Johann Georg Albrechtsberger

Österreichischer Komponist, Organist, Musiktheoretiker, Kontrapunktlehrer und Domkapellmeister zu St. Stephan; geboren beziehungsweise getauft am 3. Februar 1736 in Klosterneuburg, gestorben am 7. März 1809 in Wien.

Überblick

Johann Georg Albrechtsberger war einer der bedeutendsten österreichischen Musiktheoretiker, Organisten, Komponisten und Kontrapunktlehrer der Wiener Klassik. Er wurde am 3. Februar 1736 in Klosterneuburg geboren beziehungsweise getauft und starb am 7. März 1809 in Wien. Sein Name ist weniger durch ein einzelnes, heute dauerhaft im Konzertbetrieb verankertes Werk als durch seine außerordentliche Autorität als Lehrer, Theoretiker, Organist und Meister des strengen Satzes überliefert.

Albrechtsberger wirkte in einer Epoche, in der die Musik Wiens zwischen spätbarocker Satzkunst, galantem Stil, klassischer Formbildung und früher romantischer Erweiterung stand. Er war mit dem Umfeld von Joseph Haydn, Michael Haydn, Wolfgang Amadé Mozart und Ludwig van Beethoven verbunden, ohne selbst dieselbe kanonische Stellung als Opern- oder Sinfoniekomponist zu erlangen. Seine historische Bedeutung liegt vor allem darin, dass er die kontrapunktische Tradition des 18. Jahrhunderts in einer praktisch lehrbaren Form bündelte und an die nächste Generation weitergab.

Als Komponist hinterließ er ein sehr umfangreiches Werk. Die Forschung verzeichnet Hunderte geistlicher und instrumentaler Kompositionen, darunter Messen, Motetten, Offertorien, Gradualien, Orgelwerke, Fugen, Präludien, Kammermusik, Sinfonien und Konzerte. Besonders bekannt wurden später sein Konzert für Altposaune und Streicher, das Harfenkonzert C-Dur, die Maultrommel- und Mandorakonzerte sowie zahlreiche Orgel- und Fugenstücke. Zugleich ist ein großer Teil seines Œuvres handschriftlich, verstreut oder nur in Spezialkatalogen vollständig erschlossen.

Sein Lehrbuch Gründliche Anweisung zur Composition von 1790 gehört zu den wichtigsten musiktheoretischen Druckwerken des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Es verbindet Generalbass, Kontrapunkt, Fuge, Satzlehre, Instrumentenkunde und praktische Kompositionsanweisung. Daneben stehen die Kurzgefaßte Methode den Generalbaß zu erlernen, die Clavierschule für Anfänger, die Kurzen Regeln des reinsten Satzes und die von Ignaz von Seyfried herausgegebenen Schriften zu Generalbass, Harmonielehre und Tonsetzkunst.

Albrechtsbergers berühmtester Schüler war Ludwig van Beethoven. Nachdem Joseph Haydn 1794 nach London gereist war, wandte sich Beethoven an Albrechtsberger, um Kontrapunkt, Fuge und Kanon systematisch zu studieren. Gerade diese Verbindung macht Albrechtsberger zu einer Schlüsselfigur der Traditionsweitergabe: Er steht zwischen der alten Kunst des strengen Satzes und der kompositorischen Moderne Beethovens.

Kurzdaten

Name Johann Georg Albrechtsberger.
Bibliographische Namensform Albrechtsberger, Johann Georg.
Geburt 3. Februar 1736 in Klosterneuburg, Niederösterreich; in manchen Quellen präzise als Tauftag angegeben.
Tod 7. März 1809 in Wien.
Beruf Komponist, Organist, Musiktheoretiker, Kontrapunktlehrer, Generalbasslehrer, Hoforganist, Kapellmeister und Domkapellmeister zu St. Stephan in Wien.
Familie Sohn von Jakob Albrechtsberger aus Klosterneuburg; verheiratet seit 31. Mai 1768 mit Rosalia, Tochter des Bildhauers Bernhard Weiss aus Eggenburg; Vater zahlreicher Kinder.
Frühe Ausbildung Sängerknabe und musikalisch-theoretischer Unterricht in Klosterneuburg; ab 1749 Chorknabe und Schüler in Melk; später Studien und Organistentätigkeit in Raab beziehungsweise Győr.
Frühe Wirkungsorte Klosterneuburg, Melk, Raab beziehungsweise Győr, Maria Taferl und Wien.
Wiener Ämter Kapellmeister an der Karmeliterkirche, Hoforganist, Kapellmeister-Adjunkt und schließlich Domkapellmeister an St. Stephan.
Theoretisches Hauptwerk Gründliche Anweisung zur Composition, Leipzig, Johann Gottlob Immanuel Breitkopf, 1790.
Weitere Lehrwerke Kurzgefaßte Methode den Generalbaß zu erlernen, Clavierschule für Anfänger, Kurze Regeln des reinsten Satzes und postum herausgegebene Schriften zu Generalbass, Harmonielehre und Tonsetzkunst.
Bekannte Schüler Ludwig van Beethoven, Johann Nepomuk Hummel, Carl Czerny, Ignaz von Seyfried, Ferdinand Ries, Joseph Eybler, Johann Nepomuk Fuchs, Josef Weigl, Anton Reicha und weitere Musiker der Wiener und europäischen Musiklandschaft.
Werkbereiche Geistliche Vokalmusik, Messen, Motetten, Gradualien, Offertorien, Oratorien, Orgelwerke, Klavierwerke, Fugen, Präludien, Kammermusik, Streichtrios, Quartette, Sinfonien, Konzerte, Partiten, Divertimenti, Schul- und Lehrstücke.
Bekannte Einzelwerke Concerto für Altposaune und Streicher, Harfenkonzert C-Dur, Concertinos für Maultrommel beziehungsweise Trombula, Mandora und Streicher, Gründliche Anweisung zur Composition, Orgelpräludien, Orgelfugen, Messen und geistliche Vokalwerke.
Kulturelle Bedeutung Albrechtsberger war eine zentrale Vermittlerfigur zwischen spätbarocker Kontrapunkttradition, Wiener Klassik, katholischer Kirchenmusik, Orgelpraxis und kompositionstechnischer Ausbildung der Beethoven-Generation.

