Carl Jonas Love Almqvist
Überblick
Carl Jonas Love Almqvist ist eine der vielgestaltigsten Figuren der schwedischen Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Er war Schriftsteller, Dichter, Komponist, Journalist, Pädagoge, religiöser Spekulant, Sozialkritiker, Sprachtheoretiker und politischer Publizist. Sein Werk reicht von der Romantik über vormodernen Realismus bis zu liberaler Gesellschaftskritik. In einer einzigen Autorfigur überschneiden sich Literatur, Musik, Theologie, Pädagogik, Sozialreform und journalistische Intervention.
Almqvists Hauptwerk ist nicht ein einzelner Roman, sondern ein vielgestaltiges Werkgebilde: Törnrosens Bok. Dieses Projekt verbindet Erzählung, Fragment, Dialog, Essay, Märchen, Drama, Lied, Klavierstück, politische Reflexion und poetologische Selbstdeutung. Es ist weniger ein abgeschlossenes Buch als eine romantische Weltkonstruktion, in der sich Prosa, Poesie, Musik und philosophischer Gedanke gegenseitig durchdringen.
Zu den bekanntesten literarischen Werken gehören Amorina, Drottningens Juvelsmycke, Det går an, Skällnora Qvarn, Kapellet, Amalia Hillner, Gabrièle Mimanso, Tre fruar i Småland, Herrarne på Ekolsund und die poetisch-musikalischen Songes. Mit Det går an provozierte Almqvist eine weitreichende Debatte über Ehe, weibliche Selbständigkeit, bürgerliche Moral und soziale Ordnung. Mit Drottningens Juvelsmycke schuf er die Gestalt Tintomara, eine der faszinierendsten und vieldeutigsten Figuren der schwedischen Literatur.
Als Komponist ist Almqvist kein bloßer Nebenfall. Seine Fria Fantasier för Piano-Forte, seine Songes, die Musik innerhalb von Törnrosens Bok und einzelne Instrumentalstücke machen ihn zu einem frühen Vertreter einer romantischen, literarisch gedachten Musikpoetik in Schweden. Er verstand Musik nicht nur als Begleitung von Dichtung, sondern als Ausdruck einer inneren, schwer fassbaren Seelen- und Traumwelt. Gerade deshalb ist sein Kulturlexikon-Eintrag sowohl literatur- als auch musikgeschichtlich zu führen.
Kurzdaten
| Name | Carl Jonas Love Almqvist. |
|---|---|
| Vollständiger Name | Carl Jonas Love Ludvig Almqvist; auch Carl Jonas Ludvig Almqvist. |
| Weitere Schreibweisen | Carl Jonas Love Almquist, Carl Jonas Ludvig Almquist, C. J. L. Almqvist, C. J. L. Almquist. |
| Geburt | 28. November 1793 in Stockholm; einzelne internationale Kurzquellen nennen Ed bei Stockholm, doch die schwedischen Hauptquellen setzen Stockholm an. |
| Tod | 26. September 1866 in Bremen. |
| Beruf | Schriftsteller, Dichter, Komponist, Journalist, Pädagoge, Rektor, Übersetzer, Herausgeber, Sozialkritiker, Sprachlehrer, politischer Publizist und Vertreter der schwedischen Romantik und des frühen Realismus. |
| Wirkungsorte | Stockholm, Uppsala, Värmland, Jönköping, verschiedene Orte in den USA und Bremen. |
| Institutionen | Uppsala universitet, Nya Elementarskolan in Stockholm, Aftonbladet, Almqvistsällskapet und Svenska Vitterhetssamfundet als spätere Editionsinstitution. |
| Hauptwerke | Törnrosens Bok, Drottningens Juvelsmycke, Det går an, Amorina, Songes und Fria Fantasier för Piano-Forte. |
| Musikalische Werke | Songes, Fria Fantasier för Piano-Forte, Tintomaras Sång, Månsången, Chorsätze, Klavierfantasien und einzelne Instrumentalstücke. |
| Kulturelle Bedeutung | Almqvist verbindet schwedische Romantik, Frührealismus, Sozialkritik, religiöse Spekulation, Musikpoetik, Pädagogik und Journalistik zu einem der eigenwilligsten Gesamtwerke des 19. Jahrhunderts. |
Name, Schreibweisen und editorische Einordnung
Die sichtbare Lemmaform lautet Carl Jonas Love Almqvist. Sie entspricht der heute gängigen schwedischen und internationalen Ansetzung. Die Dateibezeichnung folgt der für Personeneinträge gewünschten Regel: Familienname zuerst, danach Vornamen, also almqvist-carl-jonas-love.shtml. Da ältere und internationale Nachweise häufig die Schreibweise Almquist verwenden, wird diese Form als Variante mitgeführt, aber nicht zur Hauptform erhoben.
Der vollständige Name Carl Jonas Love Ludvig Almqvist ist für Normdaten, Bibliographien und wissenschaftliche Vollnachweise wichtig. In der Literaturgeschichte erscheint meist die abgekürzte Form C. J. L. Almqvist. Diese Abkürzung ist besonders in schwedischen Ausgaben, Forschungstiteln und älteren Sekundärwerken verbreitet. Für interne Verlinkungen empfiehlt sich die natürliche sichtbare Form Carl Jonas Love Almqvist.
Der Artikel ist bewusst als Kulturlexikon-Eintrag und nicht als rein literaturwissenschaftliche Biographie angelegt. Almqvist war zwar vor allem Schriftsteller, doch sein musikalisches Schaffen, seine Schulschriften, seine Journalistik und seine ästhetisch-religiösen Entwürfe gehören untrennbar zum Gesamtprofil. Deshalb werden die Bereiche schwedische Literatur, schwedische Musik, Pädagogik und Publizistik gemeinsam behandelt.
