Wilhelm Altmann

Deutscher Bibliothekar, Musikbibliothekar, Musikschriftsteller, Historiker, Herausgeber und Kammermusik-Bibliograph; geboren am 4. April 1862 in Adelnau in der Provinz Posen, gestorben am 25. März 1951 in Hildesheim.

Überblick

Wilhelm Altmann, vollständig Wilhelm Albrecht Altmann, war ein deutscher Bibliothekar, Musikbibliothekar, Musikschriftsteller, Historiker, Herausgeber, Rezensent und einer der einflussreichsten deutschsprachigen Kammermusik-Bibliographen des frühen 20. Jahrhunderts. Er wurde am 4. April 1862 in Adelnau in der Provinz Posen geboren und starb am 25. März 1951 in Hildesheim.

Altmanns Lebensweg verbindet zwei zunächst getrennte Felder: die historische Quellenwissenschaft und die moderne Musikbibliothek. Er studierte Geschichte, Philologie und Staatswissenschaften, promovierte 1885, arbeitete kurzzeitig als Assistent Leopold von Rankes, wurde Bibliothekar in Breslau und Greifswald und gelangte 1900 nach Berlin. Dort wurde die Musikbibliothek zu seinem eigentlichen Lebenswerk. An der Königlichen Bibliothek beziehungsweise späteren Preußischen Staatsbibliothek begründete und leitete er die Deutsche Musik-Sammlung, die durch die systematische Sammlung von Musikalien aus dem Musikverlagswesen zu einem einzigartigen Archiv gedruckter Musik wurde.

Seine bleibende musikgeschichtliche Bedeutung beruht auf der Verbindung von Sammlung, Erschließung und praktischer Orientierung. Altmann schrieb nicht nur Kataloge für Bibliotheken, sondern Handbücher für Musiker, Quartettspieler, Geiger, Kammermusikfreunde, Dirigenten, Bibliothekare und musikalisch gebildete Laien. Werke wie Kammermusik-Literatur, das Handbuch für Streichquartettspieler, der Führer durch die Violin-Literatur, der Orchester-Literatur-Katalog und das mit Paul Frank verbundene Kurzgefasste Tonkünstler-Lexikon machten Musikrepertoire auffindbar, vergleichbar und aufführungspraktisch handhabbar.

Kurzdaten

Name Wilhelm Altmann.
Vollständiger Name Wilhelm Albrecht Altmann.
Geboren 4. April 1862 in Adelnau, Provinz Posen.
Gestorben 25. März 1951 in Hildesheim.
Beruf Bibliothekar, Musikbibliothekar, Musikschriftsteller, Historiker, Herausgeber, Rezensent, Kritiker und Kammermusik-Bibliograph.
Konfession Evangelisch.
Familie Sohn des Pfarrers Carl Friedrich Wilhelm Altmann und der Ida Altmann, geborene Heinersdorff; verheiratet seit dem 14. April 1888 mit Marie Ursula Henriette Louis; zwei Söhne und eine Tochter.
Ausbildung Gymnasium in Breslau; Studium der Geschichte, Philologie und Staatswissenschaften; Promotion 1885.
Frühe historische Arbeit Assistent Leopold von Rankes, anschließend Bibliotheksdienst in Breslau und Greifswald; Habilitation in Greifswald für geschichtliche Hilfswissenschaften.
Bibliothekarische Hauptstationen Universitäts-Bibliothek Breslau, Universitäts-Bibliothek Greifswald, Königliche Bibliothek Berlin, Preußische Staatsbibliothek Berlin.
Hauptleistung Aufbau der Deutschen Musik-Sammlung in Berlin und Schaffung praxisorientierter Musikbibliographien, Kammermusikführer, Orchesterkataloge, Violinliteraturführer und Lexika.
Zentrale Publikationsfelder Kammermusik, Streichquartett, Violinliteratur, Orchesterliteratur, Musikverlagswesen, Tonkünstlerlexikon, Richard Wagner, Otto Nicolai, Max Reger, Berliner Philharmonisches Orchester und historische Urkundeneditionen.
Normdaten GND 116295260; VIAF 73914833; ISNI 0000000081526233.
Dateiname altmann-wilhelm.shtml

Quellenlage, Namensform und bibliographische Einordnung

Die maßgebliche Namensform lautet Wilhelm Altmann; als vollständige Form begegnet Wilhelm Albrecht Altmann. In bibliographischen Nachweisen erscheinen außerdem Kurzformen wie Wilh. Altmann oder die Amts- und Gelehrtenform Prof. Dr. Wilhelm Altmann. Die Deutsche Biographie nennt ihn ausdrücklich als Bibliothekar und Musikschriftsteller; andere Normdaten- und Datenbanknachweise führen zusätzlich Historiker, Musikwissenschaftler, Herausgeber, Komponist oder Bearbeiter.

Für Altmann ist die Quellenlage ungewöhnlich breit, weil er nicht nur als Person, sondern vor allem durch seine Publikations- und Herausgebertätigkeit fassbar ist. Die NDB bietet die biographische Grundlinie, bibliothekarische Nachrufe dokumentieren die Bewertung seines Lebenswerks, HathiTrust und Online Books Page machen zahlreiche historische Drucke auffindbar, IMSLP erschließt von Altmann herausgegebene beziehungsweise bearbeitete Musikdrucke, und die Deutsche Digitale Bibliothek sowie Normdatenverbünde liefern bibliographische Identifikatoren. Für ein Kulturlexikon ist diese Breite wichtig, weil Altmanns Bedeutung gerade in der Verbindung von Person, Bibliothek, Druck, Katalog und praktischer Musikkultur liegt.

