Hermann Ambrosius
Überblick
Hermann Ambrosius gehört zu jener Generation deutscher Komponisten, deren Werk zwischen spätromantischer Satzkultur, konservativ verstandener Tonalität, institutioneller Musikpädagogik, Rundfunkpraxis und Laienmusikbewegung steht. Sein Name ist heute vor allem mit Zupfmusik, Gitarre, Mandoline und Zupforchester verbunden, doch greift diese Reduktion zu kurz. Ambrosius schrieb auch großformatige Sinfonien, Konzerte, Kammermusik, Chormusik, Lieder, Musik für Volksinstrumente, pädagogische Stücke und Werke für Rundfunk- und Aufführungskontexte.
Die besondere kulturgeschichtliche Stellung von Ambrosius liegt darin, dass er die Zupfinstrumente nicht nur als Nebenfeld des häuslichen Musizierens behandelte, sondern ihnen eine eigenständige, kunstmusikalisch ernsthafte Literatur gab. Dabei verband er traditionelle Formen wie Suite, Chaconne, Passacaglia, Fuge, Sonate und Konzert mit einem handwerklich dichten, häufig kontrapunktisch geprägten Satz. Für das Mandolinenorchester und die Gitarre wurde er dadurch zu einer Schlüsselfigur: Sein Werk stabilisierte ein Repertoire, das zwischen Liebhabermusik, pädagogischer Gebrauchsmusik und konzertanter Kunstmusik vermittelte.
Ambrosius ist zugleich eine problematisch einzuordnende Gestalt der deutschen Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Er war in der Leipziger Musik- und Rundfunklandschaft der Weimarer Republik verwurzelt, wirkte während der nationalsozialistischen Kulturinstitutionen weiter und musste sich nach 1945 im Hegau eine neue Existenz als Privatmusiklehrer, Chorleiter und freischaffender Komponist aufbauen. Ein heutiger Kulturlexikon-Eintrag muss daher beides berücksichtigen: den bedeutenden Beitrag zur instrumentalen Laien- und Kammermusik sowie die Notwendigkeit einer genauen historischen Kontextualisierung seiner Tätigkeit in der Zeit von 1933 bis 1945.
Kurzdaten
| Name | Hermann Ambrosius. |
|---|---|
| Dateiname | ambrosius-hermann.shtml. |
| Geburt | 25. Juli 1897 in Hamburg. |
| Tod | 25. Oktober 1983 in Engen im Hegau. |
| Beruf | Komponist, Musikpädagoge, Tonmeister, Rundfunkmusiker, Chorleiter, Pianist und freischaffender Musiker. |
| Wirkungsorte | Hamburg, Leipzig, Berlin, Leipziger Rundfunk, Leipziger Konservatorium, Engen im Hegau. |
| Ausbildung | Musikalische Ausbildung in Leipzig, Studien am Leipziger Konservatorium, Vorlesungen in Musiktheorie, Musikwissenschaft, Mathematik und Philosophie sowie Meisterklasse bei Hans Pfitzner an der Berliner Akademie der Künste. |
| Lehrer und prägende Figuren | Unter anderem Alfred Szendrei, Arnold Schering, Hermann Abert, Theodor Kroyer und Hans Pfitzner. |
| Werkprofil | Zwei Opern, zwölf Sinfonien, drei Klavierkonzerte, weitere Konzertwerke, Kammermusik, Chorwerke, Lieder, Werke für Volksinstrumente, Akkordeon, Gitarre, Mandoline und Zupforchester. |
| Besondere Bedeutung | Ambrosius zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Komponisten für Zupforchester und für kunstmusikalisch ausgearbeitete Gitarren- und Mandolinenliteratur des 20. Jahrhunderts. |
| Nachlass | Wichtige Nachlass- und Werkbestände befinden sich unter anderem im Umfeld der Staatsbibliothek zu Berlin und im Archiv Hermann Ambrosius der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen. |
| Normdaten | GND 116297611. |
Leben und Stationen
Hermann Ambrosius wurde am 25. Juli 1897 in Hamburg geboren. Seine musikalische Prägung erhielt er jedoch wesentlich in Leipzig, wohin die Familie in seiner Kindheit übersiedelte. Leipzig war für Ambrosius nicht nur Ausbildungsort, sondern bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs der entscheidende kulturelle Raum: Hier wirkten Konservatorium, Universität, Gewandhaus, Oper, Musikverlage, Rundfunk und eine dichte bürgerliche Musikpflege zusammen. Für einen jungen Komponisten bedeutete diese Stadt den Zugang zu Musikwissenschaft, Aufführungspraxis, Musiktheorie, Chorwesen, Orchesterkultur und Verlagswesen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Nach dem Schulbesuch in Leipzig erhielt Ambrosius zunächst Klavierunterricht, nach zeitgenössischen Angaben auch durch seine Mutter. Seine eigentliche Ausbildung umfasste neben praktischer Musik auch theoretische und wissenschaftliche Fächer. Genannt werden Studien am Leipziger Konservatorium, Unterricht beziehungsweise Studienkontakte bei Alfred Szendrei, Arnold Schering, Hermann Abert und Theodor Kroyer sowie Vorlesungen in Musiktheorie, Musikwissenschaft, Mathematik und Philosophie. Diese Verbindung aus musikalischem Handwerk, wissenschaftlicher Systematik und formbewusster Konstruktion blieb für Ambrosius’ kompositorisches Denken wichtig.
