Gerhard Allroggen
Überblick
Gerhard Allroggen war einer der prägenden deutschen Musikwissenschaftler und Editoren der zweiten Hälfte des 20. und des frühen 21. Jahrhunderts. Sein wissenschaftliches Profil verbindet Musikphilologie, Editionswissenschaft, Opernforschung, Frühromantik, Mozart-Forschung und die groß angelegte Erschließung des Werkes Carl Maria von Webers. Besonders sichtbar wurde er durch die Leitung der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, durch seine Arbeiten zu E. T. A. Hoffmann und durch seine editorischen Beiträge zur Neuen Mozart-Ausgabe.
Allroggens Laufbahn zeigt eine seltene Verbindung von quellenkundlicher Genauigkeit, Opernkenntnis, philologischer Strenge und praktischer Musikalität. Er hatte nicht nur Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Literaturwissenschaft studiert, sondern in Hamburg auch Dirigierklassen besucht. Diese praktische Erfahrung wirkte in seine wissenschaftliche Arbeit hinein. Seine Editionen sind nicht nur textkritische Unternehmungen, sondern zielen stets auf die Aufführbarkeit, Lesbarkeit und historische Verständlichkeit musikalischer Werke.
Seine Forschungsschwerpunkte lagen bei der Musik und Musikästhetik der deutschen Frühromantik, bei Wolfgang Amadeus Mozart, bei E. T. A. Hoffmann, bei der neapolitanischen Oper des späten 18. Jahrhunderts und später besonders bei Carl Maria von Weber. Damit berührt sein Werk mehrere zentrale Übergangszonen der Musikgeschichte: vom empfindsamen und komischen Operntheater zur romantischen Oper, vom literarischen Frühromantiker zum komponierenden Hoffmann, von Mozarts Jugend- und Fragmentüberlieferung zur wissenschaftlich-kritischen Ausgabe und von der gedruckten Partitur zur digitalen Edition.
Kulturgeschichtlich ist Allroggen nicht nur als Autor einzelner Bücher wichtig. Seine eigentliche Bedeutung liegt in der langfristigen Institutionenarbeit. Er war Mitarbeiter der Neuen Mozart-Ausgabe, Mitherausgeber beziehungsweise Mitbearbeiter der historisch-kritischen Hoffmann-Ausgabe, Professor am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn, Prorektor der Universität Paderborn und Initiator sowie Herausgeber der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Er steht deshalb für eine Form von Musikwissenschaft, in der Forschung, Edition, Lehre, Gremienarbeit, Drittmittelorganisation und digitale Infrastruktur zusammengehören.
Kurzdaten
| Name | Gerhard Allroggen. |
|---|---|
| Geburt | 19. Mai 1936 in Bochum. |
| Tod | 13. November 2025 in Hamburg. |
| Beruf | Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Editor, Herausgeber, Mozart-Forscher, Hoffmann-Forscher, Opernforscher, Musikphilologe und Leiter der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. |
| Studium | Musikwissenschaft und Germanistik in Frankfurt am Main; später Musikwissenschaft, Philosophie und Literaturwissenschaft in Hamburg; daneben Dirigierunterricht in Hamburg. |
| Promotion | 1967 an der Universität Hamburg bei Georg von Dadelsen, mit einer Arbeit zu E. T. A. Hoffmanns Kompositionen. |
| Habilitation | 1976 an der Ruhr-Universität Bochum bei Heinz Becker mit Studien zu den italienischen Opern Niccolò Piccinnis; die Habilitationsschrift blieb ungedruckt. |
| Akademische Stationen | Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Heinz Becker in Bochum, Professor am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn, Professor für Historische Musikwissenschaft an der Universität Paderborn. |
| Hochschulamt | Prorektor für Studium und Lehre der Universität Paderborn von 1991 bis 1995. |
| Emeritierung | 2001. |
| Forschungsschwerpunkte | Deutsche Frühromantik, E. T. A. Hoffmann, Wolfgang Amadeus Mozart, neapolitanische Oper des späten 18. Jahrhunderts, Niccolò Piccinni, Martin y Soler, Carl Maria von Weber, Editionswissenschaft und Musikphilologie. |
| Hauptprojekte | Neue Mozart-Ausgabe, Ausgaben musikalischer Werke E. T. A. Hoffmanns, historisch-kritische Hoffmann-Ausgabe, kritische Operneditionen, Weber-Studien und Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. |
| Kulturelle Bedeutung | Allroggen verband quellenkritische Musikphilologie, Operngeschichte, romantische Musikästhetik, Hochschullehre und digitale Editionswissenschaft; besonders die Weber-Gesamtausgabe wurde durch sein organisatorisches und wissenschaftliches Wirken geprägt. |
Studium, Promotion und frühe wissenschaftliche Prägung
Gerhard Allroggen begann 1956 sein Studium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bereits nach kurzer Zeit wechselte er nach Hamburg, wo er Musikwissenschaft, Philosophie und Literaturwissenschaft studierte. Diese Fächerkombination ist für sein späteres Profil aufschlussreich. Allroggen behandelte Musik nie als isoliertes Klangphänomen, sondern immer in der Nähe von Text, Ästhetik, Theater, Literaturgeschichte und historischer Deutung.
