William Foster Apthorp
Überblick
William Foster Apthorp gehört zu den prägenden amerikanischen Musik- und Theaterkritikern der Generation nach dem Bürgerkrieg. Seine Bedeutung liegt nicht in einer Komponistenkarriere, sondern in der Ausbildung einer anspruchsvollen öffentlichen Sprache über Musik, Theater, Oper, Konzert und ästhetische Bildung. In Boston, einer Stadt mit starkem literarischem Selbstbewusstsein, alter patrizischer Kultur, wachsender musikalischer Institutionalisierung und intensivem europäischen Bildungsbezug, wurde Apthorp zu einer Vermittlerfigur zwischen Konzertsaal, Zeitung, Programmbuch, Vorlesung, Musikgeschichte und gebildetem Publikum.
Er war ein Kritiker des Übergangs. Als er zu schreiben begann, war die amerikanische Kunstmusik noch stark auf europäische Vorbilder angewiesen, zugleich entstanden in Boston jene Institutionen, die das Musikleben der Vereinigten Staaten dauerhaft prägen sollten: Konservatorien, Orchester, Kammermusikvereinigungen, Zeitschriften, Vortragsreihen und ein zunehmend professionelles Konzertpublikum. Apthorp schrieb in diesem Raum nicht nur Urteile über einzelne Aufführungen. Er half, Maßstäbe zu formulieren, mit denen ein amerikanisches Publikum Beethoven, Berlioz, Wagner, Brahms, Dvořák, Oper, Sinfonik, Lied und Bühnenkunst verstehen konnte.
Besonders wichtig wurde seine Arbeit für das Boston Symphony Orchestra. Die von ihm verfassten historischen und beschreibenden Programmanalysen der 1890er Jahre stehen am Anfang einer amerikanischen Programmbuchtradition, die nicht bloß Werke ankündigt, sondern sie erklärt, historisiert, ästhetisch deutet und hörend zugänglich macht. Dadurch wurde Apthorp zu einem frühen Vertreter jener modernen Vermittlungsform, die zwischen Musikwissenschaft, Kritik und Konzertpädagogik steht.
Seine Bücher zeigen die Breite seines Interesses. Die Berlioz-Ausgabe von 1879 machte französische romantische Musikästhetik in englischer Sprache zugänglich. Some of the Wagner Heroes and Heroines verband literarische Figurenanalyse mit Musikdrama. Musicians and Music-Lovers sammelte Essays über Musiker, Kritik, Geschmack und musikalische Öffentlichkeit. The Opera, Past and Present bot eine historische Skizze der Oper. Dazu kamen Übersetzungen, Artikel, Vorträge, redaktionelle Arbeit und Liededitionen. Apthorp war damit kein Spezialist eines engen Fachs, sondern ein gebildeter Kulturvermittler der Musikmoderne um 1900.
Kurzdaten
| Name | William Foster Apthorp. |
|---|---|
| Namensformen | William Foster Apthorp, William F. Apthorp, W. F. Apthorp, William Apthorp. |
| Geboren | 24. Oktober 1848 in Boston, Massachusetts. |
| Gestorben | 19. Februar 1913 in Vevey, Schweiz. |
| Beruf | Kritiker, Musikschriftsteller, Theaterkritiker, Herausgeber, Übersetzer, Programmautor, Musikpädagoge, Vortragsredner, Pianist und Musiker. |
| Herkunft | Alte Bostoner Familie; Sohn von Robert East Apthorp und Eliza Henshaw Hunt beziehungsweise Eliza Hunt. |
| Ausbildung | Frühe europäische Schul- und Sprachbildung in Frankreich, Dresden, Berlin, Rom und Florenz; später Harvard College, Abschluss 1869. |
| Musikalische Lehrer | John Knowles Paine und Benjamin Johnson Lang; Apthorp studierte unter anderem Klavier, Harmonielehre, Kontrapunkt und Musiktheorie. |
| Lehrtätigkeit | National College of Music in Boston, New England Conservatory of Music und College of Music der Boston University; außerdem Vorträge am Lowell Institute in Boston und am Peabody Institute in Baltimore. |
| Kritikerlaufbahn | Beiträge unter anderem für Atlantic Monthly, Dwight’s Journal of Music, Boston Sunday Courier, Boston Evening Traveller beziehungsweise Daily Evening Traveller und Boston Evening Transcript. |
| Hauptstellung | Musik- und Theaterkritiker des Boston Evening Transcript von den frühen 1880er Jahren bis zu seinem Rückzug 1903. |
| Programmarbeit | Verfasser historischer und beschreibender Programmanalysen des Boston Symphony Orchestra, besonders von 1892 bis 1901. |
| Hauptwerke | Hector Berlioz, Some of the Wagner Heroes and Heroines, Musicians and Music-Lovers, By the Way, The Opera, Past and Present sowie redaktionelle Mitwirkung an der Cyclopedia of Music and Musicians. |
| Ehe | Verheiratet mit Octavie Loir Iasigi. |
| Späte Jahre | 1903 Rückzug aus dem aktiven Bostoner Kritikerleben, unter anderem wegen nachlassender Sehkraft; Übersiedlung nach Vevey in der Schweiz. |
| Kulturgeschichtliche Stellung | Schlüsselgestalt der amerikanischen Musikkritik, Bostoner Konzertvermittlung, frühen Programmbuchkultur, Wagner- und Berlioz-Rezeption sowie musikästhetischen Publizistik um 1900. |
Name, Herkunft und Bostoner Milieu
Der Name William Foster Apthorp verweist bereits auf eine bestimmte soziale Herkunft. Apthorp entstammte einer alten Bostoner Familie, deren Mitglieder im Handels-, Bildungs- und Kulturleben Neuenglands eine Rolle spielten. Der Familienname war in Boston mit einer patrizischen, anglophilen, gebildeten und institutionell gut vernetzten Welt verbunden. Diese Herkunft erklärt nicht seine Leistung, aber sie erklärt den kulturellen Raum, in dem seine Laufbahn möglich wurde: Zeitung, Harvard, Konservatorium, Konzertgesellschaft, private Salons, Vorlesungsinstitute und die bürgerlich-elitäre Musikkultur der Stadt.
