Francisco Andreví y Castellà
Überblick
Francisco Andreví y Castellà, katalanisch Francesc Andreví i Castellà, gehört zu den produktiven und im 19. Jahrhundert weithin verbreiteten Kirchenmusikern Spaniens. Als maestro de capilla wirkte er an mehreren wichtigen geistlichen Musikzentren, darunter Segorbe, Santa Maria del Mar in Barcelona, Valencia, Sevilla und die Real Capilla in Madrid. Sein Lebensweg verbindet die katalanische Ausbildungstradition, die spanische Kathedralmusik, die politischen Konflikte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das französische Exil und die spätere Rückkehr nach Barcelona.
Andreví war vor allem Komponist sakraler Musik. Messen, Requiem, Motetten, Lamentationen, Stabat-Mater-Vertonungen, Miserere-Kompositionen, Hymnen, Psalmen, Salven, Villancicos, Oratorien und geistliche Dramen bilden den Kern seines Werkes. Daneben steht ein musiktheoretischer und pädagogischer Bereich, der im Tratado teórico-práctico de armonía y composición beziehungsweise in der französischen Fassung seines Harmonietraktats sichtbar wird. Für die spanische Musikgeschichte ist er deshalb nicht nur als praktischer Kirchenkomponist, sondern auch als Lehrer, Theoretiker und Repräsentant einer professionellen Kapellmeisterkultur wichtig.
Für ein Kulturlexikon ist Andreví besonders aufschlussreich, weil sich an seiner Biographie die Krise und Beharrung der spanischen Sakralmusik zwischen Spätklassik, italienisierendem Operneinfluss und frühem Romantizismus zeigen. Seine Musik bleibt in der Liturgie verwurzelt, nimmt aber zugleich Ausdrucksformen auf, die aus der Oper, aus der konzertanten Praxis und aus einer breiteren bürgerlichen Musikkultur stammen. Dadurch steht Andreví in einem Spannungsfeld aus kirchlicher Funktion, gelehrter Satztechnik, öffentlichem Konzert, politischer Loyalität und ästhetischem Wandel.
Kurzdaten
| Name | Francisco Andreví y Castellà. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Francisco Andreví Castellá, Francisco Andreví y Castellar, Francesc Andreví i Castellà, Francesc Andreví i Castellar. |
| Geboren | 7. November 1786 in Sanahuja, katalanisch Sanaüja, Provinz Lérida beziehungsweise Lleida. |
| Gestorben | 23. November 1853 in Barcelona. |
| Beruf | Komponist, Priester, Organist, Musiktheoretiker, Lehrer, Kirchenmusiker und maestro de capilla. |
| Wichtige Ämter | Maestro de capilla in Segorbe, Barcelona, Valencia, Sevilla und Madrid; Organist und Kirchenmusiker während des französischen Exils in Bordeaux und Paris; später Leiter musikalischer kirchlicher Einrichtungen in Barcelona. |
| Hauptgattungen | Messe, Requiem, Stabat Mater, Motette, Lamentation, Miserere, Hymnus, Psalm, Salve, Villancico, Oratorium, geistliches Drama, Kantate, Lied, Harmonielehre und Unterrichtsschrift. |
| Bekannte Einzelwerke | La Virgen de los Dolores, La dulzura de la virtud, El juicio universal, Misa de difuntos für die Exequien Ferdinands VII., Stabat Mater, Messe solennelle, Tratado teórico-práctico de armonía y composición. |
| Kultureller Raum | Katalonien, Valencia, Kastilien, Andalusien, Madrid, Bordeaux, Paris und Barcelona. |
| Datei | andrevi-francisco.shtml |
Namen, Schreibweisen und Einordnung
Die Namensformen schwanken zwischen spanischer und katalanischer Überlieferung. Die Form Francisco Andreví Castellá ist in spanischen Nachschlagewerken verbreitet; Francisco Andreví y Castellar erscheint in älteren und archivalischen Zusammenhängen; die katalanische Form Francesc Andreví i Castellà beziehungsweise Francesc Andreví i Castellar ist für seine Herkunft aus Sanaüja und für die katalanische Musikgeschichtsschreibung wichtig. Die hier gewählte Lemmaform Francisco Andreví y Castellà vermittelt zwischen der vom deutschsprachigen Kulturlexikon gewünschten Vornamenform und der katalanisch geprägten Familiennamensform.
Andreví ist als Personeneintrag vor allem im Bereich Kirchenmusik, Kapellmeisterwesen, Musiktheorie, Kathedralmusik und frühe Romantik zu verorten. Er gehört nicht zu den Komponisten, deren Ruhm primär durch Oper, Symphonie oder Kammermusik gesichert wurde, sondern zu jener großen Gruppe professioneller Kirchenmusiker, deren Werke vielfach in Kathedralarchiven, königlichen Musikarchiven und regionalen Sammlungen überliefert sind.
