Matthias Apiarius
Überblick
Matthias Apiarius ist eine Schlüsselfigur des frühen Buchdrucks in der Schweiz und zugleich eine wichtige Gestalt der europäischen Musikdruckgeschichte. Sein bürgerlicher Name lautete Matthias oder Mathias Biener; der humanistisch latinisierte Name Apiarius bedeutet sinngemäß Bienenhalter oder Imker und machte aus dem deutschen Namen Biener ein gelehrtes, sprechendes Signum. Diese Namensverwandlung ist für die Kultur der Frühen Neuzeit bezeichnend: Der Drucker erscheint nicht nur als Handwerker, sondern als humanistisch gebildeter Akteur, der seine Person, seine Werkstatt und sein Druckerzeichen in ein sinnreiches Zeichensystem einbindet.
Apiarius wirkte zunächst im süddeutsch-schweizerischen Buchgewerbe, vor allem in Nürnberg, Basel und Straßburg. 1537 wurde er nach Bern berufen, wo er die erste dauerhafte Druckerei der Stadt einrichtete. Damit wurde Bern, das sich in der Reformation neu politisch, kirchlich und kulturell positionierte, auch zu einem Druckort. Apiarius’ Offizin stellte theologische, humanistische, historische, schulische, volkssprachliche und musikalische Drucke her. Besonders hervorzuheben sind die Lied- und Musikdrucke, weil sie zu den frühesten schweizerischen Musikdrucken überhaupt gehören.
Als Komponist ist Apiarius nur schmal überliefert. Die Forschung nennt zwei erhaltene eigene Liedkompositionen. Seine größere musikalische Bedeutung liegt jedoch nicht in einem umfangreichen eigenen Œuvre, sondern in seiner Rolle als Drucker, Vermittler und technischer Ermöglicher musikalischer Schriftkultur. Er brachte Musik, Lied, Reformationspublizistik und typographische Innovation in einer Weise zusammen, die für die Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts exemplarisch ist. In ihm begegnen sich Humanismus, Reformation, Lieddruck, Stimmbuch, Flugschrift und die mediale Neuordnung von Wissen.
Kurzdaten
| Name | Matthias Apiarius, auch Mathias Apiarius. |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Matthias Biener beziehungsweise Mathias Biener; auch Namensformen wie Byner oder Bienenvater sind im Umfeld der Überlieferung belegt. |
| Geboren | Zwischen 1495 und 1500 in Berching im mittelfränkisch-bayerischen beziehungsweise oberpfälzischen Raum. |
| Gestorben | September 1554 in Bern. |
| Beruf | Drucker, Buchbinder, Verleger, Musikdrucker, Topograph und Komponist der Reformationszeit. |
| Wirkungsorte | Nürnberg, Basel, Straßburg und Bern. |
| Bürgerrechte | Ab 1527 Bürger von Basel; ab 1539 Bürger von Bern. |
| Berner Tätigkeit | 1537 als erster Buchdrucker Berns tätig; bis zu seinem Tod 1554 leitete er dort eine vielseitige Offizin. |
| Musikgeschichtliche Bedeutung | Pionier des Musikdrucks in der Schweiz; Herausgeber früher Lieddrucke, eines Musiktraktats und mehrstimmiger Stimmbuchsätze. |
| Eigene Kompositionen | Zwei Liedkompositionen sind nach der Forschung erhalten; der Schwerpunkt seiner Bedeutung liegt jedoch auf Druck, Vermittlung und musikalischer Überlieferung. |
| Familie | Vater der Drucker und Musikverleger Samuel Apiarius und Siegfried Apiarius. |
| Normdaten | GND 102768595; mit Nachweisen unter anderem in HLS, MGG, Deutscher Digitaler Bibliothek, Deutscher Biographie und BMLO. |
Name, Herkunft und Druckerzeichen
Der Name Apiarius ist die lateinische Entsprechung des deutschen Namens Biener. Er gehört zu einer humanistischen Namenspraxis, in der Gelehrte, Drucker, Lehrer und Autoren ihre Namen latinisierten oder gräzisierten, um sich in eine internationale Gelehrtenkultur einzuschreiben. Bei Apiarius war diese Namensform besonders geeignet, weil sie unmittelbar bildfähig war: Bienen, Honig, Bienenstock und Bären wurden zu sprechenden Zeichen seiner Werkstatt.
Das Druckerzeichen des Apiarius gehört zu den markanten Bildformeln des frühneuzeitlichen Buchdrucks. Es spielt mit der Beziehung zwischen Bienen, Honig und Bär; zugleich verweist es auf Bern, dessen Wappen ebenfalls durch den Bären geprägt ist. Die Verbindung von Name, Tieremblem, Stadtzeichen und reformatorischer Schriftkultur machte das Druckerzeichen zu mehr als einem bloßen Herkunftsmerkmal. Es beglaubigte den Druck, bezeichnete die Offizin, schuf Wiedererkennbarkeit und formulierte ein Selbstbild: Der Drucker erschien als einer, der aus der Arbeit vieler kleiner Einheiten — Lettern, Zeilen, Bögen, Stimmen, Texten — geistigen Honig gewinnt.