Die Schreibweisen sind im Wesentlichen stabil. In zeitgenössischen Programmen und bibliographischen Nachweisen erscheint häufig William F. Apthorp oder W. F. Apthorp. Die vollständige Lemmaform William Foster Apthorp ist für das Kulturlexikon vorzuziehen, weil sie die Normdatenform, die Buchkataloge und die biographische Überlieferung zusammenführt. Die Dateibezeichnung folgt dem Muster Familienname–Vorname–weiterer Vorname: apthorp-william-foster.shtml.
Boston war für Apthorp nicht bloß Geburtsstadt, sondern geistige Heimat. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten Musikzentren der Vereinigten Staaten. Das Harvard College, das New England Conservatory, private Musikgesellschaften, der Lowell Institute, das Boston Symphony Orchestra und eine anspruchsvolle Zeitungslandschaft bildeten ein enges kulturelles Geflecht. Apthorp stand mitten in diesem Geflecht.
Biographische Grundlinien
William Foster Apthorp wurde am 24. Oktober 1848 in Boston geboren. Schon früh erhielt er eine europäische Bildung, die für seine spätere Kritikerpersönlichkeit entscheidend wurde. In jungen Jahren hielt er sich in Frankreich, Dresden, Berlin, Rom und Florenz auf. Dort lernte er Sprachen, Kunst und europäische Bildungsformen kennen. Diese frühe kosmopolitische Erfahrung prägte seine spätere Kritik. Er schrieb als Amerikaner, aber mit einem europäischen Vergleichshorizont.
Nach der Rückkehr nach Boston studierte Apthorp am Harvard College, das er 1869 abschloss. Musikalisch wurde er von John Knowles Paine geprägt, dem ersten Harvard-Professor für Musik und einer zentralen Figur der amerikanischen Kunstmusik. Bei Paine studierte Apthorp Klavier, Harmonielehre und Kontrapunkt. Später nahm er bei Benjamin Johnson Lang weiteren Klavierunterricht. Diese Ausbildung gab ihm ein praktisches und theoretisches Fundament, das seine Kritiken von bloßer literarischer Geschmacksäußerung unterschied.
In den frühen 1870er Jahren begann Apthorp als Musiklehrer und Kritiker zu arbeiten. Er unterrichtete am National College of Music in Boston, später am New England Conservatory und im College of Music der Boston University. Dort vermittelte er Klavier, Harmonielehre, Kontrapunkt, Theorie, Ästhetik und Musikgeschichte. Parallel dazu schrieb er für Zeitschriften und Zeitungen. Seine frühen Publikationsorte, darunter Atlantic Monthly, Dwight’s Journal of Music, Boston Sunday Courier und Boston Evening Traveller, zeigen den Übergang vom gebildeten Essay zur regelmäßigen Tageskritik.
Seine wichtigste journalistische Stellung erhielt Apthorp beim Boston Evening Transcript. Dort wirkte er über zwei Jahrzehnte als Musik- und Theaterkritiker. Diese Position machte ihn zu einer öffentlichen Autorität im Bostoner Kunstleben. Das Transcript richtete sich an ein gebildetes, kunstinteressiertes Publikum; Apthorps Kritiken waren deshalb nicht auf knappe Meldungen angelegt, sondern auf Urteil, Stil, historische Einordnung und ästhetische Unterscheidung. Er schrieb für Leser, die sich als kulturell urteilsfähig verstehen wollten.
Von besonderer Bedeutung wurde seine Tätigkeit für das Boston Symphony Orchestra. Zwischen 1892 und 1901 verfasste Apthorp historische und beschreibende Programmanalysen. Diese Texte gehören zur Frühgeschichte der amerikanischen Konzertpädagogik. Sie erklärten dem Publikum Werke, Formen, Themen, historische Zusammenhänge und ästhetische Probleme. Apthorp war damit nicht nur Kritiker nach dem Konzert, sondern auch Deuter vor und während des Konzertbesuchs.
1903 zog sich Apthorp aus der aktiven Bostoner Arbeit zurück. Als Grund wird vor allem seine nachlassende Sehkraft genannt. Er übersiedelte nach Vevey in der Schweiz, wo er am 19. Februar 1913 starb. Der Tod in der Schweiz schließt eine Biographie, die schon früh europäisch geprägt war: Apthorp war ein Bostoner Kritiker, aber sein geistiger Horizont war transatlantisch.
Ausführlicher Kulturüberblick
Apthorps Lebenswerk gehört in die Phase, in der die amerikanische Kunstmusik eine eigene institutionelle Öffentlichkeit ausbildete. Im 19. Jahrhundert wurde Musik in den Vereinigten Staaten zunehmend professionell organisiert: Konservatorien entstanden, Orchester wurden dauerhaft eingerichtet, Sänger und Instrumentalisten wurden systematisch ausgebildet, Musikverlage wuchsen, Konzertprogramme wurden komplexer, und Zeitungen entwickelten feste Formen der Kunstkritik. Boston stand in diesem Prozess an prominenter Stelle.
