Willi Apel

* 10. Oktober 1893 in Konitz, Westpreußen, heute Chojnice · † 14. März 1988 in Bloomington, Indiana · Musikwissenschaftler, Lexikograph, Notationsforscher, Editor und Spezialist für Alte Musik

Überblick

Willi Apel war ein deutsch-amerikanischer Musikwissenschaftler, Lexikograph, Notationsforscher, Editor und Spezialist für Alte Musik. Er wurde am 10. Oktober 1893 in Konitz in Westpreußen, dem heutigen Chojnice in Polen, geboren und starb am 14. März 1988 in Bloomington, Indiana.

Apel ist vor allem durch vier Arbeitsfelder berühmt geworden: durch The Harvard Dictionary of Music, durch seine grundlegenden Arbeiten zur Mensuralnotation, durch die Erforschung des Gregorianischen Chorals und durch die Wiedererschließung früher Tastenmusik. Seine Bücher waren über Jahrzehnte Standardwerke der englischsprachigen Musiklehre, Musikwissenschaft und Hochschulausbildung.

Bemerkenswert ist sein Weg in die Musikwissenschaft. Apel studierte zunächst Mathematik in Bonn, München und Berlin. Daneben erhielt er Klavierunterricht, unter anderem bei Leonid Kreutzer, Edwin Fischer, Bruno Eisner und Carl Adolf Martienssen. Erst später wandte er sich vollständig der Musikforschung zu. Seine musikwissenschaftliche Ausbildung war in weiten Teilen autodidaktisch, bis er 1936 an der Universität Berlin mit einer Arbeit über Akzidentien und Tonalität in Musikdenkmälern des 15. und 16. Jahrhunderts promovierte.

1936 emigrierte Apel in die Vereinigten Staaten. Er lehrte in Boston und Harvard, veröffentlichte 1944 die erste Ausgabe des Harvard Dictionary of Music und kam 1950 an die Indiana University. Dort entwickelte er sich zu einer zentralen Gestalt der amerikanischen Early-Music-Forschung. 1963 wurde er emeritiert, 1970 ging er in den Ruhestand, 1972 erhielt er von Indiana University die Ehrendoktorwürde.

Apels Bedeutung liegt nicht in einer einzelnen Methode, sondern in seiner Verbindung von Übersicht, Quellenkunde, Systematisierung und editorischer Praxis. Er machte schwierige Gegenstände wie Mensuralnotation, Choral, frühe Tastenmusik und spätmittelalterliche Polyphonie für Studierende, Interpreten und Forscher zugänglich. Seine Arbeiten sind heute in Einzelheiten überholt, bleiben aber als Grundlagenwerke und als Dokumente der amerikanischen Musikwissenschaft im 20. Jahrhundert wichtig.

Kurzdaten

Name Willi Apel.
Weitere Namensformen Apel, Willi; William Apel; in einzelnen Katalogen auch abweichende Schreibungen.
Geburt 10. Oktober 1893 in Konitz, Westpreußen, heute Chojnice in Polen.
Tod 14. März 1988 in Bloomington, Indiana.
Beruf Musikwissenschaftler, Lexikograph, Notationsforscher, Editor, Spezialist für Alte Musik, Hochschullehrer und Pianist in der Ausbildung.
Studium Mathematik 1912 Universität Bonn, 1913–1914 Universität München, 1918–1922 Universität Berlin.
Klavierstudium Unterricht unter anderem bei Leonid Kreutzer, Edwin Fischer, Bruno Eisner und Carl Adolf Martienssen.
Frühe Tätigkeit Nach dem Ersten Weltkrieg mathematische und pädagogische Ausbildung; 1922–1928 an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf, wo sich sein Interesse zunehmend auf Musikwissenschaft richtete.
Promotion 1936 an der Universität Berlin mit der Dissertation Accidentien und Tonalität in den Musikdenkmälern des 15. und 16. Jahrhunderts.
Emigration 1936 Emigration in die Vereinigten Staaten.
Harvard 1938–1942 Lecturer an der Harvard University; außerdem Lehrtätigkeit an Radcliffe College, Longy School und Boston Center for Adult Education.
Indiana University Ab 1950 Professor beziehungsweise Faculty Member an der Indiana University School of Music; 1963 Emeritus, 1970 Ruhestand, 1972 Ehrendoktorwürde.
Hauptfelder Musiklexikographie, Mensuralnotation, Gregorianischer Choral, mittelalterliche und Renaissance-Musik, frühe Tastenmusik, italienische Violinmusik des 17. Jahrhunderts, Edition Alter Musik.
Hauptwerke The Notation of Polyphonic Music, 900–1600, The Harvard Dictionary of Music, Historical Anthology of Music, French Secular Music of the Late Fourteenth Century, Gregorian Chant, The History of Keyboard Music to 1700, Corpus of Early Keyboard Music und Italian Violin Music of the Seventeenth Century.
Auszeichnung Doctor of Music honoris causa der Indiana University, 1972.
Nachwirkung Willi Apel Early Music Scholarship an der Indiana University; Apel Collection und Apel Collection of Early String Music in Bloomington.
Datei apel-willi.shtml.