Biographischer Verlauf
Francisco Andreví y Castellà wurde am 7. November 1786 in Sanahuja in der Provinz Lérida geboren. Der Ort gehört zum katalanischen Kulturraum, dessen kirchliche und musikalische Ausbildungswege im späten 18. Jahrhundert noch stark von lokalen Organisten, Domkapellen, Chorschulen und geistlichen Lehrern geprägt waren. Andreví erhielt seine erste musikalische Prägung im kirchlichen Umfeld und ging bereits als Kind an die Kathedrale von La Seu d’Urgell, wo er Gesang, liturgische Praxis und die Grundlagen des musikalischen Satzes kennenlernte.
Die weitere Ausbildung führte ihn nach Barcelona. Dort begegnete er einer städtischen Musiklandschaft, in der Klosterkirchen, Pfarrkirchen, Kathedrale, private Musikpflege und öffentliche Aufführungen nebeneinander bestanden. Besonders wichtig wurden für ihn die Organisten- und Kompositionslehrer im Umfeld der barcelonischen Kirchenmusik, darunter Francisco Queralt, der als maestro de capilla der Kathedrale von Barcelona eine zentrale Stellung innehatte. Andrevís frühe Laufbahn zeigt damit den klassischen Weg eines spanischen Kirchenmusikers: Chorschule, Orgelpraxis, Kontrapunkt, kirchliche Ämter, Wettbewerbe um Kapellmeisterstellen und schließlich der Aufstieg an bedeutendere Musikzentren.
Nach frühen Bewerbungen und Prüfungen erhielt Andreví das Amt eines maestro de capilla in Segorbe. Diese Station war für seine kompositorische Entwicklung entscheidend, weil ein Kapellmeister dort nicht nur zu dirigieren hatte, sondern für den laufenden liturgischen Bedarf komponieren, Sänger und Instrumentalisten anleiten, Knaben unterrichten, Archive pflegen und neue Musik für Festtage bereitstellen musste. Von Segorbe führte sein Weg nach Barcelona, wo er an Santa Maria del Mar wirkte, und anschließend nach Valencia. Gerade die Valencianer Jahre brachten eine intensive kompositorische Produktion hervor und festigten seinen Ruf als außerordentlich fruchtbarer Kirchenkomponist.
1830 erreichte Andreví einen Höhepunkt seiner Laufbahn. Er wurde zunächst für das Kapellmeisteramt der Kathedrale von Sevilla ausgewählt und kurz darauf zum maestro de capilla der Real Capilla in Madrid berufen. Dieses Amt gehörte zu den angesehensten kirchenmusikalischen Positionen Spaniens. Es verband die musikalische Leitung der königlichen Liturgie mit institutioneller Verantwortung, politischer Nähe zum Hof und hoher öffentlicher Sichtbarkeit. Für einen spanischen Kirchenmusiker bedeutete der Eintritt in die Real Capilla einen Gipfelpunkt professioneller Anerkennung.
Die Madrider Jahre wurden jedoch durch die politische Krise nach dem Tod Ferdinands VII. erschüttert. Andreví komponierte für die königlichen Exequien eine große Misa de difuntos beziehungsweise ein Totenoffizium mit Requiemcharakter. Zugleich geriet er in die Konflikte zwischen monarchischer Loyalität, personellen Umstrukturierungen, liberalen und karlistischen Spannungen. 1836 verließ er Madrid und ging später nach Frankreich. In Bordeaux und Paris setzte er seine Tätigkeit als Kirchenmusiker, Organist, Lehrer und Komponist fort. In Frankreich entstanden wichtige Werke und Lehrschriften, darunter die französische Fassung seines Harmonietraktats.
Nach der Amnestie für politische Exilanten kehrte Andreví nach Barcelona zurück. Seine letzten Jahre waren von erneuter kirchlicher Tätigkeit, pädagogischer Arbeit und dem Bemühen um Rehabilitation geprägt. Er starb am 23. November 1853 in Barcelona. Die Nachrufe und späteren Studien betonen einerseits seine Produktivität, andererseits die schwierige Stellung eines konservativen Kirchenmusikers in einer Zeit, in der Spanien politisch, institutionell und ästhetisch tiefgreifende Umbrüche erlebte.
Ausführlicher Kulturüberblick
Andrevís Leben fällt in eine Epoche, in der die spanische Musik zwischen alten kirchlichen Strukturen und neuen bürgerlichen beziehungsweise theatralen Klangwelten stand. Die Kathedrale war im 18. und frühen 19. Jahrhundert weiterhin eine der wichtigsten musikalischen Institutionen. Sie bot Ausbildung, feste Anstellung, Kompositionsaufträge, Aufführungsmöglichkeiten und ein Archiv, in dem Musik über Generationen hinweg weiterverwendet wurde. Zugleich verlor die kirchliche Musik gegenüber der Oper, dem Konzertwesen und der salonartigen Musikkultur zunehmend an öffentlicher Dominanz.