Leben zwischen Romantik, Schule, Journalistik und Exil
Almqvist wurde 1793 in Stockholm geboren und stammte aus einer gebildeten bürgerlich-beamtischen Familie. Er studierte in Uppsala, arbeitete zunächst in Verwaltungs- und Erziehungszusammenhängen und bewegte sich früh in romantischen, religiösen und reformerischen Kreisen. Seine Jugend und frühe Reife fallen in eine Phase, in der schwedische Kultur zwischen Aufklärung, Götizismus, deutscher Romantik, religiöser Erweckung und politischer Neuordnung stand.
1824 zog Almqvist nach Värmland und suchte dort zeitweise ein einfaches, naturhaftes Leben zu verwirklichen. Dieser biographische Schritt ist nicht nur als persönliche Episode zu verstehen, sondern als romantisches Experiment. Die Idee, sich aus der städtischen Zivilisation zurückzuziehen und ein anderes Leben zu erproben, gehört zu den sozialen Utopien des frühen 19. Jahrhunderts. Almqvist blieb aber nicht dauerhaft Aussteiger; er kehrte in die städtische Bildungs- und Publikationswelt zurück.
Von besonderer Bedeutung war seine Tätigkeit an der Nya Elementarskolan in Stockholm, wo er als Lehrer und Rektor wirkte. Dort verband sich pädagogische Reformarbeit mit Sprachunterricht, Schulorganisation und der Frage, wie modernes Wissen vermittelt werden könne. Seine Schulbücher und Lehrschriften sind deshalb nicht bloß Nebenprodukte, sondern Teil seines umfassenden Reformdenkens.
In den 1840er Jahren wurde Almqvist zu einer streitbaren publizistischen Figur. Er schrieb für Zeitungen, vor allem für Aftonbladet, und beteiligte sich an Debatten über Politik, Kirche, Ehe, Bildung, soziale Ordnung, Nationalität und europäische Krisen. 1851 verließ er Schweden unter dem Druck eines schweren Skandals. Es folgten Jahre in den USA und zuletzt in Bremen, wo er 1866 starb. Das Exil überschattet seine spätere Biographie, darf aber nicht den Blick auf die Größe und Vielseitigkeit seines Werks verengen.
Literarisches Profil
Almqvists Literatur lässt sich nicht auf eine Gattung reduzieren. Er schrieb Romane, Novellen, Märchen, Dialoge, Essays, Traktate, poetische Fragmente, Dramen, Lieder, Zeitungsartikel, Schulbücher und sprachwissenschaftliche Schriften. Gerade diese Gattungsmischung ist sein Markenzeichen. Törnrosens Bok ist das zentrale Beispiel: Ein Rahmenautor, Herr Hugo Löwenstjerna, sammelt freie Fantasien, Erzählungen, Gespräche, politische Texte und musikalische Einlagen zu einem offenen romantischen Gesamtgebilde.
Drottningens Juvelsmycke ist eines der bedeutendsten Werke der schwedischen Romantik. Die Figur Tintomara sprengt konventionelle Geschlechter-, Identitäts- und Begehrensordnungen. Der Text verbindet historischen Roman, Briefform, dramatische Szene, psychologische Rätselstruktur und symbolische Überhöhung. Damit zeigt Almqvist eine Modernität, die weit über das romantische Dekor hinausgeht.
Det går an steht für eine andere Seite seines Schreibens. Hier wird der romantische Erzählton zugunsten einer klareren, gesellschaftlich zugespitzten Prosa zurückgenommen. Das Werk stellt die Frage, ob Liebe, Zusammenleben und wirtschaftliche Selbständigkeit ohne kirchlich-bürgerliche Ehe möglich seien. Damit berührt Almqvist Grundfragen der modernen Geschlechterordnung und der bürgerlichen Gesellschaft.
Daneben stehen Werke wie Amorina, Skällnora Qvarn, Kapellet, Amalia Hillner, Gabrièle Mimanso, Tre fruar i Småland, Syster och bror und Herrarne på Ekolsund. Sie zeigen, wie Almqvist mit Volksleben, Schauerromantik, Gesellschaftsroman, politischem Sensationsstoff, Familienkonflikt und historischer Imagination experimentierte. Sein Werk ist eine Literatur der Übergänge: von der Romantik zum Realismus, von der religiösen Vision zur sozialen Analyse, von der inneren Fantasie zur journalistischen Intervention.
Musik, Songes und Klavierfantasien
Almqvists Musik ist eng mit seiner Literatur verbunden. Er war kein Komponist im professionellen Sinn eines ausgebildeten Kapellmeisters oder Konzertvirtuosen, doch seine musikalischen Einfälle sind ästhetisch bedeutend. Besonders die Songes, also kurze, traumartige Lieder, und die Fria Fantasier för Piano-Forte zeigen eine eigenwillige romantische Klangsprache. Sie suchen nicht akademische Perfektion, sondern unmittelbare Seelenäußerung.
Die Songes verbinden kurze Gedichte mit Musik. Die Themen kreisen um Tod, Liebe, Gott, Auferstehung, Natur, Traum, Sehnsucht und innere Wandlung. Viele Stücke sind einfach, knapp und bewusst naiv gehalten. Diese Naivität ist nicht Unvermögen, sondern poetisches Programm. Almqvist sucht eine Musik, die dem Traum, der inneren Stimme und dem religiösen Gefühl nahekommt.
