Kulturlexikon · Sprachform / Italienisch, Adverb und Substantiv (Nominalisierung), apokopierte Form zu bene, Verstärker- und Evidenzmarker, Maßangabe („ben + Zahl“), Erkenntnis- und Ethikwort („ben de l’intelletto“), Teleologie („sommo ben“), Dante, Divina Commedia
Ben
Ben ist ein kleines Wort mit großem Radius. Es bedeutet im Italienischen „gut“ und „wohl“, aber bei Dante wird es zum Orientierungszeichen: ein Wort, das nicht nur Qualität, sondern Richtung sagt. Ben kann adverbial sein („gut“, „wohl“), es kann als Substantiv auftreten („das Gute“: il ben), und es kann als Verstärker fungieren („gut fünfzig“, „recht“, „wirklich“). In der Commedia ist diese Vielgestaltigkeit kein Zufall: Dantes Reise ist eine Bewegung von Unordnung zu Ordnung, und Ordnung ist im Kern eine Frage des Guten – des Guten, das erkannt werden muss (ben de l’intelletto), des Guten, das gewählt werden muss, und des Guten, das als höchstes Ziel steht (sommo ben). Wenn der Erzähler gleich am Anfang ankündigt, er wolle „vom Guten handeln, das er dort fand“, dann macht er ben zum Grund des Sprechens: Das Gute ist nicht nur Inhalt, es ist Legitimation.
1. Grammatikalische Erklärung
Ben erscheint in Dantes Sprache in mehreren grammatischen Rollen. Als Adverb entspricht es häufig bene („gut“, „wohl“), wobei ben in der Dichtung oft als verkürzte Form gebraucht wird. Es modifiziert dann Verben und ganze Prädikationen: conoscere ben („gut/sicher erkennen“), intendere ben („gut verstehen“), rimirare ben („genau hinsehen“). Dieses adverbiale ben ist nicht nur Lob, sondern häufig ein Präzisionsmarker: Es sagt, dass eine Erkenntnis oder Wahrnehmung verlässlich ist.
Als Substantiv tritt ben als nominalisiertes „Gutes“ auf, oft mit Artikel: il ben. In dieser Form ist es ein Wertbegriff: das Gute als Gegenstand des Begehrens, des Verlusts oder der Ordnung. Besonders prägnant ist die Verbindung mit Genitiv-/Präpositionalgruppen: il ben de l’intelletto – das „Gut des Intellekts“, also das, was Erkenntnis als Gut ausmacht. Hier wird ben zur Schnittstelle von Ethik und Epistemologie.
Eine dritte Funktion ist die Verstärker- und Quantorfunktion. Ben kann Zahlen und Grade verstärken: ben cinquanta bedeutet nicht neutral „fünfzig“, sondern „gut fünfzig“, also mindestens/merklich fünfzig. In solchen Fällen arbeitet ben als Maßmarker: Es präzisiert die Skala und zugleich den Eindruck von Überschreitung. Im Kosmos der Commedia, der ständig mit Graden, Stufen, Höhen und Kräften arbeitet, ist das ein wichtiges Werkzeug.
Schließlich existieren feste Konstruktionen, in denen ben eine pragmatische Rolle übernimmt, etwa als Einräumung oder Absicherung. Bei Dante kippt ben dann von „gut“ zu „wohl“ im Sinn von „tatsächlich“, „sicherlich“, „wie man sieht“. Das Wort ist dadurch nicht nur Bedeutungsträger, sondern ein Operator der Gewissheit.
2. Bedeutungsfelder: Wert, Erkenntnis, Maß, Evidenz, Teleologie
Das erste große Feld von ben ist Wert. Als „das Gute“ ist es der Gegenbegriff zu Unordnung, Schaden, Verirrung. Aber Dante behandelt Wert nie als bloßes Gefühl; er bindet es an Ordnung. Ben ist darum nicht einfach „angenehm“, sondern das, was in der rechten Ordnung steht oder in sie zurückführt. In dieser Hinsicht ist ben ein ethisches Orientierungswort.
