Antonio da Cividale del Friuli
Überblick
Antonio da Cividale del Friuli, auch Antonius de Civitate Austriae oder Antonius de Civitate Austrie, war ein Komponist des frühen 15. Jahrhunderts. Seine Lebensdaten sind unbekannt; die Herkunft aus Cividale del Friuli ist wahrscheinlich, aber nicht urkundlich in allen Einzelheiten gesichert. Die Quellen bezeichnen ihn mehrfach als Frater, weshalb er in der Forschung meist als Dominikaner verstanden wird. Sicher ist vor allem seine Tätigkeit vor 1423 und seine musikalische Präsenz in norditalienischen Handschriften.
Antonio steht an einer kulturgeschichtlich besonders beweglichen Schwelle: zwischen spätem Trecento, Ars subtilior, französischer Formkunst, italienischer Staatsmotette, frühen Messordinariumssätzen und den ersten Erscheinungen einer neuen europäischen Polyphonie, die später mit Namen wie Guillaume Du Fay verbunden wurde. Seine Musik zeigt daher nicht eine einfache Stilzugehörigkeit, sondern eine Übergangslage.
Das erhaltene Werk umfasst Messsätze, mehrtextige Motetten und weltliche Lieder. In systematischer Zusammenfassung werden fünf Teile des Messordinariums, sechs Motetten und sieben weltliche Stücke genannt. Die Quellenlage ist jedoch differenzierter: DIAMM verzeichnet weitere incipitnahe Einträge, teils mit unsicherer Zuschreibung oder mit unterschiedlichen Handschriftenbezügen. Das Werkverzeichnis dieser Seite trennt deshalb gesicherte Werkgruppen, konkrete Incipits, Quellen und unsichere Zuschreibungen.
Besonders wichtig ist die Handschrift Bologna Q15, eine der größten und bedeutendsten Anthologien polyphoner Musik des frühen 15. Jahrhunderts. Daneben sind Oxford, Bodleian Library, Canonici misc. 213, der Lucca- beziehungsweise Mancini-Codex, Modena A, der Boverio-Codex und weitere norditalienische Quellen relevant. Antonio ist kein Komponist, der durch eine geschlossene Vita greifbar wird, sondern durch ein Netz von Handschriften, Anlassmotetten, Namensformen und Gattungen.
Für die Musikgeschichte ist Antonio da Cividale deshalb bedeutsam, weil er eine italienische Aufnahme und Umformung internationaler Stile zeigt. Isorhythmie, komplexe Notation, französische Liedformen, italienische Ballata, Messsatz und Anlassmotette stehen nebeneinander. Er gehört damit zu den Komponisten, an denen sichtbar wird, wie die europäische Musik um 1400 nicht national abgeschlossen, sondern handschriftlich, institutionell, geistlich und politisch vernetzt war.
Kurzdaten
| Name | Antonio da Cividale del Friuli. |
|---|---|
| Lateinische Namensform | Antonius de Civitate Austriae beziehungsweise Antonius de Civitate Austrie. |
| Weitere Namensformen | Antonio da Cividale, Antonius de Cividale, Antonio de Cividale, Antonis Cividal, Antonis Cividale, Antonius de Civitato, Frater Antonius. |
| Geburt | Unbekannt; wahrscheinlich in oder bei Cividale del Friuli, doch ist die Herkunft nicht in einer vollständigen biographischen Urkundenkette gesichert. |
| Tod | Unbekannt. |
| Belegzeit | Frühes 15. Jahrhundert; in der Literatur häufig um 1392–1421 beziehungsweise vor 1423 tätig. |
| Beruf | Komponist, vermutlich Dominikaner, Autor von Motetten, Messsätzen und weltlichen Liedern in französischen und italienischen Formen. |
| Ordenskontext | Wahrscheinlich Dominikaner; die Quellenform Frater Antonius und die Verbindung zu dominikanischen Anlässen sprechen für diesen Zusammenhang. |
| Mögliche Stationen | Cividale del Friuli, Venedig, Padua, Florenz, Rom; einzelne Identifikationen und biographische Verknüpfungen bleiben quellenkritisch zu behandeln. |
| Hauptgattungen | Motette, isorhythmische Motette, Gloria, Credo, Messordinariumssatz, Rondeau, Virelai, Ballata beziehungsweise italienisches weltliches Lied. |
| Hauptquellen | Bologna Q15, Oxford Canonici misc. 213, Lucca/Mancini-Codex, Modena A, Bologna 2216, Boverio-Codex, Sankt Emmeram-Codex und weitere norditalienische Handschriften. |
| Zentrale Werke | O felix flos Florencia / Gaude felix Dominice, Strenua quem duxit / Gaudeat et tanti, Clarus ortus clarior opere / Gloriosa mater ecclesia, Pie pater Dominice / O Petre martir / O Thoma lux, Sanctus itaque patriarcha, Io veggio per stasone und mehrere französische Liedformen. |
| Kulturgeschichtliche Stellung | Übergangsfigur zwischen spätem Mittelalter und früher Renaissance, zwischen italienischer und französischer Polyphonie, zwischen Trecento, Ars subtilior und frühem Quattrocento. |
| Datei | cividale-antonio-da.shtml. |
Namensformen, Herkunft und Quellenlage
Die Namensformen Antonio da Cividale del Friuli, Antonio da Cividale und Antonius de Civitate Austriae bezeichnen denselben Komponisten. Die lateinische Form ist historisch besonders wichtig, weil Civitas Austriae im mittelalterlichen Sprachgebrauch Cividale del Friuli meinen kann. Der Zusatz verweist also nicht auf „Österreich“ im heutigen nationalstaatlichen Sinn, sondern auf eine ältere geographisch-politische Bezeichnung des Friauler Raums.
