Srećko Albini
Überblick
Srećko Albini, auch Felix Albini, war ein kroatischer Komponist, Dirigent, Operndirektor und Musikverleger. Er gehört zu den wichtigsten kroatischen Theatermusikern der Zeit um 1900 und gilt nach Ivan Zajc als herausragender kroatischer Vertreter der Operette. Seine Laufbahn verbindet Županja, Graz, Wien und Zagreb. Sie führt von der Ausbildung in der österreichisch-ungarischen Theaterwelt über die Dirigentenpraxis am Grazer Stadttheater und die Zagreber Oper bis zur internationalen Operettenproduktion und zur organisatorischen Arbeit für Urheberrechte.
Geboren wurde Albini am 10. Dezember 1869 in Županja in Slawonien. Er erhielt seine Schul- und Musikausbildung in Graz und Wien; in Graz studierte er Musik bei Wilhelm Mayer und begann auch seine dirigentische Tätigkeit. Von 1893 bis 1895 wirkte er als Dirigent am Grazer Stadttheater. 1895 kam er an die Zagreber Oper, wo er zunächst bis 1902 als Dirigent tätig war. Zwischen 1902 und 1909 lebte er als freier Komponist in Wien. Von 1909 bis 1919 leitete er die Zagreber Oper als Direktor und Dirigent.
Seine bekanntesten Werke sind Bühnenwerke, besonders Operetten. Dazu gehören Nabob, Madame Troubadour, Barun Trenk, Mala baronesa und Bosonoga plesačica. Daneben schrieb er die Oper Maričon, das Ballett Na Plitvička jezera, die mimische Szene Svečanost u kraljevićevu dvorcu, die Ouvertüre Tomislav, die Koračnica Hrvata, Klavierstücke, Lieder, Chöre, Kantaten und Schauspielmusik. Besonders Barun Trenk brachte ihm große Popularität und internationale Aufführungen ein.
Als Operndirektor war Albini für die kroatische Musikgeschichte mindestens ebenso wichtig wie als Komponist. Er baute das Repertoire der Zagreber Oper aus, führte klassische, romantische und moderne Opernliteratur auf und förderte Uraufführungen kroatischer Komponisten. In seiner Direktionszeit wurden unter anderem Werke von Blagoje Bersa, Josip Hatze, Vjekoslav Novak, Franjo Serafin Vilhar, Božidar Širola, Vladimir Bersa, Petar Konjović und Fran Lhotka in den Blick genommen. Nach seiner aktiven Opernzeit widmete er sich in Zagreb der Autorenschutz- und Verlagsarbeit und gründete beziehungsweise organisierte Einrichtungen, die für das kroatische Musikurheberrecht bedeutsam wurden.
Kurzdaten
| Name | Srećko Albini. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Felix Albini, Srečko Albini, Srecko Albini, Alexander Albini und in einzelnen biographischen Kontexten Felix Schwarz. |
| Geburt | 10. Dezember 1869 in Županja in Slawonien. |
| Tod | 18. April 1933 in Zagreb, deutsch historisch Agram. |
| Beruf | Komponist, Dirigent, Operndirektor, Operettenkomponist, Musikverleger, Theaterorganisator und Urheberrechtsorganisator. |
| Ausbildung | Gymnasium und Handelsschule in Graz und Wien; Musikstudium in Graz, besonders bei Wilhelm Mayer. |
| Wirkungsorte | Županja, Graz, Wien und Zagreb. |
| Erste Dirigentenstation | Grazer Stadttheater, 1893 bis 1895. |
| Zagreber Oper | Dirigent von 1895 bis 1902; Direktor und erneut Dirigent von 1909 bis 1919. |
| Wiener Jahre | 1902 bis 1909 als freier Künstler und Komponist in Wien. |
| Zentrale Gattungen | Operette, Oper, Ballett, mimische Szene, Schauspielmusik, Lied, Chor, Kantate, Marsch, Ouvertüre und Klaviermusik. |
| Bekannteste Werke | Barun Trenk, Madame Troubadour, Nabob, Mala baronesa, Bosonoga plesačica, Maričon und Na Plitvička jezera. |
| Musikgeschichtliche Bedeutung | Nach Ivan Zajc einer der bedeutendsten kroatischen Operettenkomponisten; zugleich prägender Direktor der Zagreber Oper und wichtiger Organisator des kroatischen Musikurheberrechts. |
Ausführlicher Kulturüberblick
Srećko Albini steht an einer kulturgeschichtlich besonders aufschlussreichen Schnittstelle. Er gehört einer Generation an, die in der Habsburgermonarchie ausgebildet wurde, deren musikalische Praxis aber zunehmend nationale Theaterkulturen, regionale Idiome und städtische Institutionen ausbildete. Seine Laufbahn ist daher nicht einfach die eines kroatischen Komponisten im engen Sinn, sondern die eines Künstlers in einem mehrsprachigen, mehrnationalen und stark theaterorientierten Kulturraum. Graz, Wien und Zagreb waren für ihn keine getrennten Welten. Sie bildeten ein zusammenhängendes Netz aus Ausbildung, Bühne, Operette, Dirigentenhandwerk, Verlagswesen und Publikumsgeschmack.
Die Operette war um 1900 eine der wichtigsten populären Bühnenformen Europas. Sie verband gesungene Nummern, Dialog, Tanz, Komik, Liebesintrige, politische Anspielung, volkstümliche Melodik und städtischen Witz. In Wien hatte sie seit Johann Strauss, Franz von Suppé und Carl Millöcker eine starke Tradition; am Beginn des 20. Jahrhunderts traten neue Formen der sogenannten silbernen Operettenära hinzu. Albini kam genau in diesem Moment nach Wien. Er fand die Operette nicht in ihrer ungebrochenen klassischen Blüte vor, sondern in einer Phase des Übergangs, in der neue internationale Märkte, neue Tanzformen, neue Theaterökonomien und neue Publikumserwartungen entstanden.