Für diese Entwicklung war Kritik nicht nebensächlich. Ein Konzertleben braucht nicht nur Musiker, sondern auch ein Publikum, das hören, vergleichen, bewerten und erinnern kann. Die Zeitungskritik des 19. Jahrhunderts erfüllte genau diese Funktion. Sie übersetzte Aufführung in Sprache, schuf öffentliche Maßstäbe, machte Repertoire diskutierbar und prägte langfristig den Geschmack. Apthorp war einer der Kritiker, die dieser Aufgabe ein hohes literarisches und musikhistorisches Niveau gaben.
Sein Schreiben steht im Zeichen eines gebildeten Kosmopolitismus. Apthorp kannte europäische Sprachen, europäische Schulformen, französische und deutsche Musikkultur, Operngeschichte und die ästhetischen Debatten um Berlioz und Wagner. Er brachte dieses Wissen in eine amerikanische Öffentlichkeit ein, die sich einerseits nach europäischen Maßstäben orientierte, andererseits eigene Institutionen aufbaute. Gerade darin liegt seine Bedeutung: Er half, europäische Musik nicht als fremdes Prestige, sondern als verständlichen, kritisierbaren und historisch deutbaren Bestandteil amerikanischer Kultur zu vermitteln.
Die Bostoner Musikkultur seiner Zeit war stark von deutschem Repertoire geprägt. Beethoven, Schumann, Brahms, Wagner und später Dvořák standen im Zentrum vieler Debatten. Zugleich blieb französische Musikästhetik durch Berlioz, Gounod, Bizet und andere Komponisten präsent. Apthorps Publikationen zeigen diese doppelte Orientierung. Seine Berlioz-Ausgabe machte französische Musikschriftstellerei zugänglich; seine Wagner-Bücher und Programmanalysen erschlossen das deutsche Musikdrama; seine Operngeschichte verband italienische, französische und deutsche Traditionen.
Apthorp gehört auch zur Geschichte des Programmbuchs. Das Programmbuch ist eine eigene literarische Form: Es ist weder reine Musikwissenschaft noch Tageskritik, weder Konzertanzeige noch Essay. Es soll informieren, aber nicht erschlagen; es soll deuten, aber nicht den Klang ersetzen; es soll historische Kenntnisse vermitteln, aber den unmittelbaren Hörvorgang vorbereiten. Apthorp trug dazu bei, diese Form in den Vereinigten Staaten auf ein hohes Niveau zu bringen.
Musik- und Theaterkritik
Apthorps Kritikerarbeit verband Musik und Theater. Das ist für sein Profil entscheidend. Er schrieb nicht nur über Sinfonien, Kammermusik und Opernpartituren, sondern auch über Bühne, Schauspiel, Aufführung, Ausdruck und dramatische Wirkung. Dadurch war seine Musikkritik weniger rein formalistisch als die mancher späterer Spezialkritiker. Für ihn blieb Musik Teil einer umfassenderen Kultur des Ausdrucks, der Darstellung und des Geschmacks.
Als Kritiker des Boston Evening Transcript schrieb er für ein Publikum, das Kunst als Bestandteil bürgerlicher Bildung verstand. Seine Texte mussten informieren, urteilen und zugleich stilistisch überzeugen. Apthorp war für seine Bildung, seinen Witz, seine sprachliche Eleganz und seine Fähigkeit bekannt, musikalische Sachverhalte in einer literarisch anspruchsvollen Form darzustellen. Seine Kritik war daher nicht nur Bewertung, sondern auch Kunstprosa.
Seine Stellung war jedoch nicht die eines neutralen Chronisten. Wie jeder einflussreiche Kritiker prägte er Geschmack. Er entschied mit, welche Aufführungen als bedeutend, welche Sänger als stilvoll, welche Dirigenten als überzeugend, welche Kompositionen als zukunftsträchtig oder problematisch wahrgenommen wurden. In einer Stadt wie Boston, deren kulturelles Selbstbild stark auf Bildung, Urteil und moralische Ernsthaftigkeit setzte, hatte diese Funktion besonderes Gewicht.
Boston Symphony Orchestra und Programmanalysen
Die Programmanalysen für das Boston Symphony Orchestra bilden den nachhaltigsten Teil von Apthorps öffentlicher Arbeit. Das Orchester war 1881 gegründet worden und entwickelte sich rasch zu einer zentralen Institution des amerikanischen Konzertlebens. Ein solches Orchester brauchte nicht nur Dirigenten, Musiker und Mäzene, sondern auch Vermittlungsformen. Das Publikum sollte die Werke nicht als bloße Abfolge schöner Klänge erleben, sondern in ihrer Form, Geschichte, motivischen Arbeit und ästhetischen Bedeutung verstehen.
Apthorps historische und beschreibende Notizen erfüllten diese Aufgabe. Sie konnten biographische Hinweise, Werkgeschichte, Formanalyse, thematische Beschreibung, Vergleich, Literaturbezug und Geschmacksurteil verbinden. Gerade bei komplexen Werken des 19. Jahrhunderts waren solche Texte wichtig. Sinfonische Dichtungen, Wagner-Auszüge, neue Sinfonien oder selten gespielte Werke verlangten ein Publikum, das bereit war, sich hörend und lesend vorzubereiten.
In der späteren Bostoner Programmbuchtradition wurde Apthorp als Vorgänger Philip Hales erinnert. Diese Kontinuität ist kulturgeschichtlich bedeutsam. Sie zeigt, dass Programmanalysen nicht als beiläufige Gebrauchstexte verstanden wurden, sondern als dauerhafte Form des musikalischen Wissens. Apthorp hatte daran entscheidenden Anteil.
