Philipp Samuel Alt
Überblick
Philipp Samuel Alt war ein Weimarer Organist, Komponist, Kopist, Bassist der Weimarer Hofkapelle und ausgebildeter Jurist. Er wurde am 16. Januar 1689 in Weimar geboren und starb nach den neueren Bach-Digital- und Bach-Archiv-Nachweisen am 26. beziehungsweise 27. Juni 1765 in derselben Stadt. Ältere musiklexikalische Traditionen, darunter die bei Eitner greifbare ältere Überlieferung und der MGG-Previewtext, nennen demgegenüber noch „gegen 1750“ beziehungsweise „um 1750“. Diese Differenz ist für den Eintrag ausdrücklich festzuhalten, weil sie die Überlieferungsgeschichte des Namens zeigt.
Alt gehört nicht zu den weithin bekannten Komponisten des mitteldeutschen Barock, ist aber für die Kulturgeschichte Weimars von Bedeutung. Er steht an der Schnittstelle von Kirchenmusik, Hofmusik, städtischer Organistenpraxis, musikalischer Ausbildung und bürgerlich-juristischer Amtslaufbahn. Als Sohn des Weimarer Hofkantors Wolfgang Christoph Alt wuchs er in einem professionellen Musikerhaushalt auf. Seine Lehrer werden im Umfeld der Weimarer Musiktradition gesucht, besonders bei Johann Samuel Drese, Georg Christoph Strattner, Samuel Heintze und Johann Gottfried Walther.
Musikgeschichtlich ist Philipp Samuel Alt vor allem deshalb interessant, weil er 1714 als Bassist der Weimarer Hofkapelle genannt wird, also in jener Zeit, in der Johann Sebastian Bach als Hoforganist und Konzertmeister in Weimar wirkte. Ab 1721 ist Alt als Organist der Jakobskirche Weimar bezeugt; ab 1727 war er zudem Hofadvokat. Sein erhaltenes oder wenigstens nachweisbares kompositorisches Werk ist sehr schmal überliefert und besteht nach älteren Angaben aus nicht näher betitelten Kirchenkompositionen beziehungsweise Kirchenkantaten, die in der herzoglichen Bibliothek Weimar gelegen haben sollen.
Kurzdaten
| Name | Philipp Samuel Alt. |
|---|---|
| Geboren | 16. Januar 1689 in Weimar. |
| Gestorben | Nach neueren Bach-Quellen am 26./27. Juni 1765 in Weimar; ältere Lexika nennen abweichend „um 1750“ beziehungsweise „gegen 1750“. |
| Beruf | Organist, Komponist, Kopist, Bassist der Weimarer Hofkapelle und Hofadvokat. |
| Vater | Wolfgang Christoph Alt, Weimarer Hofkantor, Bassist und Lehrer. |
| Ausbildung | Musikalische Ausbildung zunächst im Elternhaus; weitere Ausbildung im Umfeld von Johann Samuel Drese, Georg Christoph Strattner, Samuel Heintze und Johann Gottfried Walther; Jurastudium in Jena. |
| Wirkungsort | Weimar, besonders Hofkapelle, Jakobskirche und juristischer Hofdienst. |
| Ämter | Bassist der Weimarer Hofkapelle 1714; Organist der Jakobskirche Weimar ab 1721; Hofadvokat ab 1727. |
| Musikgeschichtlicher Kontext | Mitteldeutsche Kirchenmusik, Weimarer Hofmusik, Bach-Umfeld, Walther-Schule, Organistenpraxis und handschriftliche Musiküberlieferung des frühen 18. Jahrhunderts. |
| Werküberlieferung | Nur sehr knapp bezeugt; ältere Quellen nennen nicht näher betitelte Kirchenkompositionen beziehungsweise Kirchenkantaten in der herzoglichen Bibliothek Weimar. |
| Normdaten | VIAF 109921450; Bach-Digital-Personendatensatz vorhanden. |
| Dateiname | alt-philipp-samuel.shtml |
Quellenlage und Datierungsprobleme
Die Quellenlage zu Philipp Samuel Alt ist für eine vollständige Biographie unbefriedigend. Sein Name erscheint in neueren Bach-Kontexten, in älteren Musiklexika, in Digitalisaten und Bestandsnachweisen zur Weimarer Musikgeschichte, doch liegt kein umfangreicher moderner Einzelaufsatz vor, der Leben und Werk vollständig erschließt. Der Eintrag muss deshalb zwischen gesicherten Daten, älteren Angaben und vorsichtig erschlossenen kulturgeschichtlichen Zusammenhängen unterscheiden.
