Detlef Altenburg

Deutscher Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Liszt-Forscher, Herausgeber und Wissenschaftsorganisator; geboren am 9. Januar 1947 in Bad Hersfeld, gestorben am 8. Februar 2016 in Regensburg.

Überblick

Detlef Altenburg war einer der prägenden deutschen Musikwissenschaftler der späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Er wurde am 9. Januar 1947 in Bad Hersfeld geboren und starb am 8. Februar 2016 in Regensburg. Seine wissenschaftliche Arbeit verband historische Musikwissenschaft, Quellenforschung, Editionsphilologie, Musikästhetik, Instrumentengeschichte, Franz-Liszt-Forschung, Programmmusik, Musik des 17. und 18. Jahrhunderts sowie Musikanschauungen des 19. Jahrhunderts.

Altenburg war nicht nur Forscher und Autor, sondern auch akademischer Organisator. Er wirkte nach Studium, Promotion und Habilitation an der Universität zu Köln an mehreren Hochschulorten, darunter Göttingen, Lissabon, Detmold/Paderborn, Regensburg und Weimar-Jena. Besonders wichtig wurde seine Tätigkeit am gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort verband sich seine wissenschaftliche Arbeit mit dem historischen Ort Weimar, der Liszt-Forschung, dem Ausbau institutioneller Strukturen und der fachpolitischen Repräsentation der Musikwissenschaft.

Sein Name ist besonders mit der historisch-kritischen Neuausgabe der Schriften Franz Liszts, mit Arbeiten zur Programmmusik, mit der Geschichte der Trompete im Zeitalter der Clarinblaskunst, mit der Gesellschaft für Musikforschung und mit der wissenschaftlichen Erschließung musikalischer Kultur als historisch, ästhetisch und gesellschaftlich gebundenem Phänomen verbunden. Für ein Kulturlexikon ist Altenburg daher als Forscher, Editor, Hochschullehrer und Vermittler zwischen Universität, Musikhochschule, Akademie, Fachgesellschaft und öffentlicher Musikkultur bedeutsam.

Kurzdaten

Name Detlef Altenburg.
Geboren 9. Januar 1947 in Bad Hersfeld.
Gestorben 8. Februar 2016 in Regensburg.
Beruf Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Liszt-Forscher, Editionsphilologe, Herausgeber, Wissenschaftsorganisator und Präsident der Gesellschaft für Musikforschung.
Studienfächer Musikwissenschaft, evangelische Theologie, Religionswissenschaft und Philosophie.
Studienorte Marburg und Köln.
Promotion 1973 an der Universität zu Köln mit der Arbeit Untersuchungen zur Geschichte der Trompete im Zeitalter der Clarinblaskunst (1500–1800).
Habilitation 1980 an der Universität zu Köln.
Akademische Stationen Köln, Göttingen, Lissabon, Paderborn, Detmold, Regensburg, Weimar und Jena.
Forschungsschwerpunkte Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, Trompetengeschichte, Musik und Musikanschauungen des 19. Jahrhunderts, Franz Liszt, Programmmusik, Musikästhetik, Editionen, Musiktheater und kulturelle Identität.
Fachpolitische Ämter Präsident der Gesellschaft für Musikforschung von 2001 bis 2009; Mitglied des Präsidiums des Deutschen Musikrats von 2003 bis 2009.
Akademiemitgliedschaften Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Mitglied der Academia Europaea.
Auszeichnung Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2010.
Normdaten GND 109813855; VIAF 93376978; ISNI 0000000081659122.
Dateiname altenburg-detlef.shtml

Biographie

Detlef Altenburg wurde am 9. Januar 1947 in Bad Hersfeld geboren. Er studierte von 1966 bis 1972 Musikwissenschaft, evangelische Theologie, Religionswissenschaft und Philosophie in Marburg und Köln. Diese ungewöhnlich breite Fächerkombination blieb für sein späteres wissenschaftliches Profil wichtig, weil er Musik nicht allein als Stil- oder Werkgeschichte verstand, sondern in größere Zusammenhänge von Ästhetik, Religion, Kultur, Gesellschaft, Institution und Ideengeschichte einordnete.

1973 wurde Altenburg an der Universität zu Köln promoviert. Seine Dissertation über die Geschichte der Trompete im Zeitalter der Clarinblaskunst wurde in den Kölner Beiträgen zur Musikforschung veröffentlicht und blieb ein wichtiger Bezugspunkt der historischen Trompeten- und Instrumentenforschung. Nach der Promotion blieb Altenburg in Köln als wissenschaftlicher Assistent tätig und habilitierte sich 1980. Damit war er früh in der universitären Musikwissenschaft verankert und zugleich durch ein quellenintensives Spezialthema ausgewiesen.