Für die kroatische Musikgeschichte wurde Albini deshalb wichtig, weil er die Operette nicht nur nachahmte, sondern in eine kroatische Theaterkultur übersetzte. Er stand zwar in der Nachfolge Ivan Zajcs, überschritt dessen Opern- und Operettenmodell jedoch durch stärkere internationale Theaterbeweglichkeit. Seine Operetten wurden in Zagreb, Wien, Leipzig, Osijek, London und New York wahrgenommen beziehungsweise aufgeführt. Dies war für einen kroatischen Komponisten seiner Zeit ungewöhnlich. Gerade Madame Troubadour und Barun Trenk zeigen, wie weit kroatische beziehungsweise südslawisch geprägte Operettenstoffe und Komponistennamen in den europäischen und transatlantischen Theatermarkt gelangen konnten.
Die Zagreber Oper war für Albini der zweite entscheidende Wirkungsraum. Als Dirigent und später als Direktor arbeitete er nicht nur an eigenen Werken, sondern an einer institutionellen Modernisierung des Opernbetriebs. Er erweiterte das Repertoire, engagierte Kräfte, stärkte die Aufführungspraxis und förderte kroatische Komponisten. In dieser Funktion war er Teil der Entwicklung eines modernen kroatischen Musiktheaters. Die Opernbühne wurde nicht nur als Ort der Unterhaltung verstanden, sondern auch als kulturelle Institution, die europäische Standards und nationale Produktion miteinander verbinden musste.
Albini war dabei kein Avantgardist im strengen Sinn. Seine Musik blieb melodisch, bühnenpraktisch, publikumsnah und häufig an den Formen der Wiener Operette orientiert. Die kroatische Forschung hebt hervor, dass er ein ausgeprägter Melodiker war und gelegentlich slavonische volksmusikalische Färbungen einbezog. Gleichzeitig wird betont, dass seine künstlerische Konzeption nicht radikal über die von Zajc geprägten Rahmen hinausging. Diese Einschränkung mindert seine kulturgeschichtliche Bedeutung nicht. Sie erklärt vielmehr, weshalb er als Theaterkomponist erfolgreich war: Seine Musik suchte nicht die Auflösung der Form, sondern eine wirksame Verbindung von Melodie, Bühne, Repertoirefähigkeit und lokaler Identifikation.
Nach seiner aktiven Tätigkeit als Operndirektor wurde Albini als Organisator des Urheberrechts bedeutsam. Er leitete in Zagreb ein autorskopravno zastupništvo, also eine autorenrechtliche Vertretung, und gründete eine Autorska centrala. Damit wirkte er in einem Feld, das für die moderne Musikkultur grundlegend wurde: Komponisten, Librettisten und Theaterautoren sollten nicht nur künstlerisch tätig sein, sondern auch rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch vertreten werden. Albini verband daher Komposition, Dirigat, Theaterleitung, Verlagsarbeit und Urheberrecht in einer für die Moderne typischen Weise.
Name, Herkunft und Quellenlage
Die heute übliche kroatische Namensform lautet Srećko Albini. International, besonders in Operetten- und Notendrucken, erscheint häufig Felix Albini. Die Form Felix ist nicht bloß eine Übersetzung, sondern eine tatsächliche im deutschsprachigen Theater- und Verlagsverkehr gebräuchliche Namensform. Dadurch konnte Albini im Wiener, Leipziger, Londoner und New Yorker Umfeld leichter als internationaler Operettenkomponist rezipiert werden.
Einzelne biographische Quellen führen auch den Namen Felix Schwarz beziehungsweise Hinweise auf eine frühe Namensänderung. Für die Kulturlexikonseite ist dies vorsichtig als Namens- und Quellenproblem zu notieren, nicht als Hauptlemma. Maßgeblich bleibt Srećko Albini, weil diese Form in kroatischen Fachlexika, in der Hrvatska enciklopedija und im Hrvatski biografski leksikon dominiert. Die Datei folgt der gewünschten Regel: sichtbarer Name Srećko Albini, Dateiname albini-srecko.shtml.
Die Lebensdaten sind in den zuverlässigen kroatischen und österreichischen Lexika stabil: 10. Dezember 1869 in Županja und 18. April 1933 in Zagreb. Historisch erscheint Zagreb in deutschsprachigen Quellen häufig als Agram. Diese Ortsform sollte in Klammern genannt werden, aber nicht die heutige Namensform ersetzen.
Ausbildung, Graz und Wien
Albini erhielt seine Schulbildung in Graz und Wien. Neben der musikalischen Ausbildung besuchte er auch eine Handelsschule beziehungsweise erhielt eine kaufmännische Ausbildung. Dieser doppelte Hintergrund ist für seine spätere Laufbahn aufschlussreich: Er wurde nicht nur Musiker, sondern auch Organisator, Direktor und Vertreter von Autorenrechten. Die Verbindung von Musik, Theaterverwaltung und ökonomischem Denken gehört zu seinem Profil.