Der maestro de capilla war in diesem System eine Schlüsselperson. Er war Komponist, Dirigent, Lehrer, Vorgesetzter, Archivar und liturgischer Fachmann. Die Qualität einer Kapelle hing von seiner Fähigkeit ab, Stimmen und Instrumente zu disponieren, Sängerknaben auszubilden, Festmusik zu liefern, die Liturgie musikalisch angemessen zu gestalten und zugleich auf aktuelle stilistische Entwicklungen zu reagieren. Andrevís Karriere zeigt diese Berufsform in einer späten, aber noch vitalen Phase.
Musikästhetisch steht Andreví in einem Zwischenbereich. Die spanische Sakralmusik war von der älteren kontrapunktischen Tradition geprägt, wurde aber im frühen 19. Jahrhundert immer stärker vom italienischen Opernstil, von kantabler Melodik, dramatischer Kontrastbildung und instrumentaler Farbigkeit berührt. Gerade diese Mischung war umstritten. Konservative Kritiker sahen darin eine Banalisierung der Kirche; andere begrüßten den stärkeren Ausdruck, die größere Fasslichkeit und die Wirkung auf ein breiteres Publikum. Andreví ist kein bloßer Opernepigone, sondern ein Kirchenkomponist, der solide Satztechnik mit zeitgenössischem Ausdrucksbedürfnis verband.
Seine Biographie berührt auch die politische Geschichte Spaniens. Die Ämter an Sevilla und Madrid waren nicht nur musikalische Positionen, sondern Teil einer höfisch-kirchlichen Ordnung. Der Tod Ferdinands VII., die Regentschaft Maria Christinas, die Konflikte zwischen Liberalen und Karlisten und die personellen Säuberungen in Hofinstitutionen griffen unmittelbar in Andrevís Leben ein. Die Flucht nach Frankreich ist daher nicht nur ein privates Ereignis, sondern Ausdruck einer Zeit, in der Musikerkarrieren durch politische Loyalitäten, kirchliche Bindungen und monarchische Krisen bestimmt wurden.
Das französische Exil öffnete Andreví zugleich neue Horizonte. In Bordeaux und Paris begegnete er einer anderen Musiköffentlichkeit: stärker konservatorisch, stärker druckorientiert, stärker international. Dass sein Harmonietraktat ins Französische überführt und im Kontext des Pariser Musiklebens wahrgenommen wurde, zeigt, dass Andreví nicht nur als lokaler Kirchenkomponist, sondern auch als musikpädagogischer Autor mit überregionalem Anspruch verstanden werden kann. Sein Lebensweg verbindet damit spanische Kathedralmusik, französische Kirchen- und Konservatoriumskultur und katalanische Rückkehrerfahrung.
Stil, Satztechnik und ästhetische Stellung
Andrevís Musik bewegt sich zwischen klassischer Satzklarheit, älterem Kirchenstil und romantisch gefärbter Ausdruckssteigerung. Seine Ausbildung in Kontrapunkt, Orgelpraxis und Kapellmeistertechnik ist in den geistlichen Werken deutlich spürbar. Gleichzeitig zeigen seine größeren Werke eine Neigung zu dramatischer Gliederung, zu solistisch herausgehobenen Abschnitten, zu Wechseln zwischen Chor und Einzelstimmen und zu einem Ausdruck, der von der italienischen Opernkultur nicht unberührt bleibt.
Für die Beurteilung seines Stils ist wichtig, dass die Kirchenmusik jener Zeit funktional gebunden war. Eine Messe, ein Miserere, eine Lamentation oder ein Stabat Mater musste nicht nur als Kunstwerk bestehen, sondern eine konkrete liturgische, zeremonielle oder devotional geprägte Situation bedienen. Andreví komponierte deshalb für Sänger, Instrumentalisten, Räume, Feste und Institutionen. Die Musik ist nicht abstrakt, sondern auf Kapellenpraxis, Aufführungsmöglichkeiten und kirchlichen Gebrauch bezogen.
Besonders hervorzuheben ist seine solide Satztechnik. Zeitgenössische und spätere Urteile betonen seine Beherrschung von Stimmenführung, Harmonie, Chorbehandlung und kontrapunktischer Arbeit. Zugleich war seine Musik im 19. Jahrhundert verbreitet, was darauf hindeutet, dass sie nicht nur gelehrt, sondern auch praktisch verwendbar war. Die überlieferten Bestände in zahlreichen Archiven belegen, dass Andrevís Werke über seine unmittelbaren Amtsorte hinaus rezipiert wurden.
