Myroslav Antonovyč

Myroslaw Antonowycz · Myrosław Antonowycz · Мирослав Іванович Антонович · * 1. März 1917 in Dolyna, Westukraine/Galizien · † 11. April 2006 in Utrecht, Niederlande · Musikwissenschaftler, Bariton, Chorleiter und Dirigent

Überblick

Myroslav Antonovyč, in westlichen Publikationen meist Myroslaw Antonowycz, ukrainisch Мирослав Іванович Антонович, war ein ukrainischer Musikwissenschaftler, Bariton, Chorleiter und Dirigent. Er wurde am 1. März 1917 in Dolyna in Galizien geboren und starb am 11. April 2006 in Utrecht. Seine Lebensbahn verbindet die ukrainische Musikkultur Westgaliziens, die Lemberger Musikwissenschaft, die Emigration nach dem Zweiten Weltkrieg, die niederländische Universitätsmusikologie und eine jahrzehntelange praktische Pflege ukrainischer Kirchen- und Chormusik.

Antonovyč war eine Mehrfachfigur: Er war ausgebildeter Sänger, Opern- und Konzertsänger, akademischer Musikwissenschaftler, Editor, Dirigent, Chororganisator, Publizist und Kulturvermittler. Seine wissenschaftliche Arbeit bewegte sich zwischen zwei Hauptfeldern: einerseits der franko-flämischen Renaissancepolyphonie um Josquin des Prez, andererseits der ukrainischen geistlichen Musik, dem byzantinisch-slawischen Ritus, den Heirmologien und der Musikgeschichte der ukrainischen Diaspora.

Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte Antonovyč in die Niederlande. An der Universität Utrecht promovierte er 1951 über Josquins Motette Benedicta es und deren Messparodien beziehungsweise Nachwirkungen bei Willaert, Palestrina, de la Hêle und de Monte. Er arbeitete an der von Albert Smijers begonnenen Ausgabe der Werken van Josquin des Prez mit und gehörte damit zu jener Utrechter Schule, die die ältere niederländische und franko-flämische Polyphonie editorisch und analytisch erschloss.

1951 gründete Antonovyč den Utrechts Byzantijns Koor, den er bis 1991 leitete. Der Chor bestand überwiegend aus niederländischen Sängern, pflegte jedoch den slawisch-byzantinischen Ritus, ukrainische geistliche Musik und ukrainische Volksliedbearbeitungen. Damit wurde der Chor zu einer ungewöhnlichen kulturellen Brücke: Er vermittelte ukrainische Kirchen- und Chorkultur in den Niederlanden, in Westeuropa, in Nordamerika und später auch in der Ukraine.

Für die Kulturgeschichte ist Antonovyč deshalb besonders bedeutsam, weil er akademische Forschung und lebendige Musikpraxis verband. Er schrieb über Josquin, Heirmologien, ukrainische Kirchenmusik, Oleksander Koshyts, Stanislav Liudkevych und den Transfer ukrainischer Sänger nach Moskau; zugleich dirigierte er, nahm Schallplatten auf, organisierte Konzerte und machte ukrainische liturgische Musik außerhalb der Ukraine hörbar.

Kurzdaten

Name Myroslav Antonovyč.
Westliche Namensformen Myroslaw Antonowycz, Myrosław Antonowycz, Myroslav Antonovych, Myroslaw Iwanowycz Antonowycz.
Ukrainische Namensform Мирослав Іванович Антонович.
Geburt 1. März 1917 in Dolyna, damals Galizien, heute Oblast Iwano-Frankiwsk in der Ukraine.
Tod 11. April 2006 in Utrecht beziehungsweise im Raum Utrecht, Niederlande.
Beruf Musikwissenschaftler, Bariton, Opernsänger, Konzertsänger, Chorleiter, Dirigent, Editor, Hochschullehrer, Publizist und Kulturvermittler ukrainischer Musik.
Stimme Bariton; Opern- und Konzerttätigkeit in Lviv, Linz, Litzmannstadt/Łódź und im Exilkontext.
Studienorte Dolyna, Lviv/Lemberg, Wien, Utrecht und Harvard.
Lehrer und wissenschaftliche Prägungen Adolf Chybiński in Lviv, Odarka Bandrivs’ka im Gesang, Filaret Kolessa im Dirigieren, Albert Smijers in Utrecht und Otto Gombosi im Harvard-Kontext.
Promotion 1951 an der Universität Utrecht mit einer Dissertation über Josquins Motette Benedicta es und ihre Messrezeption.
Institutionen Universität Utrecht, Utrechts Byzantijns Koor, Ukrainische Katholische Universität Rom, Shevchenko Scientific Society, ukrainische Diaspora-Institutionen und kirchenmusikalische Forschungsnetzwerke.
Chorgründung 1951 Gründung des Utrechts Byzantijns Koor; Leitung bis 1991.
Forschungsgebiete Ukrainische Kirchenmusik, byzantinisch-slawischer Ritus, Heirmologien, ukrainische Volks- und Chormusik, Josquin des Prez, franko-flämische Polyphonie, Renaissance-Motette und Musik der ukrainischen Diaspora.
Hauptschriften Die Motette Benedicta es von Josquin des Prez (1951), Die byzantinischen Elemente in den Antiphonen der ukrainischen Kirche (1955), The Chants from Ukrainian Heirmologia (1974), die Koshyts-Monographie (1975), Ukrainische geistliche Musik (1990) und Musica sacra (1995/1997).
Auszeichnungen Offizier des Ordens von Oranien-Nassau, Verdienter Künstler der Ukraine, ukrainischer Verdienstorden und weitere Ehrungen in den Niederlanden, der Ukraine und kirchlichen Kontexten.
Datei antonovych-myroslav.shtml.