Die ikonographische Bedeutung des Zeichens ist deshalb eng mit der Mediengeschichte verbunden. Ein Druckerzeichen war nicht nur ein dekoratives Bild, sondern ein frühes Markenzeichen. Es verband Eigentum, Vertrauen, Werkstattidentität und kulturelle Programmatik. Bei Apiarius tritt hinzu, dass die Biene bereits im Namen steckt und der Bär zugleich auf Bern verweist. Aus dieser doppelten Zeichenlogik erklärt sich, warum die Apiarius-Offizin auch visuell in der Geschichte des Schweizer Buchdrucks auffällig blieb.
Biographische Grundlinien
Matthias Biener wurde zwischen 1495 und 1500 in Berching geboren. Über seine frühe Ausbildung ist nur in Umrissen Sicheres zu sagen. Die Quellen führen ihn zunächst als Buchbinder; das ist für seine spätere Karriere wichtig, weil der Buchdruck des frühen 16. Jahrhunderts noch stark von handwerklichen, materiellen und buchtechnischen Kompetenzen bestimmt war. Wer als Buchbinder arbeitete, kannte Papier, Lagen, Einbände, Formate, Werkstattabläufe und den praktischen Gebrauch von Büchern. Apiarius’ spätere Offizin steht deshalb auf einer doppelten Grundlage: handwerklicher Buchtechnik und humanistisch-reformatorischer Publizistik.
1525 ist Apiarius in Basel als Buchbinder bezeugt. Basel war zu dieser Zeit ein außerordentlich wichtiger Druck- und Gelehrtenort. Die Stadt war durch Humanismus, Universitätskultur, Verlagswesen, theologische Debatten und Reformationsbewegung geprägt. Für Apiarius bedeutete Basel den Eintritt in ein Netzwerk, in dem Drucker, Korrektoren, Übersetzer, Theologen, Schulmänner und Musiker miteinander verbunden waren. 1527 erwarb er das Basler Bürgerrecht. Diese Einbindung in den städtischen Rechts- und Produktionsraum war für einen Drucker von erheblicher Bedeutung, weil das Druckgewerbe nicht nur technisches Können, sondern auch soziale Verlässlichkeit, Kapital, Kundenbeziehungen und politische Zulassung verlangte.
In den frühen 1530er Jahren arbeitete Apiarius in Straßburg. Dort begegnet seine Tätigkeit besonders deutlich im Zusammenhang mit Peter Schöffer dem Jüngeren. Straßburg war ein bedeutender Reformations- und Druckort, der zwischen oberdeutscher Theologie, humanistischer Schulbildung, Liedpublizistik und internationalem Buchhandel vermittelte. Die Zusammenarbeit mit Schöffer war für Apiarius’ Musikdruck bedeutsam, weil Schöffer aus einer traditionsreichen Druckerfamilie stammte und über besondere Erfahrung im Notendruck verfügte. In diesem Umfeld entstanden wichtige Musikdrucke, darunter das mit Schöffer verbundene Liederbuch von 1536 und der Zusammenhang um Auctor Lampadius’ Compendium musices.
1537 wurde Apiarius vom Berner Rat nach Bern berufen. Bern hatte die Reformation 1528 angenommen und benötigte für seine wachsende politische, kirchliche und schulische Öffentlichkeit ein leistungsfähiges lokales Druckwesen. Apiarius richtete die erste Druckerei der Stadt ein und verband sie weiterhin mit Buchbinderei, Verlag und vermutlich auch mit buchhändlerischer Tätigkeit. 1539 wurde er Bürger von Bern. Bis zu seinem Tod im September 1554 blieb er dort tätig. Nach seinem Tod führten seine Söhne Samuel und Siegfried Apiarius die Druckertradition fort, wodurch aus der Person Matthias Apiarius eine Buchdruckerfamilie wurde.
Ausführlicher Kulturüberblick
Apiarius’ Lebenszeit fällt in eine Phase, in der der Buchdruck nicht mehr bloß eine neue technische Möglichkeit war, sondern bereits tief in die religiöse, politische und kulturelle Ordnung Europas eingriff. Seit dem späten 15. Jahrhundert hatte sich der Druck mit beweglichen Lettern in vielen Städten etabliert. Um 1500 war die Druckkultur bereits ein europäisches Kommunikationssystem, aber im zweiten und dritten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts erhielt sie durch die Reformation eine neue Dringlichkeit. Theologische Streitschriften, Bibelübersetzungen, Katechismen, Schulbücher, Lieder, Kalender, Flugblätter und politische Drucke wurden zu Werkzeugen öffentlicher Meinungsbildung.