Die Klavierfantasien nehmen innerhalb der schwedischen Musikgeschichte eine besondere Stellung ein. Die Fria Fantasier för Piano-Forte erschienen 1847–1848 in Heften. Swedish Musical Heritage beschreibt sie als frühe romantische Klavierfantasien in Schweden. Sie stehen zwischen Improvisation, literarischem Charakterstück, privater Hausmusik und romantischer Innenwelt. Almqvist selbst dachte die Künste nicht getrennt, sondern als Zusammenhang von Bild, Musik und Schrift.
Musikalisch interessant sind auch die Einlagen in Törnrosens Bok, etwa Tintomaras Sång, Månsången, Björninnan, Fader, o säg mig, De sju Sångerna under Tälten, Arthurs Jagt und De två Chorerna. Diese Stücke sind nicht nur Beigaben, sondern Bestandteile einer romantischen Gesamtkunstidee. Sie machen Almqvist zu einem Dichtermusiker, der Literatur und Musik nicht addiert, sondern ineinander übersetzt.
Pädagogik, Sprache und Gesellschaftsentwurf
Almqvists pädagogische Schriften gehören zu seinem Reformprofil. Als Lehrer und Rektor der Nya Elementarskolan schrieb er Sprachlehren, Rechenbücher, Geometrielehrbücher und didaktische Texte. Werke wie Allmänna Språklära, Svensk Rättstafnings-Lära, Svensk Språklära, Linear-Teckning, Hufvudräkningstabeller und Om Svenska Uppfostringsväsendet zeigen einen Autor, der Bildung als gesellschaftliche Schlüsselfrage begriff.
Für Almqvist war Sprache kein neutrales Werkzeug. Sprachbildung, Denken, Moral, gesellschaftliche Freiheit und poetischer Ausdruck hängen bei ihm zusammen. Seine grammatischen und didaktischen Schriften können daher nicht einfach von seinen Romanen getrennt werden. Beide Bereiche fragen, wie Menschen die Welt ordnen, wie sie sprechen, wie sie lernen und wie sie sich in Gemeinschaften bewegen.
Auch die spätere Ordbok öfver Svenska Språket i dess närvarande skick gehört in diesen Zusammenhang. Sie zeigt Almqvists Interesse an Gegenwartssprache, Sprachwandel und systematischer Erfassung des Schwedischen. Im Kulturlexikon ist dies wichtig, weil Almqvist damit nicht nur literarischer Autor, sondern auch Akteur einer modernen Sprach- und Bildungskultur ist.
Sozialkritik, Ehefrage und Det-går-an-Debatte
Almqvists Sozialkritik kulminiert in Det går an. Die Erzählung stellt die Frage, ob ein Paar ohne Ehe, ohne gemeinsame Vermögensordnung und ohne patriarchale Abhängigkeit zusammenleben könne. Die weibliche Hauptfigur Sara Videbeck vertritt wirtschaftliche Selbständigkeit, praktische Vernunft und eine neue Ordnung der Geschlechterbeziehung. Der Text löste heftige Debatten aus, weil er nicht nur eine literarische Möglichkeit, sondern eine gesellschaftliche Provokation formulierte.
Die sogenannte Det-går-an-Debatte machte Almqvist zu einer umstrittenen Figur. Kritiker sahen in ihm einen gefährlichen Zersetzer von Religion, Familie und Moral; spätere Leserinnen und Leser erkannten in ihm einen frühen Anwalt weiblicher Selbständigkeit und bürgerlicher Reform. Gerade diese Spannung macht ihn modern: Er schrieb nicht nur schöne Literatur, sondern Texte, die soziale Institutionen unter Druck setzten.
Auch in Essays wie Hvad är Penningen?, Poesi och Politik, Om Folknöjen, Svenska Fattigdomens Betydelse, Europeiska missnöjets grunder und seinen journalistischen Arbeiten verhandelte Almqvist soziale Ungleichheit, politische Repräsentation, Bildung, Arbeit, Volkskultur und europäische Unruhe. Sein Werk ist damit ein Dokument der schwedischen Moderne vor der Moderne.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis ist als kulturlexikalisch umfangreiche Arbeitsübersicht angelegt. Almqvists Produktion ist außerordentlich groß, umfasst gedruckte Schriften, journalistische Beiträge, Schulbücher, Prosawerke, Lyrik, Musik, Briefe, postume Drucke und fragmentarische beziehungsweise unveröffentlichte Arbeiten. Die Liste folgt im Kern den chronologischen Werkverzeichnissen des Almqvistsällskapet und den musikalischen Nachweisen von Levande musikarv beziehungsweise Swedish Musical Heritage.
Frühe gedruckte Schriften, Märchen, Essays und Programmschriften
- Försök till Hectors Lefnad, Stockholm, 1814. Frühe Schrift und Teil der ersten gedruckten Phase Almqvists.
- Hvad är kärlek? En vigtig Fråga, Stockholm, 1816. Früher essayistischer Text zur Liebes- und Moralfrage.
- Parjumouf. Saga Ifrån Nya Holland, Stockholm, 1817. Frühe Prosadichtung mit exotischem Schauplatz; wichtig für Almqvists frühe Erzählfantasie.
- Grå Kappan, Nyköping, 1818. Märchenhafte Erzählung mit romantischer und ironischer Anlage.
- Murnis, um 1819, postum beziehungsweise in späteren Ausgaben erschlossen. Frühes erzählerisches Projekt, später mit der Törnrosen-Welt verbunden.
- Handlingar till upplysning i Manhemsförbundets historia, Stockholm, 1820. Schrift im Umfeld des Manhemsförbundet und der romantisch-götizistischen Organisationsideen.
- Guldfogel i Paradis. Poesiens Legend, 1821. Prosaisch-poetischer Text in Opoetisk Calender för Poetiskt Folk.
- Om Brottsliges behandling, 1821. Sozial- und strafrechtlich orientierter Aufsatz in Hermes.