Ein vollständig abschließendes Werkverzeichnis ist schwierig, weil Altmann als Autor, Mitautor, Herausgeber, Bearbeiter, Redakteur, Arrangeur und Rezensent tätig war und viele seiner Beiträge in Reihen, Studienausgaben, Katalogen und kleineren Schriften erschienen. Das folgende Werkverzeichnis ist deshalb als möglichst umfassende kulturlexikalische Übersicht angelegt: Es trennt die historischen Frühschriften, die musikbibliographischen Hauptwerke, die Kammermusikführer, die Lexika und Kataloge, die Editions- und Bearbeitungsarbeit sowie Wagner-, Nicolai-, Reger- und Orchesterpublikationen.

Biographie

Wilhelm Altmann wurde am 4. April 1862 in Adelnau in der Provinz Posen geboren. Er stammte aus einer evangelischen Pfarrersfamilie schlesischer Bauern- und Handwerkerherkunft. Sein Vater Carl Friedrich Wilhelm Altmann war Pfarrer in Adelnau; seine Mutter Ida war Tochter des Pfarrers Christlieb Julius Heinersdorff in Kolthainen. Die Herkunft aus einem bildungsnahen protestantischen Milieu erklärt einen Teil von Altmanns späterer Verbindung von Gelehrsamkeit, Ordnungssinn, Arbeitsethos und kultureller Dienstauffassung.

Altmann besuchte das Gymnasium in Breslau. Bereits als Primaner war er musikalisch aktiv und wurde bei Opernaufführungen als Geiger geschätzt. Diese frühe praktische Musikerfahrung ist für sein späteres Schrifttum entscheidend. Altmann war kein Bibliograph, der Musik nur als Titelmaterial betrachtete. Seine Handbücher sind von der Erfahrung des Spielers, des Lesers und des Hörers geprägt. Gerade darin liegt ihre dauerhafte praktische Brauchbarkeit.

Nach dem Schulabschluss studierte Altmann Geschichte, Philologie und Staatswissenschaften. 1885 wurde er promoviert und war in demselben Jahr Assistent von Leopold von Ranke. Dieser kurze Ranke-Bezug verweist auf Altmanns historische Schulung: Quellenkritik, Regestenarbeit, Urkundenkunde und systematische Dokumentation prägten sein Denken, bevor er sich der Musikbibliothek zuwandte. 1886 trat er als Volontär in die Universitäts-Bibliothek Breslau ein, wurde noch im selben Jahr Assistent und zwei Jahre später Kustos.

1889 wurde Altmann an die Universitäts-Bibliothek Greifswald versetzt. Dort habilitierte er sich zugleich als Privatdozent für geschichtliche Hilfswissenschaften. In dieser Phase entstanden mehrere historische Arbeiten, darunter Editionen und Regesten zu Kaiser Sigmund sowie Sammlungen zur deutschen und brandenburgisch-preußischen Verfassungsgeschichte. 1900 wechselte Altmann nach Berlin. Dort verschob sich der Schwerpunkt seines Lebens endgültig in Richtung Musikbibliothek, Musikverlagswesen und praktische Musikbibliographie.

In Berlin begründete Altmann die Deutsche Musik-Sammlung. Durch seine beharrliche Anregung sandten Musikverleger ihre Drucke an die Bibliothek, so dass ein umfassendes Archiv des deutschen und ausländischen Musikverlags entstand. Diese Leistung war nicht bloß eine verwaltungstechnische Einrichtung. Sie veränderte die musikalische Dokumentation, weil gedruckte Musikalien als nationales, wissenschaftliches und praktisches Kulturgut gesammelt und erschlossen wurden. Altmann blieb auch nach seiner Pensionierung 1927 schriftstellerisch und bibliographisch produktiv. Er starb am 25. März 1951 in Hildesheim.

Bibliothekarische Laufbahn

Altmanns bibliothekarische Laufbahn begann in Breslau. Dort lernte er den wissenschaftlichen Bibliotheksdienst in einer universitären Umgebung kennen. Die Verbindung von Katalogisierung, Bestandspflege, Benutzerorientierung und wissenschaftlicher Arbeit bestimmte sein Berufsverständnis. In Greifswald trat die historische Hilfswissenschaft hinzu. Der Bibliothekar war für Altmann nicht nur Verwalter von Büchern, sondern Organisator wissenschaftlicher Zugänge.

Der Wechsel nach Berlin war entscheidend. Die Königliche Bibliothek, später Preußische Staatsbibliothek, war eine Institution von nationaler Reichweite. Hier konnte Altmann eine Sammlungspolitik entwickeln, die über die lokale Universitätsbibliothek weit hinausging. Die Musikdrucke der Gegenwart wurden nicht mehr als bloßes Gebrauchsmaterial behandelt, das nach Aufführung oder Verkauf verschwindet, sondern als dokumentationswürdige Quellen der musikalischen Kultur.