Die Quellenlage ist fragmentarisch. Antonio ist nicht durch eine kontinuierliche Biographie, sondern durch Handschriften, Werkzuschreibungen, Anlassbezüge und Namensvarianten greifbar. Die Bezeichnung Frater Antonius legt eine Ordenszugehörigkeit nahe. In der Forschung wird er deshalb meist als Dominikaner verstanden. Die mögliche Gleichsetzung mit einem Antonius de Civitato, der 1392 in Venedig in den Dominikanerkontext trat, ist plausibel diskutiert worden, aber sie muss vorsichtig formuliert werden, weil in der älteren Forschung auch Verwechslungen mit Città di Castello auftreten.
Die Herkunft aus Cividale del Friuli ist wahrscheinlich, aber nicht so sicher wie bei einem modern urkundlich dokumentierten Geburtsort. Der Name selbst, die Varianten in Handschriften und die musikhistorische Tradition sprechen für Cividale. Die Formulierung * Cividale del Friuli? ist daher angemessen: Sie übernimmt die fachliche Wahrscheinlichkeitsangabe, ohne eine nicht erhaltene Geburtsurkunde zu fingieren.
Auch die Datierung verlangt Vorsicht. Antonio war im frühen 15. Jahrhundert tätig. Anlassmotetten und Handschriftenkontexte führen in die Jahre um 1412, 1414, 1421 und in die Zeit vor 1423. Moderne Kurzartikel nennen häufig eine Aktivitätszeit 1392–1421; MGG formuliert vorsichtiger „vor 1423 tätig“. Für die Kulturlexikon-Seite ist diese vorsichtige Formulierung vorzuziehen.
Leben und mögliche Stationen
Über Antonios Leben sind nur wenige gesicherte Einzelheiten bekannt. Sein Name deutet auf Cividale del Friuli, einen wichtigen Ort des Friaul, der im späten Mittelalter zwischen italienischen, patriarchalen, venezianischen und mitteleuropäischen Einflüssen stand. Diese Grenzlage passt gut zu einem Komponisten, dessen Musik italienische, französische und internationale Elemente verbindet.
Eine mögliche frühe Spur führt nach Venedig. In der Forschung wurde Antonio mit einem Antonius de Civitato in Verbindung gebracht, der 1392 in den Konvent San Domenico in Venedig eintrat. Diese Identifikation ist attraktiv, weil Antonio als Frater und wahrscheinlich als Dominikaner erscheint. Sie ist jedoch nicht endgültig gesichert, da der Name de Civitato auch anders gedeutet werden kann. Deshalb sollte diese Spur als möglich, nicht als sicher bezeichnet werden.
Padua ist als kultureller und handschriftlicher Raum besonders wichtig. Mehrere Quellen, darunter Bologna Q15, stehen mit dem Veneto und padovanischen beziehungsweise vicentinischen Zusammenhängen in Verbindung. Antonio muss nicht notwendig dauerhaft in Padua gelebt haben, doch seine Werke gehören in ein norditalienisches Handschriftenmilieu, das Padua, Vicenza, Bologna, Florenz, Lucca und Oxford über spätere Sammlungswege miteinander verbindet.
Florenz ist durch die Motette O felix flos Florencia / Gaude felix Dominice besonders greifbar. Das Werk steht in Beziehung zu Florenz und zu Leonardo Dati, der 1414 zum Generalmeister des Dominikanerordens gewählt wurde. Diese Motette verbindet Stadtlob, Ordenspolitik, geistliche Repräsentation und humanistisch anmutende Staatsmotette. Sie ist eines der wichtigsten biographisch auswertbaren Werke Antonios.
Ein weiterer möglicher Bezug führt nach Rom und in den Umkreis Papst Martins V. Die Motette Clarus ortus clarior opere / Gloriosa mater ecclesia wird in der Forschung mit der päpstlichen Situation nach dem Konzil von Konstanz und mit Martin V. verbunden. Auch hier ist Vorsicht geboten: Das Werk ist nicht einfach ein biographischer Reisebeleg, aber es zeigt, dass Antonio in einer musikalischen Welt stand, in der Papsttum, Konzil, Orden und Stadtrepräsentation eng verbunden waren.