Apiarius steht exemplarisch für den Typus des frühneuzeitlichen Druckers, der zwischen Handwerk, Handel, Gelehrsamkeit und Konfessionspolitik vermittelt. Er war nicht nur ein technischer Produzent. Seine Drucke setzten Texte in Umlauf, gaben ihnen Sichtbarkeit, ordneten sie typographisch, machten sie transportabel und wiederholbar. In einer Kultur, in der die Autorität des gedruckten Wortes schnell wuchs, besaß der Drucker eine beträchtliche Machtstellung. Er entschied nicht allein, wie ein Text aussah, sondern oft auch, welche Texte überhaupt in einer Region verfügbar wurden.
Für Bern hatte Apiarius besondere Bedeutung, weil die Stadt im Vergleich zu Basel, Zürich oder Straßburg relativ spät zu einem dauerhaften Druckort wurde. Mit seiner Offizin erhielt Bern ein lokales Medium, das die reformierte Stadt für Verwaltung, Schule, Theologie, Liedpublizistik und politische Kommunikation nutzen konnte. Der Druck machte Bern nicht nur lesbarer, sondern auch sprechfähiger. Was bisher über Handschriften, Kanzeln, mündliche Weitergabe oder auswärtige Druckorte vermittelt werden musste, konnte nun in der Stadt selbst gesetzt, gedruckt und verbreitet werden.
Kulturgeschichtlich besonders wichtig ist Apiarius’ Verbindung von Lied, Flugschrift und Musikdruck. Das Reformationszeitalter war eine Zeit intensiver Liedkommunikation. Lieder dienten der Andacht, der Polemik, der Erinnerung an Krieg und politische Ereignisse, der moralischen Unterweisung und der konfessionellen Selbstvergewisserung. Gedruckte Lieder konnten schnell verbreitet werden, auch wenn sie oft nur den Text und nicht die Melodie enthielten. Wo Apiarius Melodien oder mehrstimmige Sätze druckte, trat eine besonders anspruchsvolle Form der musikalischen Schriftlichkeit hinzu.
Der Musikdruck verlangte technische Präzision. Notenlinien, Notenköpfe, Textunterlegung, Stimmenverteilung und Seiteneinteilung mussten so koordiniert werden, dass Musik lesbar und aufführbar blieb. Das war schwieriger als reiner Textsatz. Apiarius’ Musikdrucke zeigen daher nicht nur musikalischen Geschmack, sondern auch technische Kompetenz. Sie stehen in der Geschichte des Notendrucks zwischen liturgisch-humanistischer Gelehrsamkeit, protestantischer Liedkultur und bürgerlich-städtischer Aufführungspraxis.
Musikdruck und Liedkultur
Apiarius’ musikgeschichtliche Bedeutung liegt in erster Linie in seiner Druckertätigkeit. Die Berner Musikdrucke seiner Offizin gehören zu den frühesten Schweizer Musikdrucken überhaupt. DigiBern nennt ausdrücklich vier Musikdrucke: einen Musiktraktat, einen Lieddruck und zwei Stimmbuchsätze mit mehrstimmigen Kompositionen. Diese Zusammenstellung ist kulturgeschichtlich aussagekräftig, weil sie drei unterschiedliche Funktionen des Musikdrucks umfasst. Der Musiktraktat vermittelt musikalisches Wissen; der Lieddruck greift in eine zeitgenössische politische und religiöse Öffentlichkeit ein; die Stimmbücher stellen mehrstimmige Musik für die praktische Aufführung bereit.
Der Traktat Compendium musices von Auctor Lampadius steht für die Verbindung von Schule, Theorie und Druck. Solche Traktate dienten nicht nur gelehrter Spekulation, sondern auch praktischer Musikerziehung. Sie ordneten Begriffe, Stimmführung, Intervalle, Modi, Notation und elementare Regeln. Dass Apiarius einen solchen Traktat druckte, zeigt seine Einbindung in ein Netzwerk gelehrter Musikpraxis. Musik war hier nicht bloß Unterhaltung, sondern Teil einer gebildeten Kultur, die in Lateinschule, Kirche und städtischer Öffentlichkeit verankert war.
Die beiden Stimmbuchsätze zu Cosmas Alder und Johannes Wannenmacher zeigen eine andere Seite. Das Stimmbuch ist eine spezifische Form des Musikdrucks: Jede Stimme wird in einem eigenen Heft gedruckt, so dass ein Ensemble aus einzelnen Büchern gemeinsam musizieren kann. Diese Praxis setzt soziale und musikalische Strukturen voraus. Sie richtet sich an Chöre, Schulmusiker, Kantoren, gebildete Laien und städtisch-kirchliche Ensembles. Apiarius’ Drucke bewahren daher nicht nur Werke, sondern auch Aufführungssituationen.
