Pirro Albergati Capacelli
Überblick
Pirro Albergati Capacelli war eine der markanten bolognesischen Musikgestalten zwischen spätem 17. und frühem 18. Jahrhundert. Er war kein Berufsmusiker im engen modernen Sinn, sondern ein adeliger Dilettant im historischen Sinn: ein gebildeter, hochrangiger Liebhaber, Förderer, Spieler und Komponist, dessen soziale Stellung ihm die Möglichkeit gab, Musik in großem Umfang zu pflegen, zu veröffentlichen, aufführen zu lassen und institutionell zu unterstützen. Diese Konstellation ist für das Musikleben Bolognas um 1700 von erheblicher Bedeutung.
Albergati wurde am 20. September 1663 in Bologna geboren und entstammte einer bedeutenden bolognesischen Adelsfamilie. Er war als Komponist und Violinist tätig, stand in Beziehung zu Giacomo Antonio Perti und Arcangelo Corelli, bekleidete wiederholt öffentliche Ämter und trat als Mäzen hervor. Von 1682 bis 1721 veröffentlichte er zahlreiche Sammlungen mit Instrumentalmusik, Kammer- und Kirchenkantaten, Motetten, Messen, Marienantiphonen, geistlichen Werken und konzertierenden Stücken. Daneben schrieb er eine große Zahl von Oratorien, mehrere Bühnenwerke und Serenaten.
Seine besondere Bedeutung liegt in der Verbindung von adeliger Repräsentation, privater Musikpflege, öffentlicher Frömmigkeit und bolognesischer Oratorienkultur. Albergati komponierte für Palastaufführungen, kirchliche Bruderschaften, Fastenmusiken, geistliche Festkontexte und das bolognesische Theater. Er war zugleich Akteur und Förderer einer Stadtmusik, in der Kirche, Adel, Akademien, Theater, Oratorien, Drucker, Sänger, Instrumentalisten und Konfraternitäten eng ineinandergriffen.
Musikalisch ist Albergati besonders durch seine Oratorien, geistlichen Kantaten, Kammerkantaten und Instrumentalsammlungen bedeutsam. Seine frühen Instrumentalwerke stehen im Umfeld der bolognesischen Violinschule und berühren die Welt Corellis, ohne mit ihr identisch zu sein. Seine Kantaten und Oratorien zeigen die Affekt- und Frömmigkeitssprache einer katholischen Barockkultur, in der Musik nicht nur ästhetischer Genuss, sondern auch Andacht, Repräsentation, Moral, Familienfrömmigkeit und städtische Identität war.
Kurzdaten
| Name | Pirro Albergati Capacelli. |
|---|---|
| Weitere Namensformen | Pirro Capacelli Albergati, Pirro Capaccelli Albergati, Pirro Albergati, Conte Pirro Capacelli Albergati, Albergati Capacelli, Pirro. |
| Geburt | 20. September 1663 in Bologna. |
| Tod | 22. Juni 1735 in Bologna; beigesetzt in der Kirche San Francesco. |
| Beruf | Komponist, Violinist, Musikmäzen, Adeliger, bolognesischer Amtsträger, Oratorienkomponist, Kantatenkomponist und Komponist von Instrumental- und Kirchenmusik. |
| Stand | Conte; Angehöriger der bolognesischen Adelsfamilie Albergati beziehungsweise Albergati Capacelli. |
| Vater | Marco Antonio Albergati Capacelli. |
| Ehe | 1721 Heirat mit Elisabetta, Tochter des Grafen Arduino della Porta aus Gubbio; sie starb 1727. |
| Öffentliche Ämter | Zwischen 1682 und 1731 mehrfach Mitglied der Ältesten von Bologna; zwischen 1701 und 1708 wiederholt Gonfaloniere di giustizia. |
| Musikalische Beziehungen | In enger Beziehung zu Giacomo Antonio Perti; stilistische und gattungsgeschichtliche Berührung mit Arcangelo Corelli; als Patron für Musiker wie Giuseppe Maria Jacchini bedeutsam. |
| Wirkungsraum | Bologna, besonders Palast Albergati, Oratorium der Filippini in Santa Maria di Galliera, bolognesische Theater, kirchliche Bruderschaften und städtische Frömmigkeitsräume. |
| Spätes Amt | 1728 Annahme der Ernennung zum maestro di cappella der vakanten Cappellania von Puiano bei Urbino; das Amt war überwiegend ehrenhalber beziehungsweise repräsentativ. |
| Hauptgattungen | Oratorium, geistliche Kantate, Kammerkantate, Motette, Messe, Psalm, Marienantiphon, Sonata da camera, Balletto, Concerto da camera, Capriccio, Serenata und Oper. |
| Publikationszeitraum | Gedruckte Werke von 1682 bis 1721, mit Nachdrucken und variierenden Opusangaben in einzelnen Katalogen. |
| Wichtige Drucke | Balletti, Correnti, Sarabande e Gighe op. 1, Suonate a due violini op. 2, Pletro armonico op. 5, Cantate da camera op. 6, Concerti varii da camera op. 8, Cantate et Oratorii spirituali op. 10, Corona de pregi di Maria op. 13 und Caprici varii da camera op. 14. |
| Wichtige Oratorien | Nabucodonosor, Giobbe, S. Orsola, L’Iride di pace, o sia il B. Nicolò Albergati, Il convito di Baldassarre, L’innocenza di S. Eufemia, La B. Caterina da Bologna tentata di solitudine, S. Eustachio, Morte di Cristo und S. Petronio principale protettore di Bologna. |
| Bühnenwerke | Gli Amici, pastorale auf ein Libretto von Pier Jacopo Martello, Bologna 1699; Il Principe selvaggio, auf ein Libretto von Francesco Silvani, Bologna 1712; außerdem eine Serenata a due voci von 1692. |
| Überlieferung | Gedruckte Sammlungen, Oratorienlibretti, erhaltene Handschriften in Wien, Bologna, London, Straßburg und Padua sowie moderne Noten- und CD-Editionen. |
| Kulturelle Bedeutung | Albergati steht exemplarisch für die Verbindung von bolognesischem Adel, Musikpatronage, Oratorienfrömmigkeit, instrumentaler Kammermusik und städtischer Repräsentationskultur um 1700. |
Ausführlicher Kulturüberblick
Pirro Albergati Capacelli lässt sich nur verstehen, wenn man ihn zugleich als Adeligen, Amtsträger, Musikmäzen, Violinisten und Komponisten betrachtet. In Bologna um 1700 waren diese Rollen nicht voneinander getrennt. Musik war dort Teil städtischer Würde, aristokratischer Repräsentation, kirchlicher Andacht, akademischer Bildung und gesellschaftlicher Patronage. Albergati verkörperte diese Verbindung in exemplarischer Weise.
Bologna war im späten 17. Jahrhundert ein bedeutendes musikalisches Zentrum. Die Stadt besaß eine reiche Kirchenmusiktradition, ein lebendiges Oratorienwesen, bedeutende Instrumentalisten, Drucker, Kapellen, Bruderschaften und eine ausgeprägte Aristokratenkultur. Die Accademia Filarmonica, die Cappella di San Petronio, die Oratorien der Filippini, die bolognesischen Theater und private Adelspaläste bildeten ein dichtes musikalisches Geflecht. Albergati bewegte sich in diesem Netz nicht am Rand, sondern in einer Scharnierstellung.