Kirchenmusik und Amt des maestro de capilla
Andrevís Rang erklärt sich aus der Kultur des spanischen Kapellmeisteramts. Ein maestro de capilla hatte in der Kathedrale oder königlichen Kapelle eine umfassende Verantwortung. Er leitete die musikalische Ausführung der Liturgie, prüfte Sänger, unterrichtete Knaben, komponierte neue Werke, passte ältere Werke an, überwachte Kopien und sorgte dafür, dass Festtage, Totenfeiern, Marienfeste, Karwoche, Vespern und besondere Zeremonien musikalisch angemessen ausgestattet wurden.
Der Schwerpunkt von Andrevís Werk liegt deshalb auf Gattungen, die unmittelbar aus der kirchlichen Praxis hervorgehen. Messen, Motetten, Lamentationen, Miserere-Vertonungen, Salmen, Hymnen und Offizien gehören zu den Kernformen einer solchen Tätigkeit. Daneben stehen größere geistliche Dramen und Oratorien, die zwischen Liturgie, Andacht, Konzert und religiösem Theater vermitteln. Gerade Werke wie La dulzura de la virtud oder El juicio universal zeigen, wie durchlässig die Grenze zwischen sakraler Erbauung und dramatischer musikalischer Darstellung sein konnte.
Die Real Capilla verlieh Andrevís Arbeit eine höfische Dimension. Musik für die königliche Kapelle war repräsentativ, zeremoniell und politisch sichtbar. Die Misa de difuntos für die Exequien Ferdinands VII. steht deshalb nicht nur in der Tradition der Totenmesse, sondern auch in der Kultur monarchischer Trauerriten. Sie zeigt, wie eng Musik, Hof, Religion und Staat im Spanien des frühen 19. Jahrhunderts verbunden waren.
Theorie, Lehre und Harmonie
Neben dem Komponisten steht der Lehrer und Theoretiker Andreví. Sein Tratado teórico-práctico de armonía y composición ist ein wichtiges Zeugnis dafür, dass die Kapellmeisterkultur nicht nur auf handwerklicher Tradition beruhte, sondern systematisch reflektiert wurde. Das Werk behandelt Fragen der Harmonie, des Kontrapunkts, der Dissonanzbehandlung, der Modulation, der Melodie, der Imitation, der Fuge und der Instrumentation. Damit verbindet es praktische Ausbildung mit einer umfassenderen Musiklehre.
Die Veröffentlichung in spanischer und französischer Form verweist auf Andrevís Stellung zwischen nationaler und internationaler Musikpädagogik. In Spanien richtete sich der Traktat an Schüler, Kirchenmusiker und angehende Komponisten; in Frankreich konnte er in einem Umfeld gelesen werden, das stärker durch Konservatorium, Lehrbuch und bürgerliche Musikbildung geprägt war. Andreví erscheint dadurch nicht nur als Komponist kirchlicher Gebrauchsmusik, sondern als Autor einer methodischen Musiklehre.
Dass auch weitere didaktische Materialien wie elementare Musikprinzipien, Gesang- und Choralunterweisungen oder Organtonarten in seinem Umfeld genannt werden, zeigt die Breite seiner pädagogischen Tätigkeit. Für die Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts ist diese Lehrdimension wichtig, weil sie die Weitergabe professionellen musikalischen Wissens innerhalb kirchlicher Institutionen und darüber hinaus dokumentiert.
Werkverzeichnis
Ein geschlossenes modernes Gesamtverzeichnis aller einzelnen Kompositionen Andrevís ist wegen der verstreuten archivalischen Überlieferung nur annähernd möglich. Das folgende Werkverzeichnis fasst die nachweisbaren Hauptwerke, Werkgruppen, Lehrschriften und Überlieferungskategorien zusammen. Es ist als kulturlexikalisches Gesamtverzeichnis der derzeit greifbaren Werkbereiche angelegt und unterscheidet zwischen benannten Einzelwerken, liturgischen Gattungen, musikpädagogischen Schriften und archivalisch breit belegten Werkgruppen.
Geistliche Großformen, Oratorien und geistliche Dramen
- La Virgen de los Dolores beziehungsweise Los Dolores de María, Oratorium, 1819, wohl im Zusammenhang mit der Valencianer Zeit; erhalten in bedeutenden Teilen, aber nicht vollständig.
- La dulzura de la virtud, geistliches Drama für Stimmen und Orchester, entstanden für San Felipe Neri in Barcelona; mit gedrucktem Libretto und handschriftlicher Partiturüberlieferung.
- El juicio universal beziehungsweise El Judici Final, geistliches Drama beziehungsweise Oratorium, 1822 komponiert, in Valencia gedruckt beziehungsweise dort aufgeführt und später in Barcelona rezipiert.