- Om det nya Strids-sättets Idee, 1821. Essayistische Reflexion in Hermes.
- Om Enheten av Epism och Dramatism, 1821. Poetologische Schrift zur Verbindung epischer und dramatischer Form.
- Om Manhemsförbundets föreslagna organisation, Stockholm, 1821. Organisationsschrift im Umfeld romantisch-nationaler Reformideen.
- Amorina. Den Förryckta Frökens Lefnadslopp och Sällsynta Bedrifter, Stockholm, 1822. Frühe Fassung, gedruckt, aber durch Brand nicht regulär verbreitet.
- Rosaura. Sagan om Behagets Vingar, 1822. Märchenhafte Prosadichtung in Opoetisk Calender.
Pädagogische und sprachliche Schriften
- Allmänna Språklära ämnad att grundlägga och förbereda undervisningen i de särskildta språken uti den nya Elementar-Skolan i Stockholm, Stockholm, 1829.
- Svensk Rättstafnings-Lära, Stockholm, 1829.
- Linear-Teckning, ämnad att grundlägga och förbereda undervisningen uti Mathematik, Stockholm, 1830.
- Tabeller öfver svenska ordens böjningsformer, Stockholm, 1830.
- Hufvudräkningstabeller, utgörande Inledning till De fyra räknesätten, Stockholm, 1831.
- Räknekonst för Begynnare eller Praktisk Aritmetik, Stockholm, 1832.
- Svensk Språklära Till Ungdomens Tjenst, Stockholm, 1832.
- Lärobok i Geometrien, Stockholm, 1833.
- Grekisk Språklära till Ungdomens tjänst vid högre och lägre Undervisningsverk, Stockholm, 1837.
- Ytterligare om Almqvists Grekiska Språklära, Stockholm, 1837.
- Praktisk Lärobok i Franska Språket, Stockholm, 1838.
- Om Svenska Uppfostringsväsendet, Stockholm, 1840.
- Svensk språklära, dritte erweiterte Auflage mit landschaftsdialektalen Sammlungen, Stockholm, 1840.
- Ordbok öfver Svenska Språket i dess närvarande skick, Teil 1, Hefte 1–2, Örebro, 1842 und 1844.
Törnrosens Bok, Duodez-Ausgabe und frühe Törnrosen-Fantasien
- Törnrosens Bok I: Jagtslottet, Stockholm, 1833, gedruckt 1832. Rahmensetzung des Törnrosen-Universums.
- Törnrosens Bok II: Hermitaget, Stockholm, 1833. Enthält außerdem Vargens Dotter.
- Törnrosens Bok III: Hinden, Stockholm, 1833.
- Törnrosens Bok IV: Drottningens Juvelsmycke, Stockholm, 1834. Eines der Hauptwerke Almqvists und Zentraltext der Tintomara-Gestalt.
- Törnrosens Bok V: Ramido Marinesco, Stockholm, 1834.
- Törnrosens Bok VI: Baron Julius K*, Stockholm, 1835. Enthält außerdem Om sättet att sluta stycken.
- Törnrosens Bok VII: Signora Luna, Stockholm, 1835. Enthält außerdem Colombine.
- Törnrosens Bok VIII: Återkomsten, Araminta May und Urnan, Stockholm, 1838.
- Törnrosens Bok IX: Kapellet und Palatset, Stockholm, 1838.
- Törnrosens Bok X: Godolphin, Svenska Fattigdomens Betydelse und Skaldens natt, Stockholm, 1838.
- Törnrosens Bok XI: Skällnora Qvarn und Friherrinnan, Stockholm, 1838.
- Törnrosens Bok XII: Herr Hugos Akademi, Hvad är Penningen?, Poesi och Politik, Om Folknöjen und Storhetens Tillbedjan, Stockholm, 1839.
- Törnrosens Bok XIII: Målaren und Prestens ställning, Stockholm, 1840.
- Törnrosens Bok XIV: Den sansade kritiken, Stockholm, 1851, gedruckt 1842.
Törnrosens Bok, Imperial-Oktav-Ausgabe
- Törnrosens Bok. Imperial Octav Upplaga I, Stockholm, 1839. Enthält unter anderem Jagtslottet, Skönhetens tårar, Semiramis, Under hoppets träd, Ferrando Bruno, Månsången, Vargens dotter, Björninnan, Ifrån Leonard, Ormus och Ariman, Fader, o säg mig, Isidoros af Tadmor, Marjam, Nyniannes röst, Det doftar i skogen, Uppvaknandet, De sju sångerna under tälten, Om Helsans evangelium, Menniskans stöd, Melia, Svangrottan på Ipsara, Schems-el-Nihar, Arthurs jagt und De två chorerna.
- Törnrosens Bok. Imperial Octav Upplaga II, Stockholm, 1849. Enthält unter anderem Songes, Lifvets hjelp, Gienera, Mythoipoesis, Minnesfest den 1 april, Sviavigamal, Håtuna saga, Sigtuna saga, Valtuna saga, Odensala saga und Den sansade kritiken.
- Törnrosens Bok. Imperial Octav Upplaga III, Stockholm, 1850. Enthält unter anderem Europeiska missnöjets grunder, Hvarför reser du?, Det går an, Murnis, Silkesharen på Hagalund und Purpurgreven.
Romane, Erzählungen, Volks- und Gesellschaftsprosa außerhalb beziehungsweise neben Törnrosens Bok
- Några drag, 1833–1834. Essayistische und erzählerische Veröffentlichung in Skandia.
- Det går an. En vecka mit Hvarför reser du?, Stockholm, 1838, nicht regulär ausgegeben.