Ausführlicher Kulturüberblick

Johann Georg Albrechtsberger verkörpert einen Typus des Musikers, der im späteren Konzertkanon leicht unterschätzt wird: den gelehrten Praktiker. Er war Organist, Kapellmeister, Kirchenmusiker, Komponist, Lehrer und Theoretiker zugleich. Sein Wirken zeigt, dass die Wiener Klassik nicht nur aus den großen Namen Haydn, Mozart und Beethoven bestand, sondern aus einem dichten Geflecht von Kirchen, Klöstern, Höfen, Lehrern, Organisten, Kopisten, Musikverlagen, Theorieschulen und Ausbildungswegen.

Albrechtsbergers Lebensweg begann in Klosterneuburg und Melk, also in klösterlichen und kirchlichen Bildungsräumen. Dort begegnete er jener kontrapunktischen Tradition, die auf Fux, ältere österreichische Kirchenmusik, süddeutsche Orgelpraxis und italienische Satzkunst zurückging. Diese Herkunft blieb für ihn lebenslang entscheidend. Selbst wenn seine Instrumentalwerke auch galante und klassische Züge zeigen, liegt sein eigentlicher Kern im strengen Satz: in Imitation, Kanon, Fuge, doppeltem und dreifachem Kontrapunkt, Generalbass und polyphoner Stimmenführung.

Seine Wiener Laufbahn führte ihn in das Zentrum der Musik des späten 18. Jahrhunderts. Wien war nicht nur Opern- und Sinfoniestadt, sondern auch Kirchenstadt, Hofstadt, Verlagsstadt und Ausbildungszentrum. Albrechtsberger war dort als Hoforganist und Domkapellmeister zu St. Stephan tätig. Diese Ämter verlangten liturgische Zuverlässigkeit, Orgelvirtuosität, Kompositionsfähigkeit und Kenntnis der kirchlichen Aufführungspraxis. Zugleich verschafften sie ihm höchste Autorität als Lehrer.

Der Unterricht war im 18. Jahrhundert ein zentraler Ort der Musiküberlieferung. Komposition wurde nicht primär als romantischer Ausdruck individueller Genialität verstanden, sondern als erlernbare Kunst. Wer komponieren wollte, musste Generalbass, Kontrapunkt, Fuge, Satzarten, Stimmführung, Kadenzen, Dissonanzbehandlung, Kirchenstil und instrumentalen Satz beherrschen. Albrechtsberger galt in Wien als einer der zuverlässigsten und strengsten Lehrer dieser Kunst. Dass Beethoven nach Haydns Abreise zu ihm kam, war deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck seiner fachlichen Autorität.

Seine Gründliche Anweisung zur Composition von 1790 fasst das 18. Jahrhundert in pädagogischer Form zusammen. Das Werk steht in einer Tradition, die von Fux’ Gradus ad Parnassum über Marpurg und Kirnberger bis zur Wiener Unterrichtspraxis reicht. Albrechtsberger übernahm diese Tradition nicht einfach antiquarisch, sondern machte sie für die praktische Ausbildung nutzbar. Seine Bedeutung liegt darin, dass er die Regeln des strengen Satzes, des Generalbasses und der Fuge in einer Form darstellte, die Generationen von Schülern und Lesern verwenden konnten.

Kulturgeschichtlich ist Albrechtsberger auch für die Geschichte der katholischen Kirchenmusik wichtig. Seine geistlichen Vokalkompositionen stehen in einem Spannungsfeld zwischen liturgischer Funktion, höfischer Repräsentation, klösterlicher Tradition und klassischer Klangsprache. Sie spiegeln die österreichische Kirchenmusik des späten 18. Jahrhunderts, in der strenge Polyphonie, homophone Klarheit, konzertierende Instrumente und liturgische Zweckbindung nebeneinander bestehen.

Als Instrumentalkomponist ist Albrechtsberger heute weniger bekannt, doch gerade seine Sonderbesetzungen sind bemerkenswert. Die Konzerte für Maultrommel beziehungsweise Trombula und Mandora mit Streichern, das Harfenkonzert und das Altposaunenkonzert zeigen ein experimentierfreudiges Milieu, in dem höfische, klösterliche und private Musizierpraxis besondere Instrumente einbezog. Das Altposaunenkonzert gehört bis heute zu den wichtigen historischen Werken des Posaunenrepertoires.