Altmanns Leistung lag besonders darin, das Verhältnis zwischen Bibliothek und Musikverlag produktiv zu machen. Wenn Verlage ihre Neuerscheinungen kostenlos oder systematisch an die Sammlung abgaben, entstand eine Art musikalisches Pflicht- und Dokumentationsarchiv, auch wenn die rechtlichen und organisatorischen Bedingungen anders waren als bei modernen Pflichtexemplaren. Diese Sammlung machte die Musikproduktion der Zeit überblickbar und bereitete die Arbeit späterer Musikbibliographie vor.

Deutsche Musik-Sammlung und Preußische Staatsbibliothek

Die Deutsche Musik-Sammlung war Altmanns eigentliches Lebenswerk. Sie entstand in Berlin als Sammlung von Musikalien, die durch die Mitwirkung der Musikverlage in großer Breite zusammengetragen wurden. Die Sammlung zielte nicht nur auf kanonische Werke, sondern auf die gedruckte Musikproduktion insgesamt. Dadurch wurden Kammermusik, Orchesterwerke, Klavierauszüge, Studienpartituren, Aufführungsmaterialien, Bearbeitungen, neue Kompositionen und praktische Ausgaben in einem dokumentarischen Zusammenhang sichtbar.

Für die Kulturgeschichte des Musikbibliothekswesens ist dies von hohem Rang. Eine Musikbibliothek ist nicht einfach eine Abteilung für Noten. Sie ist ein Gedächtnis der musikalischen Praxis. Sie zeigt, was verlegt, gespielt, gekauft, bearbeitet, empfohlen und vergessen wurde. Altmann erkannte diese Funktion früh. Seine bibliographischen Führer sind daher nicht von seiner Sammelpraxis zu trennen. Er schrieb aus einer Bibliothek heraus, die ihm den breiten Überblick über die Musikproduktion ermöglichte.

Die Preußische Staatsbibliothek wurde durch Altmanns Arbeit zu einem zentralen Ort der Musikdokumentation. Dabei war seine Rolle doppelt: Er war Sammler und Erschließer. Er baute Bestände auf und verwandelte sie zugleich in Kataloge, Handbücher und kritische Wegweiser. Aus dieser Doppelrolle erklärt sich die praktische Autorität seiner Veröffentlichungen.

Kammermusikführer und praktische Musikbibliographie

Altmanns bekannteste Veröffentlichungen betreffen die Kammermusik. Er schrieb nicht nur Verzeichnisse, sondern kritische Wegweiser. Das bedeutet: Er ordnete Werke nach Besetzung, Schwierigkeitsgrad, Aufführungswert, Stil, praktischer Brauchbarkeit und Verlagslage. Für Quartettvereinigungen, Hausmusik, Musikschulen, Berufs- und Liebhabermusiker war dies von großem Nutzen.

Das Handbuch für Streichquartettspieler wurde zu einem Standardwerk. Es erschloss die Literatur des Streichquartetts, später auch Streichtrios, Quintette, Sextette, Septette, Oktette und Werke für Streicher und Bläser. Altmanns Urteil ist dabei nicht immer neutral im heutigen wissenschaftlichen Sinn; es ist häufig wertend, knapp und aufführungspraktisch formuliert. Gerade diese Mischung aus Bibliographie und ästhetischem Urteil machte die Handbücher für Musiker nützlich.

Auch Kammermusik-Literatur und der Kammermusik-Katalog verfolgen ein ähnliches Ziel. Sie verzeichnen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erschienene Kammermusikwerke, geben Besetzungen, Verlage und praktische Hinweise an und machen dadurch ein ständig wachsendes Repertoire benutzbar. In einer Zeit, in der digitale Datenbanken nicht existierten, war solche Arbeit unverzichtbar. Altmann wurde damit zu einem Ordnungsschöpfer der musikalischen Moderne.

Herausgeber, Bearbeiter und Musikschriftsteller

Neben seinen Katalogen und Handbüchern trat Altmann als Herausgeber und Bearbeiter zahlreicher Musikdrucke hervor. Besonders in Studien- und Taschenpartituren, unter anderem im Eulenburg-Umfeld, begegnen von ihm betreute Ausgaben klassischer und romantischer Werke. IMSLP verzeichnet zahlreiche von Altmann herausgegebene Werke, darunter Kammermusik, Konzerte, Orchesterwerke und Bearbeitungen von Komponisten wie Haydn, Beethoven, Brahms, Bach, C. P. E. Bach, Wagner und anderen.

Altmann war außerdem Wagner-Schriftsteller. Er edierte und erläuterte Briefe Richard Wagners, schrieb ein populäres Wagner-Handbuch und beteiligte sich an der Erschließung von Wagner-Dokumenten. Auch Otto Nicolai, Max Reger und das Berliner Philharmonische Orchester gehören zu seinen Publikationsfeldern. Sein Reger-Katalog ist ein Beispiel für die bibliographische Erfassung eines zeitgenössischen beziehungsweise jüngst verstorbenen Komponisten, dessen Werkbestand geordnet und auffindbar gemacht werden musste.

Altmanns Musikschriftstellerei ist deshalb nicht auf eine Spezialdisziplin zu reduzieren. Sie reicht von der praktischen Kammermusikberatung über Orchesterkataloge und Violinliteratur bis zur Musikerbiographie, Briefedition, Lexikonarbeit, Notenausgabe und Repertoirepflege. Sein Leitmotiv bleibt die Nutzbarmachung musikalischer Überlieferung für Praxis und Forschung.