Name, Transliteration und Quellenlage

Die ukrainische Namensform lautet Мирослав Іванович Антонович. Für die deutsche Kulturlexikon-Form wird hier Myroslav Antonovyč verwendet, weil sie die wissenschaftliche Transliteration des ukrainischen Namens gut sichtbar macht. In niederländischen, englischen und polnischen Kontexten begegnet sehr häufig Myroslaw Antonowycz beziehungsweise Myrosław Antonowycz. In englischsprachigen ukrainischen Nachschlagewerken erscheint außerdem Myroslav Antonovych.

Die Namensvielfalt ist nicht nur orthographisch, sondern kulturgeschichtlich relevant. Sie spiegelt Antonovyčs Lebensweg zwischen Westukraine, Polen, Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Rom, Nordamerika und der ukrainischen Diaspora. Wer nach seinen Schriften sucht, muss deshalb mehrere Namensformen parallel verwenden: Antonovyč, Antonovych, Antonowycz, Антонович und die Sortierform Antonowycz, Myroslaw.

Die biographische Quellenlage ist relativ gut. Die Encyclopedia of Ukraine, die Encyclopedia of Modern Ukraine, ukrainische Musikportale, niederländische Chorseiten und neuere wissenschaftliche Studien stimmen in den Grunddaten überein. Unterschiede betreffen vor allem Detailformen der Ortsangabe beim Tod, die genaue institutionelle Benennung einzelner Funktionen und die bibliographische Vollständigkeit seiner Schriften.

Ausbildung in Dolyna, Lviv, Wien und Utrecht

Antonovyč wurde in Dolyna geboren, einem Ort in Galizien, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts politisch mehrfach seine staatliche Zugehörigkeit wechselte. Seine frühe Bildung erhielt er zunächst in Dolyna; später besuchte er ukrainische und polnische Bildungseinrichtungen, darunter das Gymnasium in Dolyna und ein akademisches Gymnasium in Lviv. Diese Bildung verband ukrainische kulturelle Identität, polnisch-galizische Schultradition und mehrsprachige mitteleuropäische Prägung.

Ab 1936 studierte er an der Universität Lviv Musikwissenschaft. Sein wichtiger akademischer Lehrer war Adolf Chybiński, eine zentrale Figur der polnischen Musikwissenschaft. Parallel dazu studierte Antonovyč Gesang am Höheren Musikinstitut in Lviv; zu seinen musikalischen Lehrkräften gehörten Odarka Bandrivs’ka im Sologesang und Filaret Kolessa im Bereich Dirigieren beziehungsweise Volksmusik- und Chorforschung.

Die Jahre 1939 bis 1945 fielen in die politisch und militärisch zerstörerische Zeit von sowjetischer Besetzung, deutschem Krieg und Verschiebung ukrainischer Kulturinstitutionen. Antonovyč setzte seine Ausbildung und künstlerische Tätigkeit unter schwierigen Bedingungen fort. In der Überlieferung erscheinen Studien- und Prüfungsbezüge zur Wiener Musikakademie, Opern- und Konzerttätigkeit in Lviv, Linz und Litzmannstadt/Łódź sowie musikalische Arbeit in Lagern für displaced persons nach dem Krieg.

1948 gelangte Antonovyč in die Niederlande. Dort studierte er Musikwissenschaft an der Universität Utrecht bei Albert Smijers. 1950 schloss er ein Studium ab, 1951 promovierte er über Josquins Motette Benedicta es und die auf ihr beruhenden Messen beziehungsweise Bearbeitungen. Diese Promotion markiert den Übergang vom Sänger und Exilkulturorganisator zum international anschlussfähigen Musikwissenschaftler.

Bariton und Opernsänger

Vor seiner bekannten Utrechter Zeit war Antonovyč als Bariton tätig. Er sang in Opern und Konzerten in Lviv sowie während der Kriegsjahre in Linz und Litzmannstadt/Łódź. Die Encyclopedia of Modern Ukraine nennt Rollen wie Renato in Verdis Un ballo in maschera, Rigoletto in Verdis Rigoletto, Sebastiano in Eugen d’Alberts Tiefland und Malatesta in Donizettis Don Pasquale.