Besonders auffällig ist die unterschiedliche Todesdatierung. Ältere Nachschlagewerke geben an, Alt sei „gegen 1750“ oder „um 1750“ in Weimar gestorben. Bach Digital nennt dagegen den 27. Juni 1765, jsBach den 26. Juni 1765. Diese neueren Nachweise sind für den hier verwendeten Datensatz maßgeblich, während die ältere Angabe im Text als Überlieferungsstufe erhalten bleibt. Das ist nicht nur eine formale Korrektur, sondern auch ein Beispiel für die fortschreitende Präzisierung barocker Musikerbiographien durch Archiv-, Digitalisierungs- und Bach-Forschung.
Auch das Werkverzeichnis ist von dieser Quellenlage betroffen. Es sind keine umfangreichen Drucke Alts bekannt, und die überlieferten Hinweise sprechen nicht von einem katalogisierten Œuvre, sondern von Kirchenkompositionen oder Kirchenkantaten, deren Titel in den allgemein zugänglichen Nachweisen nicht gesichert genannt werden. Für ein Kulturlexikon bedeutet dies: Das Werkverzeichnis darf nicht künstlich erweitert werden, sondern muss den Befund knapp, vollständig und quellenkritisch darstellen.
Biographie
Philipp Samuel Alt wurde am 16. Januar 1689 in Weimar geboren. Sein Vater Wolfgang Christoph Alt war am Weimarer Hof als Kantor, Bassist und Lehrer tätig. Dadurch wuchs Philipp Samuel Alt in einem musikalischen Milieu auf, das unmittelbar mit der höfischen und kirchlichen Praxis verbunden war. Musik war in diesem Umfeld nicht nur Kunstübung, sondern Beruf, Amt, tägliche Dienstleistung, liturgische Aufgabe und Bestandteil höfischer Repräsentation.
Die ältere biographische Überlieferung nennt mehrere musikalische Lehrer beziehungsweise Einflüsse. Zunächst erhielt Alt Unterricht durch seinen Vater. Um 1700 soll er mit Johann Samuel Drese und Georg Christoph Strattner in Berührung gekommen sein. Unterricht im Klavier- und Orgelspiel wird mit Samuel Heintze und ab 1707 mit Johann Gottfried Walther verbunden. Gerade die Verbindung zu Walther ist musikgeschichtlich bedeutsam, weil Walther einer der wichtigen Organisten, Komponisten, Musiklexikographen und Bach-Verwandten im Weimarer Umfeld war.
Im Jahr 1709 studierte Alt Rechtswissenschaft an der Universität Jena. Damit folgte er nicht ausschließlich dem musikalischen Berufsweg. Diese Doppelstellung ist für die frühe Neuzeit nicht ungewöhnlich: Musiker konnten zugleich in Verwaltungs-, Kanzlei- oder Rechtszusammenhängen tätig sein, und die soziale Sicherung eines musikalischen Lebens hing oft von mehreren Ämtern ab. Nach seiner Rückkehr nach Weimar wurde Alt Hofadvokat, blieb aber zugleich musikalisch aktiv.
1714 wird Philipp Samuel Alt als Bassist der Weimarer Hofkapelle genannt. Das ist eine wichtige Einzelangabe, weil sie ihn in unmittelbare Nähe zur Weimarer Bach-Zeit rückt. Johann Sebastian Bach war damals in Weimar als Hoforganist und Konzertmeister tätig. Ob und in welcher konkreten Form Alt direkt mit Bach zusammenarbeitete, muss im Einzelnen offen bleiben; sicher ist aber, dass beide demselben institutionellen und musikalischen Umfeld angehörten.