Der undatierte beziehungsweise um 1552 anzusetzende Lieddruck Ein artlichs new Lied von der zart schönen Frawen Interim gehört in das Umfeld der Reformations- und Interimslieder. Solche Lieder waren politische und religiöse Medien. Sie reagierten auf Konflikte, übersetzten theologische Positionen in singbare Formen und machten komplexe Ereignisse für ein breiteres Publikum memorierbar. Dass Apiarius in diesem Feld tätig war, zeigt seine Nähe zur reformatorischen Öffentlichkeit. Seine Drucke waren nicht neutral; sie standen in den Debatten, in denen sich Stadt, Kirche, Bildung und Liedkultur neu formierten.
Reformation, Öffentlichkeit und Berner Druckwesen
Der Zusammenhang zwischen Apiarius und der Reformation ist zentral. Bern hatte sich 1528 für die Reformation entschieden. Danach musste die Stadt nicht nur ihre kirchliche Ordnung, sondern auch ihre Kommunikationsformen umgestalten. Predigt, Schulwesen, obrigkeitliche Mandate, Katechese, Bibelauslegung und Liedkultur bildeten ein neues konfessionelles Gefüge. Der Drucker wurde darin zu einem wichtigen Akteur, weil er die Texte bereitstellte, mit denen diese Ordnung verbreitet, erklärt und stabilisiert wurde.
Apiarius’ Offizin druckte theologische Schriften, reformatorische Texte, Lieder, Kalender, Praktiken, Schul- und Gelehrtenliteratur. Die Bandbreite zeigt, dass frühneuzeitlicher Druck selten auf eine einzelne Gattung beschränkt war. Ein Drucker musste auf Nachfrage reagieren, Aufträge ausführen, eigene Verlagsentscheidungen treffen und zugleich mit Zensur, obrigkeitlicher Genehmigung und konfessioneller Erwartung umgehen. In Bern war Apiarius nicht einfach ein Privatunternehmer, sondern Teil eines städtisch kontrollierten Medienraums.
Seine Tätigkeit belegt auch, dass Musik im Reformationszeitalter nicht als Nebenbereich der Kultur verstanden werden darf. Lieder waren Träger von Lehre, Erinnerung, Polemik und Gemeinschaftsbildung. Sie verbanden Text und Stimme, Druck und mündliche Weitergabe, individuelle Lektüre und kollektives Singen. Apiarius’ Lieddrucke stehen daher an einer Schnittstelle von Literatur, Musik, Theologie und politischer Kommunikation.
Apiarius als Buchdruckerfamilie
Nach Matthias Apiarius’ Tod ging die Druckertradition auf seine Söhne über. Besonders Samuel Apiarius und Siegfried Apiarius sind als Drucker beziehungsweise Musikverleger bezeugt. Damit wurde aus der Werkstatt des ersten Berner Druckers eine Familienoffizin. Solche Kontinuitäten waren im frühneuzeitlichen Buchgewerbe häufig, weil Werkzeuge, Typenmaterial, Druckerzeichen, Kundenkontakte, Bürgerrechte, Geschäftsbeziehungen und fachliches Wissen innerhalb von Familien weitergegeben wurden.
Die Apiarius-Familie ist daher nicht nur genealogisch, sondern mediengeschichtlich zu betrachten. Sie steht für die Verfestigung einer Druckkultur in Bern und darüber hinaus. Das Druckerzeichen, die handwerklichen Ressourcen und die musikalischen beziehungsweise theologischen Programme überlebten den Gründer teilweise. Gerade im Bereich des Musikdrucks ist diese Fortsetzung wichtig, weil sie zeigt, dass Apiarius nicht als isolierte Einzelfigur, sondern als Begründer einer Werkstatttradition zu verstehen ist.
Kulturgeschichtliche Bedeutung
Matthias Apiarius’ Bedeutung liegt in der Verbindung von drei Feldern: Buchdruck, Musikdruck und Reformationsöffentlichkeit. Er war weder nur ein Handwerker noch nur ein Verleger, weder nur ein Komponist noch nur ein städtischer Dienstleister. Seine Arbeit machte sichtbar, wie eng in der Frühen Neuzeit technische Innovation, religiöse Bewegung, städtische Kultur und musikalische Praxis verbunden waren.
Für die Geschichte Berns ist Apiarius wichtig, weil er die Stadt dauerhaft an die Druckkultur anschloss. Für die Geschichte der Schweizer Musik ist er wichtig, weil aus seiner Offizin die frühesten Schweizer Musikdrucke hervorgingen. Für die Geschichte des deutschen und oberrheinischen Buchdrucks ist er wichtig, weil seine Laufbahn Nürnberg, Basel, Straßburg und Bern verbindet. Für die Geschichte des Liedes ist er wichtig, weil seine Drucke zeigen, wie stark Lied, Flugschrift, Musiknotation und konfessionelle Öffentlichkeit miteinander verflochten waren.