Das zweite Feld ist Erkenntnis. In Formeln wie „ben intesa“, „ben ridir“, „ben conobbe“ markiert ben, dass etwas verstanden, erinnert, erkannt wird – und zwar nicht ungefähr, sondern zuverlässig. Das Adverb wird zum Kriterium: Nicht nur sehen, sondern gut sehen; nicht nur sagen, sondern gut sagen. Dadurch wird ben zu einer Poetik der Genauigkeit.
Das dritte Feld ist Maß. Wenn ben Zahlen und Grade verstärkt („gut fünfzig“), arbeitet es als Schwellenanzeiger: Eine Grenze wird nicht nur erreicht, sondern spürbar überschritten. Dieses ben ist besonders dantesk, weil die Reise selbst in Graden denkt: Stufen des Lichts, Stufen der Läuterung, Stufen der Erkenntnis. Ben markiert, dass ein Schritt nicht bloß ein Schritt ist, sondern ein Schritt über eine Schwelle.
Das vierte Feld ist Evidenz. Ben kann den Status einer Aussage sichern: „wohl“, „in der Tat“, „wie klar ist“. In Dantes Rede ist das wichtig, weil der Text häufig zwischen dem Sichtbaren und dem Erklärbaren vermittelt. Ben ist dann ein kleines Signal: Hier ist etwas nicht nur behauptet, sondern als einsichtig gesetzt.
Das fünfte Feld ist Teleologie, das Zielhafte. Im Verlauf der Commedia kann ben aufsteigen: vom einzelnen Guten, das man im Dunkel „findet“, zum Guten des Intellekts, bis hin zum höchsten Gut. Dadurch wird das Wort zum Leitfaden: Es zeigt, dass die Reise nicht nur aus Abgründen besteht, sondern aus einer sich klärenden Zielrichtung. Ben ist die sprachliche Form dieser Zielrichtung.
3. Ben als Erzähltechnik: Legitimation des Sprechens, Wertachse, Erkenntnissicherung
Die berühmte Anfangspassage der Commedia stellt eine zentrale Frage: Warum erzählen? Dante beantwortet sie nicht nur mit „weil ich dort war“, sondern mit „weil ich dort etwas fand, das erzählenswert ist“. Dieses „Etwas“ ist ben. Indem er sagt, er wolle „vom Guten handeln“, macht er das Gute zum Erzählgrund. Das ist Poetik als Ethik: Erzählen ist nicht Selbstzweck, sondern soll Orientierung geben.
Gleichzeitig dient ben als Wertachse, entlang derer sich die Reise ordnet. Hölle, Läuterung, Paradies unterscheiden sich nicht nur räumlich, sondern qualitativ: als Zonen des entstellten Guten, des gereinigten Guten, des erfüllten Guten. Das Wort ben kann diese Achse in Miniatur anzeigen, weil es immer wieder an entscheidenden Stellen auftaucht: beim Verlust („perduto il ben de l’intelletto“), bei der Evidenz („ben conobbe“), bei der Maßangabe („ben cinquanta“), beim metaphysischen Endpunkt („sommo ben“).
Schließlich ist ben eine Technik der Erkenntnissicherung. Der Text ist voller Wahrnehmung, aber er muss unterscheiden: Was ist bloß Eindruck, was ist Einsicht? Ben markiert diese Differenz, indem es „gut“ als epistemisches Adverb einsetzt. Es ist ein kleines Prüfsiegel im Vers: Hier ist verstanden, hier ist erkannt, hier ist die Rede nicht blind. Damit passt ben in die große Bewegung der Commedia: vom Blickverlust zum klaren Sehen.