Albrechtsbergers Nachruhm ist somit doppelt. Als Komponist bleibt er ein umfangreicher, teilweise noch immer wenig erschlossener Meister der österreichischen Kirchen- und Instrumentalmusik. Als Lehrer und Theoretiker aber wurde er zu einer Schlüsselfigur der musikalischen Wissensgeschichte. Sein Name bezeichnet die Weitergabe des kontrapunktischen Handwerks an die Generation, die mit Beethoven in die musikalische Moderne des 19. Jahrhunderts führt.

Klosterneuburg, Melk, Raab und Maria Taferl

Albrechtsbergers musikalische Frühzeit war von klösterlichen und kirchlichen Institutionen geprägt. In Klosterneuburg erhielt er als Kind Gesangs-, Orgel- und Generalbassunterricht. Die Verbindung von Singen, Orgelspiel und Satzlehre war für das 18. Jahrhundert grundlegend: Wer musikalisch gebildet wurde, lernte nicht nur ein Instrument, sondern zugleich liturgische Praxis, Generalbassdenken und Mehrstimmigkeit.

1749 kam Albrechtsberger als Sängerknabe nach Melk. Das Stift Melk war ein bedeutendes geistliches und kulturelles Zentrum. Hier begegnete der junge Musiker einer reichen Kirchenmusiktradition, dem Archiv, älteren Kompositionen und praktischer Aufführungspraxis. Schon aus dieser Zeit werden frühe Kompositionen und Fugen überliefert. Die Melker Jahre erklären seine lebenslange Nähe zum strengen Satz und zur geistlichen Musik.

Nach weiteren Studien wirkte Albrechtsberger in Raab, dem heutigen Győr, und in Maria Taferl als Organist. Diese Stationen liegen außerhalb des späteren Wiener Ruhms, sind aber für seine praktische Entwicklung wesentlich. Er lernte dort die Arbeit eines Kirchenorganisten, die Begleitung, Improvisation, liturgische Disziplin und lokale Musikpflege. Die frühen Organistenjahre machten ihn zu einem Musiker, der Theorie immer aus der Praxis heraus verstand.

Wien, Hoforganist und Domkapellmeister zu St. Stephan

Spätestens in den späten 1760er Jahren verlegte Albrechtsberger seinen Schwerpunkt nach Wien. Dort wirkte er als Lehrer, Organist, Komponist und Kirchenmusiker. 1771 übernahm er die Kapellmeisterstelle an der Wiener Karmeliterkirche. 1772 wurde er Hoforganist der Wiener Hofmusikkapelle. Damit trat er in das institutionelle Zentrum der habsburgischen Musik ein.

Nach Mozarts Tod rückte Albrechtsberger in der Dommusik von St. Stephan auf. Er wurde Kapellmeister-Adjunkt und schließlich Domkapellmeister. St. Stephan war nicht nur ein kirchlicher Ort, sondern ein symbolisches Zentrum Wiens. Die Leitung der Dommusik verlangte höchste Kompetenz in Liturgie, Chorleitung, Orgel, Komposition und praktischer Organisation. Albrechtsberger stand dadurch an einer der sichtbarsten musikalischen Stellen der Stadt.

Wien war in dieser Zeit ein außerordentlich dichter Musikraum. Der Hof, der Adel, die Kirche, die Theater, die Tonkünstler-Sozietät, private Akademien, Verlage und Unterrichtsnetzwerke wirkten zusammen. Albrechtsberger war in diesem Milieu nicht der theatralisch auffällige Opernkomponist, sondern der hochgeschätzte Fachmann. Gerade diese Position machte ihn für Schüler, Kollegen und Institutionen unentbehrlich.

Lehrer der Wiener Klassik und Beethovens Kontrapunktunterricht

Albrechtsberger war einer der gesuchtesten Lehrer Wiens. Sein Unterricht beruhte auf strenger systematischer Arbeit: einfache kontrapunktische Sätze, Imitation, Kanon, Fuge, doppelter und dreifacher Kontrapunkt, Generalbass, Dissonanzbehandlung und formale Kontrolle. In einer Zeit, in der Komponieren noch stark als Handwerk verstanden wurde, war diese Ausbildung unerlässlich.

Besonders wichtig ist Beethovens Unterricht bei Albrechtsberger. Nachdem Joseph Haydn 1794 nach London gereist war, suchte Beethoven in Wien einen Lehrer, der ihm die Kunst des Kontrapunkts gründlich vermitteln konnte. Albrechtsberger unterrichtete ihn etwa eineinhalb Jahre in Kontrapunkt, Fuge und Kanon. Zahlreiche Übungen Beethovens belegen die Intensität dieser Studien. Die Beziehung war nicht nur fachlich, sondern auch von gegenseitiger Achtung geprägt.

Auch andere bedeutende Musiker gingen durch Albrechtsbergers Schule. Zu seinen Schülern werden Johann Nepomuk Hummel, Carl Czerny, Ferdinand Ries, Joseph Eybler, Johann Nepomuk Fuchs, Ignaz von Seyfried, Josef Weigl, Anton Reicha und Franz Xaver Wolfgang Mozart gezählt. Dadurch wirkt Albrechtsberger weit über seine eigenen Kompositionen hinaus. Seine Lehrtradition reicht in die Klavier-, Opern-, Kirchen- und Kompositionstradition des 19. Jahrhunderts hinein.