Musikalisch wurde er in Graz ausgebildet, besonders bei Wilhelm Mayer. Mayer war ein wichtiger Lehrer, der unter anderem auch mit der Ausbildung von Komponisten im spätromantischen Umfeld verbunden war. Graz wurde für Albini zugleich zum ersten praktischen Theaterort. Von 1893 bis 1895 war er Dirigent am dortigen Stadttheater. Diese Tätigkeit gab ihm die praktische Grundlage für seine spätere Opern- und Operettenarbeit. Wer an einem Stadttheater dirigierte, musste nicht nur Partituren verstehen, sondern Proben leiten, Sänger begleiten, Repertoire organisieren, mit Bühnentempo umgehen und im täglichen Theaterbetrieb funktionieren.
Die Wiener Jahre von 1902 bis 1909 waren für Albini kompositorisch entscheidend. In Wien lebte er als freier Künstler und komponierte mehrere seiner erfolgreichsten Operetten. Der Nabob wurde 1905 am Wiener Carltheater uraufgeführt. Wien war zu dieser Zeit ein Zentrum der Operettenproduktion, aber auch ein schwieriger Markt. Ein Komponist musste melodische Einprägsamkeit, bühnenwirksame Nummern, elegante Tanzrhythmen und internationale Anschlussfähigkeit verbinden. Albini gelang dies besonders mit Barun Trenk beziehungsweise Baron Trenck und Madame Troubadour.
Zagreber Oper und institutionelle Arbeit
Albini kam 1895 an die Zagreber Oper und wirkte dort zunächst bis 1902 als Dirigent. Diese erste Zagreber Phase fiel in eine Zeit, in der das kroatische Musiktheater seinen Platz zwischen nationaler Repertoirebildung und europäischer Operntradition suchte. Dirigenten mussten einerseits internationale Werke einstudieren, andererseits kroatische Komponisten fördern und ein Publikum entwickeln, das Oper als Teil einer nationalen Kulturinstitution verstand.
Von 1909 bis 1919 war Albini Direktor und erneut Dirigent der Zagreber Oper. Diese zehn Jahre gelten als eine besonders wichtige Phase seiner institutionellen Tätigkeit. Er erweiterte das Repertoire, brachte neue Sänger und Kräfte an die Bühne und öffnete die Oper für klassische, romantische und zeitgenössische Literatur. Zugleich förderte er Uraufführungen kroatischer Autoren. Die kroatischen Fachlexika nennen ausdrücklich seine Verdienste um Werke von Blagoje Bersa, Josip Hatze, Vjekoslav Novak, Franjo Serafin Vilhar, Božidar Širola, Vladimir Bersa, Petar Konjović und Fran Lhotka.
Albinis Rolle war dabei nicht frei von Konflikten. Theaterdirektion bedeutete um 1910 immer auch öffentliche Kritik, Repertoiredebatten, finanzielle Beschränkungen und ästhetische Auseinandersetzungen. Dennoch bleibt seine Direktionszeit kulturgeschichtlich bedeutsam, weil die Zagreber Oper unter seiner Leitung einen breiteren europäischen und kroatischen Horizont gewann.
Operette, Melodik und internationale Wirkung
Albini wurde vor allem durch seine Operetten bekannt. Die kroatische Forschung bezeichnet ihn nach Ivan Zajc als den bedeutendsten kroatischen Operettenkomponisten. Diese Einschätzung beruht nicht nur auf der Anzahl der Werke, sondern auf ihrer Aufführungsgeschichte und ihrer stilistischen Anschlussfähigkeit. Albini konnte kroatische, österreichische und internationale Theatererwartungen miteinander verbinden. Seine Operetten waren melodisch unmittelbar, dramaturgisch wirksam und leicht in unterschiedliche Sprachräume übertragbar.
Nabob wurde 1905 in Wien uraufgeführt. Das Werk wurde später als Die Barfusstänzerin beziehungsweise kroatisch Bosonoga plesačica umgearbeitet und in Osijek sowie Zagreb aufgeführt. Madame Troubadour wurde 1907 in Zagreb uraufgeführt und gelangte in englischer Bearbeitung nach New York. Barun Trenk, deutsch Baron Trenck, wurde 1908 in Leipzig uraufgeführt, 1911 in London englisch bearbeitet und 1912 in New York gespielt. Damit erhielt Albini eine internationale Bühnenpräsenz, die für kroatische Operettenkomponisten seiner Zeit bemerkenswert war.
Der Erfolg von Barun Trenk erklärt sich teilweise aus der Stoffwahl. Franz von der Trenck war eine historisch schillernde Figur, die militärische Abenteuerlichkeit, südosteuropäische Farbe, Habsburgerzeit und Operettenkomik verbinden ließ. Für das internationale Publikum konnte dieser Stoff exotisch, historisch und komisch zugleich wirken. Albini nutzte dabei eine melodische Sprache, die sich an der Wiener Operette orientierte, aber durch slavonische und kroatische Färbungen lokales Kolorit gewinnen konnte.
Musikverlag, Autorsko-pravno zastupništvo und Autorska centrala
Nach seiner aktiven Opern- und Komponistenzeit blieb Albini dem Theater- und Musikleben organisatorisch verbunden. Er leitete in Zagreb eine autorenrechtliche Vertretung und gründete eine Autorska centrala. Damit war er an der Entwicklung institutioneller Formen beteiligt, die Autorinnen und Autoren, Komponisten, Librettisten und Theaterleute rechtlich und wirtschaftlich absichern sollten.