Fazit
Ben ist bei Dante ein Leitwort der Ordnung. Grammatisch bewegt es sich zwischen Adverb („wohl, gut“), nominalisiertem Wertbegriff („das Gute“) und Verstärker/Quantor („gut fünfzig“). Semantisch verbindet es Wert, Erkenntnis, Maß und Evidenz. In der Divina Commedia wird das besonders sichtbar, weil ben zugleich Poetik und Ethik trägt: Es begründet, warum erzählt wird („vom Guten, das ich fand“), es benennt Erkenntnis als Gut („ben de l’intelletto“), und es zeigt die Zielrichtung der Reise an – bis hin zum höchsten Gut. Das kleine Wort ist damit ein Kompass: Es sagt nicht nur, dass etwas „gut“ ist, sondern was „gut“ im dantesken Sinn überhaupt heißt.
4. Fundstellen in der Divina Commedia
ma per trattar del ben ch'i' vi trovai,
aber um von dem Guten zu handeln, das ich dort fand,
Inferno, Canto 1, Vers 8
Ben erscheint hier als Poetikgrund: Nicht der Schrecken allein legitimiert das Erzählen, sondern das Gute, das aus dem Schrecken herausgerettet wird. Das Wort setzt eine Wertachse bereits im ersten Atem der Commedia.
Io non so ben ridir com' i' v'intrai,
Ich weiß nicht gut zu sagen, wie ich hinein geriet,
Inferno, Canto 1, Vers 10
Ben ist hier epistemisch: Es markiert die Grenze der Rekonstruktion. Nicht das Ereignis fehlt, sondern die „gute“ Darstellbarkeit. Das Adverb benennt, dass Erzählen ein Maß der Klarheit braucht, das im Moment der Verirrung fehlt.
S'i' ho ben la parola tua intesa,
Wenn ich dein Wort gut verstanden habe,
Inferno, Canto 2, Vers 43
Ben fungiert als Verstehensprüfung: Der Sprecher stellt nicht nur eine Frage, sondern prüft die Qualität des Verständnisses. So wird „gut“ zur Bedingung korrekter Folgerung.
e 'l mio parlar tanto ben ti promette?».
und verspricht dir meine Rede so gut?«
Inferno, Canto 2, Vers 126
Ben ist hier Qualitätsversprechen der Rede: Sprache soll nicht nur klingen, sondern „gut“ sein – im Sinn von zuverlässig, angemessen, führungsfähig. Dante bindet Rhetorik an Wert.
c'hanno perduto il ben de l'intelletto».
die das Gut des Intellekts verloren haben.«
Inferno, Canto 3, Vers 18
Hier wird ben substantivisch und ontologisch: Erkenntnis ist ein Gut, das man verlieren kann. Die Hölle ist nicht nur Schmerzraum, sondern Entzug von Orientierung – Verlust des „intellektuellen Gutes“.
bastisi ben che per lei mi richegge.
es genüge wohl, dass sie mich darum bittet.
Purgatorio, Canto 1, Vers 93
Ben steht als „wohl“ im Modus der Genügsamkeit: Es markiert ein ausreichendes Motiv. Das Adverb stabilisiert Maß – nicht mehr Gründe, als nötig.
allor che ben conobbe il galeotto,
als er den Kuppler gut erkannte,
Purgatorio, Canto 2, Vers 27
Ben ist Evidenzmarker: Erkennen ist nicht nur Wiedersehen, sondern sicheres Identifizieren. Der Vers zeigt, wie Dante „gut“ als epistemische Präzision nutzt.
O ben finiti, o già spiriti eletti,
O gut Vollendete, o schon erwählte Geister,
Purgatorio, Canto 3, Vers 73
Ben steht hier als wertender Präfix: „gut“ meint Vollendung als gelungene Form. Das Gute ist nicht abstrakt, sondern Gestaltqualität: fertig im rechten Sinn.
avesse in Dio ben letta questa faccia,
hätte in Gott dieses Antlitz gut gelesen,
Purgatorio, Canto 3, Vers 126
Ben verbindet Erkenntnis und Theologie: „lesen“ ist Deutung, und „gut lesen“ heißt: im göttlichen Maßstab richtig verstehen. Das Adverb macht Hermeneutik zur Tugend.