1980/1981 übernahm er eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Göttingen. 1983 folgte eine Gastprofessur an der Universidade Nova de Lisboa. Von 1983 bis 1994 lehrte er an der Universität-Gesamthochschule Paderborn und an der Hochschule für Musik Detmold im Rahmen des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold/Paderborn. Diese Station war für die Verbindung von Universität, Musikhochschule, historischer Forschung und musikbezogener Berufsausbildung besonders wichtig.

Von 1994 bis 1999 war Altenburg Ordinarius und Direktor des Instituts für Musikwissenschaft an der Universität Regensburg. In Regensburg leitete er unter anderem ein DFG-Projekt zur historisch-kritischen Ausgabe der Schriften Franz Liszts und initiierte das Projekt eines Liszt-Werkverzeichnisses der Peter-Klöckner-Stiftung. Die Regensburger Zeit zeigt bereits jene Verbindung von Editionsprojekt, Forschungsorganisation und institutioneller Leitung, die später auch seine Weimarer Tätigkeit bestimmte.

1999 folgte Altenburg einem Ruf an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Von November 1999 bis zu seiner Emeritierung war er Direktor des gemeinsamen Instituts für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In Weimar fand seine Liszt-Forschung einen besonders passenden Ort: Die Stadt ist mit Franz Liszt, der neudeutschen Schule, dem Weimarer Musiktheater, der Hofkapelle, der Altenburg als Liszt-Ort und einer vielschichtigen Erinnerungskultur verbunden. Altenburg baute das Institut zu einem wichtigen Zentrum musikwissenschaftlicher Forschung in Thüringen aus.

Über seine universitären Aufgaben hinaus übernahm Altenburg zentrale fachpolitische Funktionen. Von 2001 bis 2009 war er Präsident der Gesellschaft für Musikforschung. Von 2003 bis 2009 gehörte er dem Präsidium des Deutschen Musikrats an. Hinzu kamen Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Akademien. 2010 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Er starb am 8. Februar 2016 in Regensburg.

Forschungsprofil

Altenburgs Forschungsprofil ist durch mehrere Felder bestimmt, die zunächst weit auseinanderzuliegen scheinen, sich bei genauerem Hinsehen aber gegenseitig ergänzen. Am Anfang steht die Instrumenten- und Sozialgeschichte der Trompete. Sie führte ihn in die Musik des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, in Fragen höfischer Repräsentation, städtischer Musizierpraxis, Zunftordnung, Militärmusik, Festkultur und Quellenkunde. Später trat die Beschäftigung mit Franz Liszt, Programmmusik, Musikästhetik und Musikanschauungen des 19. Jahrhunderts in den Vordergrund.

Gemeinsam ist diesen Feldern eine historisch dichte Fragestellung. Altenburg interessierte sich für Musik nicht als isolierte Klangform, sondern als kulturelle Praxis. Eine Trompete ist bei ihm nicht nur ein Instrument, sondern Teil von Rangordnung, Zeremoniell, Ausbildung und Schriftüberlieferung. Franz Liszts Schriften sind nicht nur Begleittexte zu Kompositionen, sondern Dokumente ästhetischer Selbstdeutung, europäischer Kulturpolitik und musikalischer Öffentlichkeit. Programmmusik ist nicht nur ein Formproblem, sondern ein Streitfeld von Begriffen, Wahrnehmungsmodellen, Kunstansprüchen und Gattungsgeschichte.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Editionsphilologie. Altenburg verstand die kritische Ausgabe nicht als bloßes Bereitstellen von Texten, sondern als methodisches Zentrum historischer Musikwissenschaft. Gerade die Schriften Liszts waren durch Eingriffe, Vermittlungen, Übersetzungen, Überarbeitungen und editorische Vorentscheidungen lange schwer zuverlässig zu greifen. Die Neuausgabe sollte daher eine belastbare Grundlage schaffen, auf der ästhetische, biographische und kulturgeschichtliche Forschung überhaupt erst präzise arbeiten kann.

Franz-Liszt-Forschung und Weimar

Der Name Detlef Altenburg ist besonders eng mit der modernen Liszt-Forschung verbunden. Franz Liszt war für Altenburg nicht nur als Komponist interessant, sondern als europäische Kulturfigur: Pianist, Dirigent, Komponist, Autor, Vermittler, Netzwerker, Kirchenmusiker, Weimarer Kapellmeister und öffentlicher Intellektueller. Altenburgs Liszt-Bild war entsprechend breit angelegt und verband Werk, Schrift, Ästhetik, Institution, Erinnerungskultur und europäische Kulturgeschichte.

