Hans Albrecht (Joachim Hans Albrecht)

Deutscher Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Herausgeber und Editionsleiter; geboren am 31. März 1902 in Magdeburg, gestorben am 20. Januar 1961 in Kiel.

Überblick

Hans Albrecht, vollständig Joachim Hans Albrecht, war ein deutscher Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Herausgeber und Editionsleiter. Er wurde am 31. März 1902 in Magdeburg geboren und starb am 20. Januar 1961 in Kiel. Seine wissenschaftliche Bedeutung liegt weniger in einer großen Zahl monographischer Veröffentlichungen als in einer Verbindung von historischer Forschung, Editionsarbeit, Fachorganisation, Zeitschriftenleitung und institutionellem Wiederaufbau der deutschen Musikwissenschaft nach 1945.

Albrecht promovierte 1925 mit einer Arbeit über die Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts. Später habilitierte er sich mit einer Untersuchung über Caspar Othmayr, die 1950 unter dem Titel Caspar Othmayr. Leben und Werk erschien. Damit steht er im Forschungsfeld der älteren Musik, besonders der Musik des späten Mittelalters, der Renaissance, der Reformation, des mehrstimmigen Liedes und der Quellen- und Editionsphilologie.

Nach 1945 wurde Albrecht besonders in Kiel wirksam. Er übernahm 1947 das Kieler Landesinstitut für Musikforschung, lehrte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wurde 1955 außerplanmäßiger Professor und leitete das Institut bis zu seinem Tod. Zugleich arbeitete er an zentralen musikwissenschaftlichen Unternehmen mit: Er war Schriftleiter von Die Musikforschung, wirkte an Acta Musicologica, am Deutschen Musikgeschichtlichen Archiv in Kassel, am Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen, an der Reihe Das Erbe deutscher Musik und an der ersten Ausgabe der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart.

Seine Biographie ist zugleich ein Beispiel für die schwierige Kontinuität deutscher Musikwissenschaft vor, während und nach der nationalsozialistischen Diktatur. Albrecht war in den 1930er und frühen 1940er Jahren in Institutionen der Reichsmusikkammer, des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und des Staatlichen Instituts für deutsche Musikforschung tätig. Nach 1945 wurde er entnazifiziert und konnte seine wissenschaftliche Laufbahn in Kiel fortsetzen. Eine sachgerechte Darstellung muss deshalb seine editorischen und institutionellen Leistungen mit dem historisch belasteten Kontext seiner Karriere verbinden.

Kurzdaten

Name Hans Albrecht.
Vollständiger Name Joachim Hans Albrecht.
Geburt 31. März 1902 in Magdeburg, damals Provinz Sachsen im Deutschen Reich.
Tod 20. Januar 1961 in Kiel.
Beruf Musikwissenschaftler, Hochschullehrer, Dozent, Herausgeber, Fachzeitschriftenredakteur, Editionsleiter, Leiter des Kieler Landesinstituts für Musikforschung und Leiter des Johann-Sebastian-Bach-Instituts Göttingen.
Akademischer Grad Prof. Dr. phil.
Konfession Evangelisch.
Familie Verheiratet, Vater zweier Kinder; sein Sohn Gerd Albrecht wurde als Dirigent bekannt.
Ausbildung Klavierausbildung am Essener Konservatorium, Musiklehrerprüfung im Hauptfach Klavier 1921, Studium der Musikwissenschaft in Münster und Berlin.
Lehrer und akademisches Umfeld Johannes Wolf, Hermann Abert, Curt Sachs und Erich Moritz von Hornbostel im Berliner musikwissenschaftlichen Umfeld.
Promotion 1925 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin mit der Dissertation Die Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts.
Habilitation 1942 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit einer Arbeit über Caspar Othmayr, später als Caspar Othmayr. Leben und Werk veröffentlicht.
Wichtige Wirkungsorte Magdeburg, Essen-Borbeck, Münster, Berlin, Wuppertal, Essen, Kiel, Kassel und Göttingen.
Kieler Stellung Privatdozent ab 1947, außerplanmäßiger Professor ab 1955, Leiter des Kieler Landesinstituts für Musikforschung von 1947 bis 1961.
Fachliche Schwerpunkte Aufführungspraxis älterer Musik, italienische Musik des 14. Jahrhunderts, Renaissancemusik, Reformationszeit, Caspar Othmayr, Thomas Stoltzer, musikalische Quellenkunde, Editionsphilologie, Mozart-Artikulationszeichen und Institutionengeschichte der Musikwissenschaft.
Zentrale Funktionen nach 1945 Schriftleitung von Die Musikforschung, Mitarbeit an Acta Musicologica, Leitung des Johann-Sebastian-Bach-Instituts Göttingen, Mitarbeit am Deutschen Musikgeschichtlichen Archiv, Editionsleitung des Erbes deutscher Musik und Mitarbeit an der ersten MGG.
Kulturelle Bedeutung Hans Albrecht war eine Schlüsselfigur des musikwissenschaftlichen Wiederaufbaus in der Bundesrepublik, der Verbindung von universitärer Lehre, Editionsarbeit, Denkmälerpflege und fachlicher Organisation.