ché ben cinquanta gradi salito era
denn er war gut fünfzig Grade gestiegen
Purgatorio, Canto 4, Vers 15
Ben arbeitet als Quantor: nicht exakt „fünfzig“, sondern „merklich/wohl mindestens“ fünfzig. Das Wort macht Maß als Schwelle spürbar: ein deutlicher Aufstieg ist vollzogen.
metter potete ben per l'alto sale
ihr könnt wohl den hohen Aufstieg einschlagen
Paradiso, Canto 2, Vers 13
Ben ist hier modal („wohl“): Es sichert Möglichkeit und Erlaubnis. Das Wort markiert, dass ein Schritt nicht nur möglich, sondern in Ordnung ist.
O ben creato spirito, che a' rai
O gut geschaffenes Geistwesen, das bei den Strahlen
Paradiso, Canto 3, Vers 37
Ben bezeichnet Güte als Schöpfungsqualität: „gut geschaffen“ heißt passend geordnet, im rechten Maß. Im Paradiso wird „gut“ zunehmend ontologisch: als Struktur der Wirklichkeit.
e se la mente tua ben sé riguarda,
und wenn dein Geist gut sich selbst betrachtet,
Paradiso, Canto 3, Vers 47
Ben lenkt die Innenschau: Selbstbezug ist nicht automatisch Erkenntnis, er braucht „gutes“ Hinschauen. Das Adverb bindet Reflexion an Genauigkeit.
e se la sua natura ben rimiri.
und wenn du ihre Natur gut betrachtest.
Paradiso, Canto 3, Vers 78
Ben verstärkt das „rimirare“ zur Methode: genau betrachten, nicht flüchtig. Der Vers zeigt ben als Instrument der Erkenntnisdisziplin.
del sommo ben d'un modo non vi piove.
vom höchsten Gut regnet es nicht auf euch in gleicher Weise.
Paradiso, Canto 3, Vers 90
Hier kulminiert ben als metaphysischer Zielpunkt: sommo ben ist das höchste Gut, Gott als Ursprung der Seligkeit. Das Wort ist nicht mehr bloß Qualität, sondern Quelle; die Abstufung der Teilhabe wird zur Ordnung des Lichts.
Die Fundstellen zeigen die Spannweite von ben im dantesken System. Am Anfang ist es Erzählgrund („vom Guten handeln“), dann wird es zur epistemischen Markierung („gut sagen“, „gut verstehen“), zur ontologischen Diagnose („Gut des Intellekts“ als verlorenes Orientierungsvermögen) und zur Skalen- und Modalpartikel („gut fünfzig“, „ihr könnt wohl“). Im Paradiso steigt ben schließlich zur Teleologie auf: als sommo ben, das nicht nur Ziel, sondern Quelle ist. So trägt ein einziges, kleines Wort Ethik, Erkenntnis und Maß – und macht sichtbar, dass die Reise der Commedia im Kern eine Bewegung zum Guten ist, verstanden als Ordnung.