Ab 1721 wirkte Alt als Organist der Jakobskirche in Weimar. Dieses Amt übte er nach neueren Angaben bis zu seinem Tod 1765 aus. Ab 1727 kam das Amt des Hofadvokaten hinzu. Alt war damit eine typische, zugleich aber kulturgeschichtlich aufschlussreiche Figur des Weimarer 18. Jahrhunderts: musikalisch ausgebildet, kirchlich tätig, höfisch eingebunden, juristisch qualifiziert und in einer Stadt lebend, deren Musikgeschichte durch die Namen Bach, Walther, Drese und später Goethe zwar überstrahlt wird, aber nur durch solche lokalen Amtsträger im täglichen Vollzug verständlich wird.
Ausführlicher Kulturüberblick
Philipp Samuel Alt gehört in die Musik- und Kulturgeschichte des frühneuzeitlichen Weimar. Diese Stadt war im frühen 18. Jahrhundert nicht nur Residenz, sondern ein dichter Raum von Hof, Kirche, Schule, Stadtgemeinde, juristischer Verwaltung und musikalischer Praxis. Musik war hier nicht ausschließlich für den Konzertsaal bestimmt. Sie erklang im Gottesdienst, im Hofzeremoniell, in Trauer- und Festakten, im Unterricht, in der häuslichen Übung und in der Repräsentation landesherrlicher Ordnung.
Die Weimarer Hofkapelle war für diese Kultur zentral. Sie verband Sänger, Instrumentalisten, Hoforganisten, Kapellmeister, Kantoren und Kopisten zu einem funktionalen Apparat. Wer dort als Bassist genannt wird, wie Alt im Jahr 1714, war Teil eines professionellen musikalischen Dienstsystems. Die Stimme war nicht bloß individuelles Ausdrucksmittel, sondern ein Amt im Ensemble, eingebunden in Gottesdienst, Kantatenaufführung, höfische Festmusik und liturgische Ordnung.
Gleichzeitig zeigt Alts Tätigkeit als Organist der Jakobskirche, dass städtische und höfische Musikbereiche ineinandergriffen. Die Orgel war im lutherischen Kirchenraum ein liturgisches, pädagogisches und repräsentatives Instrument. Der Organist hatte nicht nur zu spielen, sondern musikalische Abläufe zu sichern, Gemeindegesang zu begleiten, Vor- und Nachspiele zu gestalten und in vielen Fällen auch mit Kantoren, Sängern und Instrumentalisten zusammenzuarbeiten. In kleineren und mittleren Stadtkirchen war das Organistenamt eine Schlüsselfunktion musikalischer Kontinuität.
Alts Laufbahn zeigt zudem, dass musikalische Kultur in Weimar nicht allein durch berühmte Komponistennamen definiert werden darf. Neben Johann Sebastian Bach und Johann Gottfried Walther standen zahlreiche lokale Musiker, Kopisten, Sänger, Organisten und Kantoren, die den musikalischen Alltag trugen. Ohne sie wären Aufführung, Abschrift, Archivierung, Besetzung und Weitergabe der Musik kaum möglich gewesen. Der Begriff Musiküberlieferung meint deshalb nicht nur erhaltene Noten, sondern auch die soziale Struktur ihrer Herstellung und Verwendung.
Besondere Aufmerksamkeit verdient Alts Rolle als Kopist. In der Barockzeit war die Abschrift von Musik ein elementarer Teil der Aufführungspraxis. Partituren, Stimmen, Dubletten, Aufführungsmaterialien und Sammlungen wurden handschriftlich hergestellt, verteilt und archiviert. Kopisten sind für die heutige Forschung deshalb von hohem Wert, weil ihre Handschriften Datierungen, Aufführungskontexte, Werkverbreitung und Zuschreibungsfragen sichtbar machen können. Selbst dort, wo Alt nicht als Komponist fassbar wird, gehört er damit zur materiellen Geschichte der Musik.