Seine gesellschaftliche Stellung erlaubte ihm, Musik nicht nur zu schreiben, sondern Räume für Musik zu schaffen. Aufführungen im Palazzo Albergati, Oratorien in kirchlichen Zusammenhängen, gedruckte Werke mit Widmungen, Kontakte zu Komponisten und Instrumentalisten sowie die Unterstützung von Musikern zeigen einen adeligen Umgang mit Musik, der von Repräsentation, Frömmigkeit und sozialer Verantwortung geprägt war. Albergati war damit Teil einer Kultur, in der Mäzenatentum und Komposition einander nicht ausschlossen.
Die Oratorien bilden einen besonders wichtigen Teil seines Werks. In Bologna war das Oratorium keine bloße Ersatzoper für die Fastenzeit, sondern eine eigene Form geistlicher Dramatisierung. Es verband biblische oder hagiographische Stoffe mit rezitativischer Handlung, Arien, Chören, instrumentaler Rahmung und moralischer Auslegung. Die jährlichen Fastenmusiken, die Bruderschaften und die Filippini gaben solchen Werken eine regelmäßige soziale und liturgische Funktion. Albergatis Oratorien gehören in genau diese Praxis.
Seine Kantaten zeigen eine verwandte, aber intimere Seite. Die Kammerkantaten richten sich an höfisch-aristokratische, gebildete und private Aufführungsräume. Die geistlichen Kantaten und Marienwerke übertragen Formen und Affekte der weltlichen Kantate in einen devotionalen Kontext. Dadurch entsteht eine Musik, die nicht allein für die Kirche im öffentlichen Sinn bestimmt ist, sondern auch für häusliche Andacht, private Frömmigkeit und aristokratische Erbauung.
Die Instrumentalwerke stehen im Umfeld der bolognesischen Sonaten- und Violinkultur. Bologna war ein wichtiger Ort für die Entwicklung der Sonate, der Concerti da camera und der Streichertradition. Albergatis frühe Drucke mit Balletti, Correnti, Sarabande, Gighe, Sonaten, Concerti und Capricci zeigen eine Verbindung von Tanz, Kammermusik, kontrapunktischer Arbeit, idiomatischer Violinbehandlung und Basso-continuo-Praxis. Die Nähe zu Corelli ist nicht als einfache Nachahmung zu verstehen, sondern als Teil eines gemeinsamen italienischen Instrumentalhorizonts.
Kulturgeschichtlich besonders aufschlussreich ist der Gegensatz zwischen Albergatis aristokratischem Status und seiner musikalischen Produktivität. Er komponierte als „Dilettant“ im positiven frühneuzeitlichen Sinn: als Kenner, Praktiker und Liebhaber, dessen Tätigkeit nicht aus ökonomischer Notwendigkeit, sondern aus Bildung, Frömmigkeit, Standesbewusstsein und künstlerischem Interesse hervorging. Gerade dadurch konnte er in Feldern wirken, in denen professionelle Musiker auf Patronage angewiesen waren.
Albergatis Werk dokumentiert somit eine bolognesische Kultur, in der Musik städtische Identität, religiöse Erbauung, adelige Selbstinszenierung und künstlerische Experimentierfreude miteinander verband. Seine Bedeutung liegt weniger in einem radikalen Stilbruch als in der Breite und sozialen Funktion seiner Musik. Er zeigt, wie Barockmusik in einer italienischen Stadtgesellschaft tatsächlich lebte: in Palästen, Oratorien, Druckwerken, Bruderschaften, Theatern, Familienfrömmigkeit und öffentlichen Ämtern.
Leben, Stand und öffentliche Ämter
Pirro Albergati Capacelli wurde am 20. September 1663 in Bologna als Sohn Marco Antonio Albergatis geboren. Die Familie Albergati gehörte zu den angesehenen Geschlechtern der bolognesischen Aristokratie. Diese Herkunft bestimmte seine Lebensbahn grundlegend. Albergati war nicht auf eine Berufslaufbahn als Kapellmeister angewiesen, sondern konnte Musik aus einer adeligen Position heraus pflegen, fördern und öffentlich präsentieren.
Die musikalische Ausbildung ist nicht in allen Einzelheiten dokumentiert. Sicher ist jedoch, dass Albergati als Violinist und Komponist ernst genommen wurde. Sein Werk zeigt eine solide Kenntnis der bolognesischen Instrumentaltradition, des Basso continuo, der Kirchenmusik, der Kantate und des Oratoriums. Er stand in enger Beziehung zu Giacomo Antonio Perti, einer der zentralen bolognesischen Komponistenfiguren der Zeit. Auch zu Arcangelo Corelli werden stilistische und persönliche Berührungspunkte genannt, besonders im Bereich der Instrumentalmusik.
Neben seiner Musik spielte Albergati eine aktive Rolle im öffentlichen Leben Bolognas. Zwischen 1682 und 1731 wurde er vielfach in den Kreis der Ältesten der Stadt gewählt. Zwischen 1701 und 1708 war er mehrfach Gonfaloniere di giustizia. Diese Ämter zeigen, dass er nicht bloß ein privater Kunstliebhaber war, sondern eine politisch und sozial sichtbare Figur der Stadt.
1721 heiratete er Elisabetta, die Tochter des Grafen Arduino della Porta aus Gubbio. Sie starb bereits 1727. Im Jahr 1728 nahm Albergati die Ernennung zum maestro di cappella der vakanten Cappellania von Puiano bei Urbino an. Dieses späte Amt war vor allem ehrenvoll und repräsentativ. Es zeigt dennoch, dass seine musikalische Autorität auch außerhalb Bolognas wahrgenommen wurde.
Albergati starb am 22. Juni 1735 in Bologna und wurde in San Francesco beigesetzt. Sein Nachruhm blieb zunächst an bolognesische Lokalgeschichte, Oratorienforschung, Musikdrucke, Bibliothekskataloge und die Erinnerung an adelige Musikpatronage gebunden. Moderne Editionen und Einspielungen haben seine Musik wieder stärker hörbar gemacht.
Bologna, Adelspalast, Oratorium und Musikpatronage
Der Palazzo Albergati war für Pirro Albergati nicht nur ein Wohnort, sondern auch ein musikalischer Raum. Dort konnten Werke aufgeführt, Gäste empfangen, Musiker gefördert und kulturelle Repräsentation betrieben werden. In der bolognesischen Adelskultur war der Palast ein Ort der sozialen Sichtbarkeit. Musik gehörte zu dieser Sichtbarkeit wesentlich dazu.
Eine zweite Sphäre war das Oratorium. Die Filippini in Santa Maria di Galliera, die Arciconfraternita della Morte und andere kirchliche Institutionen boten regelmäßige Anlässe für geistliche Musik. Besonders während der Fastenzeit ersetzte das Oratorium nicht nur weltliche Bühnenunterhaltung, sondern schuf eine eigene Form geistlich-theatralischer Betrachtung. Albergatis Werke wie Nabucodonosor, Giobbe, S. Orsola, Il convito di Baldassarre, L’innocenza di S. Eufemia, La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine und Morte di Cristo gehören in diese Welt.
