Alexander Albrecht (Albrecht 1; auch Sándor Albrecht)
Überblick
Alexander Albrecht, auch Sándor Albrecht, war ein slowakischer Komponist, Dirigent, Organist und Musikpädagoge. Er wurde am 12. August 1885 in Arad geboren, das damals zum Königreich Ungarn gehörte und heute in Rumänien liegt. Seine eigentliche musikalische Heimat wurde jedoch Bratislava, damals Preßburg beziehungsweise Pozsony. Dort starb er nach heutiger slowakischer Quellenlage am 30. August 1958. In einzelnen älteren Nachschlagewerken erscheint der 30. Juli 1958; diese Abweichung wird im Artikel vermerkt, aber nicht als Hauptdatierung übernommen.
Albrecht gehört zu den wichtigsten Vertretern des slowakischen Musiklebens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er wird meist der sogenannten älteren slowakischen Komponistengeneration zugerechnet, neben Mikuláš Moyzes, Viliam Figuš-Bystrý, Mikuláš Schneider-Trnavský und Frico Kafenda. Zugleich ist er nicht nur als slowakischer Nationalkomponist zu verstehen. Seine Biographie steht in einem mehrsprachigen, mitteleuropäischen Kulturraum, in dem deutsche, ungarische, slowakische, jüdische, kirchliche und städtisch-bürgerliche Traditionen ineinandergriffen.
Seine Ausbildung führte ihn von Bratislava an die Budapester Musikakademie. Dort studierte er Komposition bei Hans Koessler, Klavier bei István Thomán und später bei Béla Bartók, Dirigieren bei Franz Szandtner und Kammermusik bei David Popper. Zugleich studierte er Jura. Diese Ausbildung verband spätromantische Kompositionsschule, Brahms-Nachfolge, Budapester Virtuosentradition, junge Moderne und kammermusikalische Genauigkeit. Albrecht kannte Bartók und Ernő Dohnányi aus dem Schul- und Studienumfeld.
Nach der Rückkehr nach Bratislava wurde er 1908 Organist am Dom St. Martin und Lehrer an der städtischen Musikschule. 1921 übernahm er die Leitung des Kirchenmusikvereins zu St. Martin und wurde Direktor der Musikschule. Diese Funktionen übte er bis zur Auflösung der jeweiligen Institutionen aus, der Musikschule bis 1942 beziehungsweise 1945 in verschiedenen Überlieferungszusammenhängen, des Kirchenmusikvereins bis 1952. Albrecht prägte dadurch über Jahrzehnte das bürgerliche, kirchliche und pädagogische Musikleben Bratislavas.
Sein Werk ist verhältnismäßig schmal, aber stilgeschichtlich wichtig. Es umfasst Orchesterwerke, Kammermusik, Klaviermusik, Orgelmusik, Lieder, Chorwerke, Vokalwerke mit Orchester, Schulstücke und Volksliedbearbeitungen. Besonders hervorgehoben werden die Sonatina für 11 Instrumente von 1925, die Drei Gedichte nach R. M. Rilkes Das Marienleben von 1928, das Quintetto frammento, das Klavierquintett, die Suite für Klavier, das Streichquartett D-Dur, die sinfonische Dichtung Túžby a spomienky beziehungsweise Longings and Reminiscences und die Missa in C.
Kurzdaten
| Name | Alexander Albrecht. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Sándor Albrecht, Albrecht Sándor, Alexander Albrecht 1 und in bibliographischer Ordnung Albrecht, Alexander. |
| Geburt | 12. August 1885 in Arad, damals Königreich Ungarn, heute Rumänien. |
| Tod | 30. August 1958 in Bratislava; einzelne ältere Lexikonangaben nennen abweichend den 30. Juli 1958. |
| Beruf | Komponist, Dirigent, Organist, Musikpädagoge, Kirchenmusikdirektor, Lehrer an der städtischen Musikschule, Leiter des Kirchenmusikvereins zu St. Martin und zentrale Figur des Bratislavaer Musiklebens. |
| Familie | Sohn des Gymnasialprofessors Johann beziehungsweise Ján Albrecht und der aus ungarischem Milieu stammenden Mária von Vaszary; verheiratet mit Margaréta Fischerová; Vater des Musikpädagogen, Ästhetikers und Alte-Musik-Förderers Ján Albrecht. |
| Schulbildung | 1895 bis 1903 Königliches katholisches Gymnasium in Bratislava, wo er Béla Bartók und Ernő Dohnányi begegnete. |
| Studium | 1904 bis 1908 Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest; Komposition bei Hans Koessler, Klavier bei István Thomán und Béla Bartók, Dirigieren bei Franz Szandtner, Kammermusik bei David Popper; parallel Jurastudium. |
| Wirkungsort | Vor allem Bratislava, historisch Preßburg beziehungsweise Pozsony; außerdem Arad, Kaposvár, Budapest und Wien als biographische Stationen. |
| Dom St. Martin | Ab 1908 Organist am Dom St. Martin in Bratislava. |
| Kirchenmusikverein | 1921 bis 1952 Dirigent und Leiter des Kirchenmusikvereins zu St. Martin in Bratislava. |
| Musikschule | Lehrer und später Direktor der städtischen Musikschule in Bratislava. |
| Zentrale Gattungen | Orchesterwerk, sinfonische Dichtung, Kammermusik, Klaviermusik, Orgelmusik, Lied, Kantate, Chorwerk, Kirchenmusik, Schulmusik und Volksliedbearbeitung. |
| Hauptwerke | Missa in C, Klavierquintett Op. 6, Streichquartett D-Dur Op. 19d, Andante con moto Op. 22, Az éj / Die Nacht Op. 23, Dornröschen Op. 26, Sonatina für 11 Instrumente, Drei Gedichte nach R. M. Rilkes Das Marienleben, Quintetto frammento, Túžby a spomienky / Longings and Reminiscences, Dolorosa, Koncertante Suite für Viola und Klavier und späte Unterrichtsstücke. |
| Stilgeschichtliche Bedeutung | Albrecht verbindet deutsche Spätromantik, Brahms- und Reger-Nähe, impressionistische und expressionistische Impulse, Art-nouveau-Sensibilität, mitteleuropäische Kammermusiktradition und die Entstehung einer modernen slowakischen Kompositionssprache. |
Ausführlicher Kulturüberblick
Alexander Albrecht ist eine Schlüsselfigur einer besonderen mitteleuropäischen Musikkultur. Seine Lebenswelt war weder ausschließlich ungarisch, noch ausschließlich deutsch, noch ausschließlich slowakisch. Bratislava war um 1900 eine mehrsprachige Stadt mit den Namen Preßburg, Pozsony und Bratislava. Deutschsprachige Bürgerkultur, ungarische staatliche Bildungsstruktur, katholische Kirchenmusik, jüdisches Stadtleben, slowakische kulturelle Selbstbehauptung und internationale Musikströmungen bestanden nebeneinander. Albrecht wurde in Arad geboren, kam über Kaposvár früh nach Preßburg und verstand sich später, wie oft zitiert wird, als Bratislavaner, obwohl er nicht dort geboren wurde.