Von zentraler Bedeutung ist die historisch-kritische Ausgabe von Liszts Sämtlichen Schriften. Diese Ausgabe reagierte auf die Problematik der älteren, von Lina Ramann geprägten Textüberlieferung. Altenburg machte deutlich, dass die Frage nach dem authentischen Wortlaut, nach Übersetzungen, nach redaktionellen Eingriffen und nach der Entstehungsgeschichte der Texte für jede sachgerechte Liszt-Interpretation entscheidend ist. Die Liszt-Schriften sind nicht nur literarische Beigaben, sondern Quellen der musikalischen Ästhetik des 19. Jahrhunderts.

Weimar war für diese Forschung mehr als ein Arbeitsort. Die Stadt ist mit Liszts Tätigkeit, mit der Altenburg als Wohn- und Arbeitsort Liszts, mit der neudeutschen Schule, mit dem Musiktheater, mit dem Liszt-Museum und mit einer komplexen Erinnerungspolitik verbunden. Altenburg konnte hier wissenschaftliche Edition, Institutsaufbau, Ausstellungen, Kongresse und Fachgesellschaftsarbeit miteinander verknüpfen. In diesem Sinn wurde Weimar unter seiner Mitwirkung zu einem Ort, an dem Liszt-Forschung nicht nur betrieben, sondern institutionell sichtbar gemacht wurde.

Trompetengeschichte und Clarinblaskunst

Altenburgs Dissertation Untersuchungen zur Geschichte der Trompete im Zeitalter der Clarinblaskunst (1500–1800) gehört zu den wichtigen Arbeiten der historischen Instrumentenforschung. Ihr Thema ist nicht nur organologisch, sondern auch sozialgeschichtlich. Die Trompete war in der frühen Neuzeit eng mit Hof, Stadt, Militär, Rang, Zeremoniell und professioneller Sonderstellung verbunden. Die Clarinblaskunst bezeichnet eine hochspezialisierte Spielweise in hoher Lage, die besondere technische, musikalische und institutionelle Voraussetzungen hatte.

Die Arbeit ist auch deshalb bedeutsam, weil sie Quellen erschloss, die für spätere Forschungen zur Barocktrompete, zur Trompeterzunft, zu Spieltechniken, zu Instrumentenbau, Aufführungspraxis und höfischer Repräsentation grundlegend sind. Sie zeigt Altenburgs frühe Fähigkeit, musikalische Praxis, Quellenüberlieferung und Kulturgeschichte zusammenzuführen. Die Trompete erscheint nicht nur als akustisches Objekt, sondern als sozial codiertes Instrument.

Der spätere Blick auf Liszt, Programmmusik und musikalische Öffentlichkeit wirkt zunächst weit von der Trompetengeschichte entfernt. Tatsächlich verbindet beide Felder die Frage, wie Musik historisch Bedeutung erhält. Bei der Trompete geschieht dies durch Zeremoniell, Rang und Klangmacht; bei Liszt durch ästhetische Programmatik, Schrift, Öffentlichkeit und kulturelle Selbstdeutung. Altenburgs Forschung bleibt dadurch in verschiedenen Jahrhunderten methodisch verwandt.

Programmmusik, Musikästhetik und 19. Jahrhundert

Altenburgs Arbeiten zur Programmmusik gehören zu seinen wichtigsten Beiträgen zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. Programmmusik ist ein historisch belasteter Begriff, weil er Fragen nach Autonomie, Darstellung, Literaturbezug, Bildlichkeit, Narration, Charakteristik und ästhetischer Legitimation berührt. Altenburg behandelte dieses Feld nicht vereinfachend als Gegensatz zwischen absoluter Musik und außermusikalischem Programm, sondern als komplexe Begriffsgeschichte.

Besonders wichtig ist dabei die Verbindung zu Franz Liszt. Liszts symphonische Dichtungen, seine Schriften und sein Weimarer Umfeld machen das Problem der Programmmusik exemplarisch sichtbar. Musik soll nicht bloß beschreiben, aber sie kann Literatur, Bild, Geschichte, Religion, Erinnerung und poetische Idee aufnehmen. Altenburgs Forschung zielte darauf, solche Spannungen historisch genau zu beschreiben, statt sie in einfache ästhetische Parolen aufzulösen.

Damit gehört Altenburg zu jener Musikwissenschaft, die das 19. Jahrhundert nicht nur als Epoche großer Werke, sondern als Epoche musikalischer Deutungsdiskurse untersucht. Musikanschauungen, Kritik, Schriftkultur, Öffentlichkeit, nationale Identität und ästhetische Debatten werden bei ihm zu integralen Bestandteilen der Musikgeschichte. Gerade darin liegt seine kulturlexikalische Bedeutung.