Albergati war außerdem ein Mäzen anderer Musiker. Besonders bekannt ist die Widmung von Giuseppe Maria Jacchinis op. 4 an ihn, die mit Albergatis Unterstützung für Jacchinis Stellung in der bolognesischen Musikkultur zusammenhängt. Auch Giovanni Bononcini widmete ihm ein Instrumentalwerk. Solche Widmungen waren nicht bloße Höflichkeitsformen, sondern Teil der sozialen Ökonomie des Musiklebens: Sie anerkannten Schutz, Einfluss, Förderung und öffentliche Autorität.
Die bolognesische Musiklandschaft um 1700 war reich an Überschneidungen. Kirchenmusiker komponierten für Theater; Adelige ließen geistliche Werke aufführen; Drucker verbreiteten Kammermusik; Oratorienlibretti dokumentierten Aufführungen; Bruderschaften organisierten musikalische Andacht; Theaterunternehmer kalkulierten mit adeligen Netzwerken. Albergati ist deshalb eine besonders geeignete Figur, um diese Verflechtung sichtbar zu machen.
Stil, Gattungen und kompositorisches Profil
Albergatis Stil ist nicht auf eine einzige Gattung zu reduzieren. In den Instrumentalwerken zeigt er sich als Komponist der Sonata da camera und der bolognesischen Kammertradition. Tänze, Sonaten, Concerti, Capricci und Sinfonien erscheinen in unterschiedlichen Besetzungen, häufig mit zwei Violinen und Basso continuo, teils mit obligatem Violoncello, teils mit größerer Streichbesetzung. Die Werke verbinden höfische Tanzpraxis, kontrapunktische Arbeit und idiomatische Streicherbehandlung.
Die Kantaten zeigen eine rhetorisch-affektive Schreibweise. In den weltlichen Kammerkantaten begegnen moralische und galante Themen, in den geistlichen Kantaten marianische und devotional geprägte Inhalte. Besonders die Corona de pregi di Maria zeigt, wie die Form der weltlichen Solokantate in eine häusliche oder halbprivate Andacht übertragen werden konnte. Rezitative, Arien, affektive Kontraste und Continuo-Begleitung prägen diese Welt.
Die Oratorien bilden Albergatis dramatisches Hauptfeld. Sie arbeiten mit biblischen, hagiographischen und lokal-bolognesischen Stoffen. Il convito di Baldassarre behandelt die biblische Erzählung vom frevelhaften Gastmahl Belsazars. L’innocenza di S. Eufemia stellt Heiligenunschuld und Martyrium in musikalisch-dramatische Form. La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine bindet eine bolognesische Heiligengestalt an lokale Frömmigkeit. S. Petronio principale protettore di Bologna verbindet Oratorium und städtische Schutzheiligenverehrung besonders deutlich.
Die Kirchenmusik umfasst Messen, Psalmen, Motetten, Marienantiphonen, Litaneien, Tantum ergo, Magnificat- und Laudate-Dominum-Kontexte. Hier erscheint Albergati als Komponist einer konzertierenden katholischen Kirchenmusik, die solistische Stimmen, mehrstimmige Sätze, Instrumente und ripienische Verstärkung einsetzen konnte. Diese Musik gehört in die bolognesische Sakraltradition, ist aber durch Druck und Handschrift über die lokale Aufführung hinaus greifbar.
Werk-, Quellen- und Überlieferungsverzeichnis
Das Werkverzeichnis Pirro Albergati Capacellis ist nach gedruckten Opera, Oratorien, Bühnenwerken, Serenaten und handschriftlich überlieferten Werken zu gliedern. Die Opuszählung ist in älteren und neueren Katalogen nicht immer völlig einheitlich, besonders bei den späten geistlichen Drucken. Die folgende Übersicht orientiert sich an der Treccani-/DBI-Werkliste und ergänzt heutige Quellen- und Editionshinweise.
Gedruckte Werke mit Opuszahl
| Op. 1: Balletti, Correnti, Sarabande e Gighe a Violino e Violone, con il secondo Violino a beneplacito | Bologna, Giacomo Monti, 1682; Neudruck Bologna 1685. Frühe Instrumentalsammlung mit Tanzsätzen für Violine und Violone, mit zweiter Violine ad libitum. Das Werk zeigt Albergatis Nähe zur bolognesischen Kammer- und Tanzmusik. |
|---|---|
| Op. 2: Suonate a due Violini col suo Basso continuo per l’Organo, & un altro a beneplacito per Tiorba, o Violoncello | Bologna 1683. Sammlung von zwölf Sonaten für zwei Violinen und Basso continuo, mit zusätzlicher Besetzungsoption für Theorbe oder Violoncello. Die Sammlung gehört zu den wichtigen frühen Instrumentaldrucken Albergatis. |
| Op. 3: Cantate morali a voce sola | Bologna 1685. Sammlung moralischer Solokantaten. Sie verbindet die Form der Kammerkantate mit moralisch-reflexiver Textkultur. |
| Op. 4: Messa e Salmi concertati a una, due, tre, e quattro voci con strumenti obligati, e ripieni a beneplacito | Bologna 1687. Kirchenmusikalischer Druck mit Messe und konzertierenden Psalmen für eine bis vier Stimmen, obligate Instrumente und fakultative Ripieno-Besetzung. |
| Op. 5: Pletro Armonico composto di dieci Sonate da camera a due Violini, e Basso con Violoncello obligato | Bologna, Giacomo Monti, 1687. Zehn Kammersonaten für zwei Violinen, Basso und obligates Violoncello. Das Werk ist Kaiser Leopold I. gewidmet und zeigt den Anspruch einer repräsentativen Instrumentalsammlung. |
| Op. 6: Cantate da camera a voce sola con basso continuo | Bologna 1687. Sammlung von zwölf Kammerkantaten für Solostimme und Basso continuo. Die Sammlung gehört zum weltlich-privaten Kantatenprofil Albergatis. |
| Op. 7: Motetti et Antifone della B. Vergine a voce sola con Strumenti | Bologna, Micheletti, 1691. Geistlicher Druck mit Motetten und Marienantiphonen für Solostimme und Instrumente. Das Werk verbindet marianische Frömmigkeit mit solistisch-konzertanter Schreibweise. |
| Op. 8: Concerti varii da camera a tre, quattro, e cinque | Modena, Rosati, 1702. Sammlung von Kammerconcerti für drei, vier oder fünf Instrumente. Einzelsätze wie Sinfonien, Balletti, Capricci und Sonaten werden in modernen Ausgaben und Datenbanken gesondert geführt. |
| Op. 9: Cantate spirituali a una, due e tre voci con Strumenti | Modena, Rosati, 1702. Geistliche Kantaten für eine bis drei Stimmen mit Instrumenten. Die Sammlung steht zwischen oratoriennaher Affektsprache und privater beziehungsweise halböffentlicher Andacht. |