- Misa de difuntos beziehungsweise Oficio y Misa de Difuntos para las Reales honras del Rey Nuestro Señor Don Fernando VII, 1834, groß angelegte Totenmusik für die königlichen Exequien Ferdinands VII.
- Messe solennelle, in der französischen Exilzeit in Bordeaux entstanden und dem kirchlichen Umfeld des Erzbischofs von Bordeaux verbunden.
- Stabat Mater, groß angelegte Sequenz aus der französischen Exilzeit, besonders mit Bordeaux und der späteren Druck- beziehungsweise Rezeptionsgeschichte verbunden.
Messen und liturgische Ordinariumsmusik
- Sechs Messen, in älteren Werkübersichten als geschlossene Werkgruppe genannt.
- Eine Misa de difuntos beziehungsweise Requiem-Vertonung als besondere Totenmesse.
- Tota pulchra, in der Forschung als hervorgehobenes Werk Andrevís behandelt und in der kirchenmusikalischen Überlieferung mit Marienfrömmigkeit verbunden.
- Mehrstimmige Messsätze für Chor, Solisten und instrumentale Begleitung, überliefert in verschiedenen Kathedral- und Kirchenarchiven.
- Ordinariumsteile, die im Rahmen größerer Messen oder als einzeln verwendbare liturgische Kompositionen überliefert sind.
Stabat Mater, Sequenzen und Marienmusik
- Drei Stabat-Mater-Vertonungen beziehungsweise drei in der Überlieferung genannte Stabat-Mater-Werke.
- Stabat Mater aus der französischen Exilzeit, stilistisch als besonders ausdrucksstarkes Werk wahrgenommen.
- Marianische Gesänge, Salven und Gozos, darunter Werke für Marienfeste und devotional geprägte Anlässe.
- Kompositionen aus dem Umkreis der Dolores- beziehungsweise Passionsfrömmigkeit, darunter La Virgen de los Dolores.
Motetten, Hymnen und kleinere liturgische Stücke
- Fünfzehn Motetten, in älteren Werkübersichten als geschlossene Gruppe genannt.
- Ein Tantum ergo, in den allgemeinen Werkübersichten ausdrücklich hervorgehoben.
- Hymnen und Invitatorien für den liturgischen Gebrauch.
- Responsoria und kleinere Offiziumsstücke für Festtage und besondere kirchliche Anlässe.
- O-Salutaris- beziehungsweise eucharistische Stücke im Umkreis der Mess- und Sakramentsmusik.
Lamentationen, Miserere und Karwochenmusik
- Neun Lamentationen, in der Werküberlieferung als wichtige Gruppe genannt.
- Lamentationszyklen für die Karwoche, überliefert in handschriftlichen Archiven.
- Zwei Miserere-Vertonungen, in katalanischen Werkübersichten genannt.
- Karwochen- und Bußmusik für kirchliche Offizien.
- Passions- und Totenmusik in enger Verbindung mit liturgischem und devotionalem Gebrauch.
Psalmen, Vespern, Matutin, Komplet und Offizien
- Psalmen für Vesper- und Offiziumsgebrauch.
- Magnificat-Vertonungen und verwandte Vesperkompositionen.
- Kompositionen für Matutin, Vesper und Komplet.
- Offizien für besondere Fest- und Traueranlässe.
- Offiziumsbezogene Werke für Kathedral- und Hofliturgie.
Villancicos, Cánticos, Gozos und volkssprachliche geistliche Musik
- Villancicos geistlichen Charakters, darunter auch Formen mit tänzerischer oder volkssprachlich geprägter Diktion.
- Cánticos und geistliche Lieder aus der französischen und spanischen Überlieferung.
- Gozos, also devotional geprägte Lobgesänge, besonders im katalanisch-valencianischen Kirchenraum.
- Marien-, Heiligen- und Festgesänge für lokale Frömmigkeitskontexte.
- Recueil de Cantiques, Paris, Sammlung geistlicher Gesänge aus der Exilzeit.
Instrumentale, orgelbezogene und unterrichtspraktische Werke
- Orgelverse für liturgische Begleit- und Alternatim-Praxis.
- Begleit- und Unterrichtsstücke für kirchliche Sängerknaben.
- Vokalisations- und Übungsstücke im Umfeld der Ausbildung von infantillos beziehungsweise Sängerknaben.
- Sonaten beziehungsweise kleinere instrumentale Werke, die in Werkübersichten als Teil des nicht ausschließlich sakralen Repertoires erscheinen.
- Orgeltöne und choralbezogene Übungen, darunter in der Überlieferung genannte Materialien zu den acht Orgeltönen.
Weltliche, halbweltliche und konzertante Werke
- Arien und Cavatinen, die in Werkübersichten als Teil eines breiteren kompositorischen Spektrums genannt werden.
- Kantaten und konzertante Vokalstücke.
