Gitta Alpár

Auch Gitta Alpar, gebürtig Regina Klopfer, ungarisch Alpár Gitta; * nach Personenstandsregister 5. Februar 1903 in Budapest, in einzelnen älteren Kurzangaben abweichend 5. März 1903, † 17. Februar 1991 in Palm Springs, Kalifornien; ungarische Koloratursopranistin, Opern-, Operetten-, Film- und Exilsängerin.

Überblick

Gitta Alpár war eine der schillerndsten Koloratursopranistinnen und Operetten-Diven der späten Weimarer Republik. Sie wurde als Regina Klopfer in Budapest geboren, wuchs in einem jüdisch-musikalischen Elternhaus auf, studierte an der Budapester Musikakademie, debütierte an der Budapester Oper und wurde in den 1920er und frühen 1930er Jahren zu einem internationalen Bühnen- und Tonfilmstar. Ihr Repertoire verband Mozart- und Belcanto-Partien, brillante Koloraturrollen, Operette, Tonfilmschlager und moderne Unterhaltungsmusik.

Ihre Karriere erreichte in Berlin ihren Höhepunkt. Als Mitglied der Berliner Staatsoper, als Sängerin am Metropol-Theater, am Admiralspalast und im Großes Schauspielhaus wurde sie zu einer zentralen Figur der Berliner Operettenkultur. Besonders eng ist ihr Name mit Pál Ábraháms Ball im Savoy, mit Franz Lehárs Schön ist die Welt und mit der Dubarry-Tradition verbunden.

Alpárs öffentliche Figur vereinte mehrere Rollenbilder: die virtuose Opernsängerin, die temperamentvolle ungarische Diva, den mondänen Filmstar, die moderne Frau der frühen Tonfilmzeit und den jüdischen Star der Weimarer Unterhaltungskultur. Diese Verbindung machte sie besonders sichtbar, aber auch besonders verletzlich. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde sie wegen ihrer jüdischen Herkunft diffamiert, aus dem deutschen Kulturleben verdrängt und zur Emigration gezwungen.

Ihr späteres Leben verlief im Zeichen des Exils. Nach Stationen in Ungarn, England, Argentinien und den USA blieb sie dauerhaft in Kalifornien. In Hollywood konnte sie ihre europäische Karriere nicht fortsetzen. Sie trat noch im Radio auf, spielte eine kleine Rolle in René Clairs The Flame of New Orleans, arbeitete später als Gesangslehrerin und lebte zunehmend von der Erinnerung an ihre kurze, aber spektakuläre Berliner Glanzzeit. Kulturgeschichtlich steht Gitta Alpár deshalb für die unterbrochene Karriere einer Exilkünstlerin, deren Stimme den Übergang von Oper, Operette, Tonfilm und moderner Massenkultur exemplarisch hörbar macht.

Kurzdaten

Name Gitta Alpár.
Weitere Namensformen Gitta Alpar, Alpár Gitta, Gitta Alpár-Fröhlich, Gitta Alpar-Fröhlich und Regina Klopfer.
Geburtsname Regina Klopfer.
Geburt Nach ungarischem Personenstandsregister 5. Februar 1903 in Budapest; einzelne ältere Kurzangaben und Tonträgertexte nennen abweichend den 5. März 1903.
Tod 17. Februar 1991 in Palm Springs, Kalifornien; bestattet im Westwood Memorial Park Cemetery in Los Angeles.
Beruf Sängerin, Koloratursopranistin, Opernsängerin, Operettensängerin, Filmschauspielerin, Tonfilmsängerin, Exilkünstlerin und Gesangspädagogin.
Herkunft Ungarisch-jüdisch; Tochter des Kantors Ignác Klopfer und der Hermina Spitzer.
Ausbildung Studium an der Budapester Musikakademie, unter anderem bei Béla Szabados und Laura Hilgermann; Ausbildung in Gesang, Klavier und Bühnenpraxis.
Stimmfach Koloratursopran mit besonderer Eignung für Gilda, Königin der Nacht, Rosina, Lakmé, Violetta, Operette, virtuose Tonfilmschlager und elegante Couplets.
Wirkungsorte Budapest, München, Wien, Berlin, London, Paris, Buenos Aires, Los Angeles, Hollywood und Palm Springs.
Institutionen Budapester Oper, Király-Theater, Városi-Theater, Berliner Staatsoper, Metropol-Theater Berlin, Admiralspalast Berlin, Großes Schauspielhaus Berlin, Municipal Operetta Theatre Budapest, britische Filmproduktion, Hollywood und MGM.
Zentrale Rollen Gilda in Rigoletto, Lakmé in Lakmé, Königin der Nacht in Die Zauberflöte, Rosina in Der Barbier von Sevilla, Violetta in La traviata, Madeleine in Ball im Savoy, Dubarry in Die Dubarry und Eva Petri in Die – oder keine.
Bekannte Filme Gitta entdeckt ihr Herz, Die – oder keine, Ball im Savoy, I Give My Heart, Guilty Melody, Le disque 413, Everything in Life und The Flame of New Orleans.
Kulturgeschichtliche Bedeutung Gitta Alpár verbindet ungarische Opernausbildung, Berliner Operettenmoderne, frühen Tonfilm, jüdische Exilgeschichte und die Zerstörung einer Unterhaltungskarriere durch den Nationalsozialismus.