In Hamburg besuchte er zusätzlich Dirigierklassen, unter anderem bei Walter Martin und Hans Schmidt-Isserstedt. Diese praktische Komponente unterscheidet ihn von einer rein archivphilologischen Musikwissenschaft. Sie erklärt, warum seine editorischen Arbeiten stets auf die konkrete musikalische Realisierbarkeit achten. Eine kritische Ausgabe sollte für Allroggen nicht nur korrekt, sondern für musikalische Praxis und Interpretation brauchbar sein.
1967 wurde Allroggen an der Universität Hamburg bei Georg von Dadelsen promoviert. Das Thema der Dissertation war ein chronologisch-thematisches Verzeichnis der Kompositionen E. T. A. Hoffmanns. Diese Arbeit erschien 1970 unter dem Titel E. T. A. Hoffmanns Kompositionen. Ein chronologisch-thematisches Verzeichnis seiner musikalischen Werke mit Einführung. Sie wurde zu einem Grundwerk der Hoffmann-Forschung, weil sie den Schriftsteller Hoffmann konsequent auch als Komponisten ernst nahm.
Bochum, Opernforschung und Habilitation
Von 1967 bis 1977 war Allroggen wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Heinz Becker an der Ruhr-Universität Bochum. In dieser Zeit vertiefte er seine Opernforschung und begann seine Tätigkeit in der von Becker im Henle-Verlag herausgegebenen Reihe Die Oper. Kritische Ausgabe von Hauptwerken der Operngeschichte. Diese Bochumer Phase ist wichtig, weil sie Allroggen endgültig als Forscher der Oper des 18. Jahrhunderts und als Editor historischer Bühnenwerke profilierte.
1976 habilitierte er sich bei Heinz Becker mit einer Studie zu den italienischen Opern Niccolò Piccinnis. Die Habilitationsschrift blieb ungedruckt, prägte aber seine spätere Beschäftigung mit neapolitanischer Oper, italienischer Opernästhetik, Cavatine, Intermezzo und den Streitfragen des 18. Jahrhunderts. Die Oper war für Allroggen nicht nur ein musikalisches Genre, sondern ein komplexes System aus Dramaturgie, Aufführung, Text, Stimme, Bühne, gesellschaftlicher Repräsentation und ästhetischer Theorie.
Die Bochumer Jahre zeigen außerdem Allroggens Nähe zu einer musikhistorischen Schule, die philologische Genauigkeit mit gattungsgeschichtlicher Fragestellung verband. Seine späteren Editionen von Mozart, Martin y Soler, Hoffmann und Weber führen diese Linie fort. Immer geht es um die Frage, wie ein Werk aus Quellen rekonstruiert, historisch verstanden und für heutige Leserinnen, Leser, Musikerinnen und Musiker zugänglich gemacht werden kann.
Detmold/Paderborn, Lehre und Hochschulorganisation
Zum Wintersemester 1977/78 wurde Gerhard Allroggen als Professor für Musikwissenschaft an die Hochschule für Musik Detmold berufen. Mit dem Kooperationsvertrag zwischen der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Paderborn wurde das Musikwissenschaftliche Seminar später zu einer gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung. Allroggen wechselte dienstrechtlich als Professor für Historische Musikwissenschaft an die Universität Paderborn, blieb aber dem Detmolder Seminar und der dortigen musikwissenschaftlichen Lehre eng verbunden.
Seine Lehre umfasste Musikgeschichte, Opernforschung, Editionskunde, Notation, Transkription, Analyse und Quellenarbeit. Besonders seine Transkriptionsseminare wurden im Nachruf des Seminars hervorgehoben. Darin zeigt sich eine zentrale Seite seiner Arbeit: Historische Musikwissenschaft sollte für ihn nicht nur aus Deutung bestehen, sondern aus einem präzisen Umgang mit Zeichen, Quellen, Handschriften, Drucken, Notationssystemen und editorischen Entscheidungen.
Von 1991 bis 1995 war Allroggen Prorektor für Studium und Lehre der Universität Paderborn. Diese Funktion belegt seine Bereitschaft zur Hochschulorganisation. Für die spätere Weber-Gesamtausgabe war diese administrative Erfahrung von großer Bedeutung. Ein akademisches Großprojekt benötigt nicht nur wissenschaftliche Ideen, sondern Verhandlungsgeschick, institutionelle Ausdauer, Personalplanung, Förderlogik, Projektstruktur und die Fähigkeit, mehrere Arbeitsstellen zusammenzuführen.
2001 wurde Allroggen emeritiert. Seine wissenschaftliche Arbeit endete damit nicht. Gerade die Weber-Gesamtausgabe und die damit verbundenen editorischen, bibliographischen und digitalen Projekte blieben über die Emeritierung hinaus mit seinem Namen verbunden. In dieser langen Nachwirkungsphase wurde er zur Integrationsfigur einer Editionsgemeinschaft, die Musikphilologie, Digital Humanities und Quellenforschung miteinander verband.
E. T. A. Hoffmann: Werkverzeichnis, Edition und Frühromantik
E. T. A. Hoffmann steht am Anfang und im Zentrum von Allroggens wissenschaftlichem Werk. Das 1970 erschienene Verzeichnis von Hoffmanns Kompositionen war für die Forschung grundlegend, weil es Hoffmann nicht nur als Dichter der Romantik, sondern als Musiker, Komponist, Kapellmeister und Musikdenker erschloss. Das chronologisch-thematische Verfahren verband Werkidentifikation, Quellenprüfung, Datierung, Gattungszuordnung und Einführung in Hoffmanns musikalischen Lebenslauf.