Diese Mehrfachzugehörigkeit ist für seine Musik entscheidend. Albrecht gehört zwar zur slowakischen Musikgeschichte, aber nicht in einem engen nationalromantischen Sinn. Er ist ein Komponist einer Übergangszeit, in der die Stadt Bratislava nach 1918 politisch, sprachlich und kulturell neu geordnet wurde. Der Untergang der Habsburgermonarchie, die Entstehung der Tschechoslowakei, die Veränderung städtischer Eliten und die Herausbildung eines modernen slowakischen Musiklebens prägten sein Wirken. Er war dabei kein radikaler Nationalkomponist, sondern ein urbaner, europäisch gebildeter Vermittler zwischen Tradition und Moderne.
Sein kompositorischer Ausgangspunkt liegt in der deutschen Spätromantik. Brahms, Reger, Kammermusikdisziplin, kontrapunktisches Denken und verdichtete Harmonik sind deutlich spürbar. Gleichzeitig öffnete sich Albrecht moderneren Einflüssen. In seinen Werken erscheinen impressionistische Klangfarben, expressionistische Zuspitzungen, modale und erweiterte harmonische Felder, rhythmische Verdichtung und eine Vorliebe für konzentrierte Formen. Albrecht blieb dabei eher ein synthetischer als ein revolutionärer Komponist. Er löste die Tonalität nicht programmatisch auf, sondern spannte sie, verfremdete sie und stellte sie in neue expressive Zusammenhänge.
Die institutionelle Seite seines Wirkens ist ebenso wichtig wie das Komponieren. Als Organist am Dom St. Martin, als Leiter des Kirchenmusikvereins und als Direktor der städtischen Musikschule prägte er über Jahrzehnte die musikalische Bildung und Aufführungspraxis Bratislavas. Unter seiner Leitung wurde das Niveau des Kirchenmusikvereins gehoben und das Repertoire erweitert, auch um Werke des 20. Jahrhunderts. Damit brachte Albrecht moderne Musik in einen kirchlich-bürgerlichen Aufführungsraum, der nicht selbstverständlich für neue Ästhetik offen war.
Seine Werke wurden auch außerhalb Bratislavas wahrgenommen. Besonders die Sonatina für 11 Instrumente und die Rilke-Vertonungen aus Das Marienleben markieren den Moment, in dem Albrecht eine eigenständige, europäisch anschlussfähige Sprache fand. Die slowakische Forschung sieht in diesen Werken einen wichtigen Schritt zur Professionalisierung und Modernisierung der slowakischen Musik des 20. Jahrhunderts. Der österreichische Rundfunk erinnerte 2025 ausdrücklich daran, dass Albrecht in Österreich kaum bekannt sei, obwohl er für die Musikentwicklung Bratislavas äußerst wichtig war.
Nach 1952, als Kirchenmusikverein und Musikschule nicht mehr in der alten Form bestanden, wandte sich Albrecht stärker der Komposition, Bearbeitung und Überarbeitung zu. Seine späten Werke umfassen pädagogische Stücke, Kammermusik, Transkriptionen und kleinere Formen. Diese Spätphase wirkt zunächst bescheidener, zeigt aber eine fortdauernde Verbindung zu jungen Musikern, zum Unterricht und zur praktischen Musikkultur.
Name, Datierung und Quellenlage
Alexander Albrecht erscheint in deutschsprachigen und slowakischen Kontexten meist unter der Form Alexander Albrecht, in ungarischen Zusammenhängen als Sándor Albrecht beziehungsweise Albrecht Sándor. Beide Namensformen sind historisch sinnvoll, weil seine Biographie im ungarischen Teil der Habsburgermonarchie begann und sein Studium an der Budapester Musikakademie stattfand. Für den vorliegenden Kulturlexikon-Eintrag wird die deutsch-slowakisch gebräuchliche Form Alexander Albrecht als Lemma verwendet.
Die Datierung des Todes ist quellenkritisch zu notieren. Hudobné centrum, Albrecht Forum, Beliana und die neuere slowakische Tradition nennen den 30. August 1958 in Bratislava. Einzelne internationale Kurzeinträge, darunter Encyclopedia.com, nennen den 30. Juli 1958. Da die slowakischen Spezialquellen für Albrecht und seine Werküberlieferung näher am Gegenstand liegen, wird hier der 30. August 1958 als Hauptdatum gesetzt. Die abweichende ältere Angabe bleibt im Artikel sichtbar, um spätere Katalog- und Quellenvergleiche nicht zu verschleiern.
Die wichtigsten neueren Quellen sind die Personen- und Werkseiten des Hudobné centrum, die Albrecht-Forum-Seite, die Forschung von Branko Ladič zur Musik Albrechts im Bratislava der Zwischenkriegszeit, die slowakische Literatur zu Túžby a spomienky, die Werk- und Literaturdatenbank sowie die Albrecht-Haus- und Albrechtina-Kontexte. Für ältere deutschsprachige und englische Nachschlagewerke sind die Angaben quellenkritisch zu verwenden, weil sie zum Teil Datierungs- und Gewichtungsprobleme zeigen.