Wissenschaftsorganisation und Fachpolitik

Detlef Altenburg war eine wichtige Gestalt der deutschen Wissenschaftsorganisation. Als Präsident der Gesellschaft für Musikforschung von 2001 bis 2009 vertrat er das Fach in einer Zeit, in der Hochschulreformen, veränderte Studienstrukturen, Drittmittelerwartungen, internationale Vernetzung und die Frage nach öffentlicher Sichtbarkeit der Musikwissenschaft neu verhandelt wurden. Seine fachpolitische Arbeit zielte darauf, die Musikwissenschaft als historisch reflektierte, methodisch breite und gesellschaftlich relevante Disziplin zu stärken.

Auch seine Mitgliedschaft im Präsidium des Deutschen Musikrats zeigt die Brückenfunktion, die er einnahm. Altenburg bewegte sich nicht nur innerhalb der Universität, sondern zwischen akademischer Forschung, Musikhochschule, Fachgesellschaft, Kulturpolitik, öffentlicher Musikpflege und nationalen Musikorganisationen. Dadurch vertrat er die Musikwissenschaft als Teil einer größeren musikalischen Kulturlandschaft.

Seine Aufnahme in wissenschaftliche Akademien bestätigt diesen Rang. Als ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Mitglied der Academia Europaea war er in übergreifende Forschungszusammenhänge eingebunden. Hinzu kam die Ehrenmitgliedschaft in der Deutschen Liszt-Gesellschaft, die ausdrücklich seine Verdienste um die Liszt-Forschung und um die Gesellschaft würdigte.

Ausführlicher Kulturüberblick

Altenburgs Lebenswerk gehört in eine Phase, in der die deutschsprachige Musikwissenschaft ihre traditionellen Werk-, Stil- und Quellenfragen zunehmend mit kulturgeschichtlichen, institutionellen und ästhetischen Fragestellungen verband. Nach 1945 hatte sich das Fach neu zu legitimieren; seit den 1970er und 1980er Jahren kamen Sozialgeschichte, Rezeptionsgeschichte, Editionskritik, Aufführungspraxis, Medienfragen und Wissenschaftsgeschichte stärker hinzu. Altenburgs Werk steht genau in dieser Erweiterung.

Seine frühe Trompetenforschung zeigt den Übergang von reiner Instrumentenkunde zu einer sozial und institutionell sensiblen Musikgeschichte. Eine barocke Trompete ist bei ihm nicht nur ein Klangkörper, sondern ein Zeugnis von Macht, Beruf, Zunft, Fest, höfischer Hierarchie und schriftlicher Überlieferung. Damit nähert sich Altenburg der Musikgeschichte als Kulturgeschichte, ohne die quellenphilologische Präzision aufzugeben.

Seine Liszt-Forschung steht in einem anderen, aber verwandten Feld. Liszt ist eine Gestalt des europäischen 19. Jahrhunderts, in der Virtuosentum, Komposition, Autorschaft, Religion, Nationalität, Moderne, Kritik, Schrift, Theater, Weimarer Kulturpolitik und internationale Öffentlichkeit zusammentreffen. Altenburgs Arbeit an Liszts Schriften macht sichtbar, dass die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nicht ohne Texte, Selbstdeutungen, editorische Entscheidungen und Erinnerungskulturen verstanden werden kann.

Weimar war dafür ein besonders dichter Ort. Die Stadt trägt mehrere kulturelle Schichten: Goethe und Schiller, Herder und Wieland, Liszt und die neudeutsche Schule, Hofkapelle und Musiktheater, Klassik Stiftung und Musikhochschule, Erinnerungspolitik und moderne Forschung. Altenburgs Wirken in Weimar-Jena machte diese Schichten musikwissenschaftlich produktiv. Er verstand das Institut nicht nur als Lehrort, sondern als Knotenpunkt von Archiv, Edition, Kongress, Forschung, Ausstellung und öffentlicher Musikkultur.

Sein Engagement in der Gesellschaft für Musikforschung zeigt außerdem, dass Wissenschaft nicht allein durch Einzelpublikationen entsteht. Fachzeitschriften, Kongresse, Kompendien, Studienreihen, Nachwuchsförderung, Akademieprojekte und kulturpolitische Vertretung sind für eine Disziplin ebenso wichtig wie Bücher. Altenburg war in diesem Sinn ein Wissenschaftsorganisator, der institutionelle Strukturen nicht als Nebensache, sondern als Bedingung solider Forschung verstand.

Wirkung und Nachleben

Altenburgs Wirkung liegt in mehreren Bereichen. Die historisch-kritische Liszt-Forschung bleibt ohne seinen Namen kaum zu denken. Die Neuausgabe der Schriften Liszts, die Weimarer Liszt-Studien, Auswahlbibliographien, Ausstellungen und Kongresszusammenhänge bilden ein dichtes Forschungsfeld, in dem Altenburg als Herausgeber, Autor, Kurator und Organisator sichtbar ist.