Musiktheorie, Generalbass, Kontrapunkt und „reinster Satz“

Albrechtsbergers Musiktheorie steht auf der Grundlage der älteren Satzlehre. Johann Joseph Fux, Carl Philipp Emanuel Bach, Friedrich Wilhelm Marpurg und Johann Philipp Kirnberger bilden wichtige Bezugspunkte. Albrechtsberger übernahm von ihnen nicht nur Regeln, sondern eine Vorstellung von Musik als geordneter, lehrbarer und überprüfbarer Kunst. Der „reine Satz“ ist dabei nicht bloß Stilideal, sondern Disziplin des Denkens.

Die Gründliche Anweisung zur Composition von 1790 ist sein theoretisches Hauptwerk. Sie behandelt die Komposition nicht als ästhetische Spekulation, sondern als praktische Handwerkslehre. Der Titel verspricht deutliche und ausführliche Beispiele zum Selbstunterricht und enthält außerdem einen Anhang über Beschaffenheit und Anwendung der damals üblichen Instrumente. Dadurch verbindet das Werk Satzlehre und Instrumentenkunde.

Die Kurzgefaßte Methode den Generalbaß zu erlernen konzentriert sich auf einen Kernbereich der damaligen Ausbildung. Generalbass war nicht bloß Begleitpraxis, sondern Grundlage harmonischen Denkens. Wer Generalbass beherrschte, verstand Akkorde, Stimmführung, Kadenzbildung und musikalische Syntax. Albrechtsberger machte diese Praxis für Unterricht und Selbststudium zugänglich.

Die postum durch Ignaz von Seyfried herausgegebenen Schriften verbreiteten Albrechtsbergers Lehre weiter. Sie wurden ins Englische übertragen und dadurch auch außerhalb des deutschen Sprachraums rezipiert. Damit wurde Albrechtsberger zu einer internationalen Referenz für Harmonielehre, Generalbass, Kontrapunkt und Tonsetzkunst.

Stil, Kirchenmusik und Instrumentalwerk

Albrechtsbergers Stil verbindet mehrere Schichten. Die Grundlage ist der strenge Satz der österreichisch-süddeutschen Kirchenmusik. Dazu treten galante Wendungen, klassische Periodik, konzertierende Instrumente und gelegentlich ungewöhnliche Klangfarben. Er ist kein revolutionärer Neuerer im Sinn Beethovens, sondern ein Systematiker und Praktiker, dessen Musik den Übergang vom Spätbarock zur Klassik aus der Perspektive der Kirchen- und Orgelpraxis zeigt.

Seine geistliche Musik umfasst Messen, Gradualien, Offertorien, Motetten, Antiphonen, Magnificat-Vertonungen, Requiem- und Passionstexte sowie liturgische Einzelstücke. Der Schwerpunkt liegt auf katholischer Gebrauchsmusik hoher handwerklicher Qualität. Viele Werke blieben ungedruckt, weil sie für konkrete Kirchen- und Kapellzusammenhänge bestimmt waren.

Die Instrumentalmusik ist vielfältiger, als der Nachruhm vermuten lässt. Albrechtsberger schrieb Sinfonien, Konzerte, Partiten, Divertimenti, Trios, Quartette, Orgelwerke und Klavierstücke. Besonders die Fugen und Präludien zeigen seine Stärke als Polyphoniker. Die Konzerte für Harfe, Altposaune, Maultrommel und Mandora belegen zudem eine bemerkenswerte Offenheit für Sonderinstrumente und spezielle Aufführungssituationen.

Werkverzeichnis

Albrechtsbergers Gesamtwerk ist sehr umfangreich und in der Forschung durch Spezialkataloge erschlossen. Für die weltlichen Kompositionen ist Alexander Weinmanns thematischer Katalog maßgeblich; für die geistlichen Vokalkompositionen ist Dorothea Schröders thematischer Katalog grundlegend. Das folgende Verzeichnis ist als redaktionelles Kulturlexikon-Werkverzeichnis angelegt: Es erfasst die Werkgruppen, die wichtigsten gedruckten und erschlossenen Einzeltitel, die zentralen Gattungen und die im heutigen Musikleben besonders nachweisbaren Werke, ersetzt aber nicht die archivalische Vollständigkeit der Spezialkataloge.

Geistliche Vokalmusik und Kirchenmusik

  • Oratorium de Passione Domini, 1762, Passionsoratorium beziehungsweise geistliches Oratorium.
  • Aria de passione Domine, geistliches Solostück beziehungsweise Passionsarie.
  • Missa Sancti Josephi in Es-Dur.
  • Missa pro hebdomada sancta in F-Dur.
  • Missa in D, 1783.
  • Missa in C, sogenannte Krönungsmesse, 1792.
  • Missa Assumptionis Beatae Mariae Virginis, 1802.
  • Missa assumptionis beatae Mariae virginis, mit Sätzen Kyrie, Gloria, Graduale beziehungsweise Motette, Credo, Et resurrexit, Assumpta est, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei.
  • Ave regina coelorum, marianische Antiphon.
  • De profundis clamavi, Motette für gemischten Chor.
  • Magnificat anima mea Dominum, Magnificat-Vertonung.
  • Tenebrae factae sunt, Passions- beziehungsweise Karwochenmotette.
  • Terra tremuit, geistliches Werk für liturgischen Gebrauch.
  • Weitere Messen für Sonn- und Festtage des Kirchenjahres.
  • Weitere Gradualien für katholische Liturgie.
  • Weitere Offertorien für kirchliche Aufführungen.
  • Weitere Antiphonen, Hymnen, Motetten, Responsorien und liturgische Einzelstücke.
  • Kirchenmusik mit Chor, Solostimmen, Orgel und Orchester, überwiegend handschriftlich überliefert.
  • Geistliche Vokalkompositionen in großer Zahl, thematisch erschlossen durch Andreas Weißenbäck und Dorothea Schröder.