Bratislava, Preßburg, Pozsony: eine mehrsprachige Musikstadt
Albrechts eigentlicher Ort war Bratislava. Zur Zeit seiner Jugend und seiner frühen Tätigkeit hieß die Stadt im deutschen Sprachgebrauch Preßburg und im ungarischen Pozsony. Diese Mehrnamigkeit ist mehr als ein äußerliches Detail. Sie beschreibt eine städtische Identität, in der verschiedene Sprachen, Konfessionen und Erinnerungskulturen nebeneinander bestanden. Albrecht wirkte gerade in einer Zeit, in der dieses Gleichgewicht durch politische Umbrüche nach 1918 stark verändert wurde.
Die Stadt besaß ein traditionsreiches katholisches Musikleben am Dom St. Martin, bürgerliche Musikvereine, private Hausmusik, musikalische Bildungseinrichtungen und Verbindungen nach Wien und Budapest. Albrecht konnte hier zugleich als Organist, Dirigent, Pädagoge und Komponist wirken. Er blieb nicht der abstrakte Autor einzelner Partituren, sondern war eine städtische Musikfigur, die Unterricht, Aufführung, Kirchenmusik und moderne Komposition miteinander verband.
Das Albrecht-Haus in der Kapitulska-Straße wurde später zu einem Symbol dieses Milieus. Dort lebte die Familie Albrecht, und dort verbanden sich Erinnerungen an Alexander Albrecht, seine Frau Margaréta und seinen Sohn Ján Albrecht. Die spätere Pflege dieses Hauses als kultureller Erinnerungsort zeigt, dass Albrecht heute nicht nur über seine Werke, sondern auch über eine spezifische Bratislavaer Stadtkultur erinnert wird.
Ausbildung, Budapest und musikalische Prägung
Albrecht erhielt erste musikalische Anregungen in Bratislava, unter anderem durch den Domorganisten Karel Forstner. Von 1895 bis 1903 besuchte er das Königliche katholische Gymnasium in Bratislava. Dort begegnete er Béla Bartók und Ernő Dohnányi, mit denen er am musikalischen Leben der Schule und der Stadt teilnahm. Diese frühe Umgebung war für seine spätere Haltung prägend: Musik war für ihn nicht bloß professioneller Beruf, sondern Teil einer gebildeten, städtischen und kammermusikalischen Lebensform.
Von 1904 bis 1908 studierte Albrecht an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Hans Koessler unterrichtete ihn in Komposition. Koessler war ein Vertreter einer strengen, an Brahms und klassischer Formbildung orientierten Schule. István Thomán und Béla Bartók unterrichteten ihn im Klavier, Franz Szandtner im Dirigieren und David Popper in Kammermusik. Diese Lehrernamen erklären die Mischung aus pianistischem Können, kammermusikalischer Dichte, deutscher Formtradition und Offenheit für moderne Entwicklungen.
Parallel studierte Albrecht Jura. Diese Doppelbildung entspricht einem mitteleuropäischen bürgerlichen Bildungsmodell, in dem Musik, Universität, Sprache, Rechtsstudium und Kulturpraxis nicht streng getrennt waren. Albrecht wurde kein reiner Virtuose, sondern ein gebildeter Musiker, der Komposition, Leitung, Unterricht und kulturelle Verantwortung miteinander verband.
Dom St. Martin, Kirchenmusikverein und Musikschule
1908 kehrte Albrecht nach Bratislava zurück und wurde Organist am Dom St. Martin. Zugleich unterrichtete er an der städtischen Musikschule. Er vervollkommnete sein Orgelspiel außerdem bei Rudolph Dittrich in Wien. Diese Wiener Ergänzung ist wichtig, weil sie Albrechts Bindung an die zentrale mitteleuropäische Musikmetropole zeigt, obwohl seine dauerhafte Tätigkeit in Bratislava blieb.
1921 übernahm Albrecht nach dem Tod Eugen Kossows die Leitung des Kirchenmusikvereins zu St. Martin und die Direktion der städtischen Musikschule. Unter seiner Leitung wurde das Niveau des Vereins spürbar gehoben. Die Quellen betonen, dass er das Repertoire erweiterte und auch zeitgenössische Werke aufführte. Der Kirchenmusikverein war damit nicht nur eine traditionelle kirchliche Einrichtung, sondern ein Ort, an dem liturgische, bürgerliche und moderne Musikpraxis aufeinandertrafen.
Die Auflösung der alten Institutionen traf Albrechts Lebenswerk. Die städtische Musikschule wurde in den Kriegs- und Nachkriegsumständen geschlossen beziehungsweise umgebildet; der Kirchenmusikverein beendete 1952 seine Tätigkeit. Danach konnte Albrecht seine öffentliche pädagogische und dirigentische Funktion nicht mehr in derselben Weise fortsetzen. Er blieb jedoch mit jüngeren Musikern verbunden und beeinflusste nach Angaben der slowakischen Forschung auch spätere Komponisten wie Ivan Parík und Dušan Martinček.
Stil, Ästhetik und kompositorisches Profil
Albrechts Stil entwickelte sich aus der Spätromantik. Die frühe Prägung durch Hans Koessler und die Budapester Schule brachte eine Nähe zu Brahms, strenger Arbeit, motivischer Verdichtung, kontrapunktischer Kontrolle und kammermusikalischer Formdisziplin. Auch Reger war für Albrecht wichtig, besonders im Blick auf harmonische Verdichtung, Orgeldenken und polyphone Arbeit.
Gleichzeitig nahm Albrecht moderne Anregungen auf. Debussy, Impressionismus, Ausdrucksverdichtung, Art-nouveau-Linien und die europäische Moderne der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts wirkten auf seine Sprache ein. Er wurde kein radikaler Avantgardist, aber er überschritt die Grenzen der bloßen Romantik. Die Forschung beschreibt ihn als starken Synthetiker: Er stellte die Botschaften der Vergangenheit den ästhetischen Kriterien der Gegenwart gegenüber und suchte daraus eine persönliche Sprache.