Ausführlicher Kulturüberblick

Wilhelm Altmann gehört in die Zeit, in der die moderne Musikbibliothek, die gedruckte Studienpartitur, der Musikführer, die Konzertkritik, die bürgerliche Kammermusik und die wissenschaftliche Repertoireerschließung eng zusammenwuchsen. Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert produzierten eine ungeheure Menge gedruckter Musik. Verlage veröffentlichten klassische Gesamtausgaben, Studienpartituren, Bearbeitungen, Salonstücke, Kammermusik, Orchesterwerke, Lehrwerke und populäre Reihen. Ohne Kataloge, Führer und Bibliotheken drohte diese Produktion unübersichtlich zu werden.

Altmanns Arbeit reagiert genau auf diese Situation. Er machte Musik sichtbar, indem er sie ordnete. Seine Kataloge fragen nicht nur: „Welche Werke gibt es?“ Sie fragen auch: „Für welche Besetzung?“, „In welchem Verlag?“, „Für welche Spieler geeignet?“, „Welchen künstlerischen Wert besitzt das Werk?“, „Wie fügt es sich in die Geschichte der Gattung ein?“ Dadurch verbindet er bibliographische Präzision mit musikalischer Urteilskraft.

Besonders die Kammermusik war auf solche Orientierung angewiesen. Streichquartette, Klaviertrios, Quintette und kleinere Ensembleformen wurden nicht nur im Konzertsaal, sondern auch in privaten und halböffentlichen Musizierkreisen gepflegt. Eine Quartettgesellschaft brauchte Repertoirekenntnis. Ein Geiger suchte spielbare Literatur. Ein Musiklehrer brauchte Empfehlungen. Eine Bibliothek musste entscheiden, was gesammelt und wie es erschlossen werden sollte. Altmanns Handbücher bedienten all diese Bedürfnisse zugleich.

Seine Arbeit ist zugleich Teil der Geschichte des Kanons. Altmanns Kataloge bewahren nicht nur Bekanntes, sondern machen auch vergessene oder weniger etablierte Werke auffindbar. Zugleich enthalten sie Wertungen, die Repertoirebildung beeinflussen konnten. Was Altmann empfiehlt, knapp abweist oder ausführlich beschreibt, bekommt eine andere Chance im musikalischen Gebrauch als ein Werk, das gar nicht verzeichnet wird. Die Musikbibliographie wird dadurch zu einem aktiven Faktor der Musikkultur.

Die Gründung der Deutschen Musik-Sammlung zeigt außerdem eine nationale Dimension. Musikdrucke wurden als kulturelles Gedächtnis gesammelt. Dabei ging es nicht nur um deutsche Komponisten, sondern auch um das internationale Musikverlagswesen, soweit es in die Sammlung gelangte. In einer Zeit vor der digitalen Verfügbarkeit war eine solche Sammlung ein Instrument kultureller Selbstvergewisserung. Sie machte die Musikalienproduktion dokumentierbar, überprüfbar und wissenschaftlich nutzbar.

Altmanns historische Frühschriften erklären, warum seine musikbibliothekarische Arbeit so methodisch angelegt war. Der Historiker der Verfassungsgeschichte und Regesten arbeitete mit Quellen, Datierungen, Nachweisen und geordneten Serien. Derselbe Zugriff prägt später den Musikbibliographen. Altmann behandelt Musikdrucke wie historische Quellen: Sie müssen gesammelt, beschrieben, geordnet, verglichen und zugänglich gemacht werden.

Wirkung und Nachleben

Altmanns Wirkung liegt weniger in einer einzelnen Theorie als in einer dauerhaften Infrastruktur des musikalischen Wissens. Seine Kataloge und Handbücher wurden über Jahrzehnte benutzt, nachgedruckt, erweitert und in neueren Repertoireführern fortgeführt. Besonders das Handbuch für Streichquartettspieler blieb ein Standard für Musiker, Bibliotheken und Sammler. Auch dort, wo seine ästhetischen Urteile heute historisch gelesen werden müssen, ist der dokumentarische Wert groß.

Die Deutsche Musik-Sammlung, deren Aufbau mit Altmanns Namen verbunden ist, wirkt als Idee bis in die heutige Musikbibliotheks- und Archivarbeit nach. Musik wird nicht nur als Kunstwerk, sondern als Druck, Ausgabe, Verlagsprodukt, Aufführungsmaterial und bibliographischer Datensatz verstanden. Dieses Denken ist für moderne Musikbibliotheken grundlegend.

Seine editorische Tätigkeit hinterließ außerdem Spuren in Studienpartituren und praktischen Ausgaben. Viele Musiker begegneten Altmann nicht als Autor einer Monographie, sondern als Herausgebername in einer Partitur, als Wegweiser in einem Kammermusikhandbuch oder als Bearbeiter eines Lexikons. Seine Kulturleistung besteht gerade darin, an den Schnittstellen zu stehen: zwischen Bibliothek und Musizieren, Wissenschaft und Praxis, Sammlung und Aufführung, Katalog und Kanon.