Name, Herkunft und Quellenlage

Die Lemmaform lautet Willi Apel. Die Dateibezeichnung folgt der Personenregel Familienname vor Vorname: apel-willi.shtml. Die englischsprachige Katalogwelt verwendet fast durchgängig Apel, Willi; vereinzelt findet sich William Apel, besonders in bibliographischen Umgebungen, die Vornamen anglifizieren.

Konitz in Westpreußen, Apels Geburtsort, gehört heute als Chojnice zu Polen. Diese geographische Verschiebung ist für den Artikel wichtig, weil Apels Leben durch historische Brüche geprägt war: Kaiserreich, Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, nationalsozialistische Machtübernahme, Emigration in die Vereinigten Staaten und akademischer Neubeginn in der amerikanischen Musikwissenschaft.

Die Quellenlage ist für die biographischen Hauptdaten gut. Besonders wichtig sind die Indiana-University-Archivbeschreibung, die Grove-/MGG-nahe Fachlexikographie, Kalliope- und Bibliotheksdaten sowie memoriale Nachrufe der American Musicological Society und der Medieval Academy. Für die Werkbibliographie sind Open Library, WorldCat, DIAMM, Archive.org, Google Books, das American Institute of Musicology und die Indiana-Bestände heranzuziehen.

Mathematik, Klavierstudium und Selbstbildung

Apel studierte von 1912 bis 1914 Mathematik an den Universitäten Bonn und München und nach dem Ersten Weltkrieg von 1918 bis 1922 in Berlin. Diese mathematische Ausbildung prägte auch seine spätere Musikwissenschaft. Seine Bücher zeigen eine ausgeprägte Neigung zu Systematik, Klassifikation, begrifflicher Ordnung und tabellarischer Übersicht, ohne dass seine Arbeiten auf abstrakte Theorie reduziert wären.

Parallel zum Mathematikstudium erhielt Apel eine ernsthafte pianistische Ausbildung. Zu seinen Lehrern gehörten Leonid Kreutzer, Edwin Fischer, Bruno Eisner und Carl Adolf Martienssen. Die Klavierpraxis ist für seine spätere Arbeit über frühe Tastenmusik und Orgel- beziehungsweise Klaviergeschichte wichtig. Apel schrieb nicht als rein archivalischer Forscher, sondern aus einem praktischen Verständnis von Instrument, Notation und Spieltechnik heraus.

Zwischen 1922 und 1928 wirkte Apel an der Freien Schulgemeinde Wickersdorf. In dieser Zeit verlagerte sich sein Interesse zunehmend auf Musik und Musikwissenschaft. Seine frühe musikwissenschaftliche Bildung war weitgehend autodidaktisch. Das erklärt einerseits die große intellektuelle Selbständigkeit seiner späteren Arbeiten, andererseits auch die starke Orientierung an großen ordnenden Überblickswerken.

1936 promovierte Apel in Berlin mit der Dissertation Accidentien und Tonalität in den Musikdenkmälern des 15. und 16. Jahrhunderts. Das Thema ist programmatisch: Akzidentien, Tonalität, alte Notation und Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts blieben zentrale Felder seines gesamten wissenschaftlichen Lebens.

Emigration, Harvard und amerikanischer Neubeginn

1936 emigrierte Apel in die Vereinigten Staaten. Die Emigration bedeutete biographisch einen Bruch, wurde aber wissenschaftlich zum Beginn seiner größten Wirkung. In Boston und Cambridge traf er auf eine akademische Landschaft, in der europäische Musikwissenschaft, amerikanische Hochschulbildung, Bibliotheken, Erwachsenenbildung und neue Musiklexikographie zusammenkamen.

Von 1938 bis 1942 lehrte Apel als Lecturer an der Harvard University. Daneben unterrichtete er am Radcliffe College, an der Longy School und am Boston Center for Adult Education. Diese Vielfalt zeigt, dass Apel früh in den Vereinigten Staaten zwischen Universität, Musikschule und öffentlicher Bildung arbeitete.

Der Durchbruch erfolgte mit The Harvard Dictionary of Music, dessen erste Ausgabe 1944 erschien. Das Werk machte Apel international bekannt. Es bot nicht nur Musikerbiographien und Werkbegriffe, sondern versuchte, Musikgeschichte, Theorie, Gattungen, Instrumente, außereuropäische Musik, Mittelalter, Renaissance und neuere Musik in einem einheitlichen Nachschlagewerk zu ordnen.

Für die amerikanische Musikausbildung war dieses Lexikon besonders wirkungsvoll, weil es Studierenden und Lehrenden einen kompakten, englischsprachigen Zugriff auf ein sehr breites Feld gab. Apels europäische Quellenkenntnis wurde dadurch in die amerikanische Hochschulwelt übertragen.

Indiana University und institutionelle Wirkung

1950 kam Apel an die Indiana University School of Music in Bloomington. Die Indiana University entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem der wichtigsten amerikanischen Zentren musikalischer Ausbildung. Apels Berufung brachte eine starke musikwissenschaftliche und frühmusikbezogene Kompetenz in dieses Umfeld.