Besonders die Sonatina für 11 Instrumente von 1925 gilt als Wendepunkt. In ihr zeigt sich eine konzentrierte, eigenständige, kammermusikalisch differenzierte Schreibweise. Auch die Drei Gedichte nach R. M. Rilkes Das Marienleben von 1928 besitzen zentrale Bedeutung, weil sie Vokal-, Chor- und Orchesterklang mit moderner Expressivität verbinden. Spätere Werke wie Túžby a spomienky, Dolorosa oder die Viola- und Kammermusikstücke zeigen eine zunehmend verinnerlichte, sparsame und zugleich expressive Sprache.
Albrechts Musik ist daher weniger durch äußere Monumentalität als durch Verdichtung gekennzeichnet. Sie ist lyrisch, reflektiert, oft zurückgenommen, aber nicht harmlos. Sie verbindet städtische Kammermusik, geistliche Erfahrung, europäische Modernität und slowakische Musikkultur. Gerade diese Mischform macht seine Stellung innerhalb der slowakischen Musikgeschichte so eigenständig.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis ist nach Gattungen gegliedert und orientiert sich an der Werkdatenbank des Hudobné centrum sowie an der slowakischen Albrecht-Forschung. Bei frühen Stücken mit unsicherer Datierung wird die zeitgenössisch übliche Form „um“ beziehungsweise „ca.“ verwendet. Einzelne Titel erscheinen in deutscher, slowakischer, ungarischer oder englischer Übersetzung; dies spiegelt Albrechts mehrsprachige Werküberlieferung.
Orchesterwerke
- Scherzo / Humoreske, für Orchester, 1907.
- Dornröschen Op. 26, sinfonische Dichtung für großes Orchester, 1919–1921.
- Túžby a spomienky beziehungsweise Longings and Reminiscences, sinfonische Dichtung, 1935.
- Humoreska „Výlet do dažďa s hrmavicou“ beziehungsweise Humoresque “A Trip in Rain and a Thunderstorm”, für Orchester, 1949; auch in Fassung für zwei Klaviere.
- Scherzo, für Kammerorchester, 1949.
- Das Märchenteufelchen beziehungsweise A Little Devil in a Fairy-Tale, für Orchester, 1956.
- Menuet für zwei Streichorchester, aus der Sonatina für 11 Instrumente, 1956; dem Bratislavaer Kammerorchester gewidmet.
- Suite für großes Orchester, nach der Suite für Klavier, bearbeitet von Ladislav Holoubek.
Werke für Soloinstrument und Orchester
- Symphonische Variationen, für Trompete und Orchester, 1946.
- Ballade, für Singstimme und Orchester, 1956, Text von A. Messer.
Vokalwerke mit Orchester, Chorwerke mit Orchester und Kantaten
- Missa in C, für gemischten Chor, Orgel und Streicher, 1903.
- Chronos und die Jugend, Kantate für Solostimme, gemischten Chor und Streichorchester, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Drei Gedichte nach R. M. Rilkes Das Marienleben, für Sopran solo, gemischten Chor und Orchester beziehungsweise Orgel, 1928; Klavierauszug bei Tischer und Jagenberg, spätere Ausgabe durch Hudobné centrum.
- Cantate Domino, für gemischten Chor und Orchester, 1939.
- Dolorosa, für Chor und Orchester, 1947.
- Bača beziehungsweise Swain, Volkskantate für gemischten Chor und Orchester, 1950.
- Ave Maria, für gemischten Chor und Orgel beziehungsweise Orchester, 1922; dem Preßburger Kirchenmusikverein zu St. Martin gewidmet.
- Alleluia, für gemischten Chor und Orgel beziehungsweise Orchester, 1947.
Kammermusik für Streichensemble und gemischte Besetzungen
- String Trio, für Violine, Viola und Violoncello, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Song, für drei Violinen, Viola und Violoncello, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Streichquintett, für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello, 1907–1908.
- Klaviertrio f-Moll, für Violine, Violoncello und Klavier, 1907.
- Klavierquintett Op. 6, für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Klavier, 1913.
- Streichquartett D-Dur Op. 19d, für zwei Violinen, Viola und Violoncello, 1918.
- Sonatina für 11 Instrumente, für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, zwei Hörner, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass, 1925.
- Sonatina für zwei Klaviere, Bearbeitung der Sonatina für 11 Instrumente, 1926.
- Quintetto frammento, für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Klavier, 1929.
- Trio für zwei Violinen und Viola, 1943; dem Bratislavaer Kammerverein gewidmet.
- Präludium und Fuge, für Viola und Violoncello, 1950.
- Die Nacht, Nocturno für Violoncello und Klavier, 1950.
- Koncertante Suite, für Viola und Klavier, 1952; Ján Albrecht gewidmet.
- Sonatina für Klavierquintett, Bearbeitung der Sonatina für 11 Instrumente, 1956.
- Slovak Quartetino, für zwei Violinen, Viola und Violoncello, 1956.
- Vianoce beziehungsweise Christmas Quartet, Streichquartett, 1956.
- Scherzo, für Viola und Klavier, 1957.
- Scherzo, für Violine und Viola, 1957.
- Drei Stücke für Viola und Klavier, Transkriptionen der Lieder Der Verdammte, Reue und Heimkehr, 1957.
- Drei Kanons für Streicher, für Violine, Viola und Violoncello, 1957.
- Sechs kleine Stücke für Streichtrio, 1957.
- Andante amoroso, für Violine, Viola und Violoncello, 1958.
Klavierwerke und Werke für Klavier vierhändig
- Serenade, für Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Liedchen, für Klavier vierhändig, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Sonatina, für Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Ungarische Tänze, für Klavier vierhändig, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Fantázia, für Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- In den Bittagen, für Klavier vierhändig, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Scherzo F-Dur, für Klavier vierhändig, 1899.