Ausführlicher Kulturüberblick

Hans Albrecht gehört zu jener Generation deutscher Musikwissenschaftler, deren Laufbahn zwischen Weimarer Republik, nationalsozialistischer Kulturpolitik, Krieg, Zusammenbruch und Nachkriegswiederaufbau verlief. Seine Biographie ist deshalb nicht nur als persönliche akademische Laufbahn zu lesen, sondern als Ausschnitt aus der Institutionengeschichte des Faches. Musikwissenschaft war im 20. Jahrhundert nicht nur Text- und Quellenarbeit, sondern auch Institutspolitik, Denkmäleredition, Zeitschriftenwesen, Fachgesellschaft, Archivarbeit und nationale Kulturrepräsentation.

Albrecht wurde in einem Fach sozialisiert, das seit dem späten 19. Jahrhundert stark historisch, philologisch und quellenorientiert arbeitete. Die älteren deutschen musikhistorischen Denkmäler, die Editionen der Renaissance- und Barockmusik, die Handschriftenkunde und die historisch informierte Aufführungspraxis gehörten zu den Feldern, in denen sich wissenschaftliche Kompetenz zeigte. Seine Dissertation über die Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts verweist bereits auf ein Thema, das später für die Alte-Musik-Bewegung und für die musikwissenschaftliche Aufführungspraxisforschung sehr wichtig werden sollte.

Seine Othmayr-Forschung steht in einem anderen, aber verwandten Feld: der Musik der Reformationszeit. Caspar Othmayr ist als Komponist, Theologe und evangelischer Geistlicher eine Figur, an der sich humanistische Bildung, lateinische und deutsche Liedkunst, reformatorische Theologie und mehrstimmige Musikpraxis berühren. Albrecht arbeitete damit an einem Gegenstand, der für die deutsche Musikgeschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts besonders attraktiv war: die Verbindung von Humanismus, Reformation, Lied, Quellenkunde und nationaler Musiküberlieferung.

Nach 1945 wurde Albrecht zu einer organisatorischen Figur des musikwissenschaftlichen Wiederaufbaus. Die Fachzeitschrift Die Musikforschung, die Gesellschaft für Musikforschung, das Deutsche Musikgeschichtliche Archiv, die Denkmälerreihe Das Erbe deutscher Musik, das Kieler Landesinstitut für Musikforschung und das Johann-Sebastian-Bach-Institut bildeten zusammen ein Netzwerk, in dem Forschung, Edition, Archiv und Fachkommunikation neu geordnet wurden. Albrecht war an mehreren dieser Knotenpunkte beteiligt.

Gerade diese Nachkriegsrolle ist kulturgeschichtlich ambivalent. Einerseits trug Albrecht zur institutionellen Stabilisierung des Faches bei. Andererseits standen viele dieser Institutionen in personellen und methodischen Kontinuitäten zur Zeit vor 1945. Die deutsche Musikwissenschaft musste nach 1945 nicht nur ihre materiellen Verluste und zerstörten Sammlungen bewältigen, sondern auch ihre politische Verstrickung, ihre nationalen Erzählmuster und ihre Nähe zu kulturpolitischen Programmen prüfen. Albrechts Lebenslauf macht diese Spannung sichtbar.

Für das Kulturlexikon ist Hans Albrecht daher nicht allein als Autor einzelner Bücher interessant. Er ist eine Schnittfigur: zwischen älterer Musik und moderner Editionsphilologie, zwischen Berliner und Kieler Musikwissenschaft, zwischen Denkmälerprojekt und Fachzeitschrift, zwischen Quellenarbeit und akademischer Verwaltung, zwischen belasteter NS-Institutionengeschichte und Nachkriegsneuordnung. Seine Bedeutung liegt in der Fachstruktur, die er mittrug, und in der Frage, wie sich musikhistorisches Wissen im 20. Jahrhundert institutionell organisierte.

Name, Herkunft und Quellenlage

Das Kieler Gelehrtenverzeichnis führt ihn als Joachim Hans Albrecht. In der musikwissenschaftlichen Literatur, in Nachrufen, Werkangaben und Katalogen erscheint er in der Regel unter der kürzeren Form Hans Albrecht. Für diese Kulturlexikonseite wird deshalb Hans Albrecht als Hauptlemma verwendet, während der vollständige Name im Kopf und in den Kurzdaten genannt wird.

