Denis ApIvor
Überblick
Denis ApIvor war eine der eigenständigsten, zugleich am längsten vernachlässigten Figuren der britischen Musik des 20. Jahrhunderts. Er steht zwischen britischer Musik, walisischer Herkunft, irischem Geburtsort, medizinischem Beruf und einer künstlerischen Entwicklung, die von spätromantisch-expressiven und literarisch geprägten Anfängen über serielle und atonale Verfahren bis zu einer vereinfachten, teils modal gefärbten Spätphase reicht. Sein Werk ist schwer in die üblichen Linien der britischen Musikgeschichte einzuordnen, weil es weder dem konservativeren englischen Pastoralismus noch der öffentlich sichtbaren Nachkriegsavantgarde vollständig angehört.
ApIvor war hauptberuflich Arzt und wurde als Anästhesist tätig. Diese medizinische Laufbahn war keine bloße Nebensache, sondern bestimmte seine Stellung im Musikleben. Anders als Komponisten, die dauerhaft in Rundfunk, Hochschule, Opernhaus oder Verlag eingebunden waren, blieb ApIvor über weite Strecken außerhalb des etablierten Musikbetriebs. Gerade daraus erklärt sich ein Teil seines Sonderstatus: Er schrieb große, anspruchsvolle Werke, ohne sich dauerhaft in ein institutionelles Netzwerk einzufügen, das Aufführungen, Kritiken und Kanonisierung hätte sichern können.
Bekannt wurde ApIvor zunächst durch die Kantate The Hollow Men nach T. S. Eliot, deren BBC-Ausstrahlung 1950 eine frühe öffentliche Wirkung entfaltete. Besonders wichtig wurde danach sein Schaffen für das Ballett, vor allem Blood Wedding nach Federico García Lorca. Auch die Oper Yerma, ebenfalls nach Lorca, gehört zu den großen, wenn auch aufführungsgeschichtlich schwierigen Werken ApIvors. Seine zweite Bedeutungslinie betrifft die Gitarre: Mit dem Concertino for guitar and orchestra, den Variations, Discanti, Saeta, Ten Pieces und weiteren Werken leistete er einen wichtigen Beitrag zur modernen Gitarrenliteratur.
Kurzdaten
| Name | Denis ApIvor; gelegentlich auch Trevor Denis ApIvor. |
|---|---|
| Namensformen | Denis ApIvor, Denis Apivor, Denis Aplvor; die Schreibweise ApIvor mit Binnenversalie ist die charakteristische und fachlich bevorzugte Form. |
| Geboren | 14. April 1916 in Collinstown beziehungsweise Collingston, County Westmeath, Irland. |
| Gestorben | 27. Mai 2004 in Robertsbridge, East Sussex. |
| Beruf | Komponist, Arzt, Anästhesist, Musikschriftsteller und modernistischer Außenseiter des britischen Musiklebens. |
| Herkunft | In Irland geboren, aus walisischer Familie stammend, in Großbritannien ausgebildet und künstlerisch wirksam. |
| Ausbildung | Choristische Ausbildung unter anderem in Christ Church, Oxford, und Hereford; medizinisches Studium in Aberystwyth und London; private kompositorische Studien bei Patrick Hadley und Alan Rawsthorne. |
| Beruflicher Doppelweg | Parallelkarriere als Komponist und Mediziner; im Zweiten Weltkrieg Militärarzt, später Anästhesist und Consultant. |
| Stilfelder | Britischer Modernismus, freier Serialismus, Atonalität, vokale Moderne, Ballettmusik, Oper, Gitarrenmusik, Kammermusik und später vereinfachte modale Tendenzen. |
| Wichtige Stoffe und Autoren | T. S. Eliot, Federico García Lorca, Alfred Jarry, Gustave Flaubert, Dylan Thomas, Oliver Goldsmith, Paul Klee und Peter Warlock. |
| Bekannte Werke | The Hollow Men, Blood Wedding, A Mirror for Witches, Yerma, Ubu roi, Bouvard and Pécuchet, Piano Concerto, Guitar Concertino, Overtones, Cello Concerto, Saeta und String Quartet No. 3. |
| Nachlass | Der ApIvor-Bestand liegt wesentlich in den Special Collections der University of Leeds; dort befindet sich ein vollständiger Satz seiner musikalischen Werke in Kopien oder Handschriften. |
Name, Herkunft und Aussprache
Die Schreibweise ApIvor ist auffällig, weil sie eine Binnenversalie enthält. Der Name wird in englischsprachigen Quellen häufig als Ap Ivor ausgesprochen und verweist auf einen walisischen Namenszusammenhang. Diese Herkunft ist für ApIvors kulturelle Einordnung wichtig. Er wurde zwar in Irland geboren, seine Familie war jedoch walisisch geprägt; die englische Musikgeschichtsschreibung behandelt ihn gewöhnlich als britischen Komponisten walisischer Abstammung.
Die Ortsangabe ist in den Quellen nicht vollständig einheitlich. Die deutschsprachige MGG-Vorschau nennt Collingston, während englischsprachige Nachweise wie Nachruf und biographische Darstellungen Collinstown, County Westmeath nennen. Für eine Kulturlexikon-Seite ist es daher sinnvoll, beide Formen zu erwähnen und den Ort im Artikel als Collinstown beziehungsweise Collingston zu führen, ohne aus der Variantenlage eine falsche Eindeutigkeit zu erzwingen.