Als Komponist bleibt Apiarius eine randständig überlieferte Gestalt. Gerade diese Spannung ist für das Kulturlexikon produktiv: Sein eigener musikalischer Nachlass ist klein, aber seine Wirkung auf die musikalische Überlieferung ist groß. Er gehört zu jenen Personen, ohne deren Druckarbeit viele musikalische und literarische Zeugnisse des 16. Jahrhunderts schwerer greifbar wären. Seine kulturgeschichtliche Leistung besteht also nicht nur im Hervorbringen von Werken, sondern im Ermöglichen, Bewahren und Verbreiten von Werken anderer.
Werkverzeichnis und Druckverzeichnis
Das folgende Verzeichnis verbindet die wenigen überlieferten Eigenkompositionen mit den wichtigsten nachweisbaren Druck- und Musikdruckwerken aus Apiarius’ Umfeld. Bei einem frühneuzeitlichen Drucker ist der Begriff Werkverzeichnis anders zu verwenden als bei einem modernen Komponisten: Zum Werk gehören hier eigene Kompositionen, gedruckte Musik, herausgegebene Traktate, Liedflugschriften, theologische und humanistische Drucke sowie solche Offizinleistungen, durch die Apiarius kulturgeschichtlich fassbar wird. Da aus seiner Berner Offizin insgesamt zahlreiche Druckerzeugnisse hervorgingen, konzentriert sich die folgende Zusammenstellung auf die musikalisch, kulturgeschichtlich und bibliographisch einschlägigen Drucke sowie auf die online nachweisbaren Haupttitel.
| Zwei überlieferte Liedkompositionen | Eigenkompositionen von Matthias Apiarius; die Forschung nennt zwei erhaltene Liedkompositionen. Sie sind für das schmale kompositorische Profil wichtig, stehen aber gegenüber seiner Bedeutung als Musikdrucker im Hintergrund. |
|---|---|
| Untexted Composition | Ein Apiarius zugeschriebenes untextiertes Stück ist in der Datenbank DIAMM mit der Quelle D-Kl 8° Ms. Mus. 53b verzeichnet; es zeigt die schmale, aber vorhandene kompositorische Überlieferung. |
| 65 deutsche Lieder | Um 1536 in Straßburg im Umfeld von Peter Schöffer und Mathias Apiarius entstandener Lieddruck; später von Hans Joachim Moser als erste Partiturausgabe unter dem Titel 65 Deutsche Lieder nach dem Liederbuch von Peter Schöffer und Mathias Apiarius herausgegeben. |
| Defensio adversus axioma catholicum | 1534; Martin Bucer; in Straßburg bei Mathias Apiarius gedruckt; reformatorischer Druck und Beispiel für Apiarius’ Einbindung in die oberdeutsche theologische Publizistik. |
| Apparatus Latinae Locutionis | 1535; Bartolomeo Ricci; in Straßburg bei Apiarius gedrucktes lateinisches Lexikon; wichtig auch wegen des frühen Apiarius-Druckerzeichens mit Bären- und Bienenmotiv. |
| Compendium musices | 1537; Auctor Lampadius; Musiktraktat und einer der zentralen frühen Musikdrucke im Umfeld von Apiarius. Der Druck markiert den Zusammenhang von Musiklehre, humanistischer Schulbildung und Drucktechnik. |
| Ein fast kurtz wylig Fassnachtspil | Um 1540; in der Forschung zu unbekannten beziehungsweise fragmentarisch überlieferten Apiarius-Drucken als korrektur- oder makulaturbezogener Nachweis genannt; kulturgeschichtlich als Hinweis auf volkssprachliche Spiel- und Unterhaltungsliteratur wichtig. |
| De civilitate morum quaestiones | Um 1540; als möglicher oder unbekannter Apiarius-Druck im Umfeld der Berner Frühdrucke überliefert; ein Beispiel für schulisch-humanistische Gebrauchsliteratur. |
| Basilii Zanchi Bergomatis Verborum Latinorum Epitome | 1543; Basilio Zanchi; in e-rara mit dem Druckzusammenhang Basel / Bern und Mathias Apiarius nachgewiesen; Beispiel für humanistische Sprach- und Lexikonliteratur. |
| Alchemiae Gebri Arabis philosophi solertissimi libri | 1545; alchemischer Sammeldruck mit Geber, Roger Bacon und weiteren Autoritäten; in Bern bei Mathias Apiarius gedruckt und im Nürnberger Verlagszusammenhang mit Johann Petreius überliefert. |
| In Epistolam d. Pauli ad Colossenses conciones aliquot | 1546; Johannes Oekolampad; in Bern bei Mathias Apiarius gedruckte Auslegung beziehungsweise Predigtreihe zur paulinischen Theologie. |