Albrecht wurde am 31. März 1902 in Magdeburg geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Essen-Borbeck. Dort besuchte er das Gymnasium und erhielt zugleich musikalische Ausbildung. Diese Doppelbindung an bürgerliche Bildung und praktische Musik ist für viele Musikwissenschaftler seiner Generation charakteristisch: Der Weg zur Wissenschaft führte häufig über Instrumentalunterricht, Konservatorium, Musiklehrerprüfung und erst dann über die Universität.

Die Quellenlage zu Albrecht ist vergleichsweise gut, aber über mehrere Bereiche verteilt. Biographische Grunddaten liefern das Kieler Gelehrtenverzeichnis, MGG, Encyclopedia.com, Kalliope, GND-Daten und Bach Digital. Die wissenschaftliche Wirkung erschließt sich aus Nachrufen, der Gedenkschrift Hans Albrecht in Memoriam, Bibliothekskatalogen, den Beständen des Deutschen Musikgeschichtlichen Archivs, der Reihe Das Erbe deutscher Musik und der Geschichte des Kieler Musikwissenschaftlichen Instituts.

Ausbildung, Studium und Promotion

Hans Albrecht bereitete sich schon während seiner Schulzeit am Essener Konservatorium auf die Musiklehrerprüfung vor und legte 1921 die Prüfung im Hauptfach Klavier ab. Damit verfügte er über eine praktische musikalische Grundlage, bevor er sich vollständig der Musikwissenschaft zuwandte. Diese Ausbildung ist für seine spätere Beschäftigung mit Aufführungspraxis, Artikulationszeichen und praktischer Edition alter Musik nicht nebensächlich.

1921 begann er das Studium der Musikwissenschaft zunächst in Münster und wechselte dann nach Berlin. Die Berliner Musikwissenschaft war in den 1920er Jahren ein besonders einflussreicher Ort. Johannes Wolf stand für mittelalterliche und ältere Musikgeschichte, Hermann Abert für Opern- und Mozartforschung, Curt Sachs für Instrumentenkunde und vergleichende Musikwissenschaft, Erich Moritz von Hornbostel für Musikethnologie und systematische Klangforschung. Albrechts Ausbildung lag damit in einem breiten Feld zwischen historischer Philologie, Instrumentenkunde, Quellenarbeit und kulturvergleichendem Denken.

1925 wurde Albrecht bei Johannes Wolf mit der Dissertation Die Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts promoviert. Das Thema zeigt seine frühe Orientierung auf ältere Musik und auf die Frage, wie historische Notation, Quellen und Aufführungspraxis zusammenhängen. Es geht dabei nicht nur um das Lesen alter Musik, sondern um das Problem, wie ein schriftlich überlieferter musikalischer Text in eine klangliche Praxis zu übersetzen ist.

Lehre, Musikfeste und frühe Berufsjahre

Nach der Promotion war Albrecht zunächst außerhalb einer festen universitären Professur tätig. Er übernahm Lehraufträge an verschiedenen Konservatorien und Musikschulen, darunter in Essen, Wuppertal und an der Folkwang-Schule. Diese Jahre zeigen eine typische Situation der Musikwissenschaft zwischen akademischem Fach, Musiklehrerausbildung, öffentlicher Musikpflege und journalistisch-organisatorischer Tätigkeit.

Albrecht war außerdem an der Organisation von Musikfesten beteiligt. Genannt werden Musikfeste in Bremen, Essen und Aachen sowie die Mitarbeit für den Reichsverband Deutscher Tonkünstler. Solche Tätigkeiten waren in der Zwischenkriegszeit bedeutsam, weil Musikfeste nicht nur Aufführungsereignisse waren, sondern auch kulturelle Selbstdeutung, regionale Musikpolitik, Repertoirepflege und Netzwerkbildung ermöglichten.

Die frühe Karriere führte Albrecht damit nicht geradlinig an einen Lehrstuhl. Sie bewegte sich vielmehr zwischen Unterricht, Musikorganisation, Kritik, Verbandstätigkeit und Forschung. Gerade diese Mischung erklärt seine spätere Fähigkeit, wissenschaftliche Institutionen, Zeitschriften, Editionen und Archive organisatorisch zusammenzuführen.

Musikwissenschaft und Institutionen in der NS-Zeit

Albrechts Laufbahn in den 1930er und frühen 1940er Jahren ist historisch belastet und muss ausdrücklich genannt werden. Er war in Einrichtungen der nationalsozialistischen Musikpolitik und Kulturverwaltung tätig. Dazu gehören seine Funktionen im Umfeld der Reichsmusikkammer, seine Tätigkeit im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und seine Arbeit am Staatlichen Institut für deutsche Musikforschung in Berlin. Diese Stationen zeigen, dass seine wissenschaftliche und organisatorische Karriere nicht von den politischen Strukturen der Zeit zu trennen ist.