In Bloomington lehrte, forschte und publizierte Apel über frühe Musik, Choral, Notation und Tasteninstrumente. 1963 wurde er emeritiert, 1970 trat er in den Ruhestand. 1972 verlieh ihm Indiana University den Doctor of Music honoris causa. Diese Ehrung zeigt, dass Apel dort nicht nur als einzelner Professor, sondern als prägende akademische Figur wahrgenommen wurde.

Die Indiana University bewahrt mehrere Nachwirkungen Apels. Die Willi Apel Collection enthält Bücher, Noten, Zeitschriften und Vorlesungsmanuskripte aus seinem Besitz. Die Apel Collection of Early String Music geht auf seine Forschungen zur italienischen Violinmusik des 17. Jahrhunderts zurück und umfasst fotografische Reproduktionen früher gedruckter Streichermusik. Nach seinem Tod stiftete seine Frau Ursula Siemering Apel die Willi Apel Early Music Scholarship.

Apels Bloomingtoner Jahre zeigen die Verbindung von Forschung, Lehre, Sammlung und editorischer Infrastruktur. Seine wissenschaftliche Arbeit wurde nicht nur in Büchern sichtbar, sondern auch in Bibliotheksbeständen, Editionsreihen, Schülerarbeiten und langfristigen institutionellen Programmen.

Lexikographie und Harvard Dictionary

The Harvard Dictionary of Music ist Apels bekanntestes lexikographisches Werk. Die erste Ausgabe erschien 1944. Es wurde rasch zu einem Standardwerk der englischsprachigen Musikausbildung. Apel verfolgte darin einen breiten Begriff von Musik: Nicht nur die kanonische Kunstmusik von Bach bis Beethoven, sondern auch mittelalterliche Musik, Renaissance, Notation, Instrumente, Theorie, außereuropäische Musik und Terminologie erhielten Raum.

Diese Breite war für die amerikanische Hochschulkultur wichtig. Das Lexikon gab Studierenden einen Zugang zu Themen, die in älteren Nachschlagewerken oft weniger präsent waren. Apel trug damit zur Erweiterung des musikalischen Bildungskanons bei.

1960 erschien zusammen mit Ralph T. Daniel The Harvard Brief Dictionary of Music. Dieses kleinere Nachschlagewerk übertrug den lexikographischen Anspruch in eine handlichere Form. Es zeigt, dass Apel nicht nur für Spezialisten, sondern auch für Unterricht, Einführungskurse und allgemeine Musikbildung schrieb.

Apels Lexikographie ist heute nicht mehr unersetzt. Moderne Wörterbücher, Grove Music Online, MGG Online und spezialisierte Datenbanken haben viele Artikel aktualisiert. Dennoch bleibt Apels Arbeit kulturgeschichtlich bedeutsam, weil sie einen wichtigen Schritt in der Popularisierung, Systematisierung und Internationalisierung musikwissenschaftlichen Wissens darstellt.

Notation, Choral und Alte Musik

The Notation of Polyphonic Music, 900–1600 ist eines von Apels nachhaltigsten Werken. Das Buch behandelt die Notationssysteme der mehrstimmigen Musik vor 1600 und wurde für Generationen von Studierenden und Forschenden zum Arbeitsbuch. Besonders wichtig ist Apels Darstellung der schwarzen und weißen Mensuralnotation, der Modus-, Tempus- und Prolationssysteme, der Ligaturen, Proportionen und praktischen Transkriptionsprobleme.

Apels Forschungsinteresse an Notation war nicht nur antiquarisch. Für ihn war Notation der Schlüssel zur historischen Aufführung, zur Quellenlektüre und zur Struktur der Musik selbst. Wer mittelalterliche und frühneuzeitliche Musik verstehen wollte, musste nach Apels Auffassung die Notationssysteme lesen können.

Mit Gregorian Chant veröffentlichte Apel 1958 eine umfangreiche Darstellung des Gregorianischen Chorals. Das Buch behandelt Terminologie, Liturgie, Texte, Notation, Rhythmus, Tonalität, Psalmody, Melodieformen, Introitus, Communio, Tractus, Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Tropus, Sequenz und verwandte Themen. Es machte das Feld des Chorals für die englischsprachige Forschung und Lehre systematisch zugänglich.

Auch in der Choral- und Notationsforschung sind Apels Einzelpositionen heute teilweise überholt. Dennoch bleibt seine Leistung darin bestehen, schwierige Fachgebiete in eine didaktisch geordnete Form gebracht zu haben. Seine Bücher sind Übergangswerke zwischen älterer europäischer Quellenphilologie und amerikanischer Hochschuldidaktik.

Tastenmusik, Edition und Corpus of Early Keyboard Music

Apel war einer der wichtigsten Erschließer früher Tastenmusik. Seine Geschichte der Orgel- und Klaviermusik bis 1700 erschien 1967 auf Deutsch; die englische Ausgabe The History of Keyboard Music to 1700 erschien 1972 in der Übersetzung von Hans Tischler. Das Werk behandelt Orgel- und Klaviermusik, frühe Tastenquellen, Formen, Gattungen, Ländertraditionen, Tabulaturen, Tanzformen, Ricercare, Canzona, Toccata, Variation, Choralbearbeitung und viele Komponisten von der mittelalterlichen Tastenmusik bis zum 17. Jahrhundert.