| Wie Noe vom Wein überwunden | 1546; als bekannter Apiarius-Druck in späteren Nachweisen zu unbekannten Apiarius-Drucken genannt; Beispiel für die volkssprachliche religiöse beziehungsweise moralische Druckkultur. |
| Epitome ecclesiasticorum dogmatum in usum studiosae iuventutis conscripta | 1548; Thomas Naogeorgus; in Bern bei Mathias Apiarius gedruckt; Beispiel für reformatorische Lehr- und Schulbuchliteratur. |
| Catalogus annorum et principum geminus | Um 1540er Jahre beziehungsweise in späteren bibliographischen Nachweisen mit Apiarius verbunden; historisch-chronographischer Druck und Beispiel für die Verbindung von Geschichtswissen und Buchdruck. |
| Gart der Gesundheit / Hortus Sanitatis | In der Deutschen Digitalen Bibliothek als Werk im Umfeld von Mathias Apiarius nachgewiesen; naturkundlich-medizinischer beziehungsweise enzyklopädischer Drucktyp, der die thematische Breite seiner Offizin zeigt. |
| Proverbia sive sententiae sapientissimi mortalium Solomonis | 1550; Leo Jud; in Bern bei Mathias Apiarius gedruckte lateinische Übersetzung der Sprüche Salomos aus der hebräischen Wahrheit; wichtig für Bibelhumanismus und reformierte Gelehrtenkultur. |
| Chronographia oder Beschreybung der Iaren | 1550; Valentin Müntzer; Berner Apiarius-Druck, in der Forschung besonders wegen des Druckerzeichens mit Bär, Bienen und emblematischer Rahmung herangezogen. |
| Ein hüpsch neüw Lied von der liebe Gottes | 1552; Berner Lieddruck bei Mathias Apiarius; Beispiel für die geistliche Liedpublizistik im reformatorischen Umfeld. |
| Ein hüpsch nüw Lied zuo Lob unnd Eheren denen von Frutigen | 1552; Berner Lieddruck bei Mathias Apiarius; Beispiel für lokal-politische beziehungsweise gemeindebezogene Liedpublizistik. |
| Die heilig frauw Sant Interim | 1552; Berner Druck im Umfeld der Interimsliteratur; Beispiel für die satirisch-polemische Verarbeitung konfessioneller Konflikte im Lied- und Flugschriftendruck. |
| Ein artlichs new Lied von der zart schönen Frawen Interim | 1552; Andreas Osiander zugeschriebener Lieddruck, bei beziehungsweise in der Offizin Mathias Apiarius in Bern gedruckt; als besonderer Apiarius-Lieddruck mit Melodieüberlieferung wichtig. |
| Hymni sacri numero LVII | 1553; Cosmas Alder, mit Wolfgang Musculus verbunden; vier Stimmbücher, in Bern bei Mathias Apiarius gedruckt. Der Druck gehört zu den frühesten Schweizer Musikdrucken und bewahrt einen mehrstimmigen Hymnenzyklus. |
| Bicinia sive duo, germanica ad aequales / Tütsche Psalmen unnd andre Lieder | 1553; Johannes Wannenmacher; zweistimmige deutsche Psalmen und Lieder, in Bern bei Mathias Apiarius gedruckt. Der Druck ist einer der zentralen Berner Musikdrucke der Apiarius-Offizin. |
| Alexandri Sophistae de Figuris rerum et verborum libellus | 1553; humanistischer Rhetorikdruck, in Bern bei Mathias Apiarius gedruckt; Beispiel für die Verbindung der Apiarius-Offizin mit Schulrhetorik, Sprachbildung und gelehrter Textkultur. |
| Testament und Abschrift der zwölf Patriarchen | 1554; deutscher Druck der Testamente der zwölf Patriarchen, in Bern bei Apiarius nachgewiesen; zugleich ein Beispiel für die Weiterverwendung und Variation seines Druckerzeichens. |
| Unbekannte und fragmentarische Apiarius-Drucke | Mehrere Makulatur-, Korrekturbogen- und Fragmentfunde werden in Spezialverzeichnissen als mögliche oder gesicherte Apiarius-Drucke diskutiert. Sie zeigen, dass das erhaltene Druckwerk nur einen Teil der tatsächlichen Offizinproduktion abbildet. |
Sekundärliteratur
- Bloesch, Hans: Dreissig Volkslieder aus den ersten Pressen der Apiarius. Bern 1937. Grundlegende Edition und Bibliographie zu den Lieddrucken aus der Apiarius-Offizin.
- Bloesch, Hans: Bibliographie der Drucke von Mathias Apiarius. In: Dreissig Volkslieder aus den ersten Pressen der Apiarius. Bern 1937. Wichtiger bibliographischer Zugang zu den Apiarius-Drucken.
