Giovanni Giacopo Albuzio (Albutio, Giovanni Giacomo Albuzio, Giovanni Giacomo Albutio, Hans Jacob de Milano)
Überblick
Giovanni Giacopo Albuzio, auch Albutio, Giovanni Giacomo Albuzio, Io. Iacomo Albutio da Milano oder Hans Jacob de Milano genannt, war ein Lautenist und Komponist des frühen 16. Jahrhunderts. Seine Lebensdaten sind unbekannt. Fassbar wird er nicht durch eine geschlossene Biographie, sondern durch Lautentabulaturen, Sammeldrucke, Namensvarianten, Konkordanzen und spätere bibliographische Nachweise. Damit gehört er zu jener großen Gruppe frühneuzeitlicher Instrumentalisten, deren Kunst zwar gedruckt und verbreitet wurde, deren persönliche Lebensumstände aber fast vollständig hinter der Quellenüberlieferung zurücktreten.
Albuzio wirkte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Forschung bringt ihn mit dem Mailänder Lautenistenkreis zusammen, in dem auch Francesco da Milano, Pietro Paolo Borrono, Marco dall’Aquila und Alberto da Ripa beziehungsweise Alberto da Mantova erscheinen. Nach Arthur Ness ist Albuzio möglicherweise deutscher Herkunft und aus Kleve stammend; zugleich lebte und wirkte er offenbar lange genug in Mailand, um als milanese beziehungsweise de Milano bezeichnet werden zu können. Diese doppelte Zuordnung erklärt die ungewöhnliche Namensüberlieferung: Aus Giovanni Giacopo Albuzio da Milano konnte in deutschsprachiger Tabulaturüberlieferung Hans Jacob von Milano werden.
Sein erhaltenes Werk besteht vor allem aus Fantasien, Preambeln und möglicherweise Ricercar- beziehungsweise lautentypischen freien Sätzen. Die wichtigsten Druckzusammenhänge sind Giovanni Antonio Castigliones Intabolatura de leuto de diversi autori von 1536, Hans Gerles Ein Newes sehr Künstlichs Lautenbuch von 1552, Pierre Phalèses Hortus Musarum von 1552 sowie die venezianische Scotto-Ausgabe La Intabolatura de Lauto de diversi autori von 1563. In älteren bibliographischen Nachweisen erscheinen weitere Stücke in Phalèse-Drucken, späteren Anthologien und Handschriften.
Kulturgeschichtlich ist Albuzio wichtig, weil er die Internationalität der Lautenmusik um 1530 bis 1570 sichtbar macht. Die Laute war ein höfisches, städtisches und gelehrtes Instrument; ihre Musik zirkulierte zwischen Italien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und später England. Namen wurden übersetzt, Stücke wurden aus italienischer in deutsche oder französische Tabulatur übertragen, Fantasien wurden mehrfach nachgedruckt, und einzelne Kompositionen konnten unter leicht abweichenden Namensformen erscheinen. Albuzio steht deshalb für eine musikalische Kultur, in der Druck, Übersetzung, Tabulaturtechnik und Instrumentalvirtuosität eng verbunden waren.
Kurzdaten
| Name | Giovanni Giacopo Albuzio. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Albutio, Giovanni Giacomo Albuzio, Giovanni Giacomo Albutio, Giovanni Jacopo Albuzio, Io. Iacomo Albutio da Milano, Jo. Albutio da Milano, M. Jo. Jacobo Alburio, Hans Jacob de Milano, Hans Jacob von Milano und Hans Jacob von Mailand. |
| Lebensdaten | Unbekannt; wirksam in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. |
| Herkunft | Ungeklärt; nach Arthur Ness möglicherweise deutscher Herkunft aus Kleve, aber mit längerem Wirkungs- oder Aufenthaltsbezug zu Mailand. |
| Beruf | Lautenist, Komponist, Instrumentalist, Vertreter der frühen sechzehntägigen Lautentabulatur und Komponist von Fantasien, Preambeln und verwandten Lautensätzen. |
| Instrument | Laute, besonders im Umfeld der sechschörigen Renaissance-Laute und ihrer italienischen, deutschen und französischen Tabulaturtraditionen. |
| Wirkungszeit | Erste Hälfte des 16. Jahrhunderts; die Drucküberlieferung reicht von 1536 über 1552 bis mindestens in spätere Nachdruck- und Anthologiekontexte der zweiten Jahrhunderthälfte. |
| Wirkungsraum | Mailand und der norditalienische Lautenistenkreis; über Drucke und Tabulaturen außerdem Nürnberg, Löwen, Venedig und die europäische Lautenüberlieferung. |
| Zentrale Quellen | Giovanni Antonio Castiglione: Intabolatura de leuto de diversi autori, Mailand 1536; Hans Gerle: Ein Newes sehr Künstlichs Lautenbuch, Nürnberg 1552; Pierre Phalèse: Hortus Musarum, Löwen 1552; Girolamo Scotto: La Intabolatura de Lauto de diversi autori, Venedig 1563. |
| Gattungen | Fantasia, Fantasy, Preambel, Ricercar- beziehungsweise freie Lautensätze, möglicherweise in einzelnen Handschriften auch Canzone- oder Tanzkontexte. |
| Überlieferungsform | Lautentabulatur, Sammeldruck, Nachdruck, moderne Repertoiredatenbank, bibliographischer Quellenkatalog und einzelne Handschriftenhinweise. |
| Kulturelle Bedeutung | Albuzio ist ein exemplarischer Vertreter der frühen europäischen Lautenfantasie und der transnationalen Druck- und Tabulaturüberlieferung zwischen Mailand, Nürnberg, Löwen und Venedig. |
Ausführlicher Kulturüberblick
Giovanni Giacopo Albuzio steht am Beginn einer Epoche, in der die Laute zu einem der wichtigsten Instrumente europäischer Kunstmusik wurde. Um 1500 bis 1570 veränderte sich die Instrumentalmusik grundlegend. Die Laute war nicht mehr nur Begleitinstrument für Gesang oder Tanz, sondern wurde Träger einer eigenständigen Kunst des freien Satzes. Fantasien, Ricercare, Preambeln, Bearbeitungen von Chansons, Motetten und Madrigalen sowie Tänze wurden in Tabulaturen gedruckt und über Ländergrenzen hinweg verbreitet. Albuzio gehört zu den frühen Namen, an denen dieser Prozess sichtbar wird.