Diese Tätigkeit ist für die Kulturgeschichte nicht nebensächlich. Die moderne Musik- und Theaterwelt lebt nicht nur von Kompositionen, Aufführungen und Stars, sondern auch von Verlagsrechten, Aufführungsrechten, Tantiemen, Bearbeitungsrechten und internationaler Verwertung. Albini hatte diese ökonomische Seite der Musik aus der Praxis kennengelernt: Seine Operetten wurden in mehreren Ländern gespielt, bearbeitet, übersetzt und gedruckt. Daraus ergab sich ein starkes Bewusstsein für die Notwendigkeit rechtlicher Organisation.
Daneben war Albini in Theatervereinen aktiv. Er beteiligte sich an der Arbeit der Matica hrvatskih kazališnih dobrovoljaca, deren Präsident er ab 1926 war, und gehörte zu den Mitbegründern der Društvo prijatelja kazališta, der Gesellschaft der Theaterfreunde. Damit blieb er auch nach seiner Direktionszeit eine institutionelle Figur des kroatischen Theaterlebens.
Stil, Gattung und musikalisches Profil
Albinis Stil ist vor allem melodisch bestimmt. Die kroatischen Lexika heben ihn als ausgeprägten Melodiker hervor. Seine Musik sucht nicht die extreme harmonische Zuspitzung oder moderne formale Experimente, sondern gesangliche Eingängigkeit, bühnenwirksame Nummern, tänzerische Beweglichkeit und unmittelbare Verständlichkeit. Gerade diese Eigenschaften machten ihn in der Operette erfolgreich.
Seine Klangsprache steht deutlich im Umfeld der Wiener Operette, enthält aber gelegentlich Elemente slavonischer Volksmelodik. Diese Elemente sind weniger als ethnographisch genaue Volksliedbearbeitung zu verstehen, sondern als Kolorit und Identifikationssignal. In Bühnenwerken wie Barun Trenk konnte ein solcher Tonfall dazu beitragen, historische und regionale Atmosphäre zu erzeugen.
In der Oper Maričon und in der Ballettmusik Na Plitvička jezera zeigt sich ein stärker nationaltheatralischer Impuls. Diese Werke stehen im Zusammenhang einer kroatischen Bühne, die eigene Stoffe, Landschaften, historische Themen und musikalische Idiome auf die Bühne bringen wollte. In der Operette dagegen dominieren internationale Formen, die Albini mit kroatischem und slavonischem Kolorit verbinden konnte.
Als Dirigent war Albini nicht nur ein Interpret eigener Musik. Er trug zur Repertoirebildung der Zagreber Oper bei und wirkte daran mit, die Bühne für ältere Klassiker, romantische Werke, neuere europäische Opern und kroatische Erstaufführungen zu öffnen. Sein musikalisches Profil besteht daher aus zwei Seiten: kompositorische Operettenmelodik und institutionelle Theaterpraxis.
Werkverzeichnis
Das folgende Werkverzeichnis fasst die in den kroatischen und österreichischen Fachquellen belegten Werkgruppen und Einzeltitel zusammen. Da einzelne Bühnenwerke in verschiedenen Sprachfassungen, Bearbeitungen und Druckformen kursierten, werden kroatische, deutsche und englische Titelvarianten dort genannt, wo sie für die Rezeptionsgeschichte wichtig sind. Bei nicht abgeschlossenen oder nur summarisch belegten Werken wird dies ausdrücklich vermerkt.
Opern und größere musikdramatische Werke
- Maričon, Oper in drei Akten, Zagreb, 1901; Libretto von Milan Smrekar; national und folkloristisch gefärbtes Bühnenwerk, aus dem später einzelne Nummern und Chöre gedruckt wurden.
- Kraljević Marko, geplanter beziehungsweise begonnener Opernzyklus; unvollendet.
- Pepeljuga, Igrokaz beziehungsweise szenisches Spiel; in Werklisten genannt, genaue Überlieferung und Aufführungsdaten sind quellenkritisch zu prüfen.
Operetten
- Nabob beziehungsweise Der Nabob, Operette in drei Akten, Text von Leopold Krenn, Uraufführung Wien, Carltheater, 23. September 1905; später in überarbeiteter Form mit der Rezeptionslinie zu Die Barfusstänzerin beziehungsweise Bosonoga plesačica verbunden.
- Madame Troubadour, Operette in drei Akten, Zagreb, 3. April 1907; Text nach Béla Jenbach und Robert Pohl beziehungsweise in englischer Broadway-Fassung mit Buch und Liedtexten von Joseph Herbert; 1910 in New York aufgeführt.
- Barun Trenk, deutsch Baron Trenck, Operette beziehungsweise komische Oper in drei Akten, Text von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky, Uraufführung Leipzig, Stadttheater, 1908; englische Bearbeitung 1911 in London und 1912 in New York.
- Mala baronesa, deutsch Die kleine Baronesse, Operette, Wien, 1909; in späteren Druck- und Aufführungskontexten weiter nachweisbar.
- Die Barfusstänzerin, Leipzig, 1909; Bearbeitung beziehungsweise Umarbeitung von Nabob; kroatisch als Bosonoga plesačica in Osijek 1914 und Zagreb 1915 aufgeführt.
- Bosonoga plesačica, kroatische Aufführungs- und Bearbeitungsfassung von Die Barfusstänzerin; im kroatischen Operettenrepertoire und in moderner HNK-Programmatik weiterhin präsent.
Ballett, mimische Szene und Tanztheater
- Na Plitvička jezera, Ballett in zwei Bildern, Zagreb, 1898; eines der frühen kroatischen Bühnenwerke mit landschaftlich-nationalem Bezug auf die Plitvicer Seen.
- Svečanost u kraljevićevu dvorcu, mimische Szene beziehungsweise mimische Bildfolge mit Tanz, Zagreb, 1900 oder 1901; in zeitgenössischen Theaterberichten genannt.