- Brinzing, Armin: Apiarius, Matthias. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil, Band 1. Kassel und Stuttgart 1999. Fachlexikalische musikgeschichtliche Darstellung mit Schwerpunkt auf Musikdruck und Komposition.
- Capitani, François de: Apiarius, Matthias. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Onlinefassung 2018. Knappes, zuverlässiges Überblickslemma zu Biographie, Bürgerrechten, Berner Druckerei und Musikdrucken.
- Hieronymus, Frank: Arbeiten zum Basler und Schweizer Buchdruck des 16. Jahrhunderts. Wichtiger Kontext für Apiarius’ Basler und schweizerische Druckumgebung.
- Lindmayr-Brandl, Andrea, Elisabeth Giselbrecht und Grantley McDonald: Early Printed Music and Material Culture in Central and Western Europe. London 2021. Aktueller Forschungsrahmen zum Musikdruck als materieller und kultureller Praxis.
- Moser, Hans Joachim: 65 Deutsche Lieder für vier- bis fünfstimmigen gemischten Chor a cappella nach dem Liederbuch von Peter Schöffer und Mathias Apiarius. Wiesbaden 1967. Partiturausgabe eines wichtigen Lieddrucks im Umfeld Schöffer-Apiarius.
- Pietschmann, Klaus, Michael Matter, Martina Simone Mengele, Stefan Bucher und Viktoria Supersaxo: Digitale Editionen der Berner Musikdrucke aus der Offizin Mathias Apiarius. Bern. Moderne digitale Erschließung der frühesten Schweizer Musikdrucke aus Apiarius’ Berner Offizin.
- Reske, Christoph: Die Buchdrucker des 16. und 17. Jahrhunderts im deutschen Sprachgebiet. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiesbaden 2015. Standardwerk zur Drucker- und Offizingeschichte, mit Angaben zu Apiarius in Straßburg und Bern.
- Schmidt, Rudolf: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Berlin 1902–1908. Älteres, weiterhin nützliches Nachschlagewerk zur Buchdruckerfamilie Apiarius.
- Thürlings, Adolf: Der Musikdruck mit beweglichen Metalltypen im 16. Jahrhundert und die Musikdrucke des Mathias Apiarius in Straßburg und Bern. In: Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft, 1892. Frühe Spezialstudie zum technischen und musikgeschichtlichen Rang der Apiarius-Musikdrucke.
- Young, W.: Music Printing in Sixteenth-Century Strasbourg. In: Journal of the American Musicological Society, 1971. Kontextualisiert Apiarius und Peter Schöffer innerhalb des Straßburger Musikdrucks der 1530er Jahre.
Ausgewählte Onlinequellen
- Bayerisches Musiker-Lexikon Online: Apiarius, Mathias Musiklexikalischer Normdatensatz zu Apiarius mit GND-Bezug, musikalischem Beruf und Wirkungszusammenhang.
- Deutsche Biographie: Apiarius (Biener) Indexeintrag zur Buchdruckerfamilie Apiarius mit Verweis auf Matthias und Samuel Apiarius.
- Deutsche Digitale Bibliothek: Mathias Apiarius Personenseite mit Rollenangaben als Drucker, Komponist, Buchbinder und Topograph sowie ausgewählten Werk- und Objektnachweisen.
- DigiBern: Musikdrucke aus der Berner Offizin des Mathias Apiarius Zentrale Onlinequelle zu den vier frühesten Schweizer Musikdrucken aus Apiarius’ Berner Offizin.
- DIAMM: Apiarius, Mathias Datenbankeintrag mit Variantenname Biener und Nachweis einer untextierten Apiarius-Komposition.
- e-rara: Drucke von und bei Mathias Apiarius Suchergebnisse zu digitalisierten Apiarius-Drucken, darunter theologische, humanistische und musikalische Drucke.
- e-rara: Ein artlichs new Lied von der zart schönen Frawen Interim Digitalisatnachweis eines wichtigen Berner Lieddrucks im Umfeld der Apiarius-Offizin.
- GND Explorer: Apiarius, Mathias Normdaten-Faktenblatt mit Lebensdaten, Berufen, Wirkungsorten und Quellenverknüpfungen.
- Historisches Lexikon der Schweiz: Matthias Apiarius Kompakter Fachartikel zu Leben, Bürgerrechten, Berner Druckerei, Musikdruck und Liedkompositionen.
- MGG Online: Apiarius, Matthias Musiklexikalischer Artikel zu Biographie, Drucktätigkeit und musikalischer Bedeutung; je nach Zugang als Vorschau oder Volltext verfügbar.
- Rostocker Liederbuch: Literaturverzeichnis Bibliographischer Nachweis der Ausgabe 65 Deutsche Lieder nach dem Liederbuch von Peter Schöffer und Mathias Apiarius.