Dominikanischer Kontext
Der dominikanische Zusammenhang ist für Antonio da Cividale besonders wichtig. Die Quellenform Frater Antonius und die Motette für Leonardo Dati sprechen deutlich dafür, dass Antonio im Umfeld des Dominikanerordens zu verorten ist. Die Dominikaner waren im frühen 15. Jahrhundert nicht nur ein Predigerorden, sondern auch ein transregionaler Träger von Bildung, Liturgie, Theologie, Reform und politischer Kommunikation.
Leonardo Dati wurde 1414 zum Generalmeister des Ordens gewählt. Eine Motette zu seinen Ehren verbindet musikalische Komposition mit Ordensgeschichte. Sie ist nicht nur ein geistliches Werk, sondern ein politisch-institutioneller Akt. Antonio erscheint damit als Komponist, der auf aktuelle Ereignisse reagierte und Musik für repräsentative Anlässe schuf.
Der Dominikanerorden war außerdem ein wichtiges Netzwerk zwischen Städten wie Venedig, Florenz, Padua und Rom. Wenn Antonio tatsächlich Dominikaner war, erklärt dies die Mobilität seiner Musik. Werke konnten über Ordensbeziehungen, Konvente, Handschriftenkopisten und liturgische Kontakte zirkulieren. Das passt zur Überlieferung in norditalienischen und später weit verstreuten Handschriften.
Kulturüberblick
Antonio da Cividale gehört in die europäische Musik um 1400, eine Zeit, in der ältere mittelalterliche Formsysteme noch lebendig waren, während neue Formen der Renaissancepolyphonie bereits vorbereitet wurden. Die Musik dieser Zeit ist nicht einfach „mittelalterlich“ oder „renaissancehaft“, sondern bewegt sich zwischen beiden Kategorien. Gerade deshalb ist Antonio kulturgeschichtlich wertvoll.
In Italien war das Trecento mit Komponisten wie Francesco Landini, Johannes Ciconia und Antonio Zacara da Teramo noch wirksam. Gleichzeitig waren französische Formen wie Rondeau, Virelai und Ballade in Italien präsent. Antonio verwendet diese Formen und zeigt dadurch, wie stark die musikalische Kultur Norditaliens internationalisiert war.
Die Motette nahm um 1400 eine besondere Rolle ein. Sie konnte liturgisch, gelehrt, politisch, städtisch oder ordensbezogen sein. In Antonio da Cividales Werk erscheinen mehrtextige Motetten, die aktuelle Ereignisse, Personen und Institutionen feiern. Solche Werke sind musikalische Dokumente von Politik und Erinnerung. Sie zeigen, wie Musik öffentliches Lob, geistliche Autorität und soziale Ordnung formulieren konnte.
Bologna Q15 und verwandte Handschriften machen diesen Kulturraum sichtbar. Sie enthalten nicht nur italienische Werke, sondern auch Kompositionen aus Frankreich, England, den Niederlanden und anderen Regionen. Antonio ist in diesem Umfeld einer der einheimischen italienischen Komponisten, deren Werke neben Ciconia, Zacara, Du Fay und englischen Importen stehen. Seine Musik war also Teil eines europäischen Repertoires, nicht nur einer lokalen Tradition.
Besonders wichtig ist die Frage nach der Wirkung auf die nachfolgende Generation. Antonio gehört zu jenen Komponisten, deren Musik die junge Generation um Guillaume Du Fay vorfand. Man sollte seinen Einfluss nicht mechanisch überschätzen, aber seine Werke zeigen ein Repertoire, in dem isorhythmische Motette, italienische Textbezüge, französische Liedformen und neue Satztechniken zusammenspielten. Genau aus diesem Milieu entwickelte sich die europäische Musik des 15. Jahrhunderts.
Handschriften und Überlieferung
Antonio da Cividale ist vor allem durch Handschriften überliefert. Die wichtigste Quelle ist Bologna Q15, heute Bologna, Museo internazionale e biblioteca della musica, Q.15. Diese Handschrift ist eine der größten internationalen Sammlungen polyphoner Musik des frühen 15. Jahrhunderts. Sie wurde im Veneto begonnen und später erweitert. Sie enthält Messsätze, Motetten, Hymnen, Magnificat-Vertonungen, Sequenzen, Lauden und weltliche Lieder. Antonio ist darin mit mehreren Werken vertreten.
Eine zweite wichtige Quelle ist Oxford, Bodleian Library, Canonici misc. 213. Diese Handschrift ist für mehrere Motetten und weltliche Stücke des frühen 15. Jahrhunderts von zentraler Bedeutung. Sie bewahrt Werke, die den Übergang von spätmittelalterlicher französischer Formkunst zu einer neuen internationalen Polyphonie dokumentieren.