Die von älteren Quellen genannten Kirchenkompositionen oder Kirchenkantaten Alts zeigen, dass er nicht nur ausführender Musiker war. Dass diese Werke heute kaum greifbar sind, entspricht einem verbreiteten Überlieferungsproblem der mitteldeutschen Kirchenmusik. Viele Kompositionen blieben handschriftlich, wurden für konkrete Sonntage oder Festtage geschrieben, in lokalen Bibliotheken aufbewahrt, umsortiert, beschädigt, verloren oder ohne eindeutige Autorangabe überliefert. Alts Werkgeschichte ist daher zugleich eine Geschichte des Verlusts und der archivalischen Unsichtbarkeit.
Weimar, Hofkapelle und Jakobskirche
Weimar war im frühen 18. Jahrhundert ein musikalisch außerordentlich produktiver Ort. Die Hofkapelle, die Schlosskirche, die Stadtkirche und die Jakobskirche bildeten zusammen ein Netzwerk von Aufführungsräumen. Johann Sebastian Bach wirkte von 1708 bis 1717 in Weimar; Johann Gottfried Walther war seit 1707 Organist an der Stadtkirche St. Peter und Paul. Philipp Samuel Alt ist in diese Konstellation einzuordnen, auch wenn seine eigene Überlieferung viel schmaler bleibt.
Die Jakobskirche war für Alt der wichtigste überlieferte Amtsort. Sein Organistenamt ab 1721 zeigt, dass er nach der Weimarer Bach-Zeit eine lange lokale Kontinuität verkörperte. Während Bach Weimar verließ und später in Köthen und Leipzig wirkte, blieb Alt im städtischen und höfischen Weimar verwurzelt. Gerade dadurch wird er zu einer Quelle für die Alltagsgeschichte der Weimarer Kirchenmusik nach Bach.
Das Nebeneinander von Organistenamt und Hofadvokatur ist aufschlussreich. Es zeigt eine soziale Struktur, in der musikalische und juristische Kompetenz nicht zwingend getrennt waren. Alt war nicht der Typus eines modernen freischaffenden Komponisten, sondern ein Amtsträger mit mehreren Funktionen. Sein kultureller Rang liegt deshalb weniger in einem großen publizierten Œuvre als in seiner Einbindung in Institutionen, die Musik hervorbrachten, bewahrten und weitergaben.
Alt im Umfeld Bachs und Walthers
Der Name Philipp Samuel Alt gewinnt besondere Kontur durch seine Nähe zum Weimarer Bach- und Walther-Kreis. Johann Gottfried Walther war Organist, Komponist, Theoretiker und Autor des Musicalischen Lexicons von 1732. Wenn Alt bei Walther Klavier- und Orgelunterricht erhielt, gehörte er zu einem Kreis, in dem handwerkliche Genauigkeit, kontrapunktische Schulung, Orgelpraxis und enzyklopädisches Musikinteresse eng miteinander verbunden waren.
Auch die zeitliche Nähe zu Johann Sebastian Bach ist bedeutsam. 1714 war Bach in Weimar Konzertmeister und hatte damit die Verpflichtung, regelmäßig Kirchenkantaten zu liefern. Im selben Jahr wird Alt als Bassist der Hofkapelle genannt. Daraus folgt nicht automatisch, dass Alt in bestimmten Bach-Kantaten nachweisbar mitwirkte; doch der institutionelle Zusammenhang macht deutlich, dass er zur personellen Umgebung gehörte, aus der Bachs Weimarer Musikpraxis lebte.
Für die Bach-Forschung sind solche Nebenfiguren wichtig. Sie zeigen, dass Bachs Musik nicht im isolierten Genie-Raum entstand, sondern in einem konkreten Geflecht aus Sängern, Instrumentalisten, Kopisten, Organisten, Hofbeamten, Kirchenräumen, liturgischen Anforderungen und lokalen Traditionen. Alt gehört zu diesem Geflecht. Seine Bedeutung ist daher relational: Er erklärt das musikalische Weimar nicht allein, aber er hilft, die soziale und institutionelle Basis dieser Kultur zu erkennen.