Ein zentraler Einschnitt war die Berliner Zeit bei Hans Pfitzner. Ambrosius absolvierte von 1921 bis 1924 die Meisterklasse für Komposition an der Akademie der Künste. Pfitzners ästhetische Position, die sich gegen modische Avantgarde und gegen bloßen Effekt richtete, prägte Ambrosius nicht im Sinne epigonaler Nachahmung, wohl aber als Grundhaltung: Musik sollte für Ambrosius aus thematischer Arbeit, formaler Strenge, intensiver Durcharbeitung und innerer Notwendigkeit entstehen. Die Nähe zu Robert Schumann, Johannes Brahms und Pfitzner, die ältere Würdigungen hervorheben, bezeichnet daher weniger eine Stilkopie als eine Traditionslinie des formgebundenen, motivisch denkenden Komponierens.
In Leipzig war Ambrosius ab Mitte der 1920er Jahre beruflich vielseitig tätig. Er arbeitete an der Leipziger Oper, beim Leipziger Rundfunk beziehungsweise bei der Mitteldeutschen Rundfunk AG und zugleich als Lehrer am Leipziger Konservatorium. Die Rundfunkarbeit brachte ihn in Kontakt mit neuen technischen, organisatorischen und programmatischen Anforderungen. Der Rundfunk verlangte Präzision, flexible Besetzungen, Kenntnisse der Klangbalance und ein besonderes Bewusstsein für Aufführbarkeit. Diese Erfahrungen erklären zum Teil, warum Ambrosius in so vielen Besetzungen schrieb und weshalb sein Werk eine ungewöhnliche Spannweite zwischen großem Orchesterapparat und kleinformatiger Gebrauchsmusik besitzt.
Bereits früh trat Ambrosius mit großformatigen Werken hervor. Die erste Sinfonie wurde in Leipzig aufgeführt; die sinfonische Dichtung Faust nach Worten aus Goethes Faust, op. 18, wurde 1924 in Dresden unter Fritz Busch uraufgeführt. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Orchesterwerke, Sinfonien und Kammermusikwerke. Zeitgenössische Dirigenten und Musikkritiker nahmen Ambrosius als ernsthaften Sinfoniker wahr, auch wenn sein Werk später nie in das Zentrum des internationalen Konzertrepertoires gelangte.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete für Ambrosius eine biographische und materielle Zäsur. Besitz, Arbeitsgrundlagen und Teile des Werkbestands gingen verloren oder wurden beschädigt; nach Kriegsdienst und Gefangenschaft gelangte er in den Südwesten Deutschlands. In Engen im Hegau baute er sich nach 1945 eine neue Existenz auf. Dort wirkte er als Privatmusiklehrer, Chorleiter, Pianist, Vortragender, Gastdirigent und freischaffender Komponist. Die Verlagerung von Leipzig nach Engen bedeutete zugleich einen Wechsel von einem großen urbanen Musikzentrum in eine kleinere regionale Kulturumgebung. Ambrosius’ spätere Tätigkeit zeigt daher eine doppelte Bewegung: Er hielt am großformatigen sinfonischen Denken fest, wandte sich aber noch stärker der pädagogisch und praktisch vermittelbaren Musik für Laienensembles, Chöre und Volksinstrumente zu.
Ausführlicher Kulturüberblick
Hermann Ambrosius steht im kulturgeschichtlichen Schnittfeld mehrerer Bewegungen. Erstens gehört er zur nachromantischen deutschen Komponistengeneration, die um 1900 geboren wurde und deren ästhetische Ausbildung noch stark von Brahms, Reger, Pfitzner, spätromantischer Harmonik und kontrapunktischer Satzkunst geprägt war. Zweitens gehört er zur Generation der Rundfunkmusiker, die in den 1920er Jahren neue Produktionsformen kennenlernte. Drittens ist er eng mit der deutschen Laienmusik- und Volksinstrumentenbewegung verbunden, in der Mandoline, Gitarre, Akkordeon und Zupforchester eine neue kulturelle Bedeutung erhielten.
Die Weimarer Republik war für Ambrosius eine Phase der professionellen Etablierung. Leipzig bot ihm die Verbindung aus Konservatorium, Oper, Rundfunk und bürgerlicher Konzertkultur. Während die musikalische Moderne in den 1920er Jahren von Atonalität, Neuer Sachlichkeit, Jazzrezeption, experimentellem Theater und medienästhetischen Umbrüchen geprägt war, blieb Ambrosius einem stärker konstruktiv-tonalen Denken verpflichtet. Diese Haltung machte ihn nicht automatisch rückwärtsgewandt; sie zeigt vielmehr eine bewusste Entscheidung für motivische Arbeit, Formarchitektur und idiomatische Spielbarkeit. Ambrosius’ Modernität liegt daher weniger im Bruch mit dem Material als in der Durchdringung vorhandener Formen für neue Besetzungen und neue Gebrauchszusammenhänge.
Besonders deutlich wird dies in der Zupfmusik. Die Mandolinen- und Gitarrenbewegung hatte im frühen 20. Jahrhundert häufig den Ruf einer geselligen, vereinsgebundenen, technisch begrenzten Amateurkultur. Ambrosius nahm diese Praxis ernst, schrieb aber nicht bloß gefällige Unterhaltungsstücke. Er schuf Suiten, Konzerte, Chaconnen, Divertimenti und Kammermusik, die den Spielerinnen und Spielern höhere formale, technische und klangliche Anforderungen stellten. Damit trug er zur Aufwertung eines Repertoires bei, das lange zwischen Hausmusik, Vereinsmusik und Kunstmusik stand.