| Op. 10: Cantate et Oratorii spirituali a una, due, e tre voci con Strumenti | Bologna, Fratelli Silvani, 1714. Sammlung geistlicher Kantaten und Oratorien für eine bis drei Stimmen mit Instrumenten. Sie enthält unter anderem Santa Brigida, La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine und S. Eustachio beziehungsweise entsprechende oratorische Werkteile. |
| Op. 11: Hinno et Antifone della B. Vergine a voce sola, con Strumenti unissoni | Bologna, Fratelli Silvani, 1715. Geistlicher Druck mit Hymnus und Marienantiphonen für Solostimme und unisono geführte Instrumente. |
| Op. 12: Motetti con il Responsorio di S. Antonio di Padoa a una, e tre voci con Strumenti | Bologna, Fratelli Silvani, 1717. Geistlicher Druck mit Motetten und Responsorium zu S. Antonio di Padova für eine und drei Stimmen mit Instrumenten. |
| Op. 13: Corona de pregi di Maria. Cantate a voce sola | Bologna, 1717. Sammlung marianischer Solokantaten. Der Druck ist ein wichtiges Beispiel für geistliche Haus- und Andachtskantate, in der die Form der weltlichen Kammerkantate devotional umgedeutet wird. |
| Op. 14: Caprici varii da camera a tre | Venedig, Bortoli, 1721. Kammermusikalische Sammlung für drei Stimmen beziehungsweise Instrumente. Das Werk gehört zu Albergatis spätem Instrumentalprofil. |
| Op. 15: Messa, Litanie della B. Vergine, Tantum Ergo und weitere geistliche Sätze a 4 pieno | Venedig, 1721. Späte Kirchenmusiksammlung für vier Stimmen beziehungsweise vollen Satz. Einzelne spätere Kataloge und Zusammenstellungen können bei der Nummerierung der späten Opera abweichen. |
Weitere gedruckte Einzelstücke und Sammelbeiträge
| Già ch’Amor così vuole | Kantate da camera für Solostimme, enthalten in der Sammlung Melpomene coronata da Felsina. Cantate musicali a voce sola, date in luce da Signori Compositori Bolognesi, Bologna, Monti, 1685. Der Beitrag zeigt Albergati innerhalb einer bolognesischen Anthologie von Komponistenkantaten. |
|---|---|
| Einzelsätze aus Op. 8 | Moderne Noten- und Datenbanküberlieferung führt einzelne Stücke aus Concerti varii da camera getrennt, darunter Sinfonia 1 à Cinque, Balletto 2 à Trè, ein Capriccio und eine Sonate für Violoncello. Diese Einzelblätter sind als Ausgliederungen aus der gedruckten Sammlung zu verstehen. |
| Santa Brigida | Geistliche Kantate beziehungsweise oratorisches Stück für Tenor, Streicher und Continuo, 1714 in Cantate et Oratorii spirituali op. 10 gedruckt. In modernen Quellen wird das Stück häufig als selbständige geistliche Kantate geführt. |
Oratorien mit gedruckten Libretti und teils erhaltener Musik
| Nabucodonosor | Oratorium, Bologna, Oratorium der Filippini in Santa Maria di Galliera, Palmsonntag 1686. Die Musik ist nicht gesichert erhalten; das Werk ist über Libretto- und Aufführungshinweise belegt. |
|---|---|
| Giobbe | Oratorium, Bologna, Oratorium der Filippini, dritte Fastensonntag 1688. Der Stoff behandelt die biblische Hiob-Tradition und gehört in die Fastenfrömmigkeit des bolognesischen Oratoriums. |
| S. Orsola | Oratorium, Bologna, Oratorium der Filippini, Palmsonntag 1689. Hagiographischer Stoff um die heilige Ursula. |
| L’Iride di pace, o sia il B. Nicolò Albergati | Oratorium, Bologna, Oratorium der Filippini, Palmsonntag 1690. Das Werk verbindet geistliche Thematik mit der Verehrung des seligen Nicolò Albergati und damit mit der Familien- und Stadtfrömmigkeit. |
| Il convito di Baldassarre | Oratorium, Bologna 1691. Die Musik ist als Handschrift in Wien erhalten. Das Werk ist für fünf Stimmen, gemischten Chor, Streicher und Continuo überliefert und behandelt die biblische Belsazar-Erzählung. |
| L’innocenza di S. Eufemia | Oratorium, Bologna, Passionssonntag 1694; später erneut 1732 belegt. Die Musik ist als Handschrift in Wien erhalten. Die Besetzung umfasst drei Stimmen, zwei Trompeten, Streicher und Continuo. |
| Il martirio di S. Sinibaldo | Oratorium, Bologna, Palazzo Albergati, 13. Mai 1696. Das Werk zeigt die Nutzung des Adelspalastes als geistlich-dramatischen Aufführungsort. |
| Il ritorno dalla capanna | Oratorium beziehungsweise geistliches Werk, Bologna, Congregazione di S. Gabriele, Weihnachten 1696. Der Titel verweist auf weihnachtliche beziehungsweise pastorale Frömmigkeit. |
| La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine | Oratorium, Bologna, Allerheiligen 1697; später in op. 10 von 1714 publiziert. Die heilige beziehungsweise selige Caterina da Bologna ist für die lokale bolognesische Frömmigkeit besonders wichtig. |
| S. Eustachio | Oratorium, Bologna, Palmsonntag 1699; später in op. 10 von 1714 publiziert. Der Stoff behandelt den heiligen Eustachius und verbindet Bekehrungs-, Prüfungs- und Martyriumstopik. |
| Maria Annunciata dall’Angelo | Oratorium, Bologna, 19. März 1701. Marien- und Verkündigungsthematik im oratorischen Kontext. |
| S. Ottilia | Oratorium, Bologna, Palmsonntag 1705; erneut in Santa Maria di Galliera am zweiten Fastensonntag 1719 belegt. Der Librettodruck nennt die Musik des Conte Pirro Capacelli Albergati und Dichtung von Giovanni Battista Taroni. |
| Morte di Cristo | Oratorium, Bologna, Oratorium der Arciconfraternita della Morte, Karfreitag 1719; erneute Aufführung 1730. Das Werk gehört in den Kern der Passions- und Karfreitagsfrömmigkeit. |
| Il Trionfo della Grazia ovvero la conversione di Maddalena | Oratorium, Bologna, 1729. Der Stoff verbindet Gnade, Bekehrung und die Figur Maria Magdalena. |
| S. Petronio principale protettore di Bologna | Oratorium, Bologna 1732. Das Werk ist besonders eng mit bolognesischer Stadtidentität und Schutzheiligenverehrung verbunden. |
Bühnenwerke und Serenaten
| Serenata a due voci | Serenata für zwei Stimmen, Bologna, öffentliche Piazza, 27. August 1692. Nur das Libretto beziehungsweise Aufführungszeugnis ist gesichert greifbar; die Musik gilt nicht als erhalten. |
|---|---|
| Gli Amici | Pastorale beziehungsweise Oper auf ein Libretto von Pier Jacopo Martello, Bologna, Teatro Malvezzi, August 1699. Die Produktion ist besonders für die Untersuchung von Opernorganisation, adeliger Mitwirkung und bolognesischer Theaterökonomie aufschlussreich. |