- Det går an. En tafla ur lifvet, Stockholm, 1839. Sozialkritische Erzählung und Haupttext der Det-går-an-Debatte.
- Amorina, eller Historien om de Fyra, Jönköping, 1839. Überarbeitete und regulär verbreitete Fassung des frühen Romans.
- Arbetets ära, Uppsala, 1839. Volks- und Sozialschrift.
- Grimstahamns Nybygge, Uppsala, 1839. Erzählung im Umfeld der Folkskrifter.
- Gustaf Wasa i Dalarne, Uppsala, 1839. Historisch-nationaler Erzähltext.
- Ryska Minnet i Norrköping eller Ryssarnes härjning i Sverige år 1719, Uppsala, 1839. Historische Erinnerungserzählung.
- Menniskoslägtets Saga, eller Allmänna verldshistorien förenad med geografi, Hefte 1–6, Stockholm, 1839–1841.
- Amalia Hillner, Stockholm, 1840. Roman und wichtiger Prosatext der 1840er Jahre.
- Ladugårds-Arrendet, Uppsala, 1840. Volksschrift und sozial orientierte Erzählung.
- Gabrièle Mimanso. Sista mordförsöket emot Konung Ludvig Filip i Frankrike, Stockholm, 1841–1842. Roman mit zeitgeschichtlichem französischem Stoff.
- Tre fruar i Småland, Bände I–III, Jönköping, 1842–1843. Gesellschaftsroman mit regionalem und sozialem Zuschnitt.
- Själarnes ängel, Stockholm, 1843. Poetisch-erzählerischer Text in Nordstjernan.
- C. J. L. Almqvist. Monografi, Jönköping, 1844–1845. Selbst- und Werkdokumentation zur Orientierung über zeitgenössische Streitfragen.
- De dödas Sagor, Jönköping, 1845. Erzählwerk mit vorausgehendem Brief über die Bedeutung des skandinavischen Nordens für Europas Frühgeschichte.
- Smaragd-bruden. Följderna af ett rikt nordiskt arf, Norrköping, 1845. Roman beziehungsweise Fortsetzungserzählung.
- Herr Laurits Björnram och Lilla Karin, Stockholm, 1846. Novelle in På Divans-Bordet.
- Herrarne på Ekolsund, Stockholm, 1847. Historischer Roman in mehreren Heften.
- Syster och bror, en af Stockholms hemligheter, Norrköping, 1847. Romantisierte Erzählung aus dem städtischen Geheimnis- und Gesellschaftsromanmilieu.
- Det europeiska missnöjets grunder, 1847, unvollendet beziehungsweise nicht regulär erschienen. Sozial- und kulturkritisches Großprojekt.
- Kongeriget Sverrigs Regenter fra Margaretha til Oscar den Første, Kopenhagen, 1854. Historisch-biographische Schrift.
- Anekdoter såsom bidrag till Guldmakeriets Historia, Stockholm, 1867. Postum gedrucktes Manuskript aus der amerikanischen Zeit.
Ästhetische, philosophische, politische und journalistische Schriften
- Undersökningar om hufvudskillnaden emellan de gamles vitterhet och de nyares, 1831. Ästhetischer Grundsatztext.
- Om det hela, 1836. Philosophisch-ästhetische Reflexion in Skandia.
- Theses, Uppsala, 1837. Akademische Schrift.
- De Vita et Scriptis Francisci Rabelæsi, Lund, 1838. Akademische Abhandlung zu Rabelais.
- Essai sur le caractère principal de la Poésie présomptive de l’Avenir, Lund, 1838. Französische ästhetische Abhandlung zur zukünftigen Dichtung.
- Hvad är Penningen?, 1839. Sozial- und wirtschaftskritischer Essay innerhalb von Törnrosens Bok.
- Poesi och Politik, 1839. Programmschrift zur Verbindung von Dichtung und öffentlichem Leben.
- Om Folknöjen, 1839. Essay zu Volksvergnügungen und politischer Kultur.
- Storhetens Tillbedjan, 1839. Kurzschrift zur Verehrung des Großen und Heroischen.
- Prestens ställning, 1840. Reflexion zur Stellung des Priesters in der Zeit.
- Den sansade kritiken, 1851 beziehungsweise 1842 gedruckt. Selbst- und Kritikreflexion.
- Om Skandinavismens Utförbarhet, Kopenhagen, 1846. Vortrag zur politischen und kulturellen Machbarkeit des Skandinavismus.
- Skandinavisk ynglingasång, 1846. Liedtext im skandinavistischen Kontext.
- Journalistische Arbeiten in Aftonbladet und anderen Zeitungen, besonders 1840er Jahre; in modernen Ausgaben als Journalistik gesammelt beziehungsweise erschlossen.
- Briefe 1803–1866; in Auswahl und modernen Editionen überliefert, wichtig für Biographie, Werkgeschichte und Exilforschung.
Lyrik, Gedichte und poetische Einzeltexte
- Ansgarii varning. Gedicht beziehungsweise poetischer Text, in späteren Anthologien und Ausgaben greifbar.
- Antonii sång. Lied- beziehungsweise Gedichttext aus dem romantischen Bestand.
- Balduins riddare. Poetisch-musikalisch anschlussfähiger Text, später auch im Musikzusammenhang überliefert.
- Betraktelse. Poetisch-reflexiver Text.
- Brudarnes Sång. Gedicht beziehungsweise Liedtext.
- Cerauni ökensång. Poetischer Text aus dem romantischen Werkbestand.
- De två Chorerne. Chorischer Text innerhalb des Törnrosen-Zusammenhangs.
- Den lyssnande Maria. Religiös-poetischer Text.
- Drömmarnas Sång. Gedicht beziehungsweise Liedtext.