Auch seine Sinfonik muss im weiteren Kulturzusammenhang gesehen werden. Zwölf Sinfonien, sinfonische Dichtungen und konzertante Werke zeigen, dass Ambrosius sich nicht als bloßer Spezialist für Volksinstrumente verstand. Die Sinfonie blieb für ihn eine Gattung der großen architektonischen Ordnung. Seine späteren Werke halten an thematischer Konzentration, tonaler Orientierung und formaler Geschlossenheit fest. Ältere Deutungen betonen das monothematische Prinzip, also die Ableitung größerer Satzverläufe aus einem begrenzten thematischen Kern. Dadurch steht Ambrosius in einer Linie mit jenem deutschen Sinfonieverständnis, das musikalische Entwicklung als organische Entfaltung begreift.
Die regionale Nachkriegskultur im Hegau ist für Ambrosius nicht nebensächlich. Nach 1945 verschob sich sein Wirkungskreis von den großen städtischen Institutionen in die lokale und regionale Musikpflege. Gerade dort konnten seine pädagogischen und praktischen Fähigkeiten wirksam werden: Unterricht, Chorleitung, Vorträge, Konzerte und Ensemblearbeit waren keine bloßen Nebentätigkeiten, sondern Teil einer Kulturarbeit, die die Verbindung zwischen professioneller Komposition und bürgerlicher beziehungsweise laienmusikalischer Praxis erneuerte. Ambrosius steht damit für einen Typus des Komponisten, der nicht nur für Spitzeninstitutionen schreibt, sondern musikalische Bildung, Vereinswesen, Instrumentalpraxis und regionale Öffentlichkeit zusammendenkt.
Stil, Ästhetik und kompositorisches Profil
Ambrosius’ Stil ist von einer starken Bindung an Form, thematische Arbeit und kontrapunktische Verdichtung geprägt. Seine Musik sucht selten den spektakulären Effekt. Sie zielt eher auf innere Kohärenz, auf eine aus dem Material entwickelte Spannung und auf eine kontrollierte Erweiterung traditioneller Idiome. Die Bindung an Tonalität bedeutet bei Ambrosius keine einfache Dur-Moll-Harmonik; ältere Beschreibungen heben vielmehr eine komplizierte, teilweise kühne Harmonik hervor, die jedoch nicht die tonale Orientierung aufgibt.
Für die Gattungen seines Werks ist eine auffällige Spannweite kennzeichnend. Auf der einen Seite stehen groß besetzte Sinfonien, Konzerte, sinfonische Dichtungen und Chor-Orchester-Werke. Auf der anderen Seite finden sich Übungsstücke, pädagogische Gitarrenstücke, Kammermusik für besondere Besetzungen, Musik für Akkordeon, Blockflöte, Mandoline, Gitarre und Zupforchester. Diese Spannweite ist nicht als Qualitätsgefälle zu verstehen. Ambrosius behandelte auch kleinere Formen mit satztechnischem Ernst und mit einem deutlichen Anspruch an musikalische Substanz.
Typisch ist die Vorliebe für ältere Formen und Formmodelle. Suite, Chaconne, Passacaglia, Fuge, Sonate, Konzert und Divertimento erscheinen bei Ambrosius nicht als historistische Masken, sondern als Arbeitsformen. Sie ermöglichen motivische Verarbeitung, klare Satzproportionen und eine Verbindung von Spielbarkeit und Kunstanspruch. In der Zupfmusik ist dies besonders wichtig, weil Ambrosius dort eine Balance finden musste: Die Stücke sollten für Ensembles aufführbar bleiben, aber zugleich über bloße Begleit- oder Unterhaltungsmusik hinausgehen.
Sein Klangdenken ist stark instrumentenspezifisch. Für Gitarre und Mandoline schreibt Ambrosius nicht lediglich Klaviersatz in anderer Besetzung. Er berücksichtigt Anschlag, Register, Transparenz, Nachklang, arpeggierte Strukturen und die Mischung mehrerer Zupfinstrumente. In den Zupforchesterwerken entsteht daraus ein Klangideal, das weniger durch sinfonische Masse als durch rhythmische Präzision, lineare Führung und kammermusikalische Durchhörbarkeit wirkt.
Zeitgeschichtliche Einordnung
Die Einordnung von Hermann Ambrosius muss die politischen und institutionellen Bedingungen der Jahre 1933 bis 1945 berücksichtigen. Ambrosius wirkte in dieser Zeit im deutschen Musikleben weiter, war in kulturpolitische Strukturen eingebunden und schrieb neben sinfonischer und konzertanter Musik auch Werke, die in den Kontext der damaligen offiziellen Musikpflege gehören. Eine heutige Darstellung sollte diese Seite nicht ausblenden, sondern zwischen Werkästhetik, beruflicher Institutionalisierung und politischer Zeitgeschichte unterscheiden.
Für das Kulturlexikon ist deshalb entscheidend, Ambrosius nicht nur als verdienstvollen Komponisten der Zupfmusik zu betrachten, sondern ihn in die größere Geschichte deutscher Musik im 20. Jahrhundert einzuordnen. Dazu gehören die Kontinuitäten aus Weimarer Republik, Nationalsozialismus und Nachkriegszeit ebenso wie die Frage, wie traditionelle Tonalität, Volksmusikbegriff, Laienmusik und Kulturinstitutionen in unterschiedlichen politischen Systemen funktionalisiert wurden. Ambrosius’ Nachwirkung in der Zupfmusik ist erheblich; sie muss aber mit einer quellenbewussten, historisch nüchternen Betrachtung seiner gesamten Biographie verbunden werden.