Biographische Grundlinien
Denis ApIvor wurde am 14. April 1916 in Irland geboren. Seine frühen Jahre waren von walisischer Familienherkunft, chorischer Ausbildung und einer deutlich erkennbaren musikalischen Begabung geprägt. Als Kind sang er in kirchlichen Chören, erhielt musikalische Anregungen in Oxford und Hereford und begann früh zu komponieren. Diese Herkunft aus der Chor- und Kathedralkultur erklärt, warum vokale Texte, liturgische Klangräume und literarische Stoffe in seinem späteren Werk eine so große Rolle spielen.
Trotz seiner musikalischen Begabung wurde ApIvor zunächst nicht auf eine professionelle Musikerlaufbahn gelenkt. Seine Familie bevorzugte eine gesicherte berufliche Ausbildung; er studierte Medizin, zunächst in Aberystwyth und dann in London. Die musikalische Ausbildung setzte er privat fort. Als besonders prägend gelten seine Kontakte zu Cecil Gray, Patrick Hadley und Alan Rawsthorne. Hinzu kam die Begegnung mit der Musik Alban Bergs, insbesondere mit Wozzeck, deren englische Erstaufführung 1934 unter Adrian Boult auf ApIvor nachhaltigen Eindruck machte. Dieser Impuls verband dramatische Form, expressiven Modernismus und musikalische Psychologie.
Während des Zweiten Weltkriegs war ApIvor als Arzt eingesetzt, unter anderem in Indien. Nach 1945 kehrte er nach London zurück und nahm seine kompositorische Arbeit mit neuer Intensität auf. Die Kantate The Hollow Men nach T. S. Eliot, 1939 begonnen und später revidiert, wurde 1950 von Constant Lambert im Rundfunk vorgestellt und brachte ApIvor erstmals eine bedeutendere öffentliche Aufmerksamkeit. In der Folge erhielt er Aufträge für das Ballett und die Bühne, darunter A Mirror for Witches und Blood Wedding.
Die 1950er Jahre wurden ApIvors produktivste und sichtbarste Phase. Gleichwohl geriet er bald in ein schwieriges Verhältnis zum britischen Musikbetrieb. Die Oper Yerma, ein großangelegtes Lorca-Werk, wurde als zu anspruchsvoll beziehungsweise aufführungstechnisch schwierig behandelt und fand nicht den Weg in eine reguläre Bühnenkarriere. ApIvor zog sich zunehmend von institutionellen Musikzusammenhängen zurück und setzte seine medizinische Laufbahn fort. Von den 1960er Jahren bis in die 1980er Jahre komponierte er weiter, meist in relativer Isolation, aber mit konsequenter stilistischer Entwicklung.
In späteren Jahren verlagerte sich sein Wohn- und Arbeitsumfeld. 1987 zog er nach Wales, später in den südenglischen Raum. Er komponierte bis ins hohe Alter und schloss sein Werk nach bisheriger Werküberlieferung 2002 mit der operatischen Szene The Trixter nach Peter Warlock ab. ApIvor starb am 27. Mai 2004 in Robertsbridge, East Sussex.
Ausführlicher Kulturüberblick
Denis ApIvor gehört in den kulturgeschichtlichen Zusammenhang des britischen Modernismus nach 1930. Dieser Modernismus stand in Großbritannien unter besonderen Bedingungen. Während auf dem europäischen Kontinent die Zweite Wiener Schule, der Expressionismus, die Zwölftontechnik und später die Nachkriegsavantgarde zentrale Bezugspunkte bildeten, entwickelte sich die britische Musik lange in einem Spannungsfeld aus nationaler Tradition, Chor- und Kathedralkultur, englischem Pastoralismus, Opern- und Ballettinstitutionen, Rundfunkpolitik und vorsichtiger Aufnahme kontinentaler Neuerungen.
In diesem Umfeld erscheint ApIvor als Grenzfigur. Er gehörte zur Generation von Komponisten, die neben Elisabeth Lutyens, Humphrey Searle, Alan Rawsthorne und anderen den Anschluss an moderne kontinentale Verfahren suchte. Zugleich war er durch seine walisisch-britische Herkunft, seine Chorpraxis, seine literarischen Vorlieben und seine medizinische Laufbahn anders positioniert als viele akademisch oder institutionell eingebundene Komponisten. Seine Musik entsteht aus einer doppelten Spannung: Sie will modern sein, aber nicht schulhaft; sie greift auf serielle Technik zurück, aber nicht als Dogma; sie behandelt Literatur als formbildende Kraft, aber nicht als bloße Vertonungsvorlage.
Besonders wichtig sind ApIvors literarische Bezugspunkte. T. S. Eliot, Federico García Lorca, Dylan Thomas, Alfred Jarry, Gustave Flaubert, Oliver Goldsmith und Peter Warlock bilden kein zufälliges Autorenfeld. Sie markieren ein Interesse an Sprachkrisen, Traumlogik, Groteske, spanischer Tragik, modernistischer Fragmentierung, lyrischer Dichte und szenischer Mehrdeutigkeit. ApIvors Musik ist deshalb häufig keine abstrakte Tonkonstruktion, sondern eine musikalische Reaktion auf Literatur, Bildkunst und dramatische Situation.