1939 trat Albrecht als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Staatliche Institut für deutsche Musikforschung ein. 1941 übernahm er nach der Emeritierung Max Seifferts kommissarisch die Leitung des Instituts. 1942/43 war er Vertreter der Musikwissenschaft im Senat der Preußischen Akademie der Künste. Als das Berliner Institut gegen Kriegsende geschlossen beziehungsweise ausgelagert wurde, betreute er Teile des ausgelagerten Inventars, darunter Bestände des Instrumentenmuseums.

Nach 1945 wurde Albrecht im Rahmen der Entnazifizierung als entlastet eingestuft und konnte seine wissenschaftliche Arbeit fortsetzen. Für eine heutige kulturhistorische Darstellung ist diese Fortsetzung nicht wertend zu glätten. Sie gehört vielmehr zur Geschichte der deutschen Musikwissenschaft nach 1945, in der viele Fachvertreter sowohl am Wiederaufbau beteiligt waren als auch biographische Kontinuitäten aus der Zeit vor 1945 mitbrachten.

Kiel, Landesinstitut und Nachkriegsaufbau

1947 trat Albrecht als Privatdozent für Musikgeschichte in das Musikwissenschaftliche Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein. Zugleich übernahm er die Leitung des Kieler Landesinstituts für Musikforschung, das als Nachfolge- und Neuordnungsinstitution im Umfeld der zerstörten oder aufgelösten Berliner Strukturen entstand. Kiel wurde damit zu einem wichtigen Ort des musikwissenschaftlichen Wiederaufbaus.

1955 wurde Albrecht in Kiel außerplanmäßiger Professor für Musikwissenschaft. Er lehrte dort bis zu seinem Tod 1961. Das Kieler Landesinstitut leitete er von 1947 bis 1961. Nach seinem Tod wurde es in das Musikwissenschaftliche Institut eingegliedert. Diese Entwicklung zeigt, wie eng regionale Landesforschung, universitäre Lehre und überregionale Fachorganisation miteinander verbunden waren.

Albrecht arbeitete in Kiel zugleich im Umfeld Friedrich Blumes. Blume war eine dominante Figur der deutschen Nachkriegs-Musikwissenschaft und Herausgeber der ersten Ausgabe der MGG. Albrecht gehörte zur Schriftleitung beziehungsweise zum engen Arbeitskreis dieses Großunternehmens. Damit war er an einem der wichtigsten lexikographischen Projekte der deutschsprachigen Musikwissenschaft beteiligt.

Edition, Denkmälerarbeit und Bach-Institut

Albrechts wichtigste bleibende Wirkung liegt in der Editions- und Institutionenarbeit. Die Denkmälerreihe Das Erbe deutscher Musik sollte bedeutende Werke deutscher Musikgeschichte quellenkritisch erschließen und zugleich aufführungspraktisch verfügbar machen. Albrecht war von 1953 bis 1959 Editionsleiter dieser Reihe und war selbst als Herausgeber an Bänden zu Caspar Othmayr und Thomas Stoltzer beteiligt.

Die Othmayr-Editionen passen unmittelbar zu seiner Habilitationsschrift. Othmayr war für Albrecht nicht nur ein Untersuchungsgegenstand, sondern ein Komponist, dessen Werke editorisch in den Kanon der älteren deutschen Musik zurückgeführt werden sollten. Die Editionen von Symbola, Cantilenae, Epitaphium D. Martini Lutheri, Bicinia, Tricinia und verstreuten Einzelwerken verbinden musikhistorische Forschung, Quellenkritik und Repertoirepflege.

Von 1951 bis 1961 leitete Albrecht außerdem das Johann-Sebastian-Bach-Institut an der Georg-August-Universität Göttingen. Diese Tätigkeit verband ihn mit der Bach-Forschung, mit Editionsfragen und mit den großen Nachkriegsunternehmen zur Erschließung kanonischer Musiküberlieferung. Zugleich arbeitete er am Deutschen Musikgeschichtlichen Archiv in Kassel mit und wirkte an den Faksimile-Reihen Documenta Musicologica.

Forschungsschwerpunkte und Methode

Albrechts Forschungsschwerpunkte lagen in der älteren Musikgeschichte, besonders im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert. Er interessierte sich für Aufführungspraxis, Notations- und Artikulationsfragen, musikalische Quellen, Editionen, deutsche und italienische Musiküberlieferung, Reformationszeit, Lied und Motette. Diese Schwerpunkte entsprechen einer historisch-philologischen Musikwissenschaft, die vom musikalischen Text, von der Quelle und von der kritischen Edition ausgeht.

