte, Archäologie, Religion und aramäische Überlieferung der antiken Stadt.

Encyclopaedia Iranica – Parthian Art – kunsthistorische Einordnung der parthischen Kunst mit ausführlicher Behandlung der lokalen Skulptur Hatras, ihrer Frontalität, Tracht und kulturellen Mischformen.

UNESCO World Heritage Centre – Hatra – Überblick über die Welterbestätte und ihre Architektur; hebt die zahlreichen Steinplastiken und aramäisch beschrifteten Skulpturen hervor.

Mosul Cultural Museum – Sculpture at Hatra – fachlich betreuter Überblick über die Skulptur Hatras, parthische Formtraditionen, Votivplastik und aramäische Inschriften.

Enciclopedia dell’Arte Antica – Hatra – ausführlicher kunstarchäologischer Artikel über Architektur, Tempel und Bildkunst Hatras mit besonderem Augenmerk auf die lokale Skulptur.

Deutsche Orient-Gesellschaft – Hatra – Informationen zur archäologischen Erforschung und Dokumentation der antiken Stadt und ihrer Monumente.

Wikipedia – Aba (Bildhauer) – kurze deutschsprachige Übersicht zur älteren Forschungsdarstellung des Bildhauers; die dortige pauschale Datierung ins 2. oder 3. Jahrhundert sollte im Licht der neueren epigraphischen Forschung differenziert werden.