Werkverzeichnis
Das erhaltene und nachgewiesene Werk von Hermann Ambrosius ist sehr umfangreich. Die Literatur nennt mehr als 500 Werke; der Bestand des Archivs Hermann Ambrosius der Bundesakademie Trossingen umfasst knapp 700 Kompositionen für instrumentale und vokale Kammermusikbesetzungen sowie Zupforchester. Das folgende Werkverzeichnis ist deshalb als kulturlexikalische Gesamtübersicht angelegt: Es ordnet die belegten Werkgruppen vollständig nach Gattungsbereichen und nennt innerhalb dieser Bereiche die besonders nachweisbaren oder repertorial wichtigen Titel. Für eine wissenschaftliche Ausgabe jedes Einzelstücks bleiben die gedruckten Werkverzeichnisse, Archivkataloge und Nachlassbestände maßgeblich.
Bühnen-, Chor-Orchester- und großformatige Vokalwerke
- Zwei Opern, in den biographischen Nachweisen als Werkgruppe genannt; konkrete Titel sind im Rahmen einer vollständigen Nachlassprüfung eigens zu verifizieren.
- Faust, sinfonische Dichtung nach Worten aus Goethes Faust, in zwei Teilen, für Solostimmen, gemischten Chor und Orchester, op. 18; Textbuch beziehungsweise Drucknachweise bei C. F. Kahnt, Leipzig, 1925 beziehungsweise 1927.
- Jesu Leiden und Tod, 1927, großformatiges geistliches beziehungsweise passionsbezogenes Werk.
- Balders Tod, nach Texten der Edda, op. 61.
- Kantate für Soli, Chor und Orchester, 1953.
- Festgesang im Frühling, für Tenorsolo, gemischten Chor und Zupforchester, 1954.
- Kantate zum Dankgottesdienst, für Singstimme und Orgel, 1956.
- Wir sind Musikanten, Kantate für Soli, Chor, Blockflöten, Violinen, Akkordeons und Zupforchester.
- Vater unser, für gemischten Chor, 1947.
Sinfonische und konzertante Orchesterwerke
- Sinfonien Nr. 1 bis 12.
- Mehrere sinfonische Dichtungen, darunter Faust als besonders nachweisbares frühes Hauptwerk.
- Orchesterwerke und Werke für Orchester mit Soloinstrumenten.
- Drei Klavierkonzerte.
- Zwei Violoncellokonzerte beziehungsweise Konzerte für Violoncello und Orchester.
- Zwei Gitarrenkonzerte beziehungsweise Konzerte für Gitarre und Orchester.
- Konzert für Flöte und Orchester beziehungsweise Konzert F-Dur für Flöte und Orchester.
- Konzert für Gitarre und Orchester, 1953.
- Konzert für Violoncello und Orchester.
- Deutsche Minnelieder und Duette mit Orchester, 1952.
- Eine Tanzfolge, Orchesterwerk beziehungsweise Werk für größere Besetzung.
Kammermusik für Streicher, Bläser und gemischte Ensembles
- Feiermusik für Streichquartett, sieben Stücke für Geburtstags-, Ehe- und Totenfeiern.
- Streichquartette und weitere Streicher-Kammermusik.
- Klaviertrio As-Moll, op. 47, in zeitgenössischen Nachrichten als Leipziger Aufführungswerk erwähnt.
- Drei Fugen für Blasquintett.
- Suite h-Moll für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, op. 57.
- Sonate F-Dur für Horn und Klavier.
- Sonate für Posaune und Klavier.
- Duo für Flöte und Akkordeon.
- Rhythmisches Kaleidoskop, Werk für Tasten- beziehungsweise Balginstrumente.
- Musik für Bandoneon, Akkordeon und kleinere gemischte Besetzungen.
Lieder, Chöre und Vokalmusik
- Zwei Chöre nach Hermann Hesse, darunter Allein und Spruch.
- Neun Lieder, op. 19, darunter Du bist wie eine Blume nach Heinrich Heine.
- Schlichte Lieder und Chorweisen, die neben den großen Sinfonien und Chorwerken einen eigenständigen Teil seines Schaffens bilden.
- Verschiedene Männerchöre und Chorlieder, darunter auch zeitgeschichtlich kritisch einzuordnende Werke der 1930er und 1940er Jahre.
- Vier deutsche Volkslieder, für gemischten Chor und Zupforchester.
- Fünf Lieder nach Wilhelm Busch, 1958, darunter Auf Wiedersehn, Der Vogel, Die Zeit, Onkel Kaspars Nase und Wär ich ein Bächlein.
- Das Volkslied zur Mandoline, 1958, sechzehn Volksliedsätze für Mezzosopran, Mandolinen und Mandola.
- Guten Abend, Grüß Gott du schöner Maien, Die Blümelein und Ade zur guten Nacht, für Mezzosopran und Gitarre.
- Stille Nacht, Vom Himmel, O Tannenbaum und Kommet ihr Hirten, für Mezzosopran und Gitarre.
- Wie schön blüht uns der Maien und Es fiel ein Reif, für Mezzosopran und Mandoline.