Seine Arbeit über Mozart-Artikulationszeichen zeigt, dass er nicht nur an Renaissancequellen interessiert war. Die Frage nach Keil, Strich und Punkt bei Mozart verbindet Editionsphilologie, Aufführungspraxis und musikalische Interpretation. Sie betrifft die scheinbar kleinen Zeichen, an denen sich große Fragen entscheiden: Artikulation, Phrasierung, Notentext, editorische Normalisierung und historische Spielweise.

Methodisch steht Albrecht für eine Musikwissenschaft, die ihre Autorität aus Quellenkenntnis, Editionspraxis und institutioneller Sicherung gewinnt. Seine Schriften sind dabei weniger theoretisch-programmatisch als pragmatisch-editorisch. Er gehört zu den Fachvertretern, die Repertoire verfügbar machten, Zeitschriften organisierten, Kataloge und Editionen betreuten und den wissenschaftlichen Betrieb stabilisierten.

Werk-, Schriften- und Editionsverzeichnis

Das folgende Verzeichnis fasst die nachweisbaren Hauptschriften, Editionen, Herausgebertätigkeiten und institutionellen Publikationsarbeiten Hans Albrechts zusammen. Da die Gedenkschrift Hans Albrecht in Memoriam eine ausführliche Bibliographie enthält und viele kleinere Rezensionen, Lexikonartikel und redaktionelle Arbeiten verstreut sind, ist die Gliederung quellenkritisch angelegt: Sie unterscheidet Monographien, Qualifikationsschriften, Editionen, Herausgeberschaften, Zeitschriftenarbeit und kleinere Beiträge.

Qualifikationsschriften und Monographien

  • Die Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts. Dissertation, Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, 1925; Promotionsschrift bei Johannes Wolf.
  • Caspar Othmayr. Leben und Werk. Kassel und Basel, Bärenreiter-Verlag, 1950; Veröffentlichung der habilitationsbezogenen Othmayr-Forschung, mit Notenbeispielen und werkgeschichtlichem Schwerpunkt.

Herausgegebene wissenschaftliche Sammel- und Themenbände

  • Die Bedeutung der Zeichen Keil, Strich und Punkt bei Mozart. Fünf Lösungen einer Preisfrage. Im Auftrag der Gesellschaft für Musikforschung herausgegeben von Hans Albrecht. Kassel, Basel und London, Bärenreiter, 1957, Musikwissenschaftliche Arbeiten, Nr. 10.
  • Redaktionelle und fachliche Mitarbeit an Veröffentlichungen der Gesellschaft für Musikforschung, insbesondere im Zusammenhang der Nachkriegsorganisation des Faches.
  • Mitwirkung an der Fachkommunikation der International Musicological Society im Zusammenhang von Acta Musicologica.

Editionen in Das Erbe deutscher Musik

  • Caspar Othmayr: Ausgewählte Werke. Erster Teil: Symbola. Herausgegeben von Hans Albrecht, Das Erbe deutscher Musik, Band 16; später in Nachauflagen nachgewiesen.
  • Caspar Othmayr: Ausgewählte Werke. Zweiter Teil: Cantilenae (1546), Epitaphium D. Martini Lutheri (1546), Bicinia (1547?), Tricinia (1549), einzelne Werke aus verstreuten Quellen. Herausgegeben von Hans Albrecht, Das Erbe deutscher Musik, Band 26.
  • Thomas Stoltzer: Ausgewählte Werke. Erster Teil. Herausgegeben von Hans Albrecht, Das Erbe deutscher Musik, Band 22.
  • Editorische Gesamtverantwortung für die Denkmälerreihe Das Erbe deutscher Musik von 1953 bis 1959.

Zeitschriften, Reihen und institutionelle Herausgeberschaft

  • Schriftleitung der Zeitschrift Die Musikforschung, Organ der Gesellschaft für Musikforschung, 1948 bis 1960.
  • Schriftleitende beziehungsweise redaktionelle Tätigkeit für Acta Musicologica, Organ der International Musicological Society, Ende der 1950er Jahre bis 1961.
  • Leitung beziehungsweise redaktionelle Mitverantwortung der Schriften des Landesinstituts für Musikforschung Kiel.
  • Fortführung der Sammlung Organum nach Max Seiffert ab 1949.
  • Vorsitz beziehungsweise leitende Mitarbeit im Redaktionskomitee der Faksimile-Reihen Documenta Musicologica.
  • Mitarbeit an der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart, insbesondere in der frühen Schriftleitung im Umfeld Friedrich Blumes.
  • Autor von mindestens mehreren Artikeln für die erste Ausgabe der MGG; die genaue Artikelliste ist über die MGG-Redaktions- und Autorenverzeichnisse zu prüfen.