Ästhetik, Stil und kritische Methode
Apthorps kritische Methode beruhte auf Bildung, Vergleich und Sprachpräzision. Er war kein Kritiker, der allein aus spontaner Wirkung schrieb. Seine Urteile waren eingebettet in Musikgeschichte, Literatur, Theater, Ästhetik und europäische Kulturkenntnis. Gleichzeitig blieb er Journalist: Seine Texte mussten öffentlich lesbar, pointiert und zeitnah sein. Gerade diese Spannung zwischen Gelehrsamkeit und Publizistik bestimmte seine Stärke.
Ein wichtiges Moment seiner Kritik ist der Begriff des Geschmacks. Geschmack bedeutete für Apthorp nicht bloß subjektive Vorliebe, sondern gebildete Unterscheidungsfähigkeit. Ein Kritiker musste hören, vergleichen, Stil erkennen, Übertreibung meiden, technische Leistung würdigen und zugleich den ästhetischen Gesamteindruck erfassen. Diese Haltung verbindet ihn mit einer älteren humanistischen Kritiktradition, zugleich aber mit der modernen Zeitungskultur.
Apthorp schrieb in einer Zeit, in der Musikkritik selbst um ihren Status rang. War sie bloßes Feuilleton, persönliche Meinung, praktische Aufführungskritik oder eine Form öffentlicher Musikästhetik? Apthorps Werk beantwortet diese Frage durch Praxis. Seine Bücher, Essays, Programmanalysen und Kritiken zeigen Musikkritik als gebildete Vermittlung zwischen Kunstwerk, Aufführung, Geschichte und Publikum.
Berlioz, Wagner und europäische Musikvermittlung
Die beiden europäischen Komponisten, an denen sich Apthorps Vermittlungsleistung besonders deutlich zeigt, sind Hector Berlioz und Richard Wagner. Mit der Berlioz-Ausgabe von 1879 stellte Apthorp einem englischsprachigen Publikum Briefe und ästhetische, humoristische und satirische Schriften eines Komponisten vor, der zugleich Musiker und glänzender Prosaautor war. Diese Arbeit passte zu Apthorps eigenem Profil: Auch er verstand Musik nicht nur als Klang, sondern als ästhetische Sprache, die kommentiert, verteidigt und literarisch gedeutet werden kann.
Wagner wurde für Apthorp zu einem anderen Prüfstein. In Some of the Wagner Heroes and Heroines beschäftigte er sich mit Figuren des Musikdramas, also mit jener Zone, in der Musik, Dichtung, Mythos, Drama und Charakterzeichnung zusammenkommen. Für die amerikanische Wagner-Rezeption war diese Form der Vermittlung wichtig, weil Wagner nicht nur als Komponist, sondern als umfassender Theaterdenker verstanden werden wollte.
Apthorp war damit Teil einer transatlantischen Vermittlung europäischer Moderne. Er übersetzte, erklärte, historisierte und bewertete. Seine Leistung bestand nicht darin, europäische Autoritäten unkritisch zu importieren, sondern darin, sie für ein amerikanisches Publikum verständlich und diskutierbar zu machen.
Lehre, Vortrag und Bildungsarbeit
Neben der Publizistik war Apthorp auch Lehrer und Vortragsredner. Seine Tätigkeit am National College of Music, am New England Conservatory und an der Boston University zeigt, dass er institutionell in die musikalische Ausbildung eingebunden war. Er unterrichtete nicht nur praktische Fächer, sondern auch Theorie, Ästhetik und Musikgeschichte. Diese Verbindung von Praxis, Theorie und Geschichte ist für sein gesamtes Schreiben charakteristisch.
Seine Vorträge am Lowell Institute in Boston und am Peabody Institute in Baltimore zeigen eine weitere Dimension seiner Arbeit. Der öffentliche Vortrag war im 19. Jahrhundert eine wichtige Bildungsform. Er richtete sich an ein Publikum, das Wissen nicht nur in Büchern, sondern in gesprochener, gesellschaftlich sichtbarer Form aufnehmen wollte. Apthorp bewegte sich souverän in dieser Vortragskultur.
Die Lehr- und Vortragstätigkeit erklärt auch, warum seine Bücher oft essayistisch und vermittelnd angelegt sind. Sie sind nicht enge Fachmonographien, sondern bildende Texte. Apthorp wollte Musik verständlich machen, ohne sie zu trivialisieren. Das ist seine eigentliche pädagogische Leistung.
Rezeption und heutige Einordnung
Heute ist William Foster Apthorp vor allem für die Geschichte der amerikanischen Musikkritik, der Bostoner Musikkultur, der Programmanalyse und der frühen amerikanischen Wagner- und Berlioz-Rezeption wichtig. Er ist kein kanonischer Komponist und kein Theoretiker im systematischen Sinn. Seine Bedeutung liegt in der Vermittlung, im Urteil, in der Formung einer musikalischen Öffentlichkeit und in der literarischen Qualität des kritischen Schreibens.
Die ältere Literatur würdigte ihn als gebildeten, weltoffenen und stilistisch starken Kritiker. Neuere Forschung interessiert sich besonders für seine Rolle im Bostoner Netzwerk aus Presse, Orchester, Konservatorium, Harvard und bürgerlicher Kultur. Apthorp ist dabei ein Beispiel für eine Kritikerfigur, die im 19. Jahrhundert mehr war als ein Rezensent: Er war Programmautor, Lehrer, Übersetzer, Herausgeber, Essayist und Geschmackserzieher.