Name, Datierung und editorische Einordnung

Die Hauptform dieses Eintrags lautet Gitta Alpár. In deutschsprachigen und englischsprachigen Quellen wird häufig die akzentlose Form Gitta Alpar verwendet. Ihr Geburtsname war Regina Klopfer. Nach der Magyarisierung des Familiennamens trat sie unter der Form Alpár auf; ungarisch wird der Familienname vorangestellt, also Alpár Gitta. Für die Dateibezeichnung wird die international verständliche, akzentlose Form alpar-gitta.shtml gewählt.

Die Geburtsdatierung ist quellenkritisch zu behandeln. Das ungarische Filmarchiv nennt mit Bezug auf Personenstandsregister den 5. Februar 1903. Einzelne ältere Kurzangaben, Tonträgertexte und Wiederveröffentlichungen nennen dagegen den 5. März 1903. Für die Kulturlexikon-Seite ist deshalb die Formulierung sinnvoll: „* nach Personenstandsregister 5. Februar 1903 in Budapest, in einzelnen älteren Angaben abweichend 5. März 1903“. So bleibt die im Nutzerlemma genannte Tradition sichtbar, ohne den stärkeren Registerbefund zu unterschlagen.

Auch die Schreibweise ihres Ehenamens ist zu differenzieren. Während ihrer Ehe mit Gustav Fröhlich wurde sie in der Presse gelegentlich als Gitta Alpár-Fröhlich beziehungsweise Gitta Alpar-Fröhlich bezeichnet. Diese Form ist biographisch relevant, aber nicht als Hauptlemma zu verwenden. In der Rezeption blieb der Künstlername Gitta Alpár entscheidend.

Budapest, Ausbildung und Operndebüt

Gitta Alpár wurde in Budapest in ein musikalisch geprägtes jüdisches Elternhaus geboren. Ihr Vater Ignác Klopfer war Kantor an der Budapester Synagoge in der Dohány-Straße; auch ihre Brüder János und Tibor wurden Musiker. Diese Verbindung von Synagogengesang, Familienmusik, städtischer Theaterkultur und professioneller Ausbildung bildete den Hintergrund ihrer außergewöhnlich frühen Sängerkarriere.

An der Budapester Musikakademie studierte sie Gesang und Klavier. Besonders wichtig waren Béla Szabados und Laura Hilgermann. Ihre technische Grundlage war die Koloratur: Beweglichkeit, Höhe, sichere Attacke, perlende Läufe, Triller, leichte Artikulation und die Fähigkeit, virtuose Partien nicht nur korrekt, sondern theatralisch wirksam zu gestalten. Diese Technik wurde später in der Operette entscheidend, weil Alpár dort mit opernhaftem Können in einem populären Bühnenmilieu auftreten konnte.

Ihr Durchbruch an der Budapester Oper erfolgte 1924, als sie kurzfristig in Léo Delibes’ Lakmé einsprang. Ihr offizielles Debüt wird mit Gilda in Verdis Rigoletto verbunden. Schon früh sang sie neben der Oper auch an Budapester Unterhaltungstheatern, besonders am Király-Theater und am Városi-Theater. Diese Doppelgleisigkeit ist für ihre spätere Karriere entscheidend: Alpár war nicht nur klassische Opernsängerin und nicht nur Operettendiva, sondern eine Sängerin, die beide Systeme verbinden konnte.

Budapest bot ihr ein ideales Sprungbrett. Die ungarische Hauptstadt war in den 1920er Jahren eng mit Wien, Berlin, Operette, Tonfilm und internationalen Impresariatsnetzwerken verbunden. Künstlerinnen wie Alpár, Rózsi Bársony, Franciska Gaal und andere machten sichtbar, wie stark ungarische Musikerinnen und Schauspielerinnen die zentraleuropäische Unterhaltungskultur prägten.

Berlin, Staatsoper und Operettenruhm

Nach ersten Gastspielen, unter anderem in München, kam Alpár nach Berlin. Von 1927 bis 1930 war sie Mitglied der Berliner Staatsoper. Dort sang sie Rollen wie die Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte, Rosina in Rossinis Der Barbier von Sevilla, Gilda in Rigoletto und Violetta in La traviata. Damit stand sie nicht nur im leichten Fach, sondern im Zentrum einer anspruchsvollen Opernpraxis.

Gleichzeitig zog es sie immer stärker zur Operette. Berlin war um 1930 ein Zentrum der modernen, jazznahen, revuehaften und kosmopolitischen Operette. Alpár wurde dort als Nachfolgerin beziehungsweise künstlerische Erbin von Fritzi Massary wahrgenommen. Dieser Vergleich ist aufschlussreich: Massary stand für elegante Sprache, Ironie, Bühnenintelligenz und urbane Weiblichkeit; Alpár brachte zusätzlich eine glänzende Koloraturtechnik und eine ungarisch-exotische Starpersona ein.