Kulturgeschichtlich ist auch sein Verhältnis zum Ballett bedeutend. In Großbritannien war das Royal Ballet beziehungsweise Sadler’s Wells ein wichtiger Ort, an dem moderne Musik, Tanz und Bühne zusammenkommen konnten. ApIvors A Mirror for Witches und Blood Wedding gehören in diese Tradition, stehen aber zugleich quer zu einer bloß dekorativen Ballettmusik. Die Musik trägt psychologische und dramatische Spannung; sie reagiert auf Handlung, Körper, Szene und rituelle Energie. Besonders Blood Wedding nach Lorca zeigt ApIvors Fähigkeit, literarische Tragik in eine konzentrierte Bühnenmusik zu verwandeln.
Ebenso wichtig ist sein Beitrag zur modernen Gitarrenmusik. Die klassische Gitarre wurde im 20. Jahrhundert, unter anderem durch Andrés Segovia und Julian Bream, zunehmend als Konzertinstrument der Moderne etabliert. ApIvors Concertino for guitar and orchestra, seine Variations, Discanti, Saeta und späteren Stücke gehören zu einem Repertoire, das die Gitarre nicht nur als folkloristisch-romantisches Instrument, sondern als Träger moderner Satztechnik, serieller Organisation und farblicher Differenzierung behandelt.
Stil, Serialismus und kompositorische Ästhetik
ApIvors Stil lässt sich grob in drei Phasen gliedern. Die frühe Phase ist von spätromantischen, expressionistischen und literarisch inspirierten Einflüssen geprägt. Namen wie Peter Warlock, Bernard van Dieren, Ferruccio Busoni, Frederick Delius, Alban Berg und Anton Webern sind für diesen Horizont relevant. Bereits hier zeigt sich eine Vorliebe für stark verdichtete Textvertonung, harmonische Spannung und expressive Gestik.
Ab Mitte der 1950er Jahre entwickelte ApIvor eine freiere serielle Sprache. Er verwendete Reihenverfahren, atonale Strukturen und thematisch schwer greifbare Formen, ohne sich vollständig einer orthodoxen Zwölftontechnik zu unterwerfen. Sein Serialismus ist nicht nur eine Ordnung der Tonhöhen, sondern ein Mittel zur Kontrolle von Gestik, Dichte, Intervallik und Formverlauf. Gerade deshalb blieb seine Musik für den britischen Musikbetrieb schwer einzuordnen: Sie war moderner als viele damals vertraute britische Idiome, aber zugleich weniger programmatisch avantgardistisch als die späteren seriellen Zentren Kontinentaleuropas.
In den späteren Werken tritt eine gewisse Vereinfachung ein. Dies bedeutet nicht, dass ApIvor konservativ wurde; vielmehr veränderte sich das Verhältnis von Konstruktion und Klangoberfläche. Die Musik wirkt häufig weniger aphoristisch, melodisch offener und stärker auf klangliche Kontinuität ausgerichtet. Werke wie das Cello Concerto, das String Quartet No. 3 oder die späteren Sonatinen zeigen, dass ApIvor die moderne Technik nicht aufgab, sondern in eine persönlichere, weniger demonstrative Tonsprache überführte.
Oper, Ballett und literarische Stoffe
ApIvors Bühnenwerke bilden einen Kern seines Œuvres. Seine Opern sind keine Repertoirestücke geworden, doch sie zeigen eine bemerkenswerte Konsequenz in der Wahl literarischer Stoffe. She Stoops to Conquer greift Oliver Goldsmith auf, Yerma Federico García Lorca, Ubu roi Alfred Jarry und Bouvard and Pécuchet Gustave Flaubert. Damit bewegt sich ApIvor zwischen Komödie, Tragödie, Groteske, Absurdität und literarischer Moderne.
Die Ballette zeigen eine ähnliche Spannweite. The Goodman of Paris, A Mirror for Witches, Blood Wedding, Veneziana, Saudades, Corporal Jan und Glide the Dark Door Wide machen deutlich, dass ApIvor den Tanz nicht als äußerliche Bewegung über Musik verstand. In seiner Bühnenmusik entsteht Spannung aus Gestus, Körper, Rhythmus, psychologischem Konflikt und szenischer Verdichtung. Gerade die Verbindung von Lorca-Stoffen und moderner musikalischer Sprache gab seinen erfolgreichsten Bühnenwerken eine besondere Härte und Dramatik.
Blood Wedding nimmt dabei eine Sonderstellung ein. Das Werk erreichte eine größere internationale Bühnenwirkung als viele andere Kompositionen ApIvors und machte den Komponisten in den 1950er Jahren sichtbar. Aus dem Erfolg dieses Balletts erwuchs der Auftrag zur Oper Yerma. Dass diese Oper dennoch nicht dauerhaft in das Repertoire gelangte, ist symptomatisch für ApIvors Laufbahn: Öffentliche Erfolge standen neben Aufführungsproblemen, institutionelle Anerkennung neben späterer Vernachlässigung.