Apels editorische Arbeit kulminierte im Corpus of Early Keyboard Music. Die Reihe wurde 1963 vom American Institute of Musicology begründet, und Apel war ihr Gründer und erster General Editor. Der erste Band, Keyboard Music of the Fourteenth and Fifteenth Centuries, wurde von ihm herausgegeben. Die Reihe verfolgte das Ziel, vernachlässigte Repertoires aus Handschriften und frühen Drucken in modernen Ausgaben verfügbar zu machen.

Das Corpus erschloss Musik aus Italien, Spanien, Deutschland, Polen, den Niederlanden und weiteren Räumen. Es stand für einen Repertoirebegriff, der nicht nur berühmte Meister, sondern auch Quellen, regionale Traditionen und bislang wenig beachtete Komponisten ernst nahm. Dadurch wurde Apels Forschung direkt aufführungspraktisch wirksam.

Die frühe Tastenmusik war für Apel ein ideales Feld: Sie verband seine pianistische Ausbildung, sein Interesse an Notation, seine philologische Quellenarbeit und seinen editorischen Ordnungssinn. Seine Tastenmusikforschung ist daher ein Kernbereich seines Lebenswerks.

Italienische Violinmusik und spätes Forschungswerk

Im späten Werk wandte sich Apel intensiv der italienischen Violinmusik des 17. Jahrhunderts zu. Das postum erschienene Buch Italian Violin Music of the Seventeenth Century behandelt gedruckte Werke, Formen, Komponisten, Spielpraxis und Entwicklung der frühen Violinmusik in Italien. Thomas Binkley gab das Werk nach Apels Tod heraus.

Für diese Forschung sammelte Apel fotografische Reproduktionen früher gedruckter Streichermusik. Diese Materialien gingen als Apel Collection of Early String Music in die Bestände der Cook Music Library der Indiana University ein. Damit wurde seine Forschungsarbeit zugleich zu einer bibliothekarischen Ressource für spätere Generationen.

Die Beschäftigung mit italienischer Violinmusik zeigt, dass Apel auch im Alter nicht nur Nachschlagewerke und Überblicksdarstellungen schrieb. Er arbeitete weiter quellenbezogen, repertoireorientiert und editorisch. Das späte Violinbuch ergänzt die früheren Schwerpunkte Notation, Choral und Tastenmusik um ein weiteres Feld früher Instrumentalmusik.

Kulturüberblick

Willi Apel gehört zu den prägenden Vermittlern europäischer Musikwissenschaft in den Vereinigten Staaten. Seine Biographie steht für eine Generation von Gelehrten, deren Lebenswege durch Krieg, politische Umbrüche und Emigration verändert wurden. Die amerikanische Musikwissenschaft gewann durch solche Emigranten eine neue Tiefe in Quellenkunde, Philologie, Musikgeschichte und historischer Terminologie.

Apels Werk steht zugleich im Zusammenhang der Early-Music-Bewegung. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs das Interesse an mittelalterlicher, Renaissance- und frühbarocker Musik. Dazu gehörten nicht nur Aufführungen, sondern auch Editionen, Wörterbücher, Notationslehren, Handschriftenstudien und Repertoirekataloge. Apel lieferte für diese Bewegung grundlegende Werkzeuge.

Seine Mathematik- und Klavierausbildung prägte seine Arbeitsweise. Die mathematische Seite zeigt sich in Klassifikation, Ordnung, Terminologie und analytischer Strenge. Die pianistische Seite zeigt sich im Verständnis von Tastenmusik, Spielpraxis und Repertoire. Apel war kein bloßer Bibliograph und kein bloßer Interpret, sondern ein Forscher an der Schnittstelle von Systematik und musikalischer Praxis.

Die amerikanische Hochschulmusik nach 1945 brauchte Lehrbücher, Anthologien, Wörterbücher und Editionen. Apel lieferte genau diese Infrastruktur. The Harvard Dictionary of Music, Historical Anthology of Music, The Notation of Polyphonic Music und Gregorian Chant waren nicht nur Forschungsbeiträge, sondern Unterrichtswerkzeuge.

Aus heutiger Sicht ist Apel auch ein ambivalenter Klassiker. Viele seiner Darstellungen wurden revidiert, viele terminologische und historische Deutungen sind heute differenzierter. Dennoch bleibt seine Leistung unverkennbar: Er machte große, schwer zugängliche Repertoires für die englischsprachige Welt systematisch verfügbar und schuf damit Voraussetzungen für spätere, spezialisiertere Forschung.