- Politische Hymnen im Kontext der bewegten spanischen Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts.
- Pastorelas und volkstümlich beziehungsweise festlich geprägte Vokalformen.
- Französische Lieder und Chansons aus dem Umfeld des Exils.
Musiktheoretische und pädagogische Schriften
- Tratado teórico-práctico de armonía y composición, Barcelona, 1848, zentrale musiktheoretische Lehrschrift Andrevís.
- Traité théorique et pratique d’harmonie et de composition beziehungsweise französische Fassung des Harmonietraktats, Paris, 1848.
- Principios elementales de Música, in der Überlieferung als elementare Unterrichtsschrift beziehungsweise Manuskript genannt.
- Tratado de Canto Llano, didaktische Schrift beziehungsweise Unterrichtsmaterial zur Choralpraxis.
- Los ocho tonos del órgano, orgel- und kirchentonartlich ausgerichtetes Unterrichtsmaterial.
- Manuskriptentwürfe und ältere Fassungen zur Harmonielehre, die der gedruckten Fassung vorausgingen.
Archivalisch breit belegte Werkgruppen
- Bestände im Arxiu Històric Comarcal de Cervera, das als einer der wichtigsten Überlieferungsorte von Andrevís Musik gilt.
- Bestände im Archivo de la Catedral Metropolitana de Valencia.
- Bestände im Archivo de la Catedral de Segorbe.
- Bestände im Archivo del Real Colegio Corpus Christi del Patriarca de Valencia.
- Bestände im Archivo de Música del Palacio Real de Madrid.
- Bestände in katalanischen, valencianischen, kastilischen und andalusischen Kirchen- und Kathedralarchiven, darunter Tortosa, Orihuela, Manresa, Tui, Santiago, Huesca, Segovia, Zamora, Lleida und weitere Orte.
Überlieferung und Quellenlage
Die Überlieferung von Andrevís Musik ist typisch für einen Kirchenkomponisten des 19. Jahrhunderts. Viele Werke wurden nicht als gedruckte Kunstwerke für den allgemeinen Musikmarkt verbreitet, sondern als Handschriften in kirchlichen Archiven aufbewahrt, kopiert, wiederverwendet und gelegentlich an andere Orte weitergegeben. Dadurch ist sein Werk heute nicht in einem einzigen Nachlass geschlossen zugänglich, sondern in zahlreichen Archiven verstreut.
Besonders wichtig sind Cervera, Valencia, Segorbe und Madrid. Cervera gilt in der Forschung als herausragender Überlieferungsort, während Valencia und Segorbe unmittelbar mit Andrevís Amtszeiten verbunden sind. Die Real Capilla in Madrid ist für die höfisch-liturgischen Werke von besonderer Bedeutung. Daneben zeigen weitere Bestände in katalanischen, valencianischen und spanischen Kirchenarchiven, dass Andrevís Musik im 19. Jahrhundert über seine unmittelbaren Wirkungsorte hinaus zirkulierte.
Diese Quellenlage erklärt, weshalb jedes moderne Werkverzeichnis Andrevís zwischen gesicherten Einzelwerken, Werkgruppen, Handschriftenbeständen und späteren Forschungsnachweisen unterscheiden muss. Für die Kulturgeschichte ist gerade diese Streuung aufschlussreich: Sie zeigt, wie Kirchenmusik nicht nur durch Drucke, sondern durch institutionelle Kopien, Kapellarchive, regionale Netzwerke und praktische liturgische Weiterverwendung überlebte.
Wirkung und Nachleben
Andreví wurde schon im 19. Jahrhundert als fruchtbarer und weithin bekannter Kirchenkomponist wahrgenommen. Seine Werke wurden nicht nur an den Orten aufgeführt, an denen er selbst amtierte, sondern gelangten auch in andere Kathedralen und Archive. Diese Verbreitung belegt, dass seine Musik den praktischen Anforderungen kirchlicher Kapellen entsprach und zugleich musikalisch genug Gewicht hatte, um über den lokalen Anlass hinaus rezipiert zu werden.
Die spätere Musikgeschichtsschreibung hat Andreví unterschiedlich beurteilt. Einerseits wurde die spanische Kirchenmusik der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig als Epoche des Niedergangs beschrieben, besonders im Vergleich zum Siglo de Oro, zur älteren spanischen Vokalpolyphonie oder zur Barocktradition. Andererseits zeigt die neuere Forschung, dass Komponisten wie Andreví eine anspruchsvolle, institutionell wirksame und stilistisch vielschichtige Musik produzierten. Seine Werke stehen nicht außerhalb der europäischen Musikgeschichte, sondern innerhalb eines konkreten kirchlichen, politischen und ästhetischen Umbruchs.