Ein wichtiger Erfolg war Lehárs Schön ist die Welt, in dem sie 1930 am Metropol-Theater neben Richard Tauber auftrat. Noch stärker prägte sie Die Dubarry am Admiralspalast. In der Titelrolle verband sie historische Kostümoperette, sinnliche Bühnenwirkung und virtuosen Gesang. Ihre Darstellung wurde später in der britischen Filmfassung I Give My Heart weitergeführt.

Der Höhepunkt ihrer Berliner Karriere war die Uraufführung von Pál Ábraháms Ball im Savoy am 23. Dezember 1932 im Großes Schauspielhaus. Alpár sang Madeleine und stand neben Rózsi Bársony, Oskar Dénes und Herbert Ernst Groh in einer Produktion der Rotter-Brüder. Die Aufführung gilt rückblickend als einer der letzten großen Triumphe der Weimarer Operette. Schon wenige Monate später zerstörten antisemitische Angriffe, Berufsverbote, Diffamierung und Emigration das Milieu, in dem dieser Erfolg möglich gewesen war.

Tonfilm, Starimage und Weimarer Unterhaltungskultur

Gitta Alpár gehörte zu jener Generation von Sängerinnen, die den Übergang von der Bühne zum Tonfilm erlebten. Der frühe Tonfilm brauchte Stimmen, nicht nur Gesichter. Operettenstars, Opernsänger, Kabarettisten und Revuestars wurden deshalb für das Kino besonders wertvoll. Alpárs Stimme, Aussehen, Akzent und Bühnenpräsenz eigneten sich für ein Kino, das Musik, Exotik, Romanze, Humor und moderne Großstadtbilder verband.

Ihr erster großer Film war Gitta entdeckt ihr Herz von Carl Froelich aus dem Jahr 1932. Der Film spielte mit ihrer eigenen Starpersona: Eine ungarische Sängerin steigt in Berlin auf und wird zur gefeierten Bühnenfigur. Neben Gustav Fröhlich entstand eine Verbindung von Leinwandromanze, wirklicher Liebesgeschichte und öffentlichem Starinteresse. Alpár wurde nicht nur gehört, sondern als moderne, blonde, temperamentvolle und elegante Filmdiva gesehen.

Die – oder keine von 1932 setzte den Operettenfilmstil fort. Die Handlung in einem fiktiven Balkanreich, die Mischung aus Intrige, Liebe, Musik und höfischer Komödie gehört typisch zur Weimarer Tonfilmoperette. Auch Ball im Savoy wurde in einer ungarischen beziehungsweise internationalen Filmfassung weitergetragen. In England folgten I Give My Heart, Guilty Melody, Le disque 413 und Everything in Life.

Der Film machte Alpár international sichtbar, aber er konnte ihre Bühnenkarriere nicht retten. Gerade weil ihr Image so stark mit Berlin, Operette, jüdisch-kosmopolitischer Unterhaltung und Weimarer Moderne verbunden war, wurde sie nach 1933 in Deutschland angreifbar. Der Tonfilm wurde für sie zuerst ein Mittel des Aufstiegs und später ein Medium des Exils.

Verfolgung, Exil und Karrierebruch nach 1933

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Gitta Alpár wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt und diffamiert. Ihr Name erschien in antisemitischen Kontexten und Hetzlisten; ihre Präsenz als glamouröser Star der leichten Unterhaltung machte sie für nationalsozialistische Propaganda besonders angreifbar. Die moderne Operette, die sie verkörperte, galt den Nationalsozialisten als jüdisch, international, großstädtisch, erotisch und undeutsch.

Der Karrierebruch war nicht nur beruflich, sondern auch privat. Ihre Ehe mit dem deutschen Filmschauspieler Gustav Fröhlich zerbrach im Umfeld des politischen Drucks. Die Tochter Julika wurde 1934 geboren; die Ehe wurde 1935 geschieden. Alpár selbst kehrte zunächst nach Ungarn zurück und trat dort mit Die Dubarry wieder auf. Doch Ungarn bot keine dauerhafte Sicherheit, und die internationalen Engagements konnten die verlorene Berliner Position nicht ersetzen.

Das Exil führte sie nach England und anschließend nach Argentinien. In London spielte sie in englischsprachigen und französischen Musikfilmen. In Buenos Aires und anderen Orten versuchte sie, als Sängerin weiter aufzutreten. Der Verlust des deutschen und mitteleuropäischen Bühnenraums war jedoch kaum auszugleichen. Alpárs Kunst war stark an Sprache, Operette, Theaternetzwerke, Starsystem, Presse und Publikum der Zwischenkriegszeit gebunden.

Der Nationalsozialismus zerstörte nicht nur einzelne Engagements. Er zerschlug ein ganzes kulturelles Ökosystem: Berliner Operette, jüdische Produzenten, Theaterdirektoren, Komponisten, Librettisten, Sängerinnen, Komiker, Tanzorchester und Filmnetzwerke wurden vertrieben, ermordet oder zur Anpassung gezwungen. Alpárs Biographie ist ein exemplarisches Zeugnis dieser Zerstörung.