Diese Sängerbiographie ist für sein späteres Wirken nicht nebensächlich. Antonovyč war kein rein bibliographischer Musikwissenschaftler. Er kannte Stimme, Atem, Chorbalance, Sprache und Aufführung aus eigener Erfahrung. Diese praktische Grundlage prägte seine Chorarbeit, seine Beschäftigung mit liturgischem Gesang und seine Forschung zur vokalen Überlieferung.

Auch seine Arbeit im DP-Lagerkontext nach dem Zweiten Weltkrieg zeigt, dass Musik für ihn eine soziale und identitätsbildende Funktion hatte. In Neu-Ulm leitete er ein Lagertheater; in Culemborg arbeitete er mit ukrainischen Seminaristen und Chören. Dadurch wurde Musik zu einem Medium, mit dem verstreute ukrainische Gemeinschaften Sprache, Religion und kulturelles Gedächtnis bewahrten.

Utrecht, Universität und Josquin-Forschung

An der Universität Utrecht fand Antonovyč einen zweiten wissenschaftlichen Heimatort. Nach seiner Promotion arbeitete er dort zunächst als Assistent und später als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seine Forschung zur franko-flämischen Polyphonie knüpfte an Albert Smijers’ monumentale Arbeit an den Werken van Josquin des Prez an.

Nach Smijers’ Tod übernahm Antonovyč zusammen mit Willem Elders wichtige editorische Aufgaben in der Josquin-Ausgabe. Diese Arbeit war für die Musikwissenschaft des 20. Jahrhunderts von großem Gewicht, weil sie zentrale Repertoires der Renaissancepolyphonie in moderner Notation, mit Quellenvergleich und wissenschaftlicher Kommentierung zugänglich machte.

Antonovyčs Dissertation über Benedicta es gehört in diesen Zusammenhang. Sie behandelt nicht nur eine einzelne Motette, sondern auch die Nachgeschichte eines musikalischen Modells bei Willaert, Palestrina, de la Hêle und de Monte. Damit steht seine Forschung an der Schnittstelle von Motettenanalyse, Parodiemesse, Autorschaftsfrage, Quellenkritik und Stilgeschichte.

Die Utrechter Josquin-Arbeit zeigt die westliche Seite seines Profils. Während seine ukrainischen Publikationen ihn als Forscher der Kirchenmusik und Diaspora erscheinen lassen, macht seine Mitarbeit an Josquin ihn zu einem Teil der europäischen Renaissanceforschung. Gerade diese Doppelstellung unterscheidet ihn von vielen rein national oder konfessionell verorteten Musikforschern.

Utrechts Byzantijns Koor

Der Utrechts Byzantijns Koor wurde 1951 von Antonovyč gegründet. Der Chor bestand aus niederländischen Männerstimmen und widmete sich zunächst besonders dem Gesang des slawisch-byzantinischen Ritus. Bald wurde das Repertoire um ukrainische Volkslieder, weltliche Chormusik und Konzertprogramme erweitert. Bis 1991 leitete Antonovyč den Chor und prägte seine Klangidentität.

Die Besonderheit des Ensembles lag darin, dass nicht ukrainische Sänger ukrainische und byzantinisch-slawische Musik sangen. Dadurch wurde der Chor zu einer Form kultureller Übersetzung. Die Mitglieder erlernten Aussprache, liturgische Klanggestik, ukrainische Repertoiretradition und chorische Stilmerkmale. In der internationalen Wahrnehmung wurde der Chor deshalb als ungewöhnliches Beispiel niederländisch-ukrainischer Kulturvermittlung bekannt.

Der Chor trat in vielen europäischen Ländern und in Nordamerika auf. Ein besonderer Auftritt fand 1959 vor Papst Johannes XXIII. statt. 1990 gelangte der Chor in die Ukraine, was für Antonovyč nach Jahrzehnten der Emigration eine besondere Rückbindung an die historische Heimat bedeutete.

Antonovyč veröffentlichte 1976 eine Schrift zur Geschichte des Chores. Diese Schrift ist nicht nur ein Jubiläumstext, sondern ein Dokument über Exilkultur, liturgische Praxis, Repertoireaufbau, Chororganisation und die Wahrnehmung ukrainischer Musik in Westeuropa.

Ukrainische Kirchenmusik und Heirmologien

Ein Hauptfeld Antonovyčs war die ukrainische Kirchenmusik. Er erforschte den byzantinisch-slawischen Ritus, ukrainische Heirmologien, liturgische Antiphonen, geistliche Vokalkonzerte und die historische Beziehung zwischen ukrainischer und russischer Kirchenmusik. Dabei verband er Quellenarbeit, liturgisches Verständnis und Aufführungspraxis.