Heute ist Andreví vor allem für die Forschung zur spanischen Musik des 19. Jahrhunderts, zur Kathedralmusik, zur Musiktheorie, zur Exilerfahrung und zur Überlieferung kirchlicher Handschriftenbestände bedeutsam. Eine breitere Wiederaufführung seines Werks steht noch aus, doch die editorische und wissenschaftliche Beschäftigung der letzten Jahrzehnte hat seine Rolle als wichtiger Kirchenkomponist und Kapellmeister deutlich hervorgehoben.
Sekundärliteratur
- Anglès, Higini; Pena, Joaquim: Diccionario de la Música Labor. Barcelona: Editorial Labor, 1954.
- Argerich, Maria Rosa; Castany, Lluís; Garganté, Maria: Mn. Francesc Andreví, músic sanaüjenc: 1786–1853. Sanaüja: Ajuntament de Sanaüja / Amics de la Música, 2003.
- Baldelló, Francisco: La música en Barcelona. Barcelona: Librería Dalmau, 1943.
- Climent, José: Fondos musicales de la Región Valenciana. Valencia: Diputació Provincial de València / Institución Alfonso el Magnánimo, 1984.
- García Fraile, Dámaso: Studien zur spanischen Kirchenmusik und zu Kathedralarchiven des 18. und 19. Jahrhunderts.
- Gil, María Ordiñana: Francisco Andreví Castellá (1786–1853). Beitrag zur neueren Forschung über den Komponisten und seine Kirchenmusik.
- López Calo, José: Catálogo musical del Archivo de la Santa Iglesia Catedral de Santiago. Cuenca: Instituto de Música Religiosa, 1972.
- Martínez Molés, Vicente: Francisco Andreví Castellá y la música española del clasicismo. Dissertation. Universitat de València, 2015.
- Martínez Molés, Vicente: Francisco Andreví Castellá, genio musical de España. Su magisterio de Capilla en Segorbe (1808–1814) y su obra en los fondos musicales del archivo. La Laguna: Cuadernos de Bellas Artes, 2013.
- Martínez Molés, Vicente: Un maestro de Capilla del siglo XIX en tierras valencianas: Francisco Andreví Castellá (1786–1853). La Laguna: Cuadernos de Bellas Artes, 2017.
- Martínez Molés, Vicente: La música de Francisco Andreví Castellar y la Catedral de Segorbe. In: Archivo de Arte Valenciano, Nr. 89, 2008.
- Parada y Barreto, José: Diccionario técnico, histórico y biográfico de la música. Madrid: B. Eslava, 1868.
- Pedrell, Felip: Diccionario biográfico y bibliográfico de músicos y escritores de música. Barcelona: V. Berdós, 1897.
- Puig i Ortiz, Xavier: Francisco Andreví i Castellà (Sanaüja 1786–Barcelona 1853), músic segarrenc. In: Miscel·lània Cerverina, 10, 1996.
- Puig i Ortiz, Xavier: L’obra de Francisco Andreví i Castellà (Sanaüja 1786–Barcelona 1853), músic segarrenc. In: Miscel·lània Cerverina, 11, 1997.
- Saldoni, Baltasar: Diccionario bio-bibliográfico de efemérides de músicos españoles. Madrid: A. Pérez, 1868; erweiterte Ausgabe Madrid: Ministerio de Cultura, 1986.
- Soriano Fuertes, Mariano: Historia de la música española. Madrid: Martín y Salazar, 1855.
- Subirá, José: Historia de la música española. Barcelona: Salvat, 1958.
Ausgewählte Onlinequellen
- Dialnet: Francisco Andreví entre Francia y España, Parte I Bibliographischer Nachweis zur Studie über Andrevís Weg von La Seu d’Urgell über spanische Kapellmeisterstellen bis zur Real Capilla.
- Dialnet: Francisco Andreví entre Francia y España, Parte II Nachweis zur Fortsetzungsstudie über Exil, Frankreichaufenthalt, Paris, Bordeaux und die späten Jahre Andrevís.
- Historia Hispánica / Real Academia de la Historia: Francisco Andreví Castellá Biographischer Fachartikel mit Lebensdaten, Berufsbezeichnungen, Stationen und historischer Einordnung des Komponisten.
- IMSLP: Category Andreví, Francisco Werk- und Quellenkategorie mit Nachweis des musiktheoretischen Drucks und normierter Komponistenansetzung.
- Música en tiempos de la Constitución de Cádiz: Francisco Andreví Castellá Kurzdarstellung zu Biographie, Kapellmeisterämtern, Real Capilla, Exil, Kirchenmusik, Oratorien und Harmonietraktat.
- Universitat de València: Oficio y Misa de difuntos de Francisco Andreví Castellá Nachweis der Dissertation zu Andrevís Totenoffizium und Requiem für die königlichen Exequien Ferdinands VII.