Fundstellen komplett
ma per trattar del ben ch'i' vi trovai, 1-01-008
Io non so ben ridir com' i' v'intrai, 1-01-010
S'i' ho ben la parola tua intesa, 1-02-043
e 'l mio parlar tanto ben ti promette?». 1-02-126
c'hanno perduto il ben de l'intelletto». 1-03-018
ben puoi sapere omai che 'l suo dir suona». 1-03-129
e li altri ch'a ben far puoser li 'ngegni, 1-06-081
dovre' io ben riconoscere alcuni 1-07-050
d'i ben che son commessi a la fortuna, 1-07-062
che è, che i ben del mondo ha sì tra branche?». 1-07-069
che permutasse a tempo li ben vani 1-07-079
I' vidi ben sì com' ei ricoperse 1-09-010
ben so 'l cammin; però ti fa sicuro. 1-09-030
E quei, che ben conobbe le meschine 1-09-043
ben m'accorsi ch'elli era da ciel messo, 1-09-085
Cerbero vostro, se ben vi ricorda, 1-09-098
che ben parean di miseri e d'offesi. 1-09-123
ma i vostri non appreser ben quell' arte». 1-10-051
El par che voi veggiate, se ben odo, 1-10-097
la tua ragione, e assai ben distingue 1-11-068
Se tu riguardi ben questa sentenza, 1-11-085
tu vedrai ben perché da questi felli 1-11-088
e se tu ben la tua Fisica note, 1-11-101
Ma certo poco pria, se ben discerno, 1-12-037
Però riguarda ben; sì vederai 1-13-020
ben dovrebb' esser la tua man più pia, 1-13-038
A ben manifestar le cose nove, 1-14-007
dovea ben solver l'una che tu faci. 1-14-135
se ben m'accorsi ne la vita bella; 1-15-057
ti si farà, per tuo ben far, nimico; 1-15-064
per ben cessar la rena e la fiammella. 1-17-033
E io a lui: «Perché, se ben ricordo, 1-18-120
sì che la faccia ben con l'occhio attinghe 1-18-129
Però ti sta, ché tu se' ben punito; 1-19-097
e guarda ben la mal tolta moneta 1-19-098
I' credo ben ch'al mio duca piacesse, 1-19-121
Qui vive la pietà quand' è ben morta; 1-20-028
ben lo sai tu che la sai tutta quanta. 1-20-114
ben ten de' ricordar, ché non ti nocque 1-20-128
a quella terra, che n'è ben fornita: 1-21-040
Lo Navarrese ben suo tempo colse; 1-22-121
ad artigliar ben lui, e amendue 1-22-140
che l'un con l'altro fa, se ben s'accoppia 1-23-008
ben la ruina, e diedemi di piglio. 1-24-024
non so di lui, ma io sarei ben vinto. 1-24-036
ch'i' non scorgessi ben Puccio Sciancato; 1-25-148
m'ha dato 'l ben, ch'io stessi nol m'invidi. 1-26-024
sì che la faccia mia ben ti risponda: 1-29-135
e te dee ricordar, se ben t'adocchio, 1-29-138
Tu vedrai ben, se tu là ti congiungi, 1-31-025
dal mezzo in giù, ne mostrava ben tanto 1-31-062
e venimmo ad Anteo, che ben cinque alle, 1-31-113
se tosco se', ben sai omai chi fu. 1-32-066
ben se' crudel, se tu già non ti duoli 1-33-040
ben dee da lui procedere ogne lutto. 1-34-036
Attienti ben, ché per cotali scale, 1-34-082
bastisi ben che per lei mi richegge. 2-01-093
allor che ben conobbe il galeotto, 2-02-027
O ben finiti, o già spiriti eletti, 2-03-073
avesse in Dio ben letta questa faccia, 2-03-126
ché ben cinquanta gradi salito era 2-04-015
ben s'avvide il poeta ch'ïo stava 2-04-058
se lo 'ntelletto tuo ben chiaro bada». 2-04-075
dicendo: «Hai ben veduto come 'l sole 2-04-119
cosa ch'io possa, spiriti ben nati, 2-05-060
in Fano, sì che ben per me s'adori 2-05-071
ben sai come ne l'aere si raccoglie 2-05-109
o non m'è 'l detto tuo ben manifesto?». 2-06-033
se ben si guarda con la mente sana; 2-06-036