Der Lucca- beziehungsweise Mancini-Codex ist für Antonio ebenfalls wichtig, besonders für weltliche Lieder. Auch Modena A, der Boverio-Codex, Bologna 2216, der Sankt Emmeram-Codex und weitere verstreute Quellen tragen zum Werkbild bei. Diese Überlieferung zeigt, dass Antonios Musik nicht in einem einzigen lokalen Codex eingeschlossen war, sondern in mehreren norditalienischen und später international verstreuten Handschriften zirkulierte.
Die Quellenlage bringt editorische Schwierigkeiten mit sich. Manche Werke sind sicher zugeschrieben, andere nur durch Namensformen, Konkordanzen oder unsichere Katalogeinträge mit Antonio verbunden. Einzelne Incipits erscheinen mit Fragezeichen oder in unvollständiger Textüberlieferung. Ein seriöses Werkverzeichnis muss daher zwischen sicher, wahrscheinlich und unsicher unterscheiden.
Stil, Notation und Gattungen
Antonios Musik zeigt deutliche französische Einflüsse. Komplexe Notation, Isorhythmie, mehrtextige Motetten und weltliche Formen wie Rondeau und Virelai verweisen auf die internationale Ars-subtilior-Tradition. Zugleich bleibt er in italienischen Kontexten verwurzelt: seine italienische Ballata, seine Stadt- und Ordensmotetten sowie die norditalienische Handschriftenüberlieferung zeigen eine spezifisch italienische Aneignung dieses internationalen Stils.
Die Motetten sind meist für drei oder vier Stimmen bestimmt. Sie verwenden häufig mehrere Texte zugleich, verbinden geistliche und lobpreisende Aussageebenen und arbeiten mit strukturellen Verfahren wie Isorhythmie, Imitation, Sequenzbildung und motivischer Wiederholung. Die Texte können konkrete Anlässe spiegeln, etwa eine Hochzeit, eine Wahl, einen städtischen Festakt oder eine kirchliche Repräsentationssituation.
Die Messsätze sind für zwei oder drei Stimmen überliefert. Sie zeigen, dass Antonio nicht nur für besondere politische Motetten schrieb, sondern auch im Bereich des Messordinariums tätig war. Gloria- und Credo-Sätze waren im frühen 15. Jahrhundert zentrale Felder für musikalische Innovation, weil sie Textfülle, formale Gliederung und liturgische Funktion miteinander verbinden mussten.
Die weltlichen Lieder zeigen eine andere Seite. Rondeaux, Virelais und eine italienische Ballata belegen Antonios Fähigkeit, höfisch-weltliche Liedformen zu schreiben. Die meisten weltlichen Stücke sind französisch textiert; die Ballata Io veggio per stasone weist dagegen in die italienische Tradition. Gerade diese Zweisprachigkeit ist charakteristisch für Norditalien um 1400.
Motette, Anlass und politisch-religiöse Repräsentation
Antonios Motetten sind besonders wertvoll, weil sie Musikgeschichte und Ereignisgeschichte verbinden. Strenua quem duxit / Gaudeat et tanti steht in der Forschung mit einer Hochzeit im Herrschaftsumfeld von Forlì in Verbindung. O felix flos Florencia / Gaude felix Dominice bezieht sich auf Florenz und Leonardo Dati. Clarus ortus clarior opere / Gloriosa mater ecclesia wird im päpstlich-kirchlichen Kontext gelesen. Solche Werke sind nicht bloß abstrakte Motetten, sondern musikalische Festschriften.
Die mehrtextige Motette eignet sich besonders für solche Zwecke. Verschiedene Stimmen können verschiedene Bedeutungsebenen tragen: Stadtlob, Personenlob, Heiligenbezug, kirchliche Autorität, moralische Deutung und liturgischer Cantus können gleichzeitig erscheinen. Für eine Kulturgeschichte der Musik ist dies entscheidend, weil die Motette hier eine Verdichtung politischer, theologischer und musikalischer Kommunikation ist.
Antonio steht in dieser Hinsicht in der Nähe von Johannes Ciconia. Wie Ciconia verbindet er norditalienische politische Räume, gelehrte Mehrtextigkeit und internationale Satztechnik. Zugleich bleibt sein Profil eigenständig, weil seine Werke stark vom dominikanischen und friaulisch-norditalienischen Kontext her gelesen werden müssen.
Weltliche Lieder und französische Formen
Die weltlichen Stücke Antonios zeigen die Verbreitung französischer Formen in Italien. Rondeau und Virelai waren nicht auf Frankreich beschränkt, sondern wurden in norditalienischen Hof-, Stadt- und Handschriftenmilieus aufgenommen. Antonio verwendet französische Texte und französisch geprägte Formmodelle, ohne dadurch seine italienische Stellung zu verlieren.