Für ein Kulturlexikon ist Apthorp deshalb ein wichtiges Lemma, weil er die Entstehung moderner musikalischer Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten sichtbar macht. Musikgeschichte besteht nicht nur aus Kompositionen und Aufführungen, sondern auch aus den Texten, durch die Musik verstanden, erinnert und bewertet wird. Apthorp war einer derjenigen, die solche Texte in Boston auf hohem Niveau schrieben.
Werk- und Schriftenverzeichnis
Das folgende Verzeichnis verbindet Bücher, Übersetzungen, Herausgaben, Liededitionen, Programmanalysen, Periodik und kleinere Werkgruppen. Bei Apthorp ist ein Werkverzeichnis notwendigerweise anders zu verstehen als bei einem Komponisten: Sein Hauptwerk liegt in Kritik, Essay, Programmschrift, Redaktion, Übersetzung und musikalischer Vermittlung. Einzelne Zeitungsartikel sind nur durch Spezialbibliographien, Archivbestände und Zeitungsdatenbanken vollständig zu erfassen; die hier folgende Übersicht führt die wichtigsten greifbaren Buch- und Werkkomplexe sowie quellenkritisch relevante Gruppen auf.
| Hector Berlioz: Selections from His Letters, and Aesthetic, Humorous, and Satirical Writings | New York, Henry Holt and Company, 1879. Von William Foster Apthorp übersetzt und mit einer biographischen Skizze versehen. Das Werk ist eine frühe englischsprachige Vermittlung Berlioz’ als Komponist, Schriftsteller, Ästhetiker und polemischer Geist. |
|---|---|
| Biographical Sketch of Hector Berlioz | Biographische Einleitung zur Berlioz-Ausgabe von 1879. Sie ist als eigener Beitrag Apthorps zur englischsprachigen Berlioz-Rezeption zu verstehen, auch wenn sie innerhalb des übersetzten Bandes steht. |
| Some of the Wagner Heroes and Heroines | 1889. Sammlung von Essays über Figuren aus Richard Wagners Musikdramen. Das Werk verbindet Musikdrama, Mythos, Charakterdeutung und literarisch-musikalische Interpretation. |
| Musicians and Music-Lovers, and Other Essays | New York, Charles Scribner’s Sons, 1894. Essayband mit musikgeschichtlichen, ästhetischen und kritischen Texten. Der Band enthält unter anderem einen aus einem Lowell-Institute-Vortrag hervorgegangenen Bach-Essay und Texte zur Musikkritik. |
| Some Thoughts on Music Criticism | Essay innerhalb von Musicians and Music-Lovers. Der Text ist für Apthorps Selbstverständnis als Kritiker besonders wichtig, weil er Musikkritik als gebildete, verantwortliche und stilistisch anspruchsvolle Urteilsform behandelt. |
| Johann Sebastian Bach | Essay beziehungsweise Vortrag innerhalb von Musicians and Music-Lovers, ursprünglich als Vortrag am Lowell Institute in Boston gehalten. Der Text zeigt Apthorp als musikgeschichtlichen Vermittler älterer deutscher Musik. |
| By the Way | Boston, Copeland and Day, 1898. Sammlung kurzer Essays über Musik und Kunst, vielfach aus den Programmbüchern des Boston Symphony Orchestra hervorgegangen. Der Band ist besonders wichtig für die Verbindung zwischen Konzertprogramm, Essay und öffentlicher Musikbildung. |
| By the Way: About Musicians | Werk- beziehungsweise Bandzusammenhang aus der By the Way-Reihe. Die Texte behandeln Musiker, musikalische Erinnerungen und Beobachtungen aus dem Bostoner und europäischen Musikleben. |
| Musical Reminiscences of Boston Thirty Years Ago | Essay aus dem Apthorp-Umfeld, der für die Erinnerung an das Bostoner Musikleben der 1860er und 1870er Jahre wichtig ist. Er ist besonders für lokale Musikgeschichtsschreibung und die Rekonstruktion älterer Konzertkultur relevant. |
| The Opera, Past and Present: An Historical Sketch | New York, Charles Scribner’s Sons, 1901. Historische Skizze der Oper von ihren älteren Formen bis zur Gegenwart Apthorps. Das Buch verbindet Übersicht, Stilgeschichte, Gattungsgeschichte und kritische Vermittlung. |
| Cyclopedia of Music and Musicians | Mit John Denison Champlin herausgegeben beziehungsweise von Apthorp als critical editor betreut; New York, Charles Scribner’s Sons, 1888–1890, mit späteren Ausgaben. Das dreibändige Nachschlagewerk gehört zu den wichtigen englischsprachigen Musiklexika des späten 19. Jahrhunderts. |
| Jacques Damour. Madame Neigeon | Übersetzung von Erzählungen Émile Zolas, Boston, Copeland and Day, 1895. Das Werk zeigt Apthorp auch als literarischen Übersetzer jenseits des engeren Musikbereichs. |
| Jacques Damour. Madame Neigeon. Nantas. How We Die. The Coqueville Spree. The Attack on the Mill | Erweiterter Übersetzungszusammenhang von Erzählungen Émile Zolas, 1895. Die Ausgabe ist für Apthorps frankophone Bildung und seine Tätigkeit als Kulturvermittler wichtig. |
| Aesthetic, Humorous, and Satirical Writings by Hector Berlioz | Bestandteil beziehungsweise Titelkomplex der Berlioz-Ausgabe von 1879. Apthorp vermittelt darin Berlioz nicht nur als Komponisten, sondern als Schriftsteller und Kritiker. |
| Programmes of the Boston Symphony Orchestra with Historical and Descriptive Notes | Werkgruppe aus den Jahren 1892 bis 1901. Apthorp verfasste historische und beschreibende Notizen zu Konzertprogrammen des Boston Symphony Orchestra. Diese Texte bilden einen Kern seiner Wirkungsgeschichte als Programmautor. |