Fiorenza mia, ben puoi esser contenta 2-06-127
Or ti fa lieta, ché tu hai ben onde: 2-06-136
E se ben ti ricordi e vedi lume, 2-06-148
ben si poria con lei tornare in giuso 2-07-058
ben andava il valor di vaso in vaso, 2-07-117
Aguzza qui, lettor, ben li occhi al vero, 2-08-019
ché 'l velo è ora ben tanto sottile, 2-08-020
ben discernëa in lor la testa bionda; 2-08-034
Lettor, tu vedi ben com' io innalzo 2-09-070
vid' io color, quando puosi ben cura. 2-10-135
Se di là sempre ben per noi si dice, 2-11-031
ben si de' loro atar lavar le note 2-11-034
ben non sare' io stato sì cortese 2-11-085
Io era ben del suo ammonir uso 2-12-085
la ben guidata sopra Rubaconte, 2-12-102
quivi ben ratta da l'altro girone; 2-12-107
Ma ficca li occhi per l'aere ben fiso, 2-13-043
ben sapev' ei che volea dir lo muto; 2-13-076
che a' miei propinqui tu ben mi rinfami. 2-13-150
Se ben lo 'ntendimento tuo accarno 2-14-022
ben è che 'l nome di tal valle pèra; 2-14-030
del ben richesto al vero e al trastullo; 2-14-093
ben fa Bagnacaval, che non rifiglia; 2-14-115
ben faranno i Pagan, da che 'l demonio 2-14-118
tanto possiede più di ben ciascuno, 2-15-056
Com' esser puote ch'un ben, distributo 2-15-061
Lo mondo è ben così tutto diserto 2-16-058
lo mondo è cieco, e tu vien ben da lui. 2-16-066
per ben letizia, e per male aver lutto. 2-16-072
poi vince tutto, se ben si notrica. 2-16-078
pur a quel ben fedire ond' ella è ghiotta, 2-16-101
ben puoi veder che la mala condotta 2-16-103
ben v'èn tre vecchi ancora in cui rampogna 2-16-121
Mentre ch'elli è nel primo ben diretto, 2-17-097
che corre al ben con ordine corrotto. 2-17-126
Altro ben è che non fa l'uom felice; 2-17-133
essenza, d'ogne ben frutto e radice. 2-17-135
che studio di ben far grazia rinverda. 2-18-105
da voi per tepidezza in ben far messo, 2-18-108
ben puoi veder perch' io così ragiono. 2-19-138
O anima che tanto ben favelle, 2-20-034
però al ben che 'l dì ci si ragiona, 2-20-121
ben vedrai che coi buon convien ch'e' regni. 2-21-024
Prima vuol ben, ma non lascia il talento 2-21-064
la fede, sanza qual ben far non basta. 2-22-060
ben avria quivi conosciuta l'emme. 2-23-033
Io veggio ben come le vostre penne 2-24-058
di giorno in giorno più di ben si spolpa, 2-24-080
ma, per fare esser ben la voglia acuta, 2-24-110
ben mille passi e più ci portar oltre, 2-24-131
la fronte, e ben senti' mover la piuma, 2-24-149
E come l'aere, quand' è ben pïorno, 2-25-091
Farotti ben di me volere scemo: 2-26-091
per ben dolermi prima ch'a lo stremo». 2-26-093
di questa fiamma stessi ben mille anni, 2-27-026
Lo sommo ben, che solo esso a sé piace, 2-28-091
da l'altra d'ogne ben fatto la rende. 2-28-129
per li altri legni, e a ben far l'incora; 2-30-060
Guardaci ben! ben son, ben son Beatrice. 2-30-073
imagini di ben seguendo false, 2-30-131
ben ti dovevi, per lo primo strale 2-31-055
ben conobbi il velen de l'argomento. 2-31-075
ma qual vuol sia che l'assonnar ben finga. 2-32-069
ad ascoltarmi tu sie ben disposto». 2-33-021
metter potete ben per l'alto sale 3-02-013
ben che nel quanto tanto non si stenda 3-02-103
O ben creato spirito, che a' rai 3-03-037
e se la mente tua ben sé riguarda, 3-03-047
e se la sua natura ben rimiri. 3-03-078