Die italienische Ballata Io veggio per stasone bildet einen Gegenpol zu den französischen Stücken. Sie zeigt, dass Antonio auch an die einheimische italienische Tradition anschließen konnte. Da bei einigen weltlichen Stücken die Textüberlieferung unvollständig oder die Zuschreibung unsicher ist, muss die weltliche Werkgruppe besonders vorsichtig behandelt werden.
Gerade diese Mischung macht Antonio zu einer interessanten Figur der Kulturgeschichte. Er zeigt nicht nur Gattungsbeherrschung, sondern die Mehrsprachigkeit des musikalischen Norditaliens um 1400. Weltliche Musik, geistliche Musik, Ordensnetzwerke und politische Repräsentation waren nicht strikt getrennte Sphären, sondern Teil desselben gebildeten Handschriftenmilieus.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis ist als quellenkritische Übersicht des derzeit greifbaren Werkbestands zu verstehen. Es verbindet die systematische Zusammenfassung der modernen Nachschlagewerke mit den Einzelincipits, die in DIAMM, IMSLP, BnF und weiteren Katalogen sichtbar sind. Werke mit unsicherer Zuschreibung oder unvollständiger Überlieferung werden entsprechend gekennzeichnet.
Messordinarium und liturgische Sätze
| Gloria-Credo-Paar | In modernen Werkübersichten wird ein Gloria-Credo-Zusammenhang als Teil des fünfteiligen Ordinarium-Bestands genannt. Solche Paarbildungen sind für das frühe 15. Jahrhundert wichtig, weil sie den Übergang von Einzelmesssätzen zu stärker zusammenhängenden Ordinariumskomplexen markieren. |
|---|---|
| Et in terra pax [Gloria] | Gloria-Satz beziehungsweise Gloria-Incipit, in mehreren Quellenzusammenhängen überliefert, darunter Bologna Q15, Sankt Emmeram und weitere Handschriften. Der Satz gehört zum Kern von Antonios liturgischer Produktion. |
| Et in terra pax [weiterer Gloria-Nachweis] | DIAMM verzeichnet mehrere Gloria-Einträge beziehungsweise Konkordanzen unter demselben oder ähnlichem Incipit. Die genaue Trennung einzelner Fassungen, Kopien und Sätze erfordert quellenkritische Handschriftenarbeit. |
| Gloria, excerpt | Moderne Werkübersichten nennen unter den drei Gloria-Nachweisen auch einen Gloria-Ausschnitt. Der fragmentarische Charakter ist für die Überlieferung des frühen 15. Jahrhunderts typisch. |
| Patrem omnipotentem [Credo] | Credo-Satz beziehungsweise Credo-Incipit, unter anderem in Bologna Q15 und weiteren Quellen nachweisbar. Der Textbeginn Patrem omnipotentem bezeichnet den Credo-Abschnitt und gehört zu den zentralen Messordinariumszeugnissen Antonios. |
Motetten
| Clarus ortus clarior opere / Gloriosa mater ecclesia / Justus non conturbabitur | Dreistimmige beziehungsweise mehrtextige Motette mit Tenor Justus non conturbabitur, überliefert unter anderem in Oxford Canonici misc. 213. Das Werk wird im päpstlich-kirchlichen Kontext gelesen und häufig mit dem Umfeld Martins V. verbunden. |
|---|---|
| Inclita persplendens | Motette beziehungsweise Motettenfragment, in modernen Werkübersichten als Inclyta prosplendens und mit dem Zusatz ad honorem Sancte Katerine um 1422 genannt. Die fragmentarische Überlieferung verlangt vorsichtige editorische Behandlung. |
| O felix flos Florencia / Gaude felix Dominice | Dreistimmige Motette zu Ehren von Florenz und Leonardo Dati, der 1414 zum Generalmeister des Dominikanerordens gewählt wurde. Das Werk verbindet Stadtlob, Ordensrepräsentation und isorhythmisch geprägte Motettentechnik. |
| Pie pater Dominice / O Petre martir / O Thoma lux ecclesie | Mehrtextige dominikanische Motette, die Heiligen- und Ordensbezüge verbindet. Die Titelstimmen verweisen auf Dominikus, Petrus Martyr und Thomas von Aquin beziehungsweise den dominikanischen Heiligenhorizont. |
| Sanctus itaque patriarcha Leuncius | Motette beziehungsweise geistliches Stück, in Bologna Q15 und weiteren Quellenzusammenhängen verzeichnet. Die genaue Text- und Anlassdeutung ist quellenkritisch zu prüfen. |
| Strenua quem duxit / Gaudeat et tanti | Mehrtextige Motette, in der Forschung mit einem Hochzeits- beziehungsweise Herrschaftsanlass im Umfeld von Forlì verbunden und in manchen Zusammenfassungen mit 1423, in anderen mit früherer Datierung angesetzt. Sie gehört zu den politisch und anlassgeschichtlich besonders aussagekräftigen Werken Antonios. |