| Analysen und Essays zu Beethoven, Brahms, Berlioz, Wagner, Dvořák und anderen Komponisten | Programmbuch- und Zeitungstextgruppe. Viele einzelne Analysen sind in den gedruckten Boston-Symphony-Programmen und in zeitgenössischen Zeitungen verstreut. Ein vollständiges Einzelverzeichnis verlangt die Durchsicht der Programmbücher und des Boston Evening Transcript. |
| Kritiken im Atlantic Monthly | Frühe publizistische Werkgruppe ab 1872. Apthorps Beiträge für den Atlantic Monthly stehen am Übergang zwischen literarischem Essay und professioneller Musikkritik. |
| Kritiken in Dwight’s Journal of Music | Frühe musikkritische Beiträge in einer der wichtigsten amerikanischen Musikzeitschriften des 19. Jahrhunderts. Diese Werkgruppe ist für Apthorps Einbindung in die ältere Bostoner Musikkritik wichtig. |
| Kritiken im Boston Sunday Courier | Werkgruppe aus der zweiten Hälfte der 1870er Jahre. Sie zeigt Apthorps Übergang zur regelmäßigen Zeitungsarbeit. |
| Kritiken im Boston Evening Traveller beziehungsweise Daily Evening Traveller | Werkgruppe um 1878 bis 1880. Apthorp schrieb dort als Musik- und Theaterkritiker beziehungsweise musikalisch-dramatischer Redakteur. |
| Kritiken im Boston Evening Transcript | Zentrale journalistische Werkgruppe von 1881 bis 1903. Diese Kritiken sind Apthorps wichtigster Beitrag zur laufenden Bostoner Musik- und Theateröffentlichkeit; eine vollständige bibliographische Erfassung ist nur über Zeitungsarchive möglich. |
| Vorträge am Lowell Institute | Öffentliche Vortragsreihe in Boston. Einzelne Texte, etwa der Bach-Vortrag, gingen in spätere Buchpublikationen ein. Der Werkkomplex zeigt Apthorp als Musikvermittler in der öffentlichen Bildungslandschaft. |
| Vorträge am Peabody Institute | Vortragstätigkeit in Baltimore. Sie erweitert Apthorps Wirkung über Boston hinaus und gehört zur amerikanischen Bildungs- und Konzertvortragskultur des späten 19. Jahrhunderts. |
| Fifty Songs by Robert Franz | Von William Foster Apthorp herausgegebene Liedausgabe für hohe beziehungsweise tiefe Stimme, Boston, Oliver Ditson Company, 1903. Die Ausgabe enthält deutsche und englische Texte sowie eine biographische Vorrede und bibliographische Hinweise. |
| Fifty Songs for Low Voice by Robert Franz | Einzelausgabe beziehungsweise Stimmfassung der Robert-Franz-Edition, herausgegeben von Apthorp. Sie zeigt seine Arbeit als Liededitor und Vermittler deutscher Liedkunst an englischsprachige Sänger. |
| Fifty Songs for High Voice by Robert Franz | Parallelfassung der Robert-Franz-Edition für hohe Stimme. Sie gehört in denselben editorischen und pädagogischen Zusammenhang wie die Ausgabe für tiefe Stimme. |
| Forty Songs by Adolf Jensen | Von Apthorp herausgegebene Liedausgabe, Boston, Oliver Ditson, 1913. Sie gehört zur späten beziehungsweise posthum wirksamen editorischen Liedvermittlung Apthorps. |
| 12 Gesänge op. 4 von Robert Franz | Von Apthorp bearbeitete beziehungsweise herausgegebene Werkgruppe im IMSLP-/Liededitionsumfeld. Sie gehört zu seiner Tätigkeit als editorischer Vermittler deutscher Liedliteratur. |
| The Owl and the Pussy-Cat | Song nach Worten von Edward Lear, publiziert bei Arthur P. Schmidt in Boston. Das Stück zeigt Apthorp auch als komponierenden beziehungsweise liedbezogenen Musiker, bleibt aber gegenüber seiner kritischen und editorischen Arbeit randständig. |
| Rezensionen zu Opernaufführungen in Boston | Große verstreute Werkgruppe innerhalb der Zeitungskritik. Sie ist für die Rekonstruktion des amerikanischen Operngeschmacks, der Sängerrezeption und der Theaterkultur am Ende des 19. Jahrhunderts wichtig. |
| Rezensionen zu Schauspiel und Theater | Werkgruppe der Theaterkritik, besonders im Boston Evening Transcript. Sie zeigt Apthorp als Kritiker, der Musiktheater, Schauspiel, dramatische Darstellung und Kulturpublizistik zusammen dachte. |
| Artikel zu B. J. Lang | Apthorp schrieb über Benjamin Johnson Lang und dessen Bostoner Musikleben. Diese Texte sind wichtige Quellen für die Musikgeschichte Neuenglands und für Apthorps eigenes Lehrer- und Netzwerkumfeld. |
| Essays über Bostoner Musikgeschichte | Verstreute Aufsätze und Erinnerungen zur älteren Bostoner Konzert- und Musikkultur. Diese Texte sind für die Lokalgeschichte besonders wertvoll, weil Apthorp als Zeitzeuge und Kritiker schrieb. |
| Übersetzungen aus dem Französischen | Neben der Berlioz-Ausgabe und Zola-Übersetzungen steht Apthorp allgemein für eine französisch-amerikanische Vermittlungslinie. Die genaue Erfassung aller kleineren Übersetzungen verlangt Spezialbibliographien. |
| Lexikonartikel und redaktionelle Beiträge | Als critical editor und Mitarbeiter an musikalischen Nachschlagewerken verfasste, redigierte oder prüfte Apthorp zahlreiche Artikel. Eine vollständige Einzelzuschreibung innerhalb der Cyclopedia ist nur durch editorische Detailforschung möglich. |
| Kritische Maximen und ästhetische Essays | Werkgruppe innerhalb seiner Essays, besonders in Musicians and Music-Lovers. Hier formuliert Apthorp sein Verständnis von Musikgeschmack, Kritik, Bildung, Interpretation und musikalischer Öffentlichkeit. |
Sekundärliteratur
- Chamberlin, Joseph Edgar: The Boston Transcript: A History of its First Hundred Years. Boston und New York 1930. Wichtige Zeitungsgeschichte zum institutionellen Umfeld des Boston Evening Transcript, in dem Apthorp seine wichtigste Kritikerarbeit leistete.