Seine Dissertation zur Trompete wird weiterhin als quellenreiche Grundlage zur barocken Trompeten- und Clarinblaskunst herangezogen. Gerade im Bereich historischer Aufführungspraxis und Instrumentengeschichte bleibt diese Arbeit relevant, weil sie nicht nur narrative Musikgeschichte, sondern Quellen, Abbildungen und Dokumente erschließt.

Fachgeschichtlich bleibt Altenburg als Präsident der Gesellschaft für Musikforschung, als Redakteur der Zeitschrift Die Musikforschung, als Mitglied des Deutschen Musikrats, als Akademiemitglied und als Lehrer mehrerer Generationen von Studierenden in Erinnerung. Sein Nachleben ist damit nicht auf ein einzelnes Werk beschränkt, sondern verteilt sich auf Editionen, Institutionen, Schülerkreise, Kongressberichte, Fachreihen und die Weimarer Musikwissenschaft.

Werk- und Publikationsverzeichnis

Das folgende Werkverzeichnis ist als ausführliches kulturlexikalisches Publikationsverzeichnis angelegt. Es erfasst die wichtigsten selbständigen Schriften, Editionen, Herausgeberschaften, Reihen, Kongressberichte, fachlexikalischen Beiträge und publizierten Forschungsschwerpunkte Detlef Altenburgs. Da Altenburg zahlreiche Aufsätze, Vorworte, Artikel, Projekttexte und Herausgeberbeiträge veröffentlicht hat, werden nicht alle kleineren Rezensionen, Vorträge und Gelegenheitsbeiträge einzeln aufgeführt; die zentralen Werkgruppen und öffentlich gut nachweisbaren Titel sind jedoch berücksichtigt.

Monographie und frühe Hauptarbeit

Untersuchungen zur Geschichte der Trompete im Zeitalter der Clarinblaskunst (1500–1800) Regensburg: Gustav Bosse, 1973 beziehungsweise 1974; Kölner Beiträge zur Musikforschung, Band 75; zugleich Dissertation Universität Köln 1973. Die mehrteilige Arbeit umfasst Text, Quellen und Abbildungen und gehört zu den wichtigen Grundlagen der historischen Trompetenforschung.

Editionen und Liszt-Ausgaben

Franz Liszt: Tagebuch 1827 Textedition, im Auftrag der Stadt Bayreuth herausgegeben von Detlef Altenburg und Rainer Kleinertz; Wien: Neff, 1986. Die Ausgabe erschließt ein frühes autobiographisches Dokument Franz Liszts.
Franz Liszt: Sämtliche Schriften Historisch-kritische Ausgabe in neun Bänden, herausgegeben von Detlef Altenburg; Wiesbaden, Leipzig und weitere Erscheinungsorte, ab 1989. Die Ausgabe bildet eine zentrale editorische Grundlage der modernen Liszt-Forschung.
Franz Liszt: Die Goethe-Stiftung / De la fondation Goethe Band 3 der Sämtlichen Schriften, herausgegeben von Detlef Altenburg und Britta Schilling-Wang, 1997. Der Band behandelt Liszts kulturpolitische und ästhetische Überlegungen zur Goethe-Stiftung.
Franz Liszt: Frühe Schriften Band 1 der Sämtlichen Schriften, herausgegeben von Rainer Kleinertz im Rahmen der von Detlef Altenburg verantworteten Gesamtausgabe, 2000. Der Band enthält französische und deutsche Texte, darunter Reisebriefe, Aufsätze, Rezensionen und Konzertberichte.
Franz Liszt: Aus den Annalen des Fortschritts Band 4 der Sämtlichen Schriften; Werkgruppe der Liszt-Edition mit Texten unter anderem über Berlioz, Robert und Clara Schumann, Franz, Sobolewski und Field.
Franz Liszt: Streifzüge Band 5 der Sämtlichen Schriften; kritische, polemische und zeithistorische Essays im Rahmen der von Detlef Altenburg herausgegebenen Neuausgabe.
Franz Liszt: Die Zigeuner und ihre Musik in Ungarn Band 6 der Sämtlichen Schriften; editorisch besonders wichtig, weil ältere Fassungen und Bearbeitungsfragen für die Liszt-Philologie problematisch sind.
Liszt-Werkverzeichnis Von Altenburg in seiner Regensburger Zeit initiiertes Projekt im Zusammenhang der Peter-Klöckner-Stiftung; als wissenschaftsorganisatorisches Editions- und Erschließungsprojekt zu nennen.