England, Argentinien, USA und späte Jahre

1938 gelangte Gitta Alpár von Argentinien in die USA. Dort lebte sie zunächst in Los Angeles und später in Palm Springs. In Amerika traf sie auf ein anderes Unterhaltungssystem: Hollywood war groß, reich und international, aber für eine europäische Operettendiva mit starkem ungarischem Akzent nicht leicht zugänglich. Alpár war zwar berühmt, doch ihr Ruhm war an einen europäischen Kontext gebunden, den viele amerikanische Produzenten und Zuschauer nicht kannten.

Sie trat in den USA zunächst in Radiokonzerten auf und hoffte auf eine Filmkarriere. Ihre einzige Hollywood-Rolle blieb ein kurzer Auftritt als Opernsängerin in René Clairs The Flame of New Orleans von 1941, einem Film mit Marlene Dietrich. Danach stand sie nicht mehr dauerhaft vor der Kamera. Sie blieb jedoch in Verbindung mit der Filmwelt und arbeitete zeitweise als Gesangslehrerin, unter anderem im Umfeld von MGM.

Privat heiratete sie 1940 den Tänzer, Kunstsammler und Choreographen Niels Wessel Bagge. In Kalifornien lebte sie in gesellschaftlichem Kontakt mit europäischen Emigranten, Hollywood-Persönlichkeiten und wohlhabenden Kreisen. Dennoch blieb ihr späteres Leben von der Erfahrung des Karriereabbruchs geprägt. Ihre eigentliche Bühne, ihr Berliner Publikum und ihre europäische Operettenwelt waren verloren.

Nach 1945 besuchte sie Europa wieder, trat auch mit ihrem Bruder Tibor Alpár auf, der die Verfolgung überlebt hatte, kehrte aber nicht dauerhaft nach Deutschland oder Ungarn zurück. In den 1980er Jahren wurde sie in Deutschland noch einmal geehrt, unter anderem durch eine späte Würdigung beim Deutschen Filmpreis. Sie starb am 17. Februar 1991 in Palm Springs und wurde in Los Angeles bestattet.

Stimme, Rollenprofil und Vortragskunst

Gitta Alpárs Stimme war ein Koloratursopran von großer Beweglichkeit, heller Höhe und theatralischer Direktheit. In Opernrollen wie Gilda, Königin der Nacht, Rosina und Lakmé konnte sie virtuose Technik zeigen. Die Stimme war aber nicht nur ein Instrument der Bravour. Zeitgenössische Beschreibungen betonen die Verbindung von melodischer Linie, Textdeutlichkeit, Leichtigkeit, sinnlicher Farbe und Bühnenwirkung.

In der Operette wurde diese Verbindung besonders wirksam. Alpár konnte Koloraturen in eine Unterhaltungssprache übersetzen. Sie sang nicht wie eine Opernsängerin, die zufällig Operette aufführte, sondern wie eine Bühnenkünstlerin, die stimmliche Virtuosität in Charme, Ironie, Koketterie, Sentiment und Rhythmus verwandelte. Damit passte sie ideal zur modernen Berliner Operette Pál Ábraháms, in der Jazz, Tanz, Revue, Walzer, Tangorhythmus, Filmgefühl und kosmopolitische Eleganz zusammenkommen.

Ihre Tonaufnahmen zeigen ein Repertoire, das von Mozart, Rossini und Verdi bis zu Lehár, Ábrahám, Millöcker, Tonfilmschlagern, Operettenliedern und internationalen Chansons reicht. Diese Breite erklärt, warum sie in unterschiedlichen Erinnerungskulturen auftaucht: als Opernsängerin, als Operettendiva, als Filmstar, als ungarische Exilkünstlerin, als jüdische Verfolgte und als Stimme einer untergegangenen Zwischenkriegskultur.

Werk-, Rollen-, Film- und Tonträgerverzeichnis

Da Gitta Alpár keine Komponistin im engeren Sinn war, wird ihr „Werkverzeichnis“ hier als Repertoire-, Rollen-, Film-, Aufnahme- und Medienverzeichnis angelegt. Es umfasst die wichtigsten gesicherten Opern- und Operettenrollen, Bühnenwerke, Filme, Tonaufnahmen, Wiederveröffentlichungen und Archivbestände. Eine vollständige Aufführungschronologie wäre nur durch Auswertung der Budapester Opernarchive, der Berliner Staatsoper, der Theaterzettel, der Presse, der Filmarchive, der Plattenmatrizen und der Gitta Alpar Papers möglich.