- Tanz- und Einlagenummern aus den Operetten, darunter Märsche, Walzer, Kolos und Ensembles, die teilweise als Einzelstücke verbreitet wurden.
Orchesterwerke
- Tomislav beziehungsweise Ouvertüre zu Tomislav, prvi kralj hrvatski; Orchesterouvertüre mit nationalhistorischem Titelbezug.
- Koračnica Hrvata, Marsch beziehungsweise patriotisches Orchesterwerk.
- Orchesterstücke und Zwischenmusiken aus Bühnenwerken, besonders aus Barun Trenk, Maričon, Nabob und Na Plitvička jezera.
Kantaten, Chöre und vokale Großformen
- Četiri godišnja doba, Kantate für Männerchor und Orchester; in zeitgenössischer Kritik und Werklisten genannt.
- Karišik, gemischter Chor aus der Oper Maričon, Zagreb, 1903 gedruckt.
- Chorstücke aus den Bühnenwerken, besonders aus Maričon, Barun Trenk und den Operetten.
- Fest- und Gelegenheitschöre, soweit sie in zeitgenössischer Theater- und Musikkritik beziehungsweise Werklisten nachweisbar sind.
Lieder und Vokallyrik
- Pjesme, Sammlung von Liedern, Zagreb, um 1917 gedruckt.
- Davno…, Lied der Lidija aus dem zweiten Akt der Operette Barun Trenk, Zagreb, 1932 gedruckt.
- Oproštaj, Lied beziehungsweise vokales Einzelstück, Wien, ohne Jahr gedruckt.
- Ej, kod nas vam u Indiji, Couplet, ohne Jahr gedruckt.
- Weitere Lieder für Stimme und Klavier, in Werklisten summarisch genannt.
Klavierwerke und Salonstücke
- Zwei Walzer für das Pianoforte, Graz, ohne Jahr gedruckt.
- Klavierauszüge und Klavierbearbeitungen aus Bühnenwerken, besonders aus Barun Trenk, Madame Troubadour, Nabob und Die kleine Baronesse.
- Salon- und Gebrauchsstücke für Klavier, soweit in älteren Werklisten und Drucken genannt.
Schauspielmusik und Bühnenmusik
- Musik zu Pavlimir von Junije Palmotić.
- Musik zu William Shakespeares Rikard III. beziehungsweise Richard III.
- Weitere Bühnen- und Zwischenmusiken für dramatische Aufführungen der Zagreber Theaterpraxis, soweit summarisch belegt.
Einzeldrucke und Auszüge aus Bühnenwerken
- Barcarole aus der Operette Der Nabob, Wien, 1906.
- Baron Trenck, Ausgaben und Auszüge, Wien beziehungsweise New York, 1908 ff.
- Die Barfusstänzerin, Leipzig, 1909.
- Die Kleine Baronesse, Wien, gedruckt 1928.
- Maričon, Drucke beziehungsweise Klavierauszüge in Zagreb und Wien, ohne Jahr.
- Na Plitvička jezera, Druck beziehungsweise Klavierauszug, Zagreb, ohne Jahr.
- Trenkova koračnica, Marsch aus Barun Trenk, in frühen Tonträger- und Notennachweisen überliefert.
- Nastup Trenka, Auftrittsarie beziehungsweise Auftrittsnummer aus Barun Trenk, in der kroatischen Tonträgerüberlieferung präsent.
- Sva ljubav, čežnja, Arie der Lidija aus Barun Trenk, im modernen HNK-Operettenprogramm nachweisbar.
- Gdje bojno tane zviždat zna, Arie des Trenk aus Barun Trenk, im modernen HNK-Operettenprogramm nachweisbar.
- Komm’, mein Täubchen, Arie des Sarabul aus Bosonoga plesačica, im modernen HNK-Operettenprogramm nachweisbar.
- Was euch lockt, Arie der Sewire aus Bosonoga plesačica, im modernen HNK-Operettenprogramm nachweisbar.
- Stets muss verbergen, Arie der Sewire aus Bosonoga plesačica, im modernen HNK-Operettenprogramm nachweisbar.
- Me voilà!, Arie der Colette aus Bosonoga plesačica, im modernen HNK-Operettenprogramm nachweisbar.
Englischsprachige Bearbeitungen und internationale Aufführungsfassungen
- Madame Troubadour, Broadway-Fassung, New York, 1910; Musik von Felix Albini, englisches Buch und Liedtexte von Joseph Herbert, nach der kroatisch-deutschen Operettenvorlage.
- Baron Trenck, englische Bearbeitung, London, Strand Theatre, 1911; englische Fassung von Frederick Franklin Schrader und Henry Blossom.
- Baron Trenck, Broadway-Fassung, New York, Casino Theatre, 1912; englische Bearbeitung mit zusätzlicher Musik im amerikanischen Theaterkontext.
- Einzeltitel aus Baron Trenck in englischer Ausgabe, darunter Angel! At Last Again, I Find You!, New York, Jerome H. Remick & Co., 1911/1912.
Verlorene, unvollständige oder quellenkritisch zu prüfende Werke
- Kraljević Marko, unvollendeter Opernzyklus; nicht als abgeschlossenes Bühnenwerk anzusetzen.
- Einzelne Schauspielmusiken, Festnummern und Gelegenheitsstücke sind summarisch belegt, aber nicht vollständig erschlossen.
- Teile der Operettenüberlieferung liegen in Bearbeitungen, Klavierauszügen, Auswahldrucken oder fremdsprachigen Fassungen vor und müssen jeweils nach konkretem Druck oder Aufführungsfassung unterschieden werden.