Hörspiel- und Rundfunkmusik
- Musik zum Hörspiel Der Schicksalsweg der Grete Minde von Peter Huchel, Regie Hans-Peter Schmiedel, Reichssender Leipzig, 22. Juni 1939.
- Weitere im Rundfunkzusammenhang entstandene beziehungsweise aufführungspraktisch vom Rundfunk geprägte Werke, insbesondere für kleinere und flexible Besetzungen.
Gitarre solo
- Anschlagübungen, 1959.
- Drei Tänze, 1961.
- Gitarre-Studien.
- Gitarre-Studien II.
- Vier Humoresken, 1949.
- Impressionen, 1959.
- Inventionen, 1959.
- Lautenmusik 1500.
- Neun Konzertetüden, 1959.
- Orientalische Suite, 1959.
- Quartett G-Dur.
- Rhythmische Variationen.
- Sonate E-Dur, 1959.
- Sonate für Gitarre e-Moll, 1952.
- Sonate für Gitarre G-Dur, 1955.
- Zwei Sonatinen für Gitarre, 1961.
- Studien II, 1959.
- Suite C-Dur, 1959.
- Suite für Gitarre.
- Suite im alten Stil, 1959.
- Neun Übungsstücke, 1959.
- Vier Suiten, Passacaglia und Fuge, 1953.
- Passacaglia und Fuge e-Moll für Gitarre.
- Polifonia vivida, 1957.
- Präludium und Molto vivace für Gitarre.
- Suite I A-Dur für Gitarre, 1937.
- Suite II A-Dur für Gitarre, 1949.
- Suite III g-Moll für Gitarre, 1951.
- Konzertante Suite IV a-Moll für Gitarre, 1952.
Zwei oder mehr Gitarren
- Duo für zwei Gitarren G-Dur.
- Eggersberger Trio für drei Gitarren.
- Fünf Bagatellen für drei Gitarren.
- Fugato für drei Gitarren.
- Musik für Gitarrenchor.
- Spielmusik für zwei Gitarren.
- Spielstücke für drei Gitarren, fünf Stücke.
- Trio für drei Gitarren.
- Trio für Terz-, Prim- und Quintbassgitarre.
- Kleines Konzert im alten Stil für zwei Gitarren.
- Konzert für zwei Sologitarren und Zupforchester, 1974.
- Die 2024 neu erschienene Einspielung Complete Music for Two Guitars and Concerto dokumentiert die besondere Bedeutung dieses Teilbestands.
Gitarre mit Soloinstrumenten
- Duo für Altblockflöte und Gitarre.
- Duo für Violine und Gitarre h-Moll.
- Fünf böhmische Tänze für Violine und Gitarre.
- Lose Blätter I: Motorik, für Violine und Gitarre.
- Lose Blätter II: Hymnus, für Violoncello und Gitarre.
- Sonate C-Dur für Violoncello und Gitarre.
- Sonatine A-Dur für Flöte beziehungsweise Violine und Gitarre.
- Sonatine für Geige und Gitarre G-Dur.
- Suite galante G-Dur für Melodieinstrument und Gitarre.
- Vier Balladen für Melodieinstrument und Gitarre.
Gitarre mit zwei oder mehr Bläsern und/oder Streichern
- Hausmusik zur Dürerzeit, Bearbeitung für Flöte, Viola und Gitarre.
- Renaissance-Suite nach Lautenmusik des 16. Jahrhunderts, für Violine, Viola, gegebenenfalls Klarinette, Violoncello und Gitarre.
- Musikbilder nach Albrecht Dürer, für Violine, Viola, gegebenenfalls Klarinette, Violoncello und Gitarre.
- Sequìto danzante, für Flöte, Oboe und Gitarre, 1963.
- Trio in a-Moll, für Violine, Violoncello und Gitarre, 1962.
- Trio G-Dur, für Flöte, Violine und Gitarre, 1952.
Mandolinen, Mandoline und Gitarre
- Fünf Humoresken für Mandoline und Gitarre, 1956.
- Mandolinensuite G-Dur, für drei Mandolinen und Gitarre, 1977.
- Quartett e-Moll, für zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre, 1957.
- Quartett D-Dur, für zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre, 1958.
- Quartett D-Dur Nr. 1, für zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre.
- Quartett G-Dur, für zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre, 1960.
- Miniaturen, sechs Hausmusikstücke für zwei Mandolinen und Gitarre, 1959.
- Sechs Stücke, für Mandoline, Mandola und Gitarre.
- Vorspiel G-Dur, für zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre.
- Acht Stücke, für zwei Mandolinen und Mandola, 1959.
- Duo C-Dur, für zwei Mandolinen, 1960.
- Duo D-Dur, für zwei Mandolinen, 1979.
- Sechs Miniaturen, aus Acht Stücke Nr. 2, für zwei Mandolinen und Mandola.
- Suite C-Dur, für zwei Mandolinen und Mandola, 1958.
- Suite G-Dur, für Mandoline, 1979.
- Trio C-Dur, für drei Mandolinen, 1979.
Zupforchester
- Aufklang, 1937.
- Chaconne a-Moll, auch Nordfahrt, 1953.
- Da capo.
- Divertimento in fünf Sätzen, 1962.
- Drei deutsche Tänze, 1951.
- Ein Musizierkreis in fünf Abschnitten.
- Festlicher Marsch, 1936.
- Finnlandia-Suite, 1972.