Herausgeberschaften, Sammelbände und Kongressberichte

Ars musica – musica scientia Festschrift Heinrich Hüschen zum fünfundsechzigsten Geburtstag am 2. März 1980, herausgegeben von Detlef Altenburg; Köln 1980. Der Band dokumentiert Altenburgs frühe Einbindung in die Kölner musikwissenschaftliche Schule.
Feste und Feiern im Mittelalter Paderborner Symposion des Mediävistenverbandes, herausgegeben von Detlef Altenburg, Jörg Jarnut und Hans-Hugo Steinhoff; Sigmaringen: Thorbecke, 1991. Der Band verbindet kulturgeschichtliche und interdisziplinäre Perspektiven.
Die Sprache der Musik Festschrift Klaus Wolfgang Niemöller zum 60. Geburtstag; im Umfeld Kölner Beiträge zur Musikforschung, herausgegeben unter Beteiligung Detlef Altenburgs. Der Band gehört in den akademischen Kontext der Kölner Musikwissenschaft.
Liszt und die Neudeutsche Schule Herausgegeben von Detlef Altenburg; Laaber 2006, Weimarer Liszt-Studien, Band 3. Der Band behandelt Liszt im Zusammenhang ästhetischer, kompositorischer und institutioneller Positionen der neudeutschen Schule.
Im Herzen Europas. Nationale Identitäten und Erinnerungskulturen Herausgegeben von Detlef Altenburg, Lothar Ehrlich und Jürgen John; Köln, Weimar, Wien 2008. Der Band verbindet Musik-, Kultur- und Erinnerungsgeschichte im europäischen Kontext.
Liszt und Europa Herausgegeben von Detlef Altenburg und Harriet Oelers; Laaber 2008, Weimarer Liszt-Studien, Band 5. Der Band behandelt Franz Liszt als europäische Kulturfigur.
Musik und Theater um 1800 Konzeptionen, Aufführungspraxis und Rezeption, herausgegeben von Detlef Altenburg und Beate Agnes Schmidt; Sinzig 2012, Reihe Musik und Theater, Band 1.
Musik und kulturelle Identität Bericht über den XIII. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung, Weimar 2004; herausgegeben von Detlef Altenburg und Rainer Bayreuther; Kassel: Bärenreiter, 2012, drei Bände. Der Kongressbericht dokumentiert eines der großen fachlichen Projekte der GfM-Präsidentschaft Altenburgs.
Spontini und die Oper im Zeitalter Napoleons Herausgegeben von Detlef Altenburg, Arnold Jacobshagen, Arne Langer, Jürgen Maehder und Saskia Maria Woyke; Sinzig 2015, Reihe Musik und Theater, Band 11. Der Band verbindet Operngeschichte, Politik, Aufführungspraxis und napoleonische Kultur.
Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland Herausgegeben von Detlef Altenburg und Peter Gülke; Stuttgart und Leipzig 2016. Der Band behandelt Kunst und Kultur im geteilten Deutschland und gehört zu Altenburgs späten Herausgeberprojekten.

Reihen, wissenschaftliche Projekte und institutionelle Publikationskontexte

Weimarer Liszt-Studien Reihe zur Liszt-Forschung in Weimar; Altenburg war als Herausgeber, Autor und wissenschaftlicher Organisator eng mit mehreren Bänden und thematischen Schwerpunkten verbunden.
Schriftenreihe der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Von Detlef Altenburg bis 2013 herausgegebene beziehungsweise mit herausgegebene Reihe; sie dokumentiert Weimarer musikwissenschaftliche Forschungs- und Publikationsarbeit.
Kompendien Musik Im Auftrag der Gesellschaft für Musikforschung mit herausgegebene Reihe, an der Detlef Altenburg neben weiteren Herausgeberinnen und Herausgebern beteiligt war. Die Reihe zielt auf allgemeinverständliche und fachlich fundierte Darstellungen musikwissenschaftlicher Arbeitsbereiche.
Die Musikforschung Altenburg war 1985 bis 1989 verantwortlicher Redakteur beziehungsweise Schriftleiter der Zeitschrift Die Musikforschung. Diese Tätigkeit ist als fachpublizistische Arbeit von besonderer Bedeutung.
Historisch-kritische Ausgabe der Schriften Franz Liszts DFG-geförderter Projektzusammenhang, den Altenburg in Regensburg leitete und später in Weimar-Jena weiter fachlich prägte.
Franz Liszt – Ausgaben und Literatur in Auswahl Auswahlbibliographie der Deutschen Liszt-Gesellschaft, herausgegeben von Detlef Altenburg; wichtiges Hilfsmittel für die Liszt-Forschung.