Allroggens Hoffmann-Arbeiten berühren mehrere Ebenen. Einerseits gab er musikalische Werke Hoffmanns heraus, darunter Die lustigen Musikanten, das Quintett c-Moll und das Grand Trio. Andererseits arbeitete er an der literarischen Gesamtausgabe der Hoffmann-Werke im Deutschen Klassiker Verlag mit. Damit verband er Musikphilologie und Literaturphilologie auf besonders konsequente Weise.
Hoffmann war für Allroggen vermutlich auch deshalb zentral, weil an ihm das Verhältnis von Musik, Literatur, Kritik, Ästhetik und Romantik besonders deutlich wird. Die Frühromantik bildet bei Hoffmann keinen bloßen literarischen Stil, sondern eine Denkform, in der Musik als Medium des Unaussprechlichen, des Fantastischen, des Dämonischen und des ästhetischen Absoluten erscheint. Allroggens Arbeiten tragen dazu bei, diese Konstellation nicht nur ideengeschichtlich, sondern auch quellenkundlich und kompositorisch zu fundieren.
Mozart-Forschung und Neue Mozart-Ausgabe
Allroggen war Mitarbeiter der Neuen Mozart-Ausgabe. Besonders wichtig sind seine Editionen zu den frühen Sinfonien und zu Mozarts Opernfragment Lo sposo deluso ossia La rivalità di tre donne per un solo amante. Seine Beschäftigung mit Mozart steht im Zeichen von Echtheitsfragen, Datierung, Stilistik, Frühwerk, Fragmentüberlieferung und kritischem Bericht.
Die frühen Mozart-Sinfonien stellen besondere editorische Herausforderungen. Quellenlage, Datierung, Zuschreibung, Frühfassungen, Werknummern und stilistische Einordnung sind komplex. Allroggen befasste sich mit Echtheits- und Datierungsfragen, etwa im Zusammenhang der sogenannten Lambacher Sinfonie und mit KV 16a. Seine Mozart-Arbeiten zeigen, dass Musikphilologie nie nur Abschriftvergleich ist, sondern immer auch stilkritisches, historisches und aufführungspraktisches Urteil verlangt.
Die Neue Mozart-Ausgabe war eine der großen wissenschaftlichen Gesamtausgaben des 20. Jahrhunderts. Allroggens Beteiligung ordnet ihn in eine Generation von Editoren ein, die das moderne Bild des klassischen Repertoires durch kritische Quellenarbeit mitgeprägt haben. Die heute selbstverständliche Unterscheidung von Werkfassung, Fragment, Skizze, Anhang, Kritischem Bericht und editorischer Entscheidung ist Ergebnis solcher langfristiger Editionsarbeit.
Italienische Oper, Piccinni und Martin y Soler
Ein weiterer Schwerpunkt Allroggens war die italienische Oper des späten 18. Jahrhunderts. Die Habilitation zu Niccolò Piccinni steht in diesem Zusammenhang, ebenso Aufsätze zur Cavatine, zum Piccinisten-Streit, zu Glucks Orfeo und zu Hasses Intermezzo Il tutore. Allroggen interessierte sich besonders für die Übergangsbereiche zwischen Opera seria, Opera buffa, Dramma giocoso, französischer Operndebatte und deutschsprachiger Rezeptionsgeschichte.
Mit der Edition von Vicente Martin y Solers Una cosa rara ossia Bellezza ed onestà legte Allroggen 1990 einen Band in der Reihe Die Oper. Kritische Ausgabe von Hauptwerken der Operngeschichte vor. Dieses Werk ist nicht nur wegen seines eigenen Erfolgs wichtig, sondern auch wegen seiner Beziehung zur Wiener Opernkultur und zu Lorenzo Da Ponte. Die Edition zeigt Allroggens Fähigkeit, bekannte und weniger bekannte Opern des 18. Jahrhunderts editorisch in einen größeren musikdramatischen Zusammenhang zu stellen.
Die italienische Opernforschung war für Allroggen kein Spezialgebiet neben seinen romantischen Interessen. Sie bildet vielmehr eine Voraussetzung für sein Verständnis der deutschen Romantik. Wer Hoffmann, Weber oder das deutsche Singspiel verstehen will, muss die italienischen und französischen Operntraditionen kennen, gegen die sich die deutsche romantische Oper profilierte. Allroggens Arbeiten verbinden diese historischen Schichten.
Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe
Die Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe wurde zum großen Projekt der späten und nachdienstlichen Arbeitsphase Allroggens. Seit Ende der 1980er Jahre setzte er sich für eine umfassende Ausgabe der musikalischen Werke, Briefe, Tagebücher und Schriften Webers ein. 1993 konnte das Akademienprojekt mit Arbeitsstellen in Berlin und Detmold etabliert werden. Die Ausgabe erschien im Verlag Schott in Mainz und verband gedruckte Bände mit digitaler Text- und Quellenerschließung.