Orgelwerke, Klavierwerke und Tastenmusik

  • Fuge für Klavier Op. 17 Nr. 5.
  • Fugue in C major Op. 4.
  • Fugue in A minor.
  • Fugue in B minor.
  • Fugue in B-flat major.
  • Fugue in D major.
  • Fugue in E minor, IJA 10.
  • Fugue in E minor, IJA 11.
  • Fuga in g-Moll über das Thema B-A-C-H.
  • Fuge in C.
  • Fuge in G über das Thema Komm Heiliger Geist mit deiner Gnad.
  • Fuge in d über das Thema Christus ist erstanden.
  • Präludium und Fuge für Orgel zu vier Händen.
  • Prelude and Fugue for 4 Hands in C major.
  • 6 Preludes and Fugues Op. 10, mit Präludium und Fuge in D-Dur, A-Dur, E-Dur, e-Moll, G-Dur und B-Dur.
  • 12 Neue leichte Präludien, unter anderem in C-Dur, D-Dur, Es-Dur, F-Dur, G-Dur, A-Dur und B-Dur.
  • 8 kleine Präludien für Orgel.
  • 5 Präludien für Orgel.
  • 4 Orgelpräludien.
  • Praeludium A-Dur Op. 111 Nr. 10.
  • Praeludium G-Dur Op. 111 Nr. 8.
  • Postludien und kleinere Orgelstücke in Sammeldrucken und Unterrichtszusammenhängen.
  • Weitere Orgel- und Klavierfugen in zahlreichen Tonarten, vielfach als Lehr- und Gebrauchsstücke überliefert.
  • Polyphone Tastenstücke für Unterricht, Gottesdienst, Vorspiel, Nachspiel und kontrapunktische Übung.

Kammermusik für Streicher

  • Streichtrios Op. 9 Nr. 1–3.
  • Quartette Op. 16 Nr. 4.
  • Adagio and Fugue für zwei Violinen, Viola und Violoncello Op. 21 Nr. 4 in c-Moll.
  • Adagio and Fugue für zwei Violinen, Viola und Violoncello Op. 24 Nr. 4 in D-Dur.
  • Quartettfuge C-Dur, Satz Fuga: Allegro moderato.
  • Duo in C-Dur für Viola und Violoncello.
  • Divertimento in D-Dur für zwei Violen und Kontrabass.
  • Weitere Streichtrios, Streichquartette, Divertimenti und fugierte Streicherstücke in handschriftlicher und gedruckter Überlieferung.
  • Kammermusikwerke, die als Lehrbeispiele für Imitation, Fuge, kontrapunktische Verarbeitung und instrumentalen Kirchensatz dienen.

Kammermusik mit Flöte, Harfe, Viola d’amore, Mandora, Gitarre und anderen Instrumenten

  • Partita in C für Flöte, Harfe und Bass beziehungsweise Violoncello.
  • Partita for Flute, Harp, and Cello in C major, mit Sätzen Moderato, Menuetto, Adagio und Presto.
  • Partita in D-Dur für Flöte, Viola d’amore und Kontrabass.
  • Partita in F major, mit Sätzen Presto, Adagio, Menuetto und Finale: Allegro.
  • Concerto für Flöte, Gitarre und Mandolinenorchester in F-Dur.
  • Arrangements und kammermusikalische Fassungen des Concertino Es-Dur für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe.
  • Weitere Partiten und Divertimenti für gemischte Besetzungen aus dem Umfeld klösterlicher, höfischer und bürgerlicher Musizierpraxis.

Konzerte und Concertinos

  • Concerto für Altposaune und Streicher in B-Dur, eines der wichtigsten erhaltenen Posaunenkonzerte des 18. Jahrhunderts.
  • Trombone Concerto in B-flat major, mit den Sätzen Allegro moderato, Andante und Allegro moderato.
  • Harfenkonzert C-Dur, 1773, mit den Sätzen Allegro moderato, Adagio und Allegro.
  • Concerto per l’Arpa, Harfenkonzert beziehungsweise Harfenkonzertüberlieferung aus dem Jahr 1773.
  • Vier Concertinos für Harfe und Orchester, 1772.
  • Concertino in Es-Dur für Trompete beziehungsweise in modernen Überlieferungen für Trompete und Streicher.
  • Concertino in E-flat major for trumpet and strings, mit Sätzen Moderato, Menuetto, Larghetto und Vivace.
  • Concertino in E-flat major, arrangiert für Flöte, Violine, Viola, Violoncello und Harfe.
  • Drei Concertinos für Maultrommel beziehungsweise Trombula und Mandora mit Streichern, um 1765, in zeitgenössischen Drucken beziehungsweise Überlieferungen um 1769, 1770 und 1771.
  • Concerto beziehungsweise Concertino für Flöte, Gitarre und Mandoline beziehungsweise Mandolinenorchester in F-Dur.
  • Weitere Instrumentalkonzerte und konzertierende Stücke aus dem Umfeld der weltlichen Kompositionen.

Sinfonien und Orchesterwerke

  • Sinfonia in C-Dur, 1768.
  • Sinfonia in F-Dur, 1768.
  • Sinfonia in D-Dur, 1772.
  • Weitere Sinfonien und Orchestersätze im thematischen Katalog der weltlichen Kompositionen.
  • Orchestrale Kirchenmusik mit konzertierenden Instrumenten.
  • Gelegenheits- und Gebrauchswerke für kirchliche, höfische und private Aufführungen.