Weltliche Lieder und französisch-italienische Formen
| Io veggio per stasone | Italienisches weltliches Lied beziehungsweise Ballata, in DIAMM als Io veggio per stasone nachgewiesen. Es bildet den wichtigsten italienischsprachigen Gegenpol zu den französischen Liedern Antonios. |
|---|---|
| Je suis si las venus pour tant atendre | Französisches weltliches Lied, in Oxford Canonici misc. 213 und im Boverio-Codex nachgewiesen. Das Stück gehört zur französisch geprägten weltlichen Seite des Werkbestands. |
| Loingtemps j’ay mis mon coeur | Französisches weltliches Lied, in der Lucca- beziehungsweise Mancini-Überlieferung greifbar. Die Textform verweist auf höfische Liebeslyrik und französische Liedtradition. |
| Merçi pour dieu merçi ma dame belle | Französisches weltliches Lied, in der Lucca- beziehungsweise Mancini-Überlieferung nachgewiesen. Die höfische Bittformel passt zur französischen Liebeslyrik um 1400. |
| Vous soyez tres bien venus | Französisches weltliches Lied, in modernen DIAMM-Nachweisen als Antonio zugeschrieben beziehungsweise mit ihm verbunden. Die genaue Form- und Quellenlage ist gesondert zu prüfen. |
| Combien que lontain suis de vos, dame chiere | Französisches weltliches Lied, in DIAMM unter Antonios Kompositionen beziehungsweise Zuschreibungen geführt. Es gehört zur Gruppe der höfischen französischen Liebeslieder. |
| Dame sans per en qui est ma sperance | Französisches Lied, in Modena A überliefert und in DIAMM in Antonios Werkumfeld genannt. Die Zuschreibung ist quellenkritisch zu prüfen, bleibt aber für das vollständige Such- und Werkprofil relevant. |
| Atandre, atandre et atendus ay | Französisches weltliches Lied, in DIAMM mit Fragezeichen beziehungsweise unsicherer Zuschreibung im Umfeld Antonios geführt. Es wird hier als unsicherer Werk- oder Zuschreibungskandidat verzeichnet. |
| Dame d’honneur qu’on ne peut esprixier | Französisches Lied, in DIAMM mit Fragezeichen beziehungsweise unsicherer Zuschreibung geführt. Die Aufnahme in dieses Verzeichnis dient der quellenkritischen Vollständigkeit, nicht einer endgültigen Autorschaftsbehauptung. |
Zusammenfassung nach Gattungen
| Messsätze | Der erhaltene Bestand umfasst fünf Teile des Ordinarium missae für zwei bis drei Stimmen, darunter Gloria-, Credo- und Gloria-Credo-Zusammenhänge. Sie zeigen Antonios Beteiligung an der frühen Entwicklung zusammenhängender Messsatzpraxis. |
|---|---|
| Motetten | Sechs Motetten für drei bis vier Stimmen bilden den wichtigsten geistlich-repräsentativen Werkkomplex. Mehrtextigkeit, Isorhythmie, Anlassbindung und Ordens- beziehungsweise Stadtreferenz sind kennzeichnend. |
| Rondeaux | Moderne Werkübersichten nennen drei Rondeaux. Die genaue Zuordnung einzelner französischer Liedincipits zu Rondeau-Formen ist quellen- und editionsabhängig. |
| Virelais | Drei Virelais werden als Teil der weltlichen Werkgruppe genannt. Sie dokumentieren die Aufnahme französischer formes fixes im norditalienischen Musikmilieu. |
| Ballata | Die italienische Ballata beziehungsweise das italienische weltliche Lied Io veggio per stasone zeigt Antonios Anschluss an die einheimische Trecento-Tradition. |
| Unsichere Zuschreibungen | Einige weltliche Stücke werden in Datenbanken mit Fragezeichen oder nur über Handschriftenkontexte geführt. Sie sind für die Recherche wichtig, dürfen aber nicht ohne weiteres als sicherer Kernbestand behandelt werden. |
Rezeption und Nachwirkung
Antonio da Cividale gehört nicht zu den populärsten Namen der allgemeinen Musikgeschichte, ist aber für die Fachgeschichte des frühen 15. Jahrhunderts wichtig. Sein Werk ist ausreichend umfangreich, um ein eigenes Profil erkennen zu lassen, und zugleich fragmentarisch genug, um die Probleme spätmittelalterlicher Überlieferung sichtbar zu machen.
Seine Motetten sind besonders für die Forschung zur Staatsmotette, zur isorhythmischen Motette und zu dominikanischen Anlässen relevant. Sie zeigen, dass die Motette um 1400 nicht nur eine gelehrte Kunstform war, sondern auch politisches und institutionelles Ereignis kommentieren konnte. Damit steht Antonio in einer Linie mit Johannes Ciconia und vor den frühen Motetten Guillaume Du Fays.