del sommo ben d'un modo non vi piove. 3-03-090
e disse: «Io veggio ben come ti tira 3-04-016
ben penetrare a questa veritate, 3-04-071
Io veggio ben che già mai non si sazia 3-04-124
Io veggio ben sì come già resplende 3-05-007
puote ben esser tal, che non si falla 3-05-053
sì vid' io ben più di mille splendori 3-05-103
Io veggio ben sì come tu t'annidi 3-05-124
qual si fa danno del ben fare altrui. 3-06-132
ben sottilmente, per alcuna via, 3-07-089
Assai m'amasti, e avesti ben onde; 3-08-055
là 've ogne ben si termina e s'inizia, 3-08-087
Lo ben che tutto il regno che tu scandi 3-08-097
Non, se 'l maestro vostro ben vi scrive». 3-08-120
a la cera mortal, fa ben sua arte, 3-08-128
come quel ben ch'a ogne cosa è tanto. 3-09-009
che da sì fatto ben torcete i cuori, 3-09-011
seguette come a cui di ben far giova: 3-09-024
ben si convenne lei lasciar per palma 3-09-121
u' ben s'impingua se non si vaneggia. 3-10-096
Per vedere ogne ben dentro vi gode 3-10-124
fa manifesto a chi di lei ben ode. 3-10-126
che 'l ben disposto spirto d'amor turge; 3-10-144
ove dinanzi dissi: “U' ben s'impingua”, 3-11-025
e qui è uopo che ben si distingua. 3-11-027
Oh ignota ricchezza! oh ben ferace! 3-11-082
Quando a colui ch'a tanto ben sortillo 3-11-109
ben son di quelle che temono 'l danno 3-11-130
U' ben s'impingua, se non si vaneggia”. 3-11-139
per cui del mio sì ben ci si favella. 3-12-033
ben parve messo e famigliar di Cristo: 3-12-073
ben ti dovrebbe assai esser palese 3-12-109
ben dico, chi cercasse a foglio a foglio 3-12-121
lo ben che ne la quinta luce è chiuso. 3-13-048
Ma perché paia ben ciò che non pare, 3-13-091
ben veder ch'el fu re, che chiese senno 3-13-095
che ben mostrar disio d'i corpi morti: 3-14-063
ben m'accors' io ch'io era più levato, 3-14-085
Galassia sì, che fa dubbiar ben saggi; 3-14-099
ben m'accors' io ch'elli era d'alte lode, 3-14-124
ben supplico io a te, vivo topazio 3-15-085
ben si convien che la lunga fatica 3-15-095
ben se' tu manto che tosto raccorce: 3-16-007
ben tetragono ai colpi di ventura; 3-17-024
ben veggio, padre mio, sì come sprona 3-17-106
cantando, credo, il ben ch'a sé le move. 3-18-099
ben puoi tu dire: «I' ho fermo 'l disiro 3-18-133
ben so io che, se 'n cielo altro reame 3-19-028
che, ben che da la proda veggia il fondo, 3-19-061
da sé, ch'è sommo ben, mai non si mosse. 3-19-087
ben che sua vista non discerna il fondo». 3-20-072
apprende ben, ma la sua quiditate 3-20-092
perché il ben nostro in questo ben s'affina, 3-20-137
Io veggio ben l'amor che tu m'accenne. 3-21-045
contra 'l disio, fo ben ch'io non dimando'. 3-21-048
Io veggio ben, diss' io, sacra lucerna, 3-21-073
con la sua voce, che 'l suol ben disporre, 3-22-006
di lei parlare è ben ch'a lui arrivi». 3-24-045
ben è che ragionando la compense. 3-26-006
Lo ben che fa contenta questa corte, 3-26-016
ché 'l bene, in quanto ben, come s'intende, 3-26-028
che ciascun ben che fuor di lei si trova 3-26-032
ben fiorisce ne li uomini il volere; 3-27-124
quandunque nel suo giro ben s'adocchi, 3-28-015
a predicare, e pur che ben si rida, 3-29-116
amor di vero ben, pien di letizia; 3-30-041
ben te ne puoi accorger per li volti 3-32-046
però che 'l ben, ch'è del volere obietto, 3-33-103