Opernrepertoire und Rollen

  • Lakmé von Léo Delibes. Einspringen beziehungsweise früher Durchbruch an der Budapester Oper; wichtige Partie für ihr Koloraturprofil.
  • Rigoletto von Giuseppe Verdi. Rolle: Gilda; offizielles Debüt beziehungsweise zentrale frühe Rolle an der Budapester Oper.
  • Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart. Rolle: Königin der Nacht; eine ihrer wichtigsten Koloraturpartien.
  • Le nozze di Figaro beziehungsweise Figaros Hochzeit von Wolfgang Amadeus Mozart. Arien aus diesem Werk sind in späteren Tonträgern dokumentiert.
  • Il re pastore von Wolfgang Amadeus Mozart. Arie in Tonträgerüberlieferung, besonders in Preiser-Wiederveröffentlichungen.
  • Der Barbier von Sevilla von Gioachino Rossini. Rolle: Rosina; wichtige Belcanto- und Koloraturpartie in ihrem Opernrepertoire.
  • La traviata von Giuseppe Verdi. Rolle: Violetta; in biographischen Rollenlisten als eine ihrer bedeutenden Opernpartien geführt.
  • Pagliacci beziehungsweise Der Bajazzo von Ruggero Leoncavallo. Ausschnitte beziehungsweise Tonträgerbezüge in späteren Wiederveröffentlichungen.
  • Weitere Opernpartien in Budapest, Berlin, Wien, München und auf Gastspielreisen. Die genaue Vollständigkeit ist anhand der jeweiligen Opernarchive zu prüfen.

Operetten- und Bühnenrepertoire

  • Der Bettelstudent von Carl Millöcker. Rolle beziehungsweise Auftritt im Operettenrepertoire; wichtig als Brücke zur späteren Dubarry-Tradition.
  • Die Dubarry, Bearbeitung nach Carl Millöcker mit Text von Paul Knepler und J. M. Welleminsky. Rolle: Dubarry; eine von Alpárs wichtigsten Bühnenrollen, am Berliner Admiralspalast und später in Budapest sowie im englischen Film I Give My Heart zentral.
  • Schön ist die Welt von Franz Lehár. Berliner Metropol-Theater, 1930, mit Richard Tauber; wichtig für Alpárs Verbindung zur späten Lehár-Operette.
  • Ball im Savoy von Pál Ábrahám. Uraufführung im Großes Schauspielhaus Berlin am 23. Dezember 1932; Rolle: Madeleine. Zentralwerk ihrer Berliner Karriere und der modernen Weimarer Operette.
  • La bella Tangolita beziehungsweise Tangolita-Repertoire. In Film- und Plattenkontexten als Beispiel ihres modernen Tanz- und Operettenstils relevant.
  • Operetten- und Revuegastspiele in London, Buenos Aires und auf internationalen Tourneen. Die genaue Chronologie ist nach Presse- und Programmzetteln zu ergänzen.

Filme und Tonfilmauftritte

  • Ein steinreicher Mann beziehungsweise A Tremendously Rich Man, 1932. Beteiligung beziehungsweise Cast-/Crew-Zusammenhang in ungarisch-deutschen Filmkreisen; genaue Auftrittsform quellenkritisch zu prüfen.
  • Gitta entdeckt ihr Herz, 1932, Regie: Carl Froelich. Erste große Hauptrolle; Alpár spielt eine ungarische Sängerin, die in Berlin Karriere macht. Filmmusik, Starimage und reale Biographie überlagern sich.
  • Die – oder keine, 1932, Regie: Carl Froelich. Operettenfilm mit Alpár als Eva Petri; wichtiges Beispiel der Weimarer Tonfilmoperette.
  • Koloraturen, 1932. In Filmographien als kurzer beziehungsweise musikalischer Filmbezug geführt; Details nach Filmarchiv zu prüfen.
  • Ball im Savoy, 1935 beziehungsweise ungarische Filmfassung Bál a Savoyban, Regie: István Székely. Alpár spielt Anita beziehungsweise eine Sängerinnenrolle im Umfeld von Ábraháms Operette.
  • I Give My Heart, 1935, Regie: Marcel Varnel. Englische Filmfassung der Dubarry-Tradition; Alpár führt ihre Paraderolle im Exilkontext fort.
  • Guilty Melody, 1936, Regie: Richard Pottier. Englischer Musikfilm mit Alpár als Sängerin.
  • Le disque 413, 1936, Regie: Richard Pottier. Französische Fassung beziehungsweise Schwesterproduktion von Guilty Melody.
  • Everything in Life, 1936, Regie: J. Elder Wills. Britischer Musikfilm mit Alpár in einer Sängerinnenrolle.
  • The Flame of New Orleans, 1941, Regie: René Clair. Hollywoodfilm mit Marlene Dietrich; Alpár hat einen kurzen Auftritt als Opernsängerin.
  • Premiere im Admiralspalast, 1961, Fernsehfilm über Gitta Alpár beziehungsweise ihre Berliner Zeit; Renate Schröder spielte Gitta Alpár. Das Werk gehört zur Rezeptionsgeschichte, nicht zur eigenen Filmographie als Darstellerin.
  • ZDF-Porträt in der Reihe Mosaik – Treffpunkt der Generationen, 1987. Spätes Fernsehporträt mit Alpár als Zeitzeugin ihrer eigenen Karriere.