- Memy, für Klavier, 1905.
- Sonate F-Dur, für Klavier, 1905.
- Scherzo / Humoreske, für Klavier vierhändig, 1907.
- Fragmente von Inventionen, für Klavier, 1910.
- Aphorismen, für Klavier, 1910.
- Launen, für Klavier vierhändig, 1912.
- Neujahrsgruß, für Klavier, 1912.
- Suite für Klavier, 1924.
- Gute Nacht, für Klavier, 1924.
- Wiegenlied, für Klavier, um 1920.
- Humoreska „Výlet do dažďa s hrmavicou“, für zwei Klaviere, 1949.
- Capriccio, für Klavier, 1956.
- Dvanásť drobných skladbičiek beziehungsweise Zwölf kleine Stücke, für Klavier, 1952.
- Drobné klavírne skladby pre mládež beziehungsweise Kleine Klavierstücke für die Jugend, 1957.
- Malým umelcom beziehungsweise To Little Artists, zehn Stücke für Klavier vierhändig auf Themen aus Liedern und Kinderreimen nach J. Krasko, 1957.
Orgelwerke
- Ave Maria, für Singstimme und Orgel, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Andante con moto Op. 22, für Orgel, 1922.
- Drei Stücke für Orgel, 1949.
- Triptychon, für Orgel beziehungsweise Klavier vierhändig, 1957; auch als Triptych für Violine, Viola und Violoncello überliefert.
Lieder und Vokalkammermusik
- A Little Song, für Sopran und Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Fisher, für Sopran und Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- The Flower, für Sopran und Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Time of Love, für zwei Soprane und Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Lullaby, für Sopran und Klavier, frühes beziehungsweise undatiertes Werk um 1890.
- Stretnutie, für Singstimme und Klavier, 1903, Text von Heinrich Heine.
- To a Little Girl, für Singstimme und Klavier, 1903.
- Man nötigte lachend sie zum Klavier, für Sopran und Klavier, 1904.
- Volanie, für Singstimme und Klavier, 1904, Text von Heinrich Heine.
- Unter der Linde, für Singstimme und Klavier, 1904.
- Esküvő beziehungsweise Wedding, für Sopran und Klavier, 1904, Text von Imre Farkas.
- Verlange nicht, für Singstimme und Klavier, 1904.
- Uralte Nacht, für Singstimme und Klavier, 1904, Text von Heinrich Heine.
- At You, für Sopran und Klavier, 1905.
- Wiegenliedchen, für Singstimme und Klavier, 1909.
- Der Verdammte beziehungsweise The Damned, für Singstimme und Klavier, 1909; später instrumentiert.
- Rosenzeit, für Singstimme und Klavier, 1909, Text von A. Roderich.
- Heimkehr, für Singstimme und Klavier, 1909, Text von Reinhard Volker.
- In der Winternacht, für Sopran und Klavier, 1910, Text von Reinhard Volker; später instrumentiert.
- Kisleány a galambja sírjánál beziehungsweise A Girl at her Pigeon’s Grave, für Singstimme und Klavier, 1910, Text von Elzike Gálffy.
- Mein Herz, für Singstimme und Klavier, 1910, Text von Hermann Hesse; später instrumentiert.
- Rosen am Fenster, für Singstimme und Klavier, 1910.
- Slečinka, für Singstimme und Klavier, 1910.
- Biography, für Bariton und Klavier, 1910.
- Reue, für Sopran und Klavier, 1910, Text von P. Natteroth; später instrumentiert.
- Lenz, für Singstimme und Klavier vierhändig, 1912, Text von A. Messer.
- Liedchen beziehungsweise Pesnička, für zwei Frauenstimmen und Klavier, 1912, Text von Lina Sommer.
- Frömmigkeit beziehungsweise Piety, für Sopran und Klavier beziehungsweise Orchester, 1917, Text von R. M. Rilke.
- Az éj beziehungsweise Die Nacht Op. 23, Ballade für Singstimme und Klavier, 1922, Text von Sándor Petőfi.
- Zipser Lieder, für Singstimme und Klavier, 1934, nach Volksliedtexten.
- Natur, für Sopran und Klavier, 1934, Text von Klára Kadosová.
- Antwort, für Sopran und Klavier, 1934.
- Cemetery Grass, für Singstimme und Klavier, 1934, Text aus dem Wiener Journal; später instrumentiert.
- Esik, esik, Duo für Tenor, Bariton und zwei Klaviere beziehungsweise Klavier vierhändig, 1932, Text von Sándor Petőfi.
- Two Arias, für Sopran und Orgel, 1945.
- Night Op. 23, Lied für mittlere Stimme und Klavier, 1950, Transkription von Az éj.
Chorwerke und Volksliedbearbeitungen
- Detská pieseň, Kinderlied beziehungsweise Chorwerk, 1939.
- Eight Hungarian Folk Songs, für gemischten Chor, 1941.
- Three Slovak Folk Songs, für gemischten Chor, 1948; dem gemischten Chor des Tschechoslowakischen Rundfunks gewidmet.
- Little Quartet of Folk Songs, für Streichquartett, 1949.
- Eight Hungarian Folk Songs, für Kinder- beziehungsweise Frauenchor, 1950.
- Oh Oak Trees, Oak Trees, für gemischten beziehungsweise Männerchor, 1953, nach Volksliedtext.
- Our Beautiful May, Marsch für Chor, 1952.
- Jubilee USSR, für gemischten beziehungsweise Männerchor, 1952, Text von F. Kráľ.
- Greeting to Big Earth, für gemischten Chor, 1952, Text von J. Brezina.
- A Hope Is Shining to Us, Marsch für Chor, 1952.
- Song, für gemischten Chor, um 1958.
Schul-, Unterrichts- und Jugendstücke
- Elf kleine instruktive Stücke, für drei bis vier Violinen in erster Lage, 1953.
- Ten Little Pieces for Students’ Orchestra, für Schülerorchester, 1957.