Für die Weber-Forschung war dieses Projekt ein Einschnitt. Weber war zwar als Komponist des Freischütz berühmt, doch sein Gesamtwerk, seine Briefe, Tagebücher, Schriften und die Quellen zu seinem Leben waren lange nicht in einer dem Stand moderner Editionswissenschaft entsprechenden Form verfügbar. Allroggen erkannte, dass eine Weber-Ausgabe nicht nur die bekannten Bühnenwerke sichern, sondern ein ganzes Netzwerk von Werk, Leben, Schriftlichkeit, Korrespondenz, Reise, Theaterpraxis und Rezeptionsgeschichte erschließen musste.
Sein organisatorisches Verhandlungsgeschick war für die Einrichtung der Ausgabe entscheidend. Die Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek zu Berlin, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, dem Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn und dem Verlag Schott erforderte institutionelle Ausdauer. Allroggen steht hier für eine Editionswissenschaft, die wissenschaftliche Genauigkeit und Projektpolitik miteinander verbinden musste.
Zu seinen eigenen Weber-Editionen gehören unter anderem das Klarinettenquintett op. 34, die beiden Missa sancta-Klavierauszüge, die Kammermusik mit Klarinette und die Ausgabe des Freischütz. Diese Arbeiten zeigen, wie breit die Weber-Gesamtausgabe angelegt war: Sie reicht von Kirchenmusik über Kammermusik bis zur romantischen Oper und von Partiturdruck bis digitaler Quellendokumentation.
Digitale Editionswissenschaft und Edirom
Allroggen setzte sich in den letzten Jahren seiner Detmolder und Paderborner Tätigkeit auch für das DFG-geförderte Edirom-Projekt ein. Damit wurde die Weber-Gesamtausgabe zu einem wichtigen Ort der digitalen Musikedition. Die Verbindung von gedruckter historisch-kritischer Ausgabe, digitaler Quellenpräsentation, codierten Texten, Briefen, Tagebüchern, Werkdaten und Suchumgebung war für die Editionswissenschaft wegweisend.
Die digitale Dimension verändert das Selbstverständnis einer Gesamtausgabe. Während die klassische Edition den kritischen Notentext und den gedruckten Bericht in den Mittelpunkt stellt, ermöglicht die digitale Umgebung neue Verknüpfungen: Quellen, Briefe, Tagebücher, Werkverzeichnisse, Personen, Orte, Fassungen und Kommentare können miteinander verbunden werden. Allroggen gehörte zu jener Generation, die aus der klassischen Musikphilologie kam, aber die digitalen Möglichkeiten nicht abwehrte, sondern in ein großes Projekt integrierte.
Gerade diese Verbindung macht sein Wirken für die Gegenwart wichtig. Die Weber-Gesamtausgabe ist nicht nur ein Monument des gedruckten Editionswesens, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Musikwissenschaft den Übergang zu digitalen Arbeitsformen gestalten kann. Allroggen hat diesen Übergang nicht als Mode, sondern als Fortsetzung philologischer Genauigkeit mit neuen Mitteln verstanden.
Werk-, Editions- und Publikationsverzeichnis
Da Gerhard Allroggen Musikwissenschaftler, Editor und Herausgeber war, ist das Werkverzeichnis als Verzeichnis seiner Editionen, Herausgeberschaften, Buchveröffentlichungen, Aufsätze und wissenschaftlichen Projekte zu verstehen. Die folgende Übersicht folgt den zentralen Werkgruppen und nennt die wichtigsten nachweisbaren Arbeiten. Bei Einzelaufsätzen ist eine vollständige Spezialbibliographie der Weber-Gesamtausgabe und einschlägiger Fachbibliographien heranzuziehen.
Selbständige Buchveröffentlichungen und Qualifikationsarbeiten
- E. T. A. Hoffmanns Kompositionen. Ein chronologisch-thematisches Verzeichnis seiner musikalischen Werke mit Einführung. Regensburg: Bosse, 1970. Grundlegendes Hoffmann-Werkverzeichnis und aus der Dissertation hervorgegangene Arbeit.
- Studien zu den italienischen Opern Niccolò Piccinis. Habilitationsschrift, Bochum 1977, maschinenschriftlich, nicht gedruckt.
Editionen musikalischer Werke E. T. A. Hoffmanns
- E. T. A. Hoffmann: Die lustigen Musikanten. Singspiel in zwei Akten von Clemens Brentano. Ausgewählte musikalische Werke von E. T. A. Hoffmann, Bände 4–5. Mainz: Schott, 1975/76.
- E. T. A. Hoffmann: Quintett c-Moll für Harfe, zwei Violinen, Viola und Violoncello. Ausgewählte musikalische Werke, Bd. 12b: Kammermusik. Herausgegeben von Gerhard Allroggen und Friedrich Schnapp. Mainz: Schott, 1985.
- E. T. A. Hoffmann: Grand Trio pour Pianoforte, Violon et Violoncelle von 1809. Herausgegeben von Gerhard Allroggen und Friedrich Schnapp. Mainz: Schott, 1987.
Mitarbeit an der literarischen Gesamtausgabe E. T. A. Hoffmanns
- E. T. A. Hoffmann: Nachtstücke, Klein Zaches, Prinzessin Brambilla. Werke 1815–1820. Sämtliche Werke, Bd. 3. Herausgegeben von Hartmut Steinecke unter Mitarbeit von Gerhard Allroggen. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 1985.