Sein Buch The Chants from Ukrainian Heirmologia von 1974 ist eines der zentralen Werke in diesem Bereich. Es behandelt Gesänge aus ukrainischen Heirmologien und ordnet sie in die Geschichte der ostkirchlichen und ukrainischen Notations- und Gesangstradition ein. Für die Erforschung ukrainischer Monodie, kirchlicher Moduslehre und liturgischer Melodik bleibt das Werk ein wichtiger Referenzpunkt.

Die Schrift Ukrainische geistliche Musik. Ein Beitrag zur Kirchenmusik Osteuropas von 1990 fasst breiter, was Antonovyč über ukrainische geistliche Musik, ihre historische Eigenständigkeit und ihre Rolle im osteuropäischen Kirchenmusikraum herausgearbeitet hatte. Sie zeigt zugleich, dass ukrainische Kirchenmusik nicht als bloßer Anhang russischer Kirchenmusik zu verstehen ist, sondern eine eigene Quellen-, Stil- und Überlieferungsgeschichte besitzt.

Ein wiederkehrendes Thema seiner Arbeit ist die kulturelle Wanderung von Sängern und Repertoires. Mit dem Aufsatz beziehungsweise Buch Ukrainische Sänger in der Moskowiter Rus’ im 17. Jahrhundert und mit der späteren Arbeit über den „musical brain-drain“ ukrainischer Kirchenmusik nach Russland wurde Antonovyč zu einem wichtigen Vertreter einer ukrainisch perspektivierten Musikgeschichtsschreibung.

Diaspora, Kulturvermittlung und Ukraine-Bezug

Antonovyč lebte den größten Teil seines wissenschaftlich produktiven Lebens außerhalb der Ukraine. Dennoch blieb sein Werk eng mit der ukrainischen Kultur verbunden. Er war ein typischer, aber zugleich herausragender Vertreter der ukrainischen Nachkriegsdiaspora: wissenschaftlich in Westeuropa verankert, kulturell auf die Ukraine bezogen und institutionell in mehreren internationalen Netzwerken tätig.

Seine Chorarbeit in Utrecht machte ukrainische Musik nicht nur unter Exilukrainern, sondern auch unter Niederländern, West- und Mitteleuropäern bekannt. Der Chor war damit ein kultureller Botschafter, lange bevor die Ukraine als unabhängiger Staat international stärker sichtbar wurde. In diesem Sinn war Antonovyčs Musikvermittlung auch eine Form kultureller Diplomatie.

1997 wurde ihm der Titel eines Verdienten Künstlers der Ukraine verliehen; 2001 erhielt er den ukrainischen Verdienstorden. Diese Ehrungen zeigen, dass die unabhängige Ukraine seine jahrzehntelange Diasporaarbeit als Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit ukrainischer Musik anerkannte.

2002 wurde sein musikalisches Archiv nach Lviv gegeben, in den Kontext theologischer und kirchenmusikalischer Forschung. Dadurch kehrte ein wichtiger Teil der Exilüberlieferung in die Ukraine zurück. Auch hierin zeigt sich ein zentrales Motiv seines Lebens: das Bewahren, Erforschen und Zurückbinden ukrainischer Musiktradition über politische und geografische Brüche hinweg.

Kulturüberblick

Myroslav Antonovyč gehört in die Geschichte einer ukrainischen Musikkultur, die im 20. Jahrhundert durch Krieg, Besatzung, Emigration, sowjetische Kulturpolitik und Diaspora geprägt wurde. Seine Biographie führt von Galizien über Lviv und Wien nach Deutschland, in die Niederlande, nach Rom, in die USA und zurück in die ukrainische Erinnerungskultur. Diese Bewegung macht sein Leben zu einem Beispiel für die Verlagerung ukrainischer Gelehrsamkeit nach Westen.

Die ukrainische Kirchenmusik war für Antonovyč kein bloßes Repertoire, sondern ein Identitätsarchiv. In Heirmologien, Antiphonen, geistlichen Konzerten und liturgischem Gesang sah er Spuren einer eigenständigen ukrainischen Kultur, die im westlichen Musikgeschichtskanon lange unterrepräsentiert war. Seine Forschung korrigierte damit eine Perspektive, in der ostslawische Kirchenmusik häufig unter russischem Vorzeichen gelesen wurde.

Zugleich war Antonovyč kein national eng geführter Forscher. Seine Utrechter Josquin-Arbeit zeigt seine tiefe Beteiligung an der internationalen Renaissanceforschung. Er konnte ukrainische Kirchenmusik nicht deshalb ernst nehmen, weil er europäische Polyphonie ignorierte, sondern gerade weil er beide Felder philologisch, stilistisch und quellenkritisch beherrschte.

Der Utrechts Byzantijns Koor wurde zum praktischen Gegenstück dieser Forschung. Was in den Büchern als Heirmologion, Antiphon, Ritus und historische Überlieferung erscheint, wurde im Chor als klingende Praxis realisiert. Wissenschaft, Liturgie, Chorarbeit, Diaspora und Konzertöffentlichkeit bildeten bei Antonovyč eine Einheit.