Die biographische Leerstelle ist dabei kein bloßer Mangel, sondern typisch für die Instrumentalgeschichte des frühen 16. Jahrhunderts. Viele Lautenisten waren reisende oder halb höfisch gebundene Spezialisten. Sie spielten an Höfen, in Städten, bei Festen, in privaten Kreisen oder in Diensten adeliger Auftraggeber. Nur selten hinterließen sie Briefe, Verträge oder ausführliche Lebenszeugnisse. Ihr Nachruhm hängt oft an gedruckten Tabulaturen. Gerade deshalb ist die Werküberlieferung bei Albuzio wichtiger als eine konventionelle Lebensbeschreibung.
Die Verbindung zu Mailand ist kulturgeschichtlich entscheidend. Mailand war im frühen 16. Jahrhundert ein bedeutender Musikraum, in dem sich italienische, französische und deutsche Einflüsse kreuzten. Die Lautenisten Francesco da Milano, Pietro Paolo Borrono, Marco dall’Aquila, Alberto da Ripa beziehungsweise Alberto da Mantova und Giovanni Giacopo Albuzio werden in Drucken und späteren Darstellungen häufig in ein gemeinsames Umfeld gestellt. Diese Gruppe zeigt, dass die frühe Lautenkunst nicht national getrennt war. Italienische Namen, französische Höfe, deutsche Drucker und niederländische Verleger arbeiteten an einem gemeinsamen europäischen Repertoire.
Albuzios Namensform Hans Jacob de Milano ist besonders aufschlussreich. Sie zeigt, wie aus einem italienischen oder latinisierten Namen im deutschsprachigen Druck ein deutscher Name werden konnte. Hans Gerle, der in Nürnberg Lautenbücher veröffentlichte, übersetzte fremde Lautenistennamen teilweise in deutsche Formen. Aus Giovanni Giacopo beziehungsweise Giovanni Giacomo wurde Hans Jacob, aus Milano wurde Mailand. Diese Übersetzung ist kein Fehler im einfachen Sinn, sondern eine Praxis der kulturellen Aneignung. Das italienische Repertoire wurde in eine deutsche Tabulaturwelt eingebunden.
Die Gattung der Fantasia spielt dabei eine Schlüsselrolle. Sie war frei genug, um instrumentale Erfindung, imitatorische Arbeit, Grifftechnik, melodische Figuration und klangliche Erkundung miteinander zu verbinden. Anders als ein Tanz hatte die Fantasia keine feste Schrittstruktur; anders als eine reine Intavolierung eines Vokalstücks war sie nicht an ein vorhandenes Lied gebunden. Der Lautenist konnte darin seine Kunst zeigen. Albuzios Fantasien gehören deshalb zu den frühen Zeugnissen einer eigenständigen Lautenkomposition, die nicht nur Vokalmusik auf die Laute überträgt, sondern das Instrument selbst kompositorisch denkt.
Die Druckorte Mailand, Nürnberg, Löwen und Venedig markieren die Wege dieser Musik. Castigliones Mailänder Intabolatura de leuto de diversi autori von 1536 enthält ein italienisches Repertoire für sechschörige Laute. Gerles Nürnberger Lautenbuch von 1552 überträgt italienische und internationale Stücke in eine deutsche Tabulaturumgebung. Phalèse in Löwen verbreitet Repertoire in einem frankoflämischen Druckmarkt. Scotto in Venedig bringt 1563 eine neu revidierte Ausgabe heraus, in der Albuzio ausdrücklich als Io. Iacomo Albutio da Milano neben Francesco da Milano, Alberto da Mantova, Marco dall’Aquila und Pietro Paolo Borrono genannt wird. Albuzios Musik ist daher nicht lokal begrenzt, sondern Teil eines gedruckten europäischen Netzwerks.