Aufsätze, Berichte und kleinere wissenschaftliche Beiträge

  • Die deutsche Musikforschung im Wiederaufbau. Beitrag in Die Musikforschung; programmatischer Text zur Lage des Faches nach 1945.
  • Musik und Dichtung im 16. Jahrhundert. Beitrag in Die Musikforschung; thematisch im Feld von Renaissance, Humanismus, Lied und Text-Musik-Verhältnis.
  • Caspar Othmayr. Beitrag beziehungsweise Besprechungs- und Forschungszusammenhang in Die Musikforschung, Jahrgang 1952.
  • Rezensionen und Fachberichte in Die Musikforschung, besonders zu älterer Musik, Quellenkunde, Editionen und Schriften des Kieler Landesinstituts.
  • Beiträge und redaktionelle Texte im Zusammenhang der Gesellschaft für Musikforschung und ihrer Kongress- und Reihenpublikationen.

Fachorganisation und wissenschaftliche Unternehmungen

  • Mitbegründung beziehungsweise Mitaufbau der Gesellschaft für Musikforschung nach 1945.
  • Leitung des Kieler Landesinstituts für Musikforschung von 1947 bis 1961.
  • Leitung des Johann-Sebastian-Bach-Instituts Göttingen von 1951 bis 1961.
  • Mitarbeit am Deutschen Musikgeschichtlichen Archiv in Kassel von 1954 bis 1959.
  • Fachgutachtertätigkeit für die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
  • Mitwirkung an der Sicherung, Ordnung und Fortführung musikwissenschaftlicher Bestände nach den Kriegsverlusten.

Autobiographisches, Nachrufe und Erinnerungszusammenhang

  • Autobiographische und fachgeschichtliche Selbstauskünfte im Umfeld der ersten MGG-Ausgabe und der Nachkriegs-Musikwissenschaft.
  • Nachruf und Würdigung durch Friedrich Blume: Hans Albrecht, 31. März 1902 – 20. Januar 1961. In: Acta Musicologica, 1961.
  • Anna Amalie Abert: Hans Albrecht zum Gedächtnis. In: Die Musikforschung, 1961.
  • Wilfried Brennecke: In Memoriam Hans Albrecht. In: Revue belge de Musicologie, 1961.
  • Wilfried Brennecke und Hans Haase, Hrsg.: Hans Albrecht in Memoriam. Gedenkschrift mit Beiträgen von Freunden und Schülern. Kassel, Bärenreiter, 1962; mit Bibliographie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Forschungsfelder, die seine Publikationen prägen

  • Aufführungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts.
  • Musik des 15. und 16. Jahrhunderts.
  • Caspar Othmayr und die Musik der Reformationszeit.
  • Thomas Stoltzer und die mehrstimmige Musik des frühen 16. Jahrhunderts.
  • Quellenkunde und Editionsphilologie alter Musik.
  • Mozart-Artikulation und editorische Zeichenlehre.
  • Geschichte und Wiederaufbau musikwissenschaftlicher Institutionen nach 1945.
  • Lexikographische und redaktionelle Facharbeit.

Nachlass, Autographen und wissenschaftliche Überlieferung

Die wissenschaftliche Überlieferung Hans Albrechts ist nicht in einem einzigen gedruckten Œuvre konzentriert. Sie verteilt sich auf Monographien, Editionen, Zeitschriftenbände, Reihen, Archive, Briefe, Nachrufe und institutionelle Akten. Kalliope weist Briefe von und an Albrecht sowie sonstige Nennungen nach. Das ist für die Forschung besonders wichtig, weil seine Rolle als Organisator und Vermittler häufig eher in Korrespondenzen, Redaktionsvorgängen und Institutsakten sichtbar wird als in selbständigen Büchern.

Die Gedenkschrift Hans Albrecht in Memoriam von 1962 ist eine zentrale Quelle für die unmittelbare Fachwahrnehmung nach seinem Tod. Sie enthält Beiträge von Freunden und Schülern sowie eine Bibliographie seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Gleichzeitig muss eine solche Gedenkschrift als Erinnerungsdokument gelesen werden: Sie würdigt den Verstorbenen und bildet nicht notwendig alle politischen und institutionellen Ambivalenzen seiner Biographie gleichmäßig ab.

Für die heutige Forschung sind daher mehrere Quellengruppen miteinander zu verbinden: die Kieler Universitätsüberlieferung, das Deutsche Musikgeschichtliche Archiv, die Bestände des Bach-Instituts, die Korrespondenzen in Kalliope, die MGG-Redaktionsgeschichte, die Zeitschriften Die Musikforschung und Acta Musicologica, die Reihe Das Erbe deutscher Musik und die neuere Forschung zur deutschen Musikwissenschaft im Nationalsozialismus und im Nachkriegswiederaufbau.