Gitarre, Kammermusik und Spätwerk
ApIvors Beitrag zur klassischen Gitarre ist ein eigener kulturgeschichtlicher Schwerpunkt. Das Concertino for guitar and orchestra von 1954 wird häufig als eines der frühen britischen Konzerte für klassische Gitarre und Orchester beschrieben. Dass Julian Bream mit der Erstaufführung verbunden war, verweist auf die Aufwertung der Gitarre als modernes Konzertinstrument. ApIvor behandelte die Gitarre nicht als bloß lyrisches oder folkloristisches Instrument, sondern als Träger komplexer moderner Satztechnik.
Die Solowerke Variations, Discanti, Saeta, Ten Pieces, Serenade, Sonatina und weitere Stücke zeigen verschiedene Möglichkeiten serieller und freier Gitarrenkomposition. ApIvor nutzt Register, Resonanz, Intervallik, lineare Fortspinnung, rhythmische Unregelmäßigkeit und klangliche Nachhallwirkung. Besonders Saeta verbindet eine spanisch konnotierte expressive Geste mit moderner kompositorischer Kontrolle. Hinzu kommen Kammermusikwerke mit Gitarre, darunter Ten-String Design, Liaison und Cinquefoil.
In der Kammermusik zeigt sich ApIvor als Komponist kleinerer, aber oft strukturell dichter Besetzungen. Streichquartette, Holzbläserstudien, Sonatinen, Duo- und Quintettwerke bilden ein Gegengewicht zu den großformatigen Bühnenwerken. Gerade diese kleineren Werke sind für eine heutige Wiederentdeckung geeignet, weil sie weniger institutionellen Aufwand verlangen als Opern und Ballette. Sie erlauben einen genaueren Blick auf ApIvors motivische Arbeit, sein Verhältnis zu Reihen, Linien, Farbe und Form.
Nachlass, Wiederentdeckung und Forschung
Die Wiederentdeckung ApIvors hängt wesentlich mit der Erschließung seines Nachlasses zusammen. Die University of Leeds Special Collections besitzt einen vollständigen Werkbestand in Form von Partiturkopien und Originalhandschriften. Dadurch ist ApIvor heute besser zugänglich als zu Lebzeiten, obwohl seine Musik weiterhin nicht zum Standardrepertoire gehört. Die Erschließung in Leeds, die Forschungsarbeiten von Mark Marrington und die Aufnahme in die British Music Collection bilden wichtige Grundlagen einer neuen Beschäftigung mit diesem Komponisten.
ApIvor ist ein Beispiel dafür, dass Musikgeschichte nicht nur aus kanonisierten Aufführungen entsteht. Ein Werk kann jahrzehntelang kaum gespielt werden und dennoch ästhetisch bedeutend bleiben. Die Frage nach ApIvor ist daher auch eine Frage nach dem Umgang mit Außenseitern, Archivbeständen und nicht realisierten Aufführungsgeschichten. Seine Musik zeigt, dass der britische Modernismus reicher, widersprüchlicher und weniger linear war, als es eine Konzentration auf wenige kanonische Namen vermuten lässt.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis fasst ApIvors öffentlich nachweisbare Hauptwerke nach Gattungen und Werkgruppen zusammen. Da der Nachlass nach Auskunft der University of Leeds einen vollständigen Werkbestand enthält und die British Music Collection zahlreiche Einzelwerke auflistet, ist diese Übersicht als kulturlexikalisch verdichtete Arbeitsfassung zu verstehen. Sie verbindet die in der Forschung besonders genannten Werke mit den in der British Music Collection und weiteren Fachquellen greifbaren Titeln.
| Alas, Parting | Früher Lied- beziehungsweise Vokalzyklus; in der British Music Collection als Werk ApIvors geführt. |
|---|---|
| Ah Me When Shall I Marry Me? | Vokales Einzelwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Ah Memory Thou Fond Deceiver | Lied beziehungsweise Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Ah My Heart What Aileth Thee? | Vokales Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Animalcules | Werk der kleineren Vokal- oder Kammermusiküberlieferung; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| As the Holly Groweth Green | Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Bagpipe Song | Lied beziehungsweise vokales Einzelstück; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Bats | 1979; für Tenor, Piccoloflöte, Violine und Schlagzeug; Vokal-Kammermusik. |
| Be Merry! | Vokales Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Blood Wedding | 1953; Ballett nach Federico García Lorca; ApIvors bekanntestes Bühnenwerk und wichtigster internationaler Erfolg. |
| Blou, Northerne Wynd | Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Bouvard and Pécuchet | 1970 beziehungsweise 1971; Oper beziehungsweise opera buffa nach Gustave Flaubert; Bühnenwerk in drei Akten und Prolog. |
| Brown is My Love | Lied beziehungsweise Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Cakes and Ale | Vokal- oder Bühnenbezug in der kleineren Werküberlieferung; in der British Music Collection geführt. |
| Cantata: Altarwise by Owl-Light | 1961; Kantate nach Dylan Thomas; für Chor und Gitarre beziehungsweise in der Werküberlieferung als vokal-instrumentales Werk geführt. |
| Canzona delle lettere amorose | 1994; für Sopran, Bariton, Altsaxophon und Bassgitarre; vokal-kammermusikalisches Spätwerk. |
| Carrion Crow, The | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Chant éolien | 1977; für Oboe und Klavier; Kammermusik. |
| Chaucer Songs | 1936/1938; frühe Liedgruppe beziehungsweise Vokalwerk nach Chaucer. |
| Chorales | 1964/1965; für Chor und Orchester nach Hugh Manning; großformatiges Vokalwerk. |
| Cinquefoil | 1984; Trio für Flöte, Viola und Gitarre beziehungsweise in Quellen auch für Flöte, Gitarre und Viola angegeben; wichtiges Kammermusikwerk mit Gitarre. |