- Du går icke ensam. Einer der bis heute bekanntesten religiös getönten poetischen Texte Almqvists.
- Du, som varenda dag …. Gedicht aus dem später anthologisierten Bestand.
- Då på livets mödosamma stråt …. Gedicht aus dem religiös-reflexiven Bestand.
- Fader, o säg mig —. Gedicht und Lied im Törnrosen-Zusammenhang.
- Minnets sång. Lied- und Gedichttext.
- Stellamira. Poetischer Text.
- Svenska fattigdomens betydelse. Essayistisch-poetischer Text mit sozialkritischer Stoßrichtung.
- Så sjöng jag, Seseman …. Gedicht aus dem späteren Exil- beziehungsweise Sesemana-Umfeld.
- Varför kom du på ängen?. Gedicht beziehungsweise lyrischer Text.
- Världens slut. Poetischer Text.
- Ängelns kallelse. Gedicht und Chortext aus dem Törnrosen- beziehungsweise Liedzusammenhang.
- Dikter i landsflykt. Spätere Auswahl aus den Exildichtungen, besonders aus dem Sesemana-Bestand.
- Armodets son. Auswahl von Exildichtungen, die Almqvists spätes lyrisches Schreiben sichtbar macht.
Musikalische Werke: Klavier, Instrumentalmusik und Fantasien
- Fria Fantasier för Piano-Forte, Hefte 1–11 beziehungsweise in musikalischer Zählung zwölf Hefte mit 26 Kompositionen, Stockholm, 1847–1848. Zentrale Sammlung von Klavierfantasien.
- Månsången, Klavierfantasie beziehungsweise musikalischer Törnrosen-Text aus der Imperial-Oktav-Ausgabe von 1839.
- Ifrån Leonard, Klavier- beziehungsweise Vokalmusik im Törnrosen-Zusammenhang.
- Nyniannes Röst, Klavier- beziehungsweise Liedstück aus Törnrosens Bok.
- Det doftar i Skogen, musikalisches Stück aus Törnrosens Bok.
- Zingari-Fest, Klavierstück beziehungsweise Fantasie im späteren Törnrosen-Zusammenhang.
- Slutet, Klavierstück aus dem Zusammenhang der Songes beziehungsweise der Imperial-Oktav-Ausgabe.
- Balduins Riddare, Klavierstück beziehungsweise musikalischer Text, später in Teater och Musik überliefert.
- I Mallas album (om hon egde något). Balduins riddare, Klavierstück, in modernen musikalischen Werkverzeichnissen nachgewiesen.
- Ojans melodi, Instrumentalstück für Kantele, in Sviavigamal und Törnrosens Bok überliefert.
- Niakuns polska, Instrumentalstück für Harfe, in Sviavigamal und Törnrosens Bok überliefert.
- Musikstycke in Es-Dur, Streichquartett, handschriftlich beziehungsweise im musikalischen Nachlass nachgewiesen.
- Weitere Pianofantasier in Manuskriptüberlieferung, besonders in schwedischen Musik- und Nachlasssammlungen.
Musikalische Werke: Vokalmusik, Chöre und Songes
- Tintomaras Sång, in Drottningens Juvelsmycke, 1834. Eine der bekanntesten musikalischen Einlagen Almqvists.
- Månsången, Vokal- und Klavierzusammenhang in Törnrosens Bok.
- Björninnan, Vokalmusik im Törnrosen-Zusammenhang.
- Fader, o säg mig —, Lied beziehungsweise Vokalmusik in Törnrosens Bok.
- Uppvaknandet, Vokalmusik innerhalb der Imperial-Oktav-Ausgabe.
- De sju Sångerna under Tälten, Liedgruppe in Törnrosens Bok.
- Melia, Vokalmusik im Törnrosen-Zusammenhang.
- Arthurs Jagt, Lied- beziehungsweise Vokalmusik innerhalb von Törnrosens Bok.
- De två Chorerna, Chorisches Werk beziehungsweise musikalischer Text in Törnrosens Bok.
- Songes, 1849, Sammlung von 46 Liedern für eine bis vier Stimmen a cappella sowie vier Liedern mit Klavier. Zentrale musikalisch-poetische Sammlung Almqvists.
- Hoppets sång, Chorsatz aus De sju Sångerna under Tälten.
- Solsång, Chorsatz aus Songes.
- Ängelns kallelse, Chorsatz aus De sju Sångerna under Tälten.
- Namnsdags-Quäde, später in Samlaren gedruckt, musikalisch beziehungsweise textmusikalisch relevant.
Herausgeberschaft, Übersetzungen, Briefe, Nachlass und postume Ausgaben
- Herausgabe beziehungsweise Mitwirkung an Opoetisk Calender för Poetiskt Folk, Winter- und Sommerheft, 1821–1822, im Umfeld Carl Fredric Dahlgrens.
- Briefe 1803–1866. Erhaltene Briefauswahl, wichtig für biographische und werkgeschichtliche Rekonstruktion.
- Tyskiaden, um 1865–1866, später herausgegeben. Exilnaher beziehungsweise spätester Textbestand.
- Källans Dame. Fragment- und Nachlasstexte, später herausgegeben.
- Sesemana beziehungsweise Exildichtungen. Später in Auswahl unter Titeln wie Dikter i landsflykt und Armodets son zugänglich gemacht.
- C. J. L. Almqvists Samlade Skrifter, 1921–1938. Frühere, auf Vollständigkeit zielende, aber unvollständig gebliebene Werkausgabe.
- C. J. L. Almqvists Samlade Verk, seit 1993. Moderne wissenschaftliche Gesamtausgabe des Svenska Vitterhetssamfundet in Zusammenarbeit mit dem Almqvistsällskapet.