- Universitat de València: Francisco Andreví Castellá y su magisterio en la Real Capilla de Madrid Forschungsnachweis zu Andrevís Tätigkeit an der Real Capilla während der letzten Jahre des spanischen Absolutismus.
- RACO: Xavier Puig i Ortiz, L’obra de Francisco Andreví i Castellà Frei zugänglicher Aufsatz zur Werküberlieferung, zu wichtigen Kompositionen, zur ästhetischen Einordnung und zu Archivbeständen.
- Real Academia de Bellas Artes de San Carlos: La música de Francisco Andreví Castellar Studie zu Andrevís Musik und zur Verbindung mit der Kathedrale von Segorbe.
- Som Segarra: Francesc Andreví i Castellar Katalanische Übersicht zu Leben, Werkgruppen, Handschriften und publizierten Schriften Andrevís.
Weiterführende Einträge
- Barcelona Stadt, in der Andreví ausgebildet wurde, später wirkte und 1853 starb.
- Bordeaux Französischer Exilort Andrevís und Entstehungsraum wichtiger sakraler Werke.
- Canto llano Spanische Bezeichnung für den liturgischen Choral, der in Andrevís Unterrichts- und Kirchenmusikpraxis eine Rolle spielte.
- Exil Politisch und kulturell prägende Erfahrung, die Andreví nach Frankreich führte und seine späte Werkphase beeinflusste.
- Harmonie Zentrales musiktheoretisches Feld, das Andreví in seinem Traktat systematisch behandelte.
- Hymnus Liturgische Gesangsform, die in der Kirchenmusik Andrevís und seiner Zeit breit vertreten war.
- Kapellmeister Musikalisches Leitungsamt, dessen kirchliche Form Andreví als maestro de capilla verkörperte.
- Karwoche Liturgischer Zeitraum, für den Lamentationen, Miserere und Passionsmusik besondere Bedeutung hatten.
- Kathedralmusik Institutionell gebundene Kirchenmusik, die Ausbildung, Komposition, Archiv und liturgischen Gebrauch miteinander verband.
- Kirchenmusik Oberbegriff für liturgische und geistliche Musik, in der Andrevís kompositorisches Hauptwerk steht.
- La Seu d’Urgell Früher Ausbildungsort Andrevís und wichtiges katalanisches Kirchenmusikzentrum.
- Lamentation Karwochenbezogene Gattung, die in Andrevís Werk als größere Gruppe überliefert ist.
- Maestro de capilla Spanisches Kapellmeisteramt, das Komposition, Leitung, Ausbildung und liturgische Verantwortung vereinte.
- Madrid Hof- und Musikzentrum, in dem Andreví als maestro de capilla der Real Capilla wirkte.
- Messe Zentrale liturgische Großform, die einen wichtigen Teil von Andrevís Werk bildet.
- Miserere Bußpsalm und musikalische Gattung, die in der spanischen Kirchenmusik eine besondere Rolle spielte.
- Motette Mehrstimmige geistliche Kompositionsform und eine der wichtigsten kleineren Gattungen in Andrevís Werk.
- Musiktheorie Lehre von Harmonie, Kontrapunkt, Melodie, Form und Satztechnik, die Andreví auch schriftlich behandelte.
- Oratorium Geistliche dramatische Großform, zu der Andreví mehrere bedeutende Werke beisteuerte.
- Paris Französischer Musik- und Druckort, an dem Andreví in der Exilzeit als Organist, Lehrer und Theoretiker hervortrat.
- Real Capilla Madrid Königliche Kapelle und höchstrangiger kirchenmusikalischer Wirkungsort Andrevís.
- Requiem Totenmesse, die in Andrevís Werk besonders durch die Musik für Ferdinand VII. hervorragt.
- Romantik Ästhetische Epoche, deren frühe Ausdrucksformen in Andrevís Kirchenmusik bereits anklingen.
- Sakralmusik Geistliche Musik für liturgische, devotional geprägte und konzertante religiöse Zusammenhänge.
- Sanahuja Geburtsort Andrevís in der heutigen Provinz Lleida.
- Segorbe Früher wichtiger Amtsort Andrevís und bedeutender Archivort seiner Kirchenmusik.
- Sevilla Kathedralstadt, deren Kapellmeisteramt Andreví 1830 erhielt, bevor er an die Real Capilla berufen wurde.
- Spanische Musik Musikgeschichtlicher Zusammenhang, in dem Andreví als Kirchenkomponist des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielt.
- Stabat Mater Marianische Sequenz und wichtige Vertonungsgattung in Andrevís sakralem Werk.
- Valencia Kathedralstadt und zentrale Station in Andrevís kompositorischer Entwicklung.
- Villancico Spanische geistliche und volkssprachliche Liedform, die auch in Andrevís Werkgruppen erscheint.