Lehr-, Schul- und Übungswerke in kompositorischer Form

  • Fugen und Fughetten als Unterrichts- und Musterstücke.
  • Kanonische Übungen und kontrapunktische Satzmodelle.
  • Generalbass- und Begleitmodelle im Zusammenhang der Kurzgefaßten Methode.
  • Präludien und leichte Tastenstücke für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Beispiele zur Fuge, zum doppelten Kontrapunkt, zur Imitation und zum reinen Satz in theoretischen Werken.
  • Instrumentenkundliche Beispiele im Anhang der Gründlichen Anweisung zur Composition.

Zusammenfassende Werkgruppen nach Forschungskatalogen

  • Geistliche Vokalkompositionen, thematisch erschlossen durch Andreas Weißenbäck und Dorothea Schröder.
  • Weltliche Kompositionen, thematisch erschlossen durch Alexander Weinmann unter Benutzung von László Somfais Autographenkatalog.
  • Polyphone Klavier- und Orgelwerke.
  • Kammermusik für Streicher und gemischte Besetzungen.
  • Sinfonien, Konzerte, Partiten und Divertimenti.
  • Kirchenmusik, Messen, Motetten, Gradualien, Offertorien und Oratorien.
  • Lehrwerke und musiktheoretische Schriften.
  • Postume Ausgaben und Bearbeitungen durch Schüler, Sammler, Herausgeber und Musikverlage des 19. und 20. Jahrhunderts.

Schriften und Lehrwerke

  • Johann Georg Albrechtsbergers gründliche Anweisung zur Composition. Mit deutlichen und ausführlichen Exempeln zum Selbstunterrichte erläutert und mit einem Anhange von der Beschaffenheit und Anwendung aller jetzt üblichen musikalischen Instrumente. Leipzig, Johann Gottlob Immanuel Breitkopf, 1790.
  • Kurzgefaßte Methode den Generalbaß zu erlernen. Wien, Artaria, um 1791 beziehungsweise 1792.
  • Clavierschule für Anfänger. Vermutlich Wien, um 1800 beziehungsweise 1808 in späterer Überlieferung.
  • Kurze Regeln des reinsten Satzes als Anhang zu desselben gründlicher Anweisung zur Composition. Wien, um 1804.
  • Méthode de l’accompagnement, französischsprachige beziehungsweise übersetzte Generalbass- und Begleitlehre.
  • Sämtliche Schriften über Generalbaß, Harmonielehre und Tonsetzkunst, vermehrt und herausgegeben von Ignaz Ritter von Seyfried, drei Bände, Wien 1826, zweite Auflage 1837.
  • Methods of Harmony, Figured Bass and Composition, englische Bearbeitung beziehungsweise Übersetzung der Schriften, London 1834, zweite Auflage 1844, spätere englische Überlieferung 1855.
  • Französische Übersetzung der Gründlichen Anweisung zur Composition, zwei Bände, Paris 1814.
  • Weitere handschriftliche Unterrichtsmaterialien, Auszüge, Regeln, Satzbeispiele und Schülerabschriften im Umkreis des Wiener Kompositionsunterrichts.

Nachleben, Rezeption und editorische Erschließung

Albrechtsbergers Nachleben ist vor allem das Nachleben eines Lehrers. Sein Name blieb im 19. Jahrhundert mit Kontrapunkt, Fuge, Generalbass und „reinem Satz“ verbunden. Die postumen Ausgaben seiner Schriften durch Ignaz von Seyfried und ihre Übersetzungen verbreiteten seine Unterrichtsprinzipien weit über Wien hinaus. In der Musiktheoriegeschichte steht er für die systematische Zusammenfassung älterer Satzregeln am Übergang zur Moderne des 19. Jahrhunderts.

In der Beethoven-Forschung ist Albrechtsberger als Lehrer besonders präsent. Beethovens Übungen bei Albrechtsberger belegen, wie gründlich der junge Komponist Kontrapunkt, Fuge und Kanon durcharbeitete. Wer Beethovens spätere Fugen, die kontrapunktische Verdichtung der späten Quartette oder die große Fugenarbeit verstehen will, muss die strenge Ausbildung bei Haydn und Albrechtsberger berücksichtigen.

Als Komponist wurde Albrechtsberger lange nur selektiv wahrgenommen. Das Altposaunenkonzert blieb für Posaunisten wichtig, das Harfenkonzert und die Sonderinstrumentenkonzerte fanden im 20. Jahrhundert neue Aufmerksamkeit, und einzelne Orgel- und Fugenstücke wurden in Unterrichts- und Konzertzusammenhängen weiterverwendet. Ein Großteil seiner geistlichen Musik und seiner Instrumentalwerke bleibt jedoch Spezialrepertoire.

Die moderne Erschließung stützt sich auf thematische Kataloge und Spezialstudien. Alexander Weinmann katalogisierte die weltlichen Kompositionen, Dorothea Schröder untersuchte die geistlichen Vokalkompositionen, und ältere Arbeiten von Andreas Weißenbäck sowie Beiträge zu Somfais Autographenkatalog ergänzen die Quellenlage. Damit ist Albrechtsbergers Werk heute besser greifbar, auch wenn es noch immer nicht in einem einheitlichen modernen Gesamtwerkverzeichnis allgemein verfügbar ist.