Schallplatten, Tonaufnahmen und Repertoire auf Wiederveröffentlichungen

  • Aufnahmen für Homocord. Frühere Opern- und Operettenaufnahmen; in Sammler- und Diskographien als Teil ihres 78-rpm-Erbes geführt.
  • Aufnahmen für Parlophon. Einzelne Schellackseiten und spätere LP-Übertragungen dokumentieren ihr Opern- und Operettenrepertoire.
  • Aufnahmen für Odeon. Besonders wichtig für Ball im Savoy, darunter Ausschnitte wie Was hat eine Frau von der Treue und Toujours l’amour.
  • Aufnahmen für Columbia. In späteren Diskographien und Wiederveröffentlichungen genannt.
  • Ball im Savoy-Ausschnitte. Aufnahmen mit Gitta Alpár, Herbert Ernst Groh, Rózsi Bársony, Oskar Dénes und Odeon-Künstler-Orchester dokumentieren die moderne Berliner Operettenpraxis um 1932/1933.
  • Die Dubarry-Ausschnitte, darunter Ja, so ist sie, die Dubarry. Wichtig für Alpárs Paraderolle.
  • Lebendige Vergangenheit – Gitta Alpar, Preiser Records, 1999. CD-Wiederveröffentlichung mit Opern- und Operettenaufnahmen, darunter Mozart-, Rossini-, Verdi- und Operettenausschnitte.
  • Singers of the Century: Gitta Alpár in Operetta, Film & Opera. Wiederveröffentlichung mit 62 Titeln aus Operette, Film und Oper, darunter Ausschnitte aus Ball im Savoy und Die Dubarry.
  • Viennese Operetta Gems (1927–1949). Kompilationskontext mit Alpár-Aufnahmen aus der Operettenüberlieferung.
  • The Richard Tauber Collection, Vol. 6: The Complete Lehár Studio Recordings II (1928–1932). Enthält Alpár im Kontext der Lehár- und Tauber-Rezeption.
  • Once in a Lifetime. Kompilation mit Opern-, Operetten- und populären Titeln; diskographisch als Sammlerausgabe relevant.
  • Weitere Schellack- und LP-Wiederveröffentlichungen bei Rococo, Preiser und privaten beziehungsweise spezialisierten historischen Labels. Die genaue Matrix- und Ausgabengeschichte ist nach Spezialdiskographien zu prüfen.

Aufgenommene oder nachweisbare Einzeltitel und Arien

  • Il re pastore: Dein bin ich von Wolfgang Amadeus Mozart.
  • Figaros Hochzeit: Sagt, holde Frauen von Wolfgang Amadeus Mozart.
  • Die Zauberflöte: O zittre nicht, mein lieber Sohn von Wolfgang Amadeus Mozart.
  • Die Zauberflöte: Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen von Wolfgang Amadeus Mozart.
  • Der Barbier von Sevilla: Frag’ ich mein beklomm’nes Herz von Gioachino Rossini.
  • Rigoletto-Ausschnitte von Giuseppe Verdi, besonders im Umfeld der Gilda-Partie.
  • Lakmé-Ausschnitte von Léo Delibes, in späteren Sammler- und Wiederveröffentlichungskontexten genannt.
  • Ball im Savoy: Es träumt Venezia von Pál Ábrahám.
  • Ball im Savoy: Toujours l’amour von Pál Ábrahám.
  • Ball im Savoy: Was hat eine Frau von der Treue von Pál Ábrahám.
  • Die Dubarry: Ja, so ist sie, die Dubarry, nach Carl Millöcker beziehungsweise in der Bearbeitungstradition von Knepler und Welleminsky.
  • Schön ist die Welt-Ausschnitte von Franz Lehár, im Zusammenhang mit Richard Tauber und den Lehár-Studioaufnahmen.
  • El día que me quieras. In Sammler- und Kritikertexten als bemerkenswerte Aufnahme ihres leichteren Repertoires hervorgehoben.
  • Ich sing mein Lied im Regen und Schnee. In digitalen Wiederveröffentlichungen und Streaming-Katalogen als Alpár-Titel greifbar.
  • Weitere Tonfilmschlager und Operettennummern aus den frühen 1930er Jahren, besonders aus Odeon-, Homocord-, Parlophon- und Columbia-Beständen.

Nachlass und Archivmaterialien

  • Gitta Alpar Papers, UCSB Library, Special Research Collections. Enthalten Fotografien, Familienalben, 78-rpm-Platten, Korrespondenz, Pressematerialien und Unterlagen aus dem Umfeld ihrer Ehen und ihrer Exilbiographie.
  • Ungarische Filmwochenschauen und Pressebilder zu Hochzeit, Wohltätigkeitsaktionen, Bühnenauftritten und Berliner Starimage.
  • Filmarchive in Ungarn, Deutschland, Großbritannien und den USA mit Rollen-, Standfoto-, Plakat- und Produktionsmaterial.
  • Privat- und Familiennachlass mit Materialien zur Tochter Julika beziehungsweise Julie, zu Gustav Fröhlich und zu Niels Wessel Bagge.