Aus heutiger Sicht ist Albuzio kein kanonischer Komponist vom Rang Francesco da Milanos. Doch gerade diese Zwischenstellung macht ihn wertvoll. Er zeigt, wie ein Repertoire nicht nur durch die berühmtesten Namen entsteht, sondern durch viele Meister mittlerer Sichtbarkeit. Seine Stücke wurden kopiert, nachgedruckt, übersetzt, in andere Tabulatursysteme übertragen und in modernen Lautenrepertoire-Datenbanken wieder sichtbar gemacht. Albuzio ist damit eine kleine, aber präzise Linse für das Verständnis der Renaissance-Laute.
Namensformen, Identifikation und Forschungsproblem
Die wichtigste Forschungsfrage betrifft die Identifikation der Namensformen. In den Quellen erscheinen Albuzio, Albutio, Giovanni Giacopo, Giovanni Giacomo, Jo. Albutio da Milano, Io. Iacomo Albutio da Milano, M. Jo. Jacobo Alburio, Hans Jacob de Milano und Hans Jacob von Mailand. Es handelt sich nicht um eindeutig getrennte Komponisten, sondern um verschiedene sprachliche und editorische Erscheinungsformen desselben Lautenisten beziehungsweise desselben kompositorischen Namenskomplexes.
Die deutsche Form Hans Jacob von Milano ist besonders erklärungsbedürftig. In der älteren deutschen Lautenliteratur wurden italienische Namen häufig übersetzt oder eingedeutscht. Giovanni wurde zu Hans, Giacomo oder Jacopo zu Jacob, Milano zu Mailand beziehungsweise Milano. Dadurch erscheint ein italienisch klingender Lautenist in einem Nürnberger Druck als Hans Jacob von Milano. Diese Schreibweise erklärt auch, warum Albuzio in bibliographischen Registern manchmal unter Hans Jacob de Milano gesucht werden muss.
Die Herkunft bleibt unsicher. Arthur Ness hat die These vertreten, Albuzio könne deutscher Herkunft aus Kleve gewesen sein. Diese These erklärt, warum die deutsche Namensform nicht bloß Übersetzung, sondern möglicherweise auch biographisch plausibel wirken kann. Dennoch bleibt der Beiname de Milano beziehungsweise da Milano entscheidend. Er verweist auf einen Mailänder Wirkungszusammenhang, nicht zwingend auf Geburt, aber auf künstlerische Zuordnung.
Mailand, Lautenistenkreis und europäische Mobilität
Albuzio gehört in den Umkreis der frühen Mailänder Lautenkultur. Treccani nennt ihn zusammen mit Francesco da Milano, Pietro Paolo Borrono und anderen als Teil eines Mailänder Lautenistenkreises des frühen 16. Jahrhunderts. Dieser Kreis war für die europäische Lautengeschichte entscheidend, weil er die Fantasia und verwandte freie Formen auf hohem künstlerischem Niveau entwickelte.
Francesco da Milano war der berühmteste Vertreter dieser Tradition. Neben ihm erscheinen Marco dall’Aquila, Pietro Paolo Borrono, Alberto da Ripa beziehungsweise Alberto da Mantova und Albuzio als Komponisten, deren Werke in Anthologien zusammengeführt wurden. Die Sammlungspraxis der Drucker zeigt, dass diese Namen als zusammengehöriges Repertoire wahrgenommen wurden. Ein Lautenbuch war nicht unbedingt eine Monographie eines Komponisten, sondern häufig ein kuratierter Bestand der besten oder beliebtesten Meister.
Mailand war außerdem ein Kontaktfeld zwischen Italien, Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Musiker konnten dort ausgebildet werden, wirken, reisen oder von dort aus bezeichnet werden. Der Beiname da Milano ist daher als kulturelle Signatur zu lesen. Er bindet Albuzio an eine bekannte musikalische Stadtmarke. Wie bei Francesco da Milano steht nicht nur eine Person, sondern ein Stilraum im Namen.
Lautentabulatur, Druckkultur und Gattungen
Albuzios Werk ist über Lautentabulatur überliefert. Die Tabulatur notiert nicht primär abstrakte Tonhöhen wie moderne Notenschrift, sondern Griff- und Saiteninformationen für das Instrument. Für Lautenisten war sie ein praktisches, direkt spielbares System. Zugleich machte sie den Druck von Instrumentalmusik möglich, ohne dass jeder Spieler komplizierte mehrstimmige Mensuralnotation lesen musste.
Die Drucke, in denen Albuzio erscheint, zeigen mehrere Tabulaturtraditionen. Castigliones Mailänder Sammlung steht in italienischer Tabulatur. Gerle arbeitet im deutschen Tabulaturumfeld. Phalèse verbreitet Repertoire im frankoflämischen Markt, häufig mit französischer Tabulaturnähe. Scotto in Venedig bringt ältere und neue Repertoireteile erneut in italienischer Druckkultur heraus. Albuzios Musik wurde also nicht nur gedruckt, sondern in verschiedene Notations- und Lesewelten übertragen.