- E. T. A. Hoffmann: Die Elexiere des Teufels. Werke 1814–1816. Sämtliche Werke, Bd. 2/2. Herausgegeben von Hartmut Steinecke unter Mitarbeit von Gerhard Allroggen. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 1988.
- E. T. A. Hoffmann: Lebens-Ansichten des Katers Murr. Werke 1820–1821. Sämtliche Werke, Bd. 5. Herausgegeben von Hartmut Steinecke unter Mitarbeit von Gerhard Allroggen. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 1992.
- E. T. A. Hoffmann: Fantasiestücke in Callot’s Manier. Werke 1814. Sämtliche Werke, Bd. 2/1. Herausgegeben von Hartmut Steinecke unter Mitarbeit von Gerhard Allroggen und Wulf Segebrecht. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 1993.
- E. T. A. Hoffmann: Frühe Prosa, Briefe, Tagebücher, Libretti, Juristische Schriften. Werke 1793–1813. Sämtliche Werke, Bd. 1. Herausgegeben von Gerhard Allroggen, Friedhelm Auhuber, Hartmut Mangold, Jörg Petzel und Hartmut Steinecke. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 2003.
- E. T. A. Hoffmann: Späte Prosa, Briefe, Tagebücher und Aufzeichnungen, Juristische Schriften. Werke 1814–1822. Sämtliche Werke, Bd. 6. Herausgegeben von Gerhard Allroggen, Friedhelm Auhuber, Hartmut Mangold, Jörg Petzel und Hartmut Steinecke. Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag, 2004.
Editionen im Rahmen der Neuen Mozart-Ausgabe
- Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonien KV 16, 19, 22, 43, 45, 48, 73 (76a), 76 (42a), Anh. 214 (45b), 221 (45a) und 223 (19a). Neue Ausgabe sämtlicher Werke, Serie IV: Orchesterwerke, Werkgruppe 11: Sinfonien, Bd. 1. Kassel: Bärenreiter, 1984.
- Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonien KV 74, 75, 81, 84, 95–97, 110–112, 114, 124. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, Serie IV: Orchesterwerke, Werkgruppe 11: Sinfonien, Bd. 2. Kassel: Bärenreiter, 1984.
- Wolfgang Amadeus Mozart: Lo sposo deluso ossia La rivalità di tre donne per un solo amante KV 430 (KV 424a). Opera buffa in 2 Akten, Fragment. Neue Ausgabe sämtlicher Werke, Serie II: Bühnenwerke, Werkgruppe 5: Opern und Singspiele, Bd. 14. Kassel: Bärenreiter, 1988.
- Kritischer Bericht zu Mozarts frühen Sinfonien, gemeinsam mit Faye Ferguson. Kassel: Bärenreiter, 1999.
Opern- und Instrumentaleditionen außerhalb der Hoffmann- und Mozart-Ausgaben
- Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate Es-Dur für Klarinette und Klavier. Zum ersten Mal nach dem Autograph herausgegeben von Gerhard Allroggen. Kassel: Bärenreiter, 1987.
- Vicente Martin y Soler: Una cosa rara ossia Bellezza ed onestà. Dramma giocoso. Libretto von Lorenzo Da Ponte. Die Oper. Kritische Ausgabe von Hauptwerken der Operngeschichte, Bd. 5. München: Henle, 1990.
- Mosco Carner: Puccini. Biographie. Aus dem Englischen übersetzt von Anna Wheill, herausgegeben von Gerhard Allroggen. Frankfurt am Main und Leipzig, 1996.
Editionen und Herausgeberschaften zu Carl Maria von Weber
- Carl Maria von Weber: Sämtliche Werke. Herausgegeben im Auftrag der Gesellschaft zur Förderung der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe von Gerhard Allroggen. Mainz: Schott, 1998 ff.
- Weber-Studien. In Verbindung mit der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe herausgegeben von Gerhard Allroggen und Joachim Veit, Bd. 1 bis Bd. 10, 1993–2018.
- Carl Maria von Weber: Quintett B-Dur op. 34 für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello. Historisch-kritische Edition, Partitur und Stimmen. Herausgegeben von Gerhard Allroggen und Joachim Veit. Mainz: Schott, 2000.
- Carl Maria von Weber: Missa sancta No. 1 Es-Dur und Offertorium Gloria et honore. Klavierauszug. Mainz: Schott, 2003.
- Carl Maria von Weber: Missa sancta No. 2 G-Dur und Offertorium In die solemnitatis. Klavierauszug. Mainz: Schott, 2003.
- Carl Maria von Weber: Kammermusik mit Klarinette. Sämtliche Werke, Serie VI: Kammermusik, Bd. 3. Herausgegeben von Gerhard Allroggen, Knut Holtsträter und Joachim Veit, mit digitaler Edition des Quintetts op. 34 von Johannes Kepper und Ralf Schnieders. Mainz: Schott, 2005.
- Carl Maria von Weber: Der Freischütz. Romantische Oper in drei Aufzügen. Text von Friedrich Kind. Sämtliche Werke, Serie III: Bühnenwerke, Bd. 5a–b. Herausgegeben von Gerhard Allroggen, Solveig Schreiter und Raffaele Viglianti. Mainz: Schott, 2017.