- Elson, Louis C.: The History of American Music und spätere Ergänzungen. Älterer musikgeschichtlicher Kontext zur amerikanischen Kunstmusik und zum Bostoner Kritiker- und Musikleben.
- Frishberg Saloman, Ora: Apthorp, William Foster. In: American National Biography. New York 1999. Moderne biographische Darstellung zu Apthorps Herkunft, Ausbildung, Kritikerlaufbahn und kultureller Stellung.
- Hale, Philip: Philip Hale’s Boston Symphony Programme Notes. Herausgegeben und später digital zugänglich gemacht. Wichtig für die Bostoner Programmbuchtradition und für die Würdigung Apthorps als Hales Vorgänger.
- Howard, John Tasker: Studien zur amerikanischen Musikgeschichte. Kontextliteratur zur institutionellen Entwicklung der amerikanischen Kunstmusik, in der Apthorp als Kritikerfigur zu verorten ist.
- Mitchell, Jon Ceander: Trans-Atlantic Passages: Philip Hale on the Boston Symphony Orchestra, 1889–1933. New York 2014. Neuere Studie zur Bostoner Programmanalyse, zu Philip Hale und zum Umfeld, in dem Apthorp als Vorgänger steht.
- Mussulman, Joseph A.: Music in the Cultured Generation. Evanston 1971. Zentrale Studie zur gebildeten amerikanischen Musikkultur und zum Bostoner Musikleben des 19. Jahrhunderts.
- Nelson, Robert Brian: The Commentaries and Criticisms of William Foster Apthorp. Dissertation, University of Florida, 1991. Spezialstudie zu Apthorps Kritiken, Kommentaren, ästhetischer Methode und journalistischem Einfluss.
- Ritter, Frédéric Louis: Music in America. New York 1883 und spätere Auflagen. Zeitgenössischer Kontext zur amerikanischen Musikentwicklung, die Apthorps Kritikerarbeit begleitete.
- Saloman, Ora Frishberg: Arbeiten zur amerikanischen Musikkritik und zur Bostoner Musiköffentlichkeit. Forschungskontext zu Apthorp, Musikkritik, Bildungskultur und amerikanischer Rezeption europäischer Kunstmusik.
- Tawa, Nicholas E.: The Coming of Age of American Art Music. Westport 1991. Kontextwerk zur Entwicklung amerikanischer Kunstmusik, besonders in Neuengland und Boston.
- Waxman, Jonathan: Prefacing Music in the Concert Hall: Program Books, Composer Biographies, and the Conflict over Musical Meaning. Dissertation 2012. Forschung zur Programmbuchkultur, in deren Vorgeschichte Apthorps Arbeit für das Boston Symphony Orchestra gehört.
Ausgewählte Onlinequellen
- Encyclopedia.com: Apthorp, William Foster Kurzartikel mit Lebensdaten, Harvard-Abschluss, Paine-Studium, Lehrtätigkeit, Atlantic-Monthly-Kritik und Arbeit für das Boston Evening Transcript.
- HathiTrust: Hector Berlioz, selections from his letters Katalognachweis zur 1879 erschienenen Berlioz-Ausgabe mit Apthorp als Übersetzer und Verfasser einer biographischen Skizze.
- HathiTrust: Musicians and Music-Lovers, and Other Essays Bibliographischer Nachweis zur Ausgabe von 1894 mit Angaben zu Verlag, Umfang und dem Bach-Vortrag aus dem Lowell Institute.
- HathiTrust: By the Way Katalognachweis zu Apthorps Essayband von 1898, der eng mit der Programmbuch- und Konzertvermittlung verbunden ist.
- HathiTrust: The Opera, Past and Present Bibliographischer Nachweis zu Apthorps operngeschichtlicher Skizze von 1901 und späteren Ausgaben.
- Internet Archive: Hector Berlioz; selections from his letters Digitalisat der Berlioz-Ausgabe von 1879 mit Apthorps Übersetzung und biographischer Einleitung.
- Internet Archive: Musicians and Music-Lovers Digitalisat des Essaybandes von 1894 aus der Sammlung der Harvard University.
- Internet Archive: Boston Symphony Orchestra Programme Programmbuchbestand mit Hinweis auf die historischen und beschreibenden Notizen William F. Apthorps für die Spielzeiten 1897/1898 bis 1900/1901.
- Internet Archive: Fifty Songs by Robert Franz Digitalisat der von William Foster Apthorp herausgegebenen Robert-Franz-Liedausgabe für tiefe Stimme von 1903.
- IMSLP: William Foster Apthorp Komponisten- beziehungsweise Autorenseite mit Werk- und Editionsrubriken zu Apthorp, darunter Bücher und herausgegebene Liedsammlungen.