Die wichtigsten Gattungen sind Fantasia und Preambel. Die Fantasia ist ein freier, kunstvoller Instrumentalsatz, der imitatorische Ansätze, Griffvirtuosität, Sequenzen und motivische Verarbeitung verbinden kann. Das Preambel ist oft ein eröffnender, improvisationsnaher Satz, der Klangraum und Tonart erschließt. Beide Formen stehen nahe beim Ricercar, ohne immer streng von ihm abgrenzbar zu sein. Bei Albuzio sind diese Gattungen besonders wertvoll, weil sie den Übergang von praktischer Lautenimprovisation zu gedruckter Instrumentalkomposition zeigen.
Fantasia, Preambel und improvisatorischer Kunstsatz
Die Fantasia ist der Kern von Albuzios erhaltenem Œuvre. Sie erlaubt dem Komponisten, ohne Bindung an Tanzschema oder Textvorlage eine musikalische Idee zu entwickeln. In der frühen Lautenfantasie können imitatorische Anfänge, freie Fortspinnung, figuriertes Laufwerk, Kadenzformeln und klangliche Registerwechsel nebeneinanderstehen. Die Laute wird dabei als polyphones Instrument behandelt, nicht nur als Akkordbegleiter.
Das Preambel besitzt eine andere Funktion. Es kann als eröffnender Satz, als Einstimmung, als improvisierter Zugriff auf den Modus oder als Vorform einer Fantasie verstanden werden. In Gerles Lautenbuch erscheinen Albuzio-Stücke unter deutscher Titelgebung als Preambeln. Das zeigt, wie flexibel die Gattungsbegriffe im 16. Jahrhundert waren. Ein Stück konnte in einer Quelle als Fantasia, in einer anderen als Preambel oder unter einer deutschen Überschrift erscheinen.
Albuzios erhaltene Stücke lassen sich daher nicht nur als Einzelwerke lesen, sondern als Zeugnisse einer instrumentalen Denkweise. Die Laute wird darin zum Medium einer freien, gelehrten und zugleich grifftechnisch geprägten Kunst. Diese Musik steht zwischen Improvisation und Komposition, zwischen Übungsstück und Konzertstück, zwischen höfischer Kunst und gedrucktem Repertoire.
Werkverzeichnis
Das Werkverzeichnis zu Giovanni Giacopo Albuzio kann nur quellenkritisch formuliert werden. Ein geschlossenes autographes Werkverzeichnis existiert nicht. Die folgenden Titel und Werkgruppen beruhen auf gedruckten Lautentabulaturen, modernen Repertoiredatenbanken, bibliographischen Quellenkatalogen und Konkordanzhinweisen. Wo Stücke in verschiedenen Drucken oder unter verschiedenen Titeln erscheinen, ist mit Wiederabdruck, Bearbeitung oder konkordantem Material zu rechnen. Die Übersicht nennt daher sowohl sicher greifbare Einträge als auch quellenkundliche Werkgruppen.
Castiglione, Mailand 1536: Intabolatura de leuto de diversi autori
- Fantasia de M. Jo. Jacobo Alburio, in Giovanni Antonio Castigliones Intabolatura de leuto de diversi autori novamente stampata et con diligentia revista, Mailand 1536; sechschörige Laute in italienischer Tabulatur.
- Fantasia beziehungsweise moderner Katalogeintrag Fantasia 1, Giovanni G. Albuzio zugeschrieben, in der modernen Lute-Music-Erschließung der Castiglione-Sammlung.
- Fantasy, moderner Katalogeintrag 32. Fantasy, Giovanni G. Albuzio zugeschrieben, in der modernen Erschließung der Castiglione-Sammlung.
- Fantasy 2, moderner Katalogeintrag 40. Fantasy 2, Giovanni G. Albuzio zugeschrieben, in der modernen Erschließung der Castiglione-Sammlung.
- Weitere mögliche Konkordanzen innerhalb der Castiglione-Überlieferung, die mit Albuzios Namensvarianten Albuzio, Albutio und Alburio abzugleichen sind.
Hans Gerle, Nürnberg 1552: Ein Newes sehr Künstlichs Lautenbuch
- Das 29. Preambel, unter der Namensform Hans Jacob von Milano beziehungsweise im modernen Nachweis Giovanni G. Albuzio zugeordnet.
- Das 30. Preambel, unter der Namensform Hans Jacob von Milano beziehungsweise im modernen Nachweis Giovanni G. Albuzio zugeordnet.
- Weitere deutsche Tabulaturzusammenhänge, in denen die Übersetzung Giovanni Giacopo Albuzio zu Hans Jacob von Milano die Identifikation erschwert.
Pierre Phalèse, Löwen 1552: Hortus Musarum
- Fantasia, moderner Katalogeintrag 6. Fantasia, Giovanni G. Albuzio zugeschrieben, in Pierre Phalèses Hortus Musarum, Band beziehungsweise Teil 1.