Aufsätze und fachlexikalische Beiträge

Die Schriften von Franz Liszt Bemerkungen zu einem zentralen Problem der Liszt-Forschung; Beitrag in einer Festschrift für Arno Forchert, 1986. Der Aufsatz gehört zu den programmatischen Vorarbeiten der späteren historisch-kritischen Liszt-Edition.
Liszts Schriften. Zur Konzeption und zu Problemen der historisch-kritischen Ausgabe Aufsatz zur editorischen Konzeption, Quellenproblematik und Textüberlieferung der Liszt-Schriften. Er erläutert die Notwendigkeit einer Neuausgabe gegenüber älteren, redaktionell problematischen Fassungen.
Programmusik Fachlexikalischer Sachartikel in MGG Online beziehungsweise der MGG2. Der Beitrag behandelt Terminologie, Ästhetik, Begriffsgeschichte und kompositorische Zusammenhänge der Programmmusik.
Beiträge zu Franz Liszt Mehrere Aufsätze, Vorworte, Ausstellungs- und Kongressbeiträge zu Liszt als Komponist, Autor, Weimarer Kulturfigur, Europäer und Gegenstand historisch-kritischer Editionsarbeit.
Beiträge zu Musik und kultureller Identität Aufsätze und Herausgebertexte im Zusammenhang des XIII. Internationalen Kongresses der Gesellschaft für Musikforschung in Weimar 2004.
Beiträge zu Musiktheater und Oper um 1800 Forschungs- und Herausgeberkontexte zur Musiktheatergeschichte, zu Spontini, Oper und Aufführungskultur um 1800.
Beiträge zur Musik des 17. und 18. Jahrhunderts Werkgruppe, die sich aus Altenburgs instrumenten-, quellen- und aufführungsgeschichtlichen Interessen ergibt; besonders im Anschluss an Trompetengeschichte, barocke Aufführungspraxis und Hofmusik einschlägig.
Beiträge zu Musikanschauungen des 19. Jahrhunderts Aufsatz- und Forschungsfeld zu ästhetischen Debatten, Programmmusik, Liszt, neudeutscher Schule, musikalischer Öffentlichkeit und europäischer Kulturgeschichte.

Ehrungen, Nachrufe und Rezeptionszeugnisse

Bundesverdienstkreuz am Bande 2010 erhielt Detlef Altenburg das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine Verdienste um Wissenschaft und Musikkultur.
Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Liszt-Gesellschaft 2015 wurde Altenburg als Ehrenmitglied der Deutschen Liszt-Gesellschaft gewürdigt, insbesondere für sein wissenschaftliches Werk zu Franz Liszt und für seine Verdienste um die Gesellschaft.
Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Musikforschung Die Gesellschaft für Musikforschung verlieh Altenburg 2012 die Ehrenmitgliedschaft; sie würdigte damit seine langjährige Tätigkeit als Redakteur, Präsident und Fachvertreter.
Nachruf Klaus Wolfgang Niemöller Gedenkbeitrag Zum Gedenken an Detlef Altenburg (1947–2016), der Altenburg als Hochschullehrer, Forscher und Wissenschaftsorganisator würdigt.
Nachrufe in nmz, klassik.com und Deutschem Musikrat Öffentliche Nachrufe und Meldungen, die Altenburgs Rang als Weimarer Liszt-Forscher, Institutsdirektor, Fachpräsident und Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrats hervorheben.