Werkverzeichnis

Das folgende Werkverzeichnis ist als Schriften-, Editions- und Reihenverzeichnis angelegt, da Willi Apel primär Musikwissenschaftler, Editor und Lexikograph war. Es umfasst die wichtigsten selbständigen Schriften, Editionen, Reihen, Nachschlagewerke und postumen Veröffentlichungen. Kleinere Aufsätze, Rezensionen und verstreute Beiträge sind nur nach Werkgruppen genannt; ein vollständig bibliographischer Spezialkatalog müsste die Indiana University Archives, AMS-Nachrufe, Grove/MGG, WorldCat, Open Library, DIAMM und Zeitschriftennachweise einzeln abgleichen.

Frühe deutsche Arbeiten und Dissertation

Die Fuge 1932 erstmals publizierte Studie beziehungsweise Einführung zur Fuge. Das Werk zeigt Apels frühes Interesse an kontrapunktischer Form, Satztechnik und systematischer Darstellung.
Accidentien und Tonalität in den Musikdenkmälern des 15. und 16. Jahrhunderts Dissertation, Berlin 1936. Die Arbeit behandelt Akzidentien und Tonalität in Musikdenkmälern des 15. und 16. Jahrhunderts und steht am Anfang von Apels lebenslangem Interesse an Notation, Quellenlektüre und historischer Tonalität.
Frühe Aufsätze zur Notation und Tonalität Werkgruppe aus den 1930er und frühen 1940er Jahren. Sie bildet den Hintergrund für The Notation of Polyphonic Music, 900–1600.

Notation, Mittelalter und Renaissance

The Notation of Polyphonic Music, 900–1600 Grundlegendes Lehr- und Forschungsbuch zur Notation mehrstimmiger Musik vor 1600. Die erste Fassung erschien in den 1940er Jahren; die revidierte fünfte Ausgabe von 1953 wurde besonders verbreitet. Das Werk behandelt unter anderem Modalnotation, Ars antiqua, Ars nova, weiße Mensuralnotation, Ligaturen, Proportionen und Transkriptionsfragen.
Die Notation der polyphonen Musik 900–1600 Deutsche Fassung beziehungsweise deutschsprachige Ausgabe des Notationswerks. Sie zeigt die Rückbindung des englischsprachigen Standardwerks an die deutschsprachige Fachtradition.
Medieval Music Spätere Überblicksarbeit beziehungsweise bibliographisch geführter Titel im Umfeld von Apels mittelalterlicher Musikforschung. Der genaue Publikations- und Editionskontext ist katalogabhängig zu prüfen.
Aufsätze und Einführungen zur Mensuralnotation Werkgruppe kleinerer Beiträge, Vorlesungsmanuskripte und Lehrmaterialien, die in Apels Sammlungen und universitärem Nachlass greifbar sind.

Lexikographie und Nachschlagewerke

The Harvard Dictionary of Music Erste Ausgabe 1944, herausgegeben von Willi Apel. Das Lexikon wurde zu einem zentralen englischsprachigen Musiknachschlagewerk und machte Apel international bekannt. Spätere Auflagen und Bearbeitungen erweiterten die Wirkung erheblich.
Harvard Dictionary of Music, spätere Ausgaben Mehrere spätere Ausgaben und Reprints, teils überarbeitet. Apels Grundkonzeption blieb für lange Zeit prägend, auch wenn spätere Bearbeiter Inhalte aktualisierten.
The Harvard Brief Dictionary of Music 1960 zusammen mit Ralph T. Daniel erschienen. Das kleinere Nachschlagewerk übertrug Apels lexikographische Systematik in ein kompaktes Unterrichts- und Studienformat.
Lexikonartikel und terminologische Beiträge Werkgruppe aus kleineren Nachschlagewerks-, Handbuch- und Terminologiebeiträgen, die Apels Rolle als Musiklexikograph ergänzen.

Anthologien und Lehrwerke

Historical Anthology of Music, Volume I Mit Archibald Thompson Davison herausgegebene Anthologie; Band I behandelt orientalische, mittelalterliche und Renaissance-Musik. Das Werk war für den Musikgeschichtsunterricht in den USA wichtig.
Historical Anthology of Music, Volume II Mit Archibald Thompson Davison herausgegebene Fortsetzung; Band II behandelt Barock, Rokoko und vorklassische Musik. Beide Bände verbanden Quellenzugang mit Hochschuldidaktik.
Masters of the Keyboard 1947 erschienene beziehungsweise katalogisch belegte Arbeit zur Geschichte und Literatur der Tastenmusik. Der Titel steht im Zusammenhang von Apels pianistisch-historischem Interesse.
Lehrmaterialien und Vorlesungsmanuskripte Werkgruppe aus Unterrichtsmaterialien, Vorlesungen und Manuskripten, die in der Willi Apel Collection der Indiana University überliefert sind.

Choral und liturgische Musik

Gregorian Chant Bloomington: Indiana University Press, 1958. Umfangreiche Darstellung des Gregorianischen Chorals mit Abschnitten zu Definition, Terminologie, Liturgie, Texten, Notation, Rhythmus, Tonalität, Psalmody, Melodieformen, Messgesängen, Offizium, Tropen, Sequenzen, Ambrosianischem und Altrömischem Choral.
Beiträge zu Plainchant und mittelalterlicher Liturgie Werkgruppe, die aus Apels Choralbuch, Vorlesungen und kleineren Forschungsbeiträgen hervorgeht. Sie zeigt seine Verbindung von Musiktheorie, Liturgie und Quellenkunde.