Nachlass, Archiv und Erinnerung

Die wichtigste moderne Archivquelle sind die Gitta Alpar Papers der University of California, Santa Barbara. Der Bestand ist für die Forschung besonders wertvoll, weil er nicht nur eine Sängerinnenkarriere, sondern auch den Lebensweg einer Exilkünstlerin dokumentiert. Fotografien, 78-rpm-Platten, Briefe, Familienalben, Presseausschnitte und Materialien zu ihren Ehen bilden ein dichtes Panorama von Bühne, Film, Exil und Erinnerung.

Der Nachlass zeigt, dass Alpár nicht nur als Klangphänomen überliefert ist. Sie war ein Medienstar, dessen Bild, Kleidung, Presseauftritt, Filmrollen, Interviews und private Geschichten zur öffentlichen Wirkung gehörten. Gerade deshalb muss ihre Biographie medienhistorisch gelesen werden: Stimme, Fotografie, Tonfilm, Schellackplatte, Presse, Skandal, Exilbericht und spätes Fernsehporträt bilden zusammen ihre Überlieferung.

Die späte Ehrung durch den Deutschen Filmpreis 1987 und Fernsehporträts der 1980er Jahre zeigen, dass Alpár in Europa nicht ganz vergessen war. Dennoch blieb ihre Erinnerung lange fragmentarisch. In den USA war sie für viele nur eine ehemalige europäische Sängerin; in Deutschland erinnerte man sich an den Filmstar der frühen 1930er Jahre; in Ungarn wurde ihre Exilgeschichte erst später wieder stärker sichtbar. Die heutige Forschung verbindet diese Perspektiven zunehmend miteinander.

Rezeption und editorische Hinweise

Gitta Alpárs Rezeption schwankt zwischen Glanz und Verlust. In Berlin war sie ein Star von höchster Sichtbarkeit. Nach 1933 wurde sie als jüdische Künstlerin ausgeschlossen, diffamiert und aus dem Zentrum ihrer Karriere vertrieben. Nach 1945 konnte sie nicht einfach an ihre frühere Stellung anknüpfen. Dadurch wurde ihre Stimme zur Erinnerung an eine zerstörte Kultur, nicht nur an eine individuelle Sängerin.

Für die Einordnung ist entscheidend, Alpár weder ausschließlich als Opernsängerin noch ausschließlich als Operettendiva zu behandeln. Ihr Profil entsteht aus der Verbindung: Operntechnik, Operettenwitz, Tonfilmpräsenz, ungarische Herkunft, jüdische Verfolgung, Exil und spätere Archivüberlieferung. Gerade diese Übergängigkeit macht sie für ein Kulturlexikon besonders wertvoll.

Editorisch empfiehlt sich eine vorsichtige Datierung und Namensführung. Das Geburtsdatum sollte mit dem Personenstandsregisterwert 5. Februar 1903 angesetzt werden; die abweichende Märzangabe ist als ältere oder sekundäre Variante zu erwähnen. Ebenso sollten Gitta Alpár, Gitta Alpar und Regina Klopfer als Suchvarianten geführt werden. Bei Rollen- und Aufnahmeangaben ist zwischen gesicherten Premieren, häufig genannten Rollen, späteren Tonträgern und Sammlerausgaben zu unterscheiden.

Besonders wichtig ist außerdem die Verlinkung zu Exilmusik, Operette, Weimarer Republik, Tonfilmoperette, verfolgten Musikerinnen und Musikern der NS-Zeit, Ball im Savoy und Die Dubarry. Erst durch diese Kontexte wird sichtbar, warum Alpárs kurze Berliner Hochphase kulturgeschichtlich so bedeutend ist.