- Malým umelcom beziehungsweise To Little Artists, zehn kleine Stücke für Klavier vierhändig beziehungsweise Bearbeitungen für Streichensemble und Orchester, 1957.
- Kleine Klavierstücke für die Jugend, 1957.
- Slovak Quartetino, 1956, zugleich pädagogisch und kammermusikalisch verwendbares Werk.
Musik für Rundfunk, Schauspiel und Gelegenheitswerke
- Viktor Egri: Spev nad ruinami, Musik für Rundfunk beziehungsweise szenischen Zusammenhang, 1955.
- Mehrere patriotische und sozialistische Gelegenheitschöre der frühen 1950er Jahre, darunter Our Beautiful May, Jubilee USSR, Greeting to Big Earth und A Hope Is Shining to Us.
- Bearbeitungen älterer eigener Lieder und Kammerstücke für spätere Aufführungszusammenhänge.
Schriften und Erinnerungen
- Zo spomienok na Bélu Bartóka, Erinnerungen an Béla Bartók, erschienen in Slovenská hudba, 1957.
- Die Niedere Tatra, Beitrag in Grenzbote, 1938.
- Túžby a spomienky. Úvahy a retrospektívne pohľady skladateľa, postum beziehungsweise editorisch erschlossene Sammlung von Erinnerungen, Reflexionen und Rückblicken.
Nachleben, Albrecht-Haus und Wiederentdeckung
Albrechts Nachleben ist eng mit Bratislava verbunden. Das Haus der Familie Albrecht wurde zu einem kulturellen Erinnerungsort. Dort lebten Alexander Albrecht, seine Frau Margaréta Fischerová und ihr Sohn Ján Albrecht, der später als Musikpädagoge, Ästhetiker und Förderer der Alten Musik in der Slowakei hervortrat. Über Ján Albrecht und das Ensemble Musica aeterna reicht die Familiengeschichte in die slowakische Alte-Musik-Bewegung der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein.
In den letzten Jahrzehnten wurde Albrechts Werk durch Festivals, wissenschaftliche Studien, Hudobné centrum, Albrechtina, das Albrecht Forum, CD-Veröffentlichungen und Aufführungen wieder stärker sichtbar. Besonders die Kammermusik, die Klavierwerke, die Missa in C, die Sonatina für 11 Instrumente und die Rilke-Vertonungen wurden erneut wahrgenommen. Das 21. Jahrhundert interessiert sich an Albrecht weniger als an einer Randfigur der Nationalmusik, sondern als an einem Komponisten des mitteleuropäischen Übergangsraums.
Die heutige Rezeption muss mehrere Ebenen zusammenhalten: den slowakischen Modernisierungskontext, die deutsche und ungarische Bildungsprägung, die kirchenmusikalische Praxis in Bratislava, die nach 1918 veränderte Stadtkultur, die pädagogische Tätigkeit und die kompositorische Suche nach einer eigenen Sprache zwischen Spätromantik und Moderne. Gerade diese Vielschichtigkeit macht Alexander Albrecht zu einem wichtigen Kulturlexikon-Eintrag.
Sekundärliteratur
- Ferdinand Klinda: Alexander Albrecht. Bratislava, Slovenské vydavateľstvo krásnej literatúry, 1959.
- Vladimír Godár, Hrsg.: Alexander Albrecht: Túžby a spomienky. Úvahy a retrospektívne pohľady skladateľa. Hudobné centrum, Bratislava, 2008.
- Astrid Rajterová: Katalóg diela Alexandra Albrechta. Filozofická fakulta Univerzity Komenského, Bratislava.
- Veronika Bakičová: Cirkevný hudobný spolok pri Dóme sv. Martina v Bratislave a Alexander Albrecht. Music Forum, Bratislava, 2013.
- Branko Ladič: Alexander Albrecht’s Musical Output in the Milieu of Interwar Bratislava. Studie zur Musik Albrechts im Bratislava der Zwischenkriegszeit.
- Ľubomír Chalupka: Alexander Albrecht: Klavírne kvinteto. In: Cestami k tvorivej profesionalite. Sprievodca slovenskou hudbou 20. storočia I. (1901–1950), Bratislava, 2015.
- Ľubomír Chalupka: Alexander Albrecht: Suita pre klavír. In: Cestami k tvorivej profesionalite, Bratislava, 2015.
- Ľubomír Chalupka: Alexander Albrecht: Sonatína pre 11 nástrojov. In: Cestami k tvorivej profesionalite, Bratislava, 2015.
- Ľubomír Chalupka: Alexander Albrecht: Tri básne na Rilkeho Marienleben pre soprán, zbor a orchester. In: Cestami k tvorivej profesionalite, Bratislava, 2015.
- Vladimír Godár: Vokálno-symfonická tvorba Alexandra Albrechta. In: Malé osobnosti veľkých dejín – Veľké osobnosti malých dejín III, Slovak National Museum – Music Museum, Bratislava, 2017.
- Kristína Skatuloková: Alexander Albrecht – Suita pre klavír. In: Slovenská hudba, 2021.
- Tabita Sara Elijaš: Inšpirácie francúzskym impresionizmom v slovenskej skladateľskej tvorbe prvej polovice 20. storočia. In: Slovenská hudba, 2019.
- Branko Ladič: „Do krajších dní“. Slovenská zborová a kantátová tvorba v službách propagandy po februári 1948. In: Slovenská hudba, 2023.
- Robert Kolář: Byť statočným, vedieť rozmýšľať a od ničoho neodťahovať srdce. In: Hudobný život, 2022.
- Miriam Das Lehotská: Pozostalosť rodiny Albrechtovcov v SNM-Hudobnom múzeu. In: Malé osobnosti veľkých dejín – veľké osobnosti malých dejín, Bratislava, 2015.
- Československý hudební slovník osob a institucí. Státní hudební vydavatelství, Prag, 1963.
- Encyclopedia.com: Artikel Albrecht, Alexander, als internationaler Kurzeintrag mit abweichender Todesdatierung quellenkritisch zu verwenden.