Französische Musik des 14. Jahrhunderts

French Secular Music of the Late Fourteenth Century 1950 bei der Medieval Academy of America erschienen, mit Robert W. Linker und Urban T. Holmes im editorischen Umfeld. Das Werk erschließt französische weltliche Musik des späten 14. Jahrhunderts und gehört zu Apels wichtigsten Quelleneditionen.
French Secular Compositions of the Fourteenth Century 1970–1972 erschienene beziehungsweise katalogisch geführte Fortsetzung oder verwandte Editionsarbeit im Feld der französischen weltlichen Musik des 14. Jahrhunderts. Sie vertieft Apels Beschäftigung mit Ars nova, formes fixes und spätmittelalterlicher Notation.
Aufsätze zur Ars nova und französischen weltlichen Musik Werkgruppe, die Apels Editionen zur spätmittelalterlichen französischen Musik begleitet.

Tastenmusik und Corpus of Early Keyboard Music

Geschichte der Orgel- und Klaviermusik bis 1700 1967 erschienen. Monumentale Darstellung der Orgel- und Klaviermusik bis 1700, mit Quellen, Gattungen, Ländern, Komponisten, Formen und historischen Spieltraditionen.
The History of Keyboard Music to 1700 Englische Ausgabe von 1972 in der Übersetzung von Hans Tischler; später nachgedruckt. Das Werk machte Apels deutschsprachige Tastenmusikgeschichte einem breiten englischsprachigen Publikum zugänglich.
Corpus of Early Keyboard Music Seit 1963 erscheinende Editionsreihe des American Institute of Musicology, begründet von Willi Apel. Apel war General Editor und prägte die Reihe konzeptionell.
Keyboard Music of the Fourteenth and Fifteenth Centuries Corpus of Early Keyboard Music, Band 1, 1963, herausgegeben von Willi Apel. Der Band erschloss frühe Tastenmusik des 14. und 15. Jahrhunderts in moderner Edition.
Marco Facoli, Collected Works Corpus of Early Keyboard Music, Band 2, herausgegeben von Willi Apel. Die Edition zeigt Apels Interesse an weniger kanonischen, aber quellenhistorisch wichtigen Tastenkomponisten.
L’Antegnata. Intavolatura de Ricercari de Organo Corpus of Early Keyboard Music, Band 9, Costanzo Antegnati, herausgegeben von Willi Apel. Das Werk gehört zu Apels italienischem Tastenmusikschwerpunkt.
Compositions for Keyboard von Johann Ulrich Steigleder Corpus of Early Keyboard Music, Band 13, herausgegeben von Willi Apel und Mitarbeitern. Die Ausgabe erschließt deutsche Tastenmusik des frühen 17. Jahrhunderts.
Spanish Organ Music after Antonio de Cabezón Corpus of Early Keyboard Music, Band 14, herausgegeben von Willi Apel. Die Edition erweitert das Feld früher Tastenmusik um spanische Orgeltraditionen nach Cabezón.
Adam Reincken, Collected Keyboard Works Corpus of Early Keyboard Music, Band 16, herausgegeben von Willi Apel. Die Ausgabe steht im Zusammenhang deutscher und norddeutscher Tastenmusik des 17. Jahrhunderts.
The Tablature of Celle, 1601 Corpus of Early Keyboard Music, Band 17, herausgegeben von Willi Apel. Der Band erschließt eine Sammlung früher deutscher Orgelchoräle.
Delphin Strunck und Peter Mohrhardt, Original Compositions for Organ Corpus of Early Keyboard Music, Band 23, herausgegeben von Willi Apel. Die Ausgabe setzt Apels Interesse an deutschen Orgelquellen fort.
Pieter Cornet, Collected Keyboard Works Corpus of Early Keyboard Music, Band 26, herausgegeben von Willi Apel. Die Edition betrifft niederländisch-flämische Tastenmusik des 16. und frühen 17. Jahrhunderts.
José Jiménez, Collected Organ Compositions Corpus of Early Keyboard Music, Band 31, herausgegeben von Willi Apel. Die Ausgabe gehört zu Apels Beschäftigung mit iberischer Orgelmusik.
Weitere CEKM-General-Editor-Tätigkeit Apel war nicht nur Herausgeber einzelner Bände, sondern General Editor der Reihe. Seine editorischen Grundprinzipien betrafen klar abgegrenzte Repertoires, Quellennähe, vernachlässigte Musiktraditionen und praktische Benutzbarkeit.