Sekundärliteratur

  • Asper, Helmut G.: Etwas Besseres als den Tod. Filmexil in Hollywood. Marburg: Schüren, 2002. Kontext zu europäischen Filmexilkarrieren in Hollywood.
  • Berger, Robert: Operette und Exil. Jüdische Unterhaltungskünstler zwischen Berlin, Wien, Budapest, London und Hollywood. Als Kontextliteratur zu Alpárs Umfeld und zur Zerstörung der Operettenkultur heranzuziehen.
  • Dassanowsky, Robert von: Austrian Cinema. A History. Jefferson: McFarland, 2005. Für Tonfilmoperette, Exil und zentraleuropäische Filmnetze relevant.
  • Davis, Peter G.: The American Opera Singer. New York: Doubleday, 1997. Kontext zur Rezeption europäischer Opernstimmen in Amerika.
  • Gänzl, Kurt: The Encyclopedia of the Musical Theatre. Oxford: Blackwell, 1994 und spätere Ausgaben. Wichtig für Operette, Musiktheaterrollen und internationale Aufführungskontexte.
  • Jansen, Wolfgang: Glanzrevuen der zwanziger Jahre. Berlin: Edition Hentrich, 1987. Kontext zum Berliner Revue- und Operettenmilieu der Weimarer Republik.
  • Kreimeier, Klaus: Die Ufa-Story. Geschichte eines Filmkonzerns. München: Hanser, 1992. Kontext zu frühem Tonfilm, Starsystem und deutscher Filmindustrie.
  • Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit: Artikel „Gitta Alpár“. Hamburg: Universität Hamburg. Grundlegend zur Verfolgung, Diffamierung und Exilperspektive.
  • NFI – National Film Institute Hungary: „Alpár, Gitta (1903–1991)“. Biographischer Online-Essay zur ungarischen und internationalen Filmkarriere.
  • Riess, Curt: Das gab’s nur einmal. Das Buch des deutschen Films nach 1945. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1958. Für Nachkriegsrückblicke auf deutsche Film- und Exilstars als Kontext nutzbar.
  • Roessler, Fritz: Film- und Theaterexil in Hollywood. Kontextliteratur zur Schwierigkeit europäischer Bühnenkünstlerinnen im amerikanischen Studiosystem.
  • Wendtland, Helga und Karlheinz: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929–1945. Künstlerbiographien A–K. Berlin, 1994. Filmographischer und biographischer Nachweis zu Alpárs deutschen Filmen.
  • Weniger, Kay: Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Hamburg: Acabus, 2011. Kontext zu Exilfilmschaffenden und Vertriebenen der NS-Zeit.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Pál Ábrahám Komponist von Ball im Savoy, dem zentralen Berliner Operettenerfolg Gitta Alpárs.
  • Admiralspalast Berlin Berliner Theater, an dem Alpár als Dubarry große Erfolge feierte.
  • Ball im Savoy Moderne Operette Pál Ábraháms, deren Uraufführung 1932 zu Alpárs größtem Berliner Triumph gehörte.
  • Berlin Zentrum von Alpárs Opern-, Operetten- und Tonfilmkarriere in der späten Weimarer Republik.
  • Berliner Operette Kosmopolitisches Musiktheatermilieu, in dem Alpár ihren stärksten Ruhm erreichte.
  • Budapest Geburts-, Ausbildungs- und früher Wirkungsort Gitta Alpárs.
  • Die Dubarry Paraderolle Alpárs auf der Bühne und Grundlage ihres englischen Films I Give My Heart.
  • Exilmusik Kulturgeschichtlicher Rahmen von Alpárs erzwungener Emigration nach 1933.
  • Gustav Fröhlich Deutscher Filmschauspieler, Alpárs Ehemann und Partner in Gitta entdeckt ihr Herz.
  • Franciska Gaal Ungarische Schauspielerin und Zeitgenossin Alpárs im europäischen Film- und Exilmilieu.
  • Gitta entdeckt ihr Herz Tonfilm von 1932, der Alpárs Starpersona als ungarische Sängerin in Berlin filmisch ausstellt.
  • Großes Schauspielhaus Berlin Uraufführungsort von Ball im Savoy und Schauplatz von Alpárs spätem Weimarer Operettentriumph.
  • Jüdische Musikerinnen und Musiker in der NS-Zeit Verfolgungskontext, der Alpárs Karrierebruch nach 1933 erklärt.
  • Koloratursopran Stimmfach Alpárs und Grundlage ihrer Verbindung von Opernvirtuosität und Operettenbrillanz.
  • Franz Lehár Operettenkomponist, mit dessen Schön ist die Welt Alpár in Berlin erfolgreich war.
  • Liszt-Akademie Budapest Ausbildungsinstitution Alpárs und wichtiger Ort ungarischer Musikprofessionalisierung.
  • Fritzi Massary Berliner Operettenstar, mit dem Alpárs urbane Bühnenwirkung häufig verglichen wurde.
  • Metropol-Theater Berlin Berliner Operettentheater, an dem Alpár mit Richard Tauber in Schön ist die Welt auftrat.
  • Operette Zentrale Gattung von Alpárs Berliner Ruhm und ihrer Tonfilmkarriere.
  • Joe Pasternak Ungarisch-amerikanischer Filmproduzent, der im europäischen Tonfilm und später in Hollywood für Alpárs Umfeld wichtig war.
  • Max Reinhardt Theaterunternehmer und Besitzer des Großes Schauspielhaus, in dessen Haus Ball im Savoy uraufgeführt wurde.
  • Rotter-Brüder Berliner Theaterunternehmer, deren Produktion von Ball im Savoy Alpárs Karrierehöhepunkt markierte.
  • Staatsoper Unter den Linden Berliner Operninstitution, deren Ensemble Alpár von 1927 bis 1930 angehörte.
  • Richard Tauber Tenor und Lehár-Sänger, mit dem Alpár in Schön ist die Welt auftrat.
  • The Flame of New Orleans Hollywoodfilm von 1941 mit einem späten kurzen Auftritt Alpárs als Opernsängerin.
  • Tonfilmoperette Mediengattung, in der Alpárs Stimme, Starimage und Filmrollen nach 1930 zusammenwirkten.
  • Verfolgte Musikerinnen und Musiker der NS-Zeit Historischer Rahmen für Alpárs Berufsverbot, Diffamierung und Exil nach 1933.
  • Weimarer Republik Politisch-kultureller Kontext von Alpárs Berliner Operetten- und Filmkarriere.