Ausgewählte Aufsätze und Fachbeiträge
- „Die Opern-Ästhetik E. T. A. Hoffmanns“. In: Beiträge zu Geschichte der Oper, herausgegeben von Heinz Becker. Regensburg 1969.
- „E. T. A. Hoffmanns Musik zur ‚Dirna‘“. In: Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft, 1969.
- „E. T. A. Hoffmanns Klaviersonaten“. In: Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft, 1971.
- „Hoffmanns Musik zum ‚Sabinus‘“. In: Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft, 1974.
- „Piccinis ‚Origille‘“. In: Analecta Musicologica 15, 1975.
- „Der Piccinisten-Streit – Ein Zwist um Oper und Musikdrama?“. In: Bericht über den internationalen musikwissenschaftlichen Kongress Berlin 1974, Kassel u. a. 1980.
- „La Scena degli Elisi nell’Orfeo. Considerazioni di dramaturgica musicale“. In: Chigiana 29/30, Florenz 1975.
- „Ernst Theodor Amadeus Hoffmann in Warschau“. In: Deutsche Musik im Osten, Köln und Wien 1976.
- „Zur Frage der Echtheit der Sinfonie KV Anh. 216 = 74g“. In: Wolfgang Amadeus Mozart, Wege der Forschung, Darmstadt 1977; wiederabgedruckt in Analecta Musicologica 18.
- „Mozarts Lambacher Sinfonie. Gedanken zur musikalischen Stilkritik“. In: Festschrift Georg von Dadelsen zum 60. Geburtstag, Neuhausen-Stuttgart 1978.
- Artikel zu Friedrich Heinrich Himmel und E. T. A. Hoffmann in Sohlmans Musiklexikon und im New Grove Dictionary of Music and Musicians.
- „Die Persönlichkeit des Komponisten als Gegenstand musikhistorischer Forschung“. In: Musik – Edition – Interpretation. Gedenkschrift Günter Henle, München 1980.
- „Mozarts erste Sinfonien“. In: Festschrift für Heinz Becker zum 60. Geburtstag, Laaber 1982.
- „Friedrich Schnapp“. In: Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft, 1983.
- „Die Cavatine in der italienischen Oper des 18. Jahrhunderts“. In: Festschrift Arno Forchert zum 60. Geburtstag, Kassel 1986.
- „Zur Datierung der frühen Sinfonien Mozarts“. In: Die Sinfonie KV 16a ‚del Sigr. Mozart‘, Odense 1987.
- „Zur stilistischen Eigenart von KV 16a im Vergleich zu den frühen Sinfonien Mozarts“. In: Die Sinfonie KV 16a ‚del Sigr. Mozart‘, Odense 1987.
- „Bemerkungen zu Johann Adolf Hasses Intermezzo ‚Il tutore‘“. In: Intermezzi per musica – Johann Adolf Hasse zum 300. Geburtstag, Dößel 2004.
- „Der Komponist E. T. A. Hoffmann“. In: E. T. A. Hoffmann. Neue Wege der Forschung, Darmstadt 2006.
- Gemeinsam mit Joachim Veit: „Die Weber-Briefausgabe als Teil der Weber-Gesamtausgabe und ihre spezifischen Editionsprobleme“. In: Komponistenbriefe des 19. Jahrhunderts, Stuttgart 1997.
Festschriften, Reihen und institutionelle Publikationszusammenhänge
- Festschrift Arno Forchert zum 60. Geburtstag. Herausgegeben von Gerhard Allroggen und Detlef Altenburg. Kassel 1986.
- Weber-Studien, Bd. 3. Festschrift Gerhard Allroggen zum 60. Geburtstag. Herausgegeben von Joachim Veit und Frank Ziegler. Mainz 1996.
- Weber-Studien, fortlaufende Reihe in Verbindung mit der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, mit Allroggen als Mitherausgeber.
- Beiträge und Herausgeberschaften im Umfeld der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, der Staatsbibliothek zu Berlin, der Universität Paderborn und des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold/Paderborn.
Rezeption und editorische Hinweise
Gerhard Allroggens Bedeutung liegt weniger in öffentlichkeitswirksamen Monographien als in langfristiger, quellenkritischer und institutionell tragender Forschungsarbeit. Er gehört zu jener Generation von Musikwissenschaftlern, deren Leistung sich in Gesamtausgaben, Kritischen Berichten, Werkverzeichnissen, Editionen und Forschungsinfrastrukturen niederschlägt. Solche Arbeit ist oft weniger sichtbar als eine große Einzelthese, aber für die musikalische Praxis und Forschung dauerhaft grundlegender.
Besonders die Weber-Gesamtausgabe macht sein Wirken sichtbar. Die Ausgabe wurde in einer schwierigen institutionellen Lage geplant, eingerichtet und über Jahrzehnte weitergeführt. Dass sie musikalische Werke, Briefe, Tagebücher, Schriften, Dokumente, Personen, Orte, Werke und digitale Erschließung zusammenführt, entspricht einem modernen Verständnis von Editionswissenschaft. Allroggen war hier nicht nur Herausgeber, sondern Konzeptgeber und institutioneller Ermöglicher.