Werkverzeichnis
Ein geschlossenes, nach Titeln, Besetzungen und Datierungen gesichertes Werkverzeichnis Philipp Samuel Alts ist nach dem gegenwärtig leicht zugänglichen Forschungsstand nicht möglich. Die Quellen nennen keine gedruckten Sammlungen und keine Reihe eindeutig betitelter Werke. Das folgende Verzeichnis gibt deshalb den vollständigen derzeit öffentlich greifbaren Werk- und Überlieferungsbefund in quellenkritischer Form wieder.
Kompositionen und Werküberlieferung
| Kirchenkompositionen | Ältere bibliographische Überlieferung nennt mehrere Kirchenkompositionen Philipp Samuel Alts, die in der herzoglichen Bibliothek Weimar aufbewahrt worden sein sollen; Titel, genaue Besetzung, Datierung und heutiger Standort sind in den allgemein zugänglichen Nachweisen nicht sicher ausgewiesen. |
|---|---|
| Kirchenkantaten | Neuere zusammenfassende Online-Nachweise sprechen von Kirchenkantaten mit unbekannten Titeln und nennen als Überlieferungsort die herzogliche Bibliothek Weimar; diese Angabe ist als Werkgruppennachweis zu verstehen, nicht als katalogisiertes Einzelwerkverzeichnis. |
| Vokal- und Kirchenmusik im Weimarer Kontext | Aufgrund seiner Tätigkeit als Bassist der Hofkapelle und Organist der Jakobskirche ist Alts kompositorisches Profil am ehesten im Bereich der lutherischen Kirchenmusik und Kantatenpraxis zu suchen; konkret benennbare Einzelwerke sind jedoch nicht gesichert. |
Kopisten- und Quellenfunktion
| Kopistentätigkeit | Bach Digital führt Philipp Samuel Alt auch als Kopisten. Diese Rolle ist nicht als Komposition im engeren Sinn zu werten, gehört aber zur Werk- und Quellenüberlieferung der mitteldeutschen Barockmusik, weil Abschriften Aufführungsmaterial, Datierung und Werkverbreitung dokumentieren können. |
|---|---|
| Bach-Digital-Quellenkontext | Alt erscheint in der Bach-Digital-Personendatenbank im Umfeld von Quellen, Personen und Abschriften. Der Nachweis belegt seine Zugehörigkeit zur materiellen Musiküberlieferung des Bach-Umfelds. |
Nicht gesicherte oder verlorene Werkbereiche
| Orgelwerke | Ob Philipp Samuel Alt eigenständige Orgelwerke komponierte, ist aus den allgemein zugänglichen Nachweisen nicht sicher zu belegen. Angesichts seines Organistenamtes ist die Praxis improvisierter und schriftlich fixierter Orgelmusik naheliegend, doch konkrete Titel dürfen nicht ergänzt werden. |
|---|---|
| Hofmusikalische Beiträge | Eine Beteiligung an Hofmusik ist durch seine Funktion als Bassist plausibel, doch selbständige Hofkompositionen sind nicht sicher nachgewiesen. |
| Druckwerke | Gedruckte Werke Philipp Samuel Alts sind im zugänglichen Nachweismaterial nicht als gesicherte Publikationen erkennbar. |
Sekundärliteratur
- Bach-Archiv Leipzig: jsBach-Personenprofil Alt, Philipp Samuel. Knapper, aber wichtiger moderner Nachweis zu Alts Stellung als Bassist der Weimarer Hofkapelle, Organist der Jakobskirche und Hofadvokat.
- Bach Digital: Personendatensatz Alt, Philipp Samuel. Zentraler aktueller Datensatz mit Lebensdaten, Berufsangaben und Quellenverknüpfung im Bach-Kontext.