Rezeption und editorische Hinweise
Almqvist wurde schon zu Lebzeiten als außergewöhnlicher, aber gefährlicher Autor wahrgenommen. Seine religiösen, politischen und sozialen Positionen irritierten konservative Kritiker, während spätere Generationen ihn als Vorläufer moderner Literatur, Sozialkritik und Geschlechterdebatte würdigten. Besonders Det går an und Drottningens Juvelsmycke haben eine Rezeption entfaltet, die über Schweden hinaus in die europäische Diskussion über Romantik, Realismus, Geschlecht und Moderne führt.
Die Forschung hat Almqvist wiederholt als Autor der Übergänge beschrieben. Er ist romantisch, aber nicht bloß romantisch; realistisch, aber nicht bloß realistischer Erzähler; religiös, aber zugleich antiklerikal und sozialkritisch; musikalisch, aber nicht im konventionellen Komponistenberuf; pädagogisch, aber nicht schulmeisterlich begrenzt. Diese Uneindeutigkeit ist keine Schwäche, sondern das Zentrum seiner Bedeutung.
Editorisch ist Almqvist anspruchsvoll. Die Werke liegen in verschiedenen Fassungen, Ausgaben, Serien, Nachlasszusammenhängen und späteren Editionen vor. Amorina existiert in früher und später Fassung; Det går an hat mehrere Druck- und Editionsstufen; Törnrosens Bok erscheint in Duodez- und Imperial-Oktav-Ausgabe mit unterschiedlichen Ordnungen. Für eine Kulturlexikon-Seite ist daher wichtig, nicht nur Einzeltitel zu nennen, sondern die Werkarchitektur sichtbar zu machen.
Für den Musikteil gilt dasselbe. Die Songes, Klavierfantasien und musikalischen Einlagen sind nicht isolierte Salonstücke, sondern Bestandteile einer umfassenden romantischen Kunstidee. Sie zeigen, dass Almqvist Literatur, Musik, Bildlichkeit und religiöse Imagination als verwandte Ausdrucksformen verstand. Deshalb sollte sein Eintrag immer auch musikalische Verweise enthalten, obwohl seine literarische Wirkung deutlich bekannter ist.
Sekundärliteratur
- Ahnfelt, Arvid: C. J. L. Almqvist, hans lif och verksamhet. Stockholm: Bonnier, 1876.
- Ahnfelt, Arvid: C. J. L. Almqvist såsom nyromantiker. Uppsala, 1869.
- Aspelin, Kurt: Det europeiska missnöjet. Samhällsanalys och historiespekulation. Stockholm: Norstedts, 1979.
- Aspelin, Kurt: Poesi i sak. Estetisk teori och konstnärlig praxis under folklivsskildringarnas skede. Stockholm: Norstedts, 1980.
- Balgård, Gunnar: Carl Jonas Love Almqvist – samhällsvisionären. Stockholm, 1973.
- Burman, Lars, Hg.: Carl Jonas Love Almqvist – diktaren, debattören, drömmaren. Hedemora: Gidlund, 2001.
- Fahlcrantz, Christian Erik: C. J. L. Almqvist såsom författare i allmänhet och såsom theolog isynnerhet skärskådad. Uppsala, 1845–1846.
- Hedwall, Lennart: „Carl Jonas Love Almqvist och hans fantasier för pianoforte“. In: Musik-Kultur, 1966 und 1977.
- Hedwall, Lennart: Tondiktaren Carl Jonas Love Almqvist. En musikalisk biografi. Möklinta: Gidlund, 2014.
- Hellsten, Stig: Kyrklig och radikal äktenskapsuppfattning i striden kring C. J. L. Almqvists Det går an. Stockholm, 1951.
- Holmberg, Olle: C. J. L. Almqvist. Från Amorina till Columbine. Stockholm: Bonnier, 1922.
- Jägerskiöld, Stig: Oskuld och arsenik. C. J. L. Almquist i den europeiska krisen 1848–1851. Stockholm, 1987.
- Lagerroth, Ulla-Britta, und Bertil Romberg, Hg.: Perspektiv på Almqvist. Dokument och studier. Stockholm: Rabén & Sjögren, 1973.
- Olsson, Henry: Carl Jonas Love Almquist till 1836. Stockholm: Geber, 1937.
- Romberg, Bertil: Carl Jonas Love Almqvist. Liv och verk. Stockholm: Ordfront, 1993.
- Sidenbladh, Cecilia: Ty så roar mig att måla. C. J. L. Almqvist och de visuella konstarterna. Stockholm: Gidlund, 1987.
- Svedjedal, Johan: Almqvist – berättaren på bokmarknaden. Uppsala, 1987.
- Svedjedal, Johan: Kärlek är. Carl Jonas Love Almqvists författarliv 1793–1833. Stockholm: Wahlström & Widstrand, 2007.
- Svedjedal, Johan: Rosor, törnen. Carl Jonas Love Almqvists författarliv 1833–1840. Stockholm: Wahlström & Widstrand, 2008.
- Svedjedal, Johan: Frihetens rena sak. Carl Jonas Love Almqvists författarliv 1841–1866. Stockholm: Wahlström & Widstrand, 2009.
- Werin, Algot: C. J. L. Almquist. Realisten och liberalen. Stockholm: Bonnier, 1923.
- Westman Berg, Karin: Studier i C. J. L. Almqvists kvinnouppfattning. Göteborg, 1962.
- Öhrström, Eva: „Vänskapsband – Lindblad och Almqvist under 1830-talet“. In: Jacob Derkert, Hg.: Musikvetenskapliga texter. Festskrift Holger Larsen. Stockholm, 2011.