| Il Principe selvaggio | Bühnenwerk auf ein Libretto von Francesco Silvani, Bologna, Teatro Formagliari, Januar 1712. Die Musik gilt als nicht erhalten; das Werk ist über Libretto- und Aufführungsnachweise bekannt. |
Handschriftlich überlieferte Werke
| Il convito di Baldassarre | Oratorium zu fünf Stimmen mit Instrumenten in zwei Teilen; Handschrift in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. In modernen digitalen Notenportalen als Partitur zugänglich. |
|---|---|
| L’innocenza di S. Eufemia | Oratorium zu drei Stimmen in zwei Teilen; Handschrift in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Die Besetzung mit Trompeten, Streichern und Continuo weist auf repräsentative Festlichkeit. |
| Drei Kantaten a voce sola con stromenti | Handschriftlicher Bestand im Archiv von San Petronio in Bologna. Die genaue Zuordnung der einzelnen Texte ist quellenkritisch mit den lokalen Katalogen zu prüfen. |
| Sonata a cinque strumenti con Tromba | Handschriftlich im Archiv von San Petronio in Bologna genannt. Das Werk verweist auf Albergatis Interesse an repräsentativer Instrumentalbesetzung mit Trompete. |
| Laudate Dominum a quattro voci con orchestra | Handschriftlich in London nachgewiesen, früher mit British Museum beziehungsweise Royal College of Music verbunden. Kirchenmusikalischer Satz mit vier Stimmen und Orchester. |
| Missa 4 vocum cum instrumentis et organo | Handschriftlich in Straßburg, Kirche Saint-Thomas, genannt. Messe für vier Stimmen, Instrumente und Orgel. |
| Quella cara pupilletta | Kantate a voce sola, handschriftlich im Archiv der Cappella Antoniana in Padua genannt. Weltliche oder kammermusikalische Solokantate. |
| Zwei autographe Briefe an Giacomo Antonio Perti | Autographe Briefe in Bologna, Biblioteca Musicale G. B. Martini. Sie sind für Albergatis Netzwerk und musikalische Beziehungen bedeutsam. |
Gattungsübersicht
| Instrumentalmusik | Balletti, Correnti, Sarabande, Gighe, Sonaten, Concerti da camera, Capricci und Sinfonien. Diese Werke dokumentieren Albergatis Einbindung in die bolognesische Streicher- und Kammermusiktradition. |
|---|---|
| Kammerkantaten | Weltliche und moralische Solokantaten mit Basso continuo, teils in eigenen Sammlungen, teils in bolognesischen Anthologien überliefert. |
| Geistliche Kantaten | Kantaten für eine bis drei Stimmen mit Instrumenten, besonders in op. 9, op. 10 und op. 13. Sie verbinden kantabile Affektform und devotionalen Inhalt. |
| Kirchenmusik | Messen, Psalmen, Motetten, Antiphonen, Litaneien, Tantum ergo, Magnificat- und Laudate-Dominum-Zusammenhänge. Die Musik gehört in die konzertierende katholische Kirchenpraxis Bolognas. |
| Oratorien | Biblische, hagiographische, marianische und lokal-bolognesische Stoffe, häufig für Fastenzeit, Bruderschaften und kirchliche Festtage. |
| Theater und Serenata | Pastorale, Oper und Serenata im bolognesischen Theater- und Repräsentationskontext. Die Musik ist weitgehend verloren, doch Libretti und Produktionszeugnisse sind kulturgeschichtlich wichtig. |
Quellenkritik, Opuszählung und Überlieferungsfragen
Die Quellenlage zu Pirro Albergati Capacelli ist relativ reich, aber nicht vollständig. Die gedruckten Werke sind besser greifbar als die Theatermusik. Oratorien sind häufig über Libretti belegt, aber nicht immer musikalisch erhalten. Bei mehreren Werken existieren nur Aufführungsdaten, Librettoangaben oder spätere Katalogeinträge. Deshalb muss ein Werkverzeichnis zwischen gedruckter Musik, Librettodruck, Handschrift, Aufführungsnachweis und moderner Edition unterscheiden.
Die Opuszählung ist besonders bei den späten geistlichen Drucken sorgfältig zu behandeln. Treccani führt die gedruckten Werke von op. 1 bis op. 15 und nennt op. 12 als Motetti con il Responsorio di S. Antonio di Padoa, op. 13 als Corona de pregi di Maria, op. 14 als Caprici varii da camera a tre und op. 15 als Messen-, Litaneien- und Tantum-ergo-Sammlung. Andere moderne Listen können an dieser Stelle abweichende Nummerierungen oder Gruppierungen wiedergeben. Für eine redaktionelle Kulturlexikon-Seite sollte deshalb die Opusangabe immer mit Titel, Druckort und Jahr zusammen genannt werden.
Die Theaterwerke sind besonders quellenkritisch. Gli Amici, Il Principe selvaggio und die Serenata a due voci sind über Libretti und Aufführungskontexte bekannt, nicht aber als vollständig erhaltene Partituren. Ihre Bedeutung liegt daher weniger in der heutigen Aufführbarkeit als in der Dokumentation bolognesischer Theater- und Produktionspraxis.
Bei den Oratorien ist die Lage gemischt. Il convito di Baldassarre und L’innocenza di S. Eufemia sind musikalisch handschriftlich überliefert. Andere Oratorien sind nur durch Libretti oder Aufführungsdaten greifbar. Die moderne Aufführungspraxis konzentriert sich daher auf die erhaltenen Partituren und auf die gedruckten geistlichen Sammlungen.
Rezeption und Nachwirkung
Albergatis Nachwirkung war lange stärker lokal- und quellenhistorisch als kanonisch. Während Corelli, Perti, Bononcini und Cazzati in der allgemeinen Musikgeschichte größere Sichtbarkeit erhielten, blieb Albergati stärker mit Bologna, Oratorium, Kantate, Adelskultur und Spezialkatalogen verbunden. Das hängt auch damit zusammen, dass seine Theaterwerke musikalisch nicht erhalten sind und viele Oratorien nur als Libretti greifbar bleiben.
In der neueren Forschung ist Albergati jedoch wichtig geworden, weil er ein außergewöhnlich dichtes Beispiel adeliger Musikpatronage bietet. Seine Notizbücher, Drucke, Widmungen, Oratorienlibretti und Aufführungsdaten zeigen, wie Musik in Bologna organisiert, finanziert, sozial gerahmt und öffentlich wirksam wurde. Er ist deshalb nicht nur als Komponist, sondern auch als Fallbeispiel frühneuzeitlicher Kulturorganisation bedeutsam.
Die moderne Einspielung einzelner Werke, besonders Il convito di Baldassarro, La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine, Magnificat und Corona de pregi di Maria, hat Albergatis Musik wieder hörbar gemacht. Dadurch tritt ein Komponist hervor, der Affekt, Frömmigkeit, italienische Kantatenform und bolognesische Sonorität wirkungsvoll verbindet.