- Bach-Jahrbuch 2015. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2015. Forschungskontext zur Weimarer Bach-Überlieferung und zu frühen thüringischen Bachianern, in dem Philipp Samuel Alt als Weimarer Organist berücksichtigt wird.
- Eitner, Robert: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten, Bd. 1. Leipzig 1900. Älterer grundlegender Quellenlexikon-Nachweis mit Angaben zu Herkunft, Weimarer Stellung und mutmaßlicher Werküberlieferung.
- Hirschmann, Wolfgang, Hrsg.: Notizen zu einigen frühen Thüringer Bachianern. Forschungskontext zu Schülern, Kollegen und Umfeldgestalten Johann Sebastian Bachs in Thüringen.
- Schilling, Gustav, Hrsg.: Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften oder Universal-Lexicon der Tonkunst. Stuttgart 1835 ff. Ältere lexikalische Überlieferung, auf die spätere Nachweise zu Alt teilweise zurückverweisen.
- Spitta, Philipp: Johann Sebastian Bach, Bd. 1. Leipzig 1873. Klassisches Bach-Werk mit Hinweisen zum Weimarer Umfeld und zu Hofmusikern der Bach-Zeit.
- Williams, Peter: The Organ Music of J. S. Bach und weitere Studien zur Bach-Orgelwelt. Kontextliteratur zur mitteldeutschen Orgelkultur, in deren Weimarer Umfeld Alt als Organist einzuordnen ist.
- Wolff, Christoph: Johann Sebastian Bach. The Learned Musician. New York 2000. Grundlegende moderne Bach-Biographie mit wichtigem Hintergrund zur Weimarer Zeit, Hofkapelle und institutionellen Musikpraxis.
Ausgewählte Onlinequellen
- Archive in Thüringen: Datensammlung Thüringer Orgelbauer, Kantoren, Organisten und Musiker Archivischer Nachweis zu Weimarer Musikern, darunter Philipp Samuel Alt, Wolfgang Christoph Alt, Johann Sebastian Bach und weitere Namen des lokalen Musikmilieus.
- Bach Cantatas Website: Philipp Samuel Alt Zusammenfassendes englischsprachiges Personenprofil zu Alt als Organist, Komponist und Kopist im Bach-Umfeld.
- Bach Cantatas Website: Bach’s Copyists Liste von Kopisten im Bach-Umfeld, in der Philipp Samuel Alt als Kopist berücksichtigt wird.
- Bach Cantatas Website: Bach’s Pupils Liste tatsächlicher und möglicher Bach-Schüler mit Eintrag zu Philipp Samuel Alt als Organist, Komponist, Jurist und Kopist.
- Bach Digital: Alt, Philipp Samuel Aktueller Personendatensatz mit Geburts- und Todesdatum, Berufsangaben als Kopist, Organist und Komponist sowie Bach-Digital-Verknüpfung.
- Bach-Jahrbuch: digitalisierte Seite mit Hinweis auf Philipp Samuel Alt Digitalisat mit Forschungshinweis auf den Weimarer Organisten an St. Jakob im Umfeld der Bach-Forschung.
- Composers Classical Music: Alt, Philipp Samuel Knappes Werk- und Biographieprofil mit Angaben zu Lehrern, Jurastudium, Hofadvokatur, Jakobskirche und unbetitelten Kirchenkantaten.
- Eitner: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon, Bd. 1 Digitalisat des älteren Quellenlexikons mit Eintrag zu Philipp Samuel Alt und Hinweis auf Kirchenkompositionen in Weimar.
- jsBach: Alt, Philipp Samuel Bach-Archiv-Profil mit Angaben zu Hofkapelle, Jakobskirche, Hofadvokatur und Weimarer Bach-Kontext.
- MGG Online: Alt, Philipp Samuel Fachlexikalischer Artikel beziehungsweise Preview zur Einordnung Alts als Weimarer Organist und Komponist.