Sekundärliteratur

  • Anna Amalie Abert: Hans Albrecht zum Gedächtnis. In: Die Musikforschung, Band 14, Heft 2, 1961, S. 129–131.
  • Friedrich Blume: Hans Albrecht, 31. März 1902 – 20. Januar 1961. In: Acta Musicologica, Band 33, Heft 2/4, 1961, S. 60–64.
  • Wilfried Brennecke: In Memoriam Hans Albrecht. In: Revue belge de Musicologie / Belgisch Tijdschrift voor Muziekwetenschap, Band 15, Heft 1/4, 1961, S. 3–7.
  • Wilfried Brennecke und Hans Haase, Hrsg.: Hans Albrecht in Memoriam. Gedenkschrift mit Beiträgen von Freunden und Schülern. Kassel, Bärenreiter, 1962.
  • Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. 2. Auflage. Kiel, 2009, besonders die Abschnitte zu Hans Albrecht.
  • Martin Thrun: Anordnende Macht und ausführende Region. Neue Musik und Musikpolitik im Rheinland nach 1933. In: Heinz Bremer, Hrsg.: Neue Musik im Rheinland. Kassel, Merseburger, 1996.
  • Martin Thrun: Führung und Verwaltung. Heinz Drewes als Leiter der Musikabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. In: Albrecht Riethmüller und Michael Custodis, Hrsg.: Die Reichsmusikkammer. Kunst im Bann der Nazi-Diktatur. Köln, Weimar und Wien, Böhlau, 2015.
  • Michael Custodis: Studien zur Entnazifizierung Friedrich Blumes und zum institutionellen Umfeld der Nachkriegs-Musikwissenschaft.
  • Antje Lotzow: Die Kieler Musikwissenschaft unter Friedrich Blume. Studie zur Fachgeschichte, Universität Kiel und Nachkriegs-Musikwissenschaft.
  • Harald Heckmann: Musikwissenschaftliche Unternehmungen in Deutschland seit 1945. In: Acta Musicologica, Band 29, 1957.
  • Rudolf Häusler: 50 Jahre Internationale Gesellschaft für Musikwissenschaft. In: Acta Musicologica, Band 49, 1977.
  • Wolfgang Sykorra: Von der Penne in die Welt. Borbecker Porträts. Essen, Edition Rainruhr, 2013.
  • Mariano Pérez: Diccionario de la música y los músicos. Band 1: A–E. Madrid, Ediciones Istmo, 2000.
  • Baker’s Biographical Dictionary of Musicians, Artikel Albrecht, Hans.
  • MGG Online: Artikel Albrecht, Hans, Personenteil beziehungsweise Familienartikel Albrecht.
  • Forschung zur Denkmälerreihe Das Erbe deutscher Musik und zur Musikgeschichtlichen Kommission.
  • Forschung zur Geschichte des Deutschen Musikgeschichtlichen Archivs in Kassel.
  • Forschung zum Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen und zur Bach-Editionsgeschichte der Nachkriegszeit.
  • Forschung zu Max Seiffert, Friedrich Blume, Anna Amalie Abert, Walter Wiora, Carl Dahlhaus und der Kieler Musikwissenschaft.
  • Forschung zu Aufführungspraxis, Quellenphilologie und Alter Musik als musikwissenschaftlichen Teildisziplinen im 20. Jahrhundert.