- Weitere Phalèse-Zusammenhänge, in denen ältere bibliographische Nachweise Albuzio-Stücke in Lautenantologien nennen.
Girolamo Scotto, Venedig 1563: La Intabolatura de Lauto de diversi autori
- Fantasia, moderner Katalogeintrag 4. Fantasia, Giovanni G. Albuzio zugeschrieben, in Scottos Intabolatura de Lauto de Diversi Autori.
- Fantasia, moderner Katalogeintrag 14. Fantasia, Giovanni G. Albuzio zugeschrieben, in Scottos Intabolatura de Lauto de Diversi Autori.
- Stücke unter der Titel- beziehungsweise Namensform Io. Iacomo Albutio da Milano, innerhalb des Drucks La intabolatura de lauto de diversi autori, di Francesco da Milano, di Alberto da Mantoa, di Marco da Laquila, di Io. Iacomo Albutio da Milano, di Pietro Pauolo Borono da Milano.
- Mögliche Wiederabdrucke oder revidierte Fassungen von Stücken aus der Castiglione-Tradition, da der Scotto-Druck von 1563 teilweise älteres Repertoire erneut verfügbar machte.
Weitere Druck- und Handschriftenhinweise nach älteren Bibliographien
- Stücke in Phalèses Carminum pro testudine, in älteren bibliographischen Nachweisen unter Albuzio beziehungsweise Albutio genannt.
- Stücke in späteren Phalèse-Anthologien wie Luculentum theatrum musicum und Thesaurus musicus, soweit die älteren Kataloge Albuzio-Fantasien beziehungsweise Lautensätze anführen.
- Mehrere Ricercar- beziehungsweise Fantasia-Stücke in Handschriften, die in älteren Quellenlexika unter Albuzio, Albutio oder Hans Jacob de Milano genannt werden.
- Stücke, die in modernen Lautenrepertoire-Datenbanken als Konkordanzen zwischen Castiglione 1536, Gerle 1552, Scotto 1563 und Phalèse-Überlieferung geführt werden.
- Bearbeitungen oder moderne Übertragungen in Sammlungen zur Lautenmusik des 16. Jahrhunderts, besonders im Umfeld von Chilesotti, Eitner, Brown, Ness und heutigen digitalen Lautenarchiven.
Zusammenfassende Werkgruppen
- Fantasien für sechschörige Laute in italienischer Tabulatur.
- Preambeln für Laute in deutscher Tabulaturüberlieferung.
- Ricercar- und Fantasia-nahe freie Lautensätze.
- Konkordante Fassungen zwischen italienischer, deutscher und frankoflämischer Tabulaturtradition.
- Anthologiestücke im Umfeld von Francesco da Milano, Marco dall’Aquila, Alberto da Ripa, Pietro Paolo Borrono und anderen frühen Lautenmeistern.
Überlieferung, Konkordanzen und Editionen
Die Überlieferung Albuzios ist ein Beispiel dafür, wie frühneuzeitliche Instrumentalmusik nicht in einer einzigen autoritativen Fassung existiert. Stücke wurden in Sammeldrucke aufgenommen, in anderen Ländern neu gesetzt, in andere Tabulaturen übertragen, manchmal umbenannt und später in bibliographischen Registern unterschiedlich angesetzt. Deshalb muss die moderne Werkerschließung immer Konkordanzen prüfen.
Besonders wichtig ist Castigliones Mailänder Intabolatura de leuto de diversi autori von 1536. Dieser Druck gehört zu den frühen Meilensteinen der Lautendruckgeschichte und stellt Albuzio neben berühmtere Namen. Die spätere Scotto-Ausgabe von 1563 zeigt, dass das Repertoire weiter zirkulierte. Gerles Nürnberger Lautenbuch macht die deutsche Rezeption sichtbar. Phalèses Hortus Musarum belegt die Verbreitung in Löwen und im frankoflämischen Druckmarkt.
Moderne Erschließungen wie Lute Music, die App-State-Tabulaturenliste, RISM, OPAC SBN, Library of Congress und digitale Faksimiles erlauben heute eine genauere Zusammenführung der verstreuten Nachweise. Für editorische Arbeit bleibt dennoch Vorsicht nötig: Ein moderner Titel wie Fantasy 2 kann eine Katalogbezeichnung sein, nicht unbedingt der historische Werktitel. Ebenso kann Hans Jacob von Milano als deutsche Namensform auf Albuzio verweisen, ohne dass der Quellenleser dies sofort erkennt.
Rezeption und kulturgeschichtliche Bedeutung
Albuzio wurde nie zu einer kanonischen Figur wie Francesco da Milano. Dennoch blieb sein Name in den wichtigsten bibliographischen und praktischen Lautenquellen erhalten. Das spricht für eine gewisse Wertschätzung seiner Stücke im 16. Jahrhundert. Die Aufnahme in Sammeldrucke bedeutete, dass Verleger und Bearbeiter seine Musik für geeignet hielten, in einem repräsentativen Repertoire neben hochberühmten Lautenisten zu erscheinen.