Werk- und Publikationsverzeichnis

Das Werkverzeichnis Wilhelm Altmanns ist umfangreich und umfasst historische Studien, Urkundeneditionen, Musikbibliographien, Kammermusikführer, Orchesterkataloge, Lexikonbearbeitungen, Briefeditionen, Repertoireführer, Notenausgaben, Bearbeitungen und Rezensionen. Die folgende Übersicht ist als umfassendes kulturlexikalisches Arbeitsverzeichnis angelegt. Sie berücksichtigt die wichtigsten selbständigen Veröffentlichungen und die gut nachweisbaren Werkgruppen; kleinere Rezensionen, unselbständige Artikel und einzelne Notenausgaben können nur gruppenweise erfasst werden.

Historische Frühschriften und Urkundeneditionen

Die Wahl Albrechts II. zum römischen Könige Berlin 1886; historische Studie mit Anhang von Urkunden und Aktenstücken. Die Schrift gehört zu Altmanns früher Tätigkeit als Historiker und Quellenforscher.
Der Römerzug Ludwigs des Baiern Berlin 1886; Beitrag zur Geschichte des Kampfes zwischen Papsttum und Kaisertum. Das Werk zeigt Altmanns ursprüngliche Ausrichtung auf mittelalterliche Reichs- und Verfassungsgeschichte.
Die Doktordissertationen der deutschen Universitäten in den Jahren 1885/86 bis 1889/90 Berlin 1891; statistische Betrachtungen mit einem Überblick über französische Universitätsdissertationen. Die Schrift dokumentiert Altmanns Interesse an wissenschaftlicher Dokumentation und Statistik.
Ausgewählte Urkunden zur Erläuterung der Verfassungsgeschichte Deutschlands im Mittelalter Zusammen mit Ernst Bernheim herausgegeben; erste Ausgabe 1891, später mehrfach neu aufgelegt und überarbeitet. Die Sammlung war als Handgebrauch für Juristen und Historiker bestimmt.
Die Urkunden Kaiser Sigmunds 1410–1437 Regestenwerk im Anschluss an Johann Friedrich Böhmer; Innsbruck beziehungsweise Wagner-Verlag, 1896/1897. Das Werk gehört zu Altmanns wichtigsten historischen Quellenarbeiten.
Ausgewählte Urkunden zur ausserdeutschen Verfassungsgeschichte seit 1776 Berlin 1897; Quellensammlung zum Handgebrauch für Historiker und Juristen, die Altmanns historisch-staatswissenschaftliches Profil erweitert.
Ausgewählte Urkunden zur brandenburgisch-preußischen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte Berlin 1897, später unter anderem 1914 erweitert beziehungsweise neu aufgelegt. Das Werk verbindet Altmanns historische Arbeit mit preußischer Staats- und Verwaltungsgeschichte.
Ausgewählte Urkunden zur deutschen Verfassungsgeschichte seit 1806 Berlin 1898; Quellensammlung zum Handgebrauch für Historiker und Juristen, mit Schwerpunkt auf der neueren deutschen Verfassungsgeschichte.
Bunter Kram, gereimtes und ungereimtes 1896; literarisch-vermischte Veröffentlichung außerhalb der engeren musik- und verfassungsgeschichtlichen Hauptgebiete.

Musikbibliographie, Kammermusik und Repertoireführer

Kammermusik-Literatur Verzeichnis von seit 1841 erschienenen Kammermusikwerken; erste Fassungen ab 1910 beziehungsweise spätere Ausgaben 1918 und 1923. Das Werk gehört zu Altmanns zentralen musikbibliographischen Leistungen.
Chamber Music Literature Englischsprachige beziehungsweise internationale Fassung des Kammermusikverzeichnisses; 1923 bei C. Merseburger nachgewiesen. Sie machte Altmanns Kammermusikbibliographie über den deutschsprachigen Raum hinaus nutzbar.
Littérature de musique de chambre Französisch betitelte Fassung beziehungsweise internationale Ausgabe des Kammermusikverzeichnisses; 1923 bei C. Merseburger nachgewiesen.
Kammermusik-Katalog Ein Verzeichnis von seit 1841 veröffentlichten Kammermusikwerken; späterer Katalog beziehungsweise Erweiterung mit Nachtrag bis in die 1930er Jahre. Der Katalog enthält Angaben zu Besetzungen, Verlagen und Ausgaben.
Nachtrag zum Kammermusik-Katalog Leipzig 1936; Nachtrag zur vierten Auflage des Kammermusik-Katalogs. Der Nachtrag erweitert die Erfassung der seit 1841 erschienenen Kammermusikwerke.
Handbuch für Streichquartettspieler Berlin: M. Hesse, 1928/1929; Führer durch die Literatur des Streichquartetts. Das Werk erschien in mehreren Bänden und wurde später erweitert beziehungsweise neu aufgelegt.
Handbuch für Streichquartettspieler, Band 1 Führer durch die Streichquartettliteratur, mit Schwerpunkt auf grundlegenden Werken, praktischer Spielbarkeit und kritischer Bewertung.
Handbuch für Streichquartettspieler, Band 2 Fortsetzung des Streichquartettführers, mit weiterer Literaturerschließung und Repertoirebewertung.
Handbuch für Streichquartettspieler, Band 3 Behandlung von Streichtrios, Quintetten, Sextetten, Septetten, Oktetten und Nachträgen zu den ersten Bänden.
Handbuch für Streichquartettspieler, Band 4 Spätere Erweiterung beziehungsweise Neuauflage mit Werken für Streicher und Bläser; in der späteren Rezeptionsgeschichte als vierbändige Fassung greifbar.
Handbuch für Klaviertriospieler Wolfenbüttel 1934; Wegweiser durch die Trios für Klavier, Violine und Violoncello. Das Werk überträgt Altmanns praktische Repertoiremethode auf die Klaviertrio-Literatur.
Führer durch die Violin-Literatur Erweiterte Bearbeitung des von Hans Tottmann begründeten Verzeichnisses; Ausgabe 1934/1935. Das Werk ordnet Violinliteratur kritisch, systematisch und nach Schwierigkeitsgraden.
Handbuch der Kammermusikliteratur Von der NDB als eines der zentralen Werke Altmanns genannt; es steht sachlich im Zusammenhang der Kammermusik-Literatur, des Kammermusik-Katalogs und der praktischen Kammermusikführer.
Orchester-Literatur-Katalog Leipzig: F. E. C. Leuckart, 1919; Verzeichnis seit 1850 erschienener Orchesterwerke, darunter Symphonien, Suiten, symphonische Dichtungen, Ouvertüren, Konzerte für Soloinstrumente und Orchester sowie Bearbeitungen.
Orchester-Literatur-Katalog, spätere Ausgabe Leipzig 1926; erweiterte beziehungsweise erneuerte Fassung des Orchesterkatalogs, weiterhin mit Blick auf Verlagsangaben und praktische Repertoireerschließung.
Die Kammermusikwerke von Friedrich Lux Mainz 1920; kleine monographische Schrift beziehungsweise Werkführer zu Friedrich Lux’ Kammermusik, mit Notenbeispielen.
Cremona 1928; Charakteristik italienischer Geigenbauer und ihrer Instrumente, zusammen beziehungsweise in Verbindung mit Friedrich Niederheitmann. Das Werk gehört in den Bereich Instrumentenkunde und Geigenbaugeschichte.