Sekundärliteratur

  • Georg von Dadelsen: Albrechtsberger, Johann Georg. In: Neue Deutsche Biographie, Band 1, Berlin, 1953.
  • Österreichisches Musiklexikon: Albrechtsberger, Familie; Johann Georg Albrechtsberger. Online-Artikel der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
  • Robert Freeman: Albrechtsberger. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, zweite Ausgabe, Personenteil, Band 1.
  • Ernst Paul: Johann Georg Albrechtsberger. Ein Klosterneuburger Meister der Musik und seine Schule. Klosterneuburg, Jasomirgott-Verlag, 1976.
  • Alexander Weinmann: Johann Georg Albrechtsberger. Thematischer Katalog seiner weltlichen Kompositionen. Mit Benutzung von László Somfais Autographenkatalog. Wien, Musikverlag L. Krenn, 1987.
  • Dorothea Schröder: Die geistlichen Vokalkompositionen Johann Georg Albrechtsbergers. Zwei Bände, Hamburger Beiträge zur Musikwissenschaft 34, Hamburg, Verlag der Musikalienhandlung Wagner, 1987.
  • Andreas Weißenbäck: Thematisches Verzeichnis der Kirchenkompositionen von Johann Georg Albrechtsberger. In: Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg, Band 6, Wien, 1914.
  • Wolfgang Horn, Hrsg.: Johann Georg Albrechtsberger: Gründliche Anweisung zur Composition. Faksimile der ersten Auflage Leipzig 1790 mit den Beilagen der dritten Ausgabe. Wilhelmshaven, Noetzel, 2008.
  • Gustav Nottebohm: Studien zu Beethovens Unterricht, Kontrapunktübungen und kompositionstechnischer Ausbildung.
  • Forschung des Beethoven-Hauses Bonn zu Beethoven, Albrechtsberger und dem Wiener Kontrapunktunterricht.
  • Arbeiten zur Wiener Kirchenmusik des 18. Jahrhunderts, insbesondere zu St. Stephan, Hofkapelle, Karmeliterkirche und katholischer Liturgie.
  • Studien zu Johann Joseph Fux, Friedrich Wilhelm Marpurg, Johann Philipp Kirnberger, Carl Philipp Emanuel Bach und der Musiktheorie des 18. Jahrhunderts als Kontext von Albrechtsbergers Lehrwerk.
  • Forschung zur österreichischen Orgelmusik, zur Wiener Klassik, zur Tonkünstler-Sozietät und zur klösterlichen Musikkultur in Klosterneuburg, Melk und Maria Taferl.
  • Publikationen zu Albrechtsbergers Altposaunenkonzert, Harfenkonzert, Maultrommel- und Mandorakonzerten sowie zur Wiederentdeckung seltener Instrumentalkonzerte des 18. Jahrhunderts.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Wiener Klassik Epochen- und Kulturrahmen von Albrechtsbergers Lehr-, Kirchen- und Instrumentalwerk.
  • Kontrapunkt Zentrales Lehr- und Kompositionsgebiet, durch das Albrechtsberger berühmt wurde.
  • Fuge Gattung und Satzverfahren, das Albrechtsbergers Theorie, Orgelwerk und Unterricht wesentlich prägte.
  • Kanon Strenge Imitationsform, die im Unterricht Albrechtsbergers und in Beethovens Studien wichtig war.
  • Generalbass Grundlage von Albrechtsbergers Lehrmethode und Thema seiner Kurzgefaßten Methode.
  • Harmonielehre Theoretisches Feld, das Albrechtsberger mit Generalbass, Kontrapunkt und praktischer Komposition verband.
  • Satzlehre Übergreifender Begriff für Albrechtsbergers Regeln des reinen Satzes, der Dissonanzbehandlung und Stimmenführung.
  • Kompositionslehre Fachgebiet, in dem Albrechtsbergers Gründliche Anweisung zur Composition zu den Hauptquellen des 18. Jahrhunderts zählt.
  • Gründliche Anweisung zur Composition Albrechtsbergers Hauptwerk der Musiktheorie von 1790.
  • Johann Joseph Fux Autor des Gradus ad Parnassum und wichtiger Vorgänger von Albrechtsbergers Kontrapunktlehre.
  • Gradus ad Parnassum Grundlegendes Kontrapunktlehrwerk, dessen Tradition in Albrechtsbergers Theorie fortwirkt.
  • Friedrich Wilhelm Marpurg Musiktheoretiker des 18. Jahrhunderts und wichtiger Kontext für Albrechtsbergers Satzlehre.
  • Johann Philipp Kirnberger Theoretiker, dessen Harmonie- und Kontrapunktlehre in Albrechtsbergers theoretischem Umfeld steht.
  • Carl Philipp Emanuel Bach Theoretischer und praktischer Bezugspunkt für Generalbass, Klavier- und Satzlehre des 18. Jahrhunderts.
  • Ludwig van Beethoven Albrechtsbergers berühmtester Schüler im Kontrapunkt-, Fugen- und Kanonunterricht.
  • Joseph Haydn Zeitgenosse und Bezugspunkt der Wiener Klassik, dessen Schüler Beethoven später zu Albrechtsberger wechselte.
  • Michael Haydn Früher Mitschüler beziehungsweise Freund Albrechtsbergers im österreichischen Kirchenmusikmilieu.