Für die heutige Forschung liegt seine Bedeutung vor allem in der Netzwerkgeschichte. Albuzio verbindet Mailand, Nürnberg, Löwen und Venedig; italienische, deutsche und französische Tabulatur; freie Fantasie und didaktisches Preambel; persönliche Namensunsicherheit und klare Quellenpräsenz. Er ist damit ein kleiner, aber aufschlussreicher Fall für die europäische Instrumentalmusik des 16. Jahrhunderts.
Auch für heutige Lautenisten ist Albuzio interessant. Seine Fantasien und Preambeln liegen in modernen Transkriptionen und Datenbanken vor und können als Studienmaterial für Renaissance-Laute, frühe Fantasia-Technik, Griffidiomatik und historische Tabulaturpraxis dienen. Sie zeigen, wie instrumentale Freiheit, polyphone Satzkunst und körperliche Spieltechnik zusammenwirken.
Sekundärliteratur
- Arthur J. Ness: Albuzio, Giovanni Giacopo. In: The New Grove Dictionary of Music and Musicians, beziehungsweise Grove Music Online. Grundlegender moderner Fachartikel zur Identifikation, Herkunftsthese und Werküberlieferung.
- MGG Online: Albuzio, Giovanni Giacopo. Fachlexikalischer Artikel mit Namensformen, Wirkungszeit, biographischer Unsicherheit, Herkunftsthese und Werküberlieferung.
- Howard Mayer Brown: Instrumental Music Printed before 1600. A Bibliography. Cambridge, Harvard University Press, 1979. Grundlegende Bibliographie der vor 1600 gedruckten Instrumentalmusik.
- RISM: Recueils imprimés XVIe–XVIIe siècles und relevante RISM-Datensätze zu Castiglione 1536, Gerle 1552, Phalèse 1552 und Scotto 1563.
- Robert Eitner: Bibliographie der Musik-Sammelwerke des XVI. und XVII. Jahrhunderts. Berlin, 1877. Früher bibliographischer Nachweis der Sammeldrucke mit Hans Jacob de Milano und verwandten Lautenisten.
- Robert Eitner: Biographisch-Bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten. Leipzig, 1900–1904. Älterer Quellenartikel zu Albutio beziehungsweise Albuzio.
- August Wilhelm Ambros: Geschichte der Musik. Band zur Musik der Renaissance. Historische Darstellung mit Hinweis auf die Übersetzung von Giovanni Giacomo Albuzio da Milano zu Hans Jacob von Mailand.
- Wolfgang Boetticher: Handschriftlich überlieferte Lauten- und Gitarrentabulaturen des 15. bis 18. Jahrhunderts. München, Henle, 1978. Älteres, quellenkundlich zu prüfendes Repertorium handschriftlicher Tabulaturen.
- Victor Coelho: The Manuscript Sources of Seventeenth-Century Italian Lute Music. New York, Garland, 1995. Kontext für spätere italienische Lautenquellen und Tabulaturüberlieferung.
- Ernst Pohlmann: Laute, Theorbe, Chitarrone. Die Lauten-Instrumente, ihre Musik und Literatur von 1500 bis zur Gegenwart. Zweite Auflage, Lilienthal, Edition Eres, 1972. Überblickswerk zu Lauteninstrumenten und Lautenliteratur.
- Claudio Sartori: Alberto da Ripa. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Kontextartikel zum Mailänder Lautenistenkreis mit Nennung Giovanni Giacomo Albuzios.
- Moderne Editionen und Transkriptionen der Intabolatura de leuto de diversi autori von 1536, der Gerle-Tabulaturen, der Phalèse-Anthologien und der Scotto-Ausgabe von 1563.
- Forschung zur italienischen Lautenfantasie, zur Mailänder Lautenschule, zu Francesco da Milano, Marco dall’Aquila, Pietro Paolo Borrono, Alberto da Ripa und zur europäischen Druckgeschichte der Lautenmusik.
Ausgewählte Onlinequellen
- MGG Online: Albuzio, Giovanni Giacopo Fachlexikalischer Artikel mit Namensformen, unbekannten Lebensdaten, Wirkungszeit, Berufsangabe, Herkunftsthese nach Arthur Ness und Einordnung als Lautenist und Komponist.
- Lute Music: Composer – Giovanni G. Albuzio Praktische Werkübersicht mit Albuzio-Einträgen aus Castiglione, Gerle, Scotto und Phalèse.
- Lute Music: Intabolatura de leuto de diversi autori Digitale Dokumentseite zur Castiglione-Sammlung mit Albuzio-Stücken und weiteren Komponisten des frühen Lautenrepertoires.
- Appalachian State University: Chronological List of Tablatures from the 1500s Chronologische Forschungs- und Quellenliste zu Lauten- und Zupfinstrumententabulaturen des 16. Jahrhunderts, mit Castiglione 1536, Scotto 1563 und RISM-Nachweisen.