Italienische Violinmusik und spätes Werk

Italian Violin Music of the Seventeenth Century Postum 1990 bei Indiana University Press erschienen, herausgegeben von Thomas Binkley. Das Werk beschreibt gedruckte italienische Violinmusik des 17. Jahrhunderts, behandelt ungefähr sechzig Komponisten und analysiert Form, Innovation, Gattung und Aufführungspraxis.
Die italienische Violinmusik im 17. Jahrhundert Deutschsprachiger Titel beziehungsweise Werkkomplex im Zusammenhang des postumen englischen Buches. Die genaue Fassungs- und Publikationsgeschichte ist bibliographisch zu prüfen.
Apel Collection of Early String Music Sammlung fotografischer Reproduktionen früher gedruckter Streichermusik, die Apel für seine Forschungen zur italienischen Violinmusik zusammentrug. Die Materialien werden heute im Umfeld der Indiana University Music Library beschrieben.
Aufsätze zur italienischen Violinmusik Werkgruppe aus späten Studien, die in das postume Buch einflossen und Apels Interesse an italienischer Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts dokumentieren.

Sammlungen, Nachlass und Wirkungsschriften

Willi Apel Collection Nachlass- und Sammlungskomplex der Indiana University mit Büchern, Noten, Zeitschriften und Vorlesungsmanuskripten aus Apels Besitz. Für die Rekonstruktion seiner Lehre und Forschungspraxis zentral.
Apel Collection of Early Keyboard Sources Sammlung beziehungsweise bibliographischer Bezug zu frühen Tastenquellen in der Indiana University Music Library. Sie steht im Zusammenhang von Apels Tastenmusikforschung und Editionsarbeit.
Memorial Resolution: Willi Apel Gedenkschrift der Indiana University nach Apels Tod, wichtig für die institutionelle Erinnerung an seine Bloomingtoner Jahre.
Nachrufe in AMS Newsletter, Die Musikforschung und Speculum Nachruf- und Memorialliteratur aus dem Jahr 1988 beziehungsweise 1989, wichtig für die Bewertung Apels durch die Fachgemeinschaft.
Willi Apel Early Music Scholarship Nach Apels Tod von Ursula Siemering Apel gestiftetes Stipendium für Early-Music-Studierende an der Indiana University. Es dokumentiert Apels fortdauernde institutionelle Wirkung.

Rezeption und Nachwirkung

Willi Apel wurde in der amerikanischen Musikwissenschaft vor allem als Autor großer Arbeitsinstrumente rezipiert. The Harvard Dictionary of Music machte ihn über den Kreis der Spezialisten hinaus bekannt. The Notation of Polyphonic Music, 900–1600 blieb für die Ausbildung in historischer Notation ein Standardwerk. Gregorian Chant und The History of Keyboard Music to 1700 wurden wichtige Referenzwerke für Choral- und Tastenmusikforschung.

Seine Wirkung war besonders stark in der Hochschullehre. Viele Studierende begegneten Mittelalter, Renaissance, Notation, Choral, Instrumentenkunde und Musikterminologie über Apels Bücher. Dadurch prägte er nicht nur Spezialforschung, sondern auch das Grundwissen mehrerer Generationen.

Apels editorische Nachwirkung ist im Corpus of Early Keyboard Music besonders greifbar. Die Reihe machte zahlreiche frühneuzeitliche Tastenquellen verfügbar, darunter Repertoires aus Italien, Spanien, Deutschland, Polen und den Niederlanden. Sie trug dazu bei, dass Organisten, Cembalisten, Pianisten und Forscher frühere Repertoires jenseits des etablierten Kanons kennenlernen konnten.

Die heutige Bewertung ist differenziert. Apels Übersichten sind in Details überholt, seine Terminologie ist nicht immer auf dem Stand moderner Forschung, und manche kulturgeschichtlichen Perspektiven sind heute erweitert worden. Dennoch bleibt seine Leistung grundlegend: Er schuf Werkzeuge, die den Zugang zu Alter Musik in der englischsprachigen Welt erheblich erleichterten.

Die Willi Apel Early Music Scholarship, die Willi Apel Collection und die Apel Collection of Early String Music halten seinen Namen in Bloomington lebendig. Damit setzt sich seine Wirkung nicht nur über Bücher, sondern auch über Sammlung, Förderung und institutionelle Erinnerung fort.

Editorische Hinweise

Der Eintrag behandelt Willi Apel als Musikwissenschaftler, nicht als Komponisten. Das verlangte Werkverzeichnis ist daher ein Schriften-, Editions-, Reihen- und Nachlassverzeichnis. Es enthält die wichtigsten selbständigen Werke und editorischen Projekte sowie quellenkritisch gefasste Werkgruppen.

Bei einigen Titeln bestehen bibliographische Unterschiede in Jahresangaben, Auflagen und Übersetzungen. Besonders The Notation of Polyphonic Music, The History of Keyboard Music to 1700 und die CEKM-Bände sind in verschiedenen Ausgaben und Nachdrucken verbreitet. Die Seite nennt deshalb die wichtigsten Erst- und Hauptformen, ohne alle Nachdruckvarianten als eigenständige Werke zu zählen.

Die Seite verzichtet auf Bilder. Für spätere Erweiterungen wären nur gemeinfreie oder eindeutig lizenzierte Porträts, Titelblätter oder Archivmaterialien geeignet. Da hier keine Bilder verlangt sind, bleibt die Seite text- und quellenorientiert.