  • Wolfgang Amadé Mozart Wiener Zeitgenosse Albrechtsbergers; nach Mozarts Tod rückte Albrechtsberger in der Stephansdommusik auf.
  • Johann Nepomuk Hummel Schüler Albrechtsbergers und bedeutender Pianist, Komponist und Vermittler klassischer Klavierkultur.
  • Carl Czerny Pianist, Pädagoge und Komponist, der zur Albrechtsberger-Schülertradition gezählt wird.
  • Ignaz von Seyfried Schüler Albrechtsbergers und Herausgeber seiner postumen Schriften zu Generalbass, Harmonielehre und Tonsetzkunst.
  • Ferdinand Ries Komponist und Pianist aus dem Beethoven-Umfeld, der zu Albrechtsbergers Schülerkreis gehört.
  • Joseph Eybler Wiener Komponist und Schüler Albrechtsbergers.
  • Anton Reicha Komponist und Theoretiker, der im weiteren Schüler- und Theorieumfeld Albrechtsbergers steht.
  • Josef Weigl Wiener Opernkomponist und Schüler Albrechtsbergers.
  • Franz Xaver Wolfgang Mozart Mozarts Sohn, der zu den Schülern Albrechtsbergers gezählt wird.
  • St. Stephan in Wien Domkirche, an der Albrechtsberger als Kapellmeister-Adjunkt und Domkapellmeister wirkte.
  • Wiener Hofmusikkapelle Institution, in der Albrechtsberger seit 1772 als Hoforganist tätig war.
  • Karmeliterkirche Wien Kirche, an der Albrechtsberger als Kapellmeister tätig war.
  • Klosterneuburg Geburts- und früher Ausbildungsort Albrechtsbergers.
  • Stift Klosterneuburg Kirchliches Bildungsumfeld von Albrechtsbergers erster musikalischer Ausbildung.
  • Stift Melk Wichtiger Ausbildungs- und Wirkungsort Albrechtsbergers als Sängerknabe und Organist.
  • Maria Taferl Wallfahrtskirche und frühe Organistenstation Albrechtsbergers.
  • Raab / Győr Früher Studien- und Organistenort Albrechtsbergers im damaligen Ungarn.
  • Orgelmusik Zentrales Praxis- und Werkfeld Albrechtsbergers als Organist, Fugenkomponist und Lehrer.
  • Kirchenmusik Hauptbereich von Albrechtsbergers kompositorischer Arbeit im katholischen Wien.
  • Katholische Kirchenmusik Liturgischer und institutioneller Rahmen von Albrechtsbergers Messen, Motetten und Offertorien.
  • Messe Zentrale Gattung im geistlichen Werk Albrechtsbergers.
  • Motette Geistliche Gattung, die in Albrechtsbergers Kirchenmusik vielfach vertreten ist.
  • Offertorium Liturgischer Gattungstypus in der katholischen Kirchenmusik des 18. Jahrhunderts.
  • Graduale Liturgische Gattung, die in Albrechtsbergers geistlicher Vokalmusik wichtig ist.
  • Altposaune Solo-Instrument von Albrechtsbergers bekanntem Posaunenkonzert.
  • Posaunenkonzert Seltene Konzertgattung des 18. Jahrhunderts, in der Albrechtsberger ein wichtiges Werk schuf.
  • Harfenkonzert Gattung von Albrechtsbergers C-Dur-Konzert für Harfe und Orchester.
  • Maultrommel Sonderinstrument in Albrechtsbergers Concertinos für Maultrommel beziehungsweise Trombula und Mandora.
  • Mandora Zupfinstrument, das in Albrechtsbergers Sonderinstrumentenkonzerten vorkommt.
  • Viola d’amore Saiteninstrument in Albrechtsbergers Partiten- und Kammermusikbesetzungen.
  • Tonkünstler-Sozietät Wiener Musikervereinigung, der Albrechtsberger seit 1771 angehörte.
  • Denkmäler der Tonkunst in Österreich Editionsreihe, in der Auswahlwerke Albrechtsbergers veröffentlicht wurden.
  • Thematischer Katalog Werkerschließungsform, die für Albrechtsbergers weltliche und geistliche Kompositionen zentral ist.
  • Alexander Weinmann Musikforscher und Bearbeiter des thematischen Katalogs der weltlichen Kompositionen Albrechtsbergers.
  • László Somfai Musikwissenschaftler, dessen Autographenkatalog für Weinmanns Albrechtsberger-Katalog verwendet wurde.
  • Dorothea Schröder Musikwissenschaftlerin und Autorin der grundlegenden Studie zu Albrechtsbergers geistlichen Vokalkompositionen.
  • Andreas Weißenbäck Forscher zur Kirchenmusik Albrechtsbergers und Bearbeiter eines frühen thematischen Verzeichnisses.
  • Beethoven-Haus Bonn Institution mit Quellen und Forschung zu Beethovens Unterricht bei Albrechtsberger.
  • IMSLP Online-Notenportal mit zahlreichen Albrechtsberger-Drucken und -Digitalisaten.
  • Deutsche Biographie Fachportal mit biographischem Grundartikel zu Johann Georg Albrechtsberger.
  • Österreichisches Musiklexikon Fachportal mit ausführlichen Angaben zu Albrechtsbergers Familie, Ausbildung, Ämtern, Werken und Literatur.
  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart Musikwissenschaftliches Standardlexikon mit Fachartikel zu Johann Georg Albrechtsberger.