| Clarinet Quintet | 1975; Kammermusik für Klarinette und Streichquartett beziehungsweise Quintettbesetzung. |
| Concertante for clarinet and orchestra | Fassung aus dem Umkreis der frühen Concertante-Werke; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Concertante for clarinet, piano and percussion | 1944/1945; Kammerkonzert beziehungsweise Concertante für Klarinette, Klavier und Schlagzeug; frühes modernistisches Werk. |
| Concertino for guitar and orchestra | 1954; Gitarrenkonzert beziehungsweise Concertino, mit Julian Bream verbunden; wichtiger Beitrag zur britischen Gitarrenliteratur. |
| Concerto for cello and orchestra | 1976/1977; Cellokonzert; wichtiges späteres Konzertwerk mit expressiver und melodischer Verdichtung. |
| Concerto for horn | 1979/1980; auch als Fantasy Concertante for horn and orchestra bezeichnet; Konzertwerk für Horn und Orchester. |
| Concerto for piano and orchestra | 1948, revidiert 1954; Klavierkonzert; frühes Werk mit seriellen Elementen, 1958 bei den Proms aufgeführt. |
| Concerto for violin and 15 instruments | 1950; erstes Violinkonzert beziehungsweise Konzert für Violine und Kammerensemble. |
| Concerto for violin and orchestra | 1975; zweites Violinkonzert; großformatiges Orchesterwerk. |
| Corporal Jan | 1967; Fernseh- beziehungsweise Ballettmusik; von William Glock im BBC-Kontext gefördert. |
| Crystals | 1964/1965; Concert minuscule für sechs Instrumente beziehungsweise Kammerensemble; in Gitarren- und Kammermusikverzeichnissen geführt. |
| Danzas | Werk aus dem Umkreis der rhythmisch-tänzerischen oder spanisch geprägten Titel; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Discanti | 1970; fünf Stücke für Gitarre solo; zentrales serielles Gitarrenwerk. |
| Divertimenti | Kammermusikalisches Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Drinking Song | Lied beziehungsweise Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Duo concertante | 1981; für Horn und Klavier; Kammermusik. |
| Elegiac Sonnets | Spätes Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| El Silencio ondulado | 1972; auch The Tremulous Silence; für Gitarre und Kammerorchester; konzertantes Gitarrenwerk. |
| Estella Marina | 1946; für Chor und Streicher oder Orgel; frühes vokal-instrumentales Werk. |
| Exotics Theatre | 1972; Kammerensemblewerk, auch im Zusammenhang der Klee Pictures geführt; Bezug auf Paul Klee. |
| Fear No More the Heat of the Sun | Vokales Werk mit Shakespeare-Bezug; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Fern Hill | 1973; für Tenor und elf Instrumente nach Dylan Thomas; vokal-instrumentales Kammerwerk. |
| Flos lunae | Vokales beziehungsweise kammermusikalisches Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Four Pieces | Instrumentale Werkgruppe; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Four Songs of Thomas Lovell Beddoes | Liedgruppe nach Thomas Lovell Beddoes; vokales Werk. |
| Give Me Your Flowers, O Spring | 1996; für Tenor und zwei Gitarren; Spätwerk mit vokalem und gitarristischem Schwerpunkt. |
| Glide the Dark Door Wide | 1977; Ballett; spätes Bühnenwerk. |
| Goodman of Paris, The | 1951; Ballett; frühes Bühnenwerk. |
| Harp, Piano, Piano-Harp | 1966; Kammermusikwerk für Harfe und Klavier beziehungsweise experimentelle Tasten- und Saitenkombination. |
| Hert tae break, A | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection geführt. |
| Hollow Men, The | 1939, revidiert 1946; Kantate nach T. S. Eliot für Bariton, Männerchor und Orchester; 1950 durch die BBC bekannt geworden. |
| If Ever I Marry | Lied beziehungsweise Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| In the Landscape of Spring | 1993; Septett; spätes Kammermusikwerk. |
| Lady of Silences | 1994; für kleinen Chor und Kammerorchester nach T. S. Eliot; spätes Vokalwerk. |
| Lamentaciones | 1996; für Stimme und Klavier nach Federico García Lorca; spätes Lorca-bezogenes Vokalwerk. |
| Landscapes | Instrumentales beziehungsweise kammermusikalisches Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Liaison | 1976; für Gitarre und Tasteninstrument beziehungsweise Keyboard; wichtiges Kammerwerk mit Gitarre. |
| Love’s Season | 1983; für Stimme und Streichquintett oder Klavier; Vokalwerk in zwei Fassungszusammenhängen. |
| Lully Lullay | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Lyre-Playing Idol, The | Kammer- oder Vokalwerk; in der British Music Collection geführt. |
| Majestatas Dei Ultra Stellas | 1986; für Chor und kleines Orchester oder Klavier; geistlich beziehungsweise kosmisch konnotiertes Vokalwerk. |
| Menagier de Paris, Le | Werk mit Bezug auf mittelalterlich-französische Kultur; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Merciles Beaut | Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Mirror for Witches, A | 1951; Ballett nach Esther Forbes; 1952 am Royal Opera House im Sadler’s-Wells-Kontext uraufgeführt. |
| Mutations | 1962; für Violoncello und Klavier; Kammermusik. |
| My Song Is In Sighing | Vokales Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Neumes | 1969; Variationen beziehungsweise Orchesterwerk; Teil der seriell und gestisch geprägten mittleren Phase. |
| Nocturne | 1938; Nocturne for Strings; frühes Orchester- beziehungsweise Streichorchesterwerk. |
| Nocturne | 1984; Gitarren- beziehungsweise Solowerk, in Sheer Pluck als op. 78 geführt. |