Lexika, Kataloge und Nachschlagewerke

Kurzgefasstes Tonkünstler-Lexikon für Musiker und Freunde der Musik Von Paul Frank begründet, von Wilhelm Altmann neu bearbeitet und ergänzt; 1927 bei C. Merseburger nachgewiesen. Das Lexikon wurde in späteren Ausgaben weitergeführt und blieb ein wichtiges musikalisches Nachschlagewerk.
Reger-Katalog 1926 bei N. Simrock; vollständiges Verzeichnis der im Druck erschienenen Werke, Bearbeitungen und Ausgaben Max Regers, mit Preisangaben sowie systematischem Verzeichnis und Registern der Titelüberschriften, Textanfänge und Dichter.
Musikhandschriften 1927; Publikation beziehungsweise Ausstellungskatalog im Zusammenhang mit der Preußischen Staatsbibliothek und der Exposition internationale de la musique in Genf. Das Werk verweist auf Altmanns bibliothekarische Arbeit mit Musikquellen.
Ausgewählte Schriften 1928 bei G. Bosse; Sammelpublikation mit ausgewählten Texten Altmanns, zum Teil in Verbindung mit musikalischen Themen und kulturgeschichtlichen Reflexionen.

Richard-Wagner-Publikationen

Richard Wagners Briefe nach Zeitfolge und Inhalt Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1905; Briefausgabe beziehungsweise Beitrag zur Lebensgeschichte Wagners.
Richard Wagners Briefwechsel mit seinen Verlegern Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1911; Edition von Wagner-Briefwechseln mit Verlegern, unter anderem im Umfeld Schott und Breitkopf & Härtel.
Was man von Wagner wissen muss Mainz: B. Schott’s Söhne, 1914; populäre Einführung in Leben, Werke und Musikdramen Richard Wagners.
Richard Wagners Briefe 1925; Auswahl und Erläuterung von Wagner-Briefen, erschienen im Bibliographischen Institut. Das Werk steht in Altmanns breiter Wagner-Vermittlung.
Letters of Richard Wagner London: J. M. Dent & Sons, 1927; englische Wagner-Briefausgabe beziehungsweise Übersetzungskontext, verbunden mit Altmanns Wagner-Edition.

Weitere Musikschriften und Musikerpublikationen

Chronik des Berliner Philharmonischen Orchesters 1882–1901 Berlin 1902; Chronik des Berliner Philharmonischen Orchesters, zugleich ein Beitrag zur Beurteilung Hans von Bülows, mit Bildertafeln und Faksimile eines Bülow-Briefs.
Otto Nicolai, Briefe an seinen Vater G. Bosse, 1924; erste Veröffentlichung der erhaltenen Briefe Otto Nicolais an seinen Vater, mit editorischer Erschließung.
Musik zu Goethes Trauerspiel Egmont Eulenburg-Ausgabe 1910; Ausgabe beziehungsweise editorischer Zusammenhang zu Beethovens Musik zu Goethes Egmont.
Ouvertüre zur Oper Iphigenie in Aulis Eulenburg-Ausgabe 1913; Ausgabe im Zusammenhang von Christoph Willibald Gluck, Richard Wagner und Bearbeitungstradition.
Fidelio Eulenburg-Ausgabe um 1900; Studienpartitur beziehungsweise Ausgabe von Beethovens Oper in der dritten Bearbeitung der Leonore, mit Altmann als Herausgeber- beziehungsweise Bearbeitername in der bibliographischen Überlieferung.