- Einige in älteren Theater- und Zeitungsquellen erwähnte Nummern sind nur über Rezensionen, Programmzettel oder Tonträger nachweisbar.
Überlieferung, Drucke, Tonträger und moderne Rezeption
Die Überlieferung Albinis ist stark durch Theaterpraxis, Klavierauszüge, Einzeldrucke, Aufführungsmaterial und frühe Tonträger geprägt. Wie bei vielen Operettenkomponisten sind nicht alle Werke in vollständigen modernen Partiturausgaben leicht zugänglich. Besonders Barun Trenk, Madame Troubadour und Bosonoga plesačica sind jedoch durch internationale Aufführungsdaten, Klavierauszüge, einzelne Drucknummern und moderne Programmkontexte gut greifbar.
IMSLP weist Baron Trenck und Madame Troubadour unter Felix Albini nach. Diese Portale sind für praktische Notenrecherche hilfreich, ersetzen aber nicht die Prüfung historischer Erstausgaben, Aufführungsmaterialien und kroatischer Theaterarchive. Besonders wichtig sind die Bestände der Nacionalna i sveučilišna knjižnica u Zagrebu, der HAZU, der Theaterarchive und der historischen Notenverlage.
Die moderne Rezeption konzentriert sich auf die kroatische Operette. Das HNK Zagreb führt Ausschnitte aus Bosonoga plesačica und Barun Trenk im Kontext kroatischer Operettenprogramme. Frühe Tonaufnahmen und digitalisierte Schellackplatten im Projekt Zvuci prošlosti zeigen, dass einzelne Nummern aus Barun Trenk schon früh als eigenständige Repertoirestücke zirkulierten.
Musikhistorisch bleibt Albini ambivalent interessant: Einerseits gilt er nicht als Vertreter der musikalischen Moderne um 1900, andererseits war er für die kroatische Operettenkultur, das Zagreber Opernleben und die internationale Sichtbarkeit kroatischer Theatermusik von hoher Bedeutung. Gerade diese mittlere Position zwischen nationaler Bühne, populärer Operette, Wiener Theatermarkt und institutioneller Arbeit macht ihn zu einer wichtigen Kulturlexikon-Figur.
Sekundärliteratur
- Sanja Majer-Bobetko: ALBINI, Srećko. In: Hrvatski biografski leksikon, Band 1. Zagreb, 1983; Onlineausgabe des Leksikografski zavod Miroslav Krleža.
- Albini, Srećko. In: Hrvatska enciklopedija, Onlineausgabe des Leksikografski zavod Miroslav Krleža.
- Albini, Srećko. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Band 1, Wien, Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1954.
- Albini, Srećko. In: Oesterreichisches Musiklexikon online, Österreichische Akademie der Wissenschaften.
- Antonija Bogner-Šaban: Kazalište za vedru umjetnost Srećka Albinija. In: Arti musices, Band 29, Heft 2, 1998, S. 209–222.
- Antonija Bogner-Šaban: Lik baruna Trenka u književnom i glazbenom okruženju. In: Krležini dani u Osijeku 2000, Band 2. Zagreb, 2002.
- Krešimir Kovačević: Hrvatski kompozitori i njihova djela. Zagreb, 1960, besonders die Abschnitte zu Srećko Albini.
- Krešimir Kovačević: Sjećanja na Srećka Albinija. In: Zvuk, 1966, Heft 68, S. 399–401.
- Sanja Majer-Bobetko: Iz ostavštine Srećka Albinija. Zagrebačka opera u doba njegova ravnateljstva. Forschungsbeitrag zur Operndirektion und zur Zagreber Operngeschichte.
- Stjepan Miletić: Hrvatsko glumište, Band 2. Zagreb, 1904; wichtiger Kontext zur kroatischen Theatergeschichte um Albini.
- Franjo Ksaver Kuhač: Zeitgenössische Kritiken und Beiträge zu Albinis Ballett Na Plitvička jezera und zur kroatischen Musiktheaterkultur.
- Viktor Badalić: Beiträge zu Na Plitvička jezera und zur frühen Rezeption von Albinis Bühnenmusik.
- Franjo Dugan: Zeitgenössische Kritik zu Albinis Oper Maričon.
- Stanislav Stražnicki: Erinnerungen und Kritiken zu Barun Trenk und zur Operettenrezeption Albinis.
- Lujo Šafranek-Kavić: Kritiken und Nachrufe zu Srećko Albini sowie Beiträge zur Wiederaufnahme von Barun Trenk.
- Antun Gustav Matoš: Theaterkritische Texte im Zusammenhang mit Albinis Zagreber Tätigkeit.
- Repertoar hrvatskih kazališta 1840–1860–1980, Bände 1–2. Zagreb, 1990; wichtig für Aufführungsdaten und Repertoiregeschichte.
- Repertoar hrvatskih kazališta, Band 3. Zagreb, 2002; ergänzende Repertoire- und Aufführungsnachweise.
- Derek B. Scott: German Operetta on Broadway and in the West End, 1900–1940. Cambridge, Cambridge University Press, 2019; mit Angaben zu Baron Trenck und zur internationalen Operettenzirkulation.
- Richard Traubner: Operetta: A Theatrical History. New York und London, 1983; als internationaler Gattungskontext.
- Moritz Csáky: Studien zur Operette und zur Kultur der Habsburgermonarchie, als Kontext für Albinis Wiener und Zagreber Operettenwelt.