In der Hoffmann-Forschung bleibt sein chronologisch-thematisches Verzeichnis ein Bezugspunkt, weil es Hoffmanns musikalisches Werk systematisch erfasste. In der Mozart-Forschung trug er zur Quellenklärung des Frühwerks und der Fragmente bei. In der Opernforschung erschloss er italienische und deutsche Theaterzusammenhänge des 18. Jahrhunderts. Zusammengenommen ergibt sich ein Profil, das vom Detail der Quelle bis zur großen historischen Form reicht.
Editorisch sollte bei diesem Lemma die Berufsangabe nicht auf „Musikwissenschaftler“ verkürzt werden. Treffender ist die erweiterte Form: Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Editor und Herausgeber. Gerade die Rollen als Herausgeber der Weber-Gesamtausgabe, Mitarbeiter der Neuen Mozart-Ausgabe und Bearbeiter der Hoffmann-Ausgabe bestimmen seine kulturgeschichtliche Stellung.
Sekundärliteratur
- Allroggen, Gerhard: E. T. A. Hoffmanns Kompositionen. Ein chronologisch-thematisches Verzeichnis seiner musikalischen Werke mit Einführung. Regensburg: Bosse, 1970.
- Allroggen, Gerhard: Studien zu den italienischen Opern Niccolò Piccinis. Habilitationsschrift, Bochum 1977, maschinenschriftlich.
- Allroggen, Gerhard und Joachim Veit: „Die Weber-Briefausgabe als Teil der Weber-Gesamtausgabe und ihre spezifischen Editionsprobleme“. In: Komponistenbriefe des 19. Jahrhunderts. Stuttgart 1997.
- Becker, Heinz, Hg.: Die Oper. Kritische Ausgabe von Hauptwerken der Operngeschichte. Reihe, in deren Umfeld Allroggen editorisch arbeitete.
- Eichenauer, Jürgen und weitere Autoren: Beiträge zur Geschichte der Musikergesamtausgaben und zur Edition romantischer Opern.
- Joachim Veit und Frank Ziegler, Hg.: Weber-Studien, Bd. 3. Festschrift Gerhard Allroggen zum 60. Geburtstag. Mainz: Schott, 1996.
- Matthäus, Wolfgang: Arbeiten zur deutschen Musikverlags- und Editionsgeschichte, als Kontext zur Weber- und Hoffmann-Überlieferung relevant.
- Schreiter, Solveig; Veit, Joachim; Ziegler, Frank und weitere Mitarbeitende der Weber-Gesamtausgabe: Nachrufe, Projektberichte und editorische Beiträge zu Allroggens Wirken.
- Steinecke, Hartmut; Segebrecht, Wulf; Allroggen, Gerhard und weitere Herausgeber: E. T. A. Hoffmann. Sämtliche Werke. Deutscher Klassiker Verlag, 1985–2004.
- Weber-Gesamtausgabe: Bibliographie der Editionen und Schriften Gerhard Allroggens. Projektseite der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe, 2025.
Ausgewählte Onlinequellen
- Carus-Verlag: Gerhard Allroggen Verlagsseite mit personenbezogenen Nachweisen zu Allroggen als Autor beziehungsweise Herausgeber im musikverlegerischen Kontext.
- Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe Zentrale Projektseite der von Allroggen herausgegebenen wissenschaftlich-kritischen Gesamtausgabe mit digitalen Registern zu Werken, Briefen, Tagebüchern, Schriften, Personen und Orten.
- Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe: Gerhard Allroggen Personenseite mit Basisdaten, Berufsangaben, Orten, Bibliographie und Projektbezügen.
- Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe: Nachruf Gerhard Allroggen Ausführlicher Nachruf mit Würdigung seines Wirkens für die Weber-Gesamtausgabe und mit umfangreicher Bibliographie seiner Editionen und Schriften.
- Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe: Bandübersicht Übersicht über Serien und Bände der Weber-Gesamtausgabe, deren Herausgeber Allroggen war.
- Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe: Kontakt und Projektstruktur Projektseite mit Herausgeber-, Projektleitungs- und Arbeitsstellenangaben.
- Deutsche Nationalbibliothek: E. T. A. Hoffmanns Kompositionen Bibliographischer Nachweis zu Allroggens grundlegender Veröffentlichung von 1970.
- Deutsche Nationalbibliothek: Digitalisat E. T. A. Hoffmanns Kompositionen Nachweis der digitalisierten Ausgabe des chronologisch-thematischen Verzeichnisses.
- Digitale Mozart-Edition: Neue Mozart-Ausgabe Online Online-Zugang zur Neuen Mozart-Ausgabe mit Allroggens Editionen der frühen Sinfonien und Kritischen Berichten.
- E. T. A. Hoffmann Portal: Der Musiker Einführung zu Hoffmann als Komponist mit Bezug auf Allroggens Werkverzeichnis und dessen Zählung der Kompositionen.
- E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft: Der Musiker Hoffmann-bezogene Seite mit Hinweis auf Allroggens Verzeichnis und die erhaltenen beziehungsweise verschollenen Kompositionen.
- MGG Online: Allroggen, Gerhard Fachlexikalischer Artikel mit Lebensdaten, Studiengang, Forschungsschwerpunkten, akademischen Stationen und Publikationsprofil.