| Orgelberg | Instrumentalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Organization of Preludes and Postludes | Spätes beziehungsweise klavier- oder orgelbezogenes Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Overtones | 1961/1962; neun Stücke beziehungsweise Variationen nach Gemälden von Paul Klee; Orchesterwerk. |
| Pianoforte Pieces | Klavierstücke; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Pieces of Five | 1992; Werk für Saxophon beziehungsweise Saxophonbesetzung; Spätwerk. |
| Psycho-pieces | 1973; für Klarinette und Klavier; Kammermusik. |
| Quho Is At My Window, Quho? | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Resonance of the Southern Flora | 1972; für Chor, Orgel und Orchester nach Paul Klee; großformatiges vokal-instrumentales Werk. |
| Saeta | 1972; für Gitarre solo; eines der wichtigsten Gitarrensolowerke ApIvors. |
| Sailing Homeward | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Saudades | 1954; Ballett; Bühnenwerk mit iberisch-portugiesisch konnotierter Ausdruckswelt. |
| Seis canciones de Federico García Lorca | 1945/1946; sechs Lorca-Lieder für Stimme und Klavier oder Gitarre; frühes zentrales Vokalwerk. |
| Serenade | 1980; Solowerk für Gitarre beziehungsweise in Gitarrenverzeichnissen geführt. |
| Seven Pieces | Instrumental- oder Gitarrenwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Seven Songs | 1983; für Chor und kleines Orchester; vokales Werk. |
| She Stoops to Conquer | 1943–1947, revidiert 1976/1977; Oper nach Oliver Goldsmith; frühes, später überarbeitetes Bühnenwerk. |
| Sonata for violin and piano | 1944/1945; frühe Violinsonate; Kammermusik. |
| Sonatina | 1983; Gitarren-Sonatina beziehungsweise Solowerk; in Gitarrenverzeichnissen geführt. |
| Sonatina for viola and piano | Spätes Kammermusikwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Sonatina for violin | 1992; späte Sonatina beziehungsweise Kammermusikwerk. |
| String Abstract | Streicherbezogenes Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| String Quartet No. 1 | 1964; erstes Streichquartett; wichtiges Werk der seriellen mittleren Phase. |
| String Quartet No. 2 | 1976; zweites Streichquartett. |
| String Quartet No. 3 | 1989/1990; drittes Streichquartett; spätes Werk mit vereinfachterer und melodisch offenerer Sprache. |
| Studies for Wind No. 1: Flute | Studie für Flöte; Teil einer Reihe von Bläserstudien. |
| Studies for Wind No. 2: Oboe | Studie für Oboe; Teil der Bläserstudien. |
| Studies for Wind No. 3: Clarinet | Studie für Klarinette; Teil der Bläserstudien. |
| Studies for Wind No. 4: Bassoon | Studie für Fagott; Teil der Bläserstudien. |
| Studies for Wind No. 5: Horn | Studie für Horn; Teil der Bläserstudien. |
| Studies for Wind No. 6: Trumpet | Studie für Trompete; Teil der Bläserstudien. |
| Studies for Wind No. 7: Trombone | Studie für Posaune; Teil der Bläserstudien. |
| Symphony No. 1 | 1952; erste Symphonie; großformatiges Orchesterwerk der frühen Nachkriegsphase. |
| Symphony No. 2 | 1963; zweite Symphonie; in der British Music Collection und in Gitarrenverzeichnissen nachgewiesen. |
| Symphony No. 3 | 1978/1979; dritte Symphonie; Werk der mittleren bis späten Phase. |
| Symphony No. 4 | 1989; vierte Symphonie; spätes Orchesterwerk. |
| Symphony No. 5 | 1991; fünfte Symphonie; spätes Orchesterwerk. |
| T. S. Eliot Songs | 1994; für Stimme und Klavier; spätes Liedwerk nach T. S. Eliot. |
| Tarantella | Instrumentales Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Tarot | 1968; für Kammerorchester; Werk der mittleren Phase. |
| Ten Pieces | 1981 beziehungsweise im Zusammenhang mit Serial Composition for Guitarists; zehn serielle Stücke für Gitarre solo. |
| Ten-String Design | 1968; für Violine und Gitarre; Kammermusik. |
| There is no Rose of Swych Vertu | Vokales Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| This Gentle Day | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Thamar and Amnon | 1953/1954; für Solisten, Chor und Orchester nach Federico García Lorca; großformatiges vokal-orchestrales Werk. |
| To a Greek Marble | Vokal- oder Kammermusikwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Triptych | Instrumentales Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Trixter, The | 2002; operatische Szene nach einem Gedicht von Peter Warlock; nach gängiger Werküberlieferung ApIvors letztes Werk. |
| Ubu roi | 1965/1966; Oper nach Alfred Jarry; groteskes Bühnenwerk. |
| Variations | 1958/1959; Variationen für Gitarre solo, op. 29; grundlegendes Werk der modernen Gitarrenliteratur ApIvors. |
| Venetian Boat Song | Lied beziehungsweise Vokalwerk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Veneziana | 1953; Ballett; Bühnenwerk. |
| Vista | 1983; für doppeltes Bläserquintett; Kammermusik beziehungsweise Ensemblewerk. |
| Vox populi | Vokales oder ensemblebezogenes Werk; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| When Lovely Woman Stoops to Folly | Vokalwerk beziehungsweise Lied; in der British Music Collection nachgewiesen. |
| Wind Quintet | 1960; Bläserquintett; Kammermusik. |
| Yerma | 1955–1958; Oper nach Federico García Lorca; eines der wichtigsten, aber aufführungsgeschichtlich problematischen Bühnenwerke ApIvors. |
Sekundärliteratur
- Anderson, Martin: Denis ApIvor. Nachruf und Würdigung. Wichtige zeitnahe Einordnung ApIvors als vernachlässigter Außenseiter des britischen Musiklebens.