- Freude sei mit euch, 1978.
- Fröhlicher Marsch, auch mit Akkordeonorchester, 1950.
- Romantische Folge, 1937.
- Serenade.
- Streiflichter, Musikfolge in fünf Abschnitten.
- Ständchen.
- Suite G-Dur, 1959.
- Suite Nr. 6, eines der bekanntesten Zupforchesterwerke von Ambrosius.
- Feierlicher Reigen, Chaconne in D-Dur.
- Nordfahrt, Chaconne a-Moll.
- Scherzo.
- Slavische Tänze I–IV.
Zupforchester mit Solo- und anderen Instrumenten
- Drei Stücke für Volksinstrumente.
- Konzert a-Moll für zwei Solomandolinen, Solomandola und Zupforchester.
- Konzertante Suite für Gitarre, zwei Bläser und Zupforchester.
- Konzert C-Dur für Flöte und Zupforchester.
- Konzert d-Moll für Sopran-, Alt- und Bassblockflöte und Zupforchester.
- Konzert für Violoncello und Zupforchester, 1980.
- Konzert für zwei Sologitarren und Zupforchester, 1974.
- Konzert für zwei Solomandolinen, Solomandola und Zupforchester.
- Konzert für Sopranblockflöte und Zupforchester.
- Konzertina G-Dur für Solomandoline und Zupforchester, 1960.
- Rhapsodie für Flöte und Zupforchester, 1973.
- Septett für Volksinstrumente e-Moll, für Altblockflöte, Tenorblockflöte, zwei Mandolinen, Mandola und Gitarre.
- Suite d-Moll für Volksinstrumente.
- Konzert für Klavier, Akkordeon und Zupforchester.
Akkordeon, Bandoneon und Balginstrumente
- Solo- und Ensemblestücke für Akkordeon seit den späten 1930er Jahren.
- Werke und Bearbeitungen für Bandoneon.
- Duo für Flöte und Akkordeon.
- Rhythmisches Kaleidoskop.
- Musik für Akkordeonorchester beziehungsweise mit Akkordeonorchester, darunter Fassungen im Umfeld des Fröhlichen Marschs.
Schriften, musikpädagogische Texte und Beiträge
- Der Faden der Ariadne, Beitrag in Die Zupfmusik, 1968.
- Der Schwerpunkt liegt in der Mitte, Beitrag in Die Zupfmusik, 1966.
- Ist moderne Kunst zeitgemäß?, Beitrag in Die Zupfmusik, 1965.
- Gesprächs- und Aufsatzbeiträge zur Zupfmusik, zur modernen Kunst, zur Laienmusik und zur Stellung der Volksinstrumente im zeitgenössischen Musikleben.
Diskographie und neuere Tonträger
- Meister der Zupfmusik, Folge 2: Hermann Ambrosius, Das Badische Zupforchester, Leitung Wolfgang Bast, mit Werken für Zupforchester.
- Hermann Ambrosius: Complete Music for Two Guitars and Concerto, Duo Imbesi Zangarà, Stradivarius/Naxos, 2024.
- Einzelaufnahmen und Konzertmitschnitte von Suite Nr. 6, Feierlicher Reigen, Serenade, Divertimento, Konzert für Violoncello und Zupforchester und weiteren Zupforchesterwerken.
Zupfmusik, Gitarre und Mandoline
Die größte heutige Relevanz von Ambrosius liegt im Bereich der Zupfmusik. Während viele Komponisten Zupfinstrumente nur am Rand behandelten, entwickelte Ambrosius ein umfangreiches, differenziertes und aufführungspraktisch tragfähiges Repertoire. Seine Musik für Gitarre, mehrere Gitarren, Mandoline, Mandolinengruppe und Zupforchester ist nicht bloß eine Ergänzung des traditionellen Repertoires, sondern gehört zu dessen Kernbestand.
Für die Gitarre schrieb Ambrosius sowohl pädagogische Stücke als auch anspruchsvolle Suiten, Sonaten, Etüden und kontrapunktische Formen. Die Werke zeigen ein Bewusstsein für die idiomatischen Möglichkeiten des Instruments: Grifftechnische Logik, mehrstimmige Satzführung, Wechsel von gebrochenem Akkord und Linie sowie die Balance zwischen spieltechnischer Machbarkeit und kompositorischem Anspruch bestimmen den Satz. Besonders die Suiten, die Passacaglia, die Fuge, die Sonaten und die Konzertetüden dokumentieren, dass Ambrosius die Gitarre als kunstmusikalisches Instrument ernst nahm.
Für Mandoline und Zupforchester ist Ambrosius ähnlich bedeutsam. Seine Suite Nr. 6, der Feierliche Reigen, die Finnlandia-Suite, die Serenade, die Streiflichter und die konzertanten Werke mit Soloinstrumenten bilden eine Repertoiregruppe, die in Mandolinenorchestern international aufgeführt wurde. Der Klang dieser Werke beruht nicht auf bloßer Verdopplung, sondern auf einer sorgfältigen Schichtung von Mandoline, Mandola, Gitarre, Kontrabass beziehungsweise Mandoloncello und solistischen Linien.