- Vjera Katalinić und weitere kroatische Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftler zur Musikgeschichte Kroatiens im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
- Arti musices, Bibliographie 1969–2025, mit einschlägigem Nachweis zu Antonija Bogner-Šabans Albini-Studie.
Ausgewählte Onlinequellen
- Hrvatska enciklopedija: Albini, Srećko Knapper, verlässlicher Überblick zu Lebensdaten, Ausbildung, Zagreber Oper, Wiener Komponistenzeit, Autorska centrala und wichtigsten Bühnenwerken.
- Hrvatski biografski leksikon: ALBINI, Srećko Ausführlicher kroatischer Fachartikel mit Biographie, Werkgruppen, Opern-, Operetten- und Dirigentenprofil sowie detaillierter Literatur- und Werkübersicht.
- Nacionalna i sveučilišna knjižnica u Zagrebu: Srećko Albini – Zvuci prošlosti Kurzbiographie im Kontext früher kroatischer Tonträger mit Angaben zu Graz, Zagreb, Wien, Operndirektion und Autorenschutzarbeit.
- Österreichisches Biographisches Lexikon: Albini, Srećko Deutschsprachiger Lexikoneintrag zu Lebensdaten, Grazer Ausbildung, Wiener Bezug, Zagreber Oper und Hauptwerken.
- Oesterreichisches Musiklexikon: Albini, Srećko Musiklexikalischer Artikel mit Angaben zu Felix beziehungsweise Alexander Albini, Grazer Kapellmeistertätigkeit, Wiener Jahren, Zagreber Operndirektion und Urheberrechtsarbeit.
- Židovski biografski leksikon: ALBINI, Srećko (Schwarz, Felix) Biographischer Artikel mit zusätzlichen Angaben zu Namensgeschichte, Familie, HNK-Tätigkeit, internationaler Operettenwirkung, Autorenschutz und späterer Rezeption.
- IMSLP: Category Albini, Felix Komponistenseite mit Namensvarianten, Lebensdaten und frei zugänglichen Notenbeständen zu Baron Trenck und Madame Troubadour.
- IMSLP: Baron Trenck Werkseite mit Angaben zu Uraufführung 1908 in Leipzig, englischer Londoner Bearbeitung 1911, Librettisten, Besetzung und Notendigitalisaten.
- IMSLP: Madame Troubadour Werkseite zur Operette Madame Troubadour mit Angaben zu Uraufführung 1907 in Zagreb, Librettisten, Besetzung und Stilperiode.
- IBDB: Madame Troubadour Broadway-Datenbankeintrag zur New Yorker Produktion von 1910 mit Felix Albini als Komponist, Joseph Herbert als Bearbeiter und den Aufführungsorten.
- HNK Zagreb: Koncert Hrvatske operete Aktueller Programmkontext mit Ausschnitten aus Bosonoga plesačica und Barun Trenk als Teil des kroatischen Operettenrepertoires.
- Opera.hr: Velika imena hrvatske opere u Tannhäuseru Artikel zur Zagreber Operngeschichte mit Hinweis auf Albinis Direktionsbeginn 1909 und seine Bedeutung als Dirigent und Organisator.
- NSK Zvuci prošlosti: Barun Trenk, Trenkova koračnica Digitaler Tonträgernachweis zu einer frühen Aufnahme des Marsches aus Barun Trenk.
- NSK Zvuci prošlosti: Nastup Trenka aus Barun Trenk Digitaler Tonträgernachweis zu einer Auftrittsnummer aus Albinis Operette Barun Trenk.
- Knjižnice grada Zagreba: Barun Trenk, digitalisierte Sammlung Digitaler Nachweis zu Barun Trenk beziehungsweise einer Ausgabe mit historischer Einordnung des Werkes als populäres Bühnenstück.
- Cambridge Core: German Operetta on Broadway and in the West End, Appendices Wissenschaftlicher Kontext zur internationalen Operettenzirkulation mit Angaben zu Baron Trenck in New York 1912.
- Hrvatsko muzikološko društvo: Bibliografija Arti musices 1969–2025 Bibliographie mit Nachweis von Antonija Bogner-Šabans Studie Kazalište za vedru umjetnost Srećka Albinija.
- Repozitorij Sveučilišta Jurja Dobrile u Puli: Opereta Barun Trenk Hochschulschrift zur Operette Barun Trenk mit Werk-, Komponisten- und Aufführungskontext.
- Wikidata: Srećko Albini Strukturierter Normdatenknoten mit Lebensdaten, Namensformen, Identifikatoren und Verknüpfungen zu weiteren Datenbanken.
- Wikipedia kroatisch: Srećko Albini Kroatischer Überblicksartikel mit biographischen Grunddaten und Werkhinweisen; als Einstieg brauchbar, mit Fachquellen abzugleichen.
- Wikipedia englisch: Srećko Albini Englischsprachiger Überblick mit internationaler Rezeptionsperspektive und Hinweisen auf Londoner und New Yorker Aufführungen.
- Discogs: Srećko Albini Tonträger- und Veröffentlichungsnachweise, besonders nützlich für moderne und historische Aufnahmen von Nummern aus Barun Trenk.
- RISM Online Internationales Quellenrepertorium zur Recherche nach musikalischen Handschriften, Drucken und Aufführungsmaterialien.
Weiterführende Einträge
- Operette Zentrale Gattung von Albinis internationaler Wirkung und wichtiges Theatermedium der Habsburgermonarchie.
- Kroatische Operette Nationaler und regionaler Kontext von Albinis Bühnenwerken nach Ivan Zajc.
- Wiener Operette Stil- und Marktumfeld, in dem Albini während seiner Wiener Jahre besonders wirksam wurde.