- Chandler, Oliver: Denis ApIvor. In: Guitar Foundation of America Monographs, 2023. Neuere gitarrenwissenschaftliche Studie, die ApIvors Variations op. 29 und seine zwölftontechnische Gitarrenästhetik untersucht.
- Foreman, Lewis: Arbeiten zur britischen Musik des 20. Jahrhunderts. Kontextliteratur für ApIvors Stellung zwischen britischem Modernismus, Nachkriegsmusik und institutioneller Vernachlässigung.
- Johnson, David Hackbridge: Texte und Werkkommentare zu Denis ApIvor. Komponistennahe Einschätzungen zur stilistischen Entwicklung, zur späteren Tonsprache und zu einzelnen Konzertwerken.
- Leach, Gerald: British Composer Profiles. 3. Auflage, 2012. Nachschlagewerk mit biographischem Profil ApIvors innerhalb der britischen Komponistenlandschaft.
- Marrington, Mark: Denis ApIvor and His Contribution to British Opera and Ballet. In: The Musical Times, Vol. 146, Nr. 1891, 2005. Zentrale Spezialstudie zu ApIvors Bühnenwerken, besonders zu Oper und Ballett.
- Marrington, Mark: Denis ApIvor and the Classical Guitar. Grundlegender Aufsatz zu ApIvors Gitarrenwerken, ihrem seriellen Material und ihrer Stellung im britischen Gitarrenrepertoire.
- Marrington, Mark: Music of the Cactus Land: A Consideration of Musical Style and Text Setting in Denis ApIvor’s The Hollow Men. Analyse von ApIvors Eliot-Vertonung und ihrer Verbindung von Text, musikalischer Sprache und modernistischer Klangdramaturgie.
- Marrington, Mark: Serial Technique in the Early Works of Denis ApIvor. Studie zu ApIvors frühen seriellen Verfahren und zur Besonderheit seines Umgangs mit Reihenmaterial.
- Routh, Francis: Contemporary British Music, 1945–1970. London 1972. Zeitgenössischer Überblick zur britischen Nachkriegsmusik, in dem ApIvor als Sonderfall des Modernismus greifbar wird.
- Wright, David C. F.: Denis ApIvor. Biographisch-werkbezogene Darstellung mit besonderem Blick auf ApIvors Außenseiterstellung, Bühnenwerke und Konzertmusik.
Ausgewählte Onlinequellen
- British Music Collection: Denis ApIvor Komponistenprofil mit kurzer biographischer Einordnung und umfangreicher alphabetischer Werkübersicht.
- Deutsche Digitale Bibliothek: ApIvor, Denis Normdaten- und Personenseite mit Verknüpfung zur GND und bibliographischen Nachweisen.
- Deutsche Nationalbibliothek: ApIvor, Denis Trevor GND-Datensatz mit Namensformen, bibliographischen Verknüpfungen und Normdatenangaben.
- The Independent: Denis ApIvor Nachruf mit Lebensdaten, Familienangaben, medizinischer Karriere und Charakterisierung als musikalischer Außenseiter.
- Leeds University Library Special Collections: Denis ApIvor Zentrale Archivseite zum ApIvor-Nachlass mit biographischem Überblick, Werkcharakteristik und Hinweis auf den vollständigen Werkbestand.
- Mark Marrington: Denis ApIvor Forschungsseite mit Materialien, Tonbeispielen und Hinweisen zu Marringtons ApIvor-Arbeiten und zur Leeds-Erschließung.
- MGG Online: ApIvor, Denis Fachlexikalischer Artikel beziehungsweise Vorschauseite zu Lebensdaten, Herkunft und Werkprofil ApIvors.
- MusicWeb International: Denis ApIvor Biography Ausführliche biographische Skizze mit Angaben zu Kindheit, Ausbildung, Krieg, Medizin, The Hollow Men, Lorca-Werken und Bühnenmusik.