Für ein Kulturlexikon ist Antonovyč deshalb nicht nur als Musikwissenschaftler, sondern als kultureller Vermittler zu behandeln. Er steht für eine europäische Musikgeschichte, die nicht nur von Zentren wie Wien, Paris, Rom oder Amsterdam ausgeht, sondern auch von Dolyna, Lviv, Utrecht, Culemborg, ukrainischen Seminaristen, niederländischen Männerchören und Exilarchiven.

Werk-, Schriften- und Editionsverzeichnis

Myroslav Antonovyč war primär Musikwissenschaftler, Sänger, Chorleiter und Editor, nicht Komponist im engeren Sinn eines umfangreich überlieferten autonomen Œuvres. Das folgende Verzeichnis versteht „Werk“ daher als Schriften-, Editions-, Chor- und Forschungswerk. Es erfasst die wichtigsten sicher nachweisbaren Publikationen, Editionen und institutionellen Arbeiten; kleinere Artikel, Rezensionen, Vorträge und nicht leicht zugängliche Diaspora-Publikationen sind quellenbedingt nicht vollständig einzeln aufgelöst.

Monographien, Dissertation und größere Schriften

Die Motette Benedicta es von Josquin des Prez und die Messen super Benedicta von Willaert, Palestrina, de la Hêle und de Monte Dissertation, Utrecht 1951. Die Arbeit untersucht Josquins Motette Benedicta es und ihre Weiterverwendung beziehungsweise Nachgeschichte in Messkompositionen späterer Renaissancekomponisten. Sie begründet Antonovyčs Stellung in der Josquin- und Renaissanceforschung.
Die byzantinischen Elemente in den Antiphonen (Graduale) der ukrainischen Kirche Publikation von 1955. Die Arbeit gehört zu Antonovyčs frühem Forschungsfeld der ukrainischen liturgischen Musik und untersucht byzantinische Komponenten in Antiphonen der ukrainischen Kirche.
Ukrainische Sänger in der Moskowiter Rus’ im 17. Jahrhundert Ukrainischsprachige Studie, Paris 1961. Sie behandelt den Transfer ukrainischer Sänger und musikalischer Fachkräfte in den Moskauer Raum und bildet einen wichtigen Baustein seiner Sicht auf ukrainisch-russische Kirchenmusikbeziehungen.
The Chants from Ukrainian Heirmologia Bilthoven 1974, in der Reihe Utrechtse Bijdragen tot de Muziekwetenschap. Diese englischsprachige Monographie ist Antonovyčs wichtigste Studie zu ukrainischen Heirmologien und zur liturgischen Gesangstradition.
Koshyts, Oleksander Antonovych: Composer and Conductor of Church Music Monographie über Oleksander Koshyts, 1975. Das Werk verbindet biographische Darstellung, Kirchenmusikgeschichte und Würdigung eines zentralen ukrainischen Chorleiters und Komponisten.
Het Utrechts Byzantijns Koor o.l.v. Dr. M. Antonowycz, 1951–1976 Utrecht 1976. Jubiläumsschrift zur Geschichte des Utrechts Byzantijns Koor, seines Repertoires, seiner Leitung und seiner kulturvermittelnden Funktion.
Stanislav Liudkevych – Komponist und Musikwissenschaftler Studie über Stanislav Liudkevych, zuerst 1980 in Rom und später 1999 in Lviv nachweisbar. Sie behandelt einen wichtigen ukrainischen Komponisten und Musikwissenschaftler im Horizont ukrainischer Musikgeschichte.
Ukrainische geistliche Musik. Ein Beitrag zur Kirchenmusik Osteuropas München 1990. Umfangreiche deutschsprachige Arbeit zur ukrainischen geistlichen Musik und ihrer Stellung in der Kirchenmusik Osteuropas. Das Buch ist für deutschsprachige Leser ein wichtiger Zugang zu Antonovyčs ukrainischer Kirchenmusikforschung.
Musica sacra Sammlung von Aufsätzen zur Geschichte der ukrainischen Kirchenmusik, Lviv 1995 beziehungsweise 1997, herausgegeben von Jurij Jasynovs’kyj. Der Band enthält auch bibliographische Materialien zu Antonovyčs musikwissenschaftlichem Nachlass.
Oekraïne en de Byzantijnse ritus Hoensbroek 2000. Niederländischsprachige Darstellung zu Ukraine, byzantinischem Ritus und ukrainischer Kirchenmusik, wichtig für die niederländische Vermittlung seines Forschungs- und Chorprofils.
Between the Two World Wars. Memoirs Erinnerungswerk in zwei Teilen, Kyiv 2003. Die Memoiren dokumentieren biographische, kulturelle und musikalische Erfahrungen zwischen Westukraine, Krieg, Exil und Diaspora.