- Hudobné centrum: Personen-, Werk-, Bibliographie-, Diskographie-, Auszeichnungs- und Premierenangaben zu Alexander Albrecht.
- Albrecht Forum: biographische und stadtkulturelle Materialien zur Familie Albrecht und zum Albrecht-Haus in Bratislava.
Ausgewählte Onlinequellen
- Hudobné centrum: Alexander Albrecht – Biography Zentrale slowakische Fachseite mit Lebensdaten, Ausbildung, Funktionen am Dom St. Martin, Kirchenmusikverein, Musikschule und stilistischer Einordnung.
- Hudobné centrum: Alexander Albrecht – Works Umfangreiche Werkdatenbank mit Orchesterwerken, Kammermusik, Klaviermusik, Orgelwerken, Liedern, Chorwerken, Schulstücken, Volksliedbearbeitungen, Instrumentationen und Verlagsangaben.
- Hudobné centrum: Alexander Albrecht – Bibliography Ausführliche Bibliographie mit älteren Monographien, neueren Studien, Rezensionen, Werkartikeln, Albrechtina-Beiträgen und Veröffentlichungen zu Kirche, Stadt und Familie.
- Hudobné centrum: Alexander Albrecht – Discography Diskographische Übersicht mit Klavierwerken, Kammermusik, Chor- und Vokalwerken sowie modernen Tonträgern.
- Hudobné centrum: Alexander Albrecht – Awards Nachweis des Eintrags in das Goldene Buch der SOZA für das Jahr 2013.
- Hudobné centrum: Alexander Albrecht – Premieres Premierenübersicht mit Sonatina für 11 Instrumente, Streichquartett D-Dur, Ballade und weiteren Werken.
- Albrecht Forum: Alexander Albrecht Biographische Seite mit Angaben zu Ausbildung, Bartók- und Dohnányi-Bezug, Budapester Lehrern, Dom St. Martin, Kirchenmusikverein und Musikschule.
- Albrecht Forum: Dom slobodných umení Projektseite zum Albrecht-Haus und zur Familie Albrecht als kulturellem Erinnerungsort in Bratislava.
- Albrechtina: Alexander Albrecht Slowakische Kulturseite zur Rolle Albrechts im Kreis der Bratislavaer Musiker und zu seinen Beziehungen zu Bartók, Dohnányi und Franz Schmidt.
- Branko Ladič: Alexander Albrecht’s Musical Output in the Milieu of Interwar Bratislava Wissenschaftlicher Beitrag zur Musik Albrechts in der Zwischenkriegszeit, zu Pressburg/Pozsony/Bratislava, Stilentwicklung und gesellschaftlichem Wandel nach 1918.
- Branko Ladič: Alexander Albrecht’s Musical Output in the Milieu of Interwar Bratislava, PDF PDF-Fassung des Aufsatzes mit biographischen Notizen und Analyse der Werke aus den 1920er Jahren.
- Akademiai Kiadó: Alexander Albrecht’s Musical Output Abstractseite zum Aufsatz über Albrechts musikalische Produktion im Milieu Bratislavas der Zwischenkriegszeit.
- Encyclopedia.com: Albrecht, Alexander Englischsprachiger Kurzartikel mit Angaben zu Arad, Budapest, Lehrern, Wien, Bratislava und Kirchenmusikverein; die dortige Todesdatierung ist mit slowakischen Spezialquellen abzugleichen.
- Encyclopaedia Beliana: Albrecht, Alexander Slowakischer enzyklopädischer Fachartikel mit Lebensdaten und knapper Werk- und Rollencharakterisierung.
- Slovenské literárne centrum: Túžby a spomienky Rezension der Albrecht-Erinnerungs- und Reflexionsausgabe mit biographischen Angaben zu Arad, Kaposvár, Bratislava und der sinfonischen Dichtung Túžby a spomienky.
- Musicologica: Alexander Albrecht, život, dielo a štýl Slowakischer Beitrag zu Leben, Werk und Stil Albrechts mit Überblick über seine Bedeutung für das Musikleben Bratislavas.
- ORF Ö1: Der Komponist Alexander Albrecht Radiobeitrag zur Wiederentdeckung Albrechts im österreichischen Kontext und zu seiner Bedeutung für Bratislava.
- Naxos: Alexander Albrecht Künstler- und Komponistenseite mit Tonträger- und Werkbezug im internationalen Klassikportal.
- YouTube: Alexander Albrecht (1885–1958), Werk-Playlist Hörorientierte Playlist mit Werken wie Missa in C, Sonatina für 11 Instrumente und Quintetto frammento; als Hörzugang brauchbar, nicht als Primärquelle.
- Wikidata: Alexander Albrecht Strukturierter Normdatenknoten mit Lebensdaten, Namensformen, Identifikatoren und Datenbankverknüpfungen.
- Wikipedia slowakisch: Alexander Albrecht Slowakischer Überblicksartikel mit Grunddaten und weiterführenden Verknüpfungen; als Einstieg geeignet, mit Fachquellen abzugleichen.
- Wikipedia englisch: Alexander Albrecht Englischsprachiger Überblick mit biographischer, stilistischer und werkgeschichtlicher Zusammenfassung; quellenkritisch mit Hudobné centrum, Albrecht Forum und Fachstudien zu vergleichen.
Weiterführende Einträge
- Slowakische Musik Übergreifender kulturhistorischer Rahmen für Albrechts Stellung in der älteren slowakischen Komponistengeneration.
- Slowakische Moderne Kontext der musikalischen Professionalisierung und stilistischen Modernisierung, zu der Albrecht beitrug.
- Bratislava in der Musikgeschichte Städtischer Wirkungsraum Albrechts zwischen Preßburg, Pozsony und moderner slowakischer Hauptstadt.
- Preßburg Historische deutsche Namens- und Kulturform Bratislavas, wichtig für Albrechts mehrsprachiges Milieu.
- Pozsony Ungarischer Stadtname Bratislavas und Hinweis auf Albrechts ungarisch geprägte Bildungswelt.