Ausgewählte Onlinequellen

Weiterführende Einträge

  • Musikwissenschaft Fachlicher Rahmen von Albrechts Forschung, Lehre, Editionen und institutioneller Tätigkeit.
  • Deutsche Musikwissenschaft im 20. Jahrhundert Historischer Kontext von Albrechts Laufbahn zwischen Weimarer Republik, NS-Zeit und Nachkriegswiederaufbau.
  • Aufführungspraxis Forschungsfeld von Albrechts Dissertation zur italienischen Musik des 14. Jahrhunderts.
  • Alte Musik Übergreifender Repertoire- und Forschungsbereich, der Albrechts Quellen- und Editionsarbeit prägte.
  • Renaissancemusik Zentraler Zeitraum von Albrechts Forschung zu Othmayr, Stoltzer und der Musik des 15. und 16. Jahrhunderts.
  • Reformationsmusik Kontext von Albrechts Othmayr-Forschung und seiner Beschäftigung mit Lied, Motette und protestantischer Musikkultur.
  • Caspar Othmayr Komponist und Theologe der Reformationszeit, über den Albrecht habilitierte und dessen Werke er edierte.
  • Thomas Stoltzer Komponist der Renaissance, dessen ausgewählte Werke Hans Albrecht für Das Erbe deutscher Musik herausgab.
  • Musikalische Edition Arbeitsfeld, in dem Albrecht durch Othmayr, Stoltzer und Denkmälerarbeit besonders wirksam war.
  • Denkmäleredition Editionstypus, der historische Musikquellen wissenschaftlich erschließt und aufführbar macht.
  • Das Erbe deutscher Musik Musikgeschichtliche Denkmälerreihe, deren Editionsleiter Albrecht von 1953 bis 1959 war.
  • Deutsches Musikgeschichtliches Archiv Kasseler Einrichtung, an der Albrecht in den 1950er Jahren wissenschaftlich mitarbeitete.
  • Musikgeschichtliche Kommission Trägerin zentraler Editionsvorhaben, insbesondere der Reihe Das Erbe deutscher Musik.
  • Gesellschaft für Musikforschung Fachgesellschaft, deren Nachkriegsaufbau und Zeitschrift Albrecht mitprägte.
  • Die Musikforschung Fachzeitschrift, deren Schriftleitung Hans Albrecht von 1948 bis 1960 innehatte.
  • Acta Musicologica Internationale musikwissenschaftliche Zeitschrift, an deren Redaktion Albrecht in seinen letzten Jahren beteiligt war.
  • International Musicological Society Internationale Fachgesellschaft, in deren Zeitschriftenumfeld Albrecht wirkte.
  • Documenta Musicologica Faksimile-Reihen, an deren Redaktionskomitee Albrecht leitend beteiligt war.
  • Johann-Sebastian-Bach-Institut Göttingen Forschungsinstitution, die Albrecht von 1951 bis 1961 leitete.
  • Johann Sebastian Bach Komponist, dessen wissenschaftliche Erschließung im Göttinger Bach-Institut mit Albrechts Tätigkeit verbunden war.
  • Kieler Landesinstitut für Musikforschung Von Albrecht geleitete Nachkriegsinstitution, die später in das Kieler Musikwissenschaftliche Institut eingegliedert wurde.
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Universität, an der Albrecht habilitiert wurde, lehrte und als außerplanmäßiger Professor wirkte.
  • Kiel in der Musikgeschichte Wichtiger Nachkriegswirkungsort Albrechts und Standort musikwissenschaftlicher Institutionen.
  • Berliner Musikwissenschaft Akademisches Ausbildungsfeld Albrechts bei Johannes Wolf, Hermann Abert, Curt Sachs und Erich Moritz von Hornbostel.
  • Johannes Wolf Musikwissenschaftler und Doktorvater Hans Albrechts.
  • Hermann Abert Berliner Musikwissenschaftler und Mozartforscher im Studienumfeld Albrechts.
  • Curt Sachs Instrumentenkundler und Musikwissenschaftler, bei dem Albrecht in Berlin studierte.
  • Erich Moritz von Hornbostel Musikethnologe und systematischer Musikwissenschaftler im Berliner Ausbildungsumfeld Albrechts.
  • Friedrich Blume Kieler Musikwissenschaftler, MGG-Herausgeber und enger Fachkollege Albrechts.
  • Anna Amalie Abert Musikwissenschaftlerin, Kollegin im MGG- und Kieler Umfeld und Autorin eines Nachrufs auf Albrecht.
  • Walter Wiora Blumes Nachfolger in Kiel und wichtiger Fachvertreter der Nachkriegs-Musikwissenschaft.
  • Carl Dahlhaus Späterer Kieler Mitarbeiter und eine der prägenden Figuren der Musikwissenschaft nach Albrecht.
  • Max Seiffert Musikwissenschaftler, dessen Sammlung Organum Albrecht nach 1949 fortführte.
  • Staatliches Institut für deutsche Musikforschung Berliner Institution, in der Albrecht während der NS-Zeit tätig war und deren Bestände nach 1945 fachgeschichtlich wichtig blieben.
  • Reichsmusikkammer NS-Kulturinstitution, in deren Umfeld Albrecht in den 1930er Jahren Funktionen innehatte.
  • Musikpolitik im Nationalsozialismus Belasteter historischer Kontext von Albrechts institutioneller Laufbahn vor 1945.
  • Entnazifizierung der Musikwissenschaft Nachkriegskontext, in dem Albrecht als entlastet eingestuft wurde und seine akademische Arbeit fortsetzte.
  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart Großlexikon der Musikwissenschaft, an dessen erster Ausgabe Albrecht in der Schriftleitung mitarbeitete.
  • Wolfgang Amadeus Mozart Komponist, dessen Artikulationszeichen Albrecht durch einen von ihm herausgegebenen Forschungsband thematisierte.
  • Artikulation in der Musik Aufführungs- und Editionsproblem, das in Albrechts Mozart-Zeichenband zentral behandelt wurde.
  • Musikalische Quellenkunde Grundlage von Albrechts Arbeit an Handschriften, Drucken, Editionen und historischen Aufführungsfragen.
  • Kalliope Archivportal, das Briefe und Nachweise zu Hans Albrecht erschließt.
  • Gemeinsame Normdatei Bibliothekarisches Normdatensystem, das Albrechts Personendaten und Identifikatoren bündelt.
  • Bach Digital Digitales Bach-Forschungsportal mit Personendatensatz zu Hans Albrecht.