Ausgewählte Onlinequellen
- AllMusic: Carl Jonas Love Almqvist Künstler- und Komponistenprofil mit musikbezogenen Hinweisen und Tonträgerbezügen.
- Almqvistsällskapet: Biografi Schwedische biographische Übersicht zu Leben, Ausbildung, Värmland-Episode, Schultätigkeit und späterem Schicksal Almqvists.
- Almqvistsällskapet: Litteratur Chronologisches Verzeichnis der gedruckten Schriften Almqvists von 1814 bis 1867.
- Almqvistsällskapet: Musik Einführung in Almqvists Songes, Klavierfantasien und musikalisches Denken.
- Encyclopaedia Britannica: Carl Jonas Love Almqvist Englischsprachiger Überblick zu Leben, literarischer Bedeutung, Törnrosens Bok, Drottningens Juvelsmycke und Det går an.
- IMSLP: Carl Jonas Love Almqvist Digitale Noten- und Komponistenseite mit frei zugänglichen Musikmaterialien, soweit vorhanden.
- Levande musikarv: Carl Jonas Love Almqvist Musikbezogene Werkübersicht der Königlichen Musikakademie mit Klavier-, Vokal- und Instrumentalwerken.
- Litteraturbanken: Carl Jonas Love Almqvist – Introduktion Zentrale schwedische Autorenseite mit Einführung, Werkhinweisen und Zugriff auf digitale Texte.
- Litteraturbanken: Carl Jonas Love Almqvist – Tillgängliga verk Umfangreiche digitale Werk- und Titelübersicht mit Faksimiles, PDFs, E-Texten und modernen Ausgaben.
- Naxos: Carl Jonas Love Almqvist Kurzbiographie und Aufnahmenbezug zu Almqvist als Schriftsteller und Komponist.
- Presto Music: Carl Jonas Love Almquist Komponistenprofil mit Tonträger- und Downloadhinweisen.
- Project Runeberg: Carl Jonas Love Almqvist Digitale ältere Texte und Autorenübersicht zu Almqvist.
- Swedish Musical Heritage: Carl Jonas Love Almqvist Englischsprachige musikgeschichtliche Einführung zu Almqvist als Komponist, seinen Liedern und Klavierfantasien.
Weiterführende Einträge
- Aftonbladet Schwedische Zeitung, für die Almqvist als radikaler Journalist arbeitete.
- Almqvistsällskapet Schwedische Gesellschaft zur Erforschung, Edition und Vermittlung von Almqvists Leben und Werk.
- Amorina Romanprojekt Almqvists in früher und später Fassung, wichtig für seine romantische Prosa.
- Fredrika Bremer Schwedische Schriftstellerin und wichtige Vergleichsfigur für Ehe-, Frauen- und Sozialfragen des 19. Jahrhunderts.
- Bremen Sterbeort Almqvists nach seinen Jahren im Exil.
- Det går an Sozialkritische Erzählung Almqvists über Liebe, Ehe, weibliche Selbständigkeit und bürgerliche Ordnung.
- Det-går-an-Debatte Kontroverse um Almqvists Ehe- und Gesellschaftskritik nach Erscheinen von Det går an.
- Drottningens Juvelsmycke Roman Almqvists mit der rätselhaften Gestalt Tintomara.
- Fria Fantasier för Piano-Forte Klavierfantasien Almqvists und wichtiges Zeugnis romantischer Klaviermusik in Schweden.
- Götizismus Schwedische romantisch-nationale Strömung, in deren Umfeld Almqvists frühe Ideen stehen.
- Adolf Fredrik Lindblad Schwedischer Komponist und musikalischer Zeitgenosse Almqvists.
- Litteraturbanken Schwedisches digitales Textarchiv mit Almqvists Werken und wissenschaftlichen Ausgaben.
- Manhemsförbundet Romantisch-götizistischer Zusammenhang, in dem Almqvists frühe Organisations- und Kulturideen entstanden.
- Nya Elementarskolan Stockholmer Reformschule, an der Almqvist als Lehrer und Rektor wirkte.
- Romantik Epoche, aus der Almqvists frühe Poetik, Religiosität und Fantasieformen hervorgehen.
- Schwedische Literatur Nationaler und sprachlicher Rahmen von Almqvists erzählerischem und essayistischem Werk.
- Schwedische Musik Musikgeschichtlicher Rahmen der Songes und der Fria Fantasier.
- Schwedischer Realismus Literaturgeschichtliche Entwicklung, die Almqvist mit Det går an und sozialer Prosa vorbereitet.
- Skandinavismus Politisch-kulturelle Bewegung, zu der Almqvist eigene Schriften und Lieder beitrug.
- Songes Sammlung kurzer Gedichte und Vertonungen Almqvists, zentral für sein musikalisch-literarisches Profil.
- Stockholm Geburts- und Hauptwirkungsort Almqvists als Lehrer, Autor, Publizist und Kulturreformer.
- Swedenborgianismus Religiös-mystische Denkwelt, die für Almqvists geistige Atmosphäre und Symbolik wichtig ist.
- Tintomara Androgyne und symbolisch vieldeutige Figur aus Drottningens Juvelsmycke.
- Törnrosens Bok Großes romantisches Werkgebilde Almqvists aus Prosa, Essay, Dialog, Lyrik und Musik.
- Uppsala universitet Studienort Almqvists und wichtiges Zentrum schwedischer Gelehrtenkultur.
- Victor Rydberg Späterer schwedischer Schriftsteller, dessen religiös-literarische Fragen an Almqvists Problemfelder anschließen.
- Wendela Hebbe Schwedische Journalistin und Schriftstellerin im Umfeld des Aftonbladet und der literarischen Öffentlichkeit der 1840er Jahre.