- Library of Congress: La intabolatura de lauto de diversi autori Digitalisat beziehungsweise Quellenseite zur Lautentabulatur mit Nennung von G. G. Albuzio unter den beteiligten Komponisten.
- OPAC SBN: Albuzio, Giovanni Giacomo Italienischer Bibliothekskatalog mit Namens- und Quellenansatz zu Albuzio und gedruckter Lautenmusik.
- Treccani: Alberto da Ripa Fachartikel, der Giovanni Giacomo Albuzio im Kontext des frühen Mailänder Lautenistenkreises neben Francesco da Milano und Pietro Paolo Borrono nennt.
- Internet Archive: August Wilhelm Ambros, Geschichte der Musik Historischer Volltext mit Hinweis auf die deutsche Übersetzung von Giovanni Giacomo Albuzio da Milano zu Hans Jacob von Mailand.
- Internet Archive: Eitner, Bibliographie der Musik-Sammelwerke Ältere bibliographische Quelle mit Hinweisen auf Hans Jacob de Milano in Lautensammelwerken des 16. Jahrhunderts.
- Universität Zürich: Eitner, Quellen-Lexikon, Band 4 Digitalisat des älteren Quellen-Lexikons mit Angaben zu La Intabolatura de Lauto de diversi autori, Jo. Albutio da Milano und weiteren Nachweisen.
- IMSLP: Eitner, Biographisch-Bibliographisches Quellen-Lexikon, Band 1 Digitalisat mit älteren Angaben zu Albutio da Milano, Joannes Jacobo, als Lautenist und zu seinen Stücken in Lautenbüchern.
- Lute Society of America: Priamel Material zur Lautenüberlieferung mit Konkordanzhinweisen, in denen Hans Jacob de Milano, Hans Jacob von Milano und Albutio zusammengeführt werden.
- Lute Academy: Casteliono 1536 PDF-Ausgabe beziehungsweise Materialseite zur Castiglione-Tabulatur von 1536 mit Angaben zu Giovanni Giacomo Albuzio und Konkordanzen.
- Lute Academy: Scotto 1563 PDF-Material zur venezianischen Scotto-Ausgabe von 1563 mit Komponistenangaben zu Giovanni Giacomo Albuzio, Pietro Paolo Borrono, Francesco da Milano, Marco dall’Aquila und Alberto da Ripa.
- Lutnja.net: Repertoire der Laute, Theorbe und Chitarrone Repertoireliste mit Hinweis auf Hans Jacob de Milano als identisch mit Albutio.
- Lute Music: Fantasy 2 – Giovanni G. Albuzio Einzelstückseite zur Albuzio zugeschriebenen Fantasie aus dem Castiglione-Kontext.
- Apple Classical: Music from the Casteliono Lute Book (1536) Aufnahmeseite mit moderner Einspielung von Musik aus dem Castiglione-Lautenbuch, darunter eine Fantasia unter der Namensform Jacobo Albutio.
- Wikimedia Commons: Giovanni Giacomo Albuzio Medien- und Kategorienseite mit Bezug zur Intabolatura de leuto de diversi autori.
- Arthur J. Ness: Forschungsprofil Profil des Lauten- und Musikforschers Arthur J. Ness, dessen Grove-Artikel und Arbeiten für Albuzios moderne Identifikation wichtig sind.
- RISM Online Internationales Quellenverzeichnis zur Recherche der RISM-Datensätze von Castiglione 1536, Phalèse 1552, Scotto 1563 und verwandten Lautendrucken.
Weiterführende Einträge
- Laute Zentrales Instrument Albuzios und Hauptmedium der europäischen Instrumentalmusik des frühen 16. Jahrhunderts.
- Renaissance-Laute Instrumententypus der sechschörigen Lautenmusik, in der Albuzios Fantasien und Preambeln überliefert sind.
- Lautentabulatur Notationssystem, durch das Albuzios Werke in italienischer, deutscher und französischer Überlieferung greifbar wurden.
- Italienische Tabulatur Notationsform der Castiglione- und Scotto-Drucke, in denen Albuzio als Albutio da Milano erscheint.
- Deutsche Tabulatur Notationsumfeld von Hans Gerles Lautenbuch, in dem Albuzio als Hans Jacob von Milano begegnet.
- Französische Tabulatur Überlieferungsumfeld der frankoflämischen und französischen Lautendrucke, besonders bei Phalèse.
- Fantasia Zentrale freie Instrumentalgattung von Albuzios erhaltenen Lautenstücken.
- Preambel Freier eröffnender Lautensatz, unter dessen deutscher Bezeichnung Albuzio bei Gerle erscheint.
- Ricercar Frühe freie und imitatorische Instrumentalform, die Albuzios Fantasia-Umfeld stilistisch berührt.
- Mailänder Lautenschule Kulturraum von Francesco da Milano, Pietro Paolo Borrono, Giovanni Giacopo Albuzio und verwandten Lautenisten.