- MusicWeb International: Francis Routh on Denis ApIvor Auszug aus Francis Rouths Darstellung der britischen Nachkriegsmusik mit Werk- und Stilkontext.
- Musicalics: Denis ApIvor Kurzprofil mit Lebensdaten, Geburts- und Sterbeort sowie Gruppierung als moderner Komponist.
- RILM Répertoire International de Littérature Musicale: ApIvor, Denis Werk- und Personennachweise aus dem bibliographischen Fachkontext, unter anderem mit Angaben zu einzelnen Opuswerken.
- Sheer Pluck: Denis ApIvor Spezialisierte Datenbank zur zeitgenössischen Gitarrenmusik mit ApIvors Gitarren- und Kammermusikwerken.
- The Guardian: Denis ApIvor Nachruf mit Einordnung ApIvors als britischer Pionier modernistischer und serieller Verfahren.
Weiterführende Einträge
- Alan Rawsthorne Britischer Komponist und privater Lehrer ApIvors, wichtig für dessen frühe Modernisierung.
- Atonalität Zentraler Begriff für ApIvors mittlere, frei serielle und modernistische Tonsprache.
- Ballett Bühnenform, in der ApIvor mit A Mirror for Witches und Blood Wedding seine größten frühen Erfolge erzielte.
- Alban Berg Komponist von Wozzeck, dessen englische Erstaufführung ApIvor stark beeindruckte.
- Adrian Boult Dirigent der englischen Erstaufführung von Wozzeck 1934, die für ApIvors ästhetische Entwicklung bedeutsam wurde.
- Britische Musik Kulturraum, in dem ApIvors Außenseiterstellung zwischen Tradition und Modernismus zu verorten ist.
- Britischer Modernismus Stil- und Kulturfeld, in dem ApIvor neben Lutyens, Searle und Rawsthorne einzuordnen ist.
- Benjamin Britten Zentrale Vergleichsfigur der britischen Opern- und Bühnenmusik, deren institutionelle Wirkung ApIvors Außenseiterstatus kontrastiert.
- Christ Church, Oxford Wichtige Station der chorischen Ausbildung ApIvors.
- Collinstown Irischer Geburtsort beziehungsweise Variantenort in der ApIvor-Überlieferung.
- T. S. Eliot Modernistischer Dichter, dessen Texte ApIvor in The Hollow Men und späteren Werken vertonte.
- Federico García Lorca Spanischer Dichter und Dramatiker, dessen Werke Blood Wedding, Yerma, Thamar and Amnon und mehrere Lieder ApIvors prägten.
- Gitarre Instrument, für das ApIvor ein besonders bedeutendes modernes Repertoire schrieb.
- William Glock BBC-Musikverantwortlicher, dessen modernistisches Klima ApIvors Aufführungen der 1960er Jahre begünstigte.
- Patrick Hadley Komponist und Lehrer, bei dem ApIvor privat Komposition studierte.
- Hereford Cathedral Ort von ApIvors chorischer Ausbildung und frühem musikalischem Umfeld.
- Alfred Jarry Autor von Ubu roi, der Vorlage zu ApIvors gleichnamiger Oper.
- Julian Bream Britischer Gitarrist, mit dem ApIvors Gitarren-Concertino in Verbindung steht.
- Kammermusik Gattung, in der ApIvor seine serielle und spätere Tonsprache konzentriert ausarbeitete.
- Paul Klee Maler, dessen Bildwelten mehrere ApIvor-Werke, darunter Overtones, anregten.
- Constant Lambert Dirigent und Ballettmusiker, der die frühe öffentliche Wirkung von The Hollow Men ermöglichte.
- Elisabeth Lutyens Britische Komponistin und wichtige Vergleichsfigur für frühen britischen Serialismus.
- Modernismus Übergreifender Kulturbegriff für ApIvors Abwendung von konventioneller britischer Tonsprache.
- Oper Gattung, in der ApIvor literarische Stoffe von Goldsmith, Lorca, Jarry und Flaubert verarbeitete.
- Royal Ballet Institutioneller Kontext von ApIvors frühen Ballettwerken.
- Sadler’s Wells Britischer Bühnen- und Ballettkontext, in dem ApIvor zentrale Aufträge erhielt.
- Arnold Schönberg Bezugspunkt der Zwölftontechnik, deren Verfahren für ApIvors serielle Entwicklung wichtig wurden.
- Humphrey Searle Britischer Komponist und Vergleichsfigur für die frühe Aufnahme serieller Techniken in Großbritannien.
- Serialismus Kompositionstechnik, die ApIvors mittlere Werkphase wesentlich prägte.
- Michael Tippett Zeitgenössischer britischer Komponist und Vergleichsfigur für ApIvors Generation.
- Peter Warlock Komponist und literarisch-musikalischer Bezugspunkt ApIvors, besonders im Spätwerk The Trixter.
- Wozzeck Oper Alban Bergs, deren englische Erstaufführung ApIvors modernes Musikdenken entscheidend anregte.
- Zwölftontechnik Kompositorisches Verfahren, das ApIvor frei und persönlich für Orchester-, Kammer- und Gitarrenmusik adaptierte.