Editionen und editorische Mitarbeit

Werken van Josquin des Prez Antonovyč arbeitete nach Albert Smijers’ Tod an der Fortführung und Vollendung der Josquin-Gesamtausgabe mit. Zusammen mit Willem Elders gehörte er zu denjenigen Utrechter Musikwissenschaftlern, die diese grundlegende Editionsarbeit in den 1950er und 1960er Jahren weiterführten.
Motetten-Bände der Josquin-Ausgabe Mitwirkung an Motetten-Faszikeln der Werken van Josquin des Prez. Die editorische Arbeit berührte Autorschaft, Quellenvergleich, Mensuralnotation, Textunterlegung und moderne Übertragung.
Weltliche Werke und Messen der Josquin-Ausgabe Die Utrechter Josquin-Gesamtausgabe umfasste auch weltliche Werke und Messen. Antonovyčs Mitarbeit ist als Teil einer größeren philologischen Werkstatt zu verstehen, nicht als isolierte Einzeledition.
Fünfstimmige altukrainische Vokalkonzerte aus einer jugoslawischen Quelle Wiesbaden 1977. Edition beziehungsweise Studie zu altukrainischen vokalen Konzerten aus einer südslawisch überlieferten Quelle. Das Werk steht an der Schnittstelle von ukrainischer Kirchenmusik, Quellenforschung und Edition.
Beiträge zu niederländischen und deutschen Musiklexika Antonovyč schrieb Beiträge für Musiklexika und Fachpublikationen. Diese kleineren Arbeiten sind in bibliographischen Spezialverzeichnissen zu erschließen und bilden einen Teil seiner europäischen Fachintegration.

Aufsätze, Spezialstudien und thematische Arbeiten

Participation des fidèles d’Ukraine aux chants liturgiques Französischsprachiger Beitrag zur Teilnahme der Gläubigen der Ukraine am liturgischen Gesang. Das Thema verbindet Kirchenmusik, Gemeindegesang, Ritus und ukrainische Frömmigkeitsgeschichte.
Libata Dei Virgo: A Melodic Self-Portrait of Josquin des Prez London 1977. Studie im Josquin-Kontext, die Antonovyčs Beschäftigung mit Melodik, Autorschaft und Selbstreferenz in der franko-flämischen Polyphonie dokumentiert.
Musical Brain-Drain: The Ukrainian Influence on Russian Liturgical Music Gemeinsam mit Irene R. Makaryk, 1984. Die Studie behandelt den Transfer ukrainischer Kirchenmusiker, Stilmodelle und liturgischer Klangkultur nach Russland.
Aufsätze zur ukrainischen Chormusik Zahlreiche kleinere Beiträge behandeln ukrainische Chormusik, Kirchenmusik, Diaspora, Komponisten, Ritus, Aufführungspraxis und die Rolle des Utrechts Byzantijns Koor.
Aufsätze zur franko-flämischen Polyphonie Antonovyč publizierte im Umfeld der Josquin-Forschung und der Utrechter Renaissancephilologie mehrere Spezialstudien, die Motette, Messe, Parodie, Quellenkritik und Autorschaftsfragen betreffen.

Chorisches, dirigentisches und dokumentarisches Werk

Utrechts Byzantijns Koor, Gründung und Leitung 1951 gründete Antonovyč den Utrechts Byzantijns Koor und leitete ihn bis 1991. Diese vierzigjährige Arbeit ist als eigenes kulturelles Lebenswerk zu betrachten, weil sie ukrainische geistliche und weltliche Chormusik in den Niederlanden dauerhaft institutionalisierte.
Konzertreisen des Utrechts Byzantijns Koor Unter Antonovyčs Leitung konzertierte der Chor in Europa, Nordamerika und 1990 auch in der Ukraine. Die Reisen machten ukrainische Musik in internationalen Kontexten hörbar.
Schallplatten- und Kassettenaufnahmen Der Chor nahm unter Antonovyč zahlreiche ukrainische geistliche und weltliche Werke auf. Diese Tonträger sind wichtige Dokumente der ukrainischen Diaspora-Chorkultur in den Niederlanden.
Ukrainische Volkslieder Der Chor veröffentlichte Programme und Tonträger mit ukrainischen Volksliedern. Dieses Repertoire ergänzte die liturgische Musik und machte die weltliche ukrainische Chorkultur einem niederländischen Publikum zugänglich.
Byzantinisch-slawische Liturgieprogramme Die liturgischen Programme des Chores dokumentieren Antonovyčs Verbindung von Forschung, Ritus und klanglicher Praxis. Sie waren zugleich ökumenisch, kulturell und musikwissenschaftlich bedeutsam.