- Musikinformationszentrum: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe Institutioneller Eintrag zur Weber-Gesamtausgabe mit Herausgeber-, Projektleitungs- und Arbeitsstellenangaben.
- Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn: Nachruf Gerhard Allroggen Nachruf des Seminars mit biographischen Stationen, Forschungsschwerpunkten, Hochschulfunktionen, Weber-Gesamtausgabe und Würdigung seiner editorischen Arbeit.
- WorldCat: E. T. A. Hoffmanns Kompositionen Internationaler Bibliotheksnachweis zu Allroggens chronologisch-thematischem Hoffmann-Werkverzeichnis.
- WorldCat: Carl Maria von Weber, Sämtliche Werke Bibliographischer Nachweis zur Weber-Gesamtausgabe mit Allroggen als Herausgeber.
Weiterführende Einträge
- Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Trägerinstitution der Weber-Gesamtausgabe und wichtiger Rahmen musikphilologischer Langzeitprojekte.
- Bärenreiter Verlag der Neuen Mozart-Ausgabe, an der Allroggen als Editor mitarbeitete.
- Heinz Becker Opernforscher, Bochumer Hochschullehrer und Habilitationsvater Allroggens.
- Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe Von Allroggen herausgegebene wissenschaftlich-kritische Gesamtausgabe der Werke, Briefe, Tagebücher und Schriften Webers.
- Georg von Dadelsen Musikwissenschaftler und Promotionsbetreuer Allroggens an der Universität Hamburg.
- Detmold Wichtiger Wirkungsort Allroggens am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn.
- Digitale Edition Editionsform, die in der Weber-Gesamtausgabe und im Edirom-Kontext besondere Bedeutung gewann.
- Edirom Digitales Editionsprojekt, dessen Realisierung Allroggen im Umfeld der Weber-Gesamtausgabe unterstützte.
- Edition Grundbegriff der philologischen Herausgabe musikalischer und literarischer Quellen.
- Editor Berufs- und Rollenbezeichnung, die Allroggens wissenschaftliche Tätigkeit besonders präzise beschreibt.
- Editionswissenschaft Methodischer Bereich, in dem Allroggen durch Mozart-, Hoffmann- und Weber-Editionen wirkte.
- Der Freischütz Romantische Oper Webers, die Allroggen gemeinsam mit Solveig Schreiter und Raffaele Viglianti kritisch herausgab.
- Frühromantik Ästhetischer und literarischer Kontext von Allroggens Hoffmann- und Weber-Forschung.
- Hamburg Studien-, Promotions- und Sterbeort Allroggens.
- E. T. A. Hoffmann Dichter, Komponist und Musikdenker, dessen musikalisches Werk Allroggen grundlegend katalogisierte und edierte.
- Hoffmann-Werkverzeichnis Chronologisch-thematische Erfassung der Kompositionen Hoffmanns, maßgeblich durch Allroggens Arbeit geprägt.
- Historische Musikwissenschaft Fachgebiet, in dem Allroggen lehrte, forschte und editorisch arbeitete.
- Italienische Oper Forschungsfeld Allroggens, insbesondere im Zusammenhang mit Piccinni und Martin y Soler.
- Kritischer Bericht Zentrales Element wissenschaftlich-kritischer Musikeditionen, an denen Allroggen vielfach arbeitete.
- Vicente Martin y Soler Komponist von Una cosa rara, das Allroggen kritisch edierte.
- Wolfgang Amadeus Mozart Komponist, dessen frühe Sinfonien und Opernfragment Lo sposo deluso Allroggen in der Neuen Mozart-Ausgabe bearbeitete.
- Musikphilologie Quellenkritische Disziplin, die Allroggens Arbeit als Editor und Herausgeber bestimmte.
- Musikwissenschaft Wissenschaftliches Hauptfeld Allroggens zwischen Forschung, Lehre, Edition und Institutionenarbeit.
- Neapolitanische Oper Operngeschichtliches Forschungsfeld, das Allroggens Habilitation zu Piccinni prägte.
- Neue Mozart-Ausgabe Wissenschaftlich-kritische Mozart-Gesamtausgabe, an der Allroggen als Editor beteiligt war.
- Opernästhetik Forschungsbereich zwischen Musiktheater, Dramaturgie und Theorie, der Allroggens Hoffmann- und Opernarbeiten verbindet.
- Paderborn Hochschulort Allroggens und Standort der gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung Detmold/Paderborn.
- Niccolò Piccinni Italienischer Opernkomponist, dessen Werke Gegenstand von Allroggens Habilitation waren.
- Quellenkritik Methodische Grundlage von Allroggens Editionsarbeit.
- Schott Verlag der Weber-Gesamtausgabe und zahlreicher von Allroggen betreuter Editionen.
- Staatsbibliothek zu Berlin Arbeitsstelle der Weber-Gesamtausgabe und wichtiger Ort musikalischer Quellenerschließung.
- Joachim Veit Musikwissenschaftler, Editionsleiter und enger Mitarbeiter Allroggens in der Weber-Gesamtausgabe.
- Carl Maria von Weber Komponist, dessen Werk, Briefe, Tagebücher und Schriften Allroggen durch eine Gesamtausgabe erschließen ließ.
- Weber-Studien Publikationsreihe in Verbindung mit der Weber-Gesamtausgabe, von Allroggen und Joachim Veit herausgegeben.