Ambrosius’ Zupforchesterwerke besitzen dadurch eine doppelte Funktion. Sie sind einerseits Teil der Laienmusik und der Vereinsmusik, andererseits aber auch Zeugnisse eines kunstmusikalischen Anspruchs, der diese Bereiche aufwertet. Gerade darin liegt seine kulturgeschichtliche Bedeutung: Er half, die Grenze zwischen professioneller Komposition und Laienensemble zu verschieben. Die Musik für Volksinstrumente wurde bei ihm nicht herabgesetzt, sondern als vollwertiges Feld kompositorischer Arbeit behandelt.
Rezeption und Nachwirkung
Ambrosius wurde zu Lebzeiten von einzelnen Fachleuten und Musikern hoch geschätzt, erreichte aber nicht dauerhaft jene breite Repertoirepräsenz, die seine Werkfülle erwarten ließe. Die ältere Würdigung betont die Anerkennung durch Persönlichkeiten wie Hans Pfitzner, Ferdinand Pfohl, Hans Joachim Moser und Erwin Kroll. Im Konzertleben blieb Ambrosius dennoch eher eine Randfigur, weil sein Werk weder eindeutig in das konservative Erfolgsrepertoire noch in die avantgardistische Erzählung der Moderne passte.
Eine stärkere Nachwirkung besitzt er in der Zupfmusik. Dort wurden seine Werke von Solisten, Kammermusikgruppen und Zupforchestern aufgenommen, gespielt, katalogisiert und weitergegeben. Der Bund Deutscher Zupfmusiker und die Bundesakademie Trossingen trugen dazu bei, seinen Nachlass zu sichern und seine Werke für Ensembles zugänglich zu machen. Die Aufnahme neuer Tonträger, besonders im Bereich der Gitarrenwerke, zeigt, dass das Repertoire auch im 21. Jahrhundert wiederentdeckt wird.
Für die gegenwärtige Forschung ist Ambrosius aus mehreren Gründen interessant. Er verbindet die Geschichte des Rundfunks, der Musikpädagogik, der deutschen Sinfonik, der Volksinstrumente und der Kulturpolitik des 20. Jahrhunderts. Sein Werk erlaubt Fragen nach Kanonbildung, Nachlasspflege, Repertoirepolitik und dem Verhältnis von Kunstmusik und Laienmusik. Gerade weil Ambrosius nicht zu den kanonischen Komponisten des 20. Jahrhunderts gehört, eignet sich sein Fall zur Untersuchung jener breiten musikalischen Kultur, die jenseits der großen Avantgarde- und Opernerzählungen wirkte.
Forschung, Nachlass und editorische Hinweise
Der Nachlass von Hermann Ambrosius ist für jede weiterführende Beschäftigung zentral. Die Bundesakademie Trossingen weist das Archiv Hermann Ambrosius als umfangreichen Bestand von Kompositionen für instrumentale und vokale Kammermusikbesetzungen sowie Zupforchester aus. Der Bestand geht wesentlich auf die Übergabe durch Eva Ambrosius im Jahr 1985 zurück. Für Zupfmusik und Gitarrenforschung ist dieser Bestand von besonderer Bedeutung, weil er auch Stücke enthält, die nur als Manuskript existierten oder im Handel vergriffen waren.
Wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen veröffentlichten Werken, Manuskripten, rekonstruierten Werken, Bearbeitungen und Aufführungsfassungen. Ambrosius schrieb häufig für konkrete Besetzungen und praktische Aufführungssituationen. Daraus ergeben sich Varianten, Bearbeitungen und unterschiedliche Verlagssituationen. Wer Ambrosius wissenschaftlich bearbeiten will, sollte deshalb nicht allein gedruckte Notenausgaben, sondern auch Archivkataloge, Nachlasssignaturen, Verlagsnachweise, Rundfunkquellen und zeitgenössische Rezensionen heranziehen.
Die Werkübersicht dieser Seite ist kulturlexikalisch angelegt. Sie will Orientierung bieten, Gattungen ordnen und repertorial wichtige Titel sichtbar machen. Eine definitive kritische Werkchronologie müsste darüber hinaus Autographe, Abschriften, Drucke, Aufführungsdaten, Rundfunkmaterialien und Nachlassverzeichnisse systematisch vergleichen.
Sekundärliteratur
- Annala, Hannu; Matlik, Heiki: Handbook of Guitar and Lute Composers. Mel Bay Publications, Pacific/Missouri 2007.
- Froese, Reinhard: Archiv Hermann Ambrosius. Joachim Trekel Musikverlag, Hamburg 1997; im Zusammenhang der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen.
- Herrera, Francisco: Enciclopedia de la Guitarra. Editorial Piles Música, Valencia 2004.
- Hirtler, Franz: Ambrosius, Hermann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Band 15, 1973, S. 175–176; außerdem neuer MGG-Personenteil, Band 1, 1999.
- Hirtler, Franz: Zum 70. Geburtstag von Hermann Ambrosius. In: Hegau, 1967.
- Powroźniak, Józef: Gitarren-Lexikon. 3. Auflage. Verlag Neue Musik, Berlin 1985.
- Prieberg, Fred K.: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, 2. Auflage, Kiel 2009.
- Zupfmusik der Bundesakademie. Schriftenreihe der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen, mit überarbeitetem Auszug der Kompositionen für Zupfer aus dem Ambrosius-Archiv.
Ausgewählte Onlinequellen
- Bundesakademie Trossingen: Archive und digitale Angebote Hinweise zum Archiv Hermann Ambrosius und zur Bedeutung der Bundesakademie für die Sicherung von Nachlässen der Laien- und Zupfmusik.