Werkgruppen und Forschungsschwerpunkte

Josquin und Renaissancepolyphonie Dissertation, Edition und Spezialstudien zu Josquin des Prez, Parodiemesse, Motette, Autorschaft und franko-flämischer Vokalpolyphonie.
Ukrainische Kirchenmusik Studien zu Heirmologien, Antiphonen, liturgischem Gesang, Vokalkonzerten, byzantinisch-slawischem Ritus und der Eigenständigkeit ukrainischer Kirchenmusik.
Ukrainische Diaspora Schriften, Chorarbeit und Kulturvermittlung zur Bewahrung ukrainischer Musik in den Niederlanden, Rom, Nordamerika und Westeuropa.
Chorleitung Vier Jahrzehnte Leitung des Utrechts Byzantijns Koor mit liturgischem, geistlichem und weltlichem ukrainischem Repertoire.
Biographische Musikforschung Arbeiten zu Oleksander Koshyts, Stanislav Liudkevych und weiteren Akteuren ukrainischer Musikgeschichte.
Memoiren und Kulturgedächtnis Erinnerungsschriften und autobiographische Texte dokumentieren die Erfahrung von Galizien, Krieg, Exil, akademischer Migration und ukrainischer Kulturarbeit.

Auszeichnungen und Ehrungen

Antonovyč erhielt in den Niederlanden, der Ukraine und kirchlichen Kontexten mehrere Auszeichnungen. 1976 wurde er in den Niederlanden mit hohen Ehrungen bedacht, darunter die Offizierswürde im Orden von Oranien-Nassau. Die Ehrung würdigte besonders seine kulturelle Vermittlungstätigkeit und die Arbeit mit dem Utrechts Byzantijns Koor.

1991 ehrte die Stadt Utrecht Antonovyč für sein Lebenswerk. Diese Anerkennung betraf nicht nur seine Chorleitung, sondern auch seinen Beitrag zur kulturellen Vielfalt der Stadt und zur Präsenz ukrainisch-byzantinischer Musik in den Niederlanden.

1997 erhielt er in der Ukraine den Titel eines Verdienten Künstlers der Ukraine. 2001 folgte der ukrainische Verdienstorden. Beide Ehrungen zeigen, dass seine Diasporaarbeit nach der Unabhängigkeit der Ukraine als Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit ukrainischer Kultur verstanden wurde.

Rezeption und Nachwirkung

Antonovyčs Nachwirkung ist zweigeteilt und gerade deshalb stark. In der westlichen Musikwissenschaft bleibt sein Name mit der Utrechter Josquin-Forschung, mit Smijers und Elders sowie mit der Edition franko-flämischer Renaissancepolyphonie verbunden. In der ukrainischen Musikkultur erscheint er als Forscher und Vermittler ukrainischer Kirchenmusik, als Leiter des Utrechts Byzantijns Koor und als Vertreter der musikalischen Diaspora.

Seine Forschungen zu Heirmologien und ukrainischer geistlicher Musik werden in der ukrainischen Musikologie bis heute zitiert. Sie gehören zu jener Forschungsbewegung, die ukrainische Kirchenmusik als eigenständige Tradition sichtbar machte und ihre Beziehung zur russischen Kirchenmusik neu bewertete.

Der Utrechts Byzantijns Koor besteht über Antonovyč hinaus fort und bewahrt seine Gründungsidee. Damit ist seine Nachwirkung nicht nur bibliographisch, sondern institutionell. Ein Chor, der niederländische Sänger an ukrainische Musik bindet, ist ein lebendiges Gedächtnis seines Wirkens.

Sein Archiv, das nach Lviv übergeben wurde, bildet einen weiteren Nachwirkungskern. Es verbindet persönliche Dokumente, Musikmaterialien, Forschungen, Chorarbeit und Diasporagedächtnis. Für die künftige Forschung zur ukrainischen Musik des 20. Jahrhunderts bleibt dieses Material besonders wichtig.

Editorische Hinweise

Bei Myroslav Antonovyč ist die Namensform für Kataloge entscheidend. In deutschsprachigen Seiten empfiehlt sich die Lemmaform Myroslav Antonovyč, während die häufige westliche Publikationsform Myroslaw Antonowycz unbedingt als Suchform mitzunennen ist. In ukrainischen Kontexten ist Мирослав Іванович Антонович maßgeblich.

Ein vollständiges Schriftenverzeichnis ist nur mit Hilfe der von Jurij Jasynovs’kyj und späteren ukrainischen Forschenden erarbeiteten Bibliographien möglich. Das hier gebotene Werkverzeichnis ist umfangreich, aber kulturlexikalisch zusammenfassend. Es konzentriert sich auf größere Schriften, Editionen, Chorarbeit und repräsentative Aufsätze.