- Arad Geburtsort Alexander Albrechts im damaligen Ungarn und heutigen Rumänien.
- Dom St. Martin in Bratislava Kirchenmusikalischer Wirkungsort Albrechts als Organist und Leiter des Kirchenmusikvereins.
- Kirchenmusikverein zu St. Martin Zentrale Institution des Bratislavaer Musiklebens, die Albrecht von 1921 bis 1952 leitete.
- Städtische Musikschule Bratislava Pädagogische Institution, an der Albrecht lehrte und die er später leitete.
- Ján Albrecht Sohn Alexander Albrechts, Musikpädagoge, Ästhetiker und Förderer der Alten Musik in der Slowakei.
- Albrecht-Haus Bratislava Kultureller Erinnerungsort der Familie Albrecht in Bratislava.
- Musica aeterna Von Ján Albrecht geprägtes Ensemble der slowakischen Alte-Musik-Bewegung.
- Béla Bartók Schul- und Studienfreund Albrechts und zentrale Figur der mitteleuropäischen Moderne.
- Ernő Dohnányi Bratislavaer beziehungsweise Budapester Musiker des Albrecht-Umfelds und wichtiger Vertreter der ungarischen Musiktradition.
- Franz Schmidt In Bratislava geborener Komponist und Vergleichsfigur der mitteleuropäischen Musiklandschaft um 1900.
- Hans Koessler Budapester Kompositionslehrer Albrechts, Bartóks und Dohnányis.
- István Thomán Klavierlehrer an der Budapester Musikakademie und wichtiger Vertreter der Liszt-Tradition.
- David Popper Cellist und Kammermusiklehrer, der Albrechts Budapester Ausbildung mitprägte.
- Franz Szandtner Dirigierlehrer Albrechts an der Budapester Musikakademie.
- Rudolph Dittrich Wiener Organist und Lehrer, bei dem Albrecht sein Orgelspiel vervollkommnete.
- Mikuláš Moyzes Vertreter der älteren slowakischen Komponistengeneration im Umfeld Albrechts.
- Viliam Figuš-Bystrý Slowakischer Komponist der älteren Generation und Vergleichsfigur zu Albrecht.
- Mikuláš Schneider-Trnavský Komponist der älteren slowakischen Generation mit besonderer Bedeutung für Lied und Kirchenmusik.
- Frico Kafenda Slowakischer Komponist und Pädagoge der älteren Generation.
- Eugen Suchoň Jüngerer slowakischer Komponist, dessen Generation an die von Albrecht mitgeprägte Musikentwicklung anschloss.
- Ivan Parík Slowakischer Komponist, dessen künstlerischer Horizont durch Albrecht beeinflusst wurde.
- Dušan Martinček Slowakischer Komponist, der zu den jüngeren von Albrecht angeregten Musikern gezählt wird.
- Sonatina für 11 Instrumente Schlüsselwerk Albrechts von 1925 und wichtiger Beitrag zur slowakischen Moderne.
- Drei Gedichte nach Rilkes Marienleben Zentrales vokalsinfonisches Werk Albrechts von 1928.
- Túžby a spomienky Sinfonische Dichtung Albrechts von 1935 und Titel der späteren Erinnerungs- und Reflexionsausgabe.
- Missa in C Frühes geistliches Werk Albrechts von 1903 für Chor, Orgel und Streicher.
- Klavierquintett Kammermusikgattung, in der Albrecht mit seinem Op. 6 einen wichtigen Beitrag leistete.
- Streichquartett Zentrale Kammermusikgattung, vertreten durch Albrechts Streichquartett D-Dur Op. 19d.
- Orgelmusik Gattung und Praxisfeld, das Albrechts Tätigkeit am Dom St. Martin und seine Werke wie Andante con moto verbindet.
- Kirchenmusik Institutioneller und kompositorischer Hauptbereich von Albrechts Bratislavaer Tätigkeit.
- Kammermusik Wichtigster Werkbereich Albrechts und Ort seiner stilistischen Verdichtung.
- Spätromantik Stilistische Ausgangsbasis Albrechts, besonders im Anschluss an Brahms und Reger.
- Impressionismus in der Musik Klangliche Moderne, deren Anregungen in Albrechts Musik spürbar werden.
- Expressionismus in der Musik Modernes Ausdrucksfeld, das in Albrechts Harmonik und Verdichtung punktuell anklingt.
- Jugendstil in der Musik Ästhetischer Kontext der frühen Moderne, der mit Albrechts Linien- und Klangdenken verbunden werden kann.
- Max Reger Komponist, dessen Harmonik, Orgeltradition und Verdichtung für Albrechts frühe Sprache wichtig waren.
- Johannes Brahms Spätromantischer Bezugspunkt der Koessler-Schule und damit auch von Albrechts frühem Stil.
- Claude Debussy Impressionistischer Bezugspunkt, dessen Klangwelt im weiteren Stilumfeld Albrechts steht.
- Rainer Maria Rilke Dichter des Marienleben, das Albrecht 1928 in drei Gedichten vertonte.
- Sándor Petőfi Ungarischer Dichter, dessen Texte Albrecht in Liedern und Duetten verwendete.
- Heinrich Heine Dichter mehrerer früher Albrecht-Lieder.
- Hermann Hesse Dichter des von Albrecht vertonten Liedes Mein Herz.
- Hudobné centrum Zentrale slowakische Quelle für Albrechts Biographie, Werkverzeichnis, Bibliographie und Diskographie.
- Albrecht Forum Kulturelles Projekt und Onlinequelle zur Familie Albrecht und zum Bratislavaer Albrecht-Haus.
- Albrechtina Kulturelles Erinnerungs- und Forschungsfeld zur Familie Albrecht in Bratislava.
- Slovak National Museum – Music Museum Institutioneller Kontext der Nachlass- und Regionalforschung zur Familie Albrecht.
- SOZA Slowakische Verwertungsgesellschaft, deren Goldenes Buch Albrecht postum ehrte.