Die weltlichen Stücke machen Antonio außerdem zu einem wichtigen Zeugen der französisch-italienischen Liedkultur. Rondeaux, Virelais und italienische Ballata zeigen, dass norditalienische Komponisten französische Formmodelle nicht nur übernahmen, sondern in lokale Handschriften- und Aufführungskontexte integrierten.
In der heutigen Forschung wird Antonio vor allem über Quellen wie DIAMM, RISM, Bologna Q15, Oxford Canonici misc. 213, Lucca/Mancini, BnF, IMSLP und fachliche Spezialliteratur rezipiert. Seine Musik ist dadurch weniger Teil eines breiten Konzertkanons als Teil einer quellenorientierten Mediävistik und Frührenaissanceforschung.
Editorische Hinweise
Bei Antonio da Cividale ist die Trennung zwischen sicherer Autorschaft, wahrscheinlicher Zuschreibung und unsicherem Werkkandidaten wesentlich. Besonders bei weltlichen Liedern können Namensformen, Konkordanzen, anonyme Überlieferung und editorische Rekonstruktion zu unterschiedlichen Werklisten führen. Die hier gebotene Übersicht ist daher bewusst quellenkritisch aufgebaut.
Die Namensform Antonius de Civitate Austriae sollte in Recherche und Normdatenarbeit immer parallel zur italienischen Form Antonio da Cividale verwendet werden. Auch Frater Antonius, Antonis Cividal und Antonius de Civitato können relevant sein. Suchläufe nur unter einer modernen deutschen oder italienischen Form erfassen den Bestand nicht vollständig.
Bologna Q15 ist für diesen Eintrag besonders wichtig, aber nicht die einzige Quelle. Oxford Canonici misc. 213, Lucca/Mancini, Modena A, Boverio, Bologna 2216, Sankt Emmeram und weitere Handschriften müssen für ein vollständiges wissenschaftliches Werkverzeichnis herangezogen werden. DIAMM bietet dafür einen besonders nützlichen Einstieg, weil es Kompositionen und Quellenbezüge zusammenführt.
Die Seite verzichtet auf Bilder. Für eine spätere quellenorientierte Erweiterung wären keine Porträts, sondern Faksimiles von Bologna Q15, Oxford Canonici misc. 213 oder einschlägigen Handschriftenseiten sinnvoll. Im vorliegenden Kulturlexikon-Muster bleibt die Darstellung text- und quellenorientiert.
Sekundärliteratur
- Allsen, Jon Michael (Hrsg.): Motets and Cantilenas in Early 15th-Century Italy. Recent Researches in the Music of the Middle Ages and Early Renaissance. Madison 2009.
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- Cuthbert, Michael Scott: Trecento Fragments and Polyphony Beyond the Codex. Dissertation, Harvard University 2006.
- Cuthbert, Michael Scott: Bologna Q15: The Making and Remaking of a Musical Manuscript. Dissertation, Harvard University 2010.
- De Van, Guillaume: An Inventory of the Manuscript Bologna, Liceo musicale, Q15 (olim 37). In: Musica Disciplina 2, 1948.
- Gallo, F. Alberto: Il codice musicale 2216 della Biblioteca universitaria di Bologna. 2 Bände, Bologna 1968–1970.
- Gozzi, Marco: Osservazioni sulla notazione delle opere di Antonio da Cividale. In: Studi musicali 31, 2002.
- Nosow, Robert: Ritual Meanings in the Fifteenth-Century Motet. Cambridge 2012.
- Pirrotta, Nino; Li Gotti, Ettore: Il codice di Lucca. In: Musica Disciplina 3–5, 1949–1951.
- Reaney, Gilbert: The Manuscript Oxford, Bodleian Library, Canonici misc. 213. In: Musica Disciplina 9, 1955.
- Reaney, Gilbert (Hrsg.): Early Fifteenth-Century Music. Corpus mensurabilis musicae XI/5, 1975.
- Schoop, Hans: Antonius de Civitate Austriae. Zürich 1971.
- Schmidt, Thomas Christian: Carmina gratulatoria: humanistische Dichtung in der Staatsmotette des 15. Jahrhunderts. In: Archiv für Musikwissenschaft 51, 1994.
- Strohm, Reinhard: The Rise of European Music, 1380–1500. Cambridge 2005.
- Wegman, Rob C.: Studien zu Motette, Messsatz und Komponistenmobilität des frühen 15. Jahrhunderts.
Ausgewählte Onlinequellen
- BnF Data: Antonio da Cividale Normdaten- und Werkportal der Bibliothèque nationale de France mit Angaben zu Antonio da Cividale, musikalischen Dokumenten und Quellenbezügen.