Analytische Bedeutung
Analytisch ist Albergati besonders interessant, weil sein Werk mehrere Funktionsräume der Barockmusik miteinander verbindet. Die Instrumentalstücke zeigen eine höfisch-kammermusikalische Welt. Die geistlichen Kantaten erschließen private und halböffentliche Andacht. Die Oratorien bilden den Übergang zwischen dramatischer Handlung und geistlicher Meditation. Die Kirchenmusik gehört in die Liturgie und Festpraxis. Die Bühnenwerke verweisen auf Theaterökonomie und aristokratische Repräsentation.
Seine Musik zeigt außerdem, wie eng Bologna um 1700 mit der Entwicklung der italienischen Streicher- und Oratorientradition verbunden war. Albergati war kein isolierter Aristokrat, sondern stand in einem Netzwerk mit Perti, Jacchini, Bononcini, Druckern, Sängerinnen und Sängern, Instrumentalisten, Kapellen, Theatern und Bruderschaften. Seine Kompositionen sind daher immer auch soziale Dokumente.
Besonders die Oratorien machen die Struktur katholischer Barockfrömmigkeit hörbar. Biblische Warnstoffe, Heiligenlegenden, Bekehrungsgeschichten, Passionsbetrachtungen und lokale Schutzheilige werden musikalisch dramatisiert. Dadurch entsteht eine Form der Frömmigkeit, die belehrt, bewegt und repräsentiert. Albergati steht damit für eine musikalische Kultur, in der Affekt und Dogma, Bühne und Andacht, Adel und Stadt eng zusammenwirken.
Auch der Begriff des „Dilettanten“ erhält durch ihn historische Präzision. Im heutigen Sprachgebrauch kann „Dilettant“ abwertend klingen. Für Albergatis Zeit bezeichnet er dagegen einen gebildeten Liebhaber und Kenner, der aus sozialer Freiheit und persönlicher Neigung musiziert. Albergati zeigt, dass solche Dilettanten im Musikleben nicht randständig waren, sondern zentrale Vermittler, Förderer und Produzenten kultureller Praxis sein konnten.
Sekundärliteratur
- Luigi Ferdinando Tagliavini: Albergati Capacelli, Pirro, in: Dizionario Biografico degli Italiani, Band 1, Rom 1960. Grundlegender biographischer und werkbibliographischer Referenzartikel.
- G. M. Mazzuchelli: Gli Scrittori d’Italia, Band 1, Brescia 1753. Ältere biographische Quelle zur italienischen Autoren- und Gelehrtenüberlieferung.
- Giovanni Fantuzzi: Notizie degli scrittori bolognesi, mehrere Bände, Bologna 1781–1788. Wichtig für die ältere bolognesische Literatur- und Musikerbiographik.
- Corrado Ricci: I teatri di Bologna nei secoli XVII e XVIII, Bologna 1888. Wichtig für Albergatis Bühnenwerke, Librettodrucke und Theaterkontexte.
- Frati, Luigi: Musicisti e cantanti bolognesi del Settecento, in: Rivista Musicale Italiana, XXI, 1914. Mit ausführlicherer biographischer Behandlung Albergatis.
- Gaetano Gaspari: Catalogo della Biblioteca del Liceo musicale di Bologna, besonders Band IV. Wichtig für Drucke, Handschriften und bolognesische Musikquellen.
- Ugo Sesini und Gaetano Gaspari: Catalogo della Biblioteca del Liceo musicale di Bologna, Band V, Libretti d’opera in musica, Bologna 1943. Wichtig für Libretti von Opern, Serenaten und Oratorien.
- Robert Eitner: Biographisch-bibliographisches Quellen-Lexikon der Musiker und Musikgelehrten, Band I und X. Ältere, aber für Druck- und Quellenangaben weiterhin wichtige Referenz.
- Victor Crowther: The Oratorio in Bologna 1650–1730. Zentrale Studie zum bolognesischen Oratorienwesen, in dem Albergati eine wichtige Rolle spielt.
- Gregory Richard Barnett: Bolognese Instrumental Music, 1660–1710. Spiritual Comfort, Courtly Delight, and Commercial Triumph. Wichtig für Albergatis Instrumentalmusik im bolognesischen Kontext.
- Hanneke van der Linden: The Business of Opera in Early Modern Bologna. Studie zur Produktionspraxis von Gli Amici und zu Albergatis Notizbuch als Quelle der Opernorganisation.
- Modern Scholarly Editions und WLSCM-Ausgaben zu Pirro Albergati Capacelli. Wichtig für einzelne moderne Editionen von Kantaten, Oratorien und Instrumentalwerken.
- Booklets und Editionstexte der Tactus-Einspielungen zu La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine, Il convito di Baldassarro und Corona de pregi di Maria. Wichtig für moderne Aufführungspraxis und Werkzugang.
- Forschung zur Accademia Filarmonica di Bologna, zur Cappella di San Petronio, zu Giacomo Antonio Perti, Giuseppe Maria Jacchini, Giovanni Bononcini und Arcangelo Corelli als Umfeld von Albergatis Werk.
Ausgewählte Onlinequellen
- Treccani / Dizionario Biografico degli Italiani: Albergati Capacelli, Pirro Zentrale biographische und werkbibliographische Referenz mit Lebensdaten, öffentlichen Ämtern, gedruckten Opera, Oratorien, Bühnenwerken und Handschriften.
- Encyclopedia.com / Baker’s Biographical Dictionary: Albergati (Capacelli), Pirro Kurzartikel mit Lebensdaten, Einordnung als Adeliger, Musikmäzen und Komponist sowie Hinweis auf Oratorienaufführungen und gedruckte Sammlungen.
- IMSLP: Category Albergati, Pirro Capacelli Conte Notenportal mit Werkseiten, gesammelten Drucken, Einzelsätzen und Digitalisaten zu Albergati.
- IMSLP: 12 Trio Sonatas, Op. 2 Werkseite zu den Suonate a due violini op. 2 von 1683.
- IMSLP: Pletro Armonico, Op. 5 Werkseite zur Sammlung von zehn Kammersonaten von 1687, mit Hinweis auf RISM und Widmung an Kaiser Leopold I.
- IMSLP: 12 Cantate da camera, Op. 6 Werkseite zu Albergatis Kammerkantaten von 1687.
- IMSLP: Messa e salmi concertati, Op. 4 Werkseite zur konzertierenden Kirchenmusiksammlung von 1687.
- IMSLP: Motets, Op. 7 Werkseite zu Motetten und Marienantiphonen von 1691.
- IMSLP: Cantate, et Oratorii Spirituali, Op. 10 Werkseite zum Druck von 1714 mit geistlichen Kantaten und Oratorien.
- IMSLP: Santa Brigida Werkseite zur geistlichen Kantate beziehungsweise zum oratorischen Stück aus op. 10.
- IMSLP: Il convito di Baldassarro Werkseite zum erhaltenen Oratorium für fünf Stimmen, gemischten Chor, Streicher und Continuo.
- IMSLP: L’innocenza di santa Eufemia Werkseite zum erhaltenen Oratorium für drei Stimmen, Trompeten, Streicher und Continuo.
- IMSLP: Sinfonia 1 à Cinque, Op. 8 Werkseite zu einem Einzelsatz aus den Concerti varii da camera.