- IMSLP: The Opera, Past and Present Werkseite zu Apthorps operngeschichtlichem Buch mit Angaben zu Erstpublikation, Verlag, Umfang und Gattung.
- IMSLP: Cyclopedia of Music and Musicians Digital zugänglicher Nachweis des von John Denison Champlin herausgegebenen und von Apthorp kritisch betreuten Musiklexikons.
- MGG Online: Apthorp, William Foster Fachlexikalischer Artikel beziehungsweise Vorschauseite zu Leben, Ausbildung, Bostoner Kritikerarbeit und Ruhestand.
- Online Books Page: William Foster Apthorp Bibliographische Übersicht zu digital zugänglichen Büchern, Übersetzungen, Herausgaben und Liededitionen Apthorps.
- Wikisource: The Biographical Dictionary of America, Apthorp Historischer biographischer Artikel mit Angaben zu Eltern, Harvard, Paine, Lang, Lehrtätigkeit und frühen Kritikerstationen.
- Wikisource: The New International Encyclopædia, Apthorp Älterer Lexikonartikel mit Hinweisen auf Lehrtätigkeit, Vorträge, Boston Symphony Orchestra und Boston Transcript.
- Project Gutenberg: Philip Hale’s Boston Symphony Programme Notes Digitaler Text mit rückblickender Würdigung Apthorps als Vorgänger Philip Hales in der Bostoner Programmbuchtradition.
Weiterführende Einträge
- Atlantic Monthly Zeitschrift, für die Apthorp in den frühen Jahren seiner Kritikerlaufbahn schrieb.
- Hector Berlioz Französischer Komponist und Schriftsteller, dessen Briefe und ästhetische Texte Apthorp 1879 englisch vermittelte.
- Boston Zentrum von Apthorps Herkunft, Ausbildung, Kritikerarbeit und musikalischer Öffentlichkeit.
- Boston Evening Transcript Zeitung, in der Apthorp über zwei Jahrzehnte als Musik- und Theaterkritiker wirkte.
- Boston Symphony Orchestra Orchester, für dessen Programmbücher Apthorp historische und beschreibende Analysen schrieb.
- Boston University Institution, an deren College of Music Apthorp Ästhetik und Musikgeschichte lehrte.
- Johannes Brahms Komponist des Kernrepertoires, dessen Werke im Bostoner Konzertleben und in Apthorps Vermittlungsumfeld wichtig waren.
- John Denison Champlin Herausgeber der Cyclopedia of Music and Musicians, an der Apthorp als critical editor beteiligt war.
- Dwight’s Journal of Music Einflussreiche amerikanische Musikzeitschrift, zu deren Umfeld Apthorps frühe Kritikerarbeit gehört.
- Antonín Dvořák Komponist, dessen amerikanische und sinfonische Rezeption in den Bostoner Programmanalysen der 1890er Jahre bedeutsam wurde.
- Robert Franz Deutscher Liedkomponist, dessen Lieder Apthorp für englischsprachige Sänger herausgab.
- Harvard College Ausbildungsinstitution Apthorps und wichtiger Ort der amerikanischen Musikbildung im 19. Jahrhundert.
- Adolf Jensen Deutscher Liedkomponist, dessen Lieder Apthorp editorisch vermittelte.
- Kritik Öffentliche Urteilsform, in der Apthorp Musik, Theater, Aufführung und Geschmack vermittelte.
- Benjamin Johnson Lang Bostoner Pianist, Dirigent und Lehrer, bei dem Apthorp Klavier studierte und über den er schrieb.
- Liededition Editorisches Feld, in dem Apthorp Robert Franz und Adolf Jensen englischsprachigen Sängern zugänglich machte.
- Lowell Institute Bostoner Vortragsinstitution, an der Apthorp musikhistorische Vorträge hielt.
- Musikästhetik Theoretischer Bezugsrahmen von Apthorps Essays, Kritiken und Vorträgen.
- Musikkritik Zentrales Arbeitsfeld Apthorps und ein Schlüsselbereich der musikalischen Öffentlichkeit um 1900.
- Musiklexikon Nachschlageform, zu der Apthorp durch seine Arbeit an der Cyclopedia of Music and Musicians beitrug.
- Musikschriftsteller Berufs- und Funktionsbezeichnung für Autoren wie Apthorp, die Musik historisch, ästhetisch und publizistisch vermitteln.
- New England Conservatory Bostoner Musikinstitution, an der Apthorp als Lehrer für Klavier, Theorie und verwandte Fächer wirkte.
- Oper Gattung, die Apthorp historisch darstellte und als Theater- und Musikkritiker regelmäßig besprach.
- John Knowles Paine Harvard-Komponist und Lehrer, bei dem Apthorp Musik studierte.
- Peabody Institute Bildungs- und Musikinstitution in Baltimore, an der Apthorp Vorträge hielt.
- Programmanalyse Textform, die Apthorp für das Boston Symphony Orchestra auf hohem Niveau ausprägte.
- Programmbuch Konzertbegleitende Publikationsform, deren amerikanische Entwicklung Apthorps BSO-Notizen mitprägten.
- Theaterkritik Zweites Hauptfeld von Apthorps öffentlicher Kritik neben der Musikkritik.
- Vevey Schweizer Ort am Genfersee, in dem Apthorp seine letzten Lebensjahre verbrachte und starb.
- Richard Wagner Komponist und Musikdramatiker, dessen Figuren und Werke Apthorp in Essays und Kritiken vermittelte.
- Émile Zola Französischer Schriftsteller, dessen Erzählungen Apthorp ins Englische übertrug.