- Pipedreams: Historic Organs of Germany, Tour Booklet Kontextquelle zur Weimarer Orgel- und Kirchenlandschaft mit Hinweis auf Alt als Organisten an der Jakobskirche und Bassisten der Hofkapelle.
- VIAF: Philipp Samuel Alt Internationaler Normdatenverbund mit bibliothekarischer Personenidentifikation.
Weiterführende Einträge
- Bach Digital Forschungs- und Quellenportal zu Johann Sebastian Bach, seiner Familie, seinem Umfeld und der handschriftlichen Überlieferung.
- Johann Sebastian Bach Komponist, Organist und Weimarer Hofmusiker, dessen Umfeld Philipp Samuel Alt 1714 institutionell berührte.
- Bach-Kantate Zentrale Gattung der lutherischen Kirchenmusik, die den Weimarer Kontext von Alt, Bach und der Hofkapelle verständlich macht.
- Barockmusik Musikalischer Epochenzusammenhang, in dem Alts Organisten- und Kirchenmusikpraxis zu verorten ist.
- Bassist Stimm- und Funktionsbezeichnung im vokalen Ensemble, die für Alts Tätigkeit in der Weimarer Hofkapelle überliefert ist.
- Johann Samuel Drese Weimarer Kapellmeister und möglicher Lehrer beziehungsweise musikalischer Bezugspunkt Philipp Samuel Alts.
- Hofadvokat Juristische Amtsfunktion, die Alts Doppelstellung zwischen Musikberuf und Hofverwaltung sichtbar macht.
- Hofkapelle Institution höfischer Musikpflege, in der Sänger, Instrumentalisten, Organisten, Kapellmeister und Kopisten zusammenwirkten.
- Hofmusik Musikalische Praxis an Fürstenhöfen, die Gottesdienst, Repräsentation, Festkultur und tägliche Aufführungspraxis verband.
- Jakobskirche Weimar Wichtigster überlieferter Amtsort Philipp Samuel Alts als Organist seit 1721.
- Jena Universitätsstadt, in der Alt 1709 Rechtswissenschaft studierte.
- Kirchenkantate Geistliche Gattung, zu der ältere Quellen Alts nicht näher betitelte Werke rechnen.
- Kirchenmusik Liturgischer und kompositorischer Hauptbereich, in dem Alts musikalische Tätigkeit am wahrscheinlichsten zu verorten ist.
- Kopist Musikalischer Schreiber, dessen Arbeit für Aufführung, Überlieferung und Quellenkritik der Barockmusik grundlegend ist.
- Mitteldeutsche Kirchenmusik Regionale Musiktradition des 17. und 18. Jahrhunderts, in der Weimar, Bach, Walther und Alt stehen.
- Musikabschrift Handschriftliche Herstellung von Notenmaterial, die für die Überlieferung barocker Musik zentral ist.
- Musiküberlieferung Gesamtheit der Wege, auf denen Musik durch Handschriften, Drucke, Archive, Aufführungsmaterialien und Kataloge erhalten bleibt.
- Orgel Zentrales Instrument der lutherischen Kirchenmusik und Alts Hauptinstrument als Organist der Jakobskirche.
- Organist Kirchenmusikalisches Amt, das liturgische Begleitung, Improvisation, Vorspiel und musikalische Leitung umfassen konnte.
- Schlosskirche Weimar Höfischer Kirchenraum der Weimarer Bach-Zeit und wichtiger Ort der Hofmusik.
- Thüringer Bachianer Bezeichnung für Musiker im thüringischen Bach-Umfeld, zu denen Alt in der neueren Forschung gerechnet werden kann.
- Johann Gottfried Walther Weimarer Organist, Komponist, Lexikograph und mutmaßlicher Lehrer Philipp Samuel Alts.
- Weimar Geburts-, Wirkungs- und Sterbeort Philipp Samuel Alts sowie bedeutende Residenz- und Musikstadt des frühen 18. Jahrhunderts.
- Weimarer Hofkapelle Höfisches Ensemble, in dem Alt 1714 als Bassist genannt wird und in dem zugleich Johann Sebastian Bach wirkte.