- Tactus: Corona dei pregi di Maria, Op. XIII Labelseite zur modernen Einspielung der marianischen Kantaten op. 13.
- Naxos: Albergati, Magnificat / La Beata Caterina da Bologna Aufnahmeseite zur Tactus-Einspielung mit Fortuna Ensemble und Roberto Cascio.
- Corago / Università di Bologna: Sant’Ottilia Librettodatensatz zu S. Ottilia mit Nennung von Musik, Dichtung, Aufführungsort und Druck.
- Mélanges de l’École française de Rome: The business of opera in early modern Bologna Studie zur Opernproduktion von Gli Amici und zu Albergatis Notizbuch als Quelle der Theaterökonomie.
- Società Italiana di Musicologia: Tagungsprogramm mit Beitrag zu Pirro Capacelli Albergati Hinweis auf aktuelle Forschung zu Albergati als Dilettant, Patron und bolognesischer Musikfigur.
- RISM-OPAC Internationales Quellenrepertorium für Drucke, Handschriften und Werkzuschreibungen zu Albergati.
- RISM: Répertoire International des Sources Musicales Forschungsinfrastruktur für Musikquellen des 17. und 18. Jahrhunderts.
- Museo internazionale e biblioteca della musica di Bologna Zentrale bolognesische Musikbibliothek mit Quellen, Drucken, Handschriften und Katalogen zum lokalen Musikleben.
- Museo della Musica Bologna / Gaspari: Cantate et Oratorii Spirituali op. 10 Katalogeintrag zum Druck von 1714.
- Accademia Filarmonica di Bologna Institutioneller Kontext der bolognesischen Musikgeschichte und des Musikerumfelds Albergatis.
- Biblioteca Salaborsa Bologna Rechercheort zur Stadtgeschichte Bolognas und zu kulturhistorischen Kontexten.
- Archivio di Stato di Bologna Wichtiger Archivort für bolognesische Adels-, Amts- und Familienbestände, darunter Materialien zum Umfeld Albergatis.
- Bologna Cultura Städtischer Zugang zu Museen, Musik, Kulturgeschichte und historischen Einrichtungen Bolognas.
- WorldCat: Pirro Albergati Capacelli Internationale Bibliotheksrecherche zu Drucken, Einspielungen, Editionen und Forschungsliteratur.
- WorldCat: Pirro Capacelli Albergati Rechercheweg zur alternativen Namensform und zu bibliographischen Nachweisen.
- WorldCat: Pirro Albergati oratorio Bologna Rechercheweg zu Oratorien, Libretti und Studien zum bolognesischen Oratorium.
- Karlsruher Virtueller Katalog Metasuche zu Albergati, bolognesischer Barockmusik, Oratorium, Kantate und Instrumentaldruck.
- JSTOR: Pirro Albergati Rechercheweg zu wissenschaftlichen Aufsätzen über Albergati, Bologna und Oratorienkultur.
- Google Scholar: Pirro Albergati oratorio Rechercheweg zu Oratorienforschung und bolognesischem Musikleben.
- Google Scholar: Pirro Capacelli Albergati Rechercheweg zu Forschungsliteratur, Editionen und musikwissenschaftlichen Arbeiten.
- Internet Archive: Pirro Albergati Rechercheweg zu digitalisierten älteren Büchern, Katalogen, Lexika und Quellen.
- Google Books: Pirro Albergati Rechercheweg zu älterer Literatur, modernen Studien und bibliographischen Nachweisen.
- Europeana Europäisches Kulturportal für ergänzende Nachweise zu Musikquellen, Drucken, Librettos und Sammlungsobjekten.
- Library of Congress Internationaler Rechercheort für Musikdrucke, Aufnahmen, Sekundärliteratur und Normdaten.
- Bibliothèque nationale de France: Catalogue général Rechercheweg zu französischen und internationalen Nachweisen Albergatis.
- Münchener DigitalisierungsZentrum Digitaler Rechercheort für ältere Musiklexika, Drucke und Quellen des 17. und 18. Jahrhunderts.
- Staatsbibliothek zu Berlin: Digitalisierte Sammlungen Rechercheort für historische Musikdrucke, Libretti und ältere Sekundärliteratur.
- VIAF Internationaler Normdatenverbund zur Kontrolle der Namensformen Pirro Albergati, Pirro Capacelli Albergati und Albergati Capacelli.
- ISNI Normdatenrecherche zu internationalen Autoridentitäten.
- Deutsche Nationalbibliothek: GND Rechercheweg zu deutschsprachigen Normdaten und bibliographischen Verknüpfungen.
- MGG Online Deutschsprachiger fachlexikalischer Rechercheort zu Albergati, bolognesischem Barock, Kantate und Oratorium.
- Oxford Music Online / Grove Music Online Internationales Fachlexikon für Albergati, Bologna, Oratorium, Kantate und Instrumentalmusik.
- Presto Music: Pirro Capacelli Albergati Aufnahme- und Katalogseite zu modernen Einspielungen von Albergati-Werken.
- Discogs: Pirro Albergati Diskographischer Rechercheweg zu modernen Tonträgern.
- MusicBrainz: Pirro Albergati Musikdatenbank für Aufnahmen, Normdaten und Werkverknüpfungen.
- Musopen: Pirro Capacelli Conte Albergati Freie Noten- und Audioübersicht mit Kurzbiographie.
- YouTube-Suche: Pirro Albergati Il convito di Baldassarro Aufführungspraktischer Rechercheweg zu modernen Einspielungen des Oratoriums.
- YouTube-Suche: Pirro Albergati Corona dei pregi di Maria Aufführungspraktischer Rechercheweg zur marianischen Kantatensammlung.
Weiterführende Einträge
- Pirro Albergati Kurz- beziehungsweise Weiterleitungseintrag zur geläufigen Namensform des Komponisten.
- Pirro Capacelli Albergati Alternative Namensform des bolognesischen Adeligen, Musikmäzens und Komponisten.
- Bologna Stadt, in der Albergati geboren wurde, wirkte, öffentliche Ämter bekleidete und starb.
- Bolognesische Musikschule Musikalischer Kontext von Albergatis Instrumental-, Kantaten- und Oratorienwerk.
- Bolognesisches Oratorium Gattungs- und Aufführungskontext von Albergatis geistlich-dramatischen Werken.
- Oratorium Geistlich-dramatische Gattung, die Albergatis Werk besonders prägt.
- Katholische Barockfrömmigkeit Religiöser Affekt- und Aufführungshorizont von Albergatis geistlichen Werken.
- Fastenmusik Aufführungskontext vieler bolognesischer Oratorien zwischen Andacht und musikalischer Repräsentation.
- Filippini Oratorianer beziehungsweise geistlicher Aufführungskontext mehrerer Albergati-Oratorien.
- Santa Maria di Galliera Bolognesischer Aufführungsort mehrerer Oratorien Albergatis.
- Arciconfraternita della Morte Bolognesische Bruderschaft und Aufführungskontext von Albergatis Passionsoratorium Morte di Cristo.
- San Francesco in Bologna Kirche, in der Pirro Albergati Capacelli beigesetzt wurde.