Herausgegebene und bearbeitete Notenausgaben

Beethoven: Klaviertrio B-Dur op. 97 Von Altmann bearbeitete beziehungsweise herausgegebene Ausgabe im Bereich der Kammermusik. IMSLP führt Altmann unter den Bearbeitern beziehungsweise Herausgebern mehrerer Beethoven-Kammermusikwerke.
Beethoven: Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3 Von Altmann bearbeitete beziehungsweise herausgegebene Ausgabe; Teil seiner praktischen Kammermusikerschließung.
Beethoven: Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 Von Altmann bearbeitete beziehungsweise herausgegebene Ausgabe; im Zusammenhang der Klaviertrio-Literatur besonders einschlägig.
Beethoven: Klaviertrio Es-Dur op. 1 Nr. 1 Von Altmann bearbeitete beziehungsweise herausgegebene Ausgabe; Bestandteil seiner Kammermusikarbeit.
Dvořák: Rondo op. 94 Von Altmann bearbeitete Ausgabe; Beispiel seiner Tätigkeit auch jenseits des deutschen Klassik-Kerns.
C. P. E. Bach: Cello Concerto in A minor H. 432 Von Altmann herausgegebene Ausgabe beziehungsweise IMSLP-nachgewiesene Editionsarbeit.
C. P. E. Bach: Flute Concerto in A minor H. 431 Von Altmann herausgegebene Ausgabe; Beispiel für seine editorische Tätigkeit im Bereich vorklassischer und klassischer Konzertliteratur.
C. P. E. Bach: Harpsichord Concerto in A minor H. 430 Von Altmann herausgegebene Ausgabe; Teil seiner Editionsarbeit an älterer Konzertliteratur.
Beethoven: Klavierkonzerte Nr. 1 bis 5 Von Altmann herausgegebene Studien- beziehungsweise Partiturausgaben im Eulenburg- und Studienpartitur-Kontext.
Brahms: Klavierquartett Nr. 1 op. 25 Von Altmann herausgegebene Ausgabe; Beispiel für seine Arbeit an romantischer Kammermusik.
Brahms: Klavierquartett Nr. 3 op. 60 Von Altmann herausgegebene Ausgabe; Teil seiner Brahms- und Kammermusikerschließung.
Beethoven: Quintette für zwei Violinen, zwei Bratschen und Violoncello Von Altmann herausgegebene Ausgabe beziehungsweise Editionsgruppe; wichtig für die Streichkammermusik.
Haydn: Streichquartette Altmann gab zahlreiche Streichquartette Joseph Haydns heraus; IMSLP verzeichnet eine große Zahl entsprechender Einzelwerkseiten.
Beethoven: Streichquartette Mehrere Beethoven-Streichquartette erscheinen in der bibliographischen Überlieferung mit Altmann als Herausgeber beziehungsweise Bearbeiter, darunter Werke aus op. 59, op. 74, op. 95, op. 130, op. 135 und weitere.
Brahms: Streichquartette, Quintette und Sextette Altmann war an Studien- beziehungsweise Aufführungsausgaben Brahms’scher Kammermusik beteiligt, darunter Streichquartette, Quintette und Sextette.
Bach: Orchestersuiten Altmann erscheint in bibliographischen Nachweisen im Zusammenhang von Eulenburg-Ausgaben einzelner Bach-Orchestersuiten.
Wagner: Parsifal Von Altmann herausgegebene beziehungsweise erschlossene Ausgabe im Wagner-Kontext, bei IMSLP als Editionsnachweis geführt.
Nagels Musik-Archiv Altmann erscheint als Herausgeber beziehungsweise editorischer Beteiligter im Zusammenhang dieser Reihe, die praktische Musik- und Repertoireausgaben bereitstellte.

Redaktionelle, kritische und bibliothekarische Arbeit

Rezensionen und Kritiken Altmann war über Jahrzehnte als Musikschriftsteller, Rezensent und Kritiker tätig. Viele dieser Texte sind unselbständig erschienen und bibliographisch nur über Zeitschriften, Jahresberichte und Nachweise zu erschließen.
Jahresberichte der Staatsbibliothek Berlin Nach der NDB befindet sich ein vollständigeres Verzeichnis seiner Schriften in den Jahresberichten der Staatsbibliothek Berlin. Diese Jahresberichte sind für eine archivalisch vollständige Werkermittlung maßgeblich.
Deutsche Musik-Sammlung: Bestands- und Sammlungstätigkeit Nicht als einzelnes Buch, sondern als bibliothekarisches Lebenswerk zu verstehen: Aufbau, Ordnung und Erschließung einer nahezu umfassenden Sammlung von Musikverlagsdrucken.