- Composers Classical Music: Antonius de Civitate Austrie Kurzübersicht mit Namensform, Aktivitätszeit, Dominikanerhinweis und ausgewählten Werkangaben.
- DIAMM: Cividale, Antonius de Zentrale Personenseite mit Namensvarianten, RISM-Verknüpfung und ausführlicher Liste der Kompositionen samt Handschriftennachweisen.
- DIAMM: I-Bc Q.15 Quellenseite zu Bologna Q15, der großen internationalen Anthologie polyphoner Musik des frühen 15. Jahrhunderts, mit Angaben zu Entstehung, Inhalt und vertretenen Komponisten.
- IMSLP: Antonio da Cividale Komponistenseite mit Namensvarianten, Aktivitätszeit, Normdaten und frei zugänglichen Werkseiten zu ausgewählten Kompositionen.
- MGG Online: Antonio da Cividale del Friuli Fachlexikalischer Artikel mit Lemmaform, lateinischer Namensform, Lebensdatenhinweis, Herkunft und musikhistorischer Einordnung.
- Polska Biblioteka Muzyczna: Antonius de Civitate Austrie Englischsprachiger Lexikonartikel mit biographischer Einordnung, Werkgruppen, Kompositionsliste, Editionshinweis und Literatur.
- RISM Online: Antonio da Cividale del Friuli Normdaten- und Quellenportal des internationalen Répertoire International des Sources Musicales mit Personen- und Quellenbezügen.
Weiterführende Einträge
- Ars subtilior Stil- und Notationskultur um 1400, deren komplexe Verfahren in Antonios Werk nachwirken.
- Ballata Italienische Liedform, die im Werk Antonios durch Io veggio per stasone berührt wird.
- Bologna Q15 Zentrale Handschrift für Antonios Musik und für die internationale Polyphonie des frühen 15. Jahrhunderts.
- Johannes Ciconia Vergleichsfigur für die norditalienische Motette und die internationale Stilbildung um 1400.
- Cividale del Friuli Wahrscheinlicher Herkunftsort Antonios und historischer Ort im friaulischen Kulturraum.
- Guillaume Du Fay Komponist der nachfolgenden Generation, dessen frühes Umfeld durch norditalienische Musik wie die Antonios geprägt war.
- Dominikaner Ordenskontext, in dem Antonio als Frater Antonius und durch Leonardo-Dati-Bezüge zu verorten ist.
- Florenz Stadt, die in Antonios Motette O felix flos Florencia musikalisch gefeiert wird.
- Formes fixes Französische Liedformen wie Rondeau, Virelai und Ballade, die in Antonios weltlichem Werk relevant sind.
- Gloria Messordinariumssatz, der im erhaltenen liturgischen Werk Antonios mehrfach vertreten ist.
- Isorhythmie Strukturverfahren der spätmittelalterlichen Motette, das für Antonios Kompositionstechnik wesentlich ist.
- Francesco Landini Zentrale Figur des italienischen Trecento, dessen Nachgeschichte den stilistischen Hintergrund Antonios bildet.
- Leonardo Dati Dominikanischer Generalmeister, zu dessen Ehren Antonio die Florenz-Motette schrieb.
- Lucca-Codex Wichtige Quelle für weltliche Musik des frühen 15. Jahrhunderts und für Antonio da Cividale.
- Mancini-Codex Bezeichnung und Quellenzusammenhang des Lucca-Materials mit Relevanz für Antonios weltliche Lieder.
- Messordinarium Liturgischer Rahmen der Gloria- und Credo-Sätze Antonios.
- Modena A Handschrift der Ars-subtilior- und Trecento-Überlieferung mit Bezügen zu Antonios weltlicher Musik.
- Motette Zentrale Gattung Antonios, besonders als mehrtextige, isorhythmische und anlassbezogene Komposition.
- Oxford Canonici misc. 213 Wichtige Handschrift für Motetten und weltliche Musik des frühen 15. Jahrhunderts, in der Werke Antonios überliefert sind.
- Padua Norditalienischer Handschriften- und Kulturraum, der für Bologna Q15 und Antonios Überlieferung wichtig ist.
- Quattrocento Italienisches 15. Jahrhundert, in dessen früher Phase Antonio als Übergangsfigur wirkt.
- RISM Internationales Quellenlexikon der Musik, das für Antonios Handschriftenüberlieferung grundlegend ist.
- Rondeau Französische Liedform, die in Antonios weltlichem Werk vertreten ist.
- Trecento Italienische Musik des 14. Jahrhunderts, deren Nachwirkungen in Antonios Werk spürbar bleiben.
- Venedig Möglicher früher Dominikanerkontext und wichtiger norditalienischer Kulturraum um 1400.
- Virelai Französische Form, die in den weltlichen Liedern Antonios eine Rolle spielt.
- Antonio Zacara da Teramo Italienischer Komponist der Übergangszeit um 1400 und wichtiger Vergleichsname für Antonio da Cividale.