Sekundärliteratur

  • Academia Europaea: Altenburg Detlef. Akademisches Profil mit Karriereangaben, Forschungsschwerpunkten und Auszeichnungshinweis.
  • Breitkopf & Härtel: Franz Liszt: Sämtliche Schriften. Verlagsdarstellung zur historisch-kritischen Neuausgabe der Liszt-Schriften und zu ihrer editorischen Notwendigkeit.
  • Deutsche Liszt-Gesellschaft: Ehrenmitglieder und Literatur. Nachweise zu Altenburgs Ehrenmitgliedschaft, Liszt-Bibliographie und editorischer Arbeit.
  • Deutscher Musikrat: Deutscher Musikrat trauert um Detlef Altenburg. Nachruf mit Betonung seiner Tätigkeit als Institutsdirektor, GfM-Präsident und Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrats.
  • GND Explorer und Deutsche Nationalbibliothek: Detlef Altenburg, GND 109813855. Normdaten und bibliographische Identifikation der Person.
  • Klassik.com: Musikwissenschaftler Detlef Altenburg gestorben. Zeitgenössische Todesmeldung mit Würdigung seines fachlichen Ranges.
  • Musikforschung / Klaus Wolfgang Niemöller: Zum Gedenken an Detlef Altenburg (1947–2016). Gedenkbeitrag mit biographischer, institutioneller und fachgeschichtlicher Einordnung.
  • Neue Musikzeitung: Eloquent und beharrlich. Porträtierender Nachruf, der Altenburg als Gesicht der deutschen Musikwissenschaft und als sachlichen Fachpolitiker charakterisiert.
  • Neue Musikzeitung: Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar trauert um Prof. Dr. Detlef Altenburg. Nachruf mit Angaben zu Weimar-Jena, Lebensstationen und Liszt-Forschung.
  • Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig: Detlef Altenburg, Prof. Dr. phil. habil.. Akademieprofil mit Geburts- und Sterbedaten, Zuwahl und Fachgebiet.
  • Universität Regensburg: Institutsgeschichte. Angaben zu Altenburgs Regensburger Lehrstuhl, zur Liszt-Schriften-Ausgabe und zum Liszt-Werkverzeichnis-Projekt.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Academia Europaea Europäische Akademie, der Detlef Altenburg als Mitglied angehörte.
  • Bad Hersfeld Geburtsort Detlef Altenburgs in Nordhessen.
  • Barocktrompete Instrumentengeschichtlicher Schwerpunkt, der mit Altenburgs Dissertation zur Clarinblaskunst verbunden ist.
  • Clarinblaskunst Historische Hochlagen-Spielweise der Trompete, die Altenburg in seiner Dissertation grundlegend untersuchte.
  • Deutscher Musikrat Musikpolitische Dachorganisation, in deren Präsidium Altenburg von 2003 bis 2009 mitwirkte.
  • Detmold Hochschul- und Musikort, an dem Altenburg im Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn lehrte.
  • Edition Philologische und musikwissenschaftliche Arbeit an zuverlässigen Text- und Notenausgaben.
  • Editionsphilologie Methodisches Zentrum von Altenburgs Liszt-Forschung und historisch-kritischer Herausgebertätigkeit.
  • Franz Liszt Komponist, Pianist, Autor und europäische Kulturfigur, dessen Schriften und Weimarer Wirkung Altenburg intensiv erforschte.
  • Gesellschaft für Musikforschung Zentrale deutsche Fachgesellschaft, deren Präsident Altenburg von 2001 bis 2009 war.
  • Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Wichtiger Wirkungsort Altenburgs und institutioneller Rahmen seiner Weimarer Liszt-Forschung.
  • Historisch-kritische Ausgabe Editionsform, die Quellen, Varianten und Textgeschichte wissenschaftlich dokumentiert.
  • Instrumentenkunde Forschungsfeld, das bei Altenburg besonders durch die Geschichte der Trompete vertreten ist.
  • Jena Universitätsort des gemeinsamen Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena.
  • Liszt-Forschung Forschungsfeld, das Altenburg durch Edition, Bibliographie, Kongresse und Weimarer Institutsarbeit nachhaltig prägte.
  • Musik und kulturelle Identität Themenfeld und Kongresszusammenhang, den Altenburg als GfM-Präsident und Herausgeber mitgestaltete.
  • Musikanschauung Begriff für historische Vorstellungen, Deutungen und ästhetische Konzepte von Musik.
  • Musikästhetik Disziplin der philosophischen und historischen Reflexion über Musik, Schönheit, Ausdruck, Werk und Bedeutung.
  • Musikforschung Wissenschaftliches Feld, dessen Institutionen Altenburg als Redakteur, Präsident und Akademiemitglied mitprägte.
  • Musiktheater Forschungsfeld, das in Altenburgs Herausgeberarbeiten zu Oper, Theater und Aufführung um 1800 sichtbar wird.
  • Musikwissenschaft Akademische Disziplin, in der Altenburg als Forscher, Lehrer, Herausgeber und Fachorganisator wirkte.
  • Neudeutsche Schule Musikästhetischer und kompositionsgeschichtlicher Zusammenhang um Liszt, Wagner, Programmmusik und Weimar.
  • Paderborn Universitätsort der Detmold-Paderborner Lehr- und Forschungsphase Altenburgs.
  • Programmmusik Zentrales Forschungsfeld Altenburgs zur Musikästhetik und Gattungsgeschichte des 19. Jahrhunderts.
  • Regensburg Wirkungs- und Sterbeort Altenburgs sowie Standort seiner Professur von 1994 bis 1999.
  • Sächsische Akademie der Wissenschaften Akademie, der Altenburg seit 2006 als ordentliches Mitglied angehörte.
  • Trompete Instrument, dessen frühneuzeitliche Geschichte Altenburg in seiner Dissertation umfassend erforschte.
  • Weimar Zentraler Wirkungsort Altenburgs und bedeutender Ort der Liszt-Forschung.
  • Weimarer Liszt-Studien Publikations- und Forschungsreihe im Umfeld der Weimarer Liszt-Forschung.
  • Wissenschaftsorganisation Institutionelles Arbeitsfeld, in dem Altenburg Fachgesellschaft, Hochschule, Akademie und Musikrat miteinander verband.