- Palazzo Albergati Adeliger Aufführungs- und Repräsentationsraum im Umfeld von Albergatis Musik.
- Musikpatronage Soziales System, in dem Albergati als Förderer, Widmungsempfänger und Komponist wirkte.
- Adel und Musik Kulturgeschichtlicher Rahmen von Albergatis Tätigkeit als komponierender Adeliger.
- Dilettant Historischer Begriff für gebildete Musikliebhaber und komponierende Amateure des Adels.
- Giacomo Antonio Perti Bolognesischer Komponist und wichtiger Bezugspunkt im Umfeld Albergatis.
- Arcangelo Corelli Komponist und Violinist, mit dessen Instrumentalstil Albergatis Werk Berührungspunkte zeigt.
- Giuseppe Maria Jacchini Bolognesischer Komponist und Cellist, der Albergati ein Werk widmete.
- Giovanni Bononcini Komponist, der Albergati eine Instrumentalsammlung widmete.
- San Petronio in Bologna Zentraler kirchenmusikalischer Ort der bolognesischen Musikgeschichte.
- Cappella di San Petronio Institutioneller Kontext bolognesischer Kirchen- und Instrumentalmusik.
- Accademia Filarmonica di Bologna Bedeutende musikalische Institution im bolognesischen Umfeld Albergatis.
- Sonata da camera Instrumentalgattung, die in Albergatis op. 2 und op. 5 wichtig ist.
- Triosonate Kammermusikalische Form mit zwei Oberstimmen und Basso continuo.
- Basso continuo Harmonisches Fundament von Albergatis Instrumental-, Kantaten- und Oratorienmusik.
- Violoncello obligato Instrumentale Rolle, die in Albergatis Pletro armonico op. 5 ausdrücklich erscheint.
- Theorbe Continuo-Instrument, das in der Besetzungsoption von Albergatis op. 2 genannt wird.
- Violine Instrument, auf das Albergatis frühe Tanz- und Sonatensammlungen besonders ausgerichtet sind.
- Kammermusik Privater und höfisch-aristokratischer Aufführungskontext von Albergatis Instrumentalwerken.
- Cantata da camera Weltliche Solokantate, die Albergati in op. 3, op. 6 und Anthologien pflegte.
- Geistliche Kantate Gattung von Albergatis op. 9, op. 10 und op. 13.
- Marienantiphon Liturgische Form, die in Albergatis op. 7 und op. 11 erscheint.
- Motette Geistliche Vokalgattung in Albergatis gedruckten Sammlungen.
- Messe Kirchenmusikalische Gattung in Albergatis op. 4 und spätem geistlichen Druck.
- Psalmvertonung Konzertierende Kirchenmusikform in Albergatis op. 4.
- Tantum ergo Eucharistischer Hymnus, der in Albergatis später Kirchenmusik erscheint.
- Magnificat Marianischer Lobgesang, in modernen Albergati-Einspielungen greifbar.
- La Beata Caterina da Bologna tentata di solitudine Oratorium Albergatis zur bolognesischen Heiligengestalt Caterina.
- Il convito di Baldassarre Erhaltenes Oratorium Albergatis zur Belsazar-Erzählung.
- L’innocenza di santa Eufemia Erhaltenes Oratorium Albergatis für drei Stimmen, Trompeten, Streicher und Continuo.
- Sant’Ottilia Oratorium Albergatis mit Libretto von Giovanni Battista Taroni.
- Morte di Cristo Passionsoratorium Albergatis für den Karfreitagskontext der Arciconfraternita della Morte.
- San Petronio Bolognesischer Schutzheiliger und Titelgestalt eines späten Oratoriums Albergatis.
- Nicolò Albergati Seliger aus der Familie Albergati und Titelgestalt von L’Iride di pace.
- Caterina da Bologna Bolognesische Heilige, die in Albergatis Oratorium musikalisch dargestellt wird.
- Pier Jacopo Martello Librettist von Albergatis Pastorale Gli Amici.
- Francesco Silvani Librettist von Il Principe selvaggio.
- Giovanni Battista Taroni Dichter des Librettos zu Albergatis S. Ottilia.
- Teatro Malvezzi Bolognesischer Aufführungsort von Albergatis Gli Amici.
- Teatro Formagliari Bolognesischer Aufführungsort von Albergatis Il Principe selvaggio.
- Serenata Repräsentative vokale Gattung, die Albergati mit einer Serenata a due voci pflegte.
- Pastorale Bühnengattung von Albergatis Gli Amici.
- Oper in Bologna Theater- und Produktionskontext von Albergatis Bühnenwerken.
- Libretto Quellenform, durch die mehrere Albergati-Oratorien und Bühnenwerke erhalten sind.
- Fratelli Silvani Bolognesische Drucker von Albergatis op. 10 und weiteren geistlichen Werken.
- Giacomo Monti Bolognesischer Drucker früher Albergati-Werke.
- Rosati in Modena Drucker von Albergatis op. 8 und op. 9.
- Bortoli in Venedig Drucker von Albergatis op. 14.
- Musikdruck Medienform, durch die Albergatis Instrumental-, Kantaten- und Kirchenmusik verbreitet wurde.
- Barock Epochen- und Stilrahmen von Albergatis Werk.
- Italienische Barockmusik Übergreifender Kontext von Albergatis Instrumental- und Vokalwerken.
- Italienische Kantate Gattungsgeschichtlicher Rahmen von Albergatis weltlichen und geistlichen Kantaten.
- Italienisches Oratorium Gattung, in der Albergati zu den wichtigen bolognesischen Vertretern zählt.
- Oratorianer Religiös-institutioneller Hintergrund der Filippini und ihrer Musikpraxis.
- Österreichische Nationalbibliothek Aufbewahrungsort erhaltener Albergati-Oratorienhandschriften.
- Biblioteca Musicale G. B. Martini Bolognesische Musikbibliothek mit Quellen zum Umfeld Albergatis.
- RISM Internationales Quellenrepertorium für Albergatis Drucke und Handschriften.
- IMSLP Digitales Notenportal mit mehreren Werkseiten zu Pirro Albergati Capacelli.
- Victor Crowther Forscher des bolognesischen Oratoriums, wichtig für Albergatis Oratorienkontext.
- Gregory Richard Barnett Forscher der bolognesischen Instrumentalmusik um 1660–1710.
- Luigi Ferdinando Tagliavini Autor des grundlegenden Treccani-Artikels zu Pirro Albergati Capacelli.
- Hanneke van der Linden Forscherin zur Opernorganisation in Bologna und zu Albergatis Notizbuch.
- Gaetano Gaspari Bibliograph und Katalogisator der bolognesischen Musikbibliothek.
- Corrado Ricci Autor einer grundlegenden älteren Studie zu den Theatern Bolognas.
- Tactus Label moderner Einspielungen von Werken Albergatis.
- Fortuna Ensemble Ensemble moderner Albergati-Einspielungen unter Roberto Cascio.
- Ensemble La Flora Ensemble der modernen Einspielung von Corona de pregi di Maria.
- Roberto Cascio Dirigent und Interpret moderner Albergati-Einspielungen.