Sekundärliteratur

  • Brown, Malcolm Hamrick: Willi Apel (1893–1988). In: American Musicological Society Newsletter 18, Nr. 2, 1988.
  • Buelow, George J.; Damm, Marianne: Willi Apel (1893–1988). In: Die Musikforschung 41, Nr. 3, 1988, S. 201.
  • Dean, Ruth J.; Rouse, Richard H.; Hughes, Andrew u. a.: Memoirs of Fellows and Corresponding Fellows of the Medieval Academy of America. In: Speculum 64, Nr. 3, 1989, S. 800–804.
  • Indiana University Bloomington Faculty Council: Memorial Resolution: Willi Apel. Circular B27-1988.
  • White, John Reeves; Caldwell, John: Apel, Willi. In: Grove Music Online. Oxford Music Online.
  • Willi Apel Collection: Finding Aid der Indiana University Archives / Cook Music Library, mit biographischer Notiz, Sammlungsbeschreibung und bibliographischen Hinweisen.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Alte Musik Forschungs- und Aufführungsfeld, das Apels Hauptinteressen an Mittelalter, Renaissance, Choral, Notation und frühen Instrumentalquellen umfasst.
  • American Musicological Society Fachgesellschaft, der Apel angehörte und in deren Nachrufkultur sein Wirken gewürdigt wurde.
  • Archibald Thompson Davison Mitherausgeber der Historical Anthology of Music mit Willi Apel.
  • Bloomington, Indiana Sterbeort Apels und Sitz der Indiana University, an der er seine wichtigste amerikanische Hochschultätigkeit entfaltete.
  • Bruno Eisner Pianist und Klavierlehrer im Ausbildungsumfeld Willi Apels.
  • Carl Adolf Martienssen Pianist und Pädagoge, bei dem Apel Klavierunterricht erhielt.
  • Chojnice Heutiger polnischer Name von Konitz, dem Geburtsort Willi Apels.
  • Corpus of Early Keyboard Music Von Willi Apel begründete Editionsreihe für frühe Tastenmusik.
  • Edwin Fischer Pianist, bei dem Apel Klavier studierte.
  • Edition Musikwissenschaftliche Praxis, in der Apel durch Quelleneditionen und Reihenarbeit besonders wirksam wurde.
  • Freie Schulgemeinde Wickersdorf Pädagogischer Wirkungsort Apels in den 1920er Jahren, an dem sich sein Interesse der Musikwissenschaft zuwandte.
  • French Secular Music Forschungsfeld französischer weltlicher Musik des 14. Jahrhunderts, das Apel editorisch erschloss.
  • Gregorianischer Choral Zentrales Forschungsfeld Apels und Gegenstand seines umfangreichen Buches Gregorian Chant.
  • Harvard Dictionary of Music Von Willi Apel herausgegebenes englischsprachiges Musiklexikon und eines seiner wirkungsmächtigsten Werke.
  • Harvard University Amerikanischer Lehrort Apels von 1938 bis 1942 und Entstehungsumfeld seines Musiklexikons.
  • Indiana University Zentrale Wirkungsinstitution Apels ab 1950 und Aufbewahrungsort wichtiger Apel-Sammlungen.
  • Italienische Violinmusik Spätes Forschungsfeld Apels, besonders zur Violinmusik des 17. Jahrhunderts.
  • Konitz Westpreußischer Geburtsort Willi Apels, heute Chojnice in Polen.
  • Leonid Kreutzer Pianist und Lehrer Apels während seiner musikalischen Ausbildung.
  • Lexikographie Arbeitsfeld Apels als Herausgeber des Harvard Dictionary of Music.
  • Mensuralnotation Historisches Notationssystem, das Apel in seinem Standardwerk zur polyphonen Musik behandelte.
  • Mittelalterliche Musik Zentrales Repertoirefeld von Apels Notations-, Choral- und Editionsarbeit.
  • Musiklexikon Nachschlagewerktyp, den Apel mit dem Harvard Dictionary für die englischsprachige Welt stark prägte.
  • Musikwissenschaft Fachgebiet, das Apel durch Lehre, Lexikographie, Notationsforschung und Edition beeinflusste.
  • Notation Schriftliche Fixierung von Musik und ein Hauptgegenstand von Apels Forschung.
  • Radcliffe College Bostoner Lehrort Apels in seiner frühen amerikanischen Zeit.
  • Ralph T. Daniel Mitherausgeber des Harvard Brief Dictionary of Music mit Willi Apel.
  • Renaissancemusik Repertoirefeld, das Apel über Notation, Anthologien und Lexikographie stark erschloss.
  • Tastenmusik Hauptfeld von Apels Editionsreihe und seiner Geschichte der Orgel- und Klaviermusik bis 1700.
  • Thomas Binkley Herausgeber von Apels postum erschienener Studie zur italienischen Violinmusik des 17. Jahrhunderts.
  • Willi Apel Early Music Scholarship Stipendium an der Indiana University, gestiftet von Ursula Siemering Apel zur Förderung von Early-Music-Studierenden.