Sekundärliteratur

  • Losch, Philipp: „Altmann, Wilhelm“, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 1. Berlin 1953, S. 226 f. Grundlegender biographischer Lexikonartikel zu Herkunft, Bibliothekslaufbahn, Deutscher Musik-Sammlung und Hauptschriften.
  • Losch, Philipp: Nachruf in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 65, 1951, S. 284 ff. Bibliothekarischer Nachruf auf Altmann mit Würdigung seines Lebenswerks.
  • Krabbe, Werner: Nachruf in: Die Musikforschung 4, 1951, S. 347 ff. Musikwissenschaftliche Würdigung nach Altmanns Tod.
  • Kürschner: Gelehrten-Kalender, Ausgaben 1940 bis 1942 und 1950. Biographische Nachweise zu Altmanns wissenschaftlicher und schriftstellerischer Tätigkeit.
  • Wer ist’s?, 10. Ausgabe, 1935. Zeitgenössisches biographisches Nachschlagewerk mit Angaben zu Altmann.
  • Musikalien-Handel, 2. Dezember 1927. Porträt- beziehungsweise Würdigungsnachweis im Zusammenhang von Musikverlagswesen und Bibliothek.
  • Neue Musik-Woche, 10. April 1937. Porträt- und Rezeptionsnachweis zu Altmann in der Musikpresse.
  • Allgemeine Musik-Zeitung, Bosse, 1951. Nachruf- beziehungsweise Porträtnachweis nach Altmanns Tod.
  • Edition Silvertrust / Chamber Music Journal: Beiträge zur Bedeutung von Altmanns Kammermusikführern. Neuere englischsprachige Rezeption, die Altmann als bedeutenden Repertoireführer für Kammermusik hervorhebt.
  • The New Listener: „Wilhelm Altmann – Ein Leben für die Kammermusik“. Moderner rezeptionsgeschichtlicher Beitrag zur Bedeutung Altmanns für Kammermusikführer und Repertoirepflege.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Adelnau Geburtsort Wilhelm Altmanns in der Provinz Posen.
  • Berliner Philharmonisches Orchester Orchester, dessen frühe Geschichte Altmann in einer Chronik bis 1901 darstellte.
  • Bibliographie Nachweis- und Ordnungssystem, das für Altmanns Musikführer und Kataloge grundlegend ist.
  • Bibliothek Institution der Sammlung, Ordnung und Vermittlung von Büchern, Noten, Handschriften und Quellen.
  • Johannes Brahms Komponist, dessen Kammermusik und Orchesterwerke Altmann in Studien- und Repertoirezusammenhängen erschloss.
  • Breslau Schul- und früher Bibliotheksort Wilhelm Altmanns.
  • Deutsche Musik-Sammlung Von Altmann aufgebaute Sammlung gedruckter Musikalien an der Berliner Staatsbibliothek.
  • Eulenburg-Edition Studienpartitur- und Editionsumfeld, in dem Altmann zahlreiche Musikdrucke betreute.
  • Paul Frank Begründer des Kurzgefassten Tonkünstler-Lexikons, das Altmann neu bearbeitete und ergänzte.
  • Greifswald Bibliotheks- und Habilitationsort Altmanns in seiner historischen Frühphase.
  • Joseph Haydn Komponist, dessen Streichquartette in Altmanns editorischer und kammermusikbibliographischer Arbeit eine große Rolle spielen.
  • Hildesheim Sterbeort Wilhelm Altmanns.
  • Kammermusik Zentrales Repertoirefeld von Altmanns Katalogen, Handbüchern und kritischen Wegweisern.
  • Kammermusikbibliographie Bibliographische Erschließung von Kammermusikwerken, die Altmann im frühen 20. Jahrhundert maßgeblich prägte.
  • Leopold von Ranke Historiker, bei dem Altmann 1885 als Assistent tätig war.
  • Max Reger Komponist, dessen gedruckte Werke Altmann in einem eigenen Katalog erschloss.
  • Musikbibliographie Fachgebiet der systematischen Verzeichnung musikalischer Werke, Ausgaben und Quellen.
  • Musikbibliothek Institutioneller Rahmen von Altmanns Arbeit an Musikalien, Katalogen und Sammlungen.
  • Musikdruck Gedruckte Notenüberlieferung, deren Sammlung und Erschließung Altmanns Hauptleistung war.
  • Musikschriftsteller Berufs- und Tätigkeitsfeld, in dem Altmann als Rezensent, Lexikonbearbeiter und Repertoireführer hervortrat.
  • Musikverlag Produktions- und Vertriebsinstitution gedruckter Musik, mit der Altmann für die Deutsche Musik-Sammlung eng zusammenarbeitete.
  • Otto Nicolai Komponist, dessen Briefe an den Vater Altmann herausgab.
  • Orchesterliteratur Repertoirefeld, das Altmann in seinem Orchester-Literatur-Katalog systematisch erfasste.
  • Preußische Staatsbibliothek Berliner Hauptwirkungsort Altmanns und institutioneller Rahmen der Deutschen Musik-Sammlung.
  • Repertoireführer Praktische Nachschlageform, die Werke nach Besetzung, Schwierigkeit und Aufführungswert erschließt.
  • Richard Wagner Komponist, dessen Briefe und Musikdramen Altmann mehrfach editorisch und vermittelnd behandelte.
  • Streichquartett Gattung, deren Literatur Altmann in einem mehrbändigen Handbuch für Spieler erschloss.
  • Studienpartitur Kleine Partiturausgabe für Studium, Lektüre und Analyse, in deren Editionsumfeld Altmann häufig wirkte.
  • Tonkünstlerlexikon Musikalisches Personenlexikon, dessen kurzgefasste Form Altmann neu bearbeitete und ergänzte.
  • Violinliteratur Repertoirefeld, das Altmann in einem kritischen, systematischen und nach Schwierigkeitsgraden geordneten Führer erschloss.