- Deutsche Biographie: Ambrosius, Hermann Normdatenorientierter Eintrag mit Lebensdaten, Geburts- und Sterbeort, GND, VIAF und weiterführenden Fachdiensten.
- Deutsche Nationalbibliothek: Hermann Ambrosius Katalogsuche nach Werken von und Literatur über Hermann Ambrosius auf Grundlage der GND.
- Duo Imbesi Zangarà: Hermann Ambrosius – Complete Music for Two Guitars and Concerto Hinweis auf die neuere Einspielung der Musik für zwei Gitarren und Konzert, erschienen bei Stradivarius/Naxos.
- Hegau-Geschichtsverein: Franz Hirtler, Zum 70. Geburtstag von Hermann Ambrosius Zeitgenössische Würdigung mit biographischen Angaben, Stilcharakteristik und Hinweisen auf Sinfonik, Faust-Dichtung und Hegau-Zeit.
- HeBu Musikverlag: Hermann Ambrosius Verlags- und Notenübersicht mit biographischem Kurztext sowie zahlreichen Titeln aus Kammermusik, Zupfmusik und Orchesterbereich.
- Kalliope-Verbund: Nachlass Hermann Ambrosius Nachlassnachweis im Verbundsystem für Autographen, Nachlässe und archivalische Bestände.
- Klassik Stiftung Weimar: Faust, sinfonische Dichtung nach Worten aus Goethes Faust Digitaler Nachweis zur Faust-Komposition op. 18 mit bibliographischen Angaben zur Drucküberlieferung.
- Klassika: Hermann Ambrosius Komponistenseite mit Kurzangaben und Werkverweisen, darunter Konzert- und Kammermusiknachweise.
- LiederNet: Hermann Ambrosius Nachweis von Lied- und Chortextvertonungen, darunter Hesse- und Heine-Vertonungen.
- Musicalics: Hermann Ambrosius Komponistendatenbank mit Werk- und Notenhinweisen, vor allem zu Kammermusik und Solowerken.
- Österreichische Nationalbibliothek: Nachlassverzeichnis – Hermann Ambrosius Biographischer Kurzartikel mit Angaben zu Ausbildung, Leipziger Tätigkeit, Engen-Zeit und Werkgruppen.
- Phoibos: Bibliographie zur Zupfmusik Bibliographische Nachweise zu Ambrosius-Beiträgen über Zupfmusik, moderne Kunst und musikpraktische Fragen.
- Zupfmusik der Bundesakademie: Schriftenreihe Band 5 Katalog- und Überblickspublikation mit Ambrosius-Kurzbiographie, Werkgruppen und ausführlichen Zupfmusik-Nachweisen.
Weiterführende Einträge
- Akkordeon Balginstrument, das im 20. Jahrhundert zwischen Volksmusik, Unterrichtsliteratur und Kunstmusik eine neue kompositorische Bedeutung erhielt.
- Aufführungspraxis Bedingungen, unter denen Werke für bestimmte Besetzungen, Räume, Ensembles und historische Kontexte realisiert werden.
- Chormusik Vokale Ensemblekunst, die bei Ambrosius von einfachen Chorweisen bis zu großen Chor-Orchester-Werken reicht.
- Faust Goethes Hauptwerk als literarische und musikalische Bezugsgröße für sinfonische, dramatische und vokale Kompositionen.
- Gitarre Zupfinstrument, dessen kunstmusikalisches Repertoire im 20. Jahrhundert durch Komponisten wie Ambrosius erweitert wurde.
- Kammermusik Instrumentalmusik kleinerer Besetzungen, in der Ambrosius zahlreiche klassische und ungewöhnliche Kombinationen erprobte.
- Leipzig Musikstadt mit Konservatorium, Gewandhaus, Oper, Verlagswesen und Rundfunk, die Ambrosius’ Ausbildung und frühe Laufbahn prägte.
- Mandoline Zupfinstrument, das in Vereins-, Orchester- und Kammermusikzusammenhängen eine zentrale Rolle in Ambrosius’ Werk spielt.
- Musikpädagogik Feld der musikalischen Bildung, das für Ambrosius als Lehrer, Chorleiter und Komponist von Unterrichts- und Ensemblestücken wesentlich war.
- Orchester Großes Instrumentalensemble, für das Ambrosius Sinfonien, Konzerte und sinfonische Dichtungen schrieb.
- Hans Pfitzner Komponist und Lehrer, dessen Meisterklasse Ambrosius von 1921 bis 1924 besuchte.
- Rundfunkmusik Musik im Kontext des frühen Rundfunks, dessen technische und organisatorische Bedingungen Ambrosius’ Leipziger Tätigkeit beeinflussten.
- Sinfonie Großform der Instrumentalmusik, die im Werk von Ambrosius mit zwölf Sinfonien eine zentrale Stellung einnimmt.
- Tonalität Ordnungsprinzip musikalischer Tonbeziehungen, an dem Ambrosius auch bei harmonischer Komplizierung festhielt.
- Volksinstrument Instrumente wie Mandoline, Gitarre, Akkordeon und Blockflöte, die im 20. Jahrhundert zwischen Laienmusik und Kunstmusik neu bewertet wurden.
- Zupforchester Ensembleform aus Mandolinen, Mandolen, Gitarren und Bassinstrumenten, für die Ambrosius ein umfangreiches Repertoire schuf.
- Zupfmusik Oberbegriff für Musik mit gezupften Instrumenten und einer der wichtigsten Rezeptionsbereiche von Ambrosius.