- Francesco da Milano Berühmtester Lautenmeister des frühen 16. Jahrhunderts und wichtiger Vergleichspunkt für Albuzio.
- Pietro Paolo Borrono Mailänder Lautenist und Komponist, der in denselben Sammeldrucken wie Albuzio erscheint.
- Marco dall’Aquila Lautenist der frühen italienischen Fantasia-Tradition, in Druckkontexten neben Albuzio vertreten.
- Alberto da Ripa Lautenist aus dem italienisch-französischen Hofmilieu und wichtiger Kontext der frühen Lautenfantasie Kontext der.
- Alberto da Mantova Namensform beziehungsweise Bezugsgestalt im Repertoire der frühen Lautendrucke.
- Giovanni Antonio Castiglione Mailänder Herausgeber und Drucker der Intabolatura de leuto de diversi autori von 1536.
- Intabolatura de leuto de diversi autori Mailänder Lautendruck von 1536, eine Hauptquelle für Albuzios Fantasien.
- Hans Gerle Nürnberger Lautenist und Druckautor, bei dem Albuzio unter der Form Hans Jacob von Milano erscheint.
- Ein Newes sehr Künstlichs Lautenbuch Gerles Lautenbuch von 1552, wichtige deutsche Quelle für Albuzio-Preambeln.
- Pierre Phalèse Löwener Verleger, dessen Lautendrucke Albuzio-Stücke im frankoflämischen Druckraum verbreiteten.
- Hortus Musarum Phalèse-Anthologie von 1552, in der eine Albuzio-Fantasia greifbar ist.
- Girolamo Scotto Venezianischer Drucker der Intabolatura de Lauto de diversi autori von 1563.
- La Intabolatura de Lauto de diversi autori Venezianischer Scotto-Druck von 1563 mit Jo. Iacomo Albutio da Milano im Titelbestand.
- Venedig als Musikdruckzentrum Druck- und Handelsraum, in dem Lautenrepertoire des frühen 16. Jahrhunderts mehrfach verbreitet wurde.
- Mailand in der Musikgeschichte Städtischer Kulturraum, mit dem Albuzio als de Milano beziehungsweise da Milano verbunden ist.
- Nürnberg als Musikdruckzentrum Deutscher Druckort von Gerles Lautenbüchern und wichtiger Vermittlungsraum italienischer Lautenmusik.
- Löwen als Musikdruckzentrum Wirkungsort Pierre Phalèses und wichtiges Zentrum frankoflämischer Lautenanthologien.
- Musikdruck des 16. Jahrhunderts Mediengeschichtlicher Rahmen von Albuzios Überlieferung in Sammeldrucken und Tabulaturen.
- Sammeldruck Publikationsform, in der Albuzios Stücke neben Werken anderer Lautenmeister verbreitet wurden.
- Konkordanz in der Musikquellenforschung Methode zur Zusammenführung mehrfach überlieferter Stücke mit verschiedenen Titeln und Namensformen.
- RISM Internationales Quellenverzeichnis, wichtig für Castiglione 1536, Scotto 1563 und weitere Lautendrucke.
- Howard Mayer Brown Musikwissenschaftler und Autor einer grundlegenden Bibliographie vor 1600 gedruckter Instrumentalmusik.
- Arthur J. Ness Lautenforscher, dessen Albuzio-Artikel und Herkunftsthese für die moderne Forschung wichtig sind.
- Robert Eitner Bibliograph und Quellenforscher, dessen ältere Nachweise für Albuzio und Hans Jacob de Milano wichtig bleiben.
- August Wilhelm Ambros Musikhistoriker, der die Übersetzung von Giovanni Giacomo Albuzio zu Hans Jacob von Mailand thematisierte.
- Wolfgang Boetticher Forscher zu handschriftlich überlieferten Lauten- und Gitarrentabulaturen.
- Ernst Pohlmann Autor eines grundlegenden Überblickswerks zu Laute, Theorbe, Chitarrone und ihrer Literatur.
- Victor Coelho Forscher zur italienischen Lautenmusik und ihren Handschriftenquellen.
- Oscar Chilesotti Herausgeber und Vermittler alter Lautenmusik, dessen Sammlungen für die Rezeptionsgeschichte einschlägig sind.
- Library of Congress Bewahrungsort und Digitalisierungsstelle wichtiger Lautendrucke, darunter der Scotto-Überlieferung.
- OPAC SBN Italienischer Bibliothekskatalog mit Namens- und Quellenansätzen zu Albuzio und gedruckter Lautenmusik.
- Lute Music Digitale Repertoiredatenbank mit praktischen Nachweisen zu Albuzios Fantasien und Preambeln.
- Lute Society of America Fachgesellschaft und Quellenumfeld für moderne Editionen und Konkordanzmaterialien zur Lautenmusik.
- Treccani Italienisches Wissensportal mit Kontextartikeln zum Mailänder Lautenistenkreis.
- Internet Archive Digitale Plattform mit älteren Quellenwerken zu Albuzio, Eitner, Ambros und Lautenbibliographie.