- Musik der Habsburgermonarchie Mehrsprachiger Kulturraum, der Albinis Wege zwischen Graz, Wien, Zagreb und Leipzig prägte.
- Kroatische Musikgeschichte Übergreifender Rahmen für Albinis Stellung als Komponist, Dirigent und Operndirektor.
- Zagreb in der Musikgeschichte Wichtigster Wirkungs- und Sterbeort Albinis sowie Zentrum seiner Operndirektion.
- Hrvatsko narodno kazalište Zagreb Theaterinstitution, an der Albini als Dirigent und Direktor der Oper wirkte.
- Zagreber Oper Institutioneller Kern von Albinis Tätigkeit als Dirigent, Direktor und Repertoireorganisator.
- Graz in der Musikgeschichte Ausbildungs- und erster Dirigentenort Albinis.
- Wien in der Musikgeschichte Kompositions- und Operettenzentrum von Albinis produktiven Jahren 1902 bis 1909.
- Županja Geburtsort Srećko Albinis in Slawonien.
- Slawonien Kultureller Herkunftsraum, dessen Volksmelos in Albinis Musik gelegentlich anklingt.
- Ivan Zajc Wichtigster älterer kroatischer Opern- und Operettenkomponist, an dessen Tradition Albini anschließt.
- Blagoje Bersa Kroatischer Komponist, dessen Werke unter Albinis Operndirektion gefördert wurden.
- Vladimir Bersa Kroatischer Komponist und Vertreter neuerer kroatischer Operntendenzen im Umfeld der Zagreber Bühne.
- Josip Hatze Kroatischer Komponist, dessen Werke in Albinis Repertoirepolitik eine Rolle spielten.
- Vjekoslav Novak Kroatischer Autor und Komponist, im Zusammenhang der von Albini geförderten Bühnenwerke zu nennen.
- Franjo Serafin Vilhar Komponist, dessen Werke unter Albinis Zagreber Opernleitung berücksichtigt wurden.
- Božidar Širola Kroatischer Komponist und Musikwissenschaftler, Teil des von Albini geförderten kroatischen Musiklebens.
- Petar Konjović Komponist, dessen Bühnenwerke zur südslawischen Operngeschichte gehören und von Albinis Repertoireöffnung berührt werden.
- Fran Lhotka Komponist und Dirigent, dessen Werke im Umfeld der von Albini unterstützten kroatischen Opernproduktion stehen.
- Barun Trenk Albinis populärste Operette und zentrales Werk seiner internationalen Rezeptionsgeschichte.
- Franz von der Trenck Historische Figur, die Albinis Operette Barun Trenk stofflich inspirierte.
- Madame Troubadour Operette Albinis mit Zagreber Uraufführung und Broadway-Rezeption.
- Bosonoga plesačica Kroatische Fassung beziehungsweise Rezeptionsform von Albinis Die Barfusstänzerin.
- Der Nabob Wiener Operette Albinis von 1905 und Ausgangspunkt späterer Bearbeitungen.
- Mala baronesa Operette Albinis aus der Wiener Schaffensphase.
- Maričon Oper Albinis von 1901 und wichtiges Beispiel kroatischer Musiktheaterproduktion.
- Na Plitvička jezera Ballett Albinis von 1898 mit nationalem Landschaftsbezug.
- Bühnenmusik Gattungsbereich, in dem Albini neben Oper und Operette auch Schauspielmusik schrieb.
- Dirigent Berufliche Hauptrolle Albinis in Graz und an der Zagreber Oper.
- Operndirektor Institutionelle Funktion, in der Albini das Repertoire und die Struktur der Zagreber Oper prägte.
- Musikverlag Arbeitsfeld, das bei Albini mit Notendruck, Theaterverwertung und Autorenschutz verbunden ist.
- Urheberrecht in der Musik Moderner Rechtsbereich, für den Albini in Kroatien organisatorisch tätig wurde.
- Autorska centrala Von Albini gegründete beziehungsweise organisierte Einrichtung für die Vertretung von Autorinnen und Autoren.
- Broadway-Operette Internationaler Rezeptionsraum von Madame Troubadour und Baron Trenck.
- West-End-Operette Londoner Aufführungskontext von Baron Trenck im Jahr 1911.
- Leipzig im Musiktheater Uraufführungsort von Baron Trenck und wichtiger deutscher Operettenmarkt.
- Carltheater Wien Wiener Theater, an dem Albinis Der Nabob 1905 uraufgeführt wurde.
- Alfred Maria Willner Librettist von Baron Trenck und wichtiger Autor der Wiener Operettenkultur.
- Robert Bodanzky Librettist von Baron Trenck und Vertreter der Wiener Musiktheaterszene.
- Béla Jenbach Librettist im Umfeld von Madame Troubadour und der mitteleuropäischen Operette.
- Robert Pohl Librettist beziehungsweise Textautor im Umfeld von Madame Troubadour.
- Joseph Herbert Bearbeiter der Broadway-Fassung von Madame Troubadour.
- Frederick Franklin Schrader Mitbearbeiter der englischen Fassung von Baron Trenck.
- Henry Blossom Mitbearbeiter der englischen Fassung von Baron Trenck.
- IMSLP Digitales Notenportal mit frei zugänglichen Albini-Noten und Werkseiten.
- Internet Broadway Database Datenbank zur Broadway-Rezeption von Albinis Operetten.
- Nacionalna i sveučilišna knjižnica u Zagrebu Zentrale kroatische Bibliothek, deren Projekt Zvuci prošlosti frühe Albini-Tonträger erschließt.