- University of Pennsylvania: The Bears and the Bees Essay zu Apiarius’ Druckerzeichen, Straßburg, Bern, Reformationsbezügen und zur Weitergabe der Offizin an seine Söhne.
- Unbekannte Apiarius-Drucke Spezialseite zu Fragmenten, Makulatur- und Korrekturbogenfunden im Umfeld der Apiarius-Offizin.
Weiterführende Einträge
- Cosmas Alder Berner Musiker und Komponist, dessen Hymni sacri 1553 bei Matthias Apiarius erschienen.
- Basel Früher Wirkungsort Apiarius’ und eines der wichtigsten Druck- und Humanismuszentren des 16. Jahrhunderts.
- Bayerischer Raum Herkunftsraum des Matthias Biener, der später unter dem humanistischen Namen Apiarius wirkte.
- Berching Geburtsort beziehungsweise Herkunftsort von Matthias Biener / Apiarius.
- Bern Hauptwirkungsort Apiarius’ seit 1537 und Standort der ersten dauerhaften Berner Druckerei.
- Biener Bürgerlicher Familienname Matthias Apiarius’, dessen Bedeutung im latinisierten Namen und Druckerzeichen weiterwirkt.
- Buchbinder Handwerklicher Ausgangsberuf Apiarius’ und wichtiger Teil frühneuzeitlicher Buchproduktion.
- Buchdruck Medientechnik, die im 16. Jahrhundert Theologie, Schule, Musik, Politik und Öffentlichkeit neu ordnete.
- Buchdruckerfamilie Sozialform frühneuzeitlicher Offizinen, zu der auch die Familie Apiarius mit Matthias, Samuel und Siegfried gehört.
- Martin Bucer Oberdeutscher Reformator, dessen Schriften im Druckumfeld von Apiarius begegnen.
- Compendium musices Musiktraktat des Auctor Lampadius, der zu den zentralen frühen Musikdrucken im Apiarius-Umfeld gehört.
- Druckerzeichen Bildmarke frühneuzeitlicher Drucker, bei Apiarius besonders prägnant durch Bär, Bienen und Honigmotiv.
- Flugschrift Kurze Druckform der Reformationszeit, die politische, religiöse und satirische Inhalte rasch verbreitete.
- Frühe Neuzeit Epoche, in der Apiarius’ Druck-, Musik- und Reformationstätigkeit kulturgeschichtlich einzuordnen ist.
- Humanismus Gelehrtenkultur, die Apiarius’ latinisierten Namen, seine Schul- und Sprachdrucke sowie seine Netzwerke prägt.
- Auctor Lampadius Autor des Compendium musices, eines zentralen Musiktraktats im Druckumfeld von Apiarius.
- Lied Zentrale Gattung der Reformationszeit, die bei Apiarius als Text-, Melodie- und Druckmedium begegnet.
- Lieddruck Gedruckte Liedform, in der Apiarius politische, religiöse und musikalische Öffentlichkeit mitprägte.
- Musikdruck Spezialisierte Drucktechnik für Noten, Stimmbücher und Musiktraktate, in der Apiarius zu den Schweizer Pionieren zählt.
- Musikdrucker Berufs- und Funktionsbegriff für Drucker, die musikalische Notation typographisch vervielfältigten.
- Wolfgang Musculus Reformatorischer Theologe, der im Zusammenhang mit den Hymni sacri des Cosmas Alder begegnet.
- Notendruck Technik und Kulturform der gedruckten musikalischen Notation.
- Nürnberg Früher handwerklicher Bezugsort Apiarius’ und bedeutendes Zentrum des Buchgewerbes.
- Johannes Oekolampad Basler Reformator, dessen Texte im reformatorischen Druckumfeld Apiarius’ nachweisbar sind.
- Reformation Religiöse und mediale Umbruchbewegung, in der Apiarius’ Druck- und Liedproduktion verankert ist.
- Samuel Apiarius Sohn Matthias Apiarius’ und Fortführer der Buchdrucker- und Musikverlegertradition.
- Peter Schöffer der Jüngere Straßburger Drucker und wichtiger Partner im Musikdruckumfeld von Matthias Apiarius.
- Siegfried Apiarius Sohn Matthias Apiarius’ und Berner Drucker beziehungsweise Musikverleger.
- Stimmbuch Spezifische Form des Musikdrucks, bei der die einzelnen Stimmen eines mehrstimmigen Werks separat gedruckt werden.
- Straßburg Wichtiger Reformations-, Humanismus- und Musikdruckort, an dem Apiarius vor seiner Berner Zeit wirkte.
- Verleger Frühneuzeitliche Rolle zwischen Finanzierung, Auswahl, Herstellung und Verbreitung von Druckwerken.
- Johannes Wannenmacher Komponist der Bicinia sive duo, die 1553 bei Matthias Apiarius in Bern erschienen.