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Sekundärliteratur

  • Berehova, Olena: Rezension und Würdigung der Antonovyč-Forschung, besonders im Zusammenhang mit Uljana Hrabs intellektueller Biographie.
  • Gamkalo, Ivan: Antonovych Myroslav Ivanovych. In: Encyclopedia of Modern Ukraine. Kyiv 2001, aktualisiert 2017.
  • Hrab, Uljana: Myroslaw Antonowycz: Intelektual’na biohrafija. Emihracijne muzykoznavstvo v ukrajins’komu kul’turotvorenni povoennych desjatylit’. Lviv 2019.
  • Jasynovs’kyj, Jurij: Do bibliografiji muzykoznavčoï spadščyny Myroslava Antonovyča. In: Zapiski NTŠ. Praci Muzykoznavčoï komisiji, Lviv 1993.
  • Jasynovs’kyj, Jurij (Hrsg.): Musica sacra. Zbirnyk statej z istoriji ukrajins’koji cerkovnoji muzyky. Lviv 1995/1997.
  • Sieradz, Małgorzata: “With deepest respect and gratitude…” On the early years of Myroslaw Antonowycz’s musicological path, from his letters to Adolf Chybiński. In: Muzyka, 2022.
  • Sieradz, Małgorzata: Studien zu Antonowycz, ukrainischer Emigrationsmusikologie, Utrecht und der polnisch-ukrainischen musikwissenschaftlichen Korrespondenz.
  • Velimirović, Miloš: Rezension zu Myroslaw Antonowycz, The Chants from Ukrainian Heirmologia. In: Journal of the American Musicological Society beziehungsweise einschlägigen Fachzeitschriften der 1970er Jahre.
  • Wodjanyj, B.; Oleksyn, H.; Ciž, M.: Korotkyj slovnyk dijačiv ukrajins’koji muzyčnoji kul’tury. Ternopil 1992.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Adolf Chybiński Lemberger Musikwissenschaftler und wichtiger Lehrer Antonovyčs in der frühen Studienzeit.
  • Albert Smijers Utrechter Musikwissenschaftler, Josquin-Forscher und Doktorvater Antonovyčs.
  • Bariton Stimmlage Antonovyčs, der vor seiner Utrechter Forschungslaufbahn als Opern- und Konzertsänger wirkte.
  • Byzantinischer Ritus Liturgischer Hauptkontext seiner Chorarbeit und seiner Forschung zur ukrainischen Kirchenmusik.
  • Chormusik Zentrales Praxisfeld Antonovyčs als Leiter des Utrechts Byzantijns Koor.
  • Dolyna Geburtsort Antonovyčs in Galizien beziehungsweise der heutigen Westukraine.
  • Franko-flämische Polyphonie Forschungsfeld Antonovyčs im Zusammenhang mit Josquin des Prez und der Utrechter Editionstradition.
  • Heirmologion Liturgisches Gesangsbuch, dessen ukrainische Überlieferung Antonovyč grundlegend erforschte.
  • Josquin des Prez Renaissancekomponist, dessen Motetten und Werkeditionen Antonovyč wissenschaftlich bearbeitete.
  • Kirchengesang Übergreifender Begriff für die liturgische Gesangspraxis, die Antonovyč erforschte und aufführte.
  • Oleksander Koshyts Ukrainischer Chorleiter und Komponist, über den Antonovyč eine wichtige Monographie verfasste.
  • Stanislav Liudkevych Ukrainischer Komponist und Musikwissenschaftler, den Antonovyč biographisch und musikhistorisch behandelte.
  • Lviv Zentraler Studien- und Herkunftsort von Antonovyčs früher musikalischer und musikwissenschaftlicher Bildung.
  • Motette Gattung, an der Antonovyč in seiner Josquin-Dissertation exemplarisch arbeitete.
  • Musica sacra Sammel- und Fachbegriff für geistliche Musik, zugleich Titel eines wichtigen Antonovyč-Aufsatzbandes.
  • Musikwissenschaft Disziplin, in der Antonovyč zwischen Lviv, Utrecht, Harvard und ukrainischer Diaspora wirkte.
  • Parodiemesse Messen über vorgegebene polyphone Modelle, ein Thema seiner Dissertation zu Josquins Benedicta es.
  • Renaissancepolyphonie Westliches Forschungsfeld Antonovyčs im Zusammenhang mit Josquin, Willaert, Palestrina und der Utrechter Schule.
  • Shevchenko Scientific Society Ukrainische Wissenschaftsgesellschaft, der Antonovyč als aktives Mitglied verbunden war.
  • Ukrainische Diaspora Kulturhistorischer Rahmen seiner niederländischen Chorarbeit und seiner westlichen ukrainischen Musikvermittlung.
  • Ukrainische geistliche Musik Zentrales Forschungs- und Aufführungsfeld Antonovyčs.
  • Ukrainische Kirchenmusik Hauptgegenstand seiner Monographien, Aufsätze, Chorpraxis und Archivarbeit.
  • Universität Utrecht Akademischer Hauptort seiner Promotion, Forschung und Mitarbeit an der Josquin-Edition.
  • Utrecht Sterbeort und wichtigster niederländischer Wirkungsort Antonovyčs.
  • Utrechts Byzantijns Koor Von Antonovyč 1951 gegründeter und bis 1991 geleiteter Chor für byzantinisch-slawische und ukrainische Musik.
  • Willem Elders Utrechter Musikwissenschaftler und Mitwirkender an der Fortführung